Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 175889
Eingetragen
6.4.2006
Branche
Einzelhandel mit BekleidungEinzelhandel mit TextilienEinzelhandel mit Wohnmöbeln
Gegenstand
Der stationäre Einzelhandel in Deutschland mit Mode im Bereich Haute Couture und Konfektion sowie mit Lederwaren, Parfum, Schmuck und anderen Lifestyle-Produkten, insbesondere solchen Produkten die einen Markennamen von FENDI, FF und FF FENDI tragen, sowie der Online-Verkauf dieser Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Enrico Sorenti
seit 25.6.2024
Geschäftsführer
Maurizio Cherchi
seit 2.11.2023
Geschäftsführer
Tobias Dr. Kircher
seit 12.10.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FENDI - Società a responsabilità limitataITA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
FENDI - Società a responsabilità limitata
Italy
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FENDI Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 FENDI Germany GmbH, München
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit
Die FENDI Germany GmbH vertreibt Haute Couture, Schuhe und Accessoires für Damen, Herren und Kinder der Marke FENDI. Das Produktportfolio im Modebereich bezieht sich besonders auf Angebote für Damen sowie im Accessoire-Bereich auf qualitativ hochwertige Handtaschen, Uhren und Schmuck.
Die FENDI Germany GmbH ist seit der notariellen Übertragung sämtlicher Anteile von der FENDI International S.A.S., Paris/Frankreich am 21. August 2020 ein 100%iges Tochterunternehmen der FENDI - Società a responsabilita limitatà (FENDI srl) mit Sitz in Rom, Italien. Die FENDI srl, Rom/Italien, ist wiederum ein 100%iges Tochterunternehmen der LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE mit Sitz in Paris (LVMH). Die LVMH-Gruppe ist mit ihrem Portfolio von 75 einmaligen Prestigemarken einer der größten Luxusmarkenkonzerne der Welt. Die LVMH-Gruppe agiert in fünf verschiedenen Sektoren: Wines & Spirits, Fashion & Leather Goods, Perfumes & Cosmetics, Watches & Jewelry und Selective Retailing.
Die FENDI Germany GmbH ist eine Vertriebsgesellschaft für den deutschen Markt und vertreibt ihre Produkte in fünf eigenen Boutiquen in Deutschland. Diese befinden sich in Hamburg, Berlin, zweimal in München und seit Oktober 2022 in Düsseldorf. Das Outlet in Metzingen wurde im Dezember 2022 geschlossen.
Die Geschäftsführung misst den Erfolg des Unternehmens anhand der Umsatzerlöse und des Jahres­überschusses vor Berücksichtigung eventueller Anpassungen der Verrechnungspreise für konzerninterne Lieferungen.

Geschäftsverlauf 2023
Im Jahr 2023 steht die finanzielle Situation Deutschlands vor mehreren Herausforderungen und bedeutenden Veränderungen. Einige der Highlights sind:
*Erholung nach der Pandemie*: Wie viele andere Länder hat auch Deutschland seine wirtschaftliche Erholung nach der COVID-19-Pandemie fortgesetzt. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Reaktivierung der wirtschaftlichen Aktivitäten, wobei besondere Anstrengungen zur Unterstützung der Unternehmen und des Arbeitsmarktes unternommen wurden.
*Inflation*: Die Inflation war im Jahr 2023 ein großes wirtschaftliches Problem. Wie in vielen anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften sind auch in Deutschland die Preise gestiegen, unter anderem aufgrund von Unterbrechungen der globalen Lieferketten und höheren Energiekosten.
*Energiepolitik*: Die weltweite Energiekrise, die durch den Konflikt in der Ukraine noch verschärft wurde, hatte erhebliche Auswirkungen auf Deutschland, das seine Energiepolitik überprüfen und nach Alternativen zum russischen Gas suchen musste. Dies hat zu größeren Investitionen in erneuerbare Energien und eine widerstandsfähigere Energieinfrastruktur geführt.
*Staatsverschuldung*: Die Höhe der deutschen Staatsverschuldung ist nach wie vor ein wichtiges Thema. Während Deutschland in der Vergangenheit im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine relativ niedrige Verschuldung aufwies, haben die außerordentlichen Ausgaben für die Pandemie und die wirtschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen die Gesamtverschuldung erhöht.
*Industrieller Sektor*: Der Industriesektor, das Herz der deutschen Wirtschaft, hatte mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die mit Engpässen bei Werkstoffen und Bauteilen zusammenhingen, insbesondere in der Automobil- und Technologiebranche. Deutschland hat jedoch weiterhin eine starke Wettbewerbsposition auf den globalen Märkten.
*Finanzpolitische Maßnahmen*: Die deutsche Regierung hat verschiedene fiskalpolitische Maßnahmen ergriffen, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen und die Inflation in den Griff zu bekommen. Zu diesen Maßnahmen gehörten Steueranreize für Unternehmen und Unterstützungsprogramme für Familien.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Jahr 2023 aus finanzieller Sicht ein komplexes Jahr für Deutschland war, das durch eine wirtschaftliche Erholung, gefolgt von großen Herausforderungen wie der Inflation und der Energiekrise, gekennzeichnet war.
Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 211 bzw. 0,9 %. Dieser Umsatzrückgang ist unter anderem auf die Schließung des Outlets in Metzingen im Dezember 2022 zurückzuführen.
Einen positiven Effekt auf die Verkaufszahlen des Berichtsjahres hatte dagegen die Neueröffnung der Boutique in Düsseldorf im Oktober 2022, welche mit Umsatzerlösen von insgesamt TEUR 4.994 im Geschäftsjahr 2023 zum Umsatz der Gesellschaft beitrug.
Dieser positive Effekt hatte jedoch nicht ausgereicht, um den Gesamtrückgang zu kompensieren. Somit sanken die Umsätze von TEUR 24.527 in 2022 um TEUR 211 auf TEUR 24.315 im aktuellen Geschäftsjahr, sodass die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung (+29 %) nicht erreicht werden konnte.
Die Gesamtstrategie der Fendi Germany GmbH konzentrierte sich auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin hauptsächlich auf:
- Anwerbung neuer lokaler Kunden
- Erhaltung ikonischer Produkte und Stärkung von Ready-To-Wear
- Erhöhung der Begehrlichkeit und Steigerung der Markensichtbarkeit, um Bekanntheit zu generieren
- Betonung der Omnichannel-Mentalität mit einem 360-Grad-Kundenfokus.
Das Jahresergebnis 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 96 ist deutlich schlechter ausgefallen als das prognostizierte Jahresergebnis von TEUR 900. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die sich anbahnende Insolvenz der KaDeWe-Group negative Auswirkungen zum Ende 2023 hatte. Vor diesem Hintergrund beurteilt die Geschäftsführung die Einschätzung des Geschäftsverlaufs als zufriedenstellend.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der FENDI Germany GmbH zum 31.12.2023 ist im Wesentlichen aufgrund des bedingt durch die abgeschlossenen Umbaumaßnahmen am Standort Düsseldorf gesunkenen Sachanlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.336 gesunken und betrug zum Stichtag TEUR 12.488. Dadurch betrug die Anlagendeckung im Jahr 2023 63,62%, nach 58,13% im Vorjahr. Darüber hinaus sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 740 auf TEUR 1.002 zum 31.12.2023 flankierend zum Umsatzrückgang des Geschäftsjahres 2023.
Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte hat sich von 2,85 im Jahr 2022 auf 2,41 im Jahr 2023 reduziert. Der Saldo der Vorräte betrug zum 31.12.2023 TEUR 5.821 (Vorjahr: TEUR 5.809).
Von den Gesamt-Verbindlichkeiten von TEUR 7.862 (Vorjahr: TEUR 8.454) entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 7.249 (Vorjahr: TEUR 7.042); sie resultieren in Höhe von TEUR 1.994 (Vorjahr: TEUR 1.811) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 7.204 (Vorjahr: TEUR 5.231) aus dem konzerninternen Cash-Pooling. Der Anstieg der Cash-Pooling-Verbindlichkeiten in 2023 beruht auf höheren Zinssätzen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Die übrigen Verbindlichkeiten bestehen vor allem aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 378 (Vorjahr: TEUR 1.173), deren Reduzierung unter anderem auf die zum Stichtag abgeschlossenen Baumaßnahmen in der Boutique in Düsseldorf zurückzuführen ist.

Finanzlage
Die Gesellschaft war im Berichtsjahr mit ausreichend liquiden Mitteln ausgestattet. Obwohl es sich bei den Verbindlichkeiten ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr handelt, ist die Liquidität der Gesellschaft aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling der LVMH-Gruppe gesichert. Aus dem Cash-Pooling resultierte zum 31.12.2023 eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 7.204 (Vorjahr: TEUR 5.231).
Die Unternehmen der LVMH-Gruppe insgesamt sind in das Cash-Pooling der LVMH Group Treasury, 24/32 rue Jean Goujon, 75008 Paris, Frankreich, einbezogen, welche eine 100%ige Tochtergesellschaft der LVMH ist. Für das Cash-Pooling stehen Mittel der LVMH-Gruppe zur Verfügung. Auf Ebene der FENDI Germany GmbH ist hierfür kein Kreditlimit vereinbart. Die Planungen und Forecasts der FENDI Germany GmbH sind Bestandteil der Liquiditätsplanung der LVMH-Gruppe. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu begleichen.
Die FENDI - Società a responsabilita limitatà (FENDI srl) mit Sitz in Rom, Italien, als Muttergesellschaft hat gegenüber der FENDI Germany GmbH mit Datum vom 17. Mai 2022 eine unbefristete, jedoch für mindestens ein Jahr ab Aufstellung dieses Jahresabschlusses gültige harte Patronatserklärung abgegeben, die bestätigt, dass die Muttergesellschaft die deutsche Tochtergesellschaft finanziell derart unterstützen wird, dass sie alle ihre Verpflichtungen erfüllen und ihre Geschäfte fortführen kann. Wir verweisen hierzu auch auf lvmh.com/investors/.
Innerhalb der FENDI-Gruppe unterliegt FENDI Germany GmbH als beherrschte Gesellschaft internen Politik im Bereich der Festlegung der operativen Rentabilität (auch als "TNMM" bezeichnet) auf der Grundlage der in den OECD-Verrechnungspreisleitlinien für multinationale Unternehmen und Steuerverwaltungen festgelegten Prinzipien, die es der Gesellschaft ermöglicht, während einer normalen betrieblichen Tätigkeit ein Betriebsergebnis innerhalb einer durch ein Wirtschaftsgutachten ermittelten Fremdvergleichsspanne zu erzielen.
Soweit die Betriebseinnahmen der beherrschten Gesellschaft im Zusammenhang mit einer normalen betrieblichen Tätigkeit nicht in den Bereich des Fremdvergleichs fallen, wird ein True-up Verfahren wie folgt durchgeführt:
· Wenn in irgendeinem Geschäftsjahr während der Laufzeit dieser Vereinbarung das tatsächliche oder prognostizierte Betriebsergebnis der FENDI Germany GmbH unter dem Fremdvergleichsbereich liegt, werden FENDI srl und FENDI Germany einvernehmlich eine Anpassung vereinbaren, um das Betriebsergebnis von FENDI Germany zu erhöhen und sicherzustellen, dass es im Fremdvergleichsbereich liegt; · Analog dazu werden FENDI srl und FENDI Germany eine Anpassung vereinbaren, um das Betriebsergebnis von FENDI Germany zu reduzieren und sicherzustellen, dass es im Bereich des Fremdvergleichs liegt, wenn das tatsächliche oder geplante Betriebsergebnis von FENDI Germany in einem Geschäftsjahr während der Laufzeit dieser Vereinbarung über dem Fremdvergleichsbereich liegt.
Aus der oben beschriebenen Anpassung an den Fremdvergleich ("TNMM") ergab sich 2023 ein Aufwand in Höhe von TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 805).
Der beschriebene Anpassungsmechanismus führt dazu, dass die FENDI Germany GmbH mindestens ein ausgeglichenes operatives Ergebnis ausweist.

Ertragslage
Im Jahr 2023 sind die Umsatzerlöse der FENDI Germany GmbH von TEUR 24.527 auf TEUR 24.315 gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Schließung des Outlets in Metzingen im Dezember 2022 sowie die KaDeWe-Auswirkungen Ende 2023 zurückzuführen.
Trotz des Umsatzrückgangs in Höhe von 0,9% sind die operativen Kosten (Material- und Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) insgesamt um 2,7 % gestiegen.
Die planmäßigen Abschreibungen sind um 73,8 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was im Wesentlichen auf die hohen Anlagenzugänge aufgrund der im Berichtsjahr abgeschlossenen Umbaumaßnahmen in der Boutique in Düsseldorf zurückzuführen ist.
Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 454 bzw. 16,0 % gestiegen. Der Anstieg ist primär durch die Neueinstellung im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Boutiqueeröffnung in Düsseldorf verursacht. Die durchschnittliche FTE-Zahl ist von 32,4 im Vorjahr auf 43,2 im Geschäftsjahr 2023 gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich um 5,2 % auf TEUR 7.292 gestiegen. Dies ist insbesondere auf höhere Werbekosten sowie gestiegene verschiedene Kosten zurückzuführen. Die verschiedenen Kosten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 279 bzw. 15,7 % gestiegen, was vor allem durch eine Veranstaltung in der neuen Boutique in Düsseldorf verursacht ist. Die Werbekosten sind um TEUR 125 bzw. 9,2% gestiegen. Der Anstieg hängt insbesondere mit dem erhöhten Werbeaufwand aufgrund der Boutiqueeröffnung in Düsseldorf zusammen.
Insgesamt ergibt sich in 2023 ein Jahresüberschuss von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 723).

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Das Marktrisiko ist ein kommerzielles Risiko im Zusammenhang mit Produkten, die von einem Unternehmen verkauft werden. Dies zeigt sich in der Regel durch ungünstige Verkaufsbedingungen, Nach­frageschwankungen und der Unfähigkeit, Marktanteile zu erwerben. FENDI-Produkte unterliegen keinen starken saisonalen Schwankungen, da sie zum großen Teil aus ganzjährig angebotenen Lederwaren bestehen, die den Hauptanteil am Umsatz ausmachen. Das Preisrisiko spiegelt sich hauptsächlich in einem Preisdruck durch die Wettbewerber und in Schwankungen der Lieferantenkosten wider. Aufgrund der hohen Verarbeitungsqualität der Produkte gibt es keine großen Risiken in Bezug auf Gewährleistungspflichten.
Darüber hinaus bestehen langfristige Mietverträge für die Boutiquen, so dass auch keine nennenswerten Mietrisiken existieren. Es besteht allerdings das grundsätzliche Risiko, dass die existierenden Mietverträge nicht verlängert und keine adäquaten Ersatzflächen gefunden werden können. Dagegen stehen die Vorteile, welche sich aus der prädestinierten Lage für die Kundenströme ergeben.
Die FENDI Germany GmbH ist im Wesentlichen den folgenden Risiken ausgesetzt:
- Unfähigkeit, Marktnachfrage und Trends genau vorherzusagen
- Verlust aktiver Kunden oder potenzieller Kunden aufgrund einer erfolglosen Marketingstrategie
- Negative Wirtschaftslage auf dem Referenzmarkt
- Verlagerung von Kundenaktivitäten in das Internet.
Vor dem Hintergrund der derzeitigen Entwicklung der Geschäftstätigkeit geht die Geschäftsführung nicht davon aus, dass die vorgenannten Szenarien sich wesentlich negativ auf die Gesellschaft auswirken.
Der seit Ende Februar 2022 bestehende Kriegszustand in der Ukraine hat bisher keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der FENDI Germany GmbH. Negative Auswirkungen können sich jedoch durch Energiepreissteigerungen, einen Rückgang des Tourismus sowie durch abnehmende Konsumneigung aufgrund höherer Inflation und steigender Zinsen ergeben. Zudem können sich höhere Kosten aufgrund steigender Mietpreise in deutschen Großstädten ergeben.
Chancen sehen wir vor allem in der mittelfristig erwarteten weiteren Zunahme der Nachfrage nach Luxusgütern in Verbindung mit individueller persönlicher Beratung.

Risikomanagement
Wesentliche Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen bei der Gesellschaft aufgrund der Geschäftstätigkeit nicht. Zur Risikoidentifizierung sind interne Richtlinien entwickelt und implementiert worden. Die Einhaltung der Richtlinien wird in regelmäßigen Abständen durch die interne Revision der FENDI-Gruppe geprüft.

Voraussichtliche Entwicklung
Unser Unternehmen ist bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen, die sich aus der wirtschaftlichen Instabilität und dem veränderten Konsumverhalten der Verbraucher ergeben, die ihre Konsumprioritäten überdenken. Die unmittelbare Folge könnte ein geringeres Wachstum in den nächsten Monaten sein.
Das Hauptaugenmerk für Fendi im Jahr 2024 liegt auf der Budgetdisziplin, um die Rentabilität zu erhalten, Investitionen auszuwählen, die einen guten ROI bringen, und in der Lage zu sein, neue Kunden über verschiedene Kanäle zu gewinnen.
Das Unternehmen setzt auf einen Omnichannel-Ansatz, weil er die Schaffung zahlreicher Verkaufsmöglichkeiten, die Bindung zu unseren Kunden und die Attraktivität der Marke gewährleistet.
Nur so können wir eine starke Basis für die Zukunft schaffen, die uns die Möglichkeit gibt, ein solides und nachhaltiges Wachstum zu erzielen.
Im ersten Quartal 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von rund 28,3 % auf TEUR 3.287 verglichen mit TEUR 4.595 im gleichen Vorjahreszeitraum. Obwohl die in den ersten drei Monaten des aktuellen Geschäftsjahres tatsächlich erzielten Umsatzerlöse deutlich unter dem prognostizierten Wert von TEUR 4.586 lagen, erwartet die FENDI Germany GmbH für 2024 insgesamt einen Umsatzrückgang von rund 20 % sowie ein positives Jahresergebnis von rund 59 TEUR. Um die Auswirkungen des Umsatzrückgangs zu begrenzen, hat die Geschäftsführung Maßnahmen zur Kostensenkung geplant, die sicherlich dazu beitragen werden, den Verlust im Geschäftsjahr 2024 zu begrenzen.

Unterschrift der Geschäftsführung
München, den 20. Juni 2024

Die Geschäftsführung
Maurizio Cherchi
Enrico Sorenti
Dr. Tobias Kircher

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.980.711,75 6.489.709,43
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 55.942,46 14.569,00
1. Software 50.442,46 0,00
2. geleistete Anzahlungen 5.500,00 14.569,00
II. Sachanlagen 4.924.769,29 6.475.140,43
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.879.419,41 6.327.531,24
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.349,88 147.609,19
B. Umlaufvermögen 7.284.752,23 8.333.694,58
I. Vorräte 5.821.328,64 5.808.867,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.311.879,21 2.342.887,58
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.002.313,29 1.742.344,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 219.724,87 276.833,46
3. sonstige Vermögensgegenstände 89.841,05 323.709,66
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstitut 151.544,38 181.939,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 222.329,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.487.792,98 14.823.404,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.168.556,11 3.772.577,87
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.975.000,00 2.975.000,00
III. Gewinnvortrag 72.577,87 49.285,31
IV. Jahresüberschuss 95.978,24 723.292,56
B. Rückstellungen 1.457.022,48 2.596.973,19
1. Steuerrückstellungen 275.129,53 339.615,33
2. Sonstige Rückstellungen 1.181.892,95 2.257.357,86
C. Verbindlichkeiten 7.862.214,39 8.453.852,95
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 122.023,55 140.318,96
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 378.262,93 1.172.799,36
3. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 7.249.081,81 7.041.823,44
4. Sonstige Verbindlichkeiten 112.846,10 98.911,19
davon aus Steuern 112.846,10 91.698,83
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 8.056,92
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.487.792,98 14.823.404,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 24.315.295,66 24.526.771,59
2. Sonstige betriebliche Erträge 455.634,47 187.274,99
3. Materialaufwand 12.009.978,24 12.884.702,36
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.009.978,24 12.884.702,36
4. Personalaufwand 3.296.549,41 2.842.401,80
a) Löhne und Gehälter 2.798.369,73 2.416.243,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 498.179,68 426.158,51
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.619.173,37 931.363,02
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.292.274,19 6.930.166,25
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 653,00 304,71
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 314.104,51 21.657,70
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 143.525,17 380.672,00
10. Ergebnis nach Steuern 95.978,24 723.388,16
11. sonstige Steuern 0,00 95,60
Jahresüberschuss 95.978,24 723.292,56

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

FENDI Germany GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 175889 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die FENDI Germany GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß §§ 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt ein 1 bis 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt 1 bis 10 Jahre.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden und Aufwendungen für zukünftige Perioden darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und Erfüllungsbeträge in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der LVMH Moet Hennesy - Louis Vuitton SE, Paris/Frankreich, einbezogen werden, und die Gesellschaften, an denen die LVMH Moet Hennesy - Louis Vuitton SE, Paris/Frankreich, direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält, die aber aufgrund eines Wahlrechts nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahrs je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 276) aus Lieferungen und Leistungen. Davon betreffen TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 65) den Gesellschafter.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 1.653) sowie Personalkostenrückstellungen in Höhe von TEUR 598 (Vorjahr: TEUR 578).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 7.249 (Vorjahr: TEUR 7.042) und resultieren in Höhe von TEUR 1.994 (Vorjahr: TEUR 1.811) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 7.204 Vorjahr: TEUR 5.231) aus dem konzerninternen Cash-Pooling. Sie betreffen mit TEUR 2.395 (Vorjahr: TEUR 1.376) den Gesellschafter.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling mit der LVMH Group Treasury, 24/32 rue Jean Goujon, 75008 Paris, Frankreich, eingebunden. Zum Bilanzstichtag bestand angesichts der Finanzlage der Konzern-Muttergesellschaft kein Risiko der Haftungsinanspruchnahme.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen
Zahl
Angestellte
37
davon leitende Angestellte
6


Die durchschnittliche Gesamtzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Angestellten beträgt 43 (Vorjahr: 40).

Geschäftsführer

Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:

Maurizio Cherchi

ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer der FENDI Germany GmbH
Dr. Tobias Kircher

ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer der FENDI Germany GmbH
Sandra Brunn-Schaeffer (bis 06/2024)
ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer der FENDI Germany GmbH
Andrea Rigogliosi (bis 06/2024)
ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer der FENDI Germany GmbH
Enrico Sorenti (seit 06/2024)
ausgeübter Beruf:
Geschäftsführer der FENDI Germany GmbH


Da nur ein Mitglied von der Gesellschaft Bezüge erhält, wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Die FENDI Germany GmbH ist zum 31. Dezember 2023 ein 100%-iges Tochterunternehmen der FENDI - Società a responsabilita limitatà mit Sitz in Rom, Italien. Diese stellt den Teilkonzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf und hinterlegt diesen bei der Camera di Commercio in Rom/Italien unter der Nummer 00466430584. Die FENDI - Società a responsabilita limitatà, Rom, ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE mit Sitz in Paris. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf und hinterlegt diese beim Paris Registre du Commerce et des Sociétés in Paris, Frankreich.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

München, den 20. Juni 2024

Die Geschäftsführung
Maurizio Cherchi
Enrico Sorenti
Dr. Tobias Kircher


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten

01.01.2023



31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen





Immaterielle Vermögensgegenstände





Software
24.151,53
0,00
24.151,53
66.062,72
66.062,72
geleistete Anzahlungen
14.569,00
4.110,00
0,00
-13.179,00
5.500,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
38.720,53
4.110,00
24.151,53
52.883,72
71.562,72
Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
12.546.423,56
102.462,69
99.176,89
52.978,59
12.602.687,95
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
147.609,19
7.713,00
4.110,00
-105.862,31
45.349,88
Summe Sachanlagen
12.694.032,75
110.175,69
103.286,89
-52.883,72
12.648.037,83
Summe Anlagevermögen
12.732.753,28
114.285,69
127.438,42
0,00
12.719.600,55

Abschreibungen
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Abschreibungen

01.01.2023



31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen





Immaterielle Vermögensgegenstände





Software
24.151,53
14.768,69
24.151,53
851,57
15.620,26
geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
24.151,53
14.768,69
24.151,53
851,57
15.620,26
Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
6.218.892,32
1.604.404,68
99.176,89
-851,57
7.723.268,54
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
6.218.892,32
1.604.404,68
99.176,89
-851,57
7.723.268,54
Summe Anlagevermögen
6.243.043,85
1.619.173,37
123.328,42
0,00
7.738.888,80

Buchwert
Buchwert

31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
Anlagevermögen


Immaterielle Vermögensgegenstände


Software
50.442,46
0,00
geleistete Anzahlungen
5.500,00
14.569,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
55.942,46
14.569,00
Sachanlagen


andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.879.419,41
6.327.531,24
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
45.349,88
147.609,19
Summe Sachanlagen
4.924.769,29
6.475.140,43
Summe Anlagevermögen
4.980.711,75
6.489.709,43

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 01.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die FENDI Germany GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der FENDI Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lage­bericht der FENDI Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Be­achtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Ge­sellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chan­cen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwor­tung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Ab­schlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestä­tigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anfor­derungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise aus­reichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresab­schluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwen­dig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwort­lich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortfüh­rung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Un­ternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenhei­ten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzli­chen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutref­fend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lage­berichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetz­lichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu­treffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchge­führte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich ange­sehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahres­abschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prü­fungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentli­che falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irr­tümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do-lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständig­keiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhal­ten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umstän­den angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertre­tern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätig­keit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsi­cherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf­werfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit be­steht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jah­resabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unan­gemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schluss­folgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlang­ten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließ­lich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre­chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Geset-zesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu­kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prü­fungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und be­urteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annah­men. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeid­bares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um­fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließ­lich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prü­fung feststellen.

 

Düsseldorf, 23. Juli 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer

Christoph Mack, Wirtschaftsprüfer

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