EMO VR 3 GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hauke Sebastian Hansen seit 27.9.2023 | Prokura |
Regina Klement seit 27.9.2023 | Prokura |
Alexander Reich seit 27.9.2023 | Prokura |
Alexander Rybka seit 2.3.2023 | Geschäftsführer |
Jens Maire seit 20.5.2022 | Geschäftsführer |
Hubertus Frede seit 2.2.2021 | Prokura |
Cord Lennart Wiesner seit 23.1.2020 | Geschäftsführer |
Christian Axel Holtmann seit 21.2.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Britannic Strategies Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GETEC ENERGIE GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registerbericht
2. Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanzgliederung entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt. Die Vorjahreszahlen werden in TEUR und in Klammern angegeben. 3. Verschmelzung durch Aufnahme der GETEC PV solutions GmbH, Hannover Die Tochtergesellschaft GETEC PV solutions GmbH, Hannover wurden rückwirkend zum 01.01.2023 auf die GETEC ENERGIE GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde mit Eintragung in das Handelsregister der GETEC ENERGIE GmbH, Hannover, am 10. August 2023 handelsrechtlich rückwirkend auf den 1. Januar 2023 wirksam. Der Übergang erfolgte zu Buchwerten. Es ergab sich ein negativer ergebniswirksamer Effekt aus der Verschmelzung in Höhe von TEUR 36. Das negative Eigenkapital zum 01.01.2023 wurde mit den Beteiligungswert der GETEC PV solutions GmbH verrechnet und anschließend über den Abgang der Finanzanlagen dargestellt. Trotz der Verschmelzung zum 1. Januar 2023 ist die Vergleichbarkeit i.S.d. § 265 Abs. 2 HGB zum Vorjahr nicht eingeschränkt. Bei wesentlichen Änderungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung werden diese an den relevanten Abschlusspostenangaben erläutert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde (Going-Concern-Prämisse). Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen. Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen. 2. Fremdwährungsumrechnung Sofern Fremdwährungspositionen vorlagen, werden die ursprünglich auf ausländische Währung lautenden Beträge mit dem Tageskurs umgerechnet, der am Tag des Zahlungseingangs bzw. - ausgangs Gültigkeit hatte. 3. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten a) Anlagevermögen Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte grundsätzlich zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten wurden berücksichtigt. Die steuerlichen Bewertungsvorschriften wurden - soweit handelsrechtlich zulässig - beachtet. Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert worden. Es kommen grundsätzlich folgende Abschreibungssätze zur Anwendung:
Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Im Berichtsjahr erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Bei Zugängen erfolgte die Errechnung der Abschreibungen auf die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens zeitanteilig. Die Abgänge wurden zu den auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Anlagevermögen ermittelten Restwerten ausgebucht. In Anwendung analog zu der steuerrechtlichen Bewertungsvorschrift des § 6 Abs. 2 EStG werden die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten jeweils EUR 800,00 nicht übersteigen, in voller Höhe abgeschrieben. Die im Berichtsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter werden erst bei tatsächlichem Abgang auch als Abgang ausgewiesen. b) Vorräte Die Vorräte umfassen Herkunftszertifikate bzw. Emissionszertifikate und sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung der allgemeinen Kreditrisiken wurde eine ausreichende Pauschalwertberichtigung i.H.v 2,5% auf Forderungen angesetzt. Die Inkasso- und Insolvenzkunden sowie veraltete Forderungen wurden 100% wertberichtigt. d) Guthaben bei Kreditinstituten Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. e) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 4. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten a) Eigenkapital Das Stammkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. b) Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. c) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. d) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 5. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanzposten 1. Erläuterungen zu Bilanzposten - Aktiva a) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Laufzeiten Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände weisen folgende Laufzeiten auf:
Mitzugehörigkeitsvermerke Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:
Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 3.218 (Vorjahr TEUR 1.965) enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus:
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR -1.081, die mit Forderungen aus dem Finanzverkehr gegen die jeweilige Gesellschaft verrechnet wurden. 2. Erläuterungen zu Bilanzposten - Passiva a) Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 10.000. b) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 69.606 (TEUR 23.349) enthalten folgende Einzelrückstellungen, die einen nicht unerheblichen Umfang annehmen.
c) Verbindlichkeiten Laufzeiten: Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Mitzugehörigkeitsvermerke: Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen resultieren aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 99.897 (TEUR -13.764), die mit Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr gegenüber der jeweiligen Gesellschaft verrechnet wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus:
Davon-Vermerke Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten:
Übrige Angaben Zum Stichtag waren von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 30.804 (TEUR 30.445) seitens der Hausbanken durch Bürgschaften/Garantien besichert. IV. Finanzinstrumente/ Bewertungseinheiten Zur Vermeidung von Preisänderungsrisiken wurden im Rahmen des Strom- und Gasvertriebs entsprechende Mengen mittels Strom- beziehungsweise Gastermingeschäften (OTC-Forwards) vorwiegend für die Jahre 2023 bis 2027 (Vorjahr 2022 bis 2026) beschafft. Entsprechend den Grundsätzen des IDW RS ÖFA 3 fasst die GETEC Energie GmbH diese schwebenden Energiebeschaffungsgeschäfte mit Energieabsatzverträgen für Zwecke der bilanziellen Bewertung zu Vertragsportfolien zusammen. Bei den Absatzmengen an Privat- und Gewerbekunden handelt es sich um routinemäßig durchgeführte Transaktionen, die im Rahmen des Endkundengeschäfts regelmäßig in den vergangenen Geschäftsjahren eingetreten sind und daher als hochwahrscheinlich eingestuft werden. Bei den zugehörigen schwebenden Beschaffungsgeschäften handelt es sich um physisch zu erfüllende Geschäfte, die der Marktpreissicherung für künftige Energielieferverpflichtungen für Strom und Gas dienen. Die in das jeweilige Vertragsportfolio einbezogenen Geschäfte sind sowohl in sachlicher als auch in zeitlicher Hinsicht gleichartigen Risiken ausgesetzt, sodass eine Sicherungswirkung erzielt werden kann. Die Vertragsportfolien weisen in den Beschaffungszeiträumen positive Deckungsbeiträge auf. Daher ist die Bildung von Drohverlustrückstellungen nicht notwendig. Differenziert nach der Art der Grundgeschäfte wurden diese mit den nachfolgenden Beträgen in die Bewertungseinheit einbezogen gemäß § 285 Nr. 19 HGB i.V.m. § 285 Nr. 23 Buchst. a und b HGB:
Bei den schwebenden Geschäften handelt es sich um Termingeschäfte mit Bezug auf Energie (Strom, Gas). Die Bewertungseinheiten entsprechen der Positionsführung und finanzwirtschaftlichen Risikosteuerung. Sie fassen zur Absicherung von Preisänderungsrisiken jeweils Handelsgeschäfte mit identischen oder hoch korrelierten Basiswerten zusammen. Der Einsatz dieser derivativen Finanzinstrumente ist durch eine interne Richtlinie geregelt. Die Absicherung wird mittels Portfolio-Hedges vorgenommen. Unter Portfolio-Hedging verstehen wir die Sicherung von gleichartigen Preisänderungsrisiken, bezogen auf das jeweilige Commodityportfolio, von mehreren gleichartigen und gegenläufigen Grundgeschäften mit mehreren Sicherungsinstrumenten. Eine eindeutige Zuordnung von Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgt beim Portfoliohedging definitionsgemäß nicht (IDW RS HFA 35). Bestehende derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Deckung des eigenen Bedarfs verwendet. Die Bewertung der Handelsgeschäfte erfolgt mit dem jeweiligen Stichtagskurs der eingesetzten Produkte an der EEX für die Geschäftsjahre 2024 bis 2027. Der Nominalwert ergibt sich aus der Addition der jeweiligen Beschaffungs- und Verkaufsgeschäfte. Der Marktwert ermittelt sich aus der Veränderung der Verkäufe (Verkaufspreis abzüglich bewerteter Preis zum Stichtag) und der Veränderung der Käufe (Kaufpreis abzüglich bewerteter Preis zum Stichtag). Eine fristenkongruente Diskontierung der ermittelten Marktwerte sowie der Einbezug der Bonität erfolgt nicht. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird durch das implementierte Risikomanagementsystem der Gesellschaft gewährleistet. Die Preisänderungen der geschlossenen Position gleichen sich infolge der negativen Korrelation der Basiswerte pro Zeitband aus (Critical Term Match). Somit ergeben sich aus der geschlossenen Position keine unwirksamen Beiträge. Für das nicht abgesicherte Marktpreisänderungsrisiko der schwankenden offenen Position je Handelsportfolio wird handelstäglich überwacht, ob der Value-at-Risk der offenen Portfolioposition innerhalb des festgelegten Verlustrisikolimits liegt, und zugleich die handelstägliche Marktwertveränderung ermittelt. Die Netto-Risikopositionen je Handelsportfolio sind im Verhältnis zum gesamten Handelsvolumen nur von untergeordneter Bedeutung und können kurzfristig geschlossen werden. Dementsprechend ergibt sich im Jahresverlauf eine vergleichsweise niedrige Auslastung des VaR-Limits je Commodity-Portfolio. Die Gesellschaft saldiert die Wertänderungen der geschlossenen und offenen Position je Handelsportfolio, da die Kontraktwerte der schwebenden Handelsgeschäfte nicht einzeln und willkürfrei der offenen Position zugeordnet werden können und auch im Risikomanagement keine Trennung von effektivem und ineffektivem Teil der Sicherungsbeziehung vorgenommen wird. Aufgrund der in den Bewertungseinheiten (geschlossene Position) vorhandenen unrealisierten Ertragsüberschüsse und der verhältnismäßig geringen offenen Positionen resultiert aus den einzelnen Handelsportfolien kein Verlustüberhang. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich geographisch wie folgt auf:
Strukturell gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
In den Umsatzerlösen sind Gutschriften aus Energielieferungen früherer Jahre in Höhe von TEUR 1.060 enthalten. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentlichen periodenfremde Erträge enthalten:
Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 11 (TEUR 30) enthalten. 3. Materialaufwand Im Materialaufwand sind periodenfremde Beträge in Höhe von TEUR 2.519 ausgewiesen, die überwiegend aus dem Commodity-Bereich bestanden. Darüber hinaus bestehen branchenübliche periodenfremde Aufwendungen aus nachgelagerten Abrechnungen, bspw. von Netzbetreibern. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentlichen periodenfremde Aufwendungen enthalten:
Weiterhin sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 11 (TEUR 31) enthalten. 5. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 466 (Vorjahr: 16.245). 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.486 (Vorjahr TEUR 1.1442). Des Weiteren sind periodenfremde Zinserträge in Höhe von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, bei denen es sich um Margin Zinsen aus dem Vorjahr handelt. 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten solche an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.138 (Vorjahr: TEUR 1.296). Des Weiteren sind periodenfremde Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, bei denen es sich Avalkosten aus dem Vorjahr handelt. 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens Aufgrund einer dauerhaften Wertminderung wurden die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 0 (TEUR 2.903) abgeschrieben. VI. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Für die angeführten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanzielle Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Mit IT-Dienstleistern bestehen vertragliche Vereinbarungen über Wartungs- und Serviceleistungen, die jährlich rd. TEUR 1.000 betragen. 3. Offene Termingeschäfte Zum Bilanzstichtag bestehen offene Termingeschäfte über die Lieferung von Strom und Gas, die sich wie folgt aufgliedern (in TEUR):
4. Angaben zu den Arbeitnehmern Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt:
5. Angaben zur Geschäftsführung
Die Geschäftsführer sind jeweils gesamtvertretungsberechtigt. Weitere Änderungen haben sich bis zum Bilanzaufstellungszeitpunkt nicht ergeben. Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr EUR 12,4 Mio. 6. Angaben zum Anteilsbesitz An folgenden Unternehmen werden zum Bilanzstichtag 31.12.2023 Anteile im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB gehalten:
Des Weiteren besteht eine 100%-ige Beteiligung an der Enerbiz GmbH, Magdeburg (Eigenkapital: TEUR -2.187; Jahresergebnis: TEUR -1.460) Die Gesellschaft wird in 2024 weiterveräußert. (vgl. Nachtragsbericht) Die ENLOGS South East Kft., Budapest/Ungarn befindet sich in Liquidation. Sämtliche Angaben beziehen sich auf das Jahr 2023. Ergänzende Angaben zu darüber hinaus bestehenden Beteiligungen des vorherigen Geschäftsjahres: Die GETEC PV solutions GmbH, Hannover wurden rückwirkend zum 01.01.2023 auf die GETEC ENERGIE GmbH verschmolzen. Die GETEC Solar Solutions GmbH, Hannover wurde rückwirkend zum 01.01.2023 auf die BLIS Solar GmbH, Hannover verschmolzen. Die TEG GmbH, Hannover wurde rückwirkend zum 01.01.2023 auf die FORTAS Energie Gas GmbH, Hannover verschmolzen. Die reg-ina eG, Hannover, ist zum 20.04.2023 liquidiert worden und befindet sich derzeit im Ruhejahr. Daher ist die Beteiligung als nicht mehr werthaltig anzusehen. 7. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GETEC Energie Holding GmbH, Hannover einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft erstellt als Muttergesellschaft für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss. Dieser Teilkonzernabschluss wird nicht veröffentlicht. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 68.428 auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Ergebnisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) a) Veräußerung der Anteile der Gesellschaft durch die Gesellschafterin Mit Vertrag vom 22. Dezember 2023 haben die Gesellschafter ihre Anteile an der GETEC ENERGIE GmbH an die Britannic Strategies Limited, Aberdeen, Schottland, eine Beteiligung der BP International Limited, Sunbury-on-Thames, England, veräußert. Die Wirksamkeit dieser Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Zum Abschlusserstellungszeitpunkt stand diese Zustimmung noch aus, wird jedoch bis Mitte 2024 erwartet. b) Veräußerung von Beteiligungen Im Zuge der Veräußerung der Anteile der GETEC ENERGIE GmbH, Hannover, an die Britannic Strategies Limited, Aberdeen, Schottland, wurden im neuen Geschäftsjahr durch die GETEC ENERGIE GmbH, Hannover, die nachfolgenden Gesellschaften inklusive der an diese Gesellschaften gewährten Darlehen und Cashpoolingbestände zu Buchwerten veräußert:
Aus diesen Transaktionen resultieren für die Gesellschaft keine Veräußerungsverluste. 10. Honorar des Abschlussprüfers Die Angabe über das Honorar des Abschlussprüfers erfolgt gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der GETEC Energie GmbH, Hannover.
Hannover, den 31.03.2024 gez. C. Wiesner LLM. gez. Dipl.-Kfm. C. Holtmann gez. Dipl.-Oec. J. Maire gez. A. Rybka M. Eng. Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
LAGEBERICHT 2023Inhalt GRUNDLAGEN DES KONZERNS WIRTSCHAFTSBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN ENERGIEPOLITISCHE UND REGULATORISCHE ÄNDERUNGEN CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT CHANCENBERICHT RISIKOBERICHT PROGNOSEBERICHT GRUNDLAGEN DES KONZERNS Die GETEC ENERGIE GmbH und ihre Tochter- und Beteiligungsunternehmen erbringen umfangreiche Energiedienstleistungen im deutschsprachigen Raum sowie im angrenzenden europäischen Ausland. Die GETEC-Unternehmen unterstützen Energieverbraucher, -versorger und -erzeuger bei der effizienten und nachhaltigen Beschaffung und Vermarktung von Energie. Sie erbringen Prozessdienstleistungen und vermarkten Strom aus regenerativer Energieerzeugung. Die GETEC ENERGIE GmbH ist die operativ tätige Muttergesellschaft der im dargestellten Organigramm aufgeführten Unternehmen und war im Berichtsjahr mehrheitlich im Besitz der GETEC Energie Holding GmbH, Hannover. Mit Kaufvertrag vom 22. Dezember 2023 wurde die GETEC ENERGIE GmbH mit ihren Beteiligungen vorbehaltlich insbesondere kartellrechtlicher Closing-Bedingungen an bp veräußert. Das Closing, durch das der Verkauf abgeschlossen wird, soll bis Mitte 2024 vollzogen sein. Im Zuge dieses Verkaufs wurde der Fokus auf die Weiterentwicklung des Kerngeschäfts der GETEC ENERGIE geschärft. Daher werden im Geschäftsjahr 2024 insbesondere die Beteiligungen aus den Geschäftsfeldern Elektromobilität und Photovoltaik (im Wesentlichen GETEC mobility Solutions GmbH, BLIS Solar GmbH und energy for people GmbH) zum Buchwert an Tochtergesellschaften der GETEC Energie Holding GmbH veräußert.
WIRTSCHAFTSBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Gesamtwirtschaftliche Situation Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die deutsche Wirtschaft, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), 2023 in einem krisengeprägten Umfeld preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um -0,3 % geschrumpft. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war dabei geprägt von den Folgen des Ukrainekriegs sowie trotz Rückgängen nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen, die sich dämpfend auf die Konjunktur ausgewirkt haben. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Insofern setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Einbruch während der Coronapandemie 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung nahm 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen einen unterschiedlichen Verlauf. Insbesondere das produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete einen deutlichen Rückgang von -2,0 %. Positive Impulse aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau konnten die sinkende Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie nicht ausgleichen. Im Baugewerbe wirkten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemanngel die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen aus. Insgesamt konnte das Baugewerbe aber 2023 ein kleines Plus von +0,2 % verzeichnen. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre Wertschöpfung im Vergleich zum Vorjahr ausweiten und damit die Wirtschaft 2023 stützen, wenn auch schwächer als in den Vorjahren. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 %, während umgekehrt der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um -1,0 % zurückging. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben sanken im Vergleich zum Vorjahr. Während der private Konsum preisbereinigt um -0,8 % vor allem infolge der hohen Verbraucherpreise abnahm, reduzierte auch der Staat erstmals seit fast 20 Jahren seine Konsumausgaben um -1,7 %. Dies lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Coronamaßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Die Bauinvestitionen nahmen ebenfalls mit -2,1 % ab, neben den hohen Baukosten und fehlenden Fachkräften haben sich vor allem die steigenden Finanzierungskosten ausgewirkt. Dagegen wurde in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge +3,0 % mehr als im Vorjahr investiert. Im Euroraum war 2023 ein im Vergleich zu Deutschland leicht besseres Bild zu beobachten. Das BIP für den gesamten Euroraum stieg gemäß einer vorläufigen Einschätzung von Eurostat basierend auf saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten um +0,5 %. Das Zinsniveau wurde 2023 durch die Europäische Zentralbank weiter deutlich erhöht. Dabei wurde der Hauptrefinanzierungssatz in mehreren Schritten von 2,5 % auf einen Satz von 4,5 % angepasst. Der Leitzins liegt damit so hoch wie zuletzt zu Beginn der 2000er Jahre. Die Verzinsung der Einlagefazilität steigerte sich von 2,0 % auf 4,0 % während der Spitzenrefinanzierungssatz einen Sprung von 2,75 % auf 4,75 % vollzog. Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Energieverbrauch ist 2023 nach vorläufigen Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) auf ein historisches Tief gesunken. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um rund -7.9 %, der mehrere Ursachen hat. Vor allem die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland und dabei insbesondere Produktionsrückgänge der energieintensiven Industrie, wirkte sich verbrauchsmindernd aus. Einen leichten Effekt hatte die im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmere Witterung. Primärenergieverbrauch in Deutschland 2021 - 2023
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V. / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Abbildung 2: Primärenergieverbrauch in Deutschland 2021 - 2023 (Angaben in PJ (Petajoule); 1 PJ = 10 15 Joule) Der Verbrauch von Mineralöl sank um -5,5 %, vor allem aufgrund rückläufiger Lieferungen von Rohbenzin an die chemische Industrie sowie verringertem Absatz von leichtem Heizöl und Dieselkraftstoff. Verbrauchssteigerungen von Flug- und Ottokraftstoff wirkten nur leicht gegenläufig. Der Erdgasverbrauch verringerte sich um -4,3 % infolge von Einsparungen von Verbrauchern sowohl in der Industrie als auch bei den privaten Haushalten und dem Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Die leicht wärmere Witterung hatte ebenfalls einen Anteil, im Wesentlichen ging der Rückgang aber durch das Verbraucherverhalten zurück. Der Verbrauch von Steinkohle nahm um -16,9 % ab. Hier wirkten sich insbesondere die Kraftwerke aus, die ihren Brennstoffeinsatz um gut -30 % verringerten. Der Braunkohleverbrauch lag um -21,9 % unter dem Niveau des Vorjahres. Sowohl die Lieferungen an Kraftwerke der allgemeinen Versorgung als auch die Stromerzeugung aus Braunkohle verminderten sich stark. Ursächlich waren der allgemeine Rückgang des Stromverbrauchs in Deutschland, die Verringerung weiterer Erzeugungskapazitäten im Zuge des schrittweisen Kohleausstiegs, die angestiegene Stromproduktion aus Windenergieanlagen sowie erhöhte Stromimporte aus dem benachbarten Ausland. 2023 wurden 9,2 Mrd. kWh Strom mehr aus dem Ausland importiert als exportiert, womit Deutschland erstmals seit 2002 wieder Netto-Importeur von Strom wurde. Dieser Stromaustauschsaldo spiegelt sich im Anstieg der sonstigen Energieträger wider. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag um +2,3 %. Dabei wuchs die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um rund +5 %, was vor allem auf die deutlich höhere Stromproduktion der Windenergieanlagen an Land zurückzuführen war (+15 %). Bei der Solarenergie gab es trotz starken Zubaus bei den PV-Anlagen nur einen leichten Zuwachs bei der Stromproduktion (+1 %). Die Stromerzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich um +11 %. Die Biomasse verminderte sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr um -4 %. Die Preisentwicklung, die in ihrer Volatilität nachgelassen, aber dennoch im Geschäftsjahr 2023 erhebliche Auswirkungen auf die Energiebranche gehabt hat, wird nachfolgend für einige Rohstoffe separat dargestellt (Quelle jeweils Thomson Reuters / EEX). Erdgas:
Die starke Unsicherheit und die Risiken hinsichtlich der Versorgungslage infolge des Ukrainekrieges schwächten sich im letzten Jahr deutlich ab. Zwar haben viele Marktteilnehmer aufgrund der Erfahrungen aus 2022 der positiven Entwicklung der Gasversorgungslage über einen längeren Zeitraum nicht getraut, was an diversen Preissprüngen gut ablesbar ist, im Endeffekt setzte sich der Abwärtstrend des Gaspreises jedoch klar durch. Interessanterweise sahen wir erneut ein stabiles Niveau in der Einspeicherphase und dann wieder weiter fallende Kurse im Zeitraum der eigentlichen Ausspeicherung. Hier zeigt sich recht deutlich die Konsequenz aus der Unsicherheit im Vorfeld und der Realität im vergleichsweise milden Winter. Diese milden Temperaturen, welche in der Branche auch erwartet wurden, in Verbindung mit einer rückläufigen Nachfrage, setzten die Preise am Ende massiv unter Druck. Strom:
Die aus dem Krisenjahr 2022 übertragenen Sorgen um mögliche Versorgungsengpässe lösten sich im Jahresverlauf weitgehend auf. Zudem drückte das Marktumfeld infolge der nachlassenden wirtschaftlichen Leistung in Deutschland im Laufe des Jahres immer stärker auf die Marktpreise. Die Notierungen fielen nachhaltig und mit den fallenden Preisen verminderte sich auch der Base-Peak-Spread wieder auf Vorkrisenniveau. Dieser Gesamttrend wurde nur temporär unterbrochen. Im April setzten Streiks in Frankreich den Strommarkt noch einmal unter Druck und führten zu einem schnellen Preisanstieg. Ebenfalls kurzfristige Preissteigerungen erfolgten im Juni und Oktober. Im Juni waren es Meldungen aus dem Gasmarkt über kurzzeitige Liefereinschränkungen und im Oktober die Ereignisse in Israel und die Sorge um eine Eskalation in der gesamten Region. CO 2 :
Der Kursverlauf verlief zunächst konträr zu den anderen Commodity-Märkten. Deutliche Gewinne im ersten Quartal führten zu einer Entwicklung bis und über den Wert von 100 EUR/tCO 2. Ab dieser Marke schwächte sich die Kursentwicklung ab und eine Mischung aus Gewinnmitnahmen und dem sich allgemein abzeichnenden schwachen Marktumfeld kühlten den Zertifikatemarkt ab. Zwar gab es wiederholt neuen Anläufe, jedoch bleibt im Nachgang, objektiv betrachtet, die Erkenntnis, dass sich der Markt nach dem misslungenen Test der Marke von 100 EUR/tCO 2 , im Gesamttrend weiter abwärts entwickelte. Eine Rallye in den letzten Tagen des Jahres konnte den Kursverlauf zwar allgemein noch einmal beleben, der Markt für EUA konnte aber insgesamt seinen starken Jahresbeginn im weiteren Verlauf nicht mehr bestätigen. Öl: Der Preis für die Sorte Brent startete im Geschäftsjahr 2023 mit Notierungen zwischen 80-85 USD/bbl. Unruhen im Bankensektor, ausgelöst durch die Insolvenz der Silicon Valley Bank und der Krise der Credit Suisse, sowie die Leitzinserhöhung schürten Konjunktursorgen und der Kurs fiel in der Folge auf ein Jahrestief von etwa 72 USD/bbl. Anfang März führte die Drosselung der Fördermenge durch Saudi-Arabien zu einem erneuten Anstieg bis in den Bereich um 85 USD/bbl. Nach einem erneuten Rückgang auf das Jahrestief, erholte sich der Kurs und kletterte über die Marke von 90 USD/bbl. Ausschlaggebend war hier eine Mischung aus einer erhöhten Nachfrage im asiatischen Raum, einem Exportstopp von irakischem Öl sowie der Start der Hurrikan-Saison. Zum Jahresende ging es dann in einem generell schwachen Umfeld auch für den Brent-Preis wieder abwärts. Der Preisverlauf lag damit 2023 zwischen rund 72-92 USD/bbl. Kohle: Nachdem im Sommer 2022 der Preis infolge der Auswirkungen des Ukrainekrieges bei 300 USD/t handelte, startete der Kurs 2023 bei etwa 150 USD/t. Der Kurs entwickelte sich insgesamt sehr ähnlich wie die anderen Notierungen im Energiegeschäft. Nach einem zunächst starken Preisrückgang führte eine Hitzewelle in Asien im Frühjahr zu einem Anstieg der Stromnachfrage und der Kurs kletterte von etwa 90 auf über 120 USD/t. Der Kursanstieg fand im weiteren Verlauf zusätzlich Unterstützung durch Streiks in Australien und erreichte sein Jahreshoch oberhalb 130 USD/t. Bis zum Jahresende folgte Kohle dann dem sich abkühlenden Energiemarkt. Milde Temperaturen, fallende Energiepreise und eine stabile Versorgungslage ließen den Kurs wieder in den Bereich um 100 USD/t absinken. ENERGIEPOLITISCHE UND REGULATORISCHE ÄNDERUNGEN Von den im Geschäftsjahr und im laufenden Jahr erfolgten Veränderungen im politischen und regulatorischen Umfeld des Energiemarktes auf deutscher und europäischer Ebene sind nachfolgend die für uns und unsere Kunden relevantesten Änderungen erwähnt. Verlängerung der Energiepreisbremsen bis Ende März 2024 Innerhalb kürzester Zeit wurden das Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz, das Erdgas-Wärme- Preisbremsengesetz und das Strompreisbremsegesetz in Kraft gesetzt. In der Umsetzung dieser Gesetze haben sich dann verschiedene Anpassungsbedarfe, überwiegend technischer und redaktioneller Natur, herauskristallisiert. Die Bundesregierung hat im Jahr 2023 reagiert und entsprechende Änderungen an den Gesetzen und weiteren energiewirtschaftlichen und sozialrechtlichen Gesetzen vorgenommen. Gaspreisbremse: Für private Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen mit einem jährlichen Gasverbrauch von unter 1,5 Mio. kWh, Pflegeeinrichtungen und Forschungs- und Bildungseinrichtungen wurde der Gaspreis von März 2023 bis zunächst Dezember 2023 auf 12 ct/ kWh (brutto) für 80 Prozent des Jahresverbrauchs des Vorjahres begrenzt. Die Gaspreisbremse half auch Industrieunternehmen, ihre Produktion und Beschäftigung zu sichern, indem der Preis pro kWh auf 7 Cent (netto) für 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs gedeckelt wurde. Strompreisbremse: Für private Haushalte und kleine Unternehmen mit einem Jahresverbrauch an Strom bis zu 30.000 kWh wurde der Strompreis von März 2023 bis zunächst Dezember 2023 auf 40 Cent/kWh (brutto) für 80 Prozent des prognostizierten Verbrauchs begrenzt. Für Industriekunden lag die Grenze bei 13 Cent/kWh (netto) für 70 Prozent des prognostizierten Verbrauchs. Die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme wären zum Jahresende 2023 eigentlich ausgelaufen, wurden nun aber um weitere drei Monate bis zum 31. März 2024 verlängert. Der Bundestag hat einer entsprechenden Verordnung der Bundesregierung am 16. November 2023 mehrheitlich zugestimmt. Wie in dieser Verordnung geschrieben, soll die Verlängerung über den Winter 2023/2024 eine Versicherung gegen unerwartete Risiken darstellen. Nationale/Kommunale Wärmeplanung in Kraft getreten Die Wärmeversorgung macht in Deutschland mehr als 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus und verursacht einen Großteil des CO 2 -Ausstoßes. Für eine zukunftsfeste, verlässliche und bezahlbare Wärmeversorgung soll zukünftig nur noch auf erneuerbare Energien sowie die Nutzung unvermeidbarer Abwärme aus beispielsweise Industrieanlagen oder Rechenzentren gesetzt werden. Damit diese Umstellung gelingt und die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen überwunden werden kann, soll zukünftig jede nach Maßgabe des Landesrechtes planungsverantwortliche Stelle - vor allem die Kommunen - strategisch planen, welche Gebiete in welcher Weise mit Wärme versorgt werden sollen und in welcher Weise erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme bei der Erzeugung und Verteilung genutzt werden können. Ziel der Wärmeplanung des Gesetzgebers ist es, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ermitteln. Das Wärmeplanungsgesetz wurde am 17. November 2023 vom Bundestag beschlossen. Der Bundesrat hat am 15. Dezember 2023 zugestimmt, so dass das Gesetz am 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist. Das Wärmeplanungsgesetz schafft die rechtliche Grundlage für die verbindliche und systematische Einführung einer flächendeckenden Wärmeplanung in Deutschland. Für die Erstellung der Wärmepläne gelten die folgenden Fristen, die gestaffelt sind nach der Einwohnerzahl der jeweiligen Gemeindegebieten: Für Gemeindegebiete mit mehr als 100.000 Einwohnern muss zum 30. Juni 2026 ein Wärmeplan erstellt werden. Für Gemeindegebiete mit weniger Einwohnern besteht Zeit bis zum 30. Juni 2028. Reform des Gebäudeenergiegesetzes umgesetzt Ende 2022 wurde durch die Bundesregierung das Ziel herausgegeben, ab 2024 500.000 Wärmepumpen im Jahr in Deutschland zu installieren. Die Reform des Gebäudeenergiegesetzes erfolgte 2023 in mehreren Stufen. Unter anderem mit dem Gesetz möchte die Bundesregierung die Wärmewende in Deutschland schneller voranbringen, damit das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erreicht werden kann. Spätestens ab Mitte 2028 wird die Nutzung von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie für alle neuen Heizungen verbindlich - dies ist eng gekoppelt an die kommunale Wärmeplanung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat mit dem "Aufbauprogramm Wärmepumpe" im Jahr 2023 die Teilnahme von ausgebildeten Fachkräften im Handwerk, von Planenden und Energieberatenden an Fortbildungen speziell zum Thema Wärmepumpen gefördert. Die Nachfrage an Zuschüssen für Wärmepumpen sinkt allerdings. Die Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für 2023 zeigen, dass die Anträge auf Zuschüsse für neue Wärmepumpen gegenüber dem Vorjahr um rund 60 Prozent gesunken sind. Es sinkt jedoch nicht nur das Interesse der Hauseigentümer an Wärmepumpen, sondern vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung an Gebäudesanierungen insgesamt. Abschöpfung von Übergewinnen im Rahmen der Strompreisbremse ausgelaufen Seit dem 1. Juli 2023 findet für erzeugte Strommengen keine Erlösabschöpfung mehr statt. Die Bundesregierung hat damit von der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeit einer Verlängerung des zeitlichen Anwendungsbereichs der der Übererlösabschöpfung bei der Stromerzeugung im Verordnungswege keinen Gebrauch gemacht. Die Pflichten der Betreiber von Stromerzeugungsanlagen zur Meldung und Abführung von Abschöpfungsbeträgen bleiben demzufolge auf die ersten beiden Abrechnungsperioden 2023 beschränkt. Europäische Gasmarktrichtlinie ebnet den Weg für Wasserstoffhochlauf Am 27. November 2023 wurde eine grundlegende Einigung zur Novellierung der EU-Gasmarkt-Richtlinie erzielt. Diese ist der zweite Teil des EU-Gasmarktpakets, welches den Rechtsrahmen für die Transformation der Gaswirtschaft und den Wasserstoffhochlauf ebenen soll. Entscheidend ist insbesondere die Einigung zur horizontalen Entflechtung zwischen dem Betrieb von Gasnetzen und von Wasserstoffnetzen. Die EU-Kommission wollte es Erdgasnetzbetreibern zuerst untersagen, auch Wasserstoffnetze zu betreiben. Der jetzige Kompromiss sieht die Entflechtung nur noch für Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) vor. Allerdings können Mitgliedstaaten durch Vorlage einer Kosten-Nutzen-Analyse und Bestätigung der nationalen Regulierungsbehörde von dieser Regelung abweichen. Verteilnetzbetreiber (VNB) sind von dieser horizontalen Entflechtung nicht betroffen. Somit können Ineffizienzen, die durch die strikte Trennung der Netzbereiche erfolgt wären, vermieden werden. Dies dient dem Wasserstoffhochlauf. Auch die Zertifizierung von kohlenstoffarmen Gasen erfolgt über die Richtline. Diese müssen eine Treibhausgasminderung von mindestens 70 Prozent erreichen, um als kohlenstoffarm zertifiziert zu werden. Die Berechnungsmethode soll in einem delegierten Rechtsakt innerhalb der nächsten zwölf Monate von der Kommission vorgelegt werden. Wenn Herkunftsnachweise für die Erzeugung der Gase ausgestellt werden, so gelten bei der Herstellung aus erneuerbaren Energiequellen die Regelungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie. Transaktionen müssen stets in der Unionsdatenbank oder damit verknüpften nationalen Datenbanken hinterlegt werden. Des Weiteren soll eine integrierte Netzplanung für Erdgas und Wasserstoff erfolgen. Alle zwei Jahre müssen Erdgas- und H2-Fernleitungsnetzbetreiber einen Zehnjahresnetzentwicklungsplan der nationalen Regulierungsbehörde vorlegen. Dabei sollen die verschiedenen relevanten Infrastrukturbetreiber (Erdgas, Strom, Fernwärme) gemeinsam Szenarien für die Pläne ausarbeiten. Auch H2-Verteilungsnetzbetreiber sollen in enger Kooperation mit den weiteren Verteilungsnetzbetreibern (Erdgas, Strom, Fernwärme/-kälte) planen. Die Geschäftsführung geht von einer positiven Entwicklung aus Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die genannten energiepolitischen und regulatorischen Änderungen positiv auf die Geschäftstätigkeit der GETEC ENERGIE auswirken werden. GESCHÄFTSVERLAUF UND VERMÖGENS-, FINANZ-, UND ERTRAGSLAGE Die GETEC ENERGIE GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 zwar geringere Mengen an Strom und Gas an Kunden verkauft, das Rohergebnis infolge margenträchtiger nachhaltiger Produkte aber dennoch deutlich auf ein Rekordniveau gesteigert. Insgesamt wurden 37,6 TWh Energie (Vorjahr 45,6 TWh) an Kunden geliefert. Hiervon entfielen 13,6 TWh auf Strom (Vorjahr 14,8 TWh) und 23,9 TWh auf Erdgas (Vorjahr 30,8 TWh). Infolge des Mengenrückgangs haben sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 auf 2.847.222 TEUR (Vorjahr 3.982.698 TEUR) vermindert. Das Rohergebniskonnte trotz der Mengenrückgänge erheblich auf 141.799 TEUR (Vorjahr 47.527 TEUR) gesteigert werden. Insgesamt konnte so bei vergleichsweise geringer angestiegenen Gesamtkosten in Höhe von 46.181 TEUR (Vorjahr 29.463 TEUR) und einem Finanzergebnis von 4.378 TEUR (Vorjahr 10.645 TEUR) ein deutlich erhöhtes Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 99.997 TEUR (Vorjahr 28.709 TEUR) erzielt werden.
Das Jahr 2023 war weiterhin durch die Auswirkungen der Corona- und Ukrainekrisen geprägt, auch wenn die Preisvolatilitäten im Jahresverlauf nachließen. Die GETEC ENERGIE GmbH inklusive ihrer Tochtergesellschaften hat alle aus diesen Entwicklungen resultierenden Herausforderungen hervorragend gemeistert. Es ist gelungen, das Ergebnis 2023 im Vergleich zum bereits starken Geschäftsjahr 2022 weiter deutlich zu steigern und auf ein Rekordniveau zu heben. Die Hintergründe sind vielfältig, zwei Faktoren haben aber in besonderer Weise dazu beigetragen, das Rohergebnis zu steigern: Die GETEC ENERGIE GmbH ist aktiver Unterstützer der Energiewende und Wegbereiter für ihre Kunden auf dem Weg in die Nachhaltigkeit und CO 2 -Neutralität. In diesem Zusammenhang hat sich GETEC ENERGIE als erfolgreiches Unternehmen im PPA-Geschäft etabliert. Die reibungslos laufenden Prozesse für die Abwicklung von komplexen Liefersituationen und das Know-how im Bereich der Erzeugung von erneuerbaren Energien als auch den dazugehörigen Märkten hat die Basis für das erhebliche PPA-Wachstum der Gesellschaft geschaffen. Das konsequente Risiko- und Liquiditätsmanagement der GETEC ENERGIE GmbH hat die Gesellschaft in die Lage versetzt, jederzeit einen klaren Blick auf die volatile Lage zu haben und dauerhaft handlungsfähig für ihre Kunden zu bleiben. So konnte die GETEC ENERGIE GmbH ihrem Anspruch gerecht werden, ein zuverlässiger Partner auf Augenhöhe für ihre Kunden und Geschäftspartner zu sein, der diesen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Neben diesen Faktoren wurde auch die immer weitere Verbesserung der internen Performance weiter vorangetrieben: Durch kontinuierliche Optimierungen der Prozesse war die GETEC ENERGIE GmbH in der Lage, die regulatorischen Herausforderungen überaus schnell und störungsfrei umzusetzen. Die Konsolidierung des Energiemarktes hat sich 2023 fortgesetzt. Dies wird voraussichtlich auch 2024 der Fall sein. Die GETEC ENERGIE GmbH hat mit ihrer auf langfristigen Erfolg und profitables Wachstum ausgerichteten Strategie die Weichen für ein erfolgreiches Jahr 2024 gestellt. Synergien und zusätzliches Geschäft im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Gesellschafterwechsel können diese Strategie noch weiter unterstützen. GESAMTAUSSAGE UND FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Die Steuerung der GETEC ENERGIE GmbH erfolgt insbesondere nach die finanziellen Leistungsindikatoren ,Umsatzerlöse' und ,Rohergebnis'. Letzteres ist definiert als Umsatzerlöse zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich des Materialaufwandes. Im Vorjahr wurden für das Geschäftsjahr 2023 ein deutlich gesteigertes Jahres- und Rohergebnis prognostiziert. Mit 2.847.222 TEUR liegen die Umsatzerlöse zwar unter dem Niveau des Vorjahres (3.982.698 TEUR). Das Rohergebnis hat sich dagegen von 47.527 TEUR im Vorjahr auf 141.799 TEUR im Geschäftsjahr deutlich erhöht. Diese Entwicklung sowohl in Bezug auf die Umsatzerlöse als auch auf das Rohergebnis ist auf planmäßig rückläufige Mengen im Kundenportfolio sowie demgegenüber deutlich höhere Margen im Rahmen der Vermarktung nachhaltiger Produkte zurückzuführen. Auch das Jahresergebnis verbesserte sich daher wie prognostiziert erheblich auf einen Stand von 65.441 TEUR (Vorjahr 20.160 TEUR). ERTRAGSLAGE Der Abgang mehrerer Kundenverträge mit hohem Mengenvolumen aber vergleichsweise geringen Margen führte im Geschäftsjahr 2023 zu einem im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Umsatzrückgang von 1.135.477 TEUR auf 2.847.222 TEUR. Dagegen konnte das Rohergebnis (einschließlich der sonstigen betrieblichen Erträge) infolge des deutlich erhöhten Umfangs und starker Margen von nachhaltigen Produkten, insbesondere im Stromgeschäft, um +94.272 TEUR auf 141.799 TEUR erheblich gesteigert werden. Insgesamt erzielte die GETEC ENERGIE GmbH ein Ergebnis vor Steuern von 99.997 TEUR, das um 71.288 TEUR massiv über dem Vorjahresniveau (28.709 TEUR) lag. Im Stromgeschäft haben sich mengenbedingt die Umsatzerlöse von 2.341.858 TEUR auf einen Stand von 1.755.840 TEUR (-586.019 TEUR) gemindert, während das entsprechende Rohergebnis sich vor allem durch die deutlich erhöhten Margen, insbesondere aus PPA-Verträgen, erhöht hat. Im Erdgasgeschäft wurde bei einem ebenfalls vor allem mengenbedingten erheblichen Umsatzrückgang von 528.593 TEUR ein Rohergebnis leicht unter Vorjahresniveau erzielt (9.905 TEUR, Vorjahr 11.801 TEUR) erzielt. Einen Zuwachs konnte dagegen das Rohergebnis aus CO 2 -Zertifikaten erzielen: Hier konnte trotz Umsatzminderungen von 22.799 TEUR das Rohergebnis um 2.697 TEUR auf 5.786 TEUR gesteigert werden. Das Stromgeschäft leistet mit 1.755.840 TEUR (61,7 % der Umsatzerlöse) den weiterhin größten Beitrag zum Geschäftsvolumen. Es folgen die Umsatzerlöse aus dem Gasgeschäft in Höhe von 1.029.439 TEUR (36,2 % der Umsatzerlöse) und die Umsatzerlöse mit CO 2 -Zertifikaten sowie sonstige Umsatzerlöse in Höhe von 58.646 TEUR (2,1 % der Umsatzerlöse). Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1.890 TEUR lagen um 1.048 TEUR über dem Vorjahreswert, hier haben sich im Berichtsjahr insbesondere Rückstellungsauflösungen ausgewirkt. Die Gesamtaufwendungen von 46.181 TEUR lagen mit 16.718 TEUR über dem Niveau des Vorjahres. Während sich der Personalaufwand vor allem aufgrund höherer erfolgsabhängiger Prämien aber auch durch eine Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl um 11.705 TEUR auf 29.118 TEUR steigerte und sich auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere aufgrund von EDV- und Versicherungskostensteigerungen sowie einer Erhöhung der Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos um 4.967 TEUR auf 16.502 TEUR erhöhten, bewegten sich die Abschreibungen mit 561 TEUR nahezu auf Vorjahresniveau. Das Zinsergebnis betrug 3.912 TEUR und lag damit um 6.659 TEUR über dem Vorjahr. Hier haben sich vor allem die massiv erhöhten Zinserträge aus der Anlage der Bankguthaben ausgewirkt. Das Beteiligungsergebnis in Höhe von 466 TEUR war im Vergleich zum Vorjahr (13.392 TEUR) deutlich vermindert. Hier hatte sich im Vorjahr der Verkauf der Anteile der Convex Energy GmbH ausgewirkt. Insgesamt wurde so ein zwar rückläufiges, aber dennoch deutlich positives Finanzergebnis von 4.378 TEUR (Vorjahr: 10.645 TEUR) erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte somit das Ergebnis vor Steuern von 28.709 TEUR damit noch einmal auf einen Stand von 99.997 TEUR nahezu vervierfacht werden. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen im Berichtsjahr insgesamt 34.555 TEUR, was einer Steuerquote von 34,6 % entsprach. Der Jahresüberschuss betrug somit 65.441 TEUR.
VERMÖGENSLAGE Das Eigenkapital der GETEC ENERGIE GmbH ist infolge des Jahresüberschusses stark auf einen Stand von 123.807 TEUR (Vorjahr 68.366 TEUR) gestiegen. Das im Vorjahr noch dem Eigenkapital zugerechnete Nachrangdarlehen der Gesellschafterin in Höhe von 10.000 TEUR wurde in 2023 getilgt. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich bei einer um 48.852 TEUR gestiegenen Bilanzsumme deutlich von 15,7 % auf 25,6 % verbessert und ist, insbesondere vor dem Hintergrund einer sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden, niedrigen Anlagenintensität von 4,8 % (Vorjahr 5,1 %) als sehr gut zu bewerten.
Die Erhöhung der Bilanzsumme ist insbesondere eine Folge des wirtschaftlich herausragenden Geschäftsjahrs, dessen Erfolg eine unmittelbare Auswirkung auf die liquiden Mittel und das Eigenkapital hatte. Auf der Aktivseite haben sich die liquiden Mittel um 104.083 TEUR erhöht, während die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 71.834 TEUR gesunken sind. Korrespondierend steigerte sich auf der Passivseite das Eigenkapital (unter Berücksichtigung des Nachrangdarlehens im Vorjahr) um 55.441 TEUR, demgegenüber sanken die Rückstellungen und Verbindlichkeiten zusammen um 17.189 TEUR. Insgesamt stellen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf der Aktivseite mit einem Anteil von 56,3 % an der Bilanzsumme und auf der Passivseite die Verbindlichkeiten mit einem Anteil von 56,0 % weiterhin die größten Bilanzpositionen dar, wenn auch mit deutlich gesunkenem Anteil. FINANZLAGE Die nachhaltige, im Berichtsjahr weiter deutlich verbesserte Ertragslage der GETEC ENERGIE GmbH und eine Ausschüttungspolitik, die das Wachstum nicht behindert, haben die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft weiter gestärkt. Das operative Geschäft wird weit überwiegend aus dem betrieblichen Cashflow finanziert, sodass die zum 31.12.2023 bestehenden Kreditlinien in Höhe von 20.000 TEUR nicht genutzt wurden und somit keinerlei langfristigen Bankverbindlichkeiten bestehen. Der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 172.402 TEUR ist gegenüber dem Vorjahresstand um +104.083 TEUR deutlich gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen eine Folge des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Hier haben sich die vor allem der Jahresüberschuss von 65.441 TEUR sowie die insbesondere stichtagsbedingte Erhöhung der Rückstellungen (+60.044 TEUR) cash-positiv ausgewirkt, während der Saldo aus den Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten (-5.399 TEUR) im Berichtsjahr keine wesentlichen Auswirkungen hatte. Die Cashflows aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit führten mit Ausnahme des positiven Zinsergebnisses von 3.912 TEUR und der Tilgung des Nachrangdarlehens von -10.000 TEUR dagegen zu keinen wesentlichen Zu- oder Abflüssen. Die GETEC ENERGIE GmbH verfügt insgesamt über eine sehr gute Vermögens-, Finanz- und Ertragsstruktur, die sich im Berichtsjahr noch einmal erheblich verbessert hat. Sämtliche langfristigen Vermögensgegenstände sind vollständig durch Eigenkapital gedeckt. ESG Es ist die Mission der GETEC ENERGIE, als Energieversorger ihre Kunden auf dem Weg in die ökonomische und gleichzeitig ökologische Nachhaltigkeit zu begleiten. Hierfür stellen wir unseren Kunden umfangreiche Energielösungen zur Verfügung, wie z.B. Power Purchase Agreements (PPA). Unsere Mission ist es aber auch, selbst so nachhaltig wie möglich zu wirtschaften. Wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. 2023 haben wir das erste Mal unseren Corporate Carbon Footprint von Climate Partner berechnen lassen. Auf Basis des Ergebnisses haben wir einen umfassenden Maßnahmenkatalog entwickelt und CO 2 -Reduktionsziele definiert. Letztere sind wissenschaftsbasiert und entsprechen dem Ambitionsniveau von 1,5°C, das auf der Pariser Klimaschutzkonferenz von 2015 festgelegt wurde. Mit diesem Klimaschutzfahrplan ist GETEC ENERGIE ClimatePartner-zertifiziert. Zudem arbeiten wir stetig an der Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen. So haben wir beispielsweise wie im Vorjahr geplant die Wochenarbeitszeit zum 1. April 2023 auf 38,5 Stunden reduziert und ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt. Im Governance-Bereich haben wir sämtliche Zertifizierungsaudits erfolgreich bestanden und hatten erneut keine Zwischenfälle zu verzeichnen. Unsere Bemühungen im Bereich ESG (Environment, Social, Governance) wurden 2022 und 2023 mit der EcoVadis-Silbermedaille ausgezeichnet. Anfang 2024 haben wir die Goldmedaille erreicht. Damit gehören wir zu den Top-5% der Energieunternehmen, die von EcoVadis bewertet wurden. Zur professionellen Datenerhebung gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) haben wir wie im Vorjahr geplant zum 1. Januar 2023 einen hauptverantwortlichen ESG- Manager eingestellt, der die Koordination der Datenerhebung und Dokumentation leitet und potenzielle Risiken sowie zusätzliche Maßnahmen identifiziert. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT Soweit nicht anders ausgeführt, wurde dem Chancen- und Risikobericht ein Prognosezeitraum für die nächsten drei Jahre zugrunde gelegt. CHANCENBERICHT Die Evaluierung von Potenzialen erfolgt kontinuierlich in allen Bereichen. Die GETEC ENERGIE GmbH identifiziert und bewertet regelmäßig die Chancen, die sich aus den Geschäftsfeldern ergeben, und handelt entsprechend. Die Chancen für ihr Geschäft liegen in einem stetig wachsenden Bedarf an Dienstleistungen im Bereich der nachhaltigen Energiebeschaffung und der Vermarktung von Energie aus konventioneller und erneuerbarer Erzeugung. Insbesondere das Geschäftsfeld der Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren an erheblicher Bedeutung gewonnen und bildet einen Kernpunkt der Geschäftsstrategie der GETEC ENERGIE GmbH. Als kompetenter Anbieter einer umfangreichen Dienstleistungspalette in ihrem Kerngeschäft kann die GETEC ENERGIE GmbH einem großen Kundenkreis Serviceleistungen aus einer Hand anbieten. Auch in der Ausweitung auf die an Deutschland angrenzenden Märkte besteht ein weiteres Potential, internationale Kunden stärker an die GETEC ENERGIE GmbH zu binden, neue Kunden zu gewinnen und mit entsprechenden Dienstleistungen erfolgreich zu sein. Weiterhin ist mit einer anhaltenden Preisvolatilitätauf dem Energiemarkt zu rechnen, welcher neben den Auswirkungen des Ukrainekriegs und des Nahostkonflikts weiteren intensiven und sich rasch ändernden politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ausgesetzt ist. In diesem Umfeld bestehen für die GETEC ENERGIE GmbH und ihre Tochtergesellschaften nachhaltige Wachstumschancen. Mit der Verwertung dieser Chancen sind auch Investitionen vor allen Dingen in die Informationstechnologie und die weitere Digitalisierung der Prozesse verbunden. Die GETEC ENERGIE GmbH wird dabei planmäßig weiter "asset light" agieren. In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld ergänzt die wettbewerbsfähige Kostenstruktur der Gesellschaft den Wettbewerbsvorteil der Innovationskraft und Flexibilität. Die GETEC ENERGIE GmbH optimiert mit den laufenden Projekten zur weiteren Automatisierung der Geschäftsprozesse ihre Prozesskosten. Ein konsequenter Ausbau der Geschäftsfelder, insbesondere im Zusammenhang mit dem Kernthema Nachhaltigkeit, bei einer Verbesserung der Kostenposition stärkt die Wettbewerbsposition und nachhaltiges Wachstum und sichert damit den Ertrag. Von dem geplanten Gesellschafterwechsel erwartet GETEC ENERGIE weitere Chancen, insbesondere durch die Hebung von Synergieeffekten und Aufbau zusätzlichen organischen und anorganischen Wachstums. RISIKOBERICHT Die GETEC ENERGIE GmbH ist aufgrund ihrer operativen Tätigkeiten geschäftlichen Risiken ausgesetzt. Die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte grundsätzlich durch Unsicherheiten in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Das Geschäftsumfeld wird durch die Nachfrage und die politischen Rahmenbedingungen in den nationalen und weltweiten Volkswirtschaften beeinflusst, die wiederum vom makroökonomischen Umfeld beeinflusst werden. Im Wesentlichen umfassen diese Risiken Marktpreisrisiken, Länder- bzw. politische Risiken, Liquiditäts- und Kreditrisiken sowie Zinsrisiken. Im Geschäftsjahr 2023 haben jedoch trotz der Einflüsse zu keiner Zeit Risiken aus den oben genannten Bereichen bestanden, die eine Beeinträchtigung der Geschäfte oder eine Gefährdung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge hatten. Gleiches galt bereits für Vorjahre, in denen die Risiken aus den Auswirkungen der Coronapandemie sowie des Ukrainekriegs durchgängig abgesichert waren. Auch für die Zukunft können wir aktuell keine wesentlichen geschäfts- oder bestandsgefährdende Risiken, die wir nicht abgesichert haben, erkennen. Alle identifizierten Risiken werden durch ein Risikomanagementsystem laufend überwacht. Die ermittelten Faktoren werden kontinuierlich beobachtet und analysiert. Basierend auf einer vorangehenden Analyse erfolgt eine Bewertung, die je nach Ergebnis Maßnahmen zur Risikominimierung zur Folge hat. Dies kann auch die Einschränkung oder im Extremfall die Einstellung eines bestimmten Geschäftes zur Folge haben. Marktpreisrisiken aus physischen Liefergeschäften, die in der Zukunft liegen, werden im Rahmen der Risikostrategie grundsätzlich zum Zeitpunkt des Abschlusses abgesichert. Neben den üblichen Standard-Forwards und -Futures, in denen sich die Parteien verpflichten, zu einem festen Preis die Ware zu tauschen, werden auch andere Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die im Energiegeschäft üblich sind. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird durch Gegenüberstellung der (zukünftigen) Cashflows (Berechnung mit Forward-Preisen) gemessen. Die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen gleichen sich grundsätzlich aufgrund der Basiswertidentität aus. Aus der Effektivitätsmessung ergibt sich, dass die Chancen die Risiken durch Gegenüberstellung der Marktwertveränderung von Grund- und Sicherungsgeschäft überkompensieren. Wesentliches Risiko des Geschäftsjahrs 2024 und auch weiterhin in der laufenden Geschäftsentwicklung ist die Folgewirkung des Ukrainekriegs sowohl auf die Gesamtkonjunktur als auch auf den Energiesektor, hinsichtlich derer die GETEC ENERGIE GmbH aber bereits frühzeitig Vorkehrungen getroffen und eine volle Abdeckung insbesondere von Preis-, Liquiditäts- und Ergebnisrisiken sichergestellt hatte. Da die GETEC ENERGIE GmbH weitestgehend gegen Ausfall-, Preis- und Mengenrisiken abgesichert ist, ergaben sich keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Geschäftsentwicklung und-ergebnis: Das prognostizierte Jahresergebnis konnte im Jahr 2023 durch die Risikoabsicherungen und erheblich über der ursprünglichen Planung liegenden Rohmargen sogar deutlich übertroffen werden. Auch für 2024 sehen wir zwar einen margenbedingten Rückgang unseres Ergebnisses, aber dennoch einen prognostizierten Gewinn, der das zweitbeste Ergebnis unserer Geschichte darstellen wird. Das laufende Liquiditätsrisiko sichern wir durch ausreichende Kreditlinien und eine vorausschauende Liquiditätsplanung ab. Kredit- und Avallinien wurden im Rahmen eines Konsortialvertrags im Jahr 2023 mit den Bankpartnern um weitere 100 Mio. EUR auf ein Volumen von 270 Mio. EUR erhöht und erneut auf drei Jahre (mit zwei Verlängerungsoptionen) gesichert abgeschlossen. Zudem verzeichnet die GETEC ENERGIE GmbH eine geringe Kapitalbindung durch langfristige Vermögenswerte und verfügt über keine mittel- oder langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das insgesamt gegebene Kreditrisiko minimieren wir durch detaillierte Bonitätsanalysen vor und während der Geschäftsbeziehung. Dabei beurteilen wir die Kreditwürdigkeit auf Basis von internen sowie externen Ratingfaktoren und besichern nach Möglichkeit sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mittels Warenkreditversicherungen. Zusätzlich können weitere Sicherheitsleistungen wie beispielsweise Barsicherheiten oder Bankgarantien hinterlegt werden. Bei Handelstermingeschäften mit Kunden wird das Kreditrisiko systematisch bewertet und entsprechende Sicherungsleistungen auf Basis von Bonitätsanalysen und definierten Limits eingefordert. Hierbei lassen wir uns Bankgarantien, Patronatserklärungen oder Barsicherheiten stellen. Das Zinsrisiko ist für die GETEC ENERGIE GmbH ebenfalls als gering einzuschätzen, da das Zins- Exposure aufgrund der allenfalls temporären externen Verschuldung sehr kurzfristig ist. PROGNOSEBERICHT Basierend auf den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, für die die Bundesregierung im Rahmen ihrer Jahresprojektion 2024 vom 29.02.2024 einen preisbereinigten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von lediglich 0,2 % voraussagte und eine normale Wettersituation unterstellt, ist für 2024 trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche mit einer im Vergleich zum Vorjahr leichten Steigerung des Primärenergieverbrauches in Deutschland zu rechnen. Hinsichtlich des Energiemixes gehen wir auch im Jahr 2024 grundsätzlich von einer weiteren Verschiebung zugunsten der erneuerbaren Energien aus. Außerordentlich schwer zu prognostizieren ist aber die mittel- und langfristige Preisentwicklung von Erdgas und Strom, die weiter erheblich von der Entwicklung und den Folgen des Ukrainekriegs sowie den Witterungsentwicklungen beeinflusst werden wird. Die Entwicklung der Energiepreise und die Entwicklung des Energiemarktes sind insofern nur schwer abzusehen. Neben den massiven Auswirkungen des Ukrainekriegs unterliegen die Energiepreise zum einen weitgehend dem Einfluss der weiteren welt- und geopolitischen Ereignisse, wie zum Beispiel der Lage im Nahen Osten. Zum anderen gibt es infolge der Energiewende eine massive Zunahme der regulatorischen Eingriffe, die Marktmechanismen außer Kraft setzen und nur sehr schwer vorhersehbar sind. Sicher scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt allein, dass die Volatilität der Energiepreise, wenn auch mittlerweile abgeschwächt, grundsätzlich anhalten wird. Da alle Terminpositionen preislich abgesichert sind, ergibt sich hieraus kein direkter Effekt auf die Ertragslage der GETEC ENERGIE GmbH. Mit ihrem Produkt- und Dienstleistungsportfolio ist die Gesellschaft für volatile Märkte weiterhin sehr sicher aufgestellt, so dass auch weitere geopolitische Entwicklungen aus aktueller Sicht keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Ertragslage haben werden. Das, was ansonsten im Moment im Wettbewerbsumfeld zu erkennen ist, wird der Gesellschaft ebenfalls entgegenkommen. Die Konsolidierung des Energiemarktes entwickelt sich kontinuierlich weiter, zudem bereitet der warme Winter 2023/2024 vielen Wettbewerbern große Probleme, da zu hohen Preisen eingekaufte Gasmengen nicht benötigt werden und mit Verlust verkauft werden müssen. Marktseitig sieht sich die GETEC ENERGIE GmbH nach dem deutlichen anorganischen und organischen Wachstum der letzten Jahre für die Zukunft sehr gut und nachhaltig aufgestellt. Zwar werden die Margen von nachhaltigen Produkten, wie PPA-Verträge, insbesondere aufgrund des fallenden Strompreisniveaus und des hohen Marktangebots fallen, dennoch erwarten wir nach dem Rekordjahr 2023 auch für 2024 ein sehr gutes Jahresergebnis von rund 80 Mio. EUR vor Steuern. Schwerpunkte der Arbeit in diesem Jahr sieht die Gesellschaft nach dem erfolgten Closing des Verkaufs an bp weiterhin in starkem organischem Wachstum sowie in weiteren anorganischen Wachstumsprojekten. Es ist davon auszugehen, dass durch den Gesellschafterwechsel zudem erhebliche Synergieeffekte und zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten erzielt werden können. Diese werden sich aber planmäßig vor allem in den Jahren 2025 ff. auswirken. Die weitere Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse bilden die Basis für den weiteren Ausbau des Geschäfts. Hinsichtlich ihrer zukünftigen Entwicklung erwartet die GETEC ENERGIE für das Jahr 2024 zwar trotz einer mengenbedingten Zunahme der Umsatzerlöse einen Rückgang des Rohergebnisses gegenüber dem Geschäftsjahr 2023, insgesamt aber das zweitbeste Jahresergebnis ihrer Geschichte. Im Einzelnen wird diese Entwicklung durch einen margenbedingten Rückgang des Rohergebnisses bei leicht sinkendem Kostenniveau bedingt sein. Diese Entwicklung wird sich im Jahr 2025 konsolidieren, durch den bevorstehenden Gesellschafterwechsel besteht zudem die Chance auf neue Wachstumsimpulse über das aktuell sehr starke Niveau hinaus.
Hannover, den 31.03.2024 gez. Cord Wiesner gez. Christian Holtmann gez. Jens Maire gez. Alexander Rybka BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GETEC ENERGIE GmbH, Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GETEC ENERGIE GmbH, Hannover - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GETEC ENERGIE GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 16. April 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
gez. P. Helsper, Wirtschaftsprüfer gez. J. Hagen, Wirtschaftsprüfer GETEC ENERGIE GmbH, Hannover FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSESDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13.05.2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSBERICHTDer Bilanzgewinn in Höhe von 105.857.087,89 EUR wird wie folgt verwendet: Der Bilanzgewinn wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. |
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