Kolektor Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bogo Miklavcic seit 15.7.2014 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KOLEKTOR MAGNET TECHNOLOGY GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat auf Grund ihrer Größenmerkmale die für eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB geltenden Vorschriften zur Bilanzierung, Berichterstattung und Veröffentlichung zu beachten. Die Gesellschaft hat nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 wurde in EURO aufgestellt. Die KOLEKTOR MAGNET TECHNOLOGY GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist bei dem Amtsgericht Essen unter der Registernummer HRB 14734 eingetragen. Mit Beschluss vom 27. Mai / 1. Juni 2020 haben die Gesellschafter für 2020 umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen, die insbesondere die Verlagerung des Handelsgeschäfts und der Produktionskapazitäten nach Slowenien in 2021 vorsehen. Mit gleichem Beschluss haben sich die Gesellschafter dazu verpflichtet, die Gesellschaft mit finanziellen Mitteln so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachkommen kann. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Abschnitt "9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres". Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 werden im Jahr des Erwerbs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. 2. Finanzanlagen Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. 3. Vorräte Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Durchschnittspreisen oder mit dem niedrigeren Marktwert am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten sowie in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten. Gängigkeits- und sonstige Verwertungsrisiken werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 6. Latente Steuern Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden in der Bilanz als latente Steuern ausgewiesen. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei wird von dem Wahlrecht des § 274 HGB Gebrauch gemacht, die sich ergebenden passiven latenten Steuern und die aktiven latenten Steuern unsaldiert auszuweisen. 7. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, d.h. inklusive künftiger Preis- und Kostensteigerungen passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre (für sonstige Rückstellung) bzw. zehn Jahre (für Pensionsrückstellungen) verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Ergebnisauswirkungen der Änderung des Diskontierungszinssatzes (TEUR 440; Vorjahr: TEUR 386) werden im Finanzergebnis erfasst. 8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. 9. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Umrechnungskurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Bei zum Bilanzstichtag abweichenden Umrechnungskursen werden diese auf Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß den Vorschriften des § 256a HGB angewendet. III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zu historischen Anschaffungskosten sowie die Entwicklung der aufgelaufenen Abschreibungen sind dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen besteht am Bilanzstichtag aus dem Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 335) sowie Genossenschaftsanteilen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1). 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich aus laufenden Liefer- und Leistungsbeziehungen mit Schwestergesellschaften. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Finanzbehörden aus Körperschaft- und Gewerbesteueransprüchen in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 228) sowie aus Vorsteuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 75). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersteilzeitrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). 5. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz für die Bildung von Rückstellungen (TEUR 890; Vorjahr: 763). Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32% zugrunde gelegt. 6. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25). 7. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.200 (Vorjahr: TEUR 4.200). 8. Gewinnrücklage Die Gewinnrücklage beinhaltet ausschließlich Beträge, die in andere Gewinnrücklagen eingestellt wurden. 9. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach den Bewertungsvorschriften des Bil-MoG anhand folgender Berechnungsgrundlagen ermittelt:
Für die Abzinsung wurde gemäß dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der hieraus resultierende Unterschiedsbetrag beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 837) und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. 10. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungen und ausstehende Gutschriften (TEUR 61; Vorjahr: TEUR 299) sowie für Verpflichtungen für ausstehenden Resturlaub (TEUR 123; Vorjahr: TEUR 187) gebildet. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für sonstige Personalaufwendungen (TEUR 310; Vorjahr: TEUR 359) gebildet. Diese bestehen aus Gleitzeitguthaben (TEUR 197), Boni (TEUR 67), Abfindung (TEUR 35) und Jubiläumsrückstellung (TEUR 10). Darüber hinaus ergibt sich für die Altersteilzeitverpflichtung ein Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 443, dem ein Planvermögen in Höhe von TEUR 342 (beizulegender Zeitwert) gegenübersteht. Das den Erfüllungsbetrag von TEUR 294 übersteigende Planvermögen wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen (TEUR 48). 11. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf das Betriebsgrundstück besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber den Schwestergesellschaften, KOLEKTOR HOLDING d.d. (TEUR 9); KOLEKTOR ORODJARNA d.o.o. (TEUR 34) und KOLEKTOR KFH d.o.o. (TEUR 295) aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.998 (Vorjahr: TEUR 4.725) betreffen in Höhe von TEUR 2.776 Lieferungen der Mitgesellschafterin Beijing Zhong Ke San Huan High-Tech Co., Ltd. mit Sitz in Peking, China und in Höhe von TEUR 222 die Konzernmutter KOLEKTOR GROUP Vodenje in upravljanje druzb d.o.o, Idrija. für Leistungen. 12. Aufgliederung der Umsatzerlöse
13. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf TEUR 847 gesunken (Vorjahr: TEUR 1.198). Die sonstigen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
14. Finanzergebnis Das Finanzergebnis beträgt TEUR -750 (Vorjahr: TEUR -733). Dieses umfasst den Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung und der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr: TEUR 386). Sonstige Zinsaufwendungen betragen TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 103) und resultieren aus Zinszahlungen für das im Rahmen der Standortverlagerung aufgenommene Investitionsdarlehen. 15. Periodenfremde Erträge Sonstige betriebliche Erträge umfassen Erträge in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 146), die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind. Es handelt sich insbesondere um Erträge aus Erstattungen von Stromsteuer. 16. Periodenfremde Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen umfassen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 23), die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind. 17. Steuern vom Einkommen und Ertrag Der Ertragsteuerertrag in Höhe von TEUR 34 entfällt zu TEUR 93 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und zu TEUR -127 auf latente Steuern. IV. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte Zum Stichtag bestehen in Höhe von TEUR 1.525 sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2020 und 2024. Die Gesellschaft hat bei verbundenen Unternehmen Leasingverträge für technische Anlagen und Maschinen abgeschlossen. Der Vorteil dieser Verträge liegt vor allem in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall von Verwertungsrisiken. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, wozu es jedoch derzeit keine Anzeichen gibt. Darüber hinaus wurden Konsignationslagervereinbarungen mit verschiedenen Lieferanten abgeschlossen. Neben Versorgungssicherheit und geringem Abwicklungsaufwand führt das Konsignationslagerkonzept zur Verringerung der Kapitalbindung. Als Nachteil ist die zusätzliche Bestandsverantwortung der Konsignationsläger anzusehen. Der Bestandswert betrug Ende Dezember 2019 TEUR 452 (Vorjahr: TEUR 446). 2. Finanzinstrumente Die KOLEKTOR MAGNET TECHNOLOGY GmbH sichert ihre monatlich zu erwartenden Zahlungsverpflichtungen in USD teilweise in Form von Devisentermingeschäften und Limitordern. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verpflichtungen aus Finanzderivaten. 3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Berichtsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 4. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (TEUR 36,5) des Abschlussprüfers betrifft in Höhe von TEUR 31 Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von TEUR 5,5 Steuerberatungsleistungen. 5. Angaben zur Geschäftsführung
Von der Möglichkeit der Befreiung des nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird Gebrauch gemacht. Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eingegangen worden. 6. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer entwickelte sich im Berichtsjahr 2019 wie folgt:
7. Angaben zur Obergesellschaft Das Stammkapital wird zu 75,01 % von KOLEKTOR GROUP Vodenje in upravljanje druzb d.o.o., Idrija/ Slowenien, gehalten, die verbleibenden 24,99 % hält die Beijing Zhong Ke San Huan Hi-Tech Co., Ltd. Peking/China. Die KOLEKTOR MAGNET TECHNOLOGY GmbH, Essen, wird in den Konzernabschluss der KOLEKTOR GROUP Vodenje in upravljanje druzb d.o.o., Slowenien einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich. 8. Ausschüttungssperre Es bestehen Ausschüttungssperren aus der Verwendung des laufzeitadäquaten durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen zehn Jahre für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 837). 9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Herr Wolfgang Stass ist mit dem 31.01.2020 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Folgen der Corona-Krise werden zu deutlichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 führen. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "5. Risikobericht" und im Abschnitt "7. Prognosebericht". Vor dem Hintergrund der rückläufigen Stückzahlen der vergangenen Jahre, bedingt durch die negative Branchenentwicklung und vor allem durch die Corona-Krise, haben die Gesellschafter für das Jahr 2020 umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen. Dies betrifft insbesondere die Verlagerung des Handelsgeschäfts sowie der Produktionskapazitäten nach Slowenien im Laufe des Geschäftsjahres 2021. 10. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Essen, den 4. September 2020 Die Geschäftsführung Bogo Miklavčič Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20191. Allgemeines Die KOLEKTOR MAGNET TECHNOLOGY GmbH (KMT), Essen ist ein Tochterunternehmen der KOLEKTOR GROUP d.o.o. (KG) mit Sitz in Idrija, Slowenien, welche 75,01 % der Anteile an KMT hält. Die verbleibenden 24,99 % hält Beijing Zhong Ke San Huan High-Tech Co., Ltd. mit Sitz in Peking, China. 2. Allgemeiner Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Die Branchenentwicklung in der Automobilindustrie fällt im abgelaufenen Jahr 2019 negativ aus. Die Weltautomobilproduktion allein im Bereich Personenkraftwagen war im Vergleich zum Vorjahr von 84 Millionen Stück auf 79 Millionen Stück um 6 % rückläufig. In unserem Hauptabsatzmarkt Deutschland ist die Produktion um 8,9 % gesunken. (Quelle: VDA) KMT war auch im Jahr 2019 ein anerkannter Lieferant der großen Automobilzulieferer mit Produkten für Sicherheits- und Komfortsysteme. In einem schwierigen Umfeld ist der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um EUR 9,64 Mio oder 20 % gesunken, dabei ist der Umsatz der eigengefertigten Produkte um 17 % (EUR 6,28 Mio.) rückläufig. Dies ist in der sinkenden Nachfrage der Hauptkunden aufgrund der Konjunktureintrübung im 2. Halbjahr begründet. Der Umsatz mit Handelsware war erwartungsgemäß niedriger als im Vorjahr, lag allerdings aufgrund geringerer Abrufe zum Jahresende auf geringerem Niveau als geplant. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Folgen der Corona-Krise werden zu deutlichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 führen. Durch die Gesellschafter wurden im Laufe des Jahres 2020 umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen, die insbesondere die Verlagerung des Handelsgeschäfts und der Produktionskapazitäten nach Slowenien in 2021 vorsehen. Folglich wird die Gesellschaft künftig nicht mehr unmittelbar von den Branchenentwicklungen betroffen sein, wodurch sich geänderte Chancen- sowie Risikoerwartungen ergeben werden. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Nachtragsbericht im Anhang sowie in den Abschnitten "5. Risikobericht" und "7. Prognosebericht". 2.1. Geschäftstätigkeit und wesentliche Absatzmärkte KMT bietet den Kunden Lösungen für die optimale Auslegung von Kleinmotoren, Sensoren und anderen elektromechanischen Komponenten. Das Produktportfolio beinhaltet Magneterzeugnisse und Komponenten aus allen technisch relevanten Magnetwerkstoffen. Die deutsche Automobilzuliefererindustrie mit ihren Standorten auf der ganzen Welt ist der wichtigste Absatzmarkt für unsere Produkte für Sicherheit, Abgasreduzierung, Motorperformance und Komfort. Auch Zulieferer aus anderen europäischen Ländern, sowie den USA und Mexiko zählen zu unseren bedeutenden Kunden. 2.2. Wirtschaftliche Einflussfaktoren Die Stückzahlentwicklung im Bereich der Automobilindustrie wirkt sich direkt auf die Eigenfertigung des Unternehmens sowie auf die Handelsware aus. KMT konkurriert mit inländischen Unternehmen und zunehmend auch mit Wettbewerbern aus Asien. 2.3. Geschäftsverlauf Im Jahr 2019 herrschte bis zum Sommer eine hohe Nachfrage nach unseren Produkten. Mit der Sommerpause brachen Produktion und Umsatz wegen der deutlich verschlechterten Nachfrage der Automobilhersteller deutlich ein. In Summe ist damit der Umsatz, sowohl im Bereich der Eigenfertigung als auch im Handelsgeschäft rückläufig. Die Umsatzerlöse lagen aufgrund des zuvor dargestellten nachfragebedingten Rückgangs mit TEUR 37.391 ebenfalls erheblich unter der Planung. Der Gewinn vor Steuern 2019 betrug TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 532). Die Verschlechterung des Vorsteuerergebnisses ist maßgeblich auf den Umsatzrückgang zurückzuführen, wodurch auch das geplante ROS nicht erreicht wurde. Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung nicht erfüllt wurden. 2.4 Mitarbeiter Die Qualifikation unserer Mitarbeiter ist ein Schlüssel zur Realisierung unserer Ansprüche an Qualität, Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit. Das Unternehmen beschäftigte zum Jahresende 179 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr: 200) davon waren 1 (Vorjahr: 19) in einem befristeten Arbeitsverhältnis beschäftigt. 2.5 Umweltschutz Umweltschutz und Arbeitsschutz stellen einen integrierten Bestandteil unseres Managementsystems dar. Neben dem Einsatz von Umlaufverpackungen galt und gilt unser Hauptaugenmerk weiterhin der optimalen Nutzung der Vormaterialien zur Minimierung von Abfällen und damit der Schonung der Umwelt. 2.6 Beschaffungsmarkt Der Beschaffungsmarkt war im Großen und Ganzen im abgelaufenen Jahr stabil. Im Bereich der Kunststoffe war das Unternehmen wie in den Vorjahren durch die bekannten Verknappungen und Preissteigerungen betroffen. Der strategische Einkauf ist weiterhin dabei neben der kontinuierlichen Versorgung mit Produktionsmitteln den Aufbau alternativer Lieferanten fortzusetzen. 2.7 Steuerungsinstrumente Zur Steuerung der Gesellschaft werden ausgewählte Ertrags- und Finanzkennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet, vor allem Umsatz, EBITDA und Umsatzsrentabilität ("ROS"). Die Geschäftsführung wendet Ertragskennzahlen sowie Finanzkennzahlen an, um durch die Beobachtung der Geschäftsentwicklung die jederzeitige Zahlungs- und operative Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Auf monatlicher Basis erfolgt eine Analyse dieser Kennzahlen durch Vergleich zu Plan- und Vorjahreszahlen.
3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Ertragslage im operativen Geschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Es wurde ein operatives Ergebnis von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 532) erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.198 auf TEUR 847 gesunken. Die Erträge setzen sich größtenteils aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 433), sonstigen außergewöhnlichen Erträgen in Höhe von TEUR 366 (Vorjahr: TEUR 208) sowie Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 386) und weiteren periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 146) zusammen. Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr entsprechend der Mitarbeiterzahl deutlich verringert. Aufgrund des gesunkenen Umsatzes ist die Personalaufwandquote von im Vorjahr 29 % auf 32 % der Betriebsleistung angestiegen. Der Materialkostenanteil ist mit 53 % (Vorjahr: 58 %) aufgrund von Materialeinsparungen und einem geringeren Ausschussanteil gesunken. Die Bezugskostenquote der für die Eigenfertigung benötigten Rohstoffe und der Handelsware waren bis auf die Kunststoffe nahezu stabil. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich vor allem durch geringere Aufwendungen für externes Personal, reduzierte Währungskursverluste und geringere Reparaturen und Instandhaltungsaufwendungen sowie niedrigere Zuführungen zu Garantie- bzw. Gewährleistungsrückstellungen verringert. Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 24.704 (Vorjahr: TEUR 28.133). Der Wert des Anlagevermögens ist um TEUR 755 zurückgegangen. Der Rückgang von TEUR 14.385 auf TEUR 13.630 ist hauptsächlich auf planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.322 zurückzuführen, denen Investitionen in Höhe von TEUR 578 gegenüberstanden. Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen von technischen Anlagen und Maschinen werden regelmäßig durch die Konzernmutter getätigt und von KMT gemietet. Die Verringerung des Vorratsvermögens um TEUR 1.438 auf TEUR 2.879 (Vorjahr: TEUR 4.317) ist sowohl ein Ergebnis eines Projektes der KOLEKTOR-Gruppe zur optimierten Vorratshaltung als auch den niedrigeren Bedarfen geschuldet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich einhergehend mit dem Umsatzrückgang, hauptsächlich im Handelsbereich, von TEUR 7.064 im Vorjahr auf TEUR 6.183 reduziert. Die liquiden Mittel der Gesellschaft sind auf TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 529) gesunken. Das im Zusammenhang mit dem Neubau aufgenommene Investitionsdarlehen beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 2.139 und ist quartalsweise bis 2022 zurückzuzahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten hierfür planmäßige Tilgungen in Höhe von TEUR 778. Die Eigenkapitalquote ist mit 34 % (Vorjahr: 32 %) aufgrund der reduzierten Bilanzsumme leicht gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Zu den wesentlichen Rückstellungen gehört die Pensionsrückstellung, die 30 % (Vorjahr: 25 %) der Bilanzsumme ausmacht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf 12 % (Vorjahr: 16 %) der Bilanzsumme und resultieren aus Warenlieferungen und bezogenen Leistungen. Die beschriebene Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft entspricht nicht den Erwartungen der Geschäftsführung. 4. Forschung und Entwicklung Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir in verschiedenen Projekten neue Produkte, mit deren Serienreife in den Folgejahren zu rechnen ist. Hierzu trägt die im Unternehmen vorhandene Kompetenz in den Bereichen Werkstofftechnologie und Prozesstechnologie bei. Das EU-Projekt zum Recycling und zur Wiederverwendung von NdFeB-Materialien, an dem das Unternehmen wesentlich beteiligt ist, wurde fortgeführt. 5. Risikobericht Die aktuelle Corona-Pandemie stellt im Vergleich zum Vorjahr ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar, welches die operativen Geschäftsprozesse wesentlich beeinflusst und voraussichtlich zu erheblichen Umsatzrückgängen im Jahresverlauf 2020 führen wird. Der über die bisherige Branchenentwicklung hinaus zusätzlich spürbare Absatzrückgang wird zu einer weiteren Ergebnisbelastung im Jahr 2020 führen, die in der jetzigen Situation weder hinsichtlich Dauer noch Ausmaß beziffert werden kann. Die sinkenden Umsätze führen zu einem erhöhten Liquiditätsrisiko, dem durch geeignete Maßnahmen begegnet wird. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Stückzahlen der vergangenen Jahre, bedingt durch die negative Branchenentwicklung und vor allem durch die Corona-Krise, haben die Gesellschafter für das Jahr 2020 umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen. Dies betrifft insbesondere die Verlagerung des Handelsgeschäfts sowie der Produktionskapazitäten nach Slowenien. Mit gleichem Beschluss haben sich die Gesellschafter unter Verzicht auf jegliche Ein- bzw. Widerspruchsrechte dazu verpflichtet, die Gesellschaft mit finanziellen Mitteln so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachkommen kann. Für das nun laufende Geschäftsjahr müssen wie in den Vorjahren folgende Risiken beachtet werden: Steigende und volatile Rohstoffpreise und Verfügbarkeiten, Kursschwankungen, Preisdruck von Kunden, Wettbewerb aus Niedriglohnländern sowie insbesondere die Entwicklung der Automobilbranche. Mit Verlagerung des Handelsgeschäfts sowie der Produktionskapazitäten in 2021 werden sich diese Risiken deutlich vermindern. 6. Chancenbericht Die Chancen der Gesellschaft beschränken sich künftig auf Möglichkeiten außerhalb der Produktion und der Vertriebsaktivitäten im Bereich des übrigen Anlagevermögens. 7. Prognosebericht Das Unternehmen schätzt den Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Branchenentwicklung unstetig ein. Der Auftragseingang im 1. Halbjahr des neuen Wirtschaftsjahres liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Für das Jahr 2020 wurde nach den ursprünglichen Prognosen weltweit mit einem leichten Rückgang der Automobilproduktions-/Zulassungszahlen gerechnet (-1 %; Quelle: VDA). Durch die nunmehr weltweite Ausbreitung des Coronavirus und der notwendigen Eindämmungsmaßnahmen ist mit einem deutlichen Rückgang bei den Automobilproduktions-/Zulassungszahlen weltweit zu rechnen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab und ist daher von einer hohen Unsicherheit und Volatilität geprägt. Zwar werden von den jeweils beteiligten Staaten enorme Konjunkturpakete auf den Weg gebracht, um die Wirtschaft zu stützen, jedoch werden die Gesamtauswirkungen hierdurch voraussichtlich lediglich abgemildert. Unter diesen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen wird insgesamt für das Geschäftsjahr 2020 von einem negativen Geschäftsverlauf ausgegangen. Auf Grundlage dessen erwartet die Geschäftsführung für 2020 bei geplanten Umsatzerlösen von rd. EUR 24 Mio. ein negatives Ergebnis von rd. EUR -3,0 Mio. Der ROS wird daher auf rund -12,4 % erwartet. Ab 2021 ergeben sich mit Verlagerung der Produktion und des Handelsgeschäfts für die Gesellschaft völlig veränderte Perspektiven. Insbesondere richten sich unsere Ziele nicht mehr auf die Erweiterung der Umsatzerlöse und des ROS aus. Die Geschäftstätigkeit wird sich auf die Bereiche außerhalb des operativen Geschäfts beschränken.
Essen, 4. September 2020 KOLEKTOR MAGNET TECHNOLOGY GmbH Bogo Miklavčič, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KOLEKTOR MAGNET TECHNOLOGY GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kolektor Magnet Techology GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kolektor Magnet Techology GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) fest gestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir machen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt 9. "Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres" des Anhangs sowie in den Abschnitten 2 "Allgemeiner Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen", 5 "Risikobericht" und 7 " Prognosebericht" des Lageberichts auf die beschlossene Verlagerung des Handelsgeschäfts und der Produktionskapazitäten nach Slowenien aufmerksam. Die gesetzlichen Vertreter führen hierzu aus, dass vor dem Hintergrund der rückläufigen Stückzahlen der vergangenen Jahre, bedingt durch die negative Branchenentwicklung und vor allem durch die Corona-Krise, die Gesellschafter für das Jahr 2020 umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen haben, die insbesondere die Verlagerung des operativen Geschäfts auf andere Gesellschaften der KOLEKTOR Gruppe vorsehen. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird sich künftig auf die Bereiche außerhalb des operativen Geschäfts beschränken. Mit gleichem Beschluss haben sich die Gesellschafter unter Verzicht auf jegliche Ein- bzw. Widerspruchsrechte dazu verpflichtet, die Gesellschaft mit finanziellen Mitteln so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachkommen kann. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 4. September 2020 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Joerg Schoberth, Wirtschaftsprüfer Christoph Couhorn, Wirtschaftsprüfer |
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