Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 88365
Vorher
Lectra Systemes (Deutschland) GmbH
Eingetragen
16.8.1989
Branche
Herstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung und die LederverarbeitungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwurf, Herstellung, Vertrieb. Aufstellung sowie Kundendienst für Systeme und Werkzeugmaschinen zur Arbeitsrationalisierung - Hardware - sowie Entwicklung und Verwertung damit im Zusammenhang stehender EDV-Programme - Software in Unternehmen einschließlich der damit verbundenden Beratung in organisatorischen Fragen, desweiteren Im- und Export sowie Vertrieb vorgenannter Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Juliane Sieber
seit 13.5.2024
Prokura
Mapenda Fame
seit 9.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.03% identifiziert99.93% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
J****** V****
0.03%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lectra S.A.FRA
99.93%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lectra S.A.
France
979.700 €
99.97%
J***** V****
300 €
0.03%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lectra Deutschland GmbH

Ismaning

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen des Geschäftsmodells

Die Lectra Deutschland GmbH fungiert als deutsche Vertriebsgesellschaft und ist eine Tochtergesellschaft der an der Euronext-Börse in Paris notierten Lectra S.A. Sie hat Betriebsstätten in Kroatien, Polen und Rumänien.

Lectra ist eines der weltweit führenden Unternehmen für integrierte Technologielösungen (Software, CAD/CAM und ergänzende Services) speziell ausgerichtet auf die Stoff-, Leder-, Textil- und Verbundwerkstoffindustrie. Dabei agiert Lectra auf zahlreichen Märkten wie der Automobilbranche (Autositze, Innenausstattung, Airbags), dem Modesektor (Bekleidung, Accessoires, Schuhe), der Polstermöbelbranche sowie einigen weiteren Marktsegmenten.

(Quellen: https://www.businesswire.com/news/home/20221215005220/en/Lectra%E2%80%99s-Ideation-on-the-Road-Wraps-Up-Three-City-Tour / https://textile-network.de/de/Business/Lectra-und-Gerber-Technology-Wie-geht-es-weiter)

Mit Hilfe industriespezifischer Soft- und Hardwarelösungen können die Kunden von Lectra die gesamte Wertschöpfungskette optimieren und automatisieren - vom Design über die Entwicklung bis hin zur Herstellung. Lectra wurde 1973 gegründet und bedient nunmehr seit 50 Jahren mit fast 2.500 Mitarbeitern Kunden in über 100 Ländern der Welt mit einem Netzwerk von 66 Niederlassungen. In 2022 betrug der weltweite Umsatz der Lectra-Gruppe 522 Millionen Euro. (https://www.lectra.com/sites/default/files/investors_files/Lectra-Rapport-Financier-2022-EN_0.pdf)

Entwicklung der Gesamtwirtschaft - Überblick

Die Weltwirtschaft stieg in 2022 um 1,9 %, gegenüber einer Erhöhung von 2,6 % in 2021. Die konjunkturelle Lage in Deutschland wurde stark geprägt durch den Russland-Ukraine-Krieg und auch die teilweise dadurch resultierenden extremen Erhöhungen der Energiepreise. Die aufgrund von Lieferengpässen explodierenden Preise für Roh- und Verbrauchsmaterialien, der massive Fachkräftemangel und eine noch andauernde Corona-Pandemie, auch wenn diese im Jahresverlauf nachließ, verschärften die Lage zusätzlich. Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019 konnte sich die deutsche Wirtschaft trotzdem gut behaupten und lag um 0,7 % höher.

(Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html)

Entwicklung der Textil- und Bekleidungsindustrie

Die Umsätze im Jahr 2022 fielen um 0,50 % gegenüber dem Jahr 2021. Der Bereich Bekleidung konnte ein sehr starkes Wachstum von 19,4 % erzielen, Textil um 7,7 %. Man muss allerdings berücksichtigen, dass es sich hier nur um einen nominalen Zuwachs handelt, denn durch die hohe Inflation, die enormen Energiekosten und der Knappheit bei Rohstoffen liegt die bereinigte Erhöhung nur bei ca. 12 % bzw. ist sogar eingebrochen um 6 %. Im Inland stieg der Umsatz um 7,6 % an, innerhalb der EU um sehr starke 15 % und im restlichen Ausland um 17,3 % (Bekleidung + 33,4 %, Textil + 10,8 %), wobei berücksichtigt werden muss, dass Coronabedingt von sehr niedrigen Basiszahlen ausgegangen wird.

(Quelle: Konjunkturbericht 02.2023 Gesamtverband textil+mode).

Im deutschen Einzelhandel konnte man in 2022 einen starken Anstieg um 8,2 % gegenüber 2021 verzeichnen. Preisbereinigt sieht die Situation schon etwas moderater aus mit einer Senkung um 0,3 %. Begrenzt wurde der enorme Aufschwung nur durch die extrem hohe Inflation. Der Versand- und Onlinehandel hingegen musste starke Umsatzeinbußen hinnehmen von 8,1 %, wobei man in 2021 durch die sehr restriktiven Coronamaßnahmen von sehr hohen Zuwächsen profitierte.

(Quelle: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/konjunktur-konsumeinbruch-ausgeblieben-einzelhan del-erzielt-2022-rekordumsatz/28908190.html)

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Mode war in den Jahren 2021 und 2022 sehr stark präsent. 88 % der Konsumierenden gaben laut Umweltbundesamt an, dass sich Modemarken für Umweltschutz einsetzen sollten, drei Viertel halten Nachhaltigkeit beim Modekonsum für grundsätzlich wichtig. Aber nur ein Drittel beachtet Umweltkriterien vor und beim tatsächlichen Kauf eines Kleidungsstücks. In 2023 stand vermutlich allerdings wieder der Preis für die Kaufentscheidung im Vordergrund.

(Quelle https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/faire-mode-fast-fashion-101.html)

Wie in den vergangenen Jahren beobachtete Lectra auch in 2022 einen sich weiter verfestigenden Trend in der Modebranche, das wachsende Potential im Onlinehandel sowie die ebenfalls wachsende Konkurrenz in eben diesem Sektor, um die eigene Strategie effektiv an die externen Konditionen adäquat zu adaptieren.

Auch der Langzeittrend, die eigene Digitalisierung voranzutreiben, ist bei Unternehmen und Markeninhabern ungebrochen - um beispielsweise organisatorisch auf veränderte Arbeitsgewohnheiten (Homeoffice und New Work) mit erhöhter Flexibilität schnell und effizient auf Unterbrechungen der Lieferketten reagieren zu können. Auch um Nachweise zur Nachhaltigkeit der Produkte im gesamten Wertschöpfungsprozess zu verwalten, ist eine Digitalisierung unabdingbar.

Die Lectra Gruppe, nach der Akquise von Gerber Technology (Connecticut, USA) Mitte 2021, ist auf Basis der langjährigen Erfahrung und Expertise innerhalb der Modeindustrie und darüber hinaus bestens gerüstet, um bestehende und neue Kunden sowohl bei kurzfristigen Trends als auch bei der langfristigen Optimierung mit unseren Innovationen zu unterstützen.

Auch in 2022 war Lectra in Sachen Akquisitionen nicht untätig: Lectra erwarb Glengo Teknoloji in der Türkei, einem ehemaligen Distributor von Gerber Technologies. Lectra holte sich hier Knowhow in Sachen Fashion an Bord.

(Quelle: https://www.lectra.com/sites/default/files/2022-04/pr-glengo-teknoloji-lectra-4-25-2022-en%5B61%5D_0.pdf)

Entwicklung der Automobilindustrie

Die Dynamiken im Automobilgeschäft weltweit waren in 2022 sehr unterschiedlich geprägt. Man schloss das Jahr zwar auf dem Niveau von 2021, dennoch blieben Europa, Japan und die USA hinter den Absatzzahlen von 2021, nur China konnte deutlich zulegen. Vor allem die stark gestiegenen Preise für Energie und Logistik, die Unsicherheiten ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, und nicht zuletzt der immer noch andauernde Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen haben den internationalen Markt stark beeinträchtigt und ein besseres Ergebnis verhindert.

In Europa wurden in 2022 11,3 Mio. Pkw zugelassen, was ein Minus von 0,5 Mio. und einem Rückgang von ca. 4 % bedeutet. Die umsatzstärksten Länder wie Italien, Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich mussten hohe Rückgänge bei den Neuzulassungen von bis zu 10 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, während in Deutschland die Neuzulassungen gegenüber 2021 um 1 % (im Vorjahr - 10 %) gestiegen sind.

(Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/230118_PM_Internationale_Automobilmaerkte_2022_Europa_ Japan_ und_USA_mit_Rueckgaengen)

In 2022 machte den OEMs - aber auch der Tier 1 - X Supply Chain - der Just-in-Time (JIT) Produktionsprozess große Probleme. Dieser wurde durch fehlende Verfügbarkeit von Halbleitern oder auch durch Krankheit fehlende Mitarbeiter stark beeinflusst. Außerdem gab es dem Prozess geschuldet auch keine ausreichenden Puffer, um diese Zeit der Engpässe zu überwinden.

[Quelle: https://www.automobil-industrie.vogel.de/die-fuenf-wichtigsten-automotive-trends-fuer-2022-a-1098951/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6159/umfrage/krankenstand-in-der-metall-und-elektroindustrie-seit-1991/)

Bei den Prognosen für die Neuzulassungen in 2023 kann man stetig nach oben korrigieren. Vor allem in Europa wurde im ersten Halbjahr ein starkes Plus von 18 % an Neuzulassungen verzeichnet. Dies liegt in der nun merklichen Entspannung der Materiallieferungen von Vorprodukten oder Rohstoffen begründet. Des Weiteren beeinflussen die nun sinkende Inflation oder auch die Änderungen in den Finanzierungskonditionen die Entwicklungen des Umsatzes, aber dies gibt noch keinen Grund zur Euphorie und Investitionen werden immer noch sehr zurückhaltend getätigt bzw. verschoben.

[Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/230720_PM_VDA_passt_Markt_und_Produktionsprognosen_an]

Entwicklung der Möbelindustrie

Die deutsche Möbelindustrie konnte im Jahr 2022 mit rund 7 % vergleichsweise stark zulegen auf 18,8 Mrd. EUR, was aber hauptsächlich durch Preisanpassungen begründet ist und um erhöhte Material- Energiekosten aufzufangen. Die Inlandsumsätze erhöhten sich im Vergleich zum Jahr 2021 um 5,4 %, und die Exporte zogen deutlich an um 9,8 %.

Die Polstermöbelindustrie konnte wiederholt mit einem Wachstum von 6,6 % punkten und profitierte von dem anhaltenden Trend in Deutschland, sich neu einzurichten. Für 2023 rechnete man anfangs noch mit einem ähnlichen Umsatz wie in 2022.

(Quelle: https://www.moebelindustrie.de/presse/3938/deutsche-moebelindustrie-steigert-umsatz-im-jahr-2022-um-knapp-7-prozent-auf-18-8-milliarden-euro.html + https://www.moebelindustrie.de/presse/3649/moebelindustrie-behauptet-sich-im-zweiten-pandemie-jahr.html)

Für 2023 sieht die Entwicklung der Möbelindustrie leider düster aus. Vor allem auf den Märkten, in denen Lectra Deutschland tätig ist, mussten Lectra Kunden starke Rückgänge der Auftragseingänge hinnehmen, besonders nach den Pandemiejahren mit übervollen Auftragsbüchern ein herber Schlag. Insbesondere in Deutschland sind die Nachrichten von vielen Insolvenzen von noch Inhaber geführten Familienunternehmen in der Branche geprägt.

(Quelle https://www.internetworld.de/e-commerce-strategien/moebelhandel-im-internet/moebelhersteller-handel-umsatzanstieg-in-2023-2842392.html + https://www.welt.de/wirtschaft/plus247019046/Moebelhersteller-Kurzarbeit-Werkschliessungen-Pleiten-Eine-sehr-aussergewoehnliche-Lage.html)

Die Beobachtung der letzten Jahre, dass sich Deutschland mehr und mehr zu einem Nischenmarkt mit einem Fokus auf Premiummöbel und Objektgeschäft (Hotels, Konferenzzentren, Systemgastronomie etc.) entwickelt, ist durch die Krisen in 2022 noch mehr verstärkt worden. Die Hersteller müssen hier verstärkt in 3D Technologie und Fertigungssysteme investieren, die vor allem kleine Losgrößen und Individualisierungen berücksichtigen. Lectra ist hier mit seinen Angeboten Design Concept 3D und Furniture on Demand bestens gerüstet.

Entwicklung der Lectra Deutschland GmbH

Um sich den ständig veränderten Marktbedingungen anzupassen, wurde auch in 2022 die Optimierung der Vertriebs- und Serviceaktivitäten weiterhin konsequent verfolgt. Die Fokussierung der Kundenbetreuungs-Teams auf Applikationen bzw. Märkte wurde weiter konsequent umgesetzt. Des Weiteren wurde der Bereich Pre-Sales aus dem Bereich Professional Service herausgelöst und dem jeweiligen Vertriebsdirektor untergeordnet, um noch näher am Kunden zu sein und die Kundenbindung zu stärken. So soll gewährleistet werden, die Chancen auf Erfolg im umkämpften Markt zu erhöhen.

Im Segment Fashion hat Lectra aus den bereits genannten Gründen das Thema Manufacturing vom Thema Brands & Retail separiert. Die Service Mitarbeiter werden ständig auf Kenntnisse im Bereich Industrie 4.0 geschult. Damit ist Lectra für die Anforderungen der Zukunft bestens gewappnet.

Natürlich war auch das Jahr 2022 durch die Pandemie geprägt - bedingt durch den starken Fokus auf Digitalisierung und Industrie 4.0 fähige Lösungen konnte Lectra im Bereich der Deutschland GmbH nur im Neukundengeschäft wachsen. In Zeiten von Isolierung bzw. Home-Office Tätigkeiten gestaltet es sich schwer, neue Kunden zu gewinnen. Darüber hinaus ist das Eingliedern von neuen Mitarbeiter*innen ebenfalls nicht problemlos über die Bühne gegangen.

Trotzdem wurde die Zeit gut genutzt, die Strukturen und Abläufe zu verbessern und es konnte auf Grund der finanziellen Stabilität, Kurzarbeit oder betriebsbedingte Entlassungen von Mitarbeiter*innen vermieden werden. Deswegen waren keinerlei kritische Abgänge von Expertise bzw. Knowhow zu verzeichnen und so konnte Lectra die Kundenbeziehung gut aufrechterhalten.

Lectra fokussiert sich verstärkt auf den Premiumsektor oder auf Unternehmen, die eine hohe digitale Kompetenz aufweisen, da hier der Customer Value Proposition von Lectra am stärksten greift und erwirbt daher immer wieder Firmen bzw. geht gezielt Partnerschaften ein, um sein innovatives Angebot zu erweitern.

Des Weiteren geht man davon aus, dass die Digitalisierung von Unternehmen im Mittelstand nun endlich weiter an Fahrt aufnehmen wird, da die Verschiebung vom Einzelhandel zum Einkaufen über Internetplattformen und Social Selling immer mehr und schneller an Bedeutung gewinnt. Vor allem im Fashion und Furniture Segment ist dies stark erkennbar.

(Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/online-handel-mit-starken-zuwaechsen-101.html).

Für 2022 war die Geschäftsführung anfangs viel zuversichtlicher, da die Pandemie mehr und mehr abflaute und die Konjunktur sich nach den schwächeren Jahren 2020 und 2021 wieder erholen sollte. Nichtsdestotrotz bremste die Halbleiterkrise in der Automobilbranche, durch die Lieferengpässe waren viele Produktionen immer noch sehr stark zurückgefahren. Auch die stark angestiegenen Preise für Rohmaterialien und Energiepreise machten den Kunden von Lectra schwer zu schaffen. Dies bremste deren Investitionsfreudigkeit sehr stark ein.

Durch die Aufhebung der strengen Restriktionen aufgrund der Pandemie und der Stabilisierung des Energiemarktes rechnete Lectra Deutschland in 2023 mit ansteigenden Auftragseingängen und Umsätzen. Doch die weiter anhaltende hohe Inflation und die dadurch mehrmals angehobenen Zinsen durch die Europäische Zentralbank verteuerten sich die Investitionen erheblich und wurden daher teilweise noch weiter heruntergefahren bzw. verschoben.

(Quelle https://www.forbes.com/advisor/de/geldanlage/was-ist-leitzins/)

Vermögens- und Finanzlage

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 60 auf T€ 375 gestiegen. Dies ist auf einen leicht verminderten Bedarf an Ersatzteilen und Betriebsmitteln zurückzuführen, vor allem in Polen aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage der dort ansässigen Möbelindustrie-Kunden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtszeitraum um T€ 901 auf T€ 2.912 erhöht. Dies resultiert unter anderem von den in Rechnung gestellten und noch nicht vereinnahmten Wartungsverträgen sowie für neues Equipment- und Software. Dieser Anstieg ist zudem durch steigende Preise infolge hoher Inflation getrieben, was höhere Rechnungssummen und viele offene Rechnungen zum Jahresende zur Folge hatte. Die dadurch bedingten Zahlungsverzögerungen spiegeln sich in einer Timing-Differenz wider, die dann Anfang des Folgejahres angegangen wurde.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 1.826 T€ auf 8.957 T€ gestiegen. Dabei erhöhte sich die Cash Pooling Forderung gegen die Muttergesellschaft in Frankreich um T€ 826 (T€ 7.549, VJ T€ 6.724), während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Muttergesellschaft um T€ 1.000 gestiegen sind. Es wurde kein Gewinn aus den Vorjahren an die Muttergesellschaft in Frankreich ausgeschüttet.

Die flüssigen Mittel sind um T€ 198 auf T€ 4.017 zurückgegangen und sind damit nahezu unverändert zum Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote beträgt 37,1 % (Vorjahr: 34,3 %). Die Erhöhung ist vor allem dem geschuldet, dass es zu keiner Gewinnausschüttung kam. Die Prognose für 2022 sah eine ähnliche Quote wie in 2021 vor und hat somit die Prognose leicht übertroffen.

Die Steuerrückstellungen haben sich um T€ 375 erhöht und resultieren daraus, dass im Jahr 2022 die errechnete Steuerschuld wesentlich höher ausgefallen ist als die bereits geleisteten Vorauszahlungen im selben Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen sind um T€ 176 auf T€ 718 (VJ T€ 893) gesunken. Die Senkung ist im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen für Boni (T€ -76), Abfindungen (T€ -35) und Abschluss- und Prüfungskosten (T€ -43) zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um T€ 698 verringert. Dies ist auf niedrigere Nachberechnungen am Jahresende von der Muttergesellschaft in Frankreich für Hardwarelieferungen und für Serviceverträge zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um T€ 115 auf T€ 489 (VJ T€ 374) gestiegen, was vor allem einem Anstieg der Steuerverbindlichkeiten geschuldet ist.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist um T€ 1.641 auf T€ 7.992 gestiegen. Es kam nur im geringen Umfang zu Kündigungen von Wartungsverträgen und Lectra konnte vor allem durch neu abgeschlossene Verträge inflationsbedingte Preissteigerungen an seine Kunden weitergeben. Daher ist der Posten für die passive Rechnungsabgrenzung im Vergleich zum Vorjahr stark erhöht.

Umsatz- und Ertragslage

Lectra Deutschland GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresumsatz von T€ 26.419 (Vorjahr: T€ 26.553). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine Umsatzsenkung von T€ 134 oder - 0,5 %. Maßgeblich für diese Entwicklung ist insbesondere die - zwar abklingende, jedoch für den Umsatzrückgang bedeutsame - Covid-19 Krise als auch der Russland-Ukraine-Krieg und der daraus resultierenden Knappheit von verschiedenen Ressourcen, welches zum Teil enorme Auswirkungen auf die Produktion der Kunden von Lectra hatte und in eine stark zurückhaltende Investitionstätigkeit derselben nach sich zog.

Der Umsatz aus Wartungsverträgen fiel wieder etwas höher aus, wobei die Erlöse bei den Maschinenverkäufen massiv um ca. 30 % eingebrochen sind. Dies konnte auch nicht durch das ebenfalls schwache Geschäft mit Ersatzteilen und Reparaturen im Vergleich zum Vorjahr ausgeglichen werden. Die im Umsatz ausgewiesene Erhöhung der Vertriebsprovisionen um T€ 1.164 gegenüber 2021 liegt darin begründet, dass Auslieferungen und damit Fakturierungen von der Muttergesellschaft im Vergleich zum Jahr 2021 nochmals sehr stark zugenommen haben, so dass es sich hierbei um eine Verschiebung der Umsätze auf mehr indirekte Aufträge handelt.

Während die Umsatzerlöse um 0,5 % gesunken sind, erhöhte sich der Materialaufwand um T€ 35 auf T€ 14.988, respektive 0,2 %. Dies ist auf den unterschiedlichen Produktmix und entsprechender Transferpreise der Muttergesellschaft zurückzuführen.

Die Gesellschaft hat in 2022 durchschnittlich 76 Mitarbeiter (Vorjahr: 86) beschäftigt. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um T€ 135 (+ 2,1 %) auf T€ 6.437. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage gab es einige Abgänge und nur wenige Neueinstellungen, dennoch erhöhten sich die Gehälter aufgrund inflationsbedingten Anpassungen sowie höher zu zahlenden Abfindungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen sind um T€ 1.433 (- 27,61 %) auf T€ 3.758 gesunken. Einerseits wurde wieder mehr an stattfindenden Messen teilgenommen (+ T€ 58) und die Vertriebsmitarbeiter konnten wieder mehr reisen aufgrund von weniger werdenden Restriktionen der Pandemie (+ T€ 293), andererseits waren im Vorjahr Belastungen durch die Mutter in Höhe von T€ 1.600 enthalten, die aber in Berichtsjahr 2022 unter dem Materialaufwand i.H.v. T€ 1.236 ausgewiesen werden.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.469 (Vorjahr: T€ 1.130).

Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss durch Umsatz dividiert) hat sich auf 5,6 % (Vorjahr: 4,9 %) im Geschäftsjahr erhöht. Während die Umsatzerlöse um 0,5 % gesunken sind, hat sich der Materialaufwand um 0,2 % erhöht, was auf einen geänderten Produktmix im Vergleich zu 2021 zurückzuführen ist: gesunkene Verkäufe von Software und Equipment, aber dafür stark erhöhte Direktverkäufe durch die Konzernmutter Lectra S.A., für welche Lectra Deutschland wesentlich höhere Provisionseinnahmen erzielte als im Jahr 2021. Die für 2022 prognostizierte erhöhte Umsatzrendite konnte daher leicht übertroffen werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsführung steuert das Unternehmen insbesondere über die Leistungsindikatoren: Eigenkapitalquote und Umsatzrendite.

Die Eigenkapitalquote wird im Abschnitt "Vermögens- und Finanzlage", die Umsatzrendite im Abschnitt "Umsatz- und Ertragslage" erläutert.

Es werden keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren verwendet.

Beschaffung

Die Beschaffung von Lectra-Hardware als auch der Softwarelizenzen erfolgt ausschließlich bei der Muttergesellschaft in Frankreich.

Finanzierungsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Finanzierungsmaßnahmen, die über die normale Geschäftstätigkeit hinausgehen, getätigt. Die Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen sind aus dem Anhang der Lectra Deutschland GmbH ersichtlich. Geschäfte zur Absicherung gegen Währungs-, Zins- und Kursrisiken sowie Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

a) Chancen der zukünftigen Entwicklung

In allen Hauptmärkten (Automobilbranche, Polstermöbelbranche, Textil- und Bekleidungsbranche) erwarten wir Innovationsschübe durch die zunehmende Digitalisierung, für die Lectra entsprechende Produkte anbieten wird.

Die Muttergesellschaft, die Lectra S.A., erwirbt immer wieder Firmen, um sein innovatives Angebot zu erweitern. In 2022 wurde ein ehemaliger Distributor von Gerber Technologies erworben: Glengo Teknoloji in der Türkei. Lectra hat hier wieder einen strategisch bedeutenden Partner und wichtiges Knowhow in Sachen Fashion an Bord geholt und ist hier dem Trend vieler anderer Firmen gefolgt, dass man im näheren Europäischen Ausland investiert, um näher zu den Abnehmerländern zu sein. Durch den Kauf dieser Gesellschaft wurde das Produktportfolio sowie die Kunden- und Mitarbeiterbasis des Konzerns wieder erweitert.

(Quelle: https://www.lectra.com/sites/default/files/2022-04/pr-glengo-teknoloji-lectra-4-25-2022-en%5B61%5D_0.pdf)

b) Risiken der zukünftigen Entwicklung und Risikomanagement

Als Vertriebstochter eines ausländischen Konzerns sehen wir keine nennenswerten künftigen Risiken der Geschäftsentwicklung, die sich auf die Lieferbereitschaft, Preisgestaltung und Produktakzeptanz beziehen.

Lediglich können sich strukturelle Veränderungen in den Vertriebs- und Abrechnungsmodalitäten ergeben und damit zu einem zugunsten der Muttergesellschaft erhöhten Geschäftsvolumen (die sich in höheren Vertriebsprovisionen, aber geringeren Umsatzvolumina) führen.

Da es sich bei der Lectra Deutschland GmbH um die Tochtergesellschaft einer französischen, börsennotierten Aktiengesellschaft handelt, ist die Gesellschaft verpflichtet, die Muttergesellschaft ständig über die Geschäftsentwicklung zu informieren. Das geschieht durch ein monatliches Reporting. Die Muttergesellschaft veröffentlicht pro Quartal entsprechend der Publizitätspflicht das Ergebnis des Konzerns.

Im Folgenden werden die Risiken des Unternehmens nach zunehmender Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft dargestellt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden wie folgt definiert:

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
< 5 % Gering
5 % bis 50 % Mittel
> 50 % Hoch

Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend, je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, zwischen gering und erheblich definiert.

Grad der Auswirkung Definition der Auswirkung
Gering Geringe Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Moderat Moderate Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Hoch Erhebliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Liquidätsrisiken:

Kundenseitige Risiken werden durch Bonitätsprüfung und der strikten Einhaltung der Zahlungsmodalitäten (in der Regel 50 % Anzahlung bei Vertragsunterzeichnung, 40 % bei Lieferung und 10 % nach Installation) sowie der Vereinbarung eines Eigentumsvorbehalts in Deutschland und im EU-Ausland weitgehend minimiert. Bei Bestellung erfolgt eine Weiterbearbeitung des Auftrages erst nach Eingang der Anzahlung. Das Mahnwesen der Gesellschaft wird weiterhin konsequent durchgeführt. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit daher als gering ein. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wäre gering.

Serviceverträge werden in der Regel bereits am Ende der Vertragslaufzeit für das kommende Leistungsjahr in Rechnung gestellt bzw. unterjährig vor dem Auslaufen der meist einjährigen Vertragslaufzeit fakturiert und durch die Kunden bereits im Voraus bezahlt, um mögliche Risiken einzuschränken. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit daher als gering ein. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wäre gering.

Absatzrisiken:

Der seit Ende Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine hat enorme Preisanstiege befeuert, da durch die immer weniger werdenden und letztendlich gänzlich gestoppten Gaslieferungen aus Russland zu einer großen Verschiebung zu einer extrem teuren Energieversorgung über alle Branchen die Produktionskosten vor allem in Europa explodieren lies und nach Meinung der Geschäftsführung sehr lange viele Unsicherheiten bei den Entscheidungen zu Investitionen mit sich brachte.

(Quelle: https://efi-net.de/energiemarktbericht-vom-23-juni-2022/) Der Konflikt in Nahost hat keinen Einfluss auf das Umsatzgeschäft der Lectra Deutschland GmbH.

Das Geschäftsmodell mit dem starken Fokus auf wiederkehrenden Umsätzen bestand auch in 2022 wieder eine starke Belastungsprobe und hat sich erneut bewährt. Lectra verzichtete weiterhin bewusst auf Kurzarbeit, um das Team unter Zug zu halten und die Resilienz, die über Jahre aufgebaut wurde, zu erhalten.

Daher war Lectra in der Lage, schnell zu agieren, wenn sich Chancen für neue Geschäfte ergaben. Lectra betreibt weiterhin effektives Kostenmanagement und verfolgt insbesondere das Projekt "Value for Customers", um möglichen Servicevertragskündigungen entgegenzuwirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden daher als mittel eingestuft. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wäre moderat.

IT-Risiken können durch die immer größere Vernetzung durch, z. B. Netzwerke, die ausfallen, oder Externe, die in unsere Systeme unrechtmäßig eingreifen, entstehen. Die Gesellschaft erstellt diverse Sicherungsmaßnahmen zum Backup bei Ausfällen. Vor Ort werden Maßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, verschlüsselte E-Mails und strenge Zugriffskontrollen erstellt. Regelmäßig werden alle Mitarbeiter im richtigen Umgang mit z. B. Phishing E-Mails geschult. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit daher als gering ein. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wäre moderat.

ESG-Risiken (Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance)) spielen zunehmend eine wichtige Rolle in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens. Auf Konzernebene werden Strategien entwickelt und bei der Produktentwicklung in neue Technologien investiert, um die Risiken zu minimieren. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel eingestuft. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wäre gering.

Risiken bestehen für die Lectra Deutschland hauptsächlich in der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter bzw. der Fluktuation im eigenen Unternehmen. Der äußerst positive Arbeitsmarkt vor allem im Süden Deutschlands bedeutet eine große Herausforderung bei der zeitnahen Einstellung neuer Mitarbeiter.

Die Risiken in Bezug auf die Umsetzung einer Wachstumsstrategie sowie der zeitnahen Besetzung von Schlüsselpositionen werden daher als moderat eingestuft. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wäre gering.

Alle zum 31. Dezember 2022 erkennbaren Risiken sind, soweit erforderlich, durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt. Es liegen derzeit keine bestandsgefährdenden Tatsachen vor und die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Zweigniederlassungen

Die folgenden Zweigniederlassungen der Lectra Deutschland GmbH bestanden zum 31. Dezember 2022:

 

Lectra Deutschland GmbH Sp. z o.o., Oddział w Polsce

ul. Wisniowa 40/12, 02-520 Warschau, Polen (14 Mitarbeiter; Jahresumsatz T€ 5.094)

 

Lectra Deutschland Srl, Ismaning Sucursala Cluj

32A Avram Iancu Street, 400083 Cluj Napoca, Rumänien (12 Mitarbeiter; Jahresumsatz T€ 4.637)

 

Lectra Deutschland GmbH Glavna podruznica Zagreb

Buzinski prilaz 10, 10010 Zagreb, Kroatien (5 Mitarbeiter; Jahresumsatz T€ 3.670)

Die Zweigniederlassungen sind für die Vertriebs- und Serviceaktivitäten in den jeweiligen Ländern zuständig.

Vorschau 2023 und 2024

Umsatz

Für die Lectra Deutschland GmbH sank der Umsatz in 2022 um 0,5 % auf € 26,4 Mio. Produktneuerungen und die strategische Unternehmensausrichtung werden langfristig Umsatzsteigerungen nach sich ziehen. Strategisch sehr wichtige Produktinnovationen, mit wesentlichen Umsatzimpulsen werden im Rahmen der Digitalisierungsstrategie "Lectra 4.0" erwartet.

Da die gesetzlichen Beschränkungen wegen COVID 19 in 2022 fast alle aufgehoben wurden, würde man einen höheren Umsatz als in 2021 erwarten. Da es seit Ende 2021 aber zu Lieferengpässen und den daraus resultierenden Preissteigerungen bei Roh- und Verbrauchsmaterialien in allen Wirtschaftszweigen gekommen ist, führt dies zu weiterhin zurückhaltenden Investitionen der Kunden von Lectra.

Die zukünftige Umsatzerwartung basiert auf einer unverändert gleichbleibenden strukturellen Vertriebs- und Abrechnungsmethodik, die sich je nach Gestaltung des jeweiligen Kundenvertrages zugunsten der Muttergesellschaft oder der Vertriebsregion ergeben kann.

Lectra geht davon aus, dass sie sich zukünftig positiv entwickeln werden, da das Lectra Produkt Portfolio auf Digitalisierung und Industrie 4.0 ausgerichtet ist. Die Covid-19 Pandemie hat diese Entwicklung sogar angekurbelt. Für 2023 konnte Lectra Deutschland trotz vieler negativer Einflüsse eine moderate Umsatzsteigerung in Höhe von ca. 5 % gegenüber 2022 erzielen. Vor allem wurde dieses Ergebnis erzielt trotz der weiter anhaltenden Zurückhaltung bei Investitionen in allen Bereichen.

Auch für 2024 planen wir mit einer Umsatzsteigerung von ca. 8-10 % wobei ein starkes Augenmerk auf die Kostenkontrolle gelegt wird. Wir erwarten daher, dass auch in 2024 eine leicht höhere Umsatzrendite als in 2022 und 2023 erreicht werden kann.

Ergebnis

Auf Grundlage des mit der Muttergesellschaft geschlossenen Distributionsvertrages wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein positives Jahresergebnis erzielt (T€ 1.469). Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir auf Basis der vorläufigen Zahlen ein Ergebnis nach Steuern in ähnlicher Höhe. Dies resultiert aus geplanten Umsatzsteigerungen aber auch gleichzeitig, aufgrund der Inflation, gestiegenen Kosten mit einer etwas moderaten Erhöhung des Jahresergebnisses gegenüber 2022.

Ziele, Erwartungen und Chancen der zukünftigen Entwicklung

In allen Zielmärkten finden nach wie vor strukturelle Veränderungen statt, hervorgerufen durch schnelle und stark schwankende, wirtschaftliche Zyklen, welche mehr denn je, stärkere und schnellere Veränderungen mit sich bringen.

Durch die technologische Innovationsfähigkeit des Mutterkonzerns sieht sich das Unternehmen auch in den kommenden Jahren als technologischer Marktführer. In 2022 wurde das Unternehmen Glengo Teknoloji in der Türkei erworben. Diese Akquisition wird die Marktführerschaft noch weiter ausbauen.

(Quelle: .lectra.com/sites/default/files/2022-04/pr-glengo-teknoloji-lectra-4-25-2022-en%5B61%5D_0.pdf)

In 2023 ist der Einfluss der Covid-19 Krise am Abklingen, dennoch ist der Einfluss des Russland-Ukraine-Kriegs und den daraus resultierenden Lieferengpässen bei Roh- und Verbrauchsmaterialien immer noch stark zu spüren, vor allem im Equipmentgeschäft, aufgrund von Verschiebungen von Investitionen auf spätere Quartale bzw. Jahre. Der Nahost-Krieg hingegen hat keine Auswirkungen auf die Lectra Deutschland GmbH. Für 2023 ist dennoch auf Basis des vorläufigen Ergebnisses die Erwartung, dass der Gewinn etwas höher ausfallen wird wie in 2022.

2022 wurde eine Umsatzrendite in Höhe von 5,6 % erwirtschaftet (2021: 4,9 %). Für 2023 hat Lectra eine leicht höhere Umsatzrendite erwirtschaften können und in 2024 erwarteten wir erneut eine leicht höhere Umsatzrendite als in 2022 bzw. 2023.

Die Eigenkapitalquote lag zum 31.12.2022 bei 37,1 % (2021: 34,3 %). Auch für 2023 haben wir auf Basis der vorläufigen Zahlen eine leicht höhere Eigenkapitalquote als in 2022 erzielt, da voraussichtlich wieder keine Gewinnausschüttung zu berücksichtigen ist. Für 2024 gehen wir dann von einer ähnlichen Eigenkapitalquote wie in 2023 aus.

 

Ismaning, den 29. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Mapenda Fame

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Lectra Deutschland GmbH, Ismaning

Amtsgericht München HRB 88365

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.092 7.379
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.671 70.906
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 370.694 311.259
2. Geleistete Anzahlungen 4.168 3.272
374.862 314.531
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.912.247 2.011.028
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.957.202 7.131.069
3. Sonstige Vermögensgegenstände 314.083 327.829
12.183.531 9.469.926
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.016.893 4.214.744
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.620 76.438
16.735.669 14.153.924

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 980.000 980.000
II. Kapitalrücklage 1.533.825 1.533.825
III. Bilanzgewinn 3.694.784 2.226.279
6.208.609 4.740.104
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 406.330 30.727
2. Sonstige Rückstellungen 717.748 893.463
1.124.078 924.190
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 373.637 571.065
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 145.780 93.850
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 402.140 1.099.676
4. Sonstige Verbindlichkeiten 489.476 374.204
(davon aus Steuern € 400.147; Vorjahr € 269.072)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 39.766; Vorjahr € 34.486)
1.411.033 2.138.795
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.991.950 6.350.834
16.735.669 14.153.924

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Lectra Deutschland GmbH, Ismaning

Amtsgericht München HRB 88365

2022
2021
1. Umsatzerlöse 26.419.377 26.553.136
2. sonstige betriebliche Erträge 554.662 1.425.320
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.632.412 -9.677.408
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.355.108 -5.275.258
-14.987.521 -14.952.665
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.586.870 -5.408.214
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -850.393 -893.821
-6.437.263 -6.302.035
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -42.866 -51.733
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.757.583 -5.191.070
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.238 36.164
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -41 -40.451
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -374.794 -340.224
10. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.472.210 1.136.442
11. sonstige Steuern -3.706 -5.946
12. Jahresüberschuss 1.468.504 1.130.496
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.226.280 2.502.129
14. Ausschüttung 0 -1.406.346
15. Bilanzgewinn 3.694.784 2.226.279

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Lectra Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Ismaning und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B Reg. Nr. 88365).

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB vollständig in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB enthaltenen Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Währungsumrechnung

Folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern bewegen sich zwischen 3 und 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird aus Vereinfachungsgründen handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten nach dem Durchschnittsverfahren zuzüglich eines Frachtkostenzuschlags, oder falls erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Ersatzteile und technisches Material werden im Rahmen einer Reichweitenanalyse, bei deren Berechnung auch der Verbrauch der letzten sechs bzw. zwölf Monate berücksichtigt wird, wertberichtigt.

Die Forderungen sind zu Nennwerten angesetzt. Bei den entstandenen Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zu Nennwerten bewertet.

Für Ausgaben/Einnahmen bis zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen/Erträge für eine bestimmte Zeit in Folgejahren darstellen, werden aktive/passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das Eigenkapital ist zu Nennwerten bilanziert.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung - unter Beachtung des Vorsichtsprinzips - ermittelt. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum historischen Anschaffungskurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Stichtag werden die betroffenen Bilanzpositionen zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses gem. §256a HGB am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Gewinne und Verluste aus Kursänderungen, die bis zum Bilanzstichtag eingetreten sind, sind berücksichtigt.

Die Umrechnung der Abschlüsse der Zweigniederlassungen aus Polen, Rumänien und Kroatien erfolgte unterjährig jeweils zum Durchschnittskurs des entsprechenden Monats. Eine Anpassung der Bilanzpositionen zum Stichtagskurs wurde zum Jahresende vorgenommen.

Die Umsatzrealisierung wird bei Lieferungen nach Gefahrenübergang und bei Leistungen bei Leistungserbringung vorgenommen.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktive Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Urlaubsrückstellungen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen T€ 70 (VJ T€ 78)

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagegitter am Ende dieses Anhangs dargestellt.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 2.912 (VJ T€ 2.011)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Werthaltigkeit wurde einzeln geprüft und eine entsprechende Wertberichtigung in Höhe von T€ 85 (Vorjahr: T€ 58) eingestellt.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen T€ 8.957 (VJ T€ 7.131)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.408 (VJ T€ 408) gegen die Muttergesellschaft und einer Cash Pooling Vereinbarung mit der Muttergesellschaft (T€ 7.549, VJ T€ 6.724). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Cash Pooling Vereinbarung kann jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.

4. Sonstige Vermögensgegenstände T€ 314 (VJ T€ 328)

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Wesentlichen besteht dieser Posten aus Reisekostenvorschüssen an Mitarbeiter (T€ 28), Kautionen (T€ 49) und Steuervorauszahlungen an das Finanzamt (T€ 225).

5. Flüssige Mittel T€ 4.017 (VJ T€ 4.215)

Die Flüssigen Mittel enthalten Guthaben auf den Geschäftskonten, Tages- und Festgeldkonten sowie Kassen.

6. Rechnungsabgrenzungsposten T€ 91 (VJ T€ 76)

Die aktive Abgrenzung resultiert im Wesentlichen aus Vorauszahlungen für Leistungen die erst im Geschäftsjahr 2023 stattfinden.

7. Eigenkapital T€ 6.209 (VJ T€ 4.740)

Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 980 und ist voll eingezahlt.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Gewinnvortrag zum 1.1. 2.226 2.502
Ausschüttungen 0 -1.406
Jahresüberschuss 1.469 1.130
Bilanzgewinn zum 31.12. 3.695 2.226

8. Steuerrückstellungen T€ 406 (VJ T€ 31)

Die Steuerrückstellungen haben sich um T€ 375 erhöht und resultieren daraus, dass im Jahr 2022 die errechnete Steuerschuld wesentlich höher ausgefallen ist als die bereits geleisteten Vorauszahlungen im selben Jahr.

9. Sonstige Rückstellungen T€ 718 (VJ T€ 893)

Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf Boni und Provisionen T€ 308, noch nicht genommene Urlaubstage T€ 99, Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten T€ 63 sowie ausstehende Rechnungen T€ 93.

10. Verbindlichkeiten T€ 1.411 (VJ T€ 2.139)

Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr bereits, sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen T€ 374 (VJ T€ 571) sowie aus Lieferungen und Leistungen T€ 146 (VJ T€ 94). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 402 (VJ T 1.100) resultieren aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Muttergesellschaft. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer T€ 290 (VJ T€ 180) und Lohn- und Kirchensteuer T€ 109 (VJ T€ 89). Besicherungen bestehen nicht.

11. Passive Rechnungsabgrenzung T€ 7.992 (VJ T€ 6.351)

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Geschäftsjahr 2022 berechnete und vereinnahmte Vorauszahlungen für Serviceverträge und Trainings, die im folgenden Geschäftsjahr erfüllt werden.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich nach Produktgruppen wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Maschinenwartung 12.014 11.760
Maschinen- und Softwareverkäufe 2.573 3.706
Ersatzteile 4.331 5.046
Betriebsmittel 4.003 3.713
Schulungen 984 897
Vertriebsprovision 2.086 922
Reparaturen 187 324
Installationen 222 152
Andere Leistungen 22 34
Skonti -3 -2
Umsatzerlöse 26.419 26.553

Die Umsatzerlöse setzen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Deutschland 13.007 12.387
Polen 5.094 6.099
Rumänien 4.628 4.390
Kroatien 3.671 3.644
Sonstige 22 34
Skonti -3 -2
Umsatzerlöse 26.419 26.553

2. Sonstige betriebliche Erträge T€ 555 (VJ T€ 1.425)

Dieser Posten betrifft im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge T€ 160 (VJ T€ 196), periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen T€ 8 (VJ T€ 57) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 11 (VJ T€ 245). Auf Währungserträge entfallen T€ 77 (VJ T€ 40).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen T€ 3.758 (VJ T€ 5.191)

Dieser Posten betrifft im Wesentlichen Reisekosten T€ 715 (VJ T€ 420), KFZ-Kosten T€ 490 (VJ T€ 477), Externe Dienstleistungen/Outsourcing T€ 744 (VJ T€ 758), Marketing T€ 100 (VJ T€ 42), Personalbeschaffungskosten T€ 174 (VJ T€ 227), Büromiete T€ 245 (VJ T€ 242), Telefon- und Portokosten T€ 105 (VJ T€ 115), Beratungs- und Prüfungskosten T€ 312 (VJ T€ 298) und Management Fees T€ 416 (VJ T€ 219). Transferpreisanpassungen (1.236 T€) werden im Gegensatz zum Vorjahr (1.600 T€) im Materialaufwand gezeigt. Aus Währungsumrechnung ergibt sich ein Aufwand in Höhe von T€ 98 (VJ T€ 57). Es gab keine Periodenfremde Aufwendungen (VJ T€ 410).

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge T€ 98 (VJ T€ 36)

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen resultieren T€ 87 (VJ T€ 36) aus der Cash Pooling Vereinbarung mit der Muttergesellschaft.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag T€ 375 (VJ T€ 340)

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. T€ -54 sind periodenfremd.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Hier handelt es sich um Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen zum 31. Dezember 2022:

TEUR
Fällig 2023 495
Fällig 2024 - 2027 1.108
Fällig nach 2028 0
1.603

Die Societe Generale S.A., Frankfurt hat für die Lectra Deutschland GmbH eine Avallinie in Höhe von € 1 Mio. zur Verfügung gestellt.

2. Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 76 (Vorjahr: 86) Mitarbeiter beschäftigt, davon 38 im Vertrieb, 23 im Service und 15 in der Verwaltung.

3. Geschäftsführung

 

Mapenda Fame, Vice President Finance EMEA, München (ab 04.01.2024)

 

Holger Max-Lang, President NEMEESA, München (bis 03.01.2024)

Der Geschäftsführer vertritt stets einzeln. Auf die Angabe der Organbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Muttergesellschaft

Muttergesellschaft ist die Lectra S.A., Paris, Frankreich, die 99,97 % der Geschäftsanteile der Gesellschaft hält (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft, in den die Gesellschaft einbezogen ist, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich sowie beim französischen Handelsregister unter Nummer 300 702 305 R.C.S. Paris.

5. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss beträgt T€ 1.469. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2022 und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Nach dem 31. Dezember 2022 sind ansonsten keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz - und Ertragslage der Gesellschaft zu erwarten ist.

 

Ismaning, den 29. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Mapenda Fame

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Gesamt
01.01.2022
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 222.455 -667 3.494 1.471 223.811
222.455 -667 3.494 1.471 223.811
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 668.858 -878 30.732 27.816 670.896
668.858 -878 30.732 27.816 670.896
Anlagevermögen gesamt 891.313 -1.545 34.226 29.287 894.707
Aufgelaufene Abschreibungen
Gesamt
01.01.2022
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 215.077 -664 6.778 1.471 219.719
215.077 -664 6.778 1.471 219.719
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 597.952 -1.054 36.088 27.762 605.224
597.952 -1.054 36.088 27.762 605.224
Anlagevermögen gesamt 813.029 -1.718 42.866 29.233 824.944
Restbuchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.092 7.378
4.092 7.378
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.671 70.905
65.671 70.905
Anlagevermögen gesamt 69.763 78.284

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lectra Deutschland GmbH, Ismaning

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lectra Deutschland GmbH, Ismaning, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lectra Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Petra Hälsig, Wirtschaftsprüfer

Kerstin Krauß, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 31. Mai 2024 festgestellt.

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