WINCOR NIXDORF Facility GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandra Morgner seit 13.10.2025 | Prokura |
Matthias Gök seit 2.9.2020 | Prokura |
Jörn Förster seit 22.7.2019 | Geschäftsführer |
Daniel Saak seit 22.7.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Diebold Nixdorf, Inc. | 57.80% |
Diebold Nixdorf Dutch Holding B.V. | 42.20% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
Diebold Nixdorf Finance Germany GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WINCOR NIXDORF International GmbHPaderbornJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Gesellschaftsrechtliche Grundlagen
Allgemeine AngabenDie Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, (im Folgenden auch "DNHG)" ist die alleinige Gesellschafterin der WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, (im Folgenden auch "WINCOR NIXDORF International GmbH" oder "WNI"). Die WNI ist Organgesellschaft einer ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit der DNHG. Darüber hinaus besteht zwischen der WNI und der DNHG ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der WNI ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Alle Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, in TEUR. Aus diesem Grund können Rundungsdifferenzen auftreten. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAnlagevermögenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Entwicklungskosten werden als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert, wenn verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt werden. Eine Aktivierung wird vorgenommen, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und die Gesellschaft sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögensgegenstand zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte Entwicklungskosten werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die jeweilige durchschnittliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Sofern die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten beinhalten nur der Erstellung des immateriellen Vermögensgegenstandes direkt zurechenbare und aktivierungsfähige Kosten. Neben den direkt zurechenbaren Kosten werden auch anteilig Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt. Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt längstens fünf Jahre. Zugänge im laufenden Geschäftsjahr werden nach Maßgabe des Zugangsmonats und unter Anwendung der pro rata temporis Regel abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sachanlagen beinhalten technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Sie werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - außer bei geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau - abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen und Verwaltungskosten. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt. Die Abschreibungsdauer beträgt höchstens 15 Jahre, wobei auch Zugänge bei den Sachanlagen unter Anwendung der pro rata temporis Regel abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Einzelanschaffungskosten von weniger als EUR 250,00 netto) schreiben wir im Zugangsjahr in voller Höhe ab. Für Sachanlagen mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 sind Sammelstammsätze angelegt worden, die über drei bis fünf Jahre abgeschrieben werden. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist. UmlaufvermögenDie in den Vorräten enthaltenen Handelswaren sind jeweils einzeln zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie für Länderrisiken gebildet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, die die individuellen historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kunden pauschaliert berücksichtigen. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der DNHG, werden keine latenten Steuern bilanziert. Zudem besteht mit der DNHG, eine umsatzsteuerliche und ertragsteuerliche Organschaft. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. RückstellungenDie Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode). Dabei werden diese nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Zinssatz abgezinst. Bei der Bewertung werden wie im Vorjahr die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Per 31. Dezember 2023 wurden folgende Parameter angesetzt:
Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Bis zum Bilanzstichtag 30. September 2016 war demgegenüber der durchschnittliche Marktzinssatz zu verwenden, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben hatte. Der sich aus diesen unterschiedlichen Zeiträumen ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 765 (i. Vj. TEUR 3.133) und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der BilMoG Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen auf TEUR 971 (i. Vj. TEUR 1.943). Zur insolvenzrechtlichen Absicherung der Pensionsrückstellungen der WNI und anderen Konzerngesellschaften werden im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements Beteiligungen mit einem Wert von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 25), Wertpapiere des Umlaufvermögen mit einem Wert von TEUR 170.095 (i. Vj. TEUR 171.667), Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.002 (i. Vj. TEUR 7.495), Steuerforderungen aus Kapitalertragsteuer TEUR 266 (i. Vj. TEUR 396), sonstige Vermögensgegenstände mit einem Wert von TEUR 55 (i. Vj. TEUR 24) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.692 (i. Vj. TEUR 1.894), treuhänderisch von der Alme Pensions-Stiftung, Paderborn, verwaltet. Nach handelsrechtlichen Grundsätzen sind die Voraussetzungen zur Saldierung mit den Pensionsverpflichtungen nicht gegeben. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Altersteilzeit werden für Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge abgeschlossener Verträge gebildet. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 1,08 % (i. Vj. 0,58 %) und einer Gehaltsdynamik von 2,75 % (i. Vj. 2,75 %). Gewährleistungsrückstellungen spiegeln im Wesentlichen die geschätzten zukünftigen Kosten zur Erfüllung vertraglicher Anforderungen bezüglich verkaufter Waren wider. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Bei den sonstigen Rückstellungen werden zukünftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Der Erfolgsausweis aus Änderungen des Abzinsungssatzes erfolgt innerhalb des Finanzergebnisses. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung laufende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß §256a HGB die Prinzipien der Anschaffungskosten-Obergrenze und das Imparitätsprinzip nicht angewendet. Erträge und AufwendungenUmsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Lieferungen und Leistungen umfassen die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelsware. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten die Sach- und Personalkosten der Entwicklungsbereiche. Durch die Erfassung der Kosten auf unterschiedlichen Kontierungsobjekten kann zwischen aktivierungsfähigen und nicht zu aktivierenden Entwicklungskosten unterschieden werden. Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen und des Außendienstes die Kosten der Werbung und der Logistik. In den Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen. Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung von Wertpapieren des Umlaufvermögens werden im Geschäftsjahr 2023 in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen. SteuernAlle Verpflichtungen oder Ansprüche, die im Geschäftsjahr entstanden sind, sind nach den für die Gesellschaft maßgeblichen Steuervorschriften berücksichtigt. Die Gesellschaft ist für ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Zwecke Organgesellschaft der DNHG. Es ergeben sich insoweit keine im Geschäftsjahr zu berücksichtigenden Erstattungsansprüche oder Nachzahlungsverpflichtungen aus Steuern. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagespiegel dargestellt. Dieser ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen mit TEUR 15.383 selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände und mit TEUR 178 entgeltlich erworbene Lizenzen. Die Beträge im Sinne des §268 Abs.8 HGB belaufen sich auf TEUR 26.301 (i. VJ. TEUR 21.059) und betreffen die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen mit TEUR 2.257 im Wesentlichen PCs und Datenverarbeitungsanlagen. 2. FinanzanlagenDie Entwicklung der einzelnen Posten der Finanzanlagen des Geschäftsjahres 2023 werden ebenfalls im Anlagespiegel aufgezeigt. Die Abgänge der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen betreffen im Wesentlichen die bereits im Vorjahr vollständig abgeschriebenen Anteile an der AEVI International GmbH, Paderborn, welche im Geschäftsjahr ohne Realisation eines Veräußerungsgewinns veräußert wurden. Die Abgänge hieraus belaufen sich auf jeweils TEUR 11.159. Die Zugänge der Abschreibungen auf Finanzanlagen des Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt TEUR 14.748 betreffen im Wesentlichen mit TEUR 7.534 zum einen die Abschreibung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen der CI Tech Sensors AG, Burgdorf, Schweiz, welche aufgrund von voraussichtlicher dauernder Wertminderung vollständig außerplanmäßig abgeschrieben wurden. Zum anderen wurde die Beteiligung an der Diebold Nixdorf de Mexico, S. A. de C. V., Mexiko, ebenfalls aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderung vollständig außerplanmäßig in Höhe von TEUR 7.196 abgeschrieben. Der betreffende Aufwand ist in den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten. 3. Vorräte
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Gesellschafterin, DNHG, Forderungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 14.819). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 91.260 (i. Vj. TEUR 92.498) enthalten. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden in Höhe von TEUR 321 (i. Vj. TEUR 420) zur insolvenzrechtlichen Absicherung der Pensionsrückstellungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement treuhänderisch von der Alme Pensions-Stiftung, Paderborn, verwaltet. 5. Sonstige WertpapiereDie WNI hat Teile des Pensionsvermögens in den Spezialfonds WN Invest 1425 (Aktienfonds LBBW) investiert. Der Buchwert des Vermögens beträgt per 31. Dezember 2023 TEUR 51.029 (i. Vj. TEUR 51.029). Der Marktwert beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 83.613 (i. Vj. TEUR 75.064). Der Fonds ist zu 42,28 % in US-Dollar, 40,88 % in EUR, 7,58 % in Schweizer Franken, 4,19 % in Dänischen Kronen, 3,95% in Britischen Pfund und 1,13 % in Schwedischen Kronen investiert. Die WNI hat Teile des Pensionsvermögens in den gemischten Aktien- und Rentenfonds Alme Invest (DJE-Segment2 LBBW) investiert. Der Buchwert des Vermögens beträgt per 31. Dezember 2023 TEUR 62.000 (i. Vj. TEUR 62.000). Der Marktwert beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 70.211 (i. Vj. TEUR 69.981). Der Fonds ist überwiegend in EUR (68,04 %), US-Dollar (22,28 %) und Schweizer Franken (2,69 %) investiert. Der Marktwert der im Geschäftsjahr 2013/2014 erworbenen Industrie-Anleihen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.004 (i. Vj. TEUR 2.658). Die fortgeführten Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 2.905 (i. Vj. TEUR 2.905). Im Geschäftsjahr 2015/2016 sind drei offene Immobilienfonds erworben worden. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 11.913. Der aktuelle Marktwert beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 11.540 (i. Vj. TEUR 11.667). Der im Geschäftsjahr 2019 von der Wincor Nixdorf Pension Malta Asset Management Civil Partnership, St. Julian's (Malta) zu einem Wert von TEUR 48.547 übertragene LRI Rentenfonds hat zum 31. Dezember 2023 einen Marktwert von TEUR 41.522 (i. Vj. TEUR 44.312). Die Fondsanteile werden zur insolvenzrechtlichen Absicherung der Pensionsrückstellungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch von der Alme Pensions-Stiftung, Paderborn verwaltet. Die Wertänderungen werden nach dem Niederstwertprinzip erfasst. 6. Guthaben bei KreditinstitutenDie Guthaben bei Kreditinstituten betragen TEUR 25.654 (i. Vj. TEUR 16.428). Von den Guthaben bei Kreditinstituten werden zur insolvenzrechtlichen Absicherung der Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement TEUR 3.002 (i. Vj. TEUR 7.495) treuhänderisch von der Alme Pensions-Stiftung, Paderborn, verwaltet. 7. Aktive RechnungsabgrenzungspostenDer Rückgang in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 648 auf TEUR 4.181 (i. Vj. TEUR 4.829) resultiert im Wesentlichen aus geringeren geleisteten Vorauszahlungen für Informationstechnologie. 8. Rückstellungen
Folgende Sachverhalte sind in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt:
9. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 17.815). Die Verbindlichkeiten hatten im Vorjahr eine Laufzeit bis zum 20. Juli 2026 und wurden bereits im Geschäftsjahr 2023 vollständig getilgt. 10. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
11. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.976 (i. Vj. TEUR 15.900) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 12. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben mit TEUR 366.087 (i. Vj. TEUR 366.656) wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Davon bestehen gegenüber der Gesellschafterin DNHG Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 93.152 (i. Vj. TEUR 0). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 64.736 (i. Vj. TEUR 140.228) enthalten. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditfazilität in Höhe von TEUR 300.000. Die Kreditfazilität hat eine Laufzeit bis zum 8. August 2025 und verlängert sich automatisch um 12 Monate, soweit diese nicht ordentlich durch eine Partei fristgerecht gekündigt wird. 13. Sonstige VerbindlichkeitenBei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich hauptsächlich um Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung in Höhe von TEUR 3.443 (i. Vj. TEUR 3.522) und kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 2.253 (i. Vj. TEUR 3.775). Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 698 (i. Vj. TEUR 997) Verbindlichkeiten aus Lohn-, Kirchen- und Quellensteuer. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 8.075 (i. Vj. TEUR 11.670) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 68) eine Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAbschlussgliederungDie Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB. Periodenfremde Aufwendungen/ErträgeDie periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 139 (i. Vj. TEUR 504) und betreffen Ausbuchungen von Forderungen. Die periodenfremden Erträge mit TEUR 1.105 (i. Vj. TEUR 516) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen aufgrund der Pflicht zur Rücknahme und Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (WEEE) sowie der Auflösung von sonstigen Personalrückstellungen. 14. Aufgliederung der UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen wie folgt auf:
Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Bereichen:
15. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 12.615 (i. Vj. TEUR 68.443) und resultieren im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung. Die Kursgewinne aus der Währungsumrechnung werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 7.086 (i. Vj. 64.922) gezeigt. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Ausschüttungen der WINCOR NIXDORF Immobilien GmbH & Co. KG, die zur insolvenzrechtlichen Absicherung der Pensionsrückstellungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch von der Alme Pensions-Stiftung, Paderborn, verwaltet werden. 16. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen insgesamt TEUR 10.889 (i. Vj. TEUR 86.914) und resultieren im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung. Die Kursverluste aus der Währungsumrechnung werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.340 (i. Vj. TEUR 43.611) gezeigt. Darüber hinaus bilden TEUR 971 (i. Vj. TEUR 971) die Auswirkungen gemäß Art. 67 Abs. 1 und Abs. 2 EGHGB aus der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG aus der Bewertungsanpassung von Pensionsrückstellung ab. 17. Erträge aus BeteiligungenDie Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 9.260 (i. Vj. TEUR 15.821) resultieren in voller Höhe aus Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen.
18. Erträge aus anderen WertpapierenZur Verbesserung der Klarheit wurde im Berichtsjahr der Ausweis der Erträge aus Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 12.339 gegenüber dem Vorjahr geändert. Die betreffenden Erträge werden seit dem Geschäftsjahr 2023 unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen gezeigt. Im Vorjahr beliefen sich diese auf TEUR 9.018 und wurden im Posten Erträge aus anderen Wertpapieren ausgewiesen. Durch die Ausweisänderung ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr beeinträchtigt. 19. ErgebnisübernahmeMit den im Folgenden aufgeführten Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Hieraus resultieren folgende Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisübernahmen:
20. Zinsergebnis
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Gewinne aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, die zur insolvenzrechtlichen Absicherung von Pensionsrückstellungen in ein Contractual Trust Arrangements eingebracht wurden und treuhänderisch von der Alme Pensions-Stiftung, Paderborn, verwaltet werden. Die Erträge aus Wertpapieren des Umlaufvermögens belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 12.339 (i. Vj. TEUR 0) und resultieren im Wesentlichen aus Ausschüttungen des gemischten Aktien- und Rentenfonds Alme Invest (TEUR 10.000) und des LRI Rentenfonds (TEUR 2.210). Die Erträge wurden im Vorjahr unter dem Posten Erträge aus anderen Wertpapieren ausgewiesen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen mit TEUR 17.998 (i. Vj. TEUR 9.090) aus konzerninternen Finanzierungsgeschäften mit der Diebold Self Service Solutions LLC, Schweiz. 21. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UmlaufvermögensAuf Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen werden außerplanmäßig Abschreibungen vorgenommen, sofern von einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird. Im Berichtsjahr betragen die Abschreibungen auf Finanzanlagen insgesamt TEUR 14.748 (im Vj. TEUR 13.726) und beziehen sich im Wesentlichen auf die CI Tech Sensors AG, Schweiz, mit TEUR 7.534 sowie auf die Diebold Nixdorf de Mexico, S. A. de C. V., Mexiko, in Höhe von TEUR 7.196. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 128 (i. Vj. TEUR 91) resultieren aus der Bewertung der offenen Immobilienfonds, die zur insolvenzrechtlichen Absicherung der Pensionsrückstellungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch von der Alme Pensions-Stiftung, Paderborn, verwaltet werden. Die Abschreibung begründet sich durch den niedrigeren Marktwert in Höhe von TEUR 11.540 (i. Vj. TEUR 11.668) im Vergleich zu den Anschaffungskosten mit TEUR 11.913 und den im Vorjahr bereits vorgenommenen Abschreibungen. 22. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Der Ertrag aus Körperschaftsteuer im Jahr 2022 in Höhe von TEUR 45 resultiert aus einer Steuerforderung der Diebold Nixdorf Holding Malta Limited, welche im Geschäftsjahr 2022 liquidiert wurde. Im Rahmen der Schlussauskehrungen erfolgte die Auszahlung der Steuerforderung durch die maltesischen Finanzbehörden unmittelbar an den Anteilseigner. 23. BilanzgewinnDer mit der Diebold Nixdorf Aktiengesellschaft, Paderborn am 1. Oktober 2007 geschlossene Ergebnisabführungsvertrag ist im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge als Ganzes auf die DNHG übergegangen. Gewinnrücklagen werden zulasten der Gewinnabführung nicht gebildet. Nach Ergebnisabführung ergibt sich, unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags, ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 32.079 (i. Vj. TEUR 32.079). Sonstige AngabenMaterialaufwand
Personalaufwand
MitarbeiterIm Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 473 (i. Vj. 538) Mitarbeiter beschäftigt. Diese waren in folgenden Funktionen tätig:
Anteilsbesitz
1) Ergebnisabführungsvertrag
1) US GAAP Reporting Package zum 31.12.2023
1) Das Ergetens st dem Gesellschafter zugeteilt
worden
HaftungsverhältnisseDie Haftungsverhältnisse gliedern sich wie folgt:
Sonstige finanzielle VerpflichtungenVerpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Miet- und Lizenzverträgen, aus langfristigen Einkaufskontrakten für Dienstleistungsverträge, aus dem Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen sowie aus dem Erwerb von Sachanlagen in folgender Höhe:
Angaben zu Organen der GesellschaftDie Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Bezüge-von der WNI.. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Arbeitnehmervertreter:
Vertreter der Anteilseigner:
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Jahr 2023 keine gesonderte Aufsichtsratsvergütung. Honorar für Dienstleistungen des AbschlussprüfersFür die für das Geschäftsjahr 2023 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
KonzernzugehörigkeitDie WNI ist ein Tochterunternehmen der DNHG. Die Berichtsgesellschaft wird über die DNHG, in den US GAAP Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Incorporated mit Sitz in North Canton, Ohio/USA, für das Geschäftsjahr 2023 einbezogen. Aus diesem Grund erfolgte keine Aufstellung eines Konzernabschlusses der WNI. Der Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Incorporated stellt den kleinsten und größten Konsolidierungskreis dar. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 32.079.429,10 auf neue Rechnung vorzutragen.
Paderborn, den 11. Oktober 2024 WINCOR NIXDORF International GmbH Jörn Förster, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen des Unternehmens1.1. Struktur und GeschäftstätigkeitÜberblickGlobal agierender IT-Spezialist an der Schnittstelle zum Verbraucher. Die WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn (im Folgenden auch "Gesellschaft", "WINCOR NIXDORF International" oder "WNI"), zählt mit ihren Mehrheitsbeteiligungen im In- und Ausland zu den weltweit führenden Anbietern von IT-Lösungen und -Services in den Branchen Retailbanken und Handelsunternehmen. In beiden Branchen unterstützt die Gesellschaft Kunden vor allem im Filialgeschäft mit einem umfassenden Leistungsportfolio. Das Kerngeschäft besteht in der Optimierung und Neugestaltung von Prozessen durch Einsatz von Informationstechnologie. Die Fertigung von Produkt-Hardware erfolgt durch die Mehrheitsbeteiligungen sowie in einem Verbund internationaler Standorte mit externen Partnern. Der Hauptproduktionsstandort befindet sich in Deutschland. Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 rund 53 Mehrheitsbeteiligungen bzw. Tochtergesellschaften im In- und Ausland sowie vier weitere Minderheitsbeteiligungen. Rechtliche UnternehmensstrukturDie WNI wird im Handelsregister Paderborn unter der Registernummer HRB 3507 geführt. Der Unternehmenssitz ist am Heinz-Nixdorf-Ring 1 in 33106 Paderborn. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Gegenstand des Unternehmens ist neben der Funktion als Beteiligungsgesellschaft der indirekte Vertrieb von Produkten der Diebold Nixdorf Gruppe durch eigene Tochtergesellschaften sowie lokale Geschäftspartner. Direkte Muttergesellschaft der WNI ist die Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn (im Folgenden auch "DNHG"). Die WNI ist Organträger in der umsatzsteuerlichen und der ertragsteuerlichen Organschaft der in die Organschaft einbezogenen Inlandsgesellschaften. Außerdem ist die Gesellschaft Organgesellschaft einer ertrag- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit der DNHG. Darüber hinaus besteht zwischen der WNI und der DNHG ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Berichtsgesellschaft wird über ihre Muttergesellschaft die DNHG in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Inc. (im Folgenden: "DNI") mit Sitz in North Canton, Ohio/USA ab, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der Diebold Nixdorf, Inc. sowie im Unternehmensregister veröffentlicht. Die WNI verzichtet daher auf die Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses. Annahme der UnternehmensfortführungDie Gesellschaft ist durch Verrechnungskonten mit anderen Konzerngesellschaften in die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns des obersten Mutterunternehmens der Diebold Nixdorf, Inc. eingebunden. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der WNI in den kommenden 12 Monaten ist nach Beurteilung der Geschäftsführung aufgrund einer positiven Cashflow-Prognose gegeben. Darüber hinaus hat die Gesellschaft von der DNI eine Patronatserklärung in Form einer Liquiditätsausstattungsgarantie erhalten. Mittels dieser Patronatserklärung verpflichtet sich die DNI unmittelbar, die Gesellschaft auf Verlangen in einem solchen Maße finanziell auszustatten, dass die Gesellschaft ihrer Geschäftstätigkeit weiter nachgehen und ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Die Patronatserklärung hat eine ursprüngliche Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und erlischt vorzeitig bei einem Verlust der Kontrolle über die Gesellschaft. Diese Vereinbarung verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, wenn sie nicht mit einer Frist von zwölf Monaten vor dem jeweiligen Enddatum gekündigt wird. Zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichts ist die Patronatserklärung nicht gekündigt. Geschäftsführung und AufsichtsratDie WNI wird von einem einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer, Herrn Jörn Förster, geleitet. Die Geschäftsführung leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und führt die Geschäfte auf Basis der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung der WNI. Im Mittelpunkt aller Entscheidungen und Handlungen steht dabei die Wahrung der Unternehmensinteressen. Bestimmte Geschäfte, die in der Satzung der WNI definiert sind, bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit der Geschäftsführung und berät sie bei der Führung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung der WNI und etwaiger Beschlüsse des Aufsichtsrats aus. Der Aufsichtsrat der WNI setzt sich nach dem Mitbestimmungsgesetz von 1976 aus zwölf Aufsichtsratsmitgliedern zusammen. Sechs Mitglieder vertreten die Anteilseigner, sechs Mitglieder die Arbeitnehmer. Der Aufsichtsrat entscheidet durch Beschluss. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht im Gesetz andere Mehrheiten zwingend vorgeschrieben sind. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende bei einer erneuten Abstimmung über denselben Sachverhalt zwei Stimmen. Frauenanteil in der Geschäftsführung und im Aufsichtsrat (Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB)Dem Aufsichtsrat der WNI gehören gegenwärtig fünf Frauen an. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Gesellschaft wurde eine bis zum Stichtag 30. Juni 2026 weiterhin zu erhaltende Zielgröße von 30 % festgelegt. Die Bemühungen, auch zukünftig geeignete Kandidatinnen in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu bestellen, werden weiter intensiviert. Der Geschäftsführung der WNI gehört derzeit keine Frau an. Für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Gesellschaft wurde eine bis zum Stichtag 30. Juni 2026 zu erreichende Zielgröße von 0 % festgelegt. Der Grund für die Festlegung der Zielgröße von 0 % lag und liegt weiterhin darin, dass zum Zeitpunkt der Zielfestsetzung aufgrund bestehender mehrjähriger Vertragslaufzeiten keine personellen Änderungen in der Geschäftsführung zu erwarten sind. Der Aufsichtsrat will sich die Möglichkeit offenhalten, der langjährigen Geschäftsführung weiterhin die Verantwortung für die Geschäftsführung zu übertragen und bis auf Weiteres keine Änderungen in der Besetzung der Geschäftsführung vorzunehmen. Die Bemühungen, geeignete Kandidatinnen zur Ergänzung der Geschäftsführung zu finden, werden weiter intensiviert. Auf den weiteren Führungsebenen der Gesellschaft konnte der Frauenanteil erfolgreich erhöht werden. Der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung gehören aktuell 9 Frauen an. Zum Zeitpunkt der neuen Zielfestsetzung für den Stichtag 30. Juni 2026 legte die Geschäftsführung eine zu haltende Zielgröße von 10 % für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung fest. Dem wichtigen Ziel der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen im Arbeitsleben und in Führungspositionen soll auch weiterhin dadurch Rechnung getragen werden, dass durch unternehmenseigene Förderprogramme und weitere Personalmaßnahmen gezielt Mitarbeiterinnen gefördert und auf die Übernahme von Führungsaufgaben vorbereitet werden. Die Gesellschaft wird in ihren Bemühungen, Diversität und Gleichberechtigung zu fördern, nicht nachlassen GeschäftsmodellEntwicklung von Geschäftsprozessen mit intelligenten IT-Lösungen. Das Geschäftsmodell der WNI und ihrer Mehrheitsbeteiligungen zielt darauf ab, Banken und Handelsunternehmen bei der erfolgreichen Ausrichtung ihres Geschäfts auf die Anforderungen des digitalen Zeitalters effizient zu begleiten. Im Rahmen dessen zählt es zu den zentralen Aufgaben der Gesellschaft, die digitalen und stationären Vertriebskanäle möglichst geschäftsfördernd miteinander zu vernetzen. Damit sie auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, gewinnen für unsere Kunden zwei Faktoren stark an Bedeutung: Zum einen müssen sie sich angesichts der steigenden Bedeutung elektronischer und mobiler Kommunikationskanäle auf neue Konsumentengewohnheiten bzw. -erwartungen einstellen. Es gilt, das Kundenerlebnis kanalübergreifend zu erhöhen. Zum anderen zwingen sie Rahmenbedingungen wie zunehmender Wettbewerb oder Regulierungen zur weiteren Verbesserung der Kostenstrukturen. Ein wichtiger Hebel dazu ist die weitere Prozessautomatisierung und -optimierung. Hinzu kommt, dass sowohl bei Retailbanken als auch im Handel die internationalen Expansionsprozesse weiter voranschreiten: Sie erfordern technische Lösungen, die problemlos auf die Anforderungen neuer Märkte angepasst bzw. erweitert werden können. Die Gesellschaft und ihre Beteiligungen liefern ihren Kunden die erforderliche Informationstechnologie aus Software, Hardware und Services, um diese Herausforderungen bewältigen und neue Marktchancen erschließen zu können. Angesichts der voranschreitenden Digitalisierung will die Gesellschaft im Verbund mit ihren Beteiligungen ihr Wachstum bei Software und softwarenahen Dienstleistungen beschleunigen. Zudem will sie mit innovativer Hardware und zugehörigen Service-Dienstleistungen Geschäftschancen nutzen und auf diesem Gebiet Ressourcen anpassen, um kosteneffizienter und noch wettbewerbsfähiger zu werden. Entscheidend für den Geschäftserfolg der WNI ist es deshalb, führende Technologien und Lösungen zu entwickeln sowie innovative Betreibermodelle "As-a-Service" bereitzustellen. Sie zielen darauf ab, vor allem die Schnittstellen in den Prozessen mit Kunden der Gesellschaft zu ihren Kunden einfacher zu gestalten und das Geschäft für eigene Kunden effizienter und produktiver zu machen. Diese kontinuierliche Transformation des Geschäfts eigener Kunden wird erreicht, indem die Gesellschaft ein tiefes Verständnis für deren Prozesse entwickelt und sich so nachhaltig als Innovationspartner etabliert. In diesem Zusammenhang zählt es zu den zentralen Stärken der Gesellschaft, dass Kunden alle Leistungen und das notwendige Know-how aus einer Hand beziehen können. Das reduziert für sie die Komplexität im Prozess. Zudem kann die Gesellschaft ihre Stärken integriert einbringen. Sie baut dabei ihre Kompetenz systematisch aus. Darüber hinaus entwickelt die Gesellschaft unmittelbar am Markt neue wettbewerbsstarke Leistungsangebote. Hinzu kommt, dass sie die Unternehmen durch eine ganzheitliche Begleitung tendenziell langfristig an sich binden kann. Wirtschaftliches Handeln im Rahmen ihres Geschäftsmodells muss im Einklang mit den Grundsätzen der Nachhaltigkeit stehen. LeistungsangebotAngebot erstreckt sich von Software- über Service- bis zu Hardware-Leistungen. Die WNI bietet Retailbanken und Handelsunternehmen IT-basierte Lösungen, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse kanalübergreifend effizient gestalten und weiter automatisieren können. Das Portfolio umfasst die Bereiche Software, Services und Hardware. Dabei deckt sie das gesamte Leistungsspektrum ab - von der Prozessberatung über das Design, die Bereitstellung und Integration einer Lösung bis hin zu ihrer Begleitung bzw. Bereitstellung während des Betriebs. Angebotsschwerpunkt ist die Verknüpfung der digitalen und der stationären Vertriebskanäle durch Omnichannel-Software. Das Angebot erstreckt sich auch auf die Integration mobiler Technologien wie Tablets, die zum Beispiel in Bankfilialen zur weitergehenden Beratung eingesetzt werden können, oder Kassenapplikationen auf mobilen Geräten im Handel. Die hochverfügbaren IT-Lösungen ermöglichen eine kundenfreundliche und sichere Abwicklung von Standard-Transaktionen im Retailbanking sowie serviceorientiertes Einkaufen. Neben einer ihrer Kernkompetenzen, der Verarbeitung von Bargeld, entwickelt die Gesellschaft ihr Angebot zur Verarbeitung bargeldloser Transaktionen ständig weiter. 1.2. MitarbeiterDie Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 473 Mitarbeiter (i. Vj. 538). Diese waren in folgenden Funktionen tätig:
1.3. Forschung und EntwicklungZiel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist es, den Wert der Produkte und Lösungen für Kunden und Partner zu erhöhen. An der Seite der Kunden und Partner mit besonderen Leistungen zu überzeugen, bestimmt zu wesentlichen Teilen den Erfolg sowie die Zukunftsfähigkeit der WNI. Anspruch ist es, führende Technologien und Lösungen zu entwickeln - vor allem an der Schnittstelle zum Konsumenten. Ziel der Gesellschaft ist, dass die Kunden und Partner sich in einem Umfeld der dynamischen Digitalisierung erfolgreich behaupten und dass sie mithilfe der Lösungen Brücken von der physischen in die digitale Welt bauen können. Ein wesentliches Kompetenzfeld liegt im Bereich der High-End-Automatisierungstechnologie; die komplexen Lösungen stützen sich auf umfassende Services sowie modernste Hard- und Software. Integrierte Lösungen aus Systemen, Software und IT-Services spielen für die weitere Digitalisierung des Geschäfts von Banken und Handelsunternehmen eine wichtige Rolle: Im Besonderen beim Aufbau von Connected Commerce Konzepten, bei Projekten zur Filial- und Store-Transformation, bei der umfassenden Automatisierung von Bargeld-Prozessen und auch bei der Ermöglichung und Abwicklung bargeldloser kartenbasierter bzw. mobiler Zahlungsverfahren. Im Geschäftsjahr 2023 waren im Bereich Forschung und Entwicklung (im Folgenden: F&E) 80 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj.: 99). Neben Deutschland betreibt die WNI über ihre Mehrheitsbeteiligungen und Partner Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den Ländern Schweiz, Polen, Tschechien, Singapur und über eine Minderheitsbeteiligung auch in China. Darüber hinaus kooperieren wir mit einem wachsenden Netzwerk aus externen Partnern und Forschungseinrichtungen. Die Gesellschaft investierte im Berichtsjahr originär insgesamt TEUR 34.893 (i. Vj. TEUR 38.686) in F&E-Aktivitäten (vor Aktivierung und Abschreibungen). Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Zuführung zur Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen in den immateriellen Vermögensgegenständen insgesamt TEUR 15.382 (i. Vj. TEUR 16.751). Die F&E-Quote insgesamt betrug somit 4,6 % (i. Vj. 5,8 %). Die Aktivierungsquote im Verhältnis zu den Umsatzerlösen betrug 2,0 % (i. Vj. 2,5 %), die Entwicklungsquote (definiert als aktivierte Entwicklungskosten dividiert durch die gesamten F&E-Kosten) 44,1 % (i. Vj. 43,3 %). Investitionsschwerpunkte waren dabei vor allem Softwareprojekte im Bereich Banking, hier insbesondere Softwarelösungen zum Service-Management von Geldautomaten sowie entsprechende Sicherheitslösungen. Darüber hinaus wurden Investitionen im Bereich Retail, insbesondere Softwarelösungen zum Management von Kundendaten getätigt. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Wirtschafts- und BranchenumfeldEntwicklung der GesamtwirtschaftDie jüngere Vergangenheit war für die Weltwirtschaft von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt, von denen zwei Ereignisse von besonderer Relevanz gewesen sind. Dies waren zum einen weltweite Unterbrechungen der Lieferketten als Nachläufer der COVID-19-Pandemie und zum anderen eine globale Energie- und Nahrungsmittelkrise, welche durch den von Russland initiierten Angriffskriege in der Ukraine ausgelöst wurde. Insbesondere diese Ereignisse führten in Summe zu einem massiven Inflationsanstieg, welcher in einer weltweiten Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken resultierte. Trotz dieser exogenen Schocks ist die Weltwirtschaft nicht in eine Rezession geraten und kann ein stabiles Wachstum ausweisen. In seinem World Economic Outlook von April 2024 betont der Internationale Währungsfonds (IWF) die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft. Der Inflationsschub führte entgegen einigen Prognosen nicht zu einer unkontrollierten Lohn-Preis-Spirale und das Beschäftigungs- und Einkommenswachstum blieb stabil. Stattdessen konnte bereits im Jahr 2023 ein signifikanter Rückgang der Inflation verzeichnet werden. Gemäß dem IWF näherte sich die Gesamtinflation in den meisten Volkswirtschaften Ende 2023 zum ersten Mal ihrem vorpandemischen Niveau an. Im letzten Quartal 2023 lag die Gesamtinflation in den Industrienationen bei 2,3 % und in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei 3,9 %. Diese Teuerungsraten weisen dennoch ein höheres Niveau als der angestrebte Zielwert der Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität auf. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im Jahr 2023 einen Anstieg von 3,2 % und erreichte damit das Niveau des Vorjahres von 3,5 %. Innerhalb der Industrienationen ermittelte der IWF in seinem Bericht für die Euroländer ein durchschnittliches Wachstum von 0,4 %. Im Vergleich zu den anderen Eurostaaten weist Deutschland ein negatives Wachstum von -0,3 % auf. Für die USA ergibt sich aus den Berechnungen des Fonds für das Jahr 2023 ein Anstieg des BIP von 2,5 %. Unter den Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem durchschnittlichen Wachstum des BIP von 4,3 % weisen China (5,2 %) und Indien (7,8 %) ein besonders hohes Wachstum auf. Entwicklung des BranchenumfeldsDie weltweiten Ausgaben für Informationstechnologie (IT) in den Bereichen Banking und Retail steigen trotz der vergangenen ökonomischen Schocks weiter an. Wie aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) vom März 2023 hervorgeht, lagen die weltweiten IT-Ausgaben im Bankensektor im Jahr 2022 bei 534,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2023 prognostiziert die Studie einen weiteren Anstieg der Ausgaben auf 565,5 Mrd. Euro. Im Retail Sektor lagen die IT-Ausgaben im Jahr 2022 bei 224,2 Mrd. Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 8,6 % entspricht. Die Prognose für das Jahr 2023 beträgt 236 Mrd. Euro. Ein starker Wachstumstreiber in beiden Branchen ist das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (sog. Software as a Service). WELTWEITE IT-AUSGABEN IM BANKING SEKTOR.In Mrd. €
Quelle: PAC, März 2023; WELTWEITE IT-AUSGABEN IM RETAIL SEKTOR.In Mid.€
Quelle: PAC, März 2023; Banken: Der Bankensektor sah sich in den letzten Jahren mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die durch verschärfte Kontrollen, digitale Innovationen und die Konfrontation mit neuen Wettbewerbern gekennzeichnet waren. Die Banken mussten sich diesen Herausforderungen in einem historisch niedrigen Zinsumfeld stellen. Die jüngste Vergangenheit zeigt jedoch eine positive Entwicklung. Eine Analyse von McKinsey & Company bescheinigt in ihrem Global Banking Annual Review vom Oktober 2023, dass die letzten 18 Monate die profitabelste Periode für Banken seit 2007 waren. Dies ist auf steigende Zinsen und ein günstiges Kreditumfeld zurückzuführen. Die Finanzinstitute sind weiterhin gefordert, die eingeleiteten Transformationsprozesse voranzutreiben. Dies gilt insbesondere für die beschleunigte Verlagerung vom traditionellen Filialgeschäft hin zu digitalen Kanälen. Die Nutzung von Online- und Mobile-Banking hat in einer Welt, in der Technologie und künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle spielen werden, stark zugenommen. Retail: Die aktuelle Studie "What matters to today's consumer" von Capgemini aus dem Jahr 2023 beschreibt, dass die Interaktionen mit dem stationären Handel aufgrund der aktuellen Lebenshaltungskostenkrise und der Preissensibilität der Verbraucher im Vergleich zum Vorjahr abnehmen. Allerdings wird auch ein besonderer Fokus der Kunden auf Lieferung und Abwicklung beschrieben. Eine klare Abgrenzung zwischen Online- und stationärem Handel ist weniger eindeutig als in der Vergangenheit. Kunden können problemlos zwischen beiden Bereichen wechseln und erwarten zunehmend ein vergleichbares Niveau an Service und Interaktionsmöglichkeiten. Verbraucher werden zunehmend ihre eigenen mobilen Geräte für Einkäufe im Geschäft nutzen und erwarten, dass sie online begonnene Einkäufe im Geschäft abschließen können. Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Click-and-Collect-Transaktionen. Auch kontaktlose Bezahlmöglichkeiten wie Self-Checkout-Terminals werden zunehmend bevorzugt. 2.2. Finanzielle LeistungsindikatorenDie bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der WNI und Grundlage von Managemententscheidungen sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis, kurz "EBITA". Eine Überleitung zum EBITA, ausgehend vom Jahresergebnis, ist in der Erläuterung zur Ertragslage enthalten. 2.3. Geschäftsverlauf der WINCOR NIXDORF International GmbHErtragslageDer Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 761.159 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 668.523). Der Umsatz sowohl im Segment Banking als auch im Segment Retail, konnte über den Erwartungen, deutlich gesteigert werden. Die Gründe dafür liegen insbesondere in einem verbesserten Abbau des Auftragsbestandes, sowie einer Steigerung des Hardwaregschäfts. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen wie folgt auf:
Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Bereichen:
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ("Umsatzkosten") reduzieren sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um TEUR 54.438 auf TEUR 587.221. Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Herstellungskosten auf TEUR 641.659. Die Herstellungskostenquote beträgt 77,1 % bezogen auf die Umsatzerlöse (i. Vj. 96,0 %). Das Bruttoergebnis (Differenz der Umsatzerlöse und Umsatzkosten) hat sich von TEUR 26.864 auf TEUR 173.938 erhöht, was zugleich eine Steigerung der Bruttomarge (Verhältnis des Bruttoergebnis zum Umsatz in Prozent) von 4,0 % auf 22,9 % zur Folge hatte. Die Umsatzkosten sowie das Bruttoergebnis der WNI sind sehr stark abhängig von der Kostenentwicklung der Diebold Nixdorf Systems GmbH, welche der primäre Auftragnehmer für Banking- und Retail-bezogene Produkte aus Sicht der WNI darstellt. Die Vergütung durch die WNI erfolgt aufgrund der tatsächlichen Umsatzkosten der Diebold Nixdorf Systems GmbH zuzüglich eines festen Gewinnaufschlags. Die Veränderung der Umsatzkosten sowie des Bruttoergebnisses der WNI insgesamt resultiert im Wesentlichen aus starken Lieferkettenstörungen sowie einer hohen Inflation im Geschäftsjahr 2022, welche aus Sicht der Diebold Nixdorf Systems GmbH zu einer erhöhten Verrechnung von Herstellungskosten an die WNI führte. Die Umsatzkosten aus Sicht der WNI wurden damit stark negativ im Geschäftsjahr 2022 geprägt und konnten aufgrund von bereits kundenseitig getätigten Bestellungen nicht mehr durch externe Preisanpassungen von der WNI weitergeben werden. Gegenläufig konnten im Geschäftsjahr 2023 aufgrund von frühzeitig initiierten Kosteneinsparprogrammen und zusätzlich verbesserten exogenen Faktoren die Umsatzkosten drastisch gesenkt und aufgrund des Vergütungsmechanismusses an die WNI weitergegeben werden, was bei gleichzeitiger externer Preisanpassung zu einer signifikanten Steigerung der Bruttomarge führte. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf TEUR 19.511 (i. Vj. TEUR 21.935). Zusammen mit den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 15.382 (i. Vj. TEUR 16.751) wurden somit TEUR 34.893 in Forschung und Entwicklung investiert (i. Vj. TEUR 38.686), was einer F&E-Quote von 4,6 % entspricht (i. Vj. 5,8 %). Investitionsschwerpunkte waren dabei vor allem Softwareprojekte im Bereich Banking, hier insbesondere Softwarelösungen zum Service-Management von Geldautomaten sowie entsprechende Sicherheitslösungen. Darüber hinaus wurden Investitionen im Bereich Retail, insbesondere Softwarelösungen zum Management von Kundendaten getätigt. Die Vertriebskosten betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 28.854 (i. Vj. TEUR 23.432). Dies entspricht einer Quote von 3,8 % (i. Vj. 3,5 %). Die Verwaltungskosten beliefen sich im gleichen Zeitraum auf TEUR 70.993 (i. Vj. TEUR 65.009), die Verwaltungskostenquote lag bei 9,3 % (i. Vj. 9,7 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 12.615 (i. Vj. TEUR 68.443) und resultieren im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung. Die Kursgewinne aus der Währungsumrechnung werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 7.086 (i. Vj. TEUR 64.922) gezeigt. Darüber hinaus beziehen sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf Erträge aus der Ausschüttung der WINCOR NIXDORF Immobilien GmbH & Co. KG, die zur insolvenzrechtlichen Absicherung der Pensionsrückstellungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements treuhänderisch von der Alme Pensions-Stiftung, Paderborn, verwaltet werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen insgesamt TEUR 10.889 (i. Vj. TEUR 86.914) und resultieren im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung. Die Kursverluste aus der Währungsumrechnung werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.340 (i. Vj. TEUR 43.611) gezeigt. Die Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 9.260 (i. Vj. TEUR 15.821) resultieren überwiegend aus Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen im Ausland. Die Varianz der Ausschüttungen ist das Ergebnis von Unternehmensentscheidungen über die Thesaurierung oder Ausschüttung laufender Gewinne. Die Erträge inländischer Tochterunternehmen aus Ergebnisabführungsverträgen steigen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 45.016 auf insgesamt TEUR 149.345 (i. Vj. TEUR 104.329). Zudem nahmen die Aufwendungen aus Verlustübernahme im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.423 auf TEUR 0 (i. Vj. TEUR 8.423) ab. Das operative Ergebnis (EBITA) belief sich auf TEUR 200.035 (i. Vj. TEUR 458). Die im Vorjahr erwartete leichte Steigerung wurde damit übertroffen. Dies entspricht einer EBITA-Marge von 26,3 % (i. Vj. 0,1 %). Zum operativen Ergebnis (EBITA) leiten wir wie folgt über:
Das Zinsergebnis betrug im Geschäftsjahr TEUR 7.567 (i. Vj. TEUR 8.392). Davon entfallen TEUR 18.157 auf Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen (i. Vj. TEUR 11.771). Die Gewinn- und Verlustrechnung der WNI schloss mit einem Jahresüberschuss vor Steuern und vor Ergebnisabführung an die DNHG, in Höhe von TEUR 192.357 (i. Vj. Jahresfehlbetrag vor Steuern und Verlustübernahme TEUR 8.106) ab. Vermögenslage
Zum 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme TEUR 879.816 und lag damit um TEUR 34.122 unter dem Wert vom 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 913.938. Das langfristig gebundene Vermögen belief sich auf TEUR 497.906 (i. Vj. TEUR 511.850). Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr resultieren aus Zugängen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, welche jedoch überkompensiert wurden durch Abschreibungen aufgrund von voraussichtlich dauerhaften Wertmindungen auf Finanzanlagen (weitergehende Erläuterungen hierzu sind im Anhang unter Abschnitt 1 Anlagevermögen ausgeführt). Das Finanzanlagevermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 rund 51,9 % der Bilanzsumme (i. Vj. 51,6 %). Es beinhaltet im Wesentlichen verschiedene Mehrheitsbeteiligungen im In- und Ausland. Für weitere Details wird an dieser Stelle auf die Abschnitte Finanzanlagen und Sonstige Wertpapiere des Anhangs verwiesen. Das kurzfristig gebundene Vermögen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 20.178. Es betrug zum Stichtag TEUR 381.910 (i. Vj. TEUR 402.088). Im Wesentlichen betrifft die Veränderung die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich um insgesamt TEUR 42.864 auf TEUR 131.876 (i. Vj. TEUR 174.740) verringert haben. Insgesamt stand der WNI Eigenkapital sowie langfristiges Fremdkapital in Höhe von TEUR 490.148 (i. Vj. TEUR 492.766) zur Verfügung. Hiervon entfallen TEUR 104.129 (i. Vj. TEUR 105.641) auf Pensionsrückstellungen. Des Weiteren werden TEUR 4.028 (i. Vj. TEUR 5.133) als langfristige sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Das kurzfristige Fremdkapital einschließlich kurzfristiger Rückstellungen reduzierte sich um TEUR 31.504. Es betrug zum Stichtag TEUR 389.668 (i. Vj. TEUR 421.172). Im Wesentlichen betraf die Veränderung die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Gegenüber der Gesellschafterin DNHG, bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 93.152 (i. Vj. TEUR 0). FinanzlageZum 31. Dezember 2023 betragen die Bankguthaben und der Kassenbestand TEUR 25.654 (i. Vj. TEUR 16.428). Die Gesellschaft verfügt über mehrere Bankkonten bei der Deutschen Bank AG, HypoVereinsbank und Commerzbank. Die Konten werden im Rahmen der Konzernfinanzierung im Diebold Nixdorf-Konzern entsprechend dem täglichen Bedarf disponiert und mit ausreichenden Finanzmitteln ausgestattet bzw. überschüssige vorhandene Finanzmittel werden entsprechend abgeführt. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über eine nicht in Anspruch genommene interne revolvierende Kreditfazilität mit der Diebold Self Service Solutions LLC, einem Tochterunternehmen der Diebold Nixdorf, Inc., in Höhe von TEUR 300.000. Die Kreditfazilität hat eine Laufzeit bis zum 8. August 2025 und verlängert sich automatisch um 12 Monate, soweit diese nicht ordentlich durch eine Partei fristgerecht gekündigt wird. Die Gesellschaft verfügt über eine unmittelbare Patronatserklärung von der obersten Muttergesellschaft der Diebold Nixdorf, Inc. Zu den Details wird auf den Abschnitt 1.1. Struktur und Geschäftstätigkeit, Unterabschnitt Annahme der Unternehmensfortführung verwiesen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr und zum Zeitpunkt der Lageberichterstattung jederzeit gegeben.
Gesamtaussage zur GeschäftsentwicklungVor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der dargestellten Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ist der Verlauf der Geschäftsentwicklung WNI für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt oberhalb der Erwartungshaltung geblieben. 3. Chancen- und RisikoberichtDie WNI wird regelmäßig mit Chancen und Risiken konfrontiert, die sich sowohl positiv als auch negativ auf die Vermögenswerte des Unternehmens, den Gewinn, den Cashflow, aber auch auf immaterielle Werte wie die Reputation auswirken können und untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. In diesem Chancen- und Risikobericht erläutern wir die wesentlichen Chancen und Risiken für das Unternehmen und stellen abschließend das Chancen- und Risikoprofil der WNI dar. 3.1. Darstellung wesentlicher Chancen und RisikenChancen und Risiken werden kontinuierlich anhand des operativen Geschäftsverlaufs ermittelt und bewertet. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die im Rahmen der Analyse identifizierten, wesentlichen Chancen und Risiken für den Prognosezeitraum der Gesellschaft. Grundlage der Einschätzung sind die möglichen positiven Ergebnisauswirkungen durch Chancen und negativen Ergebnisauswirkungen durch Risiken innerhalb des Geschäftsjahrs 2024. Volkswirtschaftliche FaktorenSignifikante Auswirkungen auf das budgetierte EBITA können sich dadurch ergeben, dass sich einzelne Volkswirtschaften aber auch die allgemeine weltwirtschaftliche Lage anders als prognostiziert entwickeln. Gründe hierfür können unterschiedlicher Natur sein. Konjunkturschwankungen in den Absatzmärkten der WNI sind hierunter genauso zu subsumieren wie die nicht vorhersehbare positive oder negative Entwicklung in den Krisenherden der Welt, wie aber auch deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der großen Volkswirtschaften. Insofern ist es plausibel, dass dieser externe und nur begrenzt zu steuernde Einfluss das Schwankungsintervall zur Zielprognose beidseitig öffnet. Konkret wird in Bezug auf die volkswirtschaftliche Entwicklung das bewertete Risiko im Vergleich zu den potenziellen Chancen als deutlich höher eingeschätzt. Der anhaltende Konflikt in der Ukraine, die generelle angespannte geopolitische Lage und die erhöhte Inflation in allen relevanten Märkten hat weiterhin starke Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die Entwicklung der Aktienmärkte sowie das öffentliche Leben allgemein. Vorerst sind keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf das Geschäft der WNI erkennbar. Allerdings wird die Gesellschaft durch die aktuelle Situation weiterhin mit operativen Schwierigkeiten konfrontiert. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Koordinierung von Lieferketten und Verzögerungen in der Auslieferung von Hardware-Produkten. Dagegen können Software- und Service-Leistungen bislang weitestgehend ohne Unterbrechung bereitgestellt werden. Allerdings könnten sich längerfristige Belastungen ergeben, die sich aufgrund der sich derzeitig ständig ändernden Lage schwer qualifizieren lassen. Ebenfalls werden auch unsere Kunden mit ihrem Geschäft teilweise massiv von den ökonomischen Auswirkungen betroffen und passen sich in ihrem Investitionsverhalten an, welches wiederum einen direkten Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft hat. Relevanter MarktUnter der Kategorie der strategischen Chancen und Risiken sind neben den volkswirtschaftlichen Faktoren ebenfalls Veränderungen innerhalb der speziell für das Portfolio der WNI und seinen Mehrheitsbeteiligungen relevanten Märkte zu subsumieren. Als relevante Märkte bezeichnen wir diejenigen Absatzräume, in denen wir mit unserem Produktportfolio für Retailbanken und Handelsunternehmen tätig sind. Dieses Portfolio besteht aus Hardware, Software sowie Services. Hervorzuheben sind hier auch Chancen sowie Risiken im Zusammenhang mit Trends im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung in einigen, dedizierten Märkten. Diese können auch Auswirkungen auf Technologieentscheidungen unserer Kunden haben, oder diese auf Grund von gestiegener Projektkomplexität gegebenenfalls verzögern. Darüber hinaus sehen wir Risiken für den Fall, dass sich Firmen mit ähnlichem Produktportfolio für einen regionalen Marktzutritt entscheiden oder mit einer geänderten Vertikalisierungsstrategie den Markt beeinflussen und sich dies in der Folge in einem reduzierten Ergebnis bei Diebold Nixdorf widerspiegelt. Demgegenüber besteht die Möglichkeit einer Ergebnissteigerung, wenn Konkurrenten einzelne Märkte aufgeben oder Diebold Nixdorf die eigene Marktposition in dedizierten Segmenten im Vergleich zum Wettbewerb stärken kann. Ungeachtet der Wettbewerbssituation können sich durch eine hohe Akzeptanz von Produkten am Markt Dynamiken in positiver wie auch negativer Richtung durch die nur begrenzt vorhersehbare Marktreaktion auf einzelne Portfolioelemente ergeben. Konkret bewerten wir die in diesem Zusammenhang zu erfassenden Risiken höher als die aufzuführenden Chancen aufgrund der aktuellen Situation im relevanten Markt. Supply Chain ManagementDie WNI ist mit ihren Mehrheitsbeteiligungen als einer der weltweit führenden Anbieter von IT-Lösungen und -Services von einer funktionierenden Versorgungskette abhängig. Die Versorgungssicherheit ist - auch bei der Umsetzung neuer Sourcingstrategien - entlang der Wertschöpfungskette sicherzustellen. Obwohl wir im Supply Chain Management konsequent einen durch gängigen Ansatz vom Lieferanten bis zum Kunden verfolgen, können Ergebniswirkungen - ausgelöst durch Ereignisse entlang der Versorgungskette innerhalb der Funktionen Beschaffung, Produktion oder Vertrieb - nicht vollständig ausgeschlossen werden. Beschaffungsseitig streben wir danach, Optimierungspotenziale zu identifizieren und zu realisieren, Single Sourcing zu vermeiden und durch eine entsprechende Lieferantenauswahl und Kontrolle die Fehlerquote bei Einkaufsteilen zu minimieren. Im Rahmen der Fertigungsrestrukturierung wurde die Fertigungstiefe reduziert. Generell führt dies zu einer gesteigerten Abhängigkeit von ausgewählten Lieferanten. Es ist unser Bestreben, diese als vollwertige Partner entlang der Wertschöpfungskette anzusehen und eine vertrauensvolle Beziehung zu ihnen aufzubauen. Die in der Produktion von Diebold Nixdorf angestrebten Kosteneinsparungen können positive Zusatzeffekte generieren; im Umkehrschluss besteht jedoch bei Verzögerungen auch die Gefahr einer deutlich negativeren Ergebniswirkung. Ähnliche Ergebniswirkungen induzieren Abweichungen von der geplanten Kapazitätsauslastung, die auf generierte bzw. nicht generierte Skaleneffekte zurückzuführen sind. Trotz der allgemeinen Verbesserung im Hinblick auf die Coronapandemie aus den Vorjahren ist die globale Beschaffungsmarktsituation insbesondere aufgrund der Abhängigkeit von asiatischen und im Speziellen auch chinesischen Lieferanten im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 weiter angespannt gewesen. Auch für das Geschäftsjahr 2024 wird mit weiteren Herausforderungen gerechnet. Daneben wird durch den anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg die Logistiksituation auf den Haupttransportrouten zusätzlich negativ beeinflusst. Insgesamt stellt die globale Beschaffungsmarktsituation, insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Beschaffungsmaterial, einhergehend mit einer erwarteten Kostensteigerung ein Risiko dar. Negative Auswirkungen auf die Produktivität sowie negative Ergebnisauswirkungen durch erhöhte Rohstoff- und Logistikkosten sind nicht auszuschließen. KundenprojekteUnser Unternehmen hat sich von einem Hardwarelieferanten zu einem Anbieter komplexer IT-Lösungen und -Services entwickelt. Die Projekte, die einen dedizierten Freigabeprozess durchlaufen, haben oftmals eine mehrjährige Laufzeit, bei denen Termin- und Kostenüberschreitungen innerhalb der einzelnen Teilprojekte nicht generell auszuschließen sind. Klar definierte Projektorganisationen, Projektmanagementmethoden und erfahrene Projektmanager sichern die Umsetzung von Projekten. Dennoch ist es im Besonderen bei komplexen Software-Projekten oder im Bereich der Übernahme des Betriebs von komplexen Kunden-IT-Umgebungen möglich, dass signifikante Risiken im Verlauf der Projektimplementierung oder des operativen Betriebs entstehen. Daneben seien im Zuge der Kundenprojekte folgende Chancen/Risiken beispielhaft genannt: Mehr- und Minderaufwand bei Fixpreisverträgen, Partnerabhängigkeiten, Zeitverschiebungen, Haftungs- und Pönaleregelungen. Die Ursachen der zuvor beschriebenen Risiken können vielschichtig sein und bedingen eine individuelle Strategie zur Risikovermeidung. Die Verantwortung zur Mitigation ist im gesamten Unternehmen bewusst dezentral geregelt, da hierdurch die kurzfristige Identifikation, Bewertung, Mitigation und Kontrolle von Risiken möglich ist. Andererseits können bei der Umsetzung von Kundenprojekten auch Chancen entstehen. Auch wenn diese vom Ausmaß her geringer bewertet werden, kann eine erfolgreiche Projektsteuerung oder das Realisieren von Lerneffekten aus abgeschlossenen Projekten bei zukünftigen Kundenprojekten entscheidend zu einem überdurchschnittlich erfolgreichen Projekt beitragen und somit schließlich einen positiven Beitrag zur Planerfüllung leisten. VertriebDie Zielmärkte der WNI und ihren Mehrheitsbeteiligungen zeichnen sich durch eine unterschiedlich ausgeprägte Wettbewerbssituation und -konzentration aus. Individuelle und projektbezogene Entscheidungen bezüglich der angebotenen Leistungen und Konditionen - wie beispielsweise ein höher als erwarteter Preisverfall - können im Kontext der gegebenen Kunden- bzw. Wettbewerbssituation einen anderen als den geplanten Effekt auf das EBITA darstellen. Dieser Effekt kann sowohl positiver als auch negativer Natur sein. Dies spiegelt sich im dargestellten - ausgeglichenen - Chancen- und Risikoprofil wider, welches sowohl Chancen- als auch Risikopotential aufzeigt, wobei Letzteres höher bewertet wird. Auswirkungen auf das EBITA des Folgejahres können auch dadurch auftreten, dass sich die kundenseitigen Auftragsvergaben verzögern bzw. früher als geplant vollzogen werden. Trotz der allgemeinen Verbesserung im Hinblick auf die Covid-19 Pandemie aus den Vorjahren besteht unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Situation - insbesondere im Hinblick auf die allgemeine geopolitische Lage und der anhaltenden Situation bezüglich des Russland-Ukraine-Kriegs - ein Risiko von verzögerten Auftragsvergaben oder Verschiebungen seitens der Kunden. Finanzwirtschaftliche RisikenKreditrisiken. Die Gesellschaft versucht das Ausfallrisiko originärer (finanzieller) Vermögensgegenstände wie z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Handelsauskünfte, Kreditlimits und Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und Inkassoverfahren zu verringern. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den Buchwerten der in der Bilanz angesetzten Forderungen. Liquiditätsrisiken. Die WNI ist über eine in der Schweiz ansässige und mit der Konzernmutter Diebold Nixdorf, Incorporated verbundene Tochtergesellschaft, die Diebold Self Service Solutions LLC, in die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns eingebunden. Sie stellt finanzielle Mittel an die WNI überwiegend in Euro und US-Dollar bereit. Rückzahlungen sowie Ausleihungen sind innerhalb von wenigen Werktagen möglich. Das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering bis mittel eingestuft. Zinsrisiken. Zinsrisiken können sich aus den zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus den Pensionsrückstellungen ergeben. Ein anhaltendes, sinkendes Zinsumfeld führt bei sonst gleichbleibenden Annahmen zu einem Anstieg bei den Pensionsrückstellungen, aber auch zu sinkendem Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Ein steigendes Zinsumfeld würde dagegen die Zinsaufwendungen und Zinserträge aus der Intercompany-Finanzierung belasten. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die WNI jedoch als niedrig einzustufen. Währungsrisiken. Bei der WNI erfolgen sowohl Einnahmen und Ausgaben als auch die Intercompany-Finanzierung (vgl. die Ausführungen zu den Liquiditätsrisiken) teilweise in Fremdwährung. Das Währungsrisiko ergibt sich durch Einnahmen und Ausgaben in verschiedenen Fremdwährungen. Diese sind vor allem der US-Dollar und das Britische Pfund. Aus den Währungsrisiken können gleichermaßen Währungschancen entstehen. Hedging von Fremdwährung wird derzeit in der Gesellschaft aufgrund der insbesondere im Rahmen des übergeordneten US-Konzerns verfügbaren US-Dollar nicht durchgeführt. Abhängig von zukünftigen Marktentwicklungen behält sich die Gesellschaft vor, jederzeit ein ensprechendes Fremdwährungshedging einzusetzen, um Risiken entsprechend abzuwenden. Das Währungsrisiko wird insgesamt als niedrig bis mittel eingestuft. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten. Aktuell werden im Hinblick auf Zinsänderungs- und Währungsrisiken keine Finanzinstrumente durch die Gesellschaft eingesetzt. Nichtsdestotrotz behält sich die Gesellschaft die Möglichkeit vor, abhängig von zukünftigen Marktentwicklungen hiervon wieder Gebrauch zu machen. 3.2. Bedeutung der Risiken für die WINCOR NIXDORF International GmbHBedeutungDie Bedeutung der vorgenannten Risiken für die WNI schätzen wir wie folgt ein:
GesamtrisikoZum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht die Geschäftsführung der WNI keine Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Auch aus dem Gesamtportfolio von Chancen und Risiken lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung eine Gefährdung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts nicht erkennen. Die Gesamtrisikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr im Hinblick auf die finanzwirtschaftlichen Risiken positiv entwickelt, wenngleich verschiedene andere Herausforderungen wie z.B. Lieferketten, gestiegene Preise und ein verzögertes Investitionsverhalten der Kunden bestehen bleiben. 4. Prognosebericht4.1. Wirtschafts- und BranchenumfeldErwartete Entwicklung der RahmenbedingungenTrotz der erfreulichen Entwicklungen im vergangenen Jahr bleiben zahlreiche Herausforderungen bestehen. Die Inflationstendenzen bewegen sich in die erwartete Richtung, liegen aber weiterhin über dem Zielwert. Der Inflationsrückgang ist in erster Linie auf nachlassende Spannungen in den Lieferketten und sinkende Energiepreise zurückzuführen. Die Dienstleistungsinflation bleibt jedoch hartnäckig. Die positive Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums kann erhebliche Divergenzen zwischen den einzelnen Ländern überdecken. Vor allem die Vereinigten Staaten waren ein wichtiger Motor des jüngsten weltweiten Wachstums und gleichzeitig ein starker Nachfragefaktor, was zu Abhängigkeiten führen kann. Gleichzeitig muss jedoch die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft in den letzten Monaten berücksichtigt werden. Zu beachten sind auch die vielen positiven Entwicklungen, die in einigen Bereichen bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben. Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren geht die aktuelle Prognose des IWF in seinem World Economic Outlook vom April 2024 dennoch davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 bis 2025 mit einer ähnlichen Rate wachsen wird wie im Jahr 2023. Zudem wird ein weiterer Rückgang der globalen Gesamt- und Kerninflation erwartet. Für die Kalenderjahre 2024 und 2025 wird ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von jeweils 3,2 % erwartet. Das prognostizierte Wachstum der Industrieländer liegt unter dem globalen Durchschnitt. Der IWF geht von einem BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025 aus. Innerhalb der Gruppe der Industrienationen liegt das prognostizierte Wachstum der Euroländer unter diesem Durchschnittswert. Die Prognose ergibt einen Wert von 0,8 % im Jahr 2024 und 1,5 % im Jahr 2025. Erwähnenswert ist, dass Deutschland gemäß der Prognose das negative Wirtschaftswachstum des Jahres 2023 überwinden kann und ein Wachstum von 0,2 % bzw. 1,3 % in den nächsten beiden Kalenderjahren erwartet wird. Für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer prognostiziert der IWF ein BIP-Wachstum von jeweils 4,2 %, das damit auf dem Niveau von 2023 liegt. Entwicklung des BranchenumfeldsFür das Jahr 2024 prognostizieren die Analysten des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) in ihrer Studie vom März 2023 weltweite IT-Ausgaben im Sektor Banking in Höhe von 596,4 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 5,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für den Sektor Retail erwartet PAC im Jahr 2024 weltweite IT-Ausgaben in Höhe von 250 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch in einem weiteren Ausblick gehen die Analysten von einem anhaltenden Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben aus. Demnach sollen die weltweiten Ausgaben im Bankensektor zwischen 2023 und 2026 um 5,2 Prozent pro Jahr steigen. Für den Retail-Sektor wird im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 5,6% pro Jahr erwartet. Dieses Wachstum führt im Jahr 2026 zu weltweiten IT-Ausgaben von 661,7 Mrd. Euro im Bankensektor und 279,9 Mrd. Euro im Retail-Sektor. Stärkster Wachstumstreiber bleibt in beiden Sektoren das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (Software as a Service). Dies ist insbesondere auf die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung zurückzuführen, wie aktuelle Studien, z.B. von Capgemini, zeigen. Auch das Outsourcing-Geschäft wird nach Einschätzung der Marktforscher weiter wachsen. WELTWEITE IT-AUSGABEN IM BANKING SEKTOR.In Mrd. €
Quelle: PAC, März 2023; WELTWEITE IT-AUSGABEN IM RETAIL SEKTOR.In Mrd €
Quelle: PAG, März 2023; Gesamtaussage zu den RahmenbedingungenDie Geschäftsführung sieht die WNI erneut vor einem herausfordernden Geschäftsjahr unter partiell veränderten Rahmenbedingungen. Obwohl sich die allgemeinen Rahmenbedingungen bereits leicht positiv verändert haben, bleiben die volkswirtschaftlichen Faktoren wie beschrieben angespannt. Die Verfügbarkeitssituation bei elektronischen Bauteilen, Kunststoffgranulaten, Stahl sowie diversen anderen Rohstoffen sehen wir weiterhin als herausfordernd an, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Russland-Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Einschränkungen der Transportwege. Die Energie- und Logistikkosten haben sich in den letzten Monaten positiv entwickelt und stabilisiert. Die Geschäftsführung analysiert stetig die sich ändernden Marktsituationen und modelliert in enger Abstimmung zu den Prioritäten verschiedene Szenarien zur Reaktion auf diese Entwicklungen. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität werden wir stetig Maßnahmen zur Kostensenkung verfolgen und entsprechend intensivieren, Investitionsentscheidungen aussetzen oder verschieben und weiter einen starken Fokus auf unser Working Capital legen. 4.2. Erwartete Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 für die Wincor Nixdorf International GmbHFür das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, dass der Umsatz der WINCOR NIXDORF International GmbH gegenüber dem Vorjahreswert 2023 in Höhe von MEUR 761 leicht sinken wird. Dabei gehen wir davon aus, dass der Umsatz sowohl im Segment Banking als auch im Segment Retail leicht sinken wird. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein EBITA signifikant unterhalb des Niveaus des Jahres 2023, jedoch signifikant oberhalb des Niveaus aus dem Jahr 2022. Die Entwicklung des operativen Ergebnisses der Gesellschaft ist im Wesentlichen von den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen sowie den Beteiligungserträgen abhängig. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 unterliegt weiterhin aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs und der geopolitischen Lage einer erhöhten Unsicherheit, wobei die potenziellen Auswirkungen weiterhin nicht zuverlässig eingeschätzt werden können. 4.3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen GeschäftsentwicklungDas Ergebnis der Gesellschaft wird wesentlich durch die zuvor beschriebene Entwicklung der Gesellschaft geprägt und trägt der allgemeinen geopolitischen Lage und der anhaltenden Situation bezüglich des Russland-Ukraine-Kriegs und des Krieges in Nahost Rechnung. Allerdings lassen sich deren potenzielle Auswirkungen derzeitig nicht zuverlässig einschätzen. Darüber hinaus verweisen wir auf die Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen.
Paderborn, den 11. Oktober 2024 WINCOR NIXDORF International GmbH Jörn Förster, Geschäftsführer Disclaimer:Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung WNI beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Insbesondere steht der Prognosebericht unter dem Vorbehalt, dass aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Maßnahmen durch die Konzernmuttergesellschaft angeordnet werden können. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der WNI und ihren verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der WNI und können nicht präzise vorausgeschätzt werden, wie zum Beispiel das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt die WNI hierzu eine gesonderte Verpflichtung. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WINCOR NIXDORF International GmbH, PaderbornPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn,
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Frauenanteil in der Geschäftsführung und im Aufsichtsrat" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Frauenanteil in Geschäftsführung und im Aufsichtsrat" des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 11. Oktober 2024 KPMG
AG
Tokple, Wirtschaftsprüfer Adelt, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats gemäß § 25 Abs. 1, S. 1 Nr. 2 MitbestG i.V.m. § 171 Abs. 2 AktG zum Jahresabschluss für das zum 01.01.2023 beginnende und zum 31.12.2023 endende GeschäftsjahrFür das zum 01.01.2023 beginnende und zum 31.12.2023 endende Geschäftsjahr ("Geschäftsjahr 2023") der WINCOR NIXDORF International GmbH ("Gesellschaft"), den Jahresabschluss der Gesellschaft, den Bericht des bestellten Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahresabschlusses und die Prüfungstätigkeit des Aufsichtsrates, erstattet der Aufsichtsrat gemäß § 25 Abs. 1, S. 1 Nr. 2 MitbestG i.V.m. § 171 Abs. 2 AktG folgenden Bericht: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Berichtszeitraum gemäß § 10 (1) der Satzung aus zwölf bestellten Mitgliedern, davon sechs Arbeitnehmervertreter und sechs Anteilseignervertreter, zusammen. Vorsitzende des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum war Frau Dorothea Engel. Stellvertretender Vorsitzender im Berichtszeitraum war Herr Michael Schild. 1. Prüfungstätigkeit während des Geschäftsjahres 2023Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach gesetzlichen Vorschriften und der Satzung auferlegten Aufgaben wahrgenommen. An erster Stelle stand dabei die regelmäßige Beratung und Überwachung der Geschäftsführung bei der Führung des Unternehmens. Die Zusammenarbeit zeichnete sich dadurch aus, dass Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft mit dem Aufsichtsrat abgestimmt wurden. Mit Schreiben vom 20. März 2023 informierte die Geschäftsführung den Aufsichtsrat über die weitere Entwicklung im Refinanzierungsprozess bestimmter Finanzverbindlichkeiten der Diebold Nixdorf Gruppe. Durch den Umtausch bestimmter kurzfristiger Anleihen gegen Anleihen mit einer längeren Laufzeit und der Einführung einer neuen Linie unter die bestehende sogenannte ABL-Fazilität solle die Bestätigung der Besicherung durch die bereits bestehenden Sicherheiten erreicht werden. Mit Schreiben vom 31. Mai 2023 informierte die Geschäftsführung über die Details zum Abschluss einer Restrukturierungsunterstützungsvereinbarung (Restructuring Support Agreement) zwischen der Diebold Nixdorf, Incorporated, einiger ihrer Tochterunternehmen (wie auch der WINCOR NIXDORF International GmbH) und bestimmten Gläubigern, mit dem Zweck einer umfänglichen Restrukturierung der Schulden der Diebold Nixdorf-Gruppe. Des Weiteren ging die Geschäftsführung in diesem Schreiben auch auf die geplanten gerichtlichen Maßnahmen nach Kapital 11 des USA-Konkursgesetzes sowie des niederländischen Gesetz über die gerichtliche Bestätigung außergerichtlicher Restrukturierungspläne ein und teilte mit, dass die Maßnahmen unter anderem einen Einzug sämtlicher Aktien der Diebold Nixdorf, Incorporated ohne Gewährung einer Gegenleistung sowie die Beendigung der Börsennotierungen an den Börsen in New York und Frankfurt vorsehen. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 10. August 2023 befasste sich der Aufsichtsrat weiterhin mit den Auswirkungen der mittlerweile erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten der Diebold Nixdorf Gruppe und bat die Geschäftsführung um einen Zwischenbericht zur aktuellen Geschäftslage der Gesellschaft. Die Geschäftsführung informierte zunächst über Verzögerungen in der Fertigstellung der Jahresabschlussunterlagen der Gesellschaft aufgrund des Restrukturierungsprozesses und tauschte sich mit dem Aufsichtsrat zu Prozessdetails aus. Des Weiteren berichtete die Geschäftsführung über die Entwicklungen und Herausforderungen der Diebold Nixdorf Gruppe in den ersten beiden Quartalen. Darüber hinaus berichtete die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat auch außerhalb dieser Sitzungen stets unverzüglich und umfassend über wichtige Vorgänge, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Die Geschäftsführung stand mit der Aufsichtsratsvorsitzenden in kontinuierlichem Kontakt und hat sie über die aktuelle Geschäftslage, die strategische Ausrichtung und wichtige Geschäftsvorfälle und Entwicklungen informiert. 2. Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde durch die Geschäftsführer der Gesellschaft am 11. Oktober 2024 aufgestellt und durch den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die finalen Entwürfe der Jahresabschlussunterlagen sowie des Prüfungsberichts wurden gemeinsam mit der KPMG und der Geschäftsführung in der Aufsichtsratssitzung vom 10. Oktober 2024 erörtert. 3. Prüfungsergebnis des AbschlussprüfersDie Entwürfe der Abschlussunterlagen sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Sitzung vorgelegen und wurden von den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Kenntnis genommen. Der Abschlussprüfer gelangt im Rahmen seiner Prüfung zu dem Ergebnis, dass nach seiner Beurteilung der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 in Übereinstimmung mit den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften vermittelt. Der Bestätigungsvermerk gibt somit wieder, dass die Prüfung des Abschlussprüfers zu keinen Einwendungen geführt hat. 4. Beschlussfassung des Aufsichtsrats vom 10. Oktober 2024Nach Erörterung des Jahresabschlussunterlagen und dem finalen Entwurfs des Prüfberichts der KPMG hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 10. Oktober 2024 einstimmig folgenden Beschluss gefasst: "Der Aufsichtsrat der WINCOR NIXDORF International GmbH genehmigt den Entwurf des Prüfungsberichts des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung, gem. § 25 Abs. 1, S. 1 Nr. 2 MitbestG i. V.m. § 171 Abs. 2 AktG. "
Paderborn, den 14. Oktober 2024 Für den Aufsichtsrat Dorothea Engel Aufsichtsratsvorsitzende der WINCOR NIXDORF International GmbH Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 18. Oktober 2024. Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 des Gesetzes zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (Entgelttransparenzgesetz - EntgTranspG) für die Geschäftsjahre 2018-2022 der Wincor Nixdorf International GmbHNach Maßgabe des Entgelttransparenzgesetzes muss die Wincor Nixdorf International GmbH als Gesellschaft mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten der Diebold Nixdorf Gruppe einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit erstellen. Der Inhalt des Berichts bestimmt sich nach § 21 EntgTranspG und bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2018 - 2022. Die Wincor Nixdorf International GmbH ist ein tarifgebundenes Unternehmen. Es finden die jeweiligen Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie NRW Anwendung. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen (§ 21 Abs. 1 Nr. 1 EntgTranspG)Die gültigen Grundsätze für Zusammenarbeit und Führung der Diebold Nixdorf Gruppe werden in einem Verhaltenskodex und einem Merkblatt zum allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz definiert. Diese Formulare dienen als Leitlinie für integres Handeln und sind für alle Mitarbeitenden der Diebold Nixdorf Gruppe verbindlich und gelten weltweit. Der Verhaltenskodex und das Merkblatt zum allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz fassen wichtige Gesetze und unternehmensinterne Regelwerke zusammen, die das Verhalten im geschäftlichen Umfeld mit Dritten, im Umgang mit der Öffentlichkeit und auch für die tägliche interne Zusammenarbeit regeln. In dem Verhaltenskodex sowie in dem Merkblatt zum allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ist verbindlich formuliert, dass alle potenziellen und bestehenden Mitarbeitenden fair und gleich zu behandeln sind und die Grundsätze der Gleichberechtigung angewendet werden. Damit wird deutlich herausgestellt, dass die Wincor Nixdorf International GmbH keinerlei Diskriminierung oder Belästigung am Arbeitsplatz toleriert. Die Beachtung der Gleichbehandlungsgrundsätze gemäß Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie insbesondere das Diskriminierungsverbot werden von der Unternehmensleitung im Rahmen von jährlichen Pflichttrainings kontinuierlich eingefordert und sind Teil der Unternehmenskultur. Die Wincor Nixdorf International GmbH bietet zahlreiche unterschiedliche Arbeitszeitmodelle an. Darunter fällt u. a. die Möglichkeit, die Arbeitszeit den individuellen Bedürfnissen entsprechend zu reduzieren. Die Vorgaben und Möglichkeiten des deutschen Teilzeit- und Befristungsgesetzes werden dabei vollumfänglich und unter Rücksichtnahme der geltenden tariflichen Bestimmungen umgesetzt. Die Diebold Nixdorf Gruppe ist bestrebt, Frauen bei entsprechender Qualifikation bessere Karrieremöglichkeiten zu eröffnen und sie in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. In diesem Zusammenhang wurde für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Führungsebene der Wincor Nixdorf International GmbH eine Zielgröße von min. 5% definiert. Diversität bedeutet für die Diebold Nixdorf Gruppe nicht nur Chancengleichheit, sondern auch ein Zugewinn an Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. So gehört zu unseren Diebold Nixdorf Diversity, Equity & Inclusion Focus Areas u. a. die Geschlechtergleichstellung. Bezüglich der Geschlechtergleichstellung setzen wir uns insbesondere das Ziel, gleiche Möglichkeiten für all unsere Mitarbeitenden sicherzustellen, um unseren Erfolg voranzutreiben. Innerhalb der Diebold Nixdorf Gruppe existieren weiterhin unterschiedliche Communities, die darauf abzielen, allen Mitarbeitenden die Chance der Integration und Unterstützung untereinander zu bieten. So werden Frauen beispielsweise durch die Community "Women@DN" bei Diebold Nixdorf willkommen geheißen und gestärkt, indem ihnen Unterstützung, Veranstaltungen und Bildung angeboten wird, was darauf abzielt, eine positive, unterstützende Gemeinschaft von Frauen aufzubauen und ihre berufliche und persönliche Entwicklung zu fördern. Daneben ist Diebold Nixdorf außerdem korporatives Mitglied von Women in Manufacturing (WiM), einem Wirtschaftsverband, der sich das ganze Jahr über für die Unterstützung von Frauen einsetzt, die sich für eine Karriere in der Fertigungsindustrie entschieden haben. WiM verbessert und ergänzt das CARE Council und die Karriereentwicklungsinitiativen von der Diebold Nixdorf Gruppe, die dazu dienen, Mitarbeitende besser zu fördern. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer (§ 21 Abs. 1 Nr. 2 Entg-TranspG)Gehaltsstrukturen werden bei der Wincor Nixdorf International GmbH durch die jeweils geltenden Tarifverträge vorgegeben. Stellen werden nach einer durch die in den Tarifverträgen vorgegebene Systematik, dem Entgeltrahmenabkommen (ERA), bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Aus Sicht der Wincor Nixdorf International GmbH gewährleistet das Tarifsystem mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen bzw. Funktionen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Es wird zudem darauf geachtet, dass bei individuellen Beförderungen ein Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen hergestellt wird. Weitere Maßnahmen sind daher aus Sicht der Wincor Nixdorf International GmbH nicht erforderlich, um die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer herzustellen. Die beschriebene Systematik kommt dem Prinzip nach auch bei sogenannten außertariflichen Angestellten zur Anwendung, die den deutlich geringeren Anteil der Beschäftigten im Unternehmen ausmachen. Nach dem Geschlecht aufgeschlüsselte Angaben zur durchschnittlichen Gesamtzahl der Mitarbeitenden sowie zu den durchschnittlichen Zahlen der Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigten (§ 21 Abs. 2 Entg-TranspG)
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
14 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Geld- und Wertdienste
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen