Cademuir Research UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johanna Leisch seit 17.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
KONUX Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KONUX GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A: Grundlagen(1) Geschäftsmodell Die KONUX GmbH, im Folgenden bezeichnet als KONUX, ist Teil des KONUX Inc. Konzerns und bietet ihren Kunden durch die Entwicklung fortschrittlicher Sensortechniken und die Verarbeitung der daraus resultierenden Daten mittels Algorithmen und künstlicher Intelligenz umfangreiche Einblicke in den Zustand ihrer Schieneninfrastruktur. Dies ermöglicht es den Kunden, ihre internen Prozesse zu optimieren und die Verfügbarkeit ihrer Infrastruktur zu maximieren, was wiederum zu einer gesteigerten Profitabilität ihrer Geschäftstätigkeiten führen kann. Das Wertversprechen von KONUX liegt somit in der Steigerung der Effizienz und Rentabilität für ihre Kunden durch innovative Technologien, die präzise Überwachung und vorausschauende Wartung von Schieneninfrastrukturen ermöglichen. Der Hauptsitz der KONUX GmbH in München fungiert als zentrale Schaltstelle für die gesamte operative Tätigkeit des Konzerns. Hier sind die Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie die Marketing- und Vertriebsabteilungen angesiedelt. Neben dem Hauptsitz besteht eine Betriebsstätte in Frankfurt, die hauptsächlich für Kundentermine genutzt wird. KONUX setzt sich als einer der Vorreiter in der Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Bahnindustrie von traditionelleren Methoden ab und bietet innovative Lösungen für vorausschauende Instandhaltung, Netzwerkauslastungs- und Verkehrs-Monitoring sowie Eisenbahninfrastruktur-Management. Die Kombination aus IIoT-Geräten (Industrial Internet of Things) und KI-basierter Analyseplattform bietet eine präzise Überwachung und vorausschauende Wartung von Schieneninfrastrukturen, was einen bedeutenden Vorteil gegenüber traditionellen Methoden darstellt. Durch kontinuierliche Innovation und Entwicklung neuer Funktionen strebt KONUX an, seine Position im Bereich der vorausschauenden Instandhaltung für die Eisenbahninfrastruktur zu stärken und den Schienenverkehr effizienter, zuverlässiger und nachhaltiger zu gestalten. (2) Herstellung und VertriebDie Herstellung der Sensortechnik der KONUX GmbH wird durch Zollner Elektronik AG durchgeführt. Zollner ist ein führender Anbieter von mechatronischen und elektronischen Fertigungsdienstleistungen und bedient eine Vielzahl von Branchen, einschließlich der Bahnindustrie. Mit einer umfassenden Expertise in der Entwicklung komplexer mechatronischer Systeme und einer globalen Präsenz an 24 Standorten bietet Zollner maßgeschneiderte und innovative Lösungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Die KONUX GmbH übernimmt das Supply Chain Management und die Lagerlogistik für ihre Produkte. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die lange Vorlaufzeit einiger Bauteile dar. Durch eine sorgfältige Planung und Steuerung, unterstützt durch die enge Zusammenarbeit mit Zollner, begegnet KONUX diesem Problem effektiv. Zollner, als erfahrener Partner im Bereich der Elektronikfertigung, bringt sein umfangreiches Know-how und seine globale Reichweite ein, um die Lieferkettenprozesse von KONUX zu optimieren und so zur Steigerung der Effizienz beizutragen. In Bezug auf die Lagerhaltung arbeitet KONUX mit zuverlässigen Partnern zusammen und setzt auf digitale Lösungen, um eine möglichst effiziente und transparente Lagerlogistik zu gewährleisten. Dies umfasst den Einsatz moderner Lagerverwaltungssysteme, die eine schnelle und genaue Bestandsführung ermöglichen. Der Vertrieb der Sensoren erfolgt direkt aus den Lagern an die Geschäftspartner. KONUX nutzt dabei seine Vertriebsabteilung, um eine enge Beziehung zu seinen Kunden aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Durch den Direktvertrieb kann KONUX eine schnelle und flexible Reaktion auf Kundenbedürfnisse sicherstellen und so die Kundenzufriedenheit erhöhen. Zusammenfassend trägt die enge Zusammenarbeit mit Zollner Elektronik AG und anderen Partnern wesentlich zur Stärkung der Wettbewerbsposition von KONUX bei. Durch die Kombination von Expertise in der Fertigung, effizientem Supply Chain Management, fortschrittlicher Lagerlogistik und einem kundenorientierten Vertriebsansatz kann KONUX seinen Kunden hochwertige und innovative Sensortechniklösungen anbieten. Die Vertriebsstrategie der KONUX GmbH ist darauf ausgelegt, durch gezielte Ansprache auf verschiedenen organisatorischen Ebenen und durch überzeugende Pilotprojekte und Trials, eine starke Marktposition zu etablieren. Die Strategie ist es, das Verständnis und die Integration unserer Technologie in bestehende Kundenstrukturen zu vertiefen und durch die Demonstration des Mehrwerts eine umfassende Implementierung unserer Systemlösungen zu erreichen. Mit einem klaren Fokus auf nachhaltige Transportmittel und der Notwendigkeit einer Kapazitätssteigerung, arbeitet KONUX daran, sich als unverzichtbarer Partner für die Instandhaltung der Infrastruktur zu positionieren und so langfristige Kundenbeziehungen zu sichern. (3) Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungsabteilung der KONUX hat im Jahr 2023 ihre Schwerpunkte auf die funktionale Erweiterung und Optimierung der bestehenden Produkte als auch auf die zukünftige Erweiterung des Produktportfolios gelegt. Mit dem "Event-Driven Processing" wurde die Prozessierung der von KONUX IIoT Devices übermittelten Daten hinsichtlich Stabilität der Datenprozesse, erleichterter Erweiterbarkeit und signifikanten Reduzierung der operationalen Kosten optimiert. Zur funktionalen Erweiterung von KONUX SWITCH wurde mit "Canopy & Blade" eine neue IIoT Device Gruppe namens "Canopy" - bestehend aus Gateway Devices und Sensor Devices - komplett neu entwickelt, welche zunächst für das "Blade" Feature zur kontinuierlichen Materialzustandsüberwachung von Weichenzungen beim Kunden Deutsche Bahn zum Einsatz kommt. Der Prototyp für das "Point Machine Monitoring" wurde zur Produktreife weiterentwickelt. Die Härtung der Implementierung, die Erweiterung der analytischen Fähigkeiten und die gesteigerte Kosteneffizienz des Produktes ermöglicht den ersten geplanten produktiven Einsatz beim Kunden ADIF. Für die Überwachung von Weichenherzstücken wurde mit "Corrected RMS" eine neue Funktionalität entwickelt, die durch eine Betrachtung von weichenspezifischen und verkehrsbedingten Beschleunigungskräften in Kombination mit den bauseitigen Charakteristiken je Weiche, eine individuelle Beurteilung und Vorhersage des Zustands pro Weiche ermöglicht. Als Fundament zur Neuentwicklung des geplanten Produkts "Traffic" zur optimierten Steuerung des Zugverkehrs, wurden grundlegende Forschungs- und Vorabentwicklungstätigkeiten für die Mustererkennung von wiederkehrenden Zugverspätungen, daraus resultierenden Netzwerkeffekten sowie der Ableitung von Steuerungsmöglichkeiten zur Auflösung und Verhinderung dieser durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Tätigkeiten bilden nun die solide Wissensbasis für den Übergang aus der Forschungsphase in die Entwicklungsphase des Produkts. B: Wirtschaftsbericht(1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen A: Gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland.Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 von Herausforderungen und einem leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,4 % geprägt. Dennoch erwies sich die deutsche Wirtschaft als widerstandsfähig gegenüber globalen Belastungen wie der Energiekrise und geopolitischen Spannungen (Quelle: ifo Institut). Entlastungspakete im Umfang von über 95 Milliarden EUR und ein wirtschaftlicher Abwehrschirm von bis zu 200 Milliarden EUR trugen zur Stabilität und zum sozialen Zusammenhalt bei (Quelle: Bundesministerium der Finanzen, Jahreswirtschaftsbericht 2023). Gleichwohl sieht der Sachverständigenrat für Wirtschaft nur eine langsame wirtschaftliche Erholung, da steigende Zinsen, eine schwächelnde Weltwirtschaft und reduzierte Investitionen insbesondere das Bau- und verarbeitende Gewerbe belasten. Jedoch wird ein leichter Anstieg des privaten Konsums erwartet (Quelle: Sachverständigenrat für Wirtschaft, Konjunkturprognose 2023 und 2024). B: Branchenbezogene Rahmenbedingungen.Globale Trends: Die weltweit steigenden Investitionen in Bahninfrastruktur zeigen einen klaren positiven Trend, da sie eine Schlüsselrolle im nachhaltigen Transport spielt. Die Modernisierung und Erweiterung von Bahnanlagen ist ein Kernfaktor, um langfristige Mobilitätsziele zu erreichen (Quelle: PwC/Oxford Economics, Global transport infrastructure market: Outlook to 2025). In Europa wurden im Rahmen des "Connecting Europe Facility" (CEF) Programms 25,8 Milliarden EUR bereitgestellt, um den Ausbau der Bahninfrastruktur voranzutreiben (Quelle: International Railway Journal). Regionale Entwicklungen: Deutschland: Die KONUX GmbH operierte 2023 in einem positiven Investitionsumfeld, das durch umfangreiche Bundesinvestitionen in die Bahninfrastruktur gefördert wurde. Die Deutsche Bahn investierte eine Rekordsumme von 16,4 Milliarden EUR, um das Schienennetz und die Bahnhöfe zu modernisieren und auszubauen. Kritische Infrastrukturbereiche wie Gleise, Weichen und Brücken wurden generalüberholt, um die Zuverlässigkeit und Kapazität des Netzes zu verbessern (Quelle: Deutsche Bahn AG, Bilanzpressekonferenz 2024). Zusätzlich wird das größte Infrastrukturprogramm in der Geschichte der Deutschen Bahn mit zusätzlichen 40 Milliarden EUR bis 2027 von der Bundesregierung unterstützt, um über 4.000 Kilometer Schiene zu erneuern und zukunftsfähig zu machen (Quelle: Bundesregierung, Schienengipfel 2023). Darüber hinaus hat eine Gesetzesänderung die Weichen für eine effizientere und schnellere Umsetzung von Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen gestellt. Durch die neue Regelung, die eine direktere Finanzierung von Instandhaltungsarbeiten durch den Bund ermöglicht, können jetzt Investitionen gebündelter und optimierter realisiert werden. Diese Änderung ist ein entscheidender Schritt zur Beschleunigung der Infrastrukturentwicklung und zur Verbesserung der Gesamteffizienz des Bahnnetzes (Quelle: Bundesverkehrsministerium). Vereinigtes Königreich (UK): Network Rail investiert im Rahmen des "Railway Upgrade Plan" über 45 Milliarden Pfund in die Modernisierung und Erweiterung des britischen Eisenbahnnetzes. Ein Schwerpunkt liegt auf digitalisierten Lösungen zur Verbesserung der Effizienz und Sicherheit des Betriebs (Quelle: Network Rail Jahresbericht 2023). Spanien: Die spanische Eisenbahninfrastrukturverwaltung ADIF setzt ihren Investitionsplan für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes (AVE) fort. Das Programm "Estrategia AVE 2024" zielt auf die Integration des spanischen Hochgeschwindigkeitsnetzes in das europäische Netzwerk und legt besonderen Wert auf die Modernisierung bestehender Strecken und digitale Technologien (Quelle: ADIF-Jahresbericht 2023). Italien: In Italien plant der Infrastrukturbetreiber Rete Ferroviaria Italiana (RFI) umfassende Investitionen in das Hochgeschwindigkeitsnetz und in Modernisierungen bestehender Strecken und Bahnhöfe. Das "Piano Nazionale di Ripresa e Resilienza" (PNRR) umfasst erhebliche Mittel, um die Schieneninfrastruktur zu erweitern und nachhaltige Mobilität zu fördern (Quelle: RFI-Geschäftsbericht 2024). Beschaffungsmarktlage: Die Verfügbarkeit von für KONUX relevanten Rohmaterialien, insbesondere Elektronikbauteilen, stabilisierte sich im Jahr 2023. Preise und Lieferzeiten verbesserten sich, auch wenn Engpässe bei Halbleitern und kritischen Materialien fortbestehen. Geopolitische Spannungen und steigende Energiekosten belasten weiterhin die Lieferketten (Quelle: My Logistics Magazine, Global Supply Chain Crisis). KONUX profitierte von einem strategischen Ansatz zur Diversifizierung der Lieferantenbasis und der Planung zusätzlicher Kapazitäten, um Lieferengpässen zuvorzukommen (Quelle: KPMG Global, Supply Chain Trends Shaking up 2023). Schlussfolgerung: Trotz der Herausforderungen im Jahr 2023 boten die politischen und gesellschaftlichen Trends hin zu digitaler und klimafreundlicher Bahninfrastruktur eine solide Grundlage für KONUX. Die globalen Investitionen in nachhaltige Mobilität und digitale Technologien stärken die Unternehmensstrategie, sich als Innovator in der Branche zu etablieren (Quelle: Global Railway Review, Rail Industry Trends). (2) GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2023 hat das Produkt KONUX Switch die optimistisch gesetzten Leistungsziele nicht vollständig erfüllt. Verzögerungen bei den Verhandlungen führten dazu, dass eine wesentliche Bestellung eines Großkunden, deren Abschluss noch im Geschäftsjahr erwartet wurde, nicht fristgerecht finalisiert werden konnte. Daher wurden die geplanten Geschäftsziele nicht erreicht. Der Abschluss dieser Bestellung wird im Laufe des Geschäftsjahres 2024 erwartet. Ähnliche Verzögerungen traten in Spanien auf. Die Ausschreibung des größten Infrastrukturbetreibers ADIF war ursprünglich für das zweite Quartal 2023 vorgesehen, wurde jedoch aufgrund von Verzögerungen auf der Kundenseite erst im vierten Quartal durchgeführt. KONUX hat die Ausschreibung gewonnen, und die entsprechenden Verträge wurden im April 2024 unterzeichnet. (3) Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr:
* Im Jahr 2023 zeigt sich das Eigenkapital der Gesellschaft erstmalig positiv. Aus diesem Grund wird kein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag mehr ausgewiesen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr stellte die angepasste Bilanzsumme die echte Bilanzsumme ohne den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag dar. Im Folgenden wird aus Gründen der Vergleichbarkeit die angepasste Bilanzsumme primär für die Bewertung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwendet. Entwicklung der Vermögenswerte: Die angepasste Bilanzsumme stieg zum Bilanzstichtag um 8.342.264 EUR von 10.784.801 EUR im Vorjahr auf 19.127.065 EUR. Das Anlagevermögen (Technische Anlagen und Maschinen: 5.021.924 EUR) sowie das Umlaufvermögen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: 2.499.324 EUR und Bankguthaben: 2.420.825 EUR) führten zu diesem Gesamtanstieg. Das Anlagevermögen wuchs um 4.345.654 EUR, hauptsächlich bedingt durch das Überführen von Sensoren aus dem Umlaufvermögen in Sachanlagen und geleistete Anzahlungen für den Umbau einer neuen Bürofläche. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 3.924.624 EUR. Diese Zunahme ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1.558.205 EUR, bedingt durch das Erreichen von zahlungswirksamen Meilensteinen in Kundenprojekten. - Sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 1.085.665 EUR, hauptsächlich aufgrund von sonstigen Forderungen aus bisher nicht in Rechnung gestellten Erträgen. - Das Bankguthaben wuchs um 1.424.624 EUR infolge eines positiven Cashflows im Dezember 2023. Diese Veränderungen führten zu einer Abnahme der Umlaufvermögenquote (definiert als das Umlaufvermögen geteilt durch die Gesamtaktiva) auf 67,6 % (im Vorjahr 83,5 %). Entwicklung der Passiva: Auf der Passivseite sind gegenläufige Effekte zu beobachten. Erstmals werden die passiven Rechnungsabgrenzungsposten erwähnt, da sie mit dem Umsatzwachstum gestiegen sind. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein starker Anstieg der Kapitalrücklage teilweise durch den niedrigeren Jahresfehlbetrag ausgeglichen wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken aufgrund des Verzichts auf die Rückzahlung fälliger Gesellschafterdarlehen erheblich. Die Rückstellungen im Jahr 2023 stiegen auf 738.800 EUR, was einer Erhöhung von 223.819 EUR entspricht, hauptsächlich aufgrund einer erhöhten Urlaubsrückstellung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt um 1.795.510 EUR auf 2.075.984,86 EUR im Vergleich zum Vorjahr. Dies resultiert hauptsächlich aus den Verbindlichkeiten gegenüber unserem Sensoren Hersteller Zollner, da im vierten Quartal ein Großteil der bestellten Sensoren geliefert wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um 19.623.208 EUR auf 12.418.109 EUR. Die Muttergesellschaft beabsichtigt, die verbleibenden Verbindlichkeiten zuzüglich Zinsen bei Fälligkeit in die Kapitalrücklage einzubringen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um 2.442.440 EUR auf 2.519.941 EUR, verglichen mit 77.501 EUR im Vorjahr, und setzen sich hauptsächlich aus Vorauszahlungen von Kunden zusammen. Finanzierung und Kapitalstruktur: Die Vermögenslage und Kapitalstruktur sind durch die Finanzierungsunterstützung der Muttergesellschaft KONUX Inc. geprägt. Im Jahr 2023 finanzierte sich die Gesellschaft überwiegend durch Kapitaleinlagen der Muttergesellschaft. Die Cash-wirksame Einlage belief sich auf 18.259.767 EUR, während 20.941.317 EUR auf eine nicht Cash-wirksame Einlage durch den Verzicht auf die Rückzahlung von Krediten und aufgelaufenen Zinsen entfielen. Ertragslage: Die KONUX GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 bei den Umsatzerlösen einen Anstieg um 6.391.793 EUR auf insgesamt 7.605.472 EUR. Der Umsatzanstieg wurde hauptsächlich durch eine Großbestellung über die Überwachung von 3.500 Weichen im Netzwerk der Deutschen Bahn erzielt. Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe steigt gegenüber dem Vorjahr um 271.011 EUR auf ein Gesamtvolumen von 917.213 EUR.. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden um die Bestandsveränderung in den Vorratsbestand bereinigt.Der Materialaufwand für bezogene Leistungen stieg um 161.204 EUR auf 1.324.111 EUR. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 2.840.243 EUR auf 15.711.106 EUR, vor allem durch den Anstieg der Mitarbeiteranzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 851.751,56 EUR auf 4.394.487,23 EUR. Die Senkung der Kosten ist hauptsächlich aus Wegfallen von Währungsdifferenzen durch das Überführen eines Fremdwährung Gesellschafterdarlehens in die Kapitalrücklage im Vorjahr zurückzuführen. Die Zinsen und ähnliche Anwendungen sanken um 705.316 EUR auf 1.236.000 EUR, dies ist zurück zuführen auf die Überführung eines Gesellschafterdarlehens in die Kapitalrücklage im Vorjahr. Kapitalerhöhungen: Die Muttergesellschaft führte im Jahr 2023 Kapitalerhöhungen durch Aktienemissionen in Höhe von insgesamt 7.732.977 USD durch. Im ersten Halbjahr 2024 wurde die erste Phase einer Eigenkapitalerhöhung durch Wandelschuldverschreibungen durchgeführt, die neues Kapital in Höhe von 21.000.000 USD einbrachte. Im zweiten Quartal 2024 ist der Abschluss der zweiten Phase geplant, um mindestens 4.000.000 USD und bis zu 14.000.000 USD zu sichern. Venture Debt: Zusätzlich wurde im Zuge der letzten Kapitalmaßnahme eine Vereinbarung mit einem Venture-Debt-Geber getroffen, die der Muttergesellschaft eine Kreditlinie von bis zu 15.000.000 USD einräumt. Gesamtbewertung: Auch wenn nicht alle Ziele des Geschäftsjahres erreicht werden konnten, schätzt die Geschäftsleitung die wirtschaftliche Situation der KONUX GmbH, unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, als zufriedenstellend ein. (4) Finanzielle (und nicht finanzielle Leistungsindikatoren)Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dienen der Gesellschaft:- Umsatzwachstum (definiert als die Differenz zwischen dem Umsatz im Folgejahr und dem Umsatz im Vorjahr, dividiert durch den Umsatz im Vorjahr)- Eigenkapitalquote (definiert durch Eigenkapital ohne nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag dividiert durch Gesamtkapital).
Die in den Prognosen für 2022 genannten Ziele wurden im Geschäftsjahr 2023 erreicht und teilweise übertroffen. Insbesondere übertraf das tatsächliche Umsatzwachstum die Prognose um 127 Prozentpunkte angepasst.C: Risiko- und Chancenbericht(1) RisikoberichtRisikomanagement ist ein integraler Bestandteil des KONUX Managementsystems und zeigt die Risikosituation in den Geschäftsprozessen und Organisationseinheiten auf. Ziel des Risikomanagements ist es, identifizierte unternehmerische Risiken kontinuierlich zu minimieren und kalkulierbar zu machen. Dies erfolgt durch die Regulierung der organisatorischen Struktur, Verantwortlichkeiten, Verhaltensweisen und Verfahren für das Risikomanagementsystem (RMS). Durch das Risikomanagement werden die Risiken in den verschiedenen Unternehmensbereichen frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Beseitigung, Reduzierung oder bewussten Übernahme der Risiken eingeleitet. Dabei liegt die Verantwortung für die Umsetzung des Risikomanagements sowohl strategisch als auch operativ bei der Geschäftsleitung der entsprechenden Organisationseinheiten auf geeigneter Ebene. Ein Risikomanager wird eingesetzt, um die methodische Umsetzung in den Geschäftsprozessen zu unterstützen. Das Risikomanagement dient auch dazu, den Unternehmenszweck in wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und sozialer Hinsicht zu sichern und zu schützen, Schäden vorzubeugen oder zu minimieren sowie gesetzliche Anforderungen einzuhalten. Zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Risikomanagements hat die KONUX GmbH verschiedene Funktionen implementiert: Risikomanager (RM): Der Risikomanager ist für die Funktionalität und Weiterentwicklung des RMS verantwortlich. Der Risikomanager wird vom CEO ernannt und ist für das unabhängige Risikomanagement zuständig. Die Hauptaufgaben des Risikomanagements umfassen die Darstellung von Marktrisiken, Liquiditätsrisiken, operationellen Risiken und Geschäftsrisiken. Der Risikomanager überwacht die Einhaltung des RMS. Dies umfasst regelmäßige interne und externe Risikoberichterstattung. Mit Hilfe von Frühwarnsystemen für Risiken managt der Risikomanager proaktiv die Risiken. Risikomanagementausschuss (RC): Der Risikomanagementausschuss bewertet die Risikosituation im Unternehmen. Die Risikofaktoren werden in vierteljährlichen Sitzungen bewertet. Entsprechende präventive Maßnahmen werden definiert. Risikoverantwortliche (RO): Die Risikoverantwortlichen sind für die Identifizierung, Erfassung und gründliche Bewertung der Risiken in ihrem Verantwortungsbereich verantwortlich. Im Zuge des Risikomanagements, Qualitätsmanagements und gemäß den Inhalten der ISO 9001 Zertifizierung wurden bei KONUX GmbH umfassende Risikobewertungen durchgeführt. Dabei lag der Fokus auf der Evaluierung von Risiken in den Bereichen der Produktentwicklung sowie der kritischen Unternehmensabläufe und -prozesse. Es konnten folgende substanziellen Risiken identifiziert werden, die das Geschäft signifikant gefährden könnten und die in ihrer Reihenfolge nach absteigender Bedeutung aufgeführt sind: Cybersecurity-Risiken: Die Gefährdung der IT-Infrastruktur von KONUX durch externe Angriffe oder Systemausfälle stellt ein signifikantes Cybersecurity-Risiko dar. Um diese Risiken zu mindern, hat die Geschäftsleitung umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Diese schließen die Implementierung von Antimalware-Lösungen auf allen verwalteten Geräten, umfassendes Patchmanagement für Endpunkte, die Durchführung regelmäßiger Penetrationstests und fortlaufende Cybersecurity-Schulungen ein. Zusätzlich wurde die Anzahl der lokalen Administratorenrechte auf Endpunkten reduziert und ein strenges Zugangsmanagement eingeführt. Ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsstrategie von KONUX ist die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001, welche bestätigt, dass das Unternehmen ein strukturiertes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) etabliert hat. Diese Zertifizierung unterstützt KONUX dabei, Datenschutz- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten und das Vertrauen der Kunden und Partner zu stärken, was einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellt. Durch die kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung des ISMS gemäß den ISO/IEC 27001 Standards ist das Unternehmen gut positioniert, um auf potenzielle Cyberbedrohungen effektiv reagieren zu können. Lieferkettenunterbrechungen: Als einen großen Unsicherheitsfaktor für die kommenden Jahre sieht die Geschäftsleitung die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und potenzielle weitere Konflikte im Nahen Osten und Asien. Diese globalen Ereignisse könnten zu wiederholten Unterbrechungen in den Lieferketten und zu einer anhaltenden Knappheit kritischer Komponenten, insbesondere Elektronikbauteilen, führen. Solche Störungen könnten signifikante Verzögerungen in der Fertigung nach sich ziehen und das Unternehmenswachstum beeinträchtigen. Um diese Risiken zu adressieren, hat die Geschäftsleitung von KONUX eine Reihe von Kontrollmaßnahmen implementiert. Ein effektives Forecasting-System wurde etabliert, um zukünftige Bedarfe genau vorherzusagen und die Verfügbarkeit kritischer Langzeitlieferartikel (long-lead items) sicherzustellen. Durch das präzise Tracking dieser Artikel kann das Unternehmen proaktiv auf Verzögerungen reagieren und diese durch sorgfältige Planung minimieren. Zusätzlich führt KONUX regelmäßige Lieferantenaudits durch, die eine Bewertung der geografischen Standorte einschließen, um potenzielle Risiken besser einschätzen zu können. Die Auswahl und Bewertung der Lieferanten erfolgt nach strengen Kriterien, die eine hohe Zuverlässigkeit und Qualitätsstandards gewährleisten sollen. Gute Partnerschaften und starke Konnektivität sind weitere Säulen der Strategie, um Flexibilität und Reaktionsfähigkeit in der Lieferkette zu maximieren und so die Einhaltung der vereinbarten Lieferziele zu gewährleisten. Diese umfassenden Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die betriebliche Resilienz von KONUX zu stärken und die Auswirkungen von Lieferkettenunterbrechungen auf das Geschäftsergebnis zu minimieren. Liquiditätsrisiken: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Möglichkeit, dass die Gesellschaft ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Wie im Anhang (Kapitel I. Allgemeine Angaben) beschrieben, ist die Gesellschaft aktuell weiterhin von der Finanzierung der Muttergesellschaft KONUX Inc. abhängig. Diese ist wiederum von externen Finanzierungsquellen abhängig. Den Eintritt dieses Risikos bewertet die Geschäftsleitung aktuell als unwahrscheinlich. Dies resultiert zum einen aus der getroffenen Annahme, dass der überwiegende Anteil an erforderlichen liquiden Mitteln von Seiten der Muttergesellschaft bereitgestellt werden kann. Weiterhin geht die Geschäftsführung davon aus, dass zukünftig auf Basis vertraglicher Vereinbarungen konstante und verlässliche Zahlungseingänge erwirtschaftet werden. Insgesamt ist KONUX GmbH dank ihrer fortschrittlichen Technologien, der finanziellen Einbindung in den KONUX Konzern und der strategischen Ausrichtung gut aufgestellt, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu begegnen und ihre Marktposition weiter zu stärken. (2) ChancenberichtIm Rahmen der strategischen Ausrichtung und zukunftsorientierten Planung von KONUX GmbH ergeben sich zahlreiche Chancen, die das Potenzial haben, das Unternehmenswachstum maßgeblich zu beeinflussen und zu unterstützen. Ein wesentlicher Faktor ist die zunehmende Investitionstätigkeit in die Schieneninfrastruktur, die sich sowohl national als auch international abzeichnet. Dies bietet KONUX eine einmalige Gelegenheit, seine marktführende Position im Bereich der digitalen Eisenbahninfrastrukturlösungen weiter auszubauen. Insbesondere vor dem Hintergrund des Kampfes gegen den Klimawandel und des wachsenden Bedarfs an nachhaltigen Transportmitteln, positioniert sich KONUX mit seinen innovativen Lösungen wie KONUX Switch aus unserer Sicht an der Spitze des Marktes. Die Bestandteile des Switch Produktes tragen dazu bei, die Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit des Eisenbahnverkehrs zu verbessern, was sie zu Schlüsseltechnologien in einem sich rapide entwickelnden Markt macht. Darüber hinaus bietet die geografische Expansion eine weitere bedeutende Chance für KONUX. Der erfolgreiche Eintritt in den britischen Markt, mit bereits über 500 installierten Sensoren, die im März 2024 gewonnene Ausschreibung und der geschlossene Vertrag in Spanien beim Kunden ADIF und die laufenden Bemühungen, die Präsenz in anderen europäischen Ländern wie den Niederlanden und Italien zu verstärken, demonstrieren das Potenzial für weiteres internationales Wachstum. Diese Expansion soll nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch die Kundenbasis des Unternehmens diversifizieren und stärken. Die jüngsten Aufträge von großen Eisenbahnunternehmen, insbesondere von der Deutschen Bahn, sind ein Indikator für das Vertrauen in die Technologie und Expertise von KONUX. Diese Aufträge bestätigen die Effektivität und Relevanz der KONUX-Lösungen und stärken die Ambition des Unternehmens führender Anbieter von prädiktiver Wartung im Schienenverkehr zu sein. Technologische Innovationen, insbesondere die Nutzung von Künstlicher Intelligenz und Internet der Dinge (IoT) zur Optimierung des Eisenbahnverkehrs, sind ein zentrales Element der KONUX-Strategie. Die Fähigkeit, den Eisenbahnverkehr effizienter und reaktiver zu gestalten, bietet enorme Möglichkeiten zur Steigerung der Netzwerkkapazität und Effizienz. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass KONUX GmbH durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung sowie durch strategische Expansionen und Partnerschaften gut positioniert ist, um von den wachsenden Chancen in der Eisenbahnbranche zu profitieren. Die sich abzeichnenden Trends und die Nachfrage nach nachhaltigen, effizienten Transportlösungen bieten eine solide Basis für ein langfristiges und profitables Wachstum des Unternehmens. D: PrognoseberichtFür das kommende Geschäftsjahr erwartet KONUX GmbH ein Umsatzwachstum von über 100 Prozent. Wir erwarten, dass dieses Wachstum maßgeblich durch drei Hauptfaktoren getrieben wird: 1. Höhere Umsätze aus dem bestehenden Vertrag mit der Deutschen Bahn. Da Umsätze nur anfallen, sobald die Weichen der Bahn mit unserem System ausgestattet sind, und sich im Vergleich zu 2023 erst im Jahr 2024 alle Systeme im Betrieb befinden, wirkt sich dies positiv auf die Höhe der Umsätze aus. 2. Eine moderate Bestellung von der Deutschen Bahn: Ein kleinerer Treiber dieses Wachstums ist eine potenzielle Bestellung von Sensoren seitens der Deutschen Bahn im Jahr 2024. Diese Bestellung umfasst die weitere Ausweitung der KONUX-Systeme innerhalb der Infrastruktur der Deutschen Bahn. Diese Ausweitung ist ein zentrales Element der Digitalisierungsstrategie der Deutschen Bahn und unterstreicht die Position von KONUX in der Bereitstellung fortschrittlicher intelligenter Lösungen für die Überwachung von Weichen innerhalb der Schieneninfrastruktur. 3. Erwartete Aufträge von Network Rail in Großbritannien: Zusätzlich zur Erweiterung in Deutschland erwartet KONUX Bestellungen in der Höhe von mehr als 700 Sensoren von Network Rail im Vereinigten Königreich. Diese Aufträge werden ebenfalls einen bedeutenden Einfluss auf das Umsatzwachstum von KONUX haben. Die erfolgreiche Etablierung und das erwartete Wachstum im britischen Markt bestätigen die internationale Nachfrage nach den innovativen Lösungen von KONUX und stärken das Unternehmen als einen globalen Anbieter im Bereich der digitalen Schieneninfrastruktur. Weiterhin wird für die Eigenkapitalquote ein noch positiveres Verhältnis angestrebt. Dies soll durch weitere Kapitaleinlagen seitens der Muttergesellschaft in Höhe von Minimum USD 35.000.000 erreicht werden. Basierend auf den aktuellen Geschäftsplänen und der vorgesehenen Expansion, prognostiziert KONUX GmbH gleichbleibende bis hin zu moderat steigenden operativen Kosten (definiert durch die Summe aus Materialaufwand und Personalaufwand) gegenüber dem Vorjahr. Ein erheblicher Teil des Anstiegs wird in Forschung und Entwicklung investiert, um die Produktinnovation und technologische Weiterentwicklung voranzutreiben. Dies schließt sowohl die Entwicklung neuer Produkte als auch die Verbesserung bestehender Lösungen ein. Weitere Kostensteigerungen sind im Bereich Marktexpansion und Marketing zu erwarten. Diese Ausgaben unterstützen die Expansion in neue Märkte und tragen zur Steigerung der Markenbekanntheit bei, einschließlich der Finanzierung von Werbekampagnen und der Präsenz auf Branchenveranstaltungen. Das Personalwachstum in Bereichen wie Vertrieb, Kundenservice und Technik wird ebenfalls zu einem Anstieg der Personalkosten führen. Diese Investitionen sind entscheidend, um das erwartete Wachstum des Unternehmens zu unterstützen. Darüber hinaus wird in die Infrastruktur und Betriebsmittel investiert, um die Geschäftstätigkeiten effizient zu unterstützen. Dazu gehören Aufwendungen für Büroflächen, IT-Infrastruktur und andere Betriebsmittel. Schließlich sind zusätzliche Ausgaben im Bereich Compliance und Qualitätsmanagement geplant, um regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und hohe Qualitätsstandards zu gewährleisten. Die geplanten Ausgaben reflektieren die strategische Entscheidung von KONUX, in das zukünftige Wachstum und die Stärkung der Marktposition zu investieren. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, diese Kosten durch effiziente Ressourcennutzung und Optimierung der Betriebsabläufe zu managen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023KONUX GmbH, MünchenI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist mit der Firmierung KONUX GmbH unter der Registernummer HRB 210918 im Handelsregister eingetragen. Registergericht ist das Amtsgericht München. Der Jahresabschluss der Firma KONUX GmbH wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist kein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag mehr ausgewiesen (Vorjahr: EUR 22.461.025,93). Zum 31.12.2023 verfügt die Gesellschaft über flüssige Mittel in der Höhe von EUR 2.420.825,25 (Vorjahr: EUR 726.841,19), diesen steht ein Wert von EUR 4.301.945,86 (Vorjahr: EUR 21.553.345,23) an kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber, welcher wie im Vorjahr hauptsächlich aus einem fälligen Gesellschafterdarlehen besteht. Das Unternehmen, ein Start-up in der Entwicklung von Sensortechnologien für den Schienenverkehr, bestätigte im Geschäftsjahr 2020 durch den Abschluss eines langfristigen Rahmenvertrags mit der Deutschen Bahn AG die praktische Bewährung seiner Technologie sowie das hohe Interesse an seinen Dienstleistungen. Im Jahr 2021 wurden erfolgreich 650 weitere Sensoren bei der Deutschen Bahn installiert, wodurch eine umfassende Überwachung kritischer Infrastruktur gewährleistet wurde. Nach dem Abschluss weiterer vertraglicher Bestandteile im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 erhielt das Unternehmen im Mai 2023 eine bedeutende Bestellung über 3.500 weitere Sensoren von der Deutschen Bahn. Die Verwendung der innovativen Lösungen im Bereich der prädiktiven Wartung und der Auslastung des Infrastrukturnetzwerks bieten den Kunden signifikante Einsparpotenziale sowie eine Optimierung der Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit innerhalb der Schieneninfrastruktur. Weltweit zeichnet sich eine zunehmende Tendenz zu nachhaltigen Schienenverkehrslösungen ab, die eine entsprechende Erhöhung der Kapazitäten im Bahnsektor erfordert. Diese Entwicklung eröffnet der Gesellschaft vielversprechende Wachstumsperspektiven in einem dynamischen und umweltbewussten Markt. Aus diesen Gründen gehen die gesetzlichen Vertreter davon aus, dass die Gesellschafter bzw. Investoren die Gesellschaft auch künftig finanzieren. Demgemäß bilanziert die Gesellschaft unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Gleichwohl ist festzuhalten, dass auf Einzelgesellschaftsebene gemäß der Planungsrechnung für den Prognosezeitraum ohne Berücksichtigung der bereitgestellten finanziellen Mittel durch das Mutterunternehmen von der kontinuierlichen Entstehung von Liquiditätslücken auszugehen ist. Die erwarteten Liquiditätslücken müssen von der Muttergesellschaft KONUX Inc., Delaware, USA, geschlossen werden. Zu diesem Zweck hat die KONUX Inc. im Hinblick auf die ihr gegenüber bestehenden Verbindlichkeiten den Rangrücktritt in Höhe von insgesamt EUR 11.100.000,00 erklärt. Im Jahr 2023 hat die KONUX Inc. die Gesellschaft mit einer Kapitalrücklage von EUR 39.201.083,86 ausgestattet, davon entfielen EUR 18.259.766,92 auf Bargeldeinlagen und EUR 20.941.316,94 auf die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen. Zum Aufstellungszeitpunkt besteht der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag nicht mehr. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. April 2024 EUR 15.913.983,77. Wie in den Vorjahren beabsichtigt die Muttergesellschaft KONUX Inc. noch laufende Gesellschafterdarlehen inklusive fälliger Zinsen bei Fälligkeit in die Kapitalrücklage der Tochtergesellschaft zu überführen. Aufgrund der im ersten Halbjahr 2024 durchgeführten Kapitalerhöhung in der Höhe von USD 21.000.000 auf Ebene der KONUX Inc. ist die KONUX Inc. finanziell in der Lage, die Gesellschaft auch über die Dauer des Prognosezeitraums hinaus mit der erforderlichen Liquidität auszustatten. Die Liquidität wird der Gesellschaft auf deren Abruf zur Verfügung gestellt. Im Zeitraum Januar bis April 2024 wurden weitere EUR 18.900.000,00 als Kapitaleinlage von der Muttergesellschaft transferiert. Gemäß der Budgetplanung der KONUX Inc. dienen die Kapitalmaßnahmen der reinen Finanzierung der Gesellschaft. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei immateriellen Vermögensgegenständen beträgt die Nutzungsdauer bis zu fünf Jahre. Bei Sachanlagevermögen werden für technische Anlagen und Maschinen Nutzungsdauern von 3 - 8 Jahren, für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung Nutzungsdauern von 3 - 13 Jahren angesetzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um notwendige Abschreibungen zur Berücksichtigung dauernder Wertminderungen, bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zum durchschnittlichen Einkaufspreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Individuelle Wertminderungen sind durch Abschläge berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Neben den Material- und Fertigungskosten sind auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie entsprechender Werteverzehr des Sachanlagevermögens enthalten. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte wurden in voller Höhe unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt, eine Abwertung hatte aufgrund der zu erwartenden Werthaltigkeit nicht zu erfolgen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bilanziert. Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen abgedeckt. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen. 2. Passiva Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr erhaltenen Einnahmen gebildet, die einen Ertrag für die Folgezeit darstellen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Unter den Finanzanlagen wird zum Bilanzstichtag die KONUX UK Limited ausgewiesen. Angaben zu Unternehmen, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hat: Beteiligungsquote (%) 100 Eigenkapital zum 31.12.2023 : EUR 83.450,60 Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023: EUR 50.537,17 2. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 191.516,55 (im Vorjahr: EUR 16.984,39) betreffen Forderungen aus laufender Geschäftstätigkeit gegenüber dem Gesellschafter KONUX Inc. und der Tochtergesellschaft KONUX UK Limited. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 169.147,77 (Vorjahr: EUR 0,00) gegen die KONUX Inc. in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.
3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von EUR 46.000,00 ist voll einbezahlt. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (EUR 738.800,03; Vorjahr EUR 514.980,70) betreffen ausstehende Rechnungen (EUR 210.016,70; Vorjahr EUR 225.280,70) und Personalrückstellungen (EUR 528.783,33; Vorjahr EUR 289.700,00). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 12.418.108,57 (Vorjahr: EUR 32.041.316,94) betreffen Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen und Zinsen gegenüber dem Gesellschafter KONUX Inc. in Höhe von EUR 12.336.000,00. Es bestehen keine weiteren Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 82.108,57 (Vorjahr: EUR 0,00) bestehen gegenüber dem Tochterunternehmen der KONUX UK Ltd. für laufende Geschäftstätigkeiten. Die Gesellschaft hat Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr in Höhe von EUR 4.301.945,86 (Vorjahr: EUR 21.553.345,23) zum Stichtag 31. Dezember 2023. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2023 EUR 11.100.000,00 (Vorjahr: EUR 11.100.000,00). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen in diesem Jahr EUR 439.373,71 (Vorjahr: EUR 164.087,14). Darin enthalten sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 159.253,83 (Vorjahr: EUR 8.525,01) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 21.665,06 (Vorjahr: EUR 7.557,58). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in diesem Jahr EUR 4.394.487,23 (Vorjahr: EUR 5.246.238,79). Darin enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 86.849,22 (Vorjahr: EUR 67.517,42) und Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 43.831,30 (Vorjahr: EUR 1.197.610,55). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 1.236.000,00 (Vorjahr: EUR 1.941.316,94) gegenüber der KONUX Inc. V. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 144 (Vorjahr: 119).
Angabe zu den Organmitgliedern 1. Adam Bonnifield, CEO (bestellt am 01. März 2022, abberufen am 24. Oktober 2023) 2. Huschke Diekmann, Head of Sales and Managing Director (bestellt am 01. Juli 2022, abberufen am 30. April 2024) 3. Johanna Leisch, CHRO (bestellt am 20. November 2023) 4. Andreas Loy, CEO (bestellt am 22. Januar 2024) 5. Shlomi Hagai, CFO (bestellt am 11. Dezember 2023) Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 968.774,71. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 betragen EUR 1.412.977,93 (Vorjahr: EUR 1.667.193,00) und umfassen einen Zeitraum bis zum 31. Juli 2027.
Honorar Abschlussprüfer Das Honorar für die Abschlussprüfung beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 53.800,00 (Vorjahr: EUR 47.400,00). Konzernzugehörigkeit Das Unternehmen ist gemäß §293 HGB von der Verpflichtung zur Erstellung von Konzernabschlüssen befreit. Das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften sind in den Konzernabschluss von KONUX Inc., Delaware, USA einbezogen. Der Konzernabschluss von KONUX Inc. wird nach anwendbaren Rechnungslegungsstandards erstellt und kann von der KONUX Inc. bezogen werden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 Die Muttergesellschaft hat im ersten Halbjahr 2024 eine Kapitalmaßnahme in Höhe von USD 21.000.000 abgeschlossen. Des Weiteren wurde im Zuge der letzten Kapitalmaßnahme ein Vereinbarungsschreiben mit einem Venture-Debt-Geber unterzeichnet, welches der Muttergesellschaft eine Kreditlinie in Höhe von maximal USD 15.000.000 einräumt. Im April 2024 hat das Unternehmen einen Vertrag mit dem Kunden ADIF in Spanien unterzeichnet, welcher die Überwachung von 200 Weichen beinhaltet. Dieser Vertrag schließt die Pilot- und Ausschreibungs-Phase erfolgreich ab und zielt darauf ab über eine Betriebserprobung den Weg für eine großflächige Überwachung der kritischen Infrastruktur zu ebnen. Die Geschäftsführung
München, 15. Mai 2024 Andreas Loy Johanna Luise Leisch Shlomi Hagai 1 Bericht des AufsichtsratsAnhang für das Geschäftsjahr 2023KONUX GmbH, MünchenI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist mit der Firmierung KONUX GmbH unter der Registernummer HRB 210918 im Handelsregister eingetragen. Registergericht ist das Amtsgericht München. Der Jahresabschluss der Firma KONUX GmbH wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist kein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag mehr ausgewiesen (Vorjahr: EUR 22.461.025,93). Zum 31.12.2023 verfügt die Gesellschaft über flüssige Mittel in der Höhe von EUR 2.420.825,25 (Vorjahr: EUR 726.841,19), diesen steht ein Wert von EUR 4.301.945,86 (Vorjahr: EUR 21.553.345,23) an kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber, welcher wie im Vorjahr hauptsächlich aus einem fälligen Gesellschafterdarlehen besteht. Das Unternehmen, ein Start-up in der Entwicklung von Sensortechnologien für den Schienenverkehr, bestätigte im Geschäftsjahr 2020 durch den Abschluss eines langfristigen Rahmenvertrags mit der Deutschen Bahn AG die praktische Bewährung seiner Technologie sowie das hohe Interesse an seinen Dienstleistungen. Im Jahr 2021 wurden erfolgreich 650 weitere Sensoren bei der Deutschen Bahn installiert, wodurch eine umfassende Überwachung kritischer Infrastruktur gewährleistet wurde. Nach dem Abschluss weiterer vertraglicher Bestandteile im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 erhielt das Unternehmen im Mai 2023 eine bedeutende Bestellung über 3.500 weitere Sensoren von der Deutschen Bahn. Die Verwendung der innovativen Lösungen im Bereich der prädiktiven Wartung und der Auslastung des Infrastrukturnetzwerks bieten den Kunden signifikante Einsparpotenziale sowie eine Optimierung der Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit innerhalb der Schieneninfrastruktur. Weltweit zeichnet sich eine zunehmende Tendenz zu nachhaltigen Schienenverkehrslösungen ab, die eine entsprechende Erhöhung der Kapazitäten im Bahnsektor erfordert. Diese Entwicklung eröffnet der Gesellschaft vielversprechende Wachstumsperspektiven in einem dynamischen und umweltbewussten Markt. Aus diesen Gründen gehen die gesetzlichen Vertreter davon aus, dass die Gesellschafter bzw. Investoren die Gesellschaft auch künftig finanzieren. Demgemäß bilanziert die Gesellschaft unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Gleichwohl ist festzuhalten, dass auf Einzelgesellschaftsebene gemäß der Planungsrechnung für den Prognosezeitraum ohne Berücksichtigung der bereitgestellten finanziellen Mittel durch das Mutterunternehmen von der kontinuierlichen Entstehung von Liquiditätslücken auszugehen ist. Die erwarteten Liquiditätslücken müssen von der Muttergesellschaft KONUX Inc., Delaware, USA, geschlossen werden. Zu diesem Zweck hat die KONUX Inc. im Hinblick auf die ihr gegenüber bestehenden Verbindlichkeiten den Rangrücktritt in Höhe von insgesamt EUR 11.100.000,00 erklärt. Im Jahr 2023 hat die KONUX Inc. die Gesellschaft mit einer Kapitalrücklage von EUR 39.201.083,86 ausgestattet, davon entfielen EUR 18.259.766,92 auf Bargeldeinlagen und EUR 20.941.316,94 auf die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen. Zum Aufstellungszeitpunkt besteht der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag nicht mehr. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. April 2024 EUR 15.913.983,77. Wie in den Vorjahren beabsichtigt die Muttergesellschaft KONUX Inc. noch laufende Gesellschafterdarlehen inklusive fälliger Zinsen bei Fälligkeit in die Kapitalrücklage der Tochtergesellschaft zu überführen. Aufgrund der im ersten Halbjahr 2024 durchgeführten Kapitalerhöhung in der Höhe von USD 21.000.000 auf Ebene der KONUX Inc. ist die KONUX Inc. finanziell in der Lage, die Gesellschaft auch über die Dauer des Prognosezeitraums hinaus mit der erforderlichen Liquidität auszustatten. Die Liquidität wird der Gesellschaft auf deren Abruf zur Verfügung gestellt. Im Zeitraum Januar bis April 2024 wurden weitere EUR 18.900.000,00 als Kapitaleinlage von der Muttergesellschaft transferiert. Gemäß der Budgetplanung der KONUX Inc. dienen die Kapitalmaßnahmen der reinen Finanzierung der Gesellschaft. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei immateriellen Vermögensgegenständen beträgt die Nutzungsdauer bis zu fünf Jahre. Bei Sachanlagevermögen werden für technische Anlagen und Maschinen Nutzungsdauern von 3 - 8 Jahren, für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung Nutzungsdauern von 3 - 13 Jahren angesetzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um notwendige Abschreibungen zur Berücksichtigung dauernder Wertminderungen, bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zum durchschnittlichen Einkaufspreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Individuelle Wertminderungen sind durch Abschläge berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Neben den Material- und Fertigungskosten sind auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie entsprechender Werteverzehr des Sachanlagevermögens enthalten. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte wurden in voller Höhe unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt, eine Abwertung hatte aufgrund der zu erwartenden Werthaltigkeit nicht zu erfolgen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bilanziert. Ausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen abgedeckt. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen. 2. Passiva Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr erhaltenen Einnahmen gebildet, die einen Ertrag für die Folgezeit darstellen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Unter den Finanzanlagen wird zum Bilanzstichtag die KONUX UK Limited ausgewiesen. Angaben zu Unternehmen, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hat:
2. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 191.516,55 (im Vorjahr: EUR 16.984,39) betreffen Forderungen aus laufender Geschäftstätigkeit gegenüber dem Gesellschafter KONUX Inc. und der Tochtergesellschaft KONUX UK Limited. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 169.147,77 (Vorjahr: EUR 0,00) gegen die KONUX Inc. in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 20233. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von EUR 46.000,00 ist voll einbezahlt. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (EUR 738.800,03; Vorjahr EUR 514.980,70) betreffen ausstehende Rechnungen (EUR 210.016,70; Vorjahr EUR 225.280,70) und Personalrückstellungen (EUR 528.783,33; Vorjahr EUR 289.700,00). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 12.418.108,57 (Vorjahr: EUR 32.041.316,94) betreffen Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen und Zinsen gegenüber dem Gesellschafter KONUX Inc. in Höhe von EUR 12.336.000,00. Es bestehen keine weiteren Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 82.108,57 (Vorjahr: EUR 0,00) bestehen gegenüber dem Tochterunternehmen der KONUX UK Ltd. für laufende Geschäftstätigkeiten. Die Gesellschaft hat Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr in Höhe von EUR 4.301.945,86 (Vorjahr: EUR 21.553.345,23) zum Stichtag 31. Dezember 2023. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2023 EUR 11.100.000,00 (Vorjahr: EUR 11.100.000,00). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen in diesem Jahr EUR 439.373,71 (Vorjahr: EUR 164.087,14). Darin enthalten sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 159.253,83 (Vorjahr: EUR 8.525,01) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 21.665,06 (Vorjahr: EUR 7.557,58). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in diesem Jahr EUR 4.394.487,23 (Vorjahr: EUR 5.246.238,79). Darin enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 86.849,22 (Vorjahr: EUR 67.517,42) und Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 43.831,30 (Vorjahr: EUR 1.197.610,55). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 1.236.000,00 (Vorjahr: EUR 1.941.316,94) gegenüber der KONUX Inc. V. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 144 (Vorjahr: 119).
Angabe zu den Organmitgliedern 1. Adam Bonnifield, CEO (bestellt am 01. März 2022, abberufen am 24. Oktober 2023) 2. Huschke Diekmann, Head of Sales and Managing Director (bestellt am 01. Juli 2022, abberufen am 30. April 2024) 3. Johanna Leisch, CHRO (bestellt am 20. November 2023) 4. Andreas Loy, CEO (bestellt am 22. Januar 2024) 5. Shlomi Hagai, CFO (bestellt am 11. Dezember 2023) Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 968.774,71. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 betragen EUR 1.412.977,93 (Vorjahr: EUR 1.667.193,00) und umfassen einen Zeitraum bis zum 31. Juli 2027.
Honorar Abschlussprüfer Das Honorar für die Abschlussprüfung beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 53.800,00 (Vorjahr: EUR 47.400,00). Konzernzugehörigkeit Das Unternehmen ist gemäß §293 HGB von der Verpflichtung zur Erstellung von Konzernabschlüssen befreit. Das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften sind in den Konzernabschluss von KONUX Inc., Delaware, USA einbezogen. Der Konzernabschluss von KONUX Inc. wird nach anwendbaren Rechnungslegungsstandards erstellt und kann von der KONUX Inc. bezogen werden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 Die Muttergesellschaft hat im ersten Halbjahr 2024 eine Kapitalmaßnahme in Höhe von USD 21.000.000 abgeschlossen. Des Weiteren wurde im Zuge der letzten Kapitalmaßnahme ein Vereinbarungsschreiben mit einem Venture-Debt-Geber unterzeichnet, welches der Muttergesellschaft eine Kreditlinie in Höhe von maximal USD 15.000.000 einräumt. Im April 2024 hat das Unternehmen einen Vertrag mit dem Kunden ADIF in Spanien unterzeichnet, welcher die Überwachung von 200 Weichen beinhaltet. Dieser Vertrag schließt die Pilot- und Ausschreibungs-Phase erfolgreich ab und zielt darauf ab über eine Betriebserprobung den Weg für eine großflächige Überwachung der kritischen Infrastruktur zu ebnen. Die Geschäftsführung
München, 15. Mai 2024 Andreas Loy Johanna Luise Leisch Shlomi Hagai sonstige Berichtsbestandteile
München, 15. Mai 2024 gez. Andreas Loy, Geschäftsführer gez. Johanna Leisch, Geschäftsführerin gez. Shlomi Hagai, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06. Juni 2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KONUX GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KONUX GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KONUX GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. [og Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. [kpmg Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 6. Juni 2024 KPMG
AG
Lucas, Wirtschaftsprüfer Rüger, Wirtschaftsprüfer |
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