Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 512595
Eingetragen
24.8.2016
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Gegenstand
die Vermarktung einer cloudbasierten Online-Software-Plattform und DIY-Baukastensystems für 3D-Inhalte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Rohloff
seit 21.10.2021
Prokura
Hans Elstner
seit 24.8.2016
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROOOM AG

Jena

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

rooom AG, Jena

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Das Metaverse, ein Konzept, das eine immersivere und interaktive digitale Realität umfasst, ist zum zentralen Forschungs- und Entwicklungsgebiet der rooom AG avanciert. Traditionell waren Lösungen im Bereich des Metaverse und der 3D-Technologie mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Sie erforderten umfangreiche Rechenkapazitäten, um grafisch ansprechende Darstellungen zu erzeugen, und waren oft nur auf hochleistungsfähigen, kostenintensiven Geräten nutzbar. Diese Einschränkungen bezüglich Wirtschaftlichkeit und Portabilität sowie die vorrangige Zuständigkeit von IT-Fachkräften für die Erstellung von 3D-Modellen stellten signifikante Barrieren für eine breitere Anwendung dar.

Die rooom AG hat sich dem Abbau dieser Barrieren verschrieben. Durch den Einsatz innovativer Technologien und Ansätze entwickelt das Unternehmen Lösungen, die das Metaverse und 3D-Inhalte zugänglicher und nutzerfreundlicher gestalten. Ein zentrales Element dieser Bestrebungen ist ein umfassendes 3D Content Management System (3D CMS), das auf eine Vielzahl von Anwendungsfällen abzielt, einschließlich solcher mit branchenspezifischen Anforderungen. Diese Plattform erlaubt die Erstellung beeindruckender visueller Darstellungen ohne den Bedarf an exzessiver Rechenleistung, was die Anwendbarkeit erweitert und die Einsatzmöglichkeiten flexibler und kosteneffizienter gestaltet.

Die Expertise des Teams der rooom AG im Bereich der Vereinfachung der 3D-Content-Erstellung und der Sicherstellung einer reibungslosen Darstellung auf verschiedenen Endgeräten ermöglicht es, die Vorteile des Metaverse unabhängig von der technischen Ausstattung oder dem Fachwissen der Nutzer zugänglich zu machen. Mit Hilfe führender Technologien nutzt die rooom AG das volle Potenzial des Metaverse, um eine Brücke zwischen beeindruckenden 3D-Welten und einer einfachen, benutzerfreundlichen Erfahrung zu schlagen. Das Engagement für fortschrittliche Technologien und die Entwicklung einer umfassenden Metaverse-Landschaft bietet neue Chancen und erweitert die Grenzen des Möglichen für Unternehmen und Nutzer gleichermaßen.

Die Herausforderung bei der Erstellung von dreidimensionalen Welten lag bislang oft in ihrer Bindung an spezifische Softwarepakete und Umgebungen, was ihre Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit limitierte. Insbesondere die Erzeugung interaktiver Objekte war eine komplexe Aufgabe, da eine gezielte Anpassung für spezifische Anwendungen schwierig war. Verschiedene am Markt verfügbare Lösungen versuchten, diese Einschränkungen durch technische Kompromisse zu umgehen. Einige Ansätze reduzierten die Interaktivität, andere boten webbasierte Lösungen mit eingeschränkter grafischer Qualität an. Neue Technologien wie Pixel Streaming ermöglichten zwar hochauflösende Grafiken und die Zusammenarbeit mehrerer Benutzer, erforderten jedoch erhebliche technische Ressourcen, was die Skalierbarkeit und Kosteneffizienz beeinträchtigte.

Die rooom AG präsentiert mit ihrer webbasierten SaaS-Plattform eine Lösung, die modulare Optionen für 3D-Inhalte bietet, speziell optimiert für niedrige Bandbreiten und einfache Hardwarekonfigurationen. Diese innovative Technologie erreicht eine außergewöhnliche grafische Qualität, während gleichzeitig die Serverseite die Nachbearbeitung der 3D-Inhalte automatisch übernimmt, um eine kontinuierliche Qualitätskontrolle und Verbesserung zu gewährleisten. Die Plattform fördert nicht nur eine hohe Wiederverwendbarkeit der Inhalte, sondern bietet auch ein beeindruckendes interaktives Erlebnis. Nutzer profitieren von der Möglichkeit, eigene Inhalte über eine automatisierte Pipeline hochzuladen, was die Serverbelastung minimiert und eine problemlose Skalierbarkeit sicherstellt. Die nahtlose Integration der browserbasierten Engine in jede Web-Anwendung, kompatibel mit allen gängigen Browsern und Hardware-Konfigurationen, unterstreicht die führende Rolle der rooom AG in der Bereitstellung effektiver Echtzeit-Zusammenarbeitslösungen im digitalen Raum.

Diese fortschrittliche Plattform positioniert die rooom AG als Vorreiter in der Demokratisierung des Metaverse, indem sie technische und praktische Barrieren abbaut und es Unternehmen sowie Einzelpersonen ermöglicht, die Vorteile der digitalen Transformation vollständig auszuschöpfen. Mit einem klaren Fokus auf die Bereitstellung flexibler, zugänglicher Lösungen, die technische Innovation mit Benutzerfreundlichkeit verbinden, setzt die rooom AG neue Standards in der Branche und fördert die Expansion des digitalen Raums.

1.2 Struktur

Die rooom AG hat ihren Hauptsitz in Jena.

Es gibt Zweigniederlassungen an einem weiteren Standort in Jena und in Leipzig.

Die Tochtergesellschaft rooom Inc. (zu 100 % beteiligt) befindet sich an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika und dient als Vertriebsgesellschaft für den nordamerikanischen Markt.

Eine weitere Tochtergesellschaft, die rooom X GmbH (zu 25,1 % beteiligt) in Jena soll zukünftig der Vermarktung von Online-Events dienen.

Zudem beteiligt sich die rooom AG an Unternehmen, die einen technologischen Beitrag zur eigenen Plattform liefern. Diese sind die 3 Dimension Tech GmbH (zu 66 % beteiligt) in Jena und die Create 3 GmbH i.L. (Zürich, Schweiz) (zu 25,5% beteiligt).

Zum Bilanzstichtag gab es 82 VZÄ bei der rooom AG.

1.3 Markt

Die rooom AG ist hauptsächlich im deutschsprachigen Raum (DACH-Region) tätig, verfügt jedoch über Vertriebspartner und Kunden auf der ganzen Welt. Der Metaverse-Markt zählt zu den vielversprechendsten Segmenten in der Software-Branche. Die Gesellschaft konzentriert sich vor allem auf folgende Marktsegmente:

• Enterprise Metaverse,

• Virtuelle Events,

• Einzelhandel (einschließlich E-Commerce),

• Training, Bildung und Smart-Learning,

• Maschinenbau und IIoT (Industrial Internet of Things),

• Immobilien und Infrastruktur,

• Tourismus

Die Gesellschaft befindet sich in der Scale-Up-Phase und hat ihren Fokus auf die Erschließung von Marktanteilen und das Wachstum gerichtet. Dabei strebt sie danach, von den vielversprechenden Wachstumschancen des aktuellen Marktes zu profitieren.

Die weltweite durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von ausgewählten Segmenten beträgt1:

Marktsegment Wachstumsrate (pro Jahr)
Metaverse (Enterprise, e-Commerce) >41 %
Virtuelle Veranstaltungen >18 %
3D-(Produkt)visualisierung >30 %
IIoT >23 %
Augmented Reality (Retail, Tourismus, Training) >39 %

Der gesamtverfügbare Markt für die rooom AG wird bis 2030 auf 3.490 Mrd. USD geschätzt.1

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 markierte einen Wendepunkt in der globalen und europäischen Wirtschaft, geprägt durch Unsicherheiten und gemischte Entwicklungen. Die deutsche Wirtschaft, als barometrischer Indikator für die Euro-Zone, verzeichnete eine Kontraktion des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 %, eine deutliche Umkehrung des 1,8 %igen Wachstums von 2022. Diese Entwicklung reflektiert die vielfältigen Herausforderungen, darunter geopolitische Spannungen, anhaltende Inflation und die Auswirkungen von Energiekrisen, die durch den andauernden Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Unterbrechungen russischer Energielieferungen verschärft wurden.

In diesem Kontext musste der Metaverse-Markt eine merkliche Abkühlung erfahren, was zu einer Neubewertung hochfliegender Erwartungen führte. Besonders bemerkenswert waren die Korrekturen von Meta Platforms Inc (Meta) Ende 2022, die zu einem reduzierten Wachstumstempo im Metaverse-Sektor führten und eine Reihe von Entlassungen nach sich zogen. Diese Entwicklungen dämpften den anfänglichen Enthusiasmus für den Markt, während die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Geräte für den Mainstream und die skeptische Haltung außerhalb der Generation Z zu den virtuellen sozialen Netzwerken beitrugen.

Trotz dieser kurzfristigen Marktreaktionen haben sich 3D, Spatial und XR-Technologien fest in den Unternehmensstrategien etabliert. Sie bieten Unternehmen signifikante Vorteile, indem sie Prozesse vereinfachen, Kosten senken und Remote-Arbeiten erleichtern. Diese Technologien behalten ihren Stellenwert in der Geschäftswelt bei, unabhängig von den Schwankungen im Metaverse-Markt.

Makroökonomische Faktoren wie Inflationsraten und Zinssätze spielten eine entscheidende Rolle für das Investitionsverhalten und die Kaufkraft von Unternehmen und Verbrauchern, was wiederum direkte Auswirkungen auf die Nachfrage nach den Lösungen der rooom AG hatte. Ein Wiedererstarken virtueller und hybrider Eventformate gegen Ende des Jahres zeigte die anhaltende Präferenz für Flexibilität und die Erreichbarkeit eines globalen Publikums.

Technologische Entwicklungen, insbesondere die Einführung neuer XR-Headsets von Apple und Meta, belebten das Interesse und die Investitionen im Bereich der virtuellen und erweiterten Realitäten. Die rasante Entwicklung und Popularisierung von KI-Technologien, vorangetrieben durch Plattformen wie ChatGPT, hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf die Branche und boten Unternehmen wie der rooom AG neue Möglichkeiten, ihre Angebote zu optimieren.

Für 2024 und darüber hinaus prognostiziert der Internationale Währungsfonds ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft, während technologische Fortschritte und die zunehmende Integration von KI in verschiedenen Branchen signifikante Chancen für Unternehmen im XR-Bereich und darüber hinaus bieten. Die Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren und technologisch fortschrittlicheren Wirtschaft bleibt ein zentraler Faktor, der das langfristige Wachstum und die Innovationskraft von Unternehmen wie der rooom AG beeinflussen wird.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Finanzlage

Im Jahr 2023 stand die rooom AG vor erheblichen Herausforderungen, die eine strategische Neuausrichtung und umfassende Kosteneinsparungen erforderlich machten. Die anhaltende Suche nach Series A Investoren und der Umgang mit einer extrem geringen Liquidität prägten das Geschäftsjahr. Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es der rooom AG, durch entschlossene Maßnahmen ihre finanzielle Stabilität zu wahren und weiterhin bedeutende geschäftliche Erfolge zu erzielen.

Ein signifikanter finanzieller Impuls wurde Anfang des Jahres 2023 durch eine Brückenfinanzierung in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro erzielt, die eine dringend benötigte Erhöhung der liquiden Mittel mit sich brachte. Zusätzlich konnte eine wichtige Vertragsverlängerung mit dem Schlüsselkunden von zwei auf fünf Jahre abgeschlossen werden. Dieser Deal trug maßgeblich zur finanziellen Stabilisierung der rooom AG bei.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um 2.630 TEUR auf 3.754 TEUR.

Ertragslage

Die umgesetzten Kosteneinsparungsmaßnahmen, darunter die Kündigung von Verträgen mit nicht essenziellen externen Dienstleistern, die Einführung strengerer Ausgabenrichtlinien und die Reduzierung des Personals sowie die Einführung von Kurzarbeit, ermöglichten es, die monatlichen Gesamtkosten von knapp einer Million Euro Ende 2022 auf unter 600.000 Euro zu senken. Die Personalkosten konnten dabei auf etwa 350.000 Euro monatlich reduziert werden.

Trotz der angespannten weltwirtschaftlichen Lage und einer teilweise geschwächten Nachfrage im Markt, gelang es der rooom AG, ihr Angebot erfolgreich an die Bedürfnisse von Enterprise-Kunden anzupassen und bedeutende Neukunden wie MediaMarkt Saturn, Deutsche Bahn, Lufthansa, BMW, LVM und EY zu gewinnen. Diese strategische Fokussierung auf größere Lizenzen mit entsprechend hohen monatlichen Umsätzen sowie die Reduzierung des Anteils an Servicearbeiten, die zunehmend von Agenturpartnern übernommen wurden, stärkte das Geschäftsmodell der rooom AG.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2023 zeigte ein Umsatzniveau (4.567 TEUR), das in etwa dem des Vorjahres (Vorjahr: 4.578 TEUR) entsprach. Durch die deutlich gesenkten Gesamtkosten verbesserte sich jedoch der EBITDA. Trotz der herausfordernden Umstände und der nicht erreichten ursprünglichen Ziele aus der Budgetplanung, unterstreicht diese Entwicklung die erfolgreichen Bemühungen des Unternehmens, seine finanzielle Situation zu stabilisieren und sich strategisch neu auszurichten.

Vermögenslage

Ein Meilenstein in der Finanzierungsgeschichte der rooom AG wurde im September erreicht, als ein Investment in Höhe von 6,3 Millionen Euro im Rahmen der Series A Finanzierung von Marondo Capital, TGFS und der bm-t gesichert werden konnte. Diese Kapitalzufuhr stellt einen entscheidenden Schritt für das weitere Wachstum und die Entwicklung der rooom AG dar und signalisiert das Vertrauen der Investoren in das langfristige Potenzial des Unternehmens.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2.964 TEUR auf 13.188 TEUR und das Eigenkapital konnte durch das Investment erheblich erhöht werden. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 75 % (Vorjahr: 4 %).

Gesamteinschätzung

Das Jahr 2023 war somit ein Jahr der strategischen Neuausrichtung, in dem die rooom AG trotz erheblicher Herausforderungen wichtige Erfolge erzielte und ihre Position im Markt festigte. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Series A Finanzierung und der kontinuierlichen Anpassung an die Marktanforderungen blickt die rooom AG optimistisch in die Zukunft.

3 Prognosebericht

Das Jahr 2024 verspricht für die rooom AG eine Phase der Konsolidierung und des gezielten Wachstums zu werden.

Das im September 2023 erhaltene Investment aus der Series A Finanzierung von Marondo Capital, tgfs und der bm-t hat die finanzielle Basis der rooom AG gestärkt und bietet eine solide Grundlage für die geplanten Aktivitäten im Jahr 2024. Dieses Investment ermöglicht es, wieder verstärkt in Marketing und Kundengewinnungsmaßnahmen zu investieren, ohne dabei den Fokus auf eine effiziente Kapitalverwendung aus den Augen zu verlieren.

Das Augenmerk liegt somit auf der strategischen Nutzung der vorhandenen Ressourcen, um die Unternehmensziele effizient zu erreichen und das Geschäftsmodell nachhaltig zu skalieren. Im Mittelpunkt dieser Bemühungen steht das primäre Ziel, den Breakeven zu erreichen und einen positiven Cashflow zu generieren. Dies soll im 4. Quartal 2024 erreicht werden. Die wesentliche Steuerungsgröße ist der Umsatz. Dieser wird in 2024 leicht über dem Niveau vom Vorjahr erwartet.

Dieses ambitionierte Vorhaben wird durch eine Reihe von strategischen Maßnahmen und Annahmen unterstützt, die das Fundament für das kommende Geschäftsjahr bilden.

Ein zentraler Punkt der Strategie für das Jahr 2024 ist die Expansion des Self-Service-Angebots. Mit aktuell etwa 48.000 Nutzern, die die kostenfreie Version der Plattform nutzen, erkennt die rooom AG ein erhebliches Potenzial, diese Nutzerbasis in zahlende Kunden zu konvertieren. Dieser Ansatz zielt darauf ab, KMUs und kleinere Organisationen, die bisher aufgrund des Fokus auf Enterprise-Kunden nicht bedient wurden, gezielt anzusprechen. Die Einführung niederschwelliger Self-Service-Angebote soll es diesen Kunden ermöglichen, virtuelle Räume und Produkte effizient und kostengünstig zu erstellen, was die Kundenbasis der rooom AG signifikant erweitern wird.

Die Entscheidung, Self-Service-Funktionen auszubauen, ist eine direkte Antwort auf die sich ändernden Marktbedingungen und das Kundenverhalten. In einer Zeit, in der Unternehmen aller Größenordnungen nach kosteneffizienten und flexiblen Lösungen suchen, positioniert sich die rooom AG als ein Anbieter, der diesen Bedürfnissen gerecht wird. Die einfache, webbasierte und datenschutzkonforme Plattform der rooom AG bietet einen signifikanten Mehrwert, insbesondere im europäischen Markt, wo strenge Datenschutzstandards gelten.

Parallel zur Ausweitung des Self-Service-Angebots setzt die rooom AG weiterhin auf den Ausbau langfristiger Vertragsbeziehungen und Partnerschaften. Diese strategische Ausrichtung dient dazu, eine stabile Einnahmequelle zu sichern und gleichzeitig die Beziehungen zu Schlüsselkunden zu vertiefen. Die Erfahrungen aus dem Jahr 2023 haben gezeigt, dass langfristige Verträge nicht nur finanzielle Sicherheit bieten, sondern auch die Grundlage für nachhaltige Partnerschaften legen, die für beide Seiten von Vorteil sind.

Für das Jahr 2024 erwartet die rooom AG eine positive Geschäftsentwicklung, angetrieben durch die Expansion des Self-Service-Angebots und die Stärkung der Kundenbeziehungen. Die rooom AG ist bereit, die Chancen, die der dynamische Markt für Metaverse und 3D-Lösungen bietet, zu nutzen und die Herausforderungen, die das wirtschaftliche Umfeld mit sich bringt, erfolgreich zu meistern.

4 Chancen- und Risikobericht

In einem sich ständig wandelnden Marktumfeld ist die Identifizierung und das Management von Chancen und Risiken entscheidend für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens. Die rooom AG, als innovativer Anbieter im Bereich der 3D- und Metaverse-Technologien, steht einer Vielzahl von Chancen gegenüber, die das Potenzial haben, das Wachstum und die Marktposition des Unternehmens signifikant zu beeinflussen. Gleichzeitig ist das Unternehmen verschiedenen Risiken ausgesetzt, deren Management für die Sicherung der Unternehmensziele unerlässlich ist.

Risiken

Die anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten und die mögliche Verschärfung der wirtschaftlichen Lage könnten die Budgets als auch das Zahlungsverhalten von Kunden beeinträchtigen und sich negativ auf die Nachfrage nach den Lösungen der rooom AG auswirken und das Ausfallrisiko erhöhen. Um den Auswirkungen gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten entgegenzuwirken, diversifiziert die rooom AG ihre Marktpräsenz und erweitert ihr Angebotsspektrum. Dies soll die Abhängigkeit von einzelnen Wirtschaftsräumen reduzieren und die Flexibilität erhöhen, auf unterschiedliche Marktbedingungen reagieren zu können.

Eine starke Abhängigkeit von wenigen großen Kunden oder strategischen Partnern könnte das Unternehmen außerdem zukünftig verwundbar machen. Veränderungen in den Geschäftsbeziehungen oder im Kundenverhalten könnten die Geschäftsentwicklung der rooom AG beeinträchtigen.

Deshalb plant die rooom AG, ihr Angebot im Bereich der Self-Service-Lösungen erheblich auszubauen. Dies bietet die Chance, eine breitere Zielgruppe zu erreichen und die Basis zahlender Kunden zu vergrößern. Insbesondere kleinere Unternehmen und Einzelpersonen, die bisher durch den Fokus auf Enterprise-Kunden nicht bedient wurden, sollen durch niederschwellige Angebote angesprochen werden. Diese strategische Ausrichtung verspricht nicht nur Umsatzwachstum, sondern auch eine stärkere Marktdurchdringung.

Die Dynamik im Markt für Metaverse und 3D-Lösungen führt zu einem intensiven Wettbewerb. Neue und etablierte Wettbewerber könnten mit innovativen Lösungen oder aggressiven Preisstrategien Marktanteile gewinnen. Die rooom AG setzt deshalb auf kontinuierliche Innovation und die Entwicklung einzigartiger Features, um sich vom Wettbewerb abzuheben. Durch die Fokussierung auf Kundenzufriedenheit und die Bereitstellung eines herausragenden Nutzererlebnisses strebt das Unternehmen an, seine Kunden langfristig zu binden und neue Marktsegmente zu erschließen.

Um technologischen Herausforderungen zu begegnen, investiert die rooom AG außerdem fortwährend in Forschung und Entwicklung. Durch die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern und die Einbindung neuester Trends und Entwicklungen in ihre Plattform sichert das Unternehmen seine Innovationsführerschaft und stellt die langfristige Relevanz seiner Lösungen sicher.

Durch die zukünftige Entwicklung des Marktes kann es sich ergeben, dass ggf. einzelne Produkte, die aktuell als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert sind, außerplanmäßig abgeschrieben werden müssen. Dies würde zu einer Verringerung der Aktiva der Bilanz und damit zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote führen. Bei der Vielzahl der verschiedenen Produkte und Lösungen wird der Umfang und das damit verbundene Risiko allerdings als gering eingeschätzt.

Rooom AG als ein Wachstumsunternehmen in der Softwarebranche bedient Geschäftskunden und steht daher vor erheblichen Liquiditätsrisiken. Diese Risiken entstehen durch lange Zahlungszyklen, da Geschäftskunden häufig längere Zahlungsfristen aushandeln. Zudem können unerwartete Verzögerungen bei der Zahlung oder Forderungsausfälle die Liquidität erheblich beeinträchtigen. Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Skalierung der Geschäftsaktivitäten erhöhen zusätzlich den Kapitalbedarf. Um diesen Risiken zu begegnen, wir ein effektives Forderungsmanagement aufgebaut, verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten genutzt und eine Liquiditätsplanung durchgeführt. Dies hilft, finanzielle Engpässe zu vermeiden und das Wachstum nachhaltig zu sichern.

Zur Sicherstellung der Liquidität und des geplanten Wachstums befindet sich die Gesellschaft aktuell in Verhandlungen über weitere Eigenkapitalzuführungen.

Die rooom AG bewertet Risiken wie Schadenersatzansprüche, Risiken aus Urheberrechtsverletzungen und das Risiko des Datenverlusts als eher gering. Durch die Einführung und konsequente Anwendung von hohen Qualitätsstandards in allen Unternehmensbereichen sowie die Schaffung solider vertraglicher Grundlagen wird die Wahrscheinlichkeit der Risikoentstehung minimiert. Zusätzlich hat die rooom AG wichtige Risikobereiche versichert, um im Falle eines unvorhergesehenen Ereignisses abgesichert zu sein. Diese proaktiven Schritte gewährleisten, dass die rooom AG gut vorbereitet ist, um operationelle Risiken effektiv zu managen und deren potenzielle Auswirkungen auf das Geschäft zu begrenzen.

Das individuelle Fachwissen und die Expertise der Mitarbeitenden, insbesondere in Schlüsselpositionen und spezialisierten technischen Funktionen, sind für den Erfolg der rooom AG von entscheidender Bedeutung. Um das Risiko des Wissensverlustes durch den Wechsel von Mitarbeitenden zu minimieren, setzt das Unternehmen auf eine umfassende Knowledge Base und detaillierte Dokumentationen. Darüber hinaus fördert die rooom AG eine starke Unternehmenskultur durch individuelles Personalmanagement, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und flache Hierarchien, um die Bindung der Mitarbeitenden zu stärken. Die Anmeldung von drei Patenten beim DPMA unterstreicht zudem die strategische Bedeutung des geistigen Eigentums für das Unternehmen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, das Risiko eines Know-how-Verlusts zu reduzieren und werden von der rooom AG als gering eingestuft.

Chancen

Als Technologieführer hat die rooom AG die Chance, neue Marktstandards zu setzen. Innovationen in den Bereichen Virtual Reality, Künstliche Intelligenz und 3D-Modellierung können das Produktportfolio erweitern und bestehende Lösungen verbessern, um den Kundenanforderungen noch besser gerecht zu werden.

Die anhaltende Nachfrage nach virtuellen Events und digitalen Lösungen bietet erhebliche Wachstumschancen. Die rooom AG ist in der einzigartigen Position, von diesem Trend zu profitieren, indem sie datenschutzkonforme und benutzerfreundliche Plattformen anbietet, die den Bedürfnissen eines breiten Spektrums von Kunden entsprechen.

Durch die zusätzliche Etablierung und Vertiefung strategischer Partnerschaften hat die rooom AG die Möglichkeit, ihre Marktpräsenz auszubauen und Zugang zu neuen Technologien und Kundenkreisen zu erhalten. Solche Partnerschaften können als Katalysator für das Unternehmenswachstum dienen und die Innovation sowie die Produktentwicklung beschleunigen.

Mit einer soliden finanziellen Basis und einer innovativen Produktlinie hat die rooom AG darüber hinaus die Chance, auf internationalen Märkten zu expandieren. Die Erschließung neuer geografischer Märkte kann das Unternehmenswachstum beschleunigen und zur Diversifizierung der Einnahmequellen beitragen.

 

Jena, den 19. August 2024

gez. Hans Elstner, Vorstand

1 Quelle: Grand View Research / 2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.760.040,13 6.917.143,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.435.695,63 6.368.212,52
II. Sachanlagen 274.818,00 381.237,00
III. Finanzanlagen 49.526,50 167.693,61
B. Umlaufvermögen 4.346.434,73 3.161.477,76
I. Vorräte 61.665,89 2.167,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 530.558,37 2.034.672,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.754.210,47 1.124.637,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 81.651,74 145.564,92
Summe Aktiva 13.188.126,60 10.224.185,81

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.900.106,03 360.724,09
I. ausgegebenes Kapital 275.886,00 110.088,00
1. Gezeichnetes Kapital 276.014,00 110.111,00
2. eigene Anteile -128,00 -23,00
II. Kapitalrücklage 19.638.233,65 5.379.386,71
III. Gewinnrücklagen 52.714,78 62.584,98
IV. Bilanzverlust 10.066.728,40 5.191.335,60
B. Rückstellungen 1.242.268,96 396.369,57
C. Verbindlichkeiten 448.456,39 7.662.441,09
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.597.295,22 1.804.651,06
Summe Passiva 13.188.126,60 10.224.185,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.978.668,07 6.901.716,30
2. Personalaufwand 4.875.487,60 5.571.710,89
a) Löhne und Gehälter 3.882.373,85 4.681.260,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 993.113,75 890.450,40
davon für Altersversorgung 18.955,90 16.828,60
3. Abschreibungen 451.514,91 359.908,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 451.514,91 359.908,14
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.538.777,03 4.786.893,84
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11.318,03
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 101.927,13 16.853,65
davon aus verbundenen Unternehmen 76.334,78 16.784,85
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.944.212,25
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 149.867,31 252.846,14
davon an verbundene Unternehmen 288,94 1.811,32
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.667,93
10. Ergebnis nach Steuern -4.874.613,80 -4.052.789,06
11. sonstige Steuern 779,00 4.065,91
12. Jahresfehlbetrag 4.875.392,80 4.056.854,97
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 5.191.335,60 1.134.480,63
14. Bilanzverlust 10.066.728,40 5.191.335,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ROOOM AG
Firmensitz laut Registergericht: Jena
Registereintrag: Handelsregister B
Registergericht: Jena
Register-Nr.: 512595

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungsdauer orientiert sich an der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und beträgt 3-5 Jahre.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Personalkosten, Materialkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, der allgemeinen Verwaltung und der freiwilligen sozialen Leistungen. Dabei wurden nur die auf die Entwicklung entfallenen Herstellkosten angesetzt. Kosten der Forschungsphase sind nicht eingeflossen. Die Forschungsphase beinhaltet den generellen Erwerb neuer Erkenntnisse, über deren technische Verwertbarkeit oder wirtschaftliche Erfolgsaussichten noch keine Aussagen gemacht werden können. Die Abschreibungsdauer beträgt zwischen 5 und 10 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt zwischen 3 und 13 Jahre.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden saldiert und ohne Ansatz eines eventuellen Aktivüberhangs angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet worden, sofern sie eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und übernommen. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.279.020,16 2.369.440,11 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 251.955,50 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.530.975,66 2.369.440,11 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 741.570,27 43.138,91 0,00
Summe Sachanlagen 741.570,27 43.138,91 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 167.693,61 0,00 12.450,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 167.693,61 0,00 12.450,00
Summe Anlagevermögen 7.440.239,54 2.412.579,02 12.450,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 8.648.460,27
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 251.955,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 8.900.415,77
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 784.709,18
Summe Sachanlagen 0,00 784.709,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -17.650,00 137.593,61
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.838.495,14 1.838.495,14
3. Beteiligungen 17.650,00 17.650,00
Summe Finanzanlagen 1.838.495,14 1.993.738,75
Summe Anlagevermögen 1.838.495,14 11.678.863,70
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 157.507,16 254.313,00 0,00 0,00 411.820,16
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.255,98 47.644,00 0,00 0,00 52.899,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 162.763,14 301.957,00 0,00 0,00 464.720,14
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.333,27 149.557,91 0,00 0,00 509.891,18
Summe Sachanlagen 360.333,27 149.557,91 0,00 0,00 509.891,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 105.717,61 0,00 0,00 105.717,61
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.838.494,64 0,00 0,00 1.838.494,64
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.944.212,25 0,00 0,00 1.944.212,25
Summe Anlagevermögen 523.096,41 2.395.727,16 0,00 0,00 2.918.823,57
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.236.640,11 6.121.513,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.055,52 246.699,52
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.435.695,63 6.368.212,52
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 274.818,00 381.237,00
Summe Sachanlagen 274.818,00 381.237,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31.876,00 167.693,61
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,50 0,00
3. Beteiligungen 17.650,00 0,00
Summe Finanzanlagen 49.526,50 167.693,61
Summe Anlagevermögen 8.760.040,13 6.917.143,13

Entwicklungskosten

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde in Anspruch genommen. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 3.731 TEUR. In diesen Vermögensgegenständen sind im Jahr 2023 1.741 TEUR (Vorjahr: 2.105 TEUR) eigener Personalaufwand und 628 TEUR (Vorjahr: 1.096 TEUR) Fremdleistungen für Entwicklungsleistungen eingeflossen.

Finanzanlagen

Der Betrag der Forderungen gegen die Tochtergesellschaft rooom Inc., USA, wurde im Laufe des Geschäftsjahres in die Ausleihungen an verbundene Unternehmen umgegliedert. Im Vorjahr waren diese unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und hatten eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Dieses Darlehen (per 31.12.2023: 1.838.494,64 EUR, Vorjahr: 1.430.936,20 EUR) als auch die Beteiligung an der rooom inc. (per 31.12.2023: 105.718,61 EUR, Vorjahr: 105.718,61 EUR) wurden im aktuellen Geschäftsjahr vollständig wertberichtigt. Anlass gab die derzeit weitestgehend ruhende Geschäftstätigkeit der Beteiligung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 53.936,09 EUR (Vorjahr: 52.697,57 EUR).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um noch nicht abziehbare Vorsteuer.

Eigenkapital

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von 276.014,00 EUR (Vorjahr: 110.111,00 EUR) ist eingeteilt in:

Grundkapital EUR
275.494 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 275.494,00
520 Stück Vorzugsaktien zum Nennwert von je 1,00 520,00
davon aus bedingter Kapitalerhöhung 0,00
davon aus genehmigter Kapitalerhöhung 276.014,00

Die Aktien lauten auf den Inhaber. Es handelt sich um Namensaktien.

Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien

Im Geschäftsjahr wurden

• 97 eigene Aktien zum Preis von 77,60 EUR je Stück und

• 8 eigene Aktien Preis von 306,00 EUR je Stück im Nennwert von 1,00 EUR erworben.

Der Anteilserwerb erfolgte zum Zwecke Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft stehen, den Erwerb anzubieten (§71 Abs. 1 Nr. 2 AktG). Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien im Jahr 2023 erfolgte durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 29.11.2022 und durch die ordentliche Hauptversammlung vom 26.10.2023.

Der Anteil am Grundkapital beträgt 0,05%.

Angaben über das genehmigte Kapital

Der Vorstand ist durch Satzung vom 30.08.2019 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 06.09.2024 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 36.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2019/I). Dieses genehmigte Kapital wurde am 28.06.2023 mit Beschluss durch die außerordentliche Hauptversammlung aufgehoben.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22.10.2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 09.11.2026 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um bis zu 54.000 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2021/I bzw. 06/2023 II - Wandeldarlehen). Dieses genehmigte Kapital wurde zu 41.280 EUR am 8.06.2023 durch die Wandlung von Darlehen teilweise ausgeschöpft und am 28.06.2023 mit Beschluss durch die außerordentliche Hauptversammlung aufgehoben.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 28.06.2023 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 28.12.2023 gegen Bareinlage um bis zu 34.794,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen wurde (Genehmigtes Kapital 2023/I). Das Genehmigte Kapital vom 28.06.2023 (Genehmigtes Kapital 2023/I) wurde vollständig ausgeschöpft.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 28.06.2023 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 28.12.2023 gegen Bareinlage um bis zu 137.500,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen wurde (Genehmigtes Kapital 2023/III). Das Genehmigte Kapital vom 28.06.2023 (Genehmigtes Kapital 2023/II) wurde teilweise ausgeschöpft.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 26.10.2023 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31.12.2027 gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 60.000,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen wurde (Genehmigtes Kapital 2023/IV). Das Genehmigte Kapital vom 26.10.2023 (Genehmigtes Kapital 2023/IV) beträgt zum Bilanzstichtag noch 60.000,00 EUR.

Entwicklung der Kapitalrücklagen

Das aus den Kapitalerhöhungen erzielte Agio von 14.258.846,94 EUR (Vorjahr: 44.814,00 EUR) wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzverlust ein Verlustvortrag von 5.191.335,60 EUR einbezogen.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 8.237 TEUR. Dieser ergibt sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

EUR
Rückstellung im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten 750.000,00
Urlaubs- und Überstundenrückstellungen 334.872,96
Rückstellung für ausstehende Kostenrechnungen 118.800,00
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 36.000,00

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR bis 1 J.
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
1. gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0 0,0
2. erhaltene Anzahlungen 4,5 4,5 0,0 0,0
3. aus Lieferungen und Leistungen 379,3 379,3 0,0 0,0
4. sonstige Verbindlichkeiten 44,5 44,5 0,0 0,0
Summe 428,3 428,3 0,0 0,0
31.12.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR bis 1 J.
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
1. gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0 0,0 0,0
2. erhaltene Anzahlungen 4,5 4,5 0,0 0,0
3. aus Lieferungen und Leistungen 606,6 606,6 0,0 0,0
4. gegenüber Gesellschafter 29,9 29,9 0,0 0,0
5. sonstige Verbindlichkeiten 7.026,0 7.026,0 0,0 0,0
Summe 7.662,5 7.662,5 0,0 0,0

Latente Steuern

Latente Steuern wurden in Anwendung des § 274 HGB ermittelt. Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergeben sich aus temporären Differenzen auf Grund unterschiedlicher Bewertungen im Anlagevermögen wegen des Ansatzes von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt 8.237 TEUR. Die Differenz führt zu passiven latenten Steuern. Darüber hinaus bestehen aktive latente Steuern aus der Bewertung von sonstigen Rückstellungen sowie steuerlicher Verlustvorträge. Der kombinierte Steuersatz aus Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer beträgt 31,6 %. Sich ergebende Steuerbe- und Steuerentlastungen wurden zusammengefasst. Es wurde unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 274 HGB auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Zuwendungen aus Fördermitteln in Höhe von 203.501,83 EUR (Vorjahr: 21.071,04 EUR).

Materialaufwand

In den bezogenen Leistungen im Vorjahr ist ein Betrag in Höhe von 270 TEUR ausgewiesen, der in den selbst geschaffenen Vermögensgegenständen aktiviert wurde. In diesem Jahr wurden diese Fremdleistungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 956,93 EUR (Vorjahr: 2.882,29 EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 1.201,76 EUR (Vorjahr: 9.239,78 EUR).

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten die außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Beteiligung an der Tochtergesellschaft rooom Inc., USA, sowie auf die Ausleihungen gegen diese. Es handelt sich um außergewöhnliche Aufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 750.000,00 EUR im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit.

Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung EUR
- Jahresfehlbetrag 4.875.392,80
- Verlustvortrag aus dem Vorjahr 5.191.335,60
= Bilanzverlust 10.066.728,40

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer 65,00
teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer 42,75
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 107,75

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Vorname u. Nachname, Ort

Hans Elstner, Jena

Er übt diese Tätigkeit hauptberuflich aus.

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Vorname u. Nachname, Ort ausgeübter Beruf
Stephan Beier, Weimar Investment Manager
Dr. Minzhi Wu, Jena (bis 26.10.2023) Geschäftsführer
Dr. Ludger Vogt, Jena (bis 26.10.2023) Geschäftsführer
Enrico Tietze, Jena Eventmanager, Geschäftsführer
Marko Maschek, Gräfelfing (seit 26.10.2023) Investment Manager
Friedemann Stier, Leipzig (seit 26.10.2023) Investment Manager

Vorsitzender des Aufsichtsrates war bis zum 26.10.2023 Stephan Beier.

Vorsitzender des Aufsichtsrates ist seit 26.10.2023 Marko Maschek.

stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates war bis zum 26.10.2023 Dr. Ludger Vogt.

stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates ist seit 26.10.2023 Stephan Beier.

Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder betrug für das Geschäftsjahr 28.350 EUR.

Angaben zu Unternehmen, an denen die Gesellschaft mindestens 20% hält

Gesellschaft Sitz Lokale Währung Beteiligungsquote Eigenkapital Jahresergebnis
Rooom Inc. Wilmington, Delaware, USA USD 100% -1.954 TUSD -357 TUSD

Andere Beteiligungen werden für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach § 264 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung gesehen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.180.887,55 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Miete mit fester Vertragslaufzeit: 989.122,89 EUR

(2024: 333.084,64 EUR, 2025: 288.015,04 EUR, 2026: 208.135,33 EUR; 2027: 159.887,88 EUR)

Kfz-Leasing: 191.764,66 EUR

(2024: 118.240,22 EUR, 2025: 61.654,35 EUR, 2026: 11.870,09 EUR)

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 4.875.392,80EUR.

Auf neue Rechnung wird der Bilanzverlust in Höhe von 10.066.728,40 EUR vorgetragen.

Nachtragsbericht gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Im ersten Quartal 2024 trat folgendes wesentliches Ereignis ein, welches die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erheblich beeinflusste:

Ausbleibende Vertragsabschlüsse

Als Ursachen für die ausbleibenden Vertragsabschlüsse wurden folgende identifiziert:

Gesamtwirtschaftliche Lage: Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation, Sparpolitik großer Kunden, insbesondere im Wirtschaftsraum Deutschland.

Einsparungen bei Marketing und Innovationen: Reduzierte Ausgaben unserer Kunden beeinträchtigen Absatzchancen.

Verlängerter Sales Cycle: Verträge werden langsamer abgeschlossen und Budgets über längere Zeiträume verteilt.

Reduzierte Budgets und Vertragskündigungen: Weniger verfügbare Budgets für 2024 und Kündigungen aufgrund von Kosteneinsparungen.

Schwäche in E-Commerce und Retail: Diese Branchen schwächeln erheblich.

Gesamtbewertung und Maßnahmen

Die ausbleibenden Vertragsabschlüsse führten zu geringeren Umsatzerlösen und erheblichen Liquiditätsabflüssen durch nahezu gleichbleibende Aufwendungen.

Um die negativen Auswirkungen zu bewältigen, wurden weitreichende Maßnahmen beschlossen:

Fokussierung und Restrukturierung: Konzentration auf Kernprodukte und Neuausrichtung des Vertriebs.

Personalreduktion: Abbau von Mitarbeitern in aufgegebenen Produktbereichen.

Automatisierungen, Outsourcing und Budgetkürzungen: Mehr Automatisierung in allen Geschäftsbereichen, Optimierungen im 3D-Bereich durch effizientes Outsourcing, reduzierte Fremdleistungen in der Softwareentwicklung und verringerte Weiterbildungsbudgets.

Senkung der sonstigen Aufwendungen: Anpassung des Marketingbudgets, Verkleinerung des Fuhrparks, Senkung der Immobilienkosten und Lizenzkosten.

Diese Maßnahmen greifen ab April 2024 und entfalten ihre volle Wirkung im letzten Quartal 2024. Ein vorsichtiger Forecast für die Umsatzentwicklung und eine neue Liquiditätsplanung zeigen, dass grundsätzlich kein zusätzlicher Kapitalbedarf bis ins nächste Jahr besteht. Gleichzeitig wird mit den aktuellen Gesellschaftern eine weitere Kapitalzufuhr verhandelt, um im derzeitigen Marktumfeld Chancen nutzen zu können und die Marktstellung zu festigen und auszubauen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Jena, 19. August 2024

gez. Hans Elstner

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023

an die Hauptversammlung der ROOOM AG

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, ein Schwerpunkt der Arbeit des Aufsichtsrates lag im Geschäftsjahr 2023 bei der Begleitung und Durchführung einer Finanzierungsrunde der Gesellschaft, welche im September 2023 erfolgreich abgeschlossen wurde. Mit dem Beitritt neuer Investoren wurde zugleich ein neues Kapitel in der Unternehmensentwicklung der ROOOM AG aufgeschlagen. Strukturell ist ein Schwerpunkt die Transition von einem Start-up zu einem mittelständischen Technologieunternehmen, insbesondere hinsichtlich Eigenkapitalausstattung und Unternehmensführung/Governance der Gesellschaft. Ziel ist dabei u.a. die Erreichung der nachhaltigen Profitabilität, die die künftige Unabhängigkeit des Unternehmens gewährleistet. Zusätzlich ist es erforderlich, den Professionalisierungsgrad des Vorstands, des C-Level-Managements, der Belegschaft und schlussendlich der Gremien zu erhöhen.

Dazu bedurfte es im Geschäftsjahr 2023 großer Anstrengungen, die sich im laufenden Geschäftsjahr 2024 bereits fortgesetzt haben und auch weiter fortsetzen werden. Die ersten Schritte wurden bereits umgesetzt. Der Aufsichtsrat und der Vorstand haben zu jeder Zeit vertrauensvoll zusammengearbeitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. Der Aufsichtsrat war zu jeder Zeit über alle strategischen und operativen Vorgänge informiert und hat den Vorstand auf Grundlage der zur Verfügung gestellten Informationen kontrolliert. Die Berichterstattung ist weiter gestärkt und die Unternehmensführung mit Neuzugängen professionalisiert worden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 steht eine weitere Finanzierungsrunde aus dem Kreis der Bestandsaktionäre an, die schlussendlich zur Profitabilität der Gesellschaft führen soll.

Im laufenden Geschäftsjahr 2024 wird die Neuausrichtung des Unternehmens weiterhin einen zentralen Arbeitsschwerpunkt bilden und erhebliche Aufmerksamkeit erfordern, wobei einschneidende Maßnahmen unausweichlich sein werden. Die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung hat dem Unternehmen keinen Rückenwind verschafft und behindert das angestrebte Wachstum der Gesellschaft. Trotz dieser Herausforderungen ist das Unternehmen darauf angewiesen, sich auf eine Verlangsamung des Wachstums einzustellen und dennoch nachhaltige wirtschaftliche Erfolge zu erzielen.

1. Besetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der ROOOM AG besteht zum heutigen Tag aus vier (4) Mitgliedern: Herrn Marko Maschek (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Herrn Stephan Beier (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats), Herrn Enrico Tietze sowie Herrn Friedemann Stier.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hatte sich im Zusammenhang mit einer Finanzierungsrunde der Gesellschaft verändert. Herr Dr. Ludger Vogt und Herr Dr. Minzhi Wu haben den Aufsichtsrat mit Wirkung zum 26.10.2023 verlassen. Unser Dank geht an die beiden ausgeschiedenen Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Loyalität und ihren konstruktiven Einsatz im Rahmen der Ausübung ihres Amts als Aufsichtsräte der Gesellschaft.

2. Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr fanden acht (8) Sitzungen des Aufsichtsrats statt, zwei (2) davon in der aktuellen Besetzung.

3. Jahresabschluss

Den Jahresabschluss der ROOOM Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2024 hat die Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Ulmenstraße 37-39, 60325 Frankfurt am Main geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Wir haben diese Unterlagen auch selbst geprüft.

Der Bericht der Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Ulmenstraße 37-39, 60325 Frankfurt am Main über die Prüfung des Jahresabschlusses lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung am 23.08.2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Wir hatten keine Einwendungen und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

4. Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2024

Zu TOP 2: Entlastung des Vorstandes

Wir schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitgliedern des Vorstands für das am 31. Dezember 2023 beendete Geschäftsjahr Entlastung zu erteilen.

Zu TOP 3: Entlastung des Aufsichtsrats

Wir schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats für das am 31. Dezember 2023 beendete Geschäftsjahr Entlastung zu erteilen.

Zu TOP 4: Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Wir schlagen vor, die Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Ulmenstraße 37-39, 60325 Frankfurt am Main zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen.

5. Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ROOOM AG für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Jena, 23.08.2024

Für den Aufsichtsrat Marko Maschek, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Einladung / TO Hauptversammlung

ROOOM AG

(die " Gesellschaft")

Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der ROOOM AG mit Sitz in Jena am 26. September 2024

Es waren anwesend:

vom Aufsichtsrat:

Herr Marko Maschek (Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Stephan Beier

Herr Friedemann Stier

Herr Enrico Tietze

vom Vorstand das alleinige Vorstandsmitglied:

Herr Hans Elstner

und

die in dem während der Hauptversammlung zugänglich gemachten und anschließend als Anlage bei der Gesellschaft verwahrten Teilnehmerverzeichnis aufgeführten Aktionäre bzw. Aktionärsvertreter, die ihre Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts ordnungsgemäß nachgewiesen haben.

Eröffnung:

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Marko Maschek (" Versammlungsleiter"), übernahm gemäß Ziffer 36.1 der Satzung den Vorsitz und eröffnete die in den Geschäftsräumen der Gesellschaft, Löbstedter Str. 47a, 07749 Jena, stattfindende Hauptversammlung um 11.07 Uhr.

Der Versammlungsleiter wies zunächst darauf hin, dass der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates gem. § 118a Aktiengesetz i.V.m. Ziffer 37.1 der Satzung entschieden habe, dass diese ordentliche Hauptversammlung virtuell ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten stattfinde. Er erläuterte, dass die Stimmabgabe mittels elektronischer Kommunikation erfolgt.

Der Versammlungsleiter stellte fest, dass die Einberufung der Hauptversammlung mit der Tagesordnung und den Beschlussvorschlägen durch E-Mail vom 26. August 2024 form- und fristgerecht an die der Gesellschaft zuletzt kommunizierte E-Mail-Adresse aller namentlich bekannten Aktionäre erfolgt ist. Abschrift einer Einladungs-E-Mail nebst Anlagen, wie sie angabegemäß wortgleich an alle Aktionäre und stimmrechtslose Vorzugsaktionäre versandt worden sind, ist dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.

Er wies sodann darauf hin, dass die Einberufung nebst Tagesordnung und Beschlussvorschlägen mit den Jahresabschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2023 und sämtlichen weiteren dieser Hauptversammlung zugänglich zu machenden Unterlagen seit Einberufung dieser Hauptversammlung am Sitz der Gesellschaft in der Löbstedter Straße 47a, 07749 Jena und zum Zeitpunkt der virtuellen Hauptversammlung in der Plattform Linkando (rooom.linkando.com) unter Dateiablage eingesehen werden konnten. Er dürfe sie daher als bekannt voraussetzen. Der Versammlungsleiter stellte sodann fest, dass diese virtuelle Hauptversammlung insgesamt nach Gesetz und Satzung form- und fristgerecht einberufen worden sei.

Der Versammlungsleiter stellte weiter fest, dass keine Anträge von Aktionären zur Hauptversammlung vorliegen.

Der Versammlungsleiter erstellte das Teilnehmerverzeichnis und machte es den Aktionären für die gesamte Dauer der Hauptversammlung zur Einsicht zugänglich. Es wird an veränderte Präsenzen angepasst. Die virtuellen Teilnehmer können auf Wunsch jederzeit Einsicht in das Teilnehmerverzeichnis nehmen.

Im Zeitpunkt der Einberufung der virtuellen Hauptversammlung beträgt das Grundkapital der Gesellschaft insgesamt EUR 289.455,00. Es ist eingeteilt in 289.455 auf den Namen lautende Stückaktien. Die 520 Aktien mit den laufenden Nummern 109.592 bis 110.111 sind stimmrechtslose Vorzugsaktien. Aus den 162 im Zeitpunkt der Einberufung vorhandenen eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Stimmrechte zu.

Sodann stellte der Versammlungsleiter fest und gab bekannt, dass 264.318 auf den Namen lautende Stückaktien sowie 78 auf den Namen lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien und damit insgesamt 264.396 Aktien, somit 91,34% des Grundkapitals vertreten sind, und die Hauptversammlung damit beschlussfähig ist.

Der Versammlungsleiter erörterte das Abstimmungsverfahren. Die Abstimmungen werde er nach dem Subtraktionsverfahren durchführen. Das heiße, nur die Stimmenthaltungen und Nein-Stimmen würden gesondert erfasst. Die Ja-Stimmen ergäben sich dann durch den Abzug der Enthaltungen und der Nein-Stimmen und gegebenenfalls ungültiger Stimmen von der stimmberechtigten Präsenz. Die Präsenz werde jeweils aktuell ermittelt und zusammen mit dem Abstimmungsergebnis bekannt gegeben. Die Abstimmung erfolgt nach Vorstellung der einzelnen Tagesordnungspunkte für jeden Punkt getrennt.

Sodann wurde in die Tagesordnung eingetreten wie folgt:

Zu Punkt 1 der Tagesordnung (Bericht des Vorstandes zum Geschäftsjahr 2023 (einschließlich des Berichts über den Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 3 Satz 1 AktG)):

Der Vorstand berichtete über de Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 104 Vorzugsaktien gegen einen Gesamtkaufpreis von EUR 10.208,00 als eigene Aktien erworben. Zusammen mit den im Geschäftsjahr 2022 gegen einen Gesamtkaufpreis von EUR 7.038,00 erworbenen 23 Vorzugsaktien hielt die Gesellschaft somit zum Ende des Geschäftsjahres 2023 insgesamt 131 eigene Aktien; dies entspricht 0,05% des Grundkapitals in der zum Ende des Geschäftsjahres bestehenden Höhe von EUR 276.014,00. Bei allen Aktien handelt es sich um nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Aktie. Alle diese Aktien waren im Rahmen des Mitarbeiter-Beteiligungsprogramms an Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben worden; der Rückerwerb durch die Gesellschaft erfolgte jeweils nach Beendigung des betreffenden Anstellungsverhältnisses durch Ausübung der in den Programmbedingungen vorgesehenen Erwerbsoption der Gesellschaft.

Zu diesem Tagesordnungspunkt wurden keine Beschlüsse gefasst.

Zu Punkt 2 der Tagesordnung (Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 und des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023):

Die zu diesem Tagesordnungspunkt 2 vorgelegten Unterlagen (Jahresabschluss zum 31.12.2023 und der Bericht des Aufsichtsrats) konnten vom Tage der Einberufung an in den Geschäftsräumen der Gesellschaft eingesehen werden. Die Unterlagen waren nach Auskunft des Versammlungsleiters fristgerecht im Zuge der Hauptversammlung über einen virtuellen Datenraum zugänglich und wurden mündlich erläutert. Auf Verlangen werde jedem Aktionär unverzüglich und kostenlos eine Abschrift der Unterlagen erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; der Jahresabschluss sei damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Deshalb sei zu diesem Punkt der Tagesordnung keine Beschlussfassung der Hauptversammlung erforderlich.

Zu Punkt 3 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023):

Der Versammlungsleiter machte zu diesem und zum folgenden Tagesordnungspunkt darauf aufmerksam, dass die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bei der Abstimmung über ihre Entlastung einem Stimmverbot gem. § 136 AktG unterliegen und zu diesen Tagesordnungspunkten das Stimmrecht aus eigenen oder fremden Aktien weder ausüben noch ausüben lassen könnten. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats seien darauf hingewiesen und gebeten worden, insoweit Vorsorge zu treffen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitgliedern des Vorstands für das am 31. Dezember 2023 beendete Geschäftsjahr Entlastung zu erteilen.

Der Versammlungsleiter gab die stimmberechtigte Präsenz von 219.707 Stimmen bekannt.

Die Abstimmung ergab

0 Nein-Stimmen

3.239 Stimmenthaltungen

0 ungültige Stimmen

sodass sich nach dem Subtraktionsverfahren

216.468 Stimmen

ergeben.

Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass die Hauptversammlung zu Tagesordnungspunkt 3 "Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023" den Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrates mit der erforderlichen Mehrheit angenommen hat.

Zu Punkt 4 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023):

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats für das am 31. Dezember 2023 beendete Geschäftsjahr Entlastung zu erteilen.

Der Versammlungsleiter gab die stimmberechtigte Präsenz von 100.751 Stimmen bekannt.

Die Abstimmung ergab

0 Nein-Stimmen

3.239 Stimmenthaltungen

0 ungültige Stimmen

sodass sich nach dem Subtraktionsverfahren

92.595 Stimmen

ergeben.

Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass die Hauptversammlung zu Tagesordnungspunkt 4 "Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023" den Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrates mit der erforderlichen Mehrheit angenommen hat.

Zu Punkt 5 der Tagesordnung (Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024):

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Ulmenstraße 37-39, 60325 Frankfurt am Main zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen.

Der Versammlungsleiter gab die stimmberechtigte Präsenz von 264.318 Stimmen bekannt.

Die Abstimmung ergab

0 Nein-Stimmen

3.826 Stimmenthaltungen

0 ungültige Stimmen

sodass sich nach dem Subtraktionsverfahren

255.575 Stimmen

ergeben.

Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass die Hauptversammlung zu Tagesordnungspunkt 5 "Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024" den Vorschlag des Aufsichtsrates mit der erforderlichen Mehrheit angenommen hat.

Zu Punkt 6 der Tagesordnung (Beschlussfassung über den Erwerb eigener Aktien):

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, dass dem Erwerb der 520 stimmrechtslosen Vorzugsaktien mit den laufenden Nummern 109.592 bis 110.111 durch die Gesellschaft gem. Ziffer 8.1 der Satzung zugestimmt wird.

Der Versammlungsleiter gab die stimmberechtigte Präsenz von 264.318 Stimmen bekannt.

Die Abstimmung ergab

0 Nein-Stimmen

0 Stimmenthaltungen

0 ungültige Stimmen

sodass sich nach dem Subtraktionsverfahren

264.318 Stimmen

ergeben.

Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass die Hauptversammlung zu Tagesordnungspunkt 6 "Beschlussfassung über den Erwerb eigener Aktien" den Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrates mit der erforderlichen Mehrheit angenommen hat.

Zu Punkt 7 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats):

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die derzeitige Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden in Höhe von EUR 15.000,00 per annum sowie der übrigen Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 10.000,00 per annum zu bestätigen.

Der Versammlungsleiter gab die stimmberechtigte Präsenz von 264.318 Stimmen bekannt.

Die Abstimmung ergab

7.151 Nein-Stimmen

100 Stimmenthaltungen

0 ungültige Stimmen

sodass sich nach dem Subtraktionsverfahren

257.067 Stimmen

ergeben.

Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass die Hauptversammlung zu Tagesordnungspunkt 7 "Beschlussfassung über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats" den Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrates mit der erforderlichen Mehrheit angenommen hat.

Damit war die Tagesordnung erledigt. Widersprüche zur Niederschrift wurden nicht erklärt. Der Versammlungsleiter schloss die Hauptversammlung um 12.29 Uhr.

 

Jena, 26.09.2024

gez. Marko Maschek, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.08.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die rooom AG, Jena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der rooom AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 23. August 2024

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M. Jüngling, Wirtschaftsprüfer

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