Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 201526
Eingetragen
25.10.2012
Branche
Herstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt: Leitung einer Gruppe von Unternehmen, die insbesondere auf den folgenden Arbeitsgebieten tätig sind: Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von elekronischen Bauelementen und elektronischen Systemen und Software und Licht-, Beleuchtungs- und photonischen, insbesondere lichtwandelnden, Produkten, Systemen und Lösungen, einschließlich von Leuchtmitteln, Leuchten, Betriebs- und Herstellungsgeräten und -maschinen, Steuersystemen, Vorprodukten, Teilen und Zubehör solcher Produkte, Systeme und Lösungen sowie von Produkten, Systemen und Lösungen der angrenzenden oder verwandten Bereiche und von Komponenten und Systemen für Fahrzeuge jeder Art; Erbringung von Beratungs-, Dienst- und Serviceleistungen auf den genannten Arbeitsgebieten.

Historie

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Management

NameRolle
Keno Mischling
seit 18.7.2025
Prokura
Prokura
Jessica Michel
seit 18.7.2025
Prokura
Rainer Barthel
seit 5.4.2023
Geschäftsführer
Junfei (Adam) Wu
seit 5.4.2023
Prokura
Babette Fröhlich
seit 4.3.2021
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Kai Dr. Rossig
seit 25.10.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
60.28%
39.72%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
OSRAM Beteiligungen GmbH
Germany
339.452.820 €
60.28%
OSRAM Licht AG
Germany
223.487.180 €
39.72%

Beteiligungen
Beta

Konzern- und Jahresabschlüsse

Osram GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis 30.09.2018

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OSRAM GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OSRAM GmbH, München - bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018, der Bilanz zum 30. September 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OSRAM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnisse aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. November 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Keller, Wirtschaftsprüfer

Hinderer, Wirtschaftsprüfer

JAHRESABSCHLUSS DER OSRAM GmbH zum 30. September 2018

Gewinn- und Verlustrechnung zum Geschäftsjahresende 30. September 2018

Geschäftsjahr
Tsd. € Anhang 2018 2017
1. Umsatzerlöse 1 937.890 1.069.111
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 2 -770.867 -836.297
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 167.022 232.813
4. Forschungs- und Entwicklungskosten 3 -105.214 -103.126
5. Vertriebskosten 4 -129.315 -127.854
6. Allgemeine Verwaltungskosten 5 -62.350 -65.039
7. Sonstige betriebliche Erträge 6 14.902 30.415
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 -33.175 -33.895
9. Betriebliches Ergebnis -148.130 -66.685
10. Beteiligungsergebnis 7 301.477 300.636
11. Zinsertrag 8 49.294 46.153
12. Zinsaufwand 8 -12.961 -8.663
13. Übriges Finanzergebnis 9 -37.975 -29.109
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 10 -17.311 -36.297
15. Jahresüberschuss 134.395 206.035
16. Entnahmen aus den anderen Gewinnrücklagen 160.000 -
17. Vorabausschüttung an die Gesellschafter -138.000 -80.000
18. Bilanzgewinn 156.395 126.035

Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten.

Bilanz zum 30. September 2018

Aktiva

30. September
Tsd. € Anhang 2018 2017
A. Anlagevermögen 14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.506 28.015
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.537 34.496
2. Technische Anlagen und Maschinen 56.092 58.954
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.093 21.189
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.975 13.970
107.696 128.609
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.922.432 1.766.123
2. Beteiligungen 67.986 66.286
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 557.327 533.046
4. Sonstige Ausleihungen 7 7
2.547.751 2.365.462
2.676.954 2.522.086
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 15 139.859 155.985
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61.208 66.704
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.026.426 1.509.952
3. Sonstige Vermögensgegenstände 53.049 40.380
2.140.682 1.617.036
III. Wertpapiere 17 - 63.399
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 138.593 407.458
2.419.135 2.243.878
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.707 10.383
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 19 - 476
5.106.795 4.776.823

Passiva

30. September
Tsd. € Anhang 2018 2017
A. Eigenkapital 20
I. Gezeichnetes Kapital 562.940 562.940
II. Kapitalrücklagen 1.624.883 1.624.883
III. Gewinnrücklagen 257.376 401.341
IV. Bilanzgewinn 156.395 126.035
2.601.595 2.715.199
B. Sonderposten mit Rücklagenanteil 21 4.076 4.193
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22 441.139 423.993
2. Steuerrückstellungen 23 38.635 27.663
3. Sonstige Rückstellungen 24, 31 120.277 108.938
600.052 560.594
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 363.488 192.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113.921 109.769
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.319.102 1.139.575
4. Sonstige Verbindlichkeiten 100.510 50.535
1.897.021 1.491.879
E. Rechnungsabgrenzungsposten 4.051 4.958
5.106.795 4.776.823

Durch Rundungen können geringe Differenzen auftreten.

Anhang zum 30. September 2018

Grundlagen des Abschlusses der OSRAM GmbH, München

Die OSRAM GmbH, München (Deutschland) (nachfolgend auch kurz "OSRAM GmbH" oder die "Gesellschaft"), erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 S. 1 HGB. Die OSRAM GmbH mit Sitz in München ist beim Registergericht München unter der Handelsregisternummer HRB 201526 registriert. Der Jahresabschluss zum 30. September 2018 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Ausweis erfolgt in Tausend Euro (Tsd. €).

Im Geschäftsjahr 2018 wurde das LED-basierte Automotive-Geschäft in das neu gegründete Unternehmen OSRAM CONTINENTAL GmbH, München (Deutschland) (nachfolgend auch kurz "OSRAM CONTINENTAL") eingebracht. OSRAM CONTINENTAL ist auf die Digitalisierung im Automobilbereich ausgerichtet; zum Produktportfolio gehören unter anderem kundenspezifische Produktlösungen, die neueste Licht- und Elektroniktechnologien kombinieren.

Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Bericht nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht exakt die entsprechenden absoluten Werte widerspiegeln.

Der Jahresabschluss umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz und den Anhang. Daneben wurde ein Lagebericht erstellt.

Besondere Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahrs

Es sind nach dem Stichtag 30. September 2018 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Gewinn- und Verlustrechnung

Die OSRAM GmbH erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst. Als Umsatzerlöse werden neben den Erlösen aus dem Verkauf von Produkten auch die Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen, sofern diesen keine separaten Leistungen gegenüber stehen.

Bilanz

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die vertraglich vereinbarte längere oder kürzere Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Zusammenhang mit den Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. In bestimmten Fällen (z.B. technischen Anlagen) findet die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 €, jedoch nicht mehr als 1.000 € betragen, wird ein Sammelposten (Abschreibungspool) gebildet, der linear über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren aufgelöst wird. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz verwendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze - Nutzungsdauer

Nutzungsdauer der Sachanlagen
Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen überwiegend 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Im Sonderposten mit Rücklageanteil sind die in den Vorjahren gebildeten und übertragenen Rücklagen nach § 6b EStG und steuerliche Sonderabschreibungen nach § 14 BerlinFG sowie § 7d EStG ausgewiesen, soweit diese die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten planmäßigen Abschreibungen überschreiten.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf Beteiligungen werden aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung vorgenommen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Ausleihungen werden zum Nennwert bewertet.

Vermögensgegenstände, die der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen der OSRAM GmbH sowie anderer inländischer Tochterunternehmen dienen und nicht die Voraussetzungen für die Verrechnung mit den Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB (Deckungsvermögen) erfüllen, werden in den Finanzanlagen als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen.

Umlaufvermögen

In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen gemäß § 255 Abs. 2 HGB zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden ebenfalls nicht aktiviert. Der Bestand bestimmter Edelmetalle wird zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken (technisches Risiko, Preisrisiko und Sonderlager- und Leihrisiken) werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet.

Wertpapiere und Flüssige Mittel sind mit Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Latente Steuern

Ein Überhang passiver latenter Steuern aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung von Verlust- und Zinsvorträgen ist anzusetzen, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist.

Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, besteht ein Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB, das von der OSRAM GmbH nicht ausgeübt wird. Soweit sich aktive latente Steuern und passive latente Steuern in gleicher Höhe gegenüber stehen, werden diese verrechnet. Verlust- und Zinsvorträge sowie Steuergutschriften werden berücksichtigt, soweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Des Weiteren werden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von ertragsteuerlichen Organgesellschaften sowie von Personengesellschaften insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung dieser temporären Differenzen bei der OSRAM GmbH als ertragsteuerlichem Organträger auszugehen ist.

Die Bewertung von aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des zukünftig erwarteten Körperschaftsteuersatzes einschließlich Solidaritätszuschlags sowie des zukünftig erwarteten gewerbesteuerlichen Hebesatzes des OSRAM-Organkreises.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von bestimmten Verpflichtungen aus Pensionszusagen ("Deferred Compensation") sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB und werden bei der OSRAM GmbH zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die OSRAM GmbH bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Altersversorgungsleistungen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) ermittelten Erfüllungsbetrag. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt, sofern dies in der Zusage des Anspruchsberechtigten vorgesehen ist. Der Anwartschaftsbarwert wird auf Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten externer, unabhängiger Aktuare bestimmt. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Für die Ermittlung der biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten werden die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde gelegt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen der Regelung nach § 253 Abs. 2 HGB folgend geändert. Zur Ermittlung der Rückstellungshöhe ab dem 30. September 2016 wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Die Ermittlung der Rückstellungshöhe zum 30. September 2015 erfolgte auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem siebenjährigen und zehn-jährigen Zinssatz wird unter Ziffer 22, "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" dargestellt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen die vollen Versorgungsansprüche aus Altersversorgungsleistungen sowie die Ansprüche auf Übergangszuschüsse der verschiedenen Mitarbeitergruppen. Die Rückstellung der Gesellschaft umfasst dabei die Beitragsorientierte OSRAM Altersversorgung (BOA), die im Jahr 2004 geschlossenen alten Pensionszusage-Programme, die Übergangszuschüsse und die Entgeltumwandlungen (Deferred Compensation). Im Rahmen der Programme zu Entgeltumwandlungen wurde im Jahr 2002 die Zusatzversorgung zur Wahl durch ein neues Programm zur Entgeltumwandlung abgelöst.

Im Rahmen der Möglichkeit zur Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) können bestimmte Mitarbeiter einen ergänzenden Versorgungsanspruch gegen das Unternehmen erwerben. Die Entgelte der Mitarbeiter werden im Rahmen dieses Programms in Fondsanteile umgewandelt. Dieses Deferred Compensation-Fondsvermögen erfüllt die Voraussetzungen zur Saldierung mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB.

Die Pensionsrückstellungen, die die Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) betreffen, berechnen sich aus der mit dem Rechnungszins diskontierten Summe der Ansprüche der Mitarbeiter.

Zur Verrechnung von Verpflichtungen mit Vermögensgegenständen, sowie zur Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen siehe "Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung".

Sonstige Rückstellungen

In den Sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Diese sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem restlaufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die versicherungsmathematische Bewertung des Rückstellungsbetrages für Altersteilzeit basiert im Wesentlichen auf einem Abzinsungssatz von 0,98 % (im Vj. 1,42 %), und einer Einkommensdynamik von 2,25 % (im Vj. 2,25 %).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bewertet.

Währungsumrechnung

Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen, Finanzschulden und Andere Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Hinsichtlich langfristiger Vermögenswerte und Schulden werden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB bzw. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB beachtet. Bilanzposten in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Ausführungen zur Behandlung von Sicherungsgeschäften und Bewertungseinheiten sind im folgenden Absatz sowie in Ziffer 31, "Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten" enthalten. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der OSRAM GmbH ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung nachgewiesen.

Bewertungsmethoden:

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente beziehungsweise die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in Abhängigkeit von der Instrumentenart unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag vorliegenden Marktwerte. Im Einzelnen gelten dabei folgende Grundsätze:

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze - Bewertung

Währungsderivate Commodity-Derivate
Termingeschäfte Ermittlung auf Basis der Veränderungen von Devisenterminkursen Ermittlung auf Basis der Veränderungen von Commodity-Terminkursen
Optionen Ermittlung eines auf Basis eines Optionspreismodells errechneten Schätzwerts oder börsennotierter Preise

Bilanzierung von Bewertungseinheiten:

Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt und nur ein negativer Überhang aus unrealisierten Verlusten, denen keine unrealisierten Gewinne in gleicher Höhe gegenüberstehen, zurückgestellt bzw. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB angewandt.

Die unrealisierten Gewinne und Verluste, denen gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Sicherungsinstrument gegenüberstehen, gleichen sich vollständig aus. Die bilanzierten Grundgeschäfte sind zum Transaktions- bzw. zum Sicherungswert erfasst. Wertänderungen des Sicherungsinstruments werden, soweit die Sicherung effektiv ist, nicht erfasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die unrealisierten Gewinne und Verluste innerhalb desselben Postens saldiert.

Bilanzierung in sonstigen Fällen:

Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch; das heißt für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, über die Anschaffungskosten hinausgehende positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Abschlussgliederung

Die OSRAM GmbH fasst einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammen, sofern der einzelne Posten für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes nicht erheblich ist und durch eine Zusammenfassung die Klarheit der Darstellung vergrößert wird. Diese Posten weist die OSRAM GmbH im Anhang gesondert aus. Soweit erforderlich, wurden die Vorjahreswerte vergleichbar dargestellt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Aufgliederung der Umsätze

Die folgende Übersicht zeigt die Umsatzerlöse aufgegliedert nach Tätigkeitsbereichen:

Aufgliederung der Umsätze - Segmente

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Specialty Lighting (SP) 656.590 742.702
Lighting Solutions & Systems (LSS) 229.256 293.917
Zentrale Posten (corporate items) 52.044 32.492
Umsatzerlöse 937.890 1.069.111

Die Aufgliederung der Umsätze erfolgt auf Basis der Berichtssegmente SP, LSS sowie zentrale Posten ("corporate items"), die keinem eigenen Berichtssegment von OSRAM zugeordnet werden können.

Specialty Lighting (SP)

Gegenstand des Berichtssegments SP sind Lichtquellen und -systeme für den Automobilbereich. Die Bandbreite reicht von Außenbeleuchtung über Innenbeleuchtung bis hin zur Sensorik. Ein weiteres Feld bilden Speziallampen für Bühnen-, Kino- und Studiobeleuchtung sowie für medizinische und industrielle Anwendungen.

Lighting Solutions & Systems (LSS)

Aufgrund der Homogenität der Geschäftsaktivitäten und vergleichbaren wirtschaftlichen Merkmalen der Business Units Digital Systems ("DS") und Lighting Solutions ("LS") wird in der externen Berichterstattung das bei OSRAM verbleibende Allgemeinbeleuchtungsgeschäft zu einem Berichtssegment zusammengefasst und als Segment Lighting Solutions & Systems ("LSS") aggregiert berichtet.

Die Business Unit DS entwickelt, produziert und vertreibt LED-Light-Engines, elektronische Vorschaltgeräte für LED-Module und traditionelle Lampen sowie Lichtmanagementsysteme.

Die Business Unit LS umfasst insbesondere das Leuchten- und Lösungsgeschäft von OSRAM.

Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sitz der Kunden:

Aufgliederung der Umsätze - Sitz des Kunden

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
EMEA 595.415 680.478
Americas 157.468 184.948
APAC 185.007 203.684
Umsatzerlöse 937.890 1.069.111
davon Deutschland 195.487 235.004

Die Region EMEA umfasst Europa, Russland, den Mittleren Osten sowie Afrika. Die Region Americas besteht aus USA, Kanada, Mexiko sowie Südamerika und die Region APAC schließt Asien, Australien und den Pazifikraum mit ein.

2 Herstellung der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten betragen für das Geschäftsjahr 2018 770.867 Tsd. € (im Vj. 836.297 Tsd. €). Der Rückgang der Herstellungskosten resultiert im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr.

3 Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (FuE) der OSRAM GmbH beläuft sich im Geschäftsjahr 2018 auf 105.214 Tsd. € (im Vj. 103.126 Tsd. €).

4 Vertriebskosten

Die Vertriebskosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr marginal um 1.461 Tsd. € auf 129.315 Tsd. €.

5 Allgemeine Verwaltungskosten

Die Allgemeinen Verwaltungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 2.689 Tsd. € auf 62.350 Tsd. € gesunken.

6 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 2018 14.902 Tsd. € (im Vj. 30.415 Tsd. €). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wirkten im Wesentlichen die Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 5.179 Tsd. € (im Vj. 10.215 Tsd. €), Erträge aus der Auflösung von Vorsorgen in Höhe von 3.680 Tsd. € für im Vorjahr eingegangene Verpflichtungen im Zuge der Veräußerung von LEDVANCE sowie Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 2.502 Tsd. €. Im Vorjahr wirkten in den sonstigen betrieblichen Erträgen insbesondere Erträge aus der Veräußerung der LEDVANCE GmbH in Höhe von 19.410 Tsd. €.

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 33.175 Tsd. € (im Vj. 33.895 Tsd. €) wirken im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 11.294 Tsd. € (im Vj. 8.824 Tsd. €), Aufwendungen für Anpassungen des Anlagevermögens in Höhe von 15.562 Tsd. € vgl. Ziffer 14, "Anlagevermögen") sowie Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen in Höhe von 805 Tsd. € (im Vj. 1.311 Tsd. €).

7 Beteiligungsergebnis

Beteiligungsergebnis

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Erträge aus Beteiligungen 189.862 104.511
davon aus verbundenen Unternehmen 189.859 104.507
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von verbundenen Unternehmen 162.879 266.213
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -14.319 -10.837
Aufwendungen aus Unterstützungsmaßnahmen -1.910 -6.234
davon an verbundene Unternehmen -1.925 -6.219
Aufwendungen aus der Veräußerung von Beteiligungen - -
Abschreibungen auf Beteiligungen -36.435 -56.925
Zuschreibungen auf Beteiligungen 1.400 3.909
301.477 300.636

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten überwiegend Gewinnausschüttungen von ausländischen Tochterunternehmen, die teilweise in Form von Sachdividenden erfolgten.

Die größten Einzelbeträge stammen von der

OSRAM SYLVANIA INC., Wilmington (USA) in Höhe von 84.027 Tsd. € (Sachdividende),

OSRAM China Lightning Ltd., Foshan, (China) in Höhe von 28.189 Tsd. €,

OSRAM S.p.A. - Società Riunite OSRAM Edison Clerici, Mailand (Italien) in Höhe von 22.006 Tsd. € (Sachdividende),

OSRAM Guangzhou Lighting Technology Limited, Panyu (China) in Höhe von 19.834 Tsd. € und der

OSRAM S.A. de C.V., Naucalpan (Mexiko) in Höhe von 14.912 Tsd. €.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von verbundenen Unternehmen betragen im laufenden Geschäftsjahr 162.879 Tsd. € (im Vj. 266.213 Tsd. €) und resultieren im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg (Deutschland) in Höhe von 162.853 Tsd. € (im Vj. 266.213 Tsd. €)

Die Gesamterträge aus verbundenen Unternehmen betragen 352.738 Tsd. € (im Vj. 370.720 Tsd. €).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 14.319 Tsd. € (im Vj. 10.837 Tsd. €) resultieren im Wesentlichen von der Siteco Lighting GmbH, Traunreut (Deutschland) in Höhe von 14.285 Tsd. € (im Vj. 10.811 Tsd. €).

In den Aufwendungen aus Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von 1.910 Tsd. € (im Vj. 6.234 Tsd. €) wirken im Wesentlichen Unterstützungsmaßnahmen an das verbundene Unternehmen OSRAM Guangzhou Lighting Technology Limited, Panyu (China) in Höhe von 1.378 Tsd. €.

Auf Basis der Bewertung der in- und ausländischen Beteiligungen (zur Beteiligungsbewertung vergleiche die Ausführungen zum Anlagevermögen im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze") wurden für das Geschäftsjahr Abschreibungen in Höhe von 36.435 Tsd. € (im Vj. 56.925 Tsd. €) vorgenommen. Davon entfielen 30.657 Tsd. € (im Vj. 11.455 Tsd. €) auf die OSRAM S.p.A. - Società Riunite OSRAM Edison Clerici, Mailand (Italien) sowie 5.747 Tsd. € auf die OSRAM TEKNOLOJILERI TIC.A.Ş., Istandbul (Türkei). Gegenläufig wirkte eine Zuschreibung in Höhe von 1.400 Tsd. € bei der E.M.G.O. N.V., Lommel (Belgien) (vgl. hierzu Ziffer 14, "Anlagevermögen").

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgten Zuschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 3.909 Tsd. €.

8 Zinsertrag, Zinsaufwand

Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen:

Zinsertrag

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Zinsertrag 49.294 46.153
davon aus verbundenen Unternehmen 18.374 8.184
davon aus Ausleihungen an fremde Dritte - -

Der Zinsertrag in Höhe von 49.294 Tsd. € (im Vj. 46.153 Tsd. €) beinhaltet Zinserträge in Höhe von 29.323 Tsd. € (im Vj. 32.512 Tsd. €), die im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens resultieren und der Sicherung von Zusagen auf betriebliche Altersversorgung sowohl für Mitarbeiter der OSRAM GmbH als auch für Mitarbeiter deutscher Tochtergesellschaften dienen (vgl. hierzu auch Ziffer 14, "Anlagevermögen" sowie Ziffer 29, "Anteile an Investmentvermögen"). Darüber hinaus sind Zinserträge, die im Rahmen des OSRAM Cash Management Systems aus Finanzierungsaktivitäten der Geschäftstätigkeit von OSRAM Licht-Konzerngesellschaften in Höhe von 18.374 Tsd. € (im Vj. 8.184 Tsd. €) stammen (vgl. Ziffer 16, "Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände"), enthalten.

Die Zinsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Zinsaufwand

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Zinsaufwand -12.961 -8.663
davon an verbundene Unternehmen -9.703 -5.849

Der Zinsaufwand in Höhe von 12.961 Tsd. € (im Vj. 8.663 Tsd. €) resultiert neben Zinsen im Rahmen des Cash-Poolings an verbundene Unternehmen im Wesentlichen aus Bereitstellungsprovisionen für nicht gezogene Beträge des ursprünglichen Laufzeitdarlehens und der Verrechnung von Avalprovisionen in Höhe von 1.346 Tsd. € (im Vj. 989 Tsd. €) (vgl. hierzu Ziffer 25, "Verbindlichkeiten" und Ziffer 30, "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen") und Zinsen in Höhe von 1.493 Tsd. € (im Vj. 1.092 Tsd. €) für bestehende Laufzeitendarlehen.

Der Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen wird im Übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

9 Übriges Finanzergebnis

Übriges Finanzergebnis

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Zinsanteil in der Veränderung der Pensionsrückstellungen (ohne Entgeltumwandlungen) 1 -32.166 -25.734
Finanzergebnis (netto) aus Entgeltumwandlungen -182 -80
Finanzaufwendungen (netto) aus übrigen Personalrückstellungen -1.295 -1.331
Sonstiges Finanzergebnis -4.332 -1.963
davon Aufwendungen aus der Währungssicherung und Bewertung -11.504 -3.946
davon Erträge aus der Währungssicherung und Bewertung 6.389 1.804
-37.975 -29.109

1 Beinhaltet keine Zusagen für Entgeltumwandlung, die in direktem Zusammenhang mit zu verrechnendem Vermögen stehen.

Bei dem Finanzergebnis (netto) aus Entgeltumwandlungen handelt es sich um den Nettobetrag aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen aus Deferred Compensation nach Verrechnung mit den Erträgen und Aufwendungen aus zu verrechnendem Vermögen. Im Sonstigen Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2018 sind Erträge aus der Veräußerung festverzinslicher Wertpapiere des Anlagevermögens, die der Sicherung von Zusagen auf betriebliche Altersversorgung sowohl für Mitarbeiter der OSRAM GmbH als auch für Mitarbeiter deutscher Tochtergesellschaften dienen (vgl. hierzu auch Ziffer 14, "Anlagevermögen" sowie Ziffer 29, "Anteile an Investmentvermögen"), in Höhe von 160 Tsd. € (im Vj. 120 Tsd. €) enthalten.

Übriges Finanzergebnis - Entgeltumwandlung

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Zinsanteil in der Veränderung der Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen 1 -50 -390
Ergebnis aus mit diesen Verpflichtungen zu verrechnenden Vermögensgegenständen -132 309
Finanzergebnis (netto) aus Entgeltumwandlungen -182 -80

1 Beinhaltet nur Zusagen, die in direktem Zusammenhang mit zu verrechnendem Vermögen stehen.

Die Finanzaufwendungen (netto) aus übrigen Personalrückstellungen betreffen:

Übriges Finanzergebnis - übrige Personalrückstellung

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Jubiläumsrückstellungen -321 -331
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Altersteilzeitverpflichtungen -895 -964
Aufwendungen aus Vermögen, das mit Altersteilzeitverpflichtungen zu verrechnen ist -79 -36
-1.295 -1.331

10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Da zum 30. September 2018 wie auch bereits zum 30. September 2017 das Wahlrecht zum Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern nicht ausgeübt wurde, sind im Steueraufwand keine latenten Steuern enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 17.311 Tsd. € (im Vj. 36.297 Tsd. €) betreffen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 5.874 Tsd. € (im Vj. 11.947 Tsd. €), Gewerbeertragsteuer in Höhe von 6.673 Tsd. € (im Vj. 14.929 Tsd. €), ausländische Quellensteuern in Höhe von 4.675 Tsd. € (im Vj. 5.431 Tsd. €) sowie Kapitalertragsteuer in Höhe von 88 Tsd. € (im Vj. 3.990 Tsd. €).

11 Sonstige Steuern

Sonstige Steuern in Höhe von 1.024 Tsd. € (im Vj. 2.904 Tsd. €) sind in den entsprechenden Funktionskosten enthalten.

12 Einfluss steuerlicher Vorschriften auf das Jahresergebnis

Im Geschäftsjahr 2018 haben die in Anspruch genommenen steuerlichen Vergünstigungen in Höhe von 116 Tsd. € (im Vj. 122 Tsd. €) den Jahresüberschuss positiv beeinflusst. Diese Erträge ergeben sich aus dem in der Bilanz in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG fortgeführten Sonderposten mit Rücklageanteil und werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Siehe hierzu Ziffer 21, "Sonderposten mit Rücklageanteil".

13 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In der Gewinn- und Verlustrechnung der OSRAM GmbH wirken periodenfremde Erträge in Höhe von 16.777 Tsd. € (im Vj. 13.942 Tsd. €), die aus Auflösungen von Rückstellungen resultieren.

Daneben resultierten periodenfremde Aufwendungen aus der Anpassungen des Anlagevermögens in Höhe von 15.562 Tsd. € (vgl. Ziffer 14, "Anlagevermögen"), aus Saldenbereinigungen auf Wareneingangs- und Rechnungseingangskonten in Höhe von 2.598 Tsd. € sowie aus Korrekturen von Kundenboni in Höhe von 6.218 Tsd. €.

Erläuterungen zur Bilanz

14 Anlagevermögen

Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Tsd. € 1. Oktober 2017 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30. September 2018 1. Oktober 2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.062 1.783 - -2.466 105.379 -78.048
106.062 1.783 - -2.466 105.379 -78.048
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.953 - 4.734 -421 75.265 -36.457
2. Technische Anlagen und Maschinen 527.747 174 12.398 -14.340 525.979 -468.793
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.800 184 7.355 -7.304 133.035 -111.611
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.869 21.785 -24.487 -227 12.939 -1.899
747.369 22.142 0 -22.292 747.219 -618.760
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.109.588 304.891 - -112.179 2.302.300 -343.464
2. Beteiligungen 103.699 331 - - 104.031 -37.414
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 533.046 26.677 - -2.396 557.327 -
4. Sonstige Ausleihungen 22 - - -1 21 -15
2.746.355 331.899 - -114.575 2.963.679 -380.893
Anlagevermögen 3.599.786 355.825 -139.333 3.816.277 -1.077.700
Abschreibungen Anlagevermögen
Tsd. € Zugänge 1) Umbuchungen Abgänge 30. September 2018 30. September 2018 30. September 2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -7.411 - 1.585 -83.873 21.506 28.015
-7.411 - 1.585 -83.873 21.506 28.015
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -18.410 - 139 -54.728 20.537 34.496
2. Technische Anlagen und Maschinen -13.997 -0 12.902 -469.888 56.092 58.954
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -8.120 0 5.788 -113.943 19.093 21.189
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 934 - - -964 11.975 13.970
-39.593 - 18.830 -639.523 107.696 128.609
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -36.404 - - -379.868 1.922.432 1.766.123
2. Beteiligungen 1.369 - - -36.045 67.986 66.286
3. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - 557.327 533.046
4. Sonstige Ausleihungen - - - -15 7 7
-35.035 - - -415.928 2.547.751 2.365.462
Anlagevermögen -82.038 20.415 -1.139.323 2.676.954 2.522.086

1 In den Zugängen zu Abschreibungen auf Finanzanlagen werden Abschreibungen in Höhe von 36.435 Tsd. € und Zuschreibungen in Höhe von 1.400 Tsd. € saldiert ausgewiesen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen im Geschäftsjahr entfallen im Wesentlichen auf den Erwerb von Softwarelizenzen.

Sachanlagen

In den Anlagen im Bau sind Zugänge in Höhe von 21.785 Tsd. € ausgewiesen, die sich im Wesentlichen aus Investitionen am Standort München in Höhe von 6.018 Tsd. €, Maschinenzugängen im Werk Herbrechtingen in Höhe von 7.595 Tsd. € als auch im Werk Berlin in Höhe von 4.785 Tsd. € zusammensetzen.

Die Abschreibungen im Sachanlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen sowie aus der Überprüfung der strategischen Geschäftsaussichten und daraus folgenden außerplanmäßigen Abschreibungen auf Produktionsanlagen für Vorerzeugnisse in Höhe von 703 Tsd. € (im Vj. 1.981 Tsd. €). Darüber hinaus ergab sich bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken eine nachträgliche Anpassung der historischen Abschreibungen in Höhe von 16.530 Tsd. € (vgl. Ziffer 6, "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" sowie Ziffer 13, "Periodenfremde Erträge und Aufwendungen").

Die Abgänge im Sachanlagevermögen resultieren größtenteils aus der Sacheinlage von Vermögensgegenständen in das neu gegründete Tochterunternehmen OSRAM CONTINENTAL GmbH mit der Continental Automotive GmbH, Hannover (Deutschland) als weiteren 50 % Gesellschafter mit einem Buchwert in Höhe von 3.467 Tsd. €.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Zugänge in Höhe von 304.891 Tsd. € beinhalten die neu gegründete Gesellschaft, OSRAM CONTINENTAL GmbH, München (Deutschland) mit einem Beteiligungsbuchwert in Höhe von 165.608 Tsd. € sowie den Erwerb der BAG electronics GmbH, Arnsberg (Deutschland) in Höhe von 25.700 Tsd. € und eine Kapitalerhöhung bei der Fluxunit GmbH, München (Deutschland) in Höhe von 7.551 Tsd. €. Darüber hinaus ergaben sich unterjährig Zugänge aus den Sachdividenden der OSRAM SYLVANIA INC., Wilmington (USA) in Höhe von 84.027 Tsd. €, sowie der OSRAM S.p.A. - Società Riunite OSRAM Edison Clerici, Mailand (Italien) in Höhe von 22.006 Tsd. € (vgl. Ziffer 7, "Beteiligungsergebnis"). Beide Sachdividenden sowie die Anteile an der OSRAM CONTINENTAL Kunshan Intelligent Lighting C., Ltd., Kunshan (China) wurden in die OSRAM CONTINENTAL GmbH ebenfalls unterjährig eingebracht.

Die Abgänge in Höhe von 112.179 Tsd. € resultieren im Wesentlichen aus den zuvor beschriebenen Sacheinlagen in die neu gegründete Gesellschaft OSRAM CONTINENTAL GmbH, München (Deutschland) in Höhe von 110.261 Tsd. €.

Zu den Abschreibungen auf verbundene Unternehmen vgl. Ziffer 7, "Beteiligungsergebnis".

Beteiligungen

Die Zugänge bei den Beteiligungen entfallen im Wesentlichen auf den Erwerb von 6,5 % der Anteile an der Beaconinside GmbH, Berlin (Deutschland) in Höhe von 300 Tsd. €. Darüber hinaus ergab sich im Geschäftsjahr 2018 eine Zuschreibung bei der E.M.G.O. N.V., Lommel (Belgien) in Höhe von 1.400 Tsd. €.

Die Beteiligungen der OSRAM GmbH sind in Ziffer 36, "Aufstellung des Anteilsbesitzes" aufgeführt.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Im Geschäftsjahr 2012 schloss die OSRAM GmbH mit der Deutschen Treuinvest Stiftung eine Treuhandvereinbarung zur Sicherung von Zusagen auf betriebliche Altersversorgung sowohl für Mitarbeiter der OSRAM GmbH als auch für Mitarbeiter deutscher Tochtergesellschaften ab. Mit der Treuhandvereinbarung werden die Versorgungsansprüche der Mitarbeiter gegen den Sicherungsfall mit Vermögensgegenständen unterlegt. Diese Vermögensgegenstände erfüllen nicht die Voraussetzungen für Deckungsvermögen und können daher nicht mit den Verpflichtungen saldiert werden. Zum 30. September 2018 werden sie daher in Höhe von 557.327 Tsd. € (im Vj. 533.046 Tsd. €) als Wertpapiere des Anlagevermögens unter den Finanzanlagen ausgewiesen.

Der Anstieg der Wertpapiere des Anlagevermögens resultiert aus Zugängen von Vermögensgegenständen zur Sicherung von Versorgungsansprüchen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von 26.677 Tsd. €.

Sonstige Ausleihungen

Als Sonstige Ausleihungen sind Ausleihungen an Fremde Dritte in Höhe von 7 Tsd. € (im Vj. 7 Tsd. €) ausgewiesen.

15 Vorräte

Vorräte

30. September
Tsd. € 2018 2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.496 27.741
Unfertige Erzeugnisse 25.578 25.665
Fertige Erzeugnisse und Waren 82.722 101.957
Geleistete Anzahlungen 1.064 621
139.859 155.985

Der Rückgang der Fertigen Erzeugnisse und Waren ist im Wesentlichen auf den Abverkauf von Pufferbeständen der Handelsware sowie auf die Optimierung des Produktportfolios zurückzuführen. Gegenläufig wirkte eine Erhöhung der Fertigen Erzeugnisse.

Die Wertberichtigungen auf Vorräte sind zum 30. September 2018 insgesamt um 664 Tsd. € auf 12.191 Tsd. € gesunken. Die Wertberichtigungen sind bedingt durch technische Risiken in Höhe von 6.188 Tsd. € (im Vj. 5.754 Tsd. €), durch Preisrisiken in Höhe von 2.193 Tsd. € (im Vj. 3.467 Tsd. €) und durch Sonderlagerrisiken in Höhe von 3.810 Tsd. € (im Vj. 3.635 Tsd. €).

16 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Tsd. € 30. September 2018 30. September 2017 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61.208 66.704 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.026.426 1.509.952 -
davon Forderungen gegen die Gesellschafter - 577.625 -
Sonstige Vermögensgegenstände 53.049 40.380 -
davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 135 135 -
davon Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 52.914 40.245 -
2.140.682 1.617.036 -

Im Geschäftsjahr 2018 haben alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

An Kunden erteilte Bonusgutschriften in Höhe von 5.730 Tsd. € (im Vj. 1.863 Tsd. €) wurden von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aktivisch abgesetzt.

Das konzernweit betriebene OSRAM Cash Management wird durch die OSRAM GmbH zentral ausgeführt bzw. ausgesteuert. Innerhalb des OSRAM Cash Management Systems werden kurzfristige Zahlungsmittelüberschüsse bestimmter OSRAM Licht-Konzerngesellschaften investiert und Kontokorrentkredite zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit der einbezogenen OSRAM Licht-Konzerngesellschaften vergeben. Darüber hinaus stellt die OSRAM GmbH kurzfristige Darlehen zur Verfügung. Zinserträge und Zinsaufwendungen resultieren aus Finanzierungsaktivitäten und werden im Posten Zinserträge bzw. Zinsaufwendungen ausgewiesen (vgl. hierzu Ziffer 8, "Zinsertrag, Zinsaufwand").

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 523.646 Tsd. € auf 2.140.682 Tsd. € zum 30. September 2018 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 516.474 Tsd. € gegenüber dem Vorjahr auf 2.026.426 Tsd. € sowie dem Anstieg von übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 12.669 Tsd. € auf 53.049 Tsd. €. Gegensätzlich entwickelten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Rückgang in Höhe von 5.496 Tsd. € auf 61.208 Tsd. €.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen aus Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von 1.474.359 Tsd. € (im Vj. 1.216.569 Tsd. €), Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 307.486 Tsd. € (im Vj. 10.256 Tsd. €), der Gewinnabführung der OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg (Deutschland) in Höhe von 162.853 Tsd. € (im Vj. 266.213 Tsd. €), Dividendenforderungen in Höhe von 15.949 Tsd. € sowie einer Forderungen im Rahmen einer im Geschäftsjahr 2018 vereinbarten Leihe von Edelmetallen für die Produktion der OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg (Deutschland) sowie der Osram Opto Semiconductors (Malaysia) Sdn Bhd, Penang (Malaysia) in Höhe von 57.474 Tsd. €.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum 30. September 2018 53.049 Tsd. €. In diesem Posten sind übrige Sonstige Forderungen in Höhe von 10.539 Tsd. € (im Vj. 20.307 Tsd. €), Steuerforderungen in Höhe von 40.736 Tsd. € (im Vj. 17.569 Tsd. €) sowie Forderungen gegenüber Lieferanten in Höhe von 1.640 Tsd. € (im Vj. 2.207 Tsd. €) enthalten.

17 Wertpapiere

Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 hielt das Unternehmen keine kurzfristig festverzinslichen Wertpapiere (im Vj. 63.399 Tsd. €).

18 Latente Steuern

Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich saldiert ein Überhang aktiver latenter Steuern für den steuerlichen Organkreis der OSRAM GmbH. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern wird vom Organträger OSRAM GmbH nicht ausgeübt.

Die aktiven latenten Steuern entfallen auf das Sonstige Sachanlagevermögen, Verbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten und Beteiligungen.

Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich für die Bewertung latenter Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 30,08 % (im Vj. 30,08 %).

19 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Einem Erfüllungsbetrag in Höhe von 15.999 Tsd. € (im Vj. 15.220 Tsd. €) aus Rückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen stand zum 30. September 2018 ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 15.617 Tsd. € (im Vj. 15.696 Tsd. €) gegenüber. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betrugen 16.147 Tsd. € (im Vj. 16.147 Tsd. €).

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

30. September
Tsd. € 2018 2017
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung aus Rückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen 15.999 15.220
Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens 15.617 15.696
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen 0 476
Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 16.147 16.147

Aus der Vermögensverrechnung ergibt sich zum 30. September 2018 kein aktiver Unterschiedsbetrag (im Vj. aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 476 Tsd. €). Der Überschuss der Verpflichtung aus Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von 382 Tsd. € ist unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

20 Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 wie folgt entwickelt:

Eigenkapital

Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn/ -verlust Eigenkapital
30.09.2016 562.940 1.624.883 250.214 351.128 2.789.164
Ausschüttung - - - -200.000 -
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen - - 151.128 -151.128 -
Jahresüberschuss - - - 206.035 -
Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen - - - - -
Vorabausschüttung an Gesellschafter - - - -80.000 -
30.09.2017 562.940 1.624.883 401.341 126.035 2.715.199
Ausschüttung - - - -110.000 -
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen - - 16.035 -16.035 -
Jahresüberschuss - - - 134.395 -
Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen - - -160.000 160.000 -
Vorabausschüttung an Gesellschafter - - - -138.000 -
30.09.2018 562.940 1.624.883 257.376 156.395 2.601.595

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der OSRAM GmbH beträgt zum 30. September 2018 562.940.000 €. Zum 30. September 2018 wurden wie im Vorjahr sämtliche Anteile direkt und indirekt (über die OSRAM Beteiligungen GmbH, die unmittelbar 60,3 % (im Vj. 60,3 %) der Anteile an der OSRAM GmbH hält) von der OSRAM Licht AG gehalten.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage gliedert sich wie folgt:

Eigenkapital - Kapitalrücklage

Tsd. € Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Kapitalrücklage
30.09.2016 52.006 1.572.877 1.624.883
30.09.2017 52.006 1.572.877 1.624.883
30.09.2017 52.006 1.572.877 1.624.883

Die Kapitalrücklage zum 30.September 2018 beträgt 1.624.883 Tsd. € und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich andere - frei verfügbare - Gewinnrücklagen und belaufen sich zum 30. September 2018 auf 257.376 Tsd. € (im Vj. 401.341 Tsd. €). Sie resultieren mit 12.390 Tsd. € aus der Erfassung des BilMoG-Umstellungseffektes zum 1. Oktober 2009. Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. Februar 2018 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 16.035 Tsd. € aus dem Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 28.September 2018 wurden vorhandene andere Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 160.000 Tsd. € entnommen.

Bilanzgewinn und Ergebnisverwendungsvorschlag

Mit Gesellschafterbeschlusses vom 20. Februar 2018 wurden aus dem Bilanzgewinn 2017 110.000 Tsd. € an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung am Stammkapital der OSRAM GmbH ausgeschüttet und in Höhe von 16.035 Tsd. € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2018 beträgt 134.395 Tsd. €. Mit Gesellschafterbeschluss vom 28. September 2018 wurden vorhandene andere Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 160.000 Tsd. € entnommen. Mit demselben Beschluss wurden auf den zu erwartenden Bilanzgewinn des laufenden Geschäftsjahres Abschlagszahlungen in Höhe von 138.000 Tsd. € an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung am Stammkapital der OSRAM GmbH ausgeschüttet. Daraus resultiert ein Bilanzgewinn in Höhe von 156.395 Tsd. €. Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 150.000 Tsd. € an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung am Stammkapital der OSRAM GmbH auszuschütten und in Höhe von 6.395 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Die ausschüttungsgesperrten Beträge belaufen sich auf 52.365 Tsd. € (im Vj. 47.625 Tsd. €) und resultieren in Höhe von 48.516 Tsd. € aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (vgl. Ziffer 22, "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen") sowie Vermögensgegenstände im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 3.849 Tsd. €. Den ausschüttungsgesperrten Beträgen stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen in Höhe von 257.376 Tsd. € (im Vj. 401.341 Tsd. €) gegenüber.

21 Sonderposten mit Rücklageanteil

Die OSRAM GmbH führt in Anwendung der Übergangsvorschriften des BilMoG die in der Bilanz zum 30. September 2009 enthaltenen Werte des Sonderpostens mit Rücklageanteil fort. Darin enthalten sind Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gemäß § 6b EStG, § 14 Berlin FG und § 7d EStG.

Im Geschäftsjahr 2018 verringerte sich der Sonderposten mit Rücklageanteil zum Bilanzstichtag von 4.193 Tsd. € um 116 Tsd. € auf 4.076 Tsd. €.

Der Rückgang ist in Höhe von 116 Tsd. € (im Vj. 122 Tsd. €) auf in Anspruch genommene steuerliche Vergünstigungen (vgl. hierzu Ziffer 12, "Einfluss steuerlicher Vorschriften auf das Jahresergebnis") zurückzuführen.

22 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die OSRAM GmbH gewährt ihren Mitarbeitern verschiedene Formen der betrieblichen Altersversorgung. Zur Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung hat die OSRAM GmbH zum 30. September 2018 ihre Verpflichtungen weitgehend durch externes, zugriffsbeschränktes Treuhandvermögen abgedeckt. Dieses Treuhandvermögen dient auch der Deckung von Pensionsverpflichtungen anderer inländischer Tochterunternehmen und der OSRAM Licht AG; die Vermögensgegenstände erfüllen daher nicht die Voraussetzungen für die Verrechnung mit den Verpflichtungen und werden in den Finanzanlagen als Wertpapiere des Anlagevermögens der OSRAM GmbH ausgewiesen (vgl. hierzu Ziffer 14, "Anlagevermögen" sowie "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze").

Die aktiven Mitarbeiter, die seit dem 1. Mai 2003 in ein festes Arbeitsverhältnis eingetreten sind, nehmen an dem im Geschäftsjahr 2004 eingeführten Pensionsplan (Beitragsorientierte OSRAM Altersversorgung - BOA) teil. Für jeden anspruchsberechtigten Mitarbeiter wird dabei ab Eintritt ein persönliches, virtuelles Versorgungskonto eingerichtet, auf dem die zugesagten Unternehmensbeiträge gutgeschrieben werden. Einen Leistungsanspruch aus der BOA erdient sich ein Mitarbeiter erst, sofern er mindestens drei Jahre bei der OSRAM GmbH beschäftigt ist und das 21. Lebensjahr vollendet hat. Die Leistungen des BOA Versorgungsplans sind überwiegend abhängig von den zugesagten Unternehmensbeiträgen und den darauf entfallenden Investmenterträgen, wobei durch das Unternehmen eine Mindestverzinsung (Garantiezins) garantiert wird.

Die aktiven Mitarbeiter, die bereits vor dem 1. Mai 2003 bei dem Unternehmen in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis gestanden haben, besitzen noch alte, rechtsverbindliche, leistungsorientierte Pensionszusagen. Danach zahlt die OSRAM GmbH die Pension aus, die von der Gehaltsstufe und dem Lebensalter bzw. den Dienstjahren des Mitarbeiters abhängig ist. Zudem zahlt das Unternehmen an Mitarbeiter, die vor dem 1. Oktober 1983 in das Unternehmen eingetreten sind, bei Eintritt in den Ruhestand für einen bestimmten Zeitraum sogenannte Übergangszuschüsse, die jeweils abhängig sind von den letzten Bezügen des Mitarbeiters.

Bestimmte Mitarbeiter der OSRAM GmbH haben die Möglichkeit, an einem freiwilligen Entgeltumwandlungsplan (Deferred Compensation - Regelungen für die Betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung für Mitarbeiter in der OSRAM-Gruppe) teilzunehmen. Dabei können die Mitarbeiter künftige variable Bezüge gegen eine ergänzende betriebliche Altersversorgung eintauschen, wobei der einzelne Mitarbeiter für den einbehaltenen Teil der Bezüge eine wertgleiche Versorgungszusage erhält. Die im Rahmen dieses Plans umgewandelten Gehaltsbestandteile werden in Fondsanteile angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Aufgrund der Separierung und Zweckbindung dieses Fondsvermögens sind die Voraussetzungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfüllt. Deshalb wird dieses Fondsvermögen, das einen beizulegenden Zeitwert zum 30. September 2018 von 13.505 Tsd. € (im Vj. 13.370 Tsd. €) (Anschaffungskosten 9.656 Tsd. € bzw. im Vj. 8.845 Tsd. €) hat, mit den Verpflichtungen aus Deferred Compensation verrechnet. Nach Verrechnung bleibt eine Rückstellung in Höhe von 19 Tsd. € (im Vj. 13 Tsd. €). Zu den aus dem Entgeltumwandlungsplan verrechneten Aufwendungen und Erträgen vergleiche Ziffer 9, "Übriges Finanzergebnis".

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen vor der Verrechnung mit dem Fondsvermögen aus der Entgeltumwandlung beträgt zum 30. September 2018 441.139 Tsd. € (im Vj. 423.993 Tsd. €). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem durchschnittlichen Abzinsungssatz der vergangenen zehn Jahre von 3,34 % (im Vj. 3,77 %) und einem Rententrend von 1,75 % (im Vj. 1,75 %). Im Zuge der Einführung der BOA wurde für die leistungsorientierten Altersversorgungsleistungen der Effekt aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert.

Aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes von einem siebenjährigen auf einen zehnjährigen Durchschnittszins ergibt sich zum 30. September 2018 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 48.516 Tsd. € (Vj. 43.099 Tsd. €).

Durch die Anwendung der neuen Richttafeln 2018 G von K. Heubeck ergab sich im Vergleich zur Anwendung der Richttafeln 2005 G von K. Heubeck ein Anpassungseffekt der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 4.000 Tsd. €.

23 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 38.635 Tsd. € (im Vj. 27.663 Tsd. €) umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von 38.629 Tsd. € (im Vj. 26.461 Tsd. €).

24 Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 120.277 Tsd. € (im Vj. 108.938 Tsd. €) umfassen im Wesentlichen Vorsorgen für Personalaufwendungen in Höhe von 91.660 Tsd. € (im Vj. 62.073 Tsd. €), Gewährleistungs- und gewährleistungsähnliche Verpflichtungen in Höhe von 8.671 Tsd. € (im Vj. 17.565 Tsd. €), drohende Verluste in Höhe von 16.053 Tsd. € (im Vj. 9.451 Tsd. €) sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten.

25 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten

davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit
Tsd. € 2018 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre 30. September 2017 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 363.488 211.488 122.000 30.000 192.000 8.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113.921 113.921 - - 109.769 109.769
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.319.102 1.299.028 20.074 - 1.139.575 1.139.575
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 566.268 - - - 419.318 -
Übrige Verbindlichkeiten 100.510 100.510 0 - 50.535 48.371
davon Sonstige Verbindlichkeiten 100.510 100.510 0 - 50.535 48.371
Verbindlichkeiten 1.897.021 1.724.947 142.074 30.000 1.491.879 1.305.716
davon Restlaufzeit
Tsd. € 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.000 152.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - -
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern - -
Übrige Verbindlichkeiten 2.163 -
davon Sonstige Verbindlichkeiten 2.163 -
Verbindlichkeiten 34.163 152.000

Für Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gewährt.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 405.142 Tsd. € auf 1.897.021 Tsd. € (im Vj. 1.491.879 Tsd. €) resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 179.527 Tsd. € im Zusammenhang mit dem konzernweit betriebenen OSRAM Cash Management.

Darüber hinaus wirkt der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 171.488 Tsd. € auf 363.488 Tsd. €.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank abgeschlossen (vgl. hierzu Ziffer 30, "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen"). Zum 30. September 2016 war eine variabel verzinsliche Tranche von 50.000 Tsd. € in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der restliche unter diesem Kreditvertrag zur Verfügung stehende Betrag von 150.000 Tsd. € als zweite Tranche in Anspruch genommen, die mit einem fixem Zinssatz von 0,711 % p. a. ausgestattet ist. Gleichzeitig wurden im Geschäftsjahr 2018 8.000 Tsd. € planmäßig zurückgezahlt, so dass sich der Darlehensstand zum 30. September 2018 auf insgesamt 184.000 Tsd. € (im Vj. 192.000 Tsd. €) belief. Für die variabel verzinsliche Tranche, die sich zum 30. September 2018 auf 34.000 Tsd. € belief, lag die Verzinsung auf Basis des EURIBOR zuzüglich einer Kreditmarge zum 30. September 2018 bei 0,221 % p. a. (im Vj. 0,211 % p. a.). Die Darlehen werden planmäßig bis zur Endfälligkeit Ende 2024 getilgt. Zum 30. September 2018 standen unter diesem Kreditvertrag wie im Vorjahr keine ungenutzten Kreditlinien zur Verfügung. Die im Kreditvertrag enthaltene marktübliche Vereinbarung bezüglich der Finanzlage des OSRAM Licht-Konzerns (Financial Covenants), wonach das Verhältnis der Nettofinanzschulden zum EBITDA 2,5:1 nicht übersteigen darf, wurde vollumfänglich erfüllt.

Darüber hinaus steht der OSRAM GmbH eine variabel verzinsliche revolvierende Kreditlinie in Höhe von 950.000 Tsd. € (im Vj. 950.000 Tsd. €) zur Verfügung (vgl. hierzu Ziffer 30, "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen"). Bis zu einem Betrag von 886.000 Tsd. € kann die Kreditlinie bis Februar 2022 in Anspruch genommen werden. Der Restbetrag von 64.000 Tsd. € steht bis Februar 2020 zur Verfügung. Zum 30. September 2018 war die Kreditlinie mit 179.488 Tsd. € (im Vj. 0 Tsd. €) in Anspruch genommen. Die im Kreditvertrag enthaltene marktübliche Vereinbarung bezüglich der Finanzlage des OSRAM Licht-Konzerns (Financial Covenants), wonach das Verhältnis der Nettofinanzschulden zum EBITDA 2,5:1 nicht übersteigen darf, wurde vollumfänglich erfüllt.

Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 109.769 Tsd. € auf 113.921 Tsd. €.

Ebenfalls sind die übrigen Verbindlichkeiten um 49.975 Tsd. € auf 100.510 Tsd. € (im Vj. 50.535 Tsd. €) gestiegen, was im Wesentlichen aus einer Verpflichtung im Rahmen einer im Geschäftsjahr 2018 vereinbarten Leihe von Edelmetallen für die Produktion der OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg (Deutschland) sowie der Osram Opto Semiconductors (Malaysia) Sdn Bhd, Penang (Malaysia) in Höhe von 57.521 Tsd. € sowie einem Anstieg der Verbindlichkeiten, die im Rahmen der sozialen Sicherheit erfasst wurden um 3.634 Tsd. € auf 10.270 Tsd. € (im Vj. 6.635 Tsd. €) resultiert. Gegenläufig verringerten sich die personalbezogenen Verpflichtungen für Löhne und Gehälter einschließlich variable Gehälter und Abfindungen um 8.826 Tsd. € auf 32.472 Tsd. € (im Vj. 41.298 Tsd. €) sowie die noch abzuführenden Steuerverbindlichkeiten um 6 Tsd. € auf 722 Tsd. € (im Vj. 728 Tsd. €).

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten:

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 27 Tsd. € (im Vj. 27 Tsd. €) enthalten. Die Übrigen Verbindlichkeiten enthalten im Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber sonstigen Beteiligungen.

Sonstige Angaben

26 Materialaufwand

Materialaufwand

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -488.435 -554.123
Aufwendungen für bezogene Leistungen -171.107 -177.293
-659.542 -731.416

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 71.874 Tsd. € gesunken. Dies ist im Wesentlichen begründet durch einen Umsatzrückgang und dem daraus resultierenden Rückgang der Kosten von Fertigungsmaterial und Handelswaren.

27 Personalaufwand

Personalaufwand

Geschäftsjahr
Tsd. € 2018 2017
Löhne und Gehälter -307.937 -265.676
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung -40.264 -40.963
Aufwendungen für Altersversorgung -11.156 -12.743
-359.357 -319.382

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 39.975 Tsd. € angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Personalmaßnahmen im Rahmen des Zukunftskonzepts "Fit for the Future" in Höhe von 40.502 Tsd. €. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wird wie im Vorjahr im Übrigen Finanzergebnis ausgewiesen (vgl. hierzu Ziffer 9, "Übriges Finanzergebnis").

Im Geschäftsjahr 2018 wurden durchschnittlich 3.240 (im Vj. 3.283) Mitarbeiter beschäftigt, wobei die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen sind. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:

Anzahl Mitarbeiter

Geschäftsjahr
Anzahl 2018 2017
Produktion 2.042 2.073
Forschung und Entwicklung 579 593
Vertrieb 328 334
Verwaltung und allgemeine Dienste 291 283
3.240 3.283

28 Aktienbasierte Vergütung

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm - OSRAM Basis-Aktienprogramm

Als Konzernobergesellschaft des OSRAM Licht-Konzerns hat sich die OSRAM Licht AG erstmalig am 14. Juli 2014 entschlossen, mit dem OSRAM Basis-Aktien-Programm ("BAP") ein Mitarbeiterbeteiligungsplan aufzulegen. Mit Konzernvereinbarung vom 25. August 2017 wurde das BAP für 2018 fortgeführt. Mit Konzernbetriebsvereinbarung vom 5. September 2018 wurde für das Geschäftsjahr 2019 ein weiteres BAP beschlossen. Im Rahmen des BAP wurde Mitarbeitern von am BAP teilnehmenden inländischen Gesellschaften des OSRAM Licht-Konzerns (OSRAM GmbH sowie ausgewählte inländische Tochtergesellschaften der OSRAM GmbH, im Folgenden "teilnehmende Gesellschaften") angeboten, Aktien im Gesamtwert von bis zu 720 € zu erwerben. Dabei gewährt OSRAM einen Preisnachlass in Höhe von 360 €. Die zum 13. Dezember 2017 ermittelte Gesamtinvestition für das BAP 2018 pro Mitarbeiter betrug 711,38 € (im Vj. 715,36 €). Diese wurde auf Basis des Referenzpreises ermittelt, der dem arithmetischen Mittel der volumengewichteten Durchschnitts-Börsenkurse der OSRAM Licht-Aktie ("Tages-Durchschnittskurse") während der aufeinanderfolgenden vier Handelstage beginnend mit dem Ablauf der Annahmefrist im XETRA-Handelssystem an der Frankfurter Wertpapierbörse entspricht. Zur Bedienung der Aktien verwendete die OSRAM Licht AG eigene Aktien, die seit Januar 2016 über die Börse zurückgekauft wurden.

Im Rahmen von sogenannten Intercompany Agreements verpflichteten sich die teilnehmenden Gesellschaften des OSRAM Licht-Konzerns, die Erfüllungskosten aus der Bedienung des Aktienerwerbsprogramms zu erstatten. Hierzu zählen neben den Kosten für den Erwerb von OSRAM Licht-Aktien zur Ausgabe an die teilnehmenden Mitarbeiter und Aufwendungen für die Zahlung von Barausgleichen auch sonstige mit dem Aktienerwerbsprogramm in Verbindung stehende Kosten, wie Beratungskosten und Bankgebühren.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms 15.870 Aktien (im Vj. 22.110 Aktien) für das BAP 2018 an Mitarbeiter der OSRAM GmbH gewährt. Im Geschäftsjahr 2018 wurde im Zusammenhang mit dem BAP 2018 und BAP 2019 ein Aufwand aufgrund des zu gewährenden Zuschusses in Höhe von 681 Tsd. € (im Vj. 424 Tsd. €) erfasst.

Langfristige aktienbasierte Vergütung - OSRAM Stock Awards

Die OSRAM Licht AG gewährt ihren Führungskräften (obere Führungsebene; nachfolgend auch "Berechtigte") sowie denen ihrer Konzernunternehmen neben der Grundvergütung eine variable aktienbasierte Vergütung. Diese langfristige aktienbasierte Vergütung wird grundsätzlich in Form von verfallbaren Zusagen auf die Übertragung von Aktien der OSRAM Licht AG ("OSRAM Stock Awards") gewährt, die einer Sperrfrist unterliegen. Diese Sperrfrist beginnt mit dem Tag der Zuteilung der OSRAM Stock Awards und endet mit Ablauf des zweiten Tages nach der Veröffentlichung der Geschäftsjahresergebnisse der OSRAM Licht AG im vierten Kalenderjahr nach der Zuteilung. Der Tag der Zuteilung wird vom Vorstand der OSRAM Licht AG festgelegt. Nach Ablauf dieser Sperrfrist wird den Berechtigten für je einen OSRAM Stock Award eine Aktie der OSRAM Licht AG ohne eigene Zuzahlung übertragen bzw. ein entsprechender Barausgleich gewährt.

Der Geldwert dieser Vergütungskomponente richtet sich nach dem Erreichen von Zielen, der vom Vorstand der OSRAM Licht AG ebenfalls nach Ablauf des Geschäftsjahres nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Geschäftsjahres festgelegt wird. Abhängig von der Zielerreichung kann der tatsächliche Geldwert zwischen 0 % und 200 % liegen. Die Anzahl der zugesagten OSRAM Stock Awards ermittelt sich aus der Division des nach Zielmessung vom Vorstand festgelegten Geldwerts durch den XETRA-Schlusskurs der OSRAM Licht-Aktie am Zusagetag abzüglich der abgezinsten geschätzten Dividenden während der vierjährigen Sperrfrist.

Endet das Beschäftigungsverhältnis des Begünstigten mit der OSRAM Licht AG oder einem Konzernunternehmen während der Sperrfrist oder scheidet das ihn beschäftigende Konzernunternehmen während der Sperrfrist aus dem OSRAM Licht-Konzern aus, verfallen sämtliche OSRAM Stock Awards des Begünstigten ersatzlos. Endet das Beschäftigungsverhältnis des Begünstigten hingegen aufgrund von Arbeits- oder dauernder Erwerbsunfähigkeit, Pensionierung, Tod oder im Zusammenhang mit einer Strukturmaßnahme, wie z.B. einer Ausgliederung, hat der Begünstigte bzw. der überlebende Partner oder Erben des Begünstigten einen Anspruch auf eine Barzahlung anstelle der verfallenen OSRAM Stock Award. Gewährte OSRAM Stock Awards verfallen jedoch nicht, wenn der Begünstigte ohne zeitliche Unterbrechung im unmittelbaren Anschluss an die Beendigung seines bisherigen Beschäftigungsverhältnisses bzw. an das Ausscheiden des ihn bisher beschäftigenden Konzernunternehmens weiterbeschäftigt wird.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden im Rahmen der langfristigen aktienbasierten Vergütung 34.483 (im Vj. 74.021) Stock Awards an leitende Angestellte der OSRAM GmbH gewährt. Im Zusammenhang mit den seit dem Geschäftsjahr 2014 gewährten Stock Awards wurde im Berichtsjahr ein Ertrag in Höhe von 2.098 Tsd. € (im Vj. Aufwand in Höhe von 4.883 Tsd. €) erfasst. Im November 2017 wurden 46.206 Aktien an leitende Angestellte übertragen.

29 Anteile an Investmentvermögen

Es wurden folgende Anteile an inländischen beziehungsweise vergleichbaren ausländischen Investmentvermögen im Sinne der §§ 1 beziehungsweise 2 Absatz 9 Investmentgesetz (InvG) von mehr als 10 % gehalten:

Anteile an Investmentvermögen

Buchwert Marktwert Differenz zum Marktwert
Tsd. € 2018 2017 2018 2017 2018 2017
Mischfonds 557.327 533.046 638.572 645.656 81.245 112.610
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr tägliche Rückgabe möglich unterlassene Abschreibung
Tsd. € 2018 2017 2018 2017 2018 2017
Mischfonds 28.888 32.010 Ja Ja Nein Nein

Die Investmentanteile an Mischfonds bestanden wie im Vorjahr zum überwiegenden Teil aus Anteilen an zwei Mischfonds, die im Wesentlichen direkt oder indirekt in festverzinsliche Wertpapiere und Aktien investieren.

Grundsätzlich werden die Anteile an Investmentvermögen in den Finanzanlagen als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen (vgl. hierzu Ziffer 14, "Anlagevermögen"). Hiervon ausgenommen sind Anteile, die mit bestimmten Verpflichtungen aus Pensionszusagen (Deferred Compensation) sowie aus Erfüllungsrückständen in Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen zu verrechnen sind (vgl. hierzu Ziffer 19, "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" sowie "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze").

30 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Das Garantiemanagement des gesamten OSRAM Licht-Konzerns wird von der OSRAM GmbH zentral ausgeführt bzw. ausgesteuert. Im Rahmen dieses Garantiemanagements werden Konzern- und Bankgarantien für die OSRAM GmbH und ihre Tochtergesellschaften sowie für die OSRAM Licht AG und die OSRAM Beteiligungen GmbH durch die OSRAM GmbH direkt bzw. auf Banklinien der OSRAM GmbH ausgestellt.

Haftungsverhältnisse

30. September
Tsd. € 2018 2017
Verpflichtungen aus Bürgschaften und Garantien 341.905 326.749
davon im Rahmen von Kreditfazilitäten inklusive Avale und Devisensicherungen verbundener Unternehmen 273.510 268.022
davon im Rahmen des Lieferungs- und Leistungsgeschäfts verbundener Unternehmen 64.145 53.668

Im Februar 2015 wurde der bestehende Kreditvertrag über Kreditfazilitäten einschließlich einer revolvierenden Fazilität, den die OSRAM GmbH zum Zweck der Finanzierung des OSRAM Licht-Konzerns geschlossen hatte, auf ein Gesamtvolumen von 950.000 Tsd. € angepasst, das auch in US-Dollar und mit Zustimmung der Banken in anderen Währungen in Anspruch genommen werden kann. Die Laufzeit wurde für einen Betrag von 886.000 Tsd. € bis Februar 2022 verlängert. Der Restbetrag von 64.000 Tsd. € steht unverändert bis Februar 2020 zur Verfügung. Zum 30. September 2018 besteht eine Inanspruchnahme seitens der OSRAM GmbH in Höhe von 179.488 Tsd. €.

Des Weiteren hat die OSRAM GmbH im Dezember 2014 einen Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 200.000 Tsd. € abgeschlossen. Zum 30. September 2018 beträgt die Darlehenshöhe 184.000 Tsd. € (im Vj. 192.000 Tsd. €) (vgl. hierzu Ziffer 25, "Verbindlichkeiten").

Die OSRAM Licht AG hat sich verpflichtet, für Kredite des Bankenkonsortiums zur Besicherung von Kreditlinien sowie zugunsten der Europäischen Investitionsbank für das verbundene Unternehmen OSRAM GmbH gesamtschuldnerisch zu haften.

Die OSRAM GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die OSRAM GmbH derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die OSRAM GmbH schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen

Der Aufwand aus Leasing- und Mietverträgen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- beziehungsweise Mietgegenstand nicht der OSRAM GmbH zuzurechnen ist und bei denen die OSRAM GmbH diese Vermögensgegenstände daher nicht aktiviert, betrug im Berichtsjahr 21.738 Tsd. € (im Vj. 19.939 Tsd. €). Davon entfielen 21.738 Tsd. € (im Vj. 19.939 Tsd. €) auf Operating-Leasing-Verträge. Gegenstand dieser Verträge sind im Wesentlichen Immobilien und sonstige bewegliche Anlagegegenstände.

Zum 30. September 2018 bestehen aus solchen Leasing- und Mietverträgen (im Wesentlichen Operating-Leasing-Verträge) Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 50.384 Tsd. € (im Vj. 61.558 Tsd. €), davon 815 Tsd. € (im Vj. 0 Tsd. €) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen dienen zur Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 30. September 2018 bestehen bei der OSRAM GmbH Einkaufsverpflichtungen in Höhe von 123.687 Tsd. € (im Vj. 151.505 Tsd. €). Die Einkaufsverpflichtungen wurden im Wesentlichen zur Absicherung der Verfügbarkeit von für die Produktion benötigten Rohstoffen mit Zulieferern im Rahmen des üblichen Bedarfs eingegangen. Zudem bestehen Insolvenzgarantien in Höhe von 28.855 Tsd. € (Vj. 40.000 Tsd. €) für Altersteilzeitzahlungen gegenüber den Mitarbeitern der LEDVANCE GmbH. Darüber hinaus gewährt die OSRAM GmbH der OSRAM CONTINENTAL GmbH einen Kreditrahmen im Umfang von 80.000 Tsd. €. Zum Bilanzstichtag am 30. September 2018 wurden bislang keine finanziellen Mittel des genannten Kreditrahmens in Anspruch genommen.

31 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Richtlinien zum Abschluss derivativer Finanzinstrumente

Die OSRAM GmbH ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen sowie Schwankungen der Rohstoffpreise ausgesetzt, die durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente größtenteils kompensiert beziehungsweise eliminiert werden. Das Management dieser Risiken wird durch konzernweit gültige Richtlinien geregelt. Unter anderem ist es der OSRAM GmbH sowie deren operativen Einheiten nicht gestattet, derivative Finanzinstrumente zu spekulativen Zwecken einzusetzen.

Um die Risiken abzusichern, die aus den Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, sichert die OSRAM GmbH ihre Nettowährungspositionen ab. Die dabei eingesetzten Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Devisentermingeschäfte.

Innerhalb der OSRAM GmbH dienen derivative Finanzinstrumente in geringerem Umfang auch der Sicherung von Rohstoffpreisrisiken aus Beschaffungsgeschäften für Metalle (im Wesentlichen Gold, Silber, Platin und Kupfer). Die im Rahmen des Commodity Hedging eingesetzten Instrumente umfassen Rohstoffderivate (Swaps, Forwards).

Die OSRAM GmbH übernimmt zugleich die zentrale Aufgabe des konzernweiten Managements von Finanzmarktrisiken (Konzerntreasury) für den OSRAM Licht-Konzern und schließt im Rahmen dieser Funktion auch konzerninterne Derivate mit verbundenen Unternehmen ab. Darüber hinaus gewährleistet die Gesellschaft die konzerninternen Finanzierungen und Anlage von Liquiditätsüberschüssen in Euro oder Fremdwährung.

Vertragspartner der OSRAM GmbH für derivative Finanzinstrumente mit externen Handelspartnern sind Banken.

Buchwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente

Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich Sicherungszwecken. Die nachfolgende Tabelle zeigt die bestehenden derivativen Finanzinstrumente:

Derivative Finanzinstrumente - Volumen

Nominalvolumen Marktwerte
30. September 30. September
Tsd. € 2018 2017 2018 2017
Devisentermingeschäfte 981.338 248.859 -11.207 -1.144
Rohstoffderivate 14.068 9.380 -921 503

Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert ausgewiesen werden (Brutto-Nominalvolumen).

Der Anstieg des Nominalvolumens von Devisentermingeschäften zum 30. September 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 248.859 Tsd. € auf 981.338 Tsd. € steht im Zusammenhang mit einer Erhöhung des Sicherungshorizontes auf fallweise bis zu zwölf Monate sowie eines Anstiegs der konzerninternen Finanzforderungen in Fremdwährung, die durch Devisenswaps abgesichert werden.

In den Sonstigen Rückstellungen sind die nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierungspflichtigen derivativen Finanzinstrumente, für die eine Bilanzierung nach den Grundsätzen der Bilanzierung von Bewertungseinheiten nicht erfolgte, mit den angegebenen Buchwerten imparitätisch erfasst:

Derivative Finanzinstrumente - Bilanzpositionen

Sonstige Rückstellungen
30. September
Tsd. € 2018 2017
Devisentermingeschäfte 4.107 953
Rohstoffderivate - -

Absicherung des Fremdwährungsrisikos

Zentral für das Management der Fremdwährungsrisiken ist die Bestimmung und Identifizierung der Nettowährungsposition pro Fremdwährung, die sich aus in Fremdwährung lautenden Bilanzposten, schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen aus geplanten operativen Einkaufs- und Verkaufsvolumina für einen Planungszeitraum von bis zu zwölf Monaten zusammensetzt. Zum 1. Februar 2018 wurden die Richtlinien des konzernweiten Fremdwährungsmanagements angepasst. Nunmehr ist jede OSRAM-Gesellschaft verpflichtet, ihre Nettofremdwährungsposition zu 100% für einen Planungshorizont von mindestens drei Monaten abzusichern. Bis zur Anpassung sahen die Richtlinien die Absicherung der Nettofremdwährungsposition in einer Bandbreite von mindestens 75 % bis zu 100 % für einen Planungshorizont von mindestens drei Monaten vor. Ergänzend erfolgt seit Februar 2018 eine längerfristige Absicherung des USD-Nettowährungsrisikos für einen rollierenden Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. Die längerfristigen Risikosicherungsmaßnahmen sind dem individuellen Sicherungsbedürfnis der Geschäftsgebiete mit gestaffelten Sicherungsgraden angepasst. Hierdurch wird eine Reduzierung der Ergebnisvolatilität aus Fremdwährungseffekten auf das Nettoergebnis angestrebt.

Die Nettowährungsposition (vor Sicherung) der OSRAM GmbH wird mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Bestandteil der Bewertungseinheit sind auch die Devisensicherungsgeschäfte, die die OSRAM GmbH mit verbundenen Unternehmen abgeschlossen hat. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden für diesen Zweck jeweils mit den zugrunde liegenden diskontierten Zahlungsströmen bewertet. Die Zahlungsein- und -ausgänge, die aus den Devisensicherungsgeschäften sowie aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen resultieren, sind jeweils saldiert ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente - Währungsrisiko

Absicherung des Währungsrisikos (Zeitraum drei Monate) Geschäftsjahr 30. September
Tsd. € 2018 2017
Fremdwährungsrisiko aus Bilanzposten 3.801 6.859
davon Vermögensgegenstände 11.488 14.396
davon Schulden -7.688 -7.537
Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen 58.392 45.474
Nettowährungsposition (vor Sicherung) 62.192 52.333
Devisensicherungsgeschäfte -56.491 -39.800
davon mit externen Vertragspartner -56.491 -39.800
Nettowährungsposition (nach Sicherung) 5.701 12.533

Die Sicherungsgrade des Fremdwährungsportfolios der OSRAM GmbH ist mit der Umstellung der Hedging Strategie für den USD über ca. ein Jahr hinweg gestaffelt und mit zunehmenden Horizont abnehmend.

Absicherung des Preisrisikos an Rohstoffmärkten

Die OSRAM GmbH sichert Preisrisiken aus Einkaufsverträgen für Metalle (im Wesentlichen Gold, Silber, Platin und Kupfer) mit Rohstoffderivaten ab. Für diese Rohstoffderivate werden bei der OSRAM GmbH aufgrund des fehlenden Effektivitätsnachweises zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument keine Bewertungseinheiten gebildet. Drohverlustrückstellungen waren zum 30. September 2018 nicht zu bilden.

Für den Teil der Rohstoff-Sicherungskontrakte, die von der OSRAM GmbH im Auftrag verbundener Unternehmen mit externen Vertragspartnern abgeschlossen werden, erfolgt die bilanzielle Abbildung als Mikro-Bewertungseinheiten. Dadurch gleichen sich unrealisierte Gewinne und Verluste aus und sind bilanziell nicht zu erfassen. Die in die Bewertungseinheit einbezogenen Rohstoff-Sicherungskontrakte sind spätestens im Jahr 2019 fällig.

32 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist in der entsprechenden Anhangsangabe im Konzernabschluss der OSRAM Licht AG enthalten.

33 Vergütung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2018

Die Mitglieder der Geschäftsführung der OSRAM GmbH sind zugleich Mitglieder des Vorstands der OSRAM Licht AG. Die Vergütung der Unternehmensleitung der OSRAM GmbH setzte sich dabei aus der Barvergütung (feste sowie variable Vergütung), der variablen aktienbasierten Vergütung, Beiträge zur Beitragsorientierten OSRAM Altersversorgung (BOA) sowie sonstigen Vergütungen (darin enthalten sind geldwerte Vorteile wie z.B. aus der Bereitstellung von Dienstwagen, Zuschüsse zu Versicherungen, Rechts-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten sowie Kosten im Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen) zusammen.

Die OSRAM Licht AG verrechnet Aufwendungen aus der Vergütung der Mitglieder des Vorstands der OSRAM Licht AG für Leistungen, die diese gegenüber der OSRAM GmbH erbringen, an die OSRAM GmbH weiter.

Die variable Vergütung (Bonus), die langfristige aktienbasierte Vergütung sowie Zuführungen zur Beitragsorientierten OSRAM Altersversorgung (BOA) erhielten die Geschäftsführer der OSRAM GmbH für das Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr von der OSRAM Licht AG.

Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der OSRAM Licht AG für das Geschäftsjahr 2018 finden sich im Vergütungsbericht der OSRAM Licht AG.

Ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung der OSRAM GmbH und ihre Hinterbliebenen erhielten im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge im Sinne von § 285 Nr. 9b HGB in Höhe von 764 Tsd. € (im Vj. 789 Tsd €). Die Pensionsrückstellungen der OSRAM GmbH, die in der Anhangangabe Ziffer 22, erläutert sind, beinhalten Pensionsrückstellungen für Pensionszusagen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen in Höhe von 9.050 Tsd. € (im Vj. 9.135 Tsd. €).

Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018

Für die Vergütung des Aufsichtsrats hat die OSRAM GmbH im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 65 Tsd. € (im Vj. 62 Tsd. €) aufgewendet.

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten von der Gesellschaft keine Kredite und Vorschüsse.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der OSRAM GmbH erhält eine jährliche Vergütung von 7.500 €, alle übrigen Mitglieder von 5.000 €. Bei Veränderungen im Aufsichtsrat erfolgt die Vergütung zeitanteilig unter Aufrundung auf volle Monate. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Aufsichtsrats nicht teil, so reduziert sich ein Drittel der ihm zustehenden Vergütung prozentual im Verhältnis der im Geschäftsjahr stattgefundenen Aufsichtsratssitzungen gegenüber den Aufsichtsratssitzungen, an denen das Aufsichtsratsmitglied nicht teilgenommen hat.

34 Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat

Amtierende Mitglieder des Aufsichtsrats:

Peter Bauer

- Vorsitzender -

Selbstständiger Unternehmensberater

Manfred Bittner

Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der OSRAM GmbH

Dr. Christine Bortenlänger

Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts e.V.

Dr. Roland Busch

- Stellvertretender Vorsitzender -

Mitglied des Vorstands der Siemens Aktiengesellschaft

Dr. Margarete Haase

Selbstständige Unternehmensberaterin, ehem. Mitglied des Vorstands der Deutz AG

Christine Hufnagel

Leiterin Global Sales Management

Michael Knuth

- Stellvertretender Vorsitzender -

Gewerkschaftssekretär IG Metall Bayern

Frank (Franciscus) H. Lakerveld

Mitglied des Aufsichtsrats der Sonepar S.A.

Werner Leyer

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der OSRAM Licht AG

Arunjai Mittal

Selbstständiger Unternehmensberater

Irene Schulz

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied IG Metall Deutschland

Thomas Wetzel

Betriebsrat bei der OSRAM GmbH, Werk Berlin

Vorsitzender des Betriebsrats der OSRAM GmbH, Werk Berlin und Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der OSRAM GmbH

Ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018:

Dr. Werner Brandt

Selbständiger Unternehmensberater, ehem. Mitglied des Vorstands der SAP SE

Prof. Dr. Lothar Frey

Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl für elektronische Bauelemente) und Leiter des Fraunhofer Instituts IISB

Die Geschäftsführung

Amtierende Mitglieder der Geschäftsführung:

Dr. Olaf Berlien

Vorsitzender und Mitglied des Vorstands der OSRAM Licht AG,

Vorsitzender und Mitglied der Geschäftsführung der OSRAM GmbH (Chief Executive Officer (CEO) und Arbeitsdirektor) (bestellt seit 1. Januar 2015)

Ingo Bank

Mitglied des Vorstands der OSRAM Licht AG,

Mitglied der Geschäftsführung der OSRAM GmbH (Chief Financial Officer (CFO)) (bestellt seit 1. September 2016)

Dr. Stefan Kampmann

Mitglied des Vorstands der OSRAM Licht AG,

Mitglied der Geschäftsführung der OSRAM GmbH (Chief Technical Officer (CTO)) (bestellt seit 1. Juli 2016)

35 Konzernzugehörigkeit und befreiender Konzernabschluss des Mutterunternehmen

Die OSRAM GmbH ist nach § 291 Abs. 1 und 2 HGB nicht verpflichtet, einen eigenen Konzernabschluss und einen eigenen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Jahresabschluss der OSRAM GmbH wird in den Konzernabschluss der OSRAM Licht AG mit Sitz in München einbezogen. Der den Voraussetzungen des § 291 Abs. 2 HGB entsprechende Konzernabschluss und Konzernlagebericht ihres Mutterunternehmens, der OSRAM Licht AG, München, wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und einschließlich des Bestätigungsvermerks in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und offengelegt sowie beim Handelsregister des Amtsgerichts München hinterlegt. Die OSRAM Licht AG stellt folglich den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

36 Aufstellung des Anteilsbesitzes

Aufstellung des Anteilsbesitzes der OSRAM GmbH gemäß § 285 Nr. 11 und Nr. 11a HGB

Aufstellung des Anteilsbesitzes

der OSRAM GmbH, München / Deutschland

Stand 30. September 2018 Ergebnis nach Steuern A
in Tsd. €
EK A
in Tsd. €
Kapitalanteil
in %
Tochterunternehmen der OSRAM GmbH, München / Deutschland
Deutschland (zum 30. September 2018: 11 Gesellschaften)
BAG electronics GmbH, Arnsberg -53 24.747 100,00
Heramo Immobilien GmbH & Co. KG, Grünwald -14 937 100,00
OSRAM Beteiligungsverwaltung GmbH, Grünwald 8 73 100,00
Fluxunit GmbH, München -910 10.362 100,00
OSRAM CONTINENTAL GmbH, München -8.533 374.833 50,00 2
OSRAM Innovation Hub GmbH, München 1 22 100,00
OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg 9.353 77.538 100,00
OSRAM OLED GmbH, Regensburg 1.636 2.960 100,00
Siteco Beleuchtungstechnik GmbH, Traunreut -2.454 49.082 100,00
Siteco Lighting GmbH, Traunreut 6 124.029 100,00
OSRAM Lighting Services GmbH, Wipperfürth -7 7 100,00
EMEA (ohne Deutschland) (zum 30. September 2018: 33 Gesellschaften)
OSRAM Sales EOOD, Trud / Bulgarien 189 704 100,00
OSRAM EOOD, Trud / Bulgarien 1.307 22.047 100,00
OSRAM A/S, Taastrup / Dänemark 368 1.533 100,00
OSRAM Oy, Vantaa / Finnland 739 -780 100,00
OSRAM Continental France SAS, Toulouse / Frankreich 28 313 50,00 2
OSRAM Lighting S.A.S.U., Molsheim / Frankreich 1.025 242 100,00
ADB STAGELIGHT S.A.S.U., Saint-Quentin / Frankreich -958 1.487 100,00
OSRAM Ltd., Slough, Berkshire / Großbritannien 729 2.685 100,00
LUX365 Limited, Bolton / Großbritannien -520 -444 100,00
Yekta Setareh Atllas Co. (P.J.S.), Teheran / Iran 5 -26 100,00
OSRAM S.p.A. - Società Riunite OSRAM Edison Clerici, Mailand / Italien 7.983 161.811 100,00
Clay Paky S.p.A., Seriate / Italien -805 93.577 100,00
OSRAM Continental Italia S.r.l., Treviso / Italien 533 24.106 50,00 2
OSRAM d.o.o., Zagreb / Kroatien 254 802 100,00
Fluence Bioengineering B.V., Schiphol / Niederlande - - 100,00
OSRAM Benelux B.V., Capelle aan den Ijssel / Niederlande 377 4.037 100,00
OSRAM AS, Lysaker / Norwegen 315 830 100,00
OSRAM Continental Austria GmbH, Wien / Österreich -1.086 2.255 50,00
Siteco Lighting Austria GmbH, Wien / Österreich 1.413 14.126 100,00
Siteco Österreich GmbH, Wien / Österreich 289 2.981 100,00
OSRAM Sp. z o.o., Warschau / Polen 479 2.191 100,00
OSRAM, Lda, Carnaxide / Portugal 229 316 100,00
OSRAM Continental Romania S.R.L., Iasi / Rumänien -289 -286 50,00 2
OSRAM Romania S.R.L., Bukarest / Rumänien 261 1.769 100,00
OOO OSRAM, Moskau / Russische Föderation 576 3.896 100,00
OSRAM AB, Stockholm / Schweden 469 1.113 100,00
OSRAM Lighting AG, Winterthur / Schweiz 394 2.256 100,00
OSRAM, a.s., Nové Zámky / Slowakei 1.883 16.097 100,00
OSRAM Lighting S.L., Madrid / Spanien 789 104 100,00
OSRAM Lighting (Pty) Ltd., Midrand / Südafrika -42 2.938 100,00
OSRAM Ceská republika s.r.o., Bruntál / Tschechien 729 17.706 100,00
OSRAM Teknolojileri Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul / Türkei 811 5.789 100,00
OSRAM Lighting Middle East FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 621 1.666 100,00
Americas (zum 30. September 2018: 19 Gesellschaften)
OSRAM S.A., Buenos Aires / Argentinien -614 131 100,00
OSRAM Comercio de Solucoes de Iluminacao Ltda., Barueri / Brasilien 613 1.098 100,00
OSRAM Chile Ltda., Santiago de Chile / Chile -23 93 100,00
OSRAM Ltd., Vancouver / Kanada 1.420 9.150 100,00
OSRAM de Colombia Iluminaciones S.A.S., Bogotá / Kolumbien 415 3.372 100,00
OSRAM de México S.A. de C.V., Naucalpan / Mexiko 769 12.450 100,00
OSRAM S.A. de C.V., Naucalpan / Mexiko 3.505 39.953 100,00
OSRAM Servicios Administrativos, S.A. de C.V., Naucalpan / Mexiko 323 -1.165 100,00
OSRAM Continental Guadalajara Intelligent Lighting S de RL de CV, Tlajomulco de Zuniga, Jalisco / Mexiko -164 -168 50,00 2
OSRAM Continental Mexico Services S de RL de CV, Tlajomulco de Zuniga, Jalisco / Mexiko 8 1 50,00 2
Traxon Supply USA Inc., Nyack, New York / USA -2.258 -9.367 100,00
LedEngin, Inc., San Jose / USA -1.432 6.859 100,00
Digital Lumens Inc., Wilmington, Delaware / USA -6.926 38.504 100,00
Fluence Bioengineering, Inc., Wilmington, Delaware / USA 1.874 64.870 100,00
OSRAM Opto Semiconductors, Inc., Wilmington, Delaware / USA 6.965 43.383 100,00
OSRAM SYLVANIA INC., Wilmington, Delaware / USA 52.252 845.297 100,00
Sylvania Lighting Services Corp., Wilmington, Delaware / USA -2.256 23.114 100,00
Vixar, Inc., Wilmington, Delaware / USA 40 68.217 100,00
OSRAM CONTINENTAL USA Inc., Wilmington, Delaware / USA 39.086 -2.228 50,00 2
APAC (zum 30. September 2018: 26 Gesellschaften)
OSRAM Pty. Ltd., Sydney / Australien 120 512 100,00
OSRAM China Lighting Ltd., Foshan / China 27.854 102.724 90,00
OSRAM Asia Pacific Management Company Ltd., Foshan / China 2.033 11.103 100,00
OSRAM Guangzhou Lighting Technology Limited, Guangzhou / China 8.064 16.985 100,00
OSRAM Kunshan Display Optic Co., Ltd., Kunshan / China 4.360 12.185 100,00
OSRAM CONTINENTAL Kunshan Intelligent Lighting Co., Ltd., Kunshan / China 456 -2.370 50,00 2
OSRAM Opto Semiconductors (China) Co., Ltd., Wuxi New District / China 20.885 148.786 100,00
OSRAM Opto Semiconductors Trading (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi / China 104 242 100,00
Traxon Technologies Ltd., Shatin / Hongkong -4.198 -29.228 100,00
OSRAM Asia Pacific Ltd., Wanchai / Hongkong 1.480 -53.630 100,00
OSRAM Opto Semiconductors Asia Ltd., Wanchai / Hongkong 10.063 101.671 100,00
OSRAM CONTINENTAL INDIA Private Limited, Bangalore / Indien - - 50,00 2
OSRAM Lighting Private Limited, Gurgaon / Indien 1.804 11.293 100,00
P.T. OSRAM Indonesia, Jakarta / Indonesien -494 8.589 100,00
OSRAM Ltd., Yokohama / Japan 476 2.897 100,00
OSRAM Opto Semiconductors (Japan) Ltd., Yokohama / Japan 1.309 1.231 100,00
OSRAM (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur / Malaysia 1.011 4.757 100,00
Osram Opto Semiconductors (Malaysia) Sdn Bhd, Penang / Malaysia 30.703 266.519 100,00
BAG electronics, Inc., Binan, Laguna / Philippinen -486 6.808 0,00 2
TRILUX Lighting Inc., Binan, Laguna / Philippinen 0 0 0,00 2
OSRAM Lighting Pte. Ltd., Singapur / Singapur 1.110 2.777 100,00
OSRAM Co., Ltd., Seoul / Südkorea 1.154 15.426 100,00
OSRAM Opto Semiconductors Korea Ltd., Seoul / Südkorea 1.135 1.230 100,00
OSRAM Taiwan Company Ltd., Taipei / Taiwan 1.692 4.135 100,00
OSRAM Opto Semiconductors (Taiwan) Ltd., Taipei / Taiwan 666 826 100,00
OSRAM (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand 1.109 4.294 100,00
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der OSRAM GmbH, München
Deutschland (zum 30. September 2018: 4 Gesellschaft)
agrilution GmbH, München -413 -428 15,00 3
Blickfeld GmbH, München -138 -138 12,55 3
GoodIP GmbH, München -8 -8 10,00 3
iThera Medical GmbH, München - - 10,00 3
EMEA (ohne Deutschland) (zum 30. September 2018: 4 Gesellschaften)
EMGO N.V., Lommel / Belgien -59 B 4.381 B 50,00
LAMP NOOR (P.J.S.) Co., Teheran / Iran 985 C 1.855 C 20,00 1
Tvilight B.V., Groningen / Niederlande -1.076 -2.750 47,50
beaconsmind AG, Zürich / Schweiz -30 -30 12,50 3
Americas (zum 30. September 2018: 3 Gesellschaft)
CVL Componentes de Vidro Ltda., Caçapava - SP / Brasilien 53 B 37 B 50,00
LeddarTech Inc., Québec / Kanada -3.252 -3.333 29,05
Motorleaf Inc., Montreal / Kanada -26 -20 11,17 3
APAC (zum 30. September 2018: 1 Gesellschaft)
Siteco Prosperity Lighting (Lang Fang) Co., Ltd., Lang Fang / China -836 B 802 B 50,00
Sonstige Beteiligungen der OSRAM GmbH, München
Deutschland (zum 30. September 2018: 3 Gesellschaften)
GSB - Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH, Baar-Ebenhausen 13.056 B 76.060 B 0,07
beaconinside GmbH, Berlin -504 B 0 B 6,50
Unternehmertum VC Fonds II GmbH & Co. KG, Garching b. München -218 B 5.680 B 7,74
EMEA (ohne Deutschland) (zum 30. September 2018: 4 Gesellschaften)
KNX Association cvba, Brussels-Diegem / Belgien 25 B 2.685 B 2,96
Design LED Products Limited, Edinburgh / Großbritannien -2.026 B -4.320 B 6,03
Partech Partners S.A.S., Paris / Frankreich - - 14,14
Voltimum S.A., Vernier / Schweiz 438 B 2.623 B 13,71
Americas (zum 30. September 2018: 2 Gesellschaften)
Luminaerospace LLC, Denver, Colorado / USA -6 B 0 B 2,00
TetraVue, Inc., Wilmington, Delaware / USA - - 5,30

1 Wegen Unwesentlichkeit keine Anwendung der Equity Methode.
2 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung dermaßgeblichen Tätigkeiten.
3 Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände.
A Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß konsolidiertem IFRS-Abschluss.
B Werte aus dem Geschäftsjahr 01.01.2017 - 31.12.2017
C Werte aus dem Geschäftsjahr 01.10.2011 - 30.09.2012
D Werte aus dem Geschäftsjahr 01.10.2016 - 30.09.2017

 

München, 19. November 2018

Die Geschäftsführung

Dr. Olaf Berlien

Ingo Bank

Dr. Stefan Kampmann

Lagebericht zum 30. September 2018

DER OSRAM GmbH

Geschäftstätigkeit und Struktur

Geschäftstätigkeit der OSRAM GmbH

Die OSRAM GmbH mit Sitz in München ist Teil des OSRAM Licht-Konzerns (nachfolgend auch OSRAM), einem global agierenden, integrierten Unternehmen der Lichtbranche, das als fokussierter Lichttechnologieanbieter in den Bereichen Automobil- und Spezialbeleuchtung, optische Halbleiter sowie Leuchten, Systeme und Lösungen eine führende Position im Lichtmarkt hat. Das Produktportfolio reicht von High-Tech-Anwendungen auf der Basis halbleiterbasierter Technologien, wie Infrarot oder Laser, bis hin zu vernetzten intelligenten Beleuchtungslösungen in Gebäuden und Städten. OSRAM hat eine mehr als 110-jährige Geschichte, in der es mit Innovationen die Entwicklung der elektrischen Beleuchtung geprägt hat. OSRAM wird sich zukünftig noch gezielter auf Digitalisierung und Zukunftsmärkte konzentrieren. Der Vorstand der OSRAM Licht AG hat im November 2018 für den Konzern eine Neuausrichtung der Geschäftsbereiche beschlossen, die nun den Schwerpunkt auf optische Halbleiter, Automobil und digitale Anwendungen haben. Mit dieser fokussierten Aufstellung rückt OSRAM noch stärker an seine Märkte mit dem Ziel der Entwicklung von einem vertikal integrierten Lichtexperten zum Hightech-Photonik-Player. Zum 30. September 2018 war die OSRAM Licht AG mit Sitz in München direkt und indirekt die Alleingesellschafterin der OSRAM GmbH (siehe Abschnitt "Organisatorische und rechtliche Struktur").

Da die OSRAM GmbH direkt oder indirekt die Anteile an den operativen Konzernunternehmen des OSRAM Licht-Konzerns hält, den überwiegenden Teil ihrer Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften erzielt und selbst ein wesentliches Konzernunternehmen innerhalb des OSRAM Licht-Konzerns darstellt, ist die OSRAM GmbH mit ihrer Geschäftstätigkeit und Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage elementar mit dem OSRAM Licht-Konzern verbunden. Deshalb werden nachfolgend auch stets, wenn es dem besseren Verständnis dient, Aussagen zum OSRAM Licht-Konzern getroffen. Die angegebenen Werte und Zahlen betreffen jedoch die OSRAM GmbH, es sei denn, im Kontext wird explizit auf den OSRAM Licht-Konzern (oder OSRAM) verwiesen.

An den zum 30. September 2018 vorhandenen vier Produktionsstandorten der OSRAM GmbH in Deutschland wie auch an weiteren Produktionsstandorten von verbundenen Unternehmen der OSRAM GmbH weltweit werden qualitativ hochwertige Produkte unter Nutzung von Verfahren und technischer Lösungen hergestellt, die von OSRAM entwickelt und urheberrechtlich geschützt wurden. Die OSRAM GmbH bedient unter anderem den deutschen Markt. Aufbauend auf einer breiten weltweiten Vertriebsplattform ist OSRAM in wichtigen Märkten direkt durch Tochtergesellschaften oder Niederlassungen der OSRAM GmbH vertreten und vertreibt sein Portfolio über ein Vertriebsnetzwerk mit langfristigen Geschäftsbeziehungen weltweit. OSRAM hat zum Schutz seines Geschäfts ein breites Portfolio von angemeldeten oder eingetragenen Patenten und weiteren Schutzrechten auf dem Gebiet des geistigen Eigentums.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde mit Wirkung zu Anfang Juli das LED-basierte Automotive-Geschäft in das neu gegründete Unternehmen OSRAM CONTINENTAL GmbH, München/Deutschland (nachfolgend auch kurz "OSRAM CONTINENTAL") eingebracht. OSRAM CONTINENTAL ist auf die Digitalisierung im Automobilbereich ausgerichtet; zum Produktportfolio gehören unter anderem kundenspezifische Produktlösungen, die neueste Licht- und Elektroniktechnologien kombinieren.

Im Geschäftsjahr 2018 beschäftigte die OSRAM GmbH durchschnittlich 3.240 Mitarbeiter (auf Basis von Vollzeitäquivalenten; im Vj. 3.283 Mitarbeiter) und erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 937.890 Tsd. € (im Vj. 1.069.111 Tsd. €).

Organisatorische und rechtliche Struktur

In Höhe von 39,7 % wurden die Geschäftsanteile der OSRAM GmbH mit einem Nennbetrag von je 1,00 € zum 30. September 2018 unmittelbar von der OSRAM Licht AG gehalten. Die restlichen 60,3 % der Geschäftsanteile an der OSRAM GmbH wurden zum 30. September 2018 unmittelbar von der OSRAM Beteiligungen GmbH gehalten.

Die OSRAM GmbH hält direkt oder indirekt Kapitalanteile an rund 110 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, einschließlich Minderheitsbeteiligungen (siehe Ziffer 36, "Aufstellung des Anteilsbesitzes" im Anhang zum 30. September 2018). Die OSRAM GmbH verfügt über ein operatives Geschäft mit eigenen Geschäftsfunktionen, unter anderem für Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Die zentrale Steuerung und die Zentralfunktionen mit Steuerungscharakter des OSRAM Licht-Konzerns, unter anderem die Unternehmensentwicklung, Accounting und Controlling, Treasury, Kommunikation, Personal, Recht und Compliance, Informationstechnologie, Immobilienverwaltung und Investor Relations, wurden im Geschäftsjahr 2015 von der OSRAM GmbH auf die OSRAM Licht AG als strategische Führungs-Holding übertragen. In Verwaltungsfunktionen waren bei der OSRAM GmbH am 30. September 2018 rund 291 Mitarbeiter (im Vj. rund 294 Mitarbeiter) tätig.

Die Geschäftsführung der OSRAM GmbH bildet zugleich den Vorstand der OSRAM Licht AG, der die Gesamtverantwortung für die Geschäftsführung und die Steuerung des gesamten OSRAM Licht-Konzerns trägt. Auf der darunter liegenden Hierarchieebene haben die Business Units eine umfassende Verantwortung von der Produktentwicklung bis hin zum Vertrieb der Produkte einschließlich Ergebnisverantwortung. Sämtliche Business Units mit Ausnahme von Opto Semiconductors (OS) sind in der OSRAM GmbH aktiv. Daneben ist die OSRAM GmbH im Bereich technische Sondererzeugnisse tätig, der dem Segment SP zugeordnet ist.

Die operative Umsetzung des Geschäftsmodells von OSRAM erfolgt in folgenden Business Units: SP -Specialty Lighting, OS - Opto Semiconductors (beide unverändert), DS - Digital Systems, LS - Lighting Solutions.

Aufgrund der Homogenität der Geschäftsaktivitäten und vergleichbaren wirtschaftlichen Merkmalen der Business Units DS und LS wird in der externen Berichterstattung das bei OSRAM verbleibende Allgemeinbeleuchtungsgeschäft zu einem Berichtssegment zusammengefasst und als Segment Lighting Solutions & Systems ("LSS") aggregiert berichtet.

Specialty Lighting (SP)

Die Business Unit SP bietet ein breites Spektrum an Lampen und Systemen für diverse Branchen und Spezialanwendungen an. Gemessen am Umsatz ist das größte Geschäftsfeld von SP der Bereich Automotive mit LED-Komponenten und Produkten mit innovativer Laser-Technologie, die SP für OS vertreibt, sowie Produkten auf Basis traditioneller Beleuchtungstechnologien. Um den preissensitiven Massenmarkt mit den Vorteilen der LED Technologie bedienen zu können, werden neuerdings von OSRAM außerdem sogenannte XLS-Produkte (eXchangable LED LightSource) angeboten.

Das auf LED und Laser-Technologie basierende Automotive-System (oder Modul)-Erstausrüstergeschäft haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr in die neu gegründeten Unternehmen von OSRAM CONTINENTAL - die in den Konzernabschluss der OSRAM Licht AG als Tochterunternehmen einbezogen werden - eingebracht. OSRAM CONTINENTAL ist auf die Digitalisierung im Automobilbereich ausgerichtet; zum Produktportfolio gehören unter anderem Systemlösungen, die neueste Licht- und Elektroniktechnologien kombinieren.

Weitere Geschäftsfelder bilden Speziallampen und Lichtsysteme für Bühnen-, Kino- und Studiobeleuchtung sowie der Zukunftsmarkt der smarten LED-basierten Pflanzenwachstumssysteme (Smart Farming), die durch die gezielte Beleuchtung mit Licht in verschiedenen Wellenlängen und Wärme durch Infrarotlicht das Pflanzenwachstum positiv beeinflussen. Darüber hinaus bedient SP weitere Spezialsegmente mit Lichtanwendungen, die primär nicht deren Beleuchtungseigenschaften nutzen, sondern andere Vorteile des Lichts; so reinigen etwa Lampen über einen hohen UV-Anteil im Licht die von ihnen bestrahlten Oberflächen, Gase oder Flüssigkeiten.

SP agiert auf Spezialbeleuchtungsmärkten, die typischerweise eine geringere Anzahl von Wettbewerbern aufweisen als z. B. der Allgemeinbeleuchtungsmarkt. Im Geschäftsfeld der Automobilbeleuchtung ist SP in allen Regionen Marktführer; die Hauptwettbewerber sind Lumileds, General Electric und Nichia. Im Bereich der Spezialbeleuchtung und -lampen für Bühne, Kino und Studio zählt neben OSRAM unser Wettbewerber Ushio zu den Marktführern. Die Produkte von SP werden weltweit vertrieben.

Bei der OSRAM GmbH waren zum 30. September 2018 rund 2.278 Mitarbeiter (im Vj. 2.323 Mitarbeiter) bei SP beschäftigt.

Digital Systems (DS)

Die Business Unit DS ist Anbieter von traditionellen elektronischen Vorschaltgeräten und LED-Treibern, LED-Modulen, Light-Engines (Kombination eines LED-Moduls und des dazugehörigen elektronischen Steuergeräts) sowie von Lichtmanagementsystemen. Durch den steigenden LED-Anteil am Geschäftsvolumen der Business Unit verändert sich ein Teil des Geschäfts zunehmend weg von Standardprodukten zu einem kundenindividuellen Geschäft mit produktionsnahen Anpassungsprozessen.

Hauptwettbewerber bei LED-Modulen, LED-Light-Engines und elektronischen Vorschaltgeräten sind Signify, Zumtobel und asiatische Hersteller wie Inventronics, LG, Meanwell und Delta Electronics. Daneben gibt es noch eine große Anzahl produktspezialisierter Hersteller. Der größte Umsatzanteil der Produkte von DS wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in unserer Berichtsregion Americas erwirtschaftet.

Bei der OSRAM GmbH waren zum 30. September 2018 rund 260 Mitarbeiter (im Vj. 267 Mitarbeiter) bei DS beschäftigt.

Lighting Solutions (LS)

Die Aktivitäten der Business Unit LS umfassen das Leuchten- und Lösungsgeschäft von OSRAM. Dazu gehören sowohl die Herstellung und der Vertrieb von Leuchten als auch die Konzeption und Umsetzung von Beleuchtungslösungen in der Innen- und Außenbeleuchtung sowie das Servicegeschäft. Einsatzfelder unserer Leuchten sind schwerpunktmäßig kundenspezifische Projekte im Bereich Straßen- und Architekturbeleuchtung sowie professionelle Anwendungen der Innenbeleuchtung. Dabei bedienen wir den zunehmenden Bedarf nach vernetzten, intelligenten Beleuchtungen durch komplette Lichtlösungen.

Der Markt von LS (sowohl für Leuchten als auch Lösungen) ist hochfragmentiert mit deutlichen lokalen Unterschieden bei der Kundennachfrage. Entsprechend unterscheiden sich auch die Wettbewerber je nach Region mitunter deutlich. Wettbewerber von OSRAM sind unter anderem Signify als führender weltweiter Wettbewerber sowie Zumtobel und Fagerhult. Den größten Umsatzanteil erzielte LS mit seinen Produkten in EMEA.

Im Geschäftsjahr 2018 hat OSRAM eine strategische Überprüfung von LS durchgeführt. Das Ergebnis dieser Überprüfung war, dass das Leuchtengeschäft und das Leuchten-Servicegeschäft von LS nicht mehr zur weiteren strategischen Ausrichtung von OSRAM passen. Entsprechend wurde für beide Bereiche ein Verkaufsprozess gestartet.

Bei der OSRAM GmbH waren zum 30. September 2018 rund 92 Mitarbeiter (im Vj. 113 Mitarbeiter) bei LS beschäftigt.

Technische Sondererzeugnisse

Technische Sondererzeugnisse beinhalten das Geschäft mit Vorerzeugnissen der OSRAM GmbH, das dem Segment SP zugeordnet ist und deren Fertigung am Standort der OSRAM GmbH in Schwabmünchen erfolgt.

Unternehmensstrategie und -steuerung

Die OSRAM Licht AG übt als oberstes Konzernunternehmen des OSRAM Licht-Konzerns eine strategische Holdingfunktion aus. Die OSRAM GmbH als wichtiges Unternehmen innerhalb des OSRAM Licht-Konzerns ist durch die Umsetzung der Gesamtstrategie des OSRAM Licht-Konzerns beeinflusst.

Technologie-, Innovations- und Wachstumsinitiative Diamond

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 stellten wir mit dem Diamond Programm die Weichen für die mittelfristige Entwicklung von OSRAM. Im Geschäftsjahr 2018 haben wir unsere Investitionen in Wachstum, Technologie und Innovationen weiter vorangetrieben und erheblich ausgebaut. Hierbei investierten wir einen Großteil der Mittel in strategische Beteiligungen.

Aufgrund der Anpassung unserer strategischen Ausrichtung wurde Diamond als temporäres Programm abgelöst. Unseren Wachstums- und Innovationskurs setzen wir unabhängig von einer spezifischen Initiative fort. Damit werden wir zukünftig nicht mehr über Diamond berichten.

Akquisitionen und strategische Beteiligungen

Im Geschäftsjahr 2018 einigten sich die OSRAM GmbH und die Continental Automotive GmbH vertraglich, die Expertise beider Unternehmen in den Bereichen Licht sowie Lichtsteuerung und Elektronik zu vereinen. Dazu wurden weltweit mehrere Unternehmen gegründet, die indirekte Tochterunternehmen der OSRAM GmbH sind. Im Juli 2018 nahm OSRAM CONTINENTAL, das zum Segment SP gehört und an dem die OSRAM GmbH mit 50 % beteiligt ist, den Betrieb auf. Der Buchwert des von der OSRAM GmbH eingebrachten Geschäfts belief sich auf 165.608 Tsd. €.

Darüber hinaus übernahm die OSRAM GmbH im März 2018 100,0 % der Anteile an der BAG electronics GmbH, Arnsberg/Deutschland mit einem Beteiligungsbuchwert in Höhe von 25.700 Tsd. €. Mit dem Übergang des wirtschaftlichen Eigentums zum 2. Juli 2018 komplettierte die Sparte DS ihr Portfolio an elektronischen Vorschaltgeräten für moderne Lichttechnik und erweiterte ihre Vertriebsposition sowohl in Deutschland als auch in Asien. Bei der Fluxunit GmbH, München/Deutschland wurde zudem eine Kapitalerhöhung in Höhe von 7.551 Tsd. € im Geschäftsjahr 2018 vorgenommen. Diese diente unter anderem zu Finanzierung einer strategischen Beteiligung an der beaconsmind AG, Zürich/Schweiz. Das Start-up bietet intelligente Software für den Einzelhandel an, die Händlern unter anderem eine personalisierte Kundenansprache ermöglicht. Ebenfalls erwarb OSRAM über Fluxunit eine Beteiligung an der GoodIP GmbH, München/Deutschland, die eine Empfehlungsplattform für Patente entwickelt sowie an der Blickfeld GmbH, München/Deutschland, die LiDAR-Systeme (Light Detection and Ranging) für die Umgebungswahrnehmung autonomer Maschinen, insbesondere autonomer Fahrzeuge, produziert und entwickelt.

F&E-Kosten

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) der OSRAM GmbH ist im Geschäftsjahr mit 105.214 Tsd. € (im Vj. 103.126 Tsd. €) um 2.088 Tsd. € gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Transformationskosten in Höhe von 11.864 Tsd. €. Im Gegenzug wurden die operativen Kosten im F&E im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9.776 Tsd. € gemindert.

Prozessverbesserungen und Strukturanpassungen

Der Lichtmarkt ist durch einen zweifachen technologischen Wandel geprägt: nach wie vor aufgrund des Übergangs von traditionellen auf halbleiterbasierte Lichttechnologien und zunehmend auch aufgrund der voranschreitenden allgemeinen Digitalisierung (z. B. Internet of Things - IoT). Die Auswirkungen, unter anderem auf die Wettbewerbssituation, beeinflussen direkt unser geschäftliches Handeln.

Darüber hinaus sah sich OSRAM im Geschäftsjahr 2018 einem schwierigen Marktumfeld ausgesetzt. Um dem zu begegnen, hat der Vorstand eine Vielzahl von Maßnahmen angestoßen. Neben einer Verschlankung der weltweiten Verwaltungsfunktionen sind weitere operative und strukturelle Programme gestartet worden. Ziel ist eine Kostenreduzierung bis 2020 durch strukturelle Effizienzverbesserungen in Einkauf, F&E sowie der deutschen Werkslandschaft bis 2020 zu generieren.

Vor allem aus notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit (Anpassung von Fertigungskapazitäten, Verbesserung der Kostenposition etc.) resultierten im Geschäftsjahr Transformationskosten von insgesamt 99.905 Tsd. € (im Vj. 11.402 Tsd. €). Für derartige Maßnahmen werden auch in den kommenden Quartalen weitere Transformationskosten erwartet.

Zur Umsetzung unserer Hightech-Strategie an den deutschen Unternehmensstandorten haben wir uns im Juli 2017 mit den Arbeitnehmervertretern auf die Eckpunkte des "Zukunftskonzept OSRAM" verständigt. Im Zuge der fortschreitenden Transformation wird die Beschäftigungsstruktur in Deutschland angepasst und verändert. Die Vereinbarung schafft eine wichtige Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der Business Units und die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs von OSRAM.

Die im Leuchtengeschäft (Business Unit LS) im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsposition wirkten sich zwar stabilisierend auf die Ertragslage aus, das Ausbleiben einer grundlegenden Trendwende bei der Nachfrage machte gleichwohl eine strategische Revision von LS notwendig. Nach dem beschlossenen Verkauf des Leuchten-Servicegeschäfts in den USA hat der Vorstand im weiteren Verlauf entschieden, sich vom gesamten Leuchtengeschäft zu trennen, welches maßgeblich aus Siteco-Gesellschaften besteht. Entsprechend wurde der Verkaufsprozess gestartet.

Änderungen der Organisations- und Segmentstruktur im Geschäftsjahr 2019

Im November 2018 hat der Vorstand beschlossen, die Geschäftsbereiche von OSRAM strategisch neu auszurichten, um sich zukünftig noch gezielter auf Digitalisierung und Zukunftsmärkte zu konzentrieren. Dabei sollen optische Halbleiter, der Automobilbereich und digitale Anwendungen im Fokus stehen. Um dem gerecht zu werden, sollen bis zum 31. Dezember 2018 eine Reihe an organisatorischen Umstrukturierungen umgesetzt werden.

Die Business Unit SP wurde in Automotive (AM) umbenannt und umfasst nur noch den Automobilbereich mit traditionellen Beleuchtungstechnologien sowie OSRAM CONTINENTAL. Ebenfalls wurde die Business Unit LS aufgelöst. Das Lichtlösungsgeschäft für Gebäude (Traxon) wurde in die neue Business Unit Digital (DI) umgegliedert. Vom restlichen Leuchten- und Servicegeschäft werden wir uns trennen. Die Business Unit DS wurde in Digital (DI) umbenannt und umfasst ab dem Geschäftsjahr 2019 neben ihren bisherigen Geschäftsbereichen die Bereiche Spezialbeleuchtung der bisherigen Business Unit SP mit Bühnen-, Kino- und Studiobeleuchtung sowie weitere Bereiche, wie z.B. smarte LED-basierte Pflanzenwachstumssysteme (Horticulture), das Lichtlösungsgeschäft für Gebäude (Traxon), das bislang in der Business Unit LS enthalten war sowie das bisher eigenständige und in LSS enthaltene operative Segment Digital Lumens.

Unternehmenssteuerung

Der Vorstand steuert OSRAM auf Basis einer Vielzahl von finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Die bedeutsamsten dieser Leistungsindikatoren werden grundsätzlich auf Ebene des gesamten OSRAM Licht-Konzerns ermittelt, stehen im Zusammenhang mit unseren strategischen Zielen, dienen zu ihrer Operationalisierung und können als Maßstab für ihre Zielerreichung die Vergütung des Managements von OSRAM, insbesondere die Vorstandsvergütung, beeinflussen. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren werden regelmäßig an den Vorstand und von diesem wiederum an den Aufsichtsrat berichtet. Sie gehen vor allem in die externe Finanzberichterstattung von OSRAM ein, dienen aber ganz allgemein der Kommunikation mit allen Stakeholdern.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren ermöglichen es dem Management von OSRAM, die globale Geschäftsentwicklung im Spannungsfeld der sich gegenseitig beeinflussenden Dimensionen Wachstum, Ergebnis und Liquidität im Hinblick auf unser Ziel eines nachhaltigen, profitablen Wachstums zu optimieren. Profitables Wachstum ist nach unserer Auffassung eine Voraussetzung, um den Wert von OSRAM nachhaltig zu steigern.

Die finanziellen Leistungsindikatoren von OSRAM umfassen im Geschäftsjahr insbesondere Kenngrößen, die auf vergleichbares Umsatzwachstum, bereinigte EBITDA-Marge und Free Cash Flow fokussieren. Da es sich hierbei um konzernweite Leistungsindikatoren handelt, unterliegt auch die OSRAM GmbH diesem Konzern-Steuerungsinstrumentarium, das auf der Abbildung der International Financial Reporting Standards (IFRS) basiert. Allerdings wird auf Ebene der OSRAM GmbH eine separate Ermittlung und damit auch Steuerung über diese Leistungsindikatoren nicht verfolgt.

Darüber hinaus sind für die OSRAM GmbH die folgenden Kennzahlen von Bedeutung: Umsatzerlöse, betriebliches Ergebnis und Beteiligungsergebnis. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

in Tsd. € Geschäftsjahresende 30. September Veränderung
2018 2017
Umsatzerlöse 937.890 1.069.111 -131.221
Betriebliches Ergebnis -148.129 -66.685 -81.444
in % vom Umsatz -15,8 % -6,2 % -9,6 %
Beteiligungsergebnis 301.477 300.636 841

Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung

Wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin im Aufschwung. Allerdings hat dieser wegen einer verlangsamten Dynamik in den entwickelten Volkswirtschaften Anfang des Jahres an Schwung verloren. In den verschiedenen Regionen zeichnet sich ein unterschiedliches Bild. Die Vereinigten Staaten konnten im zweiten Quartal des Kalenderjahres 2018 eine Wachstumsbeschleunigung verzeichnen, während die Konjunktur im Euroraum ihr gemäßigtes Tempo hielt und die japanische Wirtschaft sich von einem Abschwung im Vorquartal erholte. Hierbei könnte eine gewisse Verunsicherung, ausgelöst durch die handelspolitischen Konflikte, eine Rolle spielen. In den Schwellenländern verlief die wirtschaftliche Entwicklung uneinheitlich. Die chinesische Wirtschaft wächst dynamisch, bleibt jedoch hinter den Raten früherer Jahre zurück und befindet sich im Handelskonflikt mit den USA. In Indien folgte auf das hohe Expansionstempo zu Jahresbeginn im folgenden Quartal ein Rückschritt. In Russland und Brasilien beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal des Kalenderjahres 2018 hingegen wieder.

Die Indikatoren zur Weltwirtschaft deuten für die letzten beiden Quartale auf eine Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums hin. Die weltweite Industrieproduktion nahm im zweiten Quartal des Kalenderjahres 2018 verlangsamt zu, während der Welthandel stagnierte. Der globale Einkaufsmanagerindex von IHS Markit ging in diesem Jahr drei Monate in Folge von Juli bis September auf den niedrigsten Wert seit September 2016 zurück. Auch das ifo Weltwirtschaftsklima trübte sich für das dritte Quartal 2018 ein. Das Wirtschaftsklima verschlechterte sich nahezu in allen Regionen und die Konjunkturerwartungen sind dabei so pessimistisch wie zuletzt im Jahr 2011. Die Entwicklung des Welthandels ist gekennzeichnet durch den aktuellen Zollstreit, insbesondere für die USA und China geht inzwischen jeweils die Mehrheit der vom ifo Institut befragten 1.200 Experten von niedrigeren Exporten in den kommenden Monaten aus. IHS Markit prognostiziert ein wirtschaftliches Wachstum weltweit von 3,2% für das Kalenderjahr 2018. Dieser Wert liegt unterhalb des Vorjahreswachstums von 3,3%. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner Projektion vom Juli mit einem globalen Wachstum für das Jahr 2018 von 3,7 % auf gleichem Niveau wie im Jahr 2017.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft war für die Geschäftsentwicklung des OSRAM Licht-Konzerns im Geschäftsjahr 2018 ein relevanter Faktor, da diese Entwicklung einen Einfluss auf die mit dem Lichtmarkt direkt verknüpfte Endmärkte, wie die Automobilindustrie hatte. So trübt beispielsweise der Handelskonflikt der USA mit China, sowie die ansteigenden Zolltarife weltweit die Wachstumsentwicklung verschiedener Endmärkte ein und die damit verbundenen Unsicherheiten stiegen deutlich. Prognosen der Endmärkte können also schwieriger getroffen werden als in den vergangenen Jahren.

Materialkosten (einschließlich Energie) stellen einen wesentlichen Teil unserer Umsatzkosten dar. Den Hauptanteil am Einkaufsvolumen von OSRAM machen LED-bezogene Materialien bzw. Vorprodukte aus. Das Einkaufsvolumen von Rohstoffen ist dagegen - anders als in der Vergangenheit - nachrangig. Aufgrund dessen spielen das Preisrisiko bzw. die Preisschwankungen der von OSRAM nachgefragten Rohstoffe eine deutlich geringere Rolle. Zudem versucht OSRAM durch entsprechende Gestaltung seiner Beschaffungskontrakte Volatilitäten zu reduzieren und sichert das Rohstoffpreisrisiko - wenn ökonomisch sinnvoll - auch durch den Kauf entsprechender Derivate ab. Im Geschäftsjahr 2018 blieb die Entwicklung der Rohstoffpreise insgesamt ohne wesentlichen Einfluss auf unser Ergebnis. Engpässe auf dem Markt für elektronische Komponenten und damit verbundene Preisanstiege bei entsprechenden von OSRAM nachgefragten Produkten wirkten sich negativ auf unsere Versorgungslage und Materialkosten aus. Das gleiche gilt für im Laufe des Geschäftsjahrs in Kraft getretene Importbeschränkungen durch Zölle, die sich zum Teil in Preiserhöhungen unserer Zulieferer niederschlugen, aber insgesamt keine wesentliche Bedeutung hatten.

Im Geschäftsjahr 2018 war der Kurs des Euro zum US-Dollar im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr deutlich höher, die Aufwertung betrug 7 %. Vor allem im ersten Quartal des Kalenderjahrs 2018 war ein erheblicher Anstieg des Euros zu verzeichnen, mit einer Zunahme um 13 % gegenüber dem gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Über das ganze Geschäftsjahr hinweg gesehen wurden dadurch europäische Produkte im Weltmarktvergleich teurer, was die Exporte aus dem Euroraum entsprechend beeinflusste. Aufgrund unseres erheblichen Umsatzvolumens in US-Dollar beeinträchtigte diese Entwicklung unseren geschäftlichen Fortgang im abgelaufenen Geschäftsjahr. Insgesamt mussten wir wesentliche, negative Einflüsse aus Währungseffekten auf das Konzernergebnis verzeichnen.

Lichtmarktentwicklung

Unsere Einschätzungen bezüglich der Entwicklung des weltweiten Lichtmarkts basieren auf Prognosen von IHS Markit, Yole Développement, Strategies Unlimited und internen Abschätzungen.

Der Lichtmarkt verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 weiterhin ein strukturelles Wachstum, das über dem der Gesamtwirtschaft lag. Vor allem die von OSRAM adressierten Marktsegmente - optische Halbleiter bei OS, Lichtquellen für den Automobilbereich und Speziallicht für Industrieanwendungen bei SP, Komponenten für professionelle Anwendungen in der Allgemeinbeleuchtung bei DS und professionelle Lösungen und Services in ausgewählten Regionen bei LS - zeigten ein in Summe prozentual mittleres einstelliges Wachstum.

In der Automobilproduktion wird erwartet, dass die Wachstumsrate im Geschäftsjahr 2018 mit etwa 1 % deutlich unter der des Vorjahres liegt. Das niedrigere Wachstum wird durch Bestandsbereinigungen in Nordamerika und China verursacht, sowie einem Einbruch der Produktion in Europa wegen einer schleppenden Umstellung bei der Zertifizierung des Verbrauchsmessungs-Standards Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure (WLTP).

Trotz dieser Effekte zeigte sich eine positive Entwicklung in der Automobilbeleuchtung mit einem soliden einstelligen prozentualen Wachstum. Dabei war die Nachfrage nach Produkten traditioneller Technologien rückläufig und LED-Produkte wuchsen insgesamt im oberen einstelligen bis zweistelligen Prozentbereich. Das Wachstum wurde getragen durch höherwertige Fahrzeugausstattungen, die auf dem Einsatz neuer Lichttechnologien in der Automobilbeleuchtung beruhen, und damit einhergehende steigende Werte der Lichtprodukte je Fahrzeug.

Die globalen Investitionen im Baubereich sollen laut Prognosen im Kalenderjahr 2018 im Vorjahresvergleich um rund 3 % ansteigen. Allerdings liegen die Investitionen im Gebäudebereich mit 2% Wachstum unter dem Infrastrukturbereich mit 4 % Wachstum und damit unter dem allgemeinen Wirtschaftswachstum. Zudem zeigt sich der Baubereich in West Europa schwach mit einem erwarteten Wachstum von nur 1 %. Entsprechend verhalten war die Nachfrage nach Lichtprodukten und -lösungen in der Allgemeinbeleuchtung im Geschäftsjahr 2018.

Halbleiterbasierte Produkte im Bereich der professionellen Allgemeinbeleuchtung verzeichneten nach wie vor wesentliche Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich; umgekehrt kam es bei Produkten traditioneller Lichttechnologien zu deutlichen Rückgängen. Darin drückt sich das beschleunigte Tempo der Transformation des Lichtmarkts hin zu energieeffizienten und innovativen Technologien aus. Zusätzlich zeigte der Bereich für vernetzte Lichtelektronik ein wesentliches Wachstum, angetrieben durch Produktanforderungen hinsichtlich Energieeinsparung und datenbasierter Zusatzanwendungen. Auch spielen vermehrt neue Anwendungen außerhalb der traditionellen Allgemeinbeleuchtung eine wichtige Rolle. So wächst beispielsweise der Markt für LED Pflanzenlicht deutlich im zweistelligen Bereich.

Die oben beschriebenen Trends am Lichtmarkt spiegelten sich weitgehend in unserer Geschäftsentwicklung wider. Dies gilt insbesondere für den Automobilbereich, von dessen Entwicklung - mit zunehmendem Schwerpunkt in Asien - unsere beiden größten Segmente, OS und SP, abhängig sind. Die Entwicklung im Allgemeinbeleuchtungsbereich spiegelte sich ebenfalls positiv in der Umsatzentwicklung dieses Bereiches bei OS wider. Die gestiegenen Bauinvestitionen und die Entwicklung im professionellen Allgemeinbeleuchtungsbereich wirkten sich bei LSS regional sehr unterschiedlich aus.

Rechtliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Für den OSRAM Licht-Konzern sind neben den allgemeinen Rechtsvorschriften vor allem gesetzliche Vorgaben und Verordnungen hinsichtlich technischer Regulierungen, Normen und Standards relevant. Die letzten Jahre waren weltweit von umfangreichen regulatorischen Veränderungen geprägt. Diese Entwicklung setzt sich weiter fort.

Branchenspezifische Neuregelungen, aber auch allgemeine Veränderungen im rechtlichen Umfeld, die unser Geschäft berühren, begleitet OSRAM aktiv - auch im Verbund mit verschiedenen Partnern (z. B. im europäischen Lichtverband "Lighting Europe") und über die Regionen hinweg. Unter anderem arbeiten wir im Vorfeld von neuen Vorschriften an der Erstellung von technischen Standards mit oder stehen mit Expertenwissen beratend zur Verfügung. Dabei ist unser Bestreben - aufgrund unserer Erfahrung auf dem Lichtmarkt - sicherzustellen, dass neue Anforderungen den Bedürfnissen der Anwender gerecht werden, aber auch realistisch von der Industrie umgesetzt werden können.

Aufgrund der neuen Vorgaben passen wir das betroffene Portfolio von Produkten und Dienstleistungen fortlaufend an und sind dabei oftmals durch frühzeitige Verbesserungen in der technischen Gestaltung unserer Portfolios in einer Leitrolle für die Lichtindustrie.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat am 1. September 2018 die letzte Stufe der EU-Ökodesign-Richtlinie vom 21. Oktober 2009 in Kraft. Ab September 2018 ist das Inverkehrbringen fast aller Halogen-Leuchtmittel verboten; dies betrifft insbesondere den Haushaltsbereich. Produkte für Sonderzwecke - bei denen es z. B. keinen angemessenen Ersatz gibt - sind ausgenommen. Aus diesem Grund ist OSRAM durch die Regelung nur geringfügig betroffen.

Neue regulatorische Vorgaben für den globalen Lichtmarkt wurden in der Vergangenheit sehr oft durch gesetzgeberische Aktivitäten in Europa vorangetrieben bzw. angestoßen. Gegenwärtig befasst sich die Europäische Kommission mit drei wesentlichen Themen:

Seit dem Herbst 2015 arbeitet sie an einer erneuten Verschärfung der Energieeffizienz-Verordnung. Dabei geht es unter anderem um neue Energieeffizienzvorgaben für alle Arten von Lichtquellen und separaten Vorschaltgeräten im Allgemeinbeleuchtungssektor, wovon insbesondere Produkte unserer Business Units DS, LS sowie SP - und in geringerem Umfang auch OS - betroffen sind. Wir erwarten die Verabschiedung der neuen Regelungen, die ab dem 1. September 2021 gültig sein sollen, noch im Kalenderjahr 2018. Zeitgleich soll auch eine neue Energieverbrauchskennzeichnung eingeführt werden, die anstelle der bisherigen Energieeffizienzklassen "A++" bis "E" zukünftig "A" bis "G" vorsieht.

Seit Anfang des Kalenderjahrs 2018 verfolgt die Europäische Kommission sehr intensiv das Modell der Kreislaufwirtschaft als einen Baustein zur Klimastrategie 2050. Konkrete Themen sind z. B. Produktlebensdauerverlängerungen durch verbesserte Reparaturfähigkeit, generell die Reduktion von Abfällen oder auch die allgemeine Erhöhung von Recyclingquoten. Mit der Verstärkung des Kreislaufwirtschaftsgedankens rücken Regelungen zur Vermeidung bzw. Beschränkung gefährlicher Substanzen, wie z. B. die europäische RoHS-Richtlinie (Restriction of Hazardous Substances, RoHS), noch stärker als bisher schon in die allgemeine Aufmerksamkeit. Für OSRAM sind unter anderem Themen wie Cadmium in QuantumDot-LED oder Quecksilber in Lichtquellen besonders wichtig. Hier wird über den europäischen Lichtverband regelmäßig mit der Europäischen Kommission verhandelt, welche Ausnahmen trotz technischem Fortschritt in den kommenden Jahren noch gewährt werden sollten. Durch derartige Regelungen sind insbesondere Produkte unserer Business Units OS und SP betroffen. Andere Regionen in der Welt nehmen oftmals Bezug auf erfolgreich in Europa eingeführte Reglementierungen im Beleuchtungsbereich (z. B. Kalifornien). Aufgrund dessen erwarten wir eine weitere Verbreitung von Regulierungen entsprechend der RoHS-Richtlinie.

Zunehmende Dynamik entfalten die fortschreitende Digitalisierung des Lichts und die Themen "Industrie 4.0" sowie "IoT" (Internet of Things). Sie bringen ganz neue Herausforderungen im regulatorischen Umfeld. Zum einen ergeben sich durch die Digitalisierung neue Anwendungsmöglichkeiten und damit Chancen für OSRAM durch neue Produkte, vor allem intelligente Lichtlösungen im Bereich Smart Mobility, Smart City, Smart Building sowie auch Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen (Human Centric Lighting). Auf der anderen Seite werden sich aber auch die Anforderungen an die Anbieter am Lichtmarkt wesentlich erhöhen, insbesondere durch die regulatorischen Rahmenbedingungen, z. B. hinsichtlich technischer Standards und mit Blick auf den Verbraucherschutz oder die Datensicherheit.

Forschung und Entwicklung

Innovation ist das technologische Rückgrat, um den Wandel OSRAMs vom Lichthersteller zu einem führenden Photonik-Champion voran zu treiben und konsequent auf stark wachsende Hightech-Märkte auszurichten. Globale Trends und Herausforderungen wie die schrittweise Automatisierung des Individualverkehrs, eine zunehmende Bedeutung von Datensicherheit in vernetzten Systemen sowie weiter anhaltendes Bevölkerungswachstum bei gleichzeitiger Alterung der westlichen Gesellschaften eröffnen Chancen für lichtbasierte Anwendungen, die weit über die Beleuchtung menschlicher Bewegungsräume hinausgehen. Intelligente Sensorik und digitale Technologien sind Bausteine künftiger Systeme, die eine erfolgreiche Bewältigung dieser gesellschaftlichen Aufgaben ermöglichen werden. OSRAM positioniert sich in diesem Umfeld aktiv als Technologievorreiter durch die Entwicklung neuer Komponenten und Systeme wie optischer Sensoren zur Erfassung von Körperfunktionen oder optischer Systeme zur dreidimensionalen dynamischen Vermessung (Light detection and ranging - LiDAR) von Fahrzeugumgebungen. Darüber hinaus arbeitet OSRAM an der Erschließung vielversprechender neuer Märkte und Anwendungen wie der Navigation in Gebäuden oder intelligenter Lösungen für urbane und vertikale Landwirtschaft (Smart Farming).

Struktur und Prozesse

Um der Erschließung innovativer Geschäftsfelder Rechnung zu tragen, wurden Auftrag und Struktur der zentralen Innovationsabteilung weiter angepasst. Aufgabe ist es nun, neue Geschäftsideen vor und außerhalb der Aktivitätsfelder der Business Units zu identifizieren und zu evaluieren. Die Fokussierung auf gemeinsam mit den Business Units definierte Innovationsfelder sowie ein regelmäßiger Austausch auf verschiedenen Ebenen über Fortschritt und Ergebnisse der einzelnen Themen stellen sicher, dass die erzielten Resultate durch die Business Units verwertet werden können. Eine enge strategische Abstimmung erfolgt fortlaufend durch Quarterly Technology Boards und auf Planungsebene über ein jährlich stattfindendes Technology Review. Jährlich stattfindende Innovationskonferenzen fördern darüber hinaus den breiten, unternehmensweiten Austausch über Innovationsaktivitäten. Daneben sorgt eine quer über die Business Units hinweg aufgestellte Expertenorganisation für eine firmenweite Verbreitung des generierten Fachwissens. Die zentrale Innovationsabteilung hat Standorte in Deutschland, den USA und China und berichtet an den Technikvorstand.

Um unsere starke technologische Stellung auch in Zukunft zu behaupten, schützen wir unsere Innovationen so früh wie möglich durch Patente und andere gewerbliche Schutzrechte. Darüber hinaus sichern strategische Patentlizenzaustauschverträge und weitere Vereinbarungen über die Nutzung von Patenten mit anderen Marktteilnehmern der Lichtindustrie unsere führende Position im Lichtmarkt ab.

Im Rahmen unseres Open-Innovation-Ansatzes kooperieren wir weltweit mit verschiedenen Forschungseinrichtungen, Universitäten und anderen Unternehmen. Die Zusammenarbeit findet unter anderem in Forschungsprogrammen statt, die von der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt werden. Die aktive Teilnahme in einer Vielzahl von akademischen Gremien sichert uns zudem eine starke Vernetzung mit der universitären Forschungslandschaft und mit Spitzenkräften in der Lichttechnologie.

Ziele und Ergebnisse

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in der zentralen Innovationsabteilung neben den unmittelbar den Business Units zugeordneten Vorfeldaktivitäten der Aufbau von Digital- und Softwarekompetenzen gezielt vorangetrieben. Ein Schwerpunkt war dabei die Entwicklung der Softwareplattform Lightelligence, die als offene IoT (Internet of Things)-Plattform eine technische Basis des zukünftigen digitalen Servicegeschäfts von OSRAM bilden wird. Lightelligence wurde der Öffentlichkeit auf der im März 2018 stattgefundenen Light&Building-Messe in Frankfurt am Main mit Erfolg vorgestellt.

Von den Business Units wurde eine Vielzahl von innovativen Produkten in den Markt gebracht. Beispielhaft sei hier die Automobilbeleuchtung erwähnt, bei der wir unsere Technologieführerschaft durch die Einführung der ersten standardisierten und austauschbare LED-Lichtquelle (sogenannte XLS-Module, eXchangable LED LightSource) weiter ausbauen konnten. Die Module stoßen vor allem in Asien auf große Nachfrage und haben ihre Serienpremiere im Toyota Corolla Sport. Ebenfalls eingeführt in den Markt wurden LED-Treiber mit DEXAL (Data Exchange for Advanced Lighting) -Technologie, die neben anderen innovativen Produkten mit dem renommierten US-amerikanischen ADEX-Award ausgezeichnet wurden.

Patentbestand und Austauschverträge

Gewerbliche Schutzrechte wie Patente, Gebrauchsmuster, Urheberrechte und Marken sowie Geschäftsgeheimnisse und Know-how sind in unserer Branche von besonderer Bedeutung. Unser Standardverfahren sieht vor, dass wir Patente für technische Lösungen anmelden, die für Produkte unseres Geschäfts von Bedeutung sind. Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 verfügt der OSRAM Licht-Konzern über ungefähr 17.800 Patente und Patentanmeldungen in ca. 6.400 Patentfamilien (im Vj. 17.400 Patente in 6.200 Patentfamilien).

Wichtige Patente des OSRAM Licht-Konzerns beziehen sich vor allem auf technische Lösungen für LED-Komponenten und LED-Produkte und auf die zugehörige Elektronik sowie für die verwendeten Komponenten und Vormaterialien. Um unsere starke technologische Stellung auch in Zukunft zu behaupten, schützen wir unsere Innovationen so früh wie möglich durch Patente und andere gewerbliche Schutzrechte. Die Patentstrategie wurde im Geschäftsjahr 2018 grundlegend überarbeitet und an geänderte Bedürfnisse angepasst.

Die Lichtindustrie und vor allem die LED-Branche zeichnen sich durch eine Vielzahl von Patenten sowie Patentlizenzaustauschverträgen zwischen den Herstellern aus. Außerdem hat OSRAM in bestimmten technischen Gebieten einseitige Lizenzen erteilt, für die wir Lizenzgebühren erhalten.

Erläuterung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Überblick über die Ergebnisentwicklung

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 ist gegenüber dem Vorjahr um 12,3 % zurückgegangen (im Vj. Rückgang von 36,2 %). Der Rückgang ergibt sich aus Mengen- und Preiseffekten sowie Währungseinflüssen.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2018 lag mit 134.395 Tsd. € unter dem Ergebnis des Vorjahrs (206.035 Tsd. €). Der Rückgang des Jahresüberschusses resultiert im Wesentlichen aus höheren Sondereinflüssen in Höhe von 117.967 Tsd. € (im Vj. 34.886 Tsd. €), die sich aus Transformationskosten, Kosten für Akquisitionen sowie Carve-Out Kosten zusammensetzen. Darüber hinaus ergab sich ein operativer Ergebnisrückgang vor Steuern und Sondereinflüssen in Höhe von 7.544 Tsd. €. Dieser resultiert im Wesentlichen aus Umsatzrückgängen und dem hieraus resultierenden niedrigeren Bruttoergebnis.

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die OSRAM GmbH einen Umsatz in Höhe von 937.890 Tsd. € (im Vj. 1.069.111 Tsd. €). Damit lag der Umsatz um 12,3 % unter dem des Vorjahres. Dabei sind die Umsätze mit den indirekten und direkten Beteiligungen der OSRAM GmbH um 16,5 % und die Umsätze mit externen Dritten um 1,4 % zurückgegangen.

Der Umsatzrückgang von 131.222 Tsd. € resultiert aus einem Rückgang der umgesetzten Menge um 6,9 % sowie einem Preisverfall.

Der Umsatz mit externen Dritten in Deutschland stieg um 5,0 % von 145.357 Tsd. € auf 152.653 Tsd. €. Der Export der OSRAM GmbH ging um 11,0 % von 834.107 Tsd. € auf 742.403 Tsd. € zurück. Das Exportgeschäft mit externen Dritten verringerte sich hierbei um 7,4 %, während die Exporte an indirekte und direkte Beteiligungen der OSRAM GmbH um 11,8 % zurückgegangen sind. Bei der OSRAM GmbH wurden 37 % des gesamten Umsatzes in US-Dollar fakturiert. Ein Anstieg des Euro-Kurses gegenüber dem US-Dollar verminderte die Umsätze.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (Umsatzkosten)

Der Rückgang der Umsatzkosten der OSRAM GmbH um 7,8 % auf 770.867 Tsd. € (im Vj. 836.297 Tsd. €) ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang zurückzuführen. Die Menge der hergestellten Erzeugnisse sank und damit der Zukauf von Handelswaren.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Das Bruttoergebnis vom Umsatz ging um 28,3 % auf 167.022 Tsd. € (im Vj. 232.813) zurück. Dies ist im Wesentlichen auf eine transformationsbedingte Erhöhung der Umsatzkosten in Höhe von 35.825 Tsd. € sowie Währungskurseffekte in Höhe von 26.632 Tsd. €, die nicht durch Kosteneinsparungen kompensiert werden konnten, zurückzuführen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten von 103.126 Tsd. € um 2,0 % auf 105.214 Tsd. €. In Prozent vom Umsatz stiegen die Aufwendungen von 9,6 % auf 11,2 %. Der Anstieg in Höhe von 2.088 Tsd. € resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Transformationskosten. Im Gegenzug wurden die operativen Kosten im F&E im abgelaufenen Geschäftsjahr gemindert (für weitere Informationen siehe Abschnitt "Forschung und Entwicklung").

Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

Im Geschäftsjahr 2018 sind die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten aufgrund von operativen Einsparungen um 1.228 Tsd. € beziehungsweise 0,6 % auf 191.665 Tsd. € zurückgegangen.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 2018 14.902 Tsd. € (im Vj. 30.415 Tsd. €). Im Vorjahr wirkte ein Ertrag aus der Veräußerung der Anteile an der LEDVANCE GmbH in Höhe von 19.410 Tsd. €.

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 33.175 Tsd. € (im Vj. 33.895 Tsd. €) wirken im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 11.294 Tsd. € (im Vj. 8.824 Tsd. €), Aufwendungen für Anpassungen des Anlagevermögens in Höhe von 15.562 Tsd. € sowie Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen in Höhe von 805 Tsd. € (im Vj. 1.311 Tsd. €).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis, bestehend aus den Posten Beteiligungsergebnis, Zinsertrag, Zinsaufwand und Übriges Finanzergebnis, war mit 299.835 Tsd. € wie im Vorjahr mit 309.017 Tsd. € positiv; verringerte sich jedoch um 3,0 %. Diese Entwicklung ist vor allem auf das um 8.866 Tsd. € niedrigere Übrige Finanzergebnis zurückzuführen. Das Finanzergebnis besteht maßgeblich aus dem Beteiligungsergebnis in Höhe von 301.477 Tsd. € (im Vj. 300.636 Tsd. €). Der leichte Anstieg des Beteiligungsergebnisses resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Gewinnausschüttungen von Beteiligungen in Höhe von 85.351 Tsd. € auf 189.862 Tsd. Die wesentlichen Ausschüttungen stammen von

OSRAM SYLVANIA INC., Wilmington/USA in Höhe von 84.027 Tsd. € (Sachdividende),

OSRAM China Lightning Ltd., Foshan/China in Höhe von 28.189 Tsd. €,

OSRAM S.p.A. - Società Riunite OSRAM Edison Clerici, Mailand/Italien in Höhe von 22.006 Tsd. € (Sachdividende),

OSRAM Guangzhou Lighting Technology Limited, Panyu/China in Höhe von 19.834 Tsd. € und

OSRAM S.A. de C.V., Naucalpan/Mexiko in Höhe von 14.912 Tsd €.

Die Sachdividende der OSRAM SYLVANIA INC., Wilmington/USA umfasste die Novita Technologies, Inc., Nashville, Tennessee/USA. Die Sachdividende der OSRAM S.p.A. - Società Riunite OSRAM Edison Clerici, Mailand/Italien umfasste die OSRAM Continental Italia S.r.l., Terviso/Italien. Beide Gesellschaften wurden in der Folge neben der OSRAM CONTINENTAL Kunshan Intelligent Lighting C., Ltd., Kunshan/ China in die OSRAM CONTINENTAL GmbH unterjährig eingebracht.

Darüber hinaus sind die Abschreibungen auf verbundene Unternehmen und Beteiligungen von 56.925 Tsd. € auf 36.435 Tsd. € zurückgegangen. Davon entfielen 30.657 Tsd. € (im Vj. 11.455 Tsd. €) auf die OSRAM S.p.A. - Società Riunite OSRAM Edison Clerici, Mailand/Italien sowie 5.747 Tsd. € auf die OSRAM TEKNOLOJÌLERÌ TÎC.A.Ç., Istandbul/Türkei. Gegenläufig wirkte eine Zuschreibung in Höhe von 1.400 Tsd. € bei der E.M.G.O. N.V., Lommel/Belgien.

Dem entgegen wirkt ein Rückgang der Erträge aus Gewinnabführungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 103.334 Tsd. €. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betragen im laufenden Geschäftsjahr 162.879 Tsd. € (im Vj. 266.213 Tsd. €) und resultierten im Wesentlichen aus der Gewinnabführung der OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg/Deutschland in Höhe von 162.853 Tsd. € (im Vj. 266.213 Tsd. €).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 14.319 Tsd. € (im Vj. 10.837 Tsd. €) resultieren im Wesentlichen von der Siteco Lighting GmbH, Traunreut/Deutschland in Höhe von 14.285 Tsd. € (im Vj. 10.811 Tsd. €).

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgten Zuschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 3.909 Tsd. €.

Der Zinsertrag in Höhe von 49.294 Tsd. € (im Vj. 46.153 Tsd. €) beinhaltet Zinserträge in Höhe von 29.323 Tsd. € (im Vj. 32.512 Tsd. €), die im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens resultieren und der Sicherung von Zusagen auf betriebliche Altersversorgung sowohl für Mitarbeiter der OSRAM GmbH als auch für Mitarbeiter deutscher Tochtergesellschaften dienen. Darüber hinaus sind Zinserträge, die im Rahmen des OSRAM Cash Management Systems aus Finanzierungsaktivitäten der Geschäftstätigkeit von OSRAM Licht-Konzerngesellschaften in Höhe von 18.374 Tsd. € (im Vj. 8.184 Tsd. €) stammen, enthalten.

Der Zinsaufwand in Höhe von 12.961 Tsd. € (im Vj. 8.663 Tsd. €) resultiert neben Zinsen im Rahmen des Cash-Pooling an verbundene Unternehmen im Wesentlichen aus Bereitstellungsprovisionen für nicht gezogene Beträge des ursprünglichen Laufzeitdarlehens und der Verrechnung von Avalprovisionen in Höhe von 1.346 Tsd. € (im Vj. 989 Tsd. €) und Zinsen in Höhe von 1.493 Tsd. € (im Vj. 1.092 Tsd. €) für das bestehende Laufzeitendarlehen.

Das übrige Finanzergebnis verringerte sich von -29.109 Tsd. € auf -37.975 Tsd. €. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Zinsanteils in der Veränderung der Pensionsrückstellungen (ohne Entgeltumwandlungen) um 6.432 Tsd. € zurückzuführen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Summe der Steuern vom Einkommen und Ertrag beläuft sich auf 17.311 Tsd. € (im Vj. 36.297 Tsd. €). Diese resultiert maßgeblich aus der Körperschaftssteuer und dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5.874 Tsd. € (im Vj. 11.947 Tsd. €), Gewerbeertragsteuer in Höhe von 6.673 Tsd. € (im Vj. 14.929 Tsd. €), ausländische Quellensteuern in Höhe von 4.675 Tsd. € (im Vj. 5.431 Tsd. €) sowie Kapitalertragsteuer in Höhe von 88 Tsd. € (im Vj. 3.990 Tsd. €).

Jahresergebnis

Insgesamt ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 134.395 Tsd. € (im Vj. 206.035 Tsd. €). Auf den zu erwartenden Bilanzgewinn des laufenden Geschäftsjahres wurden auf Basis des Gesellschafterbeschlusses vom 28. September 2018 Abschlagszahlungen in Höhe von 138.000 Tsd. € an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung am Stammkapital der OSRAM GmbH ausgeschüttet.

Finanzlage

Hauptziel des OSRAM Finanzmanagements ist, die Zahlungsfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften jederzeit zu gewährleisten sowie finanzielle Risiken zu zentralisieren und zu reduzieren. Gleichzeitig sollen die Kapitalkosten minimiert und die finanzielle Stabilität und Flexibilität des Konzerns nachhaltig sichergestellt und gestaltet werden.

Das OSRAM Finanzmanagement ist verantwortlich für die Steuerung der Liquidität, die Sicherstellung eines ausreichenden Fremdkapitalmarktzugangs, das Absichern von Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken, die Konzernfinanzierung sowie die Vergabe von Bürgschaften und Patronatserklärungen. Transparenz und Kosteneffizienz im Finanzmanagement erreicht OSRAM durch eine zentrale Steuerung über die Abteilung Corporate Finance & Treasury. Die Abteilung berät die operativen Gesellschaften in allen Fragen des Finanzmanagements und stellt sicher, dass die konzernweiten Vorgaben eingehalten werden. Neben ihrer Governance-Rolle stellt Corporate Finance & Treasury Finanzdienstleistungen zur Verfügung und gewährleistet damit die Bereitstellung von Treasury-Infrastrukturen. Dazu zählen unter anderem Cash Pools zur Konzentration der Liquidität. Dieses zentralisierte Cash Management System sichert eine effiziente Nutzung der Finanzmittel innerhalb des Konzerns. Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften werden verwendet, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken, wodurch das Volumen der benötigten Fremdfinanzierung und der Zinsaufwand reduziert werden. Eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung auf Gesellschaftsebene schafft die notwendige Transparenz zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. Daneben agiert Corporate Finance & Treasury als zentraler Handelspartner für den Abschluss von Sicherungsgeschäften innerhalb des OSRAM Licht-Konzerns, soweit es die lokalen Devisenregelungen zulassen. Der Abschluss der externen Sicherungsgeschäfte mit Banken ist damit weitestgehend auf Corporate Finance & Treasury konzentriert. Ein Risikokomitee definiert und überwacht die Risikostrategie und die Grundsätze des Finanzmanagements.

Bei der Bankenpolitik achtet OSRAM darauf, das Geschäftsvolumen breit zu streuen, um dadurch Ausfallrisiken und eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Instituten zu reduzieren. Die Banken, mit denen OSRAM Finanzgeschäfte tätigt, werden nach verschiedenen Kriterien, insbesondere unter Berücksichtigung von Bonitätsgesichtspunkten, ausgewählt und regelmäßig überprüft.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank abgeschlossen (vgl. hierzu Ziffer 30, "Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen"). Zum 30. September 2016 war eine variabel verzinsliche Tranche von 50.000 Tsd. € in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der restliche unter diesem Kreditvertrag zur Verfügung stehende Betrag von 150.000 Tsd. € als zweite Tranche in Anspruch genommen, die mit einem fixem Zinssatz von 0,711 % p. a. ausgestattet ist. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 8.000 Tsd. € planmäßig zurückgezahlt, so dass sich der Darlehensstand zum 30. September 2018 auf insgesamt 184.000 Tsd. € (im Vj. 192.000 Tsd. €) belief. Für die variabel verzinsliche Tranche, die sich zum 30. September 2018 auf 34.000 Tsd. € belief, lag die Verzinsung auf Basis des EURIBOR zuzüglich einer Kreditmarge zum 30. September 2018 bei 0,221 % p. a. (im Vj. 0,211 % p. a.). Die Darlehen werden planmäßig bis zur Endfälligkeit Ende 2024 getilgt. Zum 30. September 2018 standen unter diesem Kreditvertrag wie im Vorjahr keine ungenutzten Kreditlinien zur Verfügung. Die im Kreditvertrag enthaltene marktübliche Vereinbarung bezüglich der Finanzlage des OSRAM Licht-Konzerns (Financial Covenants), wonach das Verhältnis der Nettofinanzschulden zum EBITDA 2,5:1 nicht übersteigen darf, wurde vollumfänglich erfüllt.

Darüber hinaus steht der OSRAM GmbH eine variabel verzinsliche revolvierende Kreditlinie in Höhe von 950.000 Tsd. € (im Vj. 950.000 Tsd. €) zur Verfügung. Bis zu einem Betrag von 886.000 Tsd. € kann die Kreditlinie bis Februar 2022 in Anspruch genommen werden. Der Restbetrag von 64.000 Tsd. € steht bis Februar 2020 zur Verfügung. Zum 30. September 2018 war die Kreditlinie mit 179.488 Tsd. € (im Vj. 0 Tsd. €) in Anspruch genommen. Die im Kreditvertrag enthaltene marktübliche Vereinbarung bezüglich der Finanzlage des OSRAM Licht-Konzerns (Financial Covenants), wonach das Verhältnis der Nettofinanzschulden zum EBITDA 2,5:1 nicht übersteigen darf, wurde vollumfänglich erfüllt.

Innerhalb des OSRAM Cash Management Systems, das zentral durch die OSRAM GmbH ausgeführt wird, werden kurzfristige Zahlungsmittelüberschüsse bestimmter OSRAM Licht-Konzerngesellschaften angelegt und Kontokorrentkredite zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit der einbezogenen OSRAM Licht-Konzerngesellschaften vergeben. Darüber hinaus stellt die OSRAM GmbH kurzfristige Darlehen zur Verfügung. Zinserträge und Zinsaufwendungen resultieren aus Finanzierungsaktivitäten.

Zum 30. September 2018 betrugen der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten 138.593 Tsd. € (im Vj. 407.458 Tsd. €), womit diese 66,0 % unter dem Vorjahreswert lagen.

Kapitalstruktur und Verschuldungsgrad

Zum 30. September 2018 betrugen die Verbindlichkeiten 1.897.021 Tsd. € (im Vj. 1.491.879 Tsd. €) und die Rückstellungen 600.052 Tsd. € (im Vj. 560.594 Tsd. €). In Summe betrugen sie 2.497.073 Tsd. € (im Vj. 2.052.473 Tsd. €) beziehungsweise 48,9 % (im Vj. 43,0 %) der Bilanzsumme. Damit entsprach die Summe der Verbindlichkeiten und Rückstellungen zum 30. September 2018 - gemessen am Eigenkapital - einem Verschuldungsgrad von 96,0 % (im Vj. 75,6 %). Der Anstieg des Verschuldungsgrads resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2018 gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 179.527 Tsd. € sowie dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 171.488 Tsd. €.

Einsatz von Finanzinstrumenten

Zur Absicherung der Risiken, die sich aus Fremdwährungs- und Rohstoffpreisschwankungen ergeben, verfahren wir gemäß den für uns verbindlichen Richtlinien des OSRAM Licht-Konzerns und sichern unsere Nettowährungsposition beziehungsweise unser Rohstoffpreisrisiko aus schwebenden und geplanten Beschaffungsgeschäften zur Deckung des Bedarfs bestimmter Rohstoffe im Produktgeschäft für das aktuelle und folgende Quartal ab. Zum 1. Februar 2018 wurden die Richtlinien des konzernweiten Fremdwährungsmanagements angepasst. Nunmehr ist jede OSRAM-Gesellschaft verpflichtet, ihre Nettofremdwährungsposition zu 100% für einen Planungshorizont von mindestens drei Monaten abzusichern. Bis zur Anpassung sahen die Richtlinien die Absicherung der Nettofremdwährungsposition in einer Bandbreite von mindestens 75 % bis zu 100 % für einen Planungshorizont von mindestens drei Monaten vor. Ergänzend erfolgt seit Februar 2018 eine längerfristige Absicherung des USD-Nettowährungsrisikos für einen rollierenden Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. Die längerfristigen Risikosicherungsmaßnahmen sind dem individuellen Sicherungsbedürfnis der Geschäftsgebiete mit gestaffelten Sicherungsgraden angepasst. Hierdurch werden eine erhöhte Planungssicherheit sowie eine Reduzierung der Ergebnisvolatilität aus Fremdwährungseffekten auf das Nettoergebnis angestrebt. Die Preisrisiken aus Einkaufsverträgen für Metalle (im Wesentlichen Gold, Silber, Platin und Kupfer) werden grundsätzlich mit Rohstoffderivaten abgesichert.

Die OSRAM GmbH übernimmt zugleich die zentrale Aufgabe des konzernweiten Managements von Finanzmarktrisiken (Konzerntreasury) und schließt im Rahmen dieser Funktion auch konzerninterne Derivate mit verbundenen Unternehmen ab, für die gegenläufige Derivate mit externen Vertragspartnern abgeschlossen werden.

Hinsichtlich des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang zum Jahresabschluss.

Vermögenslage

Vermögensstruktur und Eigenkapital

Zum 30. September 2018 erhöhte sich die Bilanzsumme um 329.972 Tsd. € oder 6,9 % auf 5.106.795 Tsd. €. Das Anlagevermögen betrug 2.676.954 Tsd. € (im Vj. 2.522.086 Tsd. €) beziehungsweise 52,4 % (im Vj. 52,8 %) der Bilanzsumme. Mit 2.547.751 Tsd. € (im Vj. 2.365.462 Tsd. €) machten die Finanzanlagen den größten Teil des Anlagevermögens aus. Der Wert des Sachanlagevermögens verringerte sich um 20.912 auf 107.696 Tsd. € (im Vj. 128.609 Tsd. €). Das Umlaufvermögen betrug 2.419.135 Tsd. € (im Vj. 2.243.878 Tsd. €) beziehungsweise 47,4 % (im Vj. 47,0 %) der Bilanzsumme. Davon entfielen auf Vorräte 139.859 Tsd. € (im Vj. 155.985 Tsd. €). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Geschäftsjahresende 2.140.682 Tsd. € (im Vj. 1.617.036 Tsd. €). Für ausführlichere Erläuterungen hierzu verweisen wir auf Ziffer 14.ff des Anhangs zum Jahresabschluss.

Das Eigenkapital der OSRAM GmbH betrug zum 30. September 2018 2.601.595 Tsd. € (im Vj. 2.715.199 Tsd. €) und ging damit um 113.604 Tsd. € bzw. 4,2 % zurück. Die Eigenkapitalquote entsprach - gemessen an der Bilanzsumme - 50,9 % (im Vj. 56,8 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine Abschlagszahlung in Höhe von 138.000 Tsd. € auf den erwarteten Bilanzgewinn zurückzuführen.

Entwicklung der Vermögenslage

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2018 insgesamt um 154.868 Tsd. € von 2.522.086 Tsd. € auf 2.676.954 Tsd. € erhöht, dies ist überwiegend auf Zugänge zum Finanzanlagevermögen zurückzuführen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 28.015 Tsd. € um 6.509 Tsd. € auf 21.506 Tsd. € verringert. Es wirkten maßgeblich Abschreibungen in Höhe von 7.411 Tsd. €. Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betrugen im Geschäftsjahr 2018 1.783 Tsd. € (im Vj. 3.242 Tsd. €) und entfallen im Wesentlichen auf den Erwerb von Softwarelizenzen.

Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen reduzierten sich von 25.514 Tsd. € im Geschäftsjahr 2017 auf 22.142 Tsd. € im Geschäftsjahr 2018. Die Investitionen in Sachanlagen entfallen zum überwiegenden Teil auf das Segment SP.

Zum Bilanzstichtag bestehen Investitionsverpflichtungen in das Sachanlagevermögen beziehungsweise Investitionsvorhaben in Höhe von 5.956 Tsd. € (im Vj. 4.273 Tsd. €).

Der Rückgang des Sachanlagevermögens von 128.609 Tsd. € auf 107.696 Tsd. € ist neben den Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 20.763 Tsd. € auf die Anpassungen des Anlagevermögens in Höhe von 15.562 Tsd. € zurückzuführen. Der Rückgang konnte teilweise durch die Investitionen in Sachanlagen kompensiert werden.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen erhöhten sich um 7,7 % auf 2.547.751 Tsd. €.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Anstieg der Finanzanlagen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 156.309 Tsd. €. Die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen umfasst im Wesentlichen die neu gegründete Gesellschaft OSRAM CONTINENTAL GmbH, München/Deutschland mit einem Beteiligungsbuchwert in Höhe von 165.608 Tsd. €. Weitere Zugänge resultieren aus dem Erwerb der BAG electronics GmbH, Arnsberg/Deutschland in Höhe von 25.700 Tsd. € sowie einer Kapitalerhöhung bei der Fluxunit GmbH, München/Deutschland in Höhe von 7.551 Tsd. €.

Der Anstieg wurde durch Wertminderungen der in- und ausländischen Beteiligungen in Höhe von 36.404 Tsd. € (im Vj. 56.925 Tsd. €) teilweise kompensiert. Davon entfielen 30.657 Tsd. € (im Vj. 11.455 Tsd. €) auf die OSRAM S.p.A. - Società Riunite OSRAM Edison Clerici, Mailand/Italien sowie 5.747 Tsd. € auf die OSRAM TEKNOLOJÌLERÌ TÎC.A.Ç., Istandbul/Türkei.

Beteiligungen

Die Zugänge bei den Beteiligungen entfallen im Wesentlichen auf den Erwerb von 6,5 % der Anteile an der Beaconinside GmbH, Berlin/ Deutschland in Höhe von 300 Tsd. €. Darüber hinaus ergab sich im Geschäftsjahr 2018 eine Zuschreibung bei der E.M.G.O. N.V., Lommel /Belgien in Höhe von 1.400 Tsd. €.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Im Geschäftsjahr 2012 schloss die OSRAM GmbH mit der Deutschen Treuinvest Stiftung eine Treuhandvereinbarung zur Sicherung von Zusagen auf betriebliche Altersversorgung sowohl für Mitarbeiter der OSRAM GmbH als auch für Mitarbeiter deutscher Tochtergesellschaften ab. Mit der Treuhandvereinbarung werden die Versorgungsansprüche der Mitarbeiter gegen den Sicherungsfall mit Vermögensgegenständen unterlegt. Diese Vermögensgegenstände erfüllen nicht die Voraussetzungen für Deckungsvermögen und können daher nicht mit den Verpflichtungen saldiert werden. Zum 30. September 2018 werden sie daher in Höhe von 557.327 Tsd. € (im Vj. 533.046 Tsd. €) als Wertpapiere des Anlagevermögens unter den Finanzanlagen ausgewiesen.

Der Anstieg der Wertpapiere des Anlagevermögens resultiert aus Zugängen von Vermögensgegenständen zur Sicherung von Versorgungsansprüche im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von 26.677 Tsd. €.

Sonstige Ausleihungen

Als Sonstige Ausleihungen sind Ausleihungen an Fremde Dritte in Höhe von 7 Tsd. € (im Vj. 7 Tsd. €) ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte verringerten sich insgesamt um 10,3 % auf 139.859 Tsd. €. Der Buchwert der Fertigen Erzeugnisse und Waren verringerte sich dabei um 19.235 Tsd. € auf 82.722 Tsd. €. Ebenso verringerte sich der Buchwert der unfertigen Erzeugnisse um 87 Tsd. € auf 25.578 Tsd. €. Der Rückgang der Fertigen Erzeugnisse und Waren ist im Wesentlichen auf den Abverkauf von Pufferbeständen der Handelsware sowie auf die Optimierung des Produktportfolios zurückzuführen. Gegenläufig gab es einen Anstieg der Buchwert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 2.755 Tsd. € auf 30.496 Tsd. €.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 523.646 Tsd. € auf 2.140.682 Tsd. € resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.509.952 Tsd. € zum 30. September 2017 auf 2.026.426 Tsd. € zum 30. September 2018. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen steht im Zusammenhang mit ausgegebenen Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 307.486 (im Vj. 10.256 Tsd. €) sowie einer Forderungen im Rahmen einer im Geschäftsjahr 2018 vereinbarten Leihe von Edelmetallen für die Produktion der OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg/Deutschland sowie der Osram Opto Semiconductors (Malaysia) Sdn Bhd, Penang/Malaysia in Höhe von 57.474 Tsd. € (im Vj. 0 Tsd. €).

Darüber hinaus wirkt ein leichter Anstieg der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 12.669 Tsd. €. In diesem Posten sind Steuerforderungen in Höhe von 40.736 Tsd. € (im Vj. 17.569 Tsd. €), die aus angestiegenen Steuervorauszahlungen resultieren, sowie Forderungen gegenüber Lieferanten in Höhe von 1.640 Tsd. € (im Vj. 2.207 Tsd. €) enthalten. Gegensätzlich entwickelten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Rückgang in Höhe von 5.496 Tsd. €.

Wertpapiere

Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 hielt das Unternehmen keine kurzfristig festverzinslichen Wertpapiere (im Vj. 63.399 Tsd. €).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Rückgang des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten um 268.865 Tsd. € auf 138.593 Tsd. € resultiert im Wesentlichen aus Zahlungsausgängen für Investitionen im OSRAM Licht-Konzern, die über das bei der OSRAM GmbH zentralisierte Cash Management System abgewickelt werden (siehe Abschnitt "Akquisitionen und strategische Beteiligungen" sowie Abschnitt "Akquisitionen und strategische Beteiligungen" im zusammengefassten Lagebericht der OSRAM Licht AG).

Rückstellungen

Mit 441.139 Tsd. € machten die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen den größten Teil der Rückstellungen aus. Im Geschäftsjahr sind sie um 17.146 Tsd. € beziehungsweise 4,0 % gestiegen.

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 10.972 Tsd. € auf 38.635 Tsd. € (im Vj. 27.663 Tsd. €) und umfassten im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragssteuern in Höhe von 38.629 Tsd. € (im Vj. 26.461 Tsd. €).

Darüber hinaus stiegen die Sonstigen Rückstellungen um 11.339 Tsd. € auf 120.277 Tsd. €. Sie umfassen im Wesentlichen die Vorsorgen für Personalaufwendungen in Höhe von 91.660 Tsd. € (im Vj. 62.073 Tsd. €), Gewährleistungs- und gewährleistungsähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 8.671 Tsd. € (im Vj. 17.565 Tsd. €), drohende Verluste in Höhe von 16.053 Tsd. € (im Vj. 9.451 Tsd. €) sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 27,2 % von 1.491.879 Tsd. € zum 30. September 2017 auf 1.897.021 Tsd. € zum 30. September 2018. Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 405.142 Tsd. € resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 179.527 Tsd. € im Zusammenhang mit dem konzernweit betriebenen OSRAM Cash Management. Zum 30. September 2018 sind die Verbindlichkeiten gegenüber der OSRAM Beteiligungen GmbH, München im Zusammenhang mit Gewinnausschüttungen um 146.949 Tsd. € auf 566.268 Tsd. €. angestiegen.

Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 171.488 Tsd. € sowie ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.152 Tsd. € zum 30. September 2018 (vgl. detailliertere Erläuterung in der Finanzlage). Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten von 50.535 Tsd. € auf 100.510 Tsd. € steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit Edelmetall-Leihe Geschäften in Höhe von 57.521 Tsd. € (im Vj. 0 Tsd. €), die im Produktionsprozess bei der Halbleiterfertigung eingesetzt werden.

Außerbilanzielles Vermögen

Patente und ähnliche Rechte wie auch Verfahrensvorteile und sonstiges geistiges Eigentum sind wichtiger Bestandteil des Geschäfts der OSRAM GmbH. Für weitere Einzelheiten wird auf den Abschnitt "Forschung und Entwicklung" verwiesen.

Hinsichtlich der operativen Leasingverträge verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang.

Rechtsstreitigkeiten

Die OSRAM GmbH ist im Zusammenhang mit ihrer Geschäftstätigkeit in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren als Beklagte benannt. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten werden Schadensersatzansprüche in unbestimmter Höhe und / oder Strafschadensersatz geltend gemacht. Für Haftpflichtfälle hat die OSRAM GmbH grundsätzlich Versicherungsschutz eingedeckt, dessen Art und Umfang sich nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen bestimmt. Versicherungssumme und Deckungsumfang sind dem Risiko adäquat und branchenüblich. Ob und inwieweit Versicherungsschutz im Einzelfall besteht, hängt jedoch von der jeweiligen Fallgestaltung ab. Zudem kann nicht gewährleistet werden, dass die OSRAM GmbH auch künftig adäquaten Versicherungsschutz zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen wird beschaffen können. Angesichts der Zahl von Rechtsstreitigkeiten und anderen Verfahren, an denen die OSRAM GmbH beteiligt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass in einigen dieser Verfahren Entscheidungen gegen die OSRAM GmbH ergehen und dies mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einhergehen kann.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die OSRAM GmbH ist eingebunden in das konzernweite Risikomanagement des OSRAM Licht-Konzerns. Da die OSRAM GmbH direkt oder indirekt die Anteile an den operativen Konzernunternehmen des OSRAM Licht-Konzerns und an Beteiligungsgesellschaften hält und außerdem den überwiegenden Teil ihrer Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften tätigt, ist sie direkt oder indirekt den Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung des OSRAM Licht-Konzerns ausgesetzt. Die nachfolgenden Ausführungen beschreiben daher primär den konzernweit verfolgten Ansatz zum Risikomanagement und die Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung des OSRAM Licht-Konzerns.

Risiko- und Chancenmanagementsystem

Zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen praktiziert OSRAM ein systematisches Risiko- und Chancenmanagement (im Folgenden "Risikomanagement"). Dabei bedienen wir uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollmodule, die uns dabei unterstützen, Risiken, die den Fortbestand von OSRAM oder das Erreichen unserer strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele gefährden können, frühzeitig zu erkennen und angemessene Maßnahmen einzuleiten. Mit umgekehrten Vorzeichen gilt dies auch für Chancen. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats ist dafür zuständig, die Effektivität dieses Systems zu überwachen. Zusätzlich überprüft unsere interne Konzernrevision im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit von ausgewählten Unternehmenseinheiten auch die Einhaltung der Vorschriften der Konzernrichtlinien zum Risikomanagement. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen finden im kontinuierlichen Prozess zur Verbesserung unseres Risikomanagementsystems Berücksichtigung. Auf diese Weise stellen wir ein adäquates und funktionsfähiges Risikomanagementsystem sicher, durch das Vorstand und Aufsichtsrat vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken und Chancen informiert werden.

Unser Risikomanagementsystem basiert auf einem umfassenden, interaktiven und managementorientierten ERM-Ansatz (Enterprise Risk Management), dem ein weltweit anerkanntes Rahmenkonzept zugrunde liegt, das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" ("COSO") entwickelte "Enterprise Risk Management - Integrated Framework". Dabei wird der ERM-Prozess mit der konzernweiten Finanzberichterstattung verknüpft und wird so ein integrierter Bestandteil unseres internen Kontrollsystems, das damit gleichermaßen die Unternehmensstrategie, die Effizienz und Effektivität der operativen Geschäftsaktivitäten, die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung wie auch die Einhaltung relevanter Gesetze und Regelungen umfasst.

Das Risikomanagementsystem soll sicherstellen, dass unternehmensweit sämtliche relevanten Geschäftsrisiken und -chancen erfasst werden. Jedes Ereignis, das einen (negativen oder positiven) Einfluss auf das Geschäftsergebnis haben kann und Geschäftsplan hinausgeht, stellt ein Risiko bzw. eine Chance dar. Der Zeithorizont beträgt in der Regel drei Jahre.

Um eine umfassende Betrachtung zu gewährleisten, wird der Bottom-up-Identifizierungs-und-Bewertungs- Prozess durch quartalsweise Durchsprachen mit dem Management von Business Units und relevanten Zentralfunktionen unterstützt (Top-Down-Prozess). Durch dieses Top-Down-Element werden potenzielle neue Risiken bzw. Chancen außerhalb des regelmäßigen Berichtswegs auf Managementebene diskutiert und bei Relevanz in die Berichterstattung aufgenommen. Die berichteten Risiken und Chancen werden nach möglichen kumulativen Eigenschaften analysiert und in ein OSRAM-Risiko-/ Chancen-Register konsolidiert. Die Berichterstattung erfolgt grundsätzlich quartalsweise, wobei eine Ad-hoc-Berichterstattung den regulären Berichterstattungsprozess bei Bedarf ergänzt.

Um die Bedeutung der Risiken und Chancen für OSRAM zu beurteilen, bewerten wir sie einerseits anhand ihrer Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit und andererseits mittels ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Dabei gehen wir nach dem Nettoprinzip vor, indem wir Risiken unter Berücksichtigung bereits getroffener Maßnahmen bewerten, wenn diese bereits wirksam sind. Geplante oder in Umsetzung befindliche Maßnahmen werden nicht vom Bruttorisiko abgezogen.

Aus seiner Bewertung resultiert die Klassifizierung eines Risikos als "sehr hoch", "hoch", "mittel" oder "gering". Auf Gesamtunternehmensebene nehmen wir keine monetäre Quantifizierung der Risiken vor.

Für alle berichteten Risiken und Chancen legen wir Verantwortlichkeiten fest. Der Verantwortliche legt zunächst eine allgemeine Reaktionsstrategie fest und entwickelt, initiiert und überwacht anschließend angemessene und spezifische Reaktionsmaßnahmen. So schließen wir beispielsweise für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen ab, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden bzw. zu minimieren.

Die Geschäftsführung hat die Verantwortung für das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem in einer Zentralabteilung zusammengefasst, um die Integration und Vereinheitlichung bestehender Kontrollaktivitäten im Einklang mit den rechtlichen und operativen Anforderungen sicherzustellen. Diese Abteilung berichtet quartalsweise die wesentlichen konsolidierten Risiken und Chancen, die die Geschäftsführung zur Evaluierung der unternehmensweiten Risiken- und Chancensituation heranzieht.

Risiken

Nachfolgend beschreiben wir die Risiken, die besonders nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können oder deren Eintrittswahrscheinlichkeit hoch ist. Von den nachfolgend berichteten Risiken sind elf als "hoch" und das letztgenannte operative Risiko als "mittel" klassifiziert. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der Kategorien spiegelt dabei die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Risiken für OSRAM. Die gegenwärtige Einschätzung des Risikomaßes kann sich im Zeitablauf ändern. Gegenwärtig wird nicht mit dem Eintritt von Risiken gerechnet, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die für das Geschäftsjahr 2018 beschriebenen Risiken haben sich in der Identifikation und ihrer Einschätzung teilweise verändert. So sehen wir im Vergleich zum Vorjahr höhere Risiken durch die gesamtwirtschaftliche Lage, die Volatilität relevanter Wechselkurse, teilweise steigender Lieferantenabhängigkeit und durch das Branchen-/Wettbewerbsumfeld sowie steigende Herausforderungen beim Management des Konzernportfolios und bei der Anpassung von Organisationsaufbau und -steuerung an neue Geschäftsmodelle. Risiken im Zusammenhang mit den Restrukturierungsaktivitäten und mit dem Mangel an qualifiziertem Personal werden als geringer eingeschätzt.

Generell ist davon auszugehen, dass die beschriebenen Risiken den gesamten OSRAM Licht-Konzern betreffen; sollte dies nicht der Fall und sollten nur einzelne Segmente betroffen sein, wird dies explizit erwähnt.

Unternehmensstrategische Risiken

Marktveränderungen

Die Lichtindustrie befindet sich im weitreichenden technologischen Wandel hin zu halbleiterbasierter Beleuchtung. Aufgrund dieses Wandels kommt es zu Marktveränderungen, die sich erheblich auf unsere Wettbewerbsposition auswirken können. Geschwindigkeit und Ausmaß dieser Entwicklung sind unsicher und betreffen sowohl SP als auch LSS.

Der Wandel kann für uns zum einen die Auswirkung haben, dass ein stärkerer Rückgang des traditionellen Markts unter Umständen nicht zeitnah durch Umsatzzuwächse bei LED-Produkten ausgeglichen werden kann. Dies trifft insbesondere in den Märkten zu, in denen wir auf Basis des traditionellen Bereichs eine führende Marktposition innehaben. Neben herkömmlichen Scheinwerferlampen im Automobilbereich wie Halogen oder Xenon, sehen wir dieses Risiko eines verstärkten Rückgangs auch bei konventionellen Lichtsteuerungsprodukten hin zu intelligenten Lösungen und vernetzten Plattformen (Internet of Things - IoT). Ferner könnten unsere etablierten Marktzugänge teilweise ersetzt werden und dies unsere Wettbewerbsposition beeinflussen.

Wir begegnen dem Risiko mit spezifischen Maßnahmen, um unsere Kosten- und Wettbewerbsposition bei traditionellen Produkten zu stärken. Durch die Entwicklung von innovativen Produkten wie der Lightelligence Plattform positionieren wir uns zeitgleich als Anbieter digitaler Infrastruktur. Die geplanten Veräußerungen unseres Leuchtengeschäfts in Europa sowie unseres Leuchten-Servicegeschäfts in den USA erlauben uns ein freieres Agieren am Markt und verbessern die strategischen Optionen.

Sollte es uns nicht gelingen, die identifizierten Maßnahmen umzusetzen, kann dies zu deutlich negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Marktdynamik und Wettbewerbsumfeld

Die Entwicklungen in der Lichtindustrie führen möglicherweise zu Konsolidierungs- und Kommodisierungsdynamiken. Durch reduziertes Marktwachstum und scharfen Wettbewerb sehen wir insbesondere am Anfang und in der Mitte der Wertschöpfungskette ein erhöhtes Risiko für Konsolidierungen. Ferner besteht das Risiko, dass Differenzierungsmöglichkeiten über technologische Kompetenz oder den Markenwert abnehmen. Hieraus kann resultieren, dass sich die Hersteller von LED-Komponenten und -Produkten für die Allgemeinbeleuchtung stärker als bisher über den Preis differenzieren müssen und es zu einem Preiskampf zwischen Wettbewerbern kommt, die ihre Fertigungskapazität auslasten wollen sowie eine Strategie zur Gewinnung von Marktanteilen verfolgen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Volumenmarkt für LED-Chips der Allgemeinbeleuchtung auch Wettbewerber vertreten sind, die Subventionen der öffentlichen Hand erhalten und diese in einem Preiskampf vorteilhaft einsetzen können. Dieses Risiko sehen wir insbesondere für unsere umfangreichen Investitionen, die wir im Zusammenhang mit dem Aufbau der Halbleiterfertigung in Kulim/Malaysia tätigen.

Sollte sich darüber hinaus der Rückgang bei traditionellen Beleuchtungsprodukten weiter verschärfen, kann es auch in den hiervon betroffenen Segmenten zu Überkapazitäten und verstärkter Differenzierung über den Preis kommen.

Können diese Preisrückgänge nicht vollständig durch größere Mengen verkaufter Produkte bzw. höhere Marktanteile ausgeglichen werden, müssen Produktivitätsverbesserungen erreicht und Kosten gesenkt werden. In Segmenten mit höherem Investitionsvolumen könnte dies in den Anlaufphasen der Produktion nur teilweise gelingen. Beispielsweise könnten unsere Investitionen in die Saphirtechnologie (für Volumenemitter) im Segment OS bei gleichzeitigen Kapazitätssteigerungen anderer Wettbewerber zu Überkapazitäten im Markt führen. Überkapazitäten können zu einem Preisverfall über unseren Erwartungen und damit zu Ergebnisbelastungen führen.

Wir begegnen diesem Risiko, indem wir regelmäßig kontrollieren, ob wir durch Produktivitätsmaßnahmen bestehende Preis- und Inflationsrisiken ausgleichen können. Zudem prüfen wir permanent den Markt hinsichtlich geeigneter Investitionen in exogenes Wachstum. Darüber hinaus sollen die im Rahmen unseres Wachstums- und Innovationskurses getätigten Investitionen unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen. Diese Maßnahme an sich (mit Investitionen in neue Technologien und Produkte) birgt wiederum Risiken. So dient die im Geschäftsjahr 2018 in Betrieb genommene LED-Chipfabrik in Kulim/Malaysia der Erschließung zusätzlicher Wachstumspotenziale. Außerdem sollen gezielte Ausgaben in Forschung und Entwicklung den technologischen Führungsanspruch von OSRAM weiter stärken.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, könnte dies zu deutlich negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Strategische Produktplanung

Der technologische Wandel hin zu halbleiterbasierter Beleuchtung bringt kürzere Lebenszyklen unserer Produkte mit sich. Dies führt zu erhöhten Anforderungen an die Qualität der strategischen Produktplanung und die Geschwindigkeit in operativen Produktentwicklungsprozessen. Wir sehen hierbei insbesondere das Risiko, dass Prozesse für Produktplanung und -entwicklung nicht in allen Bereichen rechtzeitig und in ausreichendem Maße auf steigende Anforderungen optimiert werden. Falls wir auslaufende Produkte nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit durch neue Produkteinführungen ersetzen können, kann dies zu Lücken im Produktportfolio führen und infolgedessen zu fehlenden Umsätzen. Ebenso kann dies Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte hinsichtlich Kostenposition und technischer Performanz haben, sollte es unseren Wettbewerbern gelingen, ihre Produkte und alternative Technologien schneller zu entwickeln oder in größeren Mengen abzusetzen, als dies bei uns der Fall ist. Dieses Risiko betrifft alle drei Segmente (OS, SP und DI (Digital)) und steht im Zusammenhang mit einem hohen Investitionsvolumen für neue Technologien und Produkte.

Ferner besteht durch scharfen Wettbewerb um die Einführung neuer Technologien das Risiko, dass Marktveränderungen und veränderte Kundenanforderungen nicht frühzeitig und in adäquatem Maße Einfluss in strategische Produktplanung und operative Produktentstehung finden. Dies ist auch der Fall, wenn alternative Produkte oder Technologien auf den Markt gebracht werden, die kostengünstiger, qualitativ hochwertiger, funktioneller oder aus sonstigen Gründen wettbewerbsfähiger sind als unsere eigenen.

Wir begegnen diesem Risiko durch spezifische Maßnahmen, unter anderem indem wir Marktanalysen intensivieren, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben stärker fokussieren und unsere Prozess- und Systemlandschaft weiter optimieren. Weiterhin komplementieren wir unser bestehendes Produktportfolio gezielt durch den Erwerb von und die Beteiligung an Unternehmen mit innovativen Lösungen und Technologien.

Sollte es uns nicht gelingen, unsere Maßnahmen zum Erfolg zu führen, könnte dies zu deutlich negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Wirtschaftliche Lage

Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben in der Vergangenheit zu einer erheblichen Volatilität bei der Nachfrage nach unseren Produkten und damit unserer Umsatz und Ertragsentwicklung geführt. Dieser Trend kann sich auch in Zukunft fortsetzen. Unsere Produkte werden in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen des Allgemeinbeleuchtungssektors verwendet wie Wohnen, Büro, Hotel- und Gastgewerbe, Außenbereiche, Architektur, Industrie, im Automobilbereich, für Displays und in der Unterhaltungsindustrie. In den meisten dieser Bereiche machen sich Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen relativ früh im Konjunkturzyklus bemerkbar. Die wichtigste Ausnahme hiervon bilden Teile des Lichtlösungs- und Leuchtengeschäfts, das in stärkerem Maße von der Neubautätigkeit abhängt, die erst relativ spät im Konjunkturzyklus betroffen ist. Da unsere Hauptmärkte in Europa, den USA und Asien liegen, hat die konjunkturelle Entwicklung in diesen Regionen den stärksten Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit. Insbesondere verstärkte protektionistische Maßnahmen bis zu möglichen Handelskriegen, vor allem zwischen den USA und China, sind hier zu berücksichtigen. Darüber hinaus kann der gedämpfte Ausblick für China und für die Europäische Union, unter anderem als Folge des drohenden Brexit und wieder aufkeimender Staatsschuldendiskussion, Auswirkungen auf das Geschäft von OSRAM haben.

Zur Sicherstellung unserer Produktivität kommt unter anderem einem effizienten Beschaffungswesen große Bedeutung zu. Wir prüfen unsere Strukturen, die globale und regionale Präsenz und unsere Prozesse regelmäßig, um mögliche Kosteneinsparungen zu identifizieren und unsere globale und regionale Reichweite entsprechend anzupassen. Auf diese Weise versuchen wir, Kosteneinsparungen und operative Verbesserungen zu erzielen, die uns in die Lage versetzen, sinkende Verkaufspreise sowie steigende Rohstoff- und Energiepreise und höhere Lohnkosten zu kompensieren. Darüber hinaus treffen wir aufgrund unseres Geschäftsumfelds bewusste Investitionsentscheidungen mit sorgfältiger "make or buy"-Abwägung.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, könnte dies zu negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Anpassungen des Geschäftsmodells

Die Transformation der Lichtindustrie hin zu halbleiterbasierten Produkten wirkt sich aus den im Folgenden aufgeführten Gründen in erheblichem Maße auf unsere Wettbewerbsposition und unser Geschäftsmodell aus; wesentlich ist in diesem Zusammenhang die Unterscheidung von lichterzeugenden LED-Komponenten und LED-basierten Produkten / Systemen.

Der Trend hin zu langlebigen und effizienten Lichtquellen schwächt die Nachfrage nach Ersatzlampen. Statt der Ersatzlampenlieferungen dürften LED-Produkte und Komplettsysteme bzw. die Belieferung von Herstellern mit solchen Systemen im Erstausrüstergeschäft weiter an Bedeutung gewinnen. Daher müssen wir unsere Ressourcen in der Forschung und Entwicklung an diesen Trend noch stärker anpassen. Außerdem müssen wir unser Vertriebspersonal neu ausrichten und schulen, damit es die erforderlichen technischen Kenntnisse erwirbt, um mit den veränderten Bedürfnissen des auf Neuausrüstung ausgerichteten Geschäftsmodells umgehen zu können. Da die Entwicklung von intelligenten und vernetzten Produkten mit spezifischen Software-Anwendungen eine immer größere Rolle sowohl im gesamten Lichtmarkt als auch in unserem Produktportfolio spielt (im Vergleich zu Lampen und Ersatzlampen), müssen wir die notwendige Expertise entwickeln, um auf diese erwartete Nachfrageverschiebung reagieren zu können.

Durch die organisatorische und strategische Neuausrichtung von OSRAM, wozu auch das neue Segment Digital (DI) gehört, wirken wir diesem Risiko entgegen.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, kann dies zu negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Management Unternehmensportfolio

Zur Schärfung des Profils und zur Konzentration auf langfristige Wachstumsfelder in Hightech Bereichen passen wir regelmäßig unser Konzernportfolio durch Akquisitionen, Beteiligungen und Veräußerung von Unternehmensteilen an. Wir haben im Geschäftsjahr 2018 unser existierendes Geschäft mit elektronischen Komponenten systematisch durch die Übernahme der bisherigen TRILUX-Tochter BAG electronics verstärkt.

Mit der Zusammenführung der Expertise von OSRAM und Continental in den Bereichen Licht sowie Lichtsteuerung und Elektronik in der OSRAM CONTINENTAL Gruppe tragen wir der zunehmenden Digitalisierung in der Fahrzeugbeleuchtung Rechnung und können zukünftig intelligente Beleuchtungslösungen für Fahrzeuge komplett aus einer Hand anbieten. Darüber hinaus beteiligen wir uns mit unserer Venture-Capital-Einheit Fluxunit an erfolgsversprechenden Start-Ups mit innovativen Technologien und Geschäftsmodellen, so ist beispielsweise unsere Beteiligung Motorleaf im Bereich künstlicher Intelligenz für Gewächshaus- und Indoor-Farming-Lösungen spezialisiert.

Die Erweiterung bzw. steigende Komplexität des Konzernportfolios erschwert die Realisierung von geplanten Synergien durch unsere existierenden Integrations- und Portfoliomanagementprozesse.

Um sicherzustellen, dass wir den antizipierten Nutzen aus Portfolioanpassungen erreichen, verwenden wir individuell angepasste Integrationsansätze für Neuakquisitionen. Hierbei arbeiten wir mit funktions-übergreifenden Teams und haben eine systematische Nachverfolgung und Berichterstattung der Synergieerreichung basierend auf der Expertise unserer zentralen M&A Abteilung etabliert. Mögliche negative Effekte durch Portfolioanpassungen auf unsere Kostenstruktur werden auch durch Restrukturierungsaktivitäten adressiert.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, kann dies zu negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Anpassungen der Organisation

Die aktuelle Nachfrageschwäche, zum Beispiel im Geschäft mit Kunden aus der Automobilindustrie, hat zu Restrukturierungsmaßnahmen und Transformationsaktivitäten geführt. OSRAM reagiert auf die schwächere Wachstumsdynamik mit Maßnahmen, die unsere Prozesse effizienter und schneller werden lassen, sowie unsere Fixkostenbasis senken sollen. Diese Transformationsaktivitäten bergen das Risiko, dass während der Implementierung der vereinbarten Maßnahmen die betroffenen Ressourcen (insbesondere Managementkapazitäten und Mitarbeiter) in zu großem Umfang gebunden werden und so temporär die operative Leistungsfähigkeit unseres Geschäfts beeinträchtigt wird. Derartige Risiken entstehen ebenso aus der Anfang November 2018 beschlossenen Anpassungen der Organisations- und Segmentstruktur.

Darüber hinaus besteht das Risiko, dass es zu Verzögerungen bei der termingerechten Implementierung der beschlossenen Maßnahmen kommt. Eine verspätete Umsetzung könnte zudem negative Auswirkungen auf unsere Wettbewerbsfähigkeit haben, beispielsweise bei Maßnahmen, die mit maßgeblichen Prozessverlagerungen und organisatorischen Veränderungen verbunden sind. Die angekündigten Transformationsaktivitäten können außerdem zu Risiken im Personal-, Prozess- und Systembereich führen. Die Anpassung der Organisation kann auf Widerstand bei betroffenen Mitarbeitern stoßen.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, kann dies zu negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Operative Risiken

Lieferanten- und Beschaffungsmarktrisiken

Als verarbeitendes Unternehmen mit einer breiten Produktpalette arbeiten wir für verschiedene Materialien und Dienstleistungen mit einer großen Anzahl von Lieferanten zusammen. Nicht in allen Fällen ist es möglich neben den jeweils bevorzugten Anbietern, mehrere Alternativen vorzuhalten. Dadurch sind wir in bestimmten Bereichen von der Lieferfähigkeit und Qualität einzelner Lieferanten abhängig. Sofern einer oder mehrere dieser Lieferanten ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, kann dies zu Engpässen in der Produktion führen und damit unsere eigene Lieferfähigkeit beeinträchtigen.

Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus den Schwankungen bei Rohstoffpreisen. Durch übergreifende Branchentrends steigt aktuell beispielsweise die Nachfrage nach bestimmten elektronischen Komponenten erheblich an. Dies führt zu einer signifikanten Erhöhung der Preise und deutlich längeren Lieferzeiten, mit negativen Auswirkungen auf unsere Produktkosten und die Kapazitätsplanung in den betroffenen Werken.

Wir begegnen den Risiken durch ein vorausschauendes Vorrats- und Beschaffungsmanagement. Zu den Hauptbestandteilen gehören langfristige Lieferverträge, Preisgleitklauseln und eine kontinuierliche Überwachung von Indikatoren zur frühzeitigen Erkennung von nachteiligen Entwicklungen an Rohstoffmärkten. Neben der Qualifizierung von alternativen Lieferanten für kritische Rohstoffe und Komponenten und der engen Überwachung von verbliebenen Abhängigkeiten, entwickeln wir kontinuierlich Strategien, um auf Preissteigerungen und Engpässe reagieren zu können.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, könnte dies zu deutlich negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Sicherheit der Systemlandschaft

Bei der fortschreitenden Digitalisierung unserer Geschäftsmodelle und Prozesse spielt unsere Systemlandschaft zunehmend eine tragende Rolle. Wir nutzen in steigendem Maße internetbasierte Anwendungen und bieten internetbasierte Produkte an, um den Kundennutzen und die Effizienz unserer Produkte und Prozesse zu erhöhen. Gleichzeitig wachsen weltweit die regulatorischen Anforderungen an den Schutz, die Integrität und Verfügbarkeit von Daten. Neben dem möglichen Verlust von Geschäftsinformationen und geistigem Eigentum müssen wir uns vor Angriffen auf unseren Bestand an personenbezogenen Daten schützen. Dabei spielen für uns nicht nur externe Cyberangriffe auf unsere IT-Systeme eine Rolle, sondern auch fehlendes Bewusstsein in unserer Organisation. Zusätzlich zum Diebstahl von Daten durch Dritte besteht die Gefahr des Verlusts von Daten sowie von signifikantem Aufwand zur Wiederherstellung.

Angriffe auf unsere IT-Systeme sowie der unsachgemäße Umgang mit ihnen können darüber hinaus zu Ausfällen führen, die den Geschäftsbetrieb wesentlich beeinflussen würden. Nicht nur der Ausfall eines unserer ERP-Systeme, sondern auch die Leistungsverfügbarkeit kleinerer Systeme kann negative Folgen bis hin zu Ausfällen in der Produktion, Unterbrechung der Lieferkette und Nichtverfügbarkeit von Produkten haben.

Wir begegnen diesen Risiken durch die Verlagerung von IT-Systemen und Anwendungen in ausreichend mit Sicherheitskonzepten versehene Cloud-Lösungen und mit unabhängigen Tests zur Verwundbarkeit unserer IT-Systeme. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Schulungen unserer Mitarbeiter durch.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, kann dies zu negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Mangel an qualifizierten Mitarbeitern

Unternehmen, die in hohem Maße von Ingenieursleistungen und Technologien abhängen, stehen im starken Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Verlassen qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen oder sind wir nicht in der Lage, hoch spezialisierte Mitarbeiter für den Betrieb, die Umstellung und die Ausweitung unseres Geschäfts zu gewinnen, zu behalten und zu motivieren, so könnte dies unsere Fähigkeit einschränken, erfolgreiche Forschungsaktivitäten zu betreiben sowie vermarktungsfähige Produkte zu entwickeln und zu verkaufen. Besonders in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Ingenieurswesen, im Vertrieb und im Projektgeschäft (z.B. qualifizierte LED-Verkaufsmitarbeiter) gibt es starken Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Desgleichen könnten wir erfahrene Manager verlieren, die für unser Geschäft und die strukturell notwendigen Anpassungen wichtig sind. Insbesondere in Asien und den USA sehen wir eine Herausforderung in der Sicherung von Schlüsselmitarbeitern.

Daher setzen wir weltweit einen Fokus auf Nachfolgeplanung und die Identifizierung sowie Förderung von Talenten ebenso wie auf dedizierte Personalweiterentwicklungsmaßnahmen. Hierfür gibt es unter anderem unser Konzept zur Förderung von Talenten und unser Open-Mentoring-Programm. Außerdem haben wir unsere Präsenz im Bereich der sozialen Medien ausgebaut und rekrutieren auch über diese Kanäle neue Mitarbeiter, um unsere Position als attraktiver Arbeitgeber nachhaltig sicherzustellen. So wurden wir beispielsweise als "Top Employer 2018" in Deutschland ausgezeichnet.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, kann dies zu negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Qualitätsrisiken

Für unseren Geschäftserfolg kommt der Einhaltung markt- und kundenspezifischer Anforderungen an unsere Produkte besondere Bedeutung zu. Steigende Komplexität der Produkt- und Fertigungsprozesse sowie kürzere Entwicklungszyklen erhöhen das Risiko möglicher Qualitätsdefizite. Mangelnde Produktqualität kann zu hohen unmittelbaren Kosten im Falle von Rückrufen bei unseren Kunden, vor allem in der Automobilindustrie, führen. Darüber hinaus könnte es mittelbare negative Effekte auf unsere Reputation geben.

Wir begegnen diesem Risiko durch robuste, konzernweite Qualitätsprozesse, die in regelmäßigen Abständen entlang etablierter Standards (wie ISO 9001 und IATF 16949) intern und durch unsere Kunden auditiert sowie von externen Unternehmen zertifiziert werden. Für den Fall auftretender Qualitätsmängel und Produktsicherheitsvorfällen haben wir ein effektives Meldesystem etabliert, um eine zeitnahe Reaktion sicherzustellen.

Sollte es uns nicht gelingen, die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen, könnte dies zu negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Finanzmarktrisiken

Der OSRAM Licht-Konzern ist unterschiedlichen Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Marktpreisschwankungen können für OSRAM zu signifikanten Volatilitäten von Ergebnissen und Zahlungsströmen führen. Zu den für OSRAM relevanten Marktrisiken zählen das Fremdwährungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Rohstoffpreisrisiko. Änderungen der Währungskurse, der Zinssätze und der Rohstoffpreise können sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten des Konzerns beeinflussen.

Als global agierendes Unternehmen werden unsere Transaktionen in einer Vielzahl von Währungen abgewickelt. Daraus entstehen Risiken durch Fremdwährungsschwankungen sowohl im operativen Geschäft (Transaktionsrisiko) als auch in der Finanzberichterstattung, in der sich neben Transaktionsrisiken auch Translationseffekte aus der Währungsumrechnung in die Konzernberichtswährung Euro niederschlagen. Fremdwährungsschwankungen können sich negativ auf das Ergebnis, Eigenkapital und den Cash Flow auswirken. Diese resultieren aufgrund unserer Unternehmensstruktur vor allem aus Schwankungen des Euro gegenüber dem US-Dollar, dem Malaysischen Ringgit und dem Chinesischen Renminbi. Mögliche Anpassungen geldpolitischer Maßnahmen sowie eine Veränderung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können dabei zukünftig zu höherer Volatilität führen.

Alle Finanzmarktrisiken werden separat von der Treasury fortlaufend überwacht, gesteuert und durch unterschiedliche Strategien reduziert, insbesondere auch durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente.

Rechts- und Compliancerisiken

Wie andere global agierende Unternehmen ist OSRAM verschiedenen Rechts- und Compliancerisiken ausgesetzt. Hierzu zählt das Risiko aus Rechtsstreitigkeiten und Compliance-Fällen, aus der Verletzung von Schutzrechten sowie aus Nichteinhaltung von regulatorischen Vorgaben.

Der OSRAM Licht-Konzern und seine Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichtsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen konfrontiert. Diese können dazu führen, dass OSRAM Kosten für Schadensersatz, Nacharbeiten, Rückrufe, Bußgelder oder sonstige finanzielle Nachteile entstehen. Weiterhin könnte es auch zu Reputationsschäden kommen.

Wie wir selbst, so sichern auch viele unserer Wettbewerber, Zulieferer und Kunden ihre Technologien durch Patente oder andere Schutzrechte ab. Die Durchsetzung von Ansprüchen wegen angeblicher Verletzung von Schutzrechten könnte beispielsweise zu Schadenersatzzahlungen, dem Erwerb von Lizenzen oder Einschränkungen bei der Vermarktung von Produkten führen. Im Zusammenhang mit der Abwehr solcher Ansprüche können hohe Verteidigungskosten entstehen. Wir reduzieren unser Risiko durch den Abschluss von Lizenzaustauschverträgen mit wichtigen Wettbewerbern, wobei gegenüber reinen Patentverwertungsgsgesellschaften keine Möglichkeit zur vertraglichen Absicherung besteht.

Wir unterliegen darüber hinaus weltweit vielfältiger staatlicher Regulierung wie zum Beispiel im Bereich des Umweltschutzes, der Produktsicherheit und der Arbeitsbedingungen. Die Nichteinhaltung der einschlägigen Vorschriften kann unter Umständen zu erheblichen Strafen und Reputationsrisiken führen. Um dies möglichst zu verhindern und zukünftige regulatorische Änderungen frühzeitig zu antizipieren, beobachten wir die weltweite Entwicklung der Gesetzeslage durch zentrale Abteilungen, die auch die länderspezifische Implementierung entsprechender Prozesse und Kontrollen unterstützen.

Sofern erforderlich bildet OSRAM zudem für rechtliche Verfahren angemessene Rückstellungen. Soweit wirtschaftlich sinnvoll, wird ein Teil der Risiken zudem über Versicherungen abgedeckt. Zur Vermeidung und ggf. rechtzeitigen Identifizierung von Compliance-relevanten Vorgängen hat OSRAM darüber hinaus ein konzernweites Compliance-Management-System etabliert.

Chancen

Regelmäßig identifizieren und bewerten wir im Rahmen unseres umfassenden, interaktiven und managementorientierten ERM-Ansatzes auch die Chancen, die sich für OSRAM ergeben, und handeln entsprechend. Die Methodik der Bewertung erfolgt nach demselben Ansatz wie bei den Risiken. Von den nachfolgend berichteten Chancen sind vier der unternehmensstrategischen Chancen als "hoch" und vier als "mittel" klassifiziert. Die beiden operativen Chancen sind als "hoch" klassifiziert. Die Reihenfolge der dargestellten Chancen innerhalb der Kategorien spiegelt dabei die gegenwärtige Einschätzung des relativen Chancenmaßes wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Chancen für OSRAM. Die gegenwärtige Einschätzung des Chancenmaßes kann sich im Zeitablauf ändern. Bezüglich der Chancen haben sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 Veränderungen ergeben. So schätzen wir die Chancen aus der Stärkung der durchgängigen Prozessverantwortung, der Veräußerung von Unternehmensteilen ohne strategische Bedeutung, sowie aus der Nutzung von Wachstumschancen in China bzw. von unseren Produktionskapazitäten in den USA höher ein. Dahingegen werden Chancen aufgrund unserer Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, durch Lizenzerlöse und durch Bereitstellung von Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte als geringer eingeschätzt.

Generell ist davon auszugehen, dass die beschriebenen Chancen den OSRAM Licht-Konzern betreffen; sollte dies nicht der Fall und sollten nur einzelne Segmente betroffen sein, wird es explizit erwähnt.

Unternehmensstrategische Chancen

Strategische Akquisitionen oder Partnerschaften

Unsere gegenwärtige Aufstellung verschafft uns eine gute Positionierung, um unser Know-how einzusetzen und integrierte Lösungen anzubieten. Um unser Potenzial noch besser auszuschöpfen, könnten wir in der Zukunft selektive, wertsteigernde Akquisitionen, Gemeinschaftsunternehmen und Partnerschaften in Betracht ziehen.

Um diese Chance zu nutzen, prüfen wir permanent den Markt hinsichtlich geeigneter Investitionen in endogenes oder exogenes Wachstum. Wir sehen insbesondere im Bereich unserer Business Unit OS die Möglichkeiten für konkrete Partnerschaften. Darüber hinaus könnten sich, zusätzlich zu den im Geschäftsjahr 2018 realisierten Akquisitionen und Beteiligungen, auch weiterhin Chancen durch Partnerschaften in den Segmenten AM (Automotive) und DI.

Der Eintritt dieser Chance kann deutliche positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Stärkung der durchgängigen Prozessverantwortung

Die aktuellen Initiativen zur Stärkung des unternehmerischen Denkens, der Segment-übergreifenden Zusammenarbeit und der Klarheit von Rollen und Verantwortlichkeiten haben das Ziel eine stärker durchgängige Verantwortung in unseren Geschäftsprozessen zu etablieren. Dabei verändern wir uns von einer Organisation in der Aktivitäten dezentral in einer, auf die einzelnen Segmente fokussierten, Struktur durchgeführt wurden, hin zu einer zentralen Bündelung von ähnlichen Aktivitäten. Dabei wird Expertise zusammengeführt und durch eindeutige Prozessverantwortung die Zusammenarbeit mit allen Segmenten vereinfacht. Durch dieses Modell sollen effektivere Prozesse geschaffen werden, die bei einem stärkeren Grad an Standardisierung und Skalierung gleichzeitig die Berücksichtigung von individuellen Anforderungen aus verschiedenen Geschäftsfeldern und Ländern ermöglichen. Durch die Etablierung klarer Verantwortlichkeiten, engere Zusammenarbeit und die Reduktion von redundanten bzw. nicht wertschöpfenden Tätigkeiten planen wir unsere Prozesse einerseits effizienter und andererseits kundenorientierter zu gestalten.

Der Eintritt dieser Chance kann deutlich positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens, Finanz- und Ertragslage haben.

Chancen in Verbindung mit organisatorischen und prozessbezogenen Verbesserungen

Eine kontinuierliche Verbesserung wichtiger Geschäftsprozesse im Hinblick auf Agilität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz ist von essenzieller Bedeutung, um unsere Profitabilität nachhaltig zu gewährleisten. Wir sind der Meinung, dass wir die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Kostenstrukturen, unserer Systemlandschaft und der Qualität unserer Geschäftsprozesse innerhalb unseres Konzerns noch nicht voll ausgeschöpft haben. Deshalb sind wir bestrebt, unsere Organisation durch Harmonisierung und Konsolidierung effizienter und effektiver zu gestalten. Ferner wollen wir unsere globalen Prozesse im Zuge fortschreitender Digitalisierung verschlanken und dadurch optimieren.

Weiteres Potenzial durch organisatorische Verbesserungen sehen wir in der Gestaltung von schlankeren und kundenorientierteren Vertriebsstrukturen, die einen besseren und schnelleren Service sicherstellen sollen. Derartige Chancen entstehen ebenso aus der Anfang November 2019 verkündeten neuen Organisations- und Segmentstruktur infolge der strategischen Neuausrichtung von OSRAM, insbesondere durch die Fokussierung auf Digitalisierung und die Bündelung wesentlicher Teile dieses Geschäfts im Segment DI.

Der Eintritt dieser Chance könnte deutlich positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Expansion in angrenzende Marktbereiche

Unser Angebot umfasst zukunftsweisende Produkte und Lösungen entlang der gesamten Lichtwertschöpfungskette. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Produkten und Lösungen gibt es Ideen und Entwicklungen zu sogenannten "White Spots" wie beispielsweise "intelligentes Licht" oder Anwendungen, die über das Licht hinausgehen. Wir sehen hier die Chance für weiteres Wachstum in Marktbereichen, die nicht zur klassischen Lichtwertschöpfungskette gehören. Dies beinhaltet insbesondere auch Bereiche im Zusammenhang mit Sensorik, Biometrie, Unterhaltung und Smart Farming.

Unsere starke Stellung in Forschung und Entwicklung kommt uns hier zugute. Dies spiegelt sich unter anderem auch durch externe Auszeichnungen wider und unterstreicht unseren nachhaltigen technologischen Führungsanspruch.

Der Eintritt dieser Chance kann positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Wachstum des Marktanteils in China

Aufgrund seiner Größe, des Marktpotentials und der Wachstumsraten ist China einer der wichtigsten Absatzmärkte für OSRAM. Die Nachverfolgung der dortigen Entwicklungen und Realisierung von Wachstumschancen in allen Segmenten sind für uns von besonderer Bedeutung. Auch wenn sich das Wachstum in letzter Zeit etwas verlangsamt hat, bleibt beispielsweise der Chinesische Automobilmarkt weiterhin äußerst dynamisch, vor allem im Bereich der Produktion von Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Trotz gestiegener Konkurrenz durch einheimische Wettbewerber sehen wir auch weiterhin die Möglichkeit unser Geschäft in China signifikant zu vergrößern. Dabei wollen wir auf unsere bereits vorhandene Präsenz im Land aufbauen und uns als Partner der Chinesischen Industrie positionieren, um vorhandenes Geschäft, wie zum Beispiel im Automobilbereich, auszuweiten und neue Absatzpotentiale zu erschließen.

Der Eintritt dieser Chance könnte positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Beschleunigung der Einführung von Lichtanwendungen, Produkten und Technologien

In den vergangenen Jahren hat OSRAM sein Geschäftsmodell um professionelle Lichtlösungen erweitert. Die Umsetzung intelligenter, maßgeschneiderter, energieeffizienter und innovativer Beleuchtungskonzepte wird auch zukünftig einen wachsenden Unternehmensbereich darstellen.

Die konsequente Fortsetzung der zukunftsorientierten Investitionen in innovative Technologien rund um Beleuchtungs-bezogene, digitale Infrastruktur stärkt unsere Marktposition. Unsere Bemühungen beziehen sich ebenso auf eine Optimierung unserer Geschäftsprozesse. Durch die entsprechende Gestaltung der Prozessabläufe wollen wir eine Beschleunigung der Produkteinführungszeit erreichen, die uns einen Wettbewerbsvorteil verschaffen würde und damit die Möglichkeit zur Realisierung von höheren Preispunkten.

Um diese Chance zu nutzen, verwenden wir einen integrierten Produkt-Roadmapping-Prozess, der auf der Analyse von Trends, Markt- und Kundenanforderungen aufsetzt. Ferner wenden wir in allen Segmenten bei der Produkteinführung einen Multiprojektmanagement-Ansatz an.

Der Eintritt dieser als gering bewerteten Chance könnte positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Operative Chancen

Öffentliche Fördergelder

Als innovatives Unternehmen mit signifikanten Produktionskapazitäten weltweit sowie Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten an unseren Standorten in Deutschland leisten wir einen Beitrag zur Zukunftssicherung nicht nur unseres Unternehmens. Verschiedene öffentliche Träger wie die Bundesrepublik Deutschland, die Europäische Union und auch die Volksrepublik China unterstützen regelmäßig Investitionen in innovative Bereiche mit Subventionen, Fördermitteln oder anderen Erleichterungen.

Wir prüfen systematisch, vor allem im Rahmen von Neuinvestitionen, ob wir uns für derlei Unterstützung qualifizieren, und reichen entsprechende Anträge ein. Dabei beschränken wir uns nicht auf Europa, sondern sondieren Unterstützungsmöglichkeiten an allen unseren Standorten. Darüber hinaus überwachen wir systematisch die Einhaltung von Auszahlungsanforderungen.

Der Eintritt dieser Chance kann deutlich positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Sonstige Chancen

Personalchancen

Die Umwälzungen am Lichtmarkt und die daraus resultierende Neuausrichtung des Geschäftsmodells vom integrierten Lichthersteller hin zum fokussierten Lichttechnologieanbieter verändert auch die Organisation und Kultur von OSRAM. Um bestehenden Herausforderungen angemessen begegnen zu können, braucht OSRAM mehr denn je flexible und motivierte Mitarbeiter, die bereit sind, sich nachhaltig zu engagieren. Um diesen Prozess zu fördern, haben wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern zahlreiche Projekte initiiert, die unsere Organisation, unsere Kommunikation und unsere Unternehmenskultur weiterentwickeln. Das Ergebnis dieser Projekte sind Maßnahmen, mit deren Hilfe Prozesse harmonisiert werden und unsere Führungskultur weiter gestärkt wird. Darüber hinaus entwickeln wir OSRAM als Arbeitergebermarke kontinuierlich weiter. Damit entsprechen wir den immer höheren Anforderungen des Arbeitsmarkts an die Attraktivität der Arbeitgeber.

Diese Projekte und die beschriebenen Maßnahmen bilden den Grundstein für die Neuausrichtung der Personalarbeit von OSRAM. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch diese Maßnahmen und insbesondere mit Hilfe unserer qualifizierten und engagierten Mitarbeiter sowie Führungskräfte unsere Neuausrichtung erfolgreich meistern werden.

Der Eintritt dieser Chance könnte positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen

Der OSRAM Licht-Konzern konsolidiert alle Risiken und Chancen, die von den verschiedenen Ländern, Business Units und Zentralfunktionen im Rahmen des vierteljährlich stattfindenden Risiko- und Chancenbewertungsprozesses berichtet werden. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es auf Ebene des Konzerns wesentliche Änderungen an der Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen. Risiken ergeben sich insbesondere aus dem fortschreitenden technologischen Wandel hin zu LED und den daraus resultierenden Veränderungen des Markts bzw. dem Nichtgreifen oder verspäteten Greifen von definierten Gegenmaßnahmen. Weiterhin geht der technologische Wandel mit kürzeren Produktlebenszyklen einher. Dies führt zu erhöhten Anforderungen an die Qualität der strategischen Produktplanung und die Geschwindigkeit in Produktentwicklungsprozessen. Darüber hinaus ergeben sich Risiken aus der Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage und verstärkten protektionistischen Maßnahmen, was sich in höherer Volatilität von Wechselkursen sowie Zurückhaltung bei Investitionen und Kundenbestellungen zeigt. Ein weiteres wesentliches Risiko resultiert aus dem Einfluss gesteigerter Marktdynamiken und dem Wettbewerbsumfeld, die durch Konsolidierungs- und Kommodisierungsdynamiken entstehen können.

Nach wie vor sehen wir hohe Chancen für den Erhalt von Fördermitteln für Investitionen in neue Technologien, den Aufbau von Produktionskapazitäten und beschäftigungsfördernde Maßnahmen. Weiterhin sehen wir hohe Chancen durch das Eingehen von Partnerschaften und strategische Akquisitionen aufgrund unserer fokussierten Strategie sowie in der Stärkung der durchgängigen Prozessverantwortung, um unternehmerisches Denken, Segment-übergreifende Zusammenarbeit und der Klarheit von Rollen und Verantwortlichkeiten zu stärken. Darüber hinaus sehen wir die Chance einer Stärkung der Kundenorientierung durch gezielte Optimierung unserer Prozess- und IT-Landschaft sowie unseres Produktportfolios.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung der in diesem Bericht erläuterten Risiken und angesichts der gesunden Bilanzstruktur und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten erwartet die Geschäftsführung keine substanzielle Gefährdung der Unternehmensfortführung. Diese Einschätzung wird insbesondere auch durch unsere Finanzierungsstruktur gestützt.

Die Geschäftsführung erwartet unverändert, dass die Ertragskraft des Konzerns eine solide Grundlage für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt, um Chancen, die sich dem OSRAM Licht-Konzern bieten, zu nutzen. Nach Ansicht der Geschäftsführung sind die beschriebenen Risiken aus heutiger Sicht beherrschbar und weisen hinsichtlich ihrer Auswirkung und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit einen bestandsgefährdenden Charakter auf.

Erklärung zur Unternehmensführung

Durch das neue "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" besteht die Pflicht zur regelmäßigen Festlegung von Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat, der Geschäftsführung und den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sowie Fristen zu deren Umsetzung. Über die Ergebnisse der Zielerreichung soll jeweils nach Ablauf der Umsetzungsfrist berichtet werden. Für den Fall, dass Ziele nicht erreicht werden, sind die Ursachen dafür anzugeben sowie Maßnahmen zur zukünftigen Erreichung festzulegen.

Der Aufsichtsrat der OSRAM GmbH hat als Zielgröße für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat der Gesellschaft einen Anteil von 30 % und für die Geschäftsführung von 25 % festgelegt. Zum 30. Juni 2018 sind vier Frauen Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft und stellen somit einen Anteil von 30 % dar. Der Anteil von Frauen in der Geschäftsführung betrug zum Bilanzstichtag wiederum 0 %.

Am 13. Juli 2017 legte die Geschäftsführung für die OSRAM GmbH eine Zielgröße für den Anteil von Frauen in Deutschland für die erste Führungsebene mit 13 % und für die zweite Führungsebene mit 21 % fest, die bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden soll. Zum Stichtag des 30.September 2018 wurde ein Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene der OSRAM GmbH von 11 % und in der zweiten Führungsebene von 19 % erreicht.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Im Geschäftsjahr 2018 wurde die Transformation des Unternehmens weiter vorangetrieben. Zur Produktivitätssteigerung und Verbesserung der Kostenposition in kommenden Jahren wurden Performanceprogramme initiiert. Mit der Gründung des Unternehmens OSRAM CONTINENTAL GmbH konnte ein wichtiger Meilenstein im Prozess des technologischen Wandels insbesondere im Bereich der Automobilbeleuchtung erreicht werden. Das neu gegründete Tochterunternehmen schafft die Voraussetzungen, die Expertise in Software und Elektronik von Continental mit dem Know-how von OSRAM im Bereich Automobilbeleuchtung zu bündeln. Im Laufe des Geschäftsjahres wurde bekanntgegeben, das Geschäft mit Leuchten aufzugeben und zu verkaufen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 blieben mit einem wesentlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr unter unseren Erwartungen. Bei der Business Unit DS belasteten niedrigere Verkaufspreise vor allem im traditionellen Leuchtengeschäft sowie bei den Steuerungssystemen die Umsätze. Rückläufige Mengen mit traditionellen Produkten sowohl bei der Business Unit DS als auch im Bereich der Halogen und HID-Beleuchtung bei der Business Unit SP konnten durch Umsatzzuwächse im LED-Bereich nur zum Teil kompensiert werden. Darüber hinaus werden die Umsatzerlöse bei SP durch Währungseinflüsse belastet; rund 37 % des Umsatzes bei der OSRAM GmbH wird in US- Dollar fakturiert. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir weiterhin einen moderat rückläufigen Umsatz.

Das Jahresergebnis wird insbesondere durch das betriebliche Ergebnis sowie das Beteiligungsergebnis beeinflusst.

Das betriebliche Ergebnis entwickelte sich wie erwartet deutlich negativ, im Wesentlichen begründet durch den Umsatzrückgang sowie durch zusätzliche Sonderbelastungen im Zusammenhang mit der Transformation des Unternehmens, Akquisitionen von neuen Unternehmen und dem geplanten Ausstieg aus dem Leuchtengeschäft. Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir ein betriebliches Ergebnis auf vergleichbar niedrigem Niveau. Die prognostizierte leicht rückläufige Umsatzentwicklung wird durch eine leicht verbesserte Kostenposition kompensiert werden können.

Das Beteiligungsergebnis lag im Geschäftsjahr 2018 deutlich über unserer Prognose. Im Rahmen der Gründung der Unternehmung OSRAM CONTINENTAL GmbH wurden Beteiligungen in den USA und Italien als Sachdividende an die OSRAM GmbH ausgeschüttet, die wiederum als Sacheinlage in das neue Unternehmen eingebracht wurden. Diese Beteiligungserträge waren im Vorjahr nicht prognostiziert. Die Veränderung des Beteiligungsergebnisses hängt von der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften der OSRAM GmbH und noch vorzunehmenden Ausschüttungen ab. Diese erwarten wir leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2018.

Aufgrund der Erwartungen zum betrieblichen Ergebnis und zum Beteiligungsergebnis gehen wir für das Geschäftsjahr 2019 von einem Gewinn nach Steuern auf leicht niedrigerem Niveau als im Geschäftsjahr 2018 aus.

Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung des OSRAM Licht-Konzerns sowie wesentliche Annahmen sind im zusammengefassten Lagebericht des OSRAM Licht-Konzerns und der OSRAM Licht AG zum 30. September 2018 enthalten.

Bericht des Aufsichtsrats

der OSRAM GmbH

Der Aufsichtsrat der OSRAM GmbH hat im Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis 30.09.2018 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zukommenden Aufgaben in Bezug auf die OSRAM GmbH wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der OSRAM GmbH bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und ihre Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat eingebunden.

Im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat fünf Sitzungen abgehalten, nämlich am 28.11.2017, 20.02.2018, 14.03.2018, 02.05.2018 und am 25.09.2018. Ferner nahmen die Mitglieder des Aufsichtsrats regelmäßig an den Aufsichtsratssitzungen der OSRAM Licht AG teil, in der Angelegenheiten behandelt wurden, die auch die OSRAM GmbH betrafen, insbesondere hinsichtlich der operativen Lage und strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft. Zudem wurde am 03.05.2018 ein Beschluss durch die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat im Umlaufverfahren gefasst.

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse, nämlich das Präsidium und den Vermittlungsausschuss, gebildet. Grundsätzlich bereitet das Präsidium die Beschlüsse des Aufsichtsrats vor und überwacht die Durchführung der vom Aufsichtsrat oder seinen Ausschüssen gefassten Beschlüsse. Im Rahmen des gesetzlich Zulässigen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf das Präsidium übertragen worden. Beide Ausschüsse wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen.

Der Aufsichtsrat ging in seinen Sitzungen insbesondere auf folgende Einzelthemen ein:

In der Sitzung vom 28.11.2017 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der OSRAM GmbH für das Geschäftsjahr 2017 samt Lagebericht und Anhang geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen teil und berichtete vor der Beschlussfassung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Ferner wurde der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 gebilligt. Schließlich fassten die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat Beschlüsse gemäß § 32 Mitbestimmungsgesetz zur Ausübung der Beteiligungsrechte der Gesellschaft an der OSRAM Opto Semiconductors GmbH.

Nach Ablauf der bestehenden Amtsperiode hielt der Aufsichtsrat am 20.02.2018 seine konstituierende Sitzung ab. Herr Peter Bauer wurde als Vorsitzender des Aufsichtsrats und Herr Michael Knuth und Herr Dr. Roland Busch zu seinen Stellvertretern gewählt. Zudem wurden die Mitglieder des Präsidiums und des Vermittlungsausschusses bestimmt.

In einer außerordentlichen Sitzung am 14.03.2018 stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Joint Venture-Vertrags mit der Continental AG im Bereich intelligenter Lichtlösungen im Automobilbereich zu und billigte zugleich die damit verbundene Einbringung von Vermögensgegenständen in dieses Joint Venture.

In der Sitzung des Aufsichtsrats am 02.05.2018, billigte der Aufsichtsrat die Beauftragung des von der Gesellschafterversammlung gewählten Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Prüfung des Jahresabschlusses der OSRAM GmbH für das Geschäftsjahr 2018.

In der Sitzung vom 25.09.2018 beschloss der Aufsichtsrat die Verlängerung der Bestellung von Herrn Dr. Kampmann und Herrn Ingo Bank als Mitglieder der Geschäftsführung. Die Bestellung von Herrn Dr. Kampmann wurde mit Wirkung vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2024, jene von Herrn Bank mit Wirkung zum 01.09.2019 bis zum 31.08.2024 verlängert. Ferner wurden die Anstellungsverträge entsprechend verlängert und die Geschäftsverteilung in der Geschäftsführung ab dem 01.10.2018 neu festgelegt.

Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, (Ernst & Young) hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der OSRAM GmbH für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der nach handelsrechtlichen Grundsätzen aufzustellende Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen und sind in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Sitzung vom 03.12.2018 ausführlich besprochen worden.

An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand. Er unterrichtete den Aufsichtsrat darüber, dass keine wesentlichen Mängel und Schwachstellen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 hat Herr Dr. Werner Brandt sein Amt als Aufsichtsratsmitglied niedergelegt. Die Gesellschafterversammlung hat am 20.02.2018 Herrn Peter Bauer, Herrn Dr. Roland Busch, Frau Dr. Christine Bortenlänger, Herrn Prof. Dr. Lothar Frey, Frau Dr. Margarete Haase und Herrn Frank H. Lakerveld zu Mitgliedern der Anteilseigner im Aufsichtsrat gewählt. Am gleichen Tage wurde auch die Wahl von Herrn Manfred Bittner, Frau Christine Hufnagel, Herrn Michael Knuth, Herrn Werner Leyer, Frau Irene Schulz und Herrn Thomas Wetzel zu Mitgliedern des Aufsichtsrats als Vertreter der Arbeitnehmer wirksam. Die neue Amtsperiode der Aufsichtsratsmitglieder endet mit der Gesellschafterversammlung, die über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021/22 beschließt.

Mit Wirkung zum 20.02.2018 sind die Herren Dr. Claus Allgeier und Alexander Müller als Vertreter der Arbeitnehmer aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Allgeier und Herrn Müller herzlich für ihr wertvolles Engagement im Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat trauert um Herrn Prof. Dr. Lothar Frey, der dem Gremium als Vertreter der Anteilseigner seit dem 05.07.2013 angehörte und der am 24.06.2018 plötzlich und unerwartet verstorben ist. Der Aufsichtsrat gedenkt Herrn Prof. Dr. Frey in großer Dankbarkeit für seine langjährige, hoch engagierte Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gesellschaft.

In Nachfolge von Herrn Prof. Dr. Frey hat die Gesellschafterversammlung Herrn Arunjai Mittal mit Wirkung zum 31.08.2018 für die verbliebene Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Frey zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitsnehmervertretungen für ihren großen Einsatz im Geschäftsjahr 2018.

 

München, den 03.12.2018

Für den Aufsichtsrat

Peter Bauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der OSRAM GmbH

Schriftlicher Gesellschafterbeschluss

der OSRAM GmbH

mit Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 201526 (die "Gesellschaft").

Die OSRAM Licht AG mit Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 199675, und die OSRAM Beteiligungen GmbH mit Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 199970, beschließen als einzige Gesellschafter der Gesellschaft unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Form- und Fristvorschriften über die Einberufung, Ankündigung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung sowie für die Beschlussfassung auf dieser hiermit einstimmig und ohne Stimmenthaltung, was folgt:

1. Der durch die Geschäftsführung am 19.11.2018 aufgestellte und durch den Aufsichtsrat am 03.12.2018 gebilligte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30.09.2018 wird festgestellt.

Die Bilanzsumme der festgestellten Bilanz beträgt EUR 5.106.794.904,76

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres zum 30.09.2018 beträgt EUR 156.395.415,92

2. Der Bilanzgewinn wird i.H.v. EUR 150.000.000,00 ausgeschüttet. Die Ausschüttung erfolgt an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung am Stammkapital der Gesellschaft, also an die OSRAM Licht AG i.H.v. EUR 59.550.000.00 und an die OSRAM Beteiligungen GmbH i.H.v. EUR 90.450.000.00.

Der Betrag der Ausschüttung wird unmittelbar nach dieser Beschlussfassung an die Gesellschafter ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt über das OSRAM Company Clearing (OCC).

3. Der restliche Bilanzgewinn i.H.v. EUR 6.395.415,92 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

4. Den im Geschäftsjahr 2017/2018 amtierenden Mitgliedern der Geschäftsführung wird für diesen Zeitraum Entlastung erteilt.

5. Den im Geschäftsjahr 2017/2018 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für diesen Zeitraum Entlastung erteilt.

6. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2019 gewählt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

München, den 18. Januar 2019

OSRAM Licht AG
OSRAM Beteiligungen GmbH

ppa. Dr. Ulrich Müller

ppa. Dr. Kai Rossig

ppa. Dr. Michael Hölzl

ppa. Dr. Nicolaus Ehinger

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