BAG electronics GmbHLiquidiert

Marcel-Breuer-Straße 6, 80807 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 2033
Eingetragen
18.3.2002
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Lampen und Leuchten
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von elektronischen Bauelementen, insbesondere solche für lichttechnische Anwendungen und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte, Maßnahmen und Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Hartmut Dr. Billy
seit 8.10.2020
Geschäftsführer
Petra Dietz
seit 12.8.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
60.28%
39.72%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TRILUX International Holding B.V.
Netherlands
2.100.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

BAG electronics GmbH

Arnsberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2018 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 391.989,00 467.391,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 123.195,50
391.989,00 590.586,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 26.161,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.937,00 49.632,00
34.937,00 75.793,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.526.211,96 0,00
6.953.137,96 666.379,50
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 2.501.462,76 5.324.381,41
2. Geleistete Anzahlungen 1.561.779,41 1.987.824,84
4.063.242,17 7.312.206,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.846.811,25 1.611.263,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.102.266,52 3.097.722,65
3. Sonstige Vermögensgegenstände 367.529,91 567.609,70
8.316.607,68 5.276.595,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 555.879,21 30.188,29
12.935.729,06 12.618.989,98
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 15.280,85 105.447,94
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 900.000,00
19.904.147,87 14.290.817,42

PASSIVA

31.12.2018 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.000.000,00
II. Kapitarücklage 13.929.075,74 0,00
III. Gewinnvortrag 1.561.528,84 892.266,70
IV. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -1.636.224,00 669.262,14
15.954.380,58 3.561.528,84
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 1.031.080,00 917.143,00
2. Sonstige Rückstellungen 570.589,67 677.094,38
1.601.669,67 1.594.237,38
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.734.573,09 824.877,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 531.090,47 8.180.645,76
3. Sonstige Verbindlichkeiten 82.434,06 129.528.19
- davon aus Steuern: EUR 51.942,48 (Vorjahr: EUR 101.713,81 )
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 483,14 (Vorjahr: EUR 438,93) 2.348.097,62 9.135.051,20
19.904.147,87 14.290.817,42

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

(Vorjahr zum Vergleich)

2018 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 28.327.953,60 37.837.149,48
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.323.561,21 933.705,31
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Waren -20.318.590,21 -28.249.155,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -121.751,17 -138.068,42
-20.440.341,38 -28.387.223,93
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.976.936,06 -3.003.294,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -528.168,47 -490.859,81
- davon für Altersversorgung EUR 86.044,54 (Vj. EUR 25.684,64)
-3.505.104,53 -3.494.154,66
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -227.579,35 -246.869,25
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -1.545.566,00 0,00
-1.773.145,35 -246.869,25
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.358.356,88 -5.411.476,60
7. Betriebsergebnis -425.433,33 1.231.130,35
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.283,07 91,58
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -115.338,39 -554.205,13
- davon an verbundene Unternehmen EUR 5.179,23 (Vorjahr: EUR 468.214,38)
- davon aus Aufzinsung EUR 109.269,00 (Vj. EUR 85.857,40)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -933.171,70 0,00
- davon aus latenten Steuern EUR 900.000,00 (Vj. EUR 0,00)
11. Ergebnis nach Steuern -1.460.660,35 677.016,80
12. Sonstige Steuern -175.563,65 -7.754,66
13. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -1.636.224,00 669.262,14

ANHANG

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 der BAG electronics GmbH ist nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des "Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes" (BilRUG) aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem sog. Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). Die BAG electronics GmbH hat ihren Sitz in der Möhnestraße 53 in 59755 Arnsberg (vormals: Kleinbahnstraße 27 in 59759 Arnsberg) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Arnsberg (HRB 2033). Die Gesellschaft hat im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 die Bewertungsgrundlagen der Vorräte an die Konzernrichtlinie im OSRAM-Konzern angepasst. Unter Anwendung der konzerneinheitlichen Abschläge betrug die Abwertung auf die Vorräte 1,3 Mio. EUR.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 bzw. in 2009 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstbeträgen degressiv abgeschrieben.

Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis Euro 249 werden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben, solche mit Anschaffungskosten von Euro 250 bis Euro 1.000 werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren bzw. zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren Wert bewertet. Bestandsrisiken werden durch eine angemessene Abwertung (Reichweitenabschlag) berücksichtigt Risiken, die sich aus gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. Verkaufspreisen ergeben, wird durch eine verlustfreie Bewertung Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wird für das allgemeine Kreditrisiko eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen gebildet.

Fällige Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich werden saldiert dargestellt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Berechnung latenter Steuern erfolgt gemäß dem bilanzorientierten Konzept nach § 274 HGB. Temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden berücksichtigt, permanente Differenzen hingegen bleiben unberücksichtigt. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Sich ergebende Steuerbe- und Steuerentlastungen werden miteinander verrechnet und nur der Überhang wird angesetzt. Die Ermittlung der sich insgesamt ergebenden latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Körperschaftsteuersatzes inklusive Solidaritätszuschlag und eines Gewerbesteuersatzes von insgesamt 32,44%.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeit werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Sämtliche Fremdwährungsposten haben zum Stichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir von jährlichen Anpassungen von 2,0 % (Vj. 2,0 %) bei den Renten aus. Eine jährliche Anpassung bei den Entgelten entfällt aufgrund der Ausgestaltung der Pensionszusagen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf 3,21 % (Vj. 3,68 %). Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für die Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der Unterschiedsbetrag hieraus beträgt Euro 166.791. In den Jahren 2010 bis 2017 wurde 1/15 (Euro 9.072) der Pensionsrückstellung zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand gemäß Artikel 75 Abs. 5 ausgewiesen. Der noch ausstehende Unterschiedsbetrag von Euro 63.500 wurde im Geschäftsjahr in voller Höhe zugeführt.

Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB n.F. in Höhe von Euro 166.791.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB)

Derivative Finanzgeschäfte (Devisenoptionsgeschäfte) werden als Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanz- und Grundgeschäft besteht. Das Ergebnis aus dem zur Währungssicherung abgeschlossenen Kontrakt wird in diesen Fällen erst bei Fälligkeit ausgewiesen.

Finanzgeschäfte (Devisenoptions- und Devisentermingeschäfte), für die keine Bewertungseinheit gebildet wird, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

III. Erläuterungen einzelner Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt (Anlage 3A)

Vorräte

Der Vorratsbestand konnte um rund 3,2 Mio. EUR auf nun mehr 4,1 Mio. EUR (Vj. 7,3 Mio. EUR) reduziert werden. Dies resultiert im Wesentlichen aus der höheren Wertberichtigung sowie einer geänderten operativen Abwicklung der Lieferungen und Leistungen mit dem Lieferwerk in Manila.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 3.098). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen wie im Vorjahr 3,1 Mio. EUR.

Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen mit TEUR 249 (Vj. TEUR 238) auf eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Aktive latente Steuern

Steuerlatenzen, die zur Bildung eines entsprechenden Aktivpostens führen, ergeben sich aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen sowie aus Wertdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz hinsichtlich einzelner Rückstellungen. Die aus Fremdwährungsumrechnung resultierenden passiven latenten Steuern werden mit den aktiven latenten Steuern saldiert. Auf Basis einer 5-jährigen Steuerplanung wurden die Verlustvorträge hinsichtlich ihrer Nutzungsmöglichkeit untersucht und nach Konzernvorgabe in voller Höhe abgeschrieben.

Eigenkapital

Die Gesellschaft hat das Stammkapital um 100.000,00 EUR durch Einlage sämtlicher Anteile an der BAG electronics Inc. mit Sitz in Mamplasan, Binan City, Laguna (Philippinen), erhöht. Der den Nennbetrag übersteigende Anteil wurde der Kapitalrücklage zugeführt.

Die Kapitalrücklage wurde außerdem um den von der damaligen Gesellschafterin, der TRILUX International Holding B.V., Amersfoort (Niederlande), ausgesprochenen Forderungsverzicht erhöht.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich in Höhe von TEUR 571 (Vj. TEUR 677) gebildet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 533.

Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin bestehen zum Geschäftsjahresende nicht (Vj. TEUR 16).

Verbindlichkeitenspiegel

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre über 5 Jahre gesamt
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.734.573,09 0,00 0,00 1.734.573,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 531.090,47 0,00 0,00 531.090,47
3. sonstige Verbindlichkeiten 82.434,06 0,00 0,00 82.434,06
2.348.097,62 0,00 2.348.097,62

Im Vorjahr waren Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.135 bilanziert.

IV. Erläuterung einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betragen insgesamt TEUR 28.328 (Vj. TEUR 37.837). Davon entfallen TEUR 15.697 auf das Inland und TEUR 12.631 auf das Ausland.

Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vorjahresvergleich leicht gesunken und betragen insgesamt TEUR 122 (Vj. TEUR 138).

Abschreibung

Die Abschreibung auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 1.546 (Vj. TEUR 0) resultiert aus einer erhöhten Wertberichtigung der Vorräte im Bereich auslaufender Produkttechnologien.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich gesunken und betragen insgesamt TEUR 4.358 (Vj. TEUR 5.411). Dies ist im Wesentlichen auf geringere Kursverluste zurückzuführen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Veränderung der Abzinsung der Pensionsrückstellungen über TEUR 109 (Vj. TEUR 86) enthalten.

Zinserträge in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 0) stammen aus Finanzforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Latente Steuern

Die latenten Steuern in Höhe von TEUR 900 (Vj. TEUR 0) wurden im Geschäftsjahr in voller Höhe aufgelöst.

V. Sonstige Angaben

Anteilsbesitzliste

Die Gesellschaft hält 100% Anteile an der BAG electronics Inc. mit Sitz in Mamplasan, Binan City, Laguna, (Philippinen). Das Eigenkapital der Gesellschaft lautet auf Philippinische Pesos und beträgt zum 31.12.2018 umgerechnet in TEUR 6.200. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 beträgt umgerechnet TEUR -2.500.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2018 besteht keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen und Leasingverträgen und haben folgende Jahresbeträge:

2019 2020-2021 ab 2022
TEUR TEUR TEUR
Mietverhältnisse 100 201 20
Leasingverhältnisse 57 52 0

Das Mietverhältnis der Büroräume läuft bis zum 31. Dezember 2021. Das Mietverhältnis der Lagerfläche wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von 48 Monaten.

Abschlussprüferhonorar

Die Angabe der Abschlussprüferhonorare wurde gemäß § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB zulässigerweise unterlassen.

Die im Gesetz formulierten Angaben sind im Konzernabschluss der OSRAM Licht AG, München, enthalten.

Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Währungsrisiken. Sie decken die zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsgeschäfte (Grundgeschäfte) ab. Verträge bestehen nur mit renommierten Finanzinstituten.

Die Nominal- und Marktwerte am Bilanzstichtag:

Nominalvolumen 31.12.2018 Marktwerte 31.12.2018
TEUR TEUR
Devisentermingeschäfte -1.234 -14

Geschäftsführung der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Jahr 2018:

Herr Dirk Politowski, kaufmännischer Geschäftsführer, Hemer

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen mit sich selbst Geschäfte abzuschließen befreit (§ 181 BGB). Wegen der Bezüge wird auf § 286 Absatz 4 HGB verwiesen.

Beschäftigte

Durchschnittlich beschäftigt waren: 36 Mitarbeiter

  Konsolidierungskreis

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der OSRAM Licht AG, München, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht. Der Konzernabschluss ist bei der OSRAM Licht AG an deren Sitz in München erhältlich.

VI. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres hat es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung gegeben.

VII. Ergebnisverwendung

Die Gesellschafter beabsichtigen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Arnsberg, den 31.05.2019

BAG electronics GmbH

Dirk Politowski

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

Anschaffungskosten
01.01.2018 Zugänge Umbuchung Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 2.244.907,22 50.046,85 123.195,50 480.415,59 1.937.733,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 123.195,50 0,00 -123.195,50 0,00 0,00
2.468.102,72 50.046,85 0,00 480.415,59 2.037.733,98
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 298.443,70 0,00 0,00 298.443,70 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.888,31 18.738,16 0,00 242.650,97 370.975,50
893.332,01 18.738,16 0,00 541.094,67 370.975,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 6.526.211,96 0,00 0,00 6.526.211,96
3.361.434,73 6.594.996,97 0,00 1.021.510,26 9.934.921,44
Abschreibungen
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 1.777.516,22 194.557,19 426.328,43 1.545.744,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.877.516,22 194.557,19 426.328,43 1.645.744,98
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 272.282,70 17.330,00 289.612,70 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 545.256,31 15.692,16 224.909,97 336.038,50
817.539,01 33.022,16 514.522,67 336.038,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 6.526.211,96
2.695.055,23 227.579,35 940.851,10 8.507.995,44
Restbuchwert
31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 391.989,00 467.391,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 123.195,50
391.989,00 590.586,50
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 26.161,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.937,00 49.632,00
34.937,00 75.793,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.526.211,96 0,00
6.953.137,96 666.379,50

Lagebericht der BAG electronics GmbH für das Geschäftsjahr 2018

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die BAG electronics GmbH (BAG) mit Sitz in Arnsberg ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der OSRAM GmbH mit Sitz in München, Deutschland.

Die BAG hält wiederum 100% der Anteile der BAG electronics, Inc. mit Sitz in Mamplasan, Binan City, Laguna, Philippinen.

Die BAG ist ein Komplettanbieter für Beleuchtungselektronik der LED Technologie. Neben den LED Modulen werden auch schaltbare und dimmbare Betriebsgeräte sowie Komponenten zur Lichtsteuerung angeboten. Der Fokus der Vertriebsaktivitäten liegt auf Key Accounts wie der TRILUX-Gruppe, sowie auf kleinen und mittelgroßen Unternehmen der Lichtindustrie.

Tätigkeitsgebiet der BAG innerhalb der OSRAM-Gruppe ist im Wesentlichen die Spezifizierung, Produktion, Vermarktung und der Vertrieb von elektronischen Bauelementen und Baugruppen für OEM-Kunden, insbesondere für lichttechnische Anwendungen. Die Entwicklungsleistung wird hierbei in Kooperation mit externen Dienstleistern erbracht. Der Geschäftsbetrieb umfasst alle in diesem Zusammenhang stehenden Aufgaben.

2. Ziele und Strategien

Neben den bekannten Themen wie "Human Centric Lighting (HCL) und Connectivity rücken Interessen der "Digitalisierung" immer stärker in den Vordergrund der Lichtindustrie.

Megatrends prägen hierbei die Industrie. Der Fokus liegt auf reduzierten Mengen durch längere Lebensdauer der verwendeten Komponenten, abflachender Bedarf bei Komponenten durch einen hohen Grad der LED Transformation, hoher preislicher Druck durch Anbieter aus Asien sowie offene Fragen zur Definition von zukünftigen Geschäftsmodellen innerhalb der Industrie.

Der Wandel zum Vertrieb von Services wird weiterhin ein prägendes Element der Leuchtenindustrie sein.

Sowohl eigene innovative und effiziente Neuentwicklungen als auch Entwicklungen mit strategischen Partnern werden sich kurz- bis mittelfristig mit positiven Ergebnissen widerspiegeln. Dabei geht es zum einen um die aktuellen Entwicklungsfelder als auch um Zukunftsthemen, die sich in den nächsten Jahren verstärkt weiterentwickeln.

Hierbei ist speziell das Thema der intelligenten Betriebsgeräte (DALI mit Datenspeicherung und Verarbeitung oder Bluetooth Anwendungen) in den Vordergrund zu rücken, da immer größere Anforderungen von den Anwendern an die Monitoring- und Steuerungsfunktionen gestellt werden.

Neben den intelligenten Systemen werden immer noch einfache Lösungen gefordert, wobei die Herausforderung darin liegt, die Kundenanforderungen durch geeignete Plattformen zu bedienen.

Während der letzten Light & Building im März 2018 durfte die BAG die Integration in die OSRAM-Gruppe bekanntgeben. Neue Produktideen wurden gezeigt und die Vorbereitung der nächsten Messe Light & Building im Jahr 2020 hat bereits begonnen.

Zu dieser Messe wird sich die BAG mit folgenden Stärken zeigen:

Kundenspezifische Lösungen (LED Module und Treiber) für kleine und mittelgroße Projekte.

Komponenten für Leuchtenprojekte (e2e = "end to end") als Unterstützung des Projekt-Vertriebes.

Komponenten für den "non Luminaire" Bereich (z.B. Haushaltsgeräte).

Die Aktivitäten der Vertriebsabteilungen der beiden Marken werden im Jahr 2019 zusammengelegt und neu strukturiert (one face to the customer). Dadurch soll eine effizientere Vertriebsbearbeitung gewährleistet werden.

Auch die Messe Light & Building 2020 wird bereits in dieser Konstellation geplant.

3. Forschung und Entwicklung

Die seitens externer Partner erbrachten Entwicklungsleistungen konzentrieren sich aufgrund veränderter Anforderungen in der Lichtbranche (Stichpunkt: Digitalisierung) auf intelligente elektronische Betriebsgeräte für die Beleuchtungsindustrie, Module und Komponenten für LED - Anwendungen sowie insbesondere auf die Konzeption und Realisierung intelligenter Plattformen. Die Relevanz von Software hat enorm zugenommen, sodass alle vorhandenen und neu geplanten Module unter der neuen Software-Plattform "Exeliqo" zusammengefasst werden. Anwender können somit die selbe Plattform der Software von der Leuchtenmontage, über die Inbetriebnahme des Projektes bis hin zur Wartung der Anlage nutzen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland hat der bereits seit neun Jahren anhaltende Aufschwung zuletzt an Dynamik eingebüßt. Hierfür sind zum einen ungünstigere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen und erhebliche produktionsseitige Probleme in der Automobilindustrie verantwortlich. Zum anderen sorgen Kapazitätsengpässe für einen Rückgang des Expansionstempos in Richtung des Potenzialwachstums.

Die Anzeichen für eine gesamtwirtschaftliche Überauslastung haben weiter zugenommen. In vielen Bereichen ist ein ausgeprägter Arbeitskräfteengpass feststellbar. Zudem haben die Lohn und Verbraucherpreisentwicklung angezogen.

In der Folge hat sich die im Vorjahr prognostizierte positive Trendfortführung für 2018 nicht realisiert.

Das Wachstumstempo wird voraussichtlich abnehmen und sich schrittweise dem Potenzialwachstum annähern. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt, dass sich der Beschäftigungsanstieg verlangsamen dürfte. Die Zuwanderung nimmt bereits jetzt ab, und die verbleibenden Erwerbspotenziale in der deutschen Bevölkerung sind begrenzt.

Der aktuelle Aufschwung ruhte bislang auf einem vergleichsweise breiten Fundament. Eine Berechnung der importbereinigten Wachstumsbeiträge zeigt aber, dass die Bedeutung der Exporte nach wie vor hoch ist. Vor diesem Hintergrund bergen der ungelöste Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten, die Turbulenzen in einzelnen Schwellenländern, der bevorstehende Brexit und die politische Unsicherheit im Euro-Raum in Kombination ein erhebliches Risiko für die zukünftige Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft. Im Vergleich zum Jahresgutachten 2017 haben sich die Risiken merklich erhöht.

Im Lichtmarkt sind auch deutliche Signale einer Marktabschwächung zu erkennen:

Diese Veränderungen der Nachfrage macht das genaue verfolgen der Markttrends erforderlich, um das Produkt-Portfolio entsprechend anpassen zu können.

Neben der gezeigten Abschwächung der Gesamtnachfrage steigt auch noch der Anteil der importierten Leuchten aus Asien, was eine zusätzliche Reduzierung der Komponenten in Europa nach sich zieht.

2. Geschäftsverlauf

Die in den Vorjahren umgesetzte Umstellung auf LED Technologie konnte durch die am Markt erkennbare Nachfrage bestätigt werden. Momentan sind noch Restbestände der früher angebotenen Technik für Leuchtstofflampen auf Lager, was aber durch Abverkaufsmaßnahmen veräußert werden soll.

Im Vergleich zum Jahr 2017 konnten die Projektgeschäfte mit dem Hauptkunden TRILUX nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Auch die größer werdende Konkurrenz aus Asien für Leuchten hat den Umsatz mit TRILUX sinken lassen.

In Regionen wie Ost-Europa, Skandinavien und England konnten ebenfalls die Umsätze aus 2017 nicht konstant gehalten werden.

Mit Schlüsselkunden in Deutschland oder Polen konnten durch spezielle Sets aus LED Modulen und dazugehörigen Treibern interessante Projekte realisiert werden.

Die Entwicklungskapazitäten beim externen Partner wurden zu 100 % in die Entwicklung neuer Produkte im Bereich LED (Hard- und Software) eingesetzt.

Durch veränderte Abwicklung der Geschäfte mit dem Hauptkunden TRILUX, konnte das "Natural Hedging" nicht weiter fortgeführt werden, da zum 01.07.2018 die Preisstellung auf EUR umgestellt wurde. Dies hatte einen negativen Margeneffekt zur Folge.

3. Ertragslage

Die Umsätze betragen im Geschäftsjahr 28.328 TEUR (Vj. 37.837 TEUR).

Die Produktnachfrage in einigen Bereichen blieb hinter den Erwartungen zurück, wobei sich der Preisverfall in den alten Produkttechnologien weiter fortgesetzt hat. Damit konnte die für 2018 erwartete Umsatzsteigerung nicht realisiert werden.

Durch die 100%-Übernahme der BAG durch den OSRAM-Konzern wurden einige Eröffnungsbuchungen nach OSRAM Vorgabe durchgeführt. Diese Buchungen, im Wesentlichen: erhöhte Wertberichtigung der Vorräte und Anpassung der Gewährleistungsrückstellung belasten das Betriebsergebnis um 1,32 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf -102 TEUR (Vj. -554 TEUR). Diese erfreuliche Entwicklung ist auf den Wegfall gruppeninterner Finanzierungen und damit verbunden einem Rückgang der Zinslast in Höhe von knapp 460 TEUR zurückzuführen.

Der Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen beträgt, bedingt durch den von der Deutschen Bundesbank für die Restlaufzeit ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, 109 TEUR (Vj. 86 TEUR). Im Steueraufwand befinden sich im Berichtsjahr unter anderem Sondereffekte aus der Auflösung aktiver latenter Steuern in Höhe von 900 TEUR (Vj. 0 TEUR).

Im Geschäftsjahr fallen keine Steuern vom Einkommen und Ertrag an, da im Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.636 TEUR angefallen ist.

4. Finanz- und Vermögenslage

Auf der Vermögensseite überwiegt das kurz- und mittelfristig gebundene Vermögen mit rund 13,0 Mio. EUR (Vj. 14,2 Mio. EUR) das langfristig gebundene Vermögen von 7,0 Mio. EUR (Vj. 666 TEUR).

Die Vorräte konnten um rund 3,2 Mio. EUR auf nun mehr 4,1 Mio. EUR (Vj. 7,3 Mio. EUR) reduziert werden. Dies resultiert im Wesentlichen aus der geänderten operativen Abwicklung der Lieferungen und Leistungen mit dem Lieferwerk in Manila und zusätzlich aus der höheren Wertberichtigung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 3,2 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR).

Durch die Einbringung der Gesellschaft BAG electronics, Inc. in Manila und der Ablösung des TRILUX-Konzerndarlehens durch OSRAM stieg die Eigenkapitalquote von 24,0% auf 80,1%.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird innerhalb der OSRAM-Gruppe sichergestellt.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft betrugen zum Ende des Berichtsjahres 556 TEUR (Vj. 30 TEUR).

Investitionen sind in die Erweiterung der Betriebsgerätesoftware sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung geflossen.

5. Gesamtaussage

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 unter Bezugnahme der gesamtwirtschaftlichen Situation als stabil zu bewerten, bleibt aber unter den im Vorjahr formulierten Erwartungen.

6. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Bei der BAG wurden 2018 im Jahresmittel 36 Mitarbeiter (Vj. 39 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der notwendigen Anpassung zum Geschäftsverlauf.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Der deutschen Wirtschaft droht Ökonomen zufolge ein schwaches Jahr 2019. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte dann nur noch um 1,2 Prozent wachsen und damit so langsam wie seit 2013 nicht mehr, sagen sowohl das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) als auch die Commerzbank-Volkswirte voraus. 2017 hatte es noch zu 2,2 Prozent gereicht und im Jahr 2018 wurden noch 1,5 erreicht. Die Bundesregierung rechnet sowohl für dieses als auch für nächstes Jahr mit 1,8 Prozent. "International droht weiterhin Ungemach: Der bestehende Handelskonflikt, den die USA befeuern, und der mögliche Brexit bremsen die deutsche Konjunktur", sagten Experten, was die Aussichten für 2019 trübt.

Für das Geschäftsjahr 2019 ist nach unserer Einschätzung für die BAG mit einer positiven Geschäftsentwicklung zu rechnen. Das Hauptaugenmerk richtet sich komplett auf die Umstrukturierung des Unternehmens mit den veränderten Kernaufgaben im OSRAM-Konzern.

Basierend auf der innovationsgetriebenen Strategie und der veränderten Vertriebsstruktur werden sich die Umsätze positiv im einstelligen Prozentbereich entwickeln.

2. Chancenbericht

Durch die Neupositionierung der BAG im Verbund der OSRAM-Gruppe wird eine bessere Produktabdeckung im Markt und damit ein vereinfachter Zugang beim Kunden gewährleistet. Auf diese Weise erhöhen wir zusätzlich die Vertriebspräsenz im Markt unter der Dachmarke OSRAM.

Das Geschäft mit der TRILUX-Gruppe bietet zusätzliches Potential durch den Technologiewandel. Der LED Anteil der TRILUX-Gruppe im Kernmarkt DACH ist führend im Markt. Dies wird sich ebenfalls positiv für die BAG auswirken, wobei der Anteil der OSRAM Betriebsgeräte maßgeblich steigen wird.

3. Risikobericht

Insbesondere die Auswirkung der Währungskursentwicklung EUR zu USD wird eine der größten Herausforderungen in einem durch USD geprägten Beschaffungsmarkt bleiben.

Die kurzfristige Finanzierung der Gesellschaft wird über die OSRAM-Gruppe abgesichert. Hierzu stehen entsprechende Finanzierungen über externe Kreditinstitute zur Verfügung.

Die Aufrechterhaltung des bestehenden Finanzierungsrahmens ist somit gesichert und bleibt notwendige Voraussetzung für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung der BAG.

Dem Bestandsrisiko wird durch stetige Bewertung und Vornahme angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Unsere Produkte sind nach den aktuell gültigen technischen und qualitativen Regeln entwickelt, produziert und zu 100% endgeprüft.

Produkthaftungsrisiken sind damit minimiert. Das Restrisiko wird durch eine gruppenweite Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt.

Für mögliche Forderungsausfälle sind Wertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet. Diese werden regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst.

Risiken hinsichtlich der Ergebnisentwicklung 2019 verbergen sich weiterhin in den Unsicherheiten des Technologiewandels, sowie in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

4. Einschätzung des Management zu Gesamtrisiken und Chancen

Im Rahmen eines teilstandardisierten Prozesses werden alle Chancen und Risiken im Management regelmäßig beobachtet. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten, der potentiellen finanziellen Auswirkungen und angesichts der gegenwärtigen Geschäftsaussichten erwartet das Management keine substantiellen Gefährdungen der Unternehmensfortführung.

D. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzierungsinstrumenten

Die Finanzmarktrisiken werden regelmäßig intern überwacht und durch geeignete USD-Zukäufe abgesichert. Diese Absicherung erfolgt nach interner OSRAM-Konzern Vorgabe.

 

Arnsberg, den 31. Mai 2019

BAG electronics GmbH

Dirk Politowski

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BAG electronics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BAG electronics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAG electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und  

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.  

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 31. Mai 2019

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Alexander Karthaus, Wirtschaftsprüfer

Corinna Kaufhold, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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