maincubes BER01 services GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Gerard Murphy seit 28.1.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Ferdinand Steffens seit 13.1.2025 | Geschäftsführer |
Oliver Menzel seit 9.1.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
DIV II Matrix Co-Invest SCSp | 25.49% |
DIV II Matrix Co-Invest II SCSp | 23.74% |
Digital Infrastructure Vehicle II SCSp SICAV-RAIF | 3.98% |
| 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mainCubes One GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Gesellschaft zu behandeln. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 6.182 (Vorjahr: TEUR 5.784) aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus Darlehen einschließlich Zinsen gegenüber der maincubes Holding & Service GmbH, Frankfurt am Main, i. H. v. TEUR 10.004 (Vorjahr: TEUR 34.871) aus. Die maincubes Holding & Service GmbH hat über den Betrag von TEUR 10.004 (Vorjahr: TEUR 33.695) einen Rangrücktritt erklärt. Aufgrund der bestehenden Rangrücktritte sowie der mittel- bis langfristigen Unternehmensplanung ist eine Überschuldung im Sinne des § 19 der Insolvenzordnung nicht gegeben. 2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und BewertungDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Von größenabhängigen Erleichterungen hat die Gesellschaft teilweise Gebrauch gemacht. In Anwendung der Regelungen des § 42 Abs. 3 GmbHG und des § 265 Abs. 5 HGB wurde zum Zwecke der Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz der Posten "Verbindlichkeiten" durch "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" weitergehend untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethodena) AllgemeinesDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. b) AnlagevermögenSachanlagenDie Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren), bewertet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Abgang wird nach 7 Jahren unterstellt. c) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Fremdwährungsforderungen liegen nicht vor. d) Liquide MittelDie liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. e) RückstellungenDie Rückstellungen sind unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. f) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. 4. Angaben zur Bilanza) AnlagevermögenZur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage 1 zum Anhang). b) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIm Vorjahr entfielen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 25.903 auf eine Darlehensgewährung inklusive Zinsen sowie in Höhe von TEUR 3.177 auf Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 521) noch nicht fällig. c) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.488 (Vorjahr: TEUR 59) entfallen mit TEUR 1.323 (Vorjahr: TEUR 0) im Wesentlichen auf noch nicht abgerechnete Gutschriften, die im Zusammenhang mit der Strompreisbremse noch an die Kunden weitergegeben werden müssen. d) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 1.134). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen erhaltene Darlehen einschl. Zinsen in Höhe von TEUR 10.004 (Vorjahr: TEUR 34.871) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 0). Bei den Verbindlichkeiten ergeben sich die Restlaufzeiten und Besicherungen aus dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. 5. Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie am 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus folgenden Rechtsverhältnissen:
b) Angaben zu MitarbeiternDie durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2023 betrug 0 (Vorjahr: 25) Angestellte.
Frankfurt am Main, den 22. August 2024 gez. Arne Weber, Geschäftsführer gez. Oliver Menzel, Geschäftsführer gez. Albrecht Kraas, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Wirtschaftsbericht1.1 RahmenbedingungenIm Geschäftsjahr 2023 ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung wesentliche Veränderungen in den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen:
Dies führte u. a. zu einer Erhöhung der Energiepreise und aufgrund der Inflation zu einer Erhöhung der Einkaufspreise insgesamt. Wachstum GesamtwirtschaftLaut Internationalem Währungsfonds (IWF, "World Economic Outlook" vom 31. Januar 2024) wird das Wachstum der Weltwirtschaft 2023 3,1 % betragen, was einem Rückgang ggü. 2022 (3,4 %) entspricht. Für 2024 wird ein Wachstum von 3,2 % erwartet. In Deutschland (2023: -0,3 %) als auch im gesamten EURO-Raum (2023: 0,5 %) wird ein leichter Anstieg der Wachstumsraten für 2024 ggü. dem Vorjahr erwartet. Wachstum Data Center MarktDurch fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen wird der Datenverkehr weltweit weiter deutlich steigen; so wird 2025 eine nahezu Verdreifachung des Datenverkehrs ggü. 2020 erwartet (s. Statista 2023). Ein Großteil des Datenverkehrs wird über Data Center abgewickelt. Hier nimmt Europa mit einem Marktanteil von 29 % an dem weltweiten Colocation-Angebot eine wichtige Rolle ein (s. ArtInvest Data Center Report Dez 2022), wobei die sog. FLAP-Städte (Frankfurt, London, Amsterdam und Paris) mit einem Anteil von knapp 60 % am europäischen Colocation-Angebot führend sind. Die Größe des Rechenzentrumsmarkts wird im Jahr 2024 auf 45,30 Tausend MW geschätzt und soll bis 2029 71,98 Tausend MW erreichen, was einem jährlichen Wachstum von 9,70 % im Prognosezeitraum (2024-2029) entspricht. Rechtliche RahmenbedingungenDer rechtliche Rahmen für die Geschäftstätigkeit der maincubes blieb im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr aus Sicht der Gesellschaft unverändert. 1.2 Wesentliche Ereignisse des GeschäftsjahresFür das Geschäftsjahr 2023 sind keine wesentlichen Ereignisse zu berichten. KundenverträgeDas Rechenzentrum FRA01 ist komplett ausverkauft. 1.3 Geschäftsentwicklung und ErtragslageGeschäftsverlaufDie wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:
Auf der Grundlage vorläufiger Vorjahreszahlen hatten wir die Aufwendungen und Erträge für das Geschäftsjahr 2024 vorsichtig geplant. Zu diesen Planzahlen haben sich bislang nur geringe Abweichungen ergeben. Im Jahresüberschuss 2022 spiegelt sich der Verkauf der Beteiligung der holländischen Gesellschaft materiell wider. Der Plan 2024 zeigt reduzierte Umsatzerlöse basierend auf niedrigeren Stromerlösen aufgrund von reduzierter Stromkosten. Sonstige betriebliche Erlöse sind nicht geplant. Aufgrund der langfristigen Serviceverträge mit unseren Kunden sind unsere Umsätze gut zu planen und alle, auch zukünftigen, Kapazitäten sind bereits verkauft. Im Aufwandsbereich verzeichnen die Mietaufwendungen gegenüber unserem Vermieter KDCR den größten Anteil. Im Rahmen eines Sale und Lease back Vertrages sind wir hier langfristig bis in das Jahr 2033 gebunden. 1.4 VermögenslageDas Sachanlagevermögen der Gesellschaft setzt sich im Wesentlichen aus Stromschienen und -verteilern zusammen, die im Rahmen der Nutzung von Rechenzentren benötigt werden. Weiterhin befinden sich im Sachanlagevermögen der Gesellschaft auch sogenannte Racks und Kaltgangeinhausungen, die für den Netzanschluss bzw. für die optimale Kühlung von Rechenzentren gebraucht werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 2023 TEUR 3.380 (Vorjahr: TEUR 2.931). Es bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 29.080). Dieser Rückgang resultiert aus der Umstrukturierung der maincubes-Gruppe und der damit übernommenen Darlehensforderungen durch die maincubes Holding & Service GmbH. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 6.182 (Vorjahr: TEUR 5.784) aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Zur Vermeidung der Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit hat die Gesellschafterin maincubes Holding & Service GmbH, Frankfurt am Main, für ihre Darlehensforderungen nebst Zinsen einen Rangrücktritt in Höhe von TEUR 10.004 gegenüber allen anderen Gläubigern der Gesellschaft ausgesprochen. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Stichtag TEUR 1.488 (Vorjahr: TEUR 59), die sich im Wesentlichen aus noch nicht final abgerechneten Gutschriften zusammensetzen, die im Rahmen der Strompreisbremse noch an die Kunden weitergegeben werden müssen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 2.280 (TEUR 4.449). Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten einschließlich Zinsen gegenüber der Gesellschafterin maincubes Holding & Service GmbH, Frankfurt am Main, i. H. v. TEUR 10.077 (Vorjahr: TEUR 34.871) aus. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.795 (Vorjahr: TEUR 755) und resultieren überwiegend aus Rückzahlungen an Kunden, da diesen im Dezember 2023 ein zu hoher Strompreis berechnet wurde. 1.5 FinanzlageDie der Gesellschaft zur Verfügung stehenden liquiden Mittel betragen TEUR 3.843 (Vorjahr: TEUR 1.323). Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des Berichtsjahres jederzeit gegeben. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Gesellschaftermittel (siehe Vermögenslage). 1.6 Nicht-finanzielle LeistungsindikatorenKunden-/VertragswachstumUnser Rechenzentrum FRA01 ist vollständig ausgebucht und die Umsätze werden im Jahr 2025 basierend auf den "Ramp in" Phasen der Kundenverträge vollständig realisiert werden. Kundenorientierung/ServiceEin Ziel des Qualitätsmanagementsystems ist die Kundenorientierung. Hierzu existieren "Continuous Improvement" Prozesse, die von der Geschäftsführung, aber auch von jedem Mitarbeiter initiiert werden können. Aus der jährlichen Kundenbefragung werden Verbesserungspotentiale mit entsprechenden Maßnahmen abgeleitet. MitarbeiterentwicklungDie Mitarbeiter wurden zum 1. Januar 2023 auf die maincubes Holding & Service GmbH vollständig übertragen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (hier Angestellte) betrug im Vorjahr 25. 2. Risikobericht2.1 RisikomanagementsystemIm Rahmen des für die maincubes gültigen Integrierten Management Systems hat die Geschäftsführung ein geeignetes Risikomanagementsystem geschaffen, mithilfe dessen strategische SWOT-Analysen durchgeführt werden und eine Risk Control Matrix geführt wird. Beide Methoden werden im Rahmen der SOC1 und SOC2 Zertifizierung regelmäßig auditiert. Unternehmerische, rechtliche und technische Risiken werden frühzeitig identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Aus der Gesamtheit der für maincubes identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risikofelder bzw. Einzelrisiken erläutert, welche aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes wesentlich beeinflussen könnten. 2.2 Markt- und WettbewerbsrisikenDurch die fortschreitende Digitalisierung in allen Wirtschaft- und Lebensbereichen wächst die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten erheblich. Mit den meisten Kunden hat maincubes langjährige Verträge abgeschlossen. Auch wenn die Geschäftsführung davon ausgeht, dass die Verträge grundsätzlich fortlaufend verlängert werden, ist es nicht auszuschließen, dass Kunden von Wettbewerbern bessere Angebote enthalten und/oder die Geschäftsentwicklung der Kunden zu einem geringeren Bedarf führt und deshalb die Verträge auslaufen. Sofern auslaufende Verträge in signifikantem Ausmaß nicht durch neue Verträge/Kunden ersetzt werden können oder nur zu wirtschaftlich schlechteren Konditionen, kann dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes haben. maincubes beobachtet aufmerksam die Wettbewerbssituation und ist in ständigem Austausch mit ihren Kunden, sodass auf Marktänderungen und/oder eine Änderung des Kundenverhaltens möglichst schnell und adäquat reagiert werden kann. Eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann negative Auswirkungen auf das Geschäft der maincubes Gruppe haben. Sofern die Bonität von Kunden aufgrund einer für sie negativen Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds sinkt, kann es zu Zahlungsausfällen dieser Kunden kommen. Eine sinkende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen kann dazu führen, dass Kunden weitere Wachstumspläne zurückstellen oder verringern und damit zukünftig weniger Leistungen von der maincubes-Gruppe abnehmen. Dies kann zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes führen. Andererseits kann eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Kunden mit dem Zwang zur Kosteneinsparung durch Digitalisierung einhergehen, sodass dies auch zu positiven Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes führen kann. Darüber hinaus kann eine steigende Inflation zu höheren Kosten im Einkauf der maincubes-Leistungen führen, wie z. B. Strombezug, Dienstleistungen und Kreditzinsen, die nicht oder nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden können. Obwohl die Stromkosten weitestgehend an die Kunden weitergegeben werden können und viele Kundenverträge sogenannte Preisgleitklauseln enthalten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass allgemeine Kostensteigerungen zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes führen können. 2.3 Recht & Politik RechtsrahmenDie deutschen, EU-weiten und zum Teil auch internationalen Gesetze und Verordnungen bilden die Grundlage für das wirtschaftliche Handeln von maincubes. Bedeutende Veränderungen an den gültigen Rahmenbedingungen können zu beträchtlichen Auswirkungen, z. B. durch entsprechende Umsetzungskosten und notwendige Änderungen von Geschäftsprozessen, auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Aufgrund des Geschäftsmodells der maincubes sind hier insbesondere gesetzliche Bestimmungen rund um die Themen Datenschutz, IT-Sicherheit sowie Strombezug und den Genehmigungen bzw. Genehmigungsauflagen für den Betrieb von Rechenzentren und/oder entsprechender Bauvorhaben von großer Bedeutung. Es ist nicht auszuschließen, dass die gegenwärtig diskutierten protektionistischen Ansichten im Welthandel auch Auswirkungen auf den Bezug von Waren und Dienstleistungen, insbesondere aus Staaten außerhalb der EU haben werden und damit indirekt auch einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Datenschutzmaincubes ist sich seiner Verantwortung im Zusammenhang mit dem Thema Datenschutz bewusst und räumt diesem eine hohe Bedeutung ein. Kunden- und Personaldaten werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen verarbeitet. Neben regelmäßigen Zertifizierungen nach den anerkannten Standards werden Belange des Datenschutzes vor Einführung neuer Verfahren und Prozesse sowie Softwarelösungen integriert und in Audits überprüft. RechtstreitigkeitenZum Bilanzstichtag bestehen keine Rechtsstreitigkeiten. Genehmigungen, Umweltauflagen und StrombezugGegenwärtig werden Entwürfe zu einem neuen Energie Effizienzgesetz diskutiert, das Auswirkungen auf den Betrieb von Rechenzentren haben kann. Sofern es in der Zukunft zu weiteren deutlichen Verschärfungen der Auflagen kommen wird, die z. B. nur durch Investitionen in neuartige technische Einrichtungen gewährleistet werden können, sind negative Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht auszuschließen. 2.4 PersonalQualifizierte und motivierte Mitarbeitende bilden die Basis für den langfristigen Geschäftserfolg der maincubes. Damit nimmt die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und die Gewinnung von neuen Mitarbeitenden einen hohen Stellenwert bei maincubes ein. Wenn es nicht gelingt, entsprechende qualifizierte Mitarbeitende zu halten und/oder zu gewinnen, kann dies das Geschäftswachstum der maincubes negativ beeinflussen. 2.5 BetrugBetrug kann auf mehreren Ebenen die Gesellschaft schädigen. Zum einen können Kunden ihre Rechnung unberechtigt nicht zahlen, was zu entsprechenden Forderungsverlusten führt. Zum anderen können Schäden durch Mitarbeiterverhalten entstehen. Ein implementiertes umfangreiches Compliance-System mit regelmäßigen Anpassungen an die geänderten Geschäftsanforderungen soll Betrug durch Mitarbeiter verhindern. In der Vergangenheit gab es keinen Betrug, der zu wesentlichen Einflüssen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes geführt hat. Trotz aller Maßnahmen kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, das Betrug zu negativen Einflüssen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes Gesellschaften führen kann. 2.6 FinanzenAusfallrisikenAusfallrisiken bestehen im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Vermögenswerte. Das Ausfallrisiko ist dabei der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen wurden keine Wertberichtigungen für einen möglichen Ausfall gebildet. Sollten sich dies in der Zukunft als unrealistisch herausstellen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Steuerliche RisikenEs besteht innerhalb der maincubes-Gruppe ein umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis seit dem 01.01.2023. Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es grundsätzlich zu Änderungen kommen, die in Steuernachzahlungen oder Veränderungen von Verlustvorträgen resultieren, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen des jeweiligen zugrundeliegenden Sachverhalts kommen. Gleiches gilt für Abgabenarten, die zum Teil noch überhaupt nicht geprüft wurden, insbesondere weil sie üblicherweise keiner steuerlichen Außenprüfung unterliegen. Weitere FinanzrisikenWeitere Finanzrisiken sind nach Auffassung der Gesellschaft als unwesentlich einzustufen und daher im Lagebericht nicht separat darzustellen. 2.7 LeistungserstellungTechnische InfrastrukturDie technische Infrastruktur (Rechenzentren, Betriebssystem) der maincubes ist die Basis der Leistungserbringung ggü. den Kunden. Störungen in dieser Leistungserbringung können dazu führen, dass Leistungen nicht erbracht werden und damit auch ggü. den Kunden nicht abgerechnet werden können. Daraus können negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren. Deshalb wird der Absicherung des technischen Betriebes durch redundante Auslegung technischer Systeme und Anlagen eine hohe Bedeutung bei maincubes beigemessen. Ein Totalausfall (z. B. durch höhere Gewalt) der Rechenzentren hätte eine signifikante negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Solchen potenziellen Folgen wird durch verstärkte Anstrengungen zur Schaffung einer höheren Redundanz sämtlicher Infrastrukturelemente sowie einem deutlich ausgeweiteten Versicherungsschutz für entsprechende Szenarien Rechnung getragen. Die Erhaltung der Betriebsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Vertragsverwaltungs- und Billingsysteme des Unternehmens ist für den Fortbestand von erheblicher Bedeutung. Service- und Abrechnungsprobleme aufgrund von Systemfehlern oder -ausfällen können zum Verlust von Kunden führen und auch finanzielle Nachteile für die Gesellschaft nach sich ziehen. IT-SicherheitVerstärkte Cyber-Kriminalität und steigende Komplexität der IT-Systeme führen zu wachsenden Risiken im Bereich der IT-Sicherheit. Mit steigender Komplexität der IT steigt die Wahrscheinlichkeit von Fehlern und damit auch von Systemausfällen und/oder Sicherheitslücken. Sicherheitslücken, die potenzielle Angreifer in die Lage versetzen, in maincubes-Systeme einzudringen, können deshalb nicht vollständig ausgeschlossen werden. Den damit verbundenen Risiken begegnet maincubes durch regelmäßige Sicherheitsupdates, das kontinuierliche Hinterfragen bisher eingeleiteter Maßnahmen und eine erhöhte Awareness bei allen Mitarbeitern. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitslücken auftreten, die, wenn sie entsprechend von potenziellen Angreifern ausgenutzt werden, zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. 3. Chancen- und Prognosebericht3.1 ChancenberichtDurch die im Geschäftsjahr erhöhte Nutzung des Rechenzentrums FRA01 und Abschluss von langfristigen Kundenverträgen geht die Gesellschaft von einem zukünftigen Wachstum der Erlöse aus. Die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten wird weiterhin sehr hoch sein und dementsprechend rechnen wir mit einem positiven Ergebnis durch Vertragsverlängerungen oder durch Neuvermietungen bei auslaufenden Kundenverträgen. 3.2 PrognoseberichtDie Gesellschaft geht von einem weiteren Wachstum der Geschäftsaktivitäten aus. Aufgrund ungebrochener Nachfrage nach Rechenzentrumsflächen geht die Gesellschaft von einer sich positiv entwickelnden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Entsprechend weist die vorläufige Planungsrechnung für 2024 Umsatzerlöse von rd. EUR 21 Mio. und ein positives Jahresergebnis von EUR 0,36 Mio. aus.
Frankfurt, den 22. August 2024 gez. Arne Weber, Geschäftsführer gez. Oliver Menzel, Geschäftsführer gez. Albrecht Kraas, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die mainCubes One GmbH:PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der mainCubes One GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mainCubes One GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 4. September 2024 Nordwest
Revision GmbH
Beering, Wirtschaftsprüfer Peters, Wirtschaftsprüfer Den Konzernabschluss zum 31.12.2023 hat die Gesellschafterversammlung am 20.08.2024 festgestellt. |
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