Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 95527
Eingetragen
9.1.2013
Branche
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Der Betrieb des Rechenzentrums FRA01 in Offenbach am Main sowie das Halten und Verwalten der für den Betrieb des genannten Rechenzentrums notwendiger technischen Gebäudeausstattung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Martin Gerard Murphy
seit 28.1.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Oliver Menzel
seit 9.1.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

10.00% identifiziert53.21% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
DIV II Matrix Co-Invest SCSpLUX
25.49%
DIV II Matrix Co-Invest II SCSpLUX
23.74%
Digital Infrastructure Vehicle II SCSp SICAV-RAIFLUX
3.98%
0.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
maincubes Holding & Service GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

mainCubes One GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.998.427,90 3.591
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.998.427,90 39
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.380.301,65 2.931
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 205,07 29.080
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 829,46 0
4. sonstige Vermögensgegenstände 635.641,69 4.016.977,87 521
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.843.096,36 1.323
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 44
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 6.182.138,52 5.784
18.040.640,65 43.317

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Kapitalrücklage 225.012,00 225
III. Verlustvortrag -7.009.084,03 -20.037
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -398.066,49 13.028
V. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.182.138,52 0,00 5.784
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 5.249,00 0
2. sonstige Rückstellungen 1.487.564,50 1.492.813,50 59
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.279.034,03 4.449
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92.727,18 1.134
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.076.970,40 34.871
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 298
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.795.061,28 14.243.792,89 755
davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 742)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 541,28 (Vorjahr: TEUR 13)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.304.034,26 1.752
18.040.640,65 43.317

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
2023
EUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 21.669.358,45 18.250
2. sonstige betriebliche Erträge 369.301,18 17.872
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -15,95 -90
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -20.078.275,03 -20.078.290,98 -16.880
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -379,46 -2.346
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.183,08 8.803,62 -274
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -510.139,14 -552
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -856.430,01 -1.576
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 314.758,55 893
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 288.842,15 (Vorjahr: TEUR 893)
davon von Gesellschaftern: EUR 25.916,40 (Vorjahr: TEUR 0)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.310.179,16 -995.420,61 -2.269
davon an Gesellschafter: EUR 955.780,89 (Vorjahr: TEUR 937)
9. Ergebnis vor Steuern -392.817,49 13.028
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.249,00 0
11. Ergebnis nach Steuern / Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -398.066,49 13.028

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Firma: mainCubes One GmbH
Sitz: Frankfurt am Main
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main
Registernummer: HRB 95527

Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Gesellschaft zu behandeln. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 6.182 (Vorjahr: TEUR 5.784) aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten aus Darlehen einschließlich Zinsen gegenüber der maincubes Holding & Service GmbH, Frankfurt am Main, i. H. v. TEUR 10.004 (Vorjahr: TEUR 34.871) aus. Die maincubes Holding & Service GmbH hat über den Betrag von TEUR 10.004 (Vorjahr: TEUR 33.695) einen Rangrücktritt erklärt.

Aufgrund der bestehenden Rangrücktritte sowie der mittel- bis langfristigen Unternehmensplanung ist eine Überschuldung im Sinne des § 19 der Insolvenzordnung nicht gegeben.

2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Von größenabhängigen Erleichterungen hat die Gesellschaft teilweise Gebrauch gemacht.

In Anwendung der Regelungen des § 42 Abs. 3 GmbHG und des § 265 Abs. 5 HGB wurde zum Zwecke der Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz der Posten "Verbindlichkeiten" durch "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" weitergehend untergliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Allgemeines

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

b) Anlagevermögen

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren), bewertet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Abgang wird nach 7 Jahren unterstellt.

c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden.

Fremdwährungsforderungen liegen nicht vor.

d) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

e) Rückstellungen

Die Rückstellungen sind unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.

f) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

4. Angaben zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage 1 zum Anhang).

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Vorjahr entfielen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 25.903 auf eine Darlehensgewährung inklusive Zinsen sowie in Höhe von TEUR 3.177 auf Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 521) noch nicht fällig.

c) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.488 (Vorjahr: TEUR 59) entfallen mit TEUR 1.323 (Vorjahr: TEUR 0) im Wesentlichen auf noch nicht abgerechnete Gutschriften, die im Zusammenhang mit der Strompreisbremse noch an die Kunden weitergegeben werden müssen.

d) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 1.134).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen erhaltene Darlehen einschl. Zinsen in Höhe von TEUR 10.004 (Vorjahr: TEUR 34.871) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 0).

Bei den Verbindlichkeiten ergeben sich die Restlaufzeiten und Besicherungen aus dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

5. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die am 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus folgenden Rechtsverhältnissen:

Gesamt
TEUR
fällig in 2024
TEUR
fällig in 2025 - 2028
TEUR
fällig ab 2029
TEUR
Mietverträge 76.263 7.183 28.665 40.415
76.263 7.183 28.665 40.415

b) Angaben zu Mitarbeitern

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2023 betrug 0 (Vorjahr: 25) Angestellte.

 

Frankfurt am Main, den 22. August 2024

gez. Arne Weber, Geschäftsführer

gez. Oliver Menzel, Geschäftsführer

gez. Albrecht Kraas, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung wesentliche Veränderungen in den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen:

u. a. durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine ausgelöste deutliche anhaltende Verteuerung der Energiepreise;

der u. a. damit verbundene Anstieg der allgemeinen Inflation;

die in Verbindung mit den Gegenmaßnahmen der Zentralbanken zu einer Steigerung der Zinsen führten.

Dies führte u. a. zu einer Erhöhung der Energiepreise und aufgrund der Inflation zu einer Erhöhung der Einkaufspreise insgesamt.

Wachstum Gesamtwirtschaft

Laut Internationalem Währungsfonds (IWF, "World Economic Outlook" vom 31. Januar 2024) wird das Wachstum der Weltwirtschaft 2023 3,1 % betragen, was einem Rückgang ggü. 2022 (3,4 %) entspricht. Für 2024 wird ein Wachstum von 3,2 % erwartet. In Deutschland (2023: -0,3 %) als auch im gesamten EURO-Raum (2023: 0,5 %) wird ein leichter Anstieg der Wachstumsraten für 2024 ggü. dem Vorjahr erwartet.

Wachstum Data Center Markt

Durch fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen wird der Datenverkehr weltweit weiter deutlich steigen; so wird 2025 eine nahezu Verdreifachung des Datenverkehrs ggü. 2020 erwartet (s. Statista 2023). Ein Großteil des Datenverkehrs wird über Data Center abgewickelt. Hier nimmt Europa mit einem Marktanteil von 29 % an dem weltweiten Colocation-Angebot eine wichtige Rolle ein (s. ArtInvest Data Center Report Dez 2022), wobei die sog. FLAP-Städte (Frankfurt, London, Amsterdam und Paris) mit einem Anteil von knapp 60 % am europäischen Colocation-Angebot führend sind. Die Größe des Rechenzentrumsmarkts wird im Jahr 2024 auf 45,30 Tausend MW geschätzt und soll bis 2029 71,98 Tausend MW erreichen, was einem jährlichen Wachstum von 9,70 % im Prognosezeitraum (2024-2029) entspricht.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Der rechtliche Rahmen für die Geschäftstätigkeit der maincubes blieb im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr aus Sicht der Gesellschaft unverändert.

1.2 Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres

Für das Geschäftsjahr 2023 sind keine wesentlichen Ereignisse zu berichten.

Kundenverträge

Das Rechenzentrum FRA01 ist komplett ausverkauft.

1.3 Geschäftsentwicklung und Ertragslage

Geschäftsverlauf

Die wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:

In TEUR Plan 2024 Ist 2023 Ist 2022
Umsatzerlöse 21.253 21.669 18.250
Sonst. betr. Erlöse 369 17.872
Aufwendungen Strom 10.710 11.120 8.574
Mieten 6.822 6.659 6.516
Jahresfehlbetrag (-überschuss) 358 -398 13.028

Auf der Grundlage vorläufiger Vorjahreszahlen hatten wir die Aufwendungen und Erträge für das Geschäftsjahr 2024 vorsichtig geplant. Zu diesen Planzahlen haben sich bislang nur geringe Abweichungen ergeben. Im Jahresüberschuss 2022 spiegelt sich der Verkauf der Beteiligung der holländischen Gesellschaft materiell wider. Der Plan 2024 zeigt reduzierte Umsatzerlöse basierend auf niedrigeren Stromerlösen aufgrund von reduzierter Stromkosten. Sonstige betriebliche Erlöse sind nicht geplant.

Aufgrund der langfristigen Serviceverträge mit unseren Kunden sind unsere Umsätze gut zu planen und alle, auch zukünftigen, Kapazitäten sind bereits verkauft.

Im Aufwandsbereich verzeichnen die Mietaufwendungen gegenüber unserem Vermieter KDCR den größten Anteil. Im Rahmen eines Sale und Lease back Vertrages sind wir hier langfristig bis in das Jahr 2033 gebunden.

1.4 Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen der Gesellschaft setzt sich im Wesentlichen aus Stromschienen und -verteilern zusammen, die im Rahmen der Nutzung von Rechenzentren benötigt werden. Weiterhin befinden sich im Sachanlagevermögen der Gesellschaft auch sogenannte Racks und Kaltgangeinhausungen, die für den Netzanschluss bzw. für die optimale Kühlung von Rechenzentren gebraucht werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 2023 TEUR 3.380 (Vorjahr: TEUR 2.931).

Es bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 29.080). Dieser Rückgang resultiert aus der Umstrukturierung der maincubes-Gruppe und der damit übernommenen Darlehensforderungen durch die maincubes Holding & Service GmbH.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 6.182 (Vorjahr: TEUR 5.784) aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.

Zur Vermeidung der Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit hat die Gesellschafterin maincubes Holding & Service GmbH, Frankfurt am Main, für ihre Darlehensforderungen nebst Zinsen einen Rangrücktritt in Höhe von TEUR 10.004 gegenüber allen anderen Gläubigern der Gesellschaft ausgesprochen.

Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Stichtag TEUR 1.488 (Vorjahr: TEUR 59), die sich im Wesentlichen aus noch nicht final abgerechneten Gutschriften zusammensetzen, die im Rahmen der Strompreisbremse noch an die Kunden weitergegeben werden müssen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 2.280 (TEUR 4.449).

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten einschließlich Zinsen gegenüber der Gesellschafterin maincubes Holding & Service GmbH, Frankfurt am Main, i. H. v. TEUR 10.077 (Vorjahr: TEUR 34.871) aus.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.795 (Vorjahr: TEUR 755) und resultieren überwiegend aus Rückzahlungen an Kunden, da diesen im Dezember 2023 ein zu hoher Strompreis berechnet wurde.

1.5 Finanzlage

Die der Gesellschaft zur Verfügung stehenden liquiden Mittel betragen TEUR 3.843 (Vorjahr: TEUR 1.323).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des Berichtsjahres jederzeit gegeben.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Gesellschaftermittel (siehe Vermögenslage).

1.6 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Kunden-/Vertragswachstum

Unser Rechenzentrum FRA01 ist vollständig ausgebucht und die Umsätze werden im Jahr 2025 basierend auf den "Ramp in" Phasen der Kundenverträge vollständig realisiert werden.

Kundenorientierung/Service

Ein Ziel des Qualitätsmanagementsystems ist die Kundenorientierung. Hierzu existieren "Continuous Improvement" Prozesse, die von der Geschäftsführung, aber auch von jedem Mitarbeiter initiiert werden können. Aus der jährlichen Kundenbefragung werden Verbesserungspotentiale mit entsprechenden Maßnahmen abgeleitet.

Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiter wurden zum 1. Januar 2023 auf die maincubes Holding & Service GmbH vollständig übertragen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (hier Angestellte) betrug im Vorjahr 25.

2. Risikobericht

2.1 Risikomanagementsystem

Im Rahmen des für die maincubes gültigen Integrierten Management Systems hat die Geschäftsführung ein geeignetes Risikomanagementsystem geschaffen, mithilfe dessen strategische SWOT-Analysen durchgeführt werden und eine Risk Control Matrix geführt wird. Beide Methoden werden im Rahmen der SOC1 und SOC2 Zertifizierung regelmäßig auditiert.

Unternehmerische, rechtliche und technische Risiken werden frühzeitig identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen abgeleitet.

Aus der Gesamtheit der für maincubes identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risikofelder bzw. Einzelrisiken erläutert, welche aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes wesentlich beeinflussen könnten.

2.2 Markt- und Wettbewerbsrisiken

Durch die fortschreitende Digitalisierung in allen Wirtschaft- und Lebensbereichen wächst die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten erheblich.

Mit den meisten Kunden hat maincubes langjährige Verträge abgeschlossen. Auch wenn die Geschäftsführung davon ausgeht, dass die Verträge grundsätzlich fortlaufend verlängert werden, ist es nicht auszuschließen, dass Kunden von Wettbewerbern bessere Angebote enthalten und/oder die Geschäftsentwicklung der Kunden zu einem geringeren Bedarf führt und deshalb die Verträge auslaufen. Sofern auslaufende Verträge in signifikantem Ausmaß nicht durch neue Verträge/Kunden ersetzt werden können oder nur zu wirtschaftlich schlechteren Konditionen, kann dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes haben.

maincubes beobachtet aufmerksam die Wettbewerbssituation und ist in ständigem Austausch mit ihren Kunden, sodass auf Marktänderungen und/oder eine Änderung des Kundenverhaltens möglichst schnell und adäquat reagiert werden kann.

Eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann negative Auswirkungen auf das Geschäft der maincubes Gruppe haben. Sofern die Bonität von Kunden aufgrund einer für sie negativen Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds sinkt, kann es zu Zahlungsausfällen dieser Kunden kommen. Eine sinkende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen kann dazu führen, dass Kunden weitere Wachstumspläne zurückstellen oder verringern und damit zukünftig weniger Leistungen von der maincubes-Gruppe abnehmen. Dies kann zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes führen.

Andererseits kann eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Kunden mit dem Zwang zur Kosteneinsparung durch Digitalisierung einhergehen, sodass dies auch zu positiven Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes führen kann.

Darüber hinaus kann eine steigende Inflation zu höheren Kosten im Einkauf der maincubes-Leistungen führen, wie z. B. Strombezug, Dienstleistungen und Kreditzinsen, die nicht oder nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden können. Obwohl die Stromkosten weitestgehend an die Kunden weitergegeben werden können und viele Kundenverträge sogenannte Preisgleitklauseln enthalten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass allgemeine Kostensteigerungen zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes führen können.

2.3 Recht & Politik Rechtsrahmen

Die deutschen, EU-weiten und zum Teil auch internationalen Gesetze und Verordnungen bilden die Grundlage für das wirtschaftliche Handeln von maincubes. Bedeutende Veränderungen an den gültigen Rahmenbedingungen können zu beträchtlichen Auswirkungen, z. B. durch entsprechende Umsetzungskosten und notwendige Änderungen von Geschäftsprozessen, auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Aufgrund des Geschäftsmodells der maincubes sind hier insbesondere gesetzliche Bestimmungen rund um die Themen Datenschutz, IT-Sicherheit sowie Strombezug und den Genehmigungen bzw. Genehmigungsauflagen für den Betrieb von Rechenzentren und/oder entsprechender Bauvorhaben von großer Bedeutung. Es ist nicht auszuschließen, dass die gegenwärtig diskutierten protektionistischen Ansichten im Welthandel auch Auswirkungen auf den Bezug von Waren und Dienstleistungen, insbesondere aus Staaten außerhalb der EU haben werden und damit indirekt auch einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

Datenschutz

maincubes ist sich seiner Verantwortung im Zusammenhang mit dem Thema Datenschutz bewusst und räumt diesem eine hohe Bedeutung ein. Kunden- und Personaldaten werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen verarbeitet. Neben regelmäßigen Zertifizierungen nach den anerkannten Standards werden Belange des Datenschutzes vor Einführung neuer Verfahren und Prozesse sowie Softwarelösungen integriert und in Audits überprüft.

Rechtstreitigkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Rechtsstreitigkeiten.

Genehmigungen, Umweltauflagen und Strombezug

Gegenwärtig werden Entwürfe zu einem neuen Energie Effizienzgesetz diskutiert, das Auswirkungen auf den Betrieb von Rechenzentren haben kann. Sofern es in der Zukunft zu weiteren deutlichen Verschärfungen der Auflagen kommen wird, die z. B. nur durch Investitionen in neuartige technische Einrichtungen gewährleistet werden können, sind negative Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht auszuschließen.

2.4 Personal

Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende bilden die Basis für den langfristigen Geschäftserfolg der maincubes. Damit nimmt die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden und die Gewinnung von neuen Mitarbeitenden einen hohen Stellenwert bei maincubes ein. Wenn es nicht gelingt, entsprechende qualifizierte Mitarbeitende zu halten und/oder zu gewinnen, kann dies das Geschäftswachstum der maincubes negativ beeinflussen.

2.5 Betrug

Betrug kann auf mehreren Ebenen die Gesellschaft schädigen. Zum einen können Kunden ihre Rechnung unberechtigt nicht zahlen, was zu entsprechenden Forderungsverlusten führt. Zum anderen können Schäden durch Mitarbeiterverhalten entstehen. Ein implementiertes umfangreiches Compliance-System mit regelmäßigen Anpassungen an die geänderten Geschäftsanforderungen soll Betrug durch Mitarbeiter verhindern. In der Vergangenheit gab es keinen Betrug, der zu wesentlichen Einflüssen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes geführt hat. Trotz aller Maßnahmen kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, das Betrug zu negativen Einflüssen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der maincubes Gesellschaften führen kann.

2.6 Finanzen

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken bestehen im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Vermögenswerte. Das Ausfallrisiko ist dabei der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen wurden keine Wertberichtigungen für einen möglichen Ausfall gebildet. Sollten sich dies in der Zukunft als unrealistisch herausstellen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Steuerliche Risiken

Es besteht innerhalb der maincubes-Gruppe ein umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis seit dem 01.01.2023. Für noch nicht abschließend geprüfte Veranlagungszeiträume kann es grundsätzlich zu Änderungen kommen, die in Steuernachzahlungen oder Veränderungen von Verlustvorträgen resultieren, sofern die Finanzbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu abweichenden Auslegungen steuerlicher Vorschriften oder abweichenden Bewertungen des jeweiligen zugrundeliegenden Sachverhalts kommen. Gleiches gilt für Abgabenarten, die zum Teil noch überhaupt nicht geprüft wurden, insbesondere weil sie üblicherweise keiner steuerlichen Außenprüfung unterliegen.

Weitere Finanzrisiken

Weitere Finanzrisiken sind nach Auffassung der Gesellschaft als unwesentlich einzustufen und daher im Lagebericht nicht separat darzustellen.

2.7 Leistungserstellung

Technische Infrastruktur

Die technische Infrastruktur (Rechenzentren, Betriebssystem) der maincubes ist die Basis der Leistungserbringung ggü. den Kunden. Störungen in dieser Leistungserbringung können dazu führen, dass Leistungen nicht erbracht werden und damit auch ggü. den Kunden nicht abgerechnet werden können. Daraus können negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren. Deshalb wird der Absicherung des technischen Betriebes durch redundante Auslegung technischer Systeme und Anlagen eine hohe Bedeutung bei maincubes beigemessen. Ein Totalausfall (z. B. durch höhere Gewalt) der Rechenzentren hätte eine signifikante negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Solchen potenziellen Folgen wird durch verstärkte Anstrengungen zur Schaffung einer höheren Redundanz sämtlicher Infrastrukturelemente sowie einem deutlich ausgeweiteten Versicherungsschutz für entsprechende Szenarien Rechnung getragen.

Die Erhaltung der Betriebsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Vertragsverwaltungs- und Billingsysteme des Unternehmens ist für den Fortbestand von erheblicher Bedeutung. Service- und Abrechnungsprobleme aufgrund von Systemfehlern oder -ausfällen können zum Verlust von Kunden führen und auch finanzielle Nachteile für die Gesellschaft nach sich ziehen.

IT-Sicherheit

Verstärkte Cyber-Kriminalität und steigende Komplexität der IT-Systeme führen zu wachsenden Risiken im Bereich der IT-Sicherheit. Mit steigender Komplexität der IT steigt die Wahrscheinlichkeit von Fehlern und damit auch von Systemausfällen und/oder Sicherheitslücken. Sicherheitslücken, die potenzielle Angreifer in die Lage versetzen, in maincubes-Systeme einzudringen, können deshalb nicht vollständig ausgeschlossen werden. Den damit verbundenen Risiken begegnet maincubes durch regelmäßige Sicherheitsupdates, das kontinuierliche Hinterfragen bisher eingeleiteter Maßnahmen und eine erhöhte Awareness bei allen Mitarbeitern. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitslücken auftreten, die, wenn sie entsprechend von potenziellen Angreifern ausgenutzt werden, zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen.

3. Chancen- und Prognosebericht

3.1 Chancenbericht

Durch die im Geschäftsjahr erhöhte Nutzung des Rechenzentrums FRA01 und Abschluss von langfristigen Kundenverträgen geht die Gesellschaft von einem zukünftigen Wachstum der Erlöse aus. Die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten wird weiterhin sehr hoch sein und dementsprechend rechnen wir mit einem positiven Ergebnis durch Vertragsverlängerungen oder durch Neuvermietungen bei auslaufenden Kundenverträgen.

3.2 Prognosebericht

Die Gesellschaft geht von einem weiteren Wachstum der Geschäftsaktivitäten aus. Aufgrund ungebrochener Nachfrage nach Rechenzentrumsflächen geht die Gesellschaft von einer sich positiv entwickelnden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Entsprechend weist die vorläufige Planungsrechnung für 2024 Umsatzerlöse von rd. EUR 21 Mio. und ein positives Jahresergebnis von EUR 0,36 Mio. aus.

 

Frankfurt, den 22. August 2024

gez. Arne Weber, Geschäftsführer

gez. Oliver Menzel, Geschäftsführer

gez. Albrecht Kraas, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die mainCubes One GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mainCubes One GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mainCubes One GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 4. September 2024

Nordwest Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beering, Wirtschaftsprüfer

Peters, Wirtschaftsprüfer

Den Konzernabschluss zum 31.12.2023 hat die Gesellschafterversammlung am 20.08.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

41 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.