Automotive Vision AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Holger Joachim Schmidt seit 26.4.2021 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Certina Consumer Concepts AGGrünwaldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA scroll
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der Certina Consumer Concepts AG, GrünwaldI. Allgemeine Angaben Die Certina Consumer Concepts AG hat ihren Sitz in Grünwald. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der HRB 263135 eingetragen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit des Abschlusses wurden Davon-Angaben einheitlich im Konzernanhang wiedergegeben. Alle Zahlenangaben erfolgen einheitlich in Tausend Euro (TEUR). II. Konsolidierungskreis Zum 31.12.2023 besteht für das Mutterunternehmen erstmalig die Verpflichtung, einen Konzernabschluss nach § 290 ff. HGB zu erstellen, da sie die Größenkriterien nach HGB an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen überschritten hat. Wegen der erstmaligen Aufstellung unterbleibt die Angabe von Vergleichszahlen in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sowie in der Konzernkapitalflussrechnung. Zum Konsolidierungskreis gehören zum 31.12.2023 neben dem Mutterunternehmen Certina Consumer Concepts AG, Grünwald, folgende Gesellschaften: scroll
III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem beizulegenden Zeitwert der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden unter Aufdeckung sämtlicher, auch auf die Anteile von Minderheitsgesellschaftern entfallenden, stillen Reserven zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile verrechnet. Auf- und Abstockungen von Kapitalanteilen an Tochterunternehmen werden erfolgsneutral im Eigenkapital, in der Kapitalrücklage verrechnet. Für die Erstkonsolidierung der VielfaltMenü GmbH wurden die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten auf den 30.06.2021 zu Zeitwerten bewertet (Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 HGB). Es ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag von T€ 1.897. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Teile der Kapitalrücklage der VielfaltMenü GmbH. Der Ausweis erfolgt als gesonderter Posten nach dem Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Der passivische Unterschiedsbetrag steht in Verbindung mit der Sanierung der Gruppe und wird gem. DRS 23 aufgelöst. In 2023 sind keine Sanierungskosten angefallen und daher erfolgt keine Auflösung. Für die Erstkonsolidierung der VielfaltMenü Verwaltungs GmbH zum 31.12.2023 (Erwerb einer Vorratsgesellschaft durch die VielfaltMenü GmbH) wurde das Stammkapital i. H. v. EUR 25.000 gegen den Kaufpreis von EUR 28.500 eliminiert. Der Rest wurde mit dem passivischen Unterschiedsbetrag verrechnet, da der Erwerb im Sinne des Sanierungskonzeptes erfolgte. Für die Erstkonsolidierung der VielfaltMenü Service GmbH & Co. KG zum 31.12.2023 (Erwerb einer Vorratsgesellschaft durch die VielfaltMenü GmbH) wurde das Kommanditkapital i.H. v. EUR 500,00 gegen den Kaufpreis von EUR 2.000 eliminiert. Der Rest wurde mit dem passivischen Unterschiedsbetrag verrechnet, da der Erwerb im Sinne des Sanierungskonzeptes erfolgte. Schuldverhältnisse zwischen den Konzernunternehmen wurden ebenso wie Aufwendungen und Erträge aus dem Leistungsverkehr aufgerechnet. Zwischengewinne aus dem Leistungsverkehr der Gesellschaften untereinander wurden, sofern sie nicht untergeordneter Bedeutung waren, eliminiert. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gelten einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten und - sofern abnutzbar - jeweils abzüglich aufgelaufener Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit notwendig, vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungspreis von € 250 werden sofort aufwandswirksam gebucht; solche mit Anschaffungskosten über € 250 bis € 800 werden in das Anlageverzeichnis aufgenommen und sofort abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Durchschnittskosten oder zu den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen, um die relevanten Forderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert auszuweisen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen eine aktive latente Steuer ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung kein Gebrauch gemacht. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten (jeweils 1,90 % p.a.) berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den biometrischen Grundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Zinssatz fand der von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichte 10-Jahres-Durchschnittszins von 1,82 % Anwendung, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) ergibt. Die Personalrückstellung für Jubiläumszuwendungen wird unter versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Beachtung der Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Entsprechend wurde zum 31. Dezember 2023 ein Zinssatz von 1,74 % p.a. angewandt. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Die übrigen sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem notwendigen Erfüllungsbetrag und allen erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung tragen. Von der Bildung einer Rückstellung für Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wurde wegen Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abgesehen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Das Ergebnis aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen ist im operativen Ergebnis dargestellt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden nach der Nettomethode passiviert. Die Bewertung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. V. Erläuterungen zur Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Bandbreite der Nutzungsdauern beläuft sich auf: scroll
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In Höhe von T€ 730 haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten T€ 309 berücksichtigt im Wesentlichen Abgrenzungen für Versicherungsleistungen, Wartung, Gebühren sowie EDV-Leistungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag von € 1.597. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht dafür eine Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen von T€ 9.705 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, für Vertragsrisiken, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Restrukturierungskosten. Verbindlichkeiten In den Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.522 sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von T€ 6.140, davon T€ 0 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren, enthalten. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 219 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 124 enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit geschäftsüblichem Eigentumsvorbehalt besichert. VI. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt und teilen sich auf folgende Tätigkeitsbereiche auf: scroll
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 1.928. Diese resultieren im Wesentlichen aus einem Grundstücksverkauf. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 31 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen VII. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 36 enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Nachbuchung von Rechnungen des Vorjahres. VIII. Sonstige Erläuterungen und Angaben Nicht in der Bilanz enthaltende Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: scroll
Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns stehen, aber von dieser für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit benötigt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Miete für Geschäfts- und Betriebsräume, Kopiergeräte sowie Leasingraten von Firmenfahrzeugen. Der Vorteil der Leasingverträge („operating leasing“) liegt in der anfänglich geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Der Konzern hat im Rahmen eines sog. sale and lease back Geschäfts im Geschäftsjahr ein Gebäude sowie das zugehörige Grundstück an ein nahestehendes Unternehmen veräußert. Als Veräußerungspreis wurden € 1,75 Mio. vereinbart, zusätzlich enthält der Vertrag noch eine Kaufpreisanpassungsklausel beim Eintritt bestimmter Bedingungen in der Zukunft. Durch die Veräußerung des Gebäudes sowie des zugehörigen Grundstücks erzielte der Konzern im Berichtsjahr einen sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von € 1,1 Mio. Das entsprechende Gebäude wird seit der Veräußerung von der Gruppe für eine monatliche Netto-Kaltmiete in Höhe von T€ 7,3 zurückgemietet. Die sonstigen Ausleihungen enthalten ein Darlehen über T€ 2.200 mit einem nahestehenden Unternehmen. Bei einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 ist dieses mit 3% p.a. verzinst. Die sonstigen Ausleihungen enthalten Darlehen über in Summe T€ 1.000 mit nahestehenden Unternehmen, die im Berichtsjahr von einem weiteren nahestehenden Unternehmen erworben wurden. Die Verzinsung erfolgt zum 3 Monats-EURIBOR zzgl. eines Aufschlags. Aufgrund von Besicherungen der Darlehen erachtet der Vorstand den Erwerb sowie die Gewährung der Darlehen als fremdüblich. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten ein kurzfristiges Darlehen über TEUR 600 mit einem nahestehenden Unternehmen. Dieses wird gemäß Vertrag mit 4,5% verzinst. Aufgrund von Besicherungen des Darlehens erachtet der Vorstand dieses Darlehen als fremdüblich. Darüber hinaus bestehen keine nicht marktüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Vorstand Vorstand im Geschäftsjahr waren folgenden Personen:
Es erfolgte keine Vergütung durch die Gesellschaft. Aufsichtsrat
Es erfolgte keine Vergütung durch die Gesellschaft. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte im vergangenen Geschäftsjahr durchschnittlich 1.073 Mitarbeitende. Davon waren durchschnittlich 993 Angestellte sowie 1 leitende Angestellte sowie 79 Aushilfen. Konzernabschlussprüferhonorar Das auf das Geschäftsjahr entfallende Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 8. Einbeziehung in den Konzernabschluss Die Certina Consumer Concepts AG, Grünwald stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand beabsichtigt, das Jahresergebnis des Mutterunternehmen auf neue Rechnung vorzutragen. Ein Beschluss wurde hierzu noch nicht gefasst. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Im Jahr 2025 wurden bisher 4 Küchen, betreffend Rubenow, Demmin, Schmölln und Unterwellenborn, geschlossen. Darüber hinaus sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Konzerns der Certina Consumer Concepts AG gehabt hätten.
Berlin, den 24. Oktober 2025 Der Vorstand Holger J. Schmidt Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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Kapitalflussrechnung zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) gemäß DRS 21 zur Kapitalflussrechnung erstellt: scroll
Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln im Sinne von § 266 Abs. 2 B IV HGB. Eigenkapitalspiegel zur Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023scroll
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der Certina Consumer Concepts AG, GrünwaldA. Grundlagen 1. Geschäftsmodell, Geschäftstätigkeit und Grundsätzliches Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Certina Consumer Concepts AG - Gruppe (kurz: Consumer-Gruppe) liegt, durch die einzige operative Konzerngesellschaft, der VielfaltMenü GmbH, Berlin, in der deutschlandweiten Versorgung von Kindergärten und Schulen sowie öffentlicher Einrichtungen mit warmen und kalten Speisen. Darüber hinaus betreibt der Konzern Betriebsrestaurants. Um sich den Herausforderungen der Kunden besser stellen zu können, ist die Gruppe in Regionen gegliedert. Insgesamt betreibt die Gruppe derzeit 32 dezentrale Küchen, die entweder direkt an die Einrichtungen bzw. Unternehmen gegliedert sind oder als eigene Standorte unterschiedliche Einrichtungen beliefern. Insgesamt sind in den Betrieben und an den Verwaltungsstandorten zum 31.12.2023 1.073 Mitarbeitende beschäftigt. 2. Organisationsstruktur Die Certina Consumer Concepts AG stellt die Gruppenholding dar. Darunter befindet sich als Beteiligung die VielfaltMenü GmbH, welche auf Catering im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung spezialisiert ist - vorrangig auf die Verpflegung in Kinder- und Schuleinrichtungen sowie der Betriebsgastronomie. Die Gruppe befindet sich aktuell in einer Umorganisation und plant einzelne Geschäftsbereiche der VielfaltMenü GmbH in Tochtergesellschaften auszugliedern. Dazu wurde unter anderem die Beteiligungen VielfaltMenü Service GmbH & Co. KG und VielfaltMenü Verwaltungs GmbH zu Ende 2023 gegründet. B. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen Sowohl die Consumer-Gruppe als auch die Wirtschaft unterliegen derzeit einem starken Wandel. Durch die stetige Analyse der Marktsituation sowie die Beobachtung von Trends mit demografischen, sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und technologischen Auswirkungen optimiert der Konzern seine Strategie und passt die Angebote kontinuierlich an. Der Einkauf von der Consumer-Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig digitalisiert. Zum Beispiel wurde das Warenwirtschaftssystem neu aufgesetzt und der Bestellprozess digitalisiert. So können Synergieeffekte noch besser gesteuert und genutzt sowie eine noch detailliertere Rückverfolgbarkeit und optimale Auswertbarkeit gewährleistet werden. Darüber hinaus wurden Einkaufsprozesse standardisiert, um die Vorgänge effizienter zu gestalten. Aufgrund der von der Consumer-Gruppe eingeführten Maßnahmen, wie beispielsweise dem Beschwerdemanagement sowie unterschiedlichster Feedbackmöglichkeiten, können Kundinnen und Kunden das Angebot und den Service mitgestalten. Der Konzernkann sich so stetig an den sich verändernden Anforderungen neu orientieren und die Erwartungen bedienen. Mit dem online Bestellsystem sowie der interaktiven App bietet die Consumer- Gruppe den Kunden eine flexible sowie unkomplizierte Möglichkeit aus den unterschiedlichen Menüs im Speiseplan auszuwählen. Das digitale Angebot wird stetig weiter ausgebaut und an sich zukünftig verändernde Bedürfnisse angepasst. Im Jahr 2023 wurde der Entgelttarifvertrag mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) neu verhandelt und Anfang 2024 ein Ergebnis erzielt. Darüber hinaus engagiert sich die Consumer-Gruppe in brancheninternen Verbänden, um die Gemeinschaftsgastronomie der Zukunft aktiv mitzugestalten. Zum Ende des Jahres 2023 hat die Consumer-Gruppe ein Hinweisgebersystem eingeführt und die Mitarbeitenden entsprechend im Umgang damit geschult. Darüber hinaus wurde der Geschäftspartnerkodex sowie die Grundsatzerklärung Menschenrechte veröffentlicht. Es lässt sich darüber hinaus feststellen, dass, insbesondere in den alten Bundesländern, die Einführung der Ganztagsschulen weiterhin an Schwung gewinnt und immer mehr Träger in diesen Bundesländern die Versorgung an Schulen ausschreiben. Ab 2026 gilt das Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (Ganztagsförderungsgesetz - GaFöG). Damit möglichst viele Kinder am Essen teilnehmen können, bietet die Consumer-Gruppe für Kinder mit gängigen Allergien und Unverträglichkeiten, Sonderkost an und stellt so eine zuverlässige Versorgung sicher. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Consumer-Gruppe sowohl in der Versorgung von Bildungseinrichtungen Neukunden gewinnen als auch im Bereich der Betriebsgastronomie mit dem Konzept „AusZeit“. Die Consumer-Gruppe hat drei neue Kochstandorte eröffnet, und zwar zwei Betriebsrestaurants in Hamburg und Hannover sowie eine Küche in einer Kindertagesstätte in Bingen. Darüber hinaus wurden 81 neue Einrichtungen mit Ausgabeküche sowie 20 Vertragskunden im Bestandsgeschäft nach Neuausschreibung gewonnen. 2. Steuerungsrelevante Leistungsindikatoren Im Geschäftsjahr 2023 basierten die interne Steuerung und die operativen Ziele primär auf den von den HGB-Zahlen abgeleiteten und ggf. um bestimmte Sondereinflüsse bereinigten Kennzahlen. Das eingesetzte Steuerungsinstrumentarium unterstützt das oberste Unternehmensziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, und dass hieraus abgeleitete Ziel eines profitablen Umsatzwachstums. Hierzu verwenden wir unterschiedliche wertorientierte Kenngrößen. Um das operative Geschäft zu steuern, wurde sich im Berichtsjahr hauptsächlich auf die Kenngrößen Umsatzerlöse, Wareneinsatz und EBT konzentriert. Daneben wurden die Personalkosten, sonstige betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen zur Steuerung des Konzerns herangezogen. Ausgangspunkt der Planungs- und Kontrollprozesse ist die Planung der Consumer-Gruppe. Auf einer stark verdichteten Ebene werden die künftigen Wachstums- und Profitabilitätstreiber ermittelt. Anschließend wird die Planung für kundennahe und unterstützende Funktionen detailliert. Über die detaillierten Jahresplanungen wird das Budget festgelegt, das für das Erreichen der Ziele zur Verfügung steht. Interne Umsatz- und Ergebnisprognosen finden monatlich im Business Review auf Ebene des Konzerns, der Region sowie der einzelnen Standorte statt. Damit können die Ziele gemessen und Planabweichungen rechtzeitig festgestellt werden. Durch kontinuierliche Überprüfungen der einzelnen Gebiete werden diese Entwicklungen analysiert und der Handlungsbedarf definiert. Integrierte Planungs- und Informationssysteme bilden die Planungs-, Kontroll- und Berichtsprozesse durchgängig ab. Sie ermöglichen dem Konzern, aufschlussreiche Auswertungen über die unterschiedlichen Regionen hinweg vorzunehmen, die die Entscheidungsfindung unterstützen. 3. Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr Der deutlichen Erhöhung des Mindestlohnes sowie den gestiegenen Großhandelspreisen auf Lebensmittel konnte durch die Optimierung der internen operativen Prozesse sowie mit Preisanpassungen erfolgreich entgegengewirkt werden. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden im Jahr 2023 vier Küchenstandorte geschlossen und die Bestandsportionen auf die umliegenden Küchenstandorte verteilt. Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen T€ 1.494 Die Investitionen betrafen zum überwiegenden Teil die Ausstattung in Küchenequipment, Einbauten sowie Investitionen für die Ausstattung der Küchen sowie IT- Equipment. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zum Stichtag 31.12.2023 1.073 Mitarbeitende beschäftigt, 1 Leitende Angestellte, 993 Angestellte und 79 Aushilfen. Der Geschäftsverlauf der Consumer-Gruppe wird insgesamt als günstig beurteilt. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr wurde ein Konzernumsatz von T€ 85.709 erzielt. Die ausgewiesenen Umsatzerlöse ergeben sich in erster Linie aus dem Kerngeschäft der Gruppe. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 (EUR 96,7 Mio.) wurde somit verfehlt. Es wurden weniger Neukunden gewonnen als ursprünglich geplant. Der Materialaufwand beläuft sich auf T€ 32.180. Die Materialaufwandsquote betrug 37,5%. Der Materialaufwand ist höher als für das Geschäftsjahr geplant (EUR 28,1 Mio.), weil Kostensteigerungen bei der Beschaffung stärker ausfielen als erwartet. Der Personalaufwand beinhaltet vornehmlich die Personalkosten für die beschäftigten Mitarbeitenden. Er betrug T€ 31.731. Die Personalaufwandsquote betrug 37,0% Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 17.848. Sie beinhalten vor allem Aufwendungen für Raumkosten, Bürokosten, Transportkosten, Fremdlöhne, Reisekosten, Fahrzeugkosten, Anlagenleasing, Instandhaltungsaufwendungen sowie Werbekosten. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrug 20,8%. Das Konzern-EBT beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 4.564 dieses entspricht einer EBT-Marge in Höhe von 5,3% (prognostiziert wurden EUR 4,0 Mio. mit einer Marge von 4,2%). Das bessere EBT resultiert aus geringeren sonstigen Kosten als ursprünglich geplant. 4.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt T€ 30.426. Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus Firmengrundstücken und dem für die Ausstattung der Küchen notwendigen Equipment. Der Wert des Sachanlagevermögens beträgt auf Grund eines Objektverkaufes T€ 4.677. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei T€ 8.599. Die Veränderung der Forderungen ist saisonal bedingt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 15,5 %. Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 9.705 und enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten und für Vertragsrisiken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 7.119. 4.3. Finanzlage Die Finanzlage der Consumer-Gruppe ist stabil. Die Consumer-Gruppe ist weiterhin nicht auf Fremdkapital von Kreditinstituten angewiesen. Der Bestand flüssiger Mittel beträgt zum Bilanzstichtag T€ 10.014. Zum 31.12.2023 bestehen zwei Darlehen der Sodexo Services GmbH mit einer Laufzeit bis 2025 bzw. 2027. C. Risiko- und Chancenbericht 1. Risiken und Risikomanagement Als Risiko bezeichnet der Konzern die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Gegen potenzielle Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde ein Risikomanagementsystem installiert, welches derartige Risiken frühzeitig erkennbar werden lässt, damit geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Nach Wichtigkeit geordnet sehen wir folgende Risiken, beginnend mit dem Bedeutendsten: KUNDENVERLUSTRISIKO Mangelnde Qualität, Fähigkeit zur Erbringung der Dienstleistungen und nicht marktfähige Preise der Dienstleistungen können dazu führen, dass der Kunde nicht behalten wird, was möglicherweise zu Folgendem führt:
Um diesen Risiken zu begegnen, führen wir regelmäßig Kundenbefragungen durch. Darüber hinaus werden regelmäßig die Preise der Wettbewerber analysiert. So können wir frühzeitig auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren. LEBENSMITTELQUALITÄTSRISIKEN Die Consumer-Gruppe verpflegt täglich eine große Zahl von Personen. Aus diesem Grund sehen wir die Einhaltung der hohen Qualitäts- und Hygienestandards bei der Verarbeitung der eingesetzten Lebensmittel als unsere Priorität. Ein signifikanter Vorfall in diesem Bereich könnte Auswirkungen auf unsere Reputation haben. Um dem zu begegnen, wird die Qualität der Lebensmittel fortlaufend durch unser Qualitätsmanagement überwacht. ANGEBOTS- UND VERTRAGSRISIKEN Kundenverträge der Consumer-Gruppe sind langfristig und können jeweils zwischen fünf und zehn Jahren laufen. Ungenaue Preisannahmen, mangelnde Definition oder Detailgenauigkeit im Leistungsumfang und unzureichende Vertragsklauseln während eines Angebotsvorschlags können zu niedrigen Margen oder sogar zu Vertragsverlusten führen, entweder in der Startphase oder zu einem späteren Zeitpunkt. Bei Verträgen ohne Preisanpassungsklausel trägt die Consumer-Gruppe die Risiken, die im Zusammenhang mit Kostenänderungen im Rahmen der Erbringung der Dienstleistung entstehen, in voller Höhe. In diesen Verträgen gibt es ggf. keine periodischen Indexklauseln, durch die Preisanpassungen, auf Grund von gestiegenen Personal- oder Lebensmittelkosten, an unsere Kunden weitergegeben werden können. Das Fehlen einer solchen Vertragsklausel könnte erhebliche Effekte auf die Rentabilität unserer Verträge haben. Die Geschäftsleiter begegnen diesem Risiko durch Überprüfung der Relevanz und Wettbewerbsfähigkeit unseres Angebotes während der Angebotsphase sowie mit einer fortlaufenden Überwachung der Rentabilitätssituation abgeschlossener Verträge. Wo notwendig, werden Bestandsverträge nachverhandelt oder Leistungen angepasst. FORDERUNGSAUSFALLRISIKO Das Risiko in Bezug auf Kundenforderungen ist gegenwärtig. Es wird durch ein aktives Forderungsmanagement gegengesteuert. Bei den Forderungen bestehen Ausfallrisiken, denen u.a. durch Bonitätsprüfungen bei Neukunden und ein ausgeprägtes Mahnwesen begegnet wird. Die Consumer-Gruppe hat im Laufe des Jahres keine wesentlichen Änderungen der Auswirkungen des Kundenausfalls festgestellt. PERSONALKAPAZITÄTSRISIKO Unser Konzern kann nur wachsen, wenn wir ausreichend ausgebildetes Fachpersonal zur Verfügung haben. Aus diesem Grund passen wir unseren Recruiting-Prozess kontinuierlich an die Marktanforderung und -gegebenheiten an. BESCHAFFUNGSRISIKEN Dem Risiko steigender Einkaufspreise wird durch kontinuierliches Kostenmanagement entgegengesteuert. Dazu prüft unser strategischer Einkauf kontinuierlich die Preise und verhandelt diese mit den Lieferanten. Zudem hat die Consumer-Gruppe einen langfristigen Energiebeschaffungsvertrag abgeschlossen, wodurch anfallenden Kostensteigerungen für Gas und Strom entgegengewirkt wird. STEUERLICHE ANPASSUNGEN Ab Januar 2024 gilt, auch für die Produktion und den Service von Kita- und Schulessen, der Umsatzsteuersatz von 19% (zuvor 7%). Die Gruppe kann die erhöhte Steuer bei Nettoverträgen an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Für eine mögliche Lösung für Kundinnen und Kunden mit Bruttoverträgen, werden Gespräche, u.a. mit den Ämtern bzw. Trägern, geführt. Um die Politik auf die Auswirkungen im Bereich des Kita- und Schulessens aufmerksam zu machen, haben wir ein entsprechendes Positionspapier verfasst und veröffentlicht. Neben den genannten Maßnahmen besteht ein umfangreiches Reporting und die monatlichen Business Reviews mit den Geschäftsleitern und dem Vorstand. In wöchentlich stattfindenden Sitzungen der Geschäftsführung sowie der nächstfolgenden Ebene der Geschäftsleiter werden sowohl die aktuelle Situation als auch die absehbare und mittelfristige Entwicklung ausführlich diskutiert, bewertet und bei Bedarf Maßnahmen definiert. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, sind derzeit nicht zu erkennen. 2. Chancen Chancen sieht die Consumer-Gruppe in der Umsetzung des Ziels, unsere Serviceleistungen jeden Tag zu verbessern. Darüber hinaus werden wir in den nächsten Jahren deutschlandweit expandieren und auch in den Bundesländern, in denen wir bisher nicht tätig sind, unsere Geschäftsfelder aufbauen. Die kommende Gesetzesänderung zur Ganztagesbetreuung von Grundschulkindern birgt für Consumer-Gruppe weiteres Marktpotenzial, insbesondere in den alten Bundesländern. Das Produktionsverfahren Cook & Chill, bei dem der Garprozess kurz vor Ende pausiert und erst in der Einrichtung durch Regeneration final zubereitet wird, ermöglicht frische Gerichte, die auch nach längeren Transportwegen in entsprechenden Kühlfahrzeugen mit Konsistenz, Geschmack und Nährstoffgehalt überzeugen. So kann die Consumer-Gruppe nahezu flächendeckend in Deutschland versorgen, insbesondere auch in Randgebieten, in denen das Versorgungsangebot geringer ist. So ist eine Skalierung auch mit den bestehenden Küchenstandorten möglich. Durch den Preisdruck im Markt ist ersichtlich, dass insbesondere kleinere Caterer Schwierigkeiten haben werden, wirtschaftlich zu bestehen. Consumer-Gruppe sieht somit die Chance zusätzlich durch Zukäufe, Kundenübernahme und Neukundengewinnung in den jeweiligen Regionen zu wachsen. Darüber hinaus wird immer ersichtlicher, dass das Bewusstsein für das Thema Kita- und Schulverpflegung in der Politik wächst. So wurde mit Veröffentlichung der bundesweiten Ernährungsstrategie ein wichtiger Aspekt aufgenommen: Die außerhäusliche Verpflegung unterschiedlichster Altersgruppen soll als Vorbild für nachhaltigere Ernährung stehen. Allen Kindern und Jugendlichen sollen ausgewogene Mahlzeiten in Kita und Schule angeboten werden und das unabhängig vom Einkommen der Eltern. Ein vom Deutschen Bundestag eingesetzter Bürgerrat setzt sich für ein für die Eltern und Kinder kostenloses gesundes Mittagessen in Schulen und Kitas ein - finanziell getragen von der Politik. In einigen Regionen wird das Schulessen bereits ganz oder teilweise von der Stadt übernommen. In Berlin zum Beispiel müssen die Eltern keinen Beitrag für das Schulessen leisten. In Potsdam wurde ein Preisdeckel eingeführt, bei dem Mehrkosten von der Stadt getragen werden. Daraus resultiert mit großer Wahrscheinlichkeit ein Anstieg der Essenbestellungen, da nun u.a. auch Kinder aus einkommensschwächeren Familien am Essen teilnehmen können. Diese Städte werden vermutlich als Vorbild für weitere Kommunen dienen. Durch die Optimierung unseres Warenwirtschaftssystems können Synergieeffekte noch besser gesteuert und genutzt sowie eine noch detailliertere Rückverfolgbarkeit und optimale Auswertbarkeit gewährleistet werden. Anhand der Auswertungen können wir die Einkaufsprozesse noch nachhaltiger und effizienter gestalten. Consumer-Gruppe setzt auf Wachstum. Hierfür hat der Konzern im Sommer 2023 erstmalig online Marketingmaßnahmen zur Ansprache von potenziellen Neukunden, zum Beispiel über Meta, Google und Bing Ads, aktiviert. Die Anzahl der Kundenanfragen ist nach Wahrnehmung der Geschäftsführung bereits deutlich gestiegen, sodass die Maßnahmen zur Leadgenerierung weiter ausgebaut sowie für weitere Geschäftsbereiche umgesetzt werden. Consumer-Gruppe betreibt deutschlandweit über 30 regionale Küchenstandorte. Das ermöglicht dem Konzern kurze Wege, Kundennähe und einen direkten persönlichen Austausch mit den Einrichtungen vor Ort. Unsere Regionalverantwortlichen, die regionalen Küchenteams und Kundenbetreuung kennen die Region, die Partner und die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden. So kann der Konzernoptimale Serviceleistungen erbringen. Der Vertrieb des Konzerns ist dezentral aufgestellt - mit Vertrieblern, die direkt in der Region aktiv sind. So können potenzielle Kunden in der Region direkt angesprochen werden. Insgesamt überwiegen die Chancen der künftigen Entwicklung den Risiken. D. Prognosebericht Künftige Entwicklung der Rahmenbedingungen Ab August 2026 wird der Rechtsanspruch auf eine Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder der ersten Klassenstufe eingeführt, was für die Consumer-Gruppe ein nennenswertes Wachstumspotenzial birgt. Ab August 2029 hat jedes Grundschulkind in Deutschland, unabhängig von der Klassenstufe, das Recht auf eine Ganztagesbetreuung. Darüber hinaus richtet sich der Konzern bereits heute durch die eingeführten Projekte zum Thema Nachhaltigkeit, sowie der entsprechenden Versorgung, u.a. mit pflanzenbasierten oder auch biologischen Speisen, nach den steigenden gesellschaftlichen Anforderungen. Im 1. Quartal 2024 wurde eine Tarifeinigung mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) erreicht. Seit Oktober 2023 gilt für die tariflich Beschäftigten des Konzerns der neue Vergütungstarifvertrag. Durch Vernetzungen in der Branche, dem Austausch in Verbänden sowie der Teilnahme an Gesprächsrunden gestaltet Consumer-Gruppe die Zukunft der Gemeinschaftsgastronomie aktiv mit und verfolgt das Ziel, die Rahmenbedingungen stetig zu optimieren. Die Consumer-Gruppe ist sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Dank jahrelanger Erfahrung und Experten im Konzern kann auch trotz herausfordernder Marktsituation und steigender Kundenerwartung eine zuverlässige Versorgung mit fortschrittlichen Ansätzen sichergestellt werden. Auch im Geschäftsjahr 2024 werden die Kenngrößen Umsatzerlöse, Wareneinsatz und EBT von entscheidender Bedeutung für die Steuerung des operativen Geschäfts sein. Es wird mit folgenden Planzahlen gerechnet: scroll
Der Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 resultiert aus einer Kombination von verlorenen Ausschreibungen sowie einer geringeren Kundenfrequenz auf Grund der Preissteigerung durch die Erhöhung der Umsatzsteuer auf 19%. F. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die Consumer-Gruppe wird im Jahr 2024 voraussichtlich einen EBT in Höhe von 988 TEUR erwirtschaften. Für das Jahr 2025 wird ein EBT zwischen 290T€ und 1,2 Mio. € prognostiziert. Des Weiteren sollen im Jahr 2025 4 Küchen, betreffend Rubenow, Demmin, Schmölln und Unterwellenborn, geschlossen werden. Darüber hinaus sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Konzerns der Certina Consumer Concepts AG gehabt hätten.
Grünwald, den 24. Oktober 2025 Holger Schmidt, Vorstand BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Certina Consumer Concepts AG, Grünwald PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Certina Consumer Concepts AG, Grünwald, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Certina Consumer Concepts AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT Die von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 wurde nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 31. Oktober 2025 BDO AG Funke, Wirtschaftsprüfer Behrendt, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Er überwachte kontinuierlich die Geschäftsführung des Vorstands und beriet den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand schriftlich und mündlich regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte umfassten alle relevanten Informationen zur Planung, zur Geschäftsentwicklung, Unternehmensstrategie und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den vorgetragenen Plänen wurden erläutert, begründet und diskutiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Satzungsbedingt zustimmungspflichtige Geschäfte wurden nicht getätigt. Es fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, in denen die strategische und operative Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen sowie zahlreiche aktuelle Einzelthemen besprochen wurden. Der Aufsichtsrat hat angesichts seines geringen personellen Umfangs keine Ausschüsse gebildet. Der Konzernabschluss der Certina Concepts AG, der die konsolidierungspflichtigen Gesellschaften umfasst, je zum 31.12.2023 hat die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Jahresabschluss 2023 der Certina Consumer Concepts AG und den Bericht des Abschlussprüfers zur eigenständigen Prüfung erhalten. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Die wesentlichen Prüfungsschwerpunkte der Wirtschaftsprüfer wurden erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, die Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 173 AktG der Hauptversammlung zu überlassen. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauten und Teamgeist geprägt. Dem Vorstand sei dafür an dieser Stelle gedankt.
Grünwald, 10. November 2025 Der Aufsichtsrat |
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