Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 263135
Vorher
Laimberg 124. V V AG
Eingetragen
9.2.2021
Branche
FondsmanagementWagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Certina Consumer Concepts AG

Grünwald

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

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31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 501.880 181.630
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.518.341 3.586.813
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.158.516 2.083.643
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 4.676.856 88.659
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 3.245.103 0
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 975.469 1.101.048
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.598.914 6.930.622
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.105.316 10.704.230 1.807.514
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.013.729 11.610.990
C. Rechnungsabgrenzungsposten 308.621 132.576
30.425.888 27.523.494

PASSIVA

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31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000 50.000,00
II. gesetzliche Rücklage 8 7,85
III. Bilanzgewinn 2.191.613 -255.403,94
IV. Nicht beherrschende Anteile 2.483.548 4.725.169 1.667.875,42
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 1.896.986 1.901.986,10
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 201.964 212.567,00
2. Steuerrückstellungen 169.910 36,54
3. sonstige Rückstellungen 9.705.268 10.077.142 9.135.506,28
D. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 85.619 172.188,02
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.118.932 8.213.860,98
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.522.041 13.726.592 6.423.013,49
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0 1.856,48
30.425.888 27.523.494

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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2023
EUR
1. Umsatzerlöse 85.708.671
2. Gesamtleistung 85.708.671
3. sonstige betriebliche Erträge 1.928.005
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 26.677.679
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.502.443
32.180.122
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 26.158.589
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.571.985
31.730.574
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.438.762
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 17.848.046
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 190.983
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 66.551
10. Konzernergebnis vor Steuern 4.563.604
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.238.218
12. Konzernergebnis nach Steuern 3.325.386
13. sonstige Steuern 62.696
14. Konzernjahresüberschuss 3.262.689
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr -255.404
16. Nicht beherrschende Anteile 815.672
17. Bilanzgewinn 2.191.613

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

der Certina Consumer Concepts AG, Grünwald

I. Allgemeine Angaben

Die Certina Consumer Concepts AG hat ihren Sitz in Grünwald. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der HRB 263135 eingetragen.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes aufgestellt.

Das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit des Abschlusses wurden Davon-Angaben einheitlich im Konzernanhang wiedergegeben. Alle Zahlenangaben erfolgen einheitlich in Tausend Euro (TEUR).

II. Konsolidierungskreis

Zum 31.12.2023 besteht für das Mutterunternehmen erstmalig die Verpflichtung, einen Konzernabschluss nach § 290 ff. HGB zu erstellen, da sie die Größenkriterien nach HGB an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen überschritten hat. Wegen der erstmaligen Aufstellung unterbleibt die Angabe von Vergleichszahlen in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sowie in der Konzernkapitalflussrechnung.

Zum Konsolidierungskreis gehören zum 31.12.2023 neben dem Mutterunternehmen Certina Consumer Concepts AG, Grünwald, folgende Gesellschaften:

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Unternehmen Anteil am Kapital
VielfaltMenü GmbH, Berlin 75 %
VielfaltMenü Service GmbH & Co. KG. Berlin1 100 %
VielfaltMenü Verwaltungs GmbH, Berlin1 100 %

1 über die VielfaltMenü GmbH

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem beizulegenden Zeitwert der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden unter Aufdeckung sämtlicher, auch auf die Anteile von Minderheitsgesellschaftern entfallenden, stillen Reserven zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile verrechnet. Auf- und Abstockungen von Kapitalanteilen an Tochterunternehmen werden erfolgsneutral im Eigenkapital, in der Kapitalrücklage verrechnet.

Für die Erstkonsolidierung der VielfaltMenü GmbH wurden die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten auf den 30.06.2021 zu Zeitwerten bewertet (Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 HGB). Es ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag von T€ 1.897. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Teile der Kapitalrücklage der VielfaltMenü GmbH. Der Ausweis erfolgt als gesonderter Posten nach dem Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Der passivische Unterschiedsbetrag steht in Verbindung mit der Sanierung der Gruppe und wird gem. DRS 23 aufgelöst. In 2023 sind keine Sanierungskosten angefallen und daher erfolgt keine Auflösung.

Für die Erstkonsolidierung der VielfaltMenü Verwaltungs GmbH zum 31.12.2023 (Erwerb einer Vorratsgesellschaft durch die VielfaltMenü GmbH) wurde das Stammkapital i. H. v. EUR 25.000 gegen den Kaufpreis von EUR 28.500 eliminiert. Der Rest wurde mit dem passivischen Unterschiedsbetrag verrechnet, da der Erwerb im Sinne des Sanierungskonzeptes erfolgte.

Für die Erstkonsolidierung der VielfaltMenü Service GmbH & Co. KG zum 31.12.2023 (Erwerb einer Vorratsgesellschaft durch die VielfaltMenü GmbH) wurde das Kommanditkapital i.H. v. EUR 500,00 gegen den Kaufpreis von EUR 2.000 eliminiert. Der Rest wurde mit dem passivischen Unterschiedsbetrag verrechnet, da der Erwerb im Sinne des Sanierungskonzeptes erfolgte.

Schuldverhältnisse zwischen den Konzernunternehmen wurden ebenso wie Aufwendungen und Erträge aus dem Leistungsverkehr aufgerechnet. Zwischengewinne aus dem Leistungsverkehr der Gesellschaften untereinander wurden, sofern sie nicht untergeordneter Bedeutung waren, eliminiert.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gelten einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten und - sofern abnutzbar - jeweils abzüglich aufgelaufener Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit notwendig, vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungspreis von € 250 werden sofort aufwandswirksam gebucht; solche mit Anschaffungskosten über € 250 bis € 800 werden in das Anlageverzeichnis aufgenommen und sofort abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Durchschnittskosten oder zu den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen, um die relevanten Forderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert auszuweisen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen eine aktive latente Steuer ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung kein Gebrauch gemacht.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten (jeweils 1,90 % p.a.) berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den biometrischen Grundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Zinssatz fand der von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichte 10-Jahres-Durchschnittszins von 1,82 % Anwendung, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) ergibt.

Die Personalrückstellung für Jubiläumszuwendungen wird unter versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Beachtung der Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Entsprechend wurde zum 31. Dezember 2023 ein Zinssatz von 1,74 % p.a. angewandt. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem notwendigen Erfüllungsbetrag und allen erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung tragen. Von der Bildung einer Rückstellung für Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wurde wegen Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abgesehen.

Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Das Ergebnis aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen ist im operativen Ergebnis dargestellt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden nach der Nettomethode passiviert.

Die Bewertung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

V. Erläuterungen zur Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Bandbreite der Nutzungsdauern beläuft sich auf:

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EDV-Software 3-5 Jahre
Gebäude 33-50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In Höhe von T€ 730 haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten T€ 309 berücksichtigt im Wesentlichen Abgrenzungen für Versicherungsleistungen, Wartung, Gebühren sowie EDV-Leistungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag.

Rückstellungen

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag von € 1.597. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht dafür eine Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen von T€ 9.705 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, für Vertragsrisiken, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Restrukturierungskosten.

Verbindlichkeiten

In den Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.522 sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von T€ 6.140, davon T€ 0 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren, enthalten. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 219 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 124 enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit geschäftsüblichem Eigentumsvorbehalt besichert.

VI. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt und teilen sich auf folgende Tätigkeitsbereiche auf:

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2023
in T€
Erlöse Schul- und Kitaessen 71.696
Verpflegung, Dienstleistungen, Sonstiges 14.013
Gesamtumsatz 85.709

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 1.928. Diese resultieren im Wesentlichen aus einem Grundstücksverkauf.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 31 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

VII. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 36 enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Nachbuchung von Rechnungen des Vorjahres.

VIII. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltende Geschäfte

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

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Gesamt davon bis zu 1 Jahr davon mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren davon mehr als 5 Jahre
in T€ in T€ in T€ in T€
Verpflichtungen aus Gebäudemietverträgen 1.297 693 604 0
Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträger 986 452 534 0
Verpflichtungen aus Leasing für Kleingeräte 48 32 16 0
2.331 1.177 1.154 0

Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns stehen, aber von dieser für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit benötigt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Miete für Geschäfts- und Betriebsräume, Kopiergeräte sowie Leasingraten von Firmenfahrzeugen. Der Vorteil der Leasingverträge („operating leasing“) liegt in der anfänglich geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Konzern hat im Rahmen eines sog. sale and lease back Geschäfts im Geschäftsjahr ein Gebäude sowie das zugehörige Grundstück an ein nahestehendes Unternehmen veräußert. Als Veräußerungspreis wurden € 1,75 Mio. vereinbart, zusätzlich enthält der Vertrag noch eine Kaufpreisanpassungsklausel beim Eintritt bestimmter Bedingungen in der Zukunft. Durch die Veräußerung des Gebäudes sowie des zugehörigen Grundstücks erzielte der Konzern im Berichtsjahr einen sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von € 1,1 Mio. Das entsprechende Gebäude wird seit der Veräußerung von der Gruppe für eine monatliche Netto-Kaltmiete in Höhe von T€ 7,3 zurückgemietet.

Die sonstigen Ausleihungen enthalten ein Darlehen über T€ 2.200 mit einem nahestehenden Unternehmen. Bei einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 ist dieses mit 3% p.a. verzinst.

Die sonstigen Ausleihungen enthalten Darlehen über in Summe T€ 1.000 mit nahestehenden Unternehmen, die im Berichtsjahr von einem weiteren nahestehenden Unternehmen erworben wurden. Die Verzinsung erfolgt zum 3 Monats-EURIBOR zzgl. eines Aufschlags. Aufgrund von Besicherungen der Darlehen erachtet der Vorstand den Erwerb sowie die Gewährung der Darlehen als fremdüblich.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten ein kurzfristiges Darlehen über TEUR 600 mit einem nahestehenden Unternehmen. Dieses wird gemäß Vertrag mit 4,5% verzinst. Aufgrund von Besicherungen des Darlehens erachtet der Vorstand dieses Darlehen als fremdüblich.

Darüber hinaus bestehen keine nicht marktüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

Vorstand

Vorstand im Geschäftsjahr waren folgenden Personen:

Herr Holger J. Schmidt, München, Managing Partner Consumer Goods & Retail Certina

Es erfolgte keine Vergütung durch die Gesellschaft.

Aufsichtsrat

Vorsitzender: Herr Dr. Hans Wehrmann, Grünwald, Kaufmann

Stellvertretender Vorsitzender: Herr Andras von Kontz, München, Kaufmann

Mitglied: Frau Ulrike Röder, Haar, Vorstandssekretärin

Es erfolgte keine Vergütung durch die Gesellschaft.

Mitarbeiter

Der Konzern beschäftigte im vergangenen Geschäftsjahr durchschnittlich 1.073 Mitarbeitende. Davon waren durchschnittlich 993 Angestellte sowie 1 leitende Angestellte sowie 79 Aushilfen.

Konzernabschlussprüferhonorar

Das auf das Geschäftsjahr entfallende Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 8.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Die Certina Consumer Concepts AG, Grünwald stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand beabsichtigt, das Jahresergebnis des Mutterunternehmen auf neue Rechnung vorzutragen. Ein Beschluss wurde hierzu noch nicht gefasst.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Jahr 2025 wurden bisher 4 Küchen, betreffend Rubenow, Demmin, Schmölln und Unterwellenborn, geschlossen.

Darüber hinaus sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Konzerns der Certina Consumer Concepts AG gehabt hätten.

 

Berlin, den 24. Oktober 2025

Der Vorstand

Holger J. Schmidt

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.529.322,50 464.503,41 5.759.857,41 0,00 1.233.968,50
6.529.322,50 464.503,41 5.759.857,41 0,00 1.233.968,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.809.099,61 31.746,59 1.698.825,06 0,00 7.142.021,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.933.410,55 997.944,92 2.113.947,94 39.615,29 15.857.022,82
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.659,29 0,00 49.044,00 -39.615,29 0,00
25.831.169,45 1.029.691,51 3.861.817,00 0,00 22.999.043,96
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 3.245.103,00 0,00 0,00 3.245.103,00
32.360.491,95 4.739.297,92 9.621.674,41 0,00 27.478.115,46
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Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.347.692,06 142.190,19 5.757.793,76 732.088,49
6.347.692,06 142.190,19 5.757.793,76 732.088,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.222.286,90 346.579,99 945.186,59 4.623.680,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.849.767,90 949.992,20 2.101.252,78 13.698.507,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
20.072.054,80 1.296.572,19 3.046.439,37 18.322.187,62
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
26.419.746,86 1.438.762,38 8.804.233,13 19.054.276,11
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Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 501.880,01 181.630,44
501.880,01 181.630,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.518.340,84 3.586.812,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.158.515,50 2.083.642,65
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 88.659,29
4.676.856,34 5.759.114,65
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 3.245.103,00 0,00
8.423.839,35 5.940.745,09

Kapitalflussrechnung zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023

Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) gemäß DRS 21 zur Kapitalflussrechnung erstellt:

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2023
TEUR
Periodenergebnis 3.263
+/- Ab-/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 1.439
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) 559
+/- Sonstige Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 126
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.668
-/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -474
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.095
-/+ Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 11
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
-/+ Zinserträge/Zinsaufwendungen -124
-/+ Ertragsteuerertrag/Ertragsteueraufwand 1.238
Ertragsteuerertrag/Ertragsteueraufwand 1.238
- Korrektur um nicht zahlungswirksame Vorgänge (Steuerrückstellungen) -170 -1.068
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.205
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -465
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.030
+ Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 817
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlage -3.245
+ Erhaltene Zinsen 124
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -3.797
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 0
Veränderung des Finanzmittelfonds -1.592
konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -5
Finanzmittelfonds am 1. Januar 11.611
Finanzmittelfonds am 31. Dezember 2023 10.014

Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln im Sinne von § 266 Abs. 2 B IV HGB.

Eigenkapitalspiegel zur Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

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1.1.2023 Konzernjahresüberschuss 31.12.2023
EUR EUR EUR
Gezeichnetes Kapital 50.000 0 50.000
+ Gesetzliche Rücklage 8 0 8
+ Bilanzgewinn -255.404 2.447.017 2.191.613
+ Nicht beherrschende Anteile 1.667.875 815.672 2.483.548
= Konzerneigenkapital 1.462.479 3.262.689 4.725.169

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

der Certina Consumer Concepts AG, Grünwald

A. Grundlagen

1. Geschäftsmodell, Geschäftstätigkeit und Grundsätzliches

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Certina Consumer Concepts AG - Gruppe (kurz: Consumer-Gruppe) liegt, durch die einzige operative Konzerngesellschaft, der VielfaltMenü GmbH, Berlin, in der deutschlandweiten Versorgung von Kindergärten und Schulen sowie öffentlicher Einrichtungen mit warmen und kalten Speisen. Darüber hinaus betreibt der Konzern Betriebsrestaurants. Um sich den Herausforderungen der Kunden besser stellen zu können, ist die Gruppe in Regionen gegliedert. Insgesamt betreibt die Gruppe derzeit 32 dezentrale Küchen, die entweder direkt an die Einrichtungen bzw. Unternehmen gegliedert sind oder als eigene Standorte unterschiedliche Einrichtungen beliefern. Insgesamt sind in den Betrieben und an den Verwaltungsstandorten zum 31.12.2023 1.073 Mitarbeitende beschäftigt.

2. Organisationsstruktur

Die Certina Consumer Concepts AG stellt die Gruppenholding dar. Darunter befindet sich als Beteiligung die VielfaltMenü GmbH, welche auf Catering im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung spezialisiert ist - vorrangig auf die Verpflegung in Kinder- und Schuleinrichtungen sowie der Betriebsgastronomie. Die Gruppe befindet sich aktuell in einer Umorganisation und plant einzelne Geschäftsbereiche der VielfaltMenü GmbH in Tochtergesellschaften auszugliedern. Dazu wurde unter anderem die Beteiligungen VielfaltMenü Service GmbH & Co. KG und VielfaltMenü Verwaltungs GmbH zu Ende 2023 gegründet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Sowohl die Consumer-Gruppe als auch die Wirtschaft unterliegen derzeit einem starken Wandel. Durch die stetige Analyse der Marktsituation sowie die Beobachtung von Trends mit demografischen, sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und technologischen Auswirkungen optimiert der Konzern seine Strategie und passt die Angebote kontinuierlich an.

Der Einkauf von der Consumer-Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig digitalisiert. Zum Beispiel wurde das Warenwirtschaftssystem neu aufgesetzt und der Bestellprozess digitalisiert. So können Synergieeffekte noch besser gesteuert und genutzt sowie eine noch detailliertere Rückverfolgbarkeit und optimale Auswertbarkeit gewährleistet werden.

Darüber hinaus wurden Einkaufsprozesse standardisiert, um die Vorgänge effizienter zu gestalten.

Aufgrund der von der Consumer-Gruppe eingeführten Maßnahmen, wie beispielsweise dem Beschwerdemanagement sowie unterschiedlichster Feedbackmöglichkeiten, können Kundinnen und Kunden das Angebot und den Service mitgestalten. Der Konzernkann sich so stetig an den sich verändernden Anforderungen neu orientieren und die Erwartungen bedienen. Mit dem online Bestellsystem sowie der interaktiven App bietet die Consumer- Gruppe den Kunden eine flexible sowie unkomplizierte Möglichkeit aus den unterschiedlichen Menüs im Speiseplan auszuwählen. Das digitale Angebot wird stetig weiter ausgebaut und an sich zukünftig verändernde Bedürfnisse angepasst.

Im Jahr 2023 wurde der Entgelttarifvertrag mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) neu verhandelt und Anfang 2024 ein Ergebnis erzielt.

Darüber hinaus engagiert sich die Consumer-Gruppe in brancheninternen Verbänden, um die Gemeinschaftsgastronomie der Zukunft aktiv mitzugestalten.

Zum Ende des Jahres 2023 hat die Consumer-Gruppe ein Hinweisgebersystem eingeführt und die Mitarbeitenden entsprechend im Umgang damit geschult. Darüber hinaus wurde der Geschäftspartnerkodex sowie die Grundsatzerklärung Menschenrechte veröffentlicht.

Es lässt sich darüber hinaus feststellen, dass, insbesondere in den alten Bundesländern, die Einführung der Ganztagsschulen weiterhin an Schwung gewinnt und immer mehr Träger in diesen Bundesländern die Versorgung an Schulen ausschreiben. Ab 2026 gilt das Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (Ganztagsförderungsgesetz - GaFöG).

Damit möglichst viele Kinder am Essen teilnehmen können, bietet die Consumer-Gruppe für Kinder mit gängigen Allergien und Unverträglichkeiten, Sonderkost an und stellt so eine zuverlässige Versorgung sicher.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Consumer-Gruppe sowohl in der Versorgung von Bildungseinrichtungen Neukunden gewinnen als auch im Bereich der Betriebsgastronomie mit dem Konzept „AusZeit“. Die Consumer-Gruppe hat drei neue Kochstandorte eröffnet, und zwar zwei Betriebsrestaurants in Hamburg und Hannover sowie eine Küche in einer Kindertagesstätte in Bingen. Darüber hinaus wurden 81 neue Einrichtungen mit Ausgabeküche sowie 20 Vertragskunden im Bestandsgeschäft nach Neuausschreibung gewonnen.

2. Steuerungsrelevante Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2023 basierten die interne Steuerung und die operativen Ziele primär auf den von den HGB-Zahlen abgeleiteten und ggf. um bestimmte Sondereinflüsse bereinigten Kennzahlen. Das eingesetzte Steuerungsinstrumentarium unterstützt das oberste Unternehmensziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, und dass hieraus abgeleitete Ziel eines profitablen Umsatzwachstums. Hierzu verwenden wir unterschiedliche wertorientierte Kenngrößen. Um das operative Geschäft zu steuern, wurde sich im Berichtsjahr hauptsächlich auf die Kenngrößen Umsatzerlöse, Wareneinsatz und EBT konzentriert. Daneben wurden die Personalkosten, sonstige betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen zur Steuerung des Konzerns herangezogen.

Ausgangspunkt der Planungs- und Kontrollprozesse ist die Planung der Consumer-Gruppe. Auf einer stark verdichteten Ebene werden die künftigen Wachstums- und Profitabilitätstreiber ermittelt. Anschließend wird die Planung für kundennahe und unterstützende Funktionen detailliert.

Über die detaillierten Jahresplanungen wird das Budget festgelegt, das für das Erreichen der Ziele zur Verfügung steht.

Interne Umsatz- und Ergebnisprognosen finden monatlich im Business Review auf Ebene des Konzerns, der Region sowie der einzelnen Standorte statt. Damit können die Ziele gemessen und Planabweichungen rechtzeitig festgestellt werden. Durch kontinuierliche Überprüfungen der einzelnen Gebiete werden diese Entwicklungen analysiert und der Handlungsbedarf definiert. Integrierte Planungs- und Informationssysteme bilden die Planungs-, Kontroll- und Berichtsprozesse durchgängig ab. Sie ermöglichen dem Konzern, aufschlussreiche Auswertungen über die unterschiedlichen Regionen hinweg vorzunehmen, die die Entscheidungsfindung unterstützen.

3. Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr

Der deutlichen Erhöhung des Mindestlohnes sowie den gestiegenen Großhandelspreisen auf Lebensmittel konnte durch die Optimierung der internen operativen Prozesse sowie mit Preisanpassungen erfolgreich entgegengewirkt werden.

Aus wirtschaftlichen Gründen wurden im Jahr 2023 vier Küchenstandorte geschlossen und die Bestandsportionen auf die umliegenden Küchenstandorte verteilt.

Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen T€ 1.494 Die Investitionen betrafen zum überwiegenden Teil die Ausstattung in Küchenequipment, Einbauten sowie Investitionen für die Ausstattung der Küchen sowie IT- Equipment.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden zum Stichtag 31.12.2023 1.073 Mitarbeitende beschäftigt, 1 Leitende Angestellte, 993 Angestellte und 79 Aushilfen.

Der Geschäftsverlauf der Consumer-Gruppe wird insgesamt als günstig beurteilt.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurde ein Konzernumsatz von T€ 85.709 erzielt. Die ausgewiesenen Umsatzerlöse ergeben sich in erster Linie aus dem Kerngeschäft der Gruppe. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 (EUR 96,7 Mio.) wurde somit verfehlt. Es wurden weniger Neukunden gewonnen als ursprünglich geplant.

Der Materialaufwand beläuft sich auf T€ 32.180. Die Materialaufwandsquote betrug 37,5%. Der Materialaufwand ist höher als für das Geschäftsjahr geplant (EUR 28,1 Mio.), weil Kostensteigerungen bei der Beschaffung stärker ausfielen als erwartet.

Der Personalaufwand beinhaltet vornehmlich die Personalkosten für die beschäftigten Mitarbeitenden. Er betrug T€ 31.731. Die Personalaufwandsquote betrug 37,0%

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 17.848. Sie beinhalten vor allem Aufwendungen für Raumkosten, Bürokosten, Transportkosten, Fremdlöhne, Reisekosten, Fahrzeugkosten, Anlagenleasing, Instandhaltungsaufwendungen sowie Werbekosten. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrug 20,8%.

Das Konzern-EBT beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 4.564 dieses entspricht einer EBT-Marge in Höhe von 5,3% (prognostiziert wurden EUR 4,0 Mio. mit einer Marge von 4,2%). Das bessere EBT resultiert aus geringeren sonstigen Kosten als ursprünglich geplant.

4.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt T€ 30.426.

Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus Firmengrundstücken und dem für die Ausstattung der Küchen notwendigen Equipment. Der Wert des Sachanlagevermögens beträgt auf Grund eines Objektverkaufes T€ 4.677.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei T€ 8.599. Die Veränderung der Forderungen ist saisonal bedingt.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 15,5 %.

Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 9.705 und enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten und für Vertragsrisiken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 7.119.

4.3. Finanzlage

Die Finanzlage der Consumer-Gruppe ist stabil. Die Consumer-Gruppe ist weiterhin nicht auf Fremdkapital von Kreditinstituten angewiesen. Der Bestand flüssiger Mittel beträgt zum Bilanzstichtag T€ 10.014. Zum 31.12.2023 bestehen zwei Darlehen der Sodexo Services GmbH mit einer Laufzeit bis 2025 bzw. 2027.

C. Risiko- und Chancenbericht

1. Risiken und Risikomanagement

Als Risiko bezeichnet der Konzern die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Gegen potenzielle Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde ein Risikomanagementsystem installiert, welches derartige Risiken frühzeitig erkennbar werden lässt, damit geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Nach Wichtigkeit geordnet sehen wir folgende Risiken, beginnend mit dem Bedeutendsten:

KUNDENVERLUSTRISIKO

Mangelnde Qualität, Fähigkeit zur Erbringung der Dienstleistungen und nicht marktfähige Preise der Dienstleistungen können dazu führen, dass der Kunde nicht behalten wird, was möglicherweise zu Folgendem führt:

Verlust von Umsatzerlösen;

Abnahme der Rentabilität;

Glaubwürdigkeitsverlust auf dem Markt.

Um diesen Risiken zu begegnen, führen wir regelmäßig Kundenbefragungen durch. Darüber hinaus werden regelmäßig die Preise der Wettbewerber analysiert. So können wir frühzeitig auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren.

LEBENSMITTELQUALITÄTSRISIKEN

Die Consumer-Gruppe verpflegt täglich eine große Zahl von Personen. Aus diesem Grund sehen wir die Einhaltung der hohen Qualitäts- und Hygienestandards bei der Verarbeitung der eingesetzten Lebensmittel als unsere Priorität. Ein signifikanter Vorfall in diesem Bereich könnte Auswirkungen auf unsere Reputation haben. Um dem zu begegnen, wird die Qualität der Lebensmittel fortlaufend durch unser Qualitätsmanagement überwacht.

ANGEBOTS- UND VERTRAGSRISIKEN

Kundenverträge der Consumer-Gruppe sind langfristig und können jeweils zwischen fünf und zehn Jahren laufen. Ungenaue Preisannahmen, mangelnde Definition oder Detailgenauigkeit im Leistungsumfang und unzureichende Vertragsklauseln während eines Angebotsvorschlags können zu niedrigen Margen oder sogar zu Vertragsverlusten führen, entweder in der Startphase oder zu einem späteren Zeitpunkt. Bei Verträgen ohne Preisanpassungsklausel trägt die Consumer-Gruppe die Risiken, die im Zusammenhang mit Kostenänderungen im Rahmen der Erbringung der Dienstleistung entstehen, in voller Höhe. In diesen Verträgen gibt es ggf. keine periodischen Indexklauseln, durch die Preisanpassungen, auf Grund von gestiegenen Personal- oder Lebensmittelkosten, an unsere Kunden weitergegeben werden können. Das Fehlen einer solchen Vertragsklausel könnte erhebliche Effekte auf die Rentabilität unserer Verträge haben. Die Geschäftsleiter begegnen diesem Risiko durch Überprüfung der Relevanz und Wettbewerbsfähigkeit unseres Angebotes während der Angebotsphase sowie mit einer fortlaufenden Überwachung der Rentabilitätssituation abgeschlossener Verträge. Wo notwendig, werden Bestandsverträge nachverhandelt oder Leistungen angepasst.

FORDERUNGSAUSFALLRISIKO

Das Risiko in Bezug auf Kundenforderungen ist gegenwärtig. Es wird durch ein aktives Forderungsmanagement gegengesteuert. Bei den Forderungen bestehen Ausfallrisiken, denen u.a. durch Bonitätsprüfungen bei Neukunden und ein ausgeprägtes Mahnwesen begegnet wird. Die Consumer-Gruppe hat im Laufe des Jahres keine wesentlichen Änderungen der Auswirkungen des Kundenausfalls festgestellt.

PERSONALKAPAZITÄTSRISIKO

Unser Konzern kann nur wachsen, wenn wir ausreichend ausgebildetes Fachpersonal zur Verfügung haben. Aus diesem Grund passen wir unseren Recruiting-Prozess kontinuierlich an die Marktanforderung und -gegebenheiten an.

BESCHAFFUNGSRISIKEN

Dem Risiko steigender Einkaufspreise wird durch kontinuierliches Kostenmanagement entgegengesteuert. Dazu prüft unser strategischer Einkauf kontinuierlich die Preise und verhandelt diese mit den Lieferanten. Zudem hat die Consumer-Gruppe einen langfristigen Energiebeschaffungsvertrag abgeschlossen, wodurch anfallenden Kostensteigerungen für Gas und Strom entgegengewirkt wird.

STEUERLICHE ANPASSUNGEN

Ab Januar 2024 gilt, auch für die Produktion und den Service von Kita- und Schulessen, der Umsatzsteuersatz von 19% (zuvor 7%). Die Gruppe kann die erhöhte Steuer bei Nettoverträgen an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Für eine mögliche Lösung für Kundinnen und Kunden mit Bruttoverträgen, werden Gespräche, u.a. mit den Ämtern bzw. Trägern, geführt. Um die Politik auf die Auswirkungen im Bereich des Kita- und Schulessens aufmerksam zu machen, haben wir ein entsprechendes Positionspapier verfasst und veröffentlicht.

Neben den genannten Maßnahmen besteht ein umfangreiches Reporting und die monatlichen Business Reviews mit den Geschäftsleitern und dem Vorstand. In wöchentlich stattfindenden Sitzungen der Geschäftsführung sowie der nächstfolgenden Ebene der Geschäftsleiter werden sowohl die aktuelle Situation als auch die absehbare und mittelfristige Entwicklung ausführlich diskutiert, bewertet und bei Bedarf Maßnahmen definiert. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, sind derzeit nicht zu erkennen.

2. Chancen

Chancen sieht die Consumer-Gruppe in der Umsetzung des Ziels, unsere Serviceleistungen jeden Tag zu verbessern. Darüber hinaus werden wir in den nächsten Jahren deutschlandweit expandieren und auch in den Bundesländern, in denen wir bisher nicht tätig sind, unsere Geschäftsfelder aufbauen. Die kommende Gesetzesänderung zur Ganztagesbetreuung von Grundschulkindern birgt für Consumer-Gruppe weiteres Marktpotenzial, insbesondere in den alten Bundesländern.

Das Produktionsverfahren Cook & Chill, bei dem der Garprozess kurz vor Ende pausiert und erst in der Einrichtung durch Regeneration final zubereitet wird, ermöglicht frische Gerichte, die auch nach längeren Transportwegen in entsprechenden Kühlfahrzeugen mit Konsistenz, Geschmack und Nährstoffgehalt überzeugen. So kann die Consumer-Gruppe nahezu flächendeckend in Deutschland versorgen, insbesondere auch in Randgebieten, in denen das Versorgungsangebot geringer ist. So ist eine Skalierung auch mit den bestehenden Küchenstandorten möglich.

Durch den Preisdruck im Markt ist ersichtlich, dass insbesondere kleinere Caterer Schwierigkeiten haben werden, wirtschaftlich zu bestehen. Consumer-Gruppe sieht somit die Chance zusätzlich durch Zukäufe, Kundenübernahme und Neukundengewinnung in den jeweiligen Regionen zu wachsen.

Darüber hinaus wird immer ersichtlicher, dass das Bewusstsein für das Thema Kita- und Schulverpflegung in der Politik wächst. So wurde mit Veröffentlichung der bundesweiten Ernährungsstrategie ein wichtiger Aspekt aufgenommen: Die außerhäusliche Verpflegung unterschiedlichster Altersgruppen soll als Vorbild für nachhaltigere Ernährung stehen. Allen Kindern und Jugendlichen sollen ausgewogene Mahlzeiten in Kita und Schule angeboten werden und das unabhängig vom Einkommen der Eltern. Ein vom Deutschen Bundestag eingesetzter Bürgerrat setzt sich für ein für die Eltern und Kinder kostenloses gesundes Mittagessen in Schulen und Kitas ein - finanziell getragen von der Politik.

In einigen Regionen wird das Schulessen bereits ganz oder teilweise von der Stadt übernommen. In Berlin zum Beispiel müssen die Eltern keinen Beitrag für das Schulessen leisten. In Potsdam wurde ein Preisdeckel eingeführt, bei dem Mehrkosten von der Stadt getragen werden. Daraus resultiert mit großer Wahrscheinlichkeit ein Anstieg der Essenbestellungen, da nun u.a. auch Kinder aus einkommensschwächeren Familien am Essen teilnehmen können. Diese Städte werden vermutlich als Vorbild für weitere Kommunen dienen.

Durch die Optimierung unseres Warenwirtschaftssystems können Synergieeffekte noch besser gesteuert und genutzt sowie eine noch detailliertere Rückverfolgbarkeit und optimale Auswertbarkeit gewährleistet werden. Anhand der Auswertungen können wir die Einkaufsprozesse noch nachhaltiger und effizienter gestalten.

Consumer-Gruppe setzt auf Wachstum. Hierfür hat der Konzern im Sommer 2023 erstmalig online Marketingmaßnahmen zur Ansprache von potenziellen Neukunden, zum Beispiel über Meta, Google und Bing Ads, aktiviert. Die Anzahl der Kundenanfragen ist nach Wahrnehmung der Geschäftsführung bereits deutlich gestiegen, sodass die Maßnahmen zur Leadgenerierung weiter ausgebaut sowie für weitere Geschäftsbereiche umgesetzt werden.

Consumer-Gruppe betreibt deutschlandweit über 30 regionale Küchenstandorte. Das ermöglicht dem Konzern kurze Wege, Kundennähe und einen direkten persönlichen Austausch mit den Einrichtungen vor Ort. Unsere Regionalverantwortlichen, die regionalen Küchenteams und Kundenbetreuung kennen die Region, die Partner und die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden. So kann der Konzernoptimale Serviceleistungen erbringen. Der Vertrieb des Konzerns ist dezentral aufgestellt - mit Vertrieblern, die direkt in der Region aktiv sind. So können potenzielle Kunden in der Region direkt angesprochen werden.

Insgesamt überwiegen die Chancen der künftigen Entwicklung den Risiken.

D. Prognosebericht Künftige Entwicklung der Rahmenbedingungen

Ab August 2026 wird der Rechtsanspruch auf eine Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder der ersten Klassenstufe eingeführt, was für die Consumer-Gruppe ein nennenswertes Wachstumspotenzial birgt. Ab August 2029 hat jedes Grundschulkind in Deutschland, unabhängig von der Klassenstufe, das Recht auf eine Ganztagesbetreuung.

Darüber hinaus richtet sich der Konzern bereits heute durch die eingeführten Projekte zum Thema Nachhaltigkeit, sowie der entsprechenden Versorgung, u.a. mit pflanzenbasierten oder auch biologischen Speisen, nach den steigenden gesellschaftlichen Anforderungen.

Im 1. Quartal 2024 wurde eine Tarifeinigung mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) erreicht. Seit Oktober 2023 gilt für die tariflich Beschäftigten des Konzerns der neue Vergütungstarifvertrag.

Durch Vernetzungen in der Branche, dem Austausch in Verbänden sowie der Teilnahme an Gesprächsrunden gestaltet Consumer-Gruppe die Zukunft der Gemeinschaftsgastronomie aktiv mit und verfolgt das Ziel, die Rahmenbedingungen stetig zu optimieren.

Die Consumer-Gruppe ist sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Dank jahrelanger Erfahrung und Experten im Konzern kann auch trotz herausfordernder Marktsituation und steigender Kundenerwartung eine zuverlässige Versorgung mit fortschrittlichen Ansätzen sichergestellt werden.

Auch im Geschäftsjahr 2024 werden die Kenngrößen Umsatzerlöse, Wareneinsatz und EBT von entscheidender Bedeutung für die Steuerung des operativen Geschäfts sein. Es wird mit folgenden Planzahlen gerechnet:

scroll
Planung 2024 Prognose 2025
in Mio € Qualitative
Umsatzerlöse 78,0 Leicht geringer (einstelliger %-Satz) als 2024
Materialaufwand 28,0 Leicht geringer (einstelliger %-Satz) als 2024
EBT 1,0 Vergleichbar mit 2024

Der Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 resultiert aus einer Kombination von verlorenen Ausschreibungen sowie einer geringeren Kundenfrequenz auf Grund der Preissteigerung durch die Erhöhung der Umsatzsteuer auf 19%.

F. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die Consumer-Gruppe wird im Jahr 2024 voraussichtlich einen EBT in Höhe von 988 TEUR erwirtschaften. Für das Jahr 2025 wird ein EBT zwischen 290T€ und 1,2 Mio. € prognostiziert. Des Weiteren sollen im Jahr 2025 4 Küchen, betreffend Rubenow, Demmin, Schmölln und Unterwellenborn, geschlossen werden.

Darüber hinaus sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Konzerns der Certina Consumer Concepts AG gehabt hätten.

 

Grünwald, den 24. Oktober 2025

Holger Schmidt, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Certina Consumer Concepts AG, Grünwald

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Certina Consumer Concepts AG, Grünwald, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Certina Consumer Concepts AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT

Die von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 wurde nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. Oktober 2025

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Funke, Wirtschaftsprüfer

Behrendt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Er überwachte kontinuierlich die Geschäftsführung des Vorstands und beriet den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand schriftlich und mündlich regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte umfassten alle relevanten Informationen zur Planung, zur Geschäftsentwicklung, Unternehmensstrategie und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den vorgetragenen Plänen wurden erläutert, begründet und diskutiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Satzungsbedingt zustimmungspflichtige Geschäfte wurden nicht getätigt.

Es fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, in denen die strategische und operative Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen sowie zahlreiche aktuelle Einzelthemen besprochen wurden.

Der Aufsichtsrat hat angesichts seines geringen personellen Umfangs keine Ausschüsse gebildet.

Der Konzernabschluss der Certina Concepts AG, der die konsolidierungspflichtigen Gesellschaften umfasst, je zum 31.12.2023 hat die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Jahresabschluss 2023 der Certina Consumer Concepts AG und den Bericht des Abschlussprüfers zur eigenständigen Prüfung erhalten. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Die wesentlichen Prüfungsschwerpunkte der Wirtschaftsprüfer wurden erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, die Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 173 AktG der Hauptversammlung zu überlassen.

Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauten und Teamgeist geprägt. Dem Vorstand sei dafür an dieser Stelle gedankt.

 

Grünwald, 10. November 2025

Der Aufsichtsrat

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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Organisationen an dieser Adresse

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Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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