Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 132997
Vorher
WS 3011 Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft
Eingetragen
31.8.2000
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Verwaltung des eigenen Vermögens, insbesondere Erwerb und Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen jeglicher Rechtsform, Wertpapieren, Aktien, Grundstücken und Gebäuden sowie deren Vermietung und Verpachtung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Certina Holding AG

Grünwald

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31.12.2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.485.389 944.155
2. geleistete Anzahlungen 669.541 1.073.482
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.756.305 29.748.301
2. technische Anlagen und Maschinen 19.503.805 21.184.823
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.481.119 5.566.692
4. geleistete Anzahlungen 7.407.969 61.149.198 3.810.868
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 27.341 27.341
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.443.630 1.470.971 1.394.311
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.636.258 14.931.220
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen 106.542.088 144.141.887
3. fertige Erzeugnisse, Waren 7.751.874 6.098.457
4. geleistete Anzahlungen 34.173.882 31.760.154
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -154.838.925 23.265.177 -168.792.730
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.011.450 37.565.926
2. sonstige Vermögensgegenstände 56.493.839 90.505.288 64.454.837
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 92.346.385 51.538.141
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.138.077 1.640.713
D. Aktive latente Steuern 483.341 443.848
272.513.368 247.532.427

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.050.000 7.050.000
II. Kapitalrücklage 890.300 890.300
1. gesetzliche Rücklage 374.349 374.349
2. andere Gewinnrücklagen 2.000.328 2.000.328
III. Fremdwährungsdifferenzen 859.311 701.322
IV. Bilanzgewinn 115.266.266 108.560.764
davon Gewinnvortrag: EUR 108.560.764
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 21.447.515 147.888.069 20.375.080
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 7.570.704 7.541.119
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 686.718 852.846
2. Steuerrückstellungen 4.489.522 4.202.250
3. sonstige Rückstellungen 43.882.037 49.058.277 29.783.497
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.030.261 14.058.548
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.091.595 572.060
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.812.532 23.884.438
4. sonstige Verbindlichkeiten 27.014.368 67.948.756 26.533.693
E. Rechnungsabgrenzungsposten 47.562 151.833
272.513.368 247.532.427

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 378.207.541 314.468.960
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -18.701.367 28.242.007
3. andere aktivierte Eigenleistungen 248.440 409.966
4. Gesamtleistung 359.754.613 343.120.933
5. sonstige betriebliche Erträge 4.332.147 3.471.125
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 154.280.522 150.072.066
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 67.372.359 58.457.212
221.652.881 208.529.278
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 62.802.589 62.621.100
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.739.081 12.908.101
77.541.670 75.529.201
8. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.612.312 7.920.694
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0 42.113
7.612.312 7.962.807
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 43.632.659 43.421.098
(davon aus Besserungsschein: EUR 0; Vj. EUR 0)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 836.544 849.653
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 991.399 1.510.027
(davon aus Besserungsschein: EUR 0; Vj. EUR 0)
12. Konzernergebnis vor Steuern und Besserungsschein 13.492.383 10.489.300
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.530.197 4.191.590
14. Konzernergenis nach Steuern 7.962.186 6.297.709
15. sonstige Steuern 184.250 267.697
16. Konzernüberschuss 7.777.936 6.030.012
17. Gewinnanteil für andere Gesellschafter 1.072.434 963.988
18. Gewinnvortrag 108.560.764 103.494.740
19. Bilanzgewinn 115.266.266 108.560.764

Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) gemäß DRS 21 zur Kapitalflussrechnung erstellt:

2022 2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis (vor Besserungsschein) 7.778 6.030
+/- Ab-/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen 7.612 7.929
+/- Ab-/Zuschreibungen auf das Umlaufvermögen 0 42
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) 14.386 -19.087
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 4.874 -11.446
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.554 12.962
-/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Fianzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.424 -14.107
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.072 -2.135
+/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Fianzierungstätigkeit zuzuordnen sind 896 -578
-/+ Zinserträge/Zinsaufwendungen 155 660
-/+ Ertragsteuerertrag/Ertragsteueraufwand 5.530 4.192
Ertragsteuerertrag/Ertragsteueraufwand -5.530
Korrektur um nicht zahlungswirksame Vorgänge (Steuerrückstellungen) 287 -5.243 -3.614
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 46.895 -19.152
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Konsolidierungskreis -188 -701
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -564 -812
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.413 -5.604
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -49 0
+ Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 1.388 3.195
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -8.825 -3.922
Einzahlung aus Eigenkapitalzuführungen 158 701
+/- Ein-/Auszahlung aus der Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten 2.972 -530
- Gezahlte Zinsen -155 -660
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 2.975 -489
konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -236 3.100
Veränderung des Finanzmittelfonds 40.808 -20.464
Finanzmittelfonds am 1. Januar 51.538 72.002
Finanzmittelfonds am 31. Dezember 92.346 51.538

Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln im Sinne von § 266 Abs. 2 B IV HGB.

1.1.2022 Konzernjahresüberschuss Währungsumrechnung sonstige Veränderungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Gezeichnetes Kapital 7.050.000 7.050.000
Kapitalrücklage 890.300 890.300
Gesetzliche Rücklage 374.349 374.349
andere Gewinnrücklagen 2.000.328 2.000.328
Fremdwährungsdifferenzen 701.322 157.989 859.311
Bilanzgewinn 108.560.764 6.705.502 115.266.266
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 20.375.080 1.072.434 0 21.447.514
Konzerneigenkapital 139.952.143 7.777.936 157.989 0 147.888.069
1.1.2021 Konzernjahresüberschuss Währungsumrechnung sonstige Veränderungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
Gezeichnetes Kapital 7.050.000 7.050.000
Kapitalrücklage 890.300 890.300
Gesetzliche Rücklage 374.349 374.349
andere Gewinnrücklagen 2.000.328 2.000.328
Fremdwährungsdifferenzen 0 701.322 701.322
Bilanzgewinn 103.494.740 5.066.024 108.560.764
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 16.961.022 963.988 2.450.070 20.375.080
Konzerneigenkapital 130.770.739 6.030.012 701.322 2.450.070 139.952.143

1. Aufstellung des Konzernabschlusses

Die Certina Holding AG mit Sitz in Grünwald, Landkreis München ist beim Amtsgericht München unter der Nr. HRB 132997 im Handelsregister eingetragen.

Der Konzernabschluss der Certina Holding AG wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Konsolidierungskreis

Der vorliegende Konzernabschluss ist zugleich der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis gem. § 313 Abs. 2 Nr. 7 HGB.

Die Certina Holding AG ist Mutterunternehmen für folgende Tochterunternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB:

Tochtergesellschaften, die nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden:

Kapital in Landeswährung %
Pruss-Gruppe
Pruss Armaturen AG, Hannover 50.000 EUR 99
WALDEMAR PRUSS - ARMATURENFABRIK GmbH, Hannover 512.000 EUR 100
HANNEMANN & PRUSS GmbH, Hannover 25.565 EUR 86
Horn-Gruppe
Horn Glass Industries AG, Plößberg 2.500.000 EUR 100
Horn Bau & Service GmbH, Plößberg 30.000 EUR 100
Horn Glass CZ s.r.o., Tschechien 200.00 CZK 100
Horn Glass Asia Pacific SDN. BHD., Malaysia 100.000 MYR 99
Horn Glass India Pvt. Ltd., Indien 9.611.080 INR 76
Horn Glass Technology (Bejing) Co. Ltd., China 1.000.000 CNY 76
JSJ Jodeit GmbH, Plößberg 25.000 EUR 100
Horn Glass Ukraine LLC, Ukraine 744.080 UAH 99
Horn Glass Slavonija d. o. o., Kroatien 170.000 HRK 87
Horn Moravia (vormals: Horn cite a.s.), Tschechien 2.000.000 CZK 51
Horn Glass Brazil Ltda., Brasilien 300.000 BRL 100
Glass Force a.s., Tschechien (mittelbare Beteiligung) 2.000.000 CZK 75
AFT-Gruppe
AFT Industries AG, Schopfheim 50.000 EUR 75
AFT Verwaltungs GmbH, Schopfheim 25.000 EUR 100
AFT-Automations- und Fördertechnik GmbH & Co. KG, Schopfheim 230.081 EUR 94
AFT Bautzen Verwaltungs GmbH, Bautzen 25.000 EUR 100
AFT Förderanlagen Bautzen GmbH & Co. KG, Bautzen 204.516 EUR 100
AFT Automation Ltd., Solihull UK 58.000 GBP 100
AFT Automation and Conveying System Co. Ltd., Shanghai China 18.842.855 RMB 100
AFT Automation & Conveying Systems Ltd., Southfield Michigan US/ \ 10.000 USD 100
AFT Polska sp.z.o.o., Lancut, Polen 100.000 PLN 100
LT Engineering AG, Reinach, Schweiz 100.000 CHF 100
Dreier Systemtechnik AG, Reinach, Schweiz 250.000 CHF 100
Wegener + Stapel GmbH & Co. KG, Bergen 25.000 EUR 100
Wegener + Stapel Verwaltungs GmbH, Bergen 25.000 EUR 100
W + S Immobilien GmbH & Co. KG, Bergen 25.000 EUR 100
Pack Group Holding Gruppe
Pack Group Holding GmbH, München 25.000 EUR 70
Rebhan FPS Kunststoff-Verpackungen GmbH, Stockheim 220.000 EUR 72
CP France SARL, (Rebhan France SARL), Frankreich 25.000 EUR 72
Rebhan Handelswaren GmbH, Stockheim 50.000 EUR 72
Rebhan Opakowania Sp. z o.o., Polen 761.500 PLN 72
HK Cosmetic Packaging GmbH, Coburg 27.500 EUR 70
Koch Asset Management GmbH, Coburg 50.000 EUR 70
Qualiform SARL, Frankreich 1.005.945 EUR 70
Trassl Polymer Solutions GmbH, Immenreuth 25.000 EUR 72
PFM-Gruppe
Certina Production AG, Grünwald 50.000 EUR 100
Beteiligungsgesellschaft Papierfabrik Meldorf mbH, Tornesch 1.025.000 EUR 75
Papierfabrik Meldorf GmbH & Co. KG, Tornesch 1.127.500 EUR 75
PFM Asset GmbH, Tornesch 25.000 EUR 75
PFM Verwaltungs GmbH, Tornesch 25.000 EUR 75
Weitere Konzerngesellschaften
Certina Management & Consulting GmbH, Grünwald 25.564 EUR 100
MT Geschäftsführungs-GmbH, Grünwald 25.000 EUR 100
Certina Real Estate AG, Grünwald 50.000 EUR 100
GvS 35 Vermögensverwaltung KG, Grünwald 100.000 EUR 100
Gasteig 10a Vermögensverwaltung KG, Grünwald 100.000 EUR 100
Astberg 11 Vermögensverwaltung KG, Grünwald 100.000 EUR 100
Objekt Dr. Lindner 10 GmbH, Grünwald 25.000 EUR 100
Certina GG AG, Grünwald 50.000 EUR 100

Folgendes Unternehmen wurde gem. §296 Abs. 1 Ziff. 2 aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert:

AFT Automatizaciòn y Sistemas de Transprotaciòn de Mexico S. A. de C. V., Mexico

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Zugänge bis zum Jahr 2007 nach der Buchwertmethode, für spätere Zugänge nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Konzernunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bzw. zum Erwerbszeitpunkt.

Aus den im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgerechneten Beteiligungsbuchwerten mit dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung bzw. zum Gründungs- oder Erwerbszeitpunkt (Erstkonsolidierung) ergeben sich positive Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwert) von TEUR 5.825 sowie negative Unterschiedsbeträge von TEUR 13.396. Der verbleibende passivische Unterschiedsbetrag wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung gesondert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen sind eliminiert.

4. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung, Bewertung und Währungsumrechnung

4.1 Gliederung

Sofern es der Übersichtlichkeit diente, wurden bei Wahlrechten die Angaben im Anhang gemacht.

4.2 Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungs- oder Herstellkosten einschließlich Nebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2a HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibung. Die angewandten Abschreibungssätze und -methoden basieren auf der erwarteten Nutzungsdauer sowie dem erwarteten Verlauf des Werteverlustes der Vermögensgegenstände. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag dauerhaft unter den Restbuchwert gesunken ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen werden bis auf den gestiegenen beizulegenden Wert, max. auf die ursprünglichen Anschaffungs- /Herstellkosten, vorgenommen, wenn der Tatbestand für die Abschreibung weggefallen ist.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG wurde ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet, welcher auch für handelsrechtliche Zwecke grundsätzlich zulässig ist.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessenen Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Einzelwertberichtigungen - bei erkennbaren Einzelrisiken - und Pauschalwertberichtigungen zur Abgeltung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt. Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Kurs zum Tag der Rechnungsstellung bzw. mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag gem. § 256a HGB bewertet.

Der Kassenbestand sowie Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Zahlungen bis zum Abschlussstichtag, welche Aufwand einer späteren Periode sind, gebildet.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB i. V. mit § 298 Abs. 1 u. § 306 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden unverrechnet angesetzt (§ 274 Abs. 1 Nr. 3 HGB i.V. mit § 306 Nr. 2 HGB). Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt zwischen 25 % (Überleitungsrechnungen HB I zu HB II) und 30 % (Konsolidierungsmaßnahmen).

Bei den latenten Steuern besteht ein Aktivüberhang in Höhe von € 483.341, der bilanziert wurde.

Als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 3 HGB der gemäß § 301 Abs. 1 HGB verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen.

Der Ausgleisposten für Währungsdifferenzen resultiert aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. Diese wurden zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital ausgewiesen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs bei Eingang der Rechnung bzw. - soweit der Kurs am Stichtag höher ist - mit dem Devisenkassamittelkurs gem. § 256a HGB zum Bilanzstichtag bewertet.

Für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde ein versicherungsmathematisches Gutachten über die Bewertung der Pensionsverpflichtungen für die Handelsbilanz nach den Richtlinien des BilMoG zum Stichtag 31.12.2022 eingeholt.

Folgende Berechnungsparameter wurden dabei berücksichtigt:

Bewertungsmethode: PUC-Methode
Rechnungszins: 1,78 % p.a.
Biometrische Annahmen: © Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln

Der Karriere- bzw. Rententrend wurde mit 0,00% angesetzt.

Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Eingangszahlungen gebildet, welche Erträge in einer späteren Periode sind.

4.3 Währungsumrechnung

Die Umrechnung in Euro für Anschaffungen von Anlagegütern und Umlaufvermögen wurde mit dem Kurs zur Zeit der Anschaffung vorgenommen. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Kassakursen zum Bilanzstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betreffen.

Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen infolge der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zu Jahresdurchschnittskursen werden gem. § 308a HGB erfolgsneutral in einem gesonderten Eigenkapitalposten "Rücklage aus Währungsdifferenzen" erfasst.

5. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten des Konzernabschlusses

Weitergehende Angaben zu einzelnen Posten der Sachanlagen enthält der Anlagenspiegel.

5.1 Vorräte

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden von den Vorräten abgesetzt, soweit für die betreffenden Aufträge unfertige Erzeugnisse vorhanden waren. Andernfalls erfolgte der Ausweis auf der Passivseite.

5.2 Forderungen

Alle in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres, d. h. bis zum 31. Dezember 2023, fällig.

5.2 Grundkapital

Das Grundkapital des Mutterunternehmens beträgt EUR 7.050.000,00 und ist eingeteilt in 7.050.000 Stückaktien ohne Nennwert. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

5.3 Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage sind ausschließlich sonstige Einzahlungen der Aktionäre gemäß § 272 Abs.2 Nr. 4 HGB enthalten.

5.4 Bilanzgewinn

Ausschüttungsfähig ist der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 50.126.439,11. Dieser wurde lt. Gesellschafterprotokoll auf neue Rechnung vorgetragen.

5.5 Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung besteht unverändert in Höhe von TEUR 7.571 im Geschäftsjahr 2022. Dieser hat überwiegend Fremdkapitalcharakter und resultiert aus den letzten Erwerben des Konzerns.

Der Anteil des Unterschiedsbetrags in Höhe von TEUR 1.299 hatte zum Zeitpunkt seiner Entstehung Fremdkapitalcharakter. Die Sanierungen sind hier allerdings bereits abgeschlossen. Eine erfolgswirksame Auflösung erfolgte noch nicht, um eventuell besehende Restrisiken abzudecken. Ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 6.272 entspricht dem Charakter von Fremdkapital, da die Sanierung der betroffenen Gesellschaften noch nicht abgeschlossen ist.

5.6 Ausschüttungssperre

Es ist kein Betrag vorhanden, welcher der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegt.

5.7 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen sowie Garantieaufwand, Aufwendungen für fakturierte Aufträge und Jahresabschlusskosten.

5.8 Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 10.719 (Vorjahr: TEUR 14.652) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Davon betreffen TEUR 5.150 (Vorjahr: TEUR 4.865) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und TEUR 5.569 (Vorjahr: TEUR 8.720) sonstige Verbindlichkeiten. Von den längerfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitut haben TEUR 347 (Vorjahr: TEUR 1.026) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren und von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 41) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die erhaltenen Anzahlung sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Verpfändung von Anlage- und Umlaufvermögen, sowie Grundpfandrechten gesichert.

5.9 Gewinn- und Verlustrechnung

Gliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

2022 2021
TEUR TEUR
Oil & Gas 23.106 20.023
Automotive 108.677 116.586
Plastics 74.445 72.115
Paper 50.733 44.187
Glass 119.747 58.877
Sonstige 1.500 2.681
378.208 314.469

Gliederung der Umsätze nach geographischen Märkten

2022 2021
TEUR TEUR
Inland 166.320 181.482
EU 73.719 54.158
Drittland 138.169 78.829
378.208 314.469

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 488) enthalten.

In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

6. Sonstige Angaben

6.1 Organe der Gesellschaft

6.1.1 Vorstand

Dem Vorstand gehörte im Berichtsjahr an:

 

Dr. Hans Wehrmann (Dr.rer.pol. MBA INSEAD), Grünwald

Herr Dr. Hans Wehrmann ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

6.1.2 Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

 

Frau Maren Wehrmann (Kauffrau), Hannover

 

Frau Heide Wehrmann (Kauffrau), Hannover

 

Frau Vanessa Wehrmann (Kauffrau), München

Die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates haben wie in den vergangenen Jahren keine Vergütungen für ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr erhalten.

6.2 Arbeitnehmer

Die Berechnung erfolgt gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. mit § 267 Abs. 5 HGB.

Jahresdurchschnitt 2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 767 668
Angestellte 730 694
SUMME 1.497 1.362

6.3 Haftungsverhältnisse

Es wurden Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten und Anzahlungs- und Erfüllungsbürgschaften in Höhe von TEUR 22.154 sowie Gewährleistungsbürgschaften von TEUR 2.159 sowie eine Vertragserfüllung in Höhe von TEUR 1.137 sowie eine Solidarbürgschaft in Höhe von CHF 60.000,00 gestellt. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

6.4 Finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB bestanden zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 68.943 (Vorjahr: TEUR 51.659). Davon bestehen TEUR 58.189 (Vorjahr: TEUR 49.240) aus Bestellobligos.

6.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer fitas audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr setzt sich getrennt nach Dienstleistungsarten wie folgt zusammen:

2022
Abschlussprüferleistungen 17.850,00
17.850,00

Die Honorare für Abschlussprüferleistungen umfassen die Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts.

6.6 Befreiung Offenlegung Konzerntöchter

Die Jahresabschlüsse für das Berichtsjahr 2022 der Konzerntöchter AFT Automations- und Fördertechnik GmbH & Co. KG, Schopfheim, AFT Förderanlagen Bautzen GmbH & Co. KG, Bautzen, Papierfabrik Meldorf GmbH & Co. KG, Tornesch und Wegener + Stapel GmbH & Co. KG, Bergen wurden gemäß § 264b HGB von der Offenlegung befreit.

6.7 Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Unternehmensorgane

Darlehensforderungen gegen den Vorstand mit unbestimmter Laufzeit, die mit 2 % über dem Basiszinsatzt p. a. verzinst werden, bestehen in Höhe von EUR 4.655.458,97 (Vorjahr: EUR 26.550.850,86).

6.8 Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Wir verweisen auf den Teilabschnitt "Prognosebericht" des Lageberichts, der auf die konzernspezifischen, sowie gesamtwirtschaftlichen Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine sowie der politischen Unruhigen im nahen Osten eingehen.

 

München, im 24. Mai 2024

Dr. Hans Wehrmann

Entwicklung des Anlagevermögens

Stand 01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.527.357 245.348 722.225 76.455 6.418.475
2. geleistete Anzahlungen 1.073.482 318.284 -722.225 0 669.541
6.600.839 563.632 0 76.455 7.088.016
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.349.345 348.302 0 33.488 45.664.159
2. technische Anlagen und Maschinen 62.053.117 2.804.173 342.127 342.682 64.856.735
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.484.830 2.270.286 12.900 1.084.927 21.683.090
4. geleistete Anzahlungen 3.810.867 3.989.944 -355.027 37.815 7.407.969
131.698.159 9.412.705 0 1.498.911 139.611.953
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 416.487 0 0 0 416.487
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.394.311 49.319 0 0 1.443.630
1.810.798 49.319 0 0 1.860.117
140.109.796 10.025.656 0 1.575.366 148.560.086
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.583.202 382.364 32.480 4.933.086
2. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
4.583.202 382.364 32.480 4.933.086
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.601.044 1.306.839 29 16.907.854
2. technische Anlagen und Maschinen 40.868.294 4.499.735 15.099 45.352.930
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.918.137 1.423.374 139.541 16.201.970
4. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
71.387.475 7.229.948 154.669 78.462.754
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 389.146 0 0 389.146
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
389.146 0 0 389.146
76.359.822 7.612.312 187.148 83.784.986
Buchwerte
Stand 01.01.2022 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 944.155 1.485.389
2. geleistete Anzahlungen 1.073.482 669.541
2.017.638 2.154.930
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.748.301 28.756.305
2. technische Anlagen und Maschinen 21.184.823 19.503.805
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.566.692 5.481.119
4. geleistete Anzahlungen 3.810.868 7.407.969
60.310.685 61.149.198
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 27.341 27.341
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.394.311 1.443.630
1.421.652 1.470.971
63.749.974 64.775.100

1. Rahmenbedingungen, Gesamtwirtschaft und Geschäftsverlauf

1.1 Rahmenbedingungen

Die Certina Holding AG ist ein mittelständischer, familiengeführter Konzern. Die Unternehmensgruppe entwickelt sich über organisches Wachstum und erwirbt zusätzlich mittelständische Unternehmen mit Restrukturierungsbedarf, mit dem Ziel diese zu sanieren und langfristig erfolgreich weiterzuführen. Verkäufe erfolgen daher ausschließlich aus strategischen Gründen.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 wachsen. Das preis-bereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9% gegenüber 2021 erhöht. Die Jahresteuerungsrate lag damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren (vgl. Jahr 2021 +3,1%). Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +8,6%. Sie schwächte sich damit zum Jahresende ab, blieb aber auf einem hohen Stand.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3% oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt bei 2.418 Mio. Menschen. Dies entsprach einer Arbeitslosenquote von 5,3 % und ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

1.3 Geschäftsverlauf

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 konnte auch dieses Jahr ein stabiles Konzernergebnis in Höhe von TEUR 7.778 (Vorjahr: TEUR 6.030) erzielt werden.

Der Umsatz stieg dabei von TEUR 314.469 im Vorjahr auf TEUR 378.208 im Berichtsjahr. Gleichzeitig ging unsere Gesamtleistung von TEUR 343.121 im Vorjahr auf TEUR 359.755 im Berichtsjahr hoch. Die Schwankungen der Umsätze und Bestandsveränderung ist auf das Projektgeschäft mit hohem Auftragsvolumen in den Sparten AFT-Gruppe und Horn-Gruppe zurückzuführen.

2. Beteiligungen

2.1 AFT-Gruppe

Die international aufgestellte AFT-Gruppe konstruiert, produziert und installiert weltweit Automatisierungs-, Logistik und Lagersysteme. Hauptkundengruppen sind einerseits die weltweit tätigte Automotiv- sowie Logistikindustrie, andererseits der europäische Mittelstand.

Zu ihren Produkten zählen Elektrohängebahnen, Kreisfördertechnik, Bodentransportsysteme, Elektropalettenbahnen, Lagertechnik, Roboter- und Kommissioniertechnik.

Die AFT hat Tochtergesellschaften in China, Deutschland, Korea, Mexiko, Schweiz, Polen, UK und den USA.

Die Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:

AFT Industries AG, Schopfheim (Gruppenholding)

AFT Verwaltungs GmbH, Schopfheim

AFT-Automations- und Fördertechnik GmbH & Co. KG, Schopfheim

AFT Bautzen Verwaltungs GmbH, Bautzen

AFT Förderanlagen Bautzen GmbH & Co. KG, Bautzen

AFT Automation Ltd., Solihull, UK

AFT Automation and Conveying System (Shanghai) Co., Ltd.

AFT Automation & Conveying Systems Ltd., USA

AFT Automatización y Sistemas de Transportación de Mexico S. A. de C. V., Mexico

AFT Korea Co., Ltd.

AFT Polska sp.z.o.o., Lancut, Polen

LT Engineering AG, Reinach, Schweiz

Dreier Systemtechnik AG, Reinach, Schweiz

W+S Immobilien GmbH & Co. KG, Bergen

Wegener + Stapel GmbH & Co. KG, Bergen

Wegener + Stapel Verwaltungs GmbH, Bergen

Der Vorstand der AFT-Gruppe beurteilt den Geschäftsverlauf als unerwartet negativ. Das Jahresergebnis fällt deutlich schlechter als erwartet aus. Das Jahresergebnis mit TEUR - 3.032 ist gegenüber dem Vorjahr positiver und liegt dennoch deutlich unter der Planung. Der Grund dafür ist vor allem die Margenverschlechterungen bei einzelnen Projekten. Diese resultieren u.a. aus langlaufenden Lieferverträgen mit Fixpreisen und Lieferterminzusagen. Unter diesen erschwerten Rahmenbedingen und um weitere finanzielle Folgen zu minimieren, mussten laufende Projekte mit enormem finanziellem Mehraufwand fertiggestellt werden. Infolge der volatilen Entwicklung auf der Beschaffungsseite ist die AFT-Gruppe beim Abschluss neuer Projektverträge dazu übergegangen, Preisgleitklauseln einzuarbeiten, um Preisentwicklungen an die Kunden weitergeben zu können.

Die Eigenkapitalquote betrug am Bilanzstichtag ca. 44 % (Vorjahr: 51 %).

Der Teilkonzern verfügt am Bilanzstichtag über flüssige Mittel in Höhe von TEUR 18.890 (Vorjahr: TEUR 15.749). Demgegenüber stehen Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8. 504 (Vorjahr: TEUR 4.720). Somit verfügt der Teilkonzern über Finanzmittel in Höhe von TEUR 10.386 (Vorjahr: TEUR 11.029). Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 109.002 (Vorjahr: TEUR 124.641) sind gegenüber dem Vorjahr um 12,5 % gesunken. Aufgrund der sehr guten Liquiditätslage konnten Lieferanten unter Ausnutzung der Skonti bezahlt werden.

2.2 Horn-Gruppe

Die Horn-Gruppe konstruiert, produziert und installiert Glasschmelzöfen für die Produktion von Flach-, Containerglas (Flaschen, Gläser, Behälter), Tableware (Glasdekoartikel) sowie Spezialglas. Hierbei werden insbesondere im Bereich Flachglas vermehrt Gesamtanlagen geliefert.

Die Gruppe besteht aus folgenden Gesellschaften:

Horn Glass Industries AG, Plößberg (Gruppenholding)

Horn Bau & Service GmbH, Plößberg

JSJ Jodeit GmbH (vormals: Eurox Sauerstoff Mess-Systeme GmbH), Plößberg

Horn Glass CZ s.r.o., Tschechien

Horn Glass India Private Limited, Indien

Horn Glass Asia Pacific SDN. BHF. Malaysia

Horn Glass Technology (Beijing) Co. Ltd., China

Horn Glass Ukraine LLC, Ukraine

Horn Glass Slavonija d.o.o., Kroatien

Horn Glass Brazil Ltda., Brasilien

Glass Force a.s., Tschechien (mittelbare Beteiligung)

Im Geschäftsjahr 2022 konnten die geplanten Umsatzzahlen aufgrund Projektverschiebungen nicht erreicht werden. Der EBT wurde jedoch planmäßig erzielt.

Im Geschäftsjahr konnte das Teilkonzernunternehmen eine Gesamtleistung von TEUR 100.052 (Vorjahr T€ 78.616) ausweisen.

Das Jahresergebnis hat sich von TEUR 4.707 im Vorjahr auf TEUR 3.886 im Geschäftsjahr 2022 reduziert. Im Berichtsjahr 2022 gingen wieder zahlreiche Neu- und Folgeaufträge ein, die die künftige Auslastung festigen und das geplante Wachstum in den kommenden Jahren absichern. Die Gesamtleistung wird für 2023 auf ähnlichem Niveau von 2022 erwartet.

Im Bereich Fertigung wurde in eine Maschine "ModCenter" investiert, die automatisierte und präzise Bohrungen und Ausschnitte für den Schaltschrankbau ermöglicht. Wir konnten im Geschäftsjahr die Außenanlagen fertigstellen. Ebenso wurde in eine Kantine für die Mitarbeiter investiert. Gleichzeitig wurden Investitionen als Ersatz und zur Erhaltung bzw. Erweiterung unserer CAD-Anlagen vorgenommen.

2.3 Pruss-Gruppe

Die Pruss-Gruppe ist ein hochspezialisierter Flow-Control-Hersteller von Industriearmaturen. Das Sortiment umfasst Regel- sowie Sicherheitsarmaturen für folgende Industrien: Kraftwerks-, Öl-, Gas-, Hütten- und Stahlindustrie sowie die Petrochemie.

Die Pruss Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:

Pruss Armaturen AG, Hannover (Gruppenholding)

Waldemar Pruss Armaturenfabrik GmbH, Hannover

Hannemann & Pruss GmbH, Hannover

Die Pruss-Gruppe ist seit Jahren ein ertragsstarkes Unternehmen, das sich einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt sieht.

Die Hauptinvestitionen der Pruss-Gruppe lagen weiterhin im Ausbau von Automatisierungsmaßnahmen. Hauptaugenmerk lag dabei im Bereich Engineering. So werden durch automatisierte Abläufe Durchlaufzeiten verkürzt und standardisiert.

Bei Umsatzerlösen von TEUR 23.109 (Vorjahr: TEUR 19.124), erzielte die Pruss-Gruppe in 2022 ein Jahresergebnis von TEUR 2.053. Innerhalb der Waldemar Pruss Armaturenfabrik hat sich die Materialaufwandsquote, d. h. das Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen einschließlich Bestandsveränderungen von 41 % in 2021 auf 39 % in 2022 verbessert.

2.4 Pack Group Holding Gruppe

Die Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:

Pack Group Holding GmbH, München

Rebhan FPS GmbH, Stockheim

Rebhan Handelswaren GmbH, Stockheim

Rebhan-Opakowabia S.p. z.o.o., Polen

Rebhan Swiss AG, Schweiz

CP France SARL (Rebhan France), Frankreich

HK Cosmetic Packaging GmbH, Coburg

Koch Asset Management GmbH, Coburg

Qualiform SARL, Frankreich

Trassl Polymer Solutions GmbH, Immenreuth

Die Pack Group ist ein mittelständiger Hersteller von Verpackungshohlkörpern für die Chemie-, Food-, Kosmetik- und Pharmaindustrie. Die Gruppe produziert an Standorten in Deutschland, Frankreich und Polen. Sie ist über Tochtergesellschaften und Vertretungen im gesamten europäischen Ausland präsent.

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 74.249 (Vorjahr: TEUR 72.115) und sind somit um 3 % gestiegen. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung ist im Geschäftsjahr 2022 auf 44 % (Vorjahr: 40 %) leicht gestiegen. Es wurde ein Jahresergebnis von 1.346 TEUR (Vorjahr 1.925 TEUR) erzielt.

Der Teilkonzern der Pack Group Holding verzeichnet weiterhin attraktive Neukundenprojekte sowie Folgeprojekte mit Bestandskunden. Im Wettbewerb sollte die Gruppe weiterhin in der Lage sein, vorteilhafte Margen im sog. Premiumsegment (hochwertig/veredelte Verpackungslösungen) realisieren zu können. In den nächsten Jahren werden neben dem Ausbau des bestehenden Kundenstammes (vor allem im internationalen Bereich) die Anschaffungen neuer Maschinen und Werkzeuge sowie die Einführung neuer Technologien vorangetrieben. Damit soll eine zukunftsträchtige Automatisierung der Fertigung sowie eine Verschlankung der Prozesse einhergehen.

2.5 Papierfabrik Meldorf Gruppe

Die Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:

Certina Production AG, Grünwald

Beteiligungsgesellschaft Papierfabrik Meldorf mbH, Tornesch

Papierfabrik Meldorf GmbH & Co. KG, Tornesch

PFM Asset GmbH, Tornesch

PFM Verwaltungs GmbH, Tornesch

Die Papierfabrik Meldorf Gruppe ist ein mittelständisches Unternehmen und produziert seit 60 Jahren Wellpappenrohpapier. Dabei nimmt sie eine wichtige Position in einem geschlossenen Rohstoff-Kreislauf ein. Aus recyceltem Altpapier werden hochwertige Decken- und Wellenpapiere für neue Verpackungen hergestellt. Gleichzeitig etabliert sich die Papierfabrik mit neuen Produkten wie dem NatureLiner® in Nischenmärkten.

Nach der Übernahme der Gruppe in 2017 durch die Certina Holding AG konnte bereits im ersten Jahr wieder ein positives Jahresergebnis erzielt werden.

Das Geschäftsjahr 2022 konnte mit einem Umsatzerhöhung von 15 Prozent auf nunmehr 50,7 Mio. Euro abgeschlossen werden Der Anstieg ist insbesondere auf die gestiegenen und weitergegeben Herstellungskosten zurückzuführen. Das Rohergebnis inklusive sonstiger betrieblicher Erträge der Gesellschaft stieg im Jahr 2022 um 2,2 Mio. Euro und beträgt nunmehr 21,9 Mio. Euro (Vorjahr 19,7 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür sind die gestiegenen Verkaufsmargen aufgrund der Preisveränderungen auf dem Absatz- und Rohstoffmarkt sowie ein geänderter Mix von veräußerten Produkten. Das EBT beträgt wiederum 3.088,6 TEUR (Vorjahr 1.591,8 TEUR). Insgesamt haben wir das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von 2.591,0 TEUR (Vorjahr 1.242,1 TEUR) abgeschlossen.

2.6 Andere Certina Gesellschaften:

Andere Certina Gesellschaften sind im Wesentlichen Konzernservicegesellschaften und Immobiliengesellschaften:

Certina GG AG, Konzernservicegesellschaft

Certina Management & Consulting GmbH, Konzernservicegesellschaft

MT Geschäftsführungs GmbH

Certina Real Estate AG, Immobiliengesellschaft

GVS 35 Vermögensverwaltungs KG, Immobiliengesellschaft

Gasteig 10a Vermögensgverwaltungs KG, Immobiliengesellschaft

Astberg 11 Vermögensgverwaltungs KG, Immobiliengesellschaft

Objekt Dr. Lindner 10 GmbH, Immobiliengesellschaft

3. Darstellung der Lage des Konzerns

3.1 Vermögenslage

Das immaterielle Vermögen beträgt insgesamt TEUR 2.155 (Vorjahr: TEUR 2.018), die Sachanlagen TEUR 61.149 (Vorjahr: TEUR 60.311) und die Finanzanlagen TEUR 1.471 (Vorjahr: TEUR 1.422).

Das langfristige Vermögen ist zu 228 % (Vorjahr: 220 %) durch Eigenkapital gedeckt. Somit ist das komplette Anlagevermögen aus eigenen Mitteln finanziert.

Die Eigenkapitalquote betrug am Bilanzstichtag ca. 54 % (Vorjahr: 57 %).

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 272.513 (Vorjahr TEUR 247.532).

Wir verweisen auf die nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Anhang zu machenden Angaben.

3.2 Finanzlage

Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag über flüssige Mittel in Höhe von TEUR 92.346 (Vorjahr: TEUR 51.538). Demgegenüber stehen Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 17.030 (Vorjahr: TEUR 14.059). Somit verfügt der Konzern über Finanzmittel in Höhe von TEUR 75.316 (Vorjahr: TEUR 37.480). Ziel unseres Finanzmanagements ist es unter anderem Lieferanten unter Ausnutzung der Skonti zu bezahlen. Es bestehen befristete Kreditlinien in Höhe von TEUR 2.500, davon werden zum 31.12.2022 TEUR 0 in Anspruch genommen. Außerdem bestehen unbefristete Aval-Kreditlinien in Höhe von TEUR 37.610 und befristete Aval-Kreditlinien in Höhe von TEUR 4.200, von denen insgesamt TEUR 24.276 genutzt und TEUR 17.534 frei sind.

Im Konzern gibt es keine externen, konzernübergreifende Finanzierungen oder Bürgschaften für andere Gesellschaften innerhalb des Konzerns. Jede Konzern-Gruppe ist finanziell selbständig und eigenverantwortlich tätig. Das Ziel ist eine Finanzierung über den laufenden Cashflow.

Für einen näheren Einblick in die Finanzlage verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung, die Teil des Konzernabschlusses ist.

3.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse liegen bei TEUR 378.208 (Vorjahr: TEUR 314.469).

Die Bestandsveränderung beträgt TEUR -18.701 (Vorjahr TEUR 28.242).

Der Materialaufwand beträgt TEUR 221.653 (Vorjahr TEUR 208.007).

Das Jahresergebnis beträgt TEUR 7.778 (Vorjahr TEUR 6.030).

Aufgrund der vorstehenden Sachverhalte und des positiven Eigenkapitals sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden bzw. die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigenden Risiken erkennbar.

3.4 Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung des Konzerns läuft aufgrund der Zusammensetzung des Mischkonzerns dezentral über die Beteiligungen bzw. Konzernsparten. Die F & E Aktivitäten können den Lageberichten der offengelegten Tochtergesellschaften entnommen werden.

Kunden-, Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Die Kunden-, Umwelt- und Arbeitnehmerbelange des Konzerns werden aufgrund der Zusammensetzung des Mischkonzerns und der folglich differenzierten Kunden und Umweltstrukturen dezentral über die Beteiligungen bzw. Konzernsparten dargestellt. Die Darstellungen können den Lageberichten der offengelegten Tochtergesellschaften entnommen werden.

4. Risikobericht (Darstellung der wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung)

Das Risikomanagement ist ein entscheidendes Element für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Unser Handeln ist wie jedes unternehmerische Engagement mit Chancen und Gefahren verbunden und darauf ausgerichtet, Risiken so weit wie möglich zu begrenzen und Chancen optimal zu nutzen.

Die allgemeinen Unternehmensrisiken werden durch ein angepasstes Risikomanagementsystem definiert und bewertet. Bei der Risiko-Identifikation werden auch Preisänderungs-, Ausfall-, Wechselkurs- und Liquiditätsrisiken erfasst. Außerdem werden die Risiken hinsichtlich der Höhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Der Konzern verfügt über mehrere interne Kontrollmechanismen und hat als Früherkennungssystem ein monatliches - bei bestimmten Unternehmen sogar tägliches - Reporting eingeführt, das von jeder Unternehmensgruppe und jedem Unternehmen vorgelegt werden muss.

Auf der Grundlage dieser Berichte werden die Restrukturierungsmaßnahmen kontrolliert und gegebenenfalls weitere Maßnahmen mit dem Management vor Ort besprochen. Die Umsetzung dieser gefundenen Entscheidungen und Maßnahmen obliegt dann dem jeweiligen Management.

Die Beteiligungsunternehmen im Konzern werden individuell durch Beteiligungsmanager geführt, um somit angemessen auf die jeweiligen Markt- und Unternehmenssituationen reagieren zu können.

Die Kontrollmechanismen gemäß § 92 AktG sind im Konzern von den Erfahrungen der einzelnen Beteiligungsmanager abhängig.

Der Konzern verfügt über Beteiligungen an Unternehmen, die auf verschiedenen Märkten tätig sind, somit ist der Konzern diversifiziert und nicht von der Entwicklung einzelner Branchen abhängig. Das Kernstück des Konzerns bilden die bereits erfolgreich restrukturierten Unternehmen und Unternehmensgruppen.

Die Risiken für den Konzern liegen bei den Neuerwerben, da sich diese meistens in der Restrukturierungsphase befinden oder die Restrukturierung kurz bevorsteht. Eine erfolgreiche Restrukturierung kann einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren in Anspruch nehmen. Der Zeitraum ist abhängig von der Struktur des Unternehmens und des Marktes.

Das Risiko des Erwerbs ist aufgrund der vielen internen und externen Einflussfaktoren aus den Restrukturierungsmaßnahmen oft schwer einzuschätzen.

Eine Bestandsgefährdung des Konzerns wäre nur möglich, wenn in einem Geschäftsjahr neue Beteiligungen erworben würden und der Konzern für diese Bürgschaften übernähme. Dies ist jedoch aufgrund bestehender Kreditverträge ausgeschlossen und muss auch aus Gründen der unternehmerischen Vorsicht abgelehnt werden.

Insgesamt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt festzustellen, dass keine den Fortbestand des Certina-Konzerns gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind.

5. Prognosebericht (Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken)

Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Konzerns werden weiterhin maßgeblich von den direkt oder indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt.

Im Frühjahr 2023 hat das ifo Institut eine Stagnation des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes für 2023 bescheinigt und für 2024 1,7 Prozentpunkte Wachstum prognostiziert. Hohe Inflationskosten und eine verhaltene Nachfrage nach deutschen Exportgütern dämpfen die Wachstumsprognosen.

Trotz der weltwirtschaftlich gedämpften konjunkturellen Entwicklung aufgrund des andauernden Ukraine-Krieges sowie der politische Unruhen im Nahen Osten und der damit einhergehenden geopolitischen Spannungen gehen wir von einer weiteren nachhaltigen positiven Entwicklung des Konzerns aus.

Für den Certina Konzern sowie für die Gesamtwirtschaft sind zum Berichtszeitpunkt die Auswirkungen nicht vollständig absehbar aber soweit möglich in unserer Planung des Geschäftsjahres 2023 enthalten.

Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung bietet dem auf Sanierungen spezialisierten Certina Konzern zusätzliche Chancen durch weitere Zukäufe von Beteiligungen und die nachfolgende Sanierung, wie dies bereits in der Vergangenheit erfolgreich umgesetzt wurde.

Risiken könnten für den Konzern im Finanzierungsbereich entstehen. Dies ist jedoch nur sehr eingeschränkt möglich, weil der Konzern weitgehend frei von Bankverbindlichkeiten ist und Investitionen aus dem freien Cash-Flow getätigt werden.

Der Mangel an Fachkräften könnte in den nächsten Jahren ebenfalls zu einer Herausforderung werden. Dies betrifft aber in gleichem Maße die jeweiligen Mitbewerber der Teilkonzerne. Darüber hinaus betreiben die Unternehmen des Certina-Konzerns eine sehr aktive Personalpolitik.

Darüber hinaus verlangen die wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren einen Fokus auf eine nachhaltige Ausrichtung der Gruppe. Die Wettbewerbsfähigkeit wird durch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gestärkt. Immer häufiger werden diese Aspekte die Kaufentscheidung von Kunden beeinflussen. Daher setzten wir bereits heute auf der Ausrichtung unserer Produkte in den Teilkonzernen zur Erfüllung der zukünftigen Erfordernisse.

Für 2023 erwarten wir eine ähnliche Gesamtleistung wie 2022 mit einer leichten Steigerung des Konzernergebnisses. Dabei wird die "Buy-to-Hold"-Strategie beibehalten, d.h. die Certina Gruppe erwirbt auch weiterhin Unternehmen mit dem Ziel, diese zu halten.

Der Vorstand weist daraufhin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

München, im 24. Mai 2024

Dr. Hans Wehrmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Certina Holding AG, Grünwald

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Certina Holding AG, Grünwald, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzerngewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Certina Holding AG, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24.05.2024

fitas audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Specht, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2022 seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Er überwachte kontinuierlich die Geschäftsführung des Vorstands und beriet den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand schriftlich und mündlich regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte umfassten alle relevanten Informationen zur Planung, zur Geschäftsentwicklung, Unternehmensstrategie und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den vorgetragenen Plänen wurden erläutert, begründet und diskutiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Satzungsbedingt zustimmungspflichtige Geschäfte wurden nicht getätigt.

Es fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, in denen die strategische und operative Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen sowie zahlreiche aktuelle Einzelthemen besprochen wurden.

Der Aufsichtsrat hat angesichts seines geringen personellen Umfangs keine Ausschüsse gebildet.

Den Jahresabschluss der Certina Holding AG zum 31.12.2022 hat die ADVICON AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss der Certina Holding AG, der die konsolidierungspflichtigen Gesellschaften umfasst, je zum 31.12.2022 hat die fitas audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und ebenfalls mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Jahresabschluss 2022 der Certina Holding AG und den Bericht des Abschlussprüfers zur eigenständigen Prüfung erhalten. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Die wesentlichen Prüfungsschwerpunkte der Wirtschaftsprüfer wurden erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, die Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 173 AktG der Hauptversammlung zu überlassen.

Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauten und Teamgeist geprägt. Dem Vorstand sei dafür an dieser Stelle gedankt.

 

München, den 03. Juli 2024

Der Aufsichtsrat

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