Automotive Vision AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Fritz Ferdinand Rudolf Dr. Wehrmann seit 15.1.2002 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Certina Holding AGGrünwaldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) gemäß DRS 21 zur Kapitalflussrechnung erstellt:
Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln im Sinne von § 266 Abs. 2 B IV HGB.
1. Aufstellung des Konzernabschlusses Die Certina Holding AG mit Sitz in Grünwald, Landkreis München ist beim Amtsgericht München unter der Nr. HRB 132997 im Handelsregister eingetragen. Der Konzernabschluss der Certina Holding AG wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Konsolidierungskreis Der vorliegende Konzernabschluss ist zugleich der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis gem. § 313 Abs. 2 Nr. 7 HGB. Die Certina Holding AG ist Mutterunternehmen für folgende Tochterunternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB: Tochtergesellschaften, die nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden:
Folgendes Unternehmen wurde gem. §296 Abs. 1 Ziff. 2 aufgrund von untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert: AFT Automatizaciòn y Sistemas de Transprotaciòn de Mexico S. A. de C. V., Mexico 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Zugänge bis zum Jahr 2007 nach der Buchwertmethode, für spätere Zugänge nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Konzernunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bzw. zum Erwerbszeitpunkt. Aus den im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgerechneten Beteiligungsbuchwerten mit dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung bzw. zum Gründungs- oder Erwerbszeitpunkt (Erstkonsolidierung) ergeben sich positive Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwert) von TEUR 5.825 sowie negative Unterschiedsbeträge von TEUR 13.396. Der verbleibende passivische Unterschiedsbetrag wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung gesondert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen sind eliminiert. 4. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung, Bewertung und Währungsumrechnung 4.1 Gliederung Sofern es der Übersichtlichkeit diente, wurden bei Wahlrechten die Angaben im Anhang gemacht. 4.2 Bewertung Immaterielle Vermögensgegenstände wurden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungs- oder Herstellkosten einschließlich Nebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2a HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibung. Die angewandten Abschreibungssätze und -methoden basieren auf der erwarteten Nutzungsdauer sowie dem erwarteten Verlauf des Werteverlustes der Vermögensgegenstände. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag dauerhaft unter den Restbuchwert gesunken ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen werden bis auf den gestiegenen beizulegenden Wert, max. auf die ursprünglichen Anschaffungs- /Herstellkosten, vorgenommen, wenn der Tatbestand für die Abschreibung weggefallen ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG wurde ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet, welcher auch für handelsrechtliche Zwecke grundsätzlich zulässig ist. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessenen Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Einzelwertberichtigungen - bei erkennbaren Einzelrisiken - und Pauschalwertberichtigungen zur Abgeltung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt. Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Kurs zum Tag der Rechnungsstellung bzw. mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Der Kassenbestand sowie Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt. Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Zahlungen bis zum Abschlussstichtag, welche Aufwand einer späteren Periode sind, gebildet. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB i. V. mit § 298 Abs. 1 u. § 306 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden unverrechnet angesetzt (§ 274 Abs. 1 Nr. 3 HGB i.V. mit § 306 Nr. 2 HGB). Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt zwischen 25 % (Überleitungsrechnungen HB I zu HB II) und 30 % (Konsolidierungsmaßnahmen). Bei den latenten Steuern besteht ein Aktivüberhang in Höhe von € 483.341, der bilanziert wurde. Als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 3 HGB der gemäß § 301 Abs. 1 HGB verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Der Ausgleisposten für Währungsdifferenzen resultiert aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. Diese wurden zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs bei Eingang der Rechnung bzw. - soweit der Kurs am Stichtag höher ist - mit dem Devisenkassamittelkurs gem. § 256a HGB zum Bilanzstichtag bewertet. Für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde ein versicherungsmathematisches Gutachten über die Bewertung der Pensionsverpflichtungen für die Handelsbilanz nach den Richtlinien des BilMoG zum Stichtag 31.12.2022 eingeholt. Folgende Berechnungsparameter wurden dabei berücksichtigt:
Der Karriere- bzw. Rententrend wurde mit 0,00% angesetzt. Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Eingangszahlungen gebildet, welche Erträge in einer späteren Periode sind. 4.3 Währungsumrechnung Die Umrechnung in Euro für Anschaffungen von Anlagegütern und Umlaufvermögen wurde mit dem Kurs zur Zeit der Anschaffung vorgenommen. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Kassakursen zum Bilanzstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betreffen. Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen infolge der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zu Jahresdurchschnittskursen werden gem. § 308a HGB erfolgsneutral in einem gesonderten Eigenkapitalposten "Rücklage aus Währungsdifferenzen" erfasst. 5. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten des Konzernabschlusses Weitergehende Angaben zu einzelnen Posten der Sachanlagen enthält der Anlagenspiegel. 5.1 Vorräte Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden von den Vorräten abgesetzt, soweit für die betreffenden Aufträge unfertige Erzeugnisse vorhanden waren. Andernfalls erfolgte der Ausweis auf der Passivseite. 5.2 Forderungen Alle in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres, d. h. bis zum 31. Dezember 2023, fällig. 5.2 Grundkapital Das Grundkapital des Mutterunternehmens beträgt EUR 7.050.000,00 und ist eingeteilt in 7.050.000 Stückaktien ohne Nennwert. Die Aktien lauten auf den Inhaber. 5.3 Kapitalrücklage In der Kapitalrücklage sind ausschließlich sonstige Einzahlungen der Aktionäre gemäß § 272 Abs.2 Nr. 4 HGB enthalten. 5.4 Bilanzgewinn Ausschüttungsfähig ist der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 50.126.439,11. Dieser wurde lt. Gesellschafterprotokoll auf neue Rechnung vorgetragen. 5.5 Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung besteht unverändert in Höhe von TEUR 7.571 im Geschäftsjahr 2022. Dieser hat überwiegend Fremdkapitalcharakter und resultiert aus den letzten Erwerben des Konzerns. Der Anteil des Unterschiedsbetrags in Höhe von TEUR 1.299 hatte zum Zeitpunkt seiner Entstehung Fremdkapitalcharakter. Die Sanierungen sind hier allerdings bereits abgeschlossen. Eine erfolgswirksame Auflösung erfolgte noch nicht, um eventuell besehende Restrisiken abzudecken. Ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 6.272 entspricht dem Charakter von Fremdkapital, da die Sanierung der betroffenen Gesellschaften noch nicht abgeschlossen ist. 5.6 Ausschüttungssperre Es ist kein Betrag vorhanden, welcher der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegt. 5.7 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen sowie Garantieaufwand, Aufwendungen für fakturierte Aufträge und Jahresabschlusskosten. 5.8 Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 10.719 (Vorjahr: TEUR 14.652) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Davon betreffen TEUR 5.150 (Vorjahr: TEUR 4.865) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und TEUR 5.569 (Vorjahr: TEUR 8.720) sonstige Verbindlichkeiten. Von den längerfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitut haben TEUR 347 (Vorjahr: TEUR 1.026) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren und von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 41) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die erhaltenen Anzahlung sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Verpfändung von Anlage- und Umlaufvermögen, sowie Grundpfandrechten gesichert. 5.9 Gewinn- und Verlustrechnung Gliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
Gliederung der Umsätze nach geographischen Märkten
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 488) enthalten. In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. 6. Sonstige Angaben 6.1 Organe der Gesellschaft 6.1.1 Vorstand Dem Vorstand gehörte im Berichtsjahr an:
Herr Dr. Hans Wehrmann ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 6.1.2 Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:
Die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates haben wie in den vergangenen Jahren keine Vergütungen für ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr erhalten. 6.2 Arbeitnehmer Die Berechnung erfolgt gemäß § 298 Abs. 1 HGB i. V. mit § 267 Abs. 5 HGB.
6.3 Haftungsverhältnisse Es wurden Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten und Anzahlungs- und Erfüllungsbürgschaften in Höhe von TEUR 22.154 sowie Gewährleistungsbürgschaften von TEUR 2.159 sowie eine Vertragserfüllung in Höhe von TEUR 1.137 sowie eine Solidarbürgschaft in Höhe von CHF 60.000,00 gestellt. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt. 6.4 Finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB bestanden zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 68.943 (Vorjahr: TEUR 51.659). Davon bestehen TEUR 58.189 (Vorjahr: TEUR 49.240) aus Bestellobligos. 6.5 Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer fitas audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr setzt sich getrennt nach Dienstleistungsarten wie folgt zusammen:
Die Honorare für Abschlussprüferleistungen umfassen die Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. 6.6 Befreiung Offenlegung Konzerntöchter Die Jahresabschlüsse für das Berichtsjahr 2022 der Konzerntöchter AFT Automations- und Fördertechnik GmbH & Co. KG, Schopfheim, AFT Förderanlagen Bautzen GmbH & Co. KG, Bautzen, Papierfabrik Meldorf GmbH & Co. KG, Tornesch und Wegener + Stapel GmbH & Co. KG, Bergen wurden gemäß § 264b HGB von der Offenlegung befreit. 6.7 Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Unternehmensorgane Darlehensforderungen gegen den Vorstand mit unbestimmter Laufzeit, die mit 2 % über dem Basiszinsatzt p. a. verzinst werden, bestehen in Höhe von EUR 4.655.458,97 (Vorjahr: EUR 26.550.850,86). 6.8 Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Wir verweisen auf den Teilabschnitt "Prognosebericht" des Lageberichts, der auf die konzernspezifischen, sowie gesamtwirtschaftlichen Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine sowie der politischen Unruhigen im nahen Osten eingehen.
München, im 24. Mai 2024 Dr. Hans Wehrmann Entwicklung des Anlagevermögens
1. Rahmenbedingungen, Gesamtwirtschaft und Geschäftsverlauf 1.1 Rahmenbedingungen Die Certina Holding AG ist ein mittelständischer, familiengeführter Konzern. Die Unternehmensgruppe entwickelt sich über organisches Wachstum und erwirbt zusätzlich mittelständische Unternehmen mit Restrukturierungsbedarf, mit dem Ziel diese zu sanieren und langfristig erfolgreich weiterzuführen. Verkäufe erfolgen daher ausschließlich aus strategischen Gründen. 1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 wachsen. Das preis-bereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9% gegenüber 2021 erhöht. Die Jahresteuerungsrate lag damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren (vgl. Jahr 2021 +3,1%). Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +8,6%. Sie schwächte sich damit zum Jahresende ab, blieb aber auf einem hohen Stand. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3% oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt bei 2.418 Mio. Menschen. Dies entsprach einer Arbeitslosenquote von 5,3 % und ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. 1.3 Geschäftsverlauf Trotz der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 konnte auch dieses Jahr ein stabiles Konzernergebnis in Höhe von TEUR 7.778 (Vorjahr: TEUR 6.030) erzielt werden. Der Umsatz stieg dabei von TEUR 314.469 im Vorjahr auf TEUR 378.208 im Berichtsjahr. Gleichzeitig ging unsere Gesamtleistung von TEUR 343.121 im Vorjahr auf TEUR 359.755 im Berichtsjahr hoch. Die Schwankungen der Umsätze und Bestandsveränderung ist auf das Projektgeschäft mit hohem Auftragsvolumen in den Sparten AFT-Gruppe und Horn-Gruppe zurückzuführen. 2. Beteiligungen
2.1 AFT-Gruppe Die international aufgestellte AFT-Gruppe konstruiert, produziert und installiert weltweit Automatisierungs-, Logistik und Lagersysteme. Hauptkundengruppen sind einerseits die weltweit tätigte Automotiv- sowie Logistikindustrie, andererseits der europäische Mittelstand. Zu ihren Produkten zählen Elektrohängebahnen, Kreisfördertechnik, Bodentransportsysteme, Elektropalettenbahnen, Lagertechnik, Roboter- und Kommissioniertechnik. Die AFT hat Tochtergesellschaften in China, Deutschland, Korea, Mexiko, Schweiz, Polen, UK und den USA. Die Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:
Der Vorstand der AFT-Gruppe beurteilt den Geschäftsverlauf als unerwartet negativ. Das Jahresergebnis fällt deutlich schlechter als erwartet aus. Das Jahresergebnis mit TEUR - 3.032 ist gegenüber dem Vorjahr positiver und liegt dennoch deutlich unter der Planung. Der Grund dafür ist vor allem die Margenverschlechterungen bei einzelnen Projekten. Diese resultieren u.a. aus langlaufenden Lieferverträgen mit Fixpreisen und Lieferterminzusagen. Unter diesen erschwerten Rahmenbedingen und um weitere finanzielle Folgen zu minimieren, mussten laufende Projekte mit enormem finanziellem Mehraufwand fertiggestellt werden. Infolge der volatilen Entwicklung auf der Beschaffungsseite ist die AFT-Gruppe beim Abschluss neuer Projektverträge dazu übergegangen, Preisgleitklauseln einzuarbeiten, um Preisentwicklungen an die Kunden weitergeben zu können. Die Eigenkapitalquote betrug am Bilanzstichtag ca. 44 % (Vorjahr: 51 %). Der Teilkonzern verfügt am Bilanzstichtag über flüssige Mittel in Höhe von TEUR 18.890 (Vorjahr: TEUR 15.749). Demgegenüber stehen Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8. 504 (Vorjahr: TEUR 4.720). Somit verfügt der Teilkonzern über Finanzmittel in Höhe von TEUR 10.386 (Vorjahr: TEUR 11.029). Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 109.002 (Vorjahr: TEUR 124.641) sind gegenüber dem Vorjahr um 12,5 % gesunken. Aufgrund der sehr guten Liquiditätslage konnten Lieferanten unter Ausnutzung der Skonti bezahlt werden. 2.2 Horn-Gruppe Die Horn-Gruppe konstruiert, produziert und installiert Glasschmelzöfen für die Produktion von Flach-, Containerglas (Flaschen, Gläser, Behälter), Tableware (Glasdekoartikel) sowie Spezialglas. Hierbei werden insbesondere im Bereich Flachglas vermehrt Gesamtanlagen geliefert. Die Gruppe besteht aus folgenden Gesellschaften:
Im Geschäftsjahr 2022 konnten die geplanten Umsatzzahlen aufgrund Projektverschiebungen nicht erreicht werden. Der EBT wurde jedoch planmäßig erzielt. Im Geschäftsjahr konnte das Teilkonzernunternehmen eine Gesamtleistung von TEUR 100.052 (Vorjahr T€ 78.616) ausweisen. Das Jahresergebnis hat sich von TEUR 4.707 im Vorjahr auf TEUR 3.886 im Geschäftsjahr 2022 reduziert. Im Berichtsjahr 2022 gingen wieder zahlreiche Neu- und Folgeaufträge ein, die die künftige Auslastung festigen und das geplante Wachstum in den kommenden Jahren absichern. Die Gesamtleistung wird für 2023 auf ähnlichem Niveau von 2022 erwartet. Im Bereich Fertigung wurde in eine Maschine "ModCenter" investiert, die automatisierte und präzise Bohrungen und Ausschnitte für den Schaltschrankbau ermöglicht. Wir konnten im Geschäftsjahr die Außenanlagen fertigstellen. Ebenso wurde in eine Kantine für die Mitarbeiter investiert. Gleichzeitig wurden Investitionen als Ersatz und zur Erhaltung bzw. Erweiterung unserer CAD-Anlagen vorgenommen. 2.3 Pruss-Gruppe Die Pruss-Gruppe ist ein hochspezialisierter Flow-Control-Hersteller von Industriearmaturen. Das Sortiment umfasst Regel- sowie Sicherheitsarmaturen für folgende Industrien: Kraftwerks-, Öl-, Gas-, Hütten- und Stahlindustrie sowie die Petrochemie. Die Pruss Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:
Die Pruss-Gruppe ist seit Jahren ein ertragsstarkes Unternehmen, das sich einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt sieht. Die Hauptinvestitionen der Pruss-Gruppe lagen weiterhin im Ausbau von Automatisierungsmaßnahmen. Hauptaugenmerk lag dabei im Bereich Engineering. So werden durch automatisierte Abläufe Durchlaufzeiten verkürzt und standardisiert. Bei Umsatzerlösen von TEUR 23.109 (Vorjahr: TEUR 19.124), erzielte die Pruss-Gruppe in 2022 ein Jahresergebnis von TEUR 2.053. Innerhalb der Waldemar Pruss Armaturenfabrik hat sich die Materialaufwandsquote, d. h. das Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen einschließlich Bestandsveränderungen von 41 % in 2021 auf 39 % in 2022 verbessert. 2.4 Pack Group Holding Gruppe Die Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:
Die Pack Group ist ein mittelständiger Hersteller von Verpackungshohlkörpern für die Chemie-, Food-, Kosmetik- und Pharmaindustrie. Die Gruppe produziert an Standorten in Deutschland, Frankreich und Polen. Sie ist über Tochtergesellschaften und Vertretungen im gesamten europäischen Ausland präsent. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 74.249 (Vorjahr: TEUR 72.115) und sind somit um 3 % gestiegen. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung ist im Geschäftsjahr 2022 auf 44 % (Vorjahr: 40 %) leicht gestiegen. Es wurde ein Jahresergebnis von 1.346 TEUR (Vorjahr 1.925 TEUR) erzielt. Der Teilkonzern der Pack Group Holding verzeichnet weiterhin attraktive Neukundenprojekte sowie Folgeprojekte mit Bestandskunden. Im Wettbewerb sollte die Gruppe weiterhin in der Lage sein, vorteilhafte Margen im sog. Premiumsegment (hochwertig/veredelte Verpackungslösungen) realisieren zu können. In den nächsten Jahren werden neben dem Ausbau des bestehenden Kundenstammes (vor allem im internationalen Bereich) die Anschaffungen neuer Maschinen und Werkzeuge sowie die Einführung neuer Technologien vorangetrieben. Damit soll eine zukunftsträchtige Automatisierung der Fertigung sowie eine Verschlankung der Prozesse einhergehen. 2.5 Papierfabrik Meldorf Gruppe Die Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:
Die Papierfabrik Meldorf Gruppe ist ein mittelständisches Unternehmen und produziert seit 60 Jahren Wellpappenrohpapier. Dabei nimmt sie eine wichtige Position in einem geschlossenen Rohstoff-Kreislauf ein. Aus recyceltem Altpapier werden hochwertige Decken- und Wellenpapiere für neue Verpackungen hergestellt. Gleichzeitig etabliert sich die Papierfabrik mit neuen Produkten wie dem NatureLiner® in Nischenmärkten. Nach der Übernahme der Gruppe in 2017 durch die Certina Holding AG konnte bereits im ersten Jahr wieder ein positives Jahresergebnis erzielt werden. Das Geschäftsjahr 2022 konnte mit einem Umsatzerhöhung von 15 Prozent auf nunmehr 50,7 Mio. Euro abgeschlossen werden Der Anstieg ist insbesondere auf die gestiegenen und weitergegeben Herstellungskosten zurückzuführen. Das Rohergebnis inklusive sonstiger betrieblicher Erträge der Gesellschaft stieg im Jahr 2022 um 2,2 Mio. Euro und beträgt nunmehr 21,9 Mio. Euro (Vorjahr 19,7 Mio. EUR). Maßgeblich hierfür sind die gestiegenen Verkaufsmargen aufgrund der Preisveränderungen auf dem Absatz- und Rohstoffmarkt sowie ein geänderter Mix von veräußerten Produkten. Das EBT beträgt wiederum 3.088,6 TEUR (Vorjahr 1.591,8 TEUR). Insgesamt haben wir das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von 2.591,0 TEUR (Vorjahr 1.242,1 TEUR) abgeschlossen. 2.6 Andere Certina Gesellschaften: Andere Certina Gesellschaften sind im Wesentlichen Konzernservicegesellschaften und Immobiliengesellschaften:
3. Darstellung der Lage des Konzerns 3.1 Vermögenslage Das immaterielle Vermögen beträgt insgesamt TEUR 2.155 (Vorjahr: TEUR 2.018), die Sachanlagen TEUR 61.149 (Vorjahr: TEUR 60.311) und die Finanzanlagen TEUR 1.471 (Vorjahr: TEUR 1.422). Das langfristige Vermögen ist zu 228 % (Vorjahr: 220 %) durch Eigenkapital gedeckt. Somit ist das komplette Anlagevermögen aus eigenen Mitteln finanziert. Die Eigenkapitalquote betrug am Bilanzstichtag ca. 54 % (Vorjahr: 57 %). Die Bilanzsumme beträgt TEUR 272.513 (Vorjahr TEUR 247.532). Wir verweisen auf die nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Anhang zu machenden Angaben. 3.2 Finanzlage Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag über flüssige Mittel in Höhe von TEUR 92.346 (Vorjahr: TEUR 51.538). Demgegenüber stehen Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 17.030 (Vorjahr: TEUR 14.059). Somit verfügt der Konzern über Finanzmittel in Höhe von TEUR 75.316 (Vorjahr: TEUR 37.480). Ziel unseres Finanzmanagements ist es unter anderem Lieferanten unter Ausnutzung der Skonti zu bezahlen. Es bestehen befristete Kreditlinien in Höhe von TEUR 2.500, davon werden zum 31.12.2022 TEUR 0 in Anspruch genommen. Außerdem bestehen unbefristete Aval-Kreditlinien in Höhe von TEUR 37.610 und befristete Aval-Kreditlinien in Höhe von TEUR 4.200, von denen insgesamt TEUR 24.276 genutzt und TEUR 17.534 frei sind. Im Konzern gibt es keine externen, konzernübergreifende Finanzierungen oder Bürgschaften für andere Gesellschaften innerhalb des Konzerns. Jede Konzern-Gruppe ist finanziell selbständig und eigenverantwortlich tätig. Das Ziel ist eine Finanzierung über den laufenden Cashflow. Für einen näheren Einblick in die Finanzlage verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung, die Teil des Konzernabschlusses ist. 3.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse liegen bei TEUR 378.208 (Vorjahr: TEUR 314.469). Die Bestandsveränderung beträgt TEUR -18.701 (Vorjahr TEUR 28.242). Der Materialaufwand beträgt TEUR 221.653 (Vorjahr TEUR 208.007). Das Jahresergebnis beträgt TEUR 7.778 (Vorjahr TEUR 6.030). Aufgrund der vorstehenden Sachverhalte und des positiven Eigenkapitals sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden bzw. die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigenden Risiken erkennbar. 3.4 Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung des Konzerns läuft aufgrund der Zusammensetzung des Mischkonzerns dezentral über die Beteiligungen bzw. Konzernsparten. Die F & E Aktivitäten können den Lageberichten der offengelegten Tochtergesellschaften entnommen werden. Kunden-, Umwelt- und Arbeitnehmerbelange Die Kunden-, Umwelt- und Arbeitnehmerbelange des Konzerns werden aufgrund der Zusammensetzung des Mischkonzerns und der folglich differenzierten Kunden und Umweltstrukturen dezentral über die Beteiligungen bzw. Konzernsparten dargestellt. Die Darstellungen können den Lageberichten der offengelegten Tochtergesellschaften entnommen werden. 4. Risikobericht (Darstellung der wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung) Das Risikomanagement ist ein entscheidendes Element für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Unser Handeln ist wie jedes unternehmerische Engagement mit Chancen und Gefahren verbunden und darauf ausgerichtet, Risiken so weit wie möglich zu begrenzen und Chancen optimal zu nutzen. Die allgemeinen Unternehmensrisiken werden durch ein angepasstes Risikomanagementsystem definiert und bewertet. Bei der Risiko-Identifikation werden auch Preisänderungs-, Ausfall-, Wechselkurs- und Liquiditätsrisiken erfasst. Außerdem werden die Risiken hinsichtlich der Höhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Der Konzern verfügt über mehrere interne Kontrollmechanismen und hat als Früherkennungssystem ein monatliches - bei bestimmten Unternehmen sogar tägliches - Reporting eingeführt, das von jeder Unternehmensgruppe und jedem Unternehmen vorgelegt werden muss. Auf der Grundlage dieser Berichte werden die Restrukturierungsmaßnahmen kontrolliert und gegebenenfalls weitere Maßnahmen mit dem Management vor Ort besprochen. Die Umsetzung dieser gefundenen Entscheidungen und Maßnahmen obliegt dann dem jeweiligen Management. Die Beteiligungsunternehmen im Konzern werden individuell durch Beteiligungsmanager geführt, um somit angemessen auf die jeweiligen Markt- und Unternehmenssituationen reagieren zu können. Die Kontrollmechanismen gemäß § 92 AktG sind im Konzern von den Erfahrungen der einzelnen Beteiligungsmanager abhängig. Der Konzern verfügt über Beteiligungen an Unternehmen, die auf verschiedenen Märkten tätig sind, somit ist der Konzern diversifiziert und nicht von der Entwicklung einzelner Branchen abhängig. Das Kernstück des Konzerns bilden die bereits erfolgreich restrukturierten Unternehmen und Unternehmensgruppen. Die Risiken für den Konzern liegen bei den Neuerwerben, da sich diese meistens in der Restrukturierungsphase befinden oder die Restrukturierung kurz bevorsteht. Eine erfolgreiche Restrukturierung kann einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren in Anspruch nehmen. Der Zeitraum ist abhängig von der Struktur des Unternehmens und des Marktes. Das Risiko des Erwerbs ist aufgrund der vielen internen und externen Einflussfaktoren aus den Restrukturierungsmaßnahmen oft schwer einzuschätzen. Eine Bestandsgefährdung des Konzerns wäre nur möglich, wenn in einem Geschäftsjahr neue Beteiligungen erworben würden und der Konzern für diese Bürgschaften übernähme. Dies ist jedoch aufgrund bestehender Kreditverträge ausgeschlossen und muss auch aus Gründen der unternehmerischen Vorsicht abgelehnt werden. Insgesamt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt festzustellen, dass keine den Fortbestand des Certina-Konzerns gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. 5. Prognosebericht (Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken) Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Konzerns werden weiterhin maßgeblich von den direkt oder indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. Im Frühjahr 2023 hat das ifo Institut eine Stagnation des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes für 2023 bescheinigt und für 2024 1,7 Prozentpunkte Wachstum prognostiziert. Hohe Inflationskosten und eine verhaltene Nachfrage nach deutschen Exportgütern dämpfen die Wachstumsprognosen. Trotz der weltwirtschaftlich gedämpften konjunkturellen Entwicklung aufgrund des andauernden Ukraine-Krieges sowie der politische Unruhen im Nahen Osten und der damit einhergehenden geopolitischen Spannungen gehen wir von einer weiteren nachhaltigen positiven Entwicklung des Konzerns aus. Für den Certina Konzern sowie für die Gesamtwirtschaft sind zum Berichtszeitpunkt die Auswirkungen nicht vollständig absehbar aber soweit möglich in unserer Planung des Geschäftsjahres 2023 enthalten. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung bietet dem auf Sanierungen spezialisierten Certina Konzern zusätzliche Chancen durch weitere Zukäufe von Beteiligungen und die nachfolgende Sanierung, wie dies bereits in der Vergangenheit erfolgreich umgesetzt wurde. Risiken könnten für den Konzern im Finanzierungsbereich entstehen. Dies ist jedoch nur sehr eingeschränkt möglich, weil der Konzern weitgehend frei von Bankverbindlichkeiten ist und Investitionen aus dem freien Cash-Flow getätigt werden. Der Mangel an Fachkräften könnte in den nächsten Jahren ebenfalls zu einer Herausforderung werden. Dies betrifft aber in gleichem Maße die jeweiligen Mitbewerber der Teilkonzerne. Darüber hinaus betreiben die Unternehmen des Certina-Konzerns eine sehr aktive Personalpolitik. Darüber hinaus verlangen die wirtschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren einen Fokus auf eine nachhaltige Ausrichtung der Gruppe. Die Wettbewerbsfähigkeit wird durch Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gestärkt. Immer häufiger werden diese Aspekte die Kaufentscheidung von Kunden beeinflussen. Daher setzten wir bereits heute auf der Ausrichtung unserer Produkte in den Teilkonzernen zur Erfüllung der zukünftigen Erfordernisse. Für 2023 erwarten wir eine ähnliche Gesamtleistung wie 2022 mit einer leichten Steigerung des Konzernergebnisses. Dabei wird die "Buy-to-Hold"-Strategie beibehalten, d.h. die Certina Gruppe erwirbt auch weiterhin Unternehmen mit dem Ziel, diese zu halten. Der Vorstand weist daraufhin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
München, im 24. Mai 2024 Dr. Hans Wehrmann Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Certina Holding AG, Grünwald Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Certina Holding AG, Grünwald, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzerngewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Certina Holding AG, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 24.05.2024 fitas
audit GmbH
Dirk Specht, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2022 seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Er überwachte kontinuierlich die Geschäftsführung des Vorstands und beriet den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand schriftlich und mündlich regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte umfassten alle relevanten Informationen zur Planung, zur Geschäftsentwicklung, Unternehmensstrategie und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den vorgetragenen Plänen wurden erläutert, begründet und diskutiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Satzungsbedingt zustimmungspflichtige Geschäfte wurden nicht getätigt. Es fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, in denen die strategische und operative Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen sowie zahlreiche aktuelle Einzelthemen besprochen wurden. Der Aufsichtsrat hat angesichts seines geringen personellen Umfangs keine Ausschüsse gebildet. Den Jahresabschluss der Certina Holding AG zum 31.12.2022 hat die ADVICON AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss der Certina Holding AG, der die konsolidierungspflichtigen Gesellschaften umfasst, je zum 31.12.2022 hat die fitas audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und ebenfalls mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben den Jahresabschluss 2022 der Certina Holding AG und den Bericht des Abschlussprüfers zur eigenständigen Prüfung erhalten. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Die wesentlichen Prüfungsschwerpunkte der Wirtschaftsprüfer wurden erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, die Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 173 AktG der Hauptversammlung zu überlassen. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauten und Teamgeist geprägt. Dem Vorstand sei dafür an dieser Stelle gedankt.
München, den 03. Juli 2024 Der Aufsichtsrat |
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