S & P Advisory Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claire Garnier seit 15.10.2025 | Prokura |
Kim Astrid Scholze seit 22.3.2023 | Geschäftsführer |
Martin Georg Dr. Mayershofer seit 2.10.2019 | Prokura |
Hervé Clerbout seit 1.8.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Smart Solutions Holding GmbH (vormals: Sympatex Holding GmbH) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sympatex Technologies GmbHUnterföhringJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021DER SYMPATEX TECHNOLOGIES GMBH, UNTERFÖHRINGVorbemerkung Die Sympatex Technologies GmbH vertreibt an mehreren Standorten im In- und Ausland Funktionstextilien sowie Sport- und Arbeitsschutzbekleidung (im Vollgeschäft). Die wesentlichen Produktgruppen sind dabei Bekleidungslaminate, Nahtabdichtungsbänder sowie Fertigkonfektion im Schuh- und Bekleidungsbereich. Der Sitz der Gesellschaft ist in Unterföhring bei München. Geschäftsmodell Das operative Geschäft der Sympatex Technologies GmbH konnte bis einschließlich 2021 in die vier Sparten (Divisionen) Footwear, Contract & Workwear, Apparel sowie Technische Anwendungen aufgeteilt werden. Seit 2018 wird mit der Utmospheric®-Technologie ein zusätzliches Geschäftsfeld im Schuhbereich vertikal erweitert, das über Lean-Produktionsansätze die Produktion von wasserdichten Schuhen deutlich erleichtern und qualitativ massiv verbessern wird. Die Gesellschaft hat keine eigene Produktion, kooperiert aber mit ausgewählten Partnern im Rahmen von Membranproduktionen, Laminierungen und in der Herstellung von fertigen Konfektionsartikeln. Die Hauptabsatzmärkte befinden sich grundsätzlich weltweit, vor allem aber in Europa und Asien. Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen nach den folgenden wesentlichen Leistungsindikatoren:
Weitere Leistungsindikatoren sind:
Forschung und Entwicklung In 2021 lag der F&E-Schwerpunkt, wie auch in den Vorjahren, auf der Entwicklung von Membranen und Laminaten und die Erfüllung eines hohen technischen Anspruchs bei gleichzeitiger Berücksichtigung einer umwelt- und ressourcenschonender Produktion ("Agenda 2020"). Neben der Entwicklung von Laminaten für das Behördengeschäft und Fertigungskonzepten im Schuh- und Bekleidungsbereich standen Recyclingprozesse und die Rückführung von Materialien in den Produktionsprozess (Zirkularität) stark im Fokus. Es werden sowohl eigene Entwicklungskapazitäten genutzt, als auch Dienste von externen Entwicklungslaboren. Darüber hinaus wurde die Entwicklung einer Maschinentechnologie weitergeführt, mit der das Innenfutter für wasserdichte und atmungsaktive Schuhe zukünftig nahtlos durch ein speziell für Sympatex-Laminate entwickeltes thermoplastisches Verfahren gefertigt werden kann ("Utmospheric®"). Der Prototyp der Produktionsmaschine konnte Anfang 2020 erfolgreich getestet und abgenommen werden, allerdings verschoben sich geplante Prototypentests und in der Folge Produktionsaufträge auf Grund der Corona-Krise deutlich. Dies erlaubte im Gegenzug das Vorziehen weiterer Technologieentwicklungen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Deutsche Bank Research schreibt in ihrem Bericht, dass das Jahr 2021, nach anfänglichem Aufschwung in den ersten beiden Quartalen, zum Halbjahr aber die Expansion nicht weiter anhielt. Das deutsche BIP stieg um 2,6% ggü. dem Vorjahr geprägt durch ein positives Wachstum im 2. Quartal und 3. Quartal (2,0% bzw. 1.7% jeweils ggü. VJ). Der Anstieg war in fast allen Bereichen zu verzeichnen, vor allem aber bei Importen (7,6%) und bei Exporten (7,3%), gefolgt von Staatsausgaben (3,2%) und Anlageinvestitionen in Ausrüstung (2,9%). Das globale BIP ist im Jahr 2021 um rund 6% angestiegen. Bis auf wenige Ausnahmen konnten alle Länder ein positives BIP ausweisen, wobei China mit fast 8% einen wesentlichen Beitrag zum globalen BIP-Wachstum beigetragen. USA und Euroland waren aber auch mit soliden 5,8% bzw. 5,1% wichtige Bausteine für den Gesamtanstieg. Ausblick 2022 Wie bereits im Jahr 2021 wird die wirtschaftliche Entwicklung auch im Jahr 2022 von zwei Annahmen abhängen, die jedoch genau wie 2021 möglicherweise nicht eintreten werden:
In Summe geht man für das ganze Jahr 2022 von einer Zunahme des Welthandels von 4% ggü. VJ aus. (Quelle: Deutsche Bank Research Dezember 2021, Ausblick 2022) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2021 schließt mit einem Umsatzplus von +5,5% gegenüber dem Corona-Jahr 2020 trotz einer Umsatzschwäche im Herbst. Bekleidung erzielt +3,0% mehr Umsatz als im Vorjahr, bei Textil waren es +6,9%. Angesichts der Umsatzverluste des Vorjahres ist Bekleidung (Vorjahresminus -19,0%) allerdings noch nicht auf dem Umsatzniveau vor der Zeit vor Corona angekommen, Textil (Vorjahresminus -6,7%) liegt nur knapp unter den Umsätzen 2019. Die Beschäftigung in der Branche sinkt weiter, wenn auch mit leicht niedrigeren Raten. Insgesamt wurden im Jahresdurchschnitt 2021 -4,3% weniger Beschäftigte gemeldet als im Vorjahr. Bei Textil betrug der Rückgang -3,3%, bei Bekleidung waren es -6,5%. Betrachtet man die Entwicklung am aktuellen Rand, so besteht Anlass zur Hoffnung auf allmähliche Besserung, denn zum Ende des Jahres verlangsamte sich der Beschäftigungsabbau weiter: Ende Dezember waren insgesamt -3,0% weniger Menschen beschäftigt (Textil -2,4%, Bekleidung -4,2%). Die Exporte entwickelten sich sehr positiv (+6,1 %), wobei hier Textil +3,2 % weniger anstieg, Bekleidung hingegen mit +7,8 % einen deutlich höheren Anstieg verzeichnete. Die Importe sinken mit -4,0 %, maßgeblich geprägt durch den erhöhten Bedarf in 2020 an Gesichtsmasken bzw. deren Materialien. Die Textilimporte sinken um 24,8 %, die Importe von Bekleidung steigen um 7,0 % an. Das Jahr 2021 im Einzelnen: Umsatz Das Jahr 2021 schließt für beide Teilsegmente mit einem Plus beim Umsatz ab: 6,9 % bei Textil, 3,0 % bei Bekleidung. Angesichts der Umsatzverluste des Vorjahres ist Bekleidung (Vorjahresminus -19,0 %) allerdings noch nicht auf dem Umsatzniveau von der Zeit vor Corona angekommen, Textil (Vorjahresminus -6,7 %) liegt nur knapp unter den Umsätzen 2019. Die Segmententwicklung Bei Textil sind die meisten Segmente im Plus. Besonders die technischen Textilien konnten wieder deutlich zulegen, allerdings von einem niedrigen Vorjahresniveau ausgehend. Einige Teilsegmente entwickelten sich aber auch rückläufig, insbesondere das Teppichsegment entwickelte sich mit -22,6 % negativ. Das Bekleidungssegment kommt unterschiedlich aus der Krise: Während Strumpfwaren und die sonstige Oberbekleidung klar zulegen, verlieren Wäsche und Wirk/Strick über das Jahr gesehen weiter. Allerdings wachsen sämtliche Teilsegmente in den letzten Monaten des Jahres 2021 teils kräftig. Die Arbeits- und Berufskleidung verzeichnet nur ein leichtes Umsatzplus, ebenfalls mit steigender Tendenz. Die Umsatzentwicklung nach der Zielregion der Umsätze zeigt sehr klar, dass der Aufschwung vom Ausland und dort besonders vom Ausland außerhalb der EU getragen wurde. Das gilt im besonderen Maße für Bekleidung, wo der Inlandsumsatz und der Umsatz mit der EU auf dem Vorjahresniveau verharrt, der Umsatz mit dem übrigen Ausland jedoch um +17,8% wuchs. Bei Textil betrug letzterer Wert +16,6%, aber hier kamen noch Steigerungen im Inlandsgeschäft (+4,6%) und mit der EU (+3,5%) hinzu. (Quelle: Konjunktur-Bericht 02.2022, Textil + Mode) Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hatte für das Geschäftsjahr 2021 geplant, einen wachsenden Umsatz in der Größenordnung von rund 21 bis 22 Mio. EUR sowie ein positives EBITDA zu erzielen. Bedingt durch die Ausweitung der Corona-Pandemie ergab sich im Jahresverlauf eine zunächst positive Umsatzentwicklung in allen Märkten, schwächte sich dann aber in der zweiten Jahreshälfte ab, speziell durch coronabedingte Nachwirkungen im Tendergeschäft. Dies führte somit zu einem Gesamtumsatz in Höhe von rund 19,7 Mio. EUR, was einen Anstieg von rund 7% gegenüber dem Vorjahr bedeutet und im Einklang mit der allgemeinen Marktentwicklung steht. Das EBITDA-Ziel wurde aufgrund des überraschenden deutlichen Umsatzeinbruchs trotz adäquater Einsparmaßnahmen dementsprechend verfehlt. Insgesamt konnten die Erwartungen der Geschäftsführung nicht erfüllt werden. Umsatz- und Ertragslage Der Umsatz lag 2021 mit 19,7 Mio. EUR um rund 7% über dem des Vorjahres (Vorjahr: 18,4 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen auf dem Niveau der Vorjahre ohne nennenswerte Sondereffekte. Der Materialaufwand lag mit 11,5 Mio. EUR über Vorjahresniveau (Vorjahr: 10,5 Mio. EUR). Die Rohmarge (Umsatz und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) betrug 41,3% der Gesamtleistung und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 40,9%). Die Personalkosten lagen 2021 bei 4,3 Mio. EUR und somit rund 8% höher (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten deutlich reduziert werden, lagen bei 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert dabei u.a. aus der Reaktion auf die Corona-Pandemie. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel mit -0,4 Mio. EUR deutlich besser aus (Vorjahr: -1,8 Mio. EUR). Insgesamt verzeichnete die Gesellschaft, einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,9 Mio. EUR. (Vorjahr: -2,2 Mio. EUR Jahresfehlbetrag). Dabei ist zu berücksichtigen, dass ab dem Geschäftsjahr 2021 der Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin gekündigt worden ist. Einkauf Die Beschaffungspreise der für die Sympatex Membranerstellung wichtigen Polymere waren, trotz derzeit steigenden Ölpreisen, weitestgehend stabil. Bei den für die Herstellung von Laminaten notwendigen Ober- und Unterstoffen und den Lohnkosten für die Laminierung selbst, konnten Preiserhöhungen mit wenigen Ausnahmen durch Nachverhandlungen weitestgehend abgewendet werden. Produktion Die Sympatex Technologies GmbH hat keine eigene Produktion und lässt die Polymere, die Membrane und die Laminate in passiver Lohnveredelung herstellen. Produktionskapazitäten zur Erstellung der vorgenannten Produkte sind weltweit ausreichend vorhanden. Investitionen Bei der Sympatex Technologies GmbH wurden auch im Jahr 2021 in Folge der Corona-Pandemie und entsprechenden Absagen von Großveranstaltungen deutlich geringere Investitionen in Messeauftritte getätigt. Darüber hinaus wurden weitere Meilensteine für den Bau bzw. die Anschaffung der Pilot-Produktionsmaschine Utmospheric® bezahlt. Die Finanzierung erfolgt dafür im Wesentlichen durch ein Darlehen von eines der Gesellschafterin nahestehenden Unternehmens. Werbung und Marketing Der Werbeaufwand der Sympatex Technologies GmbH lag in 2021 mit rund TEUR 260 unter dem dem Vorjahresniveau (TEUR 300). Auftragslage Die Auftragslage zum Bilanzstichtag lag deutlich über dem Vorjahr. Aufgrund des immer noch starken Anteils am Vertikal- bzw. Vollgeschäfts ist die Aussagekraft des Auftragsbestands zum Stichtag allerdings schwierig. In diesem Bereich beteiligt sich die Gesellschaft in der Regel an Ausschreibungen (Tender), die teilweise über mehrere Jahre laufen. Wird eine Ausschreibung gewonnen und bildet sich ein Mengen- und Liefergerüst wird der Auftragseingang verbucht. Dies geschieht weitestgehend saisonunabhängig. Zusätzlich sind die Erwartungen an Produkte im Bereich Nachhaltigkeit nach wie vor ansteigend. Das Bewusstsein der Kunden, die Freizeit in der Natur unter Berücksichtigung einer ökologischen Verantwortung zu verbringen, wird immer stärker. Die Sympatex Technologies GmbH ist hier branchenweit anerkannter Vorreiter und plant mittel- bis langfristig stärkere Umsatzzuwächse in diesem Segment. Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl der Sympatex Technologies GmbH ist in 2021 auf 61 Personen (Vorjahr: 59) gestiegen. Finanzlage Die Gesellschaft ist weitgehend frei von Bankverbindlichkeiten. Mit der DEUTSCHEN FACTORING BANK, Bremen, ist eine Vereinbarung über Forderungsverkäufe (echtes Factoring) getroffen. Es bestanden per 31. Dezember 2021 Guthaben über insgesamt 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Zum Stichtag wurden mehrere Darlehen von der Gesellschafterin bzw. von der Gesellschafterin nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 4.030 aufgenommen. Der JahresCashflow betrug 0,4 Mio. EUR (i.Vj. -1,8 Mio. EUR). Die Liquiditätsversorgung und Finanzierung sind auf Basis der vorliegenden Geschäftspläne und der definierten Maßnahmen für die nächsten zwölf Monate gesichert. Bezüglich der bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der in der Unternehmensplanung hinterlegten Prämissen, insbesondere einer weiteren Umsatzsteigerung sowie der steigenden Rohmargen, verweisen wir auf den Abschnitt "Prognose-, Chancen- und Risikobericht". Vermögenslage Zum 31. Dezember 2021 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.626 aus. Das Eigenkapital verminderte sich somit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 830. Dies stellt weiterhin eine vertretbare Situation dar, da die Passiv-Seite der Bilanz nahezu ohne Bankverbindlichkeiten auskommt, laut Unternehmensplanung für den Prognosehorizont von zwölf Monaten keine Zahlungsunfähigkeit droht, da die weiteren Verbindlichkeiten aus dem vorhandenen Vermögen sowie aus dem laufenden Cashflow der Gesellschaft bedient werden können. Bezüglich der bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der in der Unternehmensplanung hinterlegten Prämissen, insbesondere einer weiteren Umsatzsteigerung sowie der steigenden Rohmargen, verweisen wir auf den Abschnitt "Prognose-, Chancen- und Risikobericht". Die Bilanzsumme von 12,7 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR) wird auf der Passivseite hauptsächlich durch die Pensionsrückstellung in Höhe von 2,8 Mio. EUR, sonstigen Rückstellung in Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,9 Mio. EUR geprägt. Die Rückstellungen für Pensionszusagen haben sich um rund TEUR 102 erhöht, da der Rechnungszins (für die Abzinsung) niedriger ist als im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit rund 1,4 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (Vorjahr: rund 1,9 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen an u.a. durch die anstehenden Umsatzerlöse in Q1/22. Der Anstieg in den sonstigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Darlehen von der Gesellschafterin nahestehenden Unternehmen. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um über 1,2 Mio. EUR, was hauptsächlich an der Zunahme der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von rund 0,9 Mio. EUR, der Erhöhung der Finanzanlagen um 0,2 Mio. EUR und dem Zugang zu den Anlagen im Bau in Höhe von 0,1 Mio. EUR lag. Die erstgenannte Position betraf Entwicklungskosten für ein innovatives Produktionsverfahren im Schuhbereich. Die Anlagen im Bau betrifft die entsprechende Produktionsanlage, die zum Stichtag kurz vor der Fertigstellung stand. Die Erhöhung der Finanzanlagen begründet sich durch den Erwerb der STX Dongguan Tochtergesellschaft von der Smart Solutions Holding GmbH. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände der Sympatex Technologies GmbH lagen mit rund 1,3 Mio. EUR leicht über Vorjahresniveau (geprägt durch einen Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände). Die Bestände erhöhten sich leicht sich um rund 0,3 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Grundsätzlich ist die Sympatex Technologies GmbH wie alle Unternehmen der Branche mit einem harten Konkurrenz- und Preiskampf konfrontiert. Es gibt nur noch wenige wachsende Märkte im Outdoor-Bereich, so dass es sich weitgehend um einen Verdrängungswettbewerb handelt. Allerdings besitzt das Unternehmen durch seinen unstrittigen ökologischen Materialvorteil der Recyclingfähigkeit sowie die neu entwickelte Fertigungstechnologie Utmospheric® deutliche Differenzierungsmerkmale, welche in den Zielmärkten Outdoor sowie Berufsbekleidung zunehmend wichtiger werden. Insbesondere durch den Green Deal der EU, aber auch durch den Präsidentenwechsel in den USA, verdichten sich die Zeichen deutlich, dass konsequente Nachhaltigkeit während der Corona-Pandemie massiv an Wichtigkeit zugenommen hat und bereits kurzfristig zu umfangreichen Veränderungen in allen Märkten führen wird. Die Textilindustrie steht hier auf Grund vergangener Versäumnisse mit dem Themen CO 2 -Reduktion, Zirkularität und Ausphasen der Fluorchemie (PFAS) ganz besonders im Fokus. Durch die frühzeitige Konzentration gerade auf diese Themen in den vergangenen Jahren ist Sympatex hierauf bestens vorbereitet, so dass von einem deutlichen Wachstum durch Verdrängung weniger lösungsorientierter Wettbewerber ausgegangen werden kann. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2022 wurde von einem Umsatz in Höhe von circa 22 Mio. EUR ausgegangen bei einem leicht positiven EBITDA. Diese Planung wurde deutlich übertroffen, denn das Geschäftsjahr endete mit einem Umsatz von 25,7 Mio. EUR und war damit mehr als 15% über Plan. Die Umsatzsteigerung kam zustande durch zwei Effekte:
Die Einführung eines neuen ERP-Systems, dessen Start zum Q2/2023 geplant ist, sowie ein umfangreiches Vorbereitungsprogramm für ein erwartetes starkes Wachstum ab 2024 wird allerdings den Cash-Flow in 2022 sowie 2023 merklich belasten. Für das Geschäftsjahr 2023 wird von einem Umsatz in der gleichen Größenordnung wie 2022 ausgegangen, was einer Seitwärtsbewegung in der Geschäftsplanung entspricht. Dies ist begründet durch oben erwähnten verschobenen Umsätze in 2022, konservativer Planungsannahmen sowie zunächst moderate Umsätze bei einer Reihe von Neukunden. Trotz gesteigerter Personalkosten wird in 2023 dank einer erwarteten leichten Margenverbesserung und der weiteren Optimierung der sonstigen Aufwände das EBITDA voraussichtlich in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr (2022) ausfallen. Der Cash Flow wird aufgrund bereits initiierter Maßnahmen und der geplanten Reduktion der Mittelbindung im Working Capital voraussichtlich positiv ausfallen. Stand Januar 2023 konnten aufgrund der Umsatzentwicklung sowohl Ergebnis- als auch Cashflow Entwicklung übererfüllt werden. Chancenbericht Zusätzliche Wachstumspotentiale In den vergangenen Jahren hat sich die öffentliche Wahrnehmung der massiven Kollateralschäden, die die weltweite Textilindustrie seit Jahrzehnten in Drittländern erzeugt, massiv verstärkt. Dieser Druck hat dazu geführt, dass sich inzwischen auch die Politik diesem Thema sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene angenommen hat. Insbesondere das im März 2022 veröffentlichte "Spring-Package" der EU-Kommission sowie eine ganze Reihe an globalen Gesetzesinitiativen zum allgemeinen Verbot von Fluorchemie (PFAS), noch vor wenigen Jahren das am häufigsten eingesetzte Material für wasserdichte atmungsaktive Funktionstextilien, werden zwischen 2025 und 2030 die Rahmenbedingungen für die Textilindustrie fundamental verändern. Angesichts dessen sehen inzwischen auch immer mehr potentielle Kunden die Notwendigkeit, sich zu einer ökologisch orientierten Neuausrichtung zu bekennen bzw. zu verpflichten. Da die ökologischen Vorteile der Sympatex-Materialien bzgl. Klima-Auswirkungen, Chemie, Wasser und Wiederverwendung gegenüber dem Großteil der Wettbewerbsprodukte unstrittig ist, konnten daher in den letzten zwei Jahren eine ganze Reihe neuer Kundenkontakte aufgebaut werden, die mittelfristig auch zu Umsatzsteigerungen führen werden. Es kann auf Grund der aktuellen politischen Zeichen weltweit berechtigt davon ausgegangen werden, dass sich dieser Druck auf den Markt in 2022 und den Folgejahren noch deutlich verstärken wird, so dass alle Marken sowie Behörden gezwungen sein werden, die bisher ausschließlich auf "Performance" ausgerichtete Beschaffung neu mit Nachhaltigkeitskriterien anzureichern. So wird unter anderem die gemeinsam mit der UN erarbeiteten und im Dezember 2019 bei COP24 präsentierten "Charter für Klima-Aktionen" der Textilindustrie, die Sympatex als erstes Unternehmen der Branche unterzeichnet hat und der inzwischen viele Marken folgen, in den nächsten Jahren zu einer deutlich konsequenteren Berücksichtigung des CO 2 -Fussabdruckes führen. Hier spart der Einsatz einer SympatexMembran gegenüber beispielsweise einer PTFE-Membran deutlich an Klimagasen ein. Gleichzeitig hat das Ziel einer zirkulären Wirtschaft, die ihre Altstoffe am Ende des Lebens wieder aufarbeitet und als Rohstoffe nutzt, deutlich an Unterstützern gewonnen. In Europa kann davon ausgegangen werden, dass es bis spätestens 2030 sogar zu einer Eintrittsbedingung in den Europäischen Markt kommen wird. Auch hier hat Sympatex einen deutlichen Zeitvorteil, weil entsprechende Kenntnisse und Technologien bereits seit 2016 erforscht und qualifiziert werden. Auch das Kernmaterial der Sympatex-Membran ist hierfür außerordentlich prädestiniert und stellt nahezu ein Alleinstellungsmerkmal dar. Sowohl die Geschwindigkeit als auch die Größenordnung dieser Dynamik sind in der Übergangsphase schwer einzuschätzen. Erste konkrete Gespräche deuten jedoch darauf hin, dass bereits in den kommenden ein bis zwei Jahren mehrere Kunden eine konsequente Nachhaltigkeitsstrategie einschlagen werden, an der Sympatex beteiligt sein wird. Dies liegt auch daran, dass ein Kollektionswechsel auf konsequente Nachhaltigkeit in diesem Umfang mehrere Jahre dauert, um realisiert zu werden, und daher angesichts der konkreten Pläne für entsprechende Gesetzgebung die Zeit langsam drängt. Aufgrund der Größenordnung des Marktes, der sich dieser Veränderung stellen muss, sowie den unstrittigen ökologischen Vorteilen der Sympatex-Materialien, die konstant weiter ausgebaut werden, kann daher berechtigt von einem deutlichen mittelfristigen Wachstum ausgegangen werden. Zusätzlich werden die Entwicklungsinvestitionen des Unternehmens im Bereich der thermischen Umformverfahren (Utmospheric®-Technologie) in den nächsten Jahren im Schuhsektor auch deutliche Kosten- und Qualitätsvorteile für den Kunden bieten, so dass hier - in Kombination mit Nachhaltigkeitsargumenten - ebenfalls neue Chancen entstehen werden. Die Chancen auf erste Serienproduktionsanläufe in 2023 stehen ausgesprochen gut. Flexible, skalierbare Produktionskapazitäten Die Sympatex Technologies GmbH unterhält keine eigenen Produktionsstätten, sondern verfügt über langjährige und teilweise auch exklusive Produktionspartnerschaften. So wird über neun internationale Partnerunternehmen sowie einem umfangreichen Netz an Textilherstellern in Lohnfertigung produziert. Aufgrund ihrer etablierten Partnerschaften ist die Gesellschaft in der Lage, auch mit nur kurzen Vorlauffristen das jeweils benötigte Produktionsvolumen zu erhöhen, ohne selbst ständig entsprechende Produktionskapazitäten vorhalten zu müssen. Nachhaltigkeit Inzwischen steigen die Anfragen nach "ökologisch verantwortungsvollen" Membran- und Laminat-Lösungen spürbar, was sich in den kommenden Jahren stark im Umsatz niederschlagen wird. Der Fokus auf konsequente Nachhaltigkeit hat sich deutlich beschleunigt und ist inzwischen insbesondere von den Medien als primärer Trend neben der Digitalisierung für die kommenden Jahre identifiziert. Viele Unternehmen sahen sich inzwischen dazu genötigt, konsequente Umsetzungsverpflichtungen für die nächsten Jahre zu veröffentlichen. Die Branche beginnt dabei langsam zu begreifen, dass derjenige, der jetzt nicht ernsthaft anfängt über Nachhaltigkeit nachzudenken, mit seiner Kollektion in den nächsten Jahren abgehängt wird. Die Rolle als Pionier in diesem Thema wurde im Geschäftsjahr erneut dadurch bestätigt, dass Sympatex zum zweiten Mal in Folge als "Best for the World" aller weltweiten B-Corps im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurde. Somit gehört das Unternehmen zu den 5% besten der über 4.000 zertifizierten B-Corps. Sympatex bietet durch ihre 100 % PFAS-freie Polyester Membran (100 % recyclebar, seit Anfang 2017 klimaneutral und inzwischen zu über 25% Bio-based), recycelten Ober- und Futterstoffen und die PFC-frei imprägnierten Laminate, glaubwürdige nachhaltige Lösungen für ihre Kunden und die Textilbranche an, die Dank des Fokus auf konsequente Monomaterialkompositionen auch recyclingfähig sind. Durch die Präsentation von ausgewählten Leuchtturmprojekten sowie eine massiv verstärkte Öffentlichkeitsarbeit hat Sympatex im vergangenen Geschäftsjahr die technologische Marktführerschaft in Sachen nachhaltiger Funktionsbekleidung übernommen und baut diese auch im Bereich der Berufsbekleidung systematisch aus. Dies gilt nicht zuletzt auch für das Engagement im Wear2wear-Konsortium, in dem Sympatex Gründungsmitglied ist und das zur ISPO 2020 die weltweit erste Funktionsjacke aus Alttextilien präsentiert hat. Risiken Finanzierungsrisiken Es bestehen keine über das übliche Maß hinausgehende Risiken und Unsicherheiten in Bezug auf die zugrunde liegenden geplanten positiven Ertrags- und Liquiditätseffekte aus der Umsatzsteigerung, der Margenverbesserung und der Reduktion des Working Capitals. Gleichwohl ist der Fortbestand der Gesellschaft, soweit die der Unternehmensplanung zugrunde liegenden Prämissen nicht wie vorgesehen eintreten, aufgrund fehlender Reserven noch von der Finanzierungsunterstützung durch (mittelbare) Gesellschafter oder Fremdkapitalgebern abhängig. Sonstige Risiken Die Nachfrage nach Produkten der Sympatex Technologies GmbH hängt von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung sowie der Konsumbereitschaft der Verbraucher ab. Die Nachfrage im Bekleidungseinzelhandel ist grundsätzlich von der allgemeinen konjunkturellen Lage und der damit zusammenhängenden Konsumbereitschaft von Verbrauchern abhängig. Auf den Märkten für Funktionsmaterialien und Membrane, in welchen das Unternehmen tätig ist, besteht ein intensiver, anhaltender Wettbewerb. Die Gesellschaft steht daher in ständigem Wettbewerb mit Produzenten und Lieferanten ähnlicher (wenn auch oft ökologisch kritischer) Produkte. Die Sympatex Technologies GmbH unterliegt dem Risiko von Preissteigerungen bei Rohstoffen. Es bestehen Währungsrisiken, aber auch -chancen, vor allem im Hinblick auf die Entwicklung von Euro und US-Dollar. Die durch die Gesellschaft von Lieferanten bezogenen Stoffe und Materialien unterliegen Preisschwankungen aufgrund der Schwankungen der für die Stoffe und Materialien benötigten Rohstoffe. So unterlagen die wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Funktionsmaterialien, insbesondere Polyester, in der Vergangenheit teilweise erheblichen Preisschwankungen. Es ist auch zukünftig nicht ausgeschlossen, dass sich die Preise für die benötigten Rohstoffe erhöhen und damit die Kosten für Stoffe und Materialien entsprechend steigen. Es besteht daher das Risiko, dass die Gesellschaft die erhöhten Kosten durch eine Erhöhung der Verkaufspreise nicht vollständig ausgleichen kann. Trotz eines zunehmend breiteren Kundenportfolios bleibt die Sympatex Technologies GmbH von einzelnen Großkunden abhängig. Das Unternehmen erzielt knapp 40 % ihres Umsatzes mit ihren jeweils zehn größten Kunden. Sollten einzelne oder mehrere dieser oder zukünftiger anderer Großkunden den Bezug von Sympatex-Produkten einstellen oder erheblich reduzieren, könnte die Gesellschaft von Umsatzeinbußen und einer Margenverschlechterung beeinflusst werden. Die Gesellschaft ist von Lieferanten abhängig. Die Stoffe und sonstigen Materialien zur Produktion der Waren bezieht die Sympatex Technologies GmbH von mehreren nationalen und internationalen Herstellern. Sollten die bestehenden Lieferanten die benötigten Stoffe und Materialien aufgrund von Lieferstörungen nicht rechtzeitig in der benötigten Quantität und Qualität liefern, könnte die Gesellschaft zwar regelmäßig den Bezug auf alternative Lieferanten umstellen, doch wäre dies unter Umständen mit zeitlichen Verzögerungen im Produktionsablauf verbunden. Es bestehen Risiken im Zusammenhang mit der Logistikkette. Die Sympatex Technologies GmbH lässt ihre Produkte durch Partnerunternehmen in Deutschland, Belgien, Niederlande, China, Südkorea, Österreich und Taiwan herstellen und bietet diese weltweit an. Die Produktionsorte und die Absatzmärkte liegen dabei teilweise geografisch weit auseinander. Dies stellt hohe Anforderungen an die Logistik. Für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ist es von wesentlicher Bedeutung, dass zum einen die Materialien den Produktionsbetrieben, die für die Sympatex Technologies GmbH fertigen, rechtzeitig zur Produktion zur Verfügung stehen und zum anderen die fertig hergestellten Produkte in den dafür vorgesehenen Fristen an den jeweiligen Bestimmungsort gelangen. Im Rahmen der Beschaffung, Produktion und Verkauf von Produkten der Gesellschaft können Währungsrisiken auftreten, die nicht durch Kurssicherungsgeschäfte abgedeckt sind. Zuletzt können auch neue, bisher nicht bewusst wahrgenommene ökologische Nachteile von Polyesterbekleidung (z.B. Microfibers) die offensichtlichen Vorteile des dominanten Basismaterials gefährden. Diesbezüglich unternimmt das Unternehmen kontinuierlich Forschungsanstrengungen, um die diesbezüglichen Auswirkungen zu minimieren. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs haben in unterschiedliche Weise Einfluss auf die geschäftlichen Entwicklungen der Sympatex:
Eine abschließende Einschätzung der Auswirkungen bedingt durch die Corona-Pandemie ist momentan nicht möglich. Wir gehen aber davon aus, dass sie sich sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Segmente der Sympatex auswirken werden, da die Treiber der Märkte teilweise unabhängig oder sogar positiv korreliert sind mit der Coronakrise. Dennoch gibt es Segmente, die zumindest zwischenzeitlich durch die aktuelle Situation in Ihrer Lieferkette unterbrochen sind und dadurch es zu einem temporären Absatzrückgang kommt. Allerdings ist mittelfristig davon auszugehen, dass alle Segmente sich wieder mit einem normalen Wachstum sich entwickeln. Risiko-Management Es besteht ein umfangreiches und detailliertes Reporting zur adäquaten Steuerung der unterschiedlichen Risiken. So werden neben einem jährlich erstellten Risikobericht die Finanzrisiken durch monatliche Berichte und Analysen in Verbindung mit Prognoserechnungen insb. zur Planung der Liquidität überwacht. Zusätzlich gibt es Berichte zur Steuerung der Qualität, Produktionsauslastung, Situation der Mitarbeiter bis hin zu Notfallkonzepten in der IT. Finanzinstrumente Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen sind nahezu vollständig durch Warenkreditversicherungen gesichert. Weiterhin werden mit strategischen Lieferanten Vereinbarungen über die Einkaufspreise und Kapazitäten getroffen. In einigen Fällen sind diese Konditionen an Preisgleitklauseln gekoppelt. Währungsrisiken sind hingegen nicht durch Derivate abgesichert, da sich die relevanten Zahlungsströme im Konzern (EUR und USD) überwiegend ausgleichen (Natural Hedging).
Unterföhring, den 9. März 2023 Die Geschäftsführung gez. Dr. Rüdiger Fox gez. Kim Scholze BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021SYMPATEX TECHNOLOGIES GMBH, UNTERFÖHRINGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021DER SYMPATEX TECHNOLOGIES GMBH, UNTERFÖHRINGI. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. Die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 169168 eingetragen. Im Geschäftsjahr 2020 wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin, der Smart Solutions Holding GmbH, gekündigt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden nach Fertigstellung der Entwicklung, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert, die nicht wesentlich von den steuerlichen Abschreibungstabellen abweichen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die gewöhnliche Nutzungsdauer für bewegliche Anlagegüter liegt zwischen 3 und 14 Jahren. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Für unbewegliche Anlagegüter liegt die gewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 5 und 10 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Ausleihungen zu Anschaffungskosten und zum Nennwert bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten auch in Rechnung gestellte Kosten der Lohnfertigung enthalten sind. Kosten der übrigen allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigung Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Flüssige Mittel sind zum Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung "der Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87% (10-Jahres-Durchschnittsbildung) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Gegenüber einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre (1,35%) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 192. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,50% berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00% berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i.V.m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind bilanziell wie wertpapiergebundene Versorgungszusagen behandelt. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind somit mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurde für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherung der vom Versicherer nachgewiesene Aktivwert (das geschäftsplanmäßige Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. der Überschussbeteiligung) angesetzt. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Für den Ausweis latenter Steuern wird das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB genutzt. Der sich ergebende aktivische Überhang wurde in der Bilanz nicht angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. IV. Erläuterung zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel nach dem Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Der Ausweis gegen verbundene Unternehmen betrifft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verrechnungsverkehr. Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen Forderungen gegen Gesellschafter sind in voller Höhe wertberichtigt. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände liegen solche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 111 (Vj. TEUR 0) vor. Die übrigen ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände haben ausschließlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Flüssige Mittel Es bestehen Bankguthaben in Höhe von TEUR 204 (Vj. TEUR 214), davon unterlagen Guthaben in Höhe von TEUR 106 (Vj. TEUR 58) den Verfügungsbeschränkungen im Rahmen des Factorings. 4. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Betrag gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB beträgt TEUR 139 (Vj. TEUR 186). 6. Verbindlichkeiten
Die Besicherung erfolgt in Teilen durch Sicherungsübereignung einer Maschine. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 71 (Vj. TEUR 52). Zudem sind Darlehen in Höhe von TEUR 4.030 von der Gesellschafterin nahestehenden Unternehmen enthalten. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Rohergebnis Das Rohergebnis enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 183 (i.Vj. TEUR 121) 2. Personalaufwand Im Personalaufwand sind TEUR 14 (i.Vj. TEUR 22) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten, die mit der Auflösung von Pensionsrückstellungen saldiert werden. In dieser Position sind im Geschäftsjahr auch Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen durch die Bundesagentur für Arbeit aufwandsmindernd enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 117 (Vj. TEUR 318) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 47 aus der Umstellung der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Hierunter sind TEUR 209 (Vj. TEUR 210) Zinsaufwendungen aus Aufzinsung von Pensionsrückstellungen ausgewiesen. VI. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zum Stichtag waren Forderungen im Wert von TEUR 1.064 (Vj. TEUR 732) verkauft. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Beschränkung auf das Veritätsrisiko als gering eingeschätzt. 2. Außerbilanzielle Geschäfte Angaben zu außerbilanziellen Geschäften, soweit diese wesentlich für die Beurteilung der Finanzlage sind:
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 1.732 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2022 und 2024. Es besteht zum Bilanzstichtag eine mögliche Subsidiärhaftung in Höhe der Differenz zwischen den Verpflichtungen der Sympatex Unterstützungskasse und deren Kassenvermögen in Höhe von TEUR 1.390. Es bestehen zudem Bestellobligo im üblichen Rahmen. 4. Geschäftsführung Zur Geschäftsführung bei der Sympatex Technologies GmbH, Unterföhring ist bestellt: Dr. Rüdiger Fox, Zell am Moos/Österreich Kim Scholze, München (seit 31. Januar 2023) Die Gesellschaft nimmt für die Angaben zu den Organbezügen der Geschäftsführung die Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. 5. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 468. 6. Angaben zum Anteilsbesitz Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021:
7. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
8. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers:
9. Ergebnisverwendung Aufgrund der Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags mit der Smart Solutions Holding GmbH wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -830.106,65 thesauriert und verbleibt im Unternehmen.
Unterföhring, den 9. März 2023 Die Geschäftsführung gez. Dr. Rüdiger Fox gez. Kim Scholze
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sympatex Technologies GmbH, Unterföhring Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sympatex Technologies GmbH, Unterföhring, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sympatex Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Risiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass der Fortbestand der Gesellschaft, soweit die der Unternehmensplanung zugrunde liegenden Prämissen nicht wie vorgesehen eintreten, aufgrund fehlender Reserven noch von der Finanzierungsunterstützung durch (mittelbare) Gesellschafter oder Fremdkapitalgeber abhängig ist. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 9. März 2023 Bansbach
GmbH
gez. Carsten Grill, Wirtschaftsprüfer gez. Christian König, Wirtschaftsprüfer Feststellungsbeschluss Die Feststellung des Jahresabschlusses 2021 der Sympatex Technologies GmbH, Unterföhringen, erfolgt mit Gesellschafterbeschluss vom 15. März 2023. |
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