AMIT Services GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Dr. Knoll seit 19.2.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Richter seit 8.8.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OmniCare Pharma GmbHUnterföhringJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Entwicklung des Anlagevermögens 2010
Bilanz zum 31. Dezember 2010AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2010
Lageberichtfür das Geschäftsjahr 2010OmniCare Pharma GmbH1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die OmniCare Pharma GmbH (kurz OmniCare oder "OCD") ist ein pharmazeutischer Vollsortimenter-Großhandel für Spezialpräparate für Schwerstkranke und bietet Dienstleistungen für pharmazeutische Hersteller und Großhandlungen an. OmniCare handelt schwerpunktmäßig mit Fertigarzneimitteln für onkologische Patienten. OmniCare erstellt u.a. im Rahmen von Kooperationsverträgen mit Originalherstellern Vertriebskonzepte und setzt diese unter Einsatz eines breiten Marketingportfolios um. Die Geschäftsführung der OmniCare hat dementsprechend in 2009 eine Liefervereinbarung mit der OmniCare Pharma GmbH, Wien, Österreich ("OCA"), im Sinne eines deutschen Logistikpartners abgeschlossen. Die OCD erhält eine Aufwandspauschale pro gelieferter Packung. Diese Logistikpartnerschaft stützte die bereits im Jahr 2009 eingeleitete Strategie zum langfristigen Aufbau einer eigenen Produktpalette, da sie die Möglichkeit bot, über diese Partnerschaft eine engere Beziehung zu potentiellen späteren Endkunden aufzubauen. Die geschäftlichen Rahmenbedingungen der OmniCare sind unverändert geprägt von einem steten Wandel im regulatorischen Umfeld der Gesellschaft. Die 15. AMG Novelle und die Fixierung der Abrechnungspreise auf das zweitgünstigste Präparat je Milligramm abzüglich eines Abschlags von 10 % für den Wirkstoff (das Arzneimittel) ist bei nicht patentgeschützten Wirkstoffen (Generika) ab dem 1. Januar 2010 maßgebend. Eine weitere Konsolidierung am Markt in unserem hochpreisigen Nischensegment der Zytostatikaversorgung kann hier beobachtet werden. Sinkende Profitabilität und Kostendruck sind die Folgen und stellen das klassische Pharmagroßhandel-Geschäftsmodell in Frage. Viele Marktteilnehmer überdenken derzeit ihre klassischen Handelsfunktionen und entwickeln neue diversifiziertere Geschäftsmodelle. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Wirtschaftsjahr 2010 konnte ein Umsatz von EUR 54 Mio. realisiert werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 9,8 %. Die Gesamtleistung entspricht den Umsatzerlösen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen eine Verbreiterung der Kundenbasis, welche im Hinblick auf die geplante und in 2010 nochmals verschobene Einführung eigener Produkte durch gezielte Neuansprache geschaffen werden konnte. Die Marktposition im Bereich Großhandel konnte weiter ausgebaut und gefestigt werden. Im Zuge der Neuausrichtung der Gesellschaft und des Zusammenschlusses zum Aufbau vertikalisierter Vertriebswege konnten Neukunden gewonnen werden, die bereits in 2010 zur Umsatzsteigerung beigetragen hatten Der Produktmix hat sich im Jahr 2010 gegenüber 2009 nicht maßgeblich verändert. 3. Ertragslage Das Umsatzwachstum schlug sich durch moderate Kostensteigerungen auch im Rohergebnis der Gesellschaft nieder, welches sich um EUR 1,4 Mio. erhöhte. Dies resultierte im Wesentlichen aus Nachverhandlungen mit der OCA hinsichtlich der Produkte, für welche die Gesellschaft als Logistikpartner für die OCA tätig war. Durch die verzögerte Einführung der eigenen Produkte hätte die OCD große Teile der erwarteten Margen verloren, konnte aber durch diese Nachbelastungen gegenüber der OCA die drohenden Verluste ausgleichen. Die Personalkosten stiegen aufgrund der des Personalaufbaus für eine zukunftsgerichtete Neuorientierung um TEUR 493 auf TEUR 1.887. Die Personalkostenquote beträgt 37,5 % (Vorjahr 38,6 %). In Vorbereitung auf die Neuorientierung sind Rechtsberatungskosten in Höhe von TEUR 245 angefallen, die die Ertragslage zusätzlich belasten. Das Finanzergebnis der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um TEUR 11 aufgrund einmaliger Zinsaufwendungen auf Steuernachforderungen erhöht. Die Umsatzsteigerung im Zusammenhang mit der Verbesserung der Marge um 1,8 %-Punkte war geeignet, die Ertragslage des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern. 4. Finanzlage Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Finanzierung basierte im Berichtsjahr überwiegend auf Eigenmitteln und resultierte aus dem operativen Cash-Flow. Ergänzend wurden kurzfristigen Darlehen von nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen ausgereicht. Der Finanzmittelbestand der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2010 um TEUR 244 erhöht. Ursache hierfür waren die Steigerung des Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit TEUR 637 dem ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 453 gegenüber steht. Die Investitionen stehen nahezu ausschließlich mit der Einführung des neuen ERP Systems Microsoft Dynamics NAV in Zusammenhang. Im Geschäftsjahr 2010 waren keine umfangreicheren Projekte zu finanzieren. Für 2011 sind in diesem Zusammenhang noch einige Ergänzungsinvestitionen, insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung von Microsoft Dynamics NAV geplant. 5. Vermögenslage Das Anlagevermögen betrifft immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 257), Sachlagen (TEUR 187) sowie Finanzanlagen (TEUR 25). Das Sachanlagevermögen hat sich aufgrund der Veräußerung eines Großteils der Betriebs- und Geschäftsausstattung an eine Schwestergesellschaft um TEUR 791,9 verringert. Die Abschreibungen erfolgten planmäßig. Der Vorratsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,1 Mio. erhöht, was gleichzeitig zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten geführt hat. Die starke Bevorratung gegen Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres steht im Zusammenhang mit der Ausnutzung der volatilen Preisstruktur des Marktes. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen hauptsächlich Steuerforderungen in Höhe von TEUR 69. Durch den gezielten Ausgleich der gegenseitig bestehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der OmniCare-Gruppe konnten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag um EUR 2,2 Mio. reduziert werden. Zur Finanzierung dieser Maßnahme wurde seitens einer Schwestergesellschaft ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von EUR 3,0 Mio. gewährt, dass zu einer entsprechenden Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten geführt hat. Des Weiteren hat ein Geschäftsführer der Gesellschaft ein zusätzliches Darlehen zur Verfügung gestellt, das dazu benutzt wurde, ein Darlehen in ähnlicher Höhe an eine Gesellschafterin zurückzuführen. Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich um das in 2010 erwirtschaftete Jahresergebnis erhöht. Hierdurch hat sich die Eigenkapitalquote von 0,9 % auf 5,2 % bei einem gleichzeitigen Anstieg der Bilanzsumme um EUR 1,2 Mio. erhöht. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft entwickelte sich positiv und kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. 7. Risikobericht Das Risiko-Chancenprofil der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Risiken und Chancen der Gesellschaft werden laufend durch die jeweils Verantwortlichen überwacht und bewertet. In laufenden Risikomanagement-Meetings werden die notwendigen Maßnahmen analysiert, dokumentiert und nach einem Maßnahmenplan abgearbeitet. Die größte Herausforderung für die Gesellschaft stellen die ständigen Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitsmarkt dar. Sollten sich hier weitere wesentliche Verschärfungen im Hinblick auf die gesetzlichen Vorgaben ergeben, so kann dies für die Gesellschaft langfristig sehr negative Auswirkungen haben. Anderweitige wesentliche Risiken wurden ausgelagert (versichert) oder existieren nicht in nennenswertem Umfang. Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in der Ausweitung der bestehenden Geschäftsbeziehungen, der strukturellen Marktveränderung (Konsolidierungsprozess) und dem Potential einer weitergehenden Vertikalisierung (deren Grundstein als Pharmazeutischer Hersteller mit dem Erwerb eigener Produktlizenzen bereits gelegt wurde). 8. Prognosebericht Das bereits für 2010 geplante Projekt zur Umstellung der Kunden von Handelsprodukten auf Produkte der eigenen Produktreihe hat sich aufgrund von aufwendigen zulassungsrechtlichen Verfahren verzögert und es wird nicht vor Mitte 2011 mit der Einführung gerechnet. Der damit verbundene Margenausfall wird sich weiter durch verbesserte Margen beim Produktbezug bei der OCA kompensieren lassen. Ein erfolgreiches Bestehen im Markt sollte so gewährleistet sein. Trotzdem wird man weiter auf Veränderungen im Gesundheitsmarkt mit großer Flexibilität reagieren müssen. Großhandel: Für das Jahr 2011 wird weiter mit steigenden Umsätzen durch Ausweitung der Kundenbasis gerechnet. Die Einführung extensiver Zwangsrabatte auf verschiedenen Ebenen (Hersteller, Großhandel, Apotheke) und damit verbundener paralleler Preissenkungen wird jedoch dieser Umsatzausweitung teilweise entgegenwirken. Mit einer positiven Entwicklung der Preise bzw. Margen ist aufgrund der fortgesetzten regulatorischen Maßnahmen der Gesundheitspolitik und dem stetig steigendem Kostendruck weiter nicht zu rechnen. Der Markt für den Arzneimittelgroßhandel mit Generika im Spezialitätenbereich wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht weiter verbessern, da erheblicher Kostendruck und eine große Zahl von Mitbewerbern der Marktausweitung entgegenwirken. Dienstleistungsbereich: Im Dienstleistungssektor - Marketing für Originalanbieter - wird trotz entsprechender Vertriebsmaßnahmen und der Ausweitung des Marktanteils eine Ausweitung des Kundenstammes eher unwahrscheinlich. Die Freigabe der Herstellerpreise (Einführung einer Ausnahme für parenteral applizierte Onkologika in der Arzneimittelpreisverordnung) hat die Notwendigkeit des Einsatzes von Marketingmaßnahmen zu Gunsten eines stärkeren Preiswettbewerbs stark vermindert. Die Dienstleistungsangebote im Bereich Callcenter boten auch 2010 keine weiteren Wachstumschancen und liefern nur geringe Margen. Die Marktposition im Dienstleistungsbereich wird sich in den nächsten Jahren aufgrund gesetzlicher Neuregelungen (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz) auf andere Bereiche wie Versorgungsforschung und "evidence based medicine" verlagern und so neue Ertragschancen eröffnen. Pharmazeutischer Hersteller: Der Grundstein zur Wahrnehmung der strategischen Option des Wandels der Unternehmensphilosophie wurde bereits in 2009 gelegt. Das Unternehmen strebt den Status eines pharmazeutischen Herstellers an, der mit einer eigenen Produktpalette von Schwankungen der Einkaufspreise unabhängig im Markt agieren kann und durch den relativ hohen Marktanteil niedrige Gestehungskosten für die Kernprodukte realisieren und so sinkende Margen kompensieren kann. Diese Entwicklung zum pharmazeutischen Hersteller sichert zugleich die Möglichkeit der Vereinbarung von Verträgen mit Krankenkassen und erlaubt eine weitere Festigung der Marktposition durch direkte Ansprache der Verordnenden. Für das Geschäftsjahr 2011 wird ein Umsatzvolumen von ca. EUR 60 Mio. angestrebt, was einem Anstieg von ca. 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit einher gehen sollte eine positiv Entwicklung der Ertragslage. Derzeit ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft den Status als pharmazeutischer Hersteller bis Mitte 2011 erhalten wird. Für 2012 ist ebenfalls ein Umsatzwachstum von ca. 9 % auf EUR 65 Mio. geplant. Insgesamt gesehen bestehen für die OmniCare sehr gute Aussichten, im Rahmen einer Kooperation wesentliche Potentiale und Synergieeffekte heben zu können. Die Stabilität die hierbei erreicht werden kann, sichert die Zukunft der OmniCare und ihrer Partner und Kunden. Da dieser Lagebericht im Erstellungszeitpunkt eine Momentaufnahme ist, verpflichtet sich die OmniCare Pharma GmbH nicht und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu adaptieren.
Unterföhring, den 1. März 2011 Dr. Wolfgang Schwandner Oliver Tamimi Stefan Schmal Anhang für das Geschäftsjahr 20101. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Die Gesellschaft hat von den Erleichterungen des § 276 HGB keinen Gebrauch gemacht. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB werden in Anspruch genommen. Anpassungsmaßnahmen nach dem BilMoG ergaben sich nicht, oder waren von untergeordneter Bedeutung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht. 2. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind unter Berücksichtigung handelsrechtlicher Vorschriften im Wesentlichen unverändert bilanziert und bewertet worden. Änderungen ergeben sich im Fall der Vorratsbewertung in der Weise, dass eine Veränderung der Abwertungsroutine vorgenommen wurde. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend der steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Für die Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 bis zum 31. Dezember 2009 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 % p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigen beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte wurden gem. § 255 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten angesetzt. Gemäß dem strengen Niederstwertprinzip wurden auf die Vorräte wegen ablaufender Haltbarkeitsdaten Abwertungen vorgenommen. Aufgrund einer veränderten Distributionsstrategie wurde die Abwertungsroutine für Waren im Geschäftsjahr geändert. Bei unveränderter Verwendung der Abwertungsroutine des Vorjahres wäre die Abwertung um TEUR 656 höher gewesen. Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. b) Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen handelt es sich mit Ausnahme eines Betrages von TEUR 2,5 (Vorj. TEUR 2,5) um kurzfristige Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 370,7 (Vorj. TEUR 0). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind keine Forderungen gegen Gesellschafter enthalten (Vorj. TEUR 6,5). Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 91,6 (Vorj. TEUR 342,4), für Tantiemen in Höhe von TEUR 120,6 (Vorj. TEUR 31,7), für Resturlaub und Mitarbeiterprämien in Höhe von TEUR 149,4 (Vorj. TEUR 95,0), für Aufbewahrungskosten unverändert in Höhe von TEUR 30 sowie für Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten in Höhe von TEUR 58,1 (Vorj. TEUR 32,2). Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.549,2 (Vorj. TEUR 5.626,0). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 552,3 (Vorj. TEUR 1.104,6). 3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2010 wurden periodenfremde Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von TEUR 14,1 (Vorj. TEUR 31,8) erzielt. Es fielen zusätzlich aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1,2 (Vorj. TEUR 0,0) an. 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.v. § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB bestehen aus Mietverträgen in Höhe von jährlich TEUR 188,5. Anteilsbesitz
* Bei dem ausgewiesenen Jahresergebnis handelt
es sich um das Jahresergebnis vor Verlustübernahme.
Mutterunternehmen i.S.v. § 285 Nr. 14 HGB ist die Omnicare Pharma GmbH, Wien, Österreich. Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2010 waren:
Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2010 Bezüge in Höhe von TEUR 263 (Vorj: TEUR 392,0) erhalten. Im Geschäftsjahr 2010 hatte die Gesellschaft durchschnittlich 20 Arbeitnehmer, davon 4 Mitarbeiter im Vertrieb und 16 Mitarbeiter in der Verwaltung, beschäftigt.
Unterföhring, den 8. März 2011 Oliver Tamimi Dr. Wolfgang Schwandner Stefan Schmal BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OmniCare Pharma GmbH, Unterföhring, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 9. März 2011 Ernst
& Young GmbH
Räpple, Wirtschaftsprüfer von Petrikowsky, Wirtschaftsprüfer |
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