Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 121424
Vorher
Take 2 Interactive GmbHTake - Two Interaktive GmbH
Eingetragen
29.7.1998
Branche
Verlegen von ComputerspielenEntwicklung und Programmierung von ComputerspielenGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Herstellung, Entwicklung und Handel mit Computersoftware.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Serhad Ibrahim Koro
seit 18.10.2011
Geschäftsführer
Angelika Mittermaier
seit 30.7.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Take Two International GmbHCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Take Two International GmbH
Switzerland
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Take - Two Interactive GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Bilanz zum 31. März 2023

AKTIVA

31.3.2023 31.3.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Mietereinbauten 136.599,70 168
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.587,21 319
399.186,91 487
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 1.185.352,36 1.815
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.332.496,07 4.920
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.796.915,37 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 651.999,99 242
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.762.077,45 3.836
10.728.841,24 10.813
C. Rechnungsabgrenzungsposten 115.297,62 157
11.243.325,77 11.457

PASSIVA

31.3.2023 31.3.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Kapitalrücklage 908.333,51 908
III. Gewinnvortrag 4.033.911,58 3.892
IV. Jahresüberschuss 137.615,17 142
5.129.860,26 4.992
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 5.277.135,91 4.797
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 373.169,84 690
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 564
3. Sonstige Verbindlichkeiten 463.159,76 414
davon aus Steuern: EUR 93.518,44 (Vorjahr TEUR 333)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.773,49 (Vorjahr TEUR 10)
836.329,60 1.668
11.243.325,77 11.457

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

2022/23 2021/22
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 11.586.630,99 13.498
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.947.001,53 1.347
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -72.844,74 -5.502
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -488.078,07 -447
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.395.983,13 -3.118
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -623.841,11 -492
davon für Altersversorgung: EUR 18.280,00 (Vorjahr TEUR 19)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -168.098,02 -208
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.577.822,09 -4.861
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.490,61 0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -341,33 0
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -70.593,47 -71
10. Ergebnis nach Steuern 141.521,17 146
11. Sonstige Steuern -3.906,00 -4
12. Jahresüberschuss 137.615,17 142

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 31.3.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 27.606,19 0,00 27.606,19 0,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 222.273,31 0,00 0,00 222.273,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 653.267,57 79.899,22 115.851,63 617.315,16
875.540,88 79.899,22 115.851,63 839.588,47
gesamt 903.147,07 79.899,22 143.457,82 839.588,47
kumulierte Abschreibungen
Stand 31.3.2022 Zugänge * Abgänge Stand 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 27.606,19 0,00 27.606,19 0,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 53.907,68 31.765,93 0,00 85.673,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 334.247,49 136.332,09 115.851,63 354.727,95
388.155,17 168.098,02 115.851,63 440.401,56
gesamt 415.761,36 168.098,02 143.457,82 440.401,56
Buchwert Buchwert
31.3.2023 31.3.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 136.599,70 168.365,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.587,21 319.020,08
399.186,91 487.385,71
gesamt 399.186,91 487.385,71

* Abschreibungen des Geschäftsjahres

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

1. Unternehmensgegenstand

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, Entwicklung und der Handel mit Computersoftware.

Die Gesellschaft ist unter der Firma "Take-Two Interactive GmbH" im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 121424 eingetragen.

Das Geschäftsjahr läuft vom 1. April bis 31. März des Folgejahres. Sitz der Gesellschaft ist München.

2. Gliederung und Vergleichswerte

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden haben wir entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen. Aktivierungswahlrechte und Passivierungswahlrechte haben wir nicht in Anspruch genommen. Es waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear aufgrund der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zwei bis drei Jahre und beim Sachanlagevermögen zwei bis 33 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden im Bedarfsfall vorgenommen. Zusätzliche Abschreibungen nach steuerlichen Vorschriften wurden nicht vorgenommen.

Von der Vereinfachungsregel zur Sofortabschreibung geringwertiger Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 wurde Gebrauch gemacht. Geringwertige Anlagegüter des Sachanlagevermögens bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden.

2. Vorräte

Das Vorratsvermögen wird mit Anschaffungskosten oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen; dabei wird das Niederstwertprinzip beachtet.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Barwert angesetzt.

4. Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen/Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand/Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

6. Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

7. Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und bei Laufzeiten von über einem Jahr abgezinst. Dabei werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen wurden die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern berücksichtigt.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

9. Latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden nach dem Ausweiswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

10. Erlöse und Aufwendungen

Umsatzerlöse werden unter Beachtung des Realisationsprinzips realisiert und ausgewiesen, wenn bei Lieferungen der Gefahrenübergang erfolgt ist. Bei Dienstleistungsverträgen erfolgt die Umsatzrealisation zu dem Zeitpunkt, zu dem die jeweils geschuldete Leistung erbracht ist und der Anspruch auf eine Gegenleistung besteht. Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich periodengerecht erfasst.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel in der Anlage III dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 3.797 (Vorjahr TEUR 0). Dieser Posten enthält vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen der Anspruch auf Mietkaution in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr TEUR 113), Forderungen aus Gewerbesteuerüberzahlung mit TEUR 44 (Vorjahr TEUR 12), Forderungen aus Körperschaftsteuerüberzahlung mit TEUR 207 (Vorjahr TEUR 118), Forderungen aus Umsatzsteuererstattungen für das Berichtsjahr mit TEUR 171 (Vorjahr TEUR 0) und debitorische Kreditoren mit TEUR 116 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni, Abschriften und Retouren in Höhe von TEUR 2.752 (Vorjahr TEUR 3.112), Werbekostenzuschüsse von TEUR 175 (Vorjahr TEUR 330), Mitarbeiterboni und Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 351 (Vorjahr TEUR 616), Abfindungen TEUR 1.099 (Vorjahr TEUR 0) sowie ausstehende Rechnungen (inkl. Berufsgenossenschaft) von TEUR 891 (Vorjahr TEUR 740).

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich, nach Wirtschaftsjahren dargestellt, wie folgt zusammen:

2024 2025 bis 2027 ab 2028 gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Leasingverträge 74 96 1 171
Miete für Geschäftsräume 360 1.081 30 1.471
434 1.177 31 1.642

2. Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr waren neben dem Geschäftsführer durchschnittlich 39 (Vorjahr 35) Mitarbeiter beschäftigt, davon 39 (Vorjahr 35) Arbeitnehmer und wie im Vorjahr keine Auszubildenden. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

3. Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer ist bestellt:

Herr Serhad Koro, International Managing Director, Reading, England.

4. Konzernzugehörigkeit

Alleingesellschafterin der Take-Two Interactive GmbH ist im Berichtsjahr die Take Two International GmbH, Luzern, Schweiz. Über die Take Two International GmbH, Luzern, Schweiz, gehört die Gesellschaft zur Gruppe der Take-Two Interactive Software Inc., Delaware, USA, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird.

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Take Two International GmbH, Luzern, Schweiz, und für den größten Kreis von Take-Two Interactive Software Inc., Delaware, USA, mit Firmensitz in New York, USA, erstellt.

Der nach US-GAAP aufgestellte Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis wird auf der Internetseite www.take2games.com veröffentlicht. Für den Konzernabschluss der Take Two International GmbH, Luzern, Schweiz, besteht keine Pflicht zur Veröffentlichung.

5. Ergebnisverwendung

Gemäß Gesellschaftsvertrag entscheidet die Gesellschafterversammlung über die Ergebnisverwendung. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 137.615,17 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

 

München, den 15. März 2024

Serhad Koro, Geschäftsführer der Take-Two Interactive GmbH

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Take-Two Interactive GmbH, München (im Folgenden "Take-Two"), wurde am 13. Juli 1998 gegründet und ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der an der NASDAQ gelisteten Take-Two Interactive Software, Inc., New York / USA.

Die Take-Two Interactive Software, Inc., ist ein weltweit tätiger Entwickler, Publisher und Distributor von interaktiver Unterhaltungssoftware für PC und Videospielsysteme von Sony, Microsoft und Nintendo. Für dieses Geschäftsfeld entwickelt und veröffentlicht Take-Two Produkte unter den firmeneigenen Marken Rockstar Games, 2K und Private Division sowie Zynga und Social Point im Bereich Mobile Games. Zum Portfolio von Take-Two gehören Bestseller wie Grand Theft Auto, Red Dead Redemption, Borderlands, Sid Meier's Civilization, NBA 2K und WWE. Für die Vermarktung dieser Produkte in Deutschland, Österreich und in der deutschsprachigen Schweiz ist die Take-Two Interactive GmbH, mit Sitz in München, verantwortlich.

II. Branchenbezogene Rahmenbedingungen und Marktstellung

Der Gesamtumsatz für digitale Spiele (Spiele, In Game Käufe, Hardware, Onlinedienste und Abonnements) ist in Deutschland im Kalenderjahr 2022 im Vergleich zum Kalenderjahr 2021 um 1% auf EUR 9.873 Mio. gewachsen (VJ EUR 9.756 Mio.). 1

1 Quelle: Onlinemitteilung von Game, Verband der deutschen Games-Branche

In Deutschland gehört die Take-Two Interactive GmbH zu den erfolgreichsten Publishern von PC- und Videospielen. So steht Take-Two im Geschäftsjahr 2022/2023 im Bereich Anzahl der physisch verkauften Spiele auf Platz vier der von GSD erarbeiteten Rangliste für den Zeitraum 1. April 2022 bis 31. März 2023 im Bereich "Computerspiele".

III. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Der im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2022/2023 prognostizierte Umsatz von EUR 13,5 Mio. wurde mit einem Umsatz von EUR 11,6 Mio. um 14% verfehlt. Dies ist im Wesentlichen auf später als geplant erfolgte Releases zurückzuführen. Das prognostizierte Jahresergebnis von EUR 0,2 Mio. wurde dennoch voll erreicht.

Der Gesamtbruttoumsatz (vor Erlösschmälerungen, nach Abzug von Retouren und Lagerwertausgleich) stellt sich für die zehn umsatzstärksten Spiele wie folgt dar:

Top 10 der umsatzstärksten Spiele im Geschäftsjahr 2022/2023 Lieferwert
TEUR
1 NBA 2K23 3.014
2 GTA V 2.825
3 The Quarry 1.908
4 WWE 2K23 1.729
5 RDR 2 846
6 Marvel Midnight Suns 753
7 PGA 2K23 482
8 GTA: The Trilogy Definitive Ed. 309
9 New Tales from the Borderl. Deluxe 258
10 Mafia Trilogy 233

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde mit den zehn umsatzstärksten Spielen 98% der Brutto-Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen erwirtschaftet, davon 24% durch NBA 2K23. Im Berichtsjahr waren die Topprodukte NBA 2K23 mit EUR 3,0 Mio. Bruttoumsatz, GTA V mit EUR 2,8 Mio. Bruttoumsatz, The Quarry mit EUR 1.9 Mio. Bruttoumsatz und WWE 2K23 mit EUR 1,7 Mio. Bruttoumsatz.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialeinsatz) stieg verrechnungspreisbedingt um EUR 4,1 Mio. (46%) von EUR 8,9 Mio. auf EUR 13,0 Mio.

Der Jahresüberschuss ist mit TEUR 138 im Vergleich zu TEUR 142 im Vorjahr um 3 % zurück gegangen.

IV. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 214 auf TEUR 11.243. Die Aktivseite ist dabei gekennzeichnet durch eine Abnahme des Warenbestandes (um TEUR 630) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um TEUR 2.588), bei einer Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (um TEUR 3.797). Der Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten ist auf TEUR 2.762 gesunken (um TEUR 1.074). Die deutliche Verringerung des Warenbestands und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist dabei auf Produktreleases im 4. Quartal des Vorjahres zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen verrechnungspreisbedingt gestiegen. Die Verringerung der liquiden Mitteln ist vor allem konzernbedingt.

Die Eigenkapitalquote ist mit 45,6% (Vorjahr 43,6%) leicht gestiegen.

Auf der Passivseite sind die sonstigen Rückstellungen von TEUR 4.797 auf TEUR 5.277 (um TEUR 480) gestiegen, im Wesentlichen durch höhere Rückstellungen für Personalkosten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 317 gesunken, ebenso die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verrechnungspreisbedingt (um TEUR 564). Aufgrund der guten Finanzausstattung musste die Gesellschaft auch in 2022/2023 keine Bankverbindlichkeiten aufnehmen.

Auf der Aufwandsseite sind die Aufwendungen für bezogene Waren von TEUR 5.502 im Vorjahr verrechnungspreisbedingt auf TEUR 73 gesunken.

Erhöht haben sich insbesondere die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 4.861 im Vorjahr auf TEUR 7.578 und die Löhne und Gehälter von TEUR 3.119 im Vorjahr auf TEUR 4.396. Grund für die Erhöhung der Löhne und Gehälter sind gebuchte Rückstellungen für Abfindungen aufgrund eines Personalabbaus vor Ende des Wirtschaftsjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen vor allem durch höhere Aufwendungen für Marketing, was insbesondere durch das Abflauen der Corona Pandemie und dem Abbau der damit verbundenen Restriktionen verursacht ist.

Der Jahresüberschuss sank im Geschäftsjahr auf TEUR 138, im Vergleich zum Vorjahresergebnis von TEUR 142.

Sowohl die Ertragskraft als auch die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft sind gut und lassen weiterhin auf eine positive Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft schließen.

V. Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 80 getätigt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Ersatzanschaffungen im Bereich Computer und Equipment sowie in der Geschäftsausstattung.

VI. Liquidität

Da der Investitions- und Finanzierungstätigkeit von Take-Two insgesamt eine untergeordnete Bedeutung zukommt, wird die Liquidität von Take-Two durch den operativen Cash-Flow bestimmt. Dieser beträgt, ermittelt auf Basis des Jahresüberschusses zuzüglich der Abschreibungen, für das laufende Geschäftsjahr TEUR 306.

VII. Risiken der künftigen Entwicklung

Die Take-Two Interactive GmbH fungiert im Wesentlichen als Vertriebseinheit des Take-Two Konzerns. Die Entwicklung der Gesellschaft hängt daher sehr stark von der Muttergesellschaft, der Take-Two Interactive Software Inc., New York / USA, ab. Nahezu 100 % der von der Take-Two Interactive GmbH verkauften Produkte werden von der Muttergesellschaft bzw. von deren Tochtergesellschaften bezogen. Die wirtschaftliche Entwicklung und die geschäftspolitischen Entscheidungen der Muttergesellschaft beeinflussen daher maßgeblich die künftige Entwicklung der Take-Two Interactive GmbH. Die Take-Two Interactive GmbH hat dabei nur sehr geringe Einflussmöglichkeiten auf die Einkaufs- und Entwicklungspolitik der Muttergesellschaft.

Während der Hochzeiten der Corona Pandemie war die Nachfrage nach Produkten für das Home Entertainment stark angestiegen, mit entsprechenden Auswirkungen auf den Umsatz der Take-Two Interactive GmbH. Durch den Wegfall der Corona-Restriktionen ist auch eine Reduktion des Bedarfs an Home Entertainment sichtbar. Abhängig davon, wie stark sich diese Bewegung ausfällt, werden zukünftig auch die Umsätze der Take-Two Interactive GmbH sinken. Wenn auch bisher der Anteil der Nutzer von interaktiven Spielen deutlich über dem Vor-Corona-Niveau liegt, ist derzeit noch nicht absehbar, wie stark diese erwartete Gegenbewegung ausfallen wird.

Wichtigster Faktor für die zukünftige Entwicklung der Take-Two Interactive GmbH ist die Fähigkeit der Muttergesellschaft, weiterhin Hit-Titel zu produzieren, die einen großen Kundenkreis ansprechen und binden. Von zunehmender Bedeutung hierbei ist nicht nur der Erwerb des Produktes, sondern auch die langfristige Bindung des Kunden an das Produkt. Hierdurch können sowohl durch In-Game-Transaktionen als auch durch gezielte Werbung laufende Umsätze generiert werden. Dies kann nur gelingen, wenn die Spiele sich hinreichend von den Produkten anderer Marktteilnehmer abheben und eine Qualität aufweisen, die für den Kunden eine Wiederholung des Spielerlebnisses wünschenswert machen. Hierbei sind insbesondere die GTA-, Red Dead Redemption- und NBA 2K - Reihen zu nennen, die für den Großteil der Umsätze der Take-Two Interactive GmbH verantwortlich sind. Insbesondere der bereits angekündigte Release von GTA VI dürfte in Zukunft zu einem signifikanten Umsatzwachstum führen.

Ein weiterer Faktor, der negative Auswirkungen auf die Take-Two Interactive GmbH haben kann, ist die zunehmende Konzentration der Marktteilnehmer. Durch Unternehmenszusammenschlüsse und -aufkäufe steigt das Risiko, dass die Entwicklung von attraktiven Top-Titeln in Zukunft mit einem finanziellen Aufwand verbunden ist, der nur noch von wenigen, sehr großen Marktteilnehmern geleistet werden kann. Sollte Take-Two den entsprechenden Aufwand finanziell nicht mehr leisten können, steht das Geschäftsmodell, das in der Entwicklung hochwertiger Top-Titel besteht, in Frage.

Weiterhin stellen die national unterschiedlichen Datenschutzregulierungen, die zudem laufenden Änderungen unterworfen sind, eine Herausforderung dar. Mögliche Verstöße gegen nationale Regeln oder nicht auszuschließende nationale Verschärfungen von Datenschutzrichtlinien, die unserem Geschäftsmodell zuwiderlaufen, müssen durchgehend beobachtet werden und können Einfluss auf unseren Unternehmenserfolg haben.

Vorratsrisiken werden im Vorfeld durch entsprechende Produktionsplanung sowie konsequentes Monitoring des Warenbestandes niedrig gehalten.

Die Gesellschaft selbst unterhält keine wesentlichen Lieferanten- oder Kundenbeziehungen innerhalb der Ukraine oder Russlands, deren Wegfall unmittelbar das Geschäft der Gesellschaft negativ betreffen könnten.

Währungsrisiken bestehen für die Take-Two Interactive GmbH nicht in nennenswerter Höhe, da die Gesellschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig ist und die Fakturierung gegenüber der Muttergesellschaft in Euro erfolgt.

Im Ergebnis sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft.

VIII. Ausblick und Chancen der künftigen Entwicklung

Im Kalenderjahr 2022 ist der Umsatz mit Computer- und Videospielen im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 1% gestiegen. 2 Es wird erwartet, dass sich das insgesamt positive Marktumfeld trotz der aktuell wirtschaftlich anspruchsvollen Situation in Deutschland halten wird.

2 Quelle: Onlinemitteilung von Game, Verband der deutschen Games-Branche

Wie weit die Take-Two Interactive GmbH von diesem Umfeld profitieren kann, hängt stark davon ab, ob auch weiterhin eine hohe Nachfrage nach physischen Spielen bestehen bleibt, oder ob der Trend zu Spieledownloads den physischen Markt verdrängt. Die konstante Nachfrage nach Spielen aus der GTA- und der Red Dead Redemption-Reihe, sowie die geplanten Erweiterungen und Neuerscheinungen im Rahmen unserer Spiele-Klassiker lassen eine stabile Umsatz- und Gewinnsituation erwarten. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird unter anderem die Veröffentlichung von Spielen wie LEGO 2K Drive, NBA 2K24, WWE 2K24 und Ancestors angestrebt.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 planen wir mit einem Umsatz von EUR 11,3 Mio. und einem Jahresüberschuss von EUR 0,2 Mio.

In den vorliegenden ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/2024 verlief die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses gemäß Plan.

Investitionen sind nicht in nennenswertem Umfang geplant und wirken sich nicht auf die Finanzlage der Gesellschaft aus. Die Gesellschaft geht auch weiterhin davon aus, dass im Geschäftsjahr 2023/2024 keine Bankfinanzierungen in Anspruch genommen werden müssen.

BESCHLUSS ÜBER DIE VERWENDUNG DES ERGEBNISSES 2022/2023

Für die vom Geschäftsführer vorgeschlagene Ergebnisverwendung vom 15. März 2024

"Der Jahresüberschuss des Wirtschaftsjahres vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 von EUR 137.615,17 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden"

erteilt die Gesellschafterversammlung ihre Zustimmung.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2023 wird festgestellt.

 

München/Luzern, 28. März 2024

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Take-Two Interactive GmbH

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Take-Two Interactive GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Take-Two Interactive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. März 2024

O&R Oppenhoff & Rädler AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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