Businesspark Heilbronn Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Peter Fick seit 27.5.2021 | Prokura |
Joachim Wacker seit 5.10.2009 | Prokura |
Wolfgang Anton Dr. Cabanski seit 6.12.2006 | Geschäftsführer |
Christian Pfleghaar seit 3.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AIM Infrarot-Module GmbHHeilbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Wirtschaftliches UmfeldKonjunkturelle Rahmenbedingungen Das Wirtschaftswachstum 2022 in Deutschland betrug preis- und kalenderbereinigt 1,9 % und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (2,6 %). Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für den Euroraum insgesamt. Nach einem Wachstum von 5,3 % im Vorjahr hat sich dieses Jahr das Wachstum auf 3,5 % reduziert. Die großen Volkswirtschaften Frankreich, Italien und Spanien konnten allerdings im Vergleich zu Deutschland höhere Wachstumsraten erwirtschaften. Ähnlich präsentiert sich auch die Entwicklung der USA. Nach einem Anstieg von 5,9 % im Jahr 2021 war im Kalenderjahr 2022 nur noch ein Wachstum von 2,0 % zu verzeichnen. Diese Tendenz ist auch auf dem südamerikanischen Markt bemerkbar. Mexiko erreichte nach einem Wirtschaftswachstum im Vorjahr in Höhe von 4,7 % in diesem Jahr noch einen Zuwachs von 3,1 %. Brasilien konnte nach einem Wachstum von 5,0 % in 2021 nun ein Wachstum von 3,1 % verzeichnen. Auch die asiatische Wirtschaft ist 2022 nach einem Plus von 7,4 % im Vorjahr auf ein Wachstum von 4,3 % gefallen. Das Wirtschaftswachstum in China fiel von 8,1 % auf nur noch 3,0 % in 2022 mit negativen Auswirkungen auf den weltweiten Handel. China litt unter den Lockdowns nach den COVID-19 Ausbrüchen in Beijing und anderen Metropolen, bevor die Regierung im Dezember Lockerungen und eine Aufhebung der Null-COVID- Strategie verkündete. Insgesamt konnte die globale Weltwirtschaft in 2022 um 3,4 % (VJ: 6,2 %) wachsen. In den kommenden beiden Jahren wird mit geringeren globalen Wachstumsraten von 2,9 % in 2023 und 3,1 % in 2024 gerechnet. Verantwortlich für diese Abschwächung sind der Anstieg der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und der Krieg Russlands in der Ukraine. Dieser Rückgang betrifft insbesondere die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, während die Schwellen- und Entwicklungsländer bereits in 2022 den vorläufigen Tiefpunkt erreicht haben und in Zukunft wieder stärker wachsen werden. Für 2023 und 2024 werden in Deutschland Wachstumsraten von 0,1 % bzw. 1,4 % erwartet. Der Euroraum insgesamt wird mit 0,7 % und 1,6 % eine ähnliche Tendenz zeigen. Die USA plant Wachstumsraten von 1,4 % und 1,0 %. Für die asiatische Wirtschaft wird mit einem deutlich höheren Niveau gerechnet, sodass in den beiden Folgejahren Wachstumsraten von 5,3 % und 5,2 % prognostiziert werden. (Quelle: Internationaler Währungsfonds - World Economic Outlook Update vom 30. Januar 2023) Entwicklung der Branche 2022 traten die Pandemie-Auswirkungen der Vorjahre, die für die Geschäftstätigkeit der europäischen Verteidigungsindustrie eine geringere Beeinträchtigung waren als für andere Branchen, weiter in den Hintergrund. Stattdessen wurde zunehmend deutlich, dass der Krieg in der Ukraine nach seinem Ausbruch Ende Februar vor allem in Deutschland zu einer nachhaltigen Zeitenwende geführt hat, die das Geschäftsumfeld der Verteidigungsindustrie dauerhaft prägen wird. Die veränderte Sicherheitslage vor allem in Europa führt dazu, dass in den NATO-Staaten wie auch in den exportrechtlich gleichgestellten Ländern weiterhin ein erhöhter Ausrüstungsbedarf zu erwarten ist. In den Kundenländern von AIM ist auf absehbare Zeit auch weiter mit steigenden Verteidigungshaushalten und einer ebenfalls tendenziell höheren Verfügbarkeit von Mitteln zur Beschaffung von Rüstungsgütern zu rechnen. In Deutschland wird seit Sommer 2022 regierungsseitig an der Umsetzungsplanung eines Sondervermögens von 100 Mrd. Euro zur Beschaffung von Wehrmaterial als einmaliger Ergänzung zu den jährlichen Verteidigungsetats gearbeitet. Eine abschließende, vollständige Entscheidung zur Verwendung des Sondervermögens steht noch aus. Auch weltweit befindet sich der Verkauf von Rüstungsgütern und militärischen Dienstleistungen auf einem Höchststand seit Ende des Kalten Krieges. Gründe hierfür sind u.a. die Modernisierung von Großwaffensystemen, Munitionsbevorratung und militärischer Aufwuchs in vielen Ländern. Diese Entwicklung geht auf anhaltende Erneuerungs- und Fähigkeitsumbauprozesse zurück, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen werden. Die Importstärke der ASPAC 1 - und MENA 2 -Region ist im weltweiten Vergleich weiterhin vorherrschend. Alleine die fünf größten Rüstungsimportländer Saudi-Arabien, Indien, Ägypten, Australien und China deckten im Verlauf der letzten 5 Jahre zusammen 38 % aller Rüstungsimporte weltweit ab 3. Bei einer Vielzahl von Ländern sind zudem expansive Maßnahmen im nationalen Rüstungssektor (Investitionen, neue langfristige Programme, Aufbau einer eigenen wehrtechnischen Industrie unter Know-how-Transfer aus den etablierten Staaten) erkennbar. Auch wenn die strikte Exportgenehmigungspraxis der Bundesregierung der Industrie weiterhin enge Grenzen setzt, ist aufgrund der signifikant steigenden Ausgaben für Verteidigung in Deutschland und anderen NATO-Ländern von einer positiven Entwicklung der Verteidigungsbranche auszugehen. 1 Asian and Pacific Cooperation 2 Middle East & North Africa 3 Sipri (06/2022): SIPRI Yearbook 2022 - Armaments, Disarmament and International Security. Abrufbar unter: https://www.sipri.org/sites/default/files/2022-06/yb22_summary_en_v3.pdf (zuletzt abgerufen: 01.02.2023) S. 8 ff. 2. GeschäftsentwicklungDie wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und Ergebnis vor Ertragsteuern. Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die AIM Infrarot-Module GmbH einen Bruttoumsatz in Höhe von 71,2 Mio. €. Gegenüber der Vorjahresgröße von 70,6 Mio. € ist dies eine Steigerung um 0,6 Mio. € oder 0,8 %. Die im letztjährigen Bericht erwartete Umsatzsteigerung für 2022 konnte damit nicht ganz erreicht werden. Der Umsatzanstieg resultierte aus erhöhten Inlandsumsätzen, wodurch die Exportquote von 57 % auf 43 % sank. Der wesentliche Teil unseres Umsatzes (ca. 75 %) wurde im wehrtechnischen Bereich generiert. Der Auftragseingang lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 83,0 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand zum 31.12.2022 belief sich auf 93,0 Mio. € (Vorjahr 81,2 Mio. €). Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Der im Berichtsjahr erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt 4,0 Mio. €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt bei 5,8 Mio. € und damit insgesamt um 0,5 Mio. € über dem Ergebnis des vorigen Geschäftsjahres aber leicht unter Planniveau. Gegenüber Plan wirkt sich insbesondere die Änderung des Renteneintrittsalters bei Jubiläumsrückstellungen sowie ein erhöhter Gehaltstrend für die Pensionsrückstellungen aus. Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2022 um 5,7 Mio. € oder 11,4 % auf 55,9 Mio. € erhöht. Die Aktivseite ist im Wesentlichen von einer Erhöhung der Vorräte (+6,9 Mio. €) sowie einer Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (-1,7 Mio. €) und der Liquidität (-1,3 Mio. €) gekennzeichnet. Auf der Passivseite erhöhen sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten (+4,0 Mio. €) und die Rückstellungen (+1,5 Mio. €). Die Gesellschaft hat zum 31.12.2022 keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Anteil der Eigenmittel an der Bilanzsumme beträgt 23,0 % gegenüber 25,3 % im Vorjahr. Damit ist nicht nur das Anlagevermögen, sondern auch ein Teil des Umlaufvermögens durch Eigenkapital gedeckt. Die Bilanz- und Finanzstruktur zeigt ein unverändert stabiles Bild. Der operative Cash-Flow lag im Berichtsjahr bei +5,3 Mio. €. Investitionen Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeiten lagen in Erweiterung, Rationalisierung und Ersatz. Die Investitionen in 2022 betrugen 2,9 Mio. €. Gemessen am Umsatz bedeutet dies eine Investitionsquote von ca. 4,0 %. Forschung und Entwicklung Zur Absicherung der internationalen Wettbewerbsposition in der Spitzengruppe der Komponentenlieferanten für Wärmebildgeräte und Suchköpfe von Lenkflugkörpern wurden auch in 2022 die Entwicklungsaktivitäten in allen Produktbereichen konsequent weiter vorangetrieben. Der eigene Aufwand für Forschung und Entwicklung in 2022 lag mit 4,3 Mio. € leicht über Vorjahresniveau. Zusätzlich wurde durch fremdfinanzierte F&E-Projekte Zukunftssicherung betrieben. Die Schwerpunkte lagen hierbei in der Weiterentwicklung und Optimierung bestehender Produkte und Prozesse sowie in der Entwicklung neuer Produkte. Personal Zum Stichtag 31.12.2022 waren 331 Arbeitnehmer beschäftigt und damit 10 Mitarbeiter mehr als zum Ende des Vorjahres. Gesamtaussage Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr wieder positiv verlaufen und die im Vorjahr formulierten Erwartungen konnten teilweise sogar übertroffen werden. Die COVID-19-Pandemie und der Russland-Ukraine-Konflikt hatten im abgelaufenen Geschäftsjahr keine gravierenden Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung. 3. Risiken und ChancenRisikomanagementziele und - methoden Das Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil der Finanz- und Controllingberichtssysteme. Im Einzelnen gehören dazu die strategische Unternehmensplanung und die Budgetierung. Die Ergebnisentwicklung wird monatlich anhand detaillierter Berichts- und Auswertungsstrukturen analysiert und mit den Planwerten verglichen, so dass wir frühzeitig bis auf Baugruppenebene Fehlentwicklungen erkennen und diesen entgegensteuern können. Bestandsgefährdende Risiken und entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen bestehen aus der aktuellen Geschäftsentwicklung für die Gesellschaft nicht. Risiken Fremdwährungsrisiken Die globale Ausrichtung des Geschäftes der AIM Infrarot-Module GmbH erzeugt Lieferungs- und Zahlungsströme auch in US-Dollar. Den anhaltenden US-Dollar-Schwankungen kann sich das Unternehmen nicht entziehen. Aufgrund des hohen Exportanteiles in die USA sind das Ergebnis, aber auch der Auftragseingang und der Umsatz, sehr stark vom €/US$-Wechselkurs abhängig. Gegenläufige Zahlungsströme in US-Dollar werden aufgerechnet. Das verbleibende Fremdwährungsrisiko wird durch frühzeitige Devisenterminverkäufe abgesichert. Produktion und Beschaffung Die anhaltenden militärischen Handlungen in der Ukraine führen zu einer Unsicherheit hinsichtlich der Energie- und Rohstoffverfügbarkeit und können negative Einflüsse auf die allgemeine Verfügbarkeit von benötigten Hilfsstoffen (z.B. Salzsäure, Eisen-III-Chlorid) und Vorprodukten aufgrund gestörter Lieferketten haben. Ein weiterer Anstieg der Bezugspreise wie zum Beispiel für Öl, Gas und Strom kann dazu führen, dass sich die Beschaffungspreise für die von AIM benötigten Bauteile und Komponenten über das in der Planung bereits berücksichtigte Ausmaß erhöhen. Zudem arbeitet AIM über ein effizientes Einkaufsmanagement ständig daran, Lieferkonditionen zu optimieren. AIM ist als High-Tech-Unternehmen u.a. im Halbleiterbereich tätig. Ausbeutesteigerungen durch kontinuierliche Fortschritte in der Strukturierung und Stabilisierung sensitiver technischer Prozesse konnten durch konsequente Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen erzielt werden. Dieser begonnene und fortgeschrittene Prozess wird weiterverfolgt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und weiter auszubauen. Chancen Die unterschiedlichen in- und externen Einflussfaktoren auf die Gesellschaft enthalten nicht nur Risiken, sondern eröffnen auch Chancen für die Unternehmensentwicklung. Aufgrund der sich verschärfenden geopolitischen Lage, insbesondere zwischen Russland, den USA, China und Europa besteht die Chance einer deutlich erhöhten Nachfrage nach wehrtechnischen Gütern in den kommenden Jahren. Zudem ergeben sich aus dem technologischen Know-how der AIM auch weitere Wachstumschancen. Die Bandbreite reicht dabei von der Ausweitung unseres Marktauftritts in unseren wesentlichen Märkten vornehmlich in Europa und USA durch das Anbieten neuer und hochwertiger Produkte bis hin zur stärkeren Präsenz in den erreichbaren Märkten Asiens. Ferner hat sich AIM in den vergangenen Jahren neben der militärischen Nutzung der Produkte ein weiteres festes Standbein im Bereich weltraumgestützter Anwendungen der Infrarot-Technologie geschaffen. 4. PrognoseberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen Die direkten Auswirkungen des Bundestagsbeschlusses zur Schaffung eines Sondervermögens in Höhe von 100 Mrd. € für die Bundeswehr und die Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts sind bezogen auf die AIM zum aktuellen Zeitpunkt noch kaum abschätzbar, da eine konkrete Ausgestaltung und Umsetzung möglicher Beschaffungsprogramme sowie die Schwerpunkte bei der Beschaffung noch offen sind. Das Sondervermögen ist nicht für Entwicklungsprojekte vorgesehen, weshalb die Forschung und Entwicklungen weiterhin verstärkt durch eigene Mittel finanziert werden muss. Ein Risiko sehen wir auch in einer wieder zunehmenden US-Dollarschwäche, was sich bei einem verschärften Preiswettbewerb vor allem im Kühlermarkt bemerkbar machen kann. Zudem besteht weiterhin das Risiko, dass aufgrund deutlicher Verzögerungen bei der Erteilung von Exportgenehmigungen sich Kunden Alternativlieferanten zuwenden. Diese Prämissen wurden in den Planungsszenarien entsprechend berücksichtigt. Erwartete Entwicklung Der für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Umsatz wird mit rund 77 Mio. € gegenüber dem realisierten Umsatzniveau 2022 nochmals deutlich steigen. Die Auftragsabdeckung des geplanten Geschäftes liegt für das Jahr 2023 durch bereits akquirierte Aufträge zum 31.12.2022 mit 64 % auf Vorjahresniveau. Der erwartete Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 wird mit einem Volumen von rund 83 Mio. € auf dem Vorjahresniveau liegen. Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern, welches deutlich über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt. Die Auswirkungen durch den Russland-Ukraine-Konflikt auf die AIM können wir nicht abschließend abschätzen. Es wird unterstellt, dass die Energie- und Rohstoffverfügbarkeit sichergestellt ist und es zu keinen gravierenden Folgen durch Lieferengpässe auf die Geschäftsentwicklung kommt. Gesamtaussage Insgesamt gehen wir von einer positiven Entwicklung der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr aus. Die zu erwartenden Auswirkungen der oben beschriebenen Risiken stufen wir insgesamt als gering ein.
Heilbronn, 06. Februar 2023 AIM Infrarot-Module GmbH Die Geschäftsführung Dr. Wolfgang Cabanski Christian Pfleghaar Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
HRB 105858, Amtsgericht Stuttgart Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine ErläuterungenDer Jahresabschluss unserer Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. AIM ist je eine 50 % Tochtergesellschaft der Rheinmetall Electronics GmbH, Bremen, und der Diehl Defence GmbH & Co. KG, Überlingen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenVon den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen. II.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich 3 Jahre zugrunde gelegt. II.2 Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen für Neuinvestitionen ab 2010 linear. Den planmäßigen Abschreibungen liegen für technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Nutzungsdauern von 2 bis 19 Jahren zugrunde. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250 € bis 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. II.3 Vorräte Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertet. Für Schüttgut wird ein Festwert gebildet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne auch anteilige Gemeinkosten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. II.4 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, etc. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. II.5 Latente Steuern Die Steuerabgrenzungsposten (aktiv und passiv) ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden in der Handels- und Steuerbilanz, sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt mit dem konzerneinheitlichen Steuersatz in Höhe von 30 %. Der aktive Steuerabgrenzungsposten in Höhe von 4.524 T€ ergibt sich im Wesentlichen durch die Bildung latenter Steuern auf unterschiedliche Bewertungsansätze in der Handels- und Steuerbilanz (Pensions- und Jubiläumsrückstellungen, sonstige Personalrückstellungen). Die passiven latenten Steuern in Höhe von 134 T€ resultieren aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden in der Handels- und Steuerbilanz.
II.6 Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Den Berechnungen werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter berücksichtigt. Als Anwartschaftstrend wird eine Steigerung von 1,00 % p.a. verwendet. Als Lohn- und Gehaltstrend wird eine Steigerung von 3,50 % p.a. sowie für das Jahr 2022 zusätzlich 5,50 % verwendet. Die Rentendynamik wird mit 2,10 % p.a. (Altregelung) bzw. 1,00 % p.a. (Neuregelung) angenommen. Es kommen unternehmensindividuelle Fluktuationsannahmen zur Anwendung. Die Abzinsung erfolgt entsprechend dem von der Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegtem Zinssatz von 1,79 %. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 7- jährigen Marktzins entsprechend § 253 Abs. 2 und Abs. 6 S. 3 HGB beträgt 1.561 T€. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt analog der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, jedoch ohne Berücksichtigung von Entgeltsteigerungen und Rentendynamik. II.7 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken der Gesellschaft. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen, angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. II.8 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. II.9 Währungsumrechnung und Bewertungseinheiten Die Umrechnung aller Fremdwährungen erfolgt zu konzerneinheitlichen Umrechnungskursen, die aufgrund des Börsenkurses festgelegt werden. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips bewertet. Im Rahmen einer konzerneinheitlichen Risikomanagementstrategie werden Währungsrisiken grundsätzlich abgesichert. Bewertungseinheiten werden entsprechend § 254 HGB gebildet und dokumentiert. Bei Deckung mit Termingeschäften erfolgt die Bewertung mit den entsprechenden Sicherungskursen. Forderungen und Verbindlichkeiten in gleicher Währung und mit annähernd gleicher Laufzeit, werden, soweit sie sich betragsmäßig decken, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit von als Makro-Hedges eingestuften Bewertungseinheiten im Rahmen der Sicherung von Währungsrisiken wird auf Basis eines angemessenen Risikomanagementsystems prospektiv und retrospektiv mittels der Critical-Terms-Match Methode nachgewiesen und kontinuierlich auf Basis von Risikoberichten überprüft. Darüber hinaus erfolgt zu jedem Abschlussstichtag eine rechnerische Ermittlung des ineffektiven Teils der Sicherungsbeziehung. Dabei werden die Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts einander gegenübergestellt. Im Falle eines Überhangs der negativen Wertänderungen über die positiven (ineffektiver Teil der Bewertungseinheit) werden in Höhe dieses negativen Überhangs Rückstellungen gebildet. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (Einfrierungsmethode / kompensatorische Bewertung). III. Erläuterungen zur BilanzII I.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr ist in der Anlage 1 zum Anhang dargestellt. III.2 Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.537 T€. Gegen die Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von 3.555 T€, davon sind ausgewiesen in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.537 T€ und in den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, 2.018 T€, worin 2.018 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind. III.3 Eigenkapital Die Höhe des gezeichneten Kapitals beträgt 5.000 TDM. Dies entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Betrag von 2.556 T€ umgerechnet zum offiziellen Umrechnungskurs. III.4 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Gewährleistung und Kulanz, Gleitzeitüberhänge, Vertragsstrafen, Jubiläen, ausstehende Rechnungen, Urlaubsrückstände und Tantiemen. III.5 Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten und die Aufgliederung der einzelnen Verbindlichkeitsposten nach ihrer Restlaufzeit sind in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 161 T€. Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.029 T€, diese sind enthalten in Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.655 T€ und in den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 1.374 T€, worin 7 T€ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von 536 T€ (Vorjahr 0 T€) enthalten. III.6 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Für seine Geschäftstätigkeit setzt die AIM Devisenterminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag ergeben. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kaufbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenterminwertes für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminwert (Mark-to-Market Methode). Zur Absicherung von Geschäftsvorgängen in Fremdwährung werden Devisentermingeschäfte eingesetzt und Bewertungseinheiten gebildet. Die Bewertung von Fremdwährungspositionen erfolgt im Rahmen von Makro Hedges. Gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich bis September 2023 voraussichtlich in voller Höhe ausgleichen. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag mittels Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit, Währung) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Wirksamkeit, auch hier wird mittels Critical-Terms-Match nachgewiesen, dass alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheiten entstehen. III.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Verträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von ca. 18,2 Mio €. Diese betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Bestellobligo sowie aus Mietverträgen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungI V . 1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren aus der Entwicklung und der Fertigung von Infrarot-Detektoren, Sensor-Modulen, Signal-Elektronik und Stirling-Kühlern. Der Exportanteil beträgt 43,0 %, wovon der überwiegende Teil in Nordamerika sowie im europäischen und asiatischen Ausland erzielt wurde. IV.2 Abzinsung und Aufzinsung der Rückstellungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3 T€ enthalten (Vorjahr 0 T€). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 816 T€ (Vorjahr 2.283 T€). IV.3 Sonstige Steuern In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Steuern in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 2 T€) enthalten. IV.4 Periodenfremde Erträge / Aufwendungen Die periodenfremden Erträge in Höhe von 222 T€ resultieren überwiegend aus der Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen. Periodenfremde Aufwendungen entstanden in Höhe von 6 T€. IV.5 Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr sind keine außergewöhnlichen Vorgänge eingetreten, über die zu berichten wäre. IV.6 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Jahresüberschuss auszuschütten und den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorzutragen. V. Sonstige AngabenV .1 Mitarbeiter
V .2 Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft ist sowohl in den Konzernabschluss der Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg, für den größten Kreis von Unternehmen und in den Konzernabschluss der Diehl Stiftung & Co.KG, Nürnberg, für den kleinsten Kreis von Unternehmen, als auch in den Konzernabschluss der Rheinmetall AG, Düsseldorf, einbezogen. V. 3 Offenlegung im Unternehmensregister Die Konzernabschlüsse werden beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und im Unternehmensregister bekannt gemacht. V.4 Angaben zu den Organmitgliedern der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitglieder des Beirats:
V.5 Angabe gem. § 285 Nr. 28 HGB Der Gesamtbetrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt 4.390 T€ und resultiert ausschließlich aus dem positiven Saldo bilanzierter latenter Steuern. V.6 Ausschüttungssperre Eine Ausschüttungssperre für das Jahresergebnis besteht nicht. V.7 Nachtragsbericht Zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 und dem Datum, an dem der Jahresabschluss 2022 aufgestellt wurde, sind bei der Gesellschaft keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten.
Heilbronn, 06. Februar 2023 AIM Infrarot-Module GmbH Die Geschäftsführung Dr. Wolfgang Cabanski Christian Pfleghaar Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AIM Infrarot-Module GmbH, Heilbronn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AIM Infrarot-Module GmbH, Heilbronn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AIM Infrarot-Module GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 22. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer Claus Röger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 03.05.2023 festgestellt. |
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