Businesspark Heilbronn Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ludwig Walter Irrgang seit 7.4.2026 | Prokura |
Matthias Neumann seit 7.4.2026 | Prokura |
Markus Keil seit 4.2.2026 | Prokura |
Sandra Diadowitz seit 20.11.2024 | Prokura |
Martin Niemann seit 20.11.2024 | Prokura |
Amelie, geb. Milita Willbrandt seit 10.10.2023 | Prokura |
Klaus Dr. Nadarzinski seit 26.4.2022 | Geschäftsführer |
Stephan Oliver Solheid seit 27.5.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Vishay Israel Limited | 82.86% |
Vishay Europe GmbHEigenbeteiligung | 14.08% |
Z.T.R. ELECTRONIC Ltd. | 3.06% |
Vishay Intertechnology, Inc. | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vishay Semiconductor GmbHHeilbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vishay Semiconductor GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vishay Semiconductor GmbH, Heilbronn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vishay Semiconductor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern-resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 19. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Schuberth, Wirtschaftsprüfer Schütz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Vishay Semiconductor GmbH mit Sitz in Heilbronn im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 106589 eingetragen. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BIIRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wird Software über einen Zeitraum von 3 Jahren (lineare Methode) abgeschrieben. Den Konzessionen/gewerblichen Schutzrechten wird eine Nutzungsdauer entsprechend der Vertragslaufzeit bzw. gemäß Europäischem Patentrecht zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sofern erforderlich, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die der Abschreibung zugrunde liegenden Nutzungsdauern sind folgende: Gebäude und Mietereinbauten (14 bis 33 Jahre), technische Anlagen und Maschinen (4 bis 20 Jahre), andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (3 bis 14 Jahre). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Betriebsausgaben erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Das Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wurde berücksichtigt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen gegebenenfalls Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Kassenbestände bzw. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Langfristige Forderungen, die keine Zinsbestandteile beinhalten, wurden aufgrund der Langfristigkeit mit dem Barwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten neben den Rückstellungen aus Einzelzusagen auch Rückstellungen aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Rückstellungen für die Verpflichtung zur Zahlung von Sterbegeld. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2023 nach der "Projected-Unit-Credit-Methode". Die Verpflichtung wurde mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank von 1,83% abgezinst. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen und Fluktuation wurden bei der Ermittlung berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Gehaltssteigerungen von 3,5%, jährlichen Anpassungen von 2,4% bei Renten und 4,0% bei der Fluktuation aus. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 795 (Vj. TEUR 3.962) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bewertung von Rückstellungen erfolgt nach dem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungspositionen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem Devisenkassamittelkurs unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Finanzanlagen Die Angaben zum Anteilsbesitz sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen:
1) Anteil direkt und indirekt
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren - wie im Vorjahr - im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 47.709 (Vj. TEUR 59.752) sowie aus Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 11.325 (Vj. TEUR 38.134) und enthalten solche gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 13.251 (Vj. TEUR 39.075). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten größtenteils offene Steuerforderungen für Stromentlastung und Rückdeckungsversicherungen. Hierin enthalten ist ein Betrag mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 169 (Vj. TEUR 169). 4. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten betreffen überwiegend Betriebsversicherungsbeiträge. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Erlösschmälerungen, Garantieverpflichtungen, Risiken für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für Altersteilzeit und Energie- und Betriebsstoffversorgung. 6. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind solche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 5.194 (Vj. TEUR 5.813), sowie ferner mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren in Höhe von TEUR 73 (Vj. TEUR 0) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 8.264 (Vj. TEUR 42.555), aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 44.400 (Vj. TEUR 36.220) sowie aus Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.792 (Vj. TEUR 4.313) und enthalten solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 13.693 (Vj. TEUR 48.674). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und enthalten TEUR 371 (Vj. TEUR 174) aus Steuern und TEUR 32 (Vj. TEUR 29) im Rahmen der sozialen Sicherheit. 7. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag waren keine für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft bedeutsamen Haftungsverhältnisse zu vermerken. 8. Nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte Verpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen. Die Zusammensetzung ist der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen.
Weiterhin bestehen unbefristete Liefer- und Leistungsverträge mit der Facility Logistic Heilbronn GmbH - Aufwand im Jahr 2023 TEUR 652 (Vj. TEUR 601) - und der ZEAG Engineering GmbH - Aufwand im Jahr 2023 TEUR 21.166 (Vj. TEUR 13.232). Die Verträge können mit einer Frist von 12 Monaten zum Quartalsende gekündigt werden. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Aus der Auflösung von Rückstellungen wurden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6.417 (Vj. TEUR 2.279) verbucht. Diese Werte sind in den Sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Organe Geschäftsführung
2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB, da im Berichtsjahr nur zwei Geschäftsführer Gehalt in der Gesellschaft bezogen haben. 3. Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 204 für 2023. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.930. 4. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
5. Abschlussprüferhonorare Das von dem Abschlussprüfer EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zu berechnende Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 154 und entfällt ausschließlich auf Prüfungsleistungen. 6. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist in 100%igem Besitz der Vishay Europe GmbH, Selb, die wiederum in mittelbarem Mehrheitsbesitz der Vishay Intertechnology Inc., Malvern, Pennsylvania, USA, steht, in deren Konzernabschluss (größter und kleinster Kreis von Unternehmen) die Gesellschaft einbezogen ist. Dieser Konzernabschluss kann am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden. 7. Konzernrechnungslegung Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes verpflichtet. Die Gesellschaft nimmt die Befreiung gemäß § 292 HGB in Anspruch. Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Vishay Intertechnology, Inc., Malvern, Pennsylvania, USA, einschließlich des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers werden offengelegt. Der befreiende Konzernabschluss und -lagebericht wurden nach US-GAAP und sonstigen Rechtsnormen der Vereinigten Staaten von Amerika aufgestellt und sind damit einem Konzernabschluss nach Maßgabe eines Mitgliedsstaates oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum im Einklang mit der Richtlinie 2013/34 EU gleichwertig. Erläuterung der wesentlichen im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden Grundsätzliche Unterschiede Bei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-GAAP stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Für die HGB-Rechnungslegung sind das Vorsichtsprinzip und der Gläubigerschutz vorrangig, während die US-Rechnungslegung ihren Schwerpunkt auf Informationen für gegenwärtige und potentielle Investoren legt. Generell steht bei der US-Rechnungslegung die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen (matching principle) mehr im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung. Anlagevermögen und Goodwill Im Anlagevermögen kommen nach US-Rechnungslegung im Vergleich zur HGB-Rechnungslegung abweichende Nutzungsdauern zum Ansatz, um eine weltweite Vereinheitlichung im Konzernabschluss zu gewährleisten. Mit Beginn des Jahres 2019 hat sich die Leasingbilanzierung nach US-Rechnungslegung geändert, wonach als Operating Lease klassifizierte Leasingverträge nun in der Bilanz als Nutzungsrecht mit korrespondierender Verbindlichkeit erfasst werden müssen und anschließend linear über die Grundmietzeit abgeschrieben werden, während nach HGB-Rechnungslegung die Leasingaufwendungen in der Regel direkt in die GuV verbucht werden. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert muss sowohl nach US-Rechnungslegung sowie nach HGB-Rechnungslegung aktiviert werden. Eine planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist in der US-Rechnungslegung nicht vorgesehen. Ggf. erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Nach der Rechnungslegung nach HGB ist der Geschäfts- oder Firmenwert planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Pensionsrückstellungen Pensionsrückstellungen werden in der US-Rechnungslegung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) ermittelt. Gehalts- und Rententrends sind bei Ermittlung des Barwertes zu berücksichtigen. Diskontierungssatz ist der langfristige Kapitalmarktzins. In der deutschen Handelsbilanz kommt bei Anwendung desselben Verfahrens ein der Restlaufzeit der Rückstellungen entsprechender durchschnittlicher Marktzinssatz basierend auf den vergangenen zehn Geschäftsjahren zur Anwendung. Der durchschnittliche Marktzinssatz ermittelte sich bis zum 31. Dezember 2015 aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren. Gehalts- und Rententrends sind bei der Ermittlung des Barwerts ebenfalls zu berücksichtigen. Zusätzlich sind die Rückstellungen unter Anwendung des 7-Jahres-Durschnittszinssatzes zu berechnen; für den Fall, dass die Rückstellungen mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins höher wären, unterliegt der Differenzbetrag einer Ausschüttungssperre. Latente Steuern Latente Steuern entstehen aus dem zeitlichen Unterschied der Wertansätze in der Handelsbilanz und der Wertansätze nach Steuerrecht. Für den Steuereffekt aus aktiven und passiven Unterschieden besteht in der US-Rechnungslegung eine Ansatzpflicht. Die deutsche Rechnungslegung beinhaltet ein Aktivierungswahlrecht für den Überhang aktiver latenter Steuern. Unrealisierte Gewinne Gemäß deutscher Rechnungslegung dürfen unrealisierte Gewinne grundsätzlich nicht bilanziert werden, unrealisierte Verluste müssen bilanziert werden (Imparitätsprinzip). Eine Ausnahme besteht bei Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr. Hier ist das Anschaffungskostenprinzip des § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht anzuwenden; sich ergebende Gewinne aus Kursschwankungen werden ausgewiesen. Auch die US-Rechnungslegung sieht den Ausweis bestimmter unrealisierter Gewinne vor. Eigenkapital Nach US-Rechnungslegungsvorschriften werden Erträge und Aufwendungen aus bestimmten Geschäftsvorfällen, die nicht aus Handlungen der Gesellschaft resultieren, direkt mit dem Eigenkapital verrechnet (comprehensive income). Dies betrifft insbesondere Änderungen aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen, bestimmte Veränderungen von Pensionsrückstellungen aufgrund geänderter Bewertungsannahmen und Wertänderungen aus effektiven Zins- und Währungssicherungsgeschäften. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer geänderten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.
Heilbronn, 18. Juni 2024 Die Geschäftsführung Dr. Klaus Nadarzinski Stephan Solheid Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Wirtschaftliche Grundlagen Der Geschäftszweck des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Semiconductors (Halbleitern) und anderen elektronischen Bauteilen unter dem Warenzeichen Vishay und anderer Handelsmarken. B. Geschäftsverlauf Entwicklung der Branche und des Unternehmens Die Branche der Opto-elektronischen Halbleiter sank im Jahresvergleich im Jahr 2023 - nach einem noch geringen Wachstum von ca. 1% in 2022 - um ca. 3%, wobei der Rückgang im Wesentlichen aus einer insgesamt schwachen Nachfrage resultierte. Die Entwicklung der einzelnen Opto-Marktbereiche verlief nicht ganz einheitlich. Für die Opto- Marktsegmente, in denen die Vishay Semiconductor GmbH tätig ist (mit den Produkten Opto-Koppler und -Sensoren sowie Infrarot-Receivern und -Modulen), zeigte sich im Geschäftsjahr 2023 eine Reduzierung des Absatzmarktes um ca. 9%, was somit deutlich unter dem Gesamtbranchendurchschnitt lag. Der Umsatzrückgang in der Branche der Dioden insgesamt, wie auch in den Teilsegmenten "Zener Diodes" und "Small Signal Diodes", in welchem die Vishay Semiconductor GmbH tätig ist, verlief im Jahresverlauf noch deutlich ungünstiger als bei den Opto- Halbleitern insgesamt. Der aus den Vorjahren zu beobachtende, traditionelle Rückgang im vierten Quartal war in 2022 sehr stark ausgeprägt, konnte dann aber durch weiter folgende schwache Quartale im Geschäftsjahr dieses Mal nicht kompensiert werden. Im Jahresvergleich sank in dem Teilsegment der "Zener und Small Signal Diodes" der Absatz deshalb um ca. 19%. Die Marktanteile der Vishay Semiconductor GmbH in den Bereichen Sensors und Koppler sowie im Bereich Infrared gingen im Jahr 2022 etwas zurück, was zum einen bei Sensors auf einen temporären Umsatzrückgang bei einem Großkunden zurückzuführen ist, andererseits bei Kopplern auf eine etwas verzögerte Kapazitätserweiterung, weshalb nicht in vollem Maße am Marktwachstum partizipiert wurde. Im Jahr 2023 gingen die Marktanteile im Bereich Infrared zurück, da hier Umsatzvolumen an Konkurrenzanbieter aus Fernost verloren wurde. Im Bereich Sensors und Koppler konnten die Marktanteile weitgehend gehalten werden, allerdings bei einem deutlich gesunkenen Gesamtmarkt. Bei den zur Division Diodes gehörenden Produktsparten der Vishay Semiconductor GmbH konnten die Marktanteile - bei allerdings sinkendem Marktvolumen - noch weiter gesteigert werden. Dadurch setzte sich der positive Trend des Vorjahres fort, verlorengegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Vishay-Konzern verfolgt ein Geschäftsmodell, bei dem die Vertriebsgesellschaften des Konzerns den Umsatz mit den externen Kunden erzielen, während die Vishay Semiconductor GmbH fast nur konzerninternen Umsatz mit diesen Vertriebsgesellschaften generiert. Die Transferpreise für diesen internen Umsatz liegen dabei unterhalb der Preise der externen Kunden, da aus der Differenz die Kosten der Vertriebsgesellschaften gedeckt werden. Weitere Aussagen über die Struktur und Entwicklung des Umsatzes, des Auftragseingangs und des Exportanteils beziehen sich auf das Drittparteiengeschäft der Vishay Vertriebsgesellschaften in den jeweiligen Regionen. Die Umsatzerlöse der Vishay Semiconductor GmbH sanken im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 19%. Beide Produktsegmente entwickelten sich negativ, der kleinere Bereich der Dioden sank um 19%, während die Umsätze beim größeren Bereich Opto um 18% zurück gingen. Die einzelnen Vertriebsregionen zeigten alle eine vergleichbare Entwicklung, wenngleich in unterschiedlich starker Ausprägung. Während Europa um 7% zurückging und Asien einen Rückgang um 21% zeigte, lag Amerika sogar um 37% unter dem Vorjahresniveau. Durch den im Jahresdurchschnitt ca. 3% schwächeren US-Dollar wurden Asien und Amerika zusätzlich etwas belastet (dort wird überwiegend in USD-Währung fakturiert). Nachdem die Auftragseingänge im zweiten Halbjahr des Vorjahres bereits deutlich zurückgingen, setzte sich dieser Trend im Verlauf des Geschäftsjahrs weiter fort. Erst im letzten Quartal stiegen diese wieder leicht an. Auf Jahressicht lagen die Auftragseingänge um ca. 41% unter dem Umsatzniveau (im Vorjahr waren diese bereits um ca. 19% unter den Umsätzen). Wegen des kontinuierlich schwächeren Auftragseingangs sank der Auftragsbestand im Laufe des Jahres im Verhältnis zum Jahresanfang um 49%. Aufgrund dieser Entwicklung ist der Auftragsbestand, ausgehend von einem Jahresanfangswert von 8,2 Monatsumsätzen, im Laufe des Jahres auf 5,2 Monatsumsätze gesunken. Da basierend auf den verwendeten Stichtagskursen der US-Dollar lediglich 3% schwächer war, hat sich der Auftragsbestand auch währungskursbereinigt um 48% reduziert. Beschaffung Die Versorgung des Unternehmens mit Schlüsselmaterialien, insbesondere von Silizium-Wafern, ist durch Rahmenverträge abgesichert. Die Hauptlieferanten werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Preise, Qualität und Termintreue überprüft. Die Lage auf dem Rohstoffmarkt, insbesondere bei Edelmetallen, Silizium-Wafern und Chemikalien, hat sich im Vergleich zu den Vorjahren etwas entspannt. Hingegen hat sich die Situation bei Galliumarsenid-Wafern aufgrund geänderter weltmarktpolitischer Entwicklungen verschärft, die Versorgungssicherheit konnte im Jahr 2023 aber gewährleistet werden. Auch im Jahr 2024 muss ein Schwerpunkt auf eine vorausschauende Planung gelegt werden, um die Lieferfähigkeit auch in einem wechselhaften Umfeld sicherzustellen. Der Verbrauch an Kupfer und Edelmetallen (Gold, Palladium, Platin, Silber) durch die Vishay Semiconductor GmbH entsprach im Jahr 2023 ca. 15 Millionen Euro. Daher stellt die Entwicklung der Metallkurse eine relevante Kostengröße dar. Die Preisentwicklung der einzelnen Metalle zeigte sich sehr unterschiedlich. In Summe ergab sich daraus aber im Jahr 2023 kein nennenswerter Kosteneinfluss. Während die Preise für Gold und Silber sichtbar anstiegen, waren bei Kupfer und vor allem bei Palladium deutliche Preisreduzierungen zu verzeichnen. Nach den erheblichen Preisanstiegen bei Gas und Strom in 2023 ergibt sich für das Jahr 2024 wieder eine deutliche Preisreduzierung bei der Strombeschaffung, die sich durch langfristige Verträge der Standortversorgung auch in 2025 weiter fortsetzen wird. Die Beschaffung der Schlüsselmaterialien wird konzernweit - Konzept "Champions for Key Materials" - koordiniert, um entsprechende Preisvorteile optimal nutzen zu können. Investitionen Der Zugang an Sachanlagevermögen betrug TEUR 10.838 (Vj. TEUR 6.975). Damit lagen die Investitionen wieder deutlich über dem Vorjahrsniveau sowie auch über dem langjährigen Durchschnitt. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist darauf zurückzuführen, dass für den Neubau der Galliumarsenid-Fabrik weitere Investitionen getätigt und in Betrieb genommen wurden. Gleichzeitig wurde wieder in Erweiterungen der Silizium- Fabrik investiert, um am erwarteten Marktwachstum partizipieren zu können. Personal- und Sozialbereich Im Laufe des Jahres 2023 wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt (485 beschäftigte Personen zum Ende 2023 gegenüber 478 zum Jahresanfang). Hierbei erfolgte der Aufbau sowohl im Bereich der Produktion als auch durch eine deutliche Ausweitung der Ausbildungstätigkeiten. Wie bereits in der Vergangenheit legte die Vishay Semiconductor GmbH großen Wert auf Ausbildung und steigerte die durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden im Jahr 2023 auf 24 Personen (durchschnittlicher Vorjahreswert 17 Auszubildende). Nachdem die Schulungs- und Weiterbildungsaktivitäten bereits im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr anstiegen, wurden diese im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 306 nochmals deutlich gesteigert (Vj. TEUR 266). Schwerpunkt der Maßnahmen waren weiterhin Produktschulungen, Qualitäts-Seminare, System-Schulungen, Seminare zur Mitarbeiterführung sowie Fremdsprachenkurse. Umweltschutz Das Unternehmen ist nach ISO 14001 zertifiziert. Relevante Kostensteigerungen oder Investitionen aufgrund von Umweltauflagen sind nicht erforderlich gewesen. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungsleistungen umfassen sowohl Produktneuentwicklungen als auch Anwendungen neuer Technologien und Werkstoffe. C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- und Finanzlage Durch die Reduzierung der Bilanzsumme auf TEUR 173.564 (Vj. TEUR 209.506) ist die Eigenkapitalquote auf 15% (Vj. 13%) gestiegen. Die Verminderung der Bilanzsumme ist vor allem im Abbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf TEUR 59.035 (Vj. TEUR 97.886) begründet. Dies basiert im Wesentlichen auf einer Verminderung der Euro-Einlagen im konzerninternen Cash-Pooling gegenüber der Vishay Europe GmbH. Gegenläufig wirkt sich insbesondere die Erhöhung der Sachanlagen um TEUR 3.213 auf TEUR 50.071 (Vj. TEUR 46.857) aus. Im Gegenzug haben sich auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 56.456 (Vj. TEUR 83.088) reduziert. Dies betrifft unter anderem die Verbindlichkeit gegenüber der Vishay Europe GmbH und ist in der Verminderung des Gewinnabführungsbetrags im Vergleich zum Vorjahr begründet. Die Summe der liquiden Mittel und der Bestände im konzerninternen europäischen Cash-Pooling belaufen sich auf einen Gesamtbetrag von TEUR 7.534 (Vj. TEUR 33.842). Dies ist im Wesentlichen auf den geringeren Zufluss liquider Mittel aufgrund des niedrigeren Geschäftsvolumens zurückzuführen. Der Finanzbedarf konnte aus eigenen Mitteln ohne Aufnahme von Fremdkapital gedeckt werden. Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 86.986 (Vj. TEUR 83.804) ist zu 31% durch das Eigenkapital gedeckt. Ertragslage Wie bereits im Abschnitt "Umsatzentwicklung" beschrieben, lagen die Umsatzerlöse deutlich unter denen des Vorjahres und waren somit auch unter den Prognoseerwartungen des Lageberichts 2022 einer gleichbleibenden Umsatzentwicklung. Die sonst übliche Reduzierung der Verkaufspreise konnte zwar weitgehend vermieden werden, allerdings übertrafen inflationsbedingte Kostensteigerungen sowie drastisch gestiegene Material- und Energiepreise die in einigen Kostenpositionen erzielten Einsparungen bei weitem. Der Rückgang des Umsatzes sowie der gleichzeitige Anstieg der Kosten führte zu einer deutlichen Verschlechterung des Jahresergebnisses. Ansatzweise war dies bereits in der Prognose des Vorjahres erwartet worden, allerdings führte ein zusätzlicher Umsatzeinbruch im vierten Quartal zu einer noch gravierenderen Reduzierung des Ergebnisses. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2023 sank auf TEUR 8.264 (Vj. TEUR 42.555). Prognostiziert war für das Jahr 2023 jedoch nur ein Ergebnisrückgang von rund einem Drittel. Der erzielte Gewinn wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag vom 23. Mai 2001, welcher am 18. November 2014 an die aktuellen steuerlichen Anforderungen angepasst wurde, an die Vishay Europe GmbH abgeführt. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage der Vishay Semiconductor GmbH wird unter anderem durch eine Bestandskorrektur am Markt beeinflusst, die auf die derzeit noch hohen Lagerbestände bei den Distributoren und eine verminderte Nachfrage zurückzuführen ist. Diese temporäre Marktentwicklung hat signifikante Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft. Der Umsatz verringerte sich um ca. 20 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis wurde noch stärker negativ beeinflusst, da eine Reduktion der Fixkosten nicht im gleichen Maße stattfand, wie der Umsatzrückgang das Ergebnis beeinflusste. Dieses Bild spiegelt sich ebenfalls in der Vermögens- und Finanzlage in der Bilanz der Vishay Semiconductor GmbH wider. Aufgrund der gesunkenen Gesamtnachfrage nach den Produkten der Gesellschaft, zeigen sich auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Konzerngesellschaften rückläufig. Dies begründet gleichzeitig auch einen geringeren Bestand an Cash-Pool-Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft Vishay Europe GmbH. Die Gesellschaft investiert jedoch weiterhin am Standort Heilbronn in technische Anlagen, um nach der Markterholung am grundsätzlich positiven Trend für die Branche partizipieren zu können. D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Risikolage für das Unternehmen hat sich gegenüber den Vorjahren nicht maßgeblich geändert. Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und damit die Chancen und Risiken für das Unternehmen sind kaum abschätzbar. Branchenanalysen zum Jahresanfang 2024 gehen davon aus, dass sich die Märkte für die Produktsegmente der Vishay Semiconductor GmbH im Verlauf des Jahres 2024 langsam wieder erholen. Während im Bereich Opto bereits eine etwas größere Steigerung erwartet wird, zeigt die Prognose für den Bereich Diode noch ein eher verhaltenes Wachstum. Für die Folgejahre wird für beide Bereiche ein freundliches Umfeld mit konstant wachsendem Marktvolumen prognostiziert. Nachdem das Jahr 2022 wesentlich durch die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine und der daraus resultierenden deutlich erhöhten Inflation beeinflusst war, setzte sich diese Unsicherheit im Geschäftsjahr 2023 weiter fort. Die bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2022, insbesondere im Telekommunikations- und Consumer-Markt eingebrochene Nachfrage konnte sich noch nicht erholen. Gleichzeitig trugen relevante Bestandsreduzierungen bei den Distributoren zum Umsatzrückgang bei. Für das Jahr 2024 zeichnet sich ein uneinheitliches Umfeld ab. Während sich das erste Quartal noch sehr schwach zeigt, wird in den Folgequartalen wieder mit einer deutlichen Erholung gerechnet. Für das Unternehmen relevante Risiken betreffen - neben der allgemeinen Nachfrage - insbesondere die zukünftige Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise sowie eventuelle Versorgungsengpässe bei Lieferanten. Während sich die Preise für Kupfer und Silber derzeit, nach dem Allzeithoch der Jahre 2021 und 2022, auf einem etwas geringeren Niveau zu stabilisieren scheinen, zeigt sich der Goldpreis stabil auf höchstem Niveau, wohingegen die Preise für Palladium aktuell weiterhin deutlich sinken. Die Chipversorgung von einem russischen Lieferanten wurde im Laufe des Geschäftsjahres auf einen Alternativlieferanten umgestellt und so das davon abhängige Umsatzvolumen von ca. 10 Millionen Euro langfristig gesichert. Relativ schwach steigende Rohstoff- und Energiepreise, sowie die zurückgehende allgemeine Inflation können voraussichtlich durch erhebliche Kosteneinsparungsmaßnahmen kompensiert werden und sich, zusammen mit dem leicht höheren erwarteten Umsatz, etwas positiv auf das Betriebsergebnis auswirken. Es werden quartalsweise Analysen durchgeführt, um potenzielle Risiken in den Beständen in Bezug auf ihre Vermarktungsfähigkeit zu identifizieren. Dies beinhaltet neben qualitätsbezogenen Risiken auch Analysen hinsichtlich der Verkaufsfähigkeit der Bestände. Die Bestände werden um diese Risiken wertberichtigt. Auch sich aus der Vermarktung der Bestände bzw. aus der Realisierung bestätigter Kundenaufträge gegebenenfalls ergebende Verluste werden eliminiert. Zum Geschäftsjahreswechsel lagen von verschiedenen Kunden Anspruchsschreiben in Bezug auf Produkthaftpflichtschäden vor. Inwieweit diese Ansprüche berechtigt bzw. durch die bestehende Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt sind, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Nach Einschätzung des Sachstandes ergibt sich hieraus jedoch kein wesentliches Risiko. Ansprüche, deren Berechtigungen derzeit geprüft werden, sind bilanztechnisch in Höhe einer durchschnittlich zu erwartenden Einigung über entsprechende Rückstellungen abgedeckt. Die Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit erfolgen auf Konzernebene. Hier wurde in den vergangenen Jahren ein neues IT-Sicherheitsmanagement-System eingeführt und die Netzwerkarchitektur überarbeitet. Außerdem wurde die Sicherheit für das Arbeiten mit mobilen Geräten erhöht. Zudem wurden weitere Verbesserungsmaßnahmen initiiert, die einen noch besseren Schutz vor Ransomware-Angriffen gewährleisten sollen. Die konsequente Umsetzung der internen Kontrollvorschriften bleibt darüber hinaus der wesentliche Baustein der IT-Sicherheit. Für unternehmensgefährdende Ereignisse, deren Risiken aus derzeitiger Sicht versicherungstechnisch abgedeckt werden können, sind entsprechende Versicherungspolicen abgeschlossen. E. Voraussichtliche Entwicklung Das Unternehmen erwartet - im Einklang mit einigen Branchenanalysen - für das Jahr 2024 lediglich einen schwachen Umsatzanstieg. Einen ähnlich verhaltenen Ausblick für die nähere Zukunft liefert auch die IFO-Konjunkturprognose vom Winter 2023. Im Segment Automotive ist eine anhaltend hohe und stabile Nachfrage zu verzeichnen, unter anderem auch aufgrund zunehmender Elektrifizierung im Fahrzeugbau. Aber auch im Segment Industrie wird im Verlauf des Jahres 2024, nachdem weitreichende Reduzierungen bei Kundenbeständen abgeschlossen sein sollten, wieder mit einer Erholung gerechnet. Zu Jahresbeginn 2024 blieb der Auftragsbestand unverändert. Die hohen Korrekturen der Vorjahre sind weitgehend abgeschlossen, weshalb im Laufe des Jahres 2024 wieder ein Auftragsbestand erwartet wird, der wie in der Vergangenheit üblich, bei vier bis fünf Monatsumsätzen liegt. Dieses gilt unter der Voraussetzung, dass der Konsum nicht nachhaltig, z. B. durch eine erneute europäische Finanzkrise oder eskalierende politische Konflikte, beeinflusst wird. Abgesehen von der dadurch getriebenen hohen Inflation, scheint der Ukraine-Krieg aktuell keinen größeren Einfluss auf das Halbleitergeschäft zu haben. Durch die rückläufige Inflation, bei gleichzeitig noch vergleichsweise geringem Druck auf die Verkaufspreise, können die moderaten Preissteigerungen bei Rohmaterialien, Personal, Energien und Mieten voraussichtlich durch Kostenreduzierungsmaßnahmen weitgehend kompensiert werden. Durch ein geringfügig höheres erwartetes Umsatzniveau wird daher aktuell für das Jahr 2024 ein Jahresüberschusses vor Ergebnisabführung in der Größenordnung des Vorjahres erwartet. Im Bereich der Investitionen wird in den nächsten Jahren weiterhin mit anhaltend hohen Beträgen geplant, da das Unternehmen den bereits eingeschlagenen Weg der Erneuerung - auf Basis neuer Technologien und Wafergrößen - weiterverfolgen will. Zielsetzung ist, in der Folge wirtschaftlicher zu produzieren sowie Kapazitätserweiterungen realisieren zu können. Darüber hinaus werden die allgemeinen Anstrengungen zur Modernisierung der Produktion - inklusive stetiger Kostenreduzierungsmaßnahmen - weiter auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt. Diese Prognosen basieren auf aktuell vorliegenden Erkenntnissen, sind aber aufgrund der nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklungen des Weltmarktes, der zukünftigen weltpolitischen Entwicklungen, der zukünftigen Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise und des USD-Umrechnungskurses mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet.
Heilbronn, 18. Juni 2024 Vishay Semiconductor GmbH Die Geschäftsführung Dr. Klaus Nadarzinski Stephan Solheid Niederschrift eines Gesellschafterbeschlusses der Vishay Semiconductor GmbHWir, die unterzeichnende Alleingesellschafterin der Vishay Semiconductor GmbH, 74072 Heilbronn (im folgenden "Gesellschaft" genannt), nämlich Vishay Europe GmbHDr.-Felix-Zandman-Platz 195100 Selbhalten hiermit unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften für deren Einberufung eine ordentliche Gesellschafterversammlung der Gesellschaft ab und fassen einstimmig folgende Beschlüsse:
Ende der Gesellschafterversammlung
Heilbronn, 15. Oktober 2024 Vishay Europe GmbH durch Stephan Solheid, Geschäftsführer |
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