Studienkreis GmbH
Universitätsstraße 104, 44799 Bochum, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars-Peter Haas seit 26.11.2025 | Geschäftsführer |
Nadine Bork seit 4.7.2025 | Prokura |
Vanessa Wiebold seit 4.7.2025 | Prokura |
Felix Ohswald seit 22.3.2024 | Geschäftsführer |
Alfons Dr. Prießner seit 19.2.2024 | Prokura |
Peter Richardt seit 19.2.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Tutor Holding GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Studienkreis GmbHBochumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016Studienkreis GmbH, BochumI. Geschäft und Rahmenbedingungen Die Studienkreis GmbH betreibt zum Jahresende 2016 ein Netzwerk von 660 eigenen Niederlassungen und gehört somit zu den führenden institutionellen Nachhilfeanbietern in Deutschland. Das Konzept des Studienkreises basiert auf individueller Förderung von Kindern und Jugendlichen der Klassenstufe 1 bis zum Abitur, die in Gruppen von maximal fünf Schülern oder auch im Einzelunterricht von qualifizierten Lehrkräften unterrichtet werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Nachhilfe für Schüler der Sekundarstufe I sowie in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch. Schüler der Klassen 1 bis 4 werden in der speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichteten Kinderlernwelt unterrichtet. Darüber hinaus bietet der Studienkreis Kursprogramme für Schüler an und hilft Jugendlichen mit der internetbasierten Online-Nachhilfe ihre Lernziele zu erreichen. Das Marktvolumen von rund einer Mrd. € pro Jahr und die Wettbewerbssituation im deutschen Nachhilfemarkt werden unverändert zum Vorjahr eingeschätzt. Der Markt wird nach wie vor von einer sehr großen Zahl an privaten, nicht-institutionellen Anbietern dominiert. Trotz der sinkenden Schülerzahlen aufgrund der demographischen Entwicklung wird wegen des wachsenden Förderbedarfs außerhalb der öffentlichen Schulen sowie einem zunehmend höheren Marktanteil von professionellen institutionellen Anbietern mit einer konstanten Nachfrage gerechnet. II. Geschäftsverlauf Die Anzahl aktiver Kundenverträge stieg im Durchschnitt pro Monat von 37 Tsd. auf über 40 Tsd. aktive Kundenverträge. Das bereits in 2011 gestartete neue Angebot zur Online-Nachhilfe mittels internetbasierter Videokonferenzen konnte erfolgreich weiter ausgebaut werden und verzeichnete auch in 2016 steigende Wachstumsraten. Die Angebote in diesem Bereich wurden dabei permanent erweitert. In Deutschlands größtem Service-Ranking der Tageszeitung DIE WELT und der Goethe Universität Frankfurt a. M. wurde der Studienkreis im Herbst 2016 zum vierten Mal in Folge Branchengewinner in der Kategorie "Nachhilfeanbieter". Auch die Nachhilfeangebote des Studienkreises im Rahmen des staatlichen Programms Bildung und Teilhabe (BuT) haben Kindern vieler sozial schwacher Familien die Chance gegeben, ihre Noten durch die Hilfe des Studienkreises zu verbessern. Der Studienkreis ist für viele lokale Arbeitsagenturen dabei zu einem verlässlichen Geschäftspartner geworden, der zunehmend mit Erbringung von Nachhilfeleistungen beauftragt wird. Weiterhin beschäftigt auch in 2016 das Thema Flüchtlinge die Innenpolitik in Deutschland. Der Schlüssel zur Integration geflüchteter Menschen und ihrer Teilhabe an der Gesellschaft ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Aus diesem Grund hat der Studienkreis zwei Projekte im Bereich des Erlernens der deutschen Sprache in 2016 durchgeführt. Zum einen hat der Studienkreis in vier Standorten über 300 junge Erwachsene Flüchtlinge kostenlos unterrichtet und in vielen Fällen auf das Sprachniveau A1 gebracht. Außerdem unterstützt der Studienkreis unentgeltlich drei Kölner Schulen mit Flüchtlingsklassen, indem Nachhilfelehrer den Sprach- und Fachunterricht unterstützen und eine bessere Differenzierung ermöglichten. Das Engagement in den Schulen wird in 2017 fortgesetzt und auf weitere Städte ausgeweitet. Ebenso werden Sprachkurse für Erwachsene auch im Jahr 2017 weitergeführt. Zudem werden seit Jahresbeginn in Kooperation mit Aral und dem VfL Bochum Flüchtlingskinder in zwei Bochumer Studienkreis-Standorten kostenfrei unterrichtet. Niederlassungen Die Anzahl der Niederlassungen lag zum Ende des Geschäftsjahres 2016 bei 660 (Vorjahr 628):
Bei diesen Standorten handelt es sich um nicht im Handelsregister eingetragene, unselbständige Zweigniederlassungen der Gesellschaft. Nahezu sämtliche Niederlassungen werden in angemieteten Räumlichkeiten betrieben. Während des gesamten Jahres wurden umfangreiche Maßnahmen durchgeführt, um das Standortnetz zu optimieren und Niederlassungen neu zu gründen. Dabei wurden an Orten mit ausreichendem Kundenpotenzial und guter Kaufkraft neue Immobilien angemietet und Nachhilfeschulen eröffnet. Zudem wurden auch kleinere Wettbewerber sowie Standorte aus dem Franchisebereich übernommen, bei denen bspw. der Franchisenehmer altersbedingt den Standort nicht mehr fortführen wollte. Ertragslage Der Umsatz lag mit € 56,1 Mio. über dem Vorjahr (Vorjahr: € 51,8 Mio.) und gliedert sich wie folgt auf:
Die durchschnittliche Rohertragsquote lag erneut bei deutlich über 75 %, allerdings leicht unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür waren wesentlich eine Zunahme des Einzelunterrichts, dem höheren Anteil von Verträgen mit Mindestlaufzeit sowie die Erhöhung der Teilnahmehäufigkeit. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern lag mit € 3,1 Mio. über dem Vorjahr. Dies gilt auch für den Jahresüberschuss, der im Geschäftsjahr 2016 bei € 3,1 Mio. lag. Der Umsatz lag in 2016 deutlich über Vorjahr sowie auf Niveau der Planung. Zu der positiven Entwicklung hat Wachstum bei den Bestandsfilialen und den neu eröffneten Nachhilfeschulen als auch die Online Nachhilfe beigetragen. Durch effizientes Kostenmanagement konnten Einsparungen bei den Sachkosten ggü. dem Planansatz erreicht werden. Folglich lag der EBITDA in Höhe von € 3,1 Mio . deutlich über dem geplanten Zielwert. Personalbereich Die Mitarbeiteranzahl ist im Jahresdurchschnitt gem. § 267 Abs. 5 HGB gegenüber dem Vorjahr um 73 auf 1.420 gestiegen. Erfreulicherweise konnten in 2016 trotz guter konjunktureller Lage und Fachkräftemangel fast alle offenen Stellen, die insbesondere durch Expansion entstanden sind, erfolgreich mit geeigneten Kandidaten besetzt werden. Weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit lag auf dem Thema Weiterbildung. Die Gesellschaft unterstützt Mitarbeiter fachlich und finanziell bei berufsbegleitenden Studiengängen für Bachelor- und Masterstudiengänge oder bspw. bei Fortbildungen zum Bilanzbuchhalter. Diese Unterstützung wird auch in 2017 fortgesetzt. Finanzlage und Investitionen Der Cash-Flow aus dem operativen Geschäft lag im Jahr 2016 bei € 3,4 Mio. und damit unter dem Vorjahreswert (€ 3,8 Mio.). Der Rückgang lag ausschließlich an der Rückführung interner Verbindlichkeiten zur Tochtergesellschaft Studienkreis Partnersysteme GmbH. Ohne diese Rückführung wäre ein deutliches Cash-Flow-Wachstum erzielt worden. Im Berichtsjahr erfolgten Investitionen in Höhe von € 2,0 Mio. Die Investitionen verteilen sich im Wesentlichen auf den Kauf von Wettbewerbern, IT Hard- und Software, der Erstellung von Portalen und Softwarelösungen für die Online Nachhilfe und der Ausstattung von neuen sowie der Modernisierung bestehender Filialen. In 2014 wurde ein Konsortialkredit in Höhe von € 5 Mio. bei der DZ Bank AG (ehem. WGZ Bank AG) und dem internationalen Bankhaus Bodensee AG aufgenommen. Dieses Darlehen wurde plangemäß in 2016 teilweise getilgt. Zudem konnte aufgrund der stabilen finanziellen Situation eine Sondertilgung vorgenommen werden. Des Weiteren besteht eine Kreditlinie bei der DZ Bank AG und dem internationalen Bankhaus Bodensee AG in Höhe von € 0,6 Mio. Diese wurde im Geschäftsjahr 2016 nicht in Anspruch genommen. Zudem besteht ein Immobiliendarlehen mit laufender Tilgung bei der Sparkasse Bochum das zum Bilanzstichtag mit € 0,3 Mio. in Anspruch genommen ist. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr Das Produktangebot des Studienkreises wurde konsequent an den Kundenbedürfnissen für Nachhilfe in kleinen Lerngruppen ausgerichtet und weiterentwickelt. Um die Qualität zu steigern wurden auch in 2016 regelmäßige Elternbefragungen durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut durchgeführt und werden monatlich berichtet. Zudem wurde die Messung der erreichten Notenverbesserung der Nachhilfeschüler weiter optimiert. Bis zum Jahresende haben durch Übernahmen von Wettbewerbern und ehemaligen Franchisepartnern sowie durch organische Eröffnungen insgesamt 34 neue Studienkreis-Niederlassungen ihren Betrieb erfolgreich aufgenommen. Mit dieser Wachstumsstrategie, die der Studienkreis auch in den nächsten Jahren konsequent fortsetzen will, wird das Unternehmen seinem Anspruch als bundesweiter professioneller Nachhilfeanbieter gerecht. Die Marketingkommunikation wurde in 2016 weiter optimiert und die Kampagnen auf Basis der gemeinsamen Roadmap von Marketing, Vertrieb und Pädagogik erfolgreich umgesetzt. Im Fokus stand dabei die Effizienzsteigerung des Online- und Offline-Performance-Marketings. Der Ausbau der digitalen Direktmarketing-Kanäle war in diesem Kontext ein wichtiger Treiber für mehr Interessentenkontakte. Hervorzuheben sind außerdem die Ferienkurs-Kampagne im Sommer mit zahlreich abgeschlossenen Folgeverträgen, sehr erfolgreiche Marketingmaßnahmen zum Schulstart sowie die Entwicklung einer eigenen Nachhilfe-App. Hinzu kamen ein dynamisches Wachstum der Online-Nachhilfe sowie der Relaunch von digitaler PR. Alle Maßnahmen zahlen auf die Positionierung der Marke Studienkreis als Qualitätsführer ein. Vermögenslage Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund der durchgeführten IT Investitionen im Saldo um T€ 394 erhöht. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende 2016 hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 15 auf T€ 925 erhöht. Die liquiden Mittel lagen zum Jahresende 2016 um T€ 129 unter dem Vorjahr. Die Studienkreis GmbH ist zum Bilanzstichtag zu 11,42 % mit Eigenkapital finanziert. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Eigenkapital um € 0,9 Mio. erhöht. Die Entwicklung des EK ist durch mehrere Faktoren getrieben. Einerseits von der guten Umsatzentwicklung, der Dividendenerträge durch die Tochtergesellschaft Studienkreis Partnersysteme GmbH sowie eine Vorabausschüttung auf den Bilanzgewinn an die Gesellschafterin in Höhe von € 2,2 Mio. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das EBT lag im Berichtsjahr bei € 3,3 Mio. (VJ: T€ 991). Wesentliche Ursachen für die Steigerung war die gute Umsatzentwicklung in 2016 sowie die Dividendenerträge. Das EBITDA stieg von € 2,4 Mio. in 2015 auf € 3,1 Mio. in 2016. Die Umsatzrendite des EBT lag demzufolge mit 6,0% auch über dem Vorjahr (1,9%). Die Berechnung erfolgte ohne die Umsätze, die nach BilRUG in Umsätze umgegliedert wurden. Die Roherträge konnten gegenüber 2015 verbessert werden. Ursache war eine Umsatzsteigerung von 7,7%. Die durchschnittliche Rohertragsquote lag erneut bei deutlich über 75 %, allerdings leicht unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür war wesentlich eine Zunahme des Einzelunterrichts sowie Erhöhung der Teilnahmehäufigkeiten. Die hohe Zufriedenheit unserer Kunden konnte auch Im Jahr 2016 im Rahmen einer Befragung aller Laufzeitkunden erneut bestätigt werden. Die Kundenzufriedenheit wurde wie im Vorjahr durch den Net Promoter Score gemessen. Der Großteil unserer Kunden ist sehr zufrieden und würde den Studienkreis weiterempfehlen. Erfreulicherweise konnte dabei der NPS noch einmal deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Die Risikosituation des Studienkreises hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Ein anhaltendes Geschäftsrisiko ist die kontinuierliche Beschaffung und Qualifikation neuer Lehrkräfte. Jedes Jahr muss der Studienkreis bundesweit ca. 1.500 neue Lehrkräfte akquirieren und gemäß seinen eigenen Qualitätsstandards ausbilden. Durch die Bachelor- und Masterstudiengänge ist die Verweildauer der studentischen Lehrkräfte in den letzten Jahren leicht gesunken. Ein enormer Nachteil für das Geschäftsmodell der institutionellen Nachhilfe würde entstehen, wenn die Lehrkräfte nicht mehr als "freie" Honorarkräfte eingesetzt werden können, sondern auch als Selbständige vollständig der SV-Pflicht unterliegen. Dem begegnet der Studienkreis dadurch, dass er seine Lehrkraft-Verträge und Prozesse stets an die Anforderungen der Sozialversicherungsträger anpasst. Ein weiteres wesentliches Risiko wäre die Aberkennung der Umsatzsteuerbefreiung für Nachhilfeleistungen. Dies würde die Wettbewerbsposition gegenüber dem Graumarkt deutlich verschlechtern. Neben den vielen Nachhilfeinstituten wäre von einer solchen Steueränderung aber auch die große Anzahl von kommunalen Volkshochschulen betroffen. Der Studienkreis verfolgt diesbezüglich permanent die politische Diskussion. Interne Risiken betreffen vor allem die jederzeitige Bereitstellung von gemieteten Räumlichkeiten in ausreichender Zahl und Lage. Da der Nachhilfeunterricht nur an begrenzten Stunden am Nachmittag und Abend erbracht werden kann, muss auch zur Saisonhochzeit im Frühjahr stets eine ausreichende Zahl an Unterrichtsräumen zur Verfügung stehen, die wirtschaftlich in die Kostenstrukturen des Studienkreises passen. Die Expansion wird durch Neugründungen, Übernahme von Franchise-Standorten und dem Kauf von kleineren Wettbewerbern fortgesetzt. Das Netz an Nachhilfeschulen soll um mehr als 30 Standorte auf insgesamt über 690 eigene Standorte wachsen. Zudem werden deutliche Umsatzzuwächse bei den rund 115 neu eröffneten Filialen aus 2013 bis 2016 erwartet, da neu eröffnete Niederlassungen im Regelfall noch nicht die Umsätze der bereits länger bestehenden Filialen erreichen. Um die Möglichkeiten des Internets auch für die Nachhilfe zu erschließen, wird der Ausbau der Online-Nachhilfe auch in 2017 im Fokus stehen. Damit sollen internetaffine Kunden angesprochen und gleichzeitig zusätzliche Marktanteile aus dem nicht-institutionellen Nachhilfemarkt gewonnen werden. Hier erwarten wir deutlich Umsatzzuwächse. Ein weiteres Wachstum wird auch im neuen Jahr aus dem Programm Bildung-und-Teilhabe-Paket des Bundes erwartet, welches allerdings auch abhängig von Politik/Ämtern ist. Es wird erwartet, dass diese Effekte in Summe bewirken, dass der Umsatz im Bereich von rund 10% wachsen wird. Analog zu der Entwicklung im Jahr 2016 wird für das Jahr 2017 geplant, dass die Rohertragsmarge leicht im Vergleich zum Vorjahr sinken wird. Ursachen hierfür sind ein weiter steigender Anteil Einzelunterricht sowie einer wachsenden Online Nachhilfe. Zudem werden erneut Belastungen aufgrund der geplanten Expansion erwartet, da neu eröffnete Niederlassungen im Regelfall nicht die Marge der bereits länger bestehenden Filialen erreichen. Die Personal- und Sachkosten sollen im Planungszeitraum aufgrund von Fixkostendegression unterproportional um rd. 8 % steigen. Eine Steigerung wird bei den Marketingaufwendungen geplant. Damit soll die Anlaufkurve der neu eröffneten Filialen beschleunigt, die Neukundengewinnung der Bestandsfilialen unterstützt und ein weiteres starkes Wachstum in der Online-Nachhilfe ermöglicht werden. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen (EBITDA) soll im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr moderat steigen. Durch im Vergleich zum Umsatz teilweise unterproportional steigende Kosten wird erwartet, dass das Wachstum des EBITDA über dem geplanten Umsatzwachstum liegt. Für das Geschäftsjahr 2017 sind Investitionen in Höhe von rund € 2,0 Mio. geplant. Investitionsschwerpunkte sind die Weiterentwicklung des operativen IT-Systems für die Studienkreise zur Organisation des Nachhilfeunterrichts und der Kauf von lokalen Wettbewerbern sowie der Übernahme von Standorten aus dem Franchisebereich. Weitere Finanzmittel fließen in die Ausstattung von neuen sowie der Modernisierung bestehender Niederlassungen. Die Finanzierung des operativen Geschäftes sowie der Investitionen soll ausschließlich aus dem operativen Cash-Flow erfolgen.
Bochum, den 27. März 2017 Die Geschäftsführung Lorenz Haase BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2016Studienkreis GmbH, BochumI. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die Studienkreis GmbH hat ihren Sitz in Bochum und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bochum unter HRB 4581 / HRA Bochum eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften werden berücksichtigt. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wendet die Gesellschaft erstmals die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten handelsrechtlichen Vorschriften an. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird eingehalten. Im Jahr 2015 hat die Studienkreis GmbH im Bereich der Online-Nachhilfe selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenständer hergestellt, die mit den tatsächlich angefallenen Personalkosten aktiviert worden sind und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Im Jahr 2016 sind hier weitere Entwicklungskosten angefallen, die mit den tatsächlich angefallenen Personalkosten zu aktiviert wurden. Die Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Anlagegegenstände vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden selbständig nutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu € 410 (ohne Umsatzsteuer) im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Gesellschaft Investitionen in Hard- und Software getätigt. Dazu hat die Gesellschaft zwei Finanzierungsleasingverträge abgeschlossen, die im Sachanlagevermögen und in den immateriellen Vermögensgegenständen mit dem Barwert der zu zahlenden Leasingraten angesetzt worden sind. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten, vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen als auch Verbindlichkeiten gegen ein verbundenes Unternehmen innerhalb der Aurelius-Gruppe werden bei vorliegenden Voraussetzungen für eine Aufrechnung gem. §§ 387 ff. BGB saldiert ausgewiesen. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet, da es sich um an die Pensionsberechtigten verpfändete Ansprüche handelt. Die verrechneten Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit Hilfe der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck anhand der Teilwert-Methode bewertet. Da die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherung (T€ 176) die zu verrechnenden Pensionsrückstellungen (T€ 154) übersteigen, wird der übersteigende Betrag unter dem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aktiviert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte erstmals mit Hinblick auf einen 10- Jahres-Durchschnitt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Zur Bewertung liegt beim 10-Jahres-Durchschnitt der Rechnungszinssatz von 4,01% zugrunde. Der Abzinsungssatz entspricht gemäß § 253 Abs. 2 HGB dem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren und wird von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben. Als Rententrend wurden 1,5% angenommen. Da es sich um eine Versorgungszusage an einen ausgeschiedenen Leistungsanwärter handelt, wurde kein Gehaltstrend berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen durch Anwendung des BilMoG ergab, beträgt zum 31.Dezember 2016 T€ 40. Es wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, den ursprünglichen Betrag von T€ 75 spätestens bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Jahr zu mindestens einem Fünfzehntel (= € 4.977) anzusammeln. Entsprechend erfolgt im Berichtsjahr der anteilige Ausweis von T€ 5 durch Umgliederung der außerordentlichen Aufwendungen (BilRUG) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Bewertung der Jubiläumsleitungen erfolgte ebenfalls mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der bis zum Bilanzstichtag zeitanteilig erdienten Jubiläumsleistungen. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Zur Bewertung liegt der Rechnungszinssatz von 3,24% zugrunde. Des Weiteren wird eine durchschnittliche Fluktuation von 5% der Berechnung zugrunde gelegt. Die Renovierungsrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der Anzahl der Standorte, der durchschnittliche Laufzeit der Mietverträge sowie der durchschnittlichen Höhe der Renovierungskosten ermittelt. Eine Abzinsung erfolgt unter Verwendung des jeweiligen durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre, der durch die Deutsche Bundesbank monatlich veröffentlicht wird. Die Berechnung der Bonusrückstellungen erfolgt über den vertraglich vereinbarten Jahresplanbonus des jeweiligen Mitarbeiters. Die Prozessrückstellungen setzen sich aus den Bestätigungsschreiben der Rechtsanwälte zusammen. Die Summe der Rückstellungen ergibt sich aus dem Streitwert zzgl. der Honorarnote der Rechtsanwaltskanzlei. Die Steuerrückstellungen enthalten Steuerverpflichtungen aus laufenden Ertragssteuern. Die übrigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei sind alle zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist erhaltene Zahlungen für vertraglich vereinbarte Leistungen aus, die erst nach dem Bilanzstichtag erbracht werden. Bei der Abgrenzung sog. Kontingentverträge wird die Höhe der monatlichen Inanspruchnahme mit 4 Unterrichtsstunden pro Monat ab Vertragsschluss einheitlich für alle Verträge unterstellt. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigung (T€ 1.317, Vorjahr: T€ 1.319) werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von T€ 392(Vorjahr: T€ 415) abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt T€ 62 und ist vollständig eingezahlt. Die Gewinnrücklage in Höhe von T€ 54 resultiert aus dem Geschäftsjahr 2010 in dem erstmalig die Vorschriften des BilMoG anzuwenden waren. Aufgrund der Neubewertung der langfristigen Rückstellungen für Renovierungsverpflichtungen ergab sich im Geschäftsjahr 2010 ein Auflösungsbetrag in Höhe von T€ 54, der erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Pensionsrückstellungen Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet, da es sich um an die Pensionsberechtigten verpfändete Ansprüche für zwei Mitarbeiter handelt. Die im Berichtsjahr ausgewiesene Pensionsrückstellung betrifft die Versorgungszusage für einen ausgeschiedenen Mitarbeiter. Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen des Personalbereiches in Höhe von T€ 1.567 (Vorjahr T€ 1.220), ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 388 (Vorjahr T€ 578) sowie gesetzliche und vertragliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.304 (Vorjahr T€ 1.221). Es wurde eine Rückstellung für Jahresabschlussprüfungskosten in Höhe von T€ 33 gebildet. Verbindlichkeiten
Die Studienkreis GmbH ist Sicherungsgeber für ein von ihr im 2. Halbjahr 2014 aufgenommenen Konsortialkreditvertrag i. H. v. € 5 Mio. mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2016 von € 2,75 Mio. Dies beinhaltet die Abtretung der Rechte gewerbliche Schutzrechte, Marken und Domains, eine Globalzession aller Forderungen gegen die Schuldner mit den Anfangsbuchstaben A-Z (€ 978.257,61) sowie die Verpfändung von Kontenguthaben bei der Sparkasse Bochum (€ 13.401,21) und der Volksbank Bochum/Witten (€ 52.866,01). Die Studienkreis Partnersysteme GmbH und die people online GmbH haften ebenfalls mit der Verpfändung ihrer jeweiligen Kontenguthaben bei der Sparkasse Bochum und der Volksbank Bochum sowie einer Globalzession aller jeweiligen Forderungen gegen die Schuldner mit den Anfangsbuchstaben A-Z. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Zweckerklärung für Grundschulden der Objekte Garbsen und Lauda besichert. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 erstmals unter Zugrundelegung der durch das BilRUG geänderten Umsatzerlösdefinition ausgewiesen. Infolge der damit einhergehenden Umgliederung von Aufwendungen und Erträgen sind neben den Umsatzerlösen auch die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenensonstigen betrieblichen Erträge, Aufwendungen für bezogene Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht mit den im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Beträgen vergleichbar. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vorjahreszahlen wurden daher entsprechend angepasst. Im Wesentlichen betrifft dies folgende Sachverhalte im Bereich der Umsatzerlöse: -Umgliederung der Mieterträge i. H. v. € 291.622,49 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse -Umgliederung weiterberechneter EDV-Kosten i. H. v. € 167.937,00 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse -Umgliederung Weiterberechnung Verwaltungskosten i. H. v. € 84.000,00 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse -Umgliederung Erträge aus Lizenzgebühren i. H. v. € 21.453,44 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse 2016 setzen sich wie folgt zusammen:
Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf das gesamte Bundesgebiet. Sonstige betriebliche Erträge Aufgrund der erstmals zugrunde gelegten geänderten Umsatzerlösdefinition nach BilRUG sind die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vorjahreszahlen entsprechend der Angaben unter dem Punkt IV. Unterpunkt "Umsatzerlöse" angepasst worden. Die sonstigen betrieblichen Erträge 2016 beinhalten im Wesentlichen Kostenerstattungen für Inkassofälle und Auflösungen von Rückstellungen. Aufwendungen für bezogene Leistungen Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich um Honorare für freiberuflich tätige Lehrkräfte sowie Aufwendungen aus der Anmietung der weitervermieteten Flächen und IT-Aufwendungen für die weiterberechneten EDV-Kosten. Aufgrund der erstmals zugrunde gelegten geänderten Umsatzerlösdefinition nach BilRUG sind die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vorjahreszahlen für Aufwendungen für bezogene Leistungen wie folgt umgegliedert worden. -Aufwendungen aus der Anmietung der weitervermieteten Flächen i. H. v. € 291.622,49 aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogenen Leistungen -IT-Aufwendungen für die weiterberechneten EDV-Kosten i. H. v. € 132.000,00 aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogenen Leistungen Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Lohn- und Kirchensteuer, Sozialversicherungsabgaben und anderen Lohnnebenkosten. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung Für Altersversorgung werden T€ 10 (Vorjahr T€ 17) aufgewendet. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufgrund der erstmals zugrunde gelegten geänderten Umsatzerlösdefinition nach BilRUG sind die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vorjahreszahlen entsprechend der Angaben unter dem Punkt IV. Unterpunkt "Aufwendungen für bezogene Leistungen" angepasst worden. Des Weiteren sind die außerordentliche Aufwendungen i. H. v. € 4.977,00, die aufgrund von Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 7 EGHGB den Pensionsrückstellungen zugeführt wurden, in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert worden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Mieten, Mietnebenkosten, Anzeigen, Werbekosten, Reisekosten, allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten, Instandhaltungskosten und Leasinggebühren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit T€ 141 (Vorjahr T€ 239) Abschreibungen auf Umlaufvermögen, die wie im Vorjahr in voller Höhe Abschreibungen auf Forderungen betreffen. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die finanziellen Verpflichtungen für einen Teil der IT-Wartung in Höhe von T€ 317 bestehen gegenüber verbundene Unternehmen. Organe der Gesellschaft Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2016 bestellt: Herr Lorenz Haase, Geschäftsführer, Essen Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs.5 HGB) waren im Geschäftsjahr 2016 bei der Gesellschaft folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Konzernverhältnisse Die direkte Muttergesellschaft der Studienkreis GmbH ist die Studienkreis Holding GmbH, Grünwald. Die Studienkreis Holding GmbH erstellt keinen eigenen Konzernabschluss sondern wird in den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft AURELIUS SE & Co. KGaA, Grünwald, einbezogen, die ihrerseits einen Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis erstellt. Dieser Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Anteilsbesitz Mit notariellem Vertrag vom 14. Januar 2013 hat die Studienkreis Holding GmbH, Grünwald einen Gesellschaftsanteil an der Studienkreis Partnersysteme GmbH, Bochum, von 46% am Eigenkapital an die Studienkreis GmbH verkauft. Mit notariellem Vertrag vom 02. Juni 2015 hat die Studienkreis Holding GmbH, Grünewald, die restlichen Anteile an die Studienkreis GmbH verkauft. Somit ist die Studienkreis GmbH nun zu 100% Anteilseigner der Studienkreis Partnersysteme GmbH.
Die Studienkreis GmbH ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit, da die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaft in einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht ihres Mutterunternehmens, die Studienkreis Holding GmbH einbezogen worden sind (vgl. § 291 Abs. 1, 2 HGB). Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGBn.F. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet (Verweis: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden S. 1). Ausschüttungsgesperrte Beträge Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen: Aus der Neubewertung der Rückstellung für Renovierungsverpflichtungen nach BilMoG ergab sich im Geschäftsjahr 2010 ein Auflösungsbetrag in Höhe von € 54.031,45 der gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB der erfolgsneutral in die Gewinnrücklage eingestellt wurde. Beträge aus der Aktivierung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes € 213.282,54. Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen zwischen einem Ansatz mit dem 7-Jahres-Durchschnittzinssatz und dem Ansatz mit dem 10-Jahres-Durchschnittzinssatz von € 41.163,00. Den ausschüttungsgesperrten Beträgen von insgesamt € 254.445,54 stehen frei verfügbare Rücklagen von € 1.248.617,28 (einschließlich Gewinnvortrag und Jahresergebnis) gegenüber. Gewinnverwendungsvorschlag Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Dezember 2016 wurde eine Vorabdividende in Höhe von € 2.203.521,19 auf den voraussichtlichen Bilanzgewinn der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 beschlossen. Diese wurde am 16. Dezember 2016 an die Gesellschafterin ausgeschüttet, womit die in der Vergangenheit gewährten Gesellschafterdarlehen an die Studienkreis Holding, Grünewald, zum Restbuchwert zurückgezahlt wurden. Die Geschäftsführung schlägt vor, den restlichen Jahresüberschuss von € 940.893,49 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Bochum, den 31. Januar 2017 Die Geschäftsführung Lorenz Haase Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016Studienkreis GmbH, Bochum
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Studienkreis GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Studienkreis GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 28. März 2017 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Häger, Wirtschaftspprüfer Sinne, Wirtschaftsprüfer |
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