Accovion GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martina Lüdecke seit 16.3.2026 | Prokura |
Sabine Dr. Bollmann seit 16.3.2026 | Prokura |
Christian Wilhelm Hirtzbruch seit 10.4.2024 | Geschäftsführer |
Roland Meier seit 5.10.2023 | Prokura |
Reza Seif Amir Hosseini seit 24.3.2021 | Prokura |
Columbanus Patrik O´Mahony seit 1.6.2018 | Geschäftsführer |
Detlev Kurth seit 11.10.2016 | Prokura |
Janina Jäger seit 11.10.2016 | Prokura |
Jan Oepping seit 11.10.2016 | Prokura |
Hannes Görzel seit 11.10.2016 | Prokura |
Yvett Neuweiler seit 11.10.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Waters GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Waters GmbHEschbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen des UnternehmensDie Waters GmbH vertreibt in Deutschland auf der Basis eines Vertriebsvertrags als (nicht exklusiver) Vertragshändler Produkte verschiedener Produktionsgesellschaften innerhalb des Konzerns der Waters Corporation, mit Hauptsitz in Milford, Massachusetts/USA. Des Weiteren produziert und vertreibt die Gesellschaft Anlagen im Bereich der thermischen Mess- und Analysetechnik. Die Gesellschaft betreibt zum Bilanzstichtag Standorte in Eschborn und Hüllhorst. Die Waters Corporation ist Anbieter sowohl in den Geschäftsbereichen Ultra Performance (UPLC) als auch in High Performance Liquid Chromatography (HPLC) Instrumenten, Massenspektrometrie und Thermoanalyse. Mit den Produkten werden Gesamtlösungen für die Analytik, Forschung, Produktion und Qualitätskontrolle in weiten Anwendungsbereichen angeboten. Als Abnehmer sind maßgeblich die pharmazeutischen und chemischen Industrien, Untersuchungsämter und Laboratorien für Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz, klinische Laboratorien sowie Universitäten zu nennen. Die Waters GmbH ist weiterhin ein führender Anbieter von Softwarelösungen für den analytischen Bereich. Dies beinhaltet das Datenmanagement von der Erfassung, Auswertung, Archivierung und der Dokumentation von Informationen bis hin zum kompletten Knowledge-Management für die Forschung & Entwicklung und die Qualitätssicherung. Die typischen Märkte sind die chemische, pharmazeutische und die Life-Science-Industrie. Zur Abrundung des Laborinformatik-Produktportfolios bietet die Waters GmbH wissenschaftliche Datenarchivierungs- und Datenmanagementsysteme und damit eine integrierte Produktfamilie an. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % zum Vorjahr gesunken. Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich, auf Grund von schwierigen Rahmenbedingungen, nicht weiter fort (Quelle: www.destatis.de). Die Pharmabranche in Deutschland weist im Vergleich zum Vorjahr erneut ein Umsatzwachstum vor. Dies zeigt, dass sich die Pharmabranche auch im Jahr 2023 weiter als krisenfest erwiesen hat. (Quelle: www.statista.com). 2. Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche Die nach HGB ermittelten Umsatzerlöse in Höhe von € 98,0 Mio. sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,6% gesunken (Vorjahr: € 99,5 Mio.). Der Rückgang ist insbesondere auf eine niedrigere Nachfrage nach unseren Thermoanalyse Instrumenten (€ -2,4 Mio.), teilweise durch eine höhere Nachfrage im Bereich Informatics ausgeglichen (€ +0,5 Mio.), zurückzuführen. Die interne Steuerung der Gesellschaft erfolgt jedoch nach US GAAP, wie sie der Waters Konzern anwendet. Die US-GAAP Umsatzerlöse weichen von den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen ab, weil für US-Zwecke die Percentage-of-Completion-Methode angewendet wird. Darüber hinaus werden die nach HGB als Umsatzerlöse ausgewiesenen Erlöse aus konzerninternen Weiterbelastungen für Services nicht in die Ermittlung des US GAAP Umsatzes einbezogen. Die Umsatzerlöse der operativen Geschäftsbereiche Instrumente/Service, Informatics, Verbrauchsmaterialien und TA Instruments nach US GAAP verringern sich um 0,6 % von € 88,8 Mio. im Vorjahr auf € 88,3 Mio. in 2023. Die Entwicklung der einzelnen operativen Geschäftsbereiche ist wie folgt dargestellt: HPLC / UPLC / MS Instrumente und Service Das Engagement der Waters Corporation, die Technologieführerschaft im Bereich der Flüssigchromatographie (HPLC/UPLC) weiter auszubauen, spiegelt sich vor allem in der regelmäßigen Entwicklung und Einführung innovativer Produkte unter modernsten Qualitätssicherungs-Aspekten wider. Dies gewährleistet die Verfügbarkeit von LC-Trennmaterialien mit außergewöhnlicher Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Langzeit-Reproduzierbarkeit, die einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung eines jeden Chromatografie-Labors leisten können. Die Produkte für die Messmethode Massenspektrometrie (MS) ermöglichen die Identifizierung und Bestimmung verschiedenster chemischer Verbindungen sowie die Strukturaufklärung unbekannter Stoffe. Haupteinsatzgebiete der Massenspektrometrie sind die Entwicklung neuer Medikamente in der pharmazeutischen Industrie, die Identifizierung von Naturstoffen, die Messung von Umweltgiften wie Pestizide, Dioxine etc. sowie die Bestimmung von therapeutisch bzw. toxikologisch relevanten chemischen Verbindungen in der klinischen Analytik. Der Umsatz für diesen Geschäftsbereich ist im Geschäftsjahr 2023 um 1,4% gestiegen auf € 49,8 Mio. (Vorjahr € 49,1 Mio.). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf einen um € 0,9 Mio. höheren Umsatz im Bereich des Service. Der Anteil dieses Geschäftsbereichs am Gesamtumsatz liegt bei 52%. Verbrauchsmaterialien (CG) Der Markt für innovative Verbrauchsmaterialien für Chromatographie und Massenspektrometrie zeichnet sich durch konstantes Wachstum aus. Der Umsatz in diesem Bereich erhöhte sich in 2023 um 2,6 % auf € 18,1 Mio. (Vorjahr: € 17,6 Mio.). Der Umsatzanteil beträgt etwa 18 % des Jahresumsatzes der operativen Geschäftsbereiche und ist dem Gesamtgeschäft äußerst förderlich, da hierüber Kontakte zu Unternehmen aufgebaut werden, die unsere Geräte und Services noch nicht nutzen. Informatics / Data Die Gesellschaft profitiert im Bereich Informatics / Data (Generierung und Auswertung von Labordaten) davon, dass sie als Systemanbieter Analyseinstrumente, Verbrauchsmaterialien und Laborsoftware anbieten kann. So sind die Produkte Empower CDS und die bewährte MassLynx Software weiterhin am Markt erfolgreich. Dazu kommen neue Softwarelösungen wie waters_connect. Im Vergleich zum Vorjahr (€ 7,1 Mio.) ist der Umsatz um 7,6 % auf € 7,6 Mio. gestiegen. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt bei 8 %. TA Instruments Die Produkte des Geschäftsbereiches TA Instruments dienen zur Ermittlung der Kennwerte von Polymeren, Pharmazeutika, Lebensmitteln und anderen biologischen Erzeugnissen, Ölen und Schmiermitteln, Farben und Lacken sowie sonstigen organischen Chemikalien und anorganischen Werkstoffen. Sie werden nicht nur in der Forschung, Entwicklung und Analytik, sondern zunehmend auch in der routinemäßigen Qualitätskontrolle eingesetzt. Weiterhin beinhaltet der Geschäftsbereich den weltweiten Vertrieb der von der Waters GmbH produzierten thermischen Mess- und Analysegeräte sowie den damit zusammenhängenden Ersatzteilverkäufen und Serviceleistungen (ehemalige Baehr und Rubotherm) und den Bereich "Rubber Testing" (ehemalige Scarabaeus). Insgesamt ist der Umsatz des Geschäftsbereichs TA Instruments von € 14,9 Mio. im Vorjahr auf € 12,7 Mio. in 2023 gesunken, was vor allem auf die schwierige Konjunktur im Bereich der chemischen Industrie zurückzuführen ist. Von den Gesamtumsatzerlösen entfielen im Geschäftsjahr rund 13 % auf den Geschäftsbereich TA Instruments (Vorjahr 17%). 3. Analyse der Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt individuell für die Geschäftsbereiche Waters (HPLC/UPLC/MS Instrumente und Services), Informatics, CG und TA Instruments anhand von Umsatzerlösen (nach US GAAP, wie sie der Waters Konzern anwendet). Aggregiert betrugen die Umsatzerlöse nach US-GAAP € 88,3 Mio. und lagen damit um etwa 0,6% niedriger als im Vorjahr (€ 88,8 Mio.); prognostiziert war eine leichte Steigerung. Der Rückgang ist insbesondere auf eine niedrigere Nachfrage als erwartet nach unseren Thermoanalyse Instrumenten zurückzuführen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Da der Erfolg der Waters GmbH von qualifizierten und motivierten Mitarbeitern abhängt, strebt das Unternehmen eine moderate, natürliche Fluktuation unter 5% an. Dies war für das Berichtsjahr gegeben. Als weiteren nicht-finanziellen Leistungsindikator nutzt die Gesellschaft die Kundenzufriedenheit, die durch den Net Promoter Score (NPS) gemessen wird. Im Durchschnitt wurde im Berichtsjahr ein NPS von etwa 77 % erreicht, was einer stabilen Entwicklung gegenüber den Benchmark-Werten aus der jüngeren Vergangenheit entspricht. Das Ziel der Verbesserung der Kundenzufriedenheit auf über 65 % wurde in 2023 somit erreicht. 4. Ertragslage Die Umsatzerlöse nach HGB sind mit € 98,0 Mio. gesunken im Vergleich zum Vorjahr (€ 99,5 Mio.). Die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse sind von € 72,6 Mio. auf € 66,4 Mio. gesunken. Dies ist hauptsächlich auf niedrigere Materialkosten in Zusammenhang mit dem konzerninternen Transfer Pricing zurückzuführen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist durch die gesunkenen Herstellungskosten von € 26,9 Mio. auf € 31,6 Mio. gestiegen. Das Verhältnis von Bruttoergebnis vom Umsatz zu den Umsatzerlösen ist von 27,0 % im Vorjahr auf 31,2 % im Geschäftsjahr gestiegen. Die Vertriebskosten sind von € 12,4 Mio. im Vorjahr auf € 13,2 Mio. gestiegen. Dies ist vor allem auf um € 0,5 Mio. gestiegene Marketingkosten zurückzuführen. Die allgemeinen Verwaltungskosten sind von € 3,7 Mio. im Vorjahr auf € 5,3 Mio. gestiegen, bedingt durch höhere Beratungs- und Dienstleistungskosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen € 0,9 Mio. und sind um € 0,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf niedrigere Erträge aus Währungsumrechnung von € 0,2 Mio. zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf € 8,3 Mio. und sind um € 1,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf gestiegene konzerninterne Weiterbelastungen zurückzuführen. Dem negativen Zinsergebnis von saldiert € 1,4 Mio. im Vorjahr steht im Geschäftsjahr ein positives Zinsergebnis von € 0,1 Mio. gegenüber. Während sich im vergangenen Jahr ein Zinsaufwand aus dem Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen von € 1,2 Mio. ergab, fielen im laufenden Jahr entsprechende Zinserträge von € 0,1 Mio. an. Wie im Vorjahr werden Erträge aus dem Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen saldiert mit den Aufwendungen für die Aufzinsung der Pensionsrückstellung ausgewiesen, deren Höhe in beiden Jahren etwa € 0,3 Mio. betrug. Als Jahresergebnis wird nach dem Abzug von € 1,8 Mio. Steuern (Vorjahr € 1,0 Mio.) ein Gewinn in Höhe von € 3,9 Mio. (Vorjahr € 2,8 Mio.) ausgewiesen. 5. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,8 Mio. auf € 46,4 Mio. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einer Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 1,6 Mio. und des Warenbestands um € 1,1 Mio. Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich nach Verrechnung der Pensionsverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen eine Rückstellung in Höhe von € 1,9 Mio. (Vorjahr € 1,6 Mio.). Dies resultiert aus dem leicht gesunkenen Deckungsvermögen in Höhe von € 0,1 Mio. und einer um € 0,1 Mio. erhöhten Pensionsverpflichtung auf € 15,3 Mio. Weiterhin haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen infolge gegenüber dem Vorjahr zum Jahresende hin geringerer Vorratsbeschaffung um € 3,0 Mio. reduziert. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss von € 3,9 Mio. erhöht. Aufgrund eines stichtagsbedingten Rückgangs der am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Umsatzvorgänge haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um € 2,5 Mio. und die passiven Rechnungsabgrenzungsposten um € 1,4 Mio. gegenüber Vorjahr reduziert. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Einbindung der Gesellschaft in den Waters-Konzern. Seit Februar 2016 ist die Gesellschaft in das Cash Pooling Agreement mit Waters Luxembourg S.a r.l eingebunden und führt seither verfügbare liquide Mittel in den europäischen Cash Pool ab oder erhält liquide Mittel darüber. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Bilanzstichtag € 5,0 Mio. (Vorjahr: € 7,5 Mio.) Forderungen gegen Waters Luxembourg aus dem Cash Pool enthalten. 6. Mitarbeiter Der Personalstand zum Jahresende betrug 187 Mitarbeiter (im Vorjahr 193 Mitarbeiter). Die Weiterbildungsangebote wurden von den Mitarbeitern rege genutzt. Hierbei handelt es sich sowohl um berufsspezifische Trainingsmaßnahmen als auch um Maßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung. 7. Umweltschutz Als primär auf Vertrieb und Service ausgerichtete Organisation arbeitet die Waters GmbH bis auf wenige Ausnahmen nicht mit Gewässer- und umweltgefährdenden Stoffen. Die im Labor für Testzwecke verwendeten Chemikalien werden nur in äußerst geringen Mengen in einem kontrollierten Umgang eingesetzt. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Allgemeines zum Risikomanagementsystem Die Waters GmbH bewegt sich in einem kompetitiven, dynamischen Markt, in dem alle Marktteilnehmer um Technologievorsprünge und hoch qualifiziertes Personal wetteifern. Waters fördert die Mitarbeiter durch ständige Weiterqualifizierung und bindet sie durch ein, nach unserer Auffassung, attraktives Bonussystem. Gleichwohl bedingt die umfangreiche Reisetätigkeit eine gewisse Fluktuation im Bereich der Außendienstmitarbeiter. Die Waters GmbH ist eingebunden in den Waters-Konzern, aufgrund der Konzernstruktur ergeben sich entsprechende Abhängigkeiten. Es bestehen Richtlinien, um mögliche Kreditrisiken zu beschränken; daneben sind ein formales Mahnwesen und eine laufende Überwachung von Kunden eingerichtet. Dabei werden die Bonität des Kunden, seine finanzielle Lage, Erfahrungen aus der Vergangenheit und sonstige Faktoren beurteilt. Die Einhaltung der Kreditlimits wird regelmäßig überwacht. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement und Risikofrüherkennungssystem des internationalen Waters-Konzerns eingebunden. Es wird ein jährliches Budget sowie monatliche Forecasts erstellt. Die Abweichungen zum Plan, Forecast und zum Vorjahreszeitraum werden im Rahmen des monatlichen Reportings analysiert. Durch das bestehende Berichtswesen werden Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Vorgaben des Mutterkonzerns hinsichtlich des internen Kontrollsystems im Rahmen des Sarbanes-Oxley Acts wurden im Geschäftsjahr gemäß unserem Self-Assessment erfüllt. 2. Risikobericht Die Waters GmbH als deutsche Gesellschaft des Waters Konzerns ist Risiken ausgesetzt, die für Unternehmen in der Branche der Analyseinstrumente üblich sind, einschließlich, aber nicht beschränkt auf globale Wirtschafts- und Finanzmarktbedingungen, Wechselkursschwankungen, Schwankungen der Kundennachfrage, Entwicklung neuer technologischer Innovationen durch seine Konkurrenten, Kosten für die Entwicklung neuer Technologien, Höhe der Verschuldung und Anforderungen an den Schuldendienst, Risiko von Störungen, Abhängigkeit von Schlüsselpersonal, Schutz und Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit firmeneigener Technologie und Einhaltung der Vorschriften von Regulierungsbehörden und -agenturen. Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die Waters GmbH mit einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen konfrontiert, die sich auf ihre Jahresabschlüsse auswirken können oder auch nicht. Eine dieser externen Entwicklungen, die sich ungünstig auf den Ertragssteueraufwand, den effektiven Steuersatz und die Ertragslage der Gesellschaft auswirken könnte, ist die anhängige Betriebsprüfung, welche den Betriebsprüfungszeitraum 2012 bis einschließlich 2017, sowie den bereits eröffneten anschließenden Betriebsprüfungszeitraum für die Jahre 2018 bis 2020 umfasst. Die Außenprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Die Rangfolge der nachfolgend dargestellten Risiken ergibt sich nach ihrem Ausmaß; höchstes Ausmaß zuerst. Die Risikobeurteilung erfolgt für den Zeitraum von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag des Konzernabschlusses der Waters Corporation. Technologievorsprung Der Markt fordert modernste Technologie. Nur, wenn in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen des Waters Konzerns das technisch Mögliche in neuen Produkten umgesetzt wird, kann die Waters GmbH am Markt erfolgreich agieren. Der Waters Konzern hat in den vergangenen Jahrzehnten stets innovative Produkte entwickelt und das technisch Mögliche umgesetzt. Bei vielen unserer Produkte sehen wir einen Technologievorsprung vor unseren Wettbewerbern. Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass uns unsere Innovationsfähigkeit erhalten bleibt und schätzen deshalb das Risiko als sehr unwahrscheinlich ein, wesentlich an Marktanteilen zu verlieren. Qualität Waters verkauft hochpreisige Produkte an anspruchsvolle Kunden. Nur, wenn unsere Produkte zuverlässig arbeiten und nur ein geringer Wartungsaufwand erforderlich ist, können wir Bestandskunden an uns binden und Neukunden gewinnen. Durch ein umfangreiches Qualitätsmanagement im Waters Konzern sehen wir als sichergestellt an, dass die Qualität auf hohem Niveau erhalten bleibt. Wir halten deshalb das Risiko für sehr gering. Mitarbeiter Waters GmbH konkurriert am Markt um hochqualifizierte, leistungsfähige Mitarbeiter. Rekrutierung, Qualifizierung und Mitarbeiterbindung sind für unseren Erfolg entscheidend. Hohe Fluktuation und ein Abwandern von Fachpersonal zu konkurrierenden Unternehmen stellen ein weiteres Unternehmensrisiko dar. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, da das Unternehmen versucht, durch attraktive Leistungen und ein gutes Betriebsklima die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, was sich in einer hohen Zahl sehr langjähriger Mitarbeiter niederschlägt. Zum Zeitpunkt dieses Jahresabschlusses herrscht weiterhin in der Ukraine ein anhaltender militärischer Konflikt. Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen haben die USA und die Europäische Union sowie viele andere Länder der Welt Sanktionen gegen bestimmte russische Unternehmen und russische Einzelpersonen verhängt, wobei sich Art und Umfang dieser Sanktionen laufend weiterentwickeln. Unter diesen dynamischen Umständen ist eine Prognose über mögliche Auswirkungen auf unser Geschäft nur schwer möglich. Wir erzielen keine Umsätze in Russland oder der Ukraine. Außerdem besitzen wir weder in Russland noch in der Ukraine Produktionsanlagen und beziehen auch keine wichtigen Rohstoffe direkt von dort. Wir erwarten weder, dass der Konflikt, wie er uns zum Zeitpunkt dieses Jahresabschlusses bekannt ist, einen direkten, noch indirekten wesentlichen Einfluss auf unsere zukünftigen Umsätze haben wird. Waters wird die Auswirkungen auf das Geschäft und seine Betriebskosten weiterhin überwachen. Wesentliche Risiken, die ein Bestandsgefährdungspotenzial darstellen könnten, sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen. Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen ist stabil. Unsere Erzeugnisse sind technologisch und wirtschaftlich konkurrenzfähig. Zur Reduktion des Forderungsausfallrisikos sind Prozesse zur Bonitätsprüfung, Kreditgewährung, Kreditüberwachung sowie zum Mahnwesen implementiert. Sofern erforderlich und angebracht, erfolgt eine bilanzielle Risikovorsorge durch eine entsprechende Wertberichtigung der Forderung. Die Vermögenslage ist geordnet, die Finanzlage ist stabil. 3. Chancenbericht Die Chancen der GmbH bestehen darin, unsere Innovationsfähigkeit zu erhalten und weiter auszubauen, hohe Qualität von der Produktion bis zur Installation und Wartung zu sichern, leistungsfähige Mitarbeiter zu gewinnen und diese an das Unternehmen zu binden. Da unsere Mitbewerber dieselben Ziele verfolgen werden, stufen wir die Chancen, unseren Marktanteil weiter auszubauen als moderat ein. Die Aussichten für die künftige Entwicklung werden von uns als günstig eingeschätzt. In den vergangenen Jahren konnten wir auf dem Markt unsere Stellung behaupten. Dieses führen wir hauptsächlich auf unseren Technologievorsprung und die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung des Produktportfolios sowie die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiter zurück. Zudem führen steigende Umweltprobleme weltweit zu einer stabilen Nachfrage nach Analysegeräten. 4. Prognosebericht Wir erwarten eine weitere Normalisierung der Verfügbarkeit bestimmter Materialien oder Komponenten. Die Produkte und Dienstleistungen der Waters GmbH zählen unverändert zu den versorgungsrelevanten Bereichen, der notwendige Geschäftsbetrieb zur Unterstützung unserer Kunden wird weiterhin aufrechterhalten. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Erhöhung unseres Geschäftsvolumens. Finanzielle Leistungsindikatoren Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir nach US GAAP eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber 2023. Die internen Geschäftszahlen nach US GAAP, wie sie der Waters Konzern anwendet, zeigen für das erste Quartal im Geschäftsjahr 2024 gestiegene Umsatzerlöse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Wir sind deshalb zuversichtlich, die erwartete leichte Umsatzsteigerung für das Gesamtjahr 2024 zu erreichen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Für das Folgejahr 2024 erwarten wir wie in den Vorjahren eine Mitarbeiterfluktuation von unter 5%. Wir erwarten, dass der Net Promoter Score als Kennzahl für die Kundenzufriedenheit weiterhin über 65% liegen wird.
Eschborn, den 10. Juli 2024 Christian Hirtzbruch, Geschäftsführer Columbanus O'Mahony Fraser McLeod Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023I. VorbemerkungDie Gesellschaft wurde als Vorratsgesellschaft unter der Firma Blitz F16-42 GmbH (im Folgenden kurz "Blitz GmbH") mit Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HR B Reg.Nr. 105754) am 4. Juli 2016 gegründet. Die alleinige Gesellschafterin war die Blitz Erste Gründungs GmbH und das Stammkapital betrug € 25.000. Mit notariellen Verträgen und Beschlüssen vom 16. August 2016 wurde die Blitz GmbH von der bisherigen Gesellschafterin an die Waters Technologies Ireland Limited (kurz "WTIL") mit Sitz in Dublin (Irland), veräußert. Zudem wurde das Stammkapital um € 1 auf € 25.001 gegen Bareinlage erhöht. Die Kapitalerhöhung erfolgte durch Ausgabe eines neuen Geschäftsanteils an die MM European Holdings LLP (kurz "MMEHLLP") mit der Verpflichtung, die von ihr gehaltene 100%ige Beteiligung an die Waters GmbH, eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der HR B Reg.Nr. 39223 (kurz "Waters Alt") als andere Zuzahlung an die Gesellschaft in die Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzubringen. Gleichzeitig wurde die Waters Alt auf die Blitz GmbH als übernehmender Rechtsträger rückwirkend zum 1. Januar 2016 verschmolzen. Die Firma wurde in Waters GmbH geändert und der Sitz der Gesellschaft nach Eschborn verlegt. Als Folge dieser Reorganisation, die mit Eintragung in das Handelsregister am 3. September 2016 wirksam wurde, hat die Waters GmbH den Geschäftsbetrieb der untergegangenen Waters Alt unverändert übernommen und fortgeführt. Die wesentlichen Geschäftsvorfälle des aktuellen Geschäftsjahres 2023 sind im Lagebericht Absatz I dargestellt. II. Allgemeine AngabenDie Waters GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Zur Harmonisierung der internen und externen Berichterstattung wird die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. III. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 1 bis 10 Jahren linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Die zu Vorführzwecken verwendeten Geräte werden im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei Bedarf werden notwendige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht zur Beachtung des Niederstwertprinzips ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei geringer Gängigkeit vorgenommen. Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten, den entsprechenden Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen sowie Forschungs- und Entwicklungskosten werden nicht berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennbetrag abzüglich pauschal ermittelter Abwertungen wegen allgemeiner Kreditrisiken angesetzt; erkennbare Einzelrisiken werden grundsätzlich durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Alle übrigen Forderungen, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten den Aufwand, der auf das künftige Geschäftsjahr entfällt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Abzinsung erfolgte pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % (Vorjahr 1,79 %). Bei der Berechnung wurden außerdem jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % gemäß § 16 Abs. 3 Nr. 1 BetrAVG zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 0,0 % p.a. unterstellt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten empfangene Vorauszahlungen für Lieferungen und Leistungen, die den Folgeperioden zuzuordnen sind. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Stichtag nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen oder Verbindlichkeiten bestehen nicht. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Diese betreffen im Wesentlichen Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung von bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,862 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,037 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die als Mutter- oder Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Waters Holding Inc. Delaware / USA einbezogen werden. IV. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den nachfolgenden Anlagespiegel. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Seit 2016 führt die Gesellschaft verfügbare liquide Mittel in den europäischen Cash Pool mit Waters Luxembourg S.a r.l. ab oder erhält liquide Mittel darüber. Zum Bilanzstichtag betrug die entsprechende Forderung gegen Waters Luxembourg T€ 5.036 (Vorjahr T€ 7.531). Die übrigen Forderungen betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert € 25.001; die Kapitalrücklage ist mit T€ 13.597 ebenfalls unverändert gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss des Vorjahres (T€ 2.805) wurde thesauriert und führt in 2023 insgesamt zu einem Gewinnvortrag von T€ 7.093. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag der rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 15.344 (Vorjahr T€ 15.220). Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung auf das BilMoG (T€ 1.270) linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden wie im Vorjahr T€ 85 als Personalaufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf T€ 85 (Vorjahr T€ 169). Im Geschäftsjahr 2014 wurde von der Waters Alt ein Treuhandvertrag zur Insolvenzsicherung abgeschlossen und Deckungsvermögen mit Anschaffungskosten von T€ 8.600 eingezahlt. Im August 2018 wurde eine weitere Zuführung zum Deckungsvermögen in Höhe von T€ 2.150 durchgeführt. Seit 2018 werden die Pensionszahlungen an Rentner aus dem Deckungsvermögen finanziert. Der Zeitwert des von der Waters Neu in 2016 übernommenen Deckungsvermögens zuzüglich der Zuführung und abzüglich der Erstattung für Pensionszahlungen beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 13.459 (Vorjahr T€ 13.598). Nach Verrechnung der rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen ergibt sich eine Rückstellung in Höhe von T€ 1.885 (Vorjahr T€ 1.622). Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen (T€ 104; im Vorjahr Aufwand von T€ 1.165) ist mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der Rückstellung (T€ 281; Vorjahr T€ 274) saldiert unter den "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen In diesem Posten sind im Wesentlichen Aufwendungen für Provisionen, Mitarbeiterboni und Gewährleistungsverpflichtungen enthalten, sowie Kosten für ausstehende Installationen, Urlaubsverpflichtungen und ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum Stichtag, wie schon im Vorjahr, ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Restlaufzeiten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Verbindlichkeiten haben (wie schon im Vorjahr) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Ausschüttungssperre Der gesamte für die Beurteilung einer Ausschüttungssperre relevante Betrag von € 2.942.796 am Bilanzstichtag gliedert sich wie folgt auf: Aus dem Deckungsvermögen der Pensionsrückstellungen ergibt sich eine Ausschüttungssperre von € 2.744.260 aus dem Betrag, der die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens übersteigt, abzüglich der hierfür ermittelten passiven latenten Steuern. Darüber hinaus besteht eine Ausschüttungssperre von € 198.536 nach § 253 Abs. 6 HGB für den Unterschiedsbetrag zwischen der Pensionsrückstellung, die von der Gesellschaft mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins (1,83%) ermittelt wurde, und dem Rückstellungsbetrag, der sich mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins (1,75%) ergeben würde. V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden, wie im Vorjahr, im Wesentlichen in Deutschland erzielt. Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Im Berichtsjahr sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 15 (Vorjahr T€ 39) angefallen. Angaben nach § 285 Nr. 8 HGB
Der Personalaufwand enthält wie im Vorjahr Aufwendungen von T€ 85 für Umstellungseffekte bei den Pensionsrückstellungen aufgrund der Anwendung des BilMoG. Fremdwährungserträge und -aufwendungen Im Berichtsjahr haben sich Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 167 ergeben (Vorjahr T€ 353). Demgegenüber stehen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 105 (Vorjahr T€ 330). VI. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Folgejahre ergeben sich aus Miet- und Leasingverträgen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 4.420. Davon sind T€ 959 mit Fälligkeiten bis zu einem Jahr, T€ 2.251 mit Fälligkeiten zwischen einem und fünf Jahren sowie T€ 1.210 mit Fälligkeiten von über 5 Jahren. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Labor- und Verwaltungsgebäude in Eschborn sowie den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Angaben über Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 191 Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind 10 leitende Angestellte und 181 Angestellte. Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers, einschließlich der Veränderung von Rückstellungen, setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB Die Waters GmbH ist eine unmittelbare Tochtergesellschaft der WTIL und mittelbar Tochtergesellschaft der Waters Corporation, Milford, Massachusetts / USA. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von einbezogenen Unternehmen aufstellt, ist die Waters Corporation. Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von einbezogenen Unternehmen stellt die Waters Celtic Holdings Ltd., Wexford / Irland auf. Der Konzernabschluss der Waters Corporation ist am Sitz der Gesellschaft in Delaware / USA oder im Internet unter www.waters.com erhältlich. Der Konzernabschluss der Waters Celtic Holdings Ltd. ist am Sitz der Gesellschaft in Wexford / Irland erhältlich. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Da es sich hierbei um Geschäfte mit mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehende in den Konzernabschluss der Waters Corporation, einbezogenen Unternehmen handelt, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 3.942 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren
Da lediglich ein Geschäftsführer im Geschäftsjahr Bezüge von der Gesellschaft bezogen hat, wird die Angabe der Bezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Einführung der globalen Mindestbesteuerung Mit der Einführung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung in Deutschland, die auf einer OECD-Initiative basieren, soll eine effektive Mindeststeuer in Höhe von 15% weltweit sichergestellt werden. Für die Gesellschaft finden diese Regelungen ab dem Wirtschaftsjahr 2024 Anwendung, welches am 1.1.2024 beginnt; dementsprechend entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex, es werden aber derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft erwartet. Nachtragsbericht Zum jetzigen Zeitpunkt sind uns keine für das Geschäftsjahr 2023 relevanten Sachverhalte bekannt.
Eschborn, den 10. Juli 2024 Geschäftsführer Fraser McLeod Columbanus O'Mahony Christian Hirtzbruch Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Waters GmbH, Eschborn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Waters GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Waters GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschrifen entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 10. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Georg Rogowski, Wirtschaftsprüfer ppa. Bastian Otter, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 29. August 2024 festgestellt. |
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