Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 104862
Vorher
Trakken Web Services GmbH
Eingetragen
8.4.2008
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Beratung und Internetservice im Bereich Web Analyse, Optimierung sowie sonstiger Internetprojekte einschließlich der Entwicklung von Software zur Analyse von Webseiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Axel Jonuschies
seit 17.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Max-Philipp Deitmer
seit 23.12.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BBDO EMEA LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Omnicom Holding Germany GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Trakken GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Die Trakken GmbH (im Folgenden auch "Trakken" oder "die Gesellschaft"), Hamburg, ist seit 2019 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Omnicom Holding Germany GmbH, Düsseldorf.

Trakken bietet Technologien und Services in den Bereichen Digital Analytics, Conversion Optimization, Advertising Technology, Cloud Engineering und Advanced Analytics an. Als zertifizierter Google-Partner im Bereich Google Marketing Platform und Google Cloud unterstützt Trakken seine Kunden bei der Implementierung, Anpassung und dem Einsatz der Technologien. Spezialisierte Teams entwickeln und erbringen individuelle Lösungen für Kunden - von der strategischen Beratung über die technische Umsetzung bis zum Support. Angebote und Services rund um die Google Marketing Platform - bestehend aus den Tools Google Analytics 360, Tag Manager 360, Optimize 360, Search Ads 360, Campaign Manager 360 und Display&Video 360 - sind ein wesentliches Geschäftsfeld von Trakken.

Trakken unterhält Zweigniederlassungen in Österreich (Trakken Web Services GmbH, Zweigniederlassung Wien), der Schweiz (Trakken Web Services GmbH, Zweigniederlassung Zürich), Spanien (Trakken Web Service GmbH, Zweigniederlassung Barcelona) und Schweden (Trakken GmbH - Nordic Filial, Zweigniederlassung Stockholm).

Das operative und strategische Geschäft betreibt Trakken über das Stammhaus in Hamburg.

Trakken ist in den Feldern Marketing- und Cloud Technology tätig. In beiden Feldern setzt Trakken Technologien des globalen Partners Google ein. Google und auch andere Technologiepartner setzen bei ihrem Wachstum auf Partnerschaften mit lokalem Geschäftspartner für den Vertrieb, die Implementierung und den Support.

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist 2022 insbesondere vom Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine beeinträchtigt worden. Steigende Inflation und Knappheiten werden verstärkt durch den Rückgang des Wachstums Chinas. Dem IWF zufolge lag das Weltwirtschaftswachstum bei 3,2 %.

Die deutsche Volkswirtschaft wuchs um 1,8 % (Vj.: 2,6 %). Die Beratungsdienstleistungen in Digital Analytics, Conversion Optimization, Advertising Technology, Cloud Engineering und Advanced Analytics verzeichnen weiterhin überproportionale Zuwächse. Insbesondere durch den hohen Anteil der Unternehmen mit steigendem oder zumindest gleichbleibendem Budget. Davon ausgehend hat Trakken keine wesentlichen negativen Auswirkungen zu verzeichnen. Kernmarkt der Gesellschaft ist weiterhin der europäische Wirtschaftsraum. Im Zuge der Internationalisierung wird der Vertrieb der Leistungen in weitere Märkte ausgeweitet.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

In Bezug auf die Änderung von Vorjahresangaben verweisen wir auf den Anhang der Gesellschaft.

Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator ist die Umsatzrentabilität (Ergebnis vor Steuern in Relation zum Umsatz). Im Berichtsjahr lag sie bei 10 % (Vj.: 14 %).

Ertragslage

Das Ergebnis nach Steuern betrug im Berichtsjahr TEUR 3.482 (Vj.: TEUR 4.016). Der Rückgang zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den überproportional gestiegenen Aufwendungen aus bezogenen Leistungen und höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stiegen im Berichtsjahr um +18 % auf TEUR 50.668 (Vj.: TEUR 42.761). Im Geschäftsjahr 2022 ist der Anstieg überwiegend mit dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts und dem weiterhin steigenden Neukundengeschäft zu begründen. Die Entwicklung ist insbesondere auf den stark gewachsenen Bereich Google-Marketing-Platform zurückzuführen, dieser deckt sowohl die Lizenzen als auch Services für die verschiedenen Tools ab.

Im Vergleich zu den Umsatzerlösen ist der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr überproportional gestiegen. Der Anstieg um 29 % auf TEUR 33.896 (Vj.: TEUR 26.323) ist im Wesentlichen durch einen weiterhin steigenden Wettbewerbsdruck begründet.

Der Personalaufwand ist nahezu auf Vorjahresniveau mit TEUR 9.273 (Vj.: TEUR 9.195).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 1.275 auf TEUR 2.698 (i.Vj.: TEUR 1.423) gestiegen. Diese Entwicklung ist maßgeblich mit gestiegenen Kosten für Verwaltung, Marketing, Trainings, Infrastruktur-Technologie und Management, höheren Wechselkursverlusten und wieder gestiegenen Reisekosten zu begründen.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über ein konzerninternes Cash Management.

Eingebunden in den Konzernabschluss der Omnicom Group Inc., New York/USA, für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis, ist die Finanzlage des Unternehmens als gut zu bezeichnen.

Die Eigenkapitalquote betrug im Berichtsjahr 15 % (Vj.: 18 %).

Es wurden im Berichtsjahr keine wesentlichen Investitionen getätigt.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft nahm im Vergleich zum Stichtagswert des Geschäftsjahres 2021 (TEUR 44.273) um 26 % auf TEUR 55.616 zu. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Bestand der liquiden Mittel aus dem konzerninternen Cash Management.

Das Anlagevermögen der Trakken GmbH in Höhe von TEUR 219 beinhaltet ausschließlich die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Eigenkapitalquote (15 %) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (18 %) leicht reduziert. Ausschlaggebend hierfür war der starke Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenläufig stellen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar.

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.115 auf TEUR 44.305 gestiegen und beinhalten überwiegend Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Stichtagseffekt zurückzuführen. Seit dem Geschäftsjahr 2022 werden noch nicht final in Rechnung gestellte Leistungen im Zusammenhang mit der Umsatzrealisierung unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dargestellt.

Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2022 konnte Trakken weiterwachsen. Unsere Prognose aus dem letzten Geschäftsjahr eines moderat über Vorjahresniveau liegenden Umsatzes konnte Trakken deutlich übertreffen. Der Zuwachs ist auf die positive Entwicklung im Bereich der Google-Marketing-Platform zurückzuführen und den Ausbau des Consultinggeschäfts. Die im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportional gewachsenen Materialaufwendungen entsprechen der Prognose aus dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist mit geringeren Margen begründet. Die prognostizierte Entwicklung der Umsatzrentabilität auf Vorjahresniveau konnten wir nicht halten. Das Ergebnis nach Steuern lag mit TEUR 3.482 unter dem Vorjahr von TEUR 4.016, was insbesondere auf gestiegene Materialaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen ist. Insgesamt ist die finanzielle Lage der Trakken stabil.

3. Chancen- und Risikobericht

Unser Risikomanagement hat zum Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen, diese zu bewerten und mit zielgerichteten Maßnahmen zu minimieren. Diese risikobegrenzenden Maßnahmen werden gemeldet und bewertet. Auch die Wirksamkeit und zeitnahe zeitliche Umsetzung dieser Maßnahmen werden überwacht. Das verbleibende Risiko wird im internen Risikobericht als Nettorisiko dargestellt.

Chancen und Risiken ergeben sich unter anderem aus der Abhängigkeit von der technologischen Weiterentwicklung der Produkte von zum Beispiel Google. Ausgehend von der zunehmenden Digitalisierung von Märkten, Firmen, Prozessen und Produkten, ergibt sich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Trakken GmbH weiterhin in einem geschäftlichen Umfeld mit Wachstumspotentialen befindet. Dem gegenüber steht das derzeit geringe Risiko einer zunehmenden Regulierung in der Branche sowie erhöhter Datenschutzauflagen.

Die weltwirtschaftliche Konjunktur und politische Ereignisse können Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft nehmen. Lieferengpässe, Produktionsprobleme, gestiegene Energiekosten und eine hohe Inflation - durch den Krieg in der Ukraine befördert und zum Teil auch noch auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen - haben sich weiter verstärkt. Hieraus können sich weiterhin vermehrt Insolvenzen ergeben, insbesondere produzierende Unternehmen werden davon betroffen sein, aber auch geringere Werbebudgets können als Resultat steigender Energiekosten Einfluss auf Trakken haben. Mit ergänzendem Verweis auf Abschnitt 4 (Prognosebericht) ist dieses Risiko für Trakken gering bis mittel. Darüber hinaus unterhält Trakken keine geschäftlichen Beziehungen mit in der Ukraine oder Russland ansässigen Kunden.

Aufgrund des stetigen Wettbewerbsdrucks, hier im Wesentlichen im Bereich der Google Marketing Platform, ist weiterhin von einem zunehmenden Druck auf die Verkaufspreise auszugehen. Ein detailliertes Monitoring unserer Kundenbeziehungen sowie ein aktives Forderungsmanagement wirken dem geringen Risiko durch Forderungsausfälle entgegen.

Sowohl der Ein- als auch Verkauf von sonstigen Leistungen findet größtenteils auf Euro-Basis statt. Die sich ergebenden Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in ausländischer Währung gleichen sich annähernd aus.

Die Risikolage hat sich grundsätzlich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die hohen Chancen im Wachstumsmarkt der zunehmenden Digitalisierung und die Bedeutung der digitalen Produkte kompensieren die geringen bis mittleren Risiken des Ukraine-Krieges und den stetigen Wettbewerbsdruck.

4. Prognosebericht

Die geopolitischen Risiken und ihre Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung werden auch Einfluss nehmen auf das Geschäft von Trakken im Jahr 2023. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Lage weiter angespannt bleibt. Der IWF prognostiziert mit 0,1 % kaum einen Anstieg der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023. Mit Hinblick auf die Branche erwarten wir weiterhin moderate Wachstumsraten.

Die digitale Transformation stand auch im Berichtsjahr bei vielen Industrieunternehmen und der öffentlichen Verwaltung im Fokus. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat den Fortschritt der Digitalisierung beschleunigt und unumkehrbar gemacht.

Der positive Einfluss mit Hinblick auf die Konsolidierung der Anbieter im Bereich Marketing Technology sowie die digitale Transformation bei nahezu allen Unternehmen bleiben bestehen. Dazu sorgt ein gegenüber den Vorjahren unverändertes Nutzerverhalten durch Onlineshopping, dass E-Commerce-Umsätze steigen, was auch mehr Nachfrage bei der Marketing-Technology nach sich zieht.

Für Trakken erwarten wir einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Vor allem im Bereich des Beratungsgeschäfts gehen wir von positiven Impulsen aus. Das Kerngeschäft von Trakken ist zwar nicht unmittelbar von der Ukraine-Krise betroffen, jedoch können auch weiterhin vermehrt Insolvenzen von Kunden auftreten, die aufgrund der Umstände in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Mit Hinblick auf die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer erwarten wir einen Zuwachs. Dies aufgrund der Investitionen in neue Serviceangebote und der globalen Expansion in weitere Märkte.

Die Technologie und Services in den Bereichen Digital Analytics, Conversion Optimization, Advertising Technology, Cloud Engineering und Advanced Analytics werden weiterhin rege nachgefragt und die Kunden sind zum Großteil den Branchen eCommerce und Media/Content zugeordnet. Einen weiteren Teil stellen die Branchen IT-Dienstleistungen, Handel und Finanzen dar. Derzeit sind keine Trends erkennbar, die einen signifikanten Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2023 begründen. Durch Trendthemen wie die "Migration von IT Infrastruktur" in die Cloud als auch das darauf aufbauende Trendthema "Künstliche Intelligenz" ist auch hier eher von erhöhter Nachfrage nach Technologie und Beratung auszugehen. Bestandsgefährdende Risiken sind ebenfalls nicht erkennbar.

Im Gesamtausblick erwarten wir eine Umsatzrentabilität auf Vorjahresniveau. Trakken strebt auch in Zukunft an, seine Marktposition weiter auszubauen. Dabei ist sowohl der Vertrieb von Technologien als auch das Beratungsgeschäft relevant. Trakken sieht große Potentiale sowohl im Neu- als auch Bestandskundengeschäft.

Die für 2023 geplanten Investitionen liegen auf der Höhe der Abschreibungen.

 

Hamburg, den 31. August 2023

Max-Philipp Deitmer

Peter Kuhlmann

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.957,67 190.245,52
218.957,67 190.245,52
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.928.241,43 43.291.490,04
- davon gegen verbundene Unternehmen EUR 2.084.230,11 (i. Vj. EUR 409.401,37) -
2. Sonstige Vermögensgegenstände 10.723.850,75 54.652.092,18 20.375,49 43.311.865,53
- davon gegen verbundene Unternehmen EUR 10.498.012,06 (i. Vj. EUR 0,00) -
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 696.943,47 750.521,84
55.349.035,65 44.062.387,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.855,64 20.111,25
55.615.848,96 44.272.744,14

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.623.433,22 4.029.449,12
III. Jahresüberschuss 3.480.676,54 4.019.107,98
8.129.109,76 8.073.557,10
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 453.998,71 384.532,20
2. Sonstige Rückstellungen 2.327.579,10 1.560.073,20
2.781.577,81 1.944.605,40
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.678.423,57 20.340.300,95
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 39.678.423,57 (i. Vj. EUR 20.340.300,95) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.819,40 7.746.203,37
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 53.819,40 (i. Vj. EUR 7.746.203,37) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.572.457,84 6.103.246,35
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 4.456.781,16 (i. Vj. EUR 6.019.177,27) -
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren EUR 115.676,68 (i. Vj. EUR 84.069,08) -
- davon aus Steuern EUR 4.279.555,74 (i. Vj. EUR 5.905.133,37) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 68.030,28 (i. Vj. EUR 47.196,73) -
44.304.700,81 34.189.750,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 400.460,58 64.830,97
55.615.848,96 44.272.744,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 50.668.117,29 42.760.925,71
2. Sonstige betriebliche Erträge 434.953,54 246.362,64
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 434.953,54 (i. Vj. EUR 246.362,64) -
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -33.895.804,65 -26.323.426,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.688.839,97 -7.937.363,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.584.034,17 -9.272.874,14 -1.257.758,84 -9.195.122,60
- davon für Altersversorgung EUR 6.910,34 (i. Vj. EUR 4.733,21) -
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -81.775,87 -89.406,21
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.698.187,84 -1.423.030,00
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 451.365,97 (i. Vj. EUR 164.863,99) -
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.969,58 3.403,25
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 67.825,70 (i. Vj. EUR 3.403,25) -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -119.545,87 -64.681,67
- davon an verbundene Unternehmen EUR 115.070,27 (i. Vj. EUR 60.878,98) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.620.583,35 -1.899.467,87
10. Ergebnis nach Steuern 3.482.268,69 4.015.557,25
11. Sonstige Steuern -1.592,15 3.550,73
12. Jahresüberschuss 3.480.676,54 4.019.107,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Trakken GmbH, Hamburg, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg (HRB 104862).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gliederungen der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 erfolgen gemäß den in § 266 HGB bzw. § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschemata für Kapitalgesellschaften (§ 264 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 wurde von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Innerhalb des Geschäftsjahres 2022 wurde das bestehende IT-System für die Buchhaltung durch Microsoft DynamicsAX 2012 R3 ersetzt. Diese Maßnahme führte zu der Notwendigkeit, die Darstellung von Abschlussposten zu überarbeiten, wobei aus Gründen der Vergleichbarkeit die entsprechende Darstellung des Vorjahres ebenfalls angepasst wurde.

Die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen dargestellten Forderungen aus nicht abgerechneten Leistungen werden nun als Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen (TEUR 23.003). Die Korrektur der Vergleichswerte des Vorjahres beträgt TEUR 23.468.

Bisher vorgenommene Schätzungen von Verbindlichkeiten in den sonstigen Rückstellungen stellen nunmehr tatsächliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar (TEUR 9.985). Somit war der Ausweis im Vorjahr in Höhe von TEUR 20.333 zu korrigieren.

Veränderte Abrechnungsprozesse und Rechnungsstellung an die Kunden erforderten zudem eine Überarbeitung der Darstellung der Umsatzerlöse sowie der Aufwendungen für bezogene Leistungen. Hierdurch wurden die Umsatzerlöse um TEUR 22.989 (i.Vj. TEUR 11.085; sowie parallel auch die Aufwendungen aus bezogenen Leistungen) erhöht, um die Vergleichbarkeit mit der aktuellen Darstellung zu gewährleisten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Wertansätze in der Bilanz zum 31. Dezember 2021 wurden übernommen. Ebenso blieben die Bewertungsgrundsätze unverändert; sie entsprechen den §§ 252 ff. HGB.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 800 EUR (netto) liegen und selbstständig nutzbar sind, werden im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Es wurde vom Wahlrecht zur Bildung eines Sammelpostens und linearen Abschreibung über 5 Jahre Gebrauch gemacht.

Die Forderungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten oder mit den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten ausschließlich Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den dem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind noch nicht berechnete Leistungen in Höhe von 23.002.851,24 EUR (i. Vj. 23.468.293,28 EUR) enthalten. Darüber hinaus werden hier entsprechende Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.084.230,11 EUR (i. Vj. 409.401.,37 EUR ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 10.723.850,75 EUR (i. Vj. 20.375,49 EUR) resultieren im Wesentlichen aus Cash-Pooling gegenüber verbundenen Unternehmen (10.498.012,06 EUR).

Eigenkapital

Bilanzgewinn

Der Posten entwickelte sich wie folgt:

EUR
1. Januar 2022 8.048.557,10
Jahresüberschuss 2022 3.480.676,54
Ausschüttung 2021 3.425.123,88
31. Dezember 2022 8.104.109,76

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Ausstehende Rechnungen für betriebliche Aufwendungen 1.203.807,19
Personalbezogene Aufwendungen 851.106,91
Urlaub und geleistete Überstunden 70.457,67
Steuerberatung 60.026,75
Personalbezogene Gebühren und Abgaben 58.957,92
Prüfungskosten 53.000,00
Pauschale Lohnsteuer und Sozialabgaben 15.554,36
Ausstehende Rechnungen für Materialaufwand 13.088,02
Rechtsberatung 1.580,28
2.327.579,10

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 53.819,40 EUR (i. Vj. 40.422,58 EUR) aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht (ebenso im Vorjahr).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 50.668.117,29 EUR (i. Vj. 42.760.925,71 EUR) gliedern sich auf in folgende Geschäftsfelder:

Anteil
Digital Analytics 52 %
Advertising Technology 42 %
Sonstige 6 %

Rund 83% der Umsatzerlöse stammen aus der EU (61 % im Inland), die restlichen aus dem Nicht-EU-Raum.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten ausschließlich Kursgewinne in Höhe von 434.953,54 EUR (i. Vj. 246.362,64 EUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von 451.365,97 EUR (i. Vj. 164.863,99 EUR) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind hauptberuflich:

Peter Kuhlmann, Hamburg, Diplom-Kaufmann

Max-Philipp Deitmer, Düsseldorf, Diplom-Kaufmann

Timo Aden, Hamburg, Diplom-Kaufmann (bis 24.1.2022)

Lennart Torge Paulsen, Hamburg, Diplom-Kaufmann (bis 24.1.2022)

Die Geschäftsführer sind gemeinsam vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen in Höhe von 449.828,76 EUR, diese bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Abschlussprüferhonorar

Für die Jahresabschlussprüfung sind im Geschäftsjahr Honorare in Höhe von 24.224,66 EUR angefallen. Weitere Leistungen wurden nicht erbracht.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen sind nicht zustande gekommen.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Trakken GmbH, Hamburg, wird in den Konzernabschluss der Omnicom Group Inc., New York/USA, für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis einbezogen. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der Omnicom Group Inc., New York/USA, und ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss der Omnicom Group Inc., New York/USA, ist am Sitz der Gesellschaft bzw. unter https://www.sec.gov/edgar.shtml erhältlich.

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug:

Standort 2022 2021
Deutschland 86 79
Restliches Europa 34 29
Gesamt 120 108

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auszuschütten.

 

Hamburg, den 31. August 2023

Max-Philipp Deitmer

Peter Kuhlmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 626.809,95 0,00 0,00 626.809,95
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 412.392,77 110.488,02 78.038,85 444.841,94
1.039.202,72 110.488,02 78.038,85 1.071.651,89
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 626.809,95 0,00 0,00 626.809,95 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 222.147,25 81.775,87 78.038,85 225.884,27 218.957,67 190.245,52
848.957,20 81.775,87 78.038,85 852.694,22 218.957,67 190.245,52

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Trakken GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Trakken GmbH, Hamburg‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Trakken GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 31. August 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Müllensiefen, Wirtschaftsprüfer

Graf von der Schulenburg, Wirtschaftsprüfer

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