HDI Risk Consulting GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Dr. Folkerts seit 26.8.2025 | Prokura |
Philipp Dr. Horsch seit 14.4.2025 | Vorstandsmitglied |
Sebastian Wolfgang Dr. Stock seit 26.2.2025 | Prokura |
Daniel Dr. Schulze Lammers seit 10.7.2024 | Vorsitzender des Vorstands |
Christoph Matthias Kemmner seit 10.7.2024 | Prokura |
Annika Illmer seit 25.1.2024 | Prokura |
Dirk Egert seit 17.7.2023 | Prokura |
Oliver Matthes seit 17.7.2023 | Prokura |
Sascha Regnery seit 6.4.2023 | Prokura |
Dennis Hofmann seit 12.1.2023 | Prokura |
Henning Dr. Kuschewitz seit 12.1.2023 | Prokura |
Edwin Peter Dabbelt seit 12.1.2023 | Prokura |
Thomas Lüer seit 13.10.2022 | Vorstandsmitglied |
Gunnar Dr. Dolling seit 22.6.2022 | Prokura |
Lars Dr. Dethlefs seit 22.6.2022 | Prokura |
Martina Schalk seit 22.6.2022 | Prokura |
Norbert Eickermann seit 4.3.2022 | Vorstandsmitglied |
Jens Warkentin seit 21.1.2019 | Vorstandsmitglied |
Heiko Dr. Schmitz-Elvenich seit 12.7.2018 | Prokura |
Stefan Baumann seit 29.8.2016 | Prokura |
Thorsten Dr. Pauls seit 4.11.2014 | Prokura |
Thomas Prieß seit 4.11.2014 | Prokura |
Stefan Eversberg seit 4.11.2014 | Prokura |
Ursula Clemenz seit 16.5.2008 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 50.00% | |
| 50.00% | |
Oval Office Grundstücks GmbHAufgelöst | 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HDI Versicherung AGHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023HDI Versicherung AG auf einen Blick.
1) Aufwendungen für Versicherungsfälle
f. e. R. im Verhältnis zu den verdienten
Beiträgen f. e. R.
Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von +/- einer Einheit auftreten. Monetäre Beträge, die kleiner als 0,5 TEUR sind, werden mit einer 0 dargestellt. Angaben, soweit sie für die Gesellschaft nicht vorhanden sind, werden mit einem - gekennzeichnet. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat den Vorstand der HDI Versicherung AG im Berichtszeitraum auf der Basis ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat trat insgesamt zweimal zu ordentlichen Sitzungen und einmal zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um sich über die Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens zu informieren und um die anstehenden Beschlüsse zu fassen. Weiter hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Vorlage von Unterlagen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt, diskutiert und hierzu - soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich - nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben. Darüber hinaus erfolgte im Umlaufverfahren außerhalb von Sitzungen eine Beschlussfassung über ein kurzfristig zwischen den Sitzungen zu behandelndes Thema. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumFür den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurde das strategische Programm GO25 weiterentwickelt und die Geschäftsbereichsstrategie Anfang 2023 nachgeschärft. Diese bündelt sich nun in fünf Ressortstrategien, demnach erfolgt die Steuerung des Portfolios in HD Sach insbesondere mit einem erhöhten Fokus auf Stabilisierung der Operations sowie Profitabilität der Bestände sowie dem Ziel, in ausgewählten Sparten der Gesellschaft nachhaltig zu wachsen. Die in der agilen Lieferorganisation - Agile@HD - gebündelten Einheiten und die agilen Zusammenarbeitsmodelle wurden in 2023 - wo erforderlich - nachjustiert sowie deren Abläufe weiterentwickelt und in kontinuierliche Regelprozesse überführt. Die operativen Bereiche Betrieb Privat und Schaden mussten sich auch im Geschäftsjahr 2023 diversen Herausforderungen stellen, die insbesondere den Arbeitsstand in den Einheiten belastet haben. Es wurden umfangreiche Maßnahmen zur zeitnahen Stabilisierung und langfristigen Effizienzsteigerung ergriffen. Dabei wird mit großer Kraft und vollem Einsatz das Ziel verfolgt, die Service-Exzellenz nachhaltig sicherzustellen und dauerhaft zu steigern. Es wird intensiv an der weiteren Automatisierung von Prozessen und Digitalisierungslösungen - auch unter Einbeziehung von künstlicher Intelligenz - gearbeitet. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Rückstandssituation, die tatsächliche und prognostizierte Entwicklung sowie die vorgesehenen kurz- und langfristigen Maßnahmen unterrichtet. Er hat in seinen Sitzungen verschiedene Optionen und Lösungsansätze mit dem Vorstand erörtert und stand diesem beratend zur Seite. Im Rahmen der jährlichen Abfrage der Selbsteinschätzung durch die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde in der Aufsichtsratssitzung am 2. November 2023 über die Ergebnisse berichtet, welche zufriedenstellend ausgefallen sind. Der Aufsichtsrat hat für die nächste Selbsteinschätzung Mitte 2024 bislang keine Anpassung der Themenfelder beschlossen. Angepasst an die sich aus Gesetz und der Arbeitspraxis ergebenden für den Aufsichtsrat relevanten Themen wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut digitale Weiterbildungsangebote durchgeführt. Die Schulungen sind zudem aufgezeichnet worden und stehen den Aufsichtsratsmitgliedern auch in digitaler Form zum Selbststudium im Nachgang zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden drei Themen ausgewählt und durch interne sowie externe Referenten geschult. Die ausgewählten Schulungsthemen waren ein Update zu IFRS17, IT-Betriebssicherheit und eine durch PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführte Weiterbildung zum Thema Nachhaltigkeit. Schwerpunkte waren dabei u.a. die Nachhaltigkeitsregulatorik für Versicherungsunternehmen, insbesondere die neuen Anforderungen aus der Offenlegungs-Verordnung sowie künftige Aspekte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Zuge von CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und der daraus resultierenden Rechte und Pflichten für den Aufsichtsrat. Aufgrund der steigenden Bedeutung hat sich der Aufsichtsrat zudem in der Herbstsitzung 2023 mit den aktuellen Entwicklungen zur Nachhaltigkeit, speziell zu den Themen Environmental, Social, Governance (ESG)-Regulatorik, ESG-Strategie des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Aufbau einer Governance und nachhaltigen Kapitalanlagen befasst und sich diese erläutern lassen. Der Aufsichtsrat wurde auch in 2023 über die Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich der Finanz-, Kapitalanlagen- und Solvabilitätsentwicklung regelmäßig unterrichtet. Im Rahmen der Berichterstattung wurde den aktuellen wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklungen im Jahr 2023 Rechnung getragen. Aufgrund der veränderten Zins- und Inflationsentwicklung wurden auch die entsprechenden Auswirkungen und eventuelle daraus resultierende Maßnahmen für die Gesellschaft erläutert. Zu den erbrachten Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer für PIEs und der jeweiligen Auslastung der festgelegten Caps ist eine jährliche Berichterstattung erforderlich; der Aufsichtsrat wurde in seiner Sitzung am 2. November 2023 entsprechend informiert. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat ein zustimmungspflichtiges Geschäft vorgelegt, der Aufsichtsrat hat die nach Satzung oder Geschäftsordnung notwendige Zustimmung in diesem Fall erteilt. In den Quartalsberichten gem. § 90 AktG wurden unter anderem die Entwicklung des Neugeschäfts und der Beiträge sowie die Themen Kosten und Kapitalanlage dargestellt und erläutert. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus vom Vorstandsvorsitzenden laufend über wichtige Entwicklungen, anstehende Entscheidungen und die Risikolage im Unternehmen unterrichtet. Der Gesamtvorstand entscheidet gemäß den ihm durch die Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben über die Erstellung und jährliche Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie. Der Aufsichtsrat hat die Risikostrategie für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Sitzung vom 8. März 2023 erörtert. Die Aktualisierung der Risikostrategie wurde in der Sitzung vom 2. November 2023 erörtert und zur Kenntnis genommen. Ferner wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert und er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Dem Aufsichtsrat wurden zudem die vierteljährlichen Risikoberichte der Gesellschaft zur umfänglichen Information zugeleitet. Bei Bedarf erhielt der Aufsichtsrat detaillierte Informationen insbesondere zur Risikolage der Gesellschaft. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat mit den Sitzungsunterlagen für die Aufsichtsratssitzung im Herbst 2023 der ORSA-Bericht zur vollständigen Information vorgelegt. Insgesamt wird damit den aufsichtsbehördlichen Anforderungen an das Risikomanagement im Rahmen einer guten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -überwachung entsprochen. Ergänzend wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen neben dem Risikomanagement auch über den aktuellen Stand der weiteren Governance-Funktionen Versicherungsmathematische Funktion, Compliance und Revision informiert und hat sich somit von der Leistungsfähigkeit aller Governance-Funktionen überzeugt. Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2023 nicht veranlasst. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand seine operativen Schwerpunkte zutreffend gesetzt und geeignete Maßnahmen ergriffen hat. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. JahresabschlussprüfungDer Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft worden. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; in dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 vermittelt. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Der Abschlussprüfer erklärt gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Sitzung zugeleitet. Der Abschlussprüfer war in der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2024 über die Beratung des Jahresabschlusses und des Lageberichts anwesend, hat über die Durchführung und Qualität der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zum Jahresabschluss und Lagebericht wie auch zum Prüfungsbericht zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss erörtert und auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und zu einzelnen Punkten Nachfragen an den Abschlussprüfer gerichtet. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den §§ 317 und 321 HGB steht und keinen Bedenken begegnet. Weiter ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die Anforderungen des § 289 HGB erfüllt und in Übereinstimmung mit den Aussagen der Berichte an den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG steht. Der Lagebericht steht auch in Einklang mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats hinsichtlich der Lage der Gesellschaft. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat zu. Zudem hat der Aufsichtsrat die Qualität der Abschlussprüfung anhand der vorgelegten Berichterstattung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben, so dass er sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss am 13. März 2024 gebilligt hat. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat und weitere MandateIn der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 10. Februar 2023 wurde die einvernehmliche vorzeitige Beendigung des Mandats von Herrn Malte Dittmann als Mitglied des Vorstands der HDI Versicherung AG mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2023 beschlossen. Der Aufsichtsrat hat ihm für seine Tätigkeit gedankt. Herr Thomas Lüer hat die Verantwortung für das Ressort Maklervertrieb Sachversicherung im Vorstand der Gesellschaft zusätzlich übernommen. Herr Dr. Dominik Hennen als Mitglied des Vorstands der HDI Versicherung AG hat mit Wirkung zum Ablauf des 31. August 2023 sein Mandat im Vorstand der Gesellschaft niedergelegt; das Ressort Transformation entfiel mit Wirkung ab 1. September 2023. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Hennen für seine Tätigkeit gedankt. In der Aufsichtsratssitzung vom 2. November 2023 wurde Herr Christian Kussmann als Mitglied des Vorstands wiederbestellt sowie Herr Dr. Daniel Schulze Lammers mit Wirkung ab 1. Januar 2024 als neues Mitglied in den Vorstand bestellt. Er wird ab dem Ausscheiden von Herrn Rogenhofer zum 30. Juni 2024 dessen Ressortverantwortungen übernehmen, den er bis dahin vertritt. In der Sitzung vom 8. März 2023 standen turnusmäßige Neuwahlen des Aufsichtsrats an. Herr Dr. Martin Weldi, Frau Barbara Riebeling sowie Frau Annika Illmer wurden mit Wirkung ab Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2023 für eine volle Amtsperiode, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft wiedergewählt. Im Rahmen der im Anschluss durchgeführten konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden erneut Herr Dr. Martin Weldi zum Vorsitzenden und Frau Barbara Riebeling zur stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Frau Annika Illmer hat mit Beendigung der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 2. November 2023 ihr Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt. Als ihre Nachfolgerin wählte die außerordentliche Hauptversammlung vom 2. November 2023 mit Wirkung ab Beendigung der außerordentlichen Hauptversammlung Frau Johanna Weigand für eine volle Amtsperiode, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt, in den Aufsichtsrat. Dank an Vorstand und MitarbeiterDer Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich geleistete Arbeit.
Hannover, 13. März 2024 Dr. Martin Weldi, Vorsitzender Barbara Riebeling, Stv. Vorsitzende Johanna Weigand LageberichtGeschäftstätigkeit, Organisation und StrukturUnternehmenspolitischer HintergrundDie HDI Versicherung AG bietet Versicherungsschutz im Breitengeschäft für Privatpersonen, Einzelunternehmer und Freiberufler sowie für kleine und mittlere Unternehmen in den Sparten der Haftpflicht-, Unfall-, Sach- und Kraftfahrzeugversicherung. Mit Branchenlösungen und modular aufgebauten Versicherungspaketen bietet die HDI Versicherung AG Unternehmen aus Handel, Dienstleistung und Handwerk umfassenden und gleichzeitig günstigen Versicherungsschutz. Die Gesellschaft versteht sich als Anbieter günstiger und transparenter Versicherungsprodukte für Privat- und Firmenkunden. Im Fokus stehen dabei sowohl besonders preis- und leistungsbewusste Kunden, die sich selbstständig am Markt orientieren, als auch beratungsaffine Kunden, die maßgeschneiderte Versicherungsprodukte wünschen. Die Gesellschaft verfolgt mit der konzerneigenen Außendienstorganisation einen ganzheitlichen Betreuungsansatz für ihre Kunden. Neben den eigenen Sachversicherungen werden hierüber auch Rechtsschutz-, Kredit-, Lebens- und Krankenversicherungen anderer Gesellschaften angeboten. Ein weiterer Vertriebsweg ist das firmenvermittelte Belegschaftsgeschäft. Dienstleistungen im KonzernverbundDie HDI Versicherung AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Anfallende Aufgaben werden von Konzerngesellschaften auf Basis von Dienstleistungs- und Ausgliederungsverträgen für die HDI Versicherung AG übernommen. Die Einbindung der HDI Versicherung AG in eine große Versicherungsgruppe ermöglicht gesellschaftsübergreifend organisierte Funktionen und damit die sinnvolle Nutzung von Synergien und Ressourcen. Hierdurch können die Kostenvorteile einer einheitlichen Bearbeitung im Konzern genutzt und bessere Konditionen bei Dienstleistern erreicht werden. Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche wie z. B. Finanzen, Personal, IT, Betrieb und Vertrieb werden durch die HDI AG für die Inlandsgesellschaften des Talanx Konzerns erbracht, also auch für die HDI Versicherung AG. Darüber hinaus nutzt die HDI Versicherung AG die zentralen Dienstleistungen der Ampega Asset Management GmbH, die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenVolkswirtschaftliche EntwicklungDie rückläufige, aber immer noch erhöhte Inflation, anhaltende geopolitische Spannungen und die Folgen der restriktiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken haben die globale Konjunkturdynamik im Jahr 2023 gebremst, ohne jedoch die Weltwirtschaft in eine Rezession zu stürzen. War schon das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 (+3,5 %) durch den Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine und die im Zuge dessen explodierenden Preise für Energie- und Nahrungsmittelrohstoffe belastet, ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 nur noch um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. In Deutschland ging die Schwäche insbesondere von der (energieintensiven) Industrie aus. Hier signalisiert der Einkaufsmanagerindex bereits seit 18 Monaten eine anhaltende Kontraktion, sodass die Industrieproduktion inzwischen gut 10 % unter ihrem Prä-Covid-Niveau liegt. Die privaten Haushalte verringerten ihren Konsum angesichts eines begrenzten Reallohnwachstums im Vorjahresvergleich deutlich. Hingegen überraschten die Ausrüstungsinvestitionen trotz eines unsicheren geopolitischen Umfelds und gestiegener Zinsen positiv, während der Zinsanstieg die Bauinvestitionen erneut bremste. Das schwächere globale Konjunkturumfeld sorgte zudem für sinkende Exporte, sodass das deutsche BIP 2023 im Jahresvergleich um 0,3 % sank. Damit blieb das Wachstum nicht nur deutlich hinter dem Vorjahr, sondern auch hinter demjenigen der Eurozone insgesamt (voraussichtlich 0,5 %) zurück. Die US-Wirtschaft überraschte 2023 mit hoher Resilienz: Trotz eines nahezu beispiellosen Zinserhöhungszyklus der Fed (elf Leitzinserhöhungen seit März 2022) und der daraus resultierenden Verwerfungen im Bankensektor im Frühjahr zeigte sich die US-Wirtschaft robust und wuchs im Jahresvergleich um voraussichtlich 2,5 %. Basis dieser Entwicklung waren neben dem anhaltend robusten Arbeitsmarkt (mit einer Arbeitslosenquote in Höhe von 3,6 %) der steigende private und staatliche Konsum sowie die rückläufige Inflation, die von ihrem Hoch bei 9,1 % im Juni 2022 auf zuletzt 3,4 % im Dezember 2023 gesunken ist. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer blieb 2023 hinter dem Durchschnitt der letzten Jahre zurück, wobei sich hier ein differenziertes Bild zeigt. Auch wenn das Wachstum in Osteuropa durch den anhaltenden Russland-Ukraine Krieg weiterhin belastet war, legte dieses doch im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Wachstum in Lateinamerika hingegen verlangsamte sich. Chinas wirtschaftlicher Erholung fehlte im ersten Jahr nach dem Ende der Covid-Beschränkungen weiterhin das Momentum. Während das chinesische BIP zum Jahresauftakt kräftig um 2,1 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen war, flachte das Wachstum in den folgenden Quartalen deutlich ab. Verantwortlich hierfür waren sowohl die weiterhin ungelösten Verwerfungen im Immobiliensektor, die für eine deutliche Stimmungseintrübung sorgten und den privaten Konsum belasteten, als auch das Abflauen der Weltkonjunktur. Im Jahresvergleich wuchs das chinesische BIP um voraussichtlich 5,2 % und lag damit knapp über dem Wachstumsziel der Regierung von 5 %. Der Inflationsdruck ließ 2023 weltweit nach. Lag die Inflationsrate in der Eurozone 2022 noch bei 8,4 %, verringerte diese sich im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,5 %. Die Inflationsdynamik nahm dabei über das Jahr ab. So lag die jährliche Inflationsrate im ersten Quartal noch bei 8,0 %, im vierten Quartal bei nur noch 2,7 %. In den USA zeigte sich ein ähnliches Bild, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau. Die Inflationsrate fiel im Jahresschnitt von 8,0 % im Jahr 2022 auf 4,1 % im Jahr 2023. Zu Jahresbeginn strafften sowohl die Fed als auch die EZB ihre Geldpolitik und erhöhten ihre Leitzinsen bis zum dritten Quartal in vier Schritten von 4,5 % auf 5,5 % im Falle der Fed (obere Grenze) bzw. in sechs Schritten von 2 % auf 4 % im Falle der EZB (Einlagensatz). Einhergehend mit dem abnehmenden Inflationsdruck in der zweiten Jahreshälfte erfolgten keine weiteren Zinsschritte. KapitalmärkteDie internationalen Kapitalmärkte konnten sich in dem schwierigen Umfeld immer noch erhöhter Inflation, Sorgen vor einer bevorstehenden Rezession und aggressiver Zinserhöhungszyklen vieler Zentralbanken im Jahresverlauf 2023 gut behaupten. Beflügelt durch eine Jahresendrallye schlossen Aktien aus den USA (S&P 500: +24,2 %) vor den Industrieländern insgesamt (MSCI World: +21,8 %) sowie vor Europa (EURO STOXX 50: +19,2 %). Die asiatischen Aktienmärkte blieben mit leichten Kursgewinnen deutlich hinter dieser Entwicklung zurück (MSCI ASIA EX JAPAN: 3,6 %), wobei chinesische Aktien kräftige Abschläge hinnehmen mussten (MSCI CHINA: -13,2 %). Nachdem die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen im vergangenen Jahr mit kräftigen Steigerungen auf das schnell restriktiver werdende geldpolitische Umfeld reagiert hatten, bewegten sie sich in der ersten Jahreshälfte weitestgehend seitwärts, bevor sie bis ins vierte Quartal hinein angesichts neuer Sorgen vor einem restriktiveren Kurs der Notenbanken kräftig anstiegen. Im Zuge abnehmender Inflationsdynamik und damit verbundener Hoffnungen auf Zinssenkungen im Jahr 2024 fielen die Renditen der Staatsanleihen zum Jahresende wieder. Ende 2023 lag die Rendite zehnjähriger US-Treasuries bei 3,88 % (+0,01 Prozentpunkte), die zehnjähriger Bunds bei 2,02 % (-0,55 Prozentpunkte). Auch der Ölpreis (Brent) stieg in der Spitze deutlich von 86 USD auf 97 USD je Barrel, lag jedoch zum Jahresende mit 77 USD je Barrel unter dem Jahreseinstiegskurs. Der Euro kletterte auf Jahressicht um 3,1 % auf 1,10 USD. Deutsche VersicherungswirtschaftDie Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich auf Veröffentlichungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) und beinhalten vorläufige Daten. Nach dem stabilen Verlauf der Vorjahre hatte die deutsche Versicherungswirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen leichten Anstieg ihrer Beitragseinnahmen zu verzeichnen. Laut Hochrechnung erhöhten sie sich um 0,6 % auf 224,7 Mrd. EUR. Die Schaden- und Unfallversicherer dürften im Jahr 2023 ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Mrd. EUR erreicht haben. Rechtliche und regulatorische RahmenbedingungenAufsichtsrechtliche AnforderungenVersicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherung), Pensionsfonds und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommen umfassende rechtliche Vorgaben für die Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter verschärft, was zu einer zunehmenden Komplexität geführt hat. Dieser Trend setzte sich 2023 fort. Richtlinie über den VersicherungsvertriebDer Vertrieb von Versicherungsprodukten ist umfangreichen rechtlichen Vorgaben unterworfen. Bei der Zusammenarbeit mit Vermittlern haben die Erstversicherer neben den gesetzlichen Vorgaben die Anforderungen des BaFin-Rundschreibens 11/2018 zur Zusammenarbeit mit Versicherungsvermittlern sowie zum Risikomanagement im Vertrieb zu beachten. Die Produktüberwachung und die Governance von Versicherungsprodukten werden unter anderem durch die Delegierte Verordnung (EU) 2017/2358 der Europäischen Kommission bestimmt. Für den Bereich der Restschuldversicherung wurde mit dem Schwarmfinanzierung-Begleitgesetz ein Provisionsdeckel gesetzlich verankert, der am 1.7.2022 in Kraft getreten ist. Darüber hinaus wird mit dem Zukunftsfinanzierungsgesetz eine siebentägige Wartefrist für den Abschluss von Restkreditversicherungen zu allgemeinen Verbraucherkreditverträgen eingeführt werden, die ab dem 1.1.2025 in Kraft treten soll. Mindestanforderungen an die GeschäftsorganisationIn dem BaFin-Rundschreiben 2/2017 (VA) zur behördlichen Auslegung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) werden aus Sicht der Aufsichtsbehörde übergreifende Aspekte zur Geschäftsorganisation sowie zentrale Begriffe wie "Proportionalität" oder "Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan" erläutert. Ungeachtet der fehlenden unmittelbaren Rechtsbindung dieses Schreibens wird auch die MaGo bei der Ausgestaltung der Geschäftsorganisation der HDI-Gruppe berücksichtigt, insbesondere in den Bereichen allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagement-System, Eigenmittelanforderungen, internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement. EU-GeldwäscherichtlinieMit Inkrafttreten des novellierten Geldwäschegesetzes (GwG) am 26.6.2017 sind nach § 2 Absatz 1 Nr. 7 GwG in Verbindung mit § 6 GwG Versicherungsunternehmen gemäß Art. 13 Nr. 1 Richtlinie 2009/138/EG verpflichtet, interne Sicherungsmaßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche zu treffen, soweit sie Lebensversicherungstätigkeiten gemäß dieser Richtlinie betreiben, Unfallversicherungen mit Prämienrückgewähr anbieten oder Darlehen im Sinne von § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 KWG vergeben. Die Gesellschaft ist daher aufgrund der Darlehensvergabe im Sinne von § 1 Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 KWG zur Einhaltung der im GwG und in den §§ 52 bis 55 VAG enthaltenen Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie von sonstigen strafbaren Handlungen verpflichtet. Die Gesellschaft hat Regelungen getroffen und organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um die genannten gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen. Ein Geldwäschebeauftragter und Stellvertreter sind bestellt. Die Darlehensvergabe erfolgt im Rahmen der Kapitalanlage durch die Ampega Asset Management GmbH. Zur Kontrolle durch den Geldwäschebeauftragten ist ein Prozess etabliert. DigitalisierungIn den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen mit dem Fokus auf der IT-Sicherheit spielen auch bei den Unternehmen des Talanx Konzerns eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Rundschreiben 10/2018 zu den Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technisch-organisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Gleiches gilt hinsichtlich des Rundschreibens 11/2019 zu den Kapitalverwaltungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (KAIT). Diese Rundschreiben werden laufend angepasst und erweitert. Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht. Weiterhin gab es im Jahr 2023 auf Ebene der EU und in Deutschland regulatorische Initiativen für die Entwicklung, den Einsatz und die Nutzung von künstlicher Intelligenz, die auch die Versicherungswirtschaft betreffen und deren Entwicklung und konkrete Auswirkung auf den Talanx Konzern beobachtet wird. Durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) der EU gibt es in diesem Zusammenhang neue Anforderungen, die unter anderem Versicherungsunternehmen ab Januar 2025 erfüllen müssen. Hierdurch soll der europäische Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Angriffen auf die Informations- und Kommunikationstechnologie gestärkt werden. Die weitere Entwicklung und die konkrete Auswirkung auf den Talanx Konzern werden beobachtet. Wenn möglich, nimmt der Talanx Konzern über seine Interessenverbände Stellung zu den geplanten Vorhaben und bereitet die Umsetzung der jeweils aktuellen regulatorischen Anforderungen vor. DatenschutzDie Versicherungsunternehmen des Talanx Konzerns verarbeiten bei der Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung umfangreiche personenbezogene Daten. Zur Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen, wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes, ist das Datenschutzmanagement-System auf die Beachtung und Kontrolle der Vorgaben ausgerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für einen sorgsamen Umgang mit den Daten sensibilisiert (durch Schulungen) und werden auf die Einhaltung der Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet. Für prozessunabhängige Datenschutzanforderungen, wie z. B. Beauftragung von Dienstleistern, sind zentrale Verfahren zu beachten. Gleiches gilt für die Datenschutzrechte der Kunden, Aktionäre und Beschäftigten. Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der Konzern widmet der Anpassung des Geschäfts und seiner Produkte an die gesetzlichen sowie aufsichts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen große Aufmerksamkeit. Die hierfür installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, damit wir die erforderlichen Anpassungen rechtzeitig vornehmen können. Geschäftsverlauf und LageThemen des BerichtsjahresZukunftssicherung des Geschäftsbereichs HDI Deutschland Der Geschäftsbereich HDI Deutschland führte auch in diesem Berichtsjahr das strategische Programm GO25 fort. Es erfolgten Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen und Marktentwicklungen und das strategische Programm wurde entsprechend nachgeschärft und ergänzt. Zudem liegt in der Programmausrichtung ein stärkeres Gewicht auf den für die Umsetzung verantwortlichen Ressorts. Der Ausbau der Stärken im Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie der als Partner von Banken und Vertriebspartnern sind vorangetrieben worden. Neben dem Ausbau von profitablem Neugeschäft, der Steigerung der Kostendisziplin und der Optimierung des Underwritings ist das strategische Programm mit weiteren übergreifenden Schwerpunkten konkretisiert bzw. erweitert worden. Um die Kunden- und Vertriebspartner-Zentrierung zu erhöhen, wird programmübergreifend ein besonders starker Fokus auf die Service- und Prozess-Exzellenz gesetzt, indem unter anderem die Effizienz in den Bereichen Versicherungsbetrieb sowie Schadenbearbeitung gesteigert werden soll. Dabei werden im Hinblick auf die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit neue Einsatzmöglichkeiten wie GenAI (Generative künstliche Intelligenz) geprüft und die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements forciert. Das strategische Programm GO25 trägt damit zur Verbesserung der Eigenkapitalrendite bei und stärkt den Geschäftsbereich HDI Deutschland als stabilen Ergebnislieferanten. Im Firmengeschäft wurden die digitalen Tarifierungs-, Angebots- und Antragsprozesse laufend weiter optimiert und um Abschlussmöglichkeiten für weitere Einzel-Sparten/-Deckungen ausgebaut. Für das Firmen- und Freie-Berufe-Geschäft sind kunden- und vertriebspartnerorientierte Prozessverbesserungen in den Bereichen Tarifierung, Angebot, Antrag und Underwriting vorangetrieben worden, z. B. das "Gewerbe-Cockpit" als vollständig digitale Tarifierungs- und Abschlussstrecke für Makler. Prozessverbesserungen in Verbindung mit einem vollständigen Produkt-Update erfolgten beispielsweise in der Berufshaftpflichtversicherung für Heilwesen-Berufe, die aufgrund von Anpassungen in der Pflichtversicherung notwendig waren. Im Firmen- und Freie-Berufe-Geschäftssegment wird der Wachstumskurs mit einem starken Fokus auf die Profitabilität des Portfolios weiterverfolgt. Im Privatkundengeschäft, privaten Sachgeschäft und Kraftfahrtgeschäft, standen neben einigen wichtigen Produkt- und Tarif-Updates weitere Optimierungen von Prozessen und Vertriebspartnerservices - Anbindungen, Vereinfachungen und Automatisierungen - im Fokus. Besonders im Kfz-Versicherungsgeschäft bestand die Herausforderung darin, den Wachstumskurs angesichts schwieriger Wirtschaftslage und Marktbedingungen fortzusetzen und die Ertragskraft zu sichern. Auch das abgelaufene Geschäftsjahr war stark geprägt von Naturschadenereignissen. Hinzu kamen die Auswirkungen der hohen Inflationsrate auf die wirtschaftliche Entwicklung. Mit dem damit verbundenen starken Anstieg der Schadenkosten beeinträchtigen beide Einflussfaktoren das Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft im Besonderen. Insofern bleibt die Sicherstellung bzw. die Verbesserung der Profitabilität des Geschäfts weiterhin wesentliches, herausforderndes Ziel - sowohl im Firmenkunden- als auch im Privatkundengeschäft. Das Vorantreiben der Digitalisierungsthemen und -vorhaben prägt zusammen mit der Modernisierung der IT-Infrastruktur weiterhin die Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten. Dies folgt der IT-Strategie des Geschäftsbereichs HDI Deutschland, die - auf der Grundlage von Vorgaben der Talanx AG sowie der Geschäftsstrategie für HDI Deutschland - gesamthaft alle wesentlichen IT-Aspekte für die Risikoträger-Gesellschaften umfasst. Agile Methoden und agil organisierte Umsetzungen nach dem Scaled Agile Framework (SAFe) haben sich bei der HDI Versicherung AG bewährt. Verbunden mit einem kulturellen Wandel und als wesentlicher Teil der Transformation erfolgte die Einführung der agilen Liefer- bzw. Change-Organisation für große Teile des Geschäftsbereichs HDI Deutschland. Im Freie-Berufe-Geschäft bildeten Maßnahmen im Bereich Heilwesen einen Schwerpunkt. Tarife, Produkte, Prozesse und Systeme wurden im Kontext der Erfordernisse des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) überarbeitet und angepasst. Das Gesetz verpflichtet Vertragsärzte eine Berufshaftpflichtversicherung nachzuweisen, die den gesetzlichen Anforderungen genügt. Darüber hinaus fand eine umfängliche Tarifüberarbeitung statt, im Rahmen derer weitere vertriebliche Konzepte wie medizinische Versorgungszentren und Berufsausübungsgemeinschaften neu konzipiert und in die digitalen Angebots-/Antragsstrecken implementiert wurden. Damit wurden deutliche Fortschritte in Richtung einer selbstgesteuerten End-to-End-Verarbeitung erzielt. Mit der Umsetzung wird dem sich wandelnden Marktumfeld, veränderten Kundenbedürfnissen und dem Trend in Richtung größerer Organisationsformen Rechnung getragen. Das Fundament der Kalkulation stellen die aktuarielle Bewertung und die Ermittlung des technischen Preises dar. Die HDI Versicherung AG verbessert kontinuierlich Produkte und Services. Dies spiegelt sich im Abschneiden bei Produktratings, bei Auszeichnungen sowie bei Gütesiegeln wider. Das unabhängige Analysehaus Franke & Bornberg hat im Bereich HUS-Privat die HDI Privathaftpflichtversicherung und die HDI Hausratversicherung in der Produktlinie Premium mit der Note "FFF" (sehr gut) bewertet. Zudem wurde die HDI Wohngebäudeversicherung für Ein- und Zweifamilienhäuser (Produktlinie Premium) erneut von dem Analysehaus mit der Bestnote "FFF" (hervorragend) ausgezeichnet. Zudem wurde die HDI Privathaftpflichtversicherung, Produktlinie Premium, von Stiftung Warentest "Finanztest" mit "sehr gut" (0,7) bewertet. Vom unabhängigen Analyseunternehmen ASCORE wurde die HDI Tierhalter-Haftpflichtversicherung in der Produktlinie Premium erneut mit der höchsten Wertung von sechs Kompassen mit dem Prädikat "herausragend" bewertet. Die HDI Kfz-Versicherung (Produktlinie Motor Premium) wurde vom unabhängigen Analysehaus Franke & Bornberg Research GmbH mit der Bestnote "FFF+" (hervorragend) bewertet. Zudem wurde es vom Magazin "AUTO ZEITUNG" in der Kategorie "Sparsamer" als Preis-Leistungs-Sieger ausgezeichnet. Außerdem wurde das HDI Kfz-Produkt Oldtimer vom Magazin für "Youngtimer & Oldtimer ClassicCars" als Haftpflichtsieger und zweimal als günstigster Anbieter in der Kategorie Oldtimer-Versicherungen prämiert. IT-Sicherheit spielt eine zunehmende Rolle auf Seiten der Unternehmen. Daher wird der strategische Ausbau des Cyberversicherungsportfolios konsequent und erfolgreich vorangetrieben, um einer der führenden und innovativsten Cyberversicherer im KMU-Segment zu werden. Das unabhängige Analysehaus Franke & Bornberg hat die aktuellen Bedingungen der HDI Cyberversicherung mit dem Top-Rating "FFF" und der Note "sehr gut" (1,2) bewertet. Damit gehören die Bedingungen zu den Top 3 im deutschen Cybermarkt. Die HDI Cyberstudie 2023 wurde nach 2022 zum zweiten Mal veröffentlicht und ermöglicht vielen Marktteilnehmern ein tiefergehendes Verständnis des neuen Cyberrisikos. Um dieses auch auf Seiten der Kleinunternehmen beherrschbar zu machen, wurden passgenaue Präventionsangebote wie der innovative Security Baseline Check in das Cyberprodukt integriert. NachhaltigkeitAls international tätiger Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor hat sich der Talanx Konzern bereits seit langem einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung verschrieben. Die Nachhaltigkeitsstrategie stellt daher einen integralen Bestandteil der Konzernstrategie dar. Diese basiert auf der gezielten Umsetzung von ESG-spezifischen Aspekten (kurz: ESG für Environment, Social, Governance) in der Kapitalanlage, der Versicherungstechnik, den eigenen Betriebsstätten sowie im Rahmen des sozialen Engagements. Mit den im November 2021 veröffentlichten strategischen Maßnahmen hat der Talanx Konzern eine Weiterentwicklung seiner Nachhaltigkeitsstrategie bekannt gegeben und Nachhaltigkeit noch stärker im Geschäftsmodell verankert. Bei der Entwicklung der Konzernstrategie 2025 wurden die Ziele und Prioritäten bestätigt und weiter geschärft, so wurde u. a. ein einheitliches strategisches Fundament für das soziale und gesellschaftliche Engagement des Konzerns geschaffen. Neben dem bereits bestehenden Netto-Null-Ziel für den weltweiten Betrieb bis spätestens 2030 (inklusive Kompensation) verpflichtet sich der Konzern im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens auch in der Versicherungstechnik sowie der Kapitalanlage dazu, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen 1. Seit 2023 enthält die Nachhaltigkeitsstrategie eine deutlich geschärfte Positionierung zu fossilen Energieträgern in der Versicherungstechnik. LeistungsindikatorenUnsere Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2023 ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsame Leistungsindikatoren festgelegt. Diese betreffen u. a. die Neugeschäftsbeiträge, die gebuchten Bruttobeiträge, die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle, das Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie das Ergebnis vor Ergebnisabführung. Die Entwicklung dieser und weiterer Kennzahlen wird in den nachfolgenden Kapiteln näher erläutert. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 5 HGB, die für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft von Bedeutung sind, sind derzeit in Entwicklung. Für weiterführende Erläuterungen insbesondere zu den Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung wird auf die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Talanx AG verwiesen. Geschäftsverlauf der HDI Versicherung AGVersicherungsgeschäft insgesamt
* Aufwendungen für Versicherungsfälle
im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen
Die HDI Versicherung AG verzeichnete im Berichtszeitraum wie erwartet einen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge um 72 Mio. EUR auf 1.558 (1.486) Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung in den Firmen-Sparten zurückzuführen. Hier konnte insbesondere in den Sparten Multi Risk und Feuer im Rahmen des fortgesetzten zielkonformen Wachstums eine Beitragssteigerung erzielt werden. In der Sparte Kraftfahrt erhöhten sich die Beiträge aufgrund der Anwendung der Beitragsanpassungsklausel. Die Privat-Sparten verzeichneten einen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge vor allem in der Sparte Verbundene Wohngebäudeversicherung aufgrund von Indexanpassungen. Die Rückversicherungsbeiträge erhöhten sich um 21 Mio. EUR auf 76 (55) Mio. EUR durch marktbedingt steigende Prämien für nichtproportionale Rückversicherungsverträge und durch die Quoten-Rückversicherung in der wachsenden Sparte Cyber. Demzufolge stiegen die verdienten Nettobeiträge um 46 Mio. EUR auf 1.471 (1.425) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 105 Mio. EUR auf 1.167 (1.062) Mio. EUR. Ausschlaggebend hierfür war der Anstieg der Geschäftsjahresaufwendungen brutto um 163 Mio. EUR auf 1.356 (1.193) Mio. EUR aufgrund des gestiegenen Frequenzschadenaufwands durch den inflationsbedingt höheren Durchschnittsschadenaufwand insbesondere in der Sparte Kraftfahrt und der Sparte Verbundene Wohngebäudeversicherung. Außerdem erhöhte sich der Aufwand für Großschäden sowie für Schäden infolge von Naturkatastrophen gegenüber dem Vorjahr. Gegenläufig verbesserte sich der Abwicklungsgewinn brutto um 58 Mio. EUR auf 189 (131) Mio. EUR, im Wesentlichen in Kraftfahrthaftpflicht sowie in den Freie-Berufe-Sparten. Die Gesamtschadenquote brutto erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozentpunkte auf 75,4 (71,7) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich mit 72 Mio. EUR auf 1.099 (1.027) Mio. EUR weniger stark als die Bruttoaufwendungen. Ursächlich hierfür waren gestiegene Rückversicherungsanteile an den Bruttoschadenaufwendungen des Geschäftsjahres infolge einer gegenüber dem Vorjahr höheren Rückentlastung für Großschäden. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto stieg dementsprechend um 131 Mio. EUR auf 1.303 (1.172) Mio. EUR. Der Abwicklungsgewinn netto erhöhte sich analog der Entwicklung brutto um 57 Mio. EUR auf 203 (146) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote verzeichnete insgesamt einen Anstieg von 72,0 % auf 74,7 %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich brutto um 17 Mio. EUR auf 499 (482) Mio. EUR aufgrund gestiegener Provisionen aus dem Bestandswachstum. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen um 16 Mio. EUR auf 494 (478) Mio. EUR. Aufgrund des höheren Beitragsniveaus verminderte sich die Kostenquote brutto auf 32,2 (32,6) % und im Netto stieg sie entgegen der Erwartung leicht auf 33,6 (33,5) %. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote reflektierte die vorgenannten Entwicklungen. Brutto erhöhte sie sich von 104,3 % auf 107,7 % und netto entgegen der Erwartung von 105,6 % auf 108,3 %. Der Schwankungsrückstellung wurden 110 (Zuführung 9) Mio. EUR entnommen. Erwartungsgemäß signifikant stieg das versicherungstechnische Nettoergebnis nach Schwankungsrückstellung um 62 Mio. EUR auf -27 (-89) Mio. EUR. Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
KraftfahrtversicherungSelbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Die Sparte Kraftfahrt verzeichnete im Geschäftsjahr einen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge in Höhe von 7 Mio. EUR auf 564 (557) Mio. EUR. Treiber dieser Entwicklung war im Wesentlichen die Anwendung der Beitragsanpassungsklausel und die damit verbundenen Mehrbeiträge. Die Rückversicherungsbeiträge verminderten sich um 1 Mio. EUR auf 6 (7) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge erhöhten sich insgesamt um 6 Mio. EUR auf 553 (547) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich deutlich um 71 Mio. EUR von 474 Mio. EUR auf 545 Mio. EUR infolge eines gestiegenen Geschäftsjahresschadenaufwands brutto von 632 (537) Mio. EUR. Diese Entwicklung ist auf einen Anstieg der Schadenfrequenz, einen insgesamt höheren Durchschnittsschadenaufwand sowie auf gegenüber dem Vorjahr höhere Belastungen aus den Kumulen Tief "Erwin" und Tief "Lambert" im Geschäftsjahr zurückzuführen. Der Bruttoabwicklungsgewinn ist um 24 Mio. EUR auf 87 (63) Mio. EUR gestiegen, getrieben durch die Sparte Kraftfahrthaftpflicht. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich dementsprechend auf 97,6 (85,6) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 68 Mio. EUR auf 539 (471) Mio. EUR. Wesentlicher Treiber ist der Anstieg des Geschäftsjahresschadenaufwands netto um 90 Mio. EUR auf 626 (536) Mio. EUR. Der Abwicklungsgewinn netto stieg um 22 Mio. EUR auf 87 (65) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote erhöhte sich um 11,4 Prozentpunkte von 86,0 % auf 97,4 %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich auf 128 (132) Mio. EUR. Die gestiegenen Provisionen konnten durch rückläufige Verwaltungskosten überkompensiert werden. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken um 3 Mio. EUR auf 128 (131) Mio. EUR. Infolgedessen verminderten sich die Kostenquote brutto leicht von 23,7 % auf 23,0 % und im Netto leicht von 24,0 % auf 23,2 %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten lagen im Brutto mit 120,5 (109,3) % und im Netto mit 120,6 (110,0) % über denen des Vorjahres. Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 125 (27) Mio. EUR verblieb für das Geschäftsjahr insgesamt ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von 10 (-32) Mio. EUR. HaftpflichtversicherungSelbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Die gebuchten Bruttobeiträge der Haftpflichtversicherung sind im Vergleich zum Vorjahr auf 349 (338) Mio. EUR gestiegen. Dabei zeigte neben der Firmen-Sparte Betriebshaftpflicht auch die Freie-Berufe-Sparte Heilwesenhaftpflicht positive Effekte aus anhaltendem Bestandswachstum. Demgegenüber entwickelten sich die Beiträge in der Sparte Privathaftpflichtversicherung der Bestandsentwicklung folgend rückläufig. Die gebuchten Rückversicherungsbeiträge sind leicht gesunken auf 2 (3) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge stiegen um 14 Mio. EUR auf 348 (334) Mio. EUR an. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verminderten sich um 14 Mio. EUR auf 161 (175) Mio. EUR. Dieser Rückgang ist vor allem auf ein gestiegenes Abwicklungsergebnis brutto von 55 (34) Mio. EUR zurückzuführen, resultierend aus höheren Abwicklungsgewinnen in den Sparten Heilwesen-, Planungs- und Vermögensschadenhaftpflicht. Der Geschäftsjahresschadenaufwand brutto stieg demgegenüber auf 216 (208) Mio. EUR im Wesentlichen aufgrund höherer Geschäftsjahresreserven infolge des Bestandswachstums. Die Bruttoschadenquote ist dementsprechend auf 46,0 (51,9) % gesunken. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle verminderten sich auf 155 (174) Mio. EUR. Der Rückgang ist analog Brutto im Wesentlichen auf das gestiegene Abwicklungsergebnis netto von 61 (34) Mio. EUR zurückzuführen. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto erhöhte sich von 208 Mio. EUR auf 216 Mio. EUR. Die Nettoschadenquote sank um 7,7 Prozentpunkte auf 44,6 (52,3) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen brutto wie auch netto auf 135 (130) Mio. EUR infolge höherer Provisionen und Verwaltungskosten dem Bestandswachstum folgend. Dementsprechend erhöhte sich die Kostenquote im Brutto leicht auf 38,7 (38,6) %, wohingegen sie im Netto leicht auf 38,8 (38,9) % sank. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten spiegelten die vorgenannten Entwicklungen wider und verminderten sich brutto auf 84,7 (90,5) % und netto auf 83,4 (91,1) %. Die Sparte Haftpflichtversicherung verzeichnete ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von 44 (-5) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung. Der Schwankungsrückstellung wurden 13 (34) Mio. EUR zugeführt. UnfallversicherungSelbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Die gebuchten Bruttobeiträge in der Unfallversicherung verringerten sich geringfügig um 2 Mio. EUR auf 63 (65) Mio. EUR. Ursächlich hierfür war die leicht rückläufige Anzahl an Versicherungsverträgen. Die verdienten Nettobeiträge reduzierten sich auf 64 (66) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle sanken brutto und netto um 3 Mio. EUR auf 29 (32) Mio. EUR. Dieser Rückgang ist auf ein gestiegenes Abwicklungsergebnis brutto wie auch netto von 16 (12) Mio. EUR zurückzuführen. Der Geschäftsjahrsaufwand erhöhte sich brutto wie auch netto leicht auf 45 (44) Mio. EUR infolge einer Häufung größerer Schäden. Die Bruttoschadenquote wie auch die Nettoschadenquote sanken dementsprechend auf 45,9 (48,8) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich brutto wie auch netto um 2 Mio. EUR auf 24 (26) Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Provisionen wie auch der Verwaltungskosten zurückzuführen, was sich positiv auf die Kostenquote auswirkte. Trotz der leicht rückläufigen Beitragsentwicklung führte dies zu einem Rückgang der Brutto- und Nettokostenquote auf 37,8 (40,3) %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten verminderten sich dementsprechend brutto wie auch netto auf 83,7 (89,1) %. Insgesamt konnte für die Sparte Unfallversicherung ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von 17 (13) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung erzielt werden. Der Schwankungsrückstellung wurden 7 (6) Mio. EUR entnommen. Multi RiskSelbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Die gebuchten Bruttobeiträge der Sparte Multi Risk erhöhten sich um 20 Mio. EUR auf 153 (133) Mio. EUR. Die Sparte Multi Risk ist eine der strategischen Zielsparten und setzt weiterhin ihr Wachstum fort. Neben dem Neugeschäft trugen auch positive Effekte aus umsatzbasierten Policen sowie aus den Beitragsanpassungen zum Beitragswachstum bei. Die Rückversicherungsbeiträge erhöhten sich um 13 Mio. EUR auf 27 (14) Mio. EUR durch marktbedingt steigende Prämien für Rückversicherungsverträge und Verbindlichkeiten für Wiederauffüllungsprämie. Die verdienten Nettobeiträge stiegen daher etwas geringer als die gebuchten Bruttobeiträge um 7 Mio. EUR auf 126 (119) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich brutto um 62 Mio. EUR auf 154 (92) Mio. EUR. Ausschlaggebend war der Anstieg des Geschäftsjahresschadenaufwandes in Höhe von 62 Mio. EUR auf 171 (109) Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf eine gegenüber dem Vorjahr gestiegene Belastung aus Großschäden zurückzuführen. Der Abwicklungsgewinn brutto blieb mit 16 (17) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Bruttoschadenquote erhöhte sich entsprechend deutlich um 31,1 Prozentpunkte auf 100,7 (69,6) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 23 Mio. EUR auf 105 (82) Mio. EUR. Haupttreiber hierfür war der Anstieg des Geschäftsjahresschadenaufwands netto um 28 Mio. EUR auf 127 (99) Mio. EUR. Die Rückentlastung für Großschäden lag bei 42 Mio. EUR, was den Nettoaufwand im Vergleich zum Vorjahr weniger stark anstiegen ließ. Weiterhin stieg der Abwicklungsgewinn netto auf 21 (18) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote erhöhte sich entsprechend um 15,0 Prozentpunkte auf 83,6 (68,6) %. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen auf 59 (50) Mio. EUR. Ursächlich für den Anstieg waren vor allem höhere Provisionen und Verwaltungskosten, dem Bestandswachstum folgend. Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich um 9 Mio. EUR auf 57 (48) Mio. EUR. Die Kostenquoten erhöhten sich brutto von 37,6 % auf 38,6 % und netto von 40,5 % auf 45,4 %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten reflektierten die vorgenannten Entwicklungen und lagen mit 139,3 (107,3) % brutto und mit 129,0 (109,1) % netto über denen des Vorjahres. Das versicherungstechnische Nettoergebnis lag bei -37 (-11) Mio. EUR. Verbundene WohngebäudeversicherungSelbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung stiegen im Geschäftsjahr um 7 Mio. EUR auf 188 (181) Mio. EUR an. Dies resultierte im Wesentlichen aus positiven Effekten aus der Indexanpassung. Die Rückversicherungsbeiträge sind um 4 Mio. EUR auf 13 (17) Mio. EUR gesunken. Die verdienten Nettobeiträge erhöhten sich um 8 Mio. EUR auf insgesamt 170 (162) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle verminderten sich brutto leicht um 2 Mio. EUR auf 123 (125) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand blieb konstant bei 120 (120) Mio. EUR. Dabei stand dem gestiegenen Frequenzschadenaufwand eine geringere Belastung von Großschäden und Kumulschadenaufwand gegenüber. Der Abwicklungsverlust reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr brutto um 3 auf -2 (-5) Mio. EUR aufgrund der im Geschäftsjahr verbesserten Abwicklung vor allem aus Schäden aus Naturkatastrophen der Vorjahre. Die Schadenquote brutto verbesserte sich dementsprechend um 2,8 Prozentpunkte auf 66,8 (69,6) %. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle entwickelten sich gegenläufig zu den Bruttoaufwendungen und stiegen um 6 Mio. EUR auf 120 (114) Mio. EUR an, da im Vorjahr eine hohe Rückentlastung für Schäden aus Naturkatastrophen erfolgte. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde ein geringerer Teil der Schäden an die Rückversicherer weitergegeben. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto erhöhte sich daher um 4 Mio. EUR auf 120 (116) Mio. EUR. Das Abwicklungsergebnis netto sank auf 0 (-2) Mio. EUR, da das Vorjahr Effekte aus der Rückentlastung für das Kumulereignis Sturmtief "Bernd" enthielt. Die Nettoschadenquote erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 70,8 (70,3) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sanken brutto wie auch netto auf 61 (63) Mio. EUR, was überwiegend auf gesunkene Verwaltungskosten zurückzuführen ist. Die Kostenquote brutto verminderte sich auf 33,4 (35,4) %. Die Kostenquote netto reduzierte sich auf 36,0 (39,0) %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten reflektierten die vorgenannten Entwicklungen und beliefen sich brutto auf 100,2 (105,0) % und netto auf 106,8 (109,3) %. Das versicherungstechnische Nettoergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11 Mio. EUR auf -19 (-30) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung verbessert. Der Schwankungsrückstellung wurden 6 (14) Mio. EUR zugeführt. Verbundene HausratversicherungSelbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Die gebuchten Bruttobeiträge in der Verbundenen Hausratversicherung blieben stabil bei 75 (75) Mio. EUR. Die Rückversicherungsbeiträge blieben stabil bei 3 (3) Mio. EUR. Die verdienten Nettobeiträge sanken leicht auf 72 (73) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich im Brutto um 6 Mio. EUR auf 33 (27) Mio. EUR infolge des gestiegenen Geschäftsjahresschadenaufwands brutto um 4 Mio. EUR auf 34 (30) Mio. EUR. Ursächlich hierfür war der Anstieg des Frequenzschadenaufwands durch den inflationsbedingt höheren Durchschnittsschadenaufwand. Zudem sank der Abwicklungsgewinn im Brutto auf 1 (3) Mio. EUR. Die Beitrags- und Schadenentwicklung führte zu einem Anstieg der Bruttoschadenquote um 8,0 Prozentpunkte auf 43,6 (35,6) %. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen im Netto um 7 Mio. EUR auf 33 (26) Mio. EUR. Der Geschäftsjahresschadenaufwand netto erhöhte sich analog Brutto um 4 Mio. EUR auf 34 (30) Mio. EUR. Der Abwicklungsgewinn netto sank auf 1 (3) Mio. EUR. Die Nettoschadenquote verzeichnete einen Anstieg um 9,6 Prozentpunkte auf 45,7 (36,1) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb verminderten sich sowohl brutto als auch netto auf 28 (31) Mio. EUR aufgrund geringerer Provisionen und Verwaltungskosten. Die Bruttokostenquote reduzierte sich auf 37,9 (40,2) % und die Nettokostenquote auf 39,5 (41,6) %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten reflektierten die vorgenannten Entwicklungen und erhöhten sich im Brutto von 75,8 % auf 81,5 % und im Netto von 77,7 % auf 85,1 %. Insgesamt wurde ein versicherungstechnisches Nettoergebnis in Höhe von 19 (22) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung ausgewiesen. Der Schwankungsrückstellung wurden 9 (6) Mio. EUR zugeführt. Sonstige VersicherungenSelbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unter den sonstigen Versicherungen werden die nicht gesondert auszuweisenden Versicherungssparten zusammengefasst. Hierzu gehören die Feuerversicherung, die Transportversicherung, die Beistandsleistungsversicherung, die Cyberversicherung sowie die Technischen Versicherungen. Die Bruttobeiträge der sonstigen Versicherungen stiegen im Geschäftsjahr um 27 Mio. EUR und beliefen sich auf 164 (137) Mio. EUR. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war wie im Vorjahr das strategiekonforme Beitragswachstum der Sparte Feuer. Neben dem Neugeschäft führten auch Beitrags- bzw. Indexanpassungen zu gestiegenen gebuchten Bruttobeiträgen. Die Sparte Cyber verzeichnete ebenfalls eine positive Entwicklung infolge Bestandswachstums aus Neugeschäft und setzt ihr kontinuierliches Wachstum fort. Die Sparten Technische Versicherungen und Transportversicherung weisen gegenüber dem Vorjahr einen leichten Beitragsanstieg auf. Die Rückversicherungsbeiträge sind bei 25 (12) Mio. EUR um 13 Mio. EUR durch marktbedingt steigende Prämien für nichtproportionale Rückversicherungsverträge und durch die Quoten-Rückversicherung in der wachsenden Sparte Cyber gestiegen. Die verdienten Nettobeiträge erhöhten sich um 15 Mio. EUR auf 139 (124) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle sind gegenüber dem Vorjahr brutto um 15 Mio. EUR auf 122 (137) Mio. EUR gesunken. Dazu beigetragen hatte der Rückgang des Geschäftsjahresschadenaufwands brutto um 6 Mio. EUR auf 138 (144) Mio. EUR infolge einer geringeren Kumul- und Großschadenbelastung in der Sparte Feuer. Zudem stieg der Abwicklungsgewinn brutto auf 16 (8) Mio. EUR. Dieser Effekt resultierte im Wesentlichen aus der positiven Abwicklung des Starkregentiefs "Bernd" und der Betriebsschließungsversicherung in der Sparte Feuer. Die Schadenquote der sonstigen Versicherungen verringerte sich entsprechend deutlich um 26,3 Prozentpunkte auf 74,6 (100,9) % im Brutto. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle verminderten sich um 9 Mio. EUR auf 118 (127) Mio. EUR. Treiber hierfür war unter anderem der gesunkene Geschäftsjahresschadenaufwand im Netto um 4 Mio. EUR auf 134 (138) Mio. EUR, bedingt durch die im Vorjahr enthaltene Rückentlastung durch den Rückversicherer für Schäden aus Naturkatastrophen. Zudem war der Abwicklungsgewinn netto auf 17 (11) Mio. EUR vor allem infolge der positiven Abwicklung von Vorjahresschäden in Feuer gestiegen. Die Schadenquote der sonstigen Versicherungen verminderte sich somit netto auf 85,0 (102,5) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen im Geschäftsjahr brutto auf 62 (50) Mio. EUR und netto auf 60 (49) Mio. EUR an. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem höhere Provisionen und Verwaltungskosten im Rahmen des Bestandswachstums insbesondere in den Sparten Feuer und Cyber. Die Kostenquoten erhöhten sich trotz der positiven Beitragsentwicklung brutto von 37,0 % auf 38,3 % und netto von 39,2 % auf 43,4 %. Die kombinierten Schaden-/Kostenquoten reflektierten die vorgenannten Entwicklungen und verbesserten sich brutto auf 112,9 (138,0) % und netto auf 128,4 (141,6) %. Insgesamt verblieb ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von -60 (-46) Mio. EUR nach Schwankungsrückstellung. Bei der Schwankungsrückstellung fand eine Zuführung von 12 (0) Mio. EUR statt. Allgemeines GeschäftKapitalanlageergebnisDie laufenden Erträge, die vor allem aus den Kuponzahlungen der festverzinslichen Kapitalanlagen bestanden, beliefen sich im Berichtsjahr auf 110 (116) Mio. EUR. Die Ausschüttungen aus den Rentenfonds fielen mit 11 (18) Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Aus den Beteiligungen wurde ein leicht höherer Ertrag generiert. Die Assetklasse Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen trug mit 30 (29) Mio. EUR einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis bei. Bei einem für das Gesamtjahr gestiegenen Wiederanlagezins wurden leicht höhere Erträge in festverzinslichen Anlageklassen in der Direktanlage generiert. Dem standen laufende Aufwendungen (inklusive planmäßiger Abschreibungen) in Höhe von 7 (6) Mio. EUR gegenüber. Das laufende Ergebnis betrug somit 103 (110) Mio. EUR. Insgesamt konnte eine laufende Durchschnittsverzinsung 1 von 2,8 (3,0) % erzielt werden. Im Berichtsjahr wurden außerordentliche Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 17,0 (6,1) Mio. EUR realisiert. Diese resultierten vorrangig aus dem Verkauf von Immobilien. Außerordentliche Zu- und Abschreibungen fielen im Berichtsjahr in Höhe von 2,3 (-0,1) Mio. EUR an. Insgesamt war ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 19,3 (5,9) Mio. EUR auszuweisen. Das Kapitalanlageergebnis vor Abzug des technischen Zinsertrages belief sich insgesamt auf 122 (116) Mio. EUR. Insgesamt wurde für das Berichtsjahr eine Nettoverzinsung 2 von 3,3 (3,2) % erreicht. Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis in Höhe von -28 (-25) Mio. EUR beinhaltet sonstige Erträge in Höhe von 8 (6) Mio. EUR und sonstige Aufwendungen in Höhe von 36 (31) Mio. EUR, davon entfallen 32 (29) Mio. EUR auf Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes.
1 Laufende Bruttoerträge abzüglich
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen
abzüglich planmäßige Abschreibungen im
Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagen
zum 1.1. und 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahres
Gesamtergebnis der HDI Versicherung AG
Im Geschäftsjahr wurde aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wie erwartet ein gesteigerter Gewinn in Höhe von 67 (2) Mio. EUR an die Muttergesellschaft, die HDI Deutschland AG, abgeführt. Vermögens- und FinanzlageKapitalanlagenDas Volumen der Kapitalanlagen der HDI Versicherung AG lag zum Jahresultimo 2023 über dem Vorjahresniveau und betrug 3.718 (3.660) Mio. EUR. Die Kapitalanlagen wurden vorrangig in festverzinslichen Wertpapieren investiert, die im Direktbestand gehalten werden. Deren Anteil lag Ende 2023 bei 71,3 % der gesamten Kapitalanlagen. Investitionen erfolgten vor allem in Inhaberschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen guter Bonität. Weitere wesentliche Anlageklassen stellten Rentenfonds mit 13,6 (13,8) % sowie Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen mit 6,8 (7,0) % dar. Das nach linearer Methodik ermittelte durchschnittliche Rating der festverzinslichen Kapitalanlagen betrug AA (AA). Der Bestand an Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, lag unter dem Niveau des Vorjahres und belief sich auf 135 (170) Mio. EUR. Der Bestand an Anteilen und Beteiligungen war im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und belief sich auf 253 (256) Mio. EUR. Der Bestand der Immobilienfonds verblieb mit 36 (36) Mio. EUR auf nahezu konstantem Niveau. Unter den sonstigen Fonds erfolgte ein Aufbau auf 110 (98) Mio. EUR. Auch der Bestand an Aktienfonds wurde weiter aufgebaut und beträgt zum Geschäftsjahresende rund 124 (102) Mio. EUR. Die Marktwerte der bilanzierten Kapitalanlagen beliefen sich auf insgesamt 3.621 (3.462) Mio. EUR. Die Bewertungsreserven betrugen -97 (-198) Mio. EUR. EigenkapitalDas Eigenkapital beträgt unverändert zum Vorjahr 57 (57) Mio. EUR. Versicherungstechnische RückstellungenDie versicherungstechnischen Rückstellungen sind netto mit 3.712 (3.690) Mio. EUR um 22 Mio. EUR gestiegen. In diesem Posten sind vorwiegend die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten. Da die HDI Versicherung AG ausschließlich im deutschen Markt tätig ist, sind die Nettorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle nahezu keinen Veränderungen durch Währungskursschwankungen ausgesetzt. FinanzlageDer Gesellschaft fließen durch laufende Beitragseinnahmen, durch Kapitalerträge und durch Rückflüsse von Kapitalanlagen liquide Mittel zu. Die Liquidität, die zur Bestreitung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderlich ist, ist nach der laufenden Liquiditätsplanung, welche die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der folgenden zwölf Monate berücksichtigt, gewährleistet. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft HDI Deutschland AG. Weitere Positionen der BilanzDie Zusammensetzung der genannten sowie der weiteren Positionen der Bilanz ist im Anhang dieses Berichts erläutert. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageIm zweiten Jahr in Folge stand das operative Geschäft der HDI Versicherung AG im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem unter dem Einfluss der gestiegenen Inflation und damit eines gestiegenen Geschäftsjahresschadenaufwands. Dennoch konnte das Ergebnis der Gesellschaft deutlich gesteigert werden. Im Rahmen des laufenden strategischen Programms des Geschäftsbereichs HDI Deutschland will die Gesellschaft ihr Beitragsvolumen insbesondere über ihre Stärken im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie als Partner von Banken und Vertriebspartnern weiter deutlich steigern. Ebenfalls soll die operative Ertragskraft bis zum Jahr 2025 mit profitablem Neugeschäft, hoher Kostendisziplin, fokussiertem Underwriting und digitaler Prozesseffizienz verbessert werden. Das Beitragsvolumen der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich erhöht, wobei alle Spartengruppen zur positiven Entwicklung beitrugen. Wesentlicher Treiber der Beitragssteigerung in den HUS-Sparten ist das weiterhin strategiekonforme Wachstum des Firmen- und Freie-Berufe-Geschäfts. Daneben wirken sich in allen Spartengruppen Effekte aus Beitragssteigerungen positiv auf den Beitrag aus. Der Schadenaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr. Hier lagen insbesondere die Aufwendungen aus dem in fast allen Sparten gestiegenen Frequenzschadenaufwand infolge inflationsbedingt höherer Durchschnittsschäden deutlich über dem Vorjahr. Neben dem gestiegenen Preisniveau wirkten auch Effekte aus Material- und Handwerkerknappheit belastend. Demgegenüber sank die Nettobelastung aus Großschäden, während die Nettoaufwendungen für Naturkatastrophen über dem Vorjahr liegen. Das Abwicklungsergebnis verbesserte sich vor allem infolge höherer Abwicklungsgewinne aus Vorjahresschäden in den Freie-Berufe-Sparten gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies resultiert vor allem aus höheren Provisionen infolge des Beitragswachstums. Trotz der weiterhin herausfordernden Situation an den Kapitalmärkten konnte das Kapitalanlageergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Nettoverzinsung gegenüber dem Vorjahr sinkt leicht. Dennoch wurden, aufgrund eines gestiegenen Wiederanlage-Returns, in festverzinslichen Assetklassen leicht höhere Erträge gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der HDI Versicherung AG als unverändert stabil einzuschätzen. RisikoberichtZusammenfassende Darstellung der RisikolageIm Risikomanagement der Gesellschaft werden die Risiken für die Gesellschaft regelmäßig untersucht. Die etablierten Risikomanagement-Systeme und Kontrollinstanzen unterstützen eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben können. Insgesamt sieht sich die Gesellschaft derzeit in der Lage, alle Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen dauerhaft zu erfüllen. Bestandsgefährdende Risiken, d. h. wesentliche Risiken mit existenziellem Verlustpotenzial für die Gesellschaft, können sich insbesondere dann ergeben, wenn sich systemische Risiken wie z. B. ein Kollaps des Finanzsystems realisieren. Bestandsgefährdende Risiken unternehmensspezifischer Natur zeichnen sich derzeit nicht ab. Das Risikoprofil der Gesellschaft ist stark geprägt von versicherungstechnischen Risiken und Marktrisiken. Gegenüber dem Vorjahr bestehen unverändert wesentliche geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten, unter anderem aufgrund des Nahostkonflikts und des Krieges in der Ukraine, möglicher Engpässe z. B. in der Energieversorgung oder bei Lieferketten, weiterhin hoher Inflationsraten und von Rezessionsrisiken. Auch wenn im Laufe des Berichtsjahres ein Zinsrückgang festzustellen war, liegt das Zinsniveau zum Bilanzstichtag weiterhin deutlich oberhalb der langjährigen Niedrigzinsphase. Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen werden von der Gesellschaft erfüllt. Die konkreten Quoten werden im April 2024 im Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zum 31.12.2023 veröffentlicht. Da die Veröffentlichung des SFCR gemäß gesetzlich vorgegebenen Fristen nach der Feststellung des Jahresabschlusses liegt, ist der SFCR nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Grundlagen des RisikomanagementsDas Risikomanagement der Gesellschaft erfüllt die Anforderungen des deutschen Aktiengesetzes (§ 91 Absatz 2 AktG). Mit dem vorliegenden Bericht kommt die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zu einer Berichterstattung über die wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nach (§ 289 Absatz 1 HGB). Risikomanagement-SystemBasis des Risikomanagements ist die jährlich durch den Vorstand verabschiedete Risikostrategie, die sich aus der Geschäftsstrategie ableitet. Sie ist verbindlicher, integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Zur Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie bedient sich die Gesellschaft eines internen Steuerungs- und Kontrollsystems. Das Risikoverständnis ist ganzheitlich, d. h., es umfasst Chancen und Risiken, wobei der Fokus der Betrachtungen auf negativen Zielabweichungen und somit Risiken im engeren Sinn liegt. Risikostrategische Ziele sind dabei insbesondere die Einhaltung der festgelegten Risikotoleranz und des Risikobudgets. Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Geschäftsbereichs HDI Deutschland sowie des Konzerns eingegliedert und berücksichtigt die Konzernrichtlinien. Zur Quantifizierung von Risiken wird ein von der Aufsicht genehmigtes Internes Modell gemäß Solvency II eingesetzt. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr. Das Risikomanagement-System der Gesellschaft wird laufend weiterentwickelt und damit den jeweiligen sachlichen und gesetzlichen Erfordernissen sowie den Konzernvorgaben angepasst. Das Risikomanagement-System ist mit dem zentralen Steuerungssystem der Gesellschaft eng verzahnt. Die Bewertung der wesentlichen quantifizierbaren Risiken der Gesellschaft erfolgt regelmäßig mithilfe des Risikomodells. Dabei werden diese Risiken systematisch analysiert und mit Solvenzkapital hinterlegt. Zusätzlich werden wesentliche sich aus Zielabweichungen ergebende strategische Risiken, Projektrisiken, Reputationsrisiken und Emerging Risks betrachtet. Die erfassten Risiken werden durch abgestimmte Maßnahmen gesteuert sowie die quantifizierbaren Risiken durch ein Limit- und Schwellenwertsystem überwacht. Der Vorstand der Gesellschaft wird im Rahmen der Risikoberichterstattung vom Risikomanagement regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Bei akuten Risiken ist eine Sofortberichterstattung an den Vorstand gewährleistet. Als einen wesentlichen Teil des Risikomanagement-Systems führt das Unternehmen mindestens einmal jährlich eine unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung durch (Own Risk and Solvency Assessment, ORSA), in der u. a. der Gesamtsolvabilitätsbedarf unter Berücksichtigung des spezifischen Risikoprofils des Unternehmens überprüft wird. Im Kapitalanlagebereich umfasst das Risikomanagement-System spezifische Instrumentarien zur laufenden Überwachung aktueller Risikopositionen und der Risikotragfähigkeit. Sämtliche Kapitalanlagen stehen unter ständiger Beobachtung und Analyse durch den Geschäftsbereich Kapitalanlagen und das operative Kapitalanlagecontrolling. Mithilfe von Szenarioanalysen und Stresstests werden die Auswirkungen von Kapitalmarktschwankungen simuliert, um bei Bedarf frühzeitig auf diese reagieren zu können. Darüber hinaus stellt eine umfangreiche Berichterstattung die erforderliche Transparenz aller die Kapitalanlagen betreffenden Entwicklungen sicher. Für Handels- und Abwicklungstätigkeiten im Kapitalanlagebereich bedient sich die Gesellschaft der Dienstleistung der Ampega Asset Management GmbH. RisikoorganisationDie Aufbauorganisation im Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet eine Funktionstrennung zwischen aktiver Risikoübernahme und unabhängiger Risikoüberwachung. Zentrale Organe sind neben dem Gesamtvorstand der Gesellschaft die Schlüsselfunktionen gemäß § 7 Nr. 9 VAG - nämlich Unabhängige Risikocontrollingfunktion, Compliance-Funktion, Interne Revision, Versicherungsmathematische Funktion - sowie die Risikoverantwortlichen. Der Gesamtvorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Gesellschaft. Er legt die Risikostrategie fest und trifft hieraus abgeleitete wesentliche Risikomanagemententscheidungen. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist auf Basis der geltenden Ausgliederungsvereinbarungen auf die HDI AG ausgegliedert und wird von einer organisatorischen Einheit unter Leitung des Chief Risk Officer wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und eine effiziente Nutzung der Ressourcen sichergestellt. Innerhalb der Gesellschaft ist ein Ausgliederungsbeauftragter benannt, der die Ausgliederung überwacht. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist primär für die Identifikation, Bewertung und Analyse des Risikoprofils sowie für die Überwachung von Limiten und Maßnahmen zur Risikobegrenzung auf aggregierter Ebene zuständig. Diese Aufgabe wird durch den Chief Risk Officer mit Unterstützung des Risikomanagements und des Risikokomitees des Geschäftsbereichs HDI Deutschland wahrgenommen. Das Risikokomitee spricht dabei Empfehlungen an den Gesamtvorstand aus. Risikoverantwortliche sind für die Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken ihres Verantwortungsbereiches zuständig. Zudem sind sie verantwortlich für Vorschläge zur Risikominderung und für die Umsetzung geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Der Austausch von Erkenntnissen zwischen Risikoverantwortlichen und Unabhängiger Risikocontrollingfunktion findet im Rahmen von regelmäßigen Risikosteuerungskreis-Sitzungen statt. Die Interne Revision ist für die prozessunabhängige Prüfung der Geschäftsbereiche, insbesondere auch des Risikomanagements, verantwortlich. Die Leitung der Internen Revision ist zum Zwecke der Diskussion risikorelevanter Themen als Gast im Risikokomitee vertreten. Die Gesellschaft ist in die Compliance-Organisation des Geschäftsbereichs HDI Deutschland eingebunden, um eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation zu unterstützen, welche die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet. Compliance entsendet einen Vertreter in das Risikokomitee. Die Versicherungsmathematische Funktion trägt im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagement-Systems bei, insbesondere hinsichtlich der Koordinierung der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie der Angemessenheit der Zeichnungs- und Annahmepolitik und der Rückversicherungsvereinbarungen. Auch die Versicherungsmathematische Funktion ist im Risikokomitee vertreten. Auch die Funktionen der Internen Revision, Compliance und Versicherungsmathematischen Funktion sind an die HDI AG ausgegliedert. Risiken der künftigen EntwicklungDie Risikolage der Gesellschaft wird anhand der nachfolgend beschriebenen Risikokategorien erörtert. Versicherungstechnische RisikenDas versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Gefahr, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. PrämienrisikenDas Prämienrisiko oder Prämien-/Schadenrisiko ergibt sich daraus, dass aus im Voraus festgesetzten Versicherungsprämien später Entschädigungen zu leisten sind, deren Höhe jedoch zunächst unbekannt ist. So kann der tatsächliche vom erwarteten Schadenverlauf abweichen. Die Gesellschaft setzt bei der Tarifierung versicherungsmathematische Modelle ein und überwacht kontinuierlich den Schadenverlauf. Für die wesentlichen Sparten werden Portfolio-Analysen durchgeführt, die Auswertungen zur Profitabilität auch einzelner Segmente innerhalb einer Sparte ermöglichen. Darüber hinaus existiert in den Schadenabteilungen ein umfangreiches Schadencontrolling. Zudem wird das Portfolio durch Rückversicherungen gedeckt. ReserverisikenDas Reserverisiko bezeichnet die Gefahr, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichen, um noch nicht abgewickelte und noch nicht bekannte, aber bereits eingetretene Schäden vollständig zu regulieren. Dies könnte zu einem Nachreservierungsbedarf führen. Dem Prämien- und Reserverisiko begegnet die Gesellschaft durch Berücksichtigung vorsichtiger Annahmen bei der Kalkulation. Die Höhe der Rückstellungen wird regelmäßig von internen und externen Aktuaren überprüft und der Gesellschaft in Form von Reservegutachten zur Verfügung gestellt. Insbesondere begegnet die Gesellschaft im Rahmen der aus versicherungstechnischen Risiken möglichen Auswirkungen eines zeitgleichen Eintritts von Naturkatastrophen und Kumulschäden dadurch, dass sie durch adäquaten Rückversicherungsschutz Spitzenbelastungen absichert. Weiterhin werden zur Steuerung und Reduzierung der Risiken vor allem Schadenanalysen, Naturkatastrophenmodellierungen, selektives Underwriting und die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs herangezogen. StornorisikenDas Stornorisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Storno-, Kündigungs-, Verlängerungs- und Rückkaufsraten von Versicherungsverträgen ergibt. Die Gesellschaft analysiert regelmäßig die Stornosituation; bei Bedarf werden geeignete Steuerungsmaßnahmen ergriffen. MarktrisikenDas Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität von Finanzmarktdaten ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beeinflussen. Die Gesellschaft verfügt über detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, die das Anlageuniversum, besondere Qualitätsmerkmale, Emittentenlimite und Anlagegrenzen festlegen. Diese orientieren sich an den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie den internen Richtlinien der Gesellschaft, sodass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht werden. Zudem wird eine klare Funktionstrennung zwischen operativer Steuerung des Kapitalanlagerisikos und Risikocontrolling sichergestellt. Im Rahmen des Monatsreportings werden parametrische Stresstests berechnet, aus denen sich ableiten lässt, wie sensitiv das Portfolio auf wesentliche Veränderungen der Marktdaten reagiert. Aktien- und BeteiligungsrisikenDas Aktienrisiko bezeichnet das Risiko aus Änderungen des Aktienkursniveaus. Eine mögliche Änderung wirkt auf die Bewertung von Aktien sowie auf Vermögenspositionen, die im Risikomodell wie Aktien modelliert werden, insbesondere auf etwaige Beteiligungen der Gesellschaft. Das Aktienrisiko besitzt aufgrund der niedrigen Aktienquote der Gesellschaft nur ein begrenztes Gefahrenpotenzial. Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einem hypothetischen Wertverlust/Wertzuwachs der Aktienanlagen angegeben (Berechnung zum Bilanzstichtag):
ZinsrisikenDas Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Zinskurve oder auf die Volatilität der Zinssätze. Das Zinsrisiko wird vor allem durch regelmäßige Asset-Liability-Analysen, kontinuierliche Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender Maßnahmen gesteuert. Bei Bedarf kommen auch geeignete Kapitalmarktinstrumente zum Einsatz. Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einer hypothetischen Verringerung/Erhöhung der Zinsen angegeben (Parallelverschiebung der Zinskurve, Berechnung zum Bilanzstichtag):
WährungsrisikenDas Währungsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse. Das Währungsrisiko spielt bei der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle, da die Kapitalanlage fast ausschließlich in Euro erfolgt. ImmobilienrisikenDas Immobilienrisiko steht für das Risiko aus Schwankungen des Werts der in der Kapitalanlage gehaltenen Immobilien. Hierbei werden sowohl Immobilien im engeren Sinne (z. B. Grundstücke und Gebäude) als auch Immobilienfonds berücksichtigt. Im Fall von direkten Investitionen in Immobilien werden auf Objekt- und Portfolio-Ebene regelmäßig die Rendite und weitere wesentliche Performance-Kennzahlen (z. B. Leerstände oder Rückstände) gemessen. Bei indirekten Immobilieninvestitionen wird das Risiko durch regelmäßige Beobachtung der Fondsentwicklung und -performance kontrolliert. Bis zum Jahresende 2023 sind anlageklassentypisch deutliche Marktwertreduzierungen festzustellen. Im Sinne einer Sensitivitätsanalyse sind im Folgenden prozentuale Veränderungen des Marktwerts der Kapitalanlagen bei einem hypothetischen Wertverlust der Immobilienanlagen angegeben (Berechnung zum Bilanzstichtag):
Kreditrisiken aus der KapitalanlageKreditrisiken beschreiben allgemein die Risiken eines Verlustes oder nachteiliger Veränderungen der Finanzlage, die sich aus Fluktuationen bei der Bonität von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergeben, gegen welche die Gesellschaft Forderungen hat. Sie treten in Form von Gegenparteiausfallrisiken, Spread-Risiken oder Marktrisikokonzentrationen auf. Die Gesellschaft führt regelmäßig Bonitätsprüfungen der vorhandenen Schuldner durch. Bonitätsrisiken unter Investment-Grade und ohne Rating werden in allenfalls begrenztem Umfang eingegangen. Zur Steuerung des Ausfall- bzw. Bonitätsrisikos werden Ratingkategorien und Sicherungsinstrumente berücksichtigt. Die Bonität der Schuldner wird laufend überwacht. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch externe Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder Scope Analysis vergebenen Ratingklassen. Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen
Zur Minderung des Konzentrationsrisikos wird eine breite Mischung und Streuung der Anlagen beachtet. Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern werden möglichst vermieden. Gliederung der festverzinslichen Kapitalanlagen nach Art der Emittenten
InfrastrukturanlagerisikenRisiken aus Infrastrukturanlagen beziehen sich auf Wertänderungen und Schwankungen in den Erträgen entsprechender Infrastrukturanlagen. Ihre Steuerung erfolgt über sorgfältige Due-Diligence-Prüfungen im Vorfeld sowie laufende Monitoring-Maßnahmen. Hierfür wird spezialisiertes Know-how vorgehalten. Derivate und strukturierte ProdukteSofern Derivatgeschäfte zur Ertragsvermehrung, Erwerbsvorbereitung und Absicherung von Beständen sowie Geschäfte mit strukturierten Produkten getätigt werden, werden sie im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft abgeschlossen. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Auf der einen Seite sind Derivate wegen ihrer sehr niedrigen Transaktionskosten und ihrer sehr hohen Marktliquidität und -transparenz effiziente und flexible Instrumente zur Portfolio-Steuerung. Auf der anderen Seite gehen mit dem Einsatz von Derivaten auch zusätzliche Risiken einher, die detailliert überwacht und zielgerecht gesteuert werden. Zur Absicherung des Inflationsrisikos wurde 2023 das Inflation-Swap-Portfolio der Gesellschaft weiter aufgebaut (Inflation Receivers). Der Bestand betrug zum Jahresende 2023 150 Mio. EUR nominal. Strukturierte Produkte waren zum 31.12.2023 mit einem Gesamtbuchwert von 357,1 (348,8) Mio. EUR im Direktbestand. Value at RiskEin wichtiges Element der Steuerung von Marktrisiken ist die regelmäßige Überwachung geeigneter Kennziffern, so z. B. des Value at Risk (VaR), der einen mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit innerhalb eines definierten Zeitraums maximal zu erwartenden Verlust abbildet. Der VaR wird in Prozent der Marktwerte der betrachteten Kapitalanlagen gemessen. Zur Messung der Kreditrisiken in der Kapitalanlage wird unter Berücksichtigung von emittentenspezifischen Merkmalen, Portfolio-Konzentrationen und Korrelationen ein Credit-VaR ermittelt, der sich auf einen Zeitraum von einem Jahr bezieht. Der Credit-VaR zum 31.12.2023 betrug 4,28 %. Der ALM-VaR berücksichtigt neben den Kapitalanlagen auch die prognostizierten Cashflows der versicherungstechnischen Verpflichtungen. Der ALM-VaR für einen Zeitraum von zehn Tagen zum 31.12.2023 betrug 1,65 %. GegenparteiausfallrisikenDas Gegenparteiausfallrisiko deckt risikomindernde Verträge wie z. B. Rückversicherungsvereinbarungen oder Verbriefungen sowie Forderungen gegen Vermittler und alle sonstigen Kreditrisiken ab, soweit sie nicht anderweitig in der Risikomessung berücksichtigt werden. Informationen zu Ausfallrisiken in der Kapitalanlage finden sich oben unter dem Stichwort der Kreditrisiken. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Rückversicherer Beim Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Rückversicherer handelt es sich um die Möglichkeit des Ausfalls von Anteilen der Rückversicherer an Versicherungsverbindlichkeiten abzüglich Rückversicherungsdepots oder anderer Sicherheiten. Zur Risikominderung wird die Bonität der Rückversicherungspartner bei der Auswahl der Vertragspartner berücksichtigt und im Vertragsverlauf überwacht. Der Ausfall von Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ist aufgrund der günstigen Bonitätseinschätzung der Rückversicherungspartner nur ein geringes Risiko. Die Forderungen gegenüber Rückversichern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 8,2 (38,3) Mio. EUR. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen VersicherungsvermittlerDas Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Versicherungsvermittler besteht grundsätzlich in der Möglichkeit, dass im Falle von (vermehrten) Kündigungen durch Versicherungsnehmer Provisionsrückforderungen nicht hinreichend werthaltig sind. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko insbesondere durch intensive Überwachung der Bonität der Vermittler mithilfe eines detaillierten Kontrollsystems. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. So können z. B. wegen der Illiquidität von Märkten Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert werden oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das den Grad der Liquidierbarkeit des Titels zu marktgerechten Preisen angibt. Diese Kennzeichen werden vom Risikocontrolling der Ampega Asset Management GmbH regelmäßig überprüft, unter Berücksichtigung von Marktdaten und einer Einschätzung des Portfolio-Managements plausibilisiert und, falls angezeigt, modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Berichtswesen an den Finanzvorstand der Gesellschaft ein. Die Liquiditätsstruktur zum Bilanzstichtag stellt sich folgendermaßen dar: Liquiditätsstruktur der Kapitalanlagen zum 31.12.2023 in %
Den Liquiditätsrisiken wird durch eine kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen begegnet. Es existieren individuelle Mindestlimite für den Bestand an Papieren mit hoher Liquidität sowie Höchstlimite für den Bestand an Papieren mit geringer Liquidität. Insbesondere die Mindestlimite leiten sich aus dem zeitlichen Charakter der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen ab. Durch eine hinreichend liquide Anlagestruktur wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Durch die gestiegenen Zinsen und die damit verbundene Marktwertreduktion der Kapitalanlagen ist das Liquiditätsmanagement nochmals in einen stärkeren Fokus gerückt. Auf Basis der Liquiditätsplanung war zum Bilanzstichtag kein erhöhtes Risiko absehbar, dass zur Sicherstellung der Liquidität Anlagen aus dem Anlagevermögen heraus oder mit Verlusten verkauft werden müssten. Operationelle RisikenDas operationelle Risiko bezeichnet das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit bzw. dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen wie auch durch externe Ereignisse ergibt. Risiken aus Business Continuity und IT Service ContinuityRisiken aus Business Continuity und IT Service Continuity bezeichnen das Risiko, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Gefahren bedroht, geschädigt oder gestört wird. Hierzu zählen sowohl Verluste als auch Mehrkosten durch den Ausfall von bzw. aufgrund technischer Probleme in den IT-Systemen wie auch durch Zerstörung oder Beschädigung der Gebäude bzw. gebäudeweiten Versorgungseinrichtungen oder durch weitere Beeinträchtigungen der Arbeitsumgebung. Risiken aus Störungen der Gebäudeinfrastruktur reduziert die Gesellschaft mit wirksamen Risikosteuerungsmaßnahmen, u. a. durch die Einhaltung von Sicherheits- und Wartungsvorschriften sowie Brandschutzmaßnahmen sowie auch durch die flächendeckende Möglichkeit des mobilen Arbeitens. Um Risiken aus einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs aufgrund von Krisen oder Notfällen zu begegnen, ist in der Gesellschaft ein Krisenmanagement etabliert, das im Falle einer Störung eine schnellstmögliche Rückkehr in den Normalbetrieb sicherstellt. Der Notfallvorsorge wird mittels eines Notfallhandbuchs, der Durchführung von Business-Impact-Analysen zur Ermittlung der Kritikalität von Geschäftsprozessen, der Einrichtung eines Krisenstabs und Notfallteams Rechnung getragen. Das Risiko des Ausfalls der IT-Infrastruktur wird durch regelmäßige Kontrollen, redundante Systeme, Backup- und Recovery-Verfahren sowie Rufbereitschaft verringert. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau. Risiken aus ProzessenProzessrisiken beschreiben das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen ergibt, einschließlich der Schwächen in der Datenqualität. Die Gesellschaft hat ein Internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, durch das insbesondere Prozessrisiken systematisch identifiziert und mit Kontrollmaßnahmen versehen werden. Die Notwendigkeit, Vollständigkeit und Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen wird im Rahmen von regelmäßigen Prozessreviews durch den jeweiligen Prozessverantwortlichen bewertet. Die Interne Revision beurteilt in regelmäßigen Abständen von ihrem objektiven Standpunkt aus, inwiefern die Kontrollen angemessen und wirksam sind. Bei sogenannten Buchungsverträgen in der Gebäudeversicherung, die gesammelt mehrere Einzelrisiken umfassen, werden Maßnahmen getroffen, um die Informationslage über die enthaltenen Einzelrisiken zu verbessern. Compliance-, Rechts- und SteuerrisikenCompliance-, Rechts- und Steuerrisiken beschreiben das Risiko der Nichteinhaltung der gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Vorschriften und unternehmensinternen Richtlinien, welches zu Klagen oder behördlichen Verfahren führen könnte. Compliance-Risiken beinhalten rechtliche Risiken und Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung einschließlich Änderungen der Steuergesetzgebung und der gesetzlichen Meldepflichten. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie z. B. geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts. Compliance-Risiken im Vertrieb werden auch im Hinblick auf den GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb regelmäßig überwacht. Die Entwicklung der rechtlichen Anforderungen zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in der Geschäftstätigkeit, zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und zur Offenlegung relevanter Nachhaltigkeitsinformationen wird intensiv verfolgt. Mögliche Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder gesetzliche Änderungen, insbesondere gesellschaftsrechtlicher, produktrechtlicher oder steuerlicher Natur, werden frühzeitig identifiziert und eng überwacht. Fraud-RisikenFraud-Risiken beinhalten das Risiko aus der vorsätzlichen Verletzung der Gesetze oder Regeln durch eigene Mitarbeiter (interne Fraud-Risiken) und/oder durch Dritte (externe Fraud-Risiken), um einen persönlichen Vorteil zu erlangen. Gemeint sind Fraud-Risiken im weiteren Sinne, sodass nicht nur Betrug, sondern auch weitere Vermögensdelikte mit eingeschlossen sind. Dem Risiko von dolosen Handlungen begegnet die Gesellschaft durch Regelungen und interne Kontrollen in den Fachbereichen. So unterliegen Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen strengen Vollmachts- und Berechtigungsregelungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vieraugenprinzip bei wichtigen Entscheidungen und Stichproben bei serienhaften Geschäftsvorfällen erschweren dolose Handlungen. Darüber hinaus prüft die Interne Revision unternehmensweit Systeme, Prozesse und Einzelfälle. Personelle RisikenPersonelle Risiken bezeichnen das Risiko, welches sich aus unzureichender Ausstattung oder durch unzulängliches Verhalten der Mitarbeiter ergibt. Entsprechend qualifizierte Mitarbeiter sind für das Geschäft mit starker Kundenorientierung sowie die Umsetzung wichtiger Projekte notwendig. Zur Minderung von personellen Risiken legt die Gesellschaft großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich die Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre ebenso wie nicht monetäre Anreizsysteme fördern einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter sowie Prozessdokumentationen und Vertretungsregelungen tragen dazu bei, Personalrisiken zu reduzieren. Informations- und IT-SicherheitsrisikenDie Informations- und IT-Sicherheitsrisiken beschreiben die Risiken, die die Vollständigkeit, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit der Informationen oder IT-Systeme potenziell gefährden können. Die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherheit und Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft. Sicherheit im IT-Bereich wird bei der Gesellschaft durch Zugangskontrollen, Zugriffsberechtigungssysteme und Sicherungssysteme für Programme und Datenhaltung gewährleistet. Bei der Verbindung interner und externer Netzwerke ist eine schützende Firewall-Technik installiert, die regelmäßig überprüft und ständig weiterentwickelt wird. Um bei allen Mitarbeitern ein gutes Grundverständnis dafür zu erreichen, Bedrohungen abzuwenden und die Sicherheit von Informationen zu gewährleisten, werden zielgruppenorientierte Awareness- und Trainingsmaßnahmen zur Informationssicherheit durchgeführt. Das vorhandene Information Security Management System ist nach ISO 27001 zertifiziert. Outsourcing-RisikenOutsourcing-Risiken bezeichnen das Risiko, das sich aus dem Outsourcing der Funktionen oder Versicherungstätigkeiten ergibt - entweder direkt oder durch weiteres Outsourcing -, die sonst vom Unternehmen selbst ausgeübt werden könnten. Es wird unterschieden nach der Fremdvergabe von Aufgaben bis zum Vertrieb und der Fremdvergabe von Vertriebsleistungen. Risiken aus ausgegliederten Funktionen oder Dienstleistungen sind grundsätzlich in den Risikomanagement-Prozess eingebunden und werden identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht, auch wenn die Dienstleistung konzernintern erfolgt. Zudem werden vor Ausgliederung von Tätigkeiten/Bereichen initiale Risikoanalysen durchgeführt. Die Gesellschaft lässt sich erforderliche Auskunfts- und Weisungsbefugnisse von dem Dienstleister vertraglich zusichern. Hierdurch wird der Vorstand berechtigt, jederzeit Einzelweisungen zu erteilen. Damit ist der Vorstand in der Lage, Einfluss auf die ausgegliederten Bereiche zu nehmen. Zudem wird eine angemessene und fortlaufende Kontrolle und Beurteilung der Dienstleister durch diverse Beurteilungsmaßnahmen gewährleistet (u. a. Definition von Produktkatalogen einschließlich Service-Level-Agreements und Durchführung von Kundenzufriedenheitsbefragungen zur Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Leistungs- und Qualitätskriterien). Andere wesentliche RisikenStrategische RisikenStrategische Risiken beschreiben Risiken aus strategischen Geschäftsentscheidungen. Zum strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Die Gesellschaft überprüft ihre Geschäfts- und Risikostrategie mindestens jährlich u. a. auf Konsistenz und passt Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. Strategischen Risiken wird im Rahmen der Planungs- und Steuerungsprozesse begegnet. Da die Vertriebsleistung grundsätzlich ein zentraler Erfolgsfaktor ist, wird den Vertriebsrisiken bei der Gesellschaft eine angemessene Bedeutung beigemessen. ProjektrisikenProjektrisiken beschreiben Risiken einer Gefährdung des vorgesehenen Ablaufs oder einer Nichterreichung der Ziele von Projekten (inklusive strategischer sowie IT-bezogener Projekte). Projektrisiken und ihre Auswirkungen werden im Rahmen des Projektmanagements systematisch erhoben. Der Fortschritt der Projekte wird regelmäßig überprüft und bewertet. Es kommen im Unternehmen verbindlich eingerichtete Prozesse und Maßnahmen zur Kontrolle und Steuerung des Projektportfolios wie auch von Einzelprojekten zum Einsatz. Dadurch wird sichergestellt, dass rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen getroffen werden können, wenn sich bezüglich der Erreichung der Zeit- und Qualitätsziele Schwierigkeiten abzeichnen sollten. ReputationsrisikenReputationsrisiken beschreiben Risiken aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Reputationsrisiken werden intensiv beobachtet. Zur Verringerung von Reputationsrisiken ist ein professionelles Beschwerdemanagement installiert. Darüber hinaus wird die Gefahr von Reputationsrisiken durch die Qualitätsanforderungen an die Produkte, ein ständiges Qualitätsmanagement der wesentlichen Geschäftsprozesse, Maßnahmen zur Geldwäscheprävention sowie durch strenge Datenschutz- und Compliance-Richtlinien begrenzt. Das Kommunikationsmanagement im Krisenfall ist geregelt. Emerging RisksEmerging Risks sind neue oder sich entwickelnde zukünftige Risiken, deren Risikogehalt noch nicht zuverlässig bekannt ist und deren potenzielle Auswirkungen nur schwer beurteilt werden können. Häufig liegen diesen Risiken Trends bzw. strukturelle, langfristige Entwicklungen zugrunde, die mittelbare Auswirkungen auf das gesellschaftliche, technologische, ökologische, politische oder ökonomische Umfeld haben. Die Emerging Risks werden im Rahmen eines konzernweit abgestimmten Verfahrens im Risikomanagement der Gesellschaft jährlich identifiziert und gesteuert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Emerging-Risk-Prozesses gehen in die Risikoberichterstattung und den Risikomanagement-Prozess ein, sodass mögliche Vulnerabilitäten frühzeitig erkannt und ggf. durch Risikominderungsmaßnahmen begrenzt werden können. NachhaltigkeitsrisikenNachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (kurz: ESG für Environment, Social, Governance), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie auf die Reputation der Gesellschaft haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken sowie Transitionsrisiken im Zusammenhang mit Umstellungsprozessen ein. Nachhaltigkeitsrisiken können sich als Metarisiko in allen Risikokategorien materialisieren, die Gesellschaft überwacht diese Risiken daher im Rahmen ihres Risikomanagement-Systems. Darüber hinaus berücksichtigt die Gesellschaft Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Geschäftstätigkeit, z. B. im Rahmen der Kapitalanlage. Prognose- und ChancenberichtUnsere nachstehenden Ausführungen stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft hat sich 2023 in einem Umfeld immer noch erhöhter Inflationsraten, einer deutlich restriktiveren Geldpolitik rund um den Globus sowie bestehender (Ukraine) und neuer (Israel) geopolitischer Konflikte weiter abgekühlt. Obwohl die meisten Notenbanken angesichts zuletzt rückläufiger Inflationsraten ihren Zinsgipfel voraussichtlich bereits erreicht haben, dürften die Nachwehen der immensen geldpolitischen Straffung die Konjunktur noch weit bis ins Jahr 2024 belasten. Die Industrieländer sollten dabei die Talsohle im ersten Halbjahr 2024 durchschreiten, während die Schwellen- und Entwicklungsländer bereits ab dem Frühjahr wieder kräftiger wachsen könnten. In Deutschland und der Eurozone dürfte sich die weitgehende Stagnation des Vorjahres bis in den Sommer hinein fortsetzen. Die sinkende Inflation sollte dann in Verbindung mit einem kräftigen Lohnwachstum angesichts enger Arbeitsmärkte zu realen Einkommenssteigerungen führen und dem privaten Konsum Auftrieb geben. Auch sollten es diese Entwicklungen der EZB erlauben, ab dem zweiten Quartal einen behutsamen Zinssenkungszyklus zu beginnen. Im zweiten Halbjahr dürfte darüber hinaus eine Belebung der Weltwirtschaft Exporten und Investitionen Auftrieb geben. Waren wir schon zuvor davon ausgegangen, dass die Energiekosten in Europa nicht mehr auf ihr Niveau vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs zurückfallen und damit eine dauerhafte Belastung für Unternehmen und private Haushalte darstellen werden, ist mit dem Konflikt zwischen der Hamas und Israel und der einhergehenden Störung der Lieferwege durch das Rote Meer ein weiterer Risikofaktor hinzugekommen. Anders als in Europa ist die US-Wirtschaft bis ins vierte Quartal 2023 hinein kräftig gewachsen. Hier dürfte nun der Hochpunkt erreicht sein: Wir rechnen im ersten Halbjahr 2024 mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung. Das erhöhte Zinsniveau bremst nicht nur Kreditvergabe und Investitionen, sondern belastet zunehmend auch den Arbeitsmarkt, sodass die kräftigen Lohnsteigerungen des Vorjahres keine Fortsetzung finden dürften. Gegenwind für den privaten Konsum gibt es auch durch die Wiederaufnahme der zeitweise ausgesetzten Rückzahlungen für Studiendarlehen. Jedoch dürften die Unternehmen nach ihren Covid-Erfahrungen eine breit angelegte Freisetzung von Arbeitskräften scheuen, wodurch ein kräftiger Nachfrageeinbruch vermieden werden sollte. Erste Zinssenkungen der Fed ab dem Frühjahr sowie eine Belebung der Weltwirtschaft versprechen zudem Rückenwind für das zweite Halbjahr. Ein wesentliches Abwärtsrisiko für unseren Ausblick sehen wir insbesondere darin, dass die Notenbanken in Sorge vor einer Rückkehr der Inflation die geldpolitische Straffung zu weit treiben könnten und damit für eine schwerere Rezession sorgen. In einem Jahr, in dem nicht nur in den USA, sondern für gut die Hälfte der Weltbevölkerung Wahlen anstehen, sehen wir eine erhöhte Gefahr des Aufflammens (geo-)politischer Konflikte (insbesondere China/Taiwan/ USA). Hinzu kommen strukturelle Risiken wie der Klimawandel, die Stabilität der chinesischen Wirtschaft angesichts der andauernden Krise im Immobiliensektor oder die hohe öffentliche und private Verschuldung vieler Volkswirtschaften nach dem Ende des Niedrigzinsumfelds. KapitalmärkteDer Rückgang der Inflationsraten in den USA und der Eurozone in Richtung der Notenbankziele sollte es Fed und EZB erlauben, ihren Fokus von der Inflationsbekämpfung auf die Konjunkturunterstützung zu richten und ab dem Frühjahr mit Zinssenkungen zu beginnen. Der US-Leitzins sollte bis zum Jahresende von 5,50 % auf 4,00 % sinken, der EZB-Einlagensatz von 4,00 % auf 3,25 %, wobei beide Notenbanken den Abbau ihrer Anleihebestände fortsetzen sollten. Die parallele Rallye an den Renten- und Aktienmärkten zum Jahresende 2023 dürfte die bevorstehenden Zinssenkungen von EZB und Fed bereits zu einem guten Teil vorweggenommen haben, sodass sich die Renditen von Bundesanleihen und US-Treasuries Ende 2024 im Bereich ihrer aktuellen Niveaus bewegen sollten. Risiken sehen wir insbesondere in einer erhöhten Emissionstätigkeit bei zugleich sinkender Aufnahme von Staatspapieren durch die Notenbanken. Für Aktien sehen wir 2024 allenfalls begrenztes Kurspotenzial, da angesichts der konjunkturellen Schwäche nicht mit größeren Gewinnsteigerungen zu rechnen ist. Da wir keine schwerere Rezession erwarten, sollten Aktien- und Unternehmensanleihekurse jedoch von größeren Rückschlägen verschont bleiben. Künftige BranchensituationDas makroökonomische Umfeld ist weiterhin durch erhebliche Risikofaktoren geprägt. Sowohl für den nationalen als auch den internationalen Versicherungsmarkt wird insbesondere die weitere Inflationsentwicklung maßgebend sein. Unsere Prognosen sind daher mit mehr als der üblichen Unsicherheit behaftet. Deutsche VersicherungswirtschaftFür 2024 erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Gesamtlage. Für den deutschen Versicherungsmarkt rechnen wir mit einer deutlichen Steigerung des Beitragswachstums im Vergleich zum Jahr 2023. Schaden-/UnfallversicherungIn der Schaden/Unfallversicherung rechnen wir für 2024 in Deutschland erneut mit einem durch inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen getriebenen, über dem Trend liegenden positiven Wachstum der Prämieneinnahmen. Chancen aus der Entwicklung der RahmenbedingungenEnergiewendeDeutschland hat die gesellschaftliche Grundentscheidung getroffen, seine Energieversorgung in Zukunft überwiegend aus erneuerbaren Quellen zu decken. Auf Bundesebene haben die Energiewende und der Klimaschutz einen hohen Stellenwert. Der Umbau des Energiesystems hin zu einer regenerativen Energieversorgung soll forciert werden, wobei gleichzeitig das Augenmerk auf einem gebremsten Kostenanstieg bei den Endverbrauchern liegt. Neben einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in einem stabilen regulatorischen Rahmen gewinnt die Energieeffizienz an Bedeutung. Wir sehen die Chance einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland durch den Umbau des Energiesystems, der zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovation und technologischen Fortschritt werden kann. Als Versicherungskonzern begleiten wir diesen Wandel aktiv. Unseren Industriekunden bieten wir maßgeschneiderte Lösungen für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einsatz neuer Energietechnologien. Neben den erneuerbaren Energien werden Speichertechnologien, der Netzausbau und eine intelligente Steuerung der Einzelkomponenten (Smart Grid) zum Erfolg der Energiewende beitragen. Mit unserer Investmentaktivität im Energiesektor unterstützen wir die Energiewende. Aufbauend auf den bestehenden Beteiligungen in Energienetzen und Windparks wollen wir zukünftig unsere Investments in den Segmenten Energieverteilung und erneuerbare Energien weiter ausbauen. Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch die Energiewende stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. DigitalisierungKaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung: Geschäftsprozesse und -modelle werden mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. Hierzu zählt auch Mehrwert schaffen durch künstliche Intelligenz (KI). Schon jetzt zeichnen sich deutliche Vorteile für Kunden und Mitarbeiter ab, allen voran Zeitersparnis durch optimierte Prozesse unter Beachtung geltender Datenschutz- und Compliance-Vorgaben. Die fortlaufende Untersuchung potenzieller weiterer Use Cases ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt werden als derzeit erwartet und von den Kunden angenommen werden, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. WissensmanagementWissens- und Innovationsmanagement gewinnen auch in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Um den gezielten Austausch von Wissen und Innovation zu fördern, haben wir ein Best Practice Lab in unserem Konzern eingerichtet: Experten auf internationaler Ebene tauschen sich in Excellence-Teams zu Fachthemen aus und entwickeln gemeinsam neue Lösungen, u. a. zu den Themen Pricing, Vertrieb, Marketing, Schaden, Betrugsmanagement, Kundenservice-Center und Digitalisierung. Die Ergebnisse und Lösungen des Best Practice Lab stellen wir unseren Gesellschaften zur Verfügung, damit diese ihre Prozesse und Methoden permanent verbessern können. Sollten wir mit unserem Best Practice Lab schneller neue Lösungen und Ideen generieren und umsetzen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. AgilitätVeränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (Englisch VUCA - Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein bedeutet für uns eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen der Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Mit Hilfe unseres Agility Campus lernen unsere Mitarbeiter agile Methoden kennen und werden befähigt, eigenständig neue Lösungen zu entwickeln. In unseren Teams werden Daily-Stand-up-Meetings abgehalten, um die Selbststeuerung der Teams zu verbessern. Des Weiteren setzen wir auf hybrides Arbeiten und bieten unseren Mitarbeitern an, bis zu 60 % der Arbeit mobil, d. h. außerhalb des Büros, zu erledigen. Dies ermöglicht unseren Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, während gleichzeitig der gemeinsame direkte Austausch unter Kollegen erhalten bleibt. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Entwicklung der HDI Versicherung AGIm aktuellen wirtschaftlichen Umfeld bleibt die Vorsorge und Absicherung von persönlichen Risiken weiterhin von großer Bedeutung. Aufgrund der aktuellen geopolitischen und geoökonomischen Konfrontationen ergeben sich vielfältige Auswirkungen sowohl auf die Volkswirtschaft als auch auf die Finanzdienstleistungsbranche. Die prognostizierte Entwicklung bzw. das erwartete Wachstum des Bruttoinlandsprodukts fällt daher sowohl für 2023 als auch für 2024 deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Durch die hohe Inflation steigen die erforderlichen Renten und der Absicherungsbedarf der eigenen Arbeitskraft. Zusätzlich bestehen Herausforderungen in der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft. Die HDI Versicherung AG ist ein Unternehmen mit einer hohen finanziellen Stabilität. Daher haben wir eine gute Ausgangsbasis, um von den sich bietenden Chancen im Wettbewerb erfolgreich zu profitieren. Die Umsetzung der Strategie erfolgt entlang der definierten Handlungsfelder des strategischen Programms GO25 für den Geschäftsbereich. Zur Realisierung der strategischen Ziele werden die zu den Handlungsfeldern definierten Initiativen und Maßnahmen gemeinsam mit den verantwortlichen Ressorts als Ressort-/Geschäftsstrategien umgesetzt. Die Ergebnisse daraus zahlen mittelbar und unmittelbar sowohl auf profitables Wachstum als auch auf eine Kostenreduzierung ein. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem anhaltenden anspruchsvollem Marktumfeld. Es ist von einer Fortsetzung des Inflationsgeschehens bei Kraftfahrt-Ersatzteilen auszugehen, wodurch wir weiter deutlich steigende Schadendurchschnitte und damit einhergehende Herausforderungen in der Kraftfahrt-Versicherung sehen. Daher rechnen wir auch weiterhin mit kräftigen Prämienanpassungen in der Kraftfahrt-Versicherung. Auch in den Firmen-Sparten rechnen wir im Jahr 2024 mit einem anspruchsvollen Marktumfeld und damit einhergehend eine Fortsetzung der Portfolio Überprüfung im Gewerbekundengeschäft. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir damit unseren Geschäftsanteil in den Freie-Berufe-Sparten weiter auszubauen. Für die Privat-Sparten hingegen wird infolge des Auslaufens einer Kooperation mit rückläufigen Beiträgen gerechnet. Der Kapitalmarkt bleibt nach dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der signifikant anziehenden Inflation weiterhin sehr volatil. Die hohe Teuerung und geldpolitische Straffung der Zentralbank führt zu einer Rückkehr deutlich positiver Verzinsungen. Dies beeinflusst entsprechend die Neuanlage im Jahr 2023 und führt insbesondere bei Persistenz zur anteiligen Erhöhung der festverzinslichen Kapitalerträge, die das ordentliche Kapitalanlageergebnis positiv beeinflusst. Für das kommende Jahr erwarten wir dennoch ein rückläufiges Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr. Treiber hierfür ist ein Sondereffekt im laufenden Jahr aus der Auflösung der Schwankungsrückstellung in Kraftfahrthaftpflicht. Mittelfristig prognostizieren wir für die Gesellschaft dem Geschäftswachstum folgend weiter steigende Ergebnisse. Versicherungsarten
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| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.753 | 7.553 | ||
| 5.753 | 7.553 | |||
| B. Kapitalanlagen | ||||
| I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 241 | 2.904 | ||
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | 388.265 | 426.102 | ||
| III. Sonstige Kapitalanlagen | 3.329.888 | 3.231.149 | ||
| 3.718.394 | 3.660.154 | |||
| C. Forderungen | ||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | ||||
| 1. Versicherungsnehmer | 104.352 | 89.203 | ||
| 2. Versicherungsvermittler | 6.409 | 5.485 | ||
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | ||||
| - davon an verbundene Unternehmen: 6.551 TEUR (i. V. 31.747 TEUR) | 8.200 | 38.330 | ||
| III. Sonstige Forderungen | ||||
| - davon an verbundene Unternehmen: 48.489 TEUR (i. V. 41.433 TEUR) | 67.977 | 59.128 | ||
| 186.938 | 192.146 | |||
| D. Sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 103.698 | 72.723 | ||
| 103.698 | 72.723 | |||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 30.647 | 31.065 | ||
| II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 38 | 42 | ||
| 30.685 | 31.106 | |||
| F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 5 | 6 | ||
| Summe der Aktiva | 4.045.474 | 3.963.688 | ||
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Passiva |
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| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 51.000 | 51.000 | ||
| II. Kapitalrücklage | 6.100 | 6.100 | ||
| 57.100 | 57.100 | |||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| I. Beitragsüberträge | ||||
| 1. Bruttobetrag | 211.754 | 200.432 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 1.698 | 1.348 | ||
| 210.056 | 199.084 | |||
| II. Deckungsrückstellung | ||||
| 1. Bruttobetrag | 10.178 | 10.664 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 16 | 34 | ||
| 10.162 | 10.630 | |||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| 1. Bruttobetrag | 3.364.265 | 3.219.215 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 168.090 | 144.290 | ||
| 3.196.175 | 3.074.924 | |||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | ||||
| 1. Bruttobetrag | 4.128 | 6.656 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | - | - | ||
| 4.128 | 6.656 | |||
| V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen | 276.292 | 386.389 | ||
| VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | ||||
| 1. Bruttobetrag | 15.219 | 12.670 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 2 | - | ||
| 15.217 | 12.670 | |||
| 3.712.030 | 3.690.353 | |||
| C. Andere Rückstellungen | ||||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 809 | 1.080 | ||
| II. Sonstige Rückstellungen | 14.654 | 9.635 | ||
| 15.464 | 10.716 | |||
| D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 7.427 | - | ||
| E. Andere Verbindlichkeiten | ||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber | ||||
| 1. Versicherungsnehmern | 103.058 | 97.663 | ||
| 2. Versicherungsvermittlern | 18.257 | 18.362 | ||
| 121.315 | 116.026 | |||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 18.975 | 16.638 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: 7.442 TEUR (i. V. 9.017 TEUR) | ||||
| III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 16 | - | ||
| IV. Sonstige Verbindlichkeiten | 112.791 | 72.604 | ||
| - davon aus Steuern: 13.211 TEUR (i. V. 12.250 TEUR) | ||||
| - davon an verbundene Unternehmen: 86.930 TEUR (i. V. 48.139 TEUR) | ||||
| 253.098 | 205.268 | |||
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | 355 | 252 | ||
| Summe der Passiva | 4.045.474 | 3.963.688 | ||
Die in der Bilanz für den Schluss des Geschäftsjahres 2023 unter Passiva B. III. eingestellte Renten-Deckungsrückstellung beträgt einschließlich nicht abgehobener Renten 58.053 TEUR. Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B. III. der Passiva eingestellte Renten-Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der aufgrund des § 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Hannover, den 23. Februar 2024
Der Verantwortliche Aktuar: Arthur Wilhelm Rech
| I.
Versicherungstechnische Rechnung
TEUR |
2023 | 2022 | ||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | ||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 1.557.825 | 1.486.194 | ||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 75.960 | 54.634 | ||
| 1.481.866 | 1.431.560 | |||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge | -11.322 | -6.402 | ||
| d) Veränderung des Anteils des Rückversicherers an den Bruttobeitragsüberträgen | -350 | -25 | ||
| -10.972 | -6.377 | |||
| 1.470.893 | 1.425.183 | |||
| 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung | 532 | 550 | ||
| 3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 726 | 532 | ||
| 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | ||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | 1.021.448 | 945.321 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 43.596 | 98.648 | ||
| 977.851 | 846.673 | |||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | ||||
| aa) Bruttobetrag | 145.118 | 116.400 | ||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 23.867 | -63.503 | ||
| 1.099.102 | 1.026.577 | |||
| 5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Nettorückstellungen | ||||
| a) Netto-Deckungsrückstellung | -467 | -761 | ||
| b) Sonstige versicherungstechnische Nettorückstellungen | 2.546 | -11.363 | ||
| 2.079 | -12.123 | |||
| 6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung | 2.582 | 3.853 | ||
| 7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | ||||
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 498.627 | 481.752 | ||
| b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 4.385 | 3.812 | ||
| 494.242 | 477.941 | |||
| 8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 10.987 | 9.857 | ||
| 9. Zwischensumme | -136.840 | -79.841 | ||
| 10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen | 110.097 | -8.984 | ||
| 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -26.743 | -88.825 | ||
| II. Nichtversicherungstechnische Rechnung | ||||
| 1. Erträge aus Kapitalanlagen | ||||
| a) Erträge aus Beteiligungen | 30.136 | 28.620 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen: 30.090 TEUR (i. V. 28.434 TEUR) | ||||
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | ||||
| - davon aus verbundenen Unternehmen: 14.958 TEUR (i. V. 33.770 TEUR) | ||||
| aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 1.954 | 6.494 | ||
| bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 78.382 | 81.222 | ||
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 2.830 | - | ||
| d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 17.118 | 9.279 | ||
| e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen | 320 | 85 | ||
| 130.739 | 125.700 | |||
| 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen | ||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen | 7.312 | 5.604 | ||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 681 | 399 | ||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 95 | 3.216 | ||
| 8.088 | 9.219 | |||
| 122.651 | 116.481 | |||
| 3. Technischer Zinsertrag | 532 | 550 | ||
| 122.119 | 115.931 | |||
| 4. Sonstige Erträge | 7.950 | 6.377 | ||
| 5. Sonstige Aufwendungen | 35.888 | 31.021 | ||
| -27.938 | -24.644 | |||
| 6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 67.438 | 2.462 | ||
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 192 | 121 | ||
| 8. Sonstige Steuern | 73 | 172 | ||
| 265 | 293 | |||
| 9. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | 67.173 | 2.169 | ||
| 10. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | - | - | ||
Die HDI Versicherung AG mit Sitz in Hannover wird beim Amtsgericht Hannover unter der Handelsregisternummer HRB 58934 geführt.
Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie den relevanten Verordnungen, insbesondere RechVersV, in ihrer zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen, linearen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen fünf und acht Jahren bilanziert. Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Absatz 2 Satz 1 HGB wird abgesehen.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen der Gebäude entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (§ 341b Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 1, Absatz 3 und § 255 Absatz 1 und 2 HGB) und außerplanmäßige Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung (§ 253 Absatz 3 Satz 5 und Absatz 5 HGB).
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um eventuelle Abschreibungen, nach dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Absatz 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 1, Absatz 3 Satz 5 HGB) bilanziert.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden gemäß § 341c Absatz 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Kaufkurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen.
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführt werden, nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder den darunterliegenden Börsen- oder Marktwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wird beachtet (§ 341b Absatz 2 HGB in Verbindung mit §§ 255 Absatz 1 und 253 Absatz 1 Satz 1, Absatz 4 sowie Absatz 5 HGB). Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet (§ 341b Absatz 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 1, Absatz 3 Satz 5 HGB). Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die wie Anlagevermögen bilanziert werden, werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung insbesondere öffentlich gehandelter Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen werden die vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlenen Aufgreifkriterien verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt, sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten 12 Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Sofern die notwendigen Informationen für eine Durchschau (look-through-approach) vorliegen, richtet sich die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen.
Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (§ 341c Absatz 3 HGB). Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Anschaffungskurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen (§ 341b Absatz 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 1, Absatz 3 Satz 5 HGB).
Es befinden sich strukturierte Produkte in der Anlageform von Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Bestand. Sie werden entsprechend dem Bilanzposten, in dem sie geführt werden, angesetzt und bewertet. Bei den im Bestand befindlichen strukturierten Produkten handelt es sich um Finanzinstrumente, bei denen das Basisinstrument in Form eines Fixed-Income-Kassainstrumentes mit einem oder mehreren Derivaten vertraglich zu einer Einheit verbunden ist. Die Bilanzierung erfolgt, sofern die Voraussetzungen nach IDW RS HFA 22 vorliegen, einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den Vorschriften der wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Absatz 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB).
Im Rahmen des Wertaufholungsgebots (§ 253 Absatz 5 Satz 1 HGB) werden auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren abgeschrieben wurden, erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungswerte oder auf einen niedrigeren Verkehrs- oder Börsenwert vorgenommen, wenn die Gründe für die dauerhafte Wertminderung entfallen sind und eine Werterholung eingetreten ist.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft werden mit den Nominalbeträgen angesetzt. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern wird für das Berichtsjahr anhand von Erfahrungswerten (Ausfälle in der Vergangenheit) ermittelt, für Forderungen gegenüber Vermittlern wird ein pauschaler Satz in Höhe von 1 % angewendet.
Abrechnungsforderungen und sonstige Forderungen werden mit den Nominalbeträgen aktiviert.
Aufgrund des vor dem Bilanzstichtag erfolgten Kostenschlusses werden Kostenbuchungen, die nach dem Abgrenzungsstichtag anfielen, unter den sonstigen Forderungen erfasst. Dieser Position stehen Kostenschätzungen für den Zeitraum zwischen Kostenschluss und Bilanzstichtag gegenüber, die in den sonstigen Rückstellungen gezeigt werden.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand werden mit dem Nominalwert in Ansatz gebracht.
Die in die aktive Rechnungsabgrenzung einzubeziehenden Positionen werden zum Nennwert angesetzt.
Der Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" stellt den übersteigenden Betrag dar, der nach einzelvertraglicher Saldierung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den diese bedeckenden Vermögensgegenständen (im Wesentlichen Rückdeckungslebensversicherungen) verbleibt.
Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen im Eigenkapital werden zum Nennwert angesetzt.
Die vertragsmäßigen Anteile der Rückversicherer an den relevanten Bruttopositionen werden für wesentliche Rückversicherungsverträge zum aktuellen Stichtag ermittelt und gebucht. Für ausgewählte Rückversicherungsverträge wird mit einem Zeitversatz zu Brutto von einem Monat gearbeitet, wobei gegebenenfalls im Falle materieller Bewegungen separate Schätzbuchungen für z. B. Großschäden erfolgen und bis zum aktuellen Stichtag berücksichtigt werden.
Die Beitragsüberträge werden unter Beachtung der Vorschriften der Aufsichtsbehörde und des Schreibens des Bundesministers der Finanzen vom 30.4.1974 für das selbst abgeschlossene Geschäft nach dem 1/360-System bzw. taggenau (pro rata temporis) ermittelt. Die in Rückdeckung gegebenen Anteile werden den vertraglichen Abmachungen entsprechend abgegrenzt.
Die Berechnung der Beitrags-Deckungsrückstellung für die Hausratversicherungen auf Lebenszeit erfolgt nach der prospektiven Methode unter Beachtung von § 341f HGB sowie der aufgrund des § 65 Absatz 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung einzelvertraglich und unter Berücksichtigung künftiger Kosten. Es wird der jeweils bei Vertragsabschluss gültige Rechnungszins verwendet.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird im selbst abgeschlossenen Geschäft individuell pro Einzelschaden ermittelt.
Im Beteiligungsgeschäft werden die Angaben der führenden Versicherungsunternehmen übernommen. Lagen zum Bilanzstichtag die Angaben der Führenden noch nicht vor, werden die Rückstellungen je Geschäftsverbindung aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit geschätzt.
In der Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, Fahrzeugvollkasko- und Fahrzeugteilkaskoversicherung wird für unerledigte Kleinschäden von der Möglichkeit der Gruppenbewertung Gebrauch gemacht.
Für am Bilanzstichtag noch nicht bekannt gewordene Versicherungsfälle wird eine Spätschadenrückstellung auf Basis von Vergangenheitswerten errechnet. Hierzu werden aktuariell die Anzahl der erwarteten Spätschäden sowie die Höhe des erwarteten Durchschnittsschadens ermittelt. Da sich das Standardverfahren nicht für lang abwickelnde Sparten eignet, wird die HGB-Spätschadenrückstellung in diesen Fällen von der aktuariell ermittelten IFRS-Rückstellung unter Berücksichtigung eines Zuschlags abgeleitet. Liegen in Einzelfällen aktuelle Erkenntnisse vor, wird auf dieser Basis ein jeweils angemessener Betrag zurückgestellt.
Darüber hinaus werden hier die gemäß § 65 VAG berechnete Renten-Deckungsrückstellung und die Rückstellung für noch zu erwartende Regulierungsaufwendungen ausgewiesen. Die Rückstellung für Regulierungskosten setzt sich aus den Bestandteilen externe und interne Kosten zusammen. Während die externe Schadenregulierungskostenrückstellung pro einzelnen Versicherungsfall spezifisch gebildet wird, erfolgt die Ermittlung der internen Regulierungskostenrückstellung anhand eines faktorbasierten Näherungsverfahrens. Dieses legt die geleisteten Schadenzahlungen als Volumenmaß für angefallene Kosten zugrunde und bestimmt aus diesem Verhältnis die künftige interne Regulierungskostenrückstellung als prozentualen Anteil der aktuellen Schadenrückstellung für Entschädigungen. Der entsprechende Prozentsatz/Faktor wird als Mittelwert historischer Beobachtungsjahre gebildet. Da angenommen wird, dass für bekannte Schäden bereits ein Teil der Schadenregulierung erbracht ist, erfolgt eine Reduktion des ermittelten Faktors auf Basis spartenspezifischer Erfahrungswerte.
Die in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltene Renten-Deckungsrückstellung (brutto) wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Sterbetafel Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) 2006 HUR für Frauen und Männer. Der Rechnungszins wird gemäß §5 Absatz 4 der Deckungsrückstellungsverordnung als Minimum aus originär gültigen Höchstrechnungszins und dem Referenzzins gebildet. Konkret bedeutet dies:
| Eintritt in Rentenverpflichtung | Rechnungszins |
| vor 2015 | 1,57 % |
| 2015 bis 2016 | 1,25 % |
| 2017 bis 2021 | 0,90 % |
| 2022 bis jetzt | 0,25 % |
Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen zu bereits abgewickelten Versicherungsfällen werden als Abzugsposten innerhalb der Schadenrückstellung berücksichtigt.
Die Bildung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entspricht den vertraglichen Bestimmungen.
Bei der Berechnung der Schwankungsrückstellung werden die Vorschriften gemäß § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV sowie die Vorschriften der Versicherungsberichterstattungs-Verordnung (BerVersV) angewendet.
Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen werden wie folgt ermittelt:
Die Stornorückstellung wurde errechnet, indem eine durchschnittliche Stornoquote für die letzten drei Jahre ermittelt und mit den Beiträgen des aktuellen Jahres multipliziert wurde. Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft in der Verkehrsopferhilfe e. V. wird gemäß Mitteilung des Vereins gebildet.
Die unter den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesene Rückstellung für drohende Verluste aus selbst abgeschlossenem oder in Rückdeckung übernommenem Versicherungsgeschäft gemäß § 31 Absatz 1 Nr. 2 RechVersV wird als negativer Saldo zwischen den zu erwartenden Erträgen für die Verträge, für die zum Bilanzierungsstichtag eine rechtliche Verpflichtung besteht, und den zu erwartenden Aufwendungen gebildet. Die Erträge umfassen den zu erwartenden Beitrag sowie Verzinsungseffekte hierauf. Die Aufwendungen umfassen die Schadenaufwendungen und die Verwaltungskosten. Die Aufwandspositionen werden vergangenheitsbasiert abgeleitet und gegebenenfalls bereinigt, sofern die Prognose der künftigen Entwicklung durch Effekte in zurückliegenden Schadenjahren verzerrt würde.
Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft werden grundsätzlich die von den Vorversicherern aufgegebenen Rückstellungen passiviert, soweit nicht eigene bessere Erkenntnisse vorliegen. Soweit zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung die Angaben noch nicht vorliegen, werden die Schadenrückstellungen unter Zugrundelegung der letztjährigen Angaben geschätzt.
Verpflichtungen aus Pensionen wurden gemäß § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und entsprechend § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) zum 30.9.2023 veröffentlichten und auf den 31.12.2023 prognostizierten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst.
Die Grundsätze des IDW RH FAB 1.021 finden bei der Bewertung der Rückstellungen für rückgedeckte Direktzusagen Anwendung. Die Pensionsrückstellungen für nicht rückgedeckte arbeitgeberfinanzierte Zusagen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Pensionsrückstellungen für nicht wertpapiergebundene arbeitnehmerfinanzierte Zusagen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt, soweit die Leistungen nicht durch eine Rückdeckungsversicherung gedeckt sind. Für die rückgedeckten Leistungen entspricht der Erfüllungsbetrag dem Zeitwert des Deckungskapitals des Lebensversicherungsvertrags zuzüglich Überschussbeteiligung.
Die Bewertung basiert auf den Ausscheidewahrscheinlichkeiten der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G, die entsprechend dem im Bestand beobachteten Risikoverlauf verstärkt wurden. Im Übrigen wurden nachstehende Annahmen der Berechnung zugrunde gelegt:
| Gehaltsdynamik: | 3,50 % | (3,50 %) |
| Rentendynamik: | 2,34 % | (2,34 %) |
| Zinssatz: | 1,83 % | (1,79 %) |
Die für die Bewertung der rückgedeckten Direktzusagen erforderliche Gesamtverzinsungserwartung beträgt abhängig vom Lebensversicherer 3,30 % bis 3,60 %.
Die berücksichtigte Fluktuation entspricht den nach Alter und Geschlecht diversifizierten unternehmensindividuellen Wahrscheinlichkeiten.
Bei den wertpapiergebundenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen handelt es sich ausschließlich um leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, deren Bewertung entsprechend IDW RS HFA 30 Rz. 74 nach § 253 Absatz 1 Satz 3 HGB zu erfolgen hat. Für diese Zusagen entspricht der Erfüllungsbetrag mithin mindestens dem Zeitwert des Deckungskapitals des Lebensversicherungsvertrags zuzüglich Überschussbeteiligung.
Die übrigen Rückstellungen werden nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit ihrem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und, soweit die erwarteten Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz (Stichtagszins zum 31.12.2023) der letzten sieben Jahre abgezinst.
Die anderen Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.
Die HDI Versicherung AG fällt vor dem Hintergrund der Gruppenzugehörigkeit zum HDI V.a.G. in den Anwendungsbereich der ab dem 30.12.2023 geltenden Mindeststeuer-Regeln. Da die Rechtsvorschriften im Berichtsjahr jedoch noch nicht in Kraft getreten waren, resultiert keine tatsächliche Ertragsteuerbelastung aus diesen Vorschriften. Für die Bilanzierung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten wendet die Gesellschaft die Ausnahmeregelung gemäß § 274 Absatz 3 Nr. 1 HGB an.
Die Gruppenträgerin HDI V.a.G. ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der Auswirkungen des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Die Ersteinschätzung ergab, dass für das Steuerhoheitsgebiet Deutschland eine effektive Steuerquote von mehr als 15 % erwartet wird, sodass zurzeit von keinem durch das Mindeststeuergesetz verursachten Ergänzungssteuerbetrag auf Ebene der Gesellschaft ausgegangen wird.
Wenn Fremdwährungspositionen vorliegen, erfolgt die Umrechnung zum Bilanzstichtag für Positionen der Bilanz zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) und für Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs. Bei monatlicher Fremdwährungsbewertung erfolgt die Umrechnung der Bestandspositionen zum jeweiligen Stichtagskurs zum Monatsende. Der Umrechnungskurs für die monatliche Bewertung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ist der jeweilige Ultimokurs des Vormonats. Diese Positionen werden in einem rollierenden Verfahren bewertet. Durch die Addition der umgerechneten Einzelwerte ergibt sich faktisch eine Umrechnung nach Durchschnittskursen.
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Abschlusses werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang in Tausend Euro aufgestellt. Die einzelnen Posten, Zwischen- und Endsummen werden kaufmännisch gerundet. Die Addition der Einzelwerte kann daher von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen.
| TEUR | Bilanzwerte Vorjahr | Zugänge | Umbuchung | Abgänge | Zuschreibungen | Abschreibungen |
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.553 | - | - | 7 | - | 1.793 |
| B. I. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.904 | - | - | 2.517 | - | 146 |
| B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 249.955 | 20.293 | - | 20.390 | - | - |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 162.626 | 9.698 | - | 53.912 | - | - |
| 3. Beteiligungen | 6.503 | 16 | -3.547 | 28 | - | |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 7.017 | 10.398 | - | 365 | - | - |
| 5. Summe B. II. | 426.102 | 40.405 | -3.547 | 74.695 | - | - |
| B. III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 740.908 | 40.846 | 3.547 | 989 | - | 535 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.488.804 | 268.115 | - | 154.872 | - | - |
| 3. Sonstige Ausleihungen | ||||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 764.211 | 36 | - | 39.449 | - | - |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 237.225 | 1.527 | - | 52.316 | 2.830 | - |
| 4. Einlagen bei Kreditinstituten | - | 21.823.000 | - | 21.793.000 | - | - |
| 5. Summe B. III. | 3.231.149 | 22.133.523 | 3.547 | 22.040.626 | 2.830 | 535 |
| Insgesamt | 3.667.707 | 22.173.928 | - | 22.117.844 | 2.830 | 2.474 |
| TEUR | Bilanzwerte Geschäftsjahr | Zeitwerte Kapitalanlagen |
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.753 | - |
| B. I. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 241 | 18.000 |
| B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 249.859 | 336.796 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 118.413 | 111.196 |
| 3. Beteiligungen | 2.944 | 4.050 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 17.049 | 16.680 |
| 5. Summe B. II. | 388.265 | 468.722 |
| B. III. Sonstige Kapitalanlagen | ||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 783.776 | 772.437 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.602.047 | 1.498.691 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | ||
| a) Namensschuldverschreibungen | 724.798 | 648.187 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 189.266 | 185.385 |
| 4. Einlagen bei Kreditinstituten | 30.000 | 30.000 |
| 5. Summe B. III. | 3.329.888 | 3.134.700 |
| Insgesamt | 3.724.147 | 3.621.421 |
Bei der Ermittlung der Verkehrswerte der Immobilien werden das Ertragswertverfahren entsprechend der Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken (Immobilienwertermittlungsverordnung - Immo-WertV) und die ergänzenden Wertermittlungsrichtlinien angewendet. Hierbei wird jeweils der über die wirtschaftliche Restnutzungsdauer kapitalisierte Reinertrag der Immobilie ermittelt. Spätestens alle fünf Jahre werden aktuelle Verkehrswerte durch externe, öffentlich vereidigte Gutachter ermittelt (§ 55 Absatz 3 RechVersV). Bei allen neu erworbenen oder erstellten sowie für die im Bau befindlichen Grundstücke und Gebäude werden im ersten Jahr nach Erwerb die Anschaffungs- und Herstellungskosten, sofern sich keine Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ergeben, und im zweiten Jahr nach Erwerb die durch ein Gutachten eines externen, öffentlich vereidigten Sachverständigen ermittelten Werte angesetzt.
Die Ermittlung der Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt je nach Gesellschaftszweck und -größe unterschiedlich. Bei der Ermittlung der Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden die mit dem Ertragswertverfahren bewerteten Unternehmen standardmäßig mit dem Barwert der künftigen ausschüttbaren finanziellen Überschüsse (Ertragswert) angesetzt. Für Gesellschaften, die nicht am Kapitalmarkt gehandelte Eigenkapitalinstrumente zeichnen (Investitionsvehikel für Private Equity-, Real Estate Fonds und andere alternative Investments), erfolgt die Bewertung analog zu vergleichbaren Instrumenten, die direkt gehalten werden, mit Hilfe des Net-Asset-Value-Verfahrens.
Die Zeitwerte der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, der Namensschuldverschreibungen, der Schuldscheinforderungen und Darlehen werden über ein Barwertverfahren mit Hilfe von produkt- und ratingspezifischen Renditekurven ermittelt. Bei den verwendeten Spread-Aufschlägen werden spezielle Ausgestaltungen wie z. B. Einlagensicherung, Gewährträgerhaftung oder Nachrangigkeit berücksichtigt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden teilweise zum Buchkurs angesetzt.
Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt für wie Anlagevermögen bilanzierte, öffentlich gehandelte Aktien und Aktienfonds mittels des EPS-Verfahrens (EPS = earnings per share), eines Ertragswertverfahrens je Aktie auf Basis der von unabhängigen Analysten geschätzten jährlichen Gewinnerwartungen oder der darüberliegenden Marktwerte. Sofern der EPS-Wert über 120 % des Marktwertes liegt, erfolgt eine Deckelung bei diesen 120 %.
Bei der Ermittlung des beizulegenden Wertes für wie Anlagevermögen bilanzierte, über Spezialfonds gehaltene Rententitel werden die Renten zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, sofern sich keine Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ergeben. Hierzu werden die Bonität des Emittenten sowie die Entwicklung der Ratings herangezogen. Bei Default-Titeln und Titeln, deren Marktwert kleiner 50 % des Nominals ist, wird grundsätzlich der niedrigere Marktwert herangezogen.
Für wie Anlagevermögen bilanzierte gemischte Fonds und Spezialfonds erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Wertes separat für die einzelnen Bestandteile wie Aktien und Renten nach den oben genannten Verfahren. In den beizulegenden Wert der beschriebenen Fonds gehen zusätzlich die übrigen Konstituenten des Fonds wie z. B. liquide Mittel (Nominalwert), Zinsabgrenzungen, Forderungen und Verbindlichkeiten (Buchwert) ein.
Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich auf Basis des Freiverkehrswertes gemäß § 56 RechVersV. Für Kapitalanlagen, die einen Markt- oder Börsenpreis haben (Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere), gilt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten diesem Zeitpunkt vorausgehenden Tag, für den ein Markt- oder Börsenpreis feststellbar war. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden Renditekurse auf Basis an Finanzmärkten etablierter Preisbildungsverfahren eingesetzt. Kapitalanlagen werden höchstens mit ihrem voraussichtlich realisierbaren Wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet. Die Zeitwerte der im Bestand befindlichen Spezialfonds entsprechen dem ermittelten Rücknahmekurs.
Die Zeitwertermittlung der im Bestand befindlichen Private Equity- und Real Estate Fonds erfolgt auf Basis des letzten durch den General Partner gemeldeten Net Asset Value (Capital Account), der bis zum Stichtag im Hinblick auf zwischenzeitlich erfolgte Abrufe und Ausschüttungen fortgeschrieben wird.
Der Bilanzwert der im Rahmen der Tätigkeit des Unternehmens genutzten eigenen Grundstücke betrug 0 (480) EUR.
Die Ermittlung der Verkehrswerte erfolgte aufgrund interner und externer Gutachten aus dem Jahr 2023. Der Zeitwert beträgt 18.000 TEUR.
| TEUR | Buchwerte 31.12.2023 | Zeitwerte 31.12.2023 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.323 | 9.924 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 90.000 | 82.776 |
| Beteiligungen | 16 | 1 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 10.398 | 10.029 |
| Anteile oder Aktien an Investmentvermögen | 565.396 | 539.805 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.229.837 | 1.111.976 |
| Sonstige Ausleihungen | 786.535 | 705.774 |
| Gesamt | 2.693.506 | 2.460.284 |
Unter Anwendung des § 341b Absatz 2 HGB wurden bei den wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen Abschreibungen in Höhe von 143.453 (223.613) TEUR vermieden. Es handelt sich hierbei nach unserer Einschätzung um vorübergehende Wertminderungen.
Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf festverzinsliche Wertpapiere werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Diese stillen Lasten wurden gemäß § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB nicht außerplanmäßig abgeschrieben, da sie im Wesentlichen zinsinduziert sind und somit nicht als dauerhaft eingeschätzt werden. Aufgrund der Bonität der Emittenten ist nicht mit Zahlungsausfällen zu rechnen.
Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Anteile oder Aktien an Investmentvermögen werden die vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlenen Aufgreifkriterien verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt, sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten 12 Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Sofern die notwendigen Informationen für eine Durchschau (look-through-approach) vorliegen, richtet sich die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen.
Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Absatz 3 Satz 1 HGB von 535 (117) TEUR.
|
Name, Sitz
TEUR |
Eigenkapital * | Ergebnis * | Anteil am Kapital ** |
| Inland: | |||
| Enhanced Sustainable Power Fund Nr. 3 GmbH & Co. KG geschlossene Investment KG, Grünwald *** | 187.778 | 11.679 | 2,0 % |
| Fair Claims GmbH, Hannover | 325 | 50 | 100,0 % |
| GDV Dienstleistungs-GmbH, Hamburg | 29.653 | 983 | 3,0 % |
| HDI next GmbH, Rostock | 25 | 85 | 100,0 % |
| Infrastruktur Ludwigsau GmbH & Co KG, Köln **** | 23.204 | 3.389 | 100,0 % |
| Infrastruktur Windpark Vier Fichten GbR, Bremen **** | -1 | -2 | 41,7 % |
| MachDigital GmbH, Neunkirchen | 2.000 | -0 | 49,0 % |
| Neodigital Versicherung AG, Neunkirchen | 11.017 | -18.525 | 0,0 % |
| Riethorst Grundstücksgesellschaft AG & Co. KG, Hannover | 138.025 | 5.913 | 50,0 % |
| SSV Schadenschutzverband GmbH, Hannover | 200 | 515 | 100,0 % |
| Talanx Infrastructure France 2 GmbH, Köln **** | 92.627 | 3.062 | 100,0 % |
| Talanx Infrastructure Portugal 2 GmbH, Köln | 31.462 | 2.049 | 50,0 % |
| Talanx Infrastructure Portugal GmbH, Köln **** | 739 | -4 | 70,0 % |
| TD Real Assets GmbH & Co. KG, Köln | 565.039 | 26.311 | 17,0 % |
| TD Sach Private Equity GmbH & Co. KG, Köln | 102.019 | 9.420 | 100,0 % |
| Windfarm Bellheim GmbH & Co. KG, Köln **** | 45.508 | 6.440 | 85,0 % |
| Windpark Mittleres Mecklenburg GmbH & Co. KG, Köln **** | 14.228 | 6.420 | 100,0 % |
| Windpark Parchim GmbH & Co. KG, Köln **** | 13.787 | 3.123 | 51,0 % |
| Windpark Rehain GmbH & Co. KG, Köln **** | 24.580 | 1.998 | 100,0 % |
| Windpark Sandstruth GmbH & Co. KG, Köln **** | 5.772 | 1.442 | 100,0 % |
| Ausland: | |||
| CEF BKR03 NL B.V., Niederlande **** | 18.127 | 185 | 5,2 % |
| EIP Gas Transit Switzerland SCS, Luxemburg ***** | 159.858 | 6.131 | 2,8 % |
| EIP Wind Power Central Norway SCS, Luxemburg **** | 124.183 | -69.539 | 10,9 % |
| Escala Braga - Sociedade Gestora do Edificio S.A., Portugal **** | 7.932 | 1.731 | 49,0 % |
| Escala Parque - Gestao de Estacionamento S.A., Portugal **** | 1.125 | 1.065 | 49,0 % |
| Escala Vila Franca - Sociedade Gestora do Edificio S.A., Portugal **** | 17.289 | 1.940 | 49,0 % |
| Ferme Eolienne du Confolentais SNC, Frankreich **** | 16.662 | 662 | 100,0 % |
| Iberia Termosolar 1, S.L.U., Spanien **** | 4.397 | 599 | 33,4 % |
| Infrastorm Co-Invest 1 SCA, Luxemburg **** | 11.472 | -63 | 45,0 % |
| Le Chemin de La Milaine S.N.C., Frankreich **** | 18.040 | 1.200 | 100,0 % |
| Le Louveng S.A.S, Frankreich **** | 14.525 | 681 | 100,0 % |
| Les Vents de Malet S.N.C., Frankreich **** | 18.622 | 1.503 | 100,0 % |
| PNH - Parque do Novo Hospital S.A., Portugal **** | 455 | 395 | 49,0 % |
* Vor Ergebnisabführung und
Ausschüttung, Angaben basierend auf dem letzten
vorliegenden testierten Jahresabschluss
** Die Anteilsquote ergibt sich aus der Addition
aller direkt und indirekt gehaltenen Anteile nach
Maßgabe des § 16 Absatz 2 und 4 AktG
*** Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis
betreffen das Geschäftsjahr von 30.9.2021 bis
30.9.2022
**** Indirekte Beteiligung, Beteiligungsquote
gemäß § 16 Absatz 2 und 4 AktG
***** Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis
betreffen das Geschäftsjahr von 30.6.2022 bis
30.6.2023
Die für die Gesellschaft wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind aufgeführt. Auf die Darstellung von Gesellschaften von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ohne wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde verzichtet (§ 286 Nr. 3 Satz 1 HGB).
Der Posten B. III. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere beinhaltet nachfolgend aufgeführte Anteile an EU-/inländischem Investmentvermögen, an denen unsere Gesellschaft jeweils über 10 % der Anteile hält. Es bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit der täglichen Rückgabe.
| TEUR | Buchwerte 31.12.2023 | Zeitwerte 31.12.2023 | Saldo | Ausschüttung 2023 |
| Rentenfonds | ||||
| HDI Gerling Sach Industrials Master | 410.197 | 400.032 | -10.165 | 9.000 |
| Aktienfonds | ||||
| HV Aktien | 123.349 | 135.285 | 11.936 | 3.671 |
| Immobilienfonds | ||||
| Talanx Deutschland Real Estate Value | 36.080 | 36.031 | -49 | 210 |
| Gesamt | 569.626 | 571.348 | 1.722 | 12.881 |
Abschreibungen nach § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB wurden bei den stillen Lasten aufweisenden Spezialfonds nicht vollständig vorgenommen, da es sich nach unserer Einschätzung um vorübergehende Wertminderungen handelt.
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Forderungen an verbundene Unternehmen * | 48.489 | 41.433 |
| Forderungen aus Konsortialgeschäft | 13.443 | 10.949 |
| Forderungen aus dem Verkauf von Kapitalanlagen | 2.238 | 2.418 |
| Forderungen aus Cash Collaterals | 1.670 | - |
| Forderungen aus debitorischen Lieferungen und Leistungen | 1.091 | 81 |
| Forderungen aus noch nicht abgerechneten Nebenkosten Grundstücke | 986 | 920 |
| Forderungen aus Zinsen und Mieten | 125 | 948 |
| Forderungen an Steuerbehörden | - | 2.325 |
| Verschiedenes | -65 | 53 |
| Gesamt | 67.977 | 59.128 |
* Forderungen stammen im Wesentlichen aus
Beteiligungserträgen und aus Dienstleistungsverkehr.
Die sonstigen Forderungen enthalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Bei dem Gesamtbetrag in Höhe von 103.698 (72.723) TEUR handelt es sich um laufende Guthaben bei Kreditinstituten.
Bei dem Gesamtbetrag in Höhe von 30.685 (31.106) TEUR handelt es sich im Wesentlichen um abgegrenzte Zinsen.
Dieser Posten beinhaltet den die entsprechenden Verpflichtungen übersteigenden Betrag des Deckungsvermögens im Sinne von § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB.
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen | 1.627 | 1.810 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden aus arbeitnehmerfinanzierten Zusagen | -1.622 | -1.804 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 5 | 6 |
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Stand am Anfang des Geschäftsjahres | 51.000 | 51.000 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 51.000 | 51.000 |
Das Kapital ist in 51.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt.
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Stand am Anfang des Geschäftsjahres | 6.100 | 6.100 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 6.100 | 6.100 |
Die Bildung einer gesetzlichen Rücklage ist nicht erforderlich, da § 150 Absatz 2 AktG ("gesetzlicher Reservefonds") durch Bildung der Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 1 HGB bereits erfüllt ist.
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Unfallversicherung | 118.781 | 125.894 |
| Haftpflichtversicherung | 1.715.431 | 1.668.322 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 1.177.109 | 1.236.228 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | 173.971 | 206.894 |
| Feuer- und Sachversicherung | 464.130 | 424.991 |
| davon a) Feuerversicherung | 139.206 | 124.676 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 56.146 | 61.231 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 250.687 | 232.536 |
| d) Sonstige Sachversicherung | 18.091 | 6.548 |
| Beistandsleistungsversicherung | 307 | 253 |
| Sonstige Versicherungen | 232.106 | 173.445 |
| Gesamt | 3.881.836 | 3.836.026 |
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Unfallversicherung | 96.950 | 96.984 |
| Haftpflichtversicherung | 1.501.785 | 1.469.065 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 1.130.578 | 1.129.698 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | 133.709 | 103.723 |
| Feuer- und Sachversicherung | 279.713 | 256.271 |
| davon a) Feuerversicherung | 120.632 | 121.887 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 21.258 | 17.155 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 123.082 | 112.457 |
| d) Sonstige Sachversicherung | 14.742 | 4.772 |
| Beistandsleistungsversicherung | 100 | 33 |
| Sonstige Versicherungen | 221.428 | 163.441 |
| Gesamt | 3.364.265 | 3.219.215 |
Die im Geschäftsjahr ausgewiesene Rückstellung für Beitragsrückerstattung in Höhe von 4.128 (6.656) TEUR betrifft ausschließlich erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung.
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Unfallversicherung | 10.945 | 17.852 |
| Haftpflichtversicherung | 154.956 | 141.810 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | - | 60.553 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | - | 64.827 |
| Feuer- und Sachversicherung | 109.255 | 100.061 |
| davon a) Feuerversicherung | 12.061 | - |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 5.133 | 14.115 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 92.061 | 85.947 |
| Beistandsleistungsversicherung | - | - |
| Sonstige Versicherungen | 1.136 | 1.286 |
| Gesamt | 276.292 | 386.389 |
In den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen in Höhe von 15.217 (12.670) TEUR sind eine Stornorückstellung in Höhe von 9.990 (7.766) TEUR, eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 4.301 (3.474) TEUR und eine Rückstellung für Verkehrsopferhilfe in Höhe von 926 (1.430) TEUR enthalten.
| TEUR | 31.12.2023 |
| Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen | 2.432 |
| abzüglich Deckungsvermögen | 1.622 |
| Gesamt | 809 |
Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB angesetzt. Dieses entspricht dem Deckungskapital des Versicherungsvertrags mit den Rechnungsgrundlagen der Beitragskalkulation zuzüglich der bereits zugeteilten Überschussanteile und damit den fortgeführten Anschaffungskosten.
Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Absatz 6 Satz 1 beträgt 7 (35) TEUR. Zur Ermittlung des Unterschiedsbetrags wurde der mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre abgezinste und bilanzierte Verpflichtungsbetrag dem Betrag gegenübergestellt, der sich bei Abzinsung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre ergeben hätte.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Art. 28 Absatz 1 EGHGB beläuft sich auf 506 (515) TEUR.
Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen.
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Ausstehende Provisionen | 5.848 | 3.995 |
| Noch zu zahlende Vergütungen | 4.733 | 3.722 |
| Sonstige Rückstellungen aus Kapitalanlagen | 2.603 | - |
| Jahresabschlusskosten | 918 | 933 |
| Prozesskosten | 437 | 510 |
| Grundbesitz, Instandhaltungsverpflichtung | 113 | 474 |
| Verschiedenes | 1 | 1 |
| Gesamt | 14.654 | 9.635 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 16 (0) TEUR haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
| TEUR | Laufzeit < 1 Jahr 31.12.2023 | Laufzeit < 1 Jahr 31.12.2022 | Laufzeit > 1 Jahr 31.12.2023 | Laufzeit > 1 Jahr 31.12.2022 | Summe 31.12.2023 | Summe 31.12.2022 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen * | 86.930 | 48.139 | - | - | 86.930 | 48.139 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden | 13.211 | 12.250 | - | - | 13.211 | 12.250 |
| Verbindlichkeiten aus Führungsfremdgeschäft | 6.248 | 5.171 | - | - | 6.248 | 5.171 |
| Verschiedenes | 6.397 | 7.038 | 5 | 5 | 6.402 | 7.043 |
| Gesamt | 112.786 | 72.599 | 5 | 5 | 112.791 | 72.604 |
* Die Verbindlichkeiten stammen im Wesentlichen
aus dem Dienstleistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Bei dem Gesamtbetrag in Höhe von 355 (252) TEUR handelt es sich um sonstige Rechnungsabgrenzungsposten.
Im Folgenden wird das selbst abgeschlossene sowie in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft in Summe ausgewiesen. Es wird auf eine separate Darstellung des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts verzichtet, da es zu 100 % retrozediert wird und für die Ertragslage der HDI Versicherung AG von untergeordneter Bedeutung ist.
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Unfallversicherung | 63.421 | 64.918 |
| Haftpflichtversicherung | 349.382 | 338.308 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 330.695 | 329.959 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | 233.088 | 227.077 |
| Feuer- und Sachversicherung | 399.839 | 369.370 |
| davon a) Feuerversicherung | 114.930 | 91.039 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 75.197 | 75.462 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 188.391 | 180.802 |
| d) Sonstige Sachversicherung | 21.322 | 22.066 |
| Beistandsleistungsversicherung | 484 | 516 |
| Sonstige Versicherungen | 180.916 | 156.047 |
| Gesamt | 1.557.825 | 1.486.194 |
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Unfallversicherung | 63.632 | 65.586 |
| Haftpflichtversicherung | 349.123 | 336.416 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 329.141 | 326.280 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | 229.528 | 227.885 |
| Feuer- und Sachversicherung | 394.176 | 367.403 |
| davon a) Feuerversicherung | 114.290 | 91.185 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 74.969 | 76.071 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 183.533 | 178.841 |
| d) Sonstige Sachversicherung | 21.384 | 21.306 |
| Beistandsleistungsversicherung | 498 | 532 |
| Sonstige Versicherungen | 180.405 | 155.691 |
| Gesamt | 1.546.504 | 1.479.792 |
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Unfallversicherung | 63.632 | 65.586 |
| Haftpflichtversicherung | 347.573 | 333.630 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 327.043 | 322.430 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | 225.931 | 224.919 |
| Feuer- und Sachversicherung | 359.431 | 341.660 |
| davon a) Feuerversicherung | 116.000 | 84.053 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 72.094 | 73.439 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 170.042 | 162.316 |
| d) Sonstige Sachversicherung | 1.295 | 21.852 |
| Beistandsleistungsversicherung | 498 | 532 |
| Sonstige Versicherungen | 146.786 | 136.426 |
| Gesamt | 1.470.893 | 1.425.183 |
Im selbst abgeschlossenen Bruttoversicherungsgeschäft wurde der technische Zinsertrag auf die Renten-Deckungsrückstellung und die Beitrags-Deckungsrückstellung berechnet. Der Ertrag wurde monatlich auf dem Vormonatsbestand der Rückstellung mit dem dazugehörigen Rechnungszins ermittelt.
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Unfallversicherung | 29.199 | 32.009 |
| Haftpflichtversicherung | 160.572 | 174.653 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 269.739 | 256.937 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | 275.459 | 217.219 |
| Feuer- und Sachversicherung | 263.215 | 278.509 |
| davon a) Feuerversicherung | 88.310 | 159.296 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 32.681 | 27.060 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 122.663 | 124.524 |
| d) Sonstige Sachversicherung | 19.563 | -32.370 |
| Beistandsleistungsversicherung | 438 | 367 |
| Sonstige Versicherungen | 167.943 | 102.027 |
| Gesamt | 1.166.565 | 1.061.722 |
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Unfallversicherung | 24.065 | 26.455 |
| Haftpflichtversicherung | 134.957 | 129.704 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 75.739 | 78.943 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | 52.533 | 52.588 |
| Feuer- und Sachversicherung | 137.666 | 131.158 |
| davon a) Feuerversicherung | 42.954 | 32.004 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 28.443 | 30.571 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 61.266 | 63.273 |
| d) Sonstige Sachversicherung | 5.002 | 5.309 |
| Beistandsleistungsversicherung | 142 | 153 |
| Sonstige Versicherungen | 73.526 | 62.751 |
| Gesamt | 498.627 | 481.752 |
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 61.168 (64.391) TEUR auf Abschlussaufwendungen und 437.459 (417.362) TEUR auf Verwaltungsaufwendungen.
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Unfallversicherung | - | - |
| Haftpflichtversicherung | 4.120 | -2.530 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | -897 | -1.599 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | 1.908 | -1.677 |
| Feuer- und Sachversicherung | -31.265 | -6.733 |
| davon a) Feuerversicherung | -12.410 | 25.367 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | -3.108 | -2.050 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | -11.185 | -6.183 |
| d) Sonstige Sachversicherung | -4.562 | -23.868 |
| Sonstige Versicherungen | 22.372 | -3.114 |
| Gesamt | -3.762 | -15.653 |
- = zugunsten der Rückversicherer
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Die Entwicklung des Rückversicherungssaldos resultiert aus marktbedingt steigenden Prämien für nicht proportionale Rückversicherungsverträge und aus der Quoten-Rückversicherung in der wachsenden Sparte Cyber.
Im Geschäftsjahr erzielte die HDI Versicherung AG einen Abwicklungsgewinn f. e. R. in Höhe von 203 (146) Mio. EUR.
Die Angaben zu den Abwicklungsergebnissen der einzelnen Sparten werden im Lagebericht in der Ertragslage erläutert.
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Unfallversicherung | 17.296 | 13.011 |
| Haftpflichtversicherung | 43.770 | -4.569 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung | 42.542 | -17.428 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung | -32.976 | -15.003 |
| Feuer- und Sachversicherung | -58.469 | -52.525 |
| davon a) Feuerversicherung | -48.275 | -68.655 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 18.714 | 21.855 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | -19.433 | -30.062 |
| d) Sonstige Sachversicherung | -9.475 | 24.337 |
| Beistandsleistungsversicherung | -82 | 13 |
| Sonstige Versicherungen | -38.825 | -12.325 |
| Gesamt | -26.743 | -88.825 |
| TEUR | 2023 | 2022 |
| 1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft | 272.792 | 254.836 |
| 2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB | - | - |
| 3. Löhne und Gehälter | 4.634 | 3.458 |
| 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | - | - |
| 5. Aufwendungen für Altersversorgung | 870 | 2.175 |
| 6. Gesamte Aufwendungen | 278.296 | 260.468 |
| Stück | 2023 | 2022 |
| Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Unfallversicherung | 361.856 | 377.577 |
| Haftpflichtversicherung | 1.123.568 | 1.131.497 |
| Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung * | 1.223.867 | 1.245.135 |
| Sonstige Kraftfahrzeugversicherung * | 980.892 | 999.316 |
| Feuer- und Sachversicherung | 891.591 | 918.790 |
| davon a) Feuerversicherung | 48.081 | 44.770 |
| b) Verbundene Hausratversicherung | 535.929 | 554.346 |
| c) Verbundene Wohngebäudeversicherung | 229.198 | 231.511 |
| d) Sonstige Sachversicherung | 78.383 | 88.163 |
| Beistandsleistungsversicherung | 2.779 | 2.992 |
| Sonstige Versicherungen | 57.961 | 57.461 |
| Gesamt | 4.642.514 | 4.732.768 |
| Summe aller Verträge | 3.658.699 | 3.729.721 |
| Veränderung durch Berücksichtigung der Wagnisse in der Kraftfahrzeugversicherung | 983.815 | 1.003.047 |
| Gesamtes Versicherungsgeschäft | 4.642.514 | 4.732.768 |
* In der Kraftfahrzeugversicherung wurde hier
die Anzahl der Wagnisse berücksichtigt.
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Erträge aus erbrachten Dienstleistungen | 4.401 | 3.852 |
| Zinsen und ähnliche Erträge * | 3.479 | 361 |
| Währungskursgewinne | 1 | 4 |
| Auflösung Rückstellung Personalkosten/ Abfindungen | - | 1.873 |
| Erträge aus der Auszahlung von Gesellschafterdarlehen | - | 143 |
| Erträge aus der Auflösung von Einzelwertwertberichtigungen | - | 22 |
| Erträge aus der Auflösung von übrigen Rückstellungen | - | 12 |
| Verschiedenes | 70 | 112 |
| Gesamt | 7.950 | 6.377 |
Im Berichtsjahr wurden Erträge aus Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen von 51 (51) TEUR mit Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen von 54 (63) TEUR saldiert.
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes | 31.809 | 29.213 |
| Abschreibungen | 3.421 | 1.303 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen * | 556 | 309 |
| Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen | 0 | 109 |
| Währungskursverluste | 22 | 7 |
| Verschiedenes | 81 | 81 |
| Gesamt | 35.888 | 31.021 |
* In den Zinsaufwendungen sind 60 (68) TEUR
Aufwendungen aus Aufzinsung enthalten.
Der ausgewiesene Betrag von 192 (121) TEUR entfällt größtenteils auf anrechenbare Quellensteuer.
Der Posten sonstige Steuern beträgt 73 (172) TEUR und beinhaltet eine Grundsteuer in Höhe von 66 (162) TEUR.
Die Verwaltungsorgane unserer Gesellschaft werden auf der folgenden Seite aufgelistet.
Mitglied
Dr. Martin Weldi
Vorsitzender
Leitender Angestellter der HDI AG
Hemmingen
Barbara Riebeling
stv. Vorsitzende
Köln
Annika Illmer
(bis 02.11.2023)
Leitende Angestellte der HDI AG
Köln
Johanna Weigand
(seit 02.11.2023)
Leitende Angestellte der HDI AG
Köln
| Mitglied | Vorstandsressorts |
| Herbert Rogenhofer | ■ IT |
| Vorsitzender | ■ Produktmanagement SHUK Privat |
| Hannover | ■ Produkttechnik und Bestandssysteme Sach |
| ■ Betrieb Sach Privat (Antrag, Vertrag) | |
| ■ Kfz-Schaden | |
| ■ Vermögensanlage und -verwaltung | |
| ■ Geldwäschebekämpfung | |
| Malte Dittmann | ■ Maklervertrieb Sachversicherung |
| (bis 31.3.2023) | |
| Hannover | |
| Norbert Eickermann | ■ Vertrieb AO/DVT |
| Hannover | |
| Dr. Dominik Hennen | ■ Transformation |
| (bis 31.8.2023) | |
| Hannover | |
| Christian Kussmann | ■ Produktmanagement Firmen/Freie Berufe |
| Hannover | ■ Betrieb Sach Firmen/Freie Berufe (Antrag, Vertrag) |
| ■ Schaden Firmen/Freie Berufe | |
| ■ Mathematik und Geschäftssteuerung Sach (inkl. Rückversicherung) | |
| Thomas Lüer | ■ Vertrieb |
| Hannover | ■ Maklervertrieb |
| ■ Marketing | |
| Dr. Daniel Schulze Lammers | |
| (seit 1.1.2024) | |
| Hannover | |
| Jens Warkentin | ■ Controlling |
| Hannover | ■ Risikomanagement |
| ■ Versicherungsmathematische Funktion | |
| ■ Rechnungswesen, Bilanzierung und Steuern | |
| ■ Datenschutz | |
| ■ Recht | |
| ■ Revision | |
| ■ Compliance |
Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit in unserer Gesellschaft betrugen 2.600 (2.336) TEUR. Sofern sie auch Organe anderer Gesellschaften des Talanx Konzerns sind, erhielten die Vorstandsmitglieder darüber hinaus Bezüge für ihre Tätigkeit in diesen Gesellschaften. Im Rahmen des anteilsbasierten Vergütungssystems wurden dem Vorstand für das Berichtsjahr 19.426 (8.365) virtuelle Aktien aus dem Talanx-Performance-Share-Award-Programm mit einem Zeitwert in Höhe von 841 (329) TEUR zugeteilt.
Für ihre frühere Tätigkeit in unserer Gesellschaft erhielten ehemalige Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebene Bezüge von 1.185 (1.347) TEUR. Für diesen Personenkreis wurden Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften in Höhe von 153 (151) TEUR gebildet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Tätigkeit in unserer Gesellschaft Bezüge in Höhe von 6 (5) TEUR.
Die Talanx AG, Hannover, und die HDI Global SE, Hannover, haben im Innen- und Außenverhältnis zur HDI Versicherung AG die Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus der Altersvorsorge ehemaliger Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder übernommen. Aus diesen Versorgungsversprechen besteht für die Gesellschaft eine Mithaftung, deren Höhe am Ende des Geschäftsjahres 52.724 (53.147) TEUR gegenüber der Talanx AG und 24.821 (24.939) TEUR gegenüber der HDI Global SE betrug.
Die HDI Versicherung AG ist Mitglied der Verkehrsopferhilfe e. V., Berlin. Aufgrund dieser Mitgliedschaft ist sie verpflichtet, zu eventuellen Leistungen dieses Vereins sowie zu seinen Verwaltungskosten entsprechend ihrem Anteil an den von den Vereinsmitgliedern im vorletzten Kalenderjahr erzielten Beitragseinnahmen in der selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung beizutragen.
Nach Einschätzung des Vorstands unserer Gesellschaft ist die Inanspruchnahme von Verpflichtungen, die aus den genannten Haftungsverhältnissen resultieren, als unwahrscheinlich einzuschätzen.
Weiterhin ist das Unternehmen Mitglied des Vereins Versicherungsombudsmann e. V., Berlin. Die Kosten des Vereins werden durch Beiträge der Mitglieder abgedeckt. Bemessungsgrundlage hierfür sind die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen des selbst abgeschlossenen Inlandsgeschäfts.
Für die HDI Versicherung AG bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus offenen Einzahlungsverpflichtungen ("Commitment") in Höhe von 108.921 TEUR, die aus einem Investitionsprogramm mit einem Zeichnungsvolumen von insgesamt 287.885 TEUR resultieren. Darin enthalten sind offene Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von 84.351 TEUR an verbundene und assoziierte Unternehmen aus einem Zeichnungsvolumen von 222.885 TEUR. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit der TD Sach Private Equity GmbH & Co. KG in Höhe von 69.214 TEUR, gegenüber der TD Real Assets GmbH & Co. KG in Höhe von 13.957 TEUR sowie gegenüber der Talanx Infrastructure Portugal 2 GmbH in Höhe von 1.179 TEUR. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen bestehen nicht. Des Weiteren bestehen Einzahlungsverpflichtungen gegenüber dem Ardian Private Debt V in Höhe von 13.513 TEUR, dem Barings European Private Loan Fund III in Höhe von 6.116 TEUR, dem NRD Frankfurt TERRA (FOUR) MC in Höhe von 4.000 TEUR und dem Enhanced Sustainable Power Fund Nr. 3 GmbH & Co. KG in Höhe von 941 TEUR.
Sonstige Vertragsverpflichtungen bestehen nicht.
Weitere Einzahlungsverpflichtungen aus Aktien und Anteilen, Wechselverbindlichkeiten oder weitere Haftungsverhältnisse irgendwelcher Art bestehen nicht.
Es bestehen Avalkredite in Höhe von 540 (90) TEUR.
Mit der HDI Deutschland AG als herrschender Gesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Des Weiteren besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der HDI Versicherung AG als herrschendem Unternehmen und der HDI next GmbH als beherrschtem Unternehmen.
Alleinige Aktionärin der HDI Versicherung AG ist die HDI Deutschland AG, die über 100 % des Grundkapitals verfügt. Die HDI Deutschland AG hat uns mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der HDI Versicherung AG, Hannover, (Mitteilung gemäß § 20 Absatz 4 AktG) sowie gleichzeitig unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der HDI Versicherung AG (Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 1 und 3 AktG) gehört.
Die Gesellschaft unterhält umfängliche Rückversicherungsbeziehungen mit Unternehmen der Talanx AG. Für den Rückversicherungsschutz sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die empfangen oder erbracht werden, werden angemessene Gegenleistungen gezahlt und erhalten. Insofern ergibt sich kein Einfluss auf die Vermögens- oder Ertragslage der Gesellschaft im Vergleich zur Inanspruchnahme und Erbringung der beschriebenen Leistungen durch oder für nicht nahe stehende Unternehmen.
Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche wie z. B. Finanzen, Personal, IT, Betrieb und Vertrieb werden durch die HDI AG für die Inlandsgesellschaften des Talanx Konzerns erbracht, also auch für die HDI Versicherung AG. Darüber hinaus nutzt die HDI Versicherung AG die zentralen Dienstleistungen der Ampega Asset Management GmbH, die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt.
Die Vergütung der Abschlussprüfer ist - unterteilt nach Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen und sonstige Leistungen - anteilig in den Konzernabschlüssen des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. und der Talanx AG enthalten.
Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2023 sowie das nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Berichtspaket geprüft. Die quartalsweise nach den IFRS erstellten Berichtspakete sind einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden. Darüber hinaus erfolgte die Prüfung der Solvabilitätsübersicht zum 31.12.2023. Ferner wurden Benchmarkleistungen in Bezug auf die Kraftfahrtversicherung erbracht.
Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Mutterunternehmen des HDI-Konzerns) stellt nach § 341i in Verbindung mit § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (größter Kreis), in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 341i in Verbindung mit § 290 HGB (kleinster Kreis), welcher auf der Grundlage von § 315e Absatz 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Der Einbezug der HDI Versicherung AG in die Konzernabschlüsse des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und der Talanx AG befreit nach § 291 Absatz 1 HGB die Gesellschaft von der Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinflussen würden.
Hannover, den 26. Februar 2024
Der Vorstand
Herbert Rogenhofer, Vorsitzender
Norbert Eickermann
Christian Kussmann
Thomas Lüer
Dr. Daniel Schulze Lammers
Jens Warkentin
An die HDI Versicherung AG, Hannover
Wir haben den Jahresabschluss der HDI Versicherung AG, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HDI Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Absatz 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1 Bewertung der Kapitalanlagen
2 Bewertung der Schadenrückstellungen
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von 3.718.394 TEUR (91,9 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach § 341b Absatz 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie z. B. Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der Zinsentwicklung, zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Kapitalanlagen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und der damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrunde liegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzung zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Darüber hinaus haben wir die von der Gesellschaft erstellten bzw. eingeholten Bewertungsgutachten (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen) für die wesentlichen Beteiligungen der Gesellschaft gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und in den Erläuterungen zur Bilanz "Aktiva" des Anhangs enthalten.
1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Rückstellungen (sog. "Schadenrückstellungen") in Höhe von 3.196.175 TEUR (79,0 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen gestiegener Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und der damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich gestiegener Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Schadenrückstellungen sind im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 4. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 11. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der HDI Versicherung AG, Hannover, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Sack.
Hannover, den 12. März 2024
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian Sack, Wirtschaftsprüfer
Michael Zangl, Wirtschaftsprüfer
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