Otto Import Solutions GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sabine Dannehl seit 25.10.2024 | Prokura |
Axel Erik Jacob seit 14.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
myToys.de GmbHBerlinJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024Bilanz zum 29. Februar 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24A. Allgemeine Angaben Die myToys.de GmbH mit Sitz in Berlin ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 77235 im Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt, wobei die Auswirkungen der Beendigung des operativen Geschäftes zum Geschäftsjahresende Berücksichtigung fanden. Zwar hat die Gesellschaft gemäß Beschluss der Gesellschafter vom 1. März 2023 ihren operativen Geschäftsbetrieb bis zum 29. Februar 2024 eingestellt, jedoch geht damit keine gesellschaftsrechtliche Liquidation der Gesellschaft einher. Die Gesellschaft ist vor allem infolge des Gesellschafterbeschlusses von der finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafter abhängig. Die Gesellschafter haben vor diesem Hintergrund im Berichtsjahr eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage der myToys.de GmbH in Höhe von TEUR 120.000 vorgenommen. Die myToys.de GmbH verfügt zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses über ausreichend finanzielle Mittel, um ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach den gesetzlichen Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig abgeschrieben. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen grundsätzlich linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge geringwertiger Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten ab EUR 250,00, die aber EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden in einen Sammelposten eingestellt und im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Jahren jeweils mit 20 % linear abgeschrieben. Der Abgang wird im fünften Jahr unterstellt. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahren. Bewertung von Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Abschreibungen werden bei vorübergehender oder dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Wenn die Gründe für die Wertminderung entfallen, erfolgen Zuschreibungen. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14.078 (i. Vj. TEUR 1.518 aus sonstigen Ausleihungen) vorgenommen. Bewertung von Vorräten Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Allen erkennbaren modischen oder technischen Risiken sowie der Altersstruktur und den Verwertungsmöglichkeiten wird durch Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Aufgrund der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes wurden sämtliche Vorräte zum 29. Februar 2024 veräußert. Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigung angesetzt. Währungsumrechnung Währungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten sind zum Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, gebildet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Bewertung von Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen des modifizierten Teilwertverfahrens Engbroks 1989 unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen angesetzt. Die Pensionsrückstellungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % p. a. unter Verwendung der im Juli 2018 veröffentlichten "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck" ermittelt. Dieser Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Hierbei wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene Abzinsungssatz verwendet. Darüber hinaus wurde bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen die alle drei Jahre erfolgende Erhöhung angesetzt. Zur Berücksichtigung des Rententrends wurde gemäß § 16 BetrAVG der Verbraucherpreisindex in Höhe von 2,20 % zugrunde gelegt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Hierbei wird beispielhaft bei der Ermittlung der zu bildenden Personalkostenrückstellung der jeweilig vertraglich vereinbarte Gehaltsbestandteil mit dem ermittelten Prozentsatz der Zielerreichung multipliziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst; bei solchen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird von der Ausübung des Abzinsungswahlrechts Gebrauch gemacht. Im Jahr 2021 veröffentlichte die OECD detaillierte Regeln zur Umsetzung der Reform des internationalen Steuersystems, die sicherstellen soll, dass multinationale Unternehmen einem Mindeststeuersatz von 15% unterliegen. Das Mindeststeuergesetz ist am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Die Mindeststeuern werden erstmalig für das Geschäftsjahr 2024/25 (beginnend am 1. März 2024) erhoben. Die myToys.de GmbH als deutsches Konzernunternehmen der Otto Group wird eigenständig keine Mindeststeuern zahlen, da das Unternehmen Teil einer Mindeststeuergruppe in Deutschland ist. Für diese Mindeststeuergruppe werden mögliche Zusatzsteuern von der Michael Otto Stiftung als oberste Muttergesellschaft bzw. Gruppenträgerin im Sinne des Mindeststeuergesetzes geschuldet werden. Deutsche Konzernunternehmen, die keine oberste Muttergesellschaft oder im Teileigentum stehende Muttergesellschaft darstellen, können nach Inkrafttreten des deutschen Mindeststeuergesetzes von einer Mindeststeuer nur durch die Umlage einer etwaigen nationalen Ergänzungssteuer durch die Michael Otto Stiftung betroffen sein. Da die Mindeststeuern erstmalig für das Geschäftsjahr 2024/25 erhoben werden, unterliegt die myToys.de GmbH keiner Steuerbe- oder -entlastung im Geschäftsjahr 2023/24. Bewertung von Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, gebildet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen ergeben. Dabei werden auch die quasi permanenten Differenzen berücksichtigt. Aktive latente Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge werden insoweit angesetzt, wie mit einer Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre gerechnet wird. Sich daraus ergebende aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ergibt sich dabei ein aktivischer Überhang latenter Steuern, wird von dem bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag von insgesamt 30,59 %. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Durch die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes wurden alle Sachanlagen veräußert oder verschrottet. Neben den planmäßigen Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres wurde im Zuge der Aufgabe des operativen Geschäftsbetriebes die gesamte Betriebs- und Geschäftsausstattung außerplanmäßig wertberichtigt in Höhe von EUR 6.634. Auch die immateriellen Vermögensgegenstände sind bis auf die Restbuchwerte der aktivierten Domains zum Geschäftsjahresende aufwandswirksam wertberichtigt worden. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Als immaterielle Vermögensgegenstände werden Domainrechte und Software bilanziert. Als Sachanlagen wurden im Vorjahr im Wesentlichen IT-Hardware sowie Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung bilanziert. Finanzanlagen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, bei denen es sich um Beteiligungen i. S. d. § 271 Abs. 1 HGB handelt - setzen sich wie folgt zusammen:
1 Wechselkurse gemäß § 256a HGB
zum 29.02.2024 mit Referenzkurs EUR: 4,3208 PLN; 98,884 RUB
Vorräte Im Zuge der Aufgabe des operativen Geschäftsbetriebes wurde der Bestand bis zum Geschäftsjahresende komplett veräußert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 42.567 (i. Vj. TEUR 39.443) enthalten im Wesentlichen Cash Pool-Darlehensforderungen i. H. v. TEUR 36.619 (i. Vj. TEUR 28.584), Forderungen aus Gewinnabführungen i. H. v. TEUR 5.443 (i. Vj. TEUR 5.547) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 505 (i. Vj. TEUR 5.312). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen gegen Lieferanten sowie Steuererstattungsforderungen ausgewiesen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten wurde hauptsächlich für vorausgezahlte Versicherungsprämien, Wartungskosten sowie für im Folgejahr zu erbringende Dienstleistungen gebildet. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Geschäftsjahr 2010/11 ergab sich ein Zuführungsbetrag, der in Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB linear über einen Zeitraum von 15 Jahren angesammelt wird. Bis zum Abschlussstichtag wurden insgesamt TEUR 40 (i. Vj. TEUR 37) des Unterschiedsbetrags den Pensionsrückstellungen zugeführt. Der nicht passivierte Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 3 (i. Vj. TEUR 6). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf TEUR 14 (i. Vj. TEUR 118). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 587 (i. Vj. TEUR 1.348). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden überwiegend für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für u.a. Urlaubsansprüche, Prämien und Kosten im Rahmen der Aufgabe des operativen Geschäftsbetriebes in Höhe von TEUR 6.400, Drohverlustrückstellungen für Miet- und Lieferantenverpflichtungen in Höhe von TEUR 13.915 sowie für weitere ausstehende Kostenrechnungen in Höhe von TEUR 1.722 gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Die Aufwendungen aus der Abzinsung werden im Zinsaufwand ausgewiesen. Verbindlichkeiten Zu den Verbindlichkeiten wird auf den beigefügten Verbindlichkeitenspiegel verwiesen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen in Höhe von TEUR 11.269 (i. Vj. TEUR 9.508) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.464 (i. Vj. TEUR 17.035), von denen TEUR 399 gegenüber dem Gesellschafter bestehen. Im Vorjahr waren darüber hinaus Cash- Pool Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 35.750 und gegenüber einer Konzerntochter in Höhe von TEUR 37.316 enthalten. Latente Steuern Aktive latente Steuern ergeben sich auf körperschaftliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge, sofern eine Verrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre mit dem für diese Jahre erwarteten steuerpflichtigen Einkommen als hinreichend sicher erachtet wird. Der sich daraus ergebende aktive Überhang wird nicht angesetzt. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Handelsware. 91,3 % der Umsatzerlöse (TEUR 223.450; i. Vj. TEUR 410.015) werden im Versandbereich erzielt, 6,6 % (TEUR 16.161; i. Vj. TEUR 32.430) im Stationär Bereich. Die Dienstleistungsumsätze entsprechen 2,1 % der Umsatzerlöse (TEUR 5.191; i. Vj. TEUR 8.469) und betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen gegenüber Tochterunternehmen und Provisionserlöse aus Plattformgeschäften. Von den Umsätzen im Versandbereich wurden 3,7 % im Ausland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 10.762 (i. Vj. TEUR 5.075) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.497; (i. Vj. TEUR 4.587), aus Erträgen aus Kundenforderungen in Höhe von TEUR 3.247 (i. Vj. TEUR 1.247) sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 2.323; i. Vj. TEUR 475) und sonstigen periodenfremden Erträgen (TEUR 695; i. Vj. TEUR 0). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in der Höhe von TEUR 147 (i. Vj. TEUR 476) enthalten. Aufwendungen für Altersversorgung Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 324 (i. Vj. TEUR 249). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus den Kosten der Geschäftsabwicklung zusammen. Sie enthalten insbesondere Aufwendungen aus der Leistungsverrechnung mit Konzerngesellschaften, Logistikkosten, EDV-Service-Kosten, Werbe- und Versandkosten sowie Aufwendungen für Kundenbetreuung und Kreditkartenprovisionen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 7.403 (i. Vj. TEUR 2.113). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden im Zuge der geplanten Schließung des operativen Geschäftsbetriebs Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.656 für Aufwände aus dem Mietvertrag für die Zentrale sowie für sonstige vertragliche Verpflichtungen als Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Bei diesen Aufwendungen handelt es sich um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung. Aus der Währungsumrechnung haben sich Aufwendungen in Höhe von TEUR 14 (i. Vj. TEUR 491) ergeben. Beteiligungsergebnis Die Erträge aus Gewinnabführung bzw. die Aufwendungen aus Verlustübernahmen resultieren ausschließlich aus verbundenen Unternehmen. Zinserträge und Zinsaufwendungen Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.747 (i. Vj. TEUR 1.391). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.853 (i. Vj. TEUR 1.381). In den Zinsaufwendungen sind Zinsen für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 29), Stundungszinsen in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 0) sowie von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 2) enthalten. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen resultieren in voller Höhe (TEUR 14.078) aus Wertminderungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen (i. Vj. TEUR 1.518 aus Wertminderung von sonstigen Ausleihungen). Bilanzverlust Der Bilanzverlust ergibt sich wie folgt:
E. Sonstige Angaben Unternehmensverträge Mit der Limango GmbH, München, sowie der myToys Logistik GmbH, Gernsheim, bestehen Ergebnisabführungsverträge. Die Gesellschaften verpflichten sich dadurch, ihr gesamtes Ergebnis an die myToys.de GmbH abzuführen. Im Gegenzug verpflichtet sich die myToys.de GmbH, jeden bei den Gesellschaften entstehenden Verlust zu übernehmen. Mit dem Verkauf der Anteile der myToys Logistik GmbH an die Hermes Fulfilment wurde der Ergebnisabführungsvertrag zum Geschäftsjahresende gekündigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellt sich wie folgt dar:
Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses Die gesetzlichen Vertreter werden der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Arbeitnehmer*innen Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres 2023/24 beschäftigten Arbeitnehmer*innen betrug 518 Mitarbeitende (2022/23: 829 Mitarbeitende). Darin enthalten sind 181 Teilzeitkräfte (2022/23: 303 Teilzeitkräfte). Beirat Mitglieder des Beirats sind
Geschäftsführung
Bezüge des Beirats und der Geschäftsführer Der Beirat bezieht aus dieser Tätigkeit keine Bezüge. Die Bezüge der Geschäftsführung einschließlich im Berichtsjahr gewährter einmaliger Sondervergütungen betrugen TEUR 2.850 (i. Vj. TEUR 1.451). Konzernklausel Die OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg, als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen, und Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, als mittelbares Mutterunternehmen der Gesellschaft, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen. Die Konzernabschlüsse sind nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und werden im Unternehmensregister offengelegt. Aus diesem Grunde ist die Gesellschaft gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr 2023/24 erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 76 (i. Vj. TEUR 76) sowie für andere Bestätigungsleistungen TEUR 8 (i. Vj. TEUR 8). Nachtragsbericht Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023/24 wurde der operative Betrieb der Gesellschaft myToys eingestellt. Nach dem Bilanzstichtag wird die Gesellschaft lediglich verwaltet. Am 01.03.2024 wurden die Anteile der myToys Logistik GmbH an die Hermes Fulfilment GmbH veräußert. Damit einhergehend wurde der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der myToys.de GmbH und der myToys Logistik GmbH per 29.02.2024 gekündigt.
Berlin, den 25. April 2024 Tobias Nieber, Geschäftsführer Axel Jacob, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24
Verbindlichkeitenspiegel zum 29. Februar 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/241. Geschäftsmodell des Unternehmens Die myToys Group hatte sich seit der Gründung 1999 zu Deutschlands führendem eCommerce-Anbieter mit Fokus auf die junge Familie entwickelt, mit dezidierten Marktauftritten einzelner oder aller Marken bspw. in Deutschland, Polen oder den Niederlanden. Die myToys Group war hierbei in den folgenden Geschäftsfeldern aktiv: • Onlinehandel Vertrieb über eigene Shops/Plattformen unter Nutzung der Marken myToys und mirapodo. Dabei wurden in den jeweiligen Modellen sowohl eigene Ware als auch Ware/Services von Partnern (Plattformgeschäft im Kommissionsmodell) angeboten. Die myToys Group vertrieb darüber hinaus online Produkte rund um das Thema Familie auch auf (fremden) Marktplätzen, wie z. B. den Konzern-Marktplätzen OTTO, AboutYou, aber auch weiteren großen konzernexternen Marktplätzen (z.B. amazon oder zalando). Die limango Gruppe (gebündelt in der Tochtergesellschaft Limango GmbH) fokussiert sich weiterhin insbesondere auf Verkaufsaktionen an registrierte Mitglieder zu besonders interessanten Preisen (off-price). • Stationärhandel Unter der Marke myToys wurden 19 stationäre Ladengeschäfte in Deutschland betrieben. Die myToys.de GmbH mit Sitz in Berlin (im folgenden myToys) ist Teil der in Hamburg ansässigen Otto Group und bearbeitete kundenseitig die Geschäftsfelder zusammen mit der Tochtergesellschaft Limango GmbH mit Sitz in München. Die aus Sicht der Gesellschafter schwierige Geschäftsentwicklung von myToys vor allem im Geschäftsjahr 2022/23 führte in Verbindung mit weiterem Investitionsbedarf bei den Transformationsprojekten in den Folgejahren zu Beginn des Geschäftsjahres zur Gesellschafter-Entscheidung, den operativen Betrieb der myToys.de GmbH einzustellen. Aufgrund dieses Schlie- Bungsbeschlusses wurde der Vertrieb an Kunden bei myToys sowohl im Online- als auch Stationär-Handel im Laufe des Geschäftsjahres 2023/24 heruntergefahren und final eingestellt. Das Filialgeschäft wurde dabei im Oktober 2023 an die Toysino GmbH verkauft. Auf die limango GmbH als Tochterunternehmen hatte die Schließungsentscheidung keine operativen Auswirkungen. Limango ist mit seinem Geschäftsmodell einer Private-Shopping- Community für Familien nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sehr erfolgreich und plant, auch weiterhin eigenständig und nachhaltig rentabel zu wachsen. 1 Eine weitere Tochtergesellschaft war die myToys Logistik GmbH mit Sitz in Gernsheim, die die logistische Abwicklung für die Marken myToys und mirapodo im DACH-Raum übernahm. Die Gesellschaft wurde nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023/24, zum 01. März 2024, an die Hermes Fulfilment GmbH verkauft. Geplant ist damit weiterhin die Erbringung logistischer Dienstleistungen, zukünftig jedoch für die Waren externer Händler, die über die von Hermes Fulfilment selbst entwickelte IT- und Logistik-Plattform "F2X" insbesondere an die Marktplätze der Otto Group angebunden werden. 2 Im Hinblick auf die myToys TechLabSL, deren Zweck darin bestand, das am Stammsitz Berlin bestehende Technologieteam an einem weiteren Standort durch qualifiziertes, technologisches Personal zu ergänzen, wurde eine freiwillige Liquidation der Gesellschaft eingeleitet. Diese wird nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter voraussichtlich im nächsten Geschäftsjahr abgeschlossen sein. Den Mitarbeitenden der TechLab wurden aufgrund höherer Aufgabensynergien und besserer Kollaborationsmöglichkeiten angeboten, in eine andere Konzerngesellschaft der Otto Group, der Otto Group Solution Provider (OSP), zu wechseln. Dieses Angebot wurde von einem Großteil der Mitarbeitenden angenommen. Die russische Aktivität OOO MT Click mit Sitz in Moskau wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 final liquidiert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage Die gesamtwirtschaftliche Lage war im vergangenen Jahr aufgrund der Nachwirkungen der erheblichen Kaufkraftverluste infolge des Energie- und Lebensmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen und den geldpolitischen Straffungen weiterhin als schwierig einzuschätzen. Die Konsumfreude verbesserte sich zwar im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr - blieb aber weiterhin hinter den Vorjahren zurück, die Sparneigung blieb weiterhin hoch. 3 Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken unter anderem aufgrund der hohen Verbraucherpreise im Kalenderjahr 2023 preisbereinigt um knapp 1%. 4 Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich laut dem Statistischen Bundesamt im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Damit fiel die Inflationsrate zwar im Vergleich zu 2022 (6,9%) geringer aus, blieb aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Neben Nahrungsmitteln (Preiserhöhung um 12,4% zum Vorjahr) waren auch die gestiegenen Preise für Haushaltsenergie (14% zum Vorjahr) Treiber der inflationären Entwicklung. 5 Das Bruttoinlandsprodukt im Hauptmarkt Deutschland sank im Kalenderjahr 2023 insgesamt leicht um 0,1% (preis- und kalenderbereinigt) zum Vorjahr. 6 Im für die Logistik spezifisch relevanten Wirtschaftsbereich Handel/ Verkehr/ Gastgewerbe ging die Wertschöpfung noch einmal stärker um 1,0% zurück. 7 Dabei legten der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich sogar noch zu, so dass vor allem der Groß- und Einzelhandel deutlich nachgab. 8 Im Hinblick auf den E-Commerce im Speziellen zeichnete sich dabei mit einem zweistelligen Rückgang der Umsatzzahlen zum Vorjahr (knapp -12%) ebenfalls eine deutliche schwächere Entwicklung ab. 9
2 Vgl. https://www.ottogroup.com
/de/medien/newsroom/meldungen/netzwerkerweiterung-hermes-fulfilmentuebernimmt-bisherigen-standort-von-mytoys-logistik-in-
gernsheim.php; Abruf: 15.03.2024.
Bei den Unternehmen in Deutschland ist eine höhere Anzahl an Insolvenzen im Vorjahresvergleich zu beobachten, die jedoch weiterhin unter den Vor-Corona-Jahren liegt. 10 Ursachen hierfür sind laut der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) nicht nur in der schwächeren Nachfrage, sondern auch in den höheren Kosten sowie den unsicheren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu finden. 11 Bei den Verbrauchern war die Anzahl an privaten Insolvenzen hingegen nahezu unverändert im Vorjahresvergleich geblieben, was auch durch die weiterhin gute Arbeitsmarktlage zu erklären war. 12 Der Arbeitsmarkt blieb im Jahr 2023 stabil: Die Anzahl der Beschäftigten, die in Deutschland arbeiteten, erreichte mit durchschnittlich 45,9 Millionen Personen einen neuen Rekord. Diese Zunahme ließ sich unter anderem auf die erhöhte Zuwanderung und eine gestiegene Beteiligung der inländischen Bevölkerung am Arbeitsmarkt zurückführen. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 0,4%-Prozentpunkte auf 5,7%. 13 Vor dem Hintergrund der beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird ersichtlich, dass auch die myToys.de GmbH im abgelaufenen Jahr unter Druck stand: Sowohl die generelle (Markt-)Nachfrage als auch die spezifische (myToys-)Nachfrage aufgrund der bevorstehenden Schließung des operativen Geschäftsbetriebs fielen deutlich geringer aus. 2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Gesellschafter-Entscheidung am Beginn des Geschäftsjahres, den operativen Betrieb der myToys.de GmbH spätestens zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 einzustellen, beeinflusste maßgeblich den weiteren Geschäftsverlauf. Onlinehandel Der Fokus beim Herunterfahren des operativen Online-Geschäfts lag dabei auf dem Abverkauf der Ware und damit der deutlichen Reduktion des Lagerbestandes mit dem Ziel, am Ende des Geschäftsjahres den kompletten Bestand abverkauft zu haben. Der Lagerfüllgrad war am Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 hoch, so dass myToys weiterhin auf die Anmietung von Zusatzlagerkapazitäten angewiesen war. Infolge des operativen Schließungsbeschlusses der myToys und nachgelagert durch die bereits in der gesamtwirtschaftlichen Lage beschriebene Konsumzurückhaltung wurden die Wareneingangsmengen sowohl in den Modesortimenten, vor allem aber auch in den Hartwaren, deutlich reduziert und wo möglich storniert. Hauptaugenmerk war ein schnelles, jedoch ertragsschonendes Abverkaufen des Bestandes - soweit möglich an die myToys-Kunden*innen sowie den Restbestand an gewerbliche Aufkäufer. Die zunächst benötigten Zusatzlagerkapazitäten konnten dadurch im Laufe des Geschäftsjahres deutlich und schnell reduziert werden. Die Warenausgangsmengen und der damit korrespondierende Umsatz entwickelten sich aufgrund der deutlich geringeren Wareneingangsmengen ebenfalls deutlich rückläufig zum Vorjahr. Im Laufe des Geschäftsjahres vergrößerte sich dabei der Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr durch das deutlich reduzierte (Kunden-)Angebot infolge des sukzessiv geringer werdenden Vorrats.
9 Vgl.
https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle;
Abruf: 15.03.2024.
Im Hinblick auf die Sortimentskategorien war damit sowohl in den Hartwaren- (-55% zum Vorjahr) als auch Modesortimenten (-37% zum Vorjahr) umsatzseitig eine deutlich schwächere Entwicklung im Vorjahresvergleich zu konstatieren, wobei die Hartwarenentwicklung noch einmal schwächer ausfiel. Kurz vor dem Ende des Weihnachtsgeschäftes im Dezember 2023, am 18. Dezember, wurde der Shop offline genommen und die letzten Waren an die myToys-Kunden*innen pünktlich zum Weihnachtsfest versendet. Bis Ende Februar 2024 erfolgten noch Einlagerungen der Retouren und final die Veräußerung des Restbestandes an die Aufkäufer. Das Ziel, am Ende des Geschäftsjahres den Warenbestand komplett abverkauft und aus dem Lagerstandort in Gernsheim sortiert zu haben, wurde erreicht. Die Entwicklung des Partnerprogramms verlief noch leicht schwächer als das Onlinehandelsgeschäft mit eigener Ware: Die vermittelten Umsätze sanken um 57% zum Vorjahr. Im Falle einer erfolgreichen Vermittlung erhielt myToys eine Provision oder Kommission für diese Vermittlung. Die Vertragsbeziehung mit den Partnern wurde im Laufe des Geschäftsjahres gekündigt und wo gewünscht, der Kontakt zu OTTO zur Aufnahme in das OTTO-Marktplatzgeschäft hergestellt. Stationärhandel Für das Stationärgeschäft wurden ab dem Zeitpunkt der Schließungskommunikation Käufer gesucht, die entweder das gesamte Filialportfolio von 19 Filialen in Deutschland oder einzelne Filialen übernehmen. Mit der Toysino GmbH, deren Geschäftsführer unter der Firmierung Spielwaren Krömer GmbH & Co. KG gleichzeitig auch 19 Fachgeschäfte für Spielwaren und Geschenkartikel in Bayern betreiben, wurde ein Käufer für alle Filialen gefunden. Mit Wirkung zum 01. Oktober 2023 wurde das Stationärgeschäft verkauft und den rund 160 Beschäftigten eine Weiterbeschäftigung mit ihren bestehenden Arbeitsverträgen angeboten. 14 Bis zum Übergang war mit 3% Umsatzwachstum zum Vorjahr auf vergleichbarer Fläche eine gute Entwicklung in den Filialen zu konstatieren. Weitere finanzielle Transaktionen und Ereignisse Zur weiteren Stärkung der finanziellen Basis wurde seitens der Gesellschafter im November 2023 eine Zuzahlung in de Kapitalrücklage der myToys in Höhe von EUR 120 Mio vorgenommen. Ein Teil der erhaltenen Liquidität wurde von myToys dazu genutzt, die finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Otto und limango zu tilgen. Der Rest blieb für die weitere Finanzierung der Gesellschaft in den Folgejahren bestehen. Im Januar 2024 hat myToys bei der myToys Logistik eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 14 Mio vorgenommen. Die liquiden Mittel wurden von der myToys Logistik unter anderem dafür genutzt, die Verbindlichkeiten, die aus dem Kauf des logistischen Anlagevermögens im Vorjahr resultierten, zu tilgen. Die Weiternutzung des Standorts Gernsheim der Tochtergesellschaft myToys Logistik GmbH wurde über das Geschäftsjahr 2023/24 hinaus in der Hermes Fulfilment Gruppe angestrebt. Im November 2023 wurde der geplante Übergang der myToys Logistik mit dem Verkauf an die Hermes Fulfilment zum Beginn des Geschäftsjahres 2024/25 kommuniziert. Dafür stand die personelle, systemische und rechtliche Gestaltung des Übergangs des Standortes im Fokus. Die Anteile an der myToys Logistik wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.03.2024 an die Hermes Fulfilment veräußert. 2.3 Umsatz- und Ertragslage Die beiden Kennzahlen "Umsatzerlöse" und Ertrag auf der Ebene "Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern" waren maßgebliche finanzielle Steuerungsgrößen der Gesellschaft. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/24 erreichten EUR 244,8 Mio (im Vorjahr EUR 450,9 Mio). Im Vorjahreslagebericht ging die Geschäftsführung aufgrund des Schlie- ßungsbeschlusses von einer mengenbedingt deutlich verringerten Umsatzbasis aus. Mit einem Rückgang um 46% trat diese Umsatzentwicklung aufgrund der Schließung und der insgesamt geringeren Marktnachfrage wie erwartet ein. Die Materialaufwandsquote (in % vom Umsatz) ist im Vergleich zum Vorjahr von 63,2% auf 67,3% um 4,1%-Punkte gestiegen. Ursachen hierfür waren u. a. geringere Rohmargen (insbesondere in den Hartwaren) und ein höherer Incentive-Einsatz (v.a. in der Mode) zum Abverkauf der Lagerware sowie der niedrigmargigere Verkauf des Restbestandes an Aufkäufer. Geringere Warennebenerträge durch schließungsbedingt deutlich geringere Einkaufsvolumina belasteten ebenfalls und konnten durch geringere Anschaffungsnebenkosten für den Warenimport nicht kompensiert werden. Die Wettbewerbsintensität war zudem durch die im Abschnitt 2.1 skizzierten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin hoch, was zu weiterem Margendruck führte. Der Personalaufwand halbierte sich im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 28,6 Mio - die Kosten-Umsatzrelation verbesserte sich damit leicht um 1,0%-Punkte. Ursächlich hierfür ist die deutlich reduzierte Mitarbeitendenanzahl infolge des Schließungsbeschlusses zur Beendigung des operativen Geschäftes. Die Zusatzaufwendungen für die Schließung wurden bereits im letzten Geschäftsjahr 2022/23 zurückgestellt (in Höhe von EUR 16,7 Mio). Die Abschreibungen lagen mit EUR 1,6 Mio deutlich unter dem Vorjahreswert (EUR 7,0 Mio). Im Vorjahr wurde infolge des Schließungsbeschlusses bereits eine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von EUR 4,4 Mio getätigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vorjahresvergleich um 33% bzw. EUR 63,6 Mio auf EUR 128,0 Mio. Das ist im Wesentlichen auf die in höherem Maße variabel mit Menge und Umsatz skalierenden Aufwendungen zurückzuführen. Durch die deutliche Mengen- und Umsatzreduktion fielen bspw. die Aufwendungen im Marketing, der Lagerlogistik und in der Retoure- und Ausgangsfracht deutlich geringer aus. Im Vorjahr wurden für die erwarteten Aufwendungen aus der operativen Schließung Drohverlustrückstellungen in Höhe von EUR 10,2 Mio für Aufwände aus den Mietverträgen für die Zentrale und die Filialen sowie für sonstige vertragliche Verpflichtungen berücksichtigt, die größtenteils in Anspruch genommen wurden. Belastend wirkte der mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023/24 erfolgte Verkauf der Anteile an der myToys Logistik GmbH an die Hermes Fulfilment GmbH, für den im aktuellen Abschluss EUR 7,8 Mio zurückgestellt wurden. Die Erträge aus Gewinnabführung lagen mit EUR 5,4 Mio nahezu auf dem Vorjahreswert (EUR 5,5 Mio) und resultieren aus der Ergebnisabführung der limango GmbH. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme erhöhten sich auf EUR 11,3 Mio (Delta: EUR 1,8 Mio zum Vorjahr) aufgrund des schwächeren Ergebnisses der myToys Logistik GmbH. Höhere außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 14,1 Mio beeinflussten das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023/24 ebenfalls negativ. Die Belastung resultierte im Wesentlichen aus der Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes der myToys Logistik GmbH (in Höhe von EUR 14,0 Mio). Mit einem negativen Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR -86,9 Mio verringerte sich das Ergebnis im Geschäftsjahr um EUR 2,4 Mio gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr EUR -84,6 Mio). Im Vorjahreslagebericht stellte die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023/24 durch bereits antizipierte Drohverlustrückstellungen und Schlie- ßungskosten im letzten Jahresabschluss eine moderate Verbesserung des Ergebnisses in Aussicht. Die Prognose konnte aufgrund der herausfordernden Marktsituation in Verbindung mit der konjunkturellen Lage nicht ganz erreicht werden. Aus Sicht der Geschäftsführung lag das erreichte Jahresergebnis aufgrund der beschriebenen Entwicklungen damit schlechter als erwartet. Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um EUR 1,1 Mio aufgrund höherer Zinsaufwendungen durch einen gestiegenen Finanzierungszinssatz auf der einen Seite und eines höheren Liquiditätsbedarfs auf der anderen Seite. Das negative Ergebnis vor Steuern (EBT) reflektiert die oben genannten Entwicklungen und lag bei EUR -88,0 Mio (Verringerung um EUR 3,5 Mio im Vergleich zum Vorjahr). Das Geschäft - repräsentiert durch die beiden Kernkennzahlen "Umsatz" (EUR 244,8 Mio) und "negatives operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern: EBIT" (EUR -86,9 Mio) - hat sich damit aus Sicht der im Hinblick auf die Schließungssituation und das gesamtwirtschaftliche Umfeld erwartungsgemäß entwickelt. 2.4 Vermögenslage
Auf der Aktivseite sank das Anlagevermögen im Wesentlichen aufgrund der Abschreibungen auf immaterielle Vermögengegenstände und Sachanlagen um EUR 3,9 Mio. auf EUR 7,1 Mio. Den größten Anteil am Anlagevermögen machte dabei der Beteiligungswert der Unternehmenstochter limango GmbH aus. Die Vorräte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr komplett abgebaut. Der größte Teil des Bestandes am Logistikstandort Gernsheim konnte dabei an die myToys-Kunden*innen verkauft werden. Nur ein kleiner Teil wurde über B2B-Aufkäufer abverkauft. Der Lagerbestand in den Filialen wurde an die Toysino GmbH im Rahmen der Übernahme des Filialgeschäftes im Oktober 2023 verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich im Vergleich zum generierten Umsatz deutlich auf EUR 0,5 Mio (zum Vergleich: 95 % Forderungsverringerung vs. 46 % Verringerung der Umsatzerlöse auf Geschäftsjahresebene zum Vorjahr). Ursächlich dafür war zum einen, dass sich der Umsatz im vierten und letzten Geschäftsjahresquartal überproportional im Vergleich zum Geschäftsjahresdurchschnitt durch das Abschalten des Shops zum 18. Dezember 2023 verringerte. Zum anderen wurden die verbliebenen Restforderungen weitestgehend an die EOS-Gruppe verkauft. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um EUR 3,1 Mio im Vorjahresvergleich. Hauptgründe hierfür lagen in
Die weiteren Positionen im übrigen kurzfristig gebundenen Vermögen sanken um EUR 5,9 Mio vor allem aufgrund der Reduzierung von Steuerforderungen (Umsatzsteuervorauszahlungen, abziehbare Vorsteuer), geringerer debitorischer Kreditoren sowie einer deutlichen Verringerung der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Durch die Eigenkapitaleinlage der Gesellschafter im November 2023 in Höhe von EUR 120 Mio erhöhte sich das Eigenkapital deutlich: Dem im Geschäftsjahr 2022/23 auf der Aktivseite ausgewiesenen "nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von EUR 25,8 Mio steht im Berichtsjahr ein positives Eigenkapital in Höhe von EUR 7,1 Mio gegenüber. Auf der Passivseite der Bilanz sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 44,4 Mio auf EUR 1,3 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf den deutlich geringeren Einkauf von Waren und die geringere Inanspruchnahme von mengenabhängigen Leistungen (wie bspw. im Marketing) infolge der operativen Schließung zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken ebenfalls deutlich um EUR 82,9 Mio im Vorjahresvergleich. Hauptgründe hierfür lagen in
Die Verringerung der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie der Rückstellungen (um EUR 16,4 Mio auf EUR 26,9 Mio) resultierte
2.5 Finanzlage Die myToys.de GmbH war im Geschäftsjahr 2023/24 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die zum Ende des Geschäftsjahres bestehenden Finanzforderungen gegenüber Otto in Höhe von EUR 25,5 Mio, die als liquide Mittel im Rahmen des Cashpoolings bei der Konzernmutter jederzeit verfügbar sind, gewährleisten, dass die myToys.de GmbH auch im laufenden Geschäftsjahr 2024/25 jederzeit in der Lage sein wird, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 2.6 Mitarbeiter*innen Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres 2023/24 beschäftigten Arbeitnehmer*innen betrug 518 Mitarbeitende (2022/23: 829 Mitarbeitende). Darin enthalten sind 181 Teilzeitkräfte (2022/23: 303 Teilzeitkräfte). Seit dem 01. Januar 2024 gehört Axel Jacob zur Geschäftsführungsebene. Mit Ablauf des 29. Februar 2024 sind Katrin Behrens und Martin Schierer aus der Geschäftsführung ausgeschieden. 3. Chancen- und Risikenbericht 3.1 Risikomanagement Um Risiken rechtzeitig zu erkennen und entsprechend gegensteuern zu können, wird das eingeführte Risikomanagement stetig weiterentwickelt. Möglichen Risiken aus steuerlichen, juristischen oder versicherungstechnischen Kontexten wird durch die Einbindung von und Betreuung durch entsprechende Experten - vor allem aus der Otto Group - entgegengewirkt. Zur Früherkennung von Fehlentwicklungen im Geschäftsverlauf ist ein vielschichtiges Reporting implementiert, das je nach Notwendigkeit von Realtime-Monitoring bis zu monatlichem Reporting reicht. 3.2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 wurde von den Gesellschaftern der myToys.de GmbH beschlossen, den operativen myToys-Betrieb bis spätestens zum Ende des Geschäftsjahres einzustellen. Dieser Beschluss wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzt, so dass es im Geschäftsjahr 2024/25 kein operatives Geschäft bei der myToys.de GmbH geben wird. Die Würdigung von Chancen und Risiken erfolgt daher im Folgenden unter der Prämisse dieser Schließung und fokussiert auf die potenziellen Risikofelder. Die Risiken werden in dem folgenden Abschnitt absteigend nach ihrer Bedeutung dargestellt: Hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen (wie z.B. stagnierendes Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 15 ) und der weiteren geopolitischen Herausforderungen zeigt sich ein risikobehaftetes Konsumumfeld. Die Poly-Krisen der vergangenen Jahre (u.a. Inflation) haben bei den Konsument*innen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wenngleich einige Indikatoren, wie bspw. Reallohnsteigerungen aufgrund der steigenden Lohnabschlüsse und einer nachlassenden Verbraucherpreisdynamik, auch auf ein anziehendes Konsumklima hindeuten, wird der Wettbewerb um die Kunden*innen weiterhin stark sein. Das gesamtwirtschaftliche Risiko einer Stagflation und/ oder einer Lohn-Preis-Spirale mit negativen Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten schätzt die Geschäftsführung als gering bis mittel ein. Aufgrund der operativen Schließung von myToys schlagen diese Risiken v.a. auf die Entwicklung der Tochtergesellschaft limango durch. Die Entwicklung der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren jedoch mit durchweg positiven Ergebnisbeiträgen als sehr stabil erwiesen. Gerade auch in krisenbehafteten Umfeldern, in denen sehr preisbewusst konsumiert wird, funktioniert das limango-off-price-Geschäftsmodell mit einer nach Einschätzung der Geschäftsführung loyalen Kundenbasis sehr gut. Daher wird das Risiko einer negativen Entwicklung aufgrund dieser exogenen Faktoren als gering eingeschätzt. Bei gesamtwirtschaftlich verbesserten Rahmenbedingungen und einem stärker als erwartet anziehenden Konsumklima bestehen zudem aus aktueller Sicht geringe Chancen in der Ergebnisentwicklung. Die wesentlichen (Unterstützungs-)Prozesse bei myToys werden nach der operativen Schließung bis spätestens Ende Juni 2024 von Otto-Konzernfunktionen übernommen. Ende Juni 2024 wird der/ die letzte myToys-Mitarbeiter*in das Unternehmen verlassen. Die buchhalterischen Tätigkeiten werden dabei bspw. seit Beginn des Geschäftsjahres im März 2024 von der Otto Group Accounting Solutions (OGAS) durchgeführt. Die IT-relevanten Themen werden von der Otto Group IT (OGIT) umgesetzt und sichergestellt. In der Übergabe der Themen gibt es Risken dahingehend, dass zu übergebende Prozesse und Sachverhalte nicht vollständig bekannt oder die bisherigen Ansprechpartner auf der mToys-Seite nicht mehr verfügbar sind. Durch umfassende Dokumentationen, ein sukzessives Übergeben von Themenpaketen sowie einer am benötigten Wissen orientieren Ramp-down-Personalbedarfsplanung wird dieses Risiko mitigiert. Das verbleibende Risiko wird als gering eingeschätzt. Der Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag von myToys mit der Hermes Fulfilment (HF) zum Verkauf der myToys Logistik enthält Erstattungsansprüche für die HF v.a. aus Instandhaltungs- und Restrukturierungsmaßnahmen für den Fall, dass hierfür Themen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Aus Sicht der Geschäftsführung ist dieses Risiko zusätzlicher Aufwendungen gering, da alle diesbezüglichen Sachverhalte im aktuellen Jahresabschluss der myToys Logistik reflektiert wurden. Kleinere Risiken im Hinblick auf das angestrebte Ergebnisniveau im Geschäftsjahr 2024/25 liegen in der Auflösung von Vertragskonstellationen. Diesem Risiko wird durch eine frühzeitige und enge Einbindung der Vertragspartner und der Unterstützung durch die Fachbereiche im Otto-Konzern begegnet. Zudem sind alle großen Verträge bzw. insgesamt 98% der externen Verträge zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres bereits gekündigt. Das Mietobjekt am Kleistpark in Berlin (Verwaltungszentrale von myToys) wurde Ende März 2024 an den Vermieter übergeben. Die Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen fallen aufgrund der geringen Höhe im aktuellen Jahresabschluss (EUR 0,5 Mio) sehr gering aus und werden durch adäquate Kreditsteuerungs-Systeme und das dazugehörige Forderungsmanagement weiter begrenzt.
15 Vgl. hierzu und im Folgenden auch den
Ausführungen im Punkt 5. "Prognose" im Lagebericht.
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch das Eigenkapital oder - so notwendig - über Darlehen der Gesellschafter im Rahmen des Cashpoolings. Bei Inanspruchnahme von Darlehen stellt die Entwicklung der Kapitalmarktfaktoren wie die Zinsentwicklung eine relevante Einflussgröße dar, die je nach Entwicklung ein Risikopotenzial bei Weitergabe seitens der Otto GmbH & Co. KG an die myToys.de GmbH bedeuten könnte. Für das nächste Geschäftsjahr 2024/25 wird von einer Komplettfinanzierung aus eigenen Mitteln ausgegangen, so dass ein Eintritt des Risikos nicht erwartbar ist. myToys wird alle erforderlichen und vertretbaren Maßnahmen ergreifen, um die Risiken durch Früherkennung abzuwenden. Mit Stand Mitte April 2024 sieht die Geschäftsführung aufgrund der erfolgten operativen Schließung des Geschäftes nur sehr geringe Risiken für das Erreichen der Unternehmensziele im Geschäftsjahr 2024/25. 4. Forschung & Entwicklung Durch die Schließung des operativen Geschäftes der myToys.de GmbH werden keine weiteren Investitionen, die über die Sicherstellung der rechtlichen Abwicklungsnotwendigkeiten und die IT-Sicherheit zum Schutz sensibler Daten hinausgehen, getätigt werden. Synergiepotenziale mit der Otto Group werden dabei maximal genutzt. 5. Ausblick und Prognose Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung lässt sich feststellen, dass sich die deutsche Volkswirtschaft zum Beginn des Jahres 2024 nach Einschätzung des Bundesministeriums für Wirtschaft weiterhin in einer herausfordernden Situation befindet. Die Stimmung in der Wirtschaft, wie durch das ifo Geschäftsklima, den Einkaufsmanagerindex der Industrie oder den GfK Konsumklimaindex gemessen, bleibt auf einem sehr niedrigen Niveau. 16 Die aktuellen Frühindikatoren lassen zudem laut IFO-Institut für den Beginn des Jahres 2024 keine Anzeichen für eine konjunkturelle Trendwende erkennen: Es gibt eine Verschlechterung der Auftragslage in nahezu allen Wirtschaftsbereichen, einen geringen Auftragsbestand, einen hohen Krankenstand sowie anhaltende Streiks. Mit einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung wird erst in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. 17 Für das gesamte Jahr 2024 wird im Durchschnitt von einer Stagnation des deutschen Bruttoinlandsproduktes ausgegangen. Insgesamt liegt die Bandbreite zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland dabei zwischen einem leichten Rückgang (Institut der deutschen Wirtschaft Köln: - 0,5%) und einer leichten Steigerung (Sachverständigenrat Wirtschaftsweise: +0,7%). 18
16 Vgl.
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2024.pdf
?_ blob=publicationFile&v=6; Abruf: 15.03.2024.
Der Höhepunkt der Inflationswelle ist mittlerweile überschritten, im Jahr 2024 wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Institut eine Inflation zwischen 2,3% bis 2,8% prognostiziert. 19 Die Kerninflationsrate (gemessen als Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie/ Nahrungsmittel) wird prognostisch langsamer zurückgehen, da insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern aufgrund steigender Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. In der Jahresprojektion wird auf Basis bereits abgeschlossener Tarifabschlüsse ein kräftiger Lohnanstieg erwartet. Bei weiter nachlassender Verbraucherpreisdynamik dürfte dies zu höheren Reallöhnen und damit zu einem Anstieg der privaten Konsumausgaben führen. Der Prognose-Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland zeigt damit, dass die konjunkturelle Lage für den Online-Handel im Jahr 2024 weiterhin herausfordernd bleiben wird, wenngleich es durchaus positive Entwicklungen (Konsumausgaben) zu konstatieren gibt. Für die Tochtergesellschaft limango, deren Ergebnisentwicklung aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit myToys für das myToys-Beteiligungsergebnis relevant ist, wird von einer leichten Umsatz- und Ergebnisverbesserung ausgegangen. Das off-price-Modell hat sich nach Einschätzung der Geschäftsführung bisher als krisenresistent erwiesen und wird gerade in herausfordernden Zeiten erwartungsgemäß vom loyalen Kundenstamm sehr gut angenommen. Die Tochtergesellschaft myToys Logistik wurde zum 01. März 2024 an die Hermes Fulfilment verkauft: Planerisch soll die myToys Logistik im Geschäftsjahr 2024/25 dann mittels Aufwärtsverschmelzung auf die Muttergesellschaft, die Hermes Fulfilment, übertragen werden. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschaft wurde mit Beginn des neuen Geschäftsjahres ebenfalls gekündigt, so dass es hier keine weitere Ergebnisübernahme geben wird. Aufgrund der Aufgabe des operativen Geschäftes im letzten Geschäftsjahr werden in 2024/25 keine Umsätze mehr realisiert werden. In Bezug auf das Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024/25 nach aktueller Einschätzung mit einer deutlichen Verbesserung, da die wesentlichen Schließungsbelastungen bereits im Geschäftsjahr 2023/24 abgebildet wurden. 6. Frauenquote Durch die Schließung des operativen Geschäftes wird es in der Gesellschaft ab Juli 2024 keine eigenen Mitarbeitenden mehr geben.
Berlin, den 25. April 2024 Axel Jacob, Geschäftsführer Tobias Nieber, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die myToys.de GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der myToys.de GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der myToys.de GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. April 2024 KPMG
AG
Hagenmüller, Wirtschaftsprüferin Rienecker, Wirtschaftsprüferin Bericht der myToys.de GmbHzur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 Entgelttransparenzgesetz1. Statistische Angaben
2. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung und ihre Wirkung Die Firma myToys.de GmbH unternimmt unter anderem folgende Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung:
3. Maßnahmen zur Förderung der Entgeltgleichheit Zur Förderung der Entgeltgleichheit wird die Entwicklung der Gehälter jährlich für die gesamte Firma überprüft und besprochen. Damit ist sichergestellt, dass Gehaltsentscheidungen nach objektiven Kriterien und mit Blick auf das Gesamtgefüge getroffen werden. Die Personalabteilung steuert diesen Prozess und ist in Entscheidungen eng involviert. Auf Wunsch erhält außerdem der zuständige Ausschuss des Betriebsrates jederzeit Einblick in die Gehälter. Mit dem Inkrafttreten des Entgelttransparenzgesetzes wurden die Beschäftigten proaktiv darüber informiert, dass sie Gebrauch von der Anfrage nach dem Gesetz machen können. In den Jahren 2021 bis 2023 wurde von der Möglichkeit nicht Gebrauch gemacht, Anfragen zu stellen. |
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