Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 34857
Eingetragen
8.2.2018
Branche
Herstellung von Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und HolzspanplattenHerstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus HolzHerstellung von Türen und Fenstern aus Holz
Gegenstand
Die Herstellung und der Handel mit Faserplatten (MDF, HDF, LDF), kunststoffbeschichteten Faserplatten sowie sonstigen Erzeugnissen aus Holz oder Holzfasern oder der Möbel- oder Bauindustrie verwendbaren Produkten. Die Erzeugung und der Vertrieb von Wärme und Strom.

Historie

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Management

NameRolle
Jonas Reed
seit 3.3.2026
Geschäftsführer
Martin Roland Renner
seit 20.2.2026
Prokura
Björn Jan Dr. König
seit 2.12.2025
Prokura
Torsten Ingwer Beck
seit 2.12.2025
Prokura
Hicham Abel
seit 2.12.2025
Geschäftsführer
Ekkehard Brommer
seit 2.12.2025
Prokura
Andreas Ott
seit 10.9.2025
Prokura
Christoph Liese
seit 6.5.2025
Prokura
Frank Peter Unfried
seit 12.11.2020
Prokura
Jochen Schapka
seit 8.2.2018
Prokura
Klaus-Peter Kramer
seit 8.2.2018
Prokura
Kerstin Wilhelm
seit 8.2.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PCF GmbH
Germany
15.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pfleiderer Baruth GmbH

Neumarkt i.d.OPf. (vormals: Baruth/Mark)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Pfleiderer Baruth GmbH, Neumarkt i.d.OPf. (bis 6. Februar 2018 Baruth/Mark)

Grundlagen der Gesellschaft

Unternehmen

Die Pfleiderer Baruth GmbH (nachfolgend auch als Gesellschaft bezeichnet) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit eingetragener Geschäftsanschrift in der Ingolstädter Straße 51, 92318 Neumarkt i.d.OPf. Die Pfleiderer Baruth GmbH unterhält einen Produktionsstandort in Baruth.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Handel mit Faserplatten, kunststoffbeschichteten Faserplatten sowie sonstigen Erzeugnissen aus Holz oder Holzfaser oder in der Möbel- oder Bauindustrie verwendbaren Produkten und außerdem die Erzeugung und der Vertrieb von Wärme und Strom.

Alleingesellschafter der Pfleiderer Baruth GmbH ist die Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.OPf. Die Pfleiderer Deutschland GmbH (vormals Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH) wurde mit Eintrag am 13. Januar 2017 ins Handelsregister umbenannt.

Die Pfleiderer Baruth GmbH ist in den Konzernabschluss der Pfleiderer Group S.A. (nachfolgend auch als Pfleiderer-Gruppe bezeichnet), die mit Sitz in Wroclaw/Polen an der Warschauer Börse notiert ist, einbezogen. Die Pfleiderer-Gruppe verfügt über neun Produktionsstandorte in Deutschland und Polen sowie über rechtlich eigenständige Vertriebsgesellschaften im europäischen Ausland. Die fünf operativen Produktionsgesellschaften der Pfleiderer Deutschland GmbH bildeten im Berichtsjahr zusammen mit den polnischen Werken einen Werksverbund und boten eine breite Palette innovativer Produkte und Lösungen für Unternehmen der Möbelindustrie, des Holzwerkstoffhandels, des Innenausbaus oder des Holzrahmenbaus etc an. Pfleiderer bündelt unter der Dachmarke Pfleiderer die Produktsortimente von Thermopal und Duropal und ist Partner von Industrie, Handel, Handwerk, Designern und Architekten.

In der Pfleiderer Deutschland GmbH sind verschiedene Funktionen der Pfleiderer-Gruppe zentral organisiert. So erbringt die Pfleiderer Deutschland GmbH neben typischen administrativen Tätigkeiten wie Finanzbuchhaltung, Controlling, Rechtsberatung und Governance, Risk & Compliance, u.a. auch Leistungen über einen zentralen Frischholz- und Energieeinkauf für die Pfleiderer Baruth GmbH. Auch der Vertrieb der Produktpalette der Pfleiderer Baruth GmbH an die Abnehmer erfolgt überwiegend über die Pfleiderer Deutschland GmbH, wobei der externe Verkaufspreis nach Frachtkosten abzüglich fest definierter Abschläge für zum Beispiel Erlösminderungen und Boni und einer entsprechenden Vertriebsmarge an die Pfleiderer Baruth GmbH verrechnet wird. Die Pfleiderer Baruth GmbH erzielt daher überwiegend konzerninterne Umsätze.

Neben der Pfleiderer Deutschland GmbH erbringen auch die PCF GmbH, Neumarkt i.d.OPf. (vormals Pfleiderer GmbH), die Pfleiderer Polska Sp. z o.o., Wroclaw/Polen, und die Pfleiderer Group S.A. zentrale Dienste für die Pfleiderer Baruth GmbH. Dazu gehören die zentrale Liquiditätssteuerung, Leistungen in der steuerlichen Betreuung, Group Controlling und weitere zentrale Funktionen.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist eine wichtige Säule der strategischen Ausrichtung in der Pfleiderer-Gruppe. Die Aktivitäten für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien sind daher überwiegend zentral organisiert.

Das Innovationsmanagement ist in der Pfleiderer Polska Sp. z.o.o. zentralisiert und definiert fortlaufend neue Projekte, die über einen Innovationskreis, der sich aus Teilnehmern verschiedener Abteilungen, unter anderem Technologie, Fertigung, Produktmanagement und Vertrieb zusammensetzt, weiter analysiert werden. Zu diesem Zweck wird der Kunde auch stärker und zentraler als bisher in den Innovationsprozess der Pfleiderer-Gruppe mit einbezogen. So werden gemeinsame Ideen- und Entwicklungsworkshops mit ausgewählten Kunden durchgeführt und so die zukünftigen Möglichkeiten besser miteinander abgestimmt.

Die Anpassungen bestehender Produkte, die Umsetzung kundenindividueller Vorstellungen und die Entwicklung neuer Produkte werden über die zentrale Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Arnsberg betreut. Dort werden auch die notwendigen Mitarbeiter und Gerätschaften vorgehalten. Die Kosten werden anteilig über die Pfleiderer Deutschland GmbH über die Reseller Margin an die entsprechenden Gesellschaften verrechnet.

Um den Fokus noch stärker auf die Entwicklung von Produkten zu legen und diese Aktivitäten zu bündeln, wurden im Geschäftsjahr 2017 die Funktionen Research & Development, Innovation, Marktforschung und Design & Entwicklung in das Produktmanagement integriert.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist nach den Angaben des statistischen Bundesamtes auch im Jahr 2018 weiter gewachsen und setzte ihr Wachstum damit bereits im neunten Jahr in Folge fort. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2018 verglichen mit dem Vorjahr um 1,5%. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum in 2018 auch wieder über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2% lag, aber etwas an Schwung verloren hat. Positive Wachstumsimpulse kamen 2018 überwiegend aus dem Inland. So war die Konsumnachfrage der privaten Haushalte um 1,0% höher als 2017, während die staatlichen Konsumausgaben um 1,1% stiegen. Das Wachstum fiel damit wesentlich geringer aus als in den letzten drei Jahren. Im Vorjahrsvergleich legten die preisbereinigten Bruttoinvestitionen um 4,8% zu, wobei die Bauinvestitionen um 3,0% stiegen. Die Investitionen in Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge - nahmen um 4,5% zu, während die sonstigen Anlagen - zu denen auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören - um 0,4% über dem Vorjahr lagen. Auch die deutschen Ausfuhren konnten im Jahresdurchschnitt 2018 weiter zulegen und waren um 2,4% höher als im Vorjahr. Allerdings nahmen die Importe im gleichen Zeitraum mit 3,4% stärker zu, weswegen der Außenbeitrag das deutsche BIP-Wachstum um 0,2% leicht einbremste (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2019 - 018/19). Die Pfleiderer Baruth GmbH erzielt über die Pfleiderer Deutschland GmbH circa 52% des Umsatzes mit Faserplatten an Endkunden im deutschen Markt.

Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone verzeichnete für 2018 nur noch einen moderaten Zuwachs und setzte die generelle konjunkturelle Verlangsamung seit Ende des Jahres 2017 fort. Im 3. Quartal 2018 verzeichnet der Euroraum ein BIP-Wachstum von circa 0,2% gegenüber dem Vorquartal, was die niedrigste Zuwachsrate seit dem 2. Quartal 2014 ist. Für das 4. Quartal 2018 und die ersten beiden Quartale 2019 wird ein Wachstum von jeweils 0,3% erwartet. Die Verlangsamung der Konjunktur wird voraussichtlich im ganzen Jahr 2019 anhalten (Quelle: ifo/Istat/KOF, "Eurozone economic outlook" vom 08. Januar 2019).

Branchenentwicklung

Die generelle wirtschaftliche Entwicklung für Deutschland, dem wichtigsten Markt der Pfleiderer Baruth GmbH, wird vom ifo Institut München für 2019 weniger optimistisch gesehen als noch im Vorjahr. Das gesamtwirtschaftliche Geschäftsklima ist zum Ende des Jahres 2018 auf 101,0 Punkte gefallen und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr (12/2017: 104,6). Bei dem für die Pfleiderer Baruth GmbH relevanten Index "Bauhauptgewerbe" konnte das Geschäftsklima in 2018 noch zulegen und verharrte dann zum Jahresende auf sehr hohem Niveau. Die Unternehmen korrigierten aber ihre Einschätzungen zu Lage und Erwartung nach unten.

ifo Geschäftsklima Deutschland a

Saison bereinigt

ifo Geschäftsklima, Geschäftslage und -erwartungen nach Wirtschaftsbereichen

Salden, saisonbereinigt

Verarbeitendes Gewerbe

Dienstleistungssektor

Handel

Bauhauptgewerbe

Mittelfristig wird die Marktnachfrage für dekorative Produkte im Bereich Rohspan-DBS und HPL in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz bis einschließlich 2020 von einem hohen Niveau ausgehend weiter stabil bis leicht wachsend eingeschätzt. Unbeschichtete Rohplatten (Span und MDF/HDF) dagegen gehen den Einschätzungen zufolge nach einem weiteren Anstieg in 2019 bis 2020 in etwa auf das Niveau von 2018 zurück. Der polnische Markt wird in allen Produktsegmenten mit einem Wachstum von 2,6% in 2019 und weiteren 1,8% in 2020 weiterhin deutlich dynamischer im Wachstum gesehen.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse konnten aufgrund höherer Absatzmengen im Wesentlichen mit externen Kunden gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Auch die budgetierten Preissteigerungen bei den Rohstoffkosten, insbesondere bei Holz, Leim und Strom, konnten zumindest in Teilen über Preiserhöhungen marktseitig weitergegeben werden. Das Ergebnis vor Steuern blieb zwar deutlich unter dem Vorjahr, unter Berücksichtigung von Sondereffekten bei den betrieblichen Aufwendungen für Weiterbelastungen von Unternehmensberatungskosten im Zusammenhang mit der Strategischen Planung und Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten aber über den Erwartungen im Rahmen der Budgetplanung.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die Pfleiderer Baruth GmbH ist in die gruppenweite Budgetplanung der Pfleiderer Group S.A. einbezogen. Die Budgetplanung erfolgt auf einheitlichen Prämissen, basierend auf den Standards nach IFRS. Daher werden bei der Planung der Umsatzerlöse auch nicht die nach der Änderung der Definition der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB) in den Umsatzerlösen auszuweisenden Beträge einbezogen, während in den tatsächlich erzielten Umsatzerlösen diese Beträge enthalten sind.

Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2018 beliefen sich auf Mio. Euro 94,6 (Vorjahr Mio. Euro 85,5) und entfielen mit Mio. Euro 80,7 (Vorjahr Mio. Euro 70,6) auf das Kerngeschäft mit Holzwerkstoff-Produkten. Da die Pfleiderer Baruth GmbH ihre Produkte über die Pfleiderer Deutschland GmbH an die Endkunden vertreibt und dafür fest definierte Verrechnungssätze erhält, entsprechen die Bruttoumsatzerlöse nahezu den Nettoumsatzerlösen. In den Erlösen ist ein Betrag von Mio. Euro 0,9 enthalten, der durch die Änderung der Definition der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB) in den Umsatzerlösen auszuweisen ist. Im Vorjahr belief sich dieser Betrag auf Mio. Euro 1,2. In den Umsatzerlösen sind auch Erlöse aus dem Verkauf von Strom enthalten. Die auf Grundlage des IFRS-Konzernreporting der Pfleiderer Gruppe geplanten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr von Mio. Euro 88,1 wurden übertroffen.

Die Materialaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zu 2017 um Mio. Euro 8,8.

Die Personalkosten stiegen überwiegend begründet durch eine Tariferhöhung und einer Anpassung des Haustarifvertrages bezüglich des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes bzw. der Sonntagszuschläge gegenüber dem Vorjahr um Mio. Euro 0,5.

Die Abschreibungen stiegen im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr 2017 leicht um Mio. Euro 0,1 an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen überwiegend begründet durch höhere Unternehmensberatungskosten, höhere Instandhaltungskosten und der Bildung einer Rückstellung für Rechts- und Beratungskosten um Mio. Euro 3,6 gegenüber dem Vorjahr an.

Die Pfleiderer Baruth GmbH zieht zur internen Steuerung seit Beginn des 2. Quartals 2018 auch wieder das EBITDA "sustainable" (Vorjahr nur EBITDA "reported") heran. Das geplante EBITDA "reported" für 2018 von Mio. Euro 13,4 wurde bei einem erzielten EBITDA "reported" von Mio. Euro 16,1 übertroffen.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von Mio. Euro 9,3 (Vorjahr Mio. Euro 15,0) abgeschlossen.

Finanzlage

Die Gesellschaft ist über das Cash-Management-System und einen bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag finanziell in die Pfleiderer Deutschland GmbH eingegliedert. Durch die Cash-Pooling-Vereinbarung steht der Pfleiderer Baruth GmbH stets ausreichend Liquidität zur Verfügung - den laufenden Zahlungsverpflichtungen kann damit jederzeit nachgekommen werden.

Der jeweils aktuelle Finanzbedarf der Pfleiderer-Gruppe wird grundsätzlich durch laufende Cashflows gedeckt. Die bestehende Finanzierung setzt dabei auf eine Kreditlinie über Mio. Euro 545,0, Leasing sowie Forderungsverkäufe im Rahmen einer ABCP-Transaktion (ABCP = Asset Backed Commercial Paper).

Am 13. April 2017 hat die Pfleiderer Group S.A. als Konzernmutter eine Senior Secured-Kreditfazilität unterzeichnet. Diese setzt sich zusammen aus einem Mio. Euro 350,0 Term Loan B (Covenant-lite, Laufzeit sieben Jahre, Marge 325 bps mit Euribor-floor bei 75 bps und Ausgabekurs (OID) von 99%) sowie einer Revolving Credit Facility über Mio. Euro 100,0 (Laufzeit fünf Jahre, Marge 300 bps, Euribor-floor bei 0 bps). Diese Revolving Credit Facility steht mit Mio. Euro 50,0 (Revolving Facility 1) sowie mit Mio. PLN 211,5 (Revolving Facility 2) der Pfleiderer Deutschland GmbH, der PCF GmbH sowie weiteren wesentlichen Gesellschaften der Pfleiderer-Gruppe zur Verfügung. Am 31. Juli 2018 wurde die obige Senior Secured-Kreditfazilität geändert. Der Term Loan B wurde in diesem Zuge um Mio. Euro 95,0 auf Mio. Euro 445,0 erhöht. Die Marge beläuft sich nunmehr auf 500 bps mit Euribor zero-floor. Der OID betrug 99,00 (100 bps auf Mio. EUR 445,0). Die Revolving Credit Facility (Mio. Euro 50,0 (Revolving Facility 1) sowie Mio. PLN 211,5 (Revolving Facility 2) bleiben unverändert, lediglich die Marge erhöht sich von 300 bps + Euribor (zero-floor) auf 325 bps + Euribor (zero-floor). Die Laufzeiten des TLB und der Revolving Credit Facility wurde nicht geändert. Die Revolving Facility 1 über Mio. Euro 50,0 war zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 in Höhe von Mio. Euro 2,4 für Avale (im Wesentlichen für Bankbürgschaften gegenüber Lieferanten, Mio. EUR 2,3 plus Mio. PLN 0,5) in Anspruch genommen. Barziehungen sind nicht erfolgt. Die Revolving Facility 2 über Mio. PLN 211,5 war zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 in Höhe von Mio. PLN 18, für Barziehungen sowie über Mio. PLN 6,3 für Avale (im Wesentlichen Garantien für Lieferanten) und über Mio. PLN 3,9 (Mio. Euro 0,8) für Akkreditive in Anspruch genommen. Die Pfleiderer-Gruppe überprüft ihre Finanzierungsstruktur regelmäßig im Hinblick auf die Möglichkeiten einer Optimierung der Finanzierungskosten. Die Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt werden dabei laufend beobachtet und analysiert.

Die Pfleiderer Deutschland GmbH verkauft als zentrale Vertriebsgesellschaft ihre Forderungen im Rahmen einer ABCP-Transaktion.

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Pfleiderer Baruth GmbH beschränken sich, aufgrund der finanziellen Eingliederung in die Pfleiderer Deutschland GmbH über das Cash-Management-System und über den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, auf Nettoumsatz und EBITDA "reported" bzw. EBITDA "sustainable" und sind nachfolgend im Vorjahresvergleich dargestellt.

Definition 2018 2017
Nettoumsatz Bruttoumsatz (ohne MwSt)- Erlösschmälerungen Mio. Euro 94,6 85,5
EBITDA "reported" Betriebsergebnis +Abschreibungen - Pachterlöse Mio. Euro 16,1 20,8
EBITDA "sustainable" EBITDA "reported" +/- Bereinigungen Mio. Euro 17,8 19,2

Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete die Pfleiderer Baruth GmbH einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von Mio. Euro 8,7 (Vorjahr Mio. Euro 18,3). Dem Zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit standen Auszahlungen für die Investitionstätigkeit von Mio. Euro 2,6 (Vorjahr Mio. Euro 5,1) gegenüber.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war im Wesentlichen durch die Ergebnisabführung an die Pfleiderer Deutschland GmbH (Mio. Euro 9,3) und den Mittelzufluss im Rahmen des Cash-Management-Systems (Mio. Euro 3,3) geprägt. Er belief sich im Berichtsjahr auf Mio. Euro -6,1 (Vorjahr Mio. Euro -13,2).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verminderte sich zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresstichtag von Mio. Euro 46,2 auf Mio. Euro 42,8.

Das Anlagevermögen verminderte sich um Mio. Euro 1,3. Zugängen in Höhe von Mio. Euro 2,7 standen Abschreibungen in Höhe von Mio. Euro 4,0 gegenüber.

Das Vorratsvermögen hat sich von Mio. Euro 7,4 auf Mio. Euro 9,2 erhöht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um Mio. Euro 3,9 von Mio. Euro 7,0 auf Mio. Euro 3,1 verringert. Dies ist vor allem durch den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Mio. Euro 4,4 und den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. Euro 0,5 bedingt.

Das Eigenkapital blieb aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Pfleiderer Deutschland GmbH unverändert.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich überwiegend begründet durch die Bildung einer Rückstellung für Rechtskosten und für den Verbrauch von Emissionsrechten um Mio. Euro 1,4.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um Mio. Euro 1,3, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. Euro 3,6. Die sonstigen Verbindlichkeiten gingen um Mio. Euro 0,2 zurück.

Die Gesellschaft ist finanziell in die Pfleiderer Deutschland GmbH eingegliedert und deckt ihren Finanzbedarf über den bestehenden Cash-Pooling-Vertrag. Eigene Finanzverbindlichkeiten hat die Gesellschaft daher nicht.

Insgesamt entwickelte sich die Pfleiderer Baruth GmbH operativ erfreulich. Die Vermögens- und Finanzlage bleibt daher unverändert positiv.

Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres beliefen sich auf Mio. Euro 2,7 gegenüber Mio. Euro 5,1 im Vorjahr. Sie umfassten im Wesentlichen Ersatzinvestitionen im Bereich der MDF-Produktion. Über die üblichen Erhaltungs- und Modernisierungsvorhaben hinaus sind für die nähere Zukunft keine Investitionen geplant, die nicht aus den laufenden Cashflows finanziert werden könnten.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Das Prinzip der Nachhaltigkeit zieht sich in der Pfleiderer-Gruppe, und damit auch bei der Pfleiderer Baruth GmbH, durch die gesamte Wertschöpfungskette und stellt für uns einen nicht finanziellen Leistungsindikator dar. Dies betrifft die Organisation, die Fertigung und letztlich die Produkte. Konkret äußert sich dies anhand folgender Ziele:

Organisation:

Stetige Verbesserung und Transparenz der Prozesse durch Management-Systeme.

Fertigung:

Produktion unter Beachtung unbedingter Ökologie, wie zum Beispiel bei den formaldehydfrei verleimten Platten und laufende Verbesserung der Produktionsprozesse, um den Energie- und Rohstoffeinsatz bei gleichbleibender Qualität der Produkte weiter zu reduzieren, sowie Energieplanung im Rahmen eines Energiemanagements.

Produkte:

Konzentration bereits während der Forschungs- und Entwicklungsarbeit für neue Produkte und Herstellungsverfahren auf deren Umweltverträglichkeit, zum Beispiel leichte Holzwerkstoffe.

Nachhaltige Forstwirtschaft

Wir stellen Holzwerkstoffe her - dazu brauchen wir den Rohstoff Holz. Um unserer Verantwortung gegenüber dieser natürlichen und nachwachsenden Ressource gerecht zu werden, setzen wir konsequent auf das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft.

Wir unterstützen, dass nur so viel Holz geerntet wird wie zuwächst, Wälder fachgerecht betreut sowie genutzt und damit gesund erhalten werden, die vielen Funktionen der Wälder gestärkt werden (biologische Vielfalt, Verbesserung der Landschaft, Freizeitgestaltung, etc.) und durch den günstigsten Zeitpunkt des Fällens ein Maximum an Kohlendioxid in den Bäumen gespeichert und somit dauerhaft aus der Atmosphäre gezogen wird. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für uns auch, dass folgende Hölzer nicht beschafft werden:

Holz aus illegalem Einschlag

Holz aus Gebieten, in denen gegen traditionelle und bürgerliche Grundrechte verstoßen wird

Holz aus Wäldern, deren besondere Schutzwerte durch die Waldwirtschaft gefährdet sind

Holz aus der Umwandlung von Naturwäldern in Plantagen oder nichtforstliche Nutzungen

Holz aus Wäldern, die mit gentechnisch veränderten Baumarten bepflanzt sind

Holz aus Gebieten, in denen gegen eine der ILO-Grundprinzipien verstoßen wird, wie sie in der ILO-Erklärung über die grundlegenden Rechte der Arbeit aus dem Jahr 1998 definiert sind.

Anerkannte Umweltnormen und Zertifizierungen

Definierte Prozesse in den Bereichen Umwelt und Qualität sorgen für Transparenz und Klarheit. Nur so können wir mit der größtmöglichen Sorgfalt und Verantwortung arbeiten. Unsere bereits erreichten Zertifizierungen unterstützen uns dabei, uns ständig zu verbessern. Folgende Zertifizierungen haben wir für unser Werk in Baruth erhalten:

ISO 9001 ISO 14001 ISO 50001 FSC® PEFC™ EfbV
Baruth X X X X X X

Die Zertifizierungen sind auch auf den Pfleiderer Internetseiten unter folgendem Link zu finden:

https://www.pfleiderer.com/Unternehmen/Zertifizierung

Gesundheitsmanagement und Arbeitssicherheit

Die Pfleiderer-Gruppe legt großen Wert auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Die weitreichenden Angebote sollen dabei das Bewusstsein für Vorsorge und Erhaltung der Gesundheit bei allen Mitarbeitern schaffen. Dafür werden in regelmäßigen Abständen Gesundheitstage und verschiedene Aktionen wie zum Beispiel "Mit dem Rad zur Arbeit" angeboten und über interne Medien Beiträge zu sicherheits- und gesundheitsrelevanten Themen veröffentlicht. Externe Aktionen wie zum Beispiel die Beteiligung an einem Suchtpräventionsprogramm runden das Angebot ab.

Der Arbeitsschutz hat einen hohen Stellenwert in der Unternehmenskultur. Das Ziel ist, alle Arbeitsunfälle zu vermeiden und damit die NULL UNFALL-Vision des ONE SAFETY-Programms zu erreichen. Dazu wird eine konstruktive Sicherheitsarbeit, die alle Mitarbeiter mit einbezieht und die vor allem durch Prävention das Eintreten von kritischen Situationen verhindert, geleistet. Dennoch auftretende Arbeitsunfälle werden eingehend analysiert und Verbesserungsmaßnahmen zur Ursachenbehebung eingeleitet. Die Vermeidung von Unfällen ist daher in der Pfleiderer-Gruppe auch ein sehr wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator und wird unter dem Aspekt des Gesundheitsmanagements in allen Bereichen aktiv gestaltet und durch die Festlegung von Zielgrößen konsequent verfolgt. In 2018 wurde das neu eingeführte Beinahe-Unfall-Meldesystem weiter verbessert und vertieft. Damit wird der präventive Ansatz im Arbeitsschutz gestärkt und Maßnahmen werden bereits durchgeführt, bevor sich der Unfall ereignet. Dadurch ist es uns gelungen, in der ganzen Gruppe eine weitere wesentliche Reduzierung von Arbeitsunfällen zu erreichen (-35% gegenüber 2017 und -63% gegenüber 2016). In dem "Monthly Report Health and Safety" werden dem Management monatlich die entsprechenden Kennzahlen berichtet. In den westeuropäischen Gesellschaften gingen auch im Geschäftsjahr 2018 die absoluten Unfallzahlen weiter zurück, von 65 im Vorjahr auf 39, während in der Pfleiderer Baruth GmbH die Unfälle von sechs auf zwei fielen. Um den nachhaltigen Ansatz im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu unterstützen, wurde für alle deutschen Standorte die Zertifizierung nach der internationalen Norm OHSAS 18001 (mit geplanter Überführung in den neuen Standard ISO 45001) durchgeführt. Damit sind mit den bereits zertifizierten polnischen Werken alle Standorte der Gruppe im Managementsystem integriert.

Chancen- und Prognosebericht, Risikobericht

Chancen- und Prognosebericht

Die Pfleiderer-Gruppe hat im September 2017 die top-down "Diamond Strategy" zur langfristigen Unternehmensausrichtung bekannt gegeben, die die wesentlichen Eckpunkte zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswertes im Sinne des Shareholder Value vorstellt. Der Strategieplan wurde inzwischen detailliert ausgearbeitet und signifikante neue Geschäftschancen in allen Werken und Vertriebskanälen identifiziert. Um das volle Potential der Strategie zu nutzen, wurde auch ein neues Implementierungsprogramm aufgesetzt, das Schritt für Schritt im Gesamtunternehmen umgesetzt wird.

Im Bereich Operations ist in 2018 das Projekt "Empowering Plants" angelaufen. Das Programm verfolgt das Ziel, die wirtschaftlichen Ergebnisse der einzelnen Werke zu optimieren und damit das Gesamtergebnis für die Pfleiderer Gruppe zu steigern. Wie geplant wurde "Empowering Plants" zum 1. April 2018 umgesetzt und die entsprechende Organisation eingeführt.

Im Bereich Vertrieb und Marketing wurde das Projekt "Intelligente Marktsegmentierung" ins Leben gerufen, das sich stärker auf höher profitable Markt- und Produktsegmente konzentrieren wird. Daneben wurde eine smarte Preispolitik eingeführt, um sich den Trends anzupassen und den Deckungsbeitrag effizient zu steuern.

Aufgrund der erwarteten generellen gesamtwirtschaftlichen und der branchenspezifischen zukünftigen Entwicklung sowie der geplanten Effekte aus der "Diamond Strategy", dem Projekt "Intelligente Marktsegmentierung" sowie den daraus resultierenden Commercial-Excellence-Projekten und der Einführung einer smarten Preispolitik geht die Pfleiderer-Gruppe für 2019 und 2020 von steigenden Umsätzen im einstelligen Prozentbereich aus. Für das EBITDA "reported" und das EBITDA "sustainable" werden jeweils höhere Steigerungen erwartet.

Die Pfleiderer Baruth GmbH rechnet für das Geschäftsjahr 2019 aufgrund einer mengenmäßigen Steigerung mit höheren Umsatzerlösen im niedrigen einstelligen Prozentbereich, aber aufgrund des Preisdrucks und höheren Umsatzkosten mit einem niedrigeren EBITDA "reported" und EBITDA "sustainable" im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Für 2020 wird mit weiteren Umsatzsteigerungen im einstelligen Prozentbereich sowie ebenfalls entsprechend steigenden EBITDA "reported" und EBITDA "sustainable" gerechnet.

Der Eintritt der genannten Prognosen hängt nicht unwesentlich von der erfolgreichen Umsetzung der laufenden Projekte und Maßnahmen sowie dem Eintritt der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Annahmen ab. Sie unterliegen damit Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb einer möglichen Kontrolle und/oder des Einflussbereichs der Pfleiderer Baruth GmbH liegen und daher nicht präzise von der Pfleiderer Baruth GmbH eingeschätzt werden können. Diese Risiken und Unsicherheiten können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung erheblich von den Einschätzungen abweicht.

Im Faserplattenwerk der Pfleiderer Baruth GmbH kam es Anfang Januar 2019 zu einem Brandereignis, bei dem einzelne Teile der Produktionsanlagen beschädigt bzw. zerstört wurden. Die Anlagen wurden ab Anfang bis Mitte Februar wieder schrittweise in Betrieb genommen und die Produktion läuft technisch wieder weitgehend stabil. Der Abschluss der Bauarbeiten wird sich aber noch bis in die zweite Jahreshälfte 2019 hinziehen. Nach aktueller Einschätzung wird sich der maximale Schaden auf den Selbstbehalt der Versicherung belaufen, aber die Höhe der Umsatzerlöse negativ beeinflussen.

Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Risiken verbunden, die Einfluss auf das Unternehmensergebnis und die weitere Entwicklung des Unternehmens haben können. Aus diesem Grund ist ein wirksames Management von Risiken ein wichtiger Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Zu den fundamentalen Managementaufgaben zählt, in Übereinstimmung mit den geltenden Anforderungen der Corporate Governance und den Prinzipien des "Best Practice", ein wirksames Internes Kontrollsystem (IKS), Risikomanagementsystem (RMS) und Compliance-Management-System (CMS) zu etablieren und zu betreiben.

Compliance ist ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur bei Pfleiderer und konzernweit etabliert. Die stetigen Fortentwicklungen des internen Compliance-Management-Systems, gepaart mit einem modernen Hinweisgebersystem, sowohl webbasierten, als auch physischen angemessenen Schulungen und Kontrollen sorgen für ein rechtskonformes Auftreten und Verhalten der Mitarbeiter, Führungskräfte und des Managements in allen geschäftlichen Belangen und Bereichen.

Das Risikomanagementsystem ist ein wichtiger und systematisierter Bestandteil der Unternehmensstrategie und in der Pfleiderer-Gruppe durch einheitliche Richtlinien und Standards zentral organisiert. Die Risiken (und Chancen) werden daher auch in einem gemeinsamen Risikomanagement-Report für die Pfleiderer-Gruppe berichtet. Für alle identifizierten Risiken werden Gegenmaßnahmen definiert, aktiv gesteuert und regelmäßig überprüft. Darüber hinaus erfolgt bei plötzlicher Veränderung der Risikosituation eine Sonderberichterstattung. Über die eigenen Maßnahmen zur Risikominimierung hinaus trifft die Pfleiderer-Gruppe stets auch die notwendige Vorsorge, um vorhersehbare substanzielle Risiken im Rahmen eines marktüblichen Versicherungsschutzes mit Selbstbehalten abzudecken. Die Instrumente, Prozesse und Vorsorgemaßnahmen werden laufend weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Die Pfleiderer Baruth GmbH ist in dieses einheitliche Kontroll- und Risikomanagementsystem integriert.

Bei einigen Themen, die Spezialkenntnisse erfordern, zum Beispiel zur Bewertung von Alterteilszeitverpflichtungen, bedient sich die Gesellschaft der Unterstützung externer Dienstleister. Die zur Erstellung des Jahresabschlusses durchzuführenden Schritte werden auf allen Ebenen manuellen wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen. Grundsätzlich gilt das »Vier-Augen-Prinzip«. Kontrollmechanismen sind zum Beispiel Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten. In den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen sind Zugriffsberechtigungen definiert, um zu gewährleisten, dass rechnungslegungsbezogene Daten vor nicht genehmigtem Zugriff, Verwendung und Veränderung geschützt sind.

Risiken

Zu den zentralen Risiken gehören nach dem Verständnis des Managements jene Sachverhalte, bei deren Eintritt ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. Als über die üblichen Marktrisiken hinausgehende Risiken haben wir für die Pfleiderer Baruth GmbH im Risikomanagement Report im Wesentlichen folgende Sachverhalte identifiziert und nach ihrer Rangordnung aufgeführt, wobei wir mit dem bedeutendsten Risiko beginnen:

Es könnten aus vergangenen Rechtsverstößen Schadenersatzansprüche gegen die Pfleiderer Baruth GmbH geltend gemacht werden, deren Summe über die mit der normalen Geschäftstätigkeit verbundenen Schadenersatzzahlungen weit hinausgehen und damit erheblich sein könnten. Auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Informationen kann keine Quantifizierung dieser Risiken vorgenommen werden. Gegen solche Schadenersatzansprüche verfolgt die zentrale Rechtsabteilung der Pfleiderer Deutschland GmbH die rechtliche Verteidigung und gerichtliche Auseinandersetzung und stützt diese auch auf Gegengutachten. Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehen keine Risiken, die nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Pfleiderer Baruth GmbH haben könnten. Soweit sich quantifizierbare Risiken ergeben haben, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Die Pfleiderer Deutschland GmbH ist sowohl als zentrale Vertriebsgesellschaft für die Produkte als auch als zentrale Einkaufsgesellschaft für Frischholz für die Pfleiderer Baruth GmbH tätig. In ihrer Rolle als zentrale Vertriebsgesellschaft verkauft die Pfleiderer Deutschland GmbH die Produkte der Pfleiderer Baruth auch an Kunden, die eine FSC-Zertifizierung ihrer Lieferanten benötigen. Es besteht, zum Beispiel aufgrund des Mangels an personellen Ressourcen für die Kontrolle der Anforderungen seitens des FSC beim Einkauf des Rohstoffes Frischholz, die Gefahr des Verlustes der FSC-Zertifikate. Die Möglichkeit wird als vorstellbar eingestuft. Dem daraus entstehenden Risiko des Umsatzverlustes mit den Kunden, die eine FSC-Zertifizierung ihrer Lieferanten benötigen, wird durch die Vermeidung risikobehafteter Beschaffungsmöglichkeiten und die Verstärkung der Ressourcen zur Durchführung von Lieferantenaudits begegnet.

Aufgrund des Inkrafttretens des überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2014 (EEG 2014) zum 1. August 2014 und der seitdem immer wieder eingeflossenen Neuregelungen für die Inanspruchnahme der EEG-Härtefallentlastung vom zuständigen Bundesamt für Ausfuhrkontrolle sind die Voraussetzungen und Kriterien für die teilweise Befreiung von der EEG-Umlage deutlich verschärft worden. Es besteht das Risiko, dass die Pfleiderer Baruth GmbH die Bedingungen für die Inanspruchnahme der teilweisen Befreiung von der EEG-Umlage zukünftig nicht mehr erfüllen wird. Die Wahrscheinlichkeit für den zukünftigen Entfall der EEG-Härtefallentlastung wird als vorstellbar eingestuft, der Schaden könnte bedeutend sein. Dem Risiko wird durch die über die zentrale Rechtsabteilung gesteuerte Einholung einer externen Expertise und interne Maßnahmen zur Sicherstellung der Erfüllung der verschärften Bedingungen begegnet.

Am 25. Mai 2018 trat die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Diese beinhaltet auch strengere Pflichten für Unternehmen und höhere potentielle Bußgelder. Im Falle einer behördlichen Prüfung besteht die Möglichkeit, dass bei einer mangelnden Umsetzung der aus der DSGVO resultierenden Pflichten oder einer Verletzung der Richtlinien von personenbezogenen Daten Bußgelder gegen die Pfleiderer Baruth GmbH ausgesprochen werden. Auch dritte Parteien könnten dann in diesem Fall Schadensersatzansprüche gegen die Pfleiderer Baruth GmbH geltend machen. Das Risiko wird als eher unwahrscheinlich eingeschätzt. Zur Erfüllung der Obliegenheiten aus der DSGV werden interne und externe Ressourcen eingesetzt.

Bedingt durch Ressourcenmangel, eine abweichende Marktentwicklung oder technische Probleme besteht die Gefahr, dass Maßnahmen aus dem Projektmanagement möglicherweise nicht vollständig bzw. zeitgerecht umgesetzt werden und es daher zu Abweichungen von den geplanten Effekten in den Bereichen Umsatzwachstum und Geschäftsentwicklung kommt. Dieses Risiko wird als hoch angesehen. Zur Überwachung des Risikos erfolgt ein regelmäßiges Managementreporting mit einer fixen Meetingstruktur. Auf negative Abweichungen in der Umsetzung der Maßnahmen wird kurzfristig reagiert.

Aufgrund der in der Vergangenheit bzw. auch aktuell nicht ausreichend zur Verfügung stehender Ressourcen für Innovationsprojekte besteht die Gefahr, dass das Engagement in Innovationsprojekte und die Förderung einer Innovationskultur nicht in einem angemessenen Rahmen erfolgt. Die Marktpositionierung der Pfleiderer Baruth GmbH könnte dadurch leiden. Dem Risiko wird durch die Förderung der Innovationskultur seitens des Vorstands und des Produktmanagements begegnet. Darüber hinaus wird verstärkt in Innovationsprojekte und entsprechende Ressourcen investiert.

Der drohende Brexit mit dem befürchteten Währungsrisiko durch weiter fallende Kurse könnte den Geschäftsverkehr mit britischen Kunden gefährden. Ein größeres Risiko stellt allerdings ein "No-Deal-Brexit" dar, der zumindest in der Übergangsphase vor und nach dem Austritt per Ende März zu massiven Liefer- und Leistungsverzögerungen führen könnte. Solche Aspekte wie Zolltarife, Einfuhrgenehmigungen und geltende Transportgenehmigungen sind noch völlig ungeklärt. Es gibt wenig Zweifel daran, dass diese Umstände zu einer weiteren Abwertung des britischen Pfundes führen könnten. Die Risiken in Verbindung mit dem Brexit werden daher als signifikant eingeschätzt. Es erfolgen regelmäßige Abstimmungen zwischen den verschiedenen Abteilungen zur Diskussion der zentralen Fragen des Brexit und zur Festlegung der Verantwortlichkeiten.

Direkte Wettbewerber der Pfleiderer-Gruppe nehmen in 2019 neue Produktionsstandorte bzw. Fertigungsanlagen im In- und Ausland in Betrieb. Durch diese zusätzlichen Kapazitäten entsteht ein erhöhter Wettbewerbsdruck, der zum Verlust von Kunden bei der Pfleiderer Deutschland GmbH führen könnte, was unmittelbar Auswirkung auf die Pfleiderer Baruth GmbH hätte. Die Pfleiderer Deutschland GmbH begegnet diesem Risiko in Zusammenarbeit mit den Zuliefergesellschaften durch den Ausbau der Wettbewerbsvorteile im Hinblick auf Qualität und Service sowie der Produktverfügbarkeit. Weitere Maßnahmen sind die Optimierung der Produktion, die Senkung der Produktionskosten und die Suche nach günstigeren Lieferanten für Rohstoffe. Das Risiko wird als vorstellbar eingeschätzt.

 

Neumarkt i.d.OPf., den 1. März 2019

Michael Albert

Torsten Beck

Bilanz zum 31. Dezember 2018

der Pfleiderer Baruth GmbH, Neumarkt i.d.OPf. (bis 6. Februar 2018 Baruth/Mark)

Aktiva

EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 297.964,00   51.034,00
2. Geleistete Anzahlungen 63.266,51   167.210,87
    361.230,51 218.244,87
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.617.372,70   10.157.143,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.518.123,87   18.007.703,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 667.973,00   657.344,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.349.238,72   2.787.971,37
    30.152.708,29 31.610.162,94
    30.513.938,80 31.828.407,81
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.495.086,31   4.175.992,45
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 61.229,00   634.989,05
3. Fertige Erzeugnisse 3.621.725,68   2.569.194,08
4. Geleistete Anzahlungen 2.353,00   0,00
    9.180.393,99 7.380.175,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.607,99   15.212,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 17.607,99 (Vj. EUR 15.212,50)      
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 451.070,99   4.848.510,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 451.070,99 (Vj. EUR 4.848.510,79)      
davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vj. EUR 4.689.070,64)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.610.579,87   2.120.501,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.610.579,87 (Vj. EUR 2.120.501,54)      
    3.079.258,85 6.984.224,83
III. Kassenbestand   2.152,09 1.524,52
    12.261.804,93 14.365.924,93
    42.775.743,73 46.194.332,74

Passiva

     
EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   15.000.000,00 15.000.000,00
II. Kapitalrücklage   197.706,11 197.706,11
III. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen   1.629.793,53 1.629.793,53
IV. Gewinnvortrag   14.983.683,96 14.983.683,96
    31.811.183,60 31.811.183,60
B. Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen   4.638.767,22 3.208.022,12
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.377.081,94   3.717.860,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.377.081,94 (Vj. EUR 3.717.860,53)      
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.418.751,21   7.056.631,75
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.418.751,21 (Vj. EUR 7.056.631,75) davon gegenüber Gesellschafter: EUR 2.313.805,15 (Vj. EUR 1.373.749,86)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten 172.272,52   399.668,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 172.272,52 (Vj. EUR 399.668,74)      
davon aus Steuern: EUR 84.584,06 (Vj. EUR 80.980,96)      
    5.968.105,67 11.174.161,02
D. Rechnungsabgrenzungsposten   357.687,24 966,00
    42.775.743,73 46.194.332,74

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

der Pfleiderer Baruth GmbH, Neumarkt i.d.OPf. (bis 6. Februar 2018 Baruth/Mark)

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse   94.566.474,32 85.491.791,01
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   478.771,55 1.245.003,52
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   103.454,33 173.148,71
4. Sonstige betriebliche Erträge   823.867,92 2.135.358,93
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 0,01 (Vj. EUR 0,00)      
5. Materialaufwand   95.972.568,12 89.045.302,17
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -59.533.882,69   -50.871.099,78
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.783.342,08   -1.676.780,45
    -61.317.224,77  
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -6.539.818,33   -6.179.672,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.330.978,65   -1.240.354,45
    -7.870.796,98  
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -3.958.035,33 -3.837.250,32
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -13.436.591,77 -9.810.733,31
davon aus der Währungsumrechnung: EUR -0,04 (Vj. EUR 0,00)      
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   0,00 243,30
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -65.496,63 -415.643,86
davon an verbundene Unternehmen: EUR -54.460,63 (Vj. EUR -413.643,86)      
davon aus der Auf- und Abzinsung: EUR -2.215,00 (Vj. EUR -1.995,00)      
11. Ergebnis nach Steuern   9.324.422,64 15.014.010,56
12. Sonstige Steuern   -55.837,47 -55.837,47
13. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung   9.268.585,17 14.958.173,09
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne   -9.268.585,17 -14.958.173,09
15. Jahresergebnis   0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Pfleiderer Baruth GmbH, Neumarkt i.d.OPf. (Sitz der Gesellschaft) (bis 6. Februar 2018 Baruth/Mark)

Amtsgericht Nürnberg HRB 34857

(bis 6. Februar 2018 Amtsgericht Potsdam, HRB 12965)

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (drei bis fünf Jahre) um planmäßige Abschreibungen mit der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellkosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die Nutzungsdauern liegen zwischen zwei und 26 Jahren.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert auf Basis von Einzelwerten oder der gewichteten Durchschnittsmethode. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der durch den Produktionsprozess veranlassten Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellkosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit oder Überalterung ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In den Vorräten sind Spezialersatzteile in Höhe von TEUR 795 (VJ TEUR 601) enthalten.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgten unter Beachtung der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013 zur Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss. Für die Abzinsung wurde der pauschale Zinssatz gem. RückAbzinsV (Siebenjahresdurchschnitt) von 2,34 % bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Rückstellungsbildung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Bundesbank veröffentlichten laufzeitkongruenten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 451 (VJ TEUR 159) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Forderungen des Vorjahres in Höhe von TEUR 4.689 bestanden in voller Höhe gegen den Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen für Netzentgeltvergütungen in Höhe von TEUR 1.450 (VJ TEUR 1.636), erhaltene Emissionsrechte in Höhe von TEUR 990 (VJ TEUR 227) sowie Forderungen für Konzessionsabgabenvergütung in Höhe von TEUR 125 (VJ TEUR 126).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Prozesskosten, Rechts- und Beratungskosten, ausstehende Lieferantenrechnungen, abzugebende Emissionszertifikate, Jahreserfolgsprämien im Werk, Drohverluste, Arbeitszeitflexibilisierung, Altersteilzeitvereinbarungen, Tantiemen sowie für Überstunden und Mehrarbeit gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.646 (VJ TEUR 3.880) aus Lieferungen und Leistungen, davon TEUR 541 (VJ TEUR 374) gegenüber dem Gesellschafter und in Höhe von TEUR 1.773 (VJ TEUR 3.177) aus sonstigen Leistungen, davon TEUR 1.773 (VJ TEUR 1.000) gegenüber dem Gesellschafter.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für eine am 13. April 2017 von der Konzernmutter, der Pfleiderer Group S.A., und der PCF GmbH unterzeichneten Senior Secured-Kreditfazilität. Am 31. Juli 2018 wurde diese geändert und erweitert und setzt sich nun zusammen aus einem TEUR 445.000 Term Loan B (Covenant-lite, Laufzeit bis 01. August 2024, Marge 500 bps mit Euribor-floor bei 0 bps) sowie einer Revolving Credit Facility über TEUR 100.000 (Laufzeit bis 01. August 2022, Marge 325 bps, Euribor-floor bei 0 bps). Diese Revolving Credit Facility steht mit TEUR 50.000 (Revolving Facility 1) sowie mit TPLN 211.480 (Revolving Facility 2) der Gesellschaft sowie weiteren wesentlichen Gesellschaften der Pfleiderer-Gruppe zur Verfügung. Die Gesellschaft haftet gleichwohl gesamtschuldnerisch für den Gesamtbetrag des RCF.

Die Finanzierungsverträge der Pfleiderer-Gruppe basieren auf marktüblichen Standards. Unter anderem sehen diese die Einhaltung marktüblicher Finanzkennzahlen - sogenannter "Financial Covenants" - vor. Auf Basis des Jahresabschlusses per 31. Dezember 2018 sowie der vom Aufsichtsrat der Pfleiderer Group S.A., Wroclaw/Polen, genehmigten Budgetplanung 2019 ist die Einhaltung der Ratios gegeben. Somit schätzt die Gesellschaft das Risiko einer Inanspruchnahme als unwahrscheinlich ein.

Die Gesellschaft ist zusammen mit weiteren verbundenen Unternehmen Vertragspartner einer Asset Backed Commercial Paper (ABCP)-Transaktion ohne Regressanspruch und haftet hierfür gesamtschuldnerisch. Die Gesellschaften verkaufen wesentliche Teile ihrer kreditversicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Wood Finance Inc., Grand Cayman, Cayman Islands, im Rahmen des Forderungskaufvertrages bis zu einer Höhe von TEUR 70.000 (Transaktionslimit).

Die Gesellschaft haftet im Rahmen des oben beschriebenen RCF gesamtschuldnerisch auch für die unter dieser Fazilität begebenen Avale (Bürgschaften und Importakkreditive). Zum Stichtag 31. Dezember 2018 beliefen sich diese für die deutschen Gesellschaften der Pfleiderer Gruppe auf TEUR 7.452 und für die polnischen Gesellschaften der Pfleiderer-Gruppe auf TEUR 2.254.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften sowie aus der ABCP-Transaktion wird aufgrund der bestehenden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der betreffenden verbundenen Unternehmen als gering eingeschätzt.

Außerbilanzielle Geschäfte

Leasingverträge Zweck Kurzfristige Bereitstellung von Anlagegütern ohne Kapitalbindung
  Risiken keine
  Vorteile Schnell kündbar durch kurze Vertragslaufzeiten, keine Kapitalbindung, absetzbare Mietkosten

Die finanziellen Auswirkungen aus diesen Verträgen sind unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfasst.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 3.478 sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon TEUR 44 gegenüber verbundenen Unternehmen). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 1.015
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 470
Übriges Bestellobligo 1.993

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2019 und 2023.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2018
TEUR
% 2017
TEUR
%
nach Produkten        
Holzwerkstoff-Produkte 80.695 85 70.577 83
Sonstige Umsätze 13.871 15 14.915 17
  94.566 100 85.492 100
nach Regionen        
Inland 89.720 95 83.621 98
Übrige EU-Länder 4.846 5 1.871 2
  94.566 100 85.492 100

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 348 enthalten. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Erträge aus Schadensfällen des Vorjahres in Höhe von TEUR 291, Erträge aus der Rückstellungsauflösung einer Abfindung in Höhe von TEUR 36 und um Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 21.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 30 (VJ TEUR 0) enthalten und betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Netzentgelte 2017 in Höhe von TEUR 26 (VJ TEUR 0).

Nachtragsbericht

Im Faserplattenwerk der Pfleiderer Baruth GmbH kam es in der Nacht von Freitag, 4. Januar 2019, auf Samstag, 5. Januar 2019 zu einem Brandschaden. Es kamen hierbei keinerlei Personen zu Schaden. Die installierten Sicherheitssysteme reagierten umgehend und zuverlässig.

Die Aufräum- und Reinigungsarbeiten sind umgehend am 7. Januar 2019 angelaufen, gemeinsam mit unserem Anlagenlieferanten wurde ein Konzept erarbeitet, um die Ausfallzeit möglichst gering zu halten. Die Anlagen wurden ab dem 9. Februar 2019 wieder schrittweise in Betrieb genommen, seit dem 13. Februar 2019 läuft die Produktion technisch weitestgehend stabil. Die Bauarbeiten sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Die Schadensermittlung gemeinsam mit dem Versicherungsmakler und externen Gutachtern ist noch nicht abgeschlossen. Die Auswirkungen auf das Betriebsergebnis der Pfleiderer Baruth GmbH im Geschäftsjahr 2019 lassen sich daher bislang auch nur abschätzen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich der maximale Schaden auf die Höhe des Selbstbehalts der Feuerschadenversicherung beläuft. Der kombinierte Selbstbehalt (Sachschäden und Betriebsunterbrechung) liegt bei Mio. EUR 2,5.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Torsten Beck

Techn. Geschäftsführer

Werksleiter Baruth

Michael Albert (seit 9. Oktober 2018) 1

Kaufm. Geschäftsführer

Leiter Controlling bei der Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.OPf.

Tobias Nottelmann (bis 9. Oktober 2018) 1

Kaufm. Geschäftsführer

Leiter Controlling bei der Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.OPf.

1 Geschäftsführer ist/war nicht in der Gesellschaft angestellt und erhält keine Bezüge von der Gesellschaft

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bei der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Mitarbeiter in der Produktion 97
Mitarbeiter in der Verwaltung 31
  128

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Pfleiderer Group S.A. in Wroclaw/ Polen einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Court and Economic Journal offengelegt.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.269 wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.OPf., abgeführt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 21
Andere Bestätigungsleistungen 16
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 3
  40

 

Neumarkt i.d.OPf., den 13. März 2019

Torsten Beck

Michael Albert

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
1.1.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 349.713,54 168.201,59 187.510,87   705.426,00 298.679,54
2. Geleistete Anzahlungen 167.210,87 63.266,51 -167.210,87   63.266,51 0,00
  516.924,41 231.468,10 20.300,00 0,00 768.692,51 298.679,54
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.474.174,79       18.474.174,79 8.317.031,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 100.514.591,47 1.164.636,52 620.824,24   102.300.052,23 82.506.887,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.854.724,49 35.193,83 9.876,28 -2.500,00 1.897.294,60 1.197.380,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.787.971,37 1.212.267,87 -651.000,52   3.349.238,72 0,00
  123.631.462,12 2.412.098,22 -20.300,00 -2.500,00 126.020.760,34 92.021.299,18
  124.148.386,53 2.643.566,32 0,00 -2.500,00 126.789.452,85 92.319.978,72
Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
31.12.2018
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 108.782,46   407.462,00 297.964,00 51.034,00
2. Geleistete Anzahlungen     0,00 63.266,51 167.210,87
  108.782,46 0,00 407.462,00 361.230,51 218.244,87
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 539.771,00   8.856.802,09 9.617.372,70 10.157.143,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.275.040,76   85.781.928,36 16.518.123,87 18.007.703,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.441,11 -2.500,00 1.229.321,60 667.973,00 657.344,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau     0,00 3.349.238,72 2.787.971,37
  3.849.252,87 -2.500,00 95.868.052,05 30.152.708,29 31.610.162,94
  3.958.035,33 -2.500,00 96.275.514,05 30.513.938,80 31.828.407,81

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pfleiderer Baruth GmbH, Neumarkt i.d.OPf. (bis 6. Februar 2018 Baruth/Mark)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pfleiderer Baruth GmbH, Neumarkt i.d.OPf., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfleiderer Baruth GmbH, Neumarkt i.d.OPf. (bis 6. Februar 2018 Baruth/Mark), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 29. März 2019

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kiefer, Wirtschaftsprüfer

Martin Thiermann, Wirtschaftsprüfer

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