Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 25279
Vorher
Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH
Eingetragen
9.4.2009
Branche
Herstellung von Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und HolzspanplattenHerstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus HolzVeredlung von Holzwaren
Gegenstand
- Herstellung, Weiterverarbeitung und der Vertrieb von beschichteten und unbeschichteten Span- und anderen Trägerplatten, Schichtstoffplatten, Gipsund anderen Plattenwerkstoffen sowie von Elementen aus diesen Erzeugnissen, von Leimen und anderen Zusatzstoffen für diese Produktionen, die Erzeugung und der Vertrieb von elektrischer Energie, sowie der Handel, die Beratung und die Erbringung sonstiger Dienstleistungen im Zusammenhang mit den vorbezeichneten Erzeugnissen; - Betätigung auf dem Geschäftsbereich von a) verwandten Gebieten und der Betrieb von Geschäften, die mit dem Gegenstand des Unternehmens im Zusammenhang stehen; - Beteiligung an Unternehmen aller Art, insbesondere im Geschäftsbereich von a); - einheitliche Leitung der Unternehmensgruppe (im Falle von Beteiligungsunternehmen, soweit der Einfluss reicht).

Historie

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Management

NameRolle
Radu-Bogdan Mamina
seit 2.3.2026
Prokura
Prokura
Norbert Pauly
seit 27.1.2026
Prokura
Jonas Reed
seit 27.1.2026
Geschäftsführer
Andreas Schaffeld
seit 27.1.2026
Prokura
Ekkehard Brommer
seit 27.1.2026
Prokura
Lothar Sennebogen
seit 27.1.2026
Prokura
Markus Mertl
seit 14.7.2025
Prokura
Matthias Blank
seit 10.4.2024
Prokura
Jörg Arends
seit 19.4.2023
Prokura
Andreas Ott
seit 2.6.2021
Prokura
Frank Peter Unfried
seit 4.11.2020
Prokura
Michael Schiebe
seit 29.4.2019
Prokura
Corinna Summersammer
seit 26.7.2018
Prokura
Stefan Zinn
seit 11.5.2017
Geschäftsführer
Torsten Ingwer Beck
seit 30.6.2016
Prokura
Axel Dr. Knörr
seit 8.7.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
24.999 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pfleiderer Deutschland GmbH

Neumarkt i.d.OPf.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Grundlagen der Gesellschaft

Unternehmen

Die Pfleiderer Deutschland GmbH (nachfolgend auch als Gesellschaft bezeichnet) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit eingetragener Geschäftsanschrift in der Ingolstädter Straße 51, 92318 Neumarkt. Die Pfleiderer Deutschland GmbH (vormals Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH) wurde mit Eintrag am 13. Januar 2017 ins Handelsregister umbenannt.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von beschichteten und unbeschichteten Span- und anderen Trägerplatten, anderen Plattenwerkstoffen sowie von Elementen aus diesen Erzeugnissen, von Leimen und anderen Zusatzstoffen für diese Produktionen, die Erzeugung von elektrischer Energie sowie der Handel, die Beratung und die Erbringung von sonstigen Dienstleistungen im Zusammenhang mit den Erzeugnissen. Die Gesellschaft kann sich auch auf dem Geschäftsbereich verwandten Gebieten betätigen und Geschäfte betreiben, die mit dem Gegenstand des Unternehmens im Zusammenhang stehen. Weiter kann sich die Gesellschaft an Unternehmen aller Art, insbesondere an solchen, die mit dem Geschäftsbereich des Unternehmens in Verbindung stehen, beteiligen und die einheitliche Leitung wahrnehmen (im Falle von Beteiligungsunternehmen, soweit der Einfluss reicht).

Die Pfleiderer Deutschland GmbH ist die Muttergesellschaft für die operativen Produktions- und Vertriebsgesellschaften in Westeuropa im Konzern der Pfleiderer Group S.A. Im Wesentlichen sind das die fünf Produktionswerke in Deutschland mit rechtlich eigenständigen Vertriebsbüros im europäischen Ausland. Die fünf Produktionswerke bildeten im Berichtsjahr, zusammen mit den polnischen Werken, einen Werksverbund und boten eine breite Palette innovativer Produkte und Lösungen für Unternehmen der Möbelindustrie, des Holzwerkstoffhandels, des Innenausbaus oder des Holzrahmenbaus etc. an. Die Pfleiderer Deutschland GmbH mit ihren Tochtergesellschaften umfasste mit circa 2.200 Mitarbeitern den Großteil der Beschäftigten der gesamten Pfleiderer-Gruppe, bündelte unter der Dachmarke Pfleiderer die Produktsortimente von Duropal und Thermopal und ist Partner von Industrie, Handel, Handwerk, Designern und Architekten.

Gesellschafter der Pfleiderer Deutschland GmbH sind die PCF GmbH, Neumarkt i.d.OPf., mit einer Beteiligung von 94,9% und die Pfleiderer Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Neumarkt i.d.OPf., mit einer Beteiligung von 5,1%. Die PCF GmbH (vormals Pfleiderer GmbH) wurde mit Eintrag am 4. Januar 2017 ins Handelsregister umbenannt.

Die Pfleiderer Deutschland GmbH ist in den Konzernabschluss der Pfleiderer Group S.A. (nachfolgend auch als Pfleiderer-Gruppe bezeichnet), die mit Sitz in Wroclaw/Polen an der Warschauer Börse notiert ist, einbezogen. Die Pfleiderer-Gruppe verfügt über neun Produktionsstandorte in Deutschland und Polen und Vertriebsniederlassungen im europäischen Ausland.

In der Pfleiderer Deutschland GmbH sind verschiedene Funktionen der Pfleiderer-Gruppe und damit auch für die deutschen Gesellschaften zentral organisiert. So erbringt die Pfleiderer Deutschland GmbH neben typischen administrativen Tätigkeiten, wie Finanzbuchhaltung, Controlling, Rechtsberatung und Governance, Risk & Compliance, u.a. auch Leistungen über einen zentralen Frischholz- und Energieeinkauf. Auch der Vertrieb der Produktpalette der deutschen Werke an die Abnehmer erfolgt überwiegend über die Pfleiderer Deutschland GmbH, wobei der externe Verkaufspreis nach Frachtkosten, abzüglich fest definierter Abschläge für zum Beispiel Erlösminderungen und Boni und einer entsprechenden Vertriebsmarge, an die Produktionsgesellschaften verrechnet wird.

Zwischen der Pfleiderer Deutschland GmbH und einzelnen Tochtergesellschaften wurden Betriebspachtverträge abgeschlossen.

Neben der Pfleiderer Deutschland GmbH erbringen auch die PCF GmbH, Neumarkt i.d.OPf. (vormals Pfleiderer GmbH), und die Pfleiderer Group S.A. (vormals Pfleiderer Grajewo S.A.) zentrale Dienste für die Pfleiderer Deutschland GmbH. Dazu gehören die zentrale Liquiditätssteuerung, Leistungen in der steuerlichen Betreuung, Group Controlling und weitere zentrale Funktionen.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist eine wichtige Säule der strategischen Ausrichtung in der Pfleiderer-Gruppe. Die Aktivitäten für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien sind daher überwiegend zentral organisiert.

Das Innovationsmanagement ist in der Pfleiderer Polska Sp. z.o.o., Wroclaw/Polen, zentralisiert und definiert fortlaufend neue Projekte, die über einen Innovationskreis, der sich aus Teilnehmern verschiedener Abteilungen, unter anderem Technologie, Fertigung, Produktmanagement und Vertrieb, zusammensetzt, weiter analysiert werden. Zu diesem Zweck wird der Kunde auch stärker und zentraler als bisher in den Innovationsprozess der Pfleiderer-Gruppe mit einbezogen. So werden gemeinsame Ideen- und Entwicklungsworkshops mit ausgewählten Kunden durchgeführt und so die zukünftigen Möglichkeiten besser miteinander abgestimmt.

Die Anpassungen bestehender Produkte, die Umsetzung kundenindividueller Vorstellungen und die Entwicklung neuer Produkte werden über die zentrale Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Arnsberg betreut. Dort werden auch die notwendigen Mitarbeiter und Gerätschaften vorgehalten. Die Kosten werden anteilig über die Pfleiderer Deutschland GmbH über die Reseller-Margin direkt an die entsprechenden Gesellschaften verrechnet.

Im Geschäftsjahr 2018 entstanden in der Pfleiderer Deutschland GmbH Mio. Euro 1,5 (Vorjahr Mio. Euro 1,4) an Aufwendungen, die dem Bereich Forschung und Entwicklung zuzuordnen sind.

Um den Fokus noch stärker auf die Entwicklung von Produkten zu legen und diese Aktivitäten zu bündeln, sind seit dem Geschäftsjahr 2017 die Funktionen Research & Development, Innovation, Marktforschung und Design & Entwicklung in das Produktmanagement integriert.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes auch im Jahr 2018 weiter gewachsen und setzte ihr Wachstum damit bereits im neunten Jahr in Folge fort. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2018 verglichen mit dem Vorjahr um 1,5%. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum in 2018 auch wieder über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2% lag, aber etwas an Schwung verloren hat. Positive Wachstumsimpulse kamen 2018 überwiegend aus dem Inland. So war die Konsumnachfrage der privaten Haushalte 1,0% höher als 2017, während die staatlichen Konsumausgaben um 1,1% stiegen. Das Wachstum fiel damit wesentlich geringer aus als in den letzten drei Jahren. Im Vorjahrsvergleich legten die preisbereinigten Bruttoinvestitionen um 4,8% zu, wobei die Bauinvestitionen um 3,0% stiegen. Die Investitionen in Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge - nahmen um 4,5% zu, während die sonstigen Anlagen - zu denen auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören - um 0,4% über dem Vorjahr lagen. Auch die deutschen Ausfuhren konnten im Jahresdurchschnitt 2018 weiter zulegen und waren um 2,4% höher als im Vorjahr. Allerdings nahmen die Importe im gleichen Zeitraum mit 3,4% stärker zu, weswegen der Außenbeitrag das deutsche BIP-Wachstum um 0,2% leicht einbremste (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2019 - 018/19). Die Pfleiderer Deutschland GmbH erzielte circa 66% des Umsatzes an Endkunden im deutschen Markt.

Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone verzeichnet für 2018 nur noch einen moderaten Zuwachs und setzte die generelle konjunkturelle Verlangsamung seit Ende des Jahres 2017 fort. Im 3. Quartal 2018 verzeichnete der Euroraum ein BIP-Wachstum von 0,2% gegenüber dem Vorquartal, was die niedrigste Zuwachsrate seit dem 2. Quartal 2014 ist. Für das 4. Quartal 2018 und die ersten beiden Quartale 2019 wird ein Wachstum von jeweils 0,3% erwartet. Die Verlangsamung der Konjunktur wird voraussichtlich im ganzen Jahr 2019 anhalten (Quelle: ifo/Istat/KOF, "Eurozone economic outlook" vom 8. Januar 2019).

Branchenentwicklung

Die generelle wirtschaftliche Entwicklung für Deutschland, dem wichtigsten Markt der Pfleiderer Deutschland GmbH, wird vom ifo Institut München für 2019 weniger optimistisch gesehen als noch im Vorjahr. Das gesamtwirtschaftliche Geschäftsklima ist zum Ende des Jahres 2018 auf 101,0 Punkte gefallen und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr (12/2017: 104,6). Bei dem für die Pfleiderer Deutschland GmbH relevanteren Index "Bauhauptgewerbe" konnte das Geschäftsklima in 2018 noch zulegen und verharrte dann zum Jahresende auf sehr hohem Niveau. Die Unternehmen korrigierten aber ihre Einschätzungen zu Lage und Erwartung für 2019 nach unten.

ifo Geschäftsklima Deutschland a

Saisonbereinigt

ifo Geschäftsklima, Geschäftslage und -erwartungen nach Wirtschaftsbereichen

Salden, saisonbereinigt

Mittelfristig wird die Marktnachfrage für dekorative Produkte im Bereich Rohspan-DBS und HPL in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz bis einschließlich 2020 von einem hohen Niveau ausgehend weiter stabil bis leicht wachsend eingeschätzt. Unbeschichtete Rohplatten (Span und MDF/HDF) dagegen gehen den Einschätzungen zufolge nach einem weiteren Anstieg in 2019 bis 2020 in etwa auf das Niveau 2018 zurück. Der polnische Markt wird in allen Produktsegmenten mit einem Wachstum von 2,6% in 2019 und weiteren 1,8% in 2020 weiterhin deutlich dynamischer im Wachstum gesehen.

Geschäftsverlauf

Insgesamt war die Geschäftsentwicklung sehr positiv. Der Umsatz (inklusive der Umsätze mit Gesellschaften der Pfleiderer-Gruppe) der Pfleiderer Deutschland GmbH konnte, nach einem Wachstum von 1,7% im Geschäftsjahr 2017, auch im Geschäftsjahr 2018 noch einmal um 5,3% gesteigert werden.

Die Holzbeschaffung war im ersten Halbjahr 2018 von schwierigen Erntebedingungen aufgrund der nassen Witterung im Winter 2017/2018 und den Folgen des Orkans "Friederike" geprägt. Die Rundholzliefermengen waren somit geringer und teurer als geplant, da viele Waldflächen nicht befahren werden konnten und bei der Aufarbeitung der Sturmschäden hochwertigen Sortimenten der Vorrang gegeben wurde. Fehlende Wald-Industrieholzmengen konnten aufgrund der hohen Produktionstätigkeit der Sägewerke durch Sägerestholz kompensiert werden. Aufgrund der Kompensationsbemühungen und der insgesamt hohen Nachfrage aller Holzbeschaffer (v.a. Zellstoff-, Holzwerkstoff- und Pelletindustrie) stiegen die Preise für Sägerestholz. Im weiteren Jahresverlauf bestimmten die Aufarbeitung des Sturmholzes sowie die im Verlauf des Sommers schlagartig zunehmenden Trockenheits- und Käferschäden das Marktgeschehen. Da durch den Waldbesitz weiterhin hochwertige Stammholzsortimente für die Sägeindustrie bevorzugt aufgearbeitet und vermarktet wurden, brachen die Preise für diese Sortimente im Verlauf des zweiten Halbjahres deutlich ein (liegen aber noch immer über den Preisen für Wald-Industrieholz). Auswirkungen auf die Beschaffungsmärkte für Wald-Industrieholz traten zeitverzögert erst zum Jahresende ein und werden sich hauptsächlich im Jahr 2019 auf die Rundholzbeschaffung auswirken.

Auf dem Recyclingholzmarkt zeigte sich, gestützt durch eine sehr gute konjunkturelle Lage, eine hohe Mengenverfügbarkeit, welche vor allem für eine deutliche Steigerung der Einsatzmengen genutzt wurde. Die Preise notierten im Jahresverlauf relativ stabil, aber leicht über Vorjahr. Die Beschaffung der Altholzmengen für die thermische Nutzung war weiterhin durch ein mittleres Preisniveau im Zuzahlungsbereich gekennzeichnet. Es zeichnet sich jedoch ein Rückgang der verfügbaren Mengen ab, da Altholz stärker als bisher sortiert und der stofflichen Nutzung zugeführt wird.

Die Strom- und Erdgasbeschaffung wird zentral über die Pfleiderer Deutschland GmbH als konzerninterner Energielieferant abgewickelt. Die Gesellschaft verfolgt einen rollierenden Beschaffungsprozess unter Abwägung kurz-, mittel-, und langfristiger Erwartungen zu Preisen auf den Rohstoffmärkten. Das Jahr 2018 war gekennzeichnet von deutlich höheren Spotpreisen gegenüber 2017 (+30%), hauptsächlich infolge von erhöhten Stromgestehungskosten aus Kohle sowie CO 2-Zertifikaten. Durch eine perspektivische Absicherungsstrategie konnte der allgemeine Marktpreisanstieg durch frühzeitigen Kauf von Terminmarktprodukten gegenüber 2017 gedämpft werden. Im Ergebnis lag der Energiebeschaffungspreis deutlich unter dem Spotmarktpreis, wodurch aber trotzdem eine Energiepreissteigerungsrate deutlich über der Inflationsrate nicht vermieden werden konnte. Ab Mitte 2018 setzten die langfristigen Terminkontrakte für Strom infolge exzessiver CO 2-Preissteigerungen zu neuen Höchstständen an. Die Gaspreise folgten mehrheitlich den ansteigenden Preisen für Rohöl. Durch frühzeitige Absicherungsstrategien konnte der Strom- und Gaspreis unter den in diesem Zeitraum realisierten Marktpreisen gedeckelt werden. Perspektivisch wurde frühzeitig im Verlauf der Jahre 2016/2017 begonnen, längerfristige Positionen für den zukünftigen Strom- und Gasbezug abzusichern. Historisch betrachtet befinden sich, infolge der in den letzten drei Jahren angestiegenen Energierohstoffpreise, die Strombörsen- und Erdgasbörsenpreise weiterhin auf einem langfristig noch mittleren Niveau.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Pfleiderer Deutschland GmbH setzten sich überwiegend aus den Verkäufen der Produktpalette der produzierenden Tochtergesellschaften an die Endkunden, Erlösen aus der Verpachtung von Gegenständen des Anlagevermögens an einzelne Tochtergesellschaften sowie internen Erlösen aus der Tätigkeit der Gesellschaft als zentrale Beschaffungsgesellschaft für Frischholz und elektrische Energie zusammen. Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2018 beliefen sich auf Mio. Euro 904,6 (Vorjahr Mio. Euro 858,8). Davon entfielen Mio. Euro 724,4 (Vorjahr Mio. Euro 693,5) auf das Kerngeschäft mit Holzwerkstoff-Produkten. Die Umsatzsteigerung im Kerngeschäft von Mio. Euro 30,9 beruht dabei überwiegend auf Preiseffekten. In den Umsatzerlösen ist auch ein Betrag von Mio. Euro 31,8 enthalten, der seit der Änderung der Definition der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB) durch Inkrafttreten des BilRUG in den Umsatzerlösen auszuweisen ist. Im Vorjahr beläuft sich dieser Betrag auf Mio. Euro 28,6. In den Umsatzerlösen sind auch Erlöse aus dem Verkauf der von der Pfleiderer Baruth GmbH produzierten Strommengen enthalten. Die auf Grundlage des IFRS-Konzernreportings der Pfleiderer-Gruppe geplanten Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2018 wurden nicht ganz erreicht.

Der Umsatz der Pfleiderer Deutschland GmbH teilte sich auf die Produktgruppen wie folgt auf:

Umsatz nach Produktgruppen 2018

Umsatz nach Produktgruppen 2017

Die Produktgruppe "Sonstiges" beinhaltet zu einem großen Teil Umsätze mit verbundenen Unternehmen, wie zum Beispiel Erlöse aus der Vermietung und Verpachtung von Gegenständen des Anlagevermögens, aus dem zentralen Frischholz- und Stromeinkauf und weiteren zentralen Dienstleistungen. Auch die Erlöse aus dem Verkauf der von der Pfleiderer Baruth GmbH produzierten Strommengen sind hierin enthalten.

Die Pfleiderer Deutschland GmbH erwirtschaftete Ihren Umsatz in folgenden Regionen:

Umsatz nach Regionen 2018

Umsatz nach Regionen 2017

Da die Pfleiderer Deutschland GmbH als zentrale Vertriebs- und zentrale Einkaufsgesellschaft für Frischholz und für elektrische Energie für die deutschen Gesellschaften tätig ist, setzte sich der Materialaufwand maßgeblich aus dem Zukauf der Produktpalette der produzierenden Tochtergesellschaften und dem Aufwand für Holz und Strom zusammen.

Der Anstieg der Materialaufwendungen um Mio. Euro 46,2 im Vergleich zu 2017 wurde überwiegend durch die im Geschäftsjahr 2018 mehr erzielten Umsatzerlöse und die direkt damit zusammenhängenden internen Einkäufe, die gestiegenen Holz- und Energiebeschaffungspreise verursacht.

Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 um Mio. Euro 1,2. Dies ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Aufwendungen für Altersvorsorge und Abfindungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen erhöhten sich in 2018 aufgrund der Zugänge zum Sachanlagevermögen um Mio. Euro 3,2 im Vergleich zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit Mio. Euro 95,4 (Vorjahr Mio. Euro 95,7) nahezu unverändert.

Im Rahmen der bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit verschiedenen Tochtergesellschaften erwuchsen der Pfleiderer Deutschland GmbH Erträge in Höhe von Mio. Euro 31,7 (Vorjahr Mio. Euro 27,5) bzw. Verluste in Höhe von Mio. Euro 1,4 (Vorjahr Mio. Euro 0,5). An Ausschüttungen der europäischen Vertriebsniederlassungen flossen der Gesellschaft weitere Mio. Euro 1,6 (Vorjahr Mio. Euro 0,3) zu.

Aufgrund der Ablösung der von der PCF GmbH am 7. Juli 2014 begebenen Anleihe per 1. August 2017 durch die Senior Secured Kreditfazilität und der damit verbundenen Zinssatzminderung konnte das Zinsergebnis der Pfleiderer Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert werden.

Die Pfleiderer Deutschland GmbH zieht zur internen Steuerung seit Beginn des 2. Quartals 2018 auch wieder das EBITDA "sustainable" (Vorjahr nur EBITDA "reported") heran und berichtet im internen Reporting nach beiden Kennzahlen. Um das operative Geschäft gesondert darzustellen, wendet die Gesellschaft sowohl im EBITDA "reported" als auch im EBITDA "sustainable" auch eine abweichende Betrachtungsweise der an die Tochtergesellschaften verpachteten Gegenstände des Anlagevermögens an. Dabei werden die erzielten Pachterlöse und die entsprechenden Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens der Gesellschaft eliminiert.

Das EBITDA der Pfleiderer Deutschland GmbH belief sich im Berichtsjahr auf Mio. Euro 51,4 (Vorjahr Mio. Euro 55,0). Das EBITDA "reported" wurde dagegen im Berichtsjahr mit Mio. Euro 5,8 (Vorjahr mit Mio. Euro 6,8) ermittelt. Der Unterschiedsbetrag im Geschäftsjahr 2018 von Mio. Euro 45,6 resultiert aus der Eliminierung der Pachterlöse und der Aktivierung der Generalüberholungen, die handelsrechtlich als Aufwand zu behandeln sind.

Das geplante EBITDA "reported" für 2018 von Mio. Euro 3,2 wurde mit einem erzielten EBITDA "reported" von Mio. Euro 5,8 übertroffen.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung an die PCF GmbH von Mio. Euro 44,9 (Vorjahr Mio. Euro 41,3) abgeschlossen.

Aufgrund der überwiegend zentralen Funktionen ist die Pfleiderer Deutschland GmbH auch in die interne Berichterstattung der Pfleiderer-Gruppe einbezogen und wird anhand einer konsolidierten Betrachtungsweise berichtet.

Finanzlage

Zu den wichtigsten Zielen des Finanzmanagements gehört die Sicherung von Liquidität und finanzieller Flexibilität. Zur Optimierung der Liquiditätsversorgung wurde daher auf Ebene der Pfleiderer Deutschland GmbH (Cash-Pool-Träger) ein Cash-Management-System implementiert, in das die Tochtergesellschaften einbezogen sind. Dies prägt auch wesentlich die Vermögens- und Finanzlage der Pfleiderer Deutschland GmbH.

Der jeweils aktuelle Finanzbedarf der Pfleiderer-Gruppe wird grundsätzlich durch laufende Cashflows gedeckt. Die bestehende Finanzierung setzt dabei auf eine Kreditlinie über Mio. Euro 545,0, Leasing sowie Forderungsverkäufe im Rahmen einer ABCP-Transaktion (ABCP = Asset Backed Commercial Paper).

Am 13. April 2017 hat die Pfleiderer Group S.A., als Konzernmutter, eine Senior Secured Kreditfazilität unterzeichnet. Diese setzt sich zusammen aus einem Mio. Euro 350,0 Term Loan B (Covenant-lite, Laufzeit sieben Jahre, Marge 325 bps mit Euribor-floor bei 75 bps und Ausgabekurs (OID) von 99%) sowie einer Revolving Credit Facility über Mio. Euro 100,0 (Laufzeit fünf Jahre, Marge 300 bps, Euribor-floor bei 0 bps). Diese Revolving Credit Facility steht mit Mio. Euro 50,0 (Revolving Facility 1) sowie mit Mio. PLN 211,5 (Revolving Facility 2) der PDG, der PCF sowie weiteren wesentlichen Gesellschaften der Pfleiderer-Gruppe zur Verfügung. Am 31. Juli 2018 wurde die obige Senior Secured Kreditfazilität geändert. Der Term Loan B wurde in diesem Zuge um Mio. Euro 95,0 auf Mio. Euro 445,0 erhöht. Die Marge beläuft sich nunmehr auf 500 bps mit Euribor zero-floor. Der OID betrug 99,00 (100 bps auf Mio. Euro 445,0). Die Revolving Credit Facility (Mio. Euro 50,0 (Revolving Facility 1) sowie Mio. PLN 211,5 (Revolving Facility 2) bleiben unverändert, lediglich die Marge erhöht sich von 300 bps + Euribor (zero-floor) auf 325 bps + Euribor (zero-floor). Die Laufzeiten des Term Loan B und der Revolving Credit Facility wurden nicht geändert. Die Revolving Facility 1 über Mio. Euro 50,0 war zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 in Höhe von Mio. Euro 2,4 für Avale (im Wesentlichen für Bankbürgschaften gegenüber Lieferanten, Mio. Euro 2,3 plus Mio. PLN 0,5) sowie Akkreditiven über Mio. Euro 5,0 in Anspruch genommen. Barziehungen sind nicht erfolgt. Die Revolving Facility 2 über Mio. PLN 211,5 war zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 in Höhe von Mio. PLN 6,3 für Avale (im Wesentlichen Garantien für Lieferanten) und über Mio. PLN 3,9 (Mio. Euro 0,8) für Akkreditive in Anspruch genommen. Die Pfleiderer-Gruppe überprüft ihre Finanzierungsstruktur regelmäßig im Hinblick auf die Möglichkeiten einer Optimierung der Finanzierungskosten. Die Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt werden dabei laufend beobachtet und analysiert.

Die Pfleiderer Deutschland GmbH verkauft als zentrale Vertriebsgesellschaft ihre Forderungen im Rahmen einer ABCP-Transaktion.

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Pfleiderer Deutschland GmbH beschränken sich auf Nettoumsatz und EBITDA "reported" bzw. EBITDA "sustainable" und sind nachfolgend im Vorjahresvergleich dargestellt.

Definition 2018 2017
Nettoumsatz Bruttoumsatz (ohne MwSt) - Erlösschmälerungen Mio. Euro 904,6 858,8
EBITDA "reported" Betriebsergebnis + Abschreibungen - Pachterlöse Mio. Euro 5,8 6,8
EBITDA "sustainable" EBITDA "reported" +/- Bereinigungen Mio. Euro 6,2 5,7

Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete die Pfleiderer Deutschland GmbH einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von Mio. Euro 42,0 (Vorjahr Mio. Euro 65,9). Aus der Investitionstätigkeit resultierte 2018 ein Mittelabfluss von Mio. Euro 3,6 (Vorjahr Mio. Euro 16,8). Im Geschäftsjahr 2018 beeinflussten die Auszahlungen für Investitionen in Höhe von Mio. Euro 37,3 (Vorjahr Mio. Euro 45,2) und die Einnahmen aus Beteiligungen in Höhe von Mio. Euro 33,3 (Vorjahr Mio. Euro 27,9) den Cashflow aus der Investitionstätigkeit in erheblichem Umfang.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war im Wesentlichen durch Zinszahlungen (Mio. Euro 13,5), die Ergebnisabführung an die PCF GmbH (Mio. Euro 44,9) und die Mittelabflüsse aus der Funktion als Cash-Pool-Träger (Mio. Euro 14,8) geprägt. Er belief sich im Berichtsjahr auf Mio. Euro -71,5 (Vorjahr Mio. Euro -81,6).

Die liquiden Mittel verminderten sich zum Stichtag 2018 von Mio. Euro 47,4 auf Mio. Euro 14,2, die Planungen wurden damit nicht erfüllt. Der überwiegend aufgrund höherer Zahlungen der Tochtergesellschaften an Lieferanten und höherer Steuerzahlungen zusätzlich benötigte Liquiditätsbedarf konnte nicht durch den geringeren Cash-Transfer über die PCF GmbH an die Pfleiderer Group S.A für die geplante Dividendenzahlung kompensiert werden.

Die Pfleiderer Deutschland GmbH war bisher stets in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verminderte sich zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresstichtag von Mio. Euro 392,7 auf Mio. Euro 389,7.

Die Gegenstände des Anlagevermögens sind mittels eines Betriebspachtvertrages überwiegend an Tochtergesellschaften der Pfleiderer Deutschland GmbH verpachtet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Investitionen in Höhe von Mio. Euro 37,3 getätigt. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von Mio. Euro 24,9 gegenüber.

Die Handelsforderungen erhöhten sich von Mio. Euro 40,3 auf Mio. Euro 41,1. Die Gesellschaft verkauft ihre Forderungen im Rahmen einer ABCP-Transaktion. Die Geldeingänge werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um Mio. Euro 13,5, die sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. Euro 2,9.

Der Bestand an flüssigen Mitteln verminderte sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um Mio. Euro 33,2.

Das Eigenkapital blieb aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der PCF GmbH unverändert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich aufgrund der erstmaligen Anwendung der "Richttafeln 2018 G" und der verminderten Rechnungszinssätze für die Abzinsung (10-Jahresdurchschnitt) um Mio. Euro 0,7.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um Mio. Euro 2,2. Dies ist zum größten Teil auf die Erhöhung der Rückstellung für Kundenboni von Mio. Euro 1,1, die Erhöhung der Rückstellung für Emissionsrechte um Mio. Euro 0,8, die Erhöhung der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von Mio. Euro 0,4 und die Erhöhung der Rückstellung für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von Mio. Euro 0,4 zurückzuführen. Gegenläufig verminderten sich die Rückstellungen für Restrukturierung und Abfindungen um Mio. Euro 1,0.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. Euro 2,3, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen unwesentlich um Mio. Euro 0,1 verminderten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. Euro 3,4.

Insgesamt entwickelte sich die Pfleiderer Deutschland GmbH erfreulich. Die Vermögens- und Finanzlage bleibt daher unverändert positiv.

Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres (Zugänge bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten) beliefen sich auf Mio. Euro 37,3. Die wesentlichen Zugänge betrafen das Investment Werksentwicklung Leutkirch mit Mio. Euro 10,5, die Holzrecyclinganlage Neumarkt mit Mio. Euro 3,6 und die Lackieranlage Leutkirch mit Mio. Euro 2,3. Im Geschäftsjahr 2019 werden in Arnsberg (neues Bürogebäude), Gütersloh (neue Kurztaktpresse) und in Leutkirch (Werksentwicklung) weitere Investitionen in größerem Umfang erfolgen. Über die üblichen Erhaltungs- und Modernisierungsvorhaben hinaus sind für die nähere Zukunft sonst keine Investitionen geplant, die nicht aus den laufenden Cashflows finanziert werden könnten.

Mitarbeiter in Führungspositionen

Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verlangt bis 30. September 2015 eine Festlegung bestimmter Zielgrößen der bis zum 30. Juni 2017 zu erreichenden Frauenquote. Diese Zielgröße stellt bei Pfleiderer einen nicht finanziellen Leistungsindikator dar. Aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen der Konzernstrukturen durch das Projekt "ONE PFLEIDERER" beschäftigen sich die verantwortlichen Gremien aber erst seit 2017 mit diesem Thema. So soll bei anstehenden Mitarbeiterwechseln verstärkt nach weiblichen Führungskräften gesucht werden, um mittel- bis langfristig auf allen Ebenen höhere Quoten zu erreichen. Der Aufsichtsrat der Pfleiderer Deutschland GmbH hat die zu erreichende Zielquote der Frauen im Aufsichtsrat der Pfleiderer Deutschland GmbH auf drei von zwölf Mitgliedern festgelegt. Auch für die Geschäftsführung soll bei einer Neubestellung bzw. Neueinstellung versucht werden, Frauen ausdrücklich mit einzubeziehen.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Das Prinzip der Nachhaltigkeit zieht sich in der Pfleiderer-Gruppe, und damit auch bei der Pfleiderer Deutschland GmbH, durch die gesamte Wertschöpfungskette und stellt für uns einen nicht finanziellen Leistungsindikator dar. Bei sämtlichen Aktivitäten des Unternehmens wird auf allen Ebenen - ökonomisch, ökologisch und sozial - auf deren unbedingte Nachhaltigkeit geachtet und die Produkte im Rahmen eines zertifizierten Umweltmanagementsystems gefertigt. Dies betrifft die Organisation, die Fertigung und letztlich die Produkte. Konkret äußert sich dies anhand folgender Ziele:

Organisation:

Stetige Verbesserung und Transparenz der Prozesse durch Managementsysteme.

Fertigung:

Produktion unter Beachtung unbedingter Ökologie, wie zum Beispiel bei der formaldehydfrei verleimten Platte LivingBoard, und laufende Verbesserung der Produktionsprozesse, um den Energie- und Rohstoffeinsatz bei gleichbleibender Qualität der Produkte weiter zu reduzieren sowie Energieplanung im Rahmen eines Energiemanagements.

Produkte:

Konzentration bereits während der Forschungs- und Entwicklungsarbeit für neue Produkte und Herstellungsverfahren auf deren Umweltverträglichkeit, zum Beispiel leichte Holzwerkstoffe.

Nachhaltige Forstwirtschaft

Die Pfleiderer Deutschland GmbH verkauft als zentrale Vertriebsgesellschaft die Erzeugnisse ihrer Tochtergesellschaften. Für die Herstellung dieser Produkte wird der Rohstoff Holz benötigt. Um unserer Verantwortung gegenüber dieser natürlichen und nachwachsenden Ressource gerecht zu werden, setzen wir konsequent auf das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft.

Wir unterstützen, dass nur so viel Holz geerntet wird wie zuwächst, Wälder fachgerecht betreut sowie genutzt und damit gesund erhalten werden, die vielen Funktionen der Wälder gestärkt werden (biologische Vielfalt, Verbesserung der Landschaft, Freizeitgestaltung, etc.) und durch den günstigsten Zeitpunkt des Fällens ein Maximum an Kohlendioxid in den Bäumen gespeichert und somit dauerhaft aus der Atmosphäre gezogen wird. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für uns auch, dass folgende Hölzer nicht beschafft werden:

Holz aus illegalem Einschlag

Holz aus Gebieten, in denen gegen traditionelle und bürgerliche Grundrechte verstoßen wird

Holz aus Wäldern, deren besondere Schutzwerte durch die Waldwirtschaft gefährdet sind

Holz aus der Umwandlung von Naturwäldern in Plantagen oder nichtforstliche Nutzungen

Holz aus Wäldern, die mit gentechnisch veränderten Baumarten bepflanzt sind

Holz aus Gebieten, in denen gegen eines der ILO-Grundprinzipien verstoßen wird, wie sie in der ILO-Erklärung über die grundlegenden Rechte der Arbeit aus dem Jahr 1998 definiert sind.

Anerkannte Umweltnormen und Zertifizierungen

Definierte Prozesse in den Bereichen Umwelt und Qualität sorgen für Transparenz und Klarheit. Nur so können wir mit der größtmöglichen Sorgfalt und Verantwortung arbeiten. Die bereits erreichten Zertifizierungen der Werke unserer produzierenden Tochtergesellschaften unterstützen uns dabei, uns ständig zu verbessern. Folgende Zertifizierungen haben wir für unsere Werke erhalten:

ISO 9001 ISO 14001 ISO 50001 FSC ® PEFC™ EfbV
Arnsberg X X X X X  
Baruth X X X X X X
Gütersloh II X X X X X X
Gütersloh III X X X X X  
Leutkirch X X X X X  
Neumarkt II X X X X X  
Neumarkt III X X X X X X

Die Zertifizierungen sind auch auf den Pfleiderer-Internetseiten unter folgendem Link zu finden: https://www.pfleiderer.com/Unternehmen/Zertifizierung

Gesundheitsmanagement und Arbeitssicherheit

Die Pfleiderer-Gruppe legt großen Wert auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Die weitreichenden Angebote sollen dabei das Bewusstsein für Vorsorge und Erhaltung der Gesundheit bei allen Mitarbeitern schaffen. Dafür werden in regelmäßigen Abständen Gesundheitstage und verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel "Mit dem Rad zur Arbeit", angeboten und über interne Medien Beiträge zu sicherheits- und gesundheitsrelevanten Themen veröffentlicht. Externe Aktionen, wie zum Beispiel die Beteiligung an einem Suchtpräventionsprogramm, runden das Angebot ab.

Der Arbeitsschutz hat einen hohen Stellenwert in der Unternehmenskultur. Das Ziel ist, alle Arbeitsunfälle zu vermeiden und damit die NULL UNFALL-Vision des ONE SAFETY-Programms zu erreichen. Dazu wird eine konstruktive Sicherheitsarbeit, die alle Mitarbeiter mit einbezieht und die vor allem durch Prävention das Eintreten von kritischen Situationen verhindert, geleistet. Dennoch auftretende Arbeitsunfälle werden eingehend analysiert und Verbesserungsmaßnahmen zur Ursachenbehebung eingeleitet. Die Vermeidung von Unfällen ist daher in der Pfleiderer-Gruppe auch ein sehr wichtiger nicht finanzieller Leistungsindikator und wird unter dem Aspekt des Gesundheitsmanagements in allen Bereichen aktiv gestaltet und durch die Festlegung von Zielgrößen konsequent verfolgt. In 2018 wurde das neu eingeführte Beinahe-Unfall-Meldesystem weiter verbessert und vertieft. Damit wird der präventive Ansatz im Arbeitsschutz gestärkt und Maßnahmen werden bereits durchgeführt, bevor sich der Unfall ereignet. Dadurch ist es uns gelungen, in der ganzen Gruppe eine weitere wesentliche Reduzierung von Arbeitsunfällen zu erreichen (-35% gegenüber 2017 und -63% gegenüber 2016). In dem "Monthly Report Health and Safety" werden dem Management monatlich die entsprechenden Kennzahlen berichtet. In den westeuropäischen Gesellschaften gingen auch im Geschäftsjahr 2018 die absoluten Unfallzahlen weiter zurück, von 65 im Vorjahr auf 39, während in der Pfleiderer Deutschland GmbH die Unfälle von 0 auf 5 anstiegen. Um den nachhaltigen Ansatz im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu unterstützen, wurde für alle deutschen Standorte die Zertifizierung nach der internationalen Norm OHSAS 18001 (mit geplanter Überführung in den neuen Standard ISO 45001) durchgeführt. Damit sind mit den bereits zertifizierten polnischen Werken alle Standorte der Gruppe im Managementsystem integriert.

Chancen- und Prognosebericht, Risikobericht

Chancen- und Prognosebericht

Die Pfleiderer-Gruppe hat im September 2017 die top-down "Diamond Strategy" zur langfristigen Unternehmensausrichtung bekannt gegeben, die die wesentlichen Eckpunkte zur kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswertes im Sinne des Shareholder Value vorstellt. Der Strategieplan wurde inzwischen detailliert ausgearbeitet und signifikante neue Geschäftschancen in allen Werken und Vertriebskanälen identifiziert. Um das volle Potenzial der Strategie zu nutzen, wurde auch ein neues Implementierungsprogramm aufgesetzt, das Schritt für Schritt im Gesamtunternehmen umgesetzt wird. Im Bereich Operations ist in 2018 das Projekt "Empowering Plants" angelaufen. Das Programm verfolgt das Ziel, die wirtschaftlichen Ergebnisse der einzelnen Werke zu optimieren und damit das Gesamtergebnis für die Pfleiderer-Gruppe zu steigern. Wie geplant, wurde "Empowering Plants" zum 1. April 2018 umgesetzt und die entsprechende Organisation eingeführt.

Im Bereich Vertrieb und Marketing wurde das Projekt "Intelligente Marktsegmentierung" ins Leben gerufen, das sich stärker auf höher profitable Markt- und Produktsegmente konzentrieren wird. Daneben wurde eine smarte Preispolitik eingeführt, um sich den Trends anzupassen und den Deckungsbeitrag effizient zu steuern.

Aufgrund der erwarteten generellen gesamtwirtschaftlichen und der branchenspezifischen zukünftigen Entwicklung sowie der geplanten Effekte aus der "Diamond Strategy", dem Projekt "Intelligente Marktsegmentierung" sowie den daraus resultierenden Commercial-Excellence-Projekten und der Einführung einer smarten Preispolitik geht die Pfleiderer-Gruppe für 2019 und 2020 von steigenden Umsätzen im einstelligen Prozentbereich aus. Für das EBITDA "reported" und das EBITDA "sustainable" werden jeweils höhere Steigerungen erwartet.

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen, einer geplanten Volumensteigerung (vor allem bei den veredelten Produkten), einer weiterhin geplanten Vollauslastung bei den Rohspanplatten, mitteldichten und hochdichten Faserplatten und einer nach der Anlaufphase in 2018 höheren Produktivität der neuen Lackieranlage in Leutkirch plant die Pfleiderer Deutschland GmbH für 2019 mit einem Umsatzwachstum, das auf Grundlage des IFRS-Konzernreportings der Pfleiderer-Gruppe geplant wurde, im einstelligen Prozentbereich. Für das EBITDA "reported" und das EBITDA "sustainable" werden jeweils höhere Steigerungen erwartet. Für 2020 wird mit weiteren Umsatzsteigerungen im einstelligen Prozentbereich sowie ebenfalls entsprechend steigenden EBITDA "reported" und EBITDA "sutainable" gerechnet.

Der Eintritt der genannten Prognosen hängt nicht unwesentlich von der erfolgreichen Umsetzung der laufenden Projekte und Maßnahmen sowie dem Eintritt der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Annahmen ab. Sie unterliegen damit Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb einer möglichen Kontrolle und/oder des Einflussbereichs der Pfleiderer Deutschland GmbH liegen und daher nicht präzise von der Pfleiderer Deutschland GmbH eingeschätzt werden können. Diese Risiken und Unsicherheiten können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung erheblich von den Einschätzungen abweicht.

Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Risiken verbunden, die Einfluss auf das Unternehmensergebnis und die weitere Entwicklung des Unternehmens haben können. Aus diesem Grund ist ein wirksames Management von Risiken ein wichtiger Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Zu den fundamentalen Managementaufgaben zählt, in Übereinstimmung mit den geltenden Anforderungen der Corporate Governance und den Prinzipien des "Best Practice" ein wirksames internes Kontrollsystem (IKS), Risikomanagementsystem (RMS) und Compliance-Management-System (CMS) zu etablieren und zu betreiben.

Compliance ist ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur bei Pfleiderer und konzernweit etabliert. Die stetigen Fortentwicklungen des internen Compliance-Management-Systems, gepaart mit einem modernen Hinweisgebersystem, sowohl webbasierten als auch physischen, angemessenen Schulungen und Kontrollen, sorgen für ein rechtskonformes Auftreten und Verhalten der Mitarbeiter, Führungskräfte und des Managements in allen geschäftlichen Belangen und Bereichen.

Das Risikomanagementsystem ist ein wichtiger und systematisierter Bestandteil der Unternehmensstrategie und in der Pfleiderer-Gruppe durch einheitliche Richtlinien und Standards zentral organisiert. Die Risiken (und Chancen) werden daher auch in einem gemeinsamen Risikomanagementreport für die Pfleiderer-Gruppe berichtet. Für alle identifizierten Risiken werden Gegenmaßnahmen definiert, aktiv gesteuert und regelmäßig überprüft. Darüber hinaus erfolgt bei plötzlicher Veränderung der Risikosituation eine Sonderberichterstattung. Über die eigenen Maßnahmen zur Risikominimierung hinaus trifft die Pfleiderer-Gruppe stets auch die notwendige Vorsorge, um vorhersehbare substanzielle Risiken im Rahmen eines marktüblichen Versicherungsschutzes mit Selbstbehalten abzudecken. Die Instrumente, Prozesse und Vorsorgemaßnahmen werden laufend weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Die Pfleiderer Deutschland GmbH ist in dieses einheitliche Kontroll- und Risikomanagementsystem integriert.

Bei einigen Themen, die Spezialkenntnisse erfordern, zum Beispiel zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen, bedient sich die Gesellschaft der Unterstützung externer Dienstleister. Die zur Erstellung des Jahresabschlusses durchzuführenden Schritte werden auf allen Ebenen manuellen wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen. Grundsätzlich gilt das »Vier-Augen-Prinzip«. Kontrollmechanismen sind zum Beispiel Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten. In den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen sind Zugriffsberechtigungen definiert, um zu gewährleisten, dass rechnungslegungsbezogene Daten vor nicht genehmigtem Zugriff, Verwendung und Veränderung geschützt sind.

Risiken

Zu den zentralen Risiken gehören nach dem Verständnis des Managements jene Sachverhalte, bei deren Eintritt ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. Als über die üblichen Marktrisiken hinausgehende Risiken haben wir für die Pfleiderer Deutschland GmbH im Risikomanagementreport im Wesentlichen folgende Sachverhalte identifiziert und nach ihrer Rangordnung aufgeführt, wobei wir mit dem bedeutendsten Risiko beginnen:

Es könnten aus vergangenen Rechtsverstößen Schadenersatzansprüche gegen die Pfleiderer Deutschland GmbH geltend gemacht werden, deren Summe über die mit der normalen Geschäftstätigkeit verbundene Schadenersatzzahlungen weit hinausgeht und die damit erheblich sein könnten. Auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Informationen kann keine Quantifizierung dieser Risiken vorgenommen werden. Gegen solche Schadenersatzansprüche verfolgt die zentrale Rechtsabteilung der Pfleiderer Deutschland GmbH die rechtliche Verteidigung und gerichtliche Auseinandersetzung und stützt diese auch auf Gegengutachten. Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehen keine Risiken, die nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Pfleiderer Deutschland GmbH haben könnten. Soweit sich quantifizierbare Risiken ergeben haben, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Die Pfleiderer Deutschland GmbH ist sowohl als zentrale Vertriebsgesellschaft für die Produkte der produzierenden Tochtergesellschaften als auch als zentrale Einkaufsgesellschaft für Frischholz tätig. In ihrer Rolle als zentrale Vertriebsgesellschaft verkauft die Pfleiderer Deutschland GmbH die Produkte ihrer Töchter auch an Kunden, die eine FSC Zertifizierung ihrer Lieferanten benötigen. Es besteht, zum Beispiel aufgrund des Mangels an personellen Ressourcen für die Kontrolle der Anforderungen seitens des FSC beim Einkauf des Rohstoffes Frischholz, die Gefahr des Verlustes der FSC-Zertifikate. Die Möglichkeit wird als vorstellbar eingestuft. Dem daraus entstehenden Risiko des Umsatzverlustes mit den Kunden, die eine FSC Zertifizierung ihrer Lieferanten benötigen, wird durch die Vermeidung risikobehafteter Beschaffungsmöglichkeiten und die Verstärkung der Ressourcen zur Durchführung von Lieferantenaudits begegnet.

Aufgrund des Inkrafttretens des überarbeiteten Erneuerbare Energien Gesetzes 2014 (EEG 2014) zum 1. August 2014 und der seitdem immer wieder eingeflossenen Neuregelungen für die Inanspruchnahme der EEG-Härtefallentlastung vom zuständigen Bundesamt für Ausfuhrkontrolle, sind die Voraussetzungen und Kriterien für die teilweise Befreiung von der EEG-Umlage deutlich verschärft worden. Es besteht das Risiko, dass die betreffenden Tochtergesellschaften der Pfleiderer Deutschland GmbH die Bedingungen für die Inanspruchnahme der teilweisen Befreiung von der EEG-Umlage zukünftig nicht mehr erfüllen werden. Die Wahrscheinlichkeit für den zukünftigen Entfall der EEG-Härtefallentlastung wird als vorstellbar eingestuft, der Schaden könnte bedeutend sein. Durch die bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit den betroffenen Tochtergesellschaften ist auch die Pfleiderer Deutschland GmbH davon betroffen. Dem Risiko wird durch die über die zentrale Rechtsabteilung gesteuerte Einholung externer Expertise und interne Maßnahmen zur Sicherstellung der Erfüllung der verschärften Bedingungen begegnet.

Am 25. Mai 2018 trat die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Diese beinhaltet auch strengere Pflichten für Unternehmen und potenzielle höhere Bußgelder. Im Falle einer behördlichen Prüfung besteht die Möglichkeit, dass bei einer mangelnden Umsetzung der aus der DSGVO resultierenden Pflichten oder einer Verletzung der Richtlinien von personenbezogenen Daten Bußgelder gegen die Pfleiderer Deutschland GmbH ausgesprochen werden. Auch dritte Parteien könnten dann in diesem Fall Schadenersatzansprüche gegen die Pfleiderer Deutschland GmbH geltend machen. Das Risiko wird als eher unwahrscheinlich eingeschätzt. Zur Erfüllung der Obliegenheiten aus der DSGVO werden interne und externe Ressourcen eingesetzt.

Bedingt durch Ressourcenmangel, eine abweichende Marktentwicklung oder technische Probleme besteht die Gefahr, dass Maßnahmen aus dem Projektmanagement möglicherweise nicht vollständig bzw. zeitgerecht umgesetzt werden und es daher zu Abweichungen zu den geplanten Effekten in den Bereichen Umsatzwachstum und Geschäftsentwicklung kommt. Dieses Risiko wird als hoch angesehen. Zur Überwachung des Risikos erfolgt ein regelmäßiges Managementreporting mit einer fixen Meetingstruktur. Auf negative Abweichungen in der Umsetzung der Maßnahmen wird kurzfristig reagiert.

Aufgrund der in der Vergangenheit bzw. auch aktuell nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Ressourcen für Innovationsprojekte besteht die Gefahr, dass das Engagement in Innovationsprojekte und die Förderung einer Innovationskultur nicht in einem angemessenen Rahmen erfolgt. Die Marktpositionierung der Pfleiderer Deutschland GmbH könnte dadurch leiden. Dem Risiko wird durch die Förderung der Innovationskultur seitens des Vorstands und des Produktmanagements begegnet. Darüber hinaus wird verstärkt in Innovationsprojekte und entsprechende Ressourcen investiert.

Im Juli 2017 stellte die ALNO AG, ein Kunde der Pfleiderer Deutschland GmbH, einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Aus einer Begutachtung, die auf Veranlassung des Gläubigerausschusses in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der ALNO AG erfolgte, geht hervor, dass die ALNO AG wohl bereits vor Insolvenzantragstellung zahlungsunfähig war. Auf Grundlage dieser Begutachtung fordert der eingesetzte Insolvenzverwalter der ALNO AG Zahlungen, die nach Ansicht des Insolvenzverwalters der Insolvenzanfechtung unterliegen, in Höhe von Mio. Euro 19,4 (§ 130 und § 133 InsO) zurück. Dem Risiko wird sowohl durch den Einsatz von internen Ressourcen der zentralen Rechtsabteilung als auch durch die Beauftragung einer externen Anwaltskanzlei begegnet. Das Risiko wird als vorstellbar eingeschätzt.

Der drohende Brexit mit dem befürchteten Währungsrisiko durch weiter fallende Kurse könnte den Geschäftsverkehr mit britischen Kunden gefährden. Ein größeres Risiko stellt allerdings ein "No-Deal-Brexit" dar, der zumindest in der Übergangsphase vor und nach dem Austritt per Ende März 2019 zu massiven Liefer- und Leistungsverzögerungen führen könnte. Solche Aspekte, wie Zolltarife, Einfuhrgenehmigungen und geltende Transportgenehmigungen, sind noch völlig ungeklärt. Es gibt wenig Zweifel daran, dass diese Umstände zu einer weiteren Abwertung des britischen Pfundes führen könnten. Die Risiken in Verbindung mit dem Brexit werden daher als signifikant eingeschätzt. Es erfolgen regelmäßige Abstimmungen zwischen den verschiedenen Abteilungen zur Diskussion der zentralen Fragen des Brexit und zur Festlegung der Verantwortlichkeiten.

Direkte Wettbewerber der Pfleiderer-Gruppe nehmen in 2019 neue Produktionsstandorte bzw. Fertigungsanlagen im In- und Ausland in Betrieb. Durch diese zusätzlichen Kapazitäten entsteht ein erhöhter Wettbewerbsdruck, der zum Verlust von Kunden bei der Pfleiderer Deutschland GmbH führen könnte. Die Pfleiderer Deutschland GmbH begegnet diesem Risiko in Zusammenarbeit mit den Zuliefergesellschaften durch den Ausbau der Wettbewerbsvorteile im Hinblick auf Qualität und Service sowie der Produktverfügbarkeit. Weitere Maßnahmen sind die Optimierung der Produktion, die Senkung der Produktionskosten und die Suche nach günstigeren Lieferanten für Rohstoffe. Das Risiko wird als vorstellbar eingeschätzt.

Finanzinstrumente

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft baut auf einen solventen Kundenstamm und sichert darüber hinaus die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, soweit möglich, über eine Kreditversicherung ab. Das Unternehmen verfügt zudem über ein entsprechendes Debitorenmanagement. Die Gesellschaft informiert sich auch vor der Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität der Kunden.

Die Verbindlichkeiten werden im Rahmen der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Kurzfristig finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Lieferantenkredite und durch den Forderungsverkauf im Rahmen einer ABCP-Transaktion (ABCP = Asset Backed Commercial Paper). Bei Bedarf können auch Ziehungen unter der Revolving Credit Facility getätigt werden. Die Revolving Credit Facility ist Bestandteil der am 31. Juli 2018 geänderten Finanzierungsverträge bezüglich der Mio. Euro 450 Senior Secured Kreditfazilität vom 13. April 2017.

Die Gesellschaft ist in die langfristige Finanzierung der Konzernmutter Pfleiderer Group S.A. einbezogen.

Die Gesellschaft ist in die Liquiditätsplanung der Pfleiderer-Gruppe einbezogen, für die laufend ein entsprechender Liquiditätsplan erstellt wird, der einen umfassenden Überblick über die Geldflüsse vermittelt.

Bei der Energiebeschaffung setzt die Gesellschaft auf eine frühzeitige Absicherungsstrategie und sichert sich, soweit sinnvoll, frühzeitig längerfristige Positionen für den zukünftigen Strom- und Gasbezug. Beim Einkauf wesentlicher Rohstoffe werden bei Bedarf perspektivisch entsprechende Mengen zu festen Bezugspreisen mit den entsprechenden Lieferanten vertraglich vereinbart.

 

Neumarkt i.d.OPf., den 13. März 2019

Michael Albert

Jörg Arends

Stefan Zinn

Bilanz zum 31. Dezember 2018

der Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.OPf.

Aktiva

EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.176.679,00   3.373.348,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.466.388,00   1.725.273,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.368.175,45   146.010,06
    6.011.242,45 5.244.631,06
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.748.810,28   40.945.910,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 125.664.776,96   99.375.580,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.093.054,50   3.519.362,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.610.218,88   41.654.168,32
    197.116.860,62 185.495.022,25
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   93.581.544,47 93.581.544,47
    296.709.647,54 284.321.197,78
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Fertige Erzeugnisse und Waren   894.390,96 667.781,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.087.729,06   40.263.441,05
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 41.087.729,06 (Vj. EUR 40.263.441,05)      
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.160.121,46   13.665.020,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 27.160.121,46 (Vj. EUR 13.665.020,01)      
davon gegen Gesellschafter: EUR 1.391.771,85 (Vj. EUR 1.391.771,85)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.904.663,40   6.003.141,10
    77.152.513,92 59.931.602,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   14.187.670,11 47.368.497,66
    92.234.574,99 107.967.881,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten   787.562,38 439.396,46
    389.731.784,91 392.728.475,24

Passiva

     
EUR EUR Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00   25.000,00
II. Kapitalrücklage 20.079.530,61   20.079.530,61
    20.104.530,61 20.104.530,61
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 25.123.389,00   24.424.263,00
2. Steuerrückstellungen 305.204,72   1.690.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 24.635.391,85   22.385.963,56
    50.063.985,57 48.500.226,56
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 152.031,35   27.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 152.031,35 (Vj. EUR 27.000,00)      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.367.363,39   15.657.756,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 13.367.363,39 (Vj. EUR 15.657.756,95)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 258.554.936,87   258.670.490,28
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 258.554.936,87 (Vj. EUR 258.670.490,28)      
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 221.899.843,78 (Vj. EUR 214.720.228,30)      
4. Sonstige Verbindlichkeiten 46.172.185,06   49.616.326,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 46.172.185,06 (Vj. EUR 49.616.326,63)      
davon aus Steuern: EUR 460.848,06 (Vj. EUR 517.380,12)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 21.854,99 (Vj. EUR 28.303,93)      
    318.246.516,67 323.971.573,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten   1.316.752,06 152.144,21
    389.731.784,91 392.728.475,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

der Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.OPf.

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse   904.576.985,14 858.808.496,82
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   348.988,68 38.750,67
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   390.678,35 254.786,18
4. Sonstige betriebliche Erträge   3.898.764,88 6.602.284,90
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 44.756,45 (Vj. EUR 147.293,74)      
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -726.833.703,20   -680.540.626,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -297.386,74   -392.509,39
    -727.131.089,94  
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -29.695.242,46   -29.171.043,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.536.044,12   -4.894.068,30
davon für Altersversorgung: EUR -527.499,51 (Vj. EUR -13.840,19)      
    -35.231.286,58  
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -24.911.312,34 -21.708.018,46
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -95.424.387,71 -95.693.393,49
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR -182.977,69 (Vj. EUR -147.293,74)      
9. Erträge aus Beteiligungen   1.645.938,22 344.738,43
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.645.938,22 (Vj. EUR 344.738,43)      
10. Erträge aus Ergebnisabführung   31.666.592,96 27.540.989,44
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   445.581,85 457.106,37
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 444.610,68 (Vj. EUR 479.518,22)      
davon Erträge aus Auf- bzw. Abzinsung: EUR 0,00 (Vj. EUR -23.666,24)      
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme   -1.396.884,55 -499.986,82
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -13.490.290,72 -18.617.269,73
davon an verbundene Unternehmen: EUR -9.546.294,45 (Vj. EUR -14.881.882,27)      
davon Aufwendungen aus Auf- bzw. Abzinsung: EUR -1.970.020,00 (Vj. EUR -1.704.299,00)      
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -90.292,47 -1.226.742,05
15. Ergebnis nach Steuern   45.297.985,77 41.303.494,23
16. Sonstige Steuern   -431.814,02 -3.126,06
17. Jahresergebnis vor Ergebnisabführung   44.866.171,75 41.300.368,17
18. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn   -44.866.171,75 -41.300.368,17
19. Jahresergebnis   0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (1 bis 8 Jahre) um planmäßige Abschreibungen mit der linearen Methode vermindert.

Noch nicht vollends abgeschriebene Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung ist durch betriebsinterne Erfahrungswerte aus der Vergangenheit begründet. Anhaltspunkte für eine Wertminderung oder Verkürzung der Nutzungsdauern haben sich nicht ergeben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen zwischen 1 bis 55 Jahren.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten auf Basis von Einzelwerten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit oder Überalterung ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die zum Stichtag im Rahmen einer Asset Backed Commercial Paper (ABCP) Transaktion verkauften Forderungen sind aufgrund der aktuellen vertraglichen Gestaltung weiterhin zu bilanzieren.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der pauschale Zinssatz gem. RückAbzinsV (Zehn-Jahresdurchschnitt) von 3,22 % bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,80 % berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgten unter Beachtung der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013 zur Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss. Für die Abzinsung wurde der pauschale Zinssatz gem. RückAbzinsV (Sieben-Jahresdurchschnitt) von 2,34 % bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Rückstellungsbildung berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Bundesbank veröffentlichten laufzeitkongruenten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Sitz Wahrung % Eigenkapital zum 31.12 2017 Jahresergebnis 2017
Pfleiderer Arnsberg GmbH Neumarkt EUR 100,00 25.000,00 0,00 1)
Heller Holz GmbH Neumarkt EUR 100,00 512.028,43 -323.865,10
JURA-Spedition GmbH Neumarkt EUR 100,00 18.797.303,22 0,00 1)
Pfleiderer Benelux B.V. Deventer (NL) EUR 100,00 1.185.291,00 429.421,00
Pfleiderer Baruth GmbH Neumarkt EUR 100,00 31.811.183,60 0,00 1)
Pfleiderer France S.A.S. Reims (FR) EUR 100,00 757.722,00 377.220,00
Pfleiderer Gütersloh GmbH Neumarkt EUR 100,00 25.000,00 0,00 1)
Pfleiderer UK Ltd. Macclesfield (GB) GBP 100,00 919.219,00 457.645,00
Pfleiderer Leutkirch GmbH Neumarkt EUR 100,00 80.295,54 0,00 1)
Pfleiderer Suisse AG Rapperswil (CH) CHF 100,00 654.579,01 81.189,30
Pfleiderer Neumarkt GmbH Neumarkt EUR 100,00 50.000,00 0,00 1)
Pfleiderer Erwerbergesellschaft mbH Neumarkt EUR 100,00 25.000,00 0,00 1)
Pfleiderer Austria GmbH Wien (AT) EUR 100,00 76.931,13 41.931,13 2)
Pfleiderer Southeast Europe SRL Bucarest (RO) RON 100,00 44.719,35 -280,65 3)

1) Ergebnisabführungsvertrag vorhanden
2) Gründung zum 16.03.2017 mit einem Stammkapital von EUR 35.000
3) Gründung zum 14.07.2017 mit einem Stammkapital von RON 45.000

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 4.059 (VJ TEUR 3.852) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 1.715 (VJ TEUR 1.715) Forderungen gegen den Gesellschafter aus dem Insolvenzplan (entsprechend der Maximalquote) der in 2012 abgeschlossenen Insolvenz. Hiervon sind TEUR 324 (VJ TEUR 324) wertberichtigt aufgrund der zu erwartenden Insolvenzquote.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerforderungen und andere Steuerguthaben in Höhe von TEUR 2.530 (VJ TEUR 2.111).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bilanziert. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 2.376 (VJ TEUR 2.208).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, ausstehende Lieferantenrechnungen, Tantiemen-Zahlungen, Altersteilzeitvereinbarungen, abzugebende Emissionszertifikate, Skonto, Nachzahlungen, Rechts- und Beratungskosten, Abfindungen, Sozialplanverpflichtungen, Erlösminderungen, Arbeitszeitflexibilisierungen, Versicherungsprämien und ausstehende Urlaubsgelder gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 4.982 (VJ TEUR 5.336) Liefer- und Leistungsschulden. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter handelt es sich in voller Höhe um sonstige Verbindlichkeiten.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für eine am 13. April 2017 von der Konzernmutter, der Pfleiderer Group S.A., und der PCF GmbH unterzeichneten Senior Secured Kreditfazilität. Am 31. Juli 2018 wurde diese geändert und erweitert und setzt sich nun zusammen aus einem TEUR 445.000 Term Loan B (Covenant-lite, Laufzeit bis 1. August 2024, Marge 500 bps mit Euribor-floor bei 0 bps) sowie einer Revolving Credit Facility über TEUR 100.000 (Laufzeit bis 1. August 2022, Marge 325 bps, Euribor-floor bei 0 bps). Diese Revolving Credit Facility steht mit TEUR 50.000 (Revolving Facility 1) sowie mit TPLN 211.480 (Revolving Facility 2) der Gesellschaft sowie weiteren wesentlichen Gesellschaften der Pfleiderer-Gruppe zur Verfügung. Die Gesellschaft haftet gleichwohl für den Gesamtbetrag des RCF gesamtschuldnerisch.

Die Finanzierungsverträge der Pfleiderer-Gruppe basieren auf marktüblichen Standards. Unter anderem sehen diese die Einhaltung marktüblicher Finanzkennzahlen - sogenannter "Financial Covenants" - vor. Auf Basis des Jahresabschlusses per 31. Dezember 2018 sowie der vom Aufsichtsrat der Pfleiderer Group S.A., Wroclaw/Polen, genehmigten Budgetplanung 2019 ist die Einhaltung der Ratios gegeben. Somit schätzt die Gesellschaft das Risiko einer Inanspruchnahme als unwahrscheinlich ein.

Die Gesellschaft ist zusammen mit weiteren verbundenen Unternehmen Vertragspartner einer Asset Backed Commercial Paper (ABCP) Transaktion ohne Regressanspruch und haftet hierfür gesamtschuldnerisch. Die Gesellschaften verkaufen wesentliche Teile ihrer kreditversicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Wood Finance Inc., Grand Cayman/Cayman Islands, im Rahmen des Forderungskaufvertrages bis zu einer Höhe von TEUR 70.000 (Transaktionslimit). Zum Stichtag waren Forderungen im Nettovolumen von TEUR 46.384 verkauft (davon TEUR 46.131 bei der Gesellschaft).

Die Gesellschaft haftet im Rahmen des oben beschriebenen RCF gesamtschuldnerisch auch für die unter dieser Fazilität begebenen Avale (Bürgschaften und Importakkreditive). Zum Stichtag 31. Dezember 2018 beliefen sich diese für die deutschen Gesellschaften der Pfleiderer-Gruppe auf TEUR 7.452 und für die polnischen Gesellschaften der Pfleiderer-Gruppe auf TEUR 2.254.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften sowie aus der ABCP-Transaktion wird aufgrund der bestehenden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der betreffenden verbundenen Unternehmen als gering eingeschätzt.

Außerbilanzielle Geschäfte

Leasinggeschäfte Zweck Erwerb von Nutzungsrechten für Fahrzeuge und Drucker über eine bestimmte Laufzeit
  Risiken Keine
  Vorteile Keine Kapitalbindung, kurze Vertragslaufzeiten
Erbpachtvertrag Zweck Erbbaurecht auf Grundstücke
  Risiken keine
  Vorteile Keine Kapitalbindung

Die finanziellen Auswirkungen aus diesen Verträgen sind unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfasst.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 56.687 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 11.398
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen 12.730
Bestellobligo Sonstiges 1.313
Energie 27.688
Sonstiges 3.558

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2019 und 2050.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2018 2017
TEUR % TEUR %
- nach Produkten        
Holzwerkstoff-Produkte 724.418 80 693.502 81
Sonstige Produkte 872 0 1.279 0
Sonstige Umsätze 179.287 20 164.027 19
  904.577 100 858.808 100
- nach Regionen        
Inland 592.350 66 546.499 64
Übrige EU-Länder 264.011 29 270.218 32
Übriges Europa 37.665 4 34.767 4
Nordamerika 799 0 956 0
Australien/Ozeanien 2.670 0 2.451 0
Übrige Länder 7.082 1 3.917 0
  904.577 100 858.808 100

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 681 enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 259, Erträge aus Lieferausfällen in Höhe von TEUR 213 und Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 160.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 118 enthalten, die im Wesentlichen Aufwendungen aus Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 65 und Aufwendungen aus Stromsteuer in Höhe von TEUR 31 betreffen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 18 enthalten.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Aufgrund der Organisation der Pfleiderer-Gruppe ergibt sich aus dem Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer die Pflicht zur Bildung eines Aufsichtsrats. Dieser Aufsichtsrat ist in der Pfleiderer Deutschland GmbH gebildet. Die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats fand am 7. April 2016 statt. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dirk Hardow

Vorsitzender des Aufsichtsrats

COO der Pfleiderer Group S.A., Wroclaw/Polen

Thomas Schäbinger

CEO der Pfleiderer Group S.A., Wroclaw/Polen

Paul Dierkes

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der PCF GmbH, Neumarkt

Dr. Nico Reiner (seit 1. April 2018)

CFO der Pfleiderer Group S.A., Wroclaw/Polen

Richard Mayer (bis 31. März 2018)

CFO der Pfleiderer Group S.A., Wroclaw/Polen

Daniela Gotzmann (bis 28. Mai 2018)

Direktor HR Sales and Administration der Pfleiderer Group S.A., Wroclaw/Polen

Josef Pack (seit 25. September 2018)

Leiter Group Procurement der Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt

Andreas Maier

Leiter Finanzen der PCF GmbH, Neumarkt

Jochen Schapka

Leiter HR der PCF GmbH, Neumarkt

Christian Iwanowski

Gewerkschaftssekretär der IG Metall Bezirksleitung Nordrhein-Westfalen

Jürgen Schnarr

Schichtfertigungsleiter, stellv. Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der PCF GmbH, Neumarkt

Gregor Haupeltshofer

Vorsitzender des Betriebsrates der Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt, und der Pfleiderer Neumarkt GmbH, Neumarkt

Dr. Melanie Tuchbreiter

Rechtsanwältin, Leiterin Recht und Versicherungen der PCF GmbH, Neumarkt

Dr. Astrid Ziegler

Politische Sekretärin für Industrie- und Verkehrspolitik des Vorstands der IG Metall

Geschäftsführung

Jörg Arends

Arbeitsdirektor

Stefan Zinn

CCO der Pfleiderer Group S.A., Wroclaw/Polen

Michael Albert (seit 9. Oktober 2018) 1

Kaufm. Geschäftsführer

Leiter Controlling der Pfleiderer-Gruppe

Dirk Beyer (bis 31. Januar 2018)

Geschäftsführer Produktion und Technik

Nottelmann Tobias (seit 15. Februar 2018, bis 9. Oktober 2018) 1

Kaufm. Geschäftsführer

Leiter Controlling der Pfleiderer-Gruppe

Rainer Zumholte (bis 31. März 2018)

Vertriebs-Geschäftsführer Kernmärkte

1 Geschäftsführer ist/war nicht in der Gesellschaft angestellt und erhält keine Bezüge von der Gesellschaft

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 413.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 106.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge in Form von Rentenzahlungen im Geschäftsjahr TEUR 568.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 7.214.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Kaufmännische Mitarbeiter 392
Gewerbliche Mitarbeiter 22
  414

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Pfleiderer Group S.A. in Wroclaw/ Polen einbezogen, die einen befreienden Konzernabschluss nach IFRS für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Court and Economic Journal offengelegt.

Gewinnverwendung/Ergebnisabführungsvertrag

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 44.866 wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die PCF GmbH, Neumarkt i.d.OPf., abgeführt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 20
Andere Bestätigungsleistungen 4
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
  24

 

Neumarkt, den 13. März 2019

Michael Albert

Jörg Arends

Stefan Zinn

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
1.1.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.799.390,50 1.160.155,28 257.531,78 -176.191,68 25.040.885,88 20.426.042,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.479.320,85       8.479.320,85 6.754.047,85
3. Geleistete Anzahlungen 146.010,06 1.318.393,60 -96.228,21   1.368.175,45 0,00
  32.424.721,41 2.478.548,88 161.303,57 -176.191,68 34.888.382,18 27.180.090,35
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 127.543.430,31 858.220,16 5.642.748,07 -190.236,97 133.854.161,57 86.597.519,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 420.061.147,24 13.078.327,71 32.005.953,00 -9.349.116,14 455.796.311,81 320.685.566,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.610.756,46 1.132.161,33 33.602,82 -2.721.426,70 30.055.093,91 28.091.393,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.654.168,32 19.799.658,02 -37.843.607,46   23.610.218,88 0,00
  620.869.502,33 34.868.367,22 -161.303,57 -12.260.779,81 643.315.786,17 435.374.480,08
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 93.581.544,47 0,00 0,00 0,00 93.581.544,47 0,00
  746.875.768,21 37.346.916,10 0,00 -12.436.971,49 771.785.712,82 462.554.570,43
Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
31.12.2018
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.614.356,06 -176.191,68 21.864.206,88 3.176.679,00 3.373.348,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 258.885,00   7.012.932,85 1.466.388,00 1.725.273,00
3. Geleistete Anzahlungen     0,00 1.368.175,45 146.010,06
  1.873.241,06 -176.191,68 28.877.139,73 6.011.242,45 5.244.631,06
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.688.328,47 -180.497,02 89.105.351,29 44.748.810,28 40.945.910,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.769.710,66 -9.323.742,09 330.131.534,85 125.664.776,96 99.375.580,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.580.032,15 -2.709.386,70 26.962.039,41 3.093.054,50 3.519.362,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau     0,00 23.610.218,88 41.654.168,32
  23.038.071,28 -12.213.625,81 446.198.925,55 197.116.860,62 185.495.022,25
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 93.581.544,47 93.581.544,47
  24.911.312,34 -12.389.817,49 475.076.065,28 296.709.647,54 284.321.197,78

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.OPf.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.Opf., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt i.d.OPf., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Mitarbeiter in Führungspositionen" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 29. März 2019

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kiefer, Wirtschaftsprüfer

Martin Thiermann, Wirtschaftsprüfer

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