Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 140149
Eingetragen
6.12.2001
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Systemanalyse, Entwicklung, Erstellung und Vertrieb von Programmen für EDV-Anlagen, sowie Erstellung und Lieferung kompletter Datenverarbeitungssysteme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Brauckmann
seit 26.1.2026
Prokura
Michael Walter Rasch
seit 18.9.2025
Vorstandsmitglied
Heiko Scharding
seit 4.6.2025
Prokura
Andreas Höher
seit 25.2.2025
Prokura
Johannes Willkomm
seit 15.1.2025
Prokura
Rupert Dr. Lindermayr
seit 21.6.2024
Prokura
Helmut Lämmermeier
seit 23.1.2024
Prokura
Sebastian Mause
seit 10.11.2023
Prokura
Michael Öller
seit 24.10.2023
Prokura
Thomas Funk
seit 24.10.2023
Prokura
Christoph Pflügler
seit 22.3.2023
Prokura
Axel Kotulla
seit 19.1.2023
Prokura
Mark-Wilfred Schmidt
seit 19.1.2023
Prokura
Vorsitzender des Vorstands
Thomas Soens
seit 11.11.2022
Prokura
Yvonne Grau
seit 21.2.2022
Prokura
Leslie Haber
seit 4.1.2022
Prokura
Lothar Dr. Essig
seit 28.4.2021
Prokura
Frank Dr. Schlottmann
seit 28.1.2021
Vorstandsmitglied
Prokura
Carina Johanna Weber
seit 15.1.2020
Prokura
Ralf Grundmann
seit 23.10.2019
Prokura
Christine Otter
seit 7.3.2019
Prokura
Vorstandsmitglied
Oliver Schindel
seit 11.1.2018
Prokura
Prokura
Stephan Aigner
seit 10.12.2014
Prokura
Mario Moser
seit 10.12.2014
Prokura
Stephan Dr. Melzer
seit 10.12.2014
Prokura
Recardo Jackson
seit 25.1.2012
Prokura
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Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

msg systems AG

Ismaning

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.602.641,99 5.829.449,99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.719.234,00 127.473,00
3. geleistete Anzahlungen 5.977.672,90 3.916.067,90
12.299.548,89 9.872.990,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 279.334,56 289.965,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.266,00 18.238,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.961.754,98 8.878.303,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 151.097,09 328.037,54
8.408.452,63 9.514.544,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 274.302.167,40 224.489.644,70
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.684.228,34 60.691.089,33
3. Beteiligungen 29.615.397,28 25.532.467,56
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 25.010.099,74 25.010.099,74
5. sonstige Ausleihungen 2.290.892,73 823.274,09
337.902.785,49 336.546.575,42
358.610.787,01 355.934.110,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 39.531.793,38 27.138.333,42
2. erhaltene Anzahlungen -38.327.123,41 -26.644.434,93
3. fertige Erzeugnisse und Waren 22.940,83 202.798,40
1.227.610,80 696.696,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.120.849,23 78.642.013,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34.930.913,79 32.479.979,39
3. sonstige Vermögensgegenstände 26.141.476,47 19.372.579,38
126.193.239,49 130.494.571,84
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 2.945.122,83 0,00
2.945.122,83 0,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 45.231.759,56 42.111.831,43
175.597.732,68 173.303.100,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.221.063,33 5.528.899,56
D. Aktive latente Steuern 4.048.859,74 4.149.834,05
545.478.442,76 538.915.944,40

PASSIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 96.296,71 96.296,71
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 103.703,29 103.703,29
2. andere Gewinnrücklagen 181.716,20 181.716,20
IV. Bilanzgewinn 391.313.061,05 362.023.464,86
393.694.777,25 364.405.181,06
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.023.450,00 9.470.587,00
2. Steuerrückstellungen 3.499.875,62 3.852.755,01
3. sonstige Rückstellungen 63.835.970,16 67.948.288,58
77.359.295,78 81.271.630,59
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.869,21 52.100,04
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.840.786,84 32.634.224,11
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.415.499,48 20.597.036,76
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.449.725,25 25.483.408,74
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.691,94 0,00
6. sonstige Verbindlichkeiten 15.827.723,71 13.288.648,13
72.608.296,43 92.055.417,78
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.816.073,30 1.183.714,97
545.478.442,76 538.915.944,40

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 544.051.204,83 513.480.843,23
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 11.682.688,48 -2.357.440,83
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 665.300,00 308.451,39
4. Gesamtleistung 556.399.193,31 511.431.853,79
5. sonstige betriebliche Erträge 6.575.882,47 6.604.157,99
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 4.117.467,51 330.010,45
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 197.909.917,76 185.914.558,30
202.027.385,27 186.244.568,75
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 257.612.224,72 230.825.392,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 43.380.507,60 39.659.784,37
300.992.732,32 270.485.177,11
8. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.165.847,49 4.344.105,39
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 43.096.107,52 38.999.656,18
10. Betriebsergebnis/EBIT 12.693.003,18 17.962.504,35
11. Erträge aus Beteiligungen 47.408.649,30 33.473.581,25
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 360.708,97 666.262,46
13. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.549.580,40 468.391,35
14. Zuschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.012.332,10 15.219.471,30
15. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 7.471.000,00 4.039.563,57
16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 214.693,56 560.982,78
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.071.004,14 299.093,60
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.894.537,75 6.143.503,09
19. Ergebnis nach Steuern 49.373.038,50 56.747.067,67
20. sonstige Steuern 83.442,31 101.752,68
21. Jahresüberschuss 49.289.596,19 56.645.314,99
22. Gewinnvortrag 362.023.464,86 325.378.149,87
23. Gewinnausschüttung -20.000.000,00 -20.000.000,00
24. Bilanzgewinn 391.313.061,05 362.023.464,86

Anhang 2023

1 Allgemeine Angaben

Die msg systems AG hat ihren Sitz in Ismaning und wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 140 149 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der msg systems AG, Ismaning, wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB enthaltenen Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die msg systems AG ist als Mutterunternehmen gem. § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Gemäß § 291 HGB stellt die Muttergesellschaft der msg systems AG, die msg group GmbH, Ismaning, einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf. Die msg systems AG ist somit von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit sind die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt.

2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet, die sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert haben:

2.1 Aktiva

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer zwischen 3 und 7 Jahren, bewertet. Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird planmäßig über 4 bis 10 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das Gebäude wird nach § 7 Abs. 5 EStG mit 2,5% p. a. abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Sachanlagegüter beträgt zwischen 3 und 10 Jahren. Sachanlagegüter werden linear abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu 250,00 EUR werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgabe erfasst. Geringwertige Anlagegüter, die im Geschäftsjahr angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten 600,00 EUR nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Teilwertabschreibungen bzw. zuzüglich Wertaufholungen nach § 253 Abs. 3 S. 5 i. V. mit § 253 Abs. 5 S. 1 HGB, sofern die Gründe für die ursprüngliche Wertminderung nicht mehr bestehen, bewertet.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Im Geschäftsjahr wurde das der Einzelkostenermittlung zugrunde liegende Beschäftigungsniveau angepasst und erstmals ein Verwaltungsgemeinkostenzuschlag berücksichtigt. Aufgrund der beiden vorgenannten Anpassungen ergab sich im Vergleich zur Berechnungsweise des Vorjahres eine Ergebniserhöhung vor Steuern in Höhe von rund 1.100 TEUR.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie zur Abdeckung von Zinsverlusten wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % des Nettoforderungsbestandes gebildet.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie flüssigen Mittel sind grundsätzlich mit den Nominalwerten angesetzt.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Die zu berücksichtigenden latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie den entsprechenden gewerbesteuerlichen Hebesätzen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergab sich unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ein Steuersatz von 30%. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet.

Die Abgrenzungsposten sind für Ausgaben des Berichtsjahres auszuweisen, soweit diese Aufwände für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beruht auf der Bildung einer Rückstellung für Zeitwertkonten und deren Saldierung mit dem dazugehörigen Absicherungsbetrag.

2.2 Passiva

Der Ansatz der Pensionsrückstellung erfolgt gemäß § 253 HGB mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrages unter Anwendung der Richttafeln 2018G und des von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Weiter wurde ein Rententrend von 2,0% p.a. für Direktzusagen und 1,0 % p.a. für die Unterstützungskassenzusage angenommen. Die Erfolgsauswirkungen aus Zinssatzänderungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen und werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten, laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Der Ansatz der Jubiläumsrückstellung erfolgt gem. § 253 HGB mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrages unter Anwendung der Richttafeln 2018 G und des von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Schulden zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Die Abgrenzungsposten sind für Einnahmen des Berichtsjahres auszuweisen, soweit diese Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

3 Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.535.410,21 274.035,70 -1.088.629,91 0,00 13.720.816,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 159.342,15 1.721.198,00 0,00 0,00 1.880.540,15
3. geleistete Anzahlungen 3.916.067,90 2.061.605,00 0,00 0,00 5.977.672,90
18.610.820,26 4.056.838,70 -1.088.629,91 0,00 21.579.029,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.819.016,96 -5.400,00 0,00 0,00 5.813.616,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.780,50 0,00 0,00 0,00 47.780,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.073.019,53 1.327.676,26 -1.220.583,34 292.953,00 20.473.065,45
4. geleistete Anzahlungen 328.037,54 116.012,55 0,00 -292.953,00 151.097,09
26.267.854,53 1.438.288,81 -1.220.583,34 0,00 26.485.560,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 228.912.522,53 7.331.881,82 -448.645,40 50.200.286,28 285.996.045,23
2. Ausleihung an verbundene Unternehmen 61.703.421,43 875.000,00 -5.693.906,81 -50.200.286,28 6.684.228,34
3. Beteiligungen 28.440.581,13 4.085.610,19 -2.910.794,04 0,00 29.615.397,28
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.131.450,00 200.000,00 -1.331.450,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 25.010.099,74 0,00 0,00 0,00 25.010.099,74
6. Sonst. Ausleihungen 823.274,09 1.467.618,64 0,00 0,00 2.290.892,73
346.021.348,92 13.960.110,65 -10.384.796,25 0,00 349.596.663,32
390.900.023,71 19.455.238,16 -12.694.009,50 0,00 397.661.252,37
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -8.705.960,22 -1.500.843,70 1.088.629,91 0,00 0,00 -9.118.174,01
2. Geschäfts- und Firmenwert -31.869,15 -129.437,00 0,00 0,00 0,00 -161.306,15
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-8.737.829,37 -1.630.280,70 1.088.629,91 0,00 0,00 -9.279.480,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -5.529.051,40 -5.231,00 0,00 0,00 0,00 -5.534.282,40
2. Technische Anlagen u. Maschinen -29.542,50 -1.972,00 0,00 0,00 0,00 -31.514,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -11.194.716,31 -2.528.363,79 1.211.769,63 0,00 0,00 -12.511.310,47
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-16.753.310,21 -2.535.566,79 1.211.769,63 0,00 0,00 -18.077.107,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -4.422.877,83 -7.271.000,00 0,00 0,00 0,00 -11.693.877,83
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen -1.012.332,10 0,00 0,00 1.012.332,10 0,00 0,00
3. Beteiligungen -2.908.113,57 0,00 2.908.113,57 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht -1.131.450,00 -200.000,00 1.331.450,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Sonst. Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-9.474.773,50 -7.471.000,00 4.239.563,57 1.012.332,10 0,00 -11.693.877,83
-34.965.913,08 -11.636.847,49 6.539.963,11 1.012.332,10 0,00 -39.050.465,36
Buchwerte
Stand 01.01.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.829.449,99 4.602.641,99
2. Geschäfts- und Firmenwert 127.473,00 1.719.234,00
3. geleistete Anzahlungen 3.916.067,90 5.977.672,90
9.872.990,89 12.299.548,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 289.965,56 279.334,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.238,00 16.266,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.878.303,22 7.961.754,98
4. geleistete Anzahlungen 328.037,54 151.097,09
9.514.544,32 8.408.452,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 224.489.644,70 274.302.167,40
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 60.691.089,33 6.684.228,34
3. Beteiligungen 25.532.467,56 29.615.397,28
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 25.010.099,74 25.010.099,74
6. Sonst. Ausleihungen 823.274,09 2.290.892,73
336.546.575,42 337.902.785,49
355.934.110,63 358.610.787,01

3.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig.

3.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 34.931 TEUR (Vorjahr 32.480 TEUR) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32.590 TEUR (Vorjahr 24.373 TEUR) und Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 1.000 TEUR (Vorjahr 2.975 TEUR) enthalten.

3.4 Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von insgesamt 19.329 TEUR (Vorjahr 10.649 TEUR) enthalten, davon 17.539 TEUR (Vorjahr 8.687 TEUR) Steuererstattungsansprüche und 1.763 TEUR (Vorjahr 1.948 TEUR) im Folgejahr abziehbare Vorsteuer.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 3.056 TEUR (Vorjahr 5.494 TEUR) enthalten, deren Restlaufzeit über ein Jahr beträgt.

3.5 Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 4.049 TEUR (Vorjahr 4.150 TEUR) resultieren aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen passive latente Steuern auf die Bewertung des Anlagevermögens, sowie aktive latente Steuern auf Pensions-, Urlaubs-, Überstunden- und Jubiläumsrückstellungen.

01.01.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 4.491 172 4.663
Passive latente Steuern 341 273 614
Saldierter Bilanzausweis 4.150 -101 4.049

3.6 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

31.12.2023
TEUR
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 12.820
[Anschaffungskosten] [12.641]
Rückstellung für Zeitwertkonten 12.820
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0
Finanzergebnis (GuV) 0
verrechnete Aufwendungen für Rückstellung Zeitwertkonten 58
Verrechnete Erträge aus dem Deckungsvermögen 58

3.7 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 2.000 TEUR (Vorjahr 2.000 TEUR) und ist in 2.000.000 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, eingeteilt. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 1,00 EUR pro Stückaktie.

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine Rücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Jahresüberschuss 49.290 56.645
Gewinnvortrag 362.023 325.378
Ausschüttung 20.000 20.000
Bilanzgewinn 391.313 362.023

Es bestehen Ausschüttungssperren in Höhe der aktivierten latenten Steuern 4.049 TEUR und gem. § 253 Abs. 6 HGB für den Unterschiedsbetrag der Zinssatzänderung bei Pensionsrückstellungen in Höhe von 140 TEUR.

3.8 Pensionsrückstellung

Der Unterschiedsbetrag aus der Zinssatzänderung bei Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 140 TEUR.

3.9 Sonstige Rückstellungen

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Prämienzahlung für Personal 19.874 20.606
Urlaub / Überstunden 28.991 27.622
Sonstige Rückstellung für Personal 3.161 3.322
Gewährleistung/Kulanz 4.133 3.785
Variable Kaufpreise Finanzanlagevermögen 3.132 7.318
Sonstige 4.545 5.295
Summe 63.836 67.948

3.10 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Verbindlichkeitenspiegel 2023 Stand davon Restlaufzeit
in Jahren
31.12.2023
TEUR
< 1
TEUR
> 1
TEUR
> 5
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71 71
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.841 19.841
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.415 17.378 37
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.450 19.450
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.390
- davon sonstige Verbindlichkeiten 3.059
- davon aus Steuern (Organschaft) 1
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3 3
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3
Sonstige Verbindlichkeiten 15.828 15.218 610
- davon aus Steuern 12.692
- davon i.R. der sozialen Sicherheit 0
Summe 72.608 71.961 647 0
Verbindlichkeitenspiegel 2022 Stand davon Restlaufzeit
in Jahren
31.12.2022
TEUR
< 1
TEUR
> 1
TEUR
> 5
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52 52
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32.634 32.634
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.597 20.576 21
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.483 25.483
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.303
- davon sonstige Verbindlichkeiten 13.179
- davon aus Steuern (Organschaft) 2
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Sonstige Verbindlichkeiten 13.289 13.184 105
- davon aus Steuern 11.748
- davon i.R. der sozialen Sicherheit 41
Summe 92.055 91.929 126 0

3.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB:

2024
TEUR
1 Jahre < x ≤ 5 Jahre
TEUR
x > 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Miete 8.675 29.192 16.338 54.205
(davon Mieten an verbundene Unternehmen) (195) (146) 0 (341)
Leasing 6.472 7.820 0 14.292
Summe 15.147 37.012 16.338 68.497

(Vorjahr 75.813 TEUR)

Es bestehen Verpflichtungen in Höhe von 4.968 TEUR aus der Übernahme von Beteiligungen.

Folgende Haftungsverhältnisse bestehen zum Abschlussstichtag:

Die msg systems AG hat gegenüber Kunden und Vertragspartnern von Unternehmen aus dem Konzernverbund sowie Tochterunternehmen Patronatserklärungen abgegeben, in denen sie sich verpflichtet, dass die msg-Gesellschaften technisch und finanziell so ausgestattet bleiben, um alle Verpflichtungen aus ihren jeweiligen Vertragsverhältnissen erfüllen zu können. Aufgrund der aktuellen Projektsituation und der finanziellen Verhältnisse der durch die jeweilige Patronatserklärung abgesicherten Gesellschaft ist davon auszugehen, dass in den vorgenannten Fällen die msg systems AG nicht in Anspruch genommen wird. Das Gesamtvolumen der abgesicherten Projekte und Risiken beläuft sich auf ca. 94.100 TEUR.

4 Angaben und Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von 505.849 TEUR (Vorjahr 478.015 TEUR) mit inländischen Auftraggebern und in Höhe von 38.202 TEUR (Vorjahr 35.466 TEUR) mit ausländischen Auftraggebern getätigt.

Die Umsätze verteilen sich wie folgt:

2023 Vorjahr
Insurance 33,0% 34,8%
Public Sector 31,3% 27,5%
Automotive 11,2% 12,9%
Übrige 24,5% 24,8%

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 851 TEUR (Vorjahr 234 TEUR) und periodenfremde Erträge in Höhe von 1.282 TEUR (Vorjahr 2.706 TEUR) enthalten, die sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 955 TEUR (Vorjahr 2.412 TEUR) und Erträgen aus dem Abgang von Vermögensgegenständen in Höhe von 327 TEUR (Vorjahr 294 TEUR) zusammensetzen.

4.3 Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 1.478 TEUR (Vorjahr 978 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen aufgrund einer Prüfung in Höhe von 1.279 TEUR (Vorjahr 2.196 TEUR).

4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwänden sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 290 TEUR (Vorjahr 104 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 204 TEUR (Vorjahr 1.115 TEUR) enthalten. Bei den periodenfremden Aufwendungen handelt es sich um Abschreibungen auf Forderungen wg. Uneinbringlichkeit in Höhe von 201 TEUR (Vorjahr 1.060 TEUR).

4.5 Erträge aus Beteiligungen

In den Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von 47.409 TEUR (Vorjahr 33.474 TEUR) sind Erträge aus Beteiligungen verbundener Unternehmen in Höhe von 47.269 TEUR (Vorjahr 33.274 TEUR) enthalten.

4.6 Erträge aus Ausleihungen

In den Erträgen aus Ausleihungen sind Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 361 TEUR (Vorjahr 637 TEUR) enthalten.

4.7 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.550 468
- davon von verbundenen Unternehmen 793 425
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 13 31
- davon aus der Abzinsung von Forderungen/Vermögensgegenstände 3 53
- davon Guthabengebühren/Negativzins 0 ./. 91

4.8 Zuschreibungen auf das Finanzanlagevermögen

Die Zuschreibungen auf das Finanzanlagevermögen betragen 1.012 TEUR (Vorjahr 15.219 TEUR).

4.9 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB beliefen sich im Geschäftsjahr auf 7.471 TEUR (Vorjahr 4.040 TEUR).

4.10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 215 561
- davon von verbundenen Unternehmen 73 148
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 119 388

4.11 Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern in Höhe von 101 TEUR (Vorjahr - 872 TEUR) enthalten.

5 Sonstige Pflichtangaben

5.1 Belegschaft

Im Wirtschaftsjahr 2023 waren durchschnittlich 3.221 (Vorjahr 3.047) Mitarbeiter beschäftigt, davon 30 leitende Angestellte und 3.191 Angestellte. Die Ermittlung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB.

5.2 Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers, aufgegliedert nach seinen Vergütungsbestandteilen für die in den einzelnen genannten Tätigkeitsbereichen, gem. § 285 Nr. 17 HGB wird im Konzernabschluss der Muttergesellschaft msg group GmbH angegeben.

5.3 Nachtragsbericht

Am 08.03.2024 wurde die Wandlung von Forderungen gegenüber der 100%igen Tochtergesellschaft msg services GmbH in Höhe von 5.150 TEUR in Eigenkapital beschlossen.

5.4 Vorstand

Dr. Jürgen Zehetmaier verantwortet die Automotive-Brancheneinheiten. Zudem umfasst sein Zuständigkeitsbereich die internationalen Geschäftseinheiten und den Bereich Finance, sowie u.a. die Stabsstellen Corporate Social Responsibilty, Group Legal und Group Compliance.
Dipl.-Kaufmann
Vorstandsvorsitzender
Dr. Andrea van Aubel verantwortlich für die Brancheneinheit Insurance. Sie ist zudem für den Bereich Operations sowie die Stabsstellen Diversity und Betriebliches Gesundheitsmanagement zuständig.
Dipl.-Wirtschaftsmathematikerin
seit 01.01.2023
Rolf Kranz verantwortlich für die Brancheneinheit Healthcare. Zudem ist er u.a. für die Stabsstelle Corporate Security & Quality sowie den Bereich Test & Quality zuständig.
Dipl. Informatiker
Karsten Redenius verantwortet die Branchen Life Science & Chemicals, Food, Travel & Transport, Consumer Products, Telecommunications und Utilities. Als verantwortlicher Vorstand für den Bereich Business Consulting und msg digital treibt er den Ausbau des Beratungsgeschäfts von msg branchenübergreifend voran. Des Weiteren ist er für die Einheit msg Research verantwortlich, die an innovativen Zukunftstechnologien arbeitet.
Dipl.-Kaufmann
Dr. Frank Schlottmann verantwortet die Brancheneinheiten Banking und Public Sector. Weiterhin ist er u.a. für die branchenübergreifenden Bereiche SAP Competence und Artificial Intelligence sowie für den Bereich Strategische Partnerschaft zuständig.
Dipl.-Wirtschaftsingenieur
Dr. Stephan Frohnhoff bis 15.12.2023
Diplom-Physiker

Die Gesamtbezüge der Vorstandschaft betrugen im Berichtszeitraum 3.067 TEUR. Es bestehen Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 8.843 TEUR an ehemalige Vorstände.

5.5 Aufsichtsrat

Johann Zehetmaier, Diplom-Betriebswirt, Wartenberg, Geschäftsführer der msg group GmbH (Aufsichtsratsvorsitzender)

Peter Six, Diplom-Informatiker, Siegertsbrunn, IT-Berater, msg life central europe GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

Dr. Walter Kirchmann, Elektroingenieur, München, Unternehmensberater (weiterer Stellvertreter des Vorsitzenden ab 09.08.2023)

Norbert Günter Dick, Diplom-Wirtschaftsingenieur i.R., Bonn

Herbert Enzbrenner, grad. Informatiker, Reichertshausen, Executive IT Consultant, msg systems AG

Prof. Dr. Marina Fiedler, München, Inhaberin des Lehrstuhls für Management, Personal und Informatik an der Universität Passau

Volker Reichenbach, Diplom-Informatiker i.R., Aschheim

Eva Segerer, Kommunikationselektronikerin, München, Senior IT Consultant, msg systems AG

Herbert Wittemer, Versicherungskaufmann, München, Personalleiter, msg systems AG

Walter Eisenhart, Diplom-Kaufmann, Herrenberg/Oberjesingen, Betriebsrat freigestellt, msg for banking ag (bis 01.05.2023)

Ralf Vogelsang, Diplom-Ingenieur, Ahrensfelde, Abteilungsleiter ZT-IT, msg systems AG (bis 01.05.2023)

Klaus Köbler, Diplom-Informatiker, Jandelsbrunn, Lead IT Consultant, msg systems AG (bis 01.05.2023)

Dr. Adrian von Hammerstein, Volkswirt, Tutzing, Vorstandsvorsitzender i. R. (bis 08.08.2023)

Elke Lang, Magister Artium, Passau, Betriebsrätin freigestellt, msg systems AG (ab 02.05.2023)

Volker Brendemühl, Diplom-Informatiker (FH), Gangkofen, Lead IT Consultant, msg systems AG (ab 02.05.2023)

Jürgen Biebl, Diplom-Mathematiker, Vilsbiburg, Vorsitzender Betriebsrat, msg systems AG (ab 02.05.2023)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Berichtszeitraum 64 TEUR.

5.6 Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss der msg systems AG in Höhe von 49.290 TEUR wie folgt zu verwenden:

a) Verteilung an die gewinnberechtigte Alleinaktionärin durch Ausschüttung einer Dividende von 15,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie (= 30.000 TEUR)

b) Vortrag des verbleibenden Restbetrags (19.290 TEUR) auf neue Rechnung

5.7 Anteilsbesitz

Anteilsbesitz: Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des letzten GJ
TEUR
Abschluss-Stichtag
msg comunications GmbH Ismaning 100,00 76 -4 31.12.2023
minnosphere GmbH Ismaning 100,00 490 0 31.12.2023
PiAL Consult GmbH Hamburg 50,10 2.988 182 31.12.2023
msg nexinsure AG Ismaning 100,00 464 -23.981 31.12.2022
msg for banking ag (früher msg GillardonBSM AG) Frankfurt am Main 100,00 12.044 6.242 31.12.2023
msg DAVID GmbH Braunschweig 100,00 6.942 1.965 31.12.2023
m3 management consulting GmbH Ismaning 100,00 7.631 2.358 31.12.2023
BELTIOS GmbH München 100,00 5.410 2.459 31.12.2022
Legacy Portfolio Partners GmbH Ismaning 75,02 524 410 31.12.2023
msg BiN GmbH Nürnberg 100,00 -870 -756 31.12.2023
checkpoint.eco.GmbH Ismaning 55,00 95 -146 31.12.2023
msg care assist AG Ismaning 100,00 464 -34 31.12.2023
msg food advisors GmbH Ismaning 100,00 -503 -527 31.12.2023
msg Suisse AG (früher msg systems ag) Zürich, Schweiz 100,00 11.262 3.438 31.12.2023
Prevo-System AG Basel, Schweiz 52,00 679 28 31.12.2023
finnova AG Bankware Lenzburg, Schweiz 57,20 29.280 13.171 31.12.2023
SOFTPROVIDING AG Basel, Schweiz 100,00 -1.063 162 31.12.2023
msg systems Romania S.R.L Cluj, Rumänien 100,00 8.063 3.932 31.12.2023
Digital Seals GmbH Berlin 51,00 65 40 31.12.2023
iconCXM GmbH Stuttgart 50,10 -1.877 -1.978 31.12.2023
ergon.design GmbH Braunschweig 100,00 1.519 240 31.12.2023
msg industry advisors AG Ismaning 72,68 3.988 2.717 31.12.2023
CONPLAN GmbH Ismaning 100,00 3.709 2.249 31.12.2023
msg life ag Leinfelden-Echterdingen 77,29 67.930 8.976 31.12.2023
msg Plaut AG Wien, Österreich 100,00 6.168 -442 31.12.2023
msg services GmbH Ismaning 100,00 9.097 -632 31.12.2023
Optravis LLC Basel, Schweiz 42,00 2.880 60 31.12.2023
Iteanova Consult GmbH Heidelberg 100,00 64 -179 31.12.2023
msg mySaveID GmbH Frankfurt am Main 100,00 -240 -266 31.12.2023
INTENSE AG Würzburg 50,10 2.665 1.557 31.12.2022
AMAI GmbH Karlsruhe 17,93 223 108 31.12.2022
Finanz-DATA GmbH Gotha 10,00 7.762 1.448 31.12.2023

Die msg systems AG hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der minnosphere GmbH geschlossen.

5.8 Konzernverhältnisse

Die msg systems AG ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der msg group GmbH mit Sitz in Ismaning, die einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB aufstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Ismaning, 31. März 2024

Dr. Jürgen Zehetmaier, Vorstandsvorsitzender

Dr. Andrea van Aubel, Vorstand

Rolf Kranz, Vorstand

Karsten Redenius

Vorstand Dr. Frank Schlottmann, Vorstand

Lagebericht 2023

1 Allgemeine Geschäftsgrundlagen

1.1 Geschäftstätigkeit und Strategie

Die msg systems AG ist die größte Gesellschaft innerhalb der unabhängigen und international agierenden msg-Unternehmensgruppe mit weltweit über 10.000 Mitarbeitenden.

Zum Leistungsspektrum der msg systems AG zählen strategisches Business Consulting und End-to-End-Lösungen für die Branchen Automotive, Healthcare, Insurance, Public Sector, Security Advisors sowie Supply Solutions. Die Gesellschaft hat sich hierbei in über 40 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben.

Dabei sieht sich das Unternehmen für die Herausforderungen des Marktes sehr gut aufgestellt. Die strategischen Rahmenparameter der msg systems AG haben sich in der Vergangenheit immer wieder als Erfolgsfaktoren bestätigt und bleiben daher unverändert bestehen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Produktbasiertes Beratungs- und Lösungshaus in definierten Branchen

Einstieg in neue Märkte, Länder und Branchen

Evolutionäre Weiterentwicklung in bestehenden Branchen

Aufrechterhaltung der Besetzung von Themenschwerpunkten bzw. Findung und Besetzung weiterer Nischen

Dienstleistungsangebot für die Erstellung neuer kundenzentrierter Lösungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung

Erweiterung um branchenübergreifende Technologiethemen zur Komplettierung des Portfolios

Abdeckung der gesamten IT-Wertschöpfungskette, um den Anspruch als Komplettanbieter zu untermauern und zu festigen

Kontinuierlicher Ausbau der Internationalisierung mit Fokus auf die Vermarktung der eigenen Produkte in Märkten außerhalb der DACH-Region

Ausbau bestehender Kundenbeziehungen

Alle Geschäftsbereiche der msg systems AG haben im Jahr 2023 an der weiteren Umsetzung der Unternehmensstrategie "Roadmap 2025" gearbeitet, aus der die Ziele für die msg systems AG abgeleitet werden.

Im aktuellen Lünendonk-Ranking der "25 führenden IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland" ist die msg systems AG in diesem Jahr auf Platz 5 gelistet.

1.2 Management und Organisation

Organisationsstruktur

Die Management- bzw. Führungsstruktur des Unternehmens orientiert sich in erster Linie an den Erfordernissen des operativen Geschäfts und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Märkte. Wichtigstes Merkmal der Managementstruktur ist die hierarchische Trennung der strategischen Unternehmensführung durch den Vorstand von der Leitung der operativen Einheiten im Tagesgeschäft. Damit festigt die msg systems AG das im Geschäftsmodell verankerte Prinzip der vernetzten Dezentralität und trägt gleichzeitig den umfangreichen und stetig wachsenden Leitungsaufgaben und dem sehr dynamischen wirtschaftlichen Umfeld Rechnung. Darüber hinaus gewährleistet diese Struktur eine hohe Effizienz in der Steuerung und Führung der Gesellschaft.

Wertesystem & Leitlinien

Unsere unternehmensweiten Werte sind eine tragende Säule unseres Erfolgs. Nach diesen richten wir uns im Arbeitsalltag ebenso wie bei strategischen Entscheidungen. Sie sind die treibende Kraft für unsere Zusammenarbeit im Unternehmen und prägen unsere Unternehmenskultur. Unser Leitsatz bringt unseren Anspruch auf den Punkt:

Im Einklang mit unserer Verantwortung für Mitarbeitende, Kunden, Unternehmen und Gesellschaft agieren wir stets überlegt und suchen nach zukunftsfähigen, intelligenten und wirtschaftlich erfolgreichen Lösungen. Unser Wertesystem gibt uns dabei Orientierung und bildet die Basis unseres Denkens und Handelns.

Die Unternehmenskultur der msg systems AG ist ein hohes Gut, auf dem die Erfolgsgeschichte unserer Firma beruht. Darum sollen die zugrundeliegenden Werte bewahrt werden, damit sie auch künftig die Basis für den Umgang miteinander sind.

Die Mission, die Vision und die Ziele der msg systems AG werden wie folgt im Unternehmen kommuniziert:

Mission Vision und Ziel
Wir schaffen intelligente Lösungen, mit denen unsere Kunden in die Zukunft gehen. Unser Wissen und unsere Erfahrung tragen dazu bei, dass neue Geschäftsmodelle möglich werden und sich unsere Branchen nachhaltig und erfolgreich weiterentwickeln Wir sind Wegbereiter in einer Welt voller Informationen und erschaffen Ideen und Lösungen, die der Schlüssel zum Erfolg sind. msg inside - 2025 arbeiten alle Unternehmen in unseren Branchen mit msg als deutsche Nr. 2

Seit 1. Juli 2016 steht der Code of Conduct der msg systems AG zur Verfügung. Er ist ein Verhaltenskodex und drückt das Selbstverständnis der Gesellschaft im internen Umgang miteinander sowie im externen Verhalten gegenüber Kunden, Partnern und Lieferanten aus. Der Code of Conduct wird bei der msg systems AG fortlaufend weiterentwickelt und angepasst.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in neue und bestehende Produkte betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,0 Mio. EUR (Vorjahr 10,5 Mio. EUR). Der Zeitaufwand für Forschungs- und Entwicklungsprojekte bewegte sich insgesamt im Rahmen des Vorjahresniveaus.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der msg systems AG umfassten im Jahr 2023 Entwicklungsprogramme für neue Produkte sowie kontinuierliche Verbesserungsprogramme für bereits bestehende Standard-Produkte. Hierbei ergaben sich die folgenden Schwerpunkte:

Im Geschäftsjahr 2023 wurde unter anderem die Standardsoftware FS-RI für Rückversicherungen weiterentwickelt Mit dieser Software werden die Rückversicherungsverträge, die Einzelrisiken zu den Verträgen sowie die Schäden dazu verwaltet. Darüber hinaus enthält die Software ein Abrechnungsmodul, mit dem die Versicherungsprämien und die Schadenzahlungen fakturiert werden.

Im Jahr 2023 wurde das Tool msg.ProfileMap weiterentwickelt. In diesem Rahmen wurde daran geforscht, wie KI in einem sensiblen Bereich wie HR genutzt werden kann. Ziel des KI-Einsatzes ist die Verbesserung der Profilerstellung für das Search & Match für die Projekteinsatzplanung, sowie die Erstellung von Ontologien und Kompetenzmodellen.

Außerdem wurde an einem Forschungsprojekt zur Quellcodeverbesserung gearbeitet. Mittels Deep Learning und dem Einsatz rekurrenter Neuronaler Netze können Quellcodes, welche in der Softwareentwicklung essenziell sind, nachhaltig und automatisiert verbessert werden.

Mit msg.SIMA Cloud wurde eine Plattform für die Entwicklung und den Betrieb von Business Services im Kontext "Digitalisierung" weiter entwickelt. Damit soll einerseits Kunden der Einstieg in die Digitalisierung erleichtert werden und gleichzeitig die Entwicklung von neuen Ideen hinsichtlich Digitalisierung gefördert sowie unterstützt werden.

Zudem wurde msg.TAA, eine Software zur Angebots- und Antragserstellung für Versicherungen, weiterentwickelt. Diese Lösung bietet den Versicherern einen nahtlosen Workflow von der Erstellung eines Angebots bis zur Einreichung eines Antrags.

Neuentwicklung der passbrains Plattform auf AWS Technologie. Dabei wurden zentrale Basis- und Funktionsbereiche im Rahmen eines MVP entwickelt und kontinuierlich mit Bestandskunden pilotiert.

Im Rahmen des Technologie Offices wurden spezifische Schulungen für den Bereich Cloud oder KI entwickelt. Darüber hinaus wurden bestehende Tools wie msg.Hub oder auch das msg Filmstudio weiterentwickelt und gewartet.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde msg.PIA eine Standardsoftware für Bestands-, Schadenmanagement und Abrechnungssystem für Erstversicherungsgesellschaften weiterentwickelt.

Im Jahr 2023 wurde auch die Standardsoftware für das SAP Policy Management System für Erstversicherungsgesellschaften im KfZ-Bereich weiterentwickelt.

Auch das digitalen Ökosystems GREENFactory 2.0, welches verschiedene Mehrwert-Services für potenziellen Versicherungs-Endkunden anbietet, wurde weiterentwickelt.

Es wurde nach Bilanzierungsrichtlinie der msg systems AG keine Aktivierung für die selbst erstellten Produkte vorgenommen. Das Wahlrecht nach § 248 (2) HGB wurde nicht ausgeübt.

1.4 Personal- und Sozialbereich

Zum 31.12.2023 beschäftigte die msg systems AG 3.309 fest angestellte Mitarbeitende (inkl. Vorstand und Auszubildende). Die Zahl der Auszubildenden belief sich auf 59 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 3.173) erhöhte sich der Wert damit insgesamt um 136 Beschäftigte, was den strategischen Wachstumskurs der msg systems AG bestätigt.

Interne Aus- und Weiterbildung

Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unserer Beschäftigten wird über ein ganzheitliches Konzept sichergestellt, fortlaufend evaluiert und bedarfsorientiert um neue Angebote erweitert. Die Personalentwicklung ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Unternehmensziele.

Das Aus- und Weiterbildungsangebot umfasst über 100 Schulungen zu verschiedenen Themen für alle Karrierepfade und berufliche Entwicklungsstadien sowie Ausbildungsprogramme für spezielle Zielgruppen (z.B. Projektleitungen, Führungskräfte). Die cloudbasierte Lernplattform "lexa" (learn.explore. apply) wird von allen Mitarbeitenden sehr gut angenommen und forciert zusätzlich die betriebliche Weiterbildung.

Mitarbeitendenumfragen

Im Jahr 2023 führte der Zentralbereich Personal zwei Surveys durch: Betrachtet wurde zum einen die allgemeine Stimmung im Unternehmen (03/2023) und zum anderen die Zufriedenheit der Mitarbeitenden hinsichtlich verschiedener Aspekte der Unternehmenskultur (11/2023).

Das Stimmungsbarometer der Belegschaft der msg systems zeigte im März ein sehr gutes Ergebnis, welches stabil zum Vorjahr ist. Ein übergreifender Handlungsbedarf ergab sich daher nicht.

Gemäß Survey im November ist die allgemeine Zufriedenheit in einem guten Bereich. Die Ergebnisse werden ab Dezember 2023 bis planmäßig Q1/2024 in den jeweiligen Organisationseinheiten mit den Mitarbeitenden nachbereitet.

1.5 Beteiligungsmanagement

Um die strategischen Unternehmensziele zu erreichen, führt die Gesellschaft auch gezielte Unternehmens- und Beteiligungskäufe durch. Der Fokus liegt hierbei auf dem Erwerb von Know-how und neuen Geschäftsmodellen im Bereich Informationstechnologie (IT).

Um der zunehmenden Bedeutung von Unternehmens- und Beteiligungskäufen in der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen, wurde im vergangenen Geschäftsjahr eine separate Stabstelle Beteiligungsmanagement in der msg systems AG geschaffen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auch im Jahr 2023 verzeichnete die weltweite Konjunktur in einem weiterhin insgesamt inflationären Umfeld mit höheren Zinsniveaus eine verhaltene Wachstumsdynamik. Die konjunkturelle Entwicklung war dabei unter anderem auch durch geopolitische Unsicherheiten geprägt. Positiv auf die Gesamtwirtschaft wirkten sich hingegen die nachlassenden Logistik- und Materialengpässe sowie der gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht nachlassende Inflationsdruck aus.

Nach Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaft im Gesamtjahr 2023 um 3,1 Prozent gewachsen. Im globalen Vergleich wuchs die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern im Jahr 2023 mit 1,6 Prozent unterdurchschnittlich. Ein noch schwächeres Wachstum berechnet der IWF für den Euroraum mit 0,5 Prozent. Mit einem negativen Wachstum von-0,3 Prozent bildet Deutschland im Jahr 2023 das Schlusslicht unter den Industrieländern.

Auf dem deutschen Markt für Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK-Markt) stieg der Gesamtumsatz 2023 um 2,0 Prozent auf 215,0 Milliarden EUR. Die Branche entwickelte sich somit positiver als die übrige deutsche Wirtschaft. Das lag in erster Linie an der guten Geschäftsentwicklung im Segment Informationstechnik. Darüber hinaus stieg die Anzahl der Erwerbstätigen in der deutschen ITK-Branche im Jahr 2023 um 2,1 Prozent auf insgesamt 1,3 Millionen Arbeitnehmer.

Die beschleunigte Digitalisierung ist der primäre Grund für das Wachstum im Segment Informationstechnik. Mit Informationstechnik wurden laut Bitkom-Berechnung im Jahr 2023 insgesamt 142,9 Milliarden EUR umgesetzt. Am stärksten wuchsen die Umsätze mit Softwarelösungen (41,5 Milliarden EUR; +9,6 Prozent). Besonders stark legten hierbei die Geschäfte mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen sowie Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software zu. Künstliche Intelligenz spielt innerhalb dieses Segments mit einem exorbitanten Wachstum von 40,8 Prozent auf eine Milliarde EUR eine immer wichtigere Rolle. Auch das Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die IT-Beratung gehört, konnte im Jahr 2023 um 5,1 Prozent zulegen. Das Gesamtvolumen dieses Marktsegments beläuft sich nunmehr auf 49,4 Milliarden EUR. Demgegenüber verzeichnete die IT-Hardware nach drei Jahren starken Wachstums mit einem Minus von -5,4 Prozent einen rückläufigen Absatz. Nach den starken Corona-Jahren befand sich das Marktsegment im abgelaufenen Geschäftsjahr auf einem Konsolidierungskurs und wies einen Gesamtumsatz von 52,0 Milliarden EUR aus.

Nach Bitkom-Berechnungen verzeichnete der Markt für Telekommunikation im Jahr 2023 ein Wachstum von 1,7 Prozent auf 72,1 Milliarden EUR. Mit Telekommunikationsdiensten wurden dabei 51,7 Milliarden EUR umgesetzt, das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

2.2 Geschäftsverlauf

Die msg systems AG hat in einem herausfordernden Geschäftsjahr 2023, das insbesondere von einem inflationären Umfeld mit gestiegenen Lohnkosten geprägt war, insgesamt eine gute Umsatzentwicklung verzeichnet. In diesem wirtschaftlichen Umfeld wuchs die Gesamtleistung um 8,8 Prozent auf 556.399 TEUR und lag somit im Rahmen des geplanten Budgetziels.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr auch den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte erzielt. Die drei Hauptgeschäftsfelder, in denen der meiste Umsatz erzielt wurde, sind die Branchen Insurance, Public Sector und Automotive. Die Branche Insurance weist hierbei den größten Anteil am Gesamtumsatz mit 33,0 Prozent auf. Die Brancheneinheit Public Sector steuert mit 31,3 Prozent den zweitgrößten Anteil zum Gesamtumsatz bei. Die Branche Automotive musste aufgrund der besonders herausfordernden Rahmenbedingungen in der Automobilbranche einen Rückgang in den Umsätzen hinnehmen. Der Anteil am Gesamtumsatz für diese Branche beläuft sich aktuell auf insgesamt 11,2 Prozent.

Der Hauptmarkt für die erzielten Umsätze der msg systems AG bleibt unverändert Deutschland.

Das sehr stabile Niveau an Aufträgen von Bestandskunden trägt maßgeblich zu dieser positiven Geschäftsentwicklung bei. Im Geschäftsjahr konnten 91,0 Prozent der Umsätze mit Bestandskunden erzielt werden. Demgegenüber stehen 304 neu akquirierte Kunden, die im Jahr 2023 erstmalig einen Auftrag an die msg systems AG vergeben haben.

Trotz der Steigerung der Gesamtleistung hat sich die Auslastung der Mitarbeitenden gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf insgesamt 73,0 Prozent reduziert. Für das Jahr 2024 zeichnet sich allerdings unternehmensweit wieder eine positivere Auftrags- und Beschäftigungslage ab. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 deckt die für 2024 geplanten Umsätze bereits zu 55,4 Prozent ab.

Mit dem im Geschäftsjahr 2023 erzielten Wachstum liegt die msg systems AG über der Wachstumsrate des gesamten deutschen IT-Markts, der im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,0 Prozent wuchs.

2.3 Ertragslage

Das EBIT beträgt in diesem Geschäftsjahr 12.693 TEUR und liegt somit sehr deutlich unter den in der Budgetplanung 2023 gesteckten EBIT-Zielen. Dies liegt unter anderem an geringen Verkaufspreissteigerungen, da inflationsgetriebene Kostensteigerungen nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden konnten. Weitere Gründe sind in der im Vergleich zu 2022 schwächeren Auslastung sowie den gestiegenen Miet-, Leasing- und Reisekosten zu sehen. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Rentabilitätskennzahlen wider.

Die Personalaufwendungen belaufen sich auf 300.993 TEUR (Vorjahr 270.485 TEUR) und entsprechen einer Quote des Personalkostenanteils von 54,1 Prozent (Vorjahr 52,9 Prozent) bezogen auf die Gesamtleistung. Die Quote liegt somit über dem Vorjahresniveau.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis beläuft sich im Jahr 2023 auf insgesamt 41.575 TEUR (Vorjahr 44.928 TEUR). Das positive Finanzergebnis basiert im Wesentlichen auf Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von 47.409 TEUR (Vorjahr 33.474 TEUR).

Kennzahlen zur Ertragslage 2023 Vorjahr Veränderung
Eigenkapitalrentabilität 3,3 % 5,2 % -1,9
Gesamtkapitalrentabilität 2,3 % 3,5 % -1,2
Umsatzrentabilität 2,3 % 3,5 % -1,2
Personalkostenanteil 54,1 % 52,9 % 1,2

2.4 Vermögenslage

Die msg systems AG weist eine solide Vermögens- und Finanzlage auf. Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 vor allem aufgrund des Unternehmenswachstums um 6.562 TEUR auf 545.478 TEUR erhöht. Hierbei machen die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mittlerweile mehr als die Hälfte der Bilanzsumme aus. Durch die Umwandlung von Ausleihungen an die Tochtergesellschaft msg nexinsure AG in Eigenkapital (50,2 Mio. EUR) ergab sich eine Verschiebung innerhalb des Finanzanlagevermögens.

Die Investitionen in das Anlage- und Umlaufvermögen konnten aus den laufenden zur Verfügung stehenden Finanzmitteln getätigt werden. Es bestehen keine langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Mit der anhaltend positiven Ertragssituation hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent auf 393.695 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt mit 72,2 Prozent im Geschäftsjahr 2023 wie auch in den Vorjahren deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Die Vermögenslage ist darüber hinaus durch die folgenden Kennzahlen charakterisiert:

Kennzahlen zur Vermögenslage 2023 Vorjahr Veränderung
Bilanzsumme (in TEUR) 545.478 538.916 1,2 %
Anlageintensität 65,7 % 66,0 % -0,3
Umlaufvermögensintensität 32,2 % 32,2 % 0,0
Eigenkapitalquote 72,2 % 67,6 % 4,6
Fremdkapitalquote 27,8 % 32,2 % -4,4
Kurzfristige Fremdkapitalquote 92,9 % 94,5 % -1,6
Langfristige Fremdkapitalquote 7,1 % 5,5 % 1,6

2.5 Finanzlage und Investitionen

Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt. Der Gesellschaft stehen am Bilanzstichtag liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 48.106 TEUR (Vorjahr 42.060 TEUR) zur Verfügung. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufen Geschäftsjahr -6.420 TEUR (Vorjahr -4.138 TEUR). Dieser ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Betriebsergebnisses/EBIT zurückzuführen. Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 32.636 TEUR (Vorjahr 8.405 TEUR) ist vor allem auf erhaltene Dividendenzahlungen zurückzuführen. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -20.170 TEUR (Vorjahr -20.025 TEUR) entfällt im Wesentlichen auf Gewinnausschüttungen.

Die Finanzlage ist darüber hinaus durch die folgenden Kennzahlen charakterisiert:

Kennzahlen zur Finanzlage 2023 Vorjahr Veränderung
Anlagendeckung Eigenkapital 109,8 % 102,4 % 7,4
Anlagendeckung langfristiges Kapital 112,8 % 105,1 % 7,7
Working Capital (in TEUR) 36.300,5 9.574,7 279,1 %
Working Capital Current Ratio 1,3 1,1 0,2

2.6 Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftslage

Insgesamt verfügt die msg systems AG nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 über eine sehr solide Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Dies wird unter anderem durch eine hohe Eigenkapitalquote widergespiegelt.

Basierend auf der Geschäftsentwicklung mit dem höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte beurteilt der Vorstand den Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend. Hierbei konnte das deutlich unter Plan liegende operative Ergebnis in diesem Jahr durch ein positives Finanz- und Beteiligungsergebnis kompensiert werden.

2.7 Erläuterung der Kennzahlen

Kennzahl Formel
Anlagenintensität Anlagevermögen / Gesamtkapital
Umlaufvermögensintensität Umlaufvermögen / Gesamtkapital
Eigenkapitalquote Eigenkapital / Gesamtkapital
Fremdkapitalquote Fremdkapital / Gesamtkapital
kurzfristige Fremdkapitalquote kurzfristiges Fremdkapital / Fremdkapital
langfristige Fremdkapitalquote langfristiges Fremdkapital / Fremdkapital
Anlagendeckung Eigenkapital Eigenkapital / Anlagevermögen
Anlagendeckung langfristiges Kapital (Eigenkapital+langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen
Working Capital Umlaufvermögen-kurzfristiges Fremdkapital
Working Capital Current Ratio Umlaufvermögen / kurzfristiges Fremdkapital
Eigenkapitalrentabilität EBIT / (0,5 ∗ (AB Eigenkapital+EB Eigenkapital))
Gesamtkapitalrentabilität EBIT / (0,5 ∗ (AB Gesamtkapital+EB Gesamtkapital))
Umsatzrentabilität EBIT / Gesamtleistung
Personalkostenanteil Personalaufwand / Gesamtleistung
Investitionsquote Investitionen / Anlagevermögen
Cashflow Ermittlung nach DRS 21

Legende: AB = Anfangsbestand, EB = Endbestand

3 Risiko- und Chancenbericht

Die msg systems AG unterliegt in ihrem Geschäft zahlreichen Chancen und Risiken, deren Eintreten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv wie negativ beeinflussen bzw. dazu führen, dass die im Rahmen der künftigen Geschäftsentwicklung gesetzten Ziele nicht erreicht oder übertroffen werden können. Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist es notwendig, Risiken einzugehen. Diese Risiken müssen gemanagt, Chancen aber auch rechtzeitig erkannt werden, um nachhaltige Erfolge erzielen zu können.

Risikomanagementsystem - internes Kontrollsystem

Eine der wesentlichen Aufgaben des Vorstandes in der Führung der Gesellschaft ist die Festlegung der Rahmenbedingungen und Prozesse des Risikomanagements. Die Entwicklung der Risiken ist mit den Geschäfts- und Zentralbereichsleitern sowie den Stabsstellenleitern regelmäßig zu analysieren und deren Einhaltung zu überwachen.

Die Leiter der Geschäfts-, Zentralbereiche und der Stabsstellen sowie die weiteren zuständigen Gremien sind dafür verantwortlich, die Risiken in ihren Verantwortungsfeldern kontinuierlich zu beobachten und zu managen. Bei signifikanten Abweichungen sind sie verpflichtet, dies dem Vorstand umgehend zu melden. Grundlage für ein funktionierendes Risikomanagement ist die schnelle und zuverlässige Versorgung des Managements mit relevanten Informationen zum Geschäftsverlauf.

In der msg systems AG existiert eine klare Führungs- und Unternehmungsstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden über die Gesellschaft hinweg zentral gesteuert.

Dazu hat die msg systems AG neben dem Rechnungswesen ein Controlling und Berichtswesen aufgebaut, mit dem in einem monatlichen und vierteljährlichen Rhythmus über die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen der einzelnen Bereiche wie auch über die voraussichtliche wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung in den kommenden Monaten berichtet wird.

In der msg systems AG bestehen ein Risikomanagementsystem und ein internes Kontrollsystem, auch im Hinblick auf die Prozesse, Risiken und Kontrollen der Rechnungslegung, die den Jahresabschluss wesentlich beeinflussen können.

Ziel des Risikomanagements im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird systematisch, zum Teil auch unter Einbeziehung externer Spezialisten, bewertet. Dies umfasst sämtliche relevanten Prozesse, die im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss stehen. Die für die Rechnungslegung relevanten Kontrollen richten sich insbesondere auf Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der Finanzberichterstattung, die auf der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der möglichen finanziellen Auswirkung auf Umsatz, EBIT oder Bilanzsumme basieren.

Die wesentlichen Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung sind klare Zuordnungen der Verantwortlichkeit, Kontrollen bei der Abschlusserstellung und angemessene Zugriffsregelungen für alle abschlussrelevanten EDV-Systeme. Das Vier-Augen-Prinzip sowie die Funktionstrennung sind dabei wichtige Prinzipien. Die erforderlichen Richtlinien (wie z. B. Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) sind eingerichtet und werden laufend aktualisiert. Ebenso erfolgt die entsprechende Überprüfung bezüglich ihrer Einhaltung.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Bei den mit Finanzinstrumenten verbundenen möglichen Risiken bei der msg systems AG handelt es sich insbesondere um Liquiditätsrisiken, die dazu führen können, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der finanziellen Verbindlichkeiten notwendig sind.

Hinsichtlich des Kreditrisikos bestehen nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Risiken. Für das geschätzte Ausfallrisiko wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind aktuell keine Ausfallrisiken erkennbar. Diese sind bei Banken mit einem guten Rating angelegt. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bestehen keine wesentlichen Ausfallrisiken.

Signifikante Werthaltigkeitsrisiken bestehen nur im Finanzanlagevermögen im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen und den dazugehörigen Ausleihungen. Um eine möglichst große Gewissheit über das künftige Entwicklungspotenzial einer Akquisition zu erhalten, ist bei den jeweiligen Vorhaben eine Vielzahl von Experten und Entscheidungsträgern aus den Geschäfts- und Zentralbereichen sowie Stabsstellen involviert. Federführend bei Akquisitionsvorhaben sowie für das laufende Beteiligungscontrolling ist die Stabstelle Beteiligungsmanagement.

Im Rahmen des Managements des Liquiditätsrisikos wird darauf geachtet, dass dem Unternehmen laufend ausreichende flüssige Mittel bzw. Kreditlinien zur Verfügung stehen, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu begegnen. Aufgrund eines hohen Bestandes der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erachtet die msg systems AG das Liquiditätsrisiko zurzeit als gering. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel, um die finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können.

Chancen und Risiken aus betrieblichen Aufgabenbereichen

Das Verhalten unserer Kunden bei Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie bei Ausgaben für laufende Unternehmensberatung wird sehr stark durch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst.

Das Marktvolumen kann sich durch die Verschlechterung des konjunkturellen Umfeldes reduzieren. Die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere im Kernmarkt Deutschland, ist ein Risikofaktor, der die msg systems AG in den einzelnen Segmenten unterschiedlich beeinflussen kann.

Im Hinblick auf die geopolitischen Spannungen im außenwirtschaftlichen Umfeld und das bedingte Wachstum im Euroraum ist es auch künftig notwendig, die möglichen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf intensiv zu beobachten, um gegebenenfalls schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können.

Die langjährigen konstruktiven Beziehungen zu unseren Großkunden zeigen, dass die msg systems AG das entgegengebrachte Vertrauen rechtfertigen konnte und auch künftig als strategischer Partner wesentliche Teile der IT-Infrastruktur unserer Kunden entwickeln und betreuen wird.

Die Entwicklung von Standardsoftware beinhaltet das Risiko, dass sie vom Markt nicht im gewünschten Umfang aufgenommen wird. Diesem Risiko wird dadurch entgegengewirkt, dass die Entwicklung immer in Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Pilotkunden erfolgt. Auf diese Weise sind die Bedürfnisse der Kunden jederzeit transparent. Über den erfolgreichen Einsatz msg-eigener Standardsoftware entstehen auch langfristige Kundenbeziehungen, die konjunkturelle Schwankungen reduzieren können.

Durch die Konsolidierung im IT-Markt und die zunehmende Globalisierung im Kundenumfeld besteht die Gefahr einer weiteren Zunahme des Wettbewerbs. Durch die Ausrichtung auf spezielle Marktnischen wird versucht, diesem Risiko entgegenzuwirken. Gezielte strategische Kooperationen und eine vorsichtige, stets am Markt bzw. Kunden orientierte Weiterentwicklung unserer Produkte tragen ebenfalls dazu bei, die vorhandenen Risiken zu minimieren.

Mit wachsender Unternehmensgröße nimmt auch die Anzahl der Großprojekte zu. Die Umsetzung solcher Großprojekte beinhaltet aufgrund der Komplexität der Systeme das Risiko, dass Projekte nicht profitabel abgewickelt werden können, weil Kosten das vereinbarte Budget überschreiten, Termine nicht eingehalten werden oder die erbrachten Leistungen nicht dem vereinbarten Pflichtenheft oder der geforderten Qualität entsprechen und evtl. deshalb Zusatzaufwände und Zusatzkosten entstehen. Zur Minimierung dieser Risiken wird bei allen Großprojekten ein gesondertes Projektcontrolling eingerichtet. Vertragsverhandlungen werden durch spezialisierte, interne Juristen und externe Anwaltskanzleien begleitet. Durch das Auditverfahren für Großprojekte sollen Risiken zudem früher erkennbar werden.

Wie alle Softwareprodukte können auch die Produkte der msg systems AG Fehler enthalten, deren Behebung im Rahmen der Gewährleistung die Kosten erhöht und damit die Gewinnspanne beeinflusst bzw. mit Schadensersatzansprüchen an die msg systems AG einhergehen kann. Das Unternehmen übernimmt in der Regel die branchenübliche Gewährleistung. Die Haftungsverpflichtungen werden, soweit möglich, vertraglich auf das gesetzlich zulässige Mindestmaß begrenzt. Dennoch ist, wenn auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit nicht ausgeschlossen, dass vertraglich vereinbarte Haftungsbeschränkungen für unwirksam erachtet werden.

In der Internationalisierung begründet sich zudem das Risiko der sprachlichen und kulturellen Verschiedenheiten. Dem versucht das Unternehmen unter anderem dadurch zu begegnen, dass bei internationalen Projekten eine Rekrutierung von Beschäftigten vor Ort gegenüber einer Entsendung von Beschäftigten aus Deutschland präferiert wird. Chancen werden in der Internationalisierung aber dahingehend gesehen, durch sie die Abhängigkeit vom deutschen Markt zu verringern und neue Märkte zu erschließen.

Chancen und Risiken der Segmente

Die Risiken im Geschäftssegment Insurance liegen neben den neuen Produktentwicklungen und deren Implementierung bei den Kunden im Wesentlichen in der Umsetzung der laufenden Großprojekte. Da sich hier große Kapazitäten der Mitarbeitenden und Umsatzerwartungen in einigen wenigen Projekten konzentrieren, sind ein gutes Projektmanagement und Projektcontrolling von hoher Bedeutung.

Die Geschäftsentwicklung in der Branche Public Sector hängt in starkem Maß von politischen Entscheidungen und der Entwicklung öffentlicher Haushalte ab. Für die nächsten Jahre sind umfangreiche Programme zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gesetzlich beschlossen, die eine stabile Entwicklung in diesem Geschäftssegment ermöglichen. Die möglichen Auswirkungen von Veränderungen hinsichtlich der politischen Entscheidungsträger sowie die künftigen Steuereinnahmen der öffentlichen Hand sind allerdings nur bedingt einschätzbar.

Der starke Wettbewerb in der Automobilindustrie führt zu hohem Kostendruck für die Hersteller. Dieser Druck wird an die Lieferanten weitergegeben und verursacht seit geraumer Zeit einen starken Wettbewerb im Bereich IT-Services.

Durch die Ausrichtung auf verschiedene Branchen, die Etablierung weiterer Branchen sowie die Entwicklung von spezialisierter Standardsoftware für einzelne Segmente und Nischen werden mögliche kritische Entwicklungen in einzelnen Bereichen abgefedert und neue Möglichkeiten der Wertschöpfung generiert. Deshalb ist es weiterhin das Ziel der msg systems AG, die Expertise als Branchenspezialist auszubauen, um entlang der gesamten Wertschöpfungskette der jeweiligen Branche alle Leistungen aus einer Hand anbieten zu können.

Chancen und Risiken im Personalbereich

Die in den vergangenen Jahren erreichten und die in der Zukunft geplanten Wachstumsraten bedingen eine laufende Anpassung der Managementstrukturen und der Organisation. Diese Aufgabe ist eine wichtige Herausforderung für das Führungsmanagement, um Ressourcenengpässe und Aufgabenkonzentrationen zu vermeiden und eine gleichmäßige Auslastung sicherzustellen.

Dem organischen Wachstum sind zunehmend Grenzen gesetzt, weil der Personalmarkt limitiert ist; aufgrund des demografischen Wandels gerade in Hinblick auf Nachwuchskräfte. Weiteres geplantes Wachstum und die Gewährleistung einer ausgewogenen Altersstruktur im Unternehmen erfordert besondere Aufmerksamkeit. Parallel wird weiterhin in die Modernisierung der IT und der Arbeitsplätze und Räumlichkeiten investiert. Ziel ist sowohl die Kollaboration und Begegnung an den Standorten zu fördern als auch die positiven Erfahrungen mit mobiler Arbeit fortzusetzen.

Die msg systems AG ist insgesamt bestrebt ein motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten und den bestehenden Mitarbeitenden zu ermöglichen, sich zu entwickeln und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Die regelmäßig durchgeführten Befragungen der Mitarbeitenden zeigen uns, welche Aspekte unserer Unternehmenskultur besonders geschätzt werden und wo wir im Rahmen unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses noch Optimierungen vornehmen können. Auf diese Weise halten wir die Arbeitgeberattraktivität weiterhin kontinuierlich auf einem hohen Niveau.

Das Sourcing mit eigenen Nearshore- und Offshore-Standorten gewinnt an Bedeutung und wird das weitere Wachstum der msg systems in besonderem Maße stützen.

Chancen Prozessoptimierung

Die ständige Verbesserung der Prozesse und des Qualitätsmanagements wurde uns mit der erfolgreichen Zertifizierung nach ISO 27001 und ISO 9001 bescheinigt.

Unter der Überschrift "Corporate Governance" verstehen wir die Orchestrierung des Unternehmens. Sie hat zum Ziel, die unternehmerischen Kräfte innerhalb der msg systems AG möglichst gut aufeinander abzustimmen, um die Synergien aus einer engeren Zusammenarbeit maximal nutzen zu können. Die Corporate Governance wird bei der msg systems AG fortlaufend weiterentwickelt und angepasst.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken werden durch die Einbeziehung der internen Rechtsabteilung bzw. von externen Rechtsanwälten vermindert. Das Unternehmen ist im normalen Umfang Gewährleistungsansprüchen ausgesetzt. Zur Absicherung derartiger Ansprüche sind ausreichend Rückstellungen gebildet. Risikomindernd wirkt sich hier auch das Qualitätsmanagement für unsere Produkte aus.

IT Risiken

Die IT-Risiken rücken aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Cyberbedrohungen immer mehr in den Fokus. Die msg systems AG überwacht die zentralen IT-Systeme permanent und hat darüber hinaus diverse Maßnahmen ergriffen, um das Cybersecurity-Niveau an die deutlich gestiegene Bedrohungslage anzupassen.

Gesamtaussage

Zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht der Vorstand keine Einzelrisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. Auch aus der Gesamtsumme der Risiken lässt sich aus Sicht des Vorstandes eine derartige Gefährdung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichts nicht erkennen.

4 Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach der anhaltend abgeschwächten Wachstumsdynamik im Jahresverlauf 2023 wird für das Jahr 2024 ein Wachstum von rund 3 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung prognostiziert. Dabei dürfte die globale konjunkturelle Entwicklung weiterhin durch insgesamt noch erhöhte Inflationsraten sowie fortgesetzte geopolitische Unsicherheiten - nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine und des Nahostkonflikts - geprägt sein.

Die Ökonomen der OECD, gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 um 0,3 Prozent wächst. Die Prognose hat sich damit halbiert. Noch im November des vergangenen Jahres waren die Fachleute davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft 2024 um 0,6 Prozent wächst. Damit hinkt Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin hinterher.

Im Januar 2024 ging der Branchenverband Bitkom noch davon aus, dass die Ausgaben für Informationstechnologie und Telekommunikation 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden EUR wachsen werden. Der ITK-Sektor würde damit signifikant stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden EUR prognostiziert. Im Vergleich zu 2023 wäre das ein Wachstum von 6,1 Prozent. Dabei würden die Ausgaben für Software in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden EUR das größte Wachstum ausmachen. Mit einem Volumen von 54,4 Milliarden EUR (+4,6 Prozent) bildet die IT-Hardware auch 2024 den größten Anteil des IT-Marktes ab, noch vor den IT-Services, so die Schätzung von Bitkom zu Beginn des Jahres.

Geschäftstätigkeit und Strategie

Die bestehenden Herausforderungen der vergangenen Jahre sind für IT-Unternehmen weitestgehend gleichgeblieben: Veränderte Kundenanforderungen, neue Wettbewerber, die rasant fortschreitende Entwicklung im Bereich Technologien sowie die Tatsache, dass traditionell IT-fremde Unternehmen verstärkt IT-Kompetenzen inhouse aufbauen und sich somit als IT-Provider aufstellen - das sind nur einige Faktoren, die das Handeln von msg systems AG bereits seit einiger Zeit prägen und auch in Zukunft beeinflussen werden. Aus Marktsicht neu dazugekommen sind die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Ukraine Krise. Insbesondere die Verteuerung von Energie ergibt Chancen und Risiken. Darüber hinaus verstärkt die Inflation den Veränderungsdruck bei unseren Kunden, aber auch bei uns selbst. Als Folge kommen langjährige Automatismen auf den Prüfstand.

Mit innovativen und ganzheitlichen IT-Lösungen sowie einem großen Erfahrungsschatz und Expertenwissen über die neuesten technologischen Möglichkeiten und Entwicklungen konnte msg systems AG in über 40 Jahren ein stetiges Wachstum verzeichnen. Dies ist eine hervorragende Basis, um unsere Kunden auch in Zukunft bei ihrer digitalen Transformation spürbar voranzubringen. Ausgehend von den veränderten Marktbedingungen hat msg systems AG strategische Eckpfeiler sowie Handlungsfelder für die kommenden Jahre im Rahmen der sogenannten Roadmap 2025 identifiziert. Mit der Roadmap 2025 wurden strategische Ziele definiert, die auch vor dem Hintergrund der Corona- und Ukraine-Krisen ihre Gültigkeit behalten haben und in den kommenden Jahren richtungsweisend für das Unternehmen sein werden. Um die Innovationen des Marktes bestmöglich zu nutzen und so unseren Kunden die passenden Lösungen anbieten zu können, verfolgen wir eine klare Portfolio- und Delivery-Strategie. Wir arbeiten im sogenannten TrendRADAR die wichtigsten Technologie-Trends heraus, bewerten sie hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Relevanz und greifen auf diese Weise Marktentwicklungen frühzeitig auf. Dabei fokussieren wir uns auf unsere aktuellen Schwerpunktthemen (Corporate Key Topics) Cloud, KI, Digitalisierung, SAP und Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung (ESG). Unsere Marktstrategie betreffend, werden wir auch weiterhin auf unsere stark ausgeprägte Branchenexpertise setzen, die es uns ermöglicht, die Kernprozesse unserer Kunden zu optimieren und diese als vertrauensvoller Partner mitzugestalten. Darüber hinaus wurde die Roadmap 2025 im Jahr 2022 um die One Group Strategy ergänzt und somit eine für die Breite der msg-Gruppe sinnstiftende Ambition gegeben. Im Zuge dessen fokussieren wir uns aktuell auf die Umsetzung der strategischen Maßnahmen. Dazu haben wir ein strategisches Maßnahmen-Portfolio verabschiedet. Hierbei nimmt auch das Thema ESG einen immer größeren Raum im Innen- und Außenverhältnis der Gesellschaft ein.

Gesamtleistungs- und Ergebnisentwicklung

Nach aktueller Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung rechnet der msg-Vorstand für das Jahr 2024 mit einer moderaten Steigerung der Gesamtleistung und einer sehr deutlichen Steigerung des EBIT. Eine Korrektur der Geschäftsplanung ist zu einem späteren Zeitpunkt, vor allem in Hinblick auf das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld auf unserem Hauptmarkt in Deutschland, nicht ausgeschlossen.

Investitionen und Finanzierung

Die Planungen für 2024 sehen ein unverändert hohes Investitionsniveau für die Unternehmensinfrastruktur, Forschung- und Entwicklungsprojekte sowie die Entwicklung der Mitarbeitenden vor. Demgegenüber gibt es gegenwärtig keine konkreten Planungen für größere Unternehmensakquisitionen. Die msg systems AG ist jedoch immer bereit, sich bietende Gelegenheiten für wirtschaftlich vielversprechende Akquisitionen zu nutzen.

Aufgrund der positiven Liquiditätssituation ist kein externer Finanzierungsbedarf für die geplanten Investitionen im Jahr 2024 absehbar.

Personal

Um auch in Zukunft innovativ und profitabel arbeiten zu können, sind qualifizierte und hochmotivierte Mitarbeitende unerlässlich für den Erfolg der msg systems AG. Es ist somit von zentraler Bedeutung, auch künftig in die Weiterentwicklung der bestehenden Mitarbeitenden zu investieren sowie gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Für die kommenden Perioden erwartet die Gesellschaft daher ein zum Geschäftsverlauf korrespondierendes Wachstum an Mitarbeitenden.

Neben der Gewinnung von neuen Mitarbeitenden ist die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen von hoher Bedeutung, denn dies bildet die Basis für die Umsetzung einer langfristigen Wachstumsstrategie. Deshalb wird großer Wert auf eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeitenden gelegt und dies durch eine kontinuierliche Personalentwicklung unterstützt.

Gesamtaussage

Trotz der schwierigen weltpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blickt der Vorstand der msg systems AG optimistisch in die Zukunft. Er rechnet mit einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens.

5 Spezielle Pflichtangaben

5.1 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Benachteiligende Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des beherrschenden Unternehmens oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen.

5.2 Regelung zur Geschlechterquote im obersten Management

Als paritätisch mitbestimmtes Unternehmen gemäß Mitbestimmungsgesetz unterliegt die nicht börsennotierte msg systems AG den Vorschriften des § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 Aktiengesetz.

In seiner Sitzung am 21. Juni 2022 hat der Aufsichtsrat die folgenden Zielgrößen zum 30. Juni 2025 für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand festgelegt: Aufsichtsrat: 20,0 Prozent, Vorstand: 12,5 Prozent. In seiner Sitzung am 6. Mai 2022 hat der Vorstand die folgenden Zielgrößen zum 30. Juni 2025 für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt: Führungsebene 1: 20,0 Prozent, Führungsebene 2: 30,0 Prozent.

Zum 31. Dezember 2023 übertraf die Besetzung im Vorstand und im Aufsichtsrat die festgelegten Zielgrößen deutlich. Die Ziele bei der Besetzung der Führungsebenen 1 und 2 wurden bis zum Ende des Jahres 2023 noch nicht erreicht. Trotz intensiver Prüfung innerhalb der msg Gruppe und am externen Bewerbermarkt konnten für die Führungsebenen 1 und 2 nicht ausreichend Kandidatinnen für die Positionen im IT- und Beratungsumfeld gefunden werden.

Führungsebene Zielwerte zum 30.06.2025 Istwerte zum 31.12.2023
Aufsichtsrat 20,0 % 25,0 %
Vorstand 12,5 % 20,0 %
Führungsebene 1 20,0 % 12,9 %
Führungsebene 2 30,0 % 14,4 %

Um die Zielwerte zu erreichen, wurden und werden verschiedene Maßnahmen im Bereich der Personalentwicklung durchgeführt. Beispielsweise gibt es ein Mentoring-Programm, welches insbesondere weiblichen Führungskräften mehr Sichtbarkeit, Kontakte und individuelle Förderung zukommen lassen soll. Zusätzlich wird mit einer neuen Schulungsreihe noch gezielter auf die Anforderungen der weiblichen Beschäftigten eingegangen und diese werden bei der Karriereplanung und -entwicklung in der msg aktiv unterstützt.

Weiterhin wurde aus der Belegschaft heraus ein Frauennetzwerk gegründet, welches durch das zentrale Diversity Management unterstützt und erweitert wird. Hier werden regelmäßig Netzwerktreffen und Impulsvorträge angeboten, welche ebenfalls die Karrierechancen der weiblichen Beschäftigten erhöhen sollen.

In einer neuen Staffel des Excellence Programmes - ein Programm, welches 2023/2024 gezielt exzellenten Mitarbeiterinnen in den Fokus rückt - wurde ein Projekt gestartet, welches die Aufgabe hat herauszuarbeiten, wie eine systematische Frauenförderung bei msg gelingen kann, welche Barrieren dazu abgebaut werden müssen und mit welchen Maßnahmen Frauen bei msg noch besser gefördert werden können.

Schließlich können von allen Beschäftigten verschiedene Angebote zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wahrgenommen werden. Hierzu zählen insbesondere das sehr flexible Arbeitszeitmodell 2.0 der msg mit seinen Kurzzeit- und Langzeitkonten.

 

Ismaning, 31. März 2024

msg systems AG

Dr. Jürgen Zehetmaier, Vorsitzender

Dr. Andrea van Aubel, Vorstand

Rolf Kranz, Vorstand

Karsten Redenius, Vorstand

Dr. Frank Schlottmann, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die msg systems AG, Ismaning

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der msg systems AG, Ismaning, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der msg systems AG, Ismaning, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks

 

Landshut, den 13.05.2024

BBT Control Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Bendel, Wirtschaftsprüfer

Braun, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

06.08.2024

Auch im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der msg systems AG die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens sorgfältig und regelmäßig überwacht, geprüft und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat wurde in alle strategischen Entscheidungen einbezogen und vom Vorstand laufend über die aktuelle strategische und operative Entwicklung und über die Geschäftslage des Unternehmens sowie wesentliche Geschäftsvorfälle, Projekte und Vorhaben informiert.

Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt vier ordentlichen Sitzungen (21. März 2023, 20. Juni 2023, 8. August 2023 und 19. Dezember 2023) und einer außerordentlichen Sitzung (5. Oktober 2023) zusammen. Dabei wurde der Aufsichtsrat durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes jeweils ausführlich über die wirtschaftliche Lage, das operative Geschäft, die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung sowie die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft informiert.

Im Wesentlichen beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 mit folgenden Themen: regelmäßiger Bericht des Vorstandes, Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes, Geschäftspolitik und strategische Planung, Managementstrukturen und Personalien, organisatorische Veränderungen, Finanzpolitik und Risikomanagement sowie Unternehmens- und Budgetplanung. Des Weiteren wurden der Prüfungsplan der Revision für das Jahr 2024 sowie ein neuer Geschäftsverteilungsplan als Bestandteil der Geschäftsordnung für den Vorstand der msg systems AG verabschiedet.

Im Berichtsjahr verfügte der Aufsichtsrat über drei Ausschüsse. Der Prüfungsausschuss trat einmal zusammen. Er diskutierte die Schwerpunkte der Abschlussprüfung sowie den Jahresabschluss. Des Weiteren besprach er den Compliance Jahresbericht des abgelaufenen Geschäftsjahrs sowie den Bericht der bisherigen Audittätigkeiten der Revision im Jahr 2023. Der Personalausschuss tagte viermal. In den Sitzungen wurde intensiv über Themen wie Beraterverträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der msg systems AG, die Wiederbestellung eines Vorstandsmitglieds sowie Dienstverträge mit Vorstandsmitgliedern der msg systems AG beraten. Außerdem hat sich der Ausschuss vorbereitend mit der Zielerreichung der Vorstandsmitglieder sowie mit den Zielvereinbarungen des Vorstands für den Berichtszeitraum befasst. Zu all diesen Punkten wurden Beschlüsse für das Aufsichtsgremium vorbereitet. Für eine Sitzung des gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG gebildeten Vermittlungsausschusses bestand auch in diesem Berichtsjahr kein Anlass. Die Vorsitzenden des Prüfungs- und des Personalausschusses berichteten jeweils regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen über die Arbeit der Ausschüsse.

Im Berichtsjahr fand die Wahl der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der Gesellschaft statt, welche aufgrund der Corona-Krise gemäß § 104 AktG bis zu dem Zeitpunkt verschoben worden war, an dem eine Wahl durchgeführt werden kann.

Die zu diesem Zeitpunkt amtierenden Arbeitnehmervertreter Frau Eva Segerer, Herr Peter Six und Herr Herbert Wittemer wurden zum 2. Mai 2023 wiedergewählt. Des Weiteren wurden Frau Elke Lang, Herr Jürgen Biebl und Herr Volker Brendemühl als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Walter Eisenhart, Herr Klaus Köbler und Herr Ralf Vogelsang gehören dem neuen Aufsichtsrat nicht mehr an.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. August 2023 wurde Herr Dr. Walter Kirchmann in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt. Herr Dr. Adrian von Hammerstein schied mit Wirkung zum Ablauf des 8. August 2023 altersbedingt aus dem Aufsichtsrat aus.

Herr Peter Six wurde im Berichtsjahr erneut zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Herr Dr. Walter Kirchmann zum weiteren stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Aufgrund der Veränderungen im Aufsichtsrat setzten sich auch die Ausschüsse teilweise neu zusammen:

Der Prüfungsausschuss besteht nun aus Herrn Dr. Walter Kirchmann (Vorsitzender des Prüfungsausschusses), Herrn Volker Brendemühl und weiterhin Herrn Herbert Enzbrenner.

Der Personalausschuss besteht unverändert aus Herrn Johann Zehetmaier (Vorsitzender des Personalausschusses) und Herrn Volker Reichenbach. Herr Herbert Wittemer wurde erneut in den Personalausschuss gewählt.

Der Vermittlungsausschuss besteht weiterhin aus Herrn Johann Zehetmaier, Herrn Peter Six sowie Herrn Herbert Enzbrenner. Neu in den Ausschuss gewählt wurde Frau Eva Segerer.

Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und ihr Engagement für das Unternehmen.

In Bezug auf den Vorstand hat der Aufsichtsrat im Jahr 2023 auf Empfehlung des Personalausschusses Folgendes beschlossen:

Der Aufsichtsrat hat die Erklärung von Herrn Dr. Stephan Frohnhoff zur Niederlegung seines Amtes als Vorstandsmitglied der msg systems AG zum Ablauf des 15.12.2023 zustimmend zur Kenntnis genommen und dem Abschluss eines entsprechenden Abwicklungsvertrags zugestimmt.

Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte BBT Control Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft / Steuerberatungsgesellschaft, Landshut, hat den Jahresabschluss einschließlich des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Der Bestätigungsvermerk wurde uneingeschränkt erteilt.

Der Prüfungsbericht der BBT Control Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung der msg systems AG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates frühzeitig zur Information vor.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben die Unterlagen geprüft und am 29.07.2024 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer eingehend erörtert sowie alle offenen Fragen geklärt. Der Aufsichtsrat wurde in der Bilanzsitzung am 06.08.2024 über die Ergebnisse informiert. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats lagen der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, der Jahresabschluss sowie der Lagebericht zur Information vor. Alle Fragen konnten abschließend und zufriedenstellend beantwortet werden.

Nach abschließender eigener Prüfung wurden vom Aufsichtsrat keinerlei Einwände gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht der msg systems AG erhoben. Der Aufsichtsrat schloss sich folglich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss.

Der Jahresabschluss der msg systems AG zum 31.12.2023 ist somit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns wurde vom Aufsichtsrat eingehend diskutiert und die Zustimmung hierfür erteilt.

Der Abschlussprüfer hat ferner den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, und

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht hierzu wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern frühzeitig zur Information übermittelt.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben auch diese Unterlagen geprüft und am 29.07.2024 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer eingehend erörtert sowie alle offenen Fragen geklärt. Der Aufsichtsrat wurde in der Bilanzsitzung am 06.08.2024 über die Ergebnisse informiert. Alle Fragen konnten abschließend und zufriedenstellend beantwortet werden.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichtes erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Abhängigkeitsberichtes.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen im Berichtszeitraum amtierenden Vorstandsmitgliedern sowie bei allen Mitarbeitenden für den hohen persönlichen Beitrag und die guten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023.

 

Ismaning, 06.08.2024

Für den Aufsichtsrat

Johann Zehetmaier, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Ergebnisverwendungsbeschluss

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06.08.2024 ist der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von 391.313.061,05 EUR folgendermaßen verwendet worden:

a) Verteilung an die gewinnberechtigte Alleinaktionärin durch Ausschüttung einer Dividende von 15,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktien (= 30.000.000,00 EUR).

b) Vortrag des verbleibenden Restbetrags (361.313.061,05 EUR) auf neue Rechnung.

Sonstiger Berichtsteil

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss 2023 wurde am 06.08.2024 festgestellt.

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit

1. Über diesen Bericht - Gesetzesgrundlage

Am 06.07.2017 ist das Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (kurz EntgTranspG; im Weiteren aufgeführte Paragraphenangaben beziehen sich, soweit nicht anders benannt, hierauf) in Kraft getreten. Gemäß §§ 21 und 22 erstellen Arbeitgeber mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit, sofern sie nach den §§ 264 und 289 Handelsgesetzbuch zur Erstellung eines Lagerberichtes verpflichtet sind. Gemäß § 22 Abs. 2 ist der Bericht für die msg systems AG alle drei Jahre zu erstellen; der Berichtszeitraum umfasst die vergangenen drei Jahre. Dies sind im vorliegenden Bericht die Jahre 2020-2022.

2. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung

Mitarbeitende stellen für msg systems AG ein hohes Gut dar und nehmen eine besondere Rolle ein. Um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, wird insbesondere darauf geachtet, nachhaltig in die Ressource Mensch zu investieren. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmerrechte zu wahren und die Diversität zu fördern bildet hierbei eine wichtige Basis und ist elementarer Bestandteil der werteorientierten Personalstrategie der msg systems AG.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern, ein fairer und wertschätzender Umgang miteinander, sind für die msg systems AG dabei selbstverständlicher Teil des Wertesystems und im unternehmenseigenem Code of Conduct sowie dem gruppenweiten msg Führungskompass verankert. Der Gleichstellungsgrundsatz wird auch in der Unternehmenskommunikation zum Ausdruck gebracht. Offizielle Dokumente, z.B. Arbeitsverträge, Regelungen, Newsletter, Einladungen zu Events etc. werden sprachlich gegendert und auch bei bildlichen Darstellungen wird darauf geachtet, Frauen und Männer gleichermaßen und gendergerecht zu repräsentieren. Auf dieser Werte-Basis und ausgehend von der Verpflichtung der Charta der Vielfalt verfolgt die msg systems AG personalpolitisch vorrangig folgende Ziele:

1. Die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen

2. Die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Ad 1) Zum 30.06.2025 möchte die msg systems AG 30 % der Führungspositionen der zweiten Führungsebene (mittleres Management) mit Frauen besetzen. Dieser Zielwert wurde vor dem Hintergrund des empirischen Anteils von Frauen in MINT-Studienfächern und MINT-Berufen festgelegt, um eine realistische Zielgröße zu benennen.

Um den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, werden die seit 2016 beschlossenen Maßnahmen zur Frauenförderung umgesetzt und systematisch erweitert. Im Recruiting werden aktiv und vermehrt Frauen angesprochen, um das entsprechende Beschäftigtenpotenzial am Arbeitsmarkt ausschöpfen zu können. Im Bereich der Personalentwicklung leistet das Mentoring-Programm einen Beitrag zur Förderung von Frauen in Führungspositionen. Geeignete Kandidatinnen werden identifiziert und zur Teilnahme am Förderungsprogramm seitens ihrer Führungskraft ermuntert. Darüber hinaus ist die Sensibilisierung für die Gleichstellung und die Behandlung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetztes (AGG) Teil der regelmäßig stattfindenden internen Führungskräfteausbildung.

Auf Initiative einiger weiblicher Führungskräfte wurde zudem ein Frauennetzwerk ins Leben gerufen. Ziel ist die Vernetzung und den Gedankenaustausch der Frauen untereinander zu fördern sowie die Awareness für Diversity-Fragestellungen im Unternehmen zu erhöhen.

Seit 2022 gibt es mit "Frauen@msg" eine Schulungsreihe, in der Frauen in die Lage versetzt werden sollen, ihre individuellen Stärken bewusst hervorzuheben, um ihre berufliche Leistung sichtbar zu machen.

Zur Förderung der Vielfalt bietet die msg-Gruppe Beschäftigten, unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit, den gleichen Zugang zu Laufbahn- und Karriereprogrammen, wie z.B. dem Excellence Programm (einem Angebot für besonders talentierte Mitarbeitende) an. Dabei wurde 2022 vorstandsseitig einmalig die Durchführung einer sogenannten "Female Talents Staffel" beschlossen, um den Blick der Führungskräfte auf weibliche Talente in der msg systems AG zu lenken und diese zu fördern.

Ad 2) Zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben setzt die msg systems AG vor allem auf ein flexibles Arbeitszeitmodell mit Vertrauensarbeitszeit und Zeitwertkonten sowie der Möglichkeit zum Home-Office.

Nahezu alle Mitarbeitenden haben die technischen Möglichkeiten und Arbeitsmittel zur Verfügung, um raumzeitlich flexibel arbeiten zu können.

Seit 2019 gibt es bei der msg systems AG Zeitwertkonten. Mitarbeitende können Guthaben ihrer Kurzzeitkonten (in Geld umgewandelt) in die Langzeitkonten ebenso einbringen wie Teile der variablen oder laufenden Vergütung. Die Einbringungen der Mitarbeitenden sind dort neben den Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung insolvenzgesichert in der Kapitalanlageform Rentenversicherung angelegt. Von diesem Guthaben können die Mitarbeitenden Sabbaticals oder Vorruhestand finanzieren. Dieser Benefit wird von den Mitarbeitenden sehr gut angenommen. Im Einführungsjahr haben sich bereits 319 Mitarbeitende für ein Zeitwertkonto entschieden. Das entspricht einer Nutzungsquote von ca. 10,45%.

Darüber hinaus bietet die msg systems AG diverse Teilzeitmodelle an, die zum Ziel haben die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Dazu gehört u. a. auch die Möglichkeit, zeitweise oder dauerhaft in Teilzeit Führungsverantwortung zu übernehmen.

3. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Die Vergütung bei der msg systems AG richtet sich nach definierten, geschlechtsunabhängigen Kriterien. Betrachtet werden die individuelle Qualifikation und Berufserfahrung, die Art und der Umfang der ausgeübten Tätigkeit sowie die erbrachte Leistung der Mitarbeitenden. Die Geschlechtszugehörigkeit oder andere soziodemografische Merkmale spielen bei der Entgeltgestaltung keine Rolle. Das Unternehmen hat zur Thematik der jährlichen Mitarbeitergespräche und der damit verbundenen Gehaltserhöhungen ein Projekt aufgesetzt, welches die Fair-Pay-Grundsätze strukturell in der gesamten Vergütungssystematik noch besser verankern soll.

Als Grundlage zur Entgeltfindung dient ein zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat abgestimmtes Job Model, welches Tätigkeitsfelder, benötigte Kompetenzen und berufliche Entwicklungsstufen transparent und geschlechtsneutral beschreibt. Die msg systems AG arbeitet darüber hinaus mit verschiedenen Vergütungsmodellen (Fixgehalt und ggf. eine variable Komponente); die Höhe der Vergütung wird jährlich und individuell für das jeweils kommende Geschäftsjahr im Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden festgelegt. Dabei werden die o.g. Kriterien berücksichtigt. Die Höhe der variablen Vergütungskomponente wird anhand des Erfüllungsgrades der festgelegten Ziele ermittelt. Die Gehaltsentwicklung ist leistungsabhängig. Für den Fall möglicher Benachteiligungen stehen den Mitarbeitenden über eine unabhängige Clearings Stelle geeignete Beschwerdewege zur Verfügung.

4. Statistische Angaben (im Jahresdurchschnitt)

Die statistischen Angaben nach § 21 Abs. 2 beziehen sich jeweils auf das letzte Kalenderjahr im Berichtszeitraum. Im vorliegenden Bericht ist dies das Jahr 2022. Zudem wird die Veränderung der Werte aufgezeigt.

Geschäftsjahr 2019 Geschäftsjahr 2022 Veränderung
absolut in % absolut in % absolut in %
Anzahl der Beschäftigten 2.490 100 % 3.047 100 % + 557 + 22 %
davon Frauen 682 27 % 889 29 % + 207 + 30 %
davon Männer 1.808 73 % 2.158 71 % + 350 + 19 %
Anzahl der Vollzeitbeschäftigten 2.108 100 % 2.525 100 % + 417 + 20 %
davon Frauen 481 23 % 608 24 % + 127 + 26 %
davon Männer 1.627 77 % 1917 76 % + 290 + 18 %
Anzahl der Teilzeitbeschäftigten 382 100 % 522 100 % + 140 + 37 %
davon Frauen 201 53 % 281 54 % + 80 + 40 %
davon Männer 181 47 % 241 46 % + 60 + 33 %

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