AZ-Software GmbH
Selbe AdresseEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Emilien Jay seit 29.4.2025 | Prokura |
Markus Best seit 29.4.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Honeywell East Asia Inc. | 66.43% |
Sala-Burgess Controls AG | 28.47% |
Honeywell East Asia Inc. | 3.57% |
Sala-Burgess Controls AG | 1.53% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Notifier Sicherheitssysteme GmbHRatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Ratingen, 30. August 2024 Hirzel, Klaus, Geschäftsführer Lagebericht zum Geschäftsjahr 20231 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die Gesellschaft gehört zum US-amerikanischen Konzern Honeywell International Inc., Charlotte, North Carolina, USA. Die Gesellschaft ist organisatorisch unterschiedlichen Konzernbereichen SBGs (Strategic Business Groups) zugeordnet. Der Standort Ratingen, der das Brandmeldegeschäft betreibt, ist dem Konzernbereich HBT "Home and Building Technologies" zugeordnet und der Standort München, der das Gaswarngeschäft unter der Bezeichnung Honeywell Analytics betreibt, dem Konzernbereich SPS "Safety and Productivity Solutions". 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Gesellschaft ist seit Beginn des Geschäftsjahres 2021 am Standort Ratingen mit dem Brandmeldegeschäft als funktions- und risikoarme Vertriebsgesellschaft (sog. Limited Risk Distributor, LRD) tätig und bezieht sämtliche Waren aus dem Konzernverbund. Hierdurch bedingt ist die Gesellschaft mit dem Brandmeldegeschäft nur in begrenztem Umfang Geschäftsrisiken ausgesetzt und realisiert folglich ein vertraglich vereinbartes, positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von 3% der Umsatzerlöse. Die Produktpalette umfasst Brandmelderzentralen, Zentralzubehör, intelligente Ringbuselemente, Grenzwertmelder, Alarmgeber, Türschließeinrichtungen, Sondermelder und verschiedenes Zubehör. Am Standort München vertreibt die Gesellschaft im Namen und auf Rechnung eines verbundenen Unternehmens Gaswarn- und Gasmessgeräte. Der Fokus der Gesellschaft liegt auf dem inländischen Absatzmarkt. 1.2 Standorte Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft an zwei deutschen Standorten: In Ratingen den Bereich der Brandmeldesysteme und in München den Bereich der Gaswarnsysteme. Der Handel von Brandmeldesystemen für die Gebäudetechnik, die von anderen Gesellschaften des US-amerikanischen Honeywell-Konzerns gefertigt werden, erfolgt durch den Standort Ratingen. Über den Standort München wird der Vertrieb von Gaswarn- und Gasmessgeräten in fremden Namen und auf fremde Rechnung für verbundene Unternehmen betrieben. 2 WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft wurde durch hohe Inflationsraten und geldpolitische Straffungen belastet. Trotz eines robusten Wachstums in den USA, angetrieben durch private Konsumausgaben und zunehmend auch Unternehmensinvestitionen, blieb das Wachstum in China hinter den Erwartungen zurück, trotz der Abkehr von der Null-Covid-Politik im vergangenen Winter. In anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländern war die Konjunktur zwar heterogen, aber insgesamt ebenfalls gedämpft. Für die Jahre 2023 und 2024 erwartete der Sachverständigenrat globale BIP-Wachstumsraten von 2,7 % bzw. 2,2 %. Im Euro-Raum zeigte sich ebenfalls eine schwache Konjunktur, die voraussichtlich erst im Jahr 2024 etwas anziehen würde, mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 0,6 % bzw. 1,1 % für 2023 bzw. 2024. Die deutsche Wirtschaft kühlte sich im europäischen Vergleich besonders stark ab. Private Haushalte und der Staat reduzierten ihre Konsumausgaben. Obwohl die Industrie und die Bauwirtschaft noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen profitierten, gingen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kamen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Nach dem Einbruch des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland als Folge des Corona-Virus im Jahr 2020 und von Nachholeffekten geprägte Folgejahren stagnierte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 mit einem BIP um -0,3 %. Diese Abwärtsrevision im Vergleich zum Vorjahreswachstum von 1,8% ist neben dem Rückgang des Staatskonsums zum Ende Corona-Pandemie insbesondere auf hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen nebst ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen zurückzuführen. Die Inflation in Deutschland, gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex, betrug im Jahresmittel 5,9% gegenüber dem Vorjahr. Die Teuerung war, wie im Vorjahr, insbesondere von der Kriegs- und Krisensituation geprägt, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen beeinflusste. Weltweit haben Zentralbanken ihre Geldpolitik gestrafft, was zur Dämpfung des außenwirtschaftlichen Umfelds Deutschlands beigetragen hat. Die globale Industrieproduktion und der für die deutsche Wirtschaft wichtige Warenhandel entwickelten sich seit dem Frühjahr schwach. Obwohl die US-Volkswirtschaft positive außenwirtschaftliche Impulse für Deutschland lieferte, wuchs die Eurozone nur geringfügig, und das chinesische Wirtschaftswachstum blieb bis zur Jahresmitte historisch niedrig. Die inländische Nachfrage fiel zu Jahresbeginn durch Kaufkraftverluste infolge der Inflation stark zurück, erholte sich jedoch im zweiten Quartal mit sinkenden Inflationsraten und steigenden Einkommen. Die insoweit sich erholende inländische Nachfrage stieß jedoch mit niedrigem Angebot an Fachkräften und einer erhöhten Kapazitätsauslastung im Dienstleistungsbereich an Grenzen. Die konjunkturelle Abkühlung und ein Rückgang der Krankenstände führten nur zu einer geringfügigen Entspannung der Fachkräfteengpässe. Zusätzlich zur gedämpften globalen Nachfrage haben sich im Jahr 2023 die inländischen Produktionskosten und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland verschlechtert. Die Preissteigerung in Deutschland lag deutlich über der in anderen wichtigen Volkswirtschaften wie den USA und China. Die energieintensiven Industriezweige Deutschlands litten besonders unter hohen Produktionskosten aufgrund der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Unsere Geschäfte und deren Entwicklung sind stark mit den Bauinvestitionen und der Bautätigkeit im Gewerbebau und Öffentlichem Bau verzahnt. Der Rückgang der Baukonjunktur setzt sich weiter fort. Der Umsatz wird in diesem Jahr real um 5,3 % zurückgehen und im kommenden Jahr gehen wir von weiteren minus 3 % aus. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.2.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur Bilanzsumme Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 16% gesunken. Maßgeblich dafür ist insbesondere die Verminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.447 auf TEUR 11.912 (Vj. TEUR 14.359) verantwortlich. Diese Verminderung resultiert insbesondere aus der Verminderung der Cashpool Forderung um TEUR 4.278 gegenüber dem Vorjahr sowie einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Verbundbereich um TEUR 1.831. Der Anstieg der Vorräte um TEUR 4 auf TEUR 20 (Vj. TEUR 16) resultiert aus der Anschaffung von Ersatzteilen, die zum Geschäftsjahresende vorgehalten wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 883 auf TEUR 1.184 (Vj. TEUR 2.067) gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf Kundenverhalten sowie Fälligkeiten der betroffenen Forderungsbestände zurückzuführen. Die sonstigen Vemögensgegenstände sind um TEUR 696 auf TEUR 868 (Vj. TEUR 173) angestiegen. Die Hauptursache dafür war der Anstieg der Umsatzsteuerforderung. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 27 auf TEUR 1.024 (Vj. TEUR 1.051) gesunken. Die Reduzierung ist insbesondere auf den Rückgang der personalbezogenen Rückstellungen und der Rückstellungen für Kundenboni und Gutschriften zurückzuführen. Gegenläufig hierzu sind die Rückstellungen für Restrukturierung angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 2.659 auf TEUR 4.989 (Vj. TEUR 7.648) gesunken. Dies ist hauptsächlich auf die Begleichung von Verbindlichkeiten im Verbundbereich vor dem Stichtag sowie den Rückgang des abzuführenden Ergebnisses zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug 54% (Vj. 46%). Da das Eigenkapital sich nicht verändert hat, ergab sich die Veränderung der Eigenkapitalquote aus der niedrigeren Bilanzsumme. 2.2.2 Finanzlage Cash Pool Allgemein Wie in den Vorjahren, ist die Gesellschaft an das Cash-Pooling der Honeywell-Gruppe angebunden, das dem Konzern durch ein zentrales Finanzmanagement erlaubt, das Fremdfinanzierungsvolumen zu reduzieren, indem Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften genutzt werden, um den Geldbedarf anderer Konzernunternehmen intern zu finanzieren. Dieser konzerninterne Liquiditätsausgleich wird durch die Honeywell GmbH als deutsche Cashpool-Führerin organisiert, indem diese, teilweise mittelbar durch die Honeywell Deutschland GmbH, den Konzernunternehmen überschüssige Liquidität entzieht bzw. eine Liquiditätsunterdeckungen durch Kredite ausgleicht. Die Honeywell GmbH selbst ist wiederum in den Europäischen Cash Pool eingebunden, der im Geschäftsjahr durch die Advanced Limited, Dublin, Irland geführt wurde. Bis zum Februar des Geschäftsjahres wurde der europäische Cash-Pool von der Europe N.V ., Diegem/Belgien, geführt. Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt negativ TEUR 2.542 (Vj. positiv TEUR 5.596). Der Cashflow resultiert im Wesentlichen durch die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Cash Flow aus Investitionstätigkeit Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt positiv TEUR 322 (Vj. positiv TEUR 22) und resultiert aus dem Zahlungsmittelzufluss im Bereich der Zinserträge aus der Verzinsung des Cashpool-Guthabens Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt negativ TEUR 2.059 (Vj. negativ TEUR 1.464) und ergibt sich aus der Begleichung der Verbindlichkeit aus Gewinnabführung des Vorjahres nebst hierauf fälligen Zinsen. Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Cash-Pooling-Forderungen zusammen und beträgt TEUR 8.877 (Vj. TEUR 13.156). 2.2.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.231 (20%) auf TEUR 28.299 (Vj. TEUR 35.530) gesunken und wurden mit Produkten aus den Business-Linien Life Safety Systems und Smart Edge erwirtschaftet. Der Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Handelswarenumsätze um TEUR 5.900 gegenüber Vorjahr. Die Hauptursache für den Umsatzrückgang liegt bei den im Vorjahr getätigte Vorratskäufe, die zu einer Reduzierung der Nachfrage in 2023 führten. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 134 auf TEUR 155 (Vj. TEUR 21) gestiegen. Die Veränderung resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 147 und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8. Der Materialaufwand reduzierte sich um TEUR 4.802 (20%) auf TEUR 19.016 (Vj. TEUR 23.818). Die Veränderung von TEUR 4.802 steht im Einklang mit der Reduzierung des Umsatzes. Die Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2023 beträgt 67% (Vj. 67%) und ist unverändert geblieben. Die Personalaufwendungen reduzierte sich um TEUR 339 (5%) auf TEUR 6.707 (Vj. TEUR 7.046). Die Veränderung resultiert aus im Vorjahr erfassten Aufwendungen im Zusammenhang mit Rückstellungen für die Restrukturierung. Die Personalaufwandsquote beträgt im Geschäftsjahr 2023 24% (Vj. 20%) und ist leicht gestiegen, bedingt durch den deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 74 (3%) auf TEUR 2.595 (Vj. TEUR 2.669) gesunken und resultieren im Wesentlichen aus konzerninternen Weiterbelastungen von TEUR 1.050, Aufwendungen für Fuhrpark in Höhe von TEUR 712 und Miet- und Pachtaufwendungen für Grundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 226. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind um TEUR 26 (42%) auf TEUR 88 (Vj. TEUR 62) gestiegen und resultieren aus der Verzinsung der nicht beglichenen Gewinnabführung. Aufgrund des mit der Gesellschafterin, der Honeywell GmbH, Offenbach, geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 369 (Vj. TEUR 1.971) vollständig an diese abgeführt. 3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1 Prognosebericht Wir erwarten angesichts des im April 2024 erfolgten Verkaufs des Fire-Geschäfts an ein verbundenes Unternehemen einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse im kommenden Geschäftsjahr. Diese Erwartung wird in den ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres 2024 bestätigt. In den ersten sieben Monaten 2024 wurde ein Umsatz von TEUR 9.387 (Vj. TEUR 17.022) erzielt. Für das Jahr 2024 erwarten wir eine zum Vorjahr vergleichbare Kostenstruktur und somit eine vergleichbare Bruttomarge im Jahr 2024. Bezüglich der dargestellten zukunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. 3.2 Risikobericht Insoweit wie der derzeitige Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eskaliert, vermag dieser sich auch negativ auf andere Risiken auszuwirken, wie z.B. Cybersicherheitsvorfälle und andere Störungen unserer IT-Infrastruktur oder der unserer Kunden und Lieferanten, einschließlich Störungen bei unseren Cloud Computing-, Server-, System- und anderen IT-Dienstleistern. Globale Cybersecurity-Bedrohungen und -Vorfälle können von unkoordinierten individuellen Versuchen, sich unbefugten Zugang zu IT-Systemen zu verschaffen, bis hin zu ausgeklügelten und gezielten Maßnahmen reichen, die als fortschrittliche, anhaltende Bedrohungen (Advanced Persistent Threats) bekannt sind und sich gegen das Unternehmen, seine Produkte, seine Kunden und/oder seine Drittanbieter, einschließlich Cloud-Anbieter, richten. Unsere Kunden verlangen in zunehmendem Maße Cybersicherheitsschutz und schreiben Cybersicherheitsstandards für unsere Produkte vor, wodurch uns zusätzliche Kosten entstehen können, um solchen Anforderungen gerecht zu werden. Wir sind bestrebt, umfassende Maßnahmen zur Abschreckung, Vorbeugung, Erkennung, Reaktion und Abschwächung dieser Bedrohungen zu ergreifen, einschließlich Identitäts- und Zugangskontrollen, Datenschutz, Schwachstellenbewertungen, kontinuierliche Überwachung unserer IT-Netzwerke und -Systeme sowie der Wartung von Sicherungs- und Schutzsystemen. Die Risiken der Gesellschaft liegen, seit der Einführung des LRD-Modells, insbesondere in der Gewinnung neuer Kunden und der Erfüllungsmöglichkeit geschlossener Verträge durch Lieferfähigkeit. Rechtsstreitigkeiten von besonderer Bedeutung liegen nicht vor. Sämtliche Geschäftsaktivitäten mit Russland und Weißrussland wurden als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine mit Wirkung vom 9. März 2022 und in Umsetzung europäischer Sanktionen eingestellt. 3.3 Chancenbericht Im Jahr 2024 gehen wir von einer weiteren Entspannung der Coronakrise aus, was sich günstig auf die Entwicklung aller Geschäftsbereiche auswirken sollte. Zudem rechnen wir fest damit, dass sich die Liefersituation bei elektronischen Bauelementen verbessert. Jedoch sind die Risiken durch unterbrochene Lieferketten sowie der Kriegslage in der Ukraine substanziell eine Gefährdung für die Wachstumspläne des Unternehmens. Wir werden die gezielte Ansprache von Neukunden intensivieren und wollen durch die Fortsetzung unseres Notifier Partnerprogramms neue Kunden gewinnen und unsere Kundenzufriedenheit erhöhen. Auch die engere Zusammenführung im Brandgeschäft mit dem verbundenen Unternehmen, der Novar GmbH, schafft Möglichkeiten zu Wachstumssynergien und einer besseren Positionierung der Marken Esser und Notifier. Wie bisher liegt die größte Chance im Gaswarnbereich bei der Erneuerung bestehender Systeme. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang zum Geschäftsjahr 2023ALLGEMEINE HINWEISE Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Berücksichtigung der Annahme der Unternehmensfortführung im Sinne des § 252 Abs.1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Angaben, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder dem Anhang zu machen sind, wurden teilweise im Anhang vorgenommen. REGISTERINFORMATIONEN Die Gesellschaft ist unter der Firma Notifier Sicherheitssysteme GmbH mit Sitz in Ratingen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 46036 eingetragen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sachanlagevermögen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer und etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:
Voraussichtlich dauernde Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken im Vorratsvermögen werden bei den Waren Bewertungsabschläge, die sich an der Gängigkeit und Reichweite orientieren, vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig sind, wurden vollständig wertberichtigt. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellungen aufgrund drohender Verluste aus schwebenden Geschäften wurden auf Vollkostenbasis in Höhe des Verpflichtungsüberschusses gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Abzinsung erfolgte unter Anwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage 1 zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und gliedern sich wie folgt auf:
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 147. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen aus konzerninternen Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 1.050 (Vj. TEUR 1.199), Aufwendungen für Fuhrpark in Höhe von TEUR 712 (Vj. TEUR 619) und Miet- und Pachtaufwendungen für Grundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 226 (Vj. TEUR 225) zusammen. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Hirzel, Klaus, Director Sales, angestellt bei dem verbundenen Unternehmen Novar GmbH, Albstadt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Honeywell International Inc., 300 South Tryon Street, Charlotte NC 28202, United States, einbezogen. Die Honeywell International Inc., 300 South Tryon Street, Charlotte NC 28202, United States, erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt und kann bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) unter der Commission-File-Nummer 1-08974 eingesehen werden. Haftungsverhältnisse Die zugunsten der Honeywell Inc. und anderer verbundener Unternehmen eingegangene gesamtschuldnerische Bürgschaft gegenüber Dritten in Höhe von 302.105 TEUR (Vj: 0 TEUR) ist aus Sicht der Gesellschaft nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher kein Risiko einer Inanspruchnahme aus dem gem. § 251 HGB ausgewiesenen Haftungsverhältnis besteht. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation des Honeywell Konzerns ist das Risiko einer Inanspruchnahme als äußerst gering anzusehen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, bestehen aus Sicht der Gesellschaft nicht. Nachtragsbericht Am 1. April 2024 hat die Gesellschaft das Fire-Geschäft an ein verbundenes Unternehmen, die Novar GmbH mit Sitz in Albstadt, verkauft. Anlagevermögen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Notifier Sicherheitssysteme GmbH, Ratingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Notifier Sicherheitssysteme GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Notifier Sicherheitssysteme GmbH, Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. August 2024 Deloitte
GmbH
Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer Benjamin Fleischmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Notifier Sicherheitssysteme GmbH, Ratingen, wurde am 16.09.2024 festgestellt. |
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