Empolis Information Management GmbH

Europaallee 10, 67657 Kaiserslautern, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 31317
Vorher
Kronen tausend811 GmbH
Eingetragen
21.12.2011
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Entwicklung von Software-Lösungen für die ganzheitliche Erstellung, Verwaltung, Analyse, intelligente Verarbeitung und Bereitstellung aller für einen Kern-Geschäftsprozess relevanten Informationen, unabhängig von Quelle, Format, Natur, Ort und Device.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Heino Däkena
seit 16.7.2022
Prokura
Andreas Klüter
seit 18.4.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Sapphire Midco S.à r.l.LUX
67.42%
Trinitas Investment II S.à r.l.LUX
16.15%
16.00%
0.43%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.224.118 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Empolis Information Management GmbH

Kaiserslautern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Empolis Information Management GmbH

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Empolis Information Management GmbH, Kaiserslautern - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Empolis Information Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 29. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sommerrock
Wirtschaftsprüfer

Kengne Tekoudjou
Wirtschaftsprüfer


Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.3.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.684.839,09 6.675.528,88
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.483,00 206.085,00
6.709.322,09 6.881.613,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 586,00 676,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.348,00 425.863,00
321.934,00 426.539,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.900.908,64 1.900.908,64
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.622.875,00 11.127.875,00
3. Beteiligungen 52.362,30 52.362,30
13.576.145,94 13.081.145,94
20.607.402,03 20.389.298,82
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 562.017,48 1.226.329,78
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.708,34 19.436,98
580.725,82 1.245.766,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.168.481,71 2.711.156,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.729.271,75 1.217.638,08
3. Sonstige Vermögensgegenstände 125.276,57 232.658,73
9.023.030,03 4.161.452,95
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 223.877,29 1.168.267,08
9.827.633,14 6.575.486,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 345.719,67 376.799,63
D. Aktive latente Steuern 3.278.639,18 3.917.123,15
34.059.394,02 31.258.708,39

Passiva

31.3.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.224.118,00 1.224.118,00
Eigene Anteile -299.874,00 -299.874,00
II. Kapitalrücklage 11.001.001,00 11.001.001,00
III. Verlustvortrag -4.574.096,66 -4.488.574,64
IV. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1.641.846,59 -85.522,02
8.992.994,93 7.351.148,34
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.353.352,66 10.450.936,66
2. Steuerrückstellungen 139.014,29 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.713.691,91 6.382.517,00
17.206.058,86 16.833.453,66
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 263.641,62 408.165,59
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 406.990,37 674.606,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.001.965,66 3.438.405,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 263.483,48 254.319,68
davon aus Steuern
EUR 263.646,14 (Vj. EUR 252.714,34)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 1.605,34)
4.936.081,13 4.775.497,28
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.924.259,10 2.298.609,11
34.059.394,02 31.258.708,39

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1.1.-31.3.2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.929.259,02 4.819.912,74
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen / Leistungen -646.087,31 557.394,16
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.472.804,18 1.116.363,27
4. Sonstige betriebliche Erträge 274.203,39 257.747,45
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 8.999,84 (Vj. EUR 8.953,91)
28.030.179,28 6.751.417,62
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 91.498,23 27.820,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.812.072,86 938.162,17
2.903.571,09 965.982,88
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.463.338,40 3.270.192,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.040.299,79 612.495,79
davon für Altersversorgung
EUR 56.591,80 (Vj. EUR 128.733,37)
14.503.638,19 3.882.688,04
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.857.599,97 939.561,82
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.717.359,77 1.223.121,40
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 15.036,30 (Vj. EUR 22.426,18)
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 499.385,21 127.865,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 499.385,21 (Vj. EUR 127.865,00)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.777,00 1.482,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 121.291,81 31.147,67
davon aus der Abzinsung der Rückstellungen EUR 106.790,00 (Vj. EUR 25.063,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 785.004,89 -77.455,04
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter
latenter Steuern EUR 638.483,97 (Vj. Ertrag EUR 77.459,14)
13. Ergebnis nach Steuern 1.646.875,77 -84.282,15
14. Sonstige Steuern 5.029,18 1.239,87
15. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1.641.846,59 -85.522,02

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

A. Allgemeines


Die Empolis Information Management GmbH hat ihren Sitz in Kaiserlautern und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kaiserslautern (HRB 31317). Der Jahresabschluss der Empolis Information Management GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. März 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.


Die Gesellschafterversammlung hat im Dezember 2022 beschlossen, den Gesellschaftsvertrag dahingehend zu ändern, dass das Geschäftsjahr der Empolis Gruppe am 1. April beginnt und am 31. März des Folgejahres endet. Dementsprechend wurde vom 1. Januar 2023 bis 31. März 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Das aktuelle Geschäftsjahr der Gesellschaft begann am 1. April 2023 und endete am 31. März 2024. Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Berichtsjahres sind mit dem Vorjahr als Rumpfgeschäftsjahr nur eingeschränkt möglich.


Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266, 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.


Die Empolis Information Management GmbH wird seit dem 31. März 2023 über ihre Muttergesellschaft, die SEMANTIC Management GmbH, München, in den Konzernabschluss der proALPHA Group GmbH, Weilerbach, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Den Konzernabschluss mit dem größten Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die proALPHA Holding GmbH mit Sitz in Weilerbach ebenfalls seit dem 31. März 2023 auf.


Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.


Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.


Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Bilanzierung und Bewertung


Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.


Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der für den Vermögensgegenstand angenommenen Nutzungsdauer. Selbsterstellte Software wird regelmäßig auf drei Jahre abgeschrieben bzw. nach einem Impairmenttest auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 1.000 Euro nicht übersteigen.


Beim Finanzanlagevermögen erfolgt die Bewertung bei den Anteilsrechten zu Anschaffungskosten. Die Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Eine Zuschreibung erfolgt, sobald die Gründe für die Abschreibungen weggefallen sind.


Die Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Bestandsrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt; bei den Erzeugnissen wird das Prinzip der verlustfreien Bewertung angewendet.


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.


Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet.


Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.


Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.


Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck durchgeführt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der verwendete Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 1,83% (Vorjahr 1,79%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25% (Vorjahr 2,25%) und Rentensteigerungen von jährlich 2,0% (Vorjahr 2,0%) zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Abhängigkeit von Altersklassen in Höhe von 0,0% bis 7,2% p.a. (Vorjahr 0,0% bis 7,2 % p.a.) unterstellt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.


Die übrigen Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt.


Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.


Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Einnahmen angesetzt, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Fremdwährungsumrechnung


Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:


Fremdwährungsforderungen, liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern


Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.


Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.


Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,239% zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

B. Erläuterungen der Posten des Jahresabschlusses

Anlagevermögen


Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens wird in einem Anlagespiegel gezeigt, der dem Anhang beigefügt ist. Sofern nichts anderes vermerkt wird, handelt es sich bei den ausgewiesenen Abschreibungen um planmäßige Abschreibungen. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden Aufwendungen in Höhe von 3.473 TEUR für selbsterstellte Software aktiviert. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2023/24 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf ca. 4.996 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 1.488 TEUR).

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen


Zum Bilanzstichtag bestand eine 4,2%-ige Beteiligung mit 52 TEUR am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Kaiserslautern, eine 100%ige Beteiligung mit 25 TEUR an der Empolis Solutions GmbH sowie eine 100%ige Beteiligung mit 1.876 TEUR an der Empolis Intelligent Views GmbH.

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital zum
31.03.2024
Jahresergebnis
2023/24
% TEUR TEUR
Empolis Solutions GmbH, Kaiserslautern 100 1.398 112
Empolis Intelligent Views GmbH, Darmstadt 100 2.195 679

Ausleihungen an verbundene Unternehmen


Die Empolis Information Management GmbH gewährte der Gesellschafterin proALPHA Group GmbH im Geschäftsjahr 2022 ein Darlehen in Höhe von 11.000 TEUR. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2027.

Unfertige Erzeugnisse

31.03.2024 31.03.2023
Unfertige Erzeugnisse 562.017,48 1.226.329,78


Hierbei handelt es sich um langfristige Auftragsfertigung, die nach der Completed-Contract-Methode bewertet wird. Die Vorräte werden in Höhe der aufgelaufenen Herstellungskosten der Periode und Vorperiode aktiviert. Die Gewinnrealisierung erfolgt erst im Jahr der Fertigstellung. Maßgebend hierfür ist der Gefahrenübergang vom Auftragnehmer auf den Auftraggeber.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Die ausgewiesenen Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

31.03.2024 31.03.2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.098.202,35 1.217.638,08
Forderungen aus Cash Pooling 2.631.069,40 0,00
SUMME 4.729.271,75 1.217.638,08


Die Forderungen aus Cash Pooling bestehen gegen die Gesellschafterin.

Rechnungsabgrenzungsposten


Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 346 TEUR (Vorjahr: 377 TEUR) betreffen im Wesentlichen Dienstleistungs-, Wartungs- und Serviceaufwendungen.

Eigenkapital


Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 1.224 TEUR, wobei unverändert 300 TEUR eigene Anteile abgesetzt wurden. Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt unverändert 11.001 TEUR.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen


Nach der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB werden Pensionsrückstellungen - unter Außerachtlassung des Einzelbewertungsgrundsatzes - pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Daraus ergeben sich zum 31. März 2024 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 10.353 TEUR. Diese liegen um 56 TEUR (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. März 2024 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von 56 TEUR unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Pensionsrückstellungen 31.03.2024 31.03.2023
10.353.352,66 10.450.936,66


In den Pensionsrückstellungen sind Rückstellungen für Höherversorgungen enthalten. Nach § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Verrechnung des darauf entfallenden Deckungsvermögens aus dem Wertkontenmodell in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 36 TEUR).

Sonstige Rückstellungen


Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 6.714 TEUR (Vorjahr: 6.383 TEUR) enthalten als wesentliche Posten:

Rückstellung für variable Gehaltsbestandteile in Höhe von 5.822 TEUR (Vorjahr: 5.467 TEUR)

Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 65 TEUR (Vorjahr: 82 TEUR)

Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 195 TEUR (Vorjahr: 129 TEUR)

Rückstellungen für unverbrauchten Urlaubsanspruch in Höhe von 294 TEUR (Vorjahr: 344 TEUR)

Verbindlichkeiten


Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 264 TEUR (Vorjahr: 408 TEUR), aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 407 TEUR (Vorjahr: 675 TEUR) sowie gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.002 TEUR (Vorjahr: 3.438 TEUR) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen handelt es sich um Vorauszahlungen von Kunden für Projektleistungen, die nach dem Bilanzstichtag zu erbringen sind.


Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Cash Pooling Salden der Empolis Solutions GmbH und der Empolis Intelligent Views GmbH.


Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 263 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR) sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Rechnungsabgrenzungsposten


Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich überwiegend um die periodengerechte Zuordnung von Wartungserlösen.

Latente Steuern


Die verrechneten Steuerlatenzen setzen sich im Wesentlichen aus aktiven latenten Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen sowie auf die handelsrechtlich höher bewerteten Pensionsrückstellungen und passiven latenten Steuern auf die Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen zusammen.

Entwicklung der latenten Steuern gem. § 285 Nr. 30 HGB Euro
Aktive latente Steuer zum 31.03.2023 6.002.491
+ Auflösung 2023/24 -635.576
Aktive latente Steuer 31.03.2024 5.366.916
Passive latente Steuer zum 31.03.2023 -2.085.368
+ Zuführung 2023/24 -2.908
Passive latente Steuer 31.03.2024 -2.088.277
Aktive latente Steuer 31.03.2024 nach Verrechnung 3.278.639

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse


Im Geschäftsjahr 23/24 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 24.929 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 4.820 TEUR) erzielt.


Die Umsatzerlöse der Empolis Information Management GmbH setzen sich zusammen aus Erlösen für Lizenzen in Höhe von 772 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 156 TEUR), Erlöse für Dienstleistungen (auch Cloud-Dienstleistungen) in Höhe von 17.997 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 3.102 TEUR), Erlöse aus Wartungsverträgen in Höhe von 2.376 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 622 TEUR), sonstigen Erlösen in Höhe von 61 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 40 TEUR) sowie die Erlöse für die Berechnung der Konzernumlagen in Höhe von 3.723 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr 901 TEUR).

Sonstige betriebliche Erträge


Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 15 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 2 TEUR), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.717 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 1.223 TEUR) betreffen unter anderem Mieten und Mietnebenkosten für Betriebs- und Geschäftsräume und Fahrzeuge in Höhe von 1.006 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 275 TEUR), Reisekosten und Spesen in Höhe von 125 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 55 TEUR), IT und Telekommunikationskosten in Höhe von 449 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 116 TEUR), Mitarbeiterbeschaffungskosten in Höhe von 18 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 65 TEUR), Marketingkosten in Höhe von 587 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 354 TEUR) sowie Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von 205 TEUR (Rumpfgeschäftsjahr: 101 TEUR).

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen


Außergewöhnliche Erträge und/oder Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag


In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine Steueraufwendungen enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

D. Sonstige Angaben

Mitarbeiter


Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich 186 Mitarbeiter (Vorjahr 187 Mitarbeiter).


Zum Bilanzstichtag waren 186 Mitarbeiter (Vorjahr: 187) beschäftigt, davon 66 Mitarbeiter im Professional Service (Vorjahr: 66), 60 Mitarbeiter im Bereich Produktentwicklung (Vorjahr: 63), 34 Mitarbeiter im Bereich Vertrieb/Marketing (Vorjahr: 36) und 26 im Bereich Interne Dienste (Vorjahr: 22).

Haftungsverhältnisse


Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB


Zum Abschlussstichtag unterliegt der Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag in Höhe von 9.963 TEUR (Vorjahr: 10.593 TEUR), der durch frei verfügbare Rücklagen entsperrt wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte


Außerbilanzielle Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, existieren nicht.


Miet- und Leasingverträge wurden abgeschlossen, um zum einen Zahlungsabflüsse, die bei einem Erwerb von Gebäuden bzw. Vermögensgegenständen sofort anfallen würden, in die Zukunft zu verlagern und zum anderen das Risiko des Werteverzehrs nicht tragen zu müssen. Der Vorteil besteht hierbei in der Verlagerung von Zahlungsabflüssen in die Zukunft und in der Befreiung vom Risiko des Werteverzehrs. Wesentliche Risiken bestehen nicht.


Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 1.922 TEUR betreffen ausschließlich Miet-, Pacht bzw. Leasingverträge. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen haben mit 407 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Vom Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.371 TEUR. Hiervon haben 1.371 TEUR eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Geschäftsführer


Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/24 war:


Andreas Klüter, Informatiker, Kaiserslautern - alleinvertretungsberechtigt


Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung und ehemaliger Organmitglieder unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Honorar des Abschlussprüfers


Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der proALPHA Group GmbH, Weilerbach, einbezogen wird.

Ergebnisverwendung


Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht


Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Kaiserslautern, den 30. Juni 2024

Empolis Information Management GmbH

Andreas Klüter


Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.886.298,50 3.472.804,18 0,00 28.359.102,68
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.776.743,99 8.501,95 477,60 2.784.768,34
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.764.755,18 0,00 1.764.755,18 0,00
29.427.797,67 3.481.306,13 1.765.232,78 31.143.871,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.848,46 0,00 1.154,00 1.694,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.449.886,97 99.755,05 225.208,58 3.324.433,44
3.452.735,43 99.755,05 226.362,58 3.326.127,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.900.908,64 0,00 0,00 1.900.908,64
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.127.875,00 495.000,00 0,00 11.622.875,00
3. Beteiligungen 52.362,30 0,00 0,00 52.362,30
13.081.145,94 495.000,00 0,00 13.576.145,94
45.961.679,04 4.076.061,18 1.991.595,36 48.046.144,86
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.04.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024 31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 18.210.769,62 3.463.493,97 0,00 21.674.263,59 6.684.839,09 6.675.528,88
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.570.658,99 190.103,95 477,60 2.760.285,34 24.483,00 206.085,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.764.755,18 0,00 1.764.755,18 0,00 0,00 0,00
22.546.183,79 3.653.597,92 1.765.232,78 24.434.548,93 6.709.322,09 6.881.613,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.172,46 90,00 1.154,00 1.108,46 586,00 676,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.024.023,97 203.912,05 224.850,58 3.003.085,44 321.348,00 425.863,00
3.026.196,43 204.002,05 226.004,58 3.004.193,90 321.934,00 426.539,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.900.908,64 1.900.908,64
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 11.622.875,00 11.127.875,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 52.362,30 52.362,30
0,00 0,00 0,00 0,00 13.576.145,94 13.081.145,94
25.572.380,22 3.857.599,97 1.991.237,36 27.438.742,83 20.607.402,03 20.389.298,82

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Allgemeine Informationen zum Unternehmen


Die Empolis Information Management GmbH, Kaiserslautern, (im Folgenden auch "die Gesellschaft") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in 67657 Kaiserslautern, Europaallee 10, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kaiserslautern (HRB 31317) eingetragen.


Die Gesellschafterversammlung hat im Dezember 2022 beschlossen, den Gesellschaftsvertrag dahingehend zu ändern, dass das Geschäftsjahr der Empolis Gruppe nunmehr am 1. April beginnt und am 31. März des Folgejahres endet. Dementsprechend wurde vom 1. Januar 2023 bis 31. März 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr (in Folgenden kurz "RGJ 2023" oder "RGJ" genannt) gebildet. Die Vergleichbarkeit der Zahlen des zurückliegenden Geschäftsjahres für den Zeitraum 1. April 2023 bis 31.März 2024 ist insofern mit dem RGJ nur eingeschränkt möglich.

1.2 Geschäftstätigkeit der Gesellschaft


Die Empolis Information Management GmbH unterstützt Unternehmen aus der Industrie, die sich digital transformieren und ihr Geschäft entlang der Wertschöpfungskette neu aufstellen möchten. Die Gesellschaft fokussiert sich dabei auf datengetriebene Geschäfts- und Vertriebsmodelle im Aftersales, digitale Services und neue Ertragsmodelle für Anlagen und Maschinen. Die Empolis Information Management GmbH bedient ein breites Spektrum von Kunden mit ihren drei marktführenden SaaSProdukten für Unternehmen: Empolis Service Express®, Empolis Content Express® sowie Empolis Knowledge Express®. Alle SaaS Produkte basieren auf der Empolis AI-Platform.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf / Verlauf des operativen Geschäfts


Empolis verfolgt als mittelständisches Software-Unternehmen eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensstrategie. Die vier wesentlichen Ansatzpunkte sind die laufende Verbesserung des Produktportfolios, eine stabile Finanz- und Vermögensstruktur, die ständige Verbesserung der operativen Prozesse und qualitatives Wachstum. Zur Nachverfolgung des Unternehmenserfolgs nutzt die Gesellschaft im operativen Geschäft folgende Finanzkennzahlen:

Umsatzerlöse und -wachstum

das Ergebnis nach Steuern (Ergebnis)


Die Umsatzerlöse der Empolis Information Management GmbH lagen im Wirtschaftsjahr 2023/2024 bei 24.929 T€ (VJ: 4.820 T€).


Das Ergebnis der Empolis Information Management GmbH lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1.642 T€ (VJ: -86 T€).

2.2 Personal


Zum Bilanzstichtag (31.03.2024) waren in der Gesellschaft 186 Mitarbeiter (VJ: 187) beschäftigt.

2.3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage


Im abgelaufenen Geschäftsjahr beläuft sich das Ergebnis vor Steuern auf 2.432 T€ (VJ: -162 T€). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen beträgt 5.906 T€ (VJ: 680 T€).


Der Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr auf 24.929 T€ (VJ: 4.820 T€) angestiegen. Wesentliche Wachstumstreiber sind:

zum einen das anhaltend wachsende Cloud Geschäft mit einem Umsatz i.H.v. 7.638 T€ von 1.617 T€ im Vorjahr,

zum anderen die Erlöse aus den Dienstleistungen i.H.v. 8.932 T€ (VJ: 1.328 T€).


Aufwendungen für die Erstellung vermarktungsfähiger Software wurden für dieses Geschäftsjahr in Höhe von 3.473 T€ aktiviert (VJ: 1.116 T€).


Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren vorwiegend aus Zuwendung im Rahmen von Forschungsprojekten des Bundes.


Die zur Umsatzerzielung notwendigen Materialaufwände belaufen sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf insgesamt 2.904 T€ (VJ: 966 T€). Wesentliche Bestandteile der Materialaufwände sind:

die Aufwendungen für das Hosting unserer Cloud Lösungen beliefen sich auf 960 T€ (VJ: 246 T€).

die Aufwendungen für externe Dienstleister in Kundenprojekten betrug im abgeschlossenen Geschäftsjahr 661 T€ (VJ: 373 T€).


Die Personalaufwendungen belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf eine Höhe von 14.504 T€ (VJ: 3.883 T€).


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 4.717 T€ (VJ: 1.223 T€). Wesentliche Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

Die Mieten für Betriebsräume, Gebäude und dem Leasing von Dienstfahrzeugen i.H.v. 1.006 T€ (VJ: 275 T€).

Aktivitäten im Marketing, wie beispielsweise für Werbung im Internet und Social Media, sowie der Veranstaltung von Events. Die Aufwendungen für Marketing beliefen sich auf insgesamt 587 T€ (VJ: 354 T€).

Den Kosten zur Bereitstellung interner Systeme und Software, inkl. der Gehaltsbuchhaltung i.H.v. 449 T€ (VJ: 116 T€).

Ebenso sind Aufwendungen für Unterstützungsleistungen durch eine Unternehmenstochter, der Empolis Intelligent Views angefallen. Die Kosten beliefen sich auf 1.467 T€.


Die Bilanz der Gesellschaft weist für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Bilanzsumme von 34.059 T€ (VJ: 31.259 T€) aus. Veränderungen der Bilanz resultieren auf der Aktivseite maßgeblich aus den folgenden Posten:

Die Finanzanlagen haben sich aufgrund der Verzinsung eines Darlehens an die proALPHA Group GmbH in Höhe von 495 T€ auf insgesamt 13.576 T€ (VJ: 13.081 T€) erhöht. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2027 und ist mit 4,5 % p.a. verzinst.

Das Umlaufvermögen hat sich um 3.252 T€ auf 9.828 T€ (VJ: 6.575 T€) erhöht; wesentlichen Anteil an der Entwicklung hat die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.457 T€ auf 4.168 T€ (VJ: 2.711 T€). Der Bestand an USD-Beständen reduzierte um 547 T€ auf 224 T€ (VJ: 771 T€). Daneben haben sich auch die Forderungen aus Cash Pooling im Verbundbereich von 0 T€ auf 2.631 T€ erhöht.

Die aktiven latenten Steuern haben sich um 638 T€ von 3.917 T€ auf 3.279 T€ reduziert.


Auf der Passivseite resultieren die bedeutendsten Änderungen aus:

der Verzinsung und jährlichen Neubewertung der Pensionsverbindlichkeiten zum Ende des Geschäftsjahres; diese liegen bei 10.353 T€ (VJ: 10.451 T€),

der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen von 6.383 T€ auf 6.714 T€, insbesondere durch die geplante Zahlung variabler Gehaltsbestandteile für das abgelaufene Geschäftsjahr,

der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 3.438 T€ auf 4.002 T€ sowie sonstigen Verbindlichkeiten von 254 T€ auf 263 T€,

der Erhöhung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 626 T€ auf 2.924 T€ (VJ: 2.299 T€). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich aus der Abgrenzung der jährlichen, vierteljährlichen oder monatlichen Vorauszahlungen hauptsächlich für das wiederkehrende SaaS- und Wartungsgeschäft. Der Anstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr ist im Wesentlichen auf die Umstellung des Geschäfts auf wiederkehrende Umsätze begründet.


Das Sachanlagevermögen weist am Ende der abgelaufenen Berichtsperiode einen Bestand von 322 T€ (VJ: 427 T€) auf.


Die immateriellen Vermögenswerte in Form selbsterstellter Software, entgeltlich erworbener Konzessionen und Lizenzen zum Ende des Geschäftsjahres einen Bestand in Höhe von 6.709 T€ (VJ: 6.882 T€) aus.


Zum Ende der Berichtsperiode betrugen die liquiden Mittel 224 T€ (VJ: 1.168 T€).


Das Eigenkapital beläuft sich auf 8.993 T€ nach 7.351 T€ im Vorjahr, die EK-Quote beträgt 26,4% nach 23,5% im Vorjahr.


Insgesamt beurteilen wir den Geschäftsverlauf als positiv, jedoch nicht hinreichend zufriedenstellend. Die Prognose und die Erwartungen an das Umsatzwachstum, zu Beginn des Geschäftsjahres, wurden nicht erfüllt.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagementziele und -methoden


Die Geschäftsführung ist sich der Risiken bewusst, die mit der Führung eines Unternehmens im IT-Bereich einhergehen. Sie überwacht und beurteilt diese regelmäßig auf Basis eines umfassenden, in die Zukunft gerichteten Risikomanagementsystems, einem rollierenden Berichtswesen sowie dem Abgleich mit den vorliegenden Planungen und Vorjahresentwicklungen.


Darüber hinaus führt die Geschäftsführung regelmäßig Risikoanalysen durch, u.a. der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Dies ermöglicht es dem Management, frühzeitig interne und externe Risiken zu erkennen, zu bewerten und bei Fehlentwicklungen angemessen zu reagieren und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten. Bestandsgefährdende Risiken liegen hiernach nicht vor.

3.2 IT und Datenschutz


Die bislang bestehende Verknüpfung zwischen Informationssicherheit und Datenschutz sichert für Empolis einen kontinuierlichen und professionellen Umgang mit personenbezogenen- sowie geschäftskritischen Informationen.

3.3 Absatz- und Ausfallrisiken


Die Empolis agiert in einem sehr kompetitiven Umfeld, in dem das Risiko besteht, dass Neu- oder Bestandkunden trotz qualitativ hochwertiger Produkte und Services sich dazu entschließen, Verträge nicht abzuschließen bzw. zu verlängern. Die Gesellschaft versucht dieses Risiko durch eine intensive Kundenbindung und partnerschaftliches Verhalten zu verringern und schätzt das Risiko als gering ein. Grundsätzlich ist das Risiko für Forderungsausfälle gegeben, allerdings verfügt die Gesellschaft über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. In selten Fällen kommt es zu einzelnen Wertberichtungen. Die Geschäftsführung schätz das Ausfallrisiko grundsätzlich als gering ein.

3.4 Wettbewerb und Marktfragmentierung


Aus Sicht der Gesellschaft gibt es bezüglich des Wettbewerbs keine großen Veränderungen. Gefahren durch den Wettbewerb liegen zum einen in sehr kleinen Startups, an die in sehr speziellen Bereichen Kunden der Gesellschaft punktuell verloren gehen können. Zum anderen besteht das Risiko, dass die großen Wettbewerber der Branche wie SAP, Microsoft, Google und Amazon in Bereiche vordringen können, in denen die Gesellschaft ihr Hauptgeschäft hat.


Neben dem Verweis auf seine jahrzehntelange Erfahrung mit KI getriebenen Software-Lösungen setzt Empolis in der Vermarktung seiner Produkte auf die erprobte "Land & Expand" Strategie mit niederschwelligen Einstiegshürden für die Cloud-First Lösungen und anschließendem Upselling durch ein fokussiertes Customer Success Management, um diesen Risiken zu begegnen.

3.5 Technologische Herausforderungen


Basistechnologien zur Realisierung von State-of-the-Art Cloud-Angeboten (Software-as-a-Service, Plattform-as-a-Service) unterliegen auch weiterhin mittleren bis kurzen Versionszyklen. Dem gegenüber steht eine hohe Innovationsgeschwindigkeit dieser Technologien. Der hieraus entstehenden Herausforderung wird mit einer Mischung junger innovativer Software-Entwickler gemeinsam mit langjährig erfahrenen Senior-Entwicklern begegnet.


Die technologischen Risiken für die Empolis sind im Allgemeinen als gering einzuschätzen.

3.6 Finanzierung


Die finanzielle Situation der Gesellschaft stellt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr als sehr solide dar. Ausschlaggebend für das Umsatzwachstum war das Neugeschäft und die Upsells im Cloud-Bereich sowie das verstärkte Interesse der großen industriellen Kunden an neuen Projekten und Erweiterungen bestehender Projekte. Die Gesellschaft sieht bei erwarteten Geschäftsverlauf keinerlei Risiken im Bereich der Finanzierung.

3.7 Gesamtbild der Risikolage


Der anhaltende Krieg in der Ukraine verursacht weiterhin Risiken und Beeinträchtigungen, die sowohl direkt, in Form von erhöhten Energiekosten, aber auch indirekt, durch verändertes Einkaufsverhalten von sowohl bestehenden als auch potenziellen Neukunden der Empolis Auswirkungen haben können. Eine Ausweitung dieser Konfliktsituation über die Ukraine hinaus würde das Risiko eines weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs zusätzlich erhöhen. Ein anhaltend hohes Preisniveau als auch ein anhaltend erhöhtes Zinsniveau können zu einem erheblichen Konsumrückgang führen.


In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Gesellschaft weiterhin keine Aktivitäten in der Ukraine oder in Russland, weder als Kundenbeziehungen als auch Lieferantenbeziehungen tätigt. Daher werden die unmittelbaren Risiken für die Empolis zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin als gering bzw. handhabbar eingeschätzt.


Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Ertragskraft der Gesellschaft sowie der gesamten Empolis Gruppe eine solide Basis für unsere künftige positive Geschäftsentwicklung bildet. Anhaltende Investitionen in die Digitalisierung von Prozessen jeglicher Art, sowohl bei den Unternehmenskunden als auch bei den öffentlichen Kunden, bieten neue Chancen. Die vorhandenen und beschriebenen Risiken sind der Gesellschaft bewusst und unterliegen einem aktiven Management. Nach Überzeugung der Empolis Geschäftsleitung sieht sie zum Aufstellungszeitpunkt für den Prognosezeitraum keine Risiken, die den Bestand der Empolis Gruppe einzeln oder in Summe gefährden könnten.

4. Prognosebericht

4.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung


Angesichts der geopolitischen Spannungen wie beispielsweise der Krieg in der Ukraine, sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3%. Der kalenderbereinigte Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug 0,1%.


Die Teuerungsrate nahm zwar im Laufe des vergangenen Jahres von 7,4% auf 2,2% (März 2024) ab, jedoch belasteten nach Angabe der Präsidentin des statistischen Bundesamtes die weiterhin hohen Preise, sowie die hinzugekommenen ungünstigen Finanzierungsbedingungen aufgrund gestiegener Zinsen, die Nachfrage aus dem In- und Ausland. Insbesondere im Vergleich mit anderen europäischen Ländern fällt nach Ansicht des ifo-Instituts die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands spürbar ab. Während die Unsicherheit in anderen Ländern insbesondere in der zweiten Jahreshälfte abnahm, schrumpfte die Wertschöpfung in Deutschland in Industrie und Bauwirtschaft aufgrund von Auftragsmangel und hohen Krankenständen.


Für den Jahresbeginn 2024 erwartet das ifo-Institut einen weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung, beeinflusst durch die weiterhin schlechte Auftragslage, sowie anhaltend hoher Krankenstände. Erst mit der zweiten Jahreshälfte wird mit einer gesamtwirtschaftlichen Erholung und einem Bruttoinlandsprodukt von 0,2% (preisbereinigt) für das Jahr 2024 gerechnet. Für das Folgejahr 2025 wird eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1,5% erwartet.

4.2 Voraussichtliche Entwicklung des Zielmarktes für Industrie und IT-Dienstleistungen


Nach Aussagen des Branchenverbands Bitkom, werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2023 um 4,4 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 224,3 Milliarden Euro erreichen. In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro.

4.3 Prognose und Planung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft


Für das neue Geschäftsjahr rechnet die Geschäftsleitung mit einem Umsatz in Höhe von ca. 26.700 T€ (Vorjahr: 24.929 T€), was einer Steigerung von +10% entspricht, und einem prognostizierten Jahresergebnis von ca. 1.850 T€ (Vorjahr: 1.642 T€).


Wesentliche Wachstumstreiber sieht die Geschäftsführung vor allem im Bereich der Vermarktung der Cloud-Produkte. Insbesondere die Neukundengewinnung, der Ausbau der Bestandskunden als auch die Fortführung der erfolgreichen Partnerstrategie.

 

Kaiserslautern, 30. Juni 2024

Empolis Information Management GmbH

Andreas Klüter


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