Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 608
Eingetragen
28.1.2003
Branche
Herstellung von Farbstoffen und PigmentenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und Kitten
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Farbstoffen, Farbkonzentraten, Farb- und Füllstoffzubereitungen, insbesondere für Fluorkunststoffe, Aufbereitung von Fluorkunststoff-Abfallwertstoffen und die dazugehörige anwendungstechnische Beratung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
William C. Nordloh
seit 27.3.2025
Geschäftsführer
Arne Kasselmann
seit 9.6.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Colorant Chromatics AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Colorant Chromatics AG
Switzerland
250.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Colorant GmbH

Limburg a. d. Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Colorant GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Colorant GmbH, Limburg a. d. Lahn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Colorant GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt „1. Allgemeine Hinweise“ des Anhangs und die Abschnitte „Geschäft und Rahmenbedingungen“ und „Zukünftige Entwicklungen“ des Lageberichts, welche den Beschluss zur Einstellung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorschriften und Maßnahmen abzugeben,

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Beendigung ihrer Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 11. Dezember 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Storz, Wirtschaftsprüfer

Ungerer, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 6.064,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 13.453,40
0,00 19.517,92
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 0,00 661.018,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 276.140,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.590.266,96 9.428.061,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 38.323,12 323.446,50
8.628.590,08 10.027.648,11
8.628.590,08 10.688.667,01
C. Aktive latente Steuern 335,00 112,00
8.628.925,08 10.708.296,93

Passiva

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31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 127.822,97 127.822,97
II. Gewinnvortrag 7.480.640,57 7.049.285,01
III. Jahresüberschuss 821.283,73 431.355,11
8.429.747,27 7.608.463,09
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 109.433,00 442.102,00
2. Sonstige Rückstellungen 87.169,00 280.319,00
196.602,00 722.421,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.599,30 870.468,53
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 976,51 1.504.406,99
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 2.537,32
davon aus Steuern TEUR 0 (Vj TEUR 3)
2.575,81 2.377.412,84
8.628.925,08 10.708.296,93

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

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2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 7.554.447,33 16.618.949,32
2. Sonstige betriebliche Erträge 342.844,32 33.490,56
davon Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 1 (Vj. TEUR 30)
7.897.291,65 16.652.439,88
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 6.571.908,66 15.258.659,64
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 167.154,56 381.959,54
b) Soziale Aufwendungen 20.795,71 34.184,43
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.735,74 7.768,02
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 252.713,14 408.005,22
7.016.307,81 16.090.576,85
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 277.790,89 42.242,08
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 278 (Vj. TEUR 42)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 337.491,00 172.750,00
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 223 (Vj. Aufwand EUR 263)
9. Ergebnis nach Steuern 821.283,73 431.355,11
10. Jahresüberschuss 821.283,73 431.355,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Durch den Avient-Konzern erfolgte die Entscheidung, die Geschäftstätigkeit der Colorant GmbH zum 30. Juni 2023 einzustellen. Daher ist der Jahresabschluss unter Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Optionen der Liquidation oder Verschmelzung der Gesellschaft werden aktuell evaluiert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma Colorant GmbH mit Sitz in Limburg a.d. Lahn im Handelsregister des Amtsgerichtes Limburg a. d. Lahn unter der Nummer HRB 608 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, aufgrund der Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung unter Berücksichtigung des IDW RS HFA 17, maßgebend. Aus der Bewertung zu Liquidationswerten haben sich im Geschäftsjahr keine wesentlichen erfolgswirksamen Effekte ergeben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden bis zum Ende der Geschäftstätigkeit zu Anschaffungskosten bilanziert und wurden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurde bis zum Ende der Geschäftstätigkeit, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Im Zuge der Einstellung der Geschäftstätigkeit erfolgten im Geschäftsjahr zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen.

Handelswaren wurden bis zum Ende der Geschäftstätigkeit zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände bewertet.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden bis zum Ende der Geschäftstätigkeit in ausreichendem Umfang vorgenommen. Im Zuge der Einstellung der Geschäftstätigkeit erfolgte die erfolgswirksame Auflösung der zuvor gebildeten Abwertungen für Bestandsrisiken.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten waren die Vorräte frei von Rechten Dritter. Mit Einstellung der Geschäftstätigkeit wurden die Vorratsbestände vollständig veräußert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehaftete Forderungen wurden im notwendigen Umfang abgewertet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Zum Ende der Geschäftstätigkeit erfolgte der vollständige Abgang des Anlagevermögens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 276
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.590 9.428
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 38 323
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus einem Cash- Pooling-Guthaben in Höhe von 7.879 TEUR (Vj. 8.204 TEUR). Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jahresabschlusskosten gebildet.

Verbindlichkeitenspiegel

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Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2023 Gesamt 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2 0 2 870
(Vorjahr) (870) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1 0 1 1.504
(Vorjahr) (1.504) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 3
(Vorjahr) (3) (0)

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr.

Umsatz

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2023 2022
nach Regionen TEUR TEUR
Inland 3.227 8.641
übrige EU Länder 3.952 6.916
GB 119 434
Asien 39 292
Afrika 217 336
7.554 16.619

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen (TEUR 6.655, Vj. TEUR 15.013). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aufgrund der Einstellung der Geschäftstätigkeit zum 30. Juni 2023. Die Umsatzerlöse zum 30. Juni 2022 beliefen sich auf TEUR 7.270.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr eine Ausgleichszahlung im Zusammenhang mit der Einstellung der Geschäftstätigkeit von einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 341.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen Aufwendungen für Warenabgabe in Höhe von TEUR 91 (Vj. TEUR 272) sowie für Abschlussprüfungsleistungen und Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 70 (Vj. TEUR 42).

4. Sonstige Angaben

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Mitarbeiter 31.12.2023 31.12.2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 0 0
Angestellte 2,5 4
2,5 4

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Colorant GmbH sind:

 

Herr Holger Kronimus,

Managing Director, Hilgert

 

Herr William C. Nordloh,

Managing Director, Luxemburg (ab 27.01.2025)

 

Frau Anne Hippert,

Managing Director, Meursault (bis 27.01.2025)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

Konzernverhältnisse

Gesellschafterin der Colorant GmbH ist die Colorant Chromatics AG, Schweiz, die wiederum mittelbar Tochterunternehmen der Avient Corporation, Cleveland/USA, ist.

Damit ist die Colorant GmbH gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen zur Avient Corporation, Cleveland/USA, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss der Avient Corporation ist am Sitz der Gesellschaft in Cleveland/USA erhältlich.

 

Limburg a. d. Lahn, 19. November 2025

Colorant GmbH

Holger Kronimus

William C. Nordloh

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.404,20 21.404,20 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.304,62 112.304,62 0,00
133.708,82 133.708,82 0,00
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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.339,68 1.070,22 16.409,90 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.851,22 2.665,52 101.516,74 0,00 0,00
114.190,90 3.735,74 117.926,64 0,00 0,00
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Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 6.064,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 13.453,40
0,00 19.517,92

Lagebericht für 2023

Geschäftsjahr 2023

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Colorant GmbH ist eine deutsche Tochtergesellschaft der weltweit tätigen Unternehmensgruppe Avient (bis 2020: PolyOne) mit Hauptsitz in den USA, welche im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Kunststoffen tätig ist. Die Colorant GmbH fungiert in erste Linie als InterCompany-Reseller der Produktline der Avient Colorant Chromatics. Colorant Chromatics entwickelt Fluorpolymere und Hochtemperaturpolymere, die den Produktionsdurchsatz erhöhen, Abfall reduzieren und die Markteinführung beschleunigen. Die Colorant GmbH bezieht Produkte hauptsächlich von konzerninternen Lieferanten und verkauft die Produkte an verbundene Händler. Zu den Produkten gehören hauptsächlich Farb- und Additivkonzentrate und -verbindungen, dispergierte Pigmente zum Färben und ein komplettes Sortiment an Druck, Streifen- und Markierungstinten für Hochtemperaturanwendungen. Die Produkte werden von den entsprechenden Vertriebshändlern in kleinen und großen Mengen an Kunden in einem breiten Spektrum von Märkten und Anwendungen geliefert, darunter: Drähte und Kabel; Schläuche, Rohre, Armaturen und Leitungen; Spritzgussteile; Fasern und Monofilamente; Filme und Bänder.

Gesellschafterin der Colorant GmbH, Gaggenau, ist die Colorant Chromatics AG, Schweiz, die wiederum Tochterunternehmen der Avient (ehemals PolyOne) Corporation, Cleveland/USA, ist. Damit ist die Colorant GmbH gemäß § 271 Abs. 2 HGB ein verbundenes Unternehmen zur Avient Corporation, Cleveland/USA, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen.

Zum 30. Juni 2023 wurde die konzernseitige Entscheidung, den Geschäftsbetrieb einzustellen, umgesetzt, sodass zum 31. Dezember 2023 lediglich die Hülle der Kapitalgesellschaft verbleibt.

Wirtschaftliches Umfeld

Geprägt durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine und daraus resultierenden hohen Preisen und steigenden Zinsen sank die Leistung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 leicht ab. Insgesamt sank das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Im produzierenden Gewerbe musste aufgrund der hohen Energiepreise und anhaltende Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Vorprodukten ein Rückgang von 2,0 % im Vorjahresvergleich festgestellt werden.1

Die Entwicklung in der chemischen Branche im Jahr 2023 stellte sich ernüchternd dar. Die Produktion brach um 8,0 % ein, bei gleichzeitig steigenden Kosten. Der Umsatz sank im Vorjahresvergleich um 12,0 %.

Mit Blick auf die globalen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die steigenden Energiepreise, Lieferengpässen aufgrund gedrosselter Produktionen fällt der Ausblick der Branche für das Jahr 2024 düster aus. Die Herausforderung der Branche sind nicht zu unterschätzen: Auftragsmangel, gestörte Lieferketten, hohe Energiekosten. Eine Besserung ist nicht in Sicht, es wird weiterhin eine negative Entwicklung erwartet.2

Ertragslage

Die Gesellschaft war bis zum 30. Juni 2023 operativ tätig und erzielte in diesem Zeitraum Umsatzerlöse über TEUR 7.554 (VJ TEUR 16.619).

Aufgrund der Einstellung der Geschäftstätigkeit erhielt die Gesellschaft im Geschäftsjahr in diesem Zusammenhang eine Ausgleichszahlung von einem verbundenen Unternehmen, sodass die sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 33 auf TEUR 343 stiegen.

Aus der Einstellung der Geschäftstätigkeit ergab sich ein Aufwand aus dem Verkauf bzw. der Verschrottung des Anlagevermögens über TEUR 16 sowie zusätzlicher Aufwand für Abfindungen für Personal über TEUR 73. Gegenläufig ergab sich ein Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 24 bzw. TEUR 3.

Insgesamt reduzierte sich das Rohergebnis um 5 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1,33 Mio. EUR.

1 Vgl. Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html); Vgl. VCI - Verband der Chemischen Industrie e.V. (https://www.vci.de/ergaenzende-downloads/kennzahlentabelle-pk-2023.pdf).
2 Vgl. VCI - Verband der Chemischen Industrie e.V. (https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/stuermische-zeiten-fuer-die-branche.jsp).

In Summe verbesserte sich die Umsatzrendite auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Jahr 2022 um 8,3 %-Punkte auf 11,7 %.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Lage und der Konzernentscheidung, den Betrieb einzustellen, ist die Geschäftsleitung mit dem Ergebnis von 1,2 Mio. EUR vor Steuern zufrieden.

Finanzlage

Die Gesellschaft finanzierte das operative Geschäft weitgehend aus eigener Kraft über den Cashpool der Avient-Gruppe. Zum Stichtag betrug die Forderung aus Cashpooling 7,9 Mio. EUR (VJ 8,2 Mio. EUR). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr ist die Bilanzsumme um 2,1 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR gesunken. Die wesentlichen Veränderungen auf der Aktivseite der Bilanz resultieren aus der Schließung des Betriebs und den damit einhergehenden Konsequenzen. Sämtliche Vorräte (VJ TEUR 661) wurden verkauft, das Anlagevermögen (VJ TEUR 20) verkauft oder entsorgt. Die verbleibenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen (8,6 Mio. EUR, VJ 9,4 Mio. EUR) bestehen zum Großteil aus der Cash Pool Forderung (7,9 Mio. EUR, VJ 8,2 Mio. EUR).

Veränderungen auf der Passivseite der Bilanz betreffen im Wesentlichen die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 2 (VJ TEUR 870) sowie gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 1 (VJ TEUR 1.504). Darüber hinaus reduzierten sich im Wesentlichen die Steuerrückstellungen auf TEUR 109 (VJ TEUR 442).

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter bis zur Einstellung des Geschäftsbetriebes lag bei 4. Mit der Einstellung des Betriebes wurden alle Mitarbeiter entlassen.

Risikomanagement

Die Gesellschaft verfügte bis zur Einstellung der Geschäftstätigkeit über eine der Unternehmensgröße entsprechende interne Berichterstattung, um anhand geeigneter Auswertungen und Kennzahlen Frühindikatoren für eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftslage haben könnten, frühzeitig zu erkennen und zu analysieren. Auf Basis dieser Informationen wurden ggf. angemessene Reaktionen abgeleitet.

Währungsrisiken wurden als gering eingestuft, da der Großteil unserer Rechnungen in Euro erstellt wurden. Nur mit einer geringen Anzahl an Kunden wurde in Fremdwährungen abgerechnet. Die gängigste Fremdwährung war hierbei der US-Dollar.

Ebenso war das Bonitätsrisiko als vernachlässigbar einzustufen, da es sich um überwiegend konzerninterne Umsätze handelte. Jeder Kunde wurde fortlaufend mittels klar definierter Risikoparameter auf seine Zahlungsfähigkeit analysiert. Neukunden sollten die Anforderungen der Avient Corporation erfüllen. Bestehende Kunden sollten sich im Rahmen der teils kundenspezifisch festgelegten Risikoparameter bewegen.

Das Risiko der konjunkturellen Entwicklung sahen wir als unverändert an. Bereits in den letzten Jahren wurden ausreichende Maßnahmen zur Liquiditätsvorsorge getroffen.

Aufgrund der Einstellung der Geschäftstätigkeit zum 30. Juni 2023 bestehen aus Sicht der Geschäftsführung zum 31. Dezember 2023 keine wesentlichen Chancen und Risiken mehr.

Zukünftige Entwicklungen

Zum 30. Juni 2023 wurde die konzernseitige Entscheidung, den Geschäftsbetrieb einzustellen, umgesetzt. Die Optionen der Liquidation oder Verschmelzung der Gesellschaft werden aktuell evaluiert.

 

Limburg a. d. Lahn, 19. November 2025

Holger Kronimus

William C. Nordloh

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