Ford Transmissions GmbHLiquidiert

50735 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 34097
Vorher
GETRAG FORD Transmissions GmbH
Eingetragen
20.9.2000
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Fertigung und der Vertrieb von Getrieben. Die Gesellschaft kann alle Maßnahmen vornehmen, die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens direkt oder indirekt zu dienen. Die Gesellschaft kann Unternehmen geleicher oder ähnlicher Art erwerben oder leasen oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Die Gesellschaft kann inländische und ausländische Niederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alicia Alvarez
seit 17.4.2023
Geschäftsführer
Oliver Kröll
seit 7.4.2021
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ford Transmissions GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

Ford Transmissions GmbH

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. a Unternehmen

Die Ford Transmissions GmbH (ehemals Getrag Ford Transmissions GmbH), produziert und vertreibt manuelle Getriebe für mehrere Automobilhersteller an ihrem Standort Köln. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Ford-Werke GmbH. Es besteht seit dem 1. Januar 2022 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Ford-Werke GmbH.

Die Ford Transmissions GmbH ist zu 50% an der Transmissions International Holding GmbH, Köln (TIH) beteiligt. Die TIH hält Ihrerseits Beteiligungen an der GETRAG FORD Transmissions Slovakia s.r.o., der Transmissions International India Private Limited (TIIPL) sowie am Joint Venture GETRAG Americas GmbH; alle Beteiligungen der TIH befinden sich in der Abwicklung.

1. b Konjunktur und Märkte

Der Anfang des Geschäftsjahres 2022 war in Europa noch in größerem Umfang von der Corona Pandemie gezeichnet. Lieferketten waren weiterhin unter anderem durch die chinesische Null-Covid Strategie und durch die damit verbundenen Lockdowns stark gestört. Die Automobilindustrie war hier durch die mangelnde Halbleiterversorgung in der ersten Jahreshälfte noch stark beeinträchtigt. Zusätzlich wurde die Weltwirtschaft vor allem durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Inflation belastet.

Die Weltwirtschaftsleistung stieg im Jahr 2022 um 3,4% gegenüber dem Vorjahr. In der Eurozone stieg die Wirtschaftsleistung mit 3,5% leicht überdurchschnittlich und die britische Wirtschaftsleistung wuchs mit 4,1%. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete mit 1,9% nur ein relativ geringes Wachstum. Deutschland exportierte im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt 3,2% mehr Waren und Dienstleistungen (Vorjahr: 9,4%). Die Importe legten preisbereinigt stärker zu und lagen bei 6,7%. Insgesamt wirkte sich der Außenbeitrag dadurch negativ auf das BIP Wachstum aus. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Beschäftigung in Deutschland stieg im Jahresdurchschnitt 2022 auf ein Allzeithoch von durchschnittlich rund 45,6 Millionen Erwerbstätigen.

Auch in anderen wichtigen Wirtschaftsnationen der Eurozone konnte in 2022 ein ähnlicher Trend beobachtet werden. In Spanien blieb die Wirtschaftsleistung mit 5,2% relativ stabil, wo hingegen diese in Italien um 3,9% und in Frankreich um 2,6% stärker abnahm.

(Quelle World Economic Outlook January 2023 / Destatis Statement "Bruttoinlandsprodukt 2022 für Deutschland")

Die Absatzzahlen der Automobilindustrie stagnierten bei den Personenkraftwagen weltweit und entwickelten sich bei den Nutzfahrzeugen negativ (-15%). Der PKW-Absatz lag im Jahr 2022 bei 71,6 Mio. Fahrzeugen. Wie in den Vorjahren verlief die Entwicklung allerdings regional unterschiedlich. In Europa sank der Absatz um 4% gegenüber dem Vorjahr auf 11,3 Mio. Einheiten. Der Anteil Westeuropas lag hier bei 10,2 Mio. Einheiten und damit ebenfalls 4% unter 2021. Während die Neuzulassungen in Deutschland (+1%) leicht zulegen konnten, gingen die PKW-Neuzulassungen in Großbritannien (-2%), Spanien (-5%), Frankreich (-8%) und Italien (-10%) zurück.

Die Nachfrage nach Elektro-PKW stieg in Europa weiter auf 2,0 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge. Der größte Markt für Elektro-PKW in Europa ist Deutschland mit einem Absatz von knapp 0,7 Mio. gefolgt von Großbritannien und Frankreich. International dominiert China mit 6,5 Mio. Einheiten den Elektro-PKW Markt.

Die Neuzulassungen der Nutzfahrzeuge ging in Deutschland um 11% zurück und damit etwas weniger als insgesamt in Europa (-15%).

(Quelle: VDA Analysen zur Automobilkonjunktur 2023)

Der Gesamtmarktanteil unseres Hauptkunden Ford in Europa ist von 6,4% im Jahre 2021 auf 6,5% im Jahr 2022 angestiegen (PKW-Marktanteil 4,6% im Vergleich zu 4,5% im Vorjahr).

1. c Mitarbeiterstand

Mit 684 Personen (eigene Mitarbeiter und "Leiharbeiter") zum Jahresende 2022 hat sich der Personalstand der Ford Transmissions GmbH im Vergleich zum Vorjahr um 79 Mitarbeiter reduziert. 391 Mitarbeiter (im Vorjahr 442), davon 21 Auszubildende, haben einen Arbeitsvertrag mit der Ford Transmissions GmbH. Die übrigen Mitarbeiter waren auf Basis von Serviceverträgen von der Ford-Werke GmbH an die Gesellschaft entliehen.

Am 1. Mai 2015 ist das "Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" in Kraft getreten. Nach Maßgabe des Gesetzes haben Aufsichtsrat und Geschäftsführung folgende Zielsetzungen beschlossen: Es wird angestrebt, im Aufsichtsrat der Ford Transmissions GmbH einen Frauenanteil von mindestens 0% und in der Geschäftsführung von mindestens 20% zu erreichen. Für die erste Leitungsebene unterhalb der Geschäftsführung wird eine Frauenquote von mindestens 0% und für die zweite Leitungsebene eine von mindestens 12% angestrebt.

1. d Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der Auflösung des JVs GETRAG FORD Transmissions GmbH in 2021 wurde die unternehmenseigene Entwicklungsabteilung aufgelöst und in die Entwicklungsabteilung der Ford-Werke GmbH integriert. Notwendige Entwicklungsleistungen werden seitdem von der Ford-Werke GmbH durchgeführt.

1. e Umweltmanagement

Die Ford Motor Company hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit eine führende Rolle beim Schutz der Umwelt zu übernehmen. In diesem Zusammenhang hat die Ford Transmissions GmbH zur Erreichung dieses globalen Zieles alle Produktionsstandorte gemäß der internationalen Norm für Umweltmanagement-Systeme DIN EN ISO 14001 zertifizieren lassen. Die Einhaltung der Normenanforderungen wird jährlich durch externe Gutachter überprüft und bestätigt und seit 2017 ist die Ford Transmissions GmbH nach der revidierten ISO 14001:2015 zertifiziert.

Wesentliche Prinzipien und Verantwortlichkeiten im Hinblick auf eine umweltverträgliche Produktion sind hierdurch festgelegt. Darüber hinaus werden gemäß Ford Richtlinien zusätzliche Umweltziele und Umweltprogramme zur kontinuierlichen Verbesserung wie Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und Emissionsminderung verfolgt.

Seit 1998 ist durch die in alle betrieblichen und produktionstechnischen Belange eingreifenden Umweltmanagement-Systeme der Umweltschutz ein fest integrierter Bestandteil der Unternehmensgrundsätze. Dies wirkt sich sowohl auf die Entwicklung umweltverträglicher Produktionsverfahren als auch auf die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte spürbar aus. Die Umwelteinflüsse der jeweiligen Verfahren und Produkte werden dabei bereits im Vorfeld überprüft und über alle Stufen von der Entwicklung, der Herstellung sowie über die spätere Nutzungsphase bis zum Recycling und der Entsorgung kontrolliert und kontinuierlich verbessert.

Das Umweltmanagement-System der Ford Transmissions GmbH ist im Rahmen der globalen Ford Motor Company Strategie ein für alle Produktions- und Vertriebsstandorte eingeführtes Instrument, um die Umweltleistungen stetig zu verbessern und einen nachhaltigen Umweltschutz auch unter Einbeziehung aller Zulieferer und Lieferanten weltweit umzusetzen.

1. f Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt über die finanziellen Kennzahlen Umsatzerlöse und operatives Ergebnis (Ergebnis vor Steuern).

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von 388,5 Mio. € um 67,4 Mio. € auf 321,1 Mio. € zurückgegangen. Der Rückgang beruhte größtenteils auf dem um 92 Tsd. verringerten Getriebe-Absatzvolumen. Der Rückgang des Absatzvolumens und der Erlöse ist etwas stärker ausgefallen als noch im Vorjahr prognostiziert.

Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich - wie im Vorjahr prognostiziert - deutlich von 94,8 Mio. € in 2021 um 82,2 Mio. € insbesondere aufgrund des Wegfalls der positiven Einmaleffekte aus der Auflösung des JVs.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden für die interne Steuerung nicht verwendet bzw. sind auch nicht für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage von Bedeutung. Jedoch wird konzernweit großen Wert auf die Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit gelegt.

2. Ertragslage

Die Getriebeabsätze der Gesellschaft mit 352 Tsd. verkauften Getrieben sind gegenüber 2021 von 444 Tsd. um 92 Tsd. zurückgegangen. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf geringerer Kundennachfrage aufgrund der Covid-19 Pandemie und eines weiter beschleunigten Trends zur Elektromobilität. Die Umsatzerlöse gingen primär mengenbedingt um 67,4 Mio. € auf 321,1 Mio. € (Vorjahr: 388,5 Mio. €) zurück.

Während sich die Umsatzerlöse insgesamt um 17,4% reduzierten, verringerten sich die Herstellungskosten um 16,8%. Hintergrund für den leicht unterproportionalen Rückgang der Herstellungskosten sind u.a. eine Reduzierung der enthaltenen Materialkosten (GKV: Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe) um 8,3% auf 149,2 Mio. €; der volumenbedingte Rückgang wurde teilweise durch Preissteigerungen von Lieferanten kompensiert. Die Fertigungskosten sanken um 24,0% auf 156,2 Mio. €. Treiber sind insbesondere geringerer Personalaufwand aufgrund der "Ausgliederung" der ehemaligen Produktionsstätten in Bordeaux und Halewood sowie darüber hinaus damit verbundene geringere Abschreibungen. Gegenläufig wirken sich höhere Aufwendungen im Rahmen des Toll Manufacturing von Ford Halewood Transmissions Ltd. aus (GKV: Aufwendungen für bezogene Leistungen)

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten wurden insgesamt um 1,7 Mio. € gesenkt, was insbesondere auf geringeren Mitarbeiterzahlen im Verwaltungsbereich beruht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 82,9 Mio. € auf 18,0 Mio. € gesunken. Sie beinhalten in 2022 überwiegend erzielte Erträge (Buchgewinne) aus der Veräußerung des ursprünglichen Verwaltungsgebäudes. Die höheren Erträge im Vorjahr resultieren aus einem Einmaleffekt im Rahmen der Auflösung des vorherigen JV.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 2,1 Mio. € reduziert.

Das Finanzergebnis verbesserte sich aufgrund geringerer Zinsbelastungen um 2,2 Mio. € auf -0,3 Mio. €.

Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich um 82,2 Mio. € auf 12,6 Mio. €. Dies resultiert vor allem aus dem Wegfall der positiven Einmaleffekte aus der Auflösung des JVs.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres liegt daraus folgend mit 12,0 Mio. € um 51,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert.

3. Finanzlage

Seit der erfolgten Umstrukturierung im März 2021 ist die Finanzierung der Ford Transmissions GmbH durch das Cash-Pooling der Ford Motor Company über die Ford International Liquidity Management Ltd, Essex/UK, sichergestellt. Zum Bilanzstichtag besteht eine Cash-Pool Forderung von 99,9 Mio. €.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -19,7 Mio. €. Der wesentliche Treiber des negativen Cashflow resultiert aus Restrukturierungszahlungen, die erst in 2022 zahlungswirksam geworden sind.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von 22,4 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus dem Verkauf des ehemaligen Verwaltungsgebäudes dem nur geringe neue Investitionen in das Sachanlagevermögen gegenüberstehen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -8,4 Mio. € ist im Wesentlichen durch die Rückzahlung der Bankkredite im Rahmen der Finanzierung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes gekennzeichnet.

Der Bestand an Finanzmitteln, der den flüssigen Mitteln in der Bilanz entspricht, ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Mio. € auf jetzt 5,1 Mio. € gesunken.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

4. Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2022 sank die Bilanzsumme um 31,8 Mio. € auf 280,4 Mio. €. Auf der Aktivseite ist dies sowohl auf einen Rückgang des Anlagevermögens um 10,1 Mio. € als auch auf einen Rückgang des Umlaufvermögens um 21,7 Mio. € zurückzuführen.

Der Rückgang bei den Sachanlagen beruht im Wesentlichen auf dem Verkauf des ehemaligen Verwaltungsgebäudes in Köln an einen Immobilienentwickler sowie auf der planmäßigen Abschreibung der Produktionsanlagen.

Außerdem erfolgte eine geringere Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr und es ergaben sich damit zusammenhängend höhere Abschreibungen als Investitionen. Das Verhältnis Umsatz zu Anlagevermögen (sog. Asset Turnover) hat sich von 4,0 auf 3,7 verringert.

Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um 21,7 Mio. € verringert, was unter anderem auf dem geringeren Produktionsvolumen und dem Abbau von Lagerbeständen beruht. Innerhalb des Umlaufvermögens beruht der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen auf erhaltenen Steuererstattungen, die durch den Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (im Wesentlichen Cash-Pooling) teilweise kompensiert wird. Außerdem reduzierte sich das Bankguthaben auf 5,1 Mio. € (Vorjahr 10,9 Mio. €) zum Ende des Geschäftsjahres.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 hat die Gesellschaft mit der Ford-Werke GmbH, Köln, als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2022 wurde trotz Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag nicht an das herrschende Unternehmen abgeführt, da zunächst der bestehende Verlustvortrag ausgeglichen werden muss.

Die Eigenkapitalquote ist somit im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 %-Punkte auf 66,6 % gestiegen, was im Wesentlichen auf den positiven Jahresüberschuss bei gleichzeitiger Reduzierung der Bilanzsumme zurückzuführen ist.

Die Rückstellungen haben sich insgesamt um 12,5 Mio. € verringert. Während die Sonstigen Rückstellungen insbesondere wegen - zahlungsbedingt - geringerer Rückstellungen für Abfindungen um 14,0 Mio. € zurückgingen, haben sich die Steuerrückstellungen um 0,3 Mio. € (für vororganschaftliche Sachverhalte) und die Rückstellungen für Pensionen um 1,2 Mio. € geringfügig erhöht.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 23,9 Mio. € auf 29,5 Mio. € zurückgegangen. Dies beruht im Wesentlichen auf dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der Rückgang der passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 7,3 Mio. € beruht hauptsächlich auf der Auflösung von passivierten Zuschüssen von Kunden für Investitionen in Werkzeuge.

5. Risikomanagement, Risiken und Chancen

5.1 Risikomanagementziele in Bezug auf Finanzinstrumente und Risikomanagement

Als weltweit agierendes Unternehmen ist die Ford Motor Company - einschließlich der Ford Transmissions GmbH - einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und nachhaltig zu steuern, ist die Ford Transmissions GmbH in die umfassenden Risikomanagement- und Kontrollsysteme des Ford Motor Company Konzerns eingebunden. Zum globalen Risikofrüherkennungssystem gehören die Interne Revision, zielorientiertes Controlling, laufende Selbsteinschätzung mit Maßnahmenkatalog sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich. Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden Chancen- und Risikopositionen der Geschäftsaktivitäten im Hinblick auf ihre strategische und operative Bedeutung analysiert, aufbereitet und beurteilt.

Die Risiken können in folgende Kategorien eingeteilt werden:

Risiken aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Kap. 5.3)

Branchenrisiken (Kap. 5.4)

Rechtliche und steuerliche Risiken (Kap. 5.5)

Risiken aus den betrieblichen Aufgabenbereichen (Kap. 5.6)

Informations- und IT-Risiken (Kap. 5.7)

Die dargestellten Risiken werden als "geringe" bis "mittlere" Risiken eingestuft, mit folgender Ausnahme: die Absatzrisiken, die uns als Zulieferer zum einen aus den OEM-Beschaffungsrisiken (resultierend aus der geringen globalen Verfügbarkeit an Halbleitern) sowie zum anderen aus den regulatorischen OEM-Risiken, vor allem im Rahmen der EU-Verordnung zu CO 2-Flottengrenzwerten für PKW und leichte Nutzfahrzeuge, (indirekt) entstehen, werden als Risiken mit "mittlerer" bis "hoher" Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung eingestuft.

Aufgabe der Verantwortlichen ist auch, Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Im Rahmen unterjähriger Controlling Prozesse werden die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen überwacht. Über die identifizierten Risiken wird regelmäßig an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat berichtet. Zu den wesentlichen Finanzinstrumenten der Gesellschaft zählen insbesondere die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Dritten sowie mit verbundenen Unternehmen. Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden oder zu verringern. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden hierzu im Rahmen der Finanzplanung kontinuierlich überwacht.

5.2 Internes Kontrollsystem

Die Ford Transmissions GmbH ist innerhalb des Gesamtkonzerns eng in das Interne Kontrollsystem der Konzernmutter Ford Motor Company eingebunden. Dieses ist wie folgt aufgebaut:

Das Internal Control Steering Committee (ICSC), welches direkt dem Konzernvorstand der Ford Motor Company unterstellt ist, überwacht die Einhaltung der internen Kontrollregeln. Hierzu gehören auch die Vorschriften, die sich aus dem Sarbanes-Oxley Act ergeben. Das ICSC legt die Richtlinien und Handlungsanweisungen fest, welche die Verantwortlichen für die Interne Kontrolle in den operativen Bereichen - einschließlich der Ford Transmissions GmbH - umzusetzen haben. Im Rahmen der Internen Kontrolle werden alle durch das ICSC festgelegten finanzrelevanten Prozesse einmal jährlich geprüft und die Einhaltung der Kontrollprozesse dokumentiert. Das ICSC wiederum bekommt seine Vorgaben aus dem Board Audit Committee, dessen Mitglieder vom Board of Directors (Vorstand) der Ford Motor Company nominiert werden. Direkt dem Board Audit Committee ist die Innenrevision (General Auditors Office) unterstellt, welche in regelmäßigen Abständen, unabhängig von den Prüfungsprozessen der Wirtschaftsprüfer oder des ICSC, die operativen Bereiche überprüft. Die Prüfungen der Innenrevision konzentrieren sich hierbei auf Elemente, die relevant für das Finanz- und Rechnungswesen sind. Der zeitliche Abstand und die Tiefe der Untersuchungen werden von der Innenrevision eigenverantwortlich festgelegt. Durch die direkte Unterstellung der Innenrevision an das Board Audit Committee ist diese völlig unabhängig vom operativen Management der Ford Motor Company und den entsprechenden Gremien der Ford Transmissions GmbH. Die Geschäftsführung der Ford Transmissions GmbH wird durch den Aufsichtsrat überwacht.

5.3 Risiken aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen

Die Ford Transmissions GmbH ist als produzierendes Unternehmen den markt- und/oder steuerpolitisch hervorgerufenen Entwicklungen der Energiepreise ausgesetzt. Zudem können markt- oder steuerpolitisch beeinflusste Veränderungen der Treibstoffpreise den Absatz von Neufahrzeugen und somit Getrieben erheblich beeinträchtigen. Weiterhin stellen die konjunkturellen Entwicklungen in den einzelnen Märkten und nicht vorhersehbare politische Eingriffe in bestehende Handelsabkommen, Steuer- oder Sozialgesetze erhebliche Risikofaktoren für das Unternehmen dar.

Der Krieg in der Ukraine belastet weiterhin sowohl die Lieferketten als auch die Nachfrage aufgrund hoher Inflationsraten und gestiegener Energie- und Rohstoffpreise. Die politischen Spannungen verstärken die Unsicherheit, was sich weiterhin negativ auf den Konsum auswirken kann.

Aufgrund der politischen Ereignisse der letzten Jahre besteht eine hohe Unsicherheit über die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung, insbesondere über mögliche Einschränkungen des globalen Handels. Bestehende Handelsbeschränkungen könnten durch mögliche Wahlsiege globalisierungskritischer Parteien in EU-Ländern in den kommenden Jahren zu verstärkten tarifären und nicht tarifären Handelshemmnissen führen. Eine mögliche Ausweitung politischer Spannungen, insbesondere im Hinblick auf Russland und den Krieg in der Ukraine, aber auch andere unvorhersehbare Ereignisse, wie beispielsweise Naturkatastrophen, Epidemien oder terroristische Anschläge, haben das Potenzial, die konjunkturelle Lage, die internationalen Finanzmärkte und damit auch die weitere Entwicklung der Ford Transmissions GmbH zu beeinträchtigen.

5.4 Branchenrisiken

Die Automobilbranche befindet sich weiterhin im Wandel. Neben vorherrschenden Trends wie autonomes Fahren, Carsharing und vernetzte Fahrzeugkonzepte ist vor allem der Wandel der Antriebstechnologie vom Verbrennungs- zum Elektromotor die größte Herausforderung der Branche.

Die technologischen Veränderungen beeinflussen nicht nur die Kundenbedürfnisse, sondern auch bestehende Geschäftsmodelle. Die Zukunftsthemen der Digitalisierung und Elektrifizierung sowie neue Dienstleistungen werden die Mobilität neu definieren. Zusammen mit den zunehmenden Emissionsregularien und kürzeren Innovationszyklen führen sie zu komplexen Rahmenbedingungen, die die gesamte Automobilbranche vor neue Herausforderungen stellt.

Die Automobilbranche ist stark mit dem Verlauf der Weltwirtschaft verbunden. Die Gefahr einer globalen Rezession ist nicht gebannt, da die unsichere geopolitische Situation die Weltwirtschaft weiter stark beschäftigt und sowohl Lieferketten als auch die Nachfrage nachhaltig gestört werden können. Die steigenden Mobilitätskosten für Verbraucher bei sinkender Kaufkraft üben einen spürbaren Druck auf die Nachfrage aus. Zudem ist die Automobilindustrie in Europa nach wie vor durch ein Überangebot an Produktionskapazität von Kraftfahrzeugen geprägt. Diese Faktoren in Verbindung mit der global zunehmenden Wettbewerbsintensität, insbesondere aus China, könnten die Ertragslage belasten.

Des Weiteren stellen die Themen Energiepreise, Versorgungssicherheit und Stabilität von Lieferketten die Automobilbranche weiterhin vor große Herausforderungen.

5.5 Rechtliche und steuerliche Risiken

Gegen die Ford Transmissions GmbH sind verschiedene Gerichtsverfahren anhängig. Das Unternehmen hat Rückstellungen in Bezug auf schwebende Rechtsverfahren gebildet, sofern die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung hinreichend genau bestimmbar sind.

5.6 Risiken aus den betrieblichen Aufgabenbereichen

Einer möglichen Ertragsminderung aufgrund der Nichteinhaltung gesetzlicher Anforderungen, die durch Fertigungsfehler hervorgerufen werden könnten, wird durch Maßnahmen wie beispielsweise festgelegte Prozessarbeitsfolgen, fortlaufende Qualitätsprüfungen innerhalb des Fertigungsprozesses, Prüf- und Checklisten, fortlaufende Schulung der Mitarbeiter und entsprechende Arbeitsanweisungen begegnet.

Trotz eines leistungsfähigen und konsequenten Qualitätsmanagements können potenzielle Risiken aus der Produkthaftung nicht ausgeschlossen werden. Neben finanziellen Einbußen können daraus auch Imageschäden erwachsen. Ein bereits in der Entwicklungsphase durchgeführter Design-Überprüfungs- Test von Bauteilen, intensive Fahrzeugtests sowie fortlaufende Qualitätssicherungsmaßnahmen sowohl in der eigenen Produktion als auch bei Zulieferern wirken sich risikomindernd aus.

Auf der Beschaffungsseite ergeben sich neben den Chancen aus der engen Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Lieferanten auch Risiken. Einzelne Zulieferer haben eine erhebliche Bedeutung für die Produkte der Ford Transmissions GmbH. Lieferverzögerungen und -unterbrechungen, z.B. durch Streiks oder Unfälle, aber auch Qualitätsmängel können zu Produktionsstörungen führen und in der Folge die Ertragslage negativ beeinflussen. Durch eine geeignete Lieferantenstrategie, sorgfältige Lieferantenauswahl, Überprüfungen der wirtschaftlichen und technischen Leistungsfähigkeit der Lieferanten und fortlaufende Qualitätsüberwachung kann das Risiko von Produktionsstörungen aufgrund falscher oder fehlerhafter Teile reduziert werden. Die bestehenden Prozesse versetzen die Gesellschaft in die Lage, insolvenzgefährdete Lieferanten frühzeitig zu identifizieren und entsprechend zu handeln.

Aus den betrieblichen Aufgabenbereichen können umweltbezogene Risiken, z.B. durch Bodenverunreinigungen, entstehen. Das Unternehmen wird Rückstellungen bilden, sofern die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar sind. Durch das unter Punkt 1.e beschriebene Umweltmanagement wird angestrebt, die sich daraus ergebenden Risiken zu minimieren.

5.7 Informations- und IT-Risiken

Die Ford Transmissions GmbH schützt Daten, Geschäftsgeheimnisse und Entwicklungen gegen Verlust, Diebstahl, Missbrauch und unberechtigten Zugriff. Verbindliche Richtlinien verpflichten die Mitarbeiter und alle Geschäftsbereiche zum richtigen Umgang mit Informationen und zur sicheren Nutzung von Informationstechnik und Systemen. Adäquate technische Schutzmaßnahmen wie ständig aktualisierte Firewalls und Virenscanner, Cyber Security Systeme, sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen auf Betriebs- und Anwendungssysteme gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard. Alle Applikationen und Infrastrukturkomponenten sind gemäß Information Security Policy (ISP) ausgerichtet. Weiterhin beugen eine ständige Überwachung durch Personal und automatische Systeme sowie vorhandene "Disaster Recovery" Pläne Ausfällen der Rechenzentren und Netzwerke vor. Für Computer, die Fertigungsmaschinen und -Prozesse steuern, sind spezielle Viren-Scanner und Schutzprogramme vorhanden.

5.8 Liquidität

Die Ford Transmissions GmbH verwaltet ihre flüssigen Mittel im Rahmen der Konzernfinanzierung der Ford Motor Company, Dearborn, Michigan, USA. Durch die Einbindung in die Konzernfinanzierung ist die für den Fortbestand der Ford Transmission GmbH notwendige Liquidität gesichert, solange die Liquidität des Mutterkonzerns, Ford Motor Company, gesichert ist.

Das Eigenkapital der Ford Motor Company lag zum Jahresende 2022 bei 43,2 Mrd. US-Dollar. Zudem erwirtschaftete die Ford Motor Company im Jahr 2022 einen positiven Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 6,9 Mrd. US-Dollar. Dies bedeutet einen Rückgang zum Vorjahr um 8,9 Mrd. US-Dollar. Auch die Netto-Liquidität (Flüssige Mittel zuzüglich Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Verbindlichkeiten) sank im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Mrd. US-Dollar auf 18,5 Mrd. US-Dollar zum 31.12.2022. Nichtsdestotrotz war und ist vor dem Hintergrund dieser Liquiditätsreserven die Liquidität der Ford Transmissions GmbH jederzeit sichergestellt.

Zum 31. März 2023 weist die Ford Motor Company eine Netto-Liquidität in Höhe von 13,5 Mrd. US-Dollar aus.

Die Geschäftsführung der Ford Transmissions GmbH überzeugt sich monatlich davon, dass der Liquiditätsbedarf der Ford Transmissions GmbH in der Liquiditätsplanung der FILM sowie der Ford Motor Company angemessen berücksichtigt und gedeckt ist.

5.9 Wesentliche Chancen

Neben den genannten Risiken werden durch Wettbewerbs- und Umfeldanalysen sowie Marktbeobachtungen auch Chancen identifiziert. Neben der Gestaltung unserer Produkte werden auch kontinuierliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserung einen wichtigen Beitrag zur Ergebnisoptimierung leisten.

6. Prognosebericht

Die Wachstumsperspektiven Europas für das Jahr 2023 sind weiterhin von großen Unsicherheiten geprägt.

Die starken Preissteigerungen im Jahr 2022 führen zu sinkender Kaufkraft der Verbraucher und können die Nachfrage sowie daraus resultierend die Automobilproduktion in Europa in den Folgejahren negativ beeinflussen.

In seinem "World Economic Outlook" vom April 2023 geht der International Monetary Fund von einem weltweiten Wachstum von nur noch 2,8% in 2023 (nach 3,4% in 2022) und 3,0% in 2024 aus.

In der Eurozone wird ein Wachstum der Wirtschaft von nur noch 0,8% in 2023 erwartet (nach 3,5% in 2022) und mit einer leichten Erholung von 1,4% in 2024 gerechnet. In Großbritannien geht man von einem negativen Wachstum von -0,3% in 2023 und einer ebenfalls leichten Erholung von 1,0% in 2024 aus.

Das Europäische PKW-Volumen beläuft sich nach aktuellen Schätzungen des VDA auf 12,0 Mio. Fahrzeuge, was in 2023 eine Verbesserung von 7% gegenüber 2022 (11,3 Mio.) bedeutet. Auch hier ist die Einschätzung abhängig von der Versorgung mit Vor- und Zwischenprodukten und könnte sich noch ändern.

Es wird erwartet, dass die Auswirkungen des Ukrainekrieges, die Nachwirkungen der Corona Pandemie, die Ungewissheit der weltweiten Verfügbarkeit von Rohstoffen, Halbleitern und anderen Vorprodukten, Handelsstreitigkeiten zwischen globalen Handelspartnern, sowie die fortlaufende Umstellung der Emissionsvorschriften eine Vielzahl von Auswirkungen auf das Geschäft von Ford in Europa haben wird. Auch durch die mögliche Weitergabe der erheblich gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten an die Endkunden und der dadurch steigenden Verkaufspreise, kann die Nachfrage nach Fahrzeugen und Komponenten sinken. Die möglichen Auswirkungen auf Absatz und Kostenstruktur werden fortlaufend analysiert, um die Risiken einzuschätzen und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.

Für das Geschäft von Ford in Europa erwarten wir, dass sich die mangelnde Halbleiterversorgung und die damit verbundenen negativen Auswirkungen noch bis in das Jahr 2023 auswirken. Aufgrund der zu erwartenden höheren Nachfrage nach automatisierten und elektrifizierten Fahrzeugen und der dadurch sinkenden Nachfrage nach manuellen Schaltgetrieben erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 bei der Ford Transmissions GmbH leicht sinkende Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführung wird sich 2023 ebenfalls durch die sinkende Nachfrage leicht verschlechtern.

Mit der anstehenden Einführung der Euro-7-Emissionsstandards rechnen wir nicht vor Juli 2025. Mit Euro-7 ist allerdings davon auszugehen, dass auf dem europäischen Markt deutlich weniger Neufahrzeuge mit manuellen Schaltgetrieben vertrieben werden, da die dann neuen Emissionsstandards einfacher und kostengünstiger mit Automatikgetrieben mit optimierten Schaltalgorithmen oder mit Doppelkupplungsgetrieben bzw. CVT (Continuously Variable Transmission) erreicht werden können. Daher kann die Einführung von Euro-7 für die Ford Transmissions GmbH zu signifikant sinkenden Verkaufsvolumen ab 2025 führen. Vor diesem Hintergrund wird bereits untersucht, welche Aufgaben die Ford Transmissions GmbH im Ford Konzernverbund zukünftig übernehmen kann.

Auch vor dem Hintergrund einer Netto-Liquidität der Ford Motor Company in Höhe von 13,5 Mrd. US-Dollar sehen wir aktuell keine Ausfallrisiken im Hinblick auf unsere Konzernforderungen (99,9 Mio. €).

Naturgemäß enthält der Prognosebericht zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen, die einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind. Sollten diese Unsicherheitsfaktoren eintreten, können die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den hier - auch implizit - formulierten Aussagen und Ergebnissen abweichen.

7. Zusammenfassung

Durch den Jahresüberschuss im Jahr 2022 der Ford Transmissions GmbH hat sich die Eigenkapitalsituation um 12,0 Mio. € verbessert.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen stabilen und gesunden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ford Transmissions GmbH, der Einbindung in das Ford Transferpreissystem sowie dem abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag sehen wir keine fundierten Anhaltspunkte, die gegen die Annahme der Unternehmensfortführung sprechen.

 

Köln, den 18. August 2023

Ford Transmissions GmbH, Köln

Die Geschäftsführung

Oliver Kröll

Frank Fehmer

Alicia Dahm

Bilanz zum 31.12.2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 14.327 14.861
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.960.486 17.851.539
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.561.392 36.488.836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.143 807.949
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.110.848 1.994.499
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 910.528
2. Beteiligungen 29.250.000 29.250.000
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.500.000 10.500.000
87.740.196 97.818.212
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.809.228 27.200.537
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 9.365.792 6.296.313
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.910.991 11.653.013
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.551.965 7.440.154
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 140.777.229 125.076.876
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, 684.421 601.342
mit denen einen Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.456.063 25.233.720
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.099.697 10.869.441
192.655.386 214.371.396
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.911 3.074
Gesamt Aktiva 280.398.493 312.192.682

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 10.000.000 10.000.000
2. Kapitalrücklage 190.000.000 190.000.000
3. Verlustvortrag -25.126.636 -88.340.801
4. Jahresüberschuss 11.965.368 63.214.165
186.838.732 174.873.364
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 36.985.222 35.824.119
2. Steuerrückstellungen 19.165.983 18.816.471
3. Sonstige Rückstellungen 7.603.484 21.609.977
63.754.688 76.250.568
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.342.078 17.090.020
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.850.708 35.702.924
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, 57.167 57.167
mit denen einen Beteiligungsverhältnis besteht
4. Sonstige Verbindlichkeiten 263.583 597.426
29.513.535 53.447.537
D. Rechnungsabgrenzungsposten 291.538 7.621.214
Gesamt Passiva 280.398.493 312.192.682

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 321.120.701 388.548.448
2. Herstellungskosten zur Erzielung von Umsatzerlösen -308.059.271 -370.275.362
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 13.061.430 18.273.086
4. Vertriebskosten -178.429 -699.985
5. Verwaltungskosten -15.954.144 -17.119.000
6. Sonstige betriebliche Erträge 18.047.211 100.901.196
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.002.333 -4.089.449
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 304.063 299.675
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 332.044 347.582
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -968.123 -3.103.565
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -641.987 -20.188.357
12. Ergebnis nach Steuern 11.999.733 74.621.182
13. Sonstige Steuern -34.365 -11.407.016
14. Jahresüberschuss 11.965.368 63.214.165

ANHANG

der Ford Transmissions GmbH, Köln

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Ford Transmissions GmbH, Köln, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln, Abteilung B unter der Nummer 34097.

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften, insbesondere unter Beachtung des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Going-Concern) und den Regeln des GmbH - Gesetzes aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) wendet die Gesellschaft das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB an. Der Jahresabschluss wurde in vollen Euro aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen in Millionen Euro. Hierbei wurde kaufmännisch gerundet, so dass aus rechentechnischen Gründen Rundungsdifferenzen von +/- einer Einheit auftreten können.

Gesetzlich in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung vorgeschriebene davon-Vermerke nach §§ 265 ff. HGB sind, ebenso wie wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringende Vermerke, aus Gründen der Klarheit im Anhang angegeben.

Vorgenommene Anpassungen an die allgemeinen gesetzlichen Gliederungsvorgaben für die Bilanz und GuV nach §§ 266 bzw. 275 HGB werden im Anhang dargestellt bzw. erläutert.

Im September 2021 wurde zwischen der FOGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH und der Ford Transmissions GmbH eine Anwachsungsvereinbarung für die FOGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Köln OHG (FOGA OHG) getroffen. Gemäß dieser Vereinbarung scheidet die FOGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH nach Ablauf des 31.12.2021 aus der FOGA OHG aus und die Vermögensgegenstände und Schulden der FOGA OHG wachsen der Ford Transmission GmbH als Gesamtrechtsnachfolgerin an. Das Vermögen der FOGA OHG besteht im Wesentlichen aus einem Gebäude, zu dessen Finanzierung ein Kredit aufgenommen worden war. Das Gebäude wurde im 1. Quartal 2022 mit einem Buchgewinn von rd. 10,2 Mio. EUR veräußert; der bestehende Kredit in vollem Umfang zurückgezahlt.

Die Auswirkungen der Anwachsung im Jahresabschluss 2022 und die damit verbundene eingeschränkte Vergleichbarkeit von Vorjahreszahlen beschränken sich im Wesentlichen auf folgende Posten:

Anlagevermögen: Anwachsung eines Verwaltungsgebäudes, das allerdings im Berichtsjahr veräußert worden ist und insoweit auf Bilanzseite in den Zahlen zum 31.12. keine Veränderung bewirkt.

Verbindlichkeiten Kreditinstitute: "Übernahme" eines Kredites von der FOGA OHG. Der Kredit wurde in 2022 nach Anwachsung vollständig von der FT zurückgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, soweit nicht anders angegeben, beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen fließen neben den direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und der anteiligen Betriebsverwaltungskosten, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, ein. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Gebäude werden über 25 bis 50 Jahre, Technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 10 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter werden in einem jährlichen Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Soweit für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie übrige Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder (bei voraussichtlich dauernder Wertminderung) mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem FIFO-Verfahren oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder niedrigeren Zeitwerten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile. Verwaltungs- und Sozialkosten wurden in zulässigem Umfang aktiviert. Waren werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegendem Wert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Grundsätze der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden in Abschnitt (12) erläutert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden unter Zugrundelegung des bisherigen beziehungsweise des geschätzten Schadensverlaufs bei ausgelieferten Getrieben gebildet.

Ab 2022 besteht eine Ertragsteuerliche Organschaft zur Ford-Werke GmbH. Temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden mit in die Steuerabgrenzung der alleinigen Gesellschafterin (Organträgerin) einbezogen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt soweit sie Ertrag in Folgeperioden darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf das Anlagengitter verwiesen.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Hierunter wurde Anwender-Software erfasst, soweit diese von Dritten entgeltlich erworben wurde.

(3) Sachanlagen

Der Nettobuchwert des Sachanlagevermögens sank im Vorjahresvergleich um 7,1 Mio. € auf 50,0 Mio. €.

Die Zugänge betrugen 29,3 Mio. € (Vorjahr 8,2 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen den anwachsungsbedingten Zugang eines Verwaltungsgebäudes (historische Anschaffungskosten von 21,7 Mio. €) im Rahmen der FOGA-Anwachsung.

(4) Finanzanlagen / Anteilsbesitz

31.12.2022 31.12.2021
Name und Sitz der Unternehmen Anteil am Eigenkapital
%
Eigenkapital
Mio. €
Ergebnis (ggf. vor Ergebnisabführg.)
Mio. €
Anteil am Eigenkapital
%
Eigenkapital
Mio. €
Ergebnis (ggf. vor Ergebnisabführg.)
Mio. €
Verbundene Unternehmen und Beteiligungen
Transmissions International Holding GmbH, Köln (*) 50 58,2 4,4 50 58,2 -0,3
FOGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Köln OHG, -- -- -- 94 -0,8 -0,5
Pullach
GETRAG FORD Transmissions Slovakia s.r.o., Kechnec, Slowakei (*) (in Liquidation) 50 1) 16,1 0,0 50 1) 16,1 0,7
Transmissions International India Private Limited, Gujarat, Indien (**) 49,99 2) 22,8 2,0 49,99 2) 21,8 0,6
GETRAG Americas GmbH, Schaffhausen, Schweiz (*) 25 1) 43,6 -3,7 25 1) 44,5 2,2
GETRAG Transmission Manufacturing de Mexico S.A. de C.V., Irapuatu, 25 1) 0,3 25 1) 0,2 -0,1
Mexiko (*) -0,2
GETRAG Transmissions Corporation, Sterling Heights, USA -- -- -- 25 1) 0,2 0,0

(*) Zahlen aus dem vorläufigen Jahresabschluss 2022

(**) Zahlen aus dem Jahresabschluss zum 31. März 2022

1) mittelbarer Beteiligungsanteil

2) vorwiegend mittelbarer Beteiligungsanteil; die FT hält einen Anteil an der Gesellschaft direkt.

Die FOGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Köln OHG ist im Geschäftsjahr 2022 auf die Ford Transmissions GmbH angewachsen.

Die GETRAG Transmissions Corporation, Sterling Heights/ USA, an der die Ford Transmissions GmbH eine mittelbare Beteiligung hielt, wurde im Oktober 2021 aufgelöst.

(5) Vorräte

Die Vorräte setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

31.12.2022
Mio. €
31.12.2021
Mio. €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19,8 27,2
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9,4 6,3
Fertige Erzeugnisse, Waren 5,9 11,7
Gesamt 35,1 45,2

Für die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde die FIFO-Verbrauchsmethode angewandt. Im Vergleich zur Bewertung zu gleitenden Durchschnittspreisen ergibt sich ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,4 Mio. €.

Die allgemeinen Risiken in den Vorräten wurden durch Abschläge für niedrigere Marktpreise und mangelnde Verwertbarkeit angemessen berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von 6,5 Mio. € vorgenommen.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022
Mio. €
31.12.2021
Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7,6 7,4
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 140,8 125,1
davon aus Lieferungen und Leistungen 40,9 28,8
davon gegen Gesellschafter 6,3 6,6
davon gegen Tochtergesellschaften 0,0 0,0
davon sonstige Vermögensgegenstände 99,9 96,3
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,6 0,6
Sonstige Vermögensgegenstände 3,5 25,2
Gesamt 152,5 158,3

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden überwiegend in Euro und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffend Sonstige Vermögensgegenstände resultieren vor allem aus einer kurzfristigen Darlehensforderung gegen die Ford International Liquidity Management Ltd, Essex, UK; die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insbesondere aus Getriebeverkäufen an verbundene Unternehmen.

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinsforderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden überwiegend in Euro und in geringerem Umfang in Britischem Pfund. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen kurzfristig fällige Vorsteuererstattungsansprüche gegen britische Finanzbehörden (3,4 Mio. €).

Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

(7) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Dieser Posten beinhaltet Guthaben bei Kreditinstituten.

(8) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält Vorauszahlungen für zukünftige Perioden.

(9) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Ford Transmissions GmbH beträgt unverändert 10 Mio. €.

(10) Kapitalrücklage

Die Höhe der Kapitalrücklage (nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) bleibt im Vorjahresvergleich betragsmäßig unverändert.

(11) Jahresüberschuss

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 hat die Gesellschaft mit der Ford-Werke GmbH, Köln, als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft des Geschäftsjahres 2022 wurde trotz Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag nicht an das herrschende Unternehmen abgeführt, da zunächst der bestehende Verlustvortrag ausgeglichen werden muss.

Der Jahresüberschuss von gerundet 12,0 Mio. € (VJ 63,2 Mio. €) wird somit auf neue Rechnung vorgetragen. Insgesamt ergibt sich hieraus ein Verlustvortrag in Höhe von 13,2 Mio. € (VJ 25,1 Mio. €).

(12) Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der basierend auf unternehmensspezifischen Daten modifizierten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet.

Ferner finden die Grundsätze des IDW RH FAB 1.021 bei der Bewertung der Rückstellungen für einzelne rückgedeckte Direktzusagen sowie bei der im Anhang auszuweisenden Unterdeckung für rückgedeckte mittelbare Verpflichtungen erstmals Anwendung.

Bei den leistungskongruent rückgedeckten Direktzusagen wird die Verpflichtung unter Berücksichtigung des Aktivprimats in Höhe des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung angesetzt.

Die Höhe der Unterdeckung der mittelbaren Verpflichtungen wurde unter Zugrundelegung des zahlungsstrombasierten Verfahrens sowie unter Anwendung handelsbilanzieller Bewertungsparameter ermittelt.

Bei der Berechnung werden jährliche Entgeltsteigerungen von 3,0 % p. a. und Rentensteigerungen von 2,0% p.a. angenommen und eine Ford-spezifische Fluktuation unterstellt.

Der Rechnungszins beträgt 1,78% (Vj 1,87%) und entspricht dem von der Deutschen Bundesbank gemäß §253 Abs.2 HGB zum 31.12.2022 veröffentlichen Zinssatz bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren.

Der Rechnungszins beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre.

Der für die Vergleichsberechnung gem. § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und beträgt zum gleichen Zeitpunkt 1,44% (VJ 1,35%). Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 2,1 Mio. €. Der Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 31.12.2010 ergab sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von 1,8 Mio. €, der bis spätestens zum 31.12.2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln ist. Die Gesellschaft hatte die Zuführung bereits in 2010 in voller Höhe durchgeführt.

Der beizulegende Zeitwert des mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen saldierten Deckungsvermögens beträgt 0,9 Mio. €. Unter Inanspruchnahme von Art. 28 Abs. 1 EGHGB wurden mittelbare Pensionsverpflichtungen aus einer Unterstützungskasse nicht in der Bilanz ausgewiesen. Der Betrag der Unterdeckung gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB beträgt zum Bilanzstichtag 6,5 Mio. € (31.12.2021: 6,4 Mio. €).

Die Steuerrückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gewerbesteuer (8,8 Mio. €) und Körperschaftsteuer (8,3 Mio. €) sowie Zinsen (2,1 Mio. €) für die Jahre 2014 bis 2020 aus Risiken aus vorangegangenen Betriebsprüfungsfeststellungen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für freiwillige Abfindungspläne aufgrund der Auflösung der zentralen Bereiche im Zusammenhang mit den Umstrukturierungen im Rahmen der Beendigung des Joint Ventures in Höhe von 0,5 Mio. €. Zudem sind in den sonstigen Rückstellungen Garantieverpflichtungen von 3,4 Mio. € enthalten. Außerdem betreffen die sonstigen Rückstellungen noch Verpflichtungen für Bonuszahlungen, nicht genommene Urlaubsansprüche, Prüfungs- und Beratungskosten und sonstige Lieferantenforderungen sowie Altersteilzeitverpflichtungen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit erfolgt auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der basierend auf unternehmensspezifischen Daten modifizierten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Der Rechnungszins beträgt 0,46% (VJ 0,32%) und ergibt sich aus den Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für den 31. Dezember 2022 auf der Grundlage der durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit des zugrundeliegenden Personenbestandes. Sofern im Einzelfall die Restlaufzeit der Altersteilzeit-Verpflichtung weniger als 12 Monate beträgt, wird bei der Rückstellungsermittlung keine Abzinsung berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

(13) Verbindlichkeiten

31.12.2022 31.12.2021
Restlaufzeit Restlaufzeit
Gesamt
Mio. €
< 1 Jahr
Mio. €
> 1 Jahr
Mio. €
Gesamt
Mio. €
< 1 Jahr
Mio. €
> 1 Jahr
Mio. €
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - - - - -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - - - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14,3 14,3 - 17,1 17,1 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14,8 14,8 - 35,7 35,7 -
- davon aus Lieferungen und Leistungen 14,8 14,8 - 35,7 35,7 -
- davon gegenüber Gesellschaftern 5,3 5,3 - 19,8 19,8 -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,1 0,1 0,1 0,1 -
- davon aus Lieferungen und Leistungen 0,1 0,1 - 0,1 0,1 -
- davon aus Darlehen - - - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 0,3 0,3 - 0,6 0,6 -
- davon aus Steuern 0,1 0,1 - 0,2 0,2 -
- davon im Rahmen soz. Sicherheit 0,2 0,2 - 0,4 0,4 -
Gesamt 29,5 29,5 - 53,5 53,5 -

Die zum Jahresende bilanzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden überwiegend in Euro und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden sowohl in Fremdwährungen als auch in Euro und resultierten hauptsächlich aus der Lieferung von Produktionsteilen. Darüber hinaus entfallen sie auf die Inanspruchnahme von Dienstleistungen.

Alle Verbindlichkeiten sind (außer üblichen Eigentumsvorbehalten) ungesichert.

(14) Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen passivierte Zuschüsse von Kunden für Investitionen in Werkzeuge.

(15) Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag haftet die Gesellschaft zusammen mit der Magna PT B.V. & Co. KG, Untergruppenbach, bis zu einem Betrag von jeweils USD 20,0 Millionen für Zahlungsverpflichtungen aus Gewährleistungsgarantien der Getrag Americas GmbH, Schaffhausen/Schweiz. Das Risiko der Inanspruchnahme der Gesellschaft wird aufgrund der vorhandenen Liquidität der Getrag Americas GmbH als gering eingeschätzt.

(16) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 18,9 Mio. € (VJ 19,9 Mio. €) aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen für zusätzliche Produktionshallen, EDV-Ausstattung und Fahrzeuge. Darin enthalten sind 18,6 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen.

( 17) Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem für den jeweiligen Monat gültigen Buchungskurs (Bookkeeping Rate) erfasst. Dieser entspricht dem am Ende des Vormonats ermittelten Devisenkassamittelkurs. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(18) Umsatzerlöse

2022
Mio. €
2021
Mio. €
Aufteilung nach Produktgruppen
Getriebe- und Getriebekomponenten 315,2 353,3
Erlöse Engineering 0,9 25,6
Sonstige Erlöse 5,0 9,7
Gesamt 321,1 388,6
Aufteilung nach Märkten
Deutschland 45,8 92,0
Europäische Union 59,9 76,6
Übriges Europa 211,8 212,3
Nordamerika/Mexiko 3,2 7,2
Asien 0,4 0,5
Gesamt 321,1 388,6

Die Umsatzerlöse fielen im Vorjahresvergleich um 67,4 Mio. € (-17,4%) auf 321,1 Mio. €. Vom Gesamtumsatz entfielen 275,3 Mio. € auf den Export (85,7%) und 45,8 Mio. € auf inländische Verkäufe (14,3%). Die Umsatzerlöse wurden größtenteils durch den Verkauf von Getrieben und Getriebekomponenten erzielt (315,2 Mio. €; 98,2%).

(19) Herstellungskosten

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sanken im Berichtsjahr unterproportional zu den Umsatzerlösen um 62,2 Mio. € (16,8%) auf 308,0 Mio. €. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 13,1 Mio. €, die Bruttomarge 4,1 % (VJ 4,7%).

(20) Vertriebskosten

Im Vorjahresvergleich ist bei den Vertriebskosten ein Rückgang um 0,5 Mio. € (- 74,5%) auf 0,2 Mio. €. zu verzeichnen.

Die Vertriebskosten enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Personal.

(21) Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken im Berichtsjahr um 1,2 Mio. € auf 16,0 Mio. € (-6,8%). Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten überwiegend Personalaufwendungen. Des Weiteren enthielten sie Aufwendungen für konzernintern bezogene Dienstleistungen der Verwaltung sowie Mietaufwendungen und verwaltungsbezogene Abschreibungen und sonstige Verwaltungskosten.

(22) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtsjahr um 82,9 Mio. € auf 18,0 Mio. € gesunken. Sie beinhalten in 2022 überwiegend Erträge (Buchgewinne) aus der Veräußerung des Verwaltungsgebäudes (10,2 Mio. €), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (2,1 Mio. €), Entschädigungen von Kunden für Programmabbrüche (1,4 Mio. €), weitere Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen (1,2 Mio. €), sowie Erträge aus Mieteinnahmen (1,0 Mio. €) und sonstige Erträge.

In den Posten sind im Geschäftsjahr periodenfremde Erträge in Höhe von 2,6 Mio. € (VJ 2,7 Mio. €) erfasst.

(23) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um 2,1 Mio. € auf 2,0 Mio. € zurückgegangen. Sie enthalten im Wesentlichen den Verlust aus der Anwachsung der FOGA OHG (1,8 Mio. €), sowie Kursverluste (0,2 Mio. €).

In den Posten sind im Geschäftsjahr keine periodenfremden Aufwendungen (VJ 3,4 Mio. €) erfasst.

(24) Finanzergebnis

2022 2021
Gesamt
Mio. €
davon verbundene Unternehmen
Mio. €
Gesamt
Mio. €
davon verbundene Unternehmen
Mio. €
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,3 0,0 0,3 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,3 0,3 0,3 0,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -0,9 0,0 -3,1 -0,1
Davon
Aufzinsung Pensionsrückstellungen -0,7 -- -0,7 --
Aufzinsung sonstige Rückstellungen 0,0 -- -0,1 --
Gesamt -0,3 0,3 -2,5 0,3

(25) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der ab 2022 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft zur Ford-Werke GmbH ergibt sich für das Jahr 2022 kein laufender Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag.

Der ausgewiesene Steueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich im Wesentlichen aus Steuernachzahlungen für vorangegangene Jahre in Deutschland (0,1 Mio. €) und Steueraufwand aus UK für Vorjahre (0,5 Mio. €).

(26) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für ausländische Vorsteuern. Im Vorjahr betraf die Position vorwiegend Transfer-Steuern in China (10,7 Mio. €), die im Zusammenhang mit der Trennung von der GETRAG Asia Pacific GmbH &Co. KG angefallen sind.

(27) Angaben bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens gem. § 285 Nr. 8 HGB

Materialaufwand (gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

2022
Mio. €
2021
Mio. €
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 149,2 162,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen 89,7 68,2
Gesamt 238,9 231,0

Personalaufwand (gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB)

2022
Mio. €
2021
Mio. €
Löhne und Gehälter 19,5 40,8
Soziale Abgaben 5,8 8,4
Aufwendungen für Altersversorgung 0,5 2,5
Gesamt 25,9 51,7

Personalstand (Jahresdurchschnitt - ohne Geschäftsführung und Auszubildende)

2022 2021
Deutschland 376 534
Frankreich 0 129
England 0 41
Gesamt 376 704

(28) Angaben gem. § 285 Nr. 21 HGB

Die wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Verkäufe von 2022
Mio. €
Getriebeleistungen 276,4
Entwicklungsleistungen 0,4
Sonstigen Dienstleistungen 0,7
Gesamt 277,5
Bezug von
Material 27,8
Dienstleistungen 115,5
Gesamt 143,3

(29) Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB

Am 17. Dezember 2022 haben diverse Ford Gesellschaften und diverse Magna Gesellschaften einen Rahmenvertrag abgeschlossen, in dem gewisse Verpflichtungen resultierend aus dem Verkauf und der Restrukturierung des ehemaligen Werkes in Bordeaux benannt und Verantwortlichkeiten zugeordnet wurden.

In diesem Vertrag hat sich die FT verpflichtet, einen Betrag von bis zu 39 Mio. € von eventuellen Restrukturierungskosten zu übernehmen. Der Vertrag wurde gültig mit Abschluss des Verkaufs des Werkes in Bordeaux am 1. März 2023. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesem Garantie-ähnlichen Vertrag wird sowohl der Höhe als auch dem Grunde nach als mittel eingeschätzt.

(30) Honorare des Abschlussprüfers

Die Gesellschafterversammlung hat am 16. Dezember 2022 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Köln, für das Geschäftsjahr 2022 zum Abschlussprüfer gewählt. Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt 0,2 Mio. €.

(31) Bezüge von Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 733,9 T€. Frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene erhielten Bezüge in Höhe von 79 T€. Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf 5 T€.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen betragen 2,3 Mio. €.

(32) Konzernkreis

Die Ford Transmissions GmbH wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft, der Ford Motor Company Inc., Dearborn, USA, einbezogen (kleinster und gleichzeitig größter Kreis von Konzernunternehmen). Der Konzernabschluss der Ford Motor Company Inc., Dearborn, ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird unter www.shareholder.ford.com veröffentlicht.

Die direkte Muttergesellschaft der Ford Transmissions GmbH, die Ford-Werke GmbH, sowie die Ford Transmissions GmbH nehmen die Befreiungsmöglichkeiten nach §292 HGB in Anspruch. Der befreiende Konzernabschluss der Ford Motor Company wurde bereits am 2. Februar 2023 im gemäß US-GAAP vorgeschriebenen Format 10K aufgestellt und von PricewaterhouseCoopers LLP mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Ford Motor Company sind einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig.

Der Konzernabschluss der Ford Motor Company ist am Sitz der Gesellschaft in Dearborn, Michigan, USA erhältlich und wird auch im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der Ford Motor Company unterscheidet sich von einem nach HGB aufgestellten Konzernabschluss in Bezug auf die Gliederung sowie hinsichtlich des Ansatzes und der Bewertung bestimmter Bilanzpositionen.

Während deutsche Konzernabschlüsse sich an den Gliederungsschemata gemäß § 266 HGB für die Bilanz und § 275 für die Gewinn- und Verlustrechnung orientieren, wird für US-Abschlüsse das Gliederungsschema von der SEC (Securities and Exchange Commission) durch das Format 10-K vorgegeben.

Für die Bilanz orientiert sich das Gliederungsschema der SEC tendenziell an der Liquidierbarkeit der Vermögensgegenstände und Schulden. So steht in der US-GAAP-Bilanz das Umlaufvermögen vor dem Anlagevermögen und auf der Passivseite unterscheidet man nicht zwischen Schulden und Rückstellungen, sondern zwischen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital steht ganz unten auf der Passivseite. Innerhalb des Eigenkapitals kennt US GAAP das "Other Comprehensive Income". Dieses erlaubt, Wertänderungen von Bilanzpositionen (z. B. unrealisierte Kursgewinne und korrespondierende latente Steuern) erfolgsneutral darzustellen. Das HGB sieht eine vergleichbare Position nicht vor.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung hat die Ford Transmissions GmbH das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB gewählt. Dieses entspricht weitgehend der von der Ford Motor Company gemäß US-GAAP verwendeten "Cost of Sales"-Methode.

Bezüglich des Ansatzes von Bilanzpositionen ergeben sich folgende Besonderheiten im Vergleich zum HGB-Abschluss der Ford Transmissions GmbH:

Selbst erstellte Software wird im US-Abschluss aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Im HGB-Abschluss werden die entsprechenden Entwicklungsaufwendungen direkt in den Funktionskosten ausgewiesen.

Für Operate Lease-Verträge werden im US-Abschluss sog. "Right of use assets" aktiviert zusammen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aus den künftigen Leasingraten. Für HGB sind solche Verträge im Anhang in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen anzugeben.

Pensionsverpflichtungen, die über Unterstützungskassen gewährt werden, sind für US-GAAP genauso wie Direktzusagen bilanzierungspflichtig. Unterdeckungen führen zu - typischerweise langfristigen - Verbindlichkeiten, Überdeckungen können aktiviert werden. HGB sieht nur im Falle einer Unterdeckung eine Anhangangabe vor.

Gemäß US GAAP können erwartete Mittelzuflüsse bereits dann aktiviert werden, wenn diese rechtlich noch gar nicht entstanden sind. Ein Beispiel hierfür wären Regressansprüche gegen Lieferanten wegen erwarteter Produktgarantiefälle, falls eine entsprechende Rahmenvereinbarung mit dem Lieferanten besteht.

Bürgschaften oder Garantien, die von den Ford-Werken ohne eine Gegenleistung gewährt werden, werden im US-Abschluss unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit mit ihrem Erwartungswert bilanziert. HGB sieht bei niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit nur eine Anhangangabe vor.

Rückstellungen für Kulanzleistungen werden im US-Konzernabschluss auch dann nicht gebildet, wenn die Kunden aufgrund langjähriger, marktüblicher Praxis mit diesen Kulanzleistungen rechnen können.

Bezüglich der Bewertung von Bilanzpositionen enthält der US-Konzernabschluss folgende Besonderheiten im Vergleich zum HGB:

Bei längerfristigen Bau- oder Entwicklungsprojekten enthalten die Herstellungskosten gemäß US GAAP, neben den direkt zurechenbaren Kosten und anteiligen Gemeinkosten, kalkulatorische Fremdkapitalzinsen, die im HGB nicht angesetzt werden dürfen.

Längere Abschreibungsdauern und der Verzicht auf degressive Abschreibungen führen zu tendenziell höheren Nettobuchwerten in den US Büchern.

Vorräte werden im HGB zu Anschaffungskosten bilanziert und grundsätzlich einzeln bewertet. Soweit vorhanden werden sie auf ggf. verfügbare niedrigere Marktpreise zum Stichtag abgeschrieben. Die Vorräte werden nach US GAAP ebenfalls zu Anschaffungskosten bilanziert. Nach US-GAAP ist es zulässig, dass für einen Niederstwerttest (lower of cost or net realizable value) im Bereich der unfertigen/fertigen Erzeugnisse ein "Portfolio-Ansatz" angewendet wird, der zu einer Vehicle-line übergreifenden Betrachtung führt. Insoweit ist die nach US-GAAP gebuchte Niederstwertabschreibung niedriger als nach HGB.

Pensionsverpflichtungen werden im US GAAP mit stichtagsbezogenen Marktzinsen diskontiert. Im HGB wird hingegen gemäß §253 Abs. 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet.

Bei sonst gleichen Bewertungsparametern und -verfahren führen niedrigere Diskontierungszinssätze (wie derzeit unter US GAAP) grundsätzlich zu einer Erhöhung des bewerteten Verpflichtungsumfangs.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen haben in den US-Büchern trotz Diskontierung mit stichtagsbezogenen Marktzinsen in der Regel niedrigere Wertansätze als im HGB-Abschluss. Dies liegt daran, dass Aufstockungsbeträge und Kapitalleistungen nach HGB zu Beginn der Freistellungsphase bereits komplett angespart sein müssen. Im HGB wird für die Diskontierung gemäß §253 Abs. 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Marktzinssatz der letzten 7 Jahre verwendet.

Garantierückstellungen werden in den US-Büchern nicht diskontiert. Gemäß HGB/BilMoG unterliegen alle langfristigen Rückstellungen grundsätzlich der Diskontierung mit den von der Bundesbank veröffentlichten Durchschnittszinssätzen der letzten 7 Jahre.

Erwartete Regressansprüche gegen Lieferanten dürfen gemäß HGB bei der Bewertung der korrespondierenden Garantierückstellungen in Abzug gebracht werden. In den US-Büchern kommt eine solche Saldierung nicht in Betracht, da die erwarteten Regressansprüche - wie oben beschrieben - als "Other Assets" aktiviert werden.

Aufsichtsrat

Arbeitgebervertreter

 

Rainer Ludwig

Personaldirektor, Ford-Werke GmbH, Köln

 

Joost van Dijk

Chief Financial Officer Europe Model e und Ford-Werke GmbH, Köln

Arbeitnehmervertreter

 

Sabine Lawitzke

Mitglied des Betriebsrats, Ford-Werke GmbH, Köln

Geschäftsführung

Frank Fehmer, Diplom Wirtschaftsingenieur, Pulheim Geschäftsführer Finanzen
Oliver Kröll, Diplom-Ingenieur Produktionstechnik, Lindlar Geschäftsführer
Alicia Dahm, Diplom Wirtschaftspsychologin, Köln (seit 30.03.2023) Geschäftsführerin

Ausgeschieden:

Uwe Pfeiffer, Diplom-Ingenieur und Diplom Wirtschaftsingenieur, Leverkusen (bis 31.12.2022) Vorsitzender der Geschäftsführung

 

Köln, den 18. August 2023

Ford Transmissions GmbH, Köln

Die Geschäftsführung

Frank Fehmer

Oliver Kröll

Alicia Dahm

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

in EURO Nicht gerundet)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Zugänge (Anwachsung FOGA) Umbuchung Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 1.792.068 0 0 20.176 -540.313 1.271.932
1.792.068 0 0 20.176 -540.313 1.271.932
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.447.431 1.527.404 21.683.291 79.440 -26.662.413 29.075.153
2. Technische Anlagen und Maschinen 329.109.025 92.302 0 4.432.872 -21.941.485 311.692.713
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.309.443 0 0 342.215 -7.085.714 2.565.944
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.994.499 5.991.053 0 -4.874.704 3.110.848
372.860.398 7.610.759 21.683.291 -20.176 -55.689.612 346.444.659
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 910.528 0 0 0 -910.528 0
2. Beteiligungen 29.250.000 0 0 0 0 29.250.000
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.500.000 0 0 0 -2.000.000 8.500.000
40.660.528 0 0 0 -2.910.528 37.750.000
Summe 415.312.994 7.610.759 21.683.291 0 -59.140.452 385.466.591
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Zugänge (Anwachsung FOGA) Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen -1.777.207 -35.725 0 555.327 -1.257.605
-1.777.207 -35.725 0 555.327 -1.257.605
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -14.595.892 -837.887,11 -11.817.352,81 12.136.464,83 -15.114.667
2. Technische Anlagen und Maschinen -292.620.189 -8.566.749 0 22.055.616 -279.131.321
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -8.501.494 -160.554 0 6.439.246 -2.222.801
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
-315.717.575 -9.565.190 -11.817.353 40.631.328 -296.468.790
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Summe -317.494.782 -9.600.915 -11.817.353 41.186.655 -297.726.395
Buchwerte 31.12.2022 Buchwerte 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 14.327 14.861
14.327 14.861
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.960.486 17.851.539
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.561.392 36.488.836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 343.143 807.949
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.110.848 1.994.499
49.975.869 57.142.823
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 910.528
2. Beteiligungen 29.250.000 29.250.000
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.500.000 10.500.000
37.750.000 40.660.528
Summe 87.740.196 97.818.212

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ford Transmissions GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ford Transmissions GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ford Transmissions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 18. August 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gereon Reiff, Wirtschaftsprüfer

ppa. Robert Hartlapp, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022

der Ford Transmissions GmbH

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und der Satzung der Ford Transmissions GmbH - vormals: GETRAG FORD Transmissions GmbH - ("Unternehmen") obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Die Geschäftsführung des Unternehmens ist ihren Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die Lage und Entwicklung (einschließlich Finanzkennzahlen) des Unternehmens in seinen Werken und Niederlassungen sowie dessen direkten und indirekten Beteiligungsgesellschaften informiert. Anfragen des Aufsichtsrates zu Einzelvorgängen hat die Geschäftsführung auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen umgehend beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. In den zwei ordentlichen Sitzungen im Geschäftsjahr 2022 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit relevanten Fragen der Geschäftsplanung und Geschäftsentwicklung sowie des Risikomanagements des Unternehmens in seinen Werken und Niederlassungen sowie den direkten und indirekten Beteiligungsgesellschaften des Unternehmens auseinandergesetzt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurden unter Einbeziehung der Buchführung von den durch die Gesellschafter des Unternehmens gewählten Abschlussprüfern PricewaterhouseCoopers GmbH, Köln geprüft. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer ergab, dass die geprüften Unterlagen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln sowie dass die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, Die Abschlussprüfer haben der FORD Transmissions GmbH für das Geschäftsjahr 2022 daher einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss und Lagebericht für das Jahr 2022 lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats im Entwurf vor der Sitzung am 19. Juni 2023 sowie am 18. August 2023 in der finalen Fassung vor. Die Abschlussprüfer haben in der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 19. Juni 2023 über ihre Prüfung berichtet.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Ford Transmissions GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich hierzu von der Geschäftsführung über die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2022 berichten lassen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung stellt der Aufsichtsrat fest, dass gegen den mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer versehenen Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfer zu.

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und den Lagebericht der Ford Transmissions GmbH für das Geschäftsjahr 2022 und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss und den Lagebericht in der vorgelegten Form festzustellen.

 

Köln, 18. August 2023

Rainer Ludwig, Aufsichtsratsvorsitzender

Joost van Dijk, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Sabine Lawitzke, Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 18.08.2023 festgestellt.

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Aktueller Abdruck
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