Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 4268
Vorher
Heller Finanz-Service Gesellschaft mit beschränkter HaftungGE Capital Factoring GmbH
Eingetragen
6.3.1990
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Der Kauf und Verkauf, das Mieter und Vermieten (Leasing) und der Handel mit beweglichen Gütern aller Art und die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte, Kauf und Verwaltung von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungsgeschäften, überhaupt das Erbringen von Dienstleistungen aller Art im Finanzierungsbereich. Die Gesellschaft kann alle Handlungen vornehmen, die zur Erreichung dieses Gesellschaftszweckes geeignet sind. Sie kann insbesondere auch andere Unternehmen errichten und erwerben und sich an Unternehmen gleicher oder verwandter Art beteiligen, Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten, sowie Interessengemeinschaftsverträge und ähnliche Verträge abschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Helena Skrapec
seit 15.1.2026
Prokura
Christopher Zanke
seit 15.1.2026
Prokura
Markus Lunz
seit 15.1.2026
Prokura
Christophe Jéhan
seit 11.8.2025
Prokura
Isabelle Chevelard
seit 11.8.2025
Prokura
Elena Gnoth
seit 11.8.2025
Prokura
Prokura
Nina Stedtler
seit 11.8.2025
Prokura
Steffen Ahnert
seit 25.6.2025
Geschäftsführer
Bernd Renz
seit 11.6.2025
Geschäftsführer
Niels Vollrath
seit 10.1.2025
Prokura
Marc Bäumer
seit 23.8.2024
Prokura
Marco Tautorat
seit 23.8.2024
Prokura
Daniela Heide
seit 23.8.2024
Prokura
Markus Lang
seit 23.8.2024
Prokura
Jan Oetzmann
seit 23.8.2024
Prokura
Annika Grenzebach
seit 23.8.2024
Prokura
Julian Gabor
seit 23.8.2024
Prokura
Martina Oppermann
seit 23.8.2024
Prokura
Julia Dr. Paschwitz
seit 23.8.2024
Prokura
Daniela Dussa
seit 23.8.2024
Prokura
Michael Bender
seit 23.8.2024
Prokura
Marco Voosen
seit 30.1.2024
Geschäftsführer
Prokura
Benjamin Höber
seit 2.8.2023
Prokura
Stefan Jost
seit 2.8.2023
Prokura
Prokura
Daniel Trowski
seit 2.8.2023
Prokura
Maria Topaler
seit 13.8.2018
Geschäftsführer
Berthold Rüsing
seit 13.9.2016
Geschäftsführer
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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

TARGO Deutschland GmbH
Germany
279.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TARGO Factoring GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Im Konzern-Verbund mit der TARGO BANK

Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023

TARGO Factoring GmbH, Mainz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
1. Forderungen an Kreditinstitute 141.756 195.827
a) täglich fällig 141.539 195.827
b) andere Forderungen 217 0
2. Forderungen an Kunden 616.196 601.703
darunter: Kommunalkredite TEUR 298 (31.12.2022: TEUR 2.145)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0 150
Summe der Aktiva 757.952 797.680

PASSIVA

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 515.015 587.810
a) täglich fällig 8.908 28.059
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 506.107 559.751
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 175.814 150.733
andere Verbindlichkeiten 175.814 150.733
a) täglich fällig 121.913 107.099
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 53.901 43.634
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.223 2.991
4. Rechnungsabgrenzungsposten 800 643
5. Rückstellungen 748 150
andere Rückstellungen 748 150
6. Nachrangige Verbindlichkeiten 7.073 7.073
7. Fonds für allgemeine Institutsrisiken 15.000 8.000
8. Eigenkapital 40.279 40.279
a) gezeichnetes Kapital 279 279
b) Kapitalrücklage 40.000 40.000
Summe der Passiva 757.952 797.680

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

in TEUR 2023 2022
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 37.989 15.364
Zinserträge 37.989 15.847
abzüglich negative Zinserträge aus Geldmarktgeschäften 0 -483
2. Zinsaufwendungen -21.675 -863
Zinsaufwendungen -21.685 -4.826
abzüglich positive Zinsaufwendungen 10 3.963
3. Zinsergebnis 16.314 14.501
4. Provisionserträge 517 820
5. Provisionsaufwendungen -1.059 -893
6. Provisionsergebnis -542 -73
7. Sonstige betriebliche Erträge 155 0
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -4.910 -4.125
andere Verwaltungsaufwendungen -4.910 -4.125
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -22
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -794 -1.290
11. Aufwendungen aus Zuführungen zum Fonds für allgemeine Institutsrisiken -7.000 -6.000
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.222 2.990
13. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -3.222 -2.990
14. Jahresüberschuss 0 0

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 12. März 2024.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben

Die TARGO Factoring GmbH (TARGO Factoring, Gesellschaft) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Mainz. Sie wird beim Amtsgericht Mainz unter der Registernummer HRB 4268 geführt.

Gegenstand des Unternehmens ist vor allem die Erbringung von Finanzdienstleistungen nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 (Factoring) des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG).

Die Werte im Jahresabschluss werden auf volle Tausend gerundet. Hieraus können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten auftreten.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Rechnungslegung hat die Gesellschaft die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), das Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie die handelsrechtlichen Vorschriften (Handelsgesetzbuch - HGB) beachtet.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Erstellung des Lageberichts erfolgten unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten bzw. sich gesetzliche Änderungen ergaben.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert ausgewiesen.

Forderungen an Kunden werden zum Nennwert bilanziert.

Die Risikovorsorge für latente und akute Ausfallrisiken aus Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden basiert auf einem Modell zur Ermittlung erwarteter Kreditverluste. Eine Wertminderung wird gebildet, wenn der unter Berücksichtigung der Sicherheiten erzielbare Betrag der Forderung niedriger ist als der Buchwert, wenn also die Forderung ganz oder teilweise uneinbringlich ist und daher eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Bei der Schätzung der erwarteten Kreditverluste findet eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Berechnung unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes sowie angemessener und belastbarer Informationen, die ohne einen unverhältnismäßig hohen Kosten- oder Arbeitsaufwand zur Verfügung stehen, statt. Zahlungsflüsse aus der Verwertung der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Bonitätsverbesserung, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind, werden berücksichtigt. Für die Ermittlung der Risikovorsorge für latente Ausfallrisiken erfolgt die Ermittlung der erwarteten Ausfallsumme anhand des IFRS 9-Stufenmodell mit den Risikoparametern Ausfallwahrscheinlichkeit, -verlustquote und -kredithöhe. In Abhängigkeit von den Veränderungen der Kreditqualität seit dem Zugangszeitpunkt erfolgt die Erfassung der Risikovorsorge entweder in Höhe des erwarteten Zwölfmonats-Kreditverlusts oder - soweit im Vergleich zum Zugangszeitpunkt eine signifikante Verschlechterung des Adressenausfallrisikos vorliegt oder ein Ausfallereignis eintritt - in Höhe des über die Restlaufzeit des Kredits erwarteten Kreditverlusts. Grundlage der Risikoparameter sind die in der Vergangenheit beobachteten Werte, die an aktuelle Gegebenheiten und Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die ohne einen unverhältnismäßig hohen Kosten- oder Arbeitsaufwand zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehen, angepasst werden, sofern sie die Risikosituation am Bilanzstichtag nicht hinreichend widerspiegeln. Die gesamte Risikovorsorge auf Forderungen wird aktivisch abgesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag zuzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen. Die daraus resultierenden Zinsaufwendungen werden abzüglich positiver Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Rückstellungen werden für Verpflichtungen, die zum Bilanzstichtag dem Grunde und/oder der Höhe nach ungewiss sind, sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Höhe der Rückstellungen entspricht dem nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelten Erfüllungsbetrag. Bei der Bestimmung werden vorhersehbare Kosten- und Preisänderungen sowie die Risiken und Unsicherheiten in Bezug auf die Verpflichtung berücksichtigt.

Zur Sicherung gegen allgemeine Institutsrisiken dient der Sonderposten gemäß § 340g HGB.

Die Währungsumrechnung erfolgt entsprechend § 256a HGB. Fremdwährungspositionen werden zu den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main (EZB), am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden am Buchungstag zum Referenzkurs der EZB umgerechnet.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Staffelform. Das Gliederungsschema gemäß Formblatt 3 der RechKredV wurde dabei um Zwischensummen ergänzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Von der Möglichkeit der Überkreuzkompensation gemäß § 340f Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Ausweis von nicht-ertragsabhängigen Betriebssteuern erfolgt im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen".

Es besteht umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf (Organträger). Ertragsteuern werden nicht vom Organträger auf die Organgesellschaft umgelegt.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Forderungen - Fristengliederung (nach Restlaufzeiten)

Die unter Forderungen an Kreditinstitute, Aktivposten 1.b), ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 217 0
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0 0
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0

Die unter Forderungen an Kunden, Aktivposten 2., ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 596.096 587.566
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 20.100 14.136
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0 0
mehr als 5 Jahre 0 0

Zum Bilanzstichtag bestanden unverändert zum Vorjahr keine Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit.

3.2 Verbindlichkeiten - Fristengliederung (nach Restlaufzeiten)

Die unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist, Passivposten 1.b), ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 29.960 11.524
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 384.717 293.099
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 91.430 255.128
mehr als 5 Jahre 0 0

Die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden als andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist, Passivposten 2.b), ausgewiesenen Beträge haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
bis 3 Monate 41.658 36.763
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 2.083 1.611
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 10.160 5.260
mehr als 5 Jahre 0 0

3.3 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Wesentlicher Bestandteil dieses Postens sind die vereinbarten Kaufpreiseinbehalte mit TEUR 54.464 (31.12.2022: TEUR 49.734), über die die Factoringkunden bei Bezahlung der Rechnungen durch die Abnehmer oder im Delkrederefall verfügen können, sowie weitere Einbehalte in Höhe von TEUR 42.156 (31.12.2022: TEUR 43.056).

3.4 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Ergebnisabführungsverpflichtung an die TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf.

3.5 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Factoringgebühren.

3.6 Andere Rückstellungen

Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen vertragliche vereinbarte Rückerstattungen von Factoringgebühren an Kunden in Höhe von TEUR 640 (31.12.2022: TEUR 0,0).

3.7 Nachrangige Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Vertragsdatum Betrag Verzinsung p.a. Laufzeit/Kündigungsfrist
18.06.2019 TEUR 7.000 Festzinssatz 1,949% Laufzeit bis 18.06.2029

Grundsätzlich sind die nachrangigen Verbindlichkeiten während der gesamten Laufzeit unkündbar. Die Bedingungen der nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen den Vorschriften zu Instrumenten des Ergänzungskapitals gemäß der Capital Requirements Regulation.

Ferner enthält der Posten abgegrenzte Zinsaufwendungen.

Der Zinsaufwand für die nachrangigen Verbindlichkeiten betrug im Berichtszeitraum TEUR 136 (2022: TEUR 136).

3.8 Eigenkapital

3.8.1 Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt und wird unverändert von der TARGO Deutschland GmbH gehalten.

3.8.2 Abführungsgesperrte Beträge

Gemäß § 301 AktG analog abführungsgesperrte Beträge bestehen zum Bilanzstichtag unverändert nicht.

3.9 Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen und Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen an Kreditinstitute 135.798 155.910
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 507.943 583.803
Nachrangige Verbindlichkeiten 7.073 7.073
Sonstige Verbindlichkeiten 3.222 2.990

3.10 Fremdwährungsaktiva/Fremdwährungsschulden

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt TEUR 120.174 (31.12.2022: TEUR 134.794). Der Gesamtbetrag der Schulden, die auf Fremdwährung lauten, beläuft sich auf TEUR 119.497 (31.12.2022: TEUR 134.819).

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Zinserträgen sind TEUR 8.981 (2022: TEUR 3.238) sowie von den Provisionserträgen TEUR 81 (2022: TEUR 89) im Ausland entstanden.

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Finanzierungen durch verbundene Unternehmen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis (Saldo aus sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen) beinhaltet mit TEUR 135 Erträge aus der Währungsumrechnung (2022: TEUR 22 Aufwendungen aus der Währungsumrechnung).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten überwiegend Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen.

Die für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers für den Berichtszeitraum berechneten Honorare betragen (einschließlich Auslagen):

in TEUR 2023 2022
Abschlussprüfungsleistungen 61 56

5 Sonstige Angaben

5.1 Auslagerung von betrieblichen Funktionen

Die Gesellschaft hat wesentliche betriebliche Funktionen an andere Unternehmen ausgelagert. Bei den übernehmenden Unternehmen handelt es sich um Unternehmen des Teilkonzerns der TARGO Deutschland GmbH und Unternehmen der Confédération Nationale du Crédit Mutuel (Groupe Crédit Mutuel).

Im Rahmen ihrer Funktion als übergeordnetes Institut i. S. v. § 10a KWG der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe erbringt die TARGOBANK AG unter anderem aus folgenden Bereichen Dienstleistungen für die TARGO Factoring:

Vertrieb Factoring

Produkte & Marketing

Operations Factoring

Kreditrisikomanagement

Risikocontrolling

Recht

Compliance

Innenrevision

Die TARGO Deutschland GmbH erbringt vor allem Dienstleistungen aus folgenden Bereichen für die TARGO Factoring:

Recht, Board Office & Datenschutz

Human Resources & Corporate Communications

Finanzen

Back Office Functions & Shared Services

Strategische Programme, Transformation & ALM

Digital Factory

Compliance (bis 30. September 2023)

Die TARGO Dienstleistungs GmbH erbringt Dienstleistungen im Bereich Compliance.

Technologische Dienstleistungen werden neben den Dienstleistungen der TARGO Technology GmbH, Duisburg, auch von der Euro Information S.A.S, Straßburg/Frankreich, erbracht.

Durch die Auslagerung von betrieblichen Funktionen ergeben sich unter Kosten-Nutzen-Aspekten positive Effekte auf die Geschäftstätigkeit. Auslagerungen können jedoch zu einem Anstieg der operationellen Risiken aus der Geschäftsabwicklung führen. Dieser potenzielle Anstieg wird durch ein wirksames Risikomanagement seitens der Gesellschaft gesteuert und eingeschränkt.

5.2 Unternehmensvertrag

Es besteht unverändert ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der TARGO Deutschland GmbH.

5.3 Patronatserklärung

Die TARGO Deutschland GmbH hat im Rahmen der Inanspruchnahme von aufsichtsrechtlichen Freistellungen auf Ebene der TARGO Factoring GmbH eine harte Patronatserklärung gegenüber der Gesellschaft abgegeben und sich verpflichtet, sie mit den Mitteln auszustatten, die zur Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten bei Fälligkeit erforderlich sind.

5.4 Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt über die Geschäftsführung hinaus keine Mitarbeiter.

5.5 Nachtragsbericht

Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses.

5.6 Angaben zu den Organen

5.6.1 Geschäftsführung

Isabelle Chevelard, Bankdirektorin (bis 31. Dezember 2023)

Maik Mittelberg, Bankdirektor

Berthold Rüsing, Bankdirektor

Maria Topaler, Bankdirektorin

Marco Voosen, Bankdirektor (ab 1. Januar 2024)

5.6.2 Mandate der Mitglieder der Geschäftsführung

Frau Isabelle Chevelard ist Mitglied in den Aufsichts- bzw. Verwaltungsräten der COFIDIS SA, Villeneuve-d'Ascq/Frankreich, der COFIDIS Group SA, Villeneuve-d'Ascq/Frankreich, und der Crédit Industriel et Commercial SA, Paris/Frankreich. Weiterhin ist Frau Chevelard seit dem 1. Januar 2024 Mitglied im Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat der Groupe des Assurances du Crédit Mutuel SA, Straßburg/Frankreich, der Assurances du Crédit Mutuel Vie SA, Straßburg/Frankreich, der Assurances du Crédit Mutuel Vie SAM, Straßburg/Frankreich, der Assurances du Crédit Mutuel IARD SA, Straßburg/Frankreich, und der Assurances du Crédit Mutuel GIE, Straßburg/Frankreich.

Frau Maria Topaler ist Mitglied des Aufsichtsrates der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden.

5.6.3 Bezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer sind Mitarbeiter anderer Gesellschaften des Konzerns der Groupe Credit Mutuel und erhalten ausschließlich von diesen Bezüge. Auch frühere Mitglieder der Geschäftsführung erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Den Geschäftsführern wurden von der Gesellschaft keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

5.7 Konzernzugehörigkeit

Die TARGO Factoring GmbH wird in die Teilkonzernabschlüsse der Banque Federative du Credit Mutuel S.A., Straßburg/Frankreich, und der Credit Mutuel Alliance Federale einbezogen. Ferner erfolgt ein Einbezug in die Konsolidierung auf Ebene der Confederation Nationale du Credit Mutuel, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Konzernabschlüsse sind auf den Internetseiten der vorgenannten Organisationen verfügbar.

 

Mainz, 29. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Maik Mittelberg

Berthold Rüsing

Maria Topaler

Marco Voosen

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die TARGO Factoring GmbH (TARGO Factoring, Gesellschaft) ist ein auf Factoring spezialisierter Finanzdienstleister.

Mit intelligenten Finanzierungslösungen begleitet die TARGO Factoring ihre Kunden als langfristiger und dynamischer Finanzierungspartner. Die Gesellschaft sieht sich als innovativer Dienstleister auf dem Gebiet der mittelständischen Unternehmensfinanzierung und versteht es, auf die Bedürfnisse und Anforderungen ihrer Kunden flexibel einzugehen.

Die TARGO Factoring entwickelt für jedes Unternehmen passende und maßgeschneiderte Finanzierungslösungen. Als Factoringgesellschaft kombiniert die Gesellschaft bedarfsgerechte Factoringlösungen mit ganzheitlichen Beratungsleistungen.

Die TARGO Factoring ist Teil der Groupe Crédit Mutuel. Bei der Groupe Crédit Mutuel handelt es sich um eine genossenschaftliche Bankengruppe mit Sitz in Frankreich, die auf den Werten von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) - dem Erfinder der genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland - gegründet wurde.

Die Groupe Crédit Mutuel zählt zu den größten und finanzstärksten Bankengruppen in Europa. Ihre finanzielle Solidität konnte sie einmal mehr im Rahmen des 2021 in der Europäischen Union durchgeführten Stresstests der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde, London/Großbritannien (EBA), beweisen. In diesem Rahmen schnitt die Groupe Crédit Mutuel als eine der gegen ungünstige wirtschaftliche Entwicklungen widerstandsfähigsten Banken in Europa ab.

Die Aktivitäten der TARGO Factoring werden in Deutschland unter der Holding der TARGO Deutschland GmbH, Düsseldorf, zusammengefasst.

Die TARGO Factoring GmbH wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bonn und Frankfurt am Main (BaFin), sowie die Deutsche Bundesbank, Hauptniederlassung Mainz, überwacht. Sowohl TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe als auch die Groupe Crédit Mutuel unterliegen der Aufsicht der Europäischen Zentralbank, Frankfurt am Main (EZB).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Konjunkturelles Umfeld

Nach unserer Einschätzung befand sich die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2023 in einem schwierigen Umfeld und musste im Vorjahresvergleich sogar einen moderaten Rückgang verzeichnen. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank belastete die schwächer als erwartete Auslandsnachfrage die inländische Industrieproduktion und die deutschen Exporte. Gleichzeitig hielten sich die privaten Verbraucher trotz erhöhter verfügbarer Einkommen mit ihren Ausgaben zurück. Vor diesem Hintergrund ist die deutsche Wirtschaftslage nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes in eine moderate Rezession eingemündet. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank kalenderbereinigt um 0,1% und lag somit deutlich unter dem 2022 verzeichneten Anstieg von 1,9%.

Im Gegensatz zum Vorjahr erwiesen sich die privaten Konsumausgaben in 2023 gemäß den Daten des Statistischen Bundesamtes nicht mehr als Wachstumsstütze. Dies ist nach Ansicht der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute auf die Kaufkraftverluste im vorangegangenen Winterhalbjahr, den erneuten Preisauftrieb und die anhaltende Unsicherheit der privaten Haushalte zurückzuführen.

Nachdem die Inflationsrate, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex, im Jahr 2022 mit 8,7% einen historischen Höchststand verzeichnet hatte, ermöglichten nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank staatliche Entlastungsmaßnahmen und sinkende Energiepreise 2023 einen Rückgang der Inflationsrate, auch wenn auf der anderen Seite der kräftige Lohnanstieg, die immer noch hohen Nahrungsmittelpreise und Preissteigerungen bei Dienstleistungen und Industriegütern belasteten. Die Inflationsrate lag im Berichtsjahr nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes bei 6,0%. Alles in allem sanken die realen Konsumausgaben in 2023 nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,8% (2022: Anstieg um 3,9%).

Zur Bekämpfung der hohen Inflationsgefahren erhöhte die Europäische Zentralbank im Verlauf des Jahres 2023 mehrfach die Leitzinsen. So stieg beispielsweise der Zinssatz für die Einlagefazilität von 2,0% auf zuletzt 4,0%, in deren Folge sich die längerfristigen Kapitalmarktzinsen und auch die Refinanzierungskosten deutlich erhöhten.

Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank belasteten die exportorientierte deutsche Industrie das schwierige internationale Wettbewerbsumfeld und die hohen Energiekosten, auch wenn immerhin die angebotsseitigen Lieferengpässe im Jahresverlauf an Bedeutung verloren. Vor diesem Hintergrund sanken die realen Exporte nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahresvergleich in 2023 preisbereinigt um 1,8% (2022: Anstieg um 3,4%).

Insgesamt sank die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes 2023 um 2,0% gegenüber dem Vorjahresniveau. Der deutliche Rückgang war nach Einschätzung des Amtes vor allem auf eine niedrigere Energieproduktion zurückzuführen, die Wirtschaftsleistung des Verarbeitenden Gewerbes sank nur um 0,4%. Im Dienstleistungssektor war eine heterogene Entwicklung zu verzeichnen: Während die Bruttowertschöpfung im Groß- und Einzelhandel deutlich nachgab, konnten andere Dienstleistungsbereiche wie z.B. Information und Kommunikation ihre wirtschaftliche Aktivität sogar ausweiten.

Die Unternehmensinvestitionen zeigten sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank in diesem Umfeld robust. Stützend wirkten hier die noch vorhandenen Nachholeffekte nach dem Einbruch durch die CoViD19-Krise, die in 2023 zunächst noch hohen Auftragsbestände und die bessere Verfügbarkeit von Kapitalgütern. Aufgrund der geldpolitischen Straffung stiegen jedoch die Zinsen für Unternehmenskredite deutlich an und spiegelten sich im dritten Quartal 2023 in einer sinkenden inländischen Nachfrage nach Investitionsgütern wider. Zusätzlich wurde die Investitionsneigung durch die Unsicherheit über die künftigen staatlichen Förderungsmaßnahmen (Klimaschutz, Transformation zu einer emissionsärmeren Produktion) gedämpft. Dennoch konnten die realen Ausrüstungsinvestitionen nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes im Gesamtjahr 2023 nochmals um 3,0% zulegen (2022: 4,2%). Einbußen zeigten sich nach den Daten des Amtes dagegen bei den Bauinvestitionen, die unter dem Fachkräftemangel und den hohen Baupreisen und -zinsen litten. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten nach Einschätzung des Ifo-Instituts eine Abkühlung auf dem zum Teil überhitzten deutschen Immobilienmarkt ein. Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe fiel im Dezember 2023 auf den niedrigsten Wert seit September 2005. Im Gesamtjahr 2023 lagen die Bauinvestitionen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 2,1% unter dem Vorjahreswert. Die anhaltende Flaute im Bau dürfte nach Angaben der Deutschen Bundesbank auch das gesamtwirtschaftliche Expansionstempo belastet haben, jedoch hatte auch die Zentralbank für das Gesamtjahr 2023 nur einen sehr moderaten Rückgang des Wirtschaftswachstums um 0,1% erwartet.

2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Unverändert hohe Energiepreise und die anhaltenden Engpässe bei Vorprodukten führten zu Einbußen im Verarbeitenden Bereich, welches auch im Jahresverlauf 2023 unter den gestörten internationalen Lieferketten litt. Der Geschäftsklimaindex in der deutschen Wirtschaft, der sich im Jahresverlauf 2023 gegenüber dem Vorjahr kaum erholen konnte, zeigte hingegen zuletzt positivere Tendenzen.

Der Anstieg der Marktzinsen, einhergehend mit den Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, zurück in den positiven Bereich machte sich auf Kundenseite als auch auf der Refinanzierungsseite bemerkbar.

Auch das exportorientierte Verarbeitende Gewerbe steht weiterhin unter Druck und kämpft neben der geopolitisch angespannten Lage, der Belastungen durch hohe Refinanzierungskosten und einem ausgeprägten Fachkräftemangel weiterhin mit der geringeren Nachfrage aus wichtigen Abnehmerländern wie China. Dies macht sich insbesondere in der geringeren Aktivität des internationalen Geschäfts im Factoring bemerkbar.

Auch wenn die genannten Effekte nach unseren Analysen zu der leichten Abkühlung des Wirtschaftswachstums im ersten Halbjahr 2024 beitragen sollten, rechnet die Deutsche Bundesbank für das Gesamtjahr weiterhin mit einem leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung.

Der deutsche Factoringmarkt wurde auch 2023 von einem anspruchsvollen Markt- und Zinsumfeld beeinflusst. Die Anzahl der Factoring-Kunden blieb stabil, damit konnte Factoring als fester Bestandteil im Finanzierungsmix von Unternehmen als zunehmend nachgefragtes Finanzierungsinstrument überproportional zulegen.

Den jüngsten Auswertungen des Deutschen Factoring-Verbandes zufolge (Pressemitteilung zum 1. Halbjahr 2023) konnten dessen Mitglieder im ersten Halbjahr 2023 ihren Umsatz um 5,7% auf EUR 192,8 Mrd. steigern.

Ein wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum war dieses Mal das nationale Factoringgeschäft mit einem Wachstum von 12,6% (erstes Halbjahr 2022: 18,8%) auf nunmehr EUR 142 Mrd. Das internationale Factoring (Export- und Import-Factoring) war in Folge von Export- und Auftragsrückgängen im ersten Halbjahr 2023 rückläufig und sank um 9,7% auf nunmehr EUR 50,8 Mrd. (erstes Halbjahr 2022: EUR 56,2 Mrd.).

Auf regulatorischer Seite setzt sich die Erhöhung der Regelungsdichte zur Führung, Überwachung und Aufsicht von Finanzdienstleistungsinstituten sowie zur Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen im Geschäftsmodell unverändert fort.

2.2 Lage der Gesellschaft

2.2.1 Geschäftsverlauf und Gesamtaussage

Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2023 sehr zufriedenstellend, was im Wesentlichen in dem Anstieg des Zinsergebnisses begründet ist. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Verwaltungsaufwendungen konnten durch geringere Risikokosten ausgeglichen werden.

Insgesamt wurde in 2023 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR 3.222 erzielt, was deutlich über den Erwartungen aus dem Vorjahr liegt.

Die TARGO Factoring verfügt mit der Groupe Crédit Mutuel über verlässliche Finanzierungsquellen. Damit besteht aus Sicht der Geschäftsführung eine solide Basis für die weitere Entwicklung und die Zukunft des Unternehmens.

2.2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der TARGO Factoring ging um TEUR 39.728 zurück. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen an Kreditinstitute um TEUR 54.071 zurückzuführen.

Auf der Passivseite gingen insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 72.796 zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um TEUR 25.081, was im Zusammenhang mit den um TEUR 14.494 höheren Forderungen an Kunden zu sehen ist.

2.2.3 Ertragslage

Das Zinsergebnis verbesserte sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.813 auf TEUR 16.314. Während die Zinserträge und Factoringgebühren volumens- und zinsbedingt um TEUR 22.625 stiegen, erhöhten sich Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung nur um TEUR 20.812.

Für das Volumen der angekauften Forderungen im Geschäftsjahr 2023 wurde ein steigendes Niveau im Vergleich zu 2022 erwartet. Tatsächlich konnte der geplante Anstieg des Volumens der angekauften Forderungen mit einem Wachstum von 8,0% im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt EUR 6,6 Mrd. in 2023 noch leicht übertroffen werden. Diese Volumenerhöhung wurde im Wesentlichen durch hohe Volumenbeiträge von Neukunden erreicht und beeinflusste das Gesamtjahresergebnis maßgeblich. Das Neugeschäft konnte in Bezug auf das annualisierte Volumen den Wert des Vorjahres zwar nicht erreichen, lag aber mit EUR 1,6 Mrd. über den Erwartungen.

Wesentlicher Bestandteil der Verwaltungsaufwendungen der TARGO Factoring sind die Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen, die sich in 2023 um TEUR 931 auf TEUR 4.654 erhöhten.

Die Aufwands-Ertrags-Quote als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Nettoinstitutsergebnis (Zins- und Provisionsergebnis zzgl. sonstiges betriebliches Ergebnis) beträgt 30,8% (2022: 28,4%). Hierbei konnte der Anstieg des Nettoinstitutsergebnisses den Anstieg der Kosten nicht ganz ausgleichen.

Zum Bilanzstichtag verringerte sich die Risikovorsorge um TEUR 496, was im Wesentlichen aus einer verbesserten Risikosituation resultiert.

Zur weiteren Stärkung der Eigenmittelbasis wurden dem Fonds für allgemeine Institutsrisiken weitere TEUR 7.000 zugeführt.

Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Institutsrisiken hat sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.232 oder 13,7% verbessert.

Ertragsteuern werden vom Organträger, der TARGO Deutschland GmbH, nicht auf die Organgesellschaften umgelegt.

2.2.4 Finanzlage

Die Refinanzierungsmittel werden mehrheitlich von der TARGOBANK AG sowie weiteren verbundenen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt.

Innerhalb der Groupe Crédit Mutuel erfolgt die Refinanzierung für kurzfristige Liquiditätsbedarfe über Kontokorrentlinien bzw. für strukturelle Liquidität über Termingelder und Darlehen.

Den Forderungen an Kunden mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 616 Mio. (31.12.2022: EUR 602 Mio.) stehen mittel- und längerfristige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 506 Mio. (31.12.2022: EUR 560 Mio.), langfristiges Nachrangkapital in Höhe von EUR 7 Mio. (31.12.2022: EUR 7 Mio.) und Eigenkapital (inkl. Fonds für allgemeine Institutsrisiken) in Höhe von EUR 55 Mio. (31.12.2022: EUR 48 Mio.) gegenüber.

Die TARGO Factoring GmbH verfügt zum 31. Dezember 2023 ferner über Kontokorrentlinien innerhalb der Groupe Crédit Mutuel in Höhe von EUR 115,0 Mio. (davon ungenutzt: EUR 114,9 Mio.), USD 75,0 Mio. (davon ungenutzt: USD 75,0 Mio.), GBP 5,0 Mio. (davon ungenutzt: GBP 3,8 Mio.) sowie CHF 5,0 Mio. (davon ungenutzt: CHF 5,0 Mio.). Zudem steht ein revolvierender Kreditrahmen der Commerzbank AG in Höhe von EUR 20,0 Mio. zur Verfügung, der zum Stichtag mit EUR 4,3 Mio. genutzt wurde.

Die Eigenkapitalquote ((Eigenkapital + Fonds für allgemeine Institutsrisiken) / Bilanzsumme) beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 7,3% (31.12.2022: 6,1%). Der Anstieg resultiert aus der Stärkung des Fonds für allgemeine Institutsrisiken bei rückläufiger Bilanzsumme.

Die Finanzlage der TARGO Factoring ist unverändert geordnet.

3 Prognose- und Chancenbericht

Die aktuell sehr hohe Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Lage schlägt sich unverändert in einer gestiegenen Prognoseunsicherheit bei den relevanten wirtschaftlichen Bedingungen und zukunftsbezogenen Sachverhalten der Gesellschaft nieder.

Aufgrund der unverändert bestehenden geopolitischen Konflikte erwarten wir, dass die Unsicherheiten über die Energieversorgung und der Entwicklung der Energiepreise, sowie der Lieferketten auch im Jahr 2024 noch anhalten werden. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank sollte die deutsche Wirtschaft aber 2024 dennoch wieder auf einen Expansionskurs einschwenken. Positive Basiseffekte sollten nach unserer Einschätzung auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes einen Rückgang der Inflationsrate von 6,0% in 2023 auf nur noch 2,1% erlauben.

Nach Einschätzung der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute sollte eine anziehende internationale Konjunktur wieder eine Expansion der deutschen Exporte ermöglichen, auch wenn die Stimmung in der deutschen Exportindustrie im Dezember 2023 noch verunsichert blieb, insbesondere in den energieintensiven Branchen. Gemäß dem Ifo-Institut sollten weltweit sinkende Inflationsraten und eine zurückkehrende Kaufkraft den internationalen Warenkonsum beleben und auch die deutschen Warenexporte begünstigen. Nach unseren Annahmen sollte die Erholung der Wertwirtschaft dazu führen, dass die realen Ausfuhren im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,8% zulegen werden.

Die Erholung der Exportnachfrage sollte unser Ansicht nach längerfristig auch die Entwicklung der Investitionsgüternachfrage begünstigen. Im Jahr 2024 belasten aber nach Einschätzung des Ifo-Instituts die niedrige Investitionsgüternachfrage, die gesunkene Kapazitätsauslastung und eine hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit die unternehmerische Investitionstätigkeit. Zusammen mit den immer noch vorhandenen Beeinträchtigungen aus hohen Energiekosten und im Vergleich zu den Vorjahren verschlechterten Finanzierungsbedingungen ist daher nach unserer Erwartung in 2024 noch nicht mit einem erneuten Ausweiten der Investitionen in Maschinen und Geräte zu rechnen, die 2024 um -1,2 % fallen dürften, und erst 2025 im Gefolge einer belebten Auslandsnachfrage wieder in einen Wachstumstrend einmünden sollten. Auch der Wohnungsbau dürfte 2024 nach Einschätzung des Ifo-Instituts weiterhin unter den immer noch hohen Baukosten und angespannten Finanzierungsbedingungen leiden.

Insgesamt sollte das deutsche Wirtschaftswachstum nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank 2024 langsam wieder an Fahrt gewinnen. Der erwartete Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,4% im Jahresdurchschnitt 2024 stimmt mit unseren Prognosen überein und liegt leicht über seinem vorläufigen Vorjahreswert von -0,1%. Alles in allem dürften sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen für die TARGO Factoring daher allmählich aufhellen.

Aufgrund der wieder sinkenden Inflation dürfte auch der Höhepunkt bei der restriktiven Geldpolitik der Zentralbank erreicht sein. Allerdings wird nach unseren Prognosen der Inflationstrend aufgrund der positiven Basiseffekte zwar nachgeben, aber auch in 2024 leicht oberhalb des geldpolitischen Ziels der Notenbank verlaufen. Die Deutsche Bundesbank hält es daher zum Ende des Jahres 2023 für noch zu früh, eine grundsätzliche Entwarnung für die Entwicklung der Teuerungsrate zu geben. Nach unseren Erwartungen wird die Europäische Zentralbank im Frühsommer eine erste Leitzinssenkung beschließen und ihren geldpolitischen Kurs im weiteren Jahresverlauf nur allmählich lockern. Vor diesem Hintergrund ist im Jahresverlauf mit wieder sinkenden Geldmarktsätzen zu rechnen. Dies sollte zu einem Abbau des inversen Verlaufs der Renditenstrukturkurve und im Jahresverlauf zu wieder nachgebenden Kapitalmarktrenditen führen. Die Ausgangsbasis für die Beschaffung von Refinanzierungsmitteln wird sich somit vorrausichtlich im Verlauf des Jahres 2024 verbessern und die Liquiditätsbeschaffung für die TARGO Factoring günstig bleiben. In Anbetracht der im Jahresverlauf allmählich wieder anziehenden Nachfrage nach Konsum- und Exportgütern erlauben daher die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Ausweitung der Geschäftsaktivität der TARGO Factoring.

Herausfordernd bleibt für die TARGO Factoring GmbH auch die weiterhin hohe Zahl an neuen Wettbewerbern mit neuen Technologien in unterschiedlichen Funktionen des Finanzdienstleistungsmarkts, die sich zunehmend neue Kundengruppen erschließen und somit zu einem verstärkten Preis- und Technologiewettbewerb beitragen.

Im Rahmen der strategischen Planung erwartet die TARGO Factoring für das Jahr 2024 ein moderates Wachstum im Factoringmarkt, das sich trotz der erwarteten wirtschaftlichen Eintrübung fortsetzen und positiv auf die Gesellschaft auswirken sollte. Längerfristig betrachtet hat das Produkt Factoring in Deutschland noch nicht das volle Potenzial erreicht. Die Factoring-Penetration ist deutlich niedriger als in vielen anderen Volkswirtschaften der Europäischen Union. Die Gesellschaft erwartet bei Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein moderates Wachstum für das Produkt Factoring.

Der Markt der Forderungsfinanzierung ist der strategische Markt der TARGO Factoring. Gemeinsam mit ihrem Partnerunternehmen TARGOBANK AG strebt die TARGO Factoring GmbH weiterhin die Qualitätsführerschaft in ihrem Produktsegment Factoring an. Dementsprechend liegt das Augenmerk auch in 2024 nicht auf Volumenwachstum um jeden Preis, sondern auf dem Ausbau eines nachhaltig profitablen Portfolios. Wachstumschancen in der Neukundengewinnung sieht die Gesellschaft insbesondere bei Unternehmen im Dienstleistungsbereich, in der Finanzierung von Unternehmen, die sich in Übernahme-Transaktionen befinden sowie in dem historisch stark wachsenden Bereich der Exportfinanzierung. Dem stehen die gute Liquiditätsausstattung der Unternehmen sowie die hohe Wettbewerbsintensität im Factoringmarkt gegenüber.

Die immer komplexer werdenden Bedürfnisse der Kunden in einer globalen Wirtschaft werden durch individuelle Finanzlösungen erfolgreich durch die TARGO Factoring GmbH erfüllt.

Für das Volumen der angekauften Forderungen geht die Gesellschaft in ihrer Planung von einem leicht steigenden Niveau in 2024 aus. Im Vergleich zum Jahr 2023 rechnet die TARGO Factoring GmbH aufgrund höherer Refinanzierungskosten jedoch mit einem gleichbleibenden Zinsergebnis.

Die Gesellschaft erwartet im Vergleich zu 2023 aufgrund steigender Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen leicht höhere Verwaltungsaufwendungen. Infolge des höheren Geschäftsvolumens rechnet die Gesellschaft mit leicht steigenden Aufwendungen für die Kreditversicherung, während in Bezug auf die Risikokosten ein deutlicher Anstieg erwartet wird.

Zusammenfassend wird die TARGO Factoring GmbH im kommenden Geschäftsjahr voraussichtlich ein im Vergleich zu 2023 moderat rückläufiges Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erzielen.

4 Risikobericht

Die Gesellschaft ist nach § 2a Abs. 2 KWG von den Anforderungen gemäß § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 2 sowie Nr. 3 b) und c) KWG für das Management von Risiken mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos von der BaFin freigestellt (sogenannte "Waiver-Regelung"). Die Freistellung bezüglich § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 c) KWG ist dabei auf die Risikocontrolling-Funktion beschränkt.

Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Umsetzung der Anforderungen an Risikofrüherkennungs- und -managementsysteme sowie an Risikosteuerungs- und -controllingprozesse ist auf Ebene der TARGO Deutschland Finanzholding-Gruppe eine Struktur implementiert, die das Fundament einer risiko- und ertragsorientierten Unternehmenssteuerung bildet.

Bei den wesentlichen Risiken der Gesellschaft handelt es sich um das Adressenausfallrisiko, das Marktpreisrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko.

Zur Beurteilung der Adressenausfallrisiken werden in Abhängigkeit von der Engagementhöhe Scoring- und Ratingsysteme eingesetzt, die eine Bonitätsanalyse umfassen. Eindeutig definierte Kompetenzen regeln die Genehmigung der Engagements. In Abhängigkeit von der Engagementhöhe werden unterschiedliche Analysemodule eingesetzt - sowohl unter Berücksichtigung von Jahresabschlusszahlen als auch von qualitativen, zukunftsorientierten Kreditnehmerinformationen. Der Aufbau etwaiger Risikokonzentrationen im Portfolio wird laufend analysiert. In den einzelnen Geschäftsfeldern werden automatisierte Mahnverfahren eingesetzt. Die Verfahren werden vertragsbezogen eingesetzt und dienen der Überwachung und Früherkennung von Bonitätsrisiken.

Die Bildung einer angemessenen Risikovorsorge zur adäquaten Berücksichtigung des Eintritts entsprechender Adressenausfallrisiken bildet einen weiteren Eckpunkt der Risikopolitik. Der Risikovorsorgeprozess berücksichtigt, sofern relevant, auch Sicherheiten. Der notwendige Risikovorsorgebedarf steht in Abhängigkeit von der Bewertung und Realisierbarkeit der Sicherheiten sowie der Einschätzung des Adressenausfallrisikos.

Zur Steuerung der Marktpreisrisiken sowie zur Setzung von Limiten wird eine Kombination aus Risikosensitivitäten, Stresstests und Messgrößen zum Ökonomischen Kapital genutzt.

Unter operationellen Risiken versteht die Gesellschaft die Gefahr von Verlusten, die infolge von inadäquaten bzw. fehlerhaften internen Prozessen sowie Systemen, Mitarbeiterverschulden oder externen Ereignissen anfallen. Darunter fallen auch rechts- und compliancerelevante Risiken, die aus der Nichteinhaltung bzw. aus der fehlerhaften Umsetzung rechtlicher Vorgaben oder aus einer Änderung oder Fortschreibung von Rechtsprechung erwachsen.

Die Kontrolle und Minimierung von operationellen Risiken ist u. a. Gegenstand des CINTMT (Contrôles INTernes MéTiers) Prozesses. Durch den CINTMT-Prozess wird sichergestellt, dass sämtliche Geschäfts- und Kontrollrisiken durch die jeweiligen Prozessinhaber identifiziert werden. Die notwendigen Kapazitäten der technisch-organisatorischen Ausstattung werden im Rahmen des Planungs- und Budgetierungsprozesses berücksichtigt. Für die Gesellschaft - und hier insbesondere für die Datenverarbeitung - bestehen aufeinander abgestimmte Notfallpläne, die in festgelegten zeitlichen Abständen auf Funktionsfähigkeit überprüft werden. Der Rückgriff auf Daten ist jederzeit sichergestellt, und effiziente Sicherheitsmaßnahmen sind eingerichtet.

Für das nicht von der Waiver-Regelung betroffene Liquiditätsrisiko stellt sich das Risikomanagement auf Ebene der Gesellschaft wie folgt dar:

Bei der Gesellschaft umfasst das Liquiditätsrisiko die Gefahr, dass sie nicht oder nur zu wesentlich erhöhten Kosten ihren gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Zur Unterstützung der Geschäftsleitung im Rahmen der Risikosteuerung des Liquiditätsrisikos existiert das bereichsübergreifende Asset, Liability & Capital Committee (ALCCo), welches regelmäßig zusammentrifft.

Die unabhängige Überwachung der Liquiditätsrisiken ist teilweise an den Bereich Gesamtbank-Risikomanagement der TARGOBANK AG ausgelagert. Dort liegt die Fachkompetenz über die angewendeten Verfahren und Modelle zur Risikoidentifikation, -messung und -limitierung (u. a. im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes).

Liquiditätsrisiken ergeben sich bei der Gesellschaft größtenteils in Form von Liquiditätslinien gegenüber Kunden im Rahmen des Factoring-Geschäfts. Hierzu wird das Ausmaß von Ertragseinbußen in Folge einer unerwartet negativen Entwicklung des Verhältnisses zwischen dem bereits abgerufenen Volumen und dem insgesamt abrufbaren Volumen im FactoringGeschäft untersucht. Weiterhin ergeben sich Liquiditätsrisiken aus dem möglicherweise zusätzlichen Zinsaufwand auf die Refinanzierungsgeschäfte.

Die Überwachung und Steuerung der kurzfristigen Liquiditätsrisiken erfolgt neben der täglichen Gelddisposition und der Überwachung von Kennzahlen mit Hilfe einer kurzfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der zu erwartenden Ein- und Auszahlungen und des Anfangsbestandes an Zahlungsmitteln. Die kurzfristige Liquiditätssteuerung wird durch eine strukturelle Liquiditätssteuerung ergänzt, um im Rahmen der mittel- bis langfristigen Liquiditätsausstattung frühzeitig mögliche negative Tendenzen zu identifizieren und wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Ferner hat die Gesellschaft in einem Liquiditätsnotfallplan festgelegt, welche Maßnahmen (inkl. Kommunikationswege) im Falle eines Liquiditätsengpasses ergriffen werden sollen. Der Liquiditätsnotfallplan wird auf regelmäßiger Basis überprüft und ggf. aktualisiert, wobei wesentliche Änderungen an die Geschäftsleitung berichtet werden.

Wegen der angemessenen Liquiditätslage der Gesellschaft wird das Liquiditätsrisiko als gering betrachtet.

Im Rahmen des Risikomanagements werden im Rahmen der Ermittlung der Liquiditätsrisiken interne Modelle verwendet. Diese werden vor Einführung und bei Änderungen Tests unterzogen, und es wird eine Validierung durchgeführt.

Die Aussagekraft von Modellen ist zum einen durch die Anzahl und Qualität der zugrundeliegenden Annahmen sowie die Anzahl der durchgeführten Stresstests begrenzt. Zum anderen können nicht alle denkbaren "Downside"-Szenarien vorhergesagt und simuliert werden.

Insofern kann es möglich sein, dass Verluste größer ausfallen als in den Szenarien berechnet. Um auf eine Vielzahl möglicher Szenarien vorbereitet zu sein, werden verschiedene Arten von Stresstests durchgeführt (institutsweite Stresstests, risikospezifische Stresstests, inverse Stresstests). Dabei werden sowohl hypothetische als auch historische Stresstests durchgeführt.

Die Struktur des Risikomanagementsystems sowie die existierenden Risikosteuerungs- und -controllingprozesse werden der geplanten Geschäftsentwicklung und daraus resultierenden Risiken vollauf gerecht.

Bestandsgefährdende Risiken aus den dargestellten relevanten Risikoarten sind derzeit nicht erkennbar.

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Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TARGO Factoring GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TARGO Factoring GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TARGO Factoring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 11. März 2024

KPMG AG
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Möllenkamp, Wirtschaftsprüfer

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