HYGREEN GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Haas seit 25.11.2025 | Prokura |
Jan-Willem Kuppens seit 23.4.2025 | Prokura |
Julian Benjamin Bubner seit 6.3.2025 | Geschäftsführer |
Tamara Fohrer seit 29.4.2024 | Prokura |
Christine Werner seit 10.11.2023 | Prokura |
Stefan Hirsch seit 2.5.2019 | Prokura |
Ralph Cohausz seit 24.5.2018 | Geschäftsführer |
Katarzyna Ewa Kompowska seit 6.12.2017 | Geschäftsführer |
Alexandra Rudershausen seit 4.5.2017 | Prokura |
Ingo Rüdiger Gschweng seit 4.5.2017 | Prokura |
Beate Drung seit 14.12.2011 | Prokura |
Werner Jost seit 12.5.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Compagnie Française d'Assurance pour le Commerce Extérieur S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Coface Rating GmbHMainzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Coface Rating GmbH, Mainz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Coface Rating GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Coface Rating GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 21. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Steffen Neuweiler, Wirtschaftsprüfer Michael Skall, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023in EUR Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in EUR
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Die Coface Rating GmbH (Coface Rating) hat ihren Sitz in Mainz und ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 7482 eingetragen. Sie ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Coface Rating Holding GmbH (Coface Rating Holding), Mainz, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Die Coface Rating wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Coface SA, Bois- Colombes, Frankreich (Coface SA), einbezogen. Es handelt sich hierbei um den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen, in den die Coface Rating einbezogen wird. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Coface SA sind an deren Sitz erhältlich sowie im Internet veröffentlicht. Die Coface Rating ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Grundlage für die Umrechnung in Euro bei erstmaligem Ansatz sind die Kurse am Transaktionstag. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind gemäß § 256a Satz 2 HGB das Realisations- und das Anschaffungskostenprinzip nicht anzuwenden. Entsprechende Umrechnungsgewinne und - verluste werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zwischen der Compagnie Française d'Assurance pour le Commerce Extérieur SA, Niederlassung in Deutschland mit Sitz in Mainz (Coface Deutschland) als Organträger und der Coface Rating als Organgesellschaft besteht eine umsatz-und ertragsteuerliche Organschaft. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind beim Organträger berücksichtigt. In Folge der kaufmännischen Rundung können in den Jahresabschlussangaben Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit auftreten. Aktivseite Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag bewertet. Dem vorhandenen Kredit- und Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalwerten bilanziert. Passivseite Für die unter Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesenen Zusagen gegen Gehaltsverzicht gegenüber Angestellten erfolgte die Bilanzierung unter Verwendung der projizierten Einmalbeitragsmethode Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) als Bewertungsmethode und den Heubeck-Richttafeln 2018 G als biometrische Rechnungsgrundlagen. Als Rechnungszins wurden 1,83 % p.a. angesetzt. Aufgrund der Ausgestaltung der Zusagen sind bei deren Bewertung Trendannahmen nicht zu berücksichtigen. Die Rückstellung für Pensionen wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit vorhandenem Deckungsvermögen saldiert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bilanzierung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen an Arbeitnehmer erfolgte unter Verwendung eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit der projizierten Einmalbeitragsmethode Projected-Unit-Credit-Methode (PUC) als Bewertungsmethode und den Heubeck-Richttafeln 2018 G als biometrische Rechnungsgrundlagen. Der Rechnungszins wurde unter Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit 1,76 % p.a. sowie der Gehaltstrend mit 2,25 % p.a. angenommen. Der Trend der Beitragsbemessungsgrenze (BBG-Trend) wurde mit 2,25 % angenommen. Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen aus einzelvertraglichen Vereinbarungen erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach den Regelungen der Verlautbarung IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013 unter Verwendung der Heubeck- Richttafeln 2018 G, einem Rechnungszins von 1,00 % p.a. und einem Gehaltstrend von 2,25 % p.a.. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, als Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. 3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens
Wir weisen darauf hin, dass aufgrund kaufmännischer Rundung der Endbestände, sich bei den Veränderungen des Geschäftsjahres Rundungsdifferenzen ergeben können. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.087 (Vorjahr TEUR 2.009) sowie Forderungen gegen die Coface Deutschland aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 14.928 (Vorjahr TEUR 19.352). Die Rückstellung für Pensionszusagen von TEUR 26 (Vorjahr TEUR 28) ergibt sich aus der Saldierung der Bruttorückstellung von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 151) mit Deckungsvermögen von TEUR 127 (Vorjahr TEUR 123). Das Deckungsvermögen betrifft Aktivwerte von Lebensversicherungsverträgen aus Zusagen gegenüber Angestellten gegen Gehaltsverzicht, deren Zeitwert den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 1). In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Rückstellungen für Dienstjubiläen TEUR 560 (Vorjahr TEUR 559), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (inkl. Rechnungen für Auskünfte) TEUR 269 (Vorjahr TEUR 1.456), Rückstellungen für Altersteilzeit TEUR 151 (Vorjahr TEUR 238), Rückstellungen für Tantiemen TEUR 144 (Vorjahr TEUR 148) sowie Rückstellungen für Provisionen TEUR 75 (Vorjahr TEUR 90) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Coface Rating Holding in Höhe von TEUR 12.897 (Vorjahr TEUR 14.921) und resultieren aus der Ergebnisabführung sowie gegenüber der Coface Deutschland in Höhe von TEUR 788 (Vorjahr TEUR 385) und resultieren aus laufenden Verrechnungskonten. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Rahmen von Kundenverträgen bereits vereinnahmte Gebühren in Höhe von TEUR 1.666 (Vorjahr TEUR 205), die über die Vertragslaufzeit abgegrenzt und monatlich realisiert werden. Die Erhöhung resultiert aus einer Anpassung der Ermittlungsmethode gemäß der Leistungserbringung. Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Konzernweiterbelastungen von insgesamt TEUR 13.134 (Vorjahr TEUR 11.934) enthalten. Davon resultieren TEUR 4.250 (Vorjahr TEUR 4.703) aus Umlagen inkl. Mietaufwand und Nebenkosten der Coface Deutschland. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 2) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 4). Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge beinhaltet einen Saldo von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 34) aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen TEUR -5 (Vorjahr TEUR -2) und den Erträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen TEUR 7 (Vorjahr TEUR 36). Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren in voller Höhe aus der Aufzinsung von Jubiläumsrückstellungen TEUR 8 (Vorjahr TEUR 7) sowie von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1). 4. Sonstige Angaben Auf eine Angabe des Abschlussprüferhonorars wurde verzichtet, da diese Informationen im Konzernabschluss der Coface SA, in den die Gesellschaft mit einbezogen wird, enthalten sind. Mitarbeiter Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer/innen betrug ohne Geschäftsführung und Auszubildende 40 (Vorjahr 39), davon sind 25 Vollzeitkräfte und 15 Teilzeitkräfte. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Hierbei handelt es sich um mehrjährige Zahlungsverpflichtungen aus PKW-Leasingverträgen zum Bilanzstichtag. Die Gesamtverpflichtungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet. Geschäftsführung Katarzyna Kompowska Geschäftsführerin der Coface Rating GmbH Geschäftsführerin der Coface Rating Holding GmbH Geschäftsführerin der Coface Debitorenmanagement GmbH Geschäftsführerin der Coface Finanz GmbH Hauptbevollmächtigte der Coface Deutschland Regional Manager Northern Europe Region Ralph Cohausz Geschäftsführer der Coface Rating GmbH Ergebnisverwendung Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Gewinn von EUR 12.896.829,25 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag nach Feststellung an die Coface Rating Holding abgeführt.
Mainz, den 15. März 2024 Coface Rating GmbH Katarzyna Kompowska Ralph Cohausz Lagebericht 2023Coface - "For Trade"Im Jahr 2023 hat die Coface Gruppe ihren strategischen 3-Jahresplan "Build to Lead", welcher die zwei folgenden Säulen im Fokus hatte, erfolgreich abgeschlossen:
Um unsere Führungsposition in der Warenkreditversicherung auszubauen, möchte die Gruppe das operative Modell weiter optimieren und im Rahmen dessen die Qualität des Kundenservice weiter ausbauen sowie Innovationen und Technologie für mehr Effizienz nutzen. Weiterhin soll die Risikoinfrastruktur gestärkt und dadurch eine Marktdifferenzierung sowie eine Erhöhung unserer Resilienz erreicht werden. Zu guter Letzt soll die differenzierte Wachstumsstrategie, die nach Geografie und Branche unterscheidet, weiter erfolgreich praktiziert werden. Die zweite Säule fokussiert sich auf die vier angrenzenden Geschäftsbereiche und möchte durch die bestehende weite Infrastruktur sowie den großen Umfang unserer Daten nutzen, um durch Cross-Selling bestehende Kundenbeziehungen zu erweitern oder sogar neue Kundenkategorien zu erschließen. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere die Informationsdienstleistungen, die im letzten Geschäftsjahr in einen vollwertigen Geschäftsbereich umgewandelt wurden, weiter ausgebaut. Die Schadenquote betrug 35,5% im Geschäftsjahr 2023 und lag somit über der Quote von ca. 25% des Vorjahres. Dies zeigt eine fortgesetzte Normalisierung der Schadenssituation, die durch eine Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes geprägt war und ihre Ursache u.a. in hohen Energiepreisen, ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und eine damit einhergehende hohe Inflation hat. Gleichwohl liegt die Schadenquote weiterhin unter den historischen Durchschnitten von ca. 40-45%. Trotz der unterschiedlichen externen Krisen stabilisierte sich die Combined Ratio (verbundene Kosten-/Schadenquote) der Coface Gruppe zum Ende des dritten Quartals weiterhin auf einem sehr guten Niveau von 66,0% (im Vorjahr 65,7%). Das Nettoergebnis der Coface Gruppe belief sich in drei Quartalen auf 189,7 Mio. Euro (Vorjahr 185,8 Mio. Euro). Dies entspricht einer Eigenkapitalrentabilität auf Basis des RoATE (Return on Average Tangible Equity) von 14,1 % (Vorjahr 12,7 %), was im Wesentlichen auf eine sehr hohe Kundenbindungsrate (93,9 %) in einem anspruchsvollen Marktumfeld zurückzuführen ist. Der Umsatz der nordeuropäischen Region, zu der die deutschen Einheiten gehören, erhöhte sich von 369,9 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 376,6 Mio. Euro im Jahr 2023. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung waren zum einen das Ergebnis der Factoring-Einheit, sowie das Informations- und Inkassogeschäft. Die Prämienentwicklung war quasi unverändert gegenüber dem Vorjahr (+0,2%), nachdem die Kundenaktivität im Rahmen der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche der Volkswirtschaften in Nordeuropa deutlich rückläufig war. Die Schadenquote war 2023 mit 31,4% rückläufig im Vergleich zum Vorjahr (34%) und lag damit weiterhin unter dem historischen Durchschnitt von 40-45%. Aufgrund der hohen finanziellen Stabilität und Stärke der Compagnie Française d'Assurance pour le Commerce Extérieur SA, Paris/Frankreich (Coface) und ihrer Niederlassungen, sowie der weiterhin positiven operativen Geschäftsentwicklung hob Moody's am 11. Oktober 2023 sein Rating von A2 auf A2+ an. Das Rating von Fitch ist weiterhin stabil bei AA-. I. Wirtschaftsbericht Die Wirtschaft in Westeuropa war 2023 von einer globalen Nachfrageschwäche geprägt. Zu Anfang des Jahres spielte eine mögliche Gas-Knappheit eine entscheidende Rolle, welche die Energiepreise bereits im Herbst 2022 in die Höhe schnellen ließen. Damit startete die europäische Wirtschaft mit einer Inflationsrate von 8,6% (zum Vorjahr) in das Jahr. Diese nahm zwar über das Jahr bis zu einem Stand von 2,9% im Dezember ab 1 , schmälerte aber deutlich die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa. Zusammen mit einer geringeren Investitionstätigkeit von Unternehmen und auch Privatpersonen aufgrund der hohen Zinslast, blieb die Wirtschaftsaktivität eher gering und sollte für den Euro-Raum lediglich um 0,6% zum Vorjahr im Jahr 2023 gewachsen sein 2. Dies wäre mit Ausnahme des Pandemiejahres 2020, die niedrigste Wachstumsrate seit der europäischen Staatsschuldenkrise im Jahr 2013 (-0,2% zum Vorjahr) 3. Auch die chinesische Wirtschaft wies trotz der Öffnung des Landes 4 von allen Pandemiemaßnahmen ihre Schwächen auf. Der IWF schätzt, dass die chinesische Wirtschaft trotz der Aufholeffekte vom Jahr 2022 nur um 5% zum Vorjahr gewachsen sein soll. Dies wäre mit Ausnahme der Pandemiejahre 2020 bis 2022, das niedrigste Wachstum des Landes seit 1990 5. Die USA zeigten sich im Jahr 2023 entgegen diesem Trend relativ robust mit ihrem Wirtschaftswachstum von etwa 2,1% zum Vorjahr Dies liegt nur leicht unterhalb des 5-Jahresdurchschnitt vor der Pandemie von 2,4% 6. Der IWF schätzt insgesamt, dass nach einem Plus von 6,3% in 2021 und 3,5% in 2022 im letzten Jahr die globale Wirtschaft nur noch um 3,0% gewachsen ist 7. Nachdem die Zentralbanken im Jahr 2022 bereits ihre Leitzinsen erheblich angehoben haben, setzen sie den Kurs der restriktiven Geldpolitik im Jahr 2023 fort. Die Bank of England hob ihren Leitzins um weitere 1,75 Prozentpunkte auf 5,25% bis August 2023 an und beließ das Niveau bis zum Ende des Jahres unverändert auf dem höchsten Stand seit 2009 8. Aufgrund einer etwas besseren konjunkturellen Entwicklung fiel in den USA der Zinsanstieg der Federal Reserve mit 1 Prozentpunkt etwas geringer aus. Auch hier blieb ab dem Sommer (Juni 2023) der Leitzins auf unverändert hohem Niveau von 5,5%. In den USA ist dies das höchste Zinsniveau seit 2001 9. Zusätzlich wurde weiterhin die Bilanzsumme geschrumpft, in dem innerhalb des Anleiheankaufprogrammes Wertpapiere im Umfang von 95 Milliarden USD pro Monat nicht reinvestiert werden 10. Die EZB verfolgte einen ähnlichen Kurs wie die Fed und die Bank of England. Die Europäische Zentralbank hob den Leitzins zwischen Januar und Juni 2023 um 2 Prozentpunkte auf 4,5% (Hauptrefinanzierungssatz) an. Dies entspricht ebenfalls dem höchsten Zinsniveau seit 2001 11. Während von der EZB die Papiere innerhalb ihres Pandemic Emergency Purchasing Programm bis Ende 2024 reinvestiert werden, begann im März 2023 der langsame Abbau der Wertpapiere im Asset Purchase Programm (APP). Hier wurden die auslaufenden Papiere zwischen März und Juni nur noch in Teilen reinvestiert. Ab Juli 2023, wurden auslaufende Papiere gänzlich nicht mehr reinvestiert 12.
1 Eurostat: Inflation in the euro area,
https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Inflation_in_the_euro_area.
Dass die Finanzmärkte vor allem zukunftsgetrieben sind, erkennt man deutlich an den Börsenbewegungen im letzten Jahr. Trotz der konjunkturellen Eintrübung legte der DAX 40 im Jahresverlauf erheblich zu, speziell nach der Beendigung des Zinsanhebungszyklus der EZB im Sommer und der Erwartung der Finanzmärkte auf mögliche baldige erste Zinssenkungen. Kurzfristig wurde sogar die Rekordmarke von 17.000-Punkten überschritten 13. Das Jahr beendete der Index bei 16.752 Punkten und legte damit um 20,3% zum Vorjahr zu 14. Der amerikanische Dow Jones Index legte nicht ganz so stark zu, konnte aber ebenfalls von den Erwartungen der Finanzmarktteilnehmenden zu Zinssenkungen profitieren. Am Ende stieg der Index um 13,7% im Jahr 2023 im Verhältnis zu 2022 15. Die globale Konjunkturabkühlung hat Deutschland aufgrund seines hohen Exportanteils (Exporte haben einen Anteil von 50% des Bruttoinlandproduktes, abzüglich der Importe haben die Netto- Exporte einen Anteil von 5%) deutlich getroffen. Die wichtigsten Handelspartner (USA, China, Euro- Raum) wiesen alle eine schwächere Performance auf als vor dem Beginn der Pandemie. Neben dem Außenhandel, war auch der Private Konsum ein Faktor, der das Wirtschaftswachstum begrenzte. Zwar ist die jährliche Inflationsrate fast kontinuierlich im Jahr 2023 von 8,7% im Januar auf 3,7% im Dezember gefallen 16 , allerdings war das nun das dritte Jahr in Folge mit einer hohen Inflationsrate 17. Die Inflation war so hoch, dass sie die Nominallohn-Anstiege in den letzten Jahren in Deutschland überkompensiert hat. Erst seit dem zweiten Quartal 2023, sind die inflationsbereinigten Reallöhne wieder zum Vorjahr gewachsen. Mit einem Plus von 0,1% und 0,6% zum Vorjahr 18 , blieben sie allerdings über das Sommerhalbjahr 2023 niedrig und steigerten die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher kaum. Auch wenn die Nominallöhne über das Jahr spürbar gestiegen sind, ist die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmenden etwas zurückgegangen. So stieg die Arbeitslosenquote über das Jahr an und lag im Dezember 2023 nicht-saisonbereinigt 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr 19. Private Investitionen fielen trotz des hohen Zinsniveaus relativ robust aus 20. Die Bauinvestitionen gaben zeitweise etwas nach, aufgrund einer geringeren Wohnungsbauaktivität. Dies wurde allerdings vom Anlagenbau und öffentlichen Bau ausgeglichen. Insgesamt schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2023 nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um -0,1% zum Vorjahr (preis- und kalenderbereinigt), nach einem Plus von 1,9% in 2022 und 3,1% im Jahr 2021 21. Das negative Gesamtjahresergebnis geht weniger auf die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023, sondern eher auf den Endpunkt des Jahres 2022 zurück. Durch das Minus von 0,4% im vierten Quartal 2022 (preis- und saisonbereinigt zum Vorquartal), entstand ein negativer Überhangeffekt für das Jahr 2023, welches über das Jahr nicht ausgeglichen werden konnte. Tatsächlich stagnierte die Wirtschaftsleistung in den ersten drei Quartalen des Jahres mehr oder weniger. Im ersten Quartal glich eine starke Entwicklung der privaten Investitionen zusammen mit einer guten Entwicklung des Außenhandels einen schwächere Dynamik des Privaten Konsums aus und das BIP stagnierte (preis- und saisonbereinigt, zum Vorquartal). Im zweiten Quartal legte das BIP mit 0,1% zum Vorjahr minimal zu, dank einer leichten Belebung des Privaten Konsums, während im dritten Quartal das BIP minimal zurückging um 0,1% zum Vorquartal. Im vierten Quartal sollte die Wirtschaft erneut ein leichtes Minus ausgewiesen haben (-0,1%), gegeben der Jahressrate (das Ergebnis für Q4 2023 wurde zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht veröffentlicht). Dies hatte sich in den schwächeren Zahlen der Industrieprodukten und des Außenhandels bereits angedeutet.
11 Trading Economics: Euro Area Interest Rate,
https://tradingeconomics.com/euro-area/interest-rate.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Jahr 2023 war geprägt von einem Normalisierungsprozess. Zwischen Januar und August ist die Anzahl der monatlichen Insolvenzen fast kontinuierlich gestiegen und haben sich über den Sommer auf einem erhöhten Niveau stabilisiert (aktueller Stand im Januar 2024). In den ersten zehn Monaten des Jahres 2023 lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bei 14.751, was einem Plus von 24,1% zum Vorjahr entspricht 22. Damit ist die Zahl der Insolvenzen im vergangenen Jahr deutlich gestiegen und hat sich in der zweiten Jahreshälfte dem Vor-Pandemieniveau von 2019 angepasst 23. Der Schaden in Form von voraussichtlichen Forderungen aus den Insolvenzen ist noch einmal stärker gestiegen. Nach den Jahren 2020 und 2021 mit extrem hohen Forderungen (44,1 Mrd. Euro und 48,3 Mrd. Euro), gingen die Forderungen im Jahr 2022 deutlich zurück mit 14,8 Mrd. Euro. Im Jahr 2023 deutet sich eine Normalisierung auf erhöhtem Niveau an. Bislang (Januar bis Oktober) steht ein Schaden von 22,6 Mrd. Euro zu Buche. Dies entspricht einem Anstieg von 104% zum Vorjahr 2022, ist aber grob im Bereich der Zahlen von 2016, 2017 und 2019. Die konjunkturelle Eintrübung führte zu ordentlichen Sparmaßnahmen, die auch im Geschäft der Kreditversicherung sichtbar wurde. Der Wettbewerb hat spürbar zugelegt. Gemessen an Beitragseinnahmen legte in Deutschland das Kreditversicherungsgeschäft, das Hauptgeschäftsfeld der Coface-Gruppe, im Jahr 2023 nach Hochrechnung des GDV in der Sparte Warenkredit/Delkredere-Versicherung nur noch um 3% 24 zum Vorjahr zu (nach einem Plus von 11,0% im Jahr 2022 25 und 9,5% im Jahr 2021) 26. Im Bereich der Kautionsversicherung stiegen die Beitragseinnahmen hingegen deutlich stärker um 9,0% zum Vorjahr (nach einem Plus von 10,0% in 2022). Das Factoring-Geschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr 2023 solide, konnte aber ebenfalls die 2022er-Zahlen nicht halten. Der Deutsche Factoring-Verband e.V., Berlin, meldet, dass die Umsätze (Volumen angekaufte Forderungen) der Mitgliedsunternehmen im ersten Halbjahr 2023 um 5,7% zum Vorjahreszeitraum auf 192,8 Mrd. Euro gestiegen sind 27. Im ersten Halbjahr 2022 hatte der Anstieg noch bei 24,5% zum Vorjahr gelegen 28.
22 Statistisches Bundesamt: 12,3% mehr
beantragte Regelinsolvenzen im Dezember 2023 als im
Dezember 2022,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24
016 52411.html.
Prognose II. Geschäftsentwicklung Für die Kreditversicherung als Kerngeschäft der Coface Gruppe kommt der Information besondere Bedeutung zu. In der Coface Rating GmbH, Mainz (Coface Rating), wird aufgrund der Analyse des Risikoportfolios der Grundstein für eine gute Schadenquote gelegt und zum anderen mit dem umfangreichen Informationsproduktportfolio die Möglichkeit geschaffen, den Informationsmarkt zu bedienen und risikofreien Umsatz zu generieren. Das Risiko Portfolio der Coface Rating, wurde im Laufe des Jahres 2023 jederzeit aktiv überwacht und die Analysen wurden zeitgerecht sowie in sehr hoher Qualität durchgeführt. Mit dieser Ausgangsbasis konnten seitens der Kreditprüfung risikoadäquate Kreditlinien zur Verfügung stellen, die zum einen unseren Kunden bei seinen Geschäften unterstützen, aber auch dazu beitrugen Schäden für Coface und unsere Kunden zu vermeiden. Die vielzähligen Risikofaktoren im Markt, wie hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, hohe Zinsen und der noch immer präsenten Konsumzurückhaltung stellten für nahezu alle Unternehmen Herausforderungen und Risiken dar, die im Rahmen der Unternehmensanalyse untersucht und eingepreist werden mussten. Im Rahmen von speziellen Branchen oder Teilportfolio Prüfungen wurden mit viel Fingerspitzengefühl und intensivem Austausch mit den zu analysierenden Unternehmen die Bewertungen aktualisiert. Dabei nutzt die Coface Rating sowohl interne als auch externe Informationen, welche in der Bewertung der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens münden. Auf der Produktseite gab es umfangreiche Weiterentwicklungen, die dazu dienen, den Informationsmarkt vollumfänglich abdecken zu können. So wurde das im Jahr 2020 komplett erneuerte Kundenportal ICON in 2023 konsequent weiterentwickelt und die Nutzerplattform URBA 360 entwickelt, welche es dem Kunden ermöglicht die Informationsproduktpalette zu einem Unternehmen umfassend abzurufen. Es wurde intensiv an der User Experience, der Konnektivität den Produkten und der Technik im Hintergrund gearbeitet. Coface Rating baut somit konsequent den Service-im Informationsgeschäft aus und ist daher ein gefragter Anbieter hochwertiger Produkte im internationalen Informationsmarkt. Dies auch deshalb, weil Coface Rating - anders als normale Auskunfteien - nicht nur über öffentlich zugängliche Informationen, sondern über umfangreiche Zahlungserfahrungsinformationen aus dem Kreditversicherungs-, Factoring- und Inkassogeschäft verfügt. Die Umsatzerlöse fielen im Geschäftsjahr mit 35,4 Mio. Euro um 1,8 Mio. niedriger aus als im Vorjahr. Die Beschaffungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr von 6,1 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro gestiegen, stiegen damit leicht auf knapp 17% der Gesamterträge. Aufgrund der Umsatzentwicklung sinkt der Gewinn der Coface Rating von 14,9 Mio. Euro auf 12,9 Mio. Euro und liegt somit unterhalb der im Plan erwarteten Größenordnung. Die Mitarbeitendenanzahl hat sich konstant entwickelt. Mit dem aktuellen Setup auf der Analyseseite und dem optimalen Produktportfolio der Informationsprodukte ist die Coface Rating GmbH sehr gut für das Jahr 2024 aufgestellt. Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aus dem Geschäft der Coface Rating resultieren. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 17,0 Mio. Euro gesunken. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Dienstjubiläen (0,6 Mio. Euro, Vorjahr: 0,6 Mio. Euro), ausstehende Lieferantenrechnungen (0,3 Mio. Euro, Vorjahr 1,5 Mio. Euro) und Altersteilzeit (0,2 Mio. Euro, Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Coface Rating Holding und resultieren aus der Ergebnisabführung. Finanzlage Eine Fremdfinanzierung ist nicht nötig, da regelmäßig ausreichend Guthaben bei Kreditinstituten vorhanden sind. Durch das konzernintern bestehende Cash Pooling stellt die Coface Deutschland jederzeit ausreichende Liquidität sicher. Damit ist die Coface Rating GmbH stets in der Lage, ihre bestehenden kurzfristigen Verbindlichkeiten zu zahlen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus diesem übergreifenden Cash Pooling betragen zum Bilanzstichtag 14,9 Mio. Euro (Vorjahr: 19,4 Mio. Euro). Das Eigenkapital beträgt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages weiterhin 77,0 Tsd. Euro. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Coface Rating sind gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % von 37,1 Mio. Euro auf 35,4 Mio. Euro gesunken. Die Erlöse aus den Informationsprodukten sind mit 7,2 Mio. Euro im Vorjahr und 6,5 Mio. Euro im Berichtsjahr leicht rückläufig. Im Bereich der Kreditprüfungsgebühren ist Coface Rating in hohem Maße abhängig von der Entwicklung und dem Zeichnungsverhalten der Coface Deutschland. Diese sind mit 25,0 Mio. Euro geringer im Vergleich zum Vorjahr (26,1 Mio. Euro). Die übrigen Umsatzerlöse, welche überwiegend Weiterbelastungen innerhalb des Konzernverbundes darstellen, liegen konstant bei 3,8 Mio. Euro. Die Aufwendungen für die Beschaffung von Informationen haben sich im abgelaufenen Jahr mit 6,3 Mio. Euro gegenüber 6,0 Mio. Euro im Vorjahr trotz eines Umsatzrückganges leicht erhöht. Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr konstant und damit entsprechend der Mitarbeitendenanzahl entwickelt (3,0 Mio. Euro; Vorjahr: 2,9 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus weiterbelasteten Dienstleistungen der Coface in Deutschland und der Coface Gruppe zusammen, die von der Coface Rating in Anspruch genommen werden. Die Position hat sich von 13,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 13,7 Mio. Euro erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der regionalen Weiterbelastungen zurückzuführen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis von 12,9 Mio. Euro (Vorjahr: 14,9 Mio. Euro) erreicht und dieses an die Coface Rating Holding abgeführt. Die Umsatzrentabilität hat sich mit 36,5% im Vergleich zu 40,2% im Vorjahr verringert, spiegelt bildet aber dennoch die weiterhin gute Rentabilität der Gesellschaft wider. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts insgesamt noch als zufriedenstellend, auch wenn sie sich im Vergleich zum Vorjahr spürbar eingetrübt hat. Unsere Mitarbeiter Die Coface Rating beschäftigte am 31. Dezember 2023 43 Arbeitnehmer*innen. Am 31.12.2022 waren es 42 Mitarbeitende. Coface misst das Engagement der Beschäftigten mit einem 2021 neu eingeführten Tool namens MyVoicePulse, welches in vierteljährlichen Intervallen - erstmals im Oktober 2021 - mit unterschiedlichen Fragesets die Einstellung zum Unternehmen und die Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber misst. In der letzten Runde nahmen 98% der Beschäftigten teil. Jede Führungskraft erstellt Aktionspläne für ihren/seinen Bereich und diskutiert diese mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Die Ergebnisse werden auch als Net Promoter Score (NPS), ähnlich der ebenfalls bei Coface eingesetzten Kundenzufriedenheitsbefragung, angezeigt und helfen der Unternehmensleitung die Attraktivität als Arbeitergeber ständig zu verbessern. Coface bietet internationale Mobilitätsprogramme an, die einen Austausch von Knowhow zwischen den Regionen ermöglichen, und für den einzelnen Mitarbeiter entsprechend attraktive Karriereangebote darstellen. In 2023 konnte die Anzahl von Entsendungen weiter gesteigert werden. Besonderer Wert wird auch auf die Förderung von weiblichen Talenten gelegt. Dies geschieht im Rahmen eines strukturierten Entwicklungsplanes, der gemeinsam mit dem Headquarter in Frankreich erarbeitet wird. Für Coface ist es wichtig, den Anteil der weiblichen Führungskräfte in den obersten Hierarchieebenen laufend zu steigern. Das im Jahr 2022 während der COVID-19-Pandemie umgesetzte Konzept "Neue Arbeitswelten @ Coface" wird auch nach dem Ende der COVID-19-Pandemie aktiv von den Mitarbeitern* angenommen. Dieses Konzept setzt auf das zum mobilen Arbeiten mit dem Umbau unserer Zentrale in Mainz in 2021 aktivitätsbasiertes Arbeiten mit Desk-Sharing auf, um den Mitarbeitern* weitere Flexibilität geben zu können. Es werden unterschiedliche Arbeitsflächen für die Zusammenarbeit in Projekten und Teams, für konzentriertes Arbeiten und für die tägliche Büroarbeit bereitgestellt, so dass die Mitarbeiter ihren Arbeitsbereich entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse wählen können. Zudem ist das Arbeiten im Homeoffice an mehreren Tagen der Woche möglich. Die Coface Finanz sammelt derzeit in einer Pilotphase weiterhin praktische Erfahrungen mit einem neuen Arbeitszeitsystem, das es ermöglicht, einfach und flexibel verbunden mit der Individualisierung der Arbeitszeit (u.a. zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und für mehr Flexibilität beim mobilen Arbeiten und im Homeoffice) zu arbeiten. Dabei soll die neue Arbeitszeitregelung im Einklang mit den Unternehmensanforderungen (u.a. Arbeitszeiten orientiert an den Kundenwünschen) gewahrt blieben. Der Zusammenhalt unter der Belegschaft wurde von Coface mit unterschiedlichen virtuellen Formaten gefördert, auch um die fehlenden persönlichen Kontakte auszugleichen. Von regelmäßigen virtuellen Townhall-Meetings über eine virtuelle Diversity Week und eine virtuelle Nachhaltigkeitswoche, einem Sommerfest mit dem Thema "Festival der Farben" und einer Weihnachtsfeier in Mainz reichten die Maßnahmen, die interdisziplinär organisiert wurden. III. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Die Coface Rating GmbH nimmt zur Erbringung von Leistungen für die Coface Gesellschaften sowie für externe Kunden Score-Berechnungen und Risikoeinschätzungen mit dem Zweck vor, die Vertragspartner mit Informationen bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich der Vermeidung finanziellen Ausfallrisiken zu unterstützen. Zu diesem Zweck speichert und verarbeitet die Coface Rating neben betriebswirtschaftlichen auch personenbezogene Daten, die der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) unterliegen. Hierdurch ist die Coface Rating Haftungsrisiken und Risiken aus Schadensersatzforderungen ausgesetzt, die sich bei Nichteinhaltung der geltenden Bestimmungen oder fehlerhaften Risikoeinschätzungen ergeben können. Zum Schutz der erhobenen und verarbeiteten personenbezogenen Daten stellt Coface durch strenge Richtlinien, Überwachungsmaßnahmen und Kontrollen die Einhaltung der Vorschriften sicher, dass die Daten ordnungsgemäß aufbewahrt und genutzt werden. Ferner führt Coface Mitarbeitenden-Schulungen durch, um den sorgfältigen Umgang mit personenbezogenen Daten zu gewährleisten. Auf Grund der sensiblen öffentlichen Wahrnehmung der Datenschutzgrundverordnung ergeben sich darüber hinaus potentielle Reputationsrisiken. Das für die Score-Berechnung eingesetzte Modell basiert auf mathematisch-statistischem Verfahren zur Bewertung der Zahlungsfähigkeit. Die Qualität der erhobenen Informationen und Datenattribute sind ein wichtiger Baustein für die abgegebenen Risikoeinschätzungen. Hieraus ergibt sich ein operationelles Risiko im Falle von nicht hinreichender Datenqualität oder -aktualität und deren Verarbeitung. Diesem Risiko begegnet die Coface Rating durch kontinuierliche Überwachung des eingesetzten Modells, der eingesetzten Prozesse und deren Weiterentwicklung. Außerdem wird das Risikoportfolio permanent überwacht und es werden Information zu jedem Unternehmen regelmäßig aktualisiert. Darüber hinaus ist die Coface Rating in das konzernweite interne Kontroll- und Risikomanagementsystem eingebunden. Die durch die Coface Rating vertriebenen Informationsprodukte sind integraler Bestandteil der Produktstrategie der Coface Gruppe und werden sowohl als Services zusätzlich für Kreditversicherungskunden der Coface als auch als eigenständige Informationsprodukte vertrieben. Der Strategieplan "Build to Lead" 2020-2023 der Coface Gruppe zielt unter anderem darauf ab, Spezialgeschäftsfelder, hierunter auch Informationsdienstleistungen, weiter zu verstärken und auszubauen. Für Coface ergibt sich hieraus das strategische Risiko der nur teilweisen Umsetzung des strategischen Plans in diesem Geschäftsfeld. In einem wirtschaftlichen Umfeld, das von grundsätzlich hoher Unsicherheit in Bezug auf die Bonität von Geschäftspartnern geprägt ist, wird die Nachfrage nach zuverlässigen Kreditinformationen und Bonitätsbewertungen tendenziell weiter steigen. Die Coface Rating kann an diesem Marktumfeld partizipieren, da sie in der Lage ist, die notwendigen Informationen bereitzustellen. Daher wird auf der Produkt- und Vertriebsseite der bereits eingeschlagene Weg weiterverfolgt und auch für das Jahr 2023 die Ziele verfolgt, unsere Kunden bestmöglich zu bedienen und weitere Kunden von der breiten Produktpalette und der sehr guten Qualität der Coface Rating Produkte zu überzeugen. Durch Effizienzverbesserungen bei internen Abläufen und Reduzierung bei den Informationskosten durch Ausbau bestehender Informationsquellen wurden auf der Kostenseite wichtige Grundlagen gelegt, um auch in einem wettbewerbsintensiven Umfeld profitabel arbeiten zu können. Der sukzessive Transfer von Tätigkeiten in Shared Service Center ist integraler Bestandteil der Strategie. Hierdurch ergibt sich eine Entlastung bei standardisierten Aufgaben und ermöglicht es unseren Mitarbeitenden sich auf anspruchsvollere Tätigkeiten, besonders im Hinblick auf unseren Kunden, zu fokussieren. Prognose Das Jahr 2024 dürfte von Risikoseite ähnlich verlaufen wie die zweite Hälfte des Jahres 2023. Der Krieg in der Ukraine sowie die Spannungen in den Beziehungen zwischen China und Taiwan bleiben bestehen, dürften aber nach Coface-Erwartungen nicht weiter eskalieren. Eine Ausweitung des Nahost-Konfliktes ist ebenfalls nicht Teil des Basisszenarios von Coface, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Während Lieferkettenprobleme im Jahr 2024 keine größere Rolle mehr spielen sollten (hängt auch von der Entwicklung des Nahost-Konfliktes ab), bleibt der Fachkräftemangel global ein Problem. Zudem sollten die Auswirkungen des Klimawandels noch spürbarer auch für die globale Wirtschaft werden. Insgesamt bleibt die globale Wirtschaft auf Wachstumskurs im Jahr 2024, Coface erwartet aber, dass die Wachstumsrate nur noch bei 2,2% zum Vorjahr liegen dürfte (nach 2,4% im Vorjahr 2023) und damit deutlich unterhalb des durchschnittlichen Vor-Pandemieniveaus 29 wächst. Die etwas geringere Wachstumsdynamik sollte von den USA her kommen, die ihre robuste Entwicklung aus dem Vorjahr wohl dieses Jahr nicht halten werden können. So wird für die USA vor allem ein geringeres Wachstum des Privaten Konsums erwartet, nachdem im letzten Jahr wohl das stärkere Konjunkturwachstum hauptsächlich auf einen Abbau der Ersparnissen der Privaten Haushalte zurückging. Dagegen dürften die Konjunkturdynamik in den Emerging Markets noch stärker anziehen. Dies geht weniger auf China und Emerging Asia zurück, da diese hauptsächlich ihre Wachstumsraten halten werden, sondern mehr auf Lateinamerika und Afrika. Auch die entwickelten Volkswirtschaften werden wohl etwas stärker wachsen. Dazu gehört die Wirtschaft des Euro-Raums, die nach einem Wachstum von 0,6% im Jahr 2023 (preis- und kalenderbereinigt) um 1,2% zum Vorjahr zulegen sollte. Die Phase der extrem hohen Inflationsraten sollte 2024 vorbei sein. Angesichts der hohen Auslastung der Gasspeicher, sind extreme Preisanstiege bei der Gasversorgung unwahrscheinlich. Anstiege des Ölpreises aufgrund einer möglichen Eskalation des Nahost-Konfliktes können nicht ausgeschlossen werden, sind aber nicht Teil des Coface-Basisszenarios. Die Lohnforderungen der Gewerkschaften dürften zum Jahresanfang hoch bleiben aufgrund der starken Marktmacht der Arbeitnehmenden, trotz einer leicht zunehmenden Arbeitslosenquote. Dies gilt generell im Euro- Raum. In Deutschland kommen als Inflationstreiber die Anhebung des CO 2 -Preises von 30 Euro pro Tonne auf 45 Euro pro Tonne 30 , sowie die Zurücksetzung der Mehrwertsteuer für Gas/Fernwärme 31 und für die Gastronomie auf 19% 32 hinzu. Diese Preisfaktoren werden dazu führen, dass die Inflationsrate im Euro-Raum sowie in Deutschland über das Jahr 2024 nur langsam fallen sollte und wohl oberhalb des 2%-Inflationsziels der EZB liegen 33. Die Europäische Zentralbank sollte den Leitzins innerhalb dieses Umfeldes noch länger auf dem aktuell hohen Niveau halten und erste Zinssenkungen ab Mitte des Jahres vornehmen. Die Senkung des Leitzinses dürfte allerdings nur in kleinen Schritten erfolgen und damit das Zinsumfeld generell erhöht bleiben. Der Zeitpunkt für den ersten Zinsschritt nach unten und den Umfang dessen, bleibt jedoch abhängig von der Inflationsentwicklung und dem konjunkturellen Umfeld im Euro-Raum. Bei den Anleiheankaufprogrammen sollten die auslaufenden Wertpapiere innerhalb des PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) vollständig reinvestiert werden bis Ende des Jahres. Die Papiere des APP werden dagegen, wie schon im Jahr 2023, nicht mehr reinvestiert. Die deutsche Wirtschaft sollte 2024 nur ein leichtes Wachstum zeigen. Dieses dürfte vom Privaten Konsum getragen sein, da die Inflation mit einer durchschnittlichen Jahresrate von 2,7% zum Vorjahr deutlich niedriger ausfallen dürfte als das Wachstum der Nominallöhne, welches die Bundesbank mit 5% kalkuliert 34. Die gestiegene Kaufkraft sollte in Teilen in einen höheren Konsum umgesetzt werden. Positive Effekte werden ebenfalls von der globalen Konjunktur und damit dem Außenhandel erwartet, speziell aus dem Euro-Raum, die sich allerdings eher in der zweiten Jahreshälfte einstellen dürften. Auch der private Anlagenbau sollte, wie schon im letzten Jahr mit trotz des hohen Zinsniveaus, positiv zum Wachstum beitragen. Die Baubranche könnte dagegen eher ein gemischt bis negatives Bild abgeben. Der private Wohnungsbau verzeichnet bereits seit Frühjahr 2022 einen spürbaren Rückgang bei den Baugenehmigungen 35. Dieses niedrige Niveau sollte sich weiter fortsetzten angesichts des weiterhin hohen Zinsniveaus. Der öffentliche und der gewerbliche Bau (speziell von Fabriken, weniger von Bürogebäuden) sollte aber wie schon im Jahr 2023 einen Teil dieses Rückgangs ausgleichen. Negativ auf das Wachstum werden wohl auch die staatlichen Ausgaben wirken, die angesichts der Haushaltskürzungen zum Anfang des Jahres 2024, geringer ausfallen dürften als noch im vergangenen Jahr. Zusammengenommen dürfte nach einem schwachen Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von -0,1% zum Vorjahr (preis- und kalenderbereinigt) im Jahr 2023, in diesem Jahr ein Plus von 0,6% zum Vorjahr erreicht werden.
29 Coface: Barometer Country and Sector Risks Q3
2023, Oktober 2023: Macroeconomics put to the test by
microeconomic deterioration,
https://www.coface.com/news-economy-and-insights/country-and-sector-risk-barometer-q3-2023-macroeconomics-put-to-the-test-by-microeconomic-deterioration
.
Coface erstellt derzeit keine Prognose für die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen. Generell ist allerdings mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Niveau von Herbst 2023 zu rechnen. Damit würden 2024 ungefähr eine ähnliche Zahl wie 2019 erreichen. Dies wäre das höchste Niveau seit Beginn der Pandemie, aber im Vergleich zum Vorpandemie-Niveau noch relativ niedrig.
34 Deutsche Bundesbank: Monatsbericht Dezember
2023, Sinkende Inflation, aber noch keine Entwarnung -
Perspektiven der deutschen Wirtschaft bis 2026,
https://www.bundesbank.de/resource/blob/920342/b4a237de9f9288ffa511a87e5ae75c73/mL/2023-12-
prognose-data.pdf S. 26.
Die Coface Rating erwartet im Jahr 2024 in Abhängigkeit von der Entwicklung der Kreditversicherungseinheit eine leicht sinkende Entwicklung beim Umsatz mit Kreditlimit-Gebühren von 2 % und ein leichtes Wachstum im Bereich des externen Informationsgeschäftes aufgrund vermehrter Vertriebsaktivitäten und Produktentwicklungen von etwa 3,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Der geplante Gesamtumsatz liegt somit im Bereich von 34 Mio. Euro bis 36 Mio. Euro. Die Beschaffungskosten für hochwertige Informationen werden gleichlaufend ansteigen. Der Gewinn wird aufgrund steigender betrieblicher Aufwendungen im Bereich von 15 Mio. Euro bis 16 Mio. Euro liegen. Aufgrund der Konzentration auf qualitativ hochwertige Dienstleistungen wird die Mitarbeitendenanzahl im Geschäftsjahr 2024 nahezu konstant bleiben.
Mainz, den 15. März 2024 Coface Rating GmbH Katarzyna Kompowska Ralph Cohausz |
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