DiLoS - Digital Logistic Solutions GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Günther Schwarz seit 20.11.2006 | Geschäftsführer |
Thomas Schwarz seit 20.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 74.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schwarz Holding GmbHHerbrechtingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhalt 1. Grundlage des Konzerns Geschäftsmodell der Firmengruppe Schwarz Ziele und Strategie Steuerungssystem 2. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2) Branchenbezogene Rahmenbedingungen 3) Wettbewerbssituation 4) Marktstellung des Konzerns II. Geschäftsverlauf III. Lage des Konzerns IV. Gesamtaussage 3. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Konzerns I. Prognosebericht II. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Chancenbericht Gesamtaussage III. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Grundlage des Konzerns Geschäftsmodell der Firmengruppe Schwarz Die Firmengruppe Schwarz ist ein europaweit operierender Logistikdienstleister mit insgesamt 607 Mitarbeitern im In- und Ausland. Das Leistungsportfolio unserer Gruppe umfasst die gesamte Supply-Chain von Versandtätigkeiten, Lagerbewirtschaftung, Transportdienstleistungen, umfangreichen Materialfluss-Steuerungen, Produktionsver- und Entsorgungen bis hin zu sogenannten "Logistics-Added-Values" mit Konfektionierungen bis hin zu einfachen Produktionsvorgängen. Neben der Steuerung der Materialflüsse legen wir bereits seit Jahren großen Wert auf die Steuerung der Informationsflüsse. Aufgaben der zunehmenden Digitalisierung werden in der DiLoS - digital logistic Solutions GmbH entwickelt und konzipiert. Mit dieser Gesellschaft im Konzern werden Transportplanungslösungen sowie logistische Digitalisierungslösungen den Kunden angeboten. Ziele und Strategie Die Firmengruppe Schwarz sieht sich als bevorzugten Partner für ganzheitliche Logistikdienstleistungen in Bezug auf die Konzipierung und Optimierung von Warenströmen, deren Umsetzung und Ausführung durch die Integration in die Prozesse beim Kunden erreicht wird. Im Mittelpunkt steht die optimale Lösung für den Kunden, die auch im Interesse der Umwelt steht. Das heißt, die Firmengruppe Schwarz ist bereit, sich neuen Wegen, Kooperationen und Transportmitteln zu öffnen. Steuerungssystem Zur Führung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftsbereiche setzt die Firmengruppe Schwarz ein integriertes SAP-ERP-System ein. Dies umfasst eine vollumfängliche Berichterstattung über die Umsatz-, Kosten- und Ergebnissituation der im Konzern befindlichen Gesellschaften in Echtzeit. Seit dem Geschäftsjahr 2022 arbeiten sämtliche Gesellschaften im Konzern mit dem SAP S/4 HANA System. Durch regelmäßig stattfindende Managementreviews der Geschäftsleitung wird die Zielerreichung kontinuierlich verfolgt und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung bei signifikanten Abweichungen unmittelbar eingeleitet. 2. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war geprägt von einer Vielzahl an wirtschaftlichen Herausforderungen, die sowohl die globale als auch die europäische Konjunkturentwicklung beeinflussten. Diese Entwicklungen hatten erhebliche Auswirkungen auf die Logistikbranche und insbesondere auf den Straßengüterverkehr. Die Weltwirtschaft befand sich 2023 in einem unsicheren Fahrwasser. Der Internationale Währungsfonds (IWF) revidierte seine Wachstumsprognosen mehrfach nach unten. Die globale Wirtschaft wuchs 2023 um lediglich 2,8 %, ein Rückgang im Vergleich zu den 3,4 % im Jahr 2022. Haupttreiber dieser Abschwächung waren die anhaltend hohe Inflation, steigende Zinsen und geopolitische Spannungen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine führte zu erheblichen Störungen auf den Energiemärkten. Insbesondere die Preise für Öl und Gas waren starken Schwankungen ausgesetzt, was zu einer weltweiten Inflationswelle beitrug. Die Zentralbanken reagierten mit Zinserhöhungen, um die Inflation zu bekämpfen, was jedoch die Investitionstätigkeit und den privaten Konsum dämpfte. Auch die europäische Wirtschaft blieb von diesen Entwicklungen nicht verschont. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone wuchs 2023 nur um 0,7 %, deutlich weniger als die 3,1 % im Jahr 2022. Die hohe Inflation und die Energiekrise belasteten die wirtschaftliche Entwicklung in den Mitgliedsstaaten. Besonders betroffen waren die energieintensiven Industrien und der Außenhandel. Der europäische Außenhandel schrumpfte um 1,5 %, was sich negativ auf die Lo-gistikbranche auswirkte. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone stieg leicht auf 7,1 %, und das Verbrauchervertrauen blieb auf einem niedrigen Niveau. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die deutsche Wirtschaft konnte sich den globalen und europäischen Trends nicht entziehen. Nach einem Wachstum von 1,8 % im Jahr 2022 verzeichnete das BIP im Jahr 2023 einen leichten Rückgang um 0,2 %. Hauptursachen waren die schwache Industriekonjunktur und der starke Rückgang im Baugewerbe. Der Außenhandel Deutschlands schrumpfte um 3,0 %, was besonders den grenz-überschreitenden Güterverkehr belastete. Die Industrieproduktion ging um 1,5% zu-rück, und der Bauproduktionsindex fiel um 2,3%. Die hohe Inflation von durchschnitt-lich 6,8% im Jahr 2023 drückte auf die Kaufkraft der Verbraucher, was zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 0,7% führte. (Quelle: https://www.balm.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Verkehrsprognose/M ittelfristprognose_Winter_2023_2024.pdf? blob=publicationFile&v=3 Gleitende Mittelfristprog-nose für den Güter- und Personenverkehr, März 2024, Bundesamt für Logistik und Mobilität, Zugriff: 24.06.2024). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um - 0,2 % (preisbereinigt) gefallen. Die Erwerbslosenquote sank von 2,9 % im Jahr 2022 nur leicht auf 2,8 % im Jahr 2023. Wobei die Bevölkerungszahl in 2023 deutlich zugenommen hat auf 84,5 Mio. Einwohner. (Quelle: https://www.destatis.de Wichtige gesamtwirtschaftliche Größen, Zugriff: 25.06.2024). 2) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Güterverkehrsentwicklung Der Straßengüterverkehr in Deutschland war 2023 erheblichen Belastungen ausgesetzt. Das Transportaufkommen sank um 6,2 %, und auch die Transportleistung ging um 4,7 % zurück. Dieser Rückgang übertraf sogar den Rückgang im Pandemiejahr 2020 (-3,6 %) und war nach dem Finanzkrisenjahr 2009 (-11 %) der zweitstärkste seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Hauptursachen hierfür waren: Konjunkturelle Abschwächung: Die allgemeine wirtschaftliche Abschwächung führte zu einer geringeren Nachfrage nach Transportdienstleistungen. Besonders betroffen waren die Baustofftransporte, die einen erheblichen Teil des Straßengüterverkehrs ausmachen. Steigende Kosten: Der Straßengüterverkehr sah sich mit außergewöhnlich hohen Gesamtkosten konfrontiert, die durch steigende Betriebskosten und erhöhte Mautsätze verursacht wurden. Trotz dieser Herausforderungen gab es keine spürbaren Auswirkungen auf den Modal-Split. Branchenwirtschaftliche Einflüsse: Die Bau- und Industrieproduktion, wichtige Treiber des Straßengüterverkehrs, verzeichneten Rückgänge. Besonders gravierend war der Einbruch im Kohlesektor, der zu einem signifikanten Rückgang der Eisenbahn- Transporte führte. Geopolitische Unsicherheiten: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen sowie die anhaltend hohe Inflation und weitere geopolitische Spannungen beeinträchtigten das wirtschaftliche Umfeld und damit auch den Güterverkehr. Vergleichszahlen Transportaufkommen: 3417,0 Mio. Tonnen (2023) vs. 3642,6 Mio. Tonnen (2022) Transportleistung: 479,4 Mrd. Tonnenkilometer (2023) vs. 503,1 Mrd. Tonnenkilometer (2022) Rückgang: -6,2 % (Transportaufkommen) und -4,7 % (Transportleistung). Entwicklung des Güterverkehrs nach Verkehrsträgern
1) Innerhalb Deutschlands
Quellen: Statistisches Bundesamt, Kraftfahrt-Bundesamt, eigene Prognosen (Quelle: https://www.balm.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Verkehrsprognose/Mittelfristprognose_Winter_2023_2024.pdf ?__ blob=publicationFile&v=3, Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr 2023/2024, Zugriff: 24.06.2024). Branchenkonjunktur Logistikumsatz und Beschäftigung Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau, mit mehr als 3 Millionen übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache. Die Steuerung der Waren- und Informationsflüsse aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Rund 327 Milliarden Euro Umsatz wurden im Jahr 2023 branchenübergreifend erwirtschaftet. Das entspricht im Vergleich zu 2022 einem Wachstum von rund 2,5 Prozent, welches auch von steigenden Kosten entlang der Lieferketten getrieben ist. Der Logistik-Markt Europa beläuft sich auf 1.180 Mrd. Euro (2021). Daran hat Deutschland mit rund 25 Prozent einen hohen Anteil. Das liegt nicht nur an der geografischen Lage im Herzen Europas - Deutschland nimmt eine internationale Spitzenposition in Infrastrukturqualität und Logistiktechnologie ein. Nur knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, besteht in der gemeinhin sichtbaren Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt. Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren mehr als 70.000 Unternehmen, die ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind. Nicht nur wegen seiner Beschäftigungswirkung und der Versorgungsfunktion ist die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland lebenswichtig. Im weltweiten Vergleich hocheffiziente Logistikstrukturen erhöhen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und des Außenhandels. Sie sorgen dafür, dass es sich für die Unternehmen weiterhin lohnt, in Deutschland zu produzieren und die Waren von hier aus in alle Welt zu exportieren. (Quelle:https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung BVL - Bundesvereinigung Logistik, Zahlen-Daten-Fakten/Umsatz und Beschäftigung, Zugriff: 01.07.2024) 3) Wettbewerbssituation Im Geschäftsjahr 2023 war die Wettbewerbssituation der Schwarz Logistics Group durch mehrere markante Entwicklungen geprägt. Im Transportbereich wurde der Wettbewerb einerseits durch die sinkende wirtschaftliche Leistung in Deutschland und den damit einhergehenden Rückgang der Transportnachfrage verschärft. Viele Transport- und Speditionsunternehmen reduzierten ihre Kapazitäten oder gaben den Markt ganz auf, was zu einem signifikanten Rückgang der verfügbaren Transportkapazitäten führte. Diese Marktbereinigung hat die Wettbewerbsintensität unter den verbleibenden Anbietern verstärkt. Im Bereich der Kontraktlogistik war ebenfalls ein Rückgang der Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf den Rückgang der industriellen Produktion und die verhaltenen Handelsumsätze zurückzuführen, welche durch die sinkende Kauflaune der Konsumenten ausgelöst wurden. Der Druck auf die Margen und die Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung haben sich dadurch weiter erhöht. Positiv zu vermerken ist, dass sich die Verfügbarkeit von Fach- und Arbeitskräften im Vergleich zu den Vorjahren leicht entspannt hat. Diese Entwicklung bietet der Schwarz Logistics Group die Möglichkeit, den Personalbestand stabil zu halten und gezielte Rekrutierungsstrategien umzusetzen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Trotz dieser Entspannungen bleibt die Wettbewerbssituation im Transport- und Logistikbereich aufgrund der genannten Gründe hoch. Die Schwarz Logistics Group sieht sich daher gefordert, durch innovative Lösungen, hohe Servicequalität und eine konsequente Kundenorientierung ihre Marktposition zu behaupten und auszubauen. Strategische Investitionen in Digitalisierung, nachhaltige Logistiklösungen und die Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen sind dabei zentrale Ansätze, um den Herausforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen. 4) Marktstellung des Konzerns Die Schwarz Logistics Group hat ihre Marktstellung im Jahr 2023 weiter gefestigt und ausgebaut. Durch die konsequente Ausrichtung auf Volumentransporte, bei denen mit möglichst geringem Aufwand das größtmögliche Volumen transportiert wird, und die Spezialisierung auf komplexe Materialflusssteuerungen im Logistikbereich, begleitet von hoher Kompetenz in der Informationstechnologie, konnte der Wettbewerb deutlich eingeschränkt werden. Die schlanke Organisationsstruktur der Schwarz Logistics Group mit kurzen Entscheidungswegen ermöglicht es dem Konzern, schnell auf sich ändernde Marktgegebenheiten und neue Kundenanforderungen zu reagieren. Dies verschafft der Gruppe einen erheblichen Vorteil in einem dynamischen Marktumfeld. Als Vorreiter in Digitalisierungsprojekten und mit dem eigen betriebenen SAP S/4 HANA System hat die Schwarz Logistics Group einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung der digitalen Prozesse trägt maßgeblich zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung der Dienstleistungen bei. Die Schwarz Logistics Group ist in der Lage, durch innovative Logistiklösungen und maßgeschneiderte Angebote für ihre Kunden, ihre Marktposition weiter zu stärken. Die Fokussierung auf nachhaltige und ressourcenschonende Transport- und Logistiklösungen wird zunehmend wichtiger und bietet zusätzliche Chancen für die zukünftige Entwicklung des Konzerns. Insgesamt konnte die Schwarz Logistics Group ihre Marktstellung durch die genannten Maßnahmen und strategischen Ausrichtungen weiter verbessern und sieht sich für die zukünftigen Herausforderungen gut gerüstet. II. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Firmengruppe Schwarz einen Umsatzrückgang von 9,1 % auf nun insgesamt 65,34 Mio. Euro (Vorjahr 71,91 Mio. Euro). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die deutlich gesunkenen Kraftstoffkosten, die zu Preisrückgängen geführt haben, zurückzuführen. Die eigenen Ressourcen waren im Geschäftsjahr stets gut ausgelastet. Sporadisch musste verstärkt Frachtraum im Transportmarkt zugekauft werden und ebenso zusätzliche Lagerflächen angemietet werden. Als finanzielle Leistungsindikatoren kommen EBIT und EBITDA zur Anwendung. EBIT ist dabei definiert als Ergebnis vor Steuern zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens und abzüglich Erträge aus Beteiligungen sowie sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen. Das EBITDA ist definiert als EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Die Prognose einer stark unter Vorjahr liegenden EBIT-Marge sowie EBITDA-Marge konnte trotz der multiplen Krisen übertroffen werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine EBIT-Marge von 8,2 % (EBIT absolut 5,38 Mio. Euro) sowie eine EBITDA-Marge von 14,7 % (EBITDA absolut 9,64 Mio. Euro) erreicht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer absoluten Veränderung von -0,233 Mio. € beim EBIT und +0,065 Mio. € beim EBITDA. Dies stellt eine stetig gute Entwicklung dar und ist besser als prognostiziert. Die Auslastung der Ressourcen in der Kontraktlogistik als auch in unserer Fernverkehrsflotte waren über das Gesamtjahr hinweg zufriedenstellend. III. Lage des Konzerns Der Gesamtpersonalaufwand im Konzern ist von 25,76 Mio. Euro auf 25,52 Mio. Euro, bei einem Mitarbeiterrückgang um 5,6 % um -0,9 % gesunken. Die Personalaufwandsquote ist deutlich gestiegen von 35,8 % im Vorjahr auf 39,1 % im Berichtsjahr. Der Materialaufwand ist sehr stark um 22,7 % gefallen und beträgt in Relation zu den Umsatzerlösen 36,6 % nach 43,0 % im Vorjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind von 3,96 Mio. € im Vorjahr auf 4,26 Mio. € im Berichtsjahr gestiegen. Aufgrund der deutlich gefallenen Kraftstoffkosten und der mit den meisten Kunden vereinbarten Kraftstoff-Preisgleitklauseln, haben Preisschwankungen der Kraftstoffkosten, sowohl nach unten als auch nach oben, sehr zeitnah Anpassungen der Verkaufspreise zur Folge. Durch diese zeitnahen Anpassungen sind Kraftstoffpreisänderungen weitgehend ergebnisneutral. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt rund 5,38 Mio. € (Vorjahr 5,61 Mio. €), das Ergebnis verzinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt 9,64 Mio. € gegenüber dem Vorjahr von 9,57 Mio. €. Im Verhältnis zum konsolidierten Umsatz erreichten wir eine EBIT-Marge (EBIT zu Umsatz) von 8,2 % (Vorjahr 7,8 %) und eine EBITDA-Marge von 14,7 % (Vorjahr 13,3 %). Die Finanzlage der Gruppe ist als sehr stabil zu bezeichnen. Durch die sehr nachhaltige Finanzpolitik und der Thesaurierung wesentlicher Teile des Jahresergebnisses hat sich die Finanzlage der Gruppe weiterhin gut entwickelt. Die Investitionstätigkeit wurde aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie über Leasingverträge, Mietkauf und Bankdarlehen finanziert. Die Liquidität im Unternehmen stellt sich im Jahresdurchschnitt als sehr stabil dar. Eingeräumte Kontokorrentlinien mussten nicht in Anspruch genommen werden. Der Cash- Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr +6,55 Mio. Euro und aus der Investitionstätigkeit -5,01 Mio. Euro. Somit wurde ein Cash-Flow nach Investitionstätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 von 1,54 Mio. Euro (Vorjahr 3,18 Mio. Euro) erzielt. Die Liquidität des Konzerns ist durch eine konsequente Finanzplanung jederzeit sichergestellt. Durch das vorausschauende und vorsichtige Finanzmanagement erreicht die Gruppe eine Eigenkapitalquote von 69,4 % (Vorjahr 63,1 %). Aufgrund der weiterhin guten Eigenkapitalausstattung konnten Neu- und Ersatzinvestitionen ohne Probleme finanziert werden. Investitionen in Fahrzeuge mit der höchsten Abgasnorm Euro 6d sowie in höchste Sicherheitsstandards als auch E-LKWs wurden auch im Jahr 2023 fortgeführt. Weiterhin wurden Investitionen in die Weiterentwicklung der SAP S/4 HANA Plattform sowie in weitere IT-Ausrüstungen getätigt. IV. Gesamtaussage Insgesamt stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Firmengruppe Schwarz positiv und nachhaltig dar und hat sich während der letzten Jahre als krisenresistent bewährt. Sämtliche Managementmaßnahmen zur Prozessoptimierung als auch zur Kostenplanung und zur strategischen Ausrichtung des Konzerns haben die geplanten Effekte erfüllt und teilweise übertroffen und führten somit zu einer insgesamt günstigen Entwicklung der Firmengruppe Schwarz. 3. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Konzerns I. Proqnosebericht Leider nehmen die Herausforderungen nach der Corona-Pandemie, dem fortwährenden Krieg in Europa, der Inflationsentwicklung und der zurückgehenden Konsumnachrage die einen Rückgang der Wirtschaft zur Folge hat, nicht ab. Somit bleibt die Prognoseunsicherheit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Eine mögliche weitere Eskalation der Kriege in Europa und im Nahen Osten und einer damit einhergehenden Verwerfung der Weltwirtschaft sowie und ein möglicher kriegerischer Konflikt zwischen China und Taiwan würden zum planerischen "worst case" führen. In unserem wahrscheinlichsten Szenario gehen wir davon aus, dass der Krieg in der Ukraine zwar noch weiterhin anhalten wird, die Inflation sich jedoch wieder sich in Richtung der 2% einpendeln wird aber der Fachkräftemangel bestehen bleibt. Leider sehen wir in 2024 noch keine Signale, dass sich die Inlandsnachfrage und der Konsum wieder langsam erholen würde. Bei unseren Bestandskunden sehen wir die Geschäftsbeziehung weiterhin als gefestigt an. Durch die weitere Entwicklung und Upgrades unseres SAP S/4 HANA Systems als auch der Zusammenarbeit mit der Neocargo AG, sehen wir uns IT- technisch sehr gut für die Zukunft gerüstet um Prozessoptimierungen durchführen zu können und die Transparenz und die Effizienz im Unternehmen weiter zu steigern. Die gebremste Konsumnachfrage wird dennoch unsere Entwicklung hemmen. Unter all diesen Planungsunsicherheiten und ungünstigen Entwicklungen in der Nachfrage und der Kostenentwicklung, rechnen wir mit einem nur leicht steigenden Umsatz in 2024. Das geplante EBIT wird sich aufgrund der sich stark erhöhenden Arbeitskosten und der enormen Maut-Kostenerhöhung durch die Bundesregierung ab Dezember 2023 stark reduzieren. Investitionen ins Anlagevermögen, vor allem in LKWs und Trailer, werden kundenprojektbezogen durchgeführt. Investitionen in Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, also lokal CO 2 neutral, und in die notwendige Infrastruktur sollen ausgebaut werden. In Bezug auf die Finanzlage der Gesellschaft erwarten wir keine nennenswerten Veränderungen. Im Bereich der Kontraktlogistik erwarten wir insgesamt eine stabile Geschäftsentwicklung. Wir gehen davon aus, dass die bestehenden Kundenbeziehungen in den nächsten Jahren gefestigt bleiben. Unser Wettbewerbsvorteil liegt in der erfolgreichen Anwendung und Integration unseres SAP S/4 HANA-Systems in die gesamte Supply-Chain unserer Kontraktlogistikkunden. Durch diese Integration werden wir auch weiterhin zur Prozessoptimierung, Erhöhung der Transparenz und somit zur Effizienzsteigerung der logistischen Abläufe unserer Kunden beitragen. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 mit einer leicht steigenden Umsatzentwicklung. Das geplante EBIT wird sich jedoch aufgrund steigender Kosten, insbesondere durch die Lohnkostenentwicklung und die erheblich erhöhte LKW-Maut, im Vergleich zu 2023 deutlich reduzieren. Trotz dieser Herausforderungen werden die Investitionen maßvoll fortgeführt. Die Finanzierung wird dabei aus dem laufenden Cashflow sowie durch Fremdmittel und Leasing erfolgen. II. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Branchenspezifische Risiken Nach der wirtschaftlichen Belebung zu Jahresbeginn, die mithin auf witterungs- und nachholbedingte Sondereffekte zurückzuführen gewesen sein dürfte, geben die ersten Indikatoren für das zweite Quartal derzeit noch ein uneinheitliches Bild für die weitere konjunkturelle Entwicklung. Die spürbare Aufhellung der Stimmungsindikatoren seit Jahresanfang in der Industrie, im Bau und auch bei den Dienstleistern und die verbesserten Rahmenbedingungen spiegeln sich erst schrittweise in den "realen" Wirtschaftsdaten wider. Im Verarbeitenden Gewerbe tendierten die Auftragseingänge (einschließlich Großaufträge) bis zuletzt abwärts - wenn auch mit abnehmender Dynamik -, und die Zuwächse in der Produktion, die zu Jahresbeginn zu beobachten waren, setzten sich im März und April nicht weiter fort. Während die Bauproduktion, deren saisonale Entwicklung von der günstigen Witterung zu Jahresanfang geprägt war, im April erneut deutlich um 2,1 % zurückging, setzte die Industrie mit einem Plus von 0,2 % ihren Aufwärtstrend jedoch fort. Die dramatische Lage in den vom Hochwasser betroffenen Regionen in Bayern und Baden-Württemberg führt wohl auch in einigen dort ansässigen Unternehmen zu temporären Produktionsstörungen und Kurzarbeit. Diese regionalen Einschränkungen dürften sich aber, wie ähnliche Ereignisse in der Vergangenheit zeigen, gesamtwirtschaftlich nicht in einer nachhaltigen Belastung niederschlagen. In der Regel können temporäre Produktionsausfälle relativ kurzfristig wieder aufgeholt werden, zumal wenn die Auftragslage tendenziell rückläufig ist und die Kapazitäten nicht voll ausgelastet sind. Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex als Frühindikator für die Produktion gab im Mai wieder etwas nach, weshalb von dem Verarbeitenden Gewerbe kurzfristig noch keine spürbaren Wachstumsimpulse zu erwarten sein dürften. Die erwartete wirtschaftliche Erholung dürfte demnach vor allem von den konsumnahen Dienstleistungsbereichen ausgehen: Die Stimmung beim privaten Verbrauch, gemessen an dem ifo-Geschäftsklima im Handel, dem GfK-Konsumklima sowie dem HDE-Konsumbarometer, hellte sich bis zuletzt stetig auf. Die Reallöhne wiesen im ersten Quartal 2024 mit einem Zuwachs von 3,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal den vierten Anstieg in Folge und das stärkste Reallohnwachstum im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe 2008 auf. Vor allem für Geringverdiener war der Lohnanstieg deutlich überproportional, was neben den tariflichen Lohnsteigerungen auch auf die Auszahlungen der steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsprämien, die dort ein relativ großes Gewicht ausmachen, zurückführen ist. Dennoch entwickelten sich die Umsätze im Einzelhandel angesichts dieser günstigen Rahmenbedingungen zuletzt noch sehr verhalten. In den kommenden Monaten ist allerdings im Zuge der Fußball-Europameisterschaft mit einer temporären Belebung in den konsumnahen Wirtschaftsbereichen wie Einzelhandel, Gastronomie und Beherbergungsgewerbe zu rechnen - wenn auch nicht im vergleichbaren Ausmaß wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Damit es zu einer nachhaltigen gesamtwirtschaftlichen Belebung kommt, braucht es jedoch neben einer breiten Erholung der binnenwirtschaftlichen Nachfrage auch weitere, spürbare Impulse seitens der Außenwirtschaft. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juni 2024 und somit der wesentliche Rahmen für die Transport- und Logistikbranche wird durch folgende Punkte charakterisiert:
(Quell e: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240613-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juni-2024.html Pressemitteilung "Wirtschaftliche Entwicklung", Zugriff: 26.06.2024). Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgeblichen Einfluss auf Risiken für unser Unternehmen. Ein deutlicher Konjunkturrückgang oder gar eine Rezession hat unmittelbar auf die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern Einfluss und wird somit letztlich die Nachfrage nach Transport- und Logistikdienstleistungen deutlich schwächen. Hieraus könnten für unser Unternehmen Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Immer noch tobt der Krieg in der Ukraine. Hinzu kommt seit 2023 die zurückgehende Kauflaune der Konsumenten die sich besonders stark auf unsere Kunden im Konsumbereich auswirken wird. Auch die politischen Spannungen mit China bleiben bestehen und scheinen sich nicht zu reduzieren. Auch für 2024 und die folgenden Jahre schaffen diese multiplen Krisen ein extrem schwieriges Umfeld, die sich sowohl auf die europäischen Volkswirtschaften, als auch auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung negativ auswirken dürfte. Dies macht eine seriöse Prognose im ersten Halbjahr 2024 extrem schwierig. Das Jahr 2024 bringt für die deutsche Wirtschaft und die Logistikbranche moderate Verbesserungen. Nachdem die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 eine technische Rezession durchlaufen hat, wird für 2024 ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands soll im Jahr 2024 um etwa 0,5 % wachsen, was auf eine leichte Erholung der Konjunktur hinweist. Diese Erholung spiegelt sich auch in einer erwarteten Stabilisierung der Nachfrage nach Transport- und Logistikdienstleistungen wider. Trotz der wirtschaftlichen Erholung stehen der Logistikbranche weiterhin erhebliche Belastungen bevor. Ab Dezember 2023 wurden die Mautsätze deutlich erhöht, nahezu verdoppelt, und ab 2024 werden diese auch auf kleine Auslieferfahrzeuge ab 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ausgeweitet. Diese Maßnahmen sollen zusätzliche Einnahmen von 7 bis 8 Milliarden Euro für den Staat generieren. Diese zusätzlichen Kosten werden voraussichtlich zu höheren Verbraucherpreisen führen und könnten somit die Inflation weiter antreiben. Der Fachkräftemangel bleibt ein drängendes Problem. Insbesondere der Beruf des "Berufskraftfahrers" und der "Fachkraft für Lagerwirtschaft" ist weiterhin stark unterbesetzt. Diese Personalengpässe stellen eine ernsthafte Herausforderung für die Aufrechterhaltung effizienter Betriebsabläufe dar und erfordern kontinuierliche Anstrengungen in der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung. Wettbewerbsrisiken / Kundenrisiken Im Jahr 2024 sieht sich die Logistik- und Transportbranche mit erheblichen Wettbewerbsrisiken konfrontiert. Die deutlich zurückgegangene Konsumnachfrage und die sinkende Wirtschaftsleistung haben zu einer Abnahme der Nachfrage nach Logistik- und Transportdienstleistungen geführt. Dies hat wiederum zu Überkapazitäten im Markt beigetragen, die einen erheblichen Preisdruck erzeugen. Die erhöhten Kapazitäten, kombiniert mit einer geringeren Nachfrage, führen zu sinkenden Preisen, während die Kosten weiter steigen. Die drastische Erhöhung der LKW-Maut ab Dezember 2023 und die Ausweitung der Mautpflicht auf kleinere Auslieferfahrzeuge ab 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ab 2024 erhöhen die Betriebskosten erheblich. Zusätzlich steigen die Personalkosten, insbesondere durch den anhaltenden Fachkräftemangel, der zu höheren Löhnen und zusätzlichen Rekrutierungsaufwendungen führt. Diese Entwicklungen verschärfen den Wettbewerb in der Branche und setzen die Gewinnmargen unter Druck. Unsere Kundenrisiken sind eng mit den Entwicklungen im Konsumbereich verknüpft, da ein Großteil unserer Kunden in dieser Branche tätig ist. Die rückläufige Konsumnachfrage trifft diese Kunden besonders hart, was sich direkt auf ihre Transport- und Logistikbedarfe auswirkt. Viele unserer Kunden haben mit sinkenden Umsätzen und Margen zu kämpfen, was dazu führen kann, dass sie ihre Logistik- und Transportvolumen reduzieren und über Ausschreibungen versuchen werden die Konditionen zu senken. Darüber hinaus sind einige unserer Kunden selbst von den gestiegenen Betriebskosten betroffen, sei es durch höhere Mautkosten oder gestiegene Personalkosten, und versuchen diese Kosten teilweise auf ihre Logistikpartner zu überwälzen. Die Wettbewerbsintensität im Kontraktlogistikbereich ist, trotz der damit verbundenen engen Kundenbindung mit umfangreicher Integration in die Prozesse der Kunden, dennoch hoch. Aufgrund unseres Leitgedankens, immer eine optimale Lösung für unsere Kunden zu erarbeiten und durch unsere stringente Prozessoptimierung mithilfe unserer vielfältigen IT-Lösungen, schaffen wir einen Wettbewerbsvorteil. Diesen Vorsprung bauen wir im IT-Bereich im Jahr 2024 durch ein Umfangreiches Upgrade unseres SAP S/4 HANA Systems noch weiter aus. Langjährige Kundenaufträge sichern uns zwar ein gewisses Auftragsvolumen, dennoch müssen wir bei Rückgängen im Auftragsvolumen bei unseren Kunden, getrieben durch einen Konsumrückgang in Deutschland, ebenso Volumenrückgänge hinnehmen. Unsere konsequente Kundenausrichtung stärkt unsere Position im Markt. Durch die Konzentration auf wenige Kunden besteht die Gefahr der kurzfristigen Unterauslastung sofern sich der Geschäftsumfang mit einem Kunden deutlich reduzieren sollte. Insgesamt stellt dies ein hohes Risiko für unser Unternehmen dar. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation der Firmengruppe Schwarz sind finanzielle Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend. Es sind trotz des Konsumrückgangs aktuell keine Engpässe zu erwarten. Währungsrisiken sind aufgrund der ausschließlichen Fakturierung in EURO nur bei den tschechischen Tochterunternehmen vorhanden. Zinsrisiken werden durch feste Zinsvereinbarungen vermieden. Währungsrisiko Durch eine Aufwertung der Tschechischen Krone gegenüber dem Euro könnten Währungsrisiken entstehen, zumal die Interventionen der tschechischen Nationalbank eingestellt worden sind. Hieraus können sich massive Einbußen von Wettbewerbsvorteilen der KAREKA spol. s r.o. ergeben. Chancenbericht Im Jahr 2024 eröffnen sich für die Schwarz Logistics Group zahlreiche Chancen, die auf unseren strategischen Stärken und kontinuierlichen Investitionen in moderne Technologien und Nachhaltigkeit basieren. Unsere zentrale Ausrichtung auf Innovation, Qualität und Umweltbewusstsein bildet die Grundlage für zukünftiges Wachstum und die Stärkung unserer Marktposition. Unsere eigene, hochmoderne Fahrzeugflotte, die eine große Anzahl an Lang-LKWs umfasst, stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar. Lang-LKWs bieten nicht nur erhebliche Effizienzvorteile durch größere Ladevolumen und niedrigere Transportkosten pro Einheit, sondern tragen auch zur Reduktion von CO 2 -Emissionen bei. Diese Effizienzsteigerungen ermöglichen es uns, sowohl wirtschaftlicher als auch umweltfreundlicher zu arbeiten. Ein weiterer entscheidender Treiber für unsere Chancen sind unsere umfangreichen Transportlösungen mit reduzierter CO 2 -Belastung. Wir bieten unseren Kunden fortschrittliche Optionen wie HVO-Kraftstoffe (Hydrotreated Vegetable Oil), die die CO 2 - Emissionen um bis zu 90% reduzieren, sowie Zero-Emission-Lösungen mit batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen schweren LKWs. Die kontinuierliche Erweiterung dieser umweltfreundlichen Flotte positioniert uns als führenden Anbieter nachhaltiger Logistiklösungen und verschafft uns einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb. Unser IT-System SAP S/4 HANA unterstützt uns massiv bei der Digitalisierung unserer Prozesse. Durch die fortschreitende Automatisierung von Standardtätigkeiten steigern wir kontinuierlich die Qualität und Effizienz unserer Dienstleistungen. Die Integration mit der digitalen Plattform Neocargo ermöglicht eine nahtlose Transportabwicklung und eine verbesserte Bereitstellung von Informationen entlang der gesamten Logistikkette. Diese digitale Vernetzung steigert unsere Reaktionsfähigkeit und verbessert die Kundenzufriedenheit. Unsere Zusammenarbeit mit potenten Kunden und der planbare Auftragsbestand ermöglichen es uns, sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze anzubieten. Dies hilft uns, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Durch eine stetige Ausbildungsquote sichern wir unseren Bedarf an Fachkräften von morgen. Außerdem setzen wir auf die Anwerbung von Mitarbeitern aus der gesamten Europäischen Union, um ausreichend Fahrpersonal zur Verfügung zu haben. Unser Know-how, insbesondere im Bereich der digitalen Steuerung von Lager- und Materialnachschubprozessen, kombiniert mit unserer langjährigen Erfahrung und Innovationskraft, stellt eine starke Basis dar, um dem Wettbewerb erfolgreich zu begegnen. Mit unseren digitalen Lösungen und den umfangreichen Möglichkeiten unseres SAP S/4 HANA Systems sehen wir uns gut aufgestellt, um unseren Kunden Mehrwerte zu bieten. Gesamtaussage Die Schwarz Logistics Group ist durch die vielfältigen Maßnahmen und deren Spezialisierung auf nachhaltige und effiziente Transportlösungen im Markt gut positioniert und kann die Chancen am Transportmarkt selbst in unsicheren Zeiten nutzen. Unsere moderne Fahrzeugflotte mit einer großen Anzahl an Lang-LKWs und fortschrittlichen, emissionsarmen Fahrzeugen ermöglicht es uns, uns von der Konkurrenz abzuheben und umweltfreundliche Transportlösungen anzubieten und unsere vielfältigen Maßnahmen und deren Spezialisierung auf umfangreiche Kontraktlogistikprojekte sind wir im Markt sehr gut positioniert und können uns selbst Chancen in Krisenjahren im Logistikmarkt nutzen. Durch umfangreiche Investitionen in E-LKWs und Stromspeicher, sehen wir die Chance unseren Kunden nachhaltige und CO 2 neutrale Lösungen anzubieten und somit ein entwicklungsfähiger und zukunftsgerichteter Partner zu sein. Durch unser starkes IT-System SAP S/4 HANA und die Anbindung an die digitale Plattform Neocargo sind wir in der Lage, unsere Prozesse weiter zu digitalisieren und die Qualität unserer Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern. Wir kennen unsere wesentlichen Risiken und können dadurch auch sehr bewusst kalkulierbare Risiken eingehen. Gegenwärtig ist die kurzfristige Entwicklung sowohl der Transportlogistik als auch der Wirtschaft weiterhin mit gravierenden Unsicherheiten behaftet, vor allem hinsichtlich der (unmittelbaren und mittelbaren) Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Diese Unsicherheiten sind jedoch nicht gestiegen gegenüber dem vergangenen Jahr. Die zurückgehenden Inflationsraten werden sich stabilisierend auf den Konsum auswirken und auf eine Belebung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland führen. Wir erwarten durch unsere nachhaltigen und effizienten Transportlösungen sowie unsere starke Kundenorientierung eine stabile Entwicklung. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch unsere strategischen Maßnahmen und unsere starke Marktposition auch in Zukunft erfolgreich agieren werden. III. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagement ist, die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzdispositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen. Die Gesellschaften des Konzerns verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Bei Neukunden werden vor Belieferung Bonitätseinkünfte eingeholt. Für den Transportdienstleistungsbereich besteht für einen Teilbereich eine Warenkreditversicherung.
Herbrechtingen, 30. Juli 2024 gez. Thomas Schwarz gez. Hans-Günther Schwarz Konzern-BilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Die Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 des Deutschen Standardisierungsrats aufgestellt. Sie stellt die Veränderung der Zahlungsmittel der Schwarz Gruppe durch Zu- und Abflüsse im laufenden Geschäftsjahr dar. Hierzu erfolgt eine Aufteilung der Zahlungsströme in laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Gemäß Empfehlung des Deutschen Standardisierungsrats wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeiten tätigkeit nach der indirekten Methode dargestellt. Der Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres entspricht dem Bilanzposten "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand" in Höhe von T€ 10.551 (i. Vj. T€ 10.521). Die Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 des Deutschen Standardisierungsrats aufgestellt. Sie stellt die Veränderung der Zahlungsmittel der Schwarz Gruppe durch Zu- und Abflüsse im laufenden Geschäftsjahr dar. Hierzu erfolgt eine Aufteilung der Zahlungsströme in laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Gemäß Empfehlung des Deutschen Standardisierungsrats wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeiten tätigkeit nach der indirekten Methode dargestellt. Der Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres entspricht dem Bilanzposten "Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand" in Höhe von T€ 10.551 (i. Vj. T€ 10.521). Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023 (in TEUR)
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Registerinformationen der Muttergesellschaft:
Konzernabschlussstichtag und Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. Der vorliegende Konzernabschluss ist unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entspricht §§ 266, 275 HGB und § 42 GmbHG sowie den ergänzenden gesetzlichen Bestimmungen zur Konzernrechnungslegung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in den Anhang aufgenommen werden können, im Anhang dargestellt. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf die Schwarz Holding GmbH, als Mutterunternehmen (§ 290 Abs. 1 HGB). Des Weiteren sind einbezogen:
Die Schwarz Holding GmbH hält 24% der Anteile an der SSL GmbH & Co. KG, Heidenheim. Da der Ergebnisanteil am Jahresüberschuss der SSL GmbH & Co. KG kleiner als 5% des Konzernjahresüberschusses ist und der Beteiligungsbuchwert weniger als 5% der Konzernbilanzsumme beträgt und die Beteiligung damit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, wird gem. § 311 Abs. 2 HGB auf eine Bilanzierung nach der Equity-Methode verzichtet. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen ist als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB) durchgeführt. Dabei werden die Wertansätze der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verrechnet. Aus der Kapitalkonsolidierung können sich aktive oder passive Unterschiedsbeträge ergeben. Ein aktiver oder passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ist der Unterschiedsbetrag, der nach Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des neubewerteten Eigenkapitals (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) des Tochterunternehmens auf der Aktivseite oder Passivseite entsteht (§ 301 Abs. 3 Satz 1 HGB). Bei einer Auf- oder Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen kann dieser Vorgang auch als Kapitalvorgang angesehen werden mit der Folge, dass ein sich ergebender Unterschiedsbetrag erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital zu verrechnen ist. Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden passiven Unterschiedsbeträge wurden unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen, da es sich um während der Konzernzugehörigkeit erwirtschaftete Gewinne handelt. Die Aufstockung an den Tochterunternehmen KAREKA, spol. s r.o. sowie KAREKA REALITY s.r.o. wurde 2016 als KapitaIvorgang behandelt und der aktive Unterschiedsbetrag erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital (Gewinnrücklagen) verrechnet. Die Schwarz Logistik Immobilien GmbH wurde im Geschäftsjahr 2018 neu gegründet. Aus der Erstkonsolidierung zum Neugründungszeitpunkt ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurden 60% der Anteile an der Blitz GmbH erworben. Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 50.000,00 EUR. Die Gesellschaft wurde erstmals zum 31. Dezember 2018 in den Konzernabschluss einbezogen. Gegenstand des Unternehmens der Blitz GmbH ist der Betrieb eines Transport- und Speditionsunternehmens sowie die Erbringung sonstiger logistischer Dienstleistungen. Aus den Anschaffungskosten der Anteile ergab sich aus der Erstkonsolidierung ein Geschäfts- oder Firmenwert von 324.912,93 EUR. Die Hauptfaktoren für diesen Geschäfts- oder Firmenwert sind die erwarteten Vorteile aus der Sicherung von Fahrerkapazitäten. Die Aufstockung an dem Tochterunternehmen Blitz GmbH von 60 % auf 85 % wurde in 2019 als Kapitalvorgang behandelt und der Unterschiedsbetrag erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital (Gewinnrücklagen) verrechnet. Die Blitz GmbH firmiert zwischenzeitlich als Spedition Schwarz GmbH mit Sitz in Münster. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden aufgerechnet (§ 303 HGB). Latente Steuern Eine Steuerabgrenzung war nicht vorzunehmen (§ 306 HGB). Zwischenergebniseliminierung Von einer Zwischenergebniseliminierung wird gemäß § 304 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Eliminierung von Vermögensgegenständen, die ganz auf Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie zur Währungsumrechnung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Wertansätze der einzelnen Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten wurden aus den Einzelabschlüssen übernommen. In den Einzelabschlüssen wurde bei der Bilanzierung und Bewertung stets von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs.I Nr. 2 HGB) ausgegangen. Aktivseite Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit absetzbar, um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Soweit ein niedrigerer Wert vorlag, der diesen Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, sind Abschreibungen gem. § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert in Höhe ihrer Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Liquide Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausgewiesen für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aufgrund der Saldierung gem. § 246 Abs. 2 HGB der Pensionsrückstellung mit dem Aktivwert des Deckungsvermögens aus der Rückdeckungsversicherung. Passivseite Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Die Bewertung von Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected Unit Credit Methode. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die passive Rechnungsabgrenzung beinhaltet bereits vereinnahmte Entgelte, soweit sie auf Leistungen entfallen, die erst nach dem Bilanzstichtag zu erbringen sind. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss enthält Posten, denen Beträge zu Grunde liegen, die auf fremde Währung lauten. Die Umrechnung in EUR erfolgt entsprechend § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 256a HGB. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der tschechischen Tochterfirmen wurden nach § 308a HGB umgerechnet. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Aktivseite Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachstehenden konsolidierten Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens in der Konzernbilanz zum 31.12.2023
Der Geschäfts- und Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Es handelt sich um den Firmenwert, der aus der Erstkonsolidierung der damaligen Blitz GmbH (jetzt firmierend als Spedition Schwarz GmbH, Münster) im Jahr 2018 entstanden ist. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer unterstellt, dass sich in diesem Zeitraum die getätigte Investition amortisieren wird. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung/Pensionsrückstellung In der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" wurde die Pensionsrückstellung und das dazugehörige Deckungsvermögen saldiert. Die Rückstellungsbildung wurde nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Anwartschaftsbarwertverfahren Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt. Für die bestehenden Zusagen war es nicht erforderlich Gehalts-, Karriere-, Fluktuations- oder Rententrends zu berücksichtigen. Der Ansatz des Deckungsvermögens aus der Rückdeckungsversicherung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Aufgrund der Saldierung gem. § 246 Abs. 2 HGB von der Pensionsrückstellung und dazu gehörigen Aktivwert des Deckungsvermögens wird ein aktiver Unterschiedsbetrag ausgewiesen. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 12.717,00 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt. Es ergibt sich gem. § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz:
Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung beträgt 17.382,00 EUR und wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Passivseite Konzerngewinnvortrag Im Bilanzgewinn ist ein Konzerngewinnvortrag in Höhe von 23.339.829,88 EUR (i.Vj. 19.441.472,43 EUR) enthalten. Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von insgesamt 286.530,14 EUR betrifft einen 26%-igen Anteil am Eigenkapital und Ergebnis der DiLoS GmbH sowie einen 15 %-igen Anteil am Eigenkapital und Ergebnis der Blitz GmbH. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Verbindlichkeitenspiegel Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 6.211 durch Grundpfandrechte und mit TEUR 2.906 durch Sicherungsübertragungen besichert. Letzter Betrag ist zusätzlich durch Abtretung von Einzelforderung in Höhe von TEUR 281 besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert. VI. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Nach Tätigkeitsbereichen setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
Nach geographischen Märkten setzten sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung: In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 158 TEUR (Vj. 136 TEUR) und in den sonstigen betrieblichen auf Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 123 TEUR (Vj. 174 TEUR) enthalten. VII. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Es wurden durchschnittlich 628 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 75 kaufmännische und 553 gewerbliche Arbeitnehmer. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Mietverträgen, die teilweise unbefristet und teilweise befristet abgeschlossen wurden (maximale Laufzeit bis 2029) bestehen insgesamt Verpflichtungen von TEUR 9.832 und davon entfallen auf das Folgejahr 2.352 TEUR. Außerdem bestehen aus Leasingverträgen insgesamt Verpflichtungen in Höhe von 4.688 TEUR wovon 1.623 TEUR innerhalb eines Jahres fällig sind. Honorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Gesamthonorar beträgt 64.900,00 EUR und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen. Angaben zu Leitungsorganen Geschäftsführer der Muttergesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren die Herren Thomas Schwarz, Geschäftsführer und Hans-Günther Schwarz, Geschäftsführer. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wurde nach § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB zulässigerweise verzichtet. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens: Das Geschäftsjahr 2023 des Mutterunternehmens schließt mit einem Jahresüberschuss von 1.370.136,86 EUR. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von 10.969.047,34 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Unterzeichung des Konzernjahresabschlusses gem. § 245 HGB
Herbrechtingen, 30.07.2024 Schwarz Holding GmbH Herbrechtingen gez. Thomas Schwarz, Geschäftsführer gez. Hans-Günther Schwarz, Geschäftsführer Angaben zur Billigung: Der Konzernjahresabschluss wurde am 13.09.2024 gebilligt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schwarz Holding GmbH, Herbrechtingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schwarz Holding GmbH, Herbrechtingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schwarz Holding GmbH, Herbrechtingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und wer-den als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlage-berichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fürth, den 9. August 2024 Dr.
Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
gez. Dr. Walter Schwarz, Wirtschaftsprüfung gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfung |
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