Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 660845
Eingetragen
29.8.1990
Branche
Reparatur und Instandhaltung von sonstigen zivilen Beförderungsmitteln a. n. g.Erbringung von LogistikdienstleistungenReparatur und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Der Betrieb eines Speditionsgeschäfts, insbesondere des Güter-, Fern- und Nahverkehrs, Möbeltransporte und Lagerei sowie die Reparatur von Kraftfahrzeugen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Ocker
seit 16.3.2026
Geschäftsführer
Michael Hütter
seit 16.3.2026
Prokura
Iris Stief
seit 29.12.2017
Prokura
Thomas Schwarz
seit 24.11.2006
Geschäftsführer
Hans-Günther Schwarz
seit 24.11.2006
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spedition Schwarz GmbH

Herbrechtingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gegenstand des Unternehmens ist der Güterfern- und Nahverkehr sowie die Durchführung von logistischen Dienstleistungen. Alleiniger Gesellschafter der Spedition Schwarz GmbH ist die Schwarz Holding GmbH. Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 5. Oktober 1989 gegründet und ist im Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 660845 eingetragen. Die Geschäftsführung wird von Hans-Günther Schwarz und Thomas Schwarz ausgeführt.

A. Wirtschaftsbericht

A 1. Konjunkturelle Entwicklung

Das Jahr 2023 war geprägt von einer Vielzahl an wirtschaftlichen Herausforderungen, die sowohl die globale als auch die europäische Konjunkturentwicklung beeinflussten. Diese Entwicklungen hatten erhebliche Auswirkungen auf die Logistikbranche und insbesondere auf den Straßengüterverkehr.

Die Weltwirtschaft befand sich 2023 in einem unsicheren Fahrwasser. Der Internationale Währungsfonds (IWF) revidierte seine Wachstumsprognosen mehrfach nach unten. Die globale Wirtschaft wuchs 2023 um lediglich 2,8 %, ein Rückgang im Vergleich zu den 3,4 % im Jahr 2022. Haupttreiber dieser Abschwächung waren die anhaltend hohe Inflation, steigende Zinsen und geopolitische Spannungen.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine führte zu erheblichen Störungen auf den Energiemärkten. Insbesondere die Preise für Öl und Gas waren starken Schwankungen ausgesetzt, was zu einer weltweiten Inflationswelle beitrug. Die Zentralbanken reagierten mit Zinserhöhungen, um die Inflation zu bekämpfen, was jedoch die Investitionstätigkeit und den privaten Konsum dämpfte.

Auch die europäische Wirtschaft blieb von diesen Entwicklungen nicht verschont. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone wuchs 2023 nur um 0,7 %, deutlich weniger als die 3,1 % im Jahr 2022. Die hohe Inflation und die Energiekrise belasteten die wirtschaftliche Entwicklung in den Mitgliedsstaaten.

Besonders betroffen waren die energieintensiven Industrien und der Außenhandel. Der europäische Außenhandel schrumpfte um 1,5 %, was sich negativ auf die Logistikbranche auswirkte. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone stieg leicht auf 7,1 %, und das Verbrauchervertrauen blieb auf einem niedrigen Niveau.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft konnte sich den globalen und europäischen Trends nicht entziehen. Nach einem Wachstum von 1,8 % im Jahr 2022 verzeichnete das BIP im Jahr 2023 einen leichten Rückgang um 0,2 %. Hauptursachen waren die schwache Industriekonjunktur und der starke Rückgang im Baugewerbe.

Der Außenhandel Deutschlands schrumpfte um 3,0 %, was besonders den grenzüberschreitenden Güterverkehr belastete. Die Industrieproduktion ging um 1,5 % zurück, und der Bauproduktionsindex fiel um 2,3 %. Die hohe Inflation von durchschnittlich 6,8 % im Jahr 2023 drückte auf die Kaufkraft der Verbraucher, was zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 0,7 % führte.

(Quelle:

https://www.balm.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Verkehrsprognose/
Mittelfristprognose_Winter_2023_2024.pdf?__blob=publicationFile&v=3 Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr, März 2024, Bundesamt für Logistik und Mobilität, Zugriff: 14.06.2023).

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um - 0,2 % (preisbereinigt) gefallen. Die Erwerbslosenquote sank von 2,9 % im Jahr 2022 nur leicht auf 2,8 % im Jahr 2023. Wobei die Bevölkerungszahl in 2023 deutlich zugenommen hat auf 84,5 Mio. Einwohner. (Quelle: https://www.destatis.de Wichtige gesamtwirtschaftliche Größen, Zugriff: 25.06.2024).

Lage im Transportlogistikgewerbe

Der Straßengüterverkehr in Deutschland war 2023 erheblichen Belastungen ausgesetzt. Das Transportaufkommen sank um 6,2 %, und auch die Transportleistung ging um 4,7 % zurück. Dieser Rückgang übertraf sogar den Rückgang im Pandemiejahr 2020 (-3,6 %) und war nach dem Finanzkrisenjahr 2009 (-11 %) der zweitstärkste seit der Wiedervereinigung Deutschlands.

Die Hauptursachen hierfür waren:

Konjunkturelle Abschwächung: Die allgemeine wirtschaftliche Abschwächung führte zu einer geringeren Nachfrage nach Transportdienstleistungen. Besonders betroffen waren die Baustofftransporte, die einen erheblichen Teil des Straßengüterverkehrs ausmachen.

Steigende Kosten: Der Straßengüterverkehr sah sich mit außergewöhnlich hohen Gesamtkosten konfrontiert, die durch steigende Betriebskosten und erhöhte Mautsätze verursacht wurden. Trotz dieser Herausforderungen gab es keine spürbaren Auswirkungen auf den Modal-Split.

Branchenwirtschaftliche Einflüsse: Die Bau- und Industrieproduktion, wichtige Treiber des Straßengüterverkehrs, verzeichneten Rückgänge. Besonders gravierend war der Einbruch im Kohlesektor, der zu einem signifikanten Rückgang der Eisenbahn-Transporte führte.

Geopolitische Unsicherheiten: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen sowie die anhaltend hohe Inflation und weitere geopolitische Spannungen beeinträchtigten das wirtschaftliche Umfeld und damit auch den Güterverkehr.

Vergleichszahlen

Transportaufkommen: 3417,0 Mio. Tonnen (2023) vs. 3642,6 Mio. Tonnen (2022)
Transportleistung: 479,4 Mrd. Tonnenkilometer (2023) vs. 503,1 Mrd. Tonnenkilometer (2022)
Rückgang: -6,2 % (Transportaufkommen) und -4,7 % (Transportleistung)

Entwicklung des Güterverkehrs nach Verkehrsträgern

(Quelle: https://www.balm.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Verkehrsprognose/
Mittelfristprognose_Winter_2023_2024.pdf?__blob=publicationFile&v=3, Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr 2023/2024, Zugriff: 24.06.2024).

A 2. Lage der Gesellschaft

Kundenentwicklung / organisches Wachstum

Die Kundenentwicklung messen wir im Unternehmen anhand der durchgeführten Transportkilometer im Betrachtungszeitraum. So mussten wir, der allgemeinen Brachenentwicklung folgend, auch Rückgänge in der Transportleistung hinnehmen. Der eigene Fuhrpark war dennoch über das gesamte Jahr hinweg gut ausgelastet. Unsere Hauptkunden sind im Wesentlichen im Konsumbereich tätig, der in 2023 nochmals gegenüber dem Jahr 2022 nachgab.

Finanzierungsstrategie und Kreditpolitik

Die Erweiterungen im Fuhrpark wurden entweder durch vorhandene Liquiditätsreserven, durch Bankdarlehen oder durch Leasing finanziert.

Personal

Der Personalstand im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug durchschnittlich 161 (Vollzeit-) Mitarbeiter ohne Auszubildende (VJ 185). Durchschnittlich wurden 15 Ausbildungsverhältnisse durchgeführt. Die Betriebszugehörigkeit der kaufmännischen Mitarbeiter betrug zum 31.12.2023 11,5 Jahre, die der gewerblichen Mitarbeiter 9,1 Jahre. Die Fluktuationsrate war bei den kaufmännischen Mitarbeitern im Jahr 2023 bei 8% und die der gewerblichen Mitarbeiter mit 9% und somit deutlich höher als in den Vorjahren. Neben Festlöhnen werden im Unternehmen auch variable Vergütungen auf Prämienbasis entrichtet.

Die Personalkosten führten im Berichtsjahr zu einer Personalaufwandsquote von 20,1% gegenüber 18,7% im Vorjahr.

Investitionen

Hauptsächlich erfolgten Investitionen in energieeffiziente Nutzfahrzeuge. Es wurde nur in Fahrzeuge mit der bestmöglichen Abgasnorm und geringem Kraftstoffverbrauch sowie mit den höchsten am Markt verfügbaren Sicherheitsstandards investiert. Sämtliche Neufahrzeuge wurden mit Abbiegeassistenten sowie aktiven Spurhalteassistenten beschafft.

Darüber hinaus wurden Investitionen in die Prozessoptimierung und in die damit verbundene Digitalisierung von Abläufen im Zusammenhang mit unserem ERP-System SAP S/4 HANA getätigt.

Einsatz von Subunternehmen

Der Einsatz von Subunternehmern ist im Berichtsjahr deutlich um 9,4% gefallen. Die Strategie, sich auf weinige Transportpartner zu konzentrieren, darunter vielfach auch Partner der E.L.V.I.S. AG - Europäischer Ladungsverbund internationaler Spediteure (Kooperationsnetzwerk), wurde weiter verfolgt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist weiterhin positiv. Gegenüber dem Vorjahr musste im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzrückgang von 11,3% auf 39,68 Mio. Euro verzeichnet werden (Vorjahr 44,75 Mio. Euro). Der Fuhrparkaufwand ist im Berichtsjahr um 1,64 Mio.€ auf insgesamt 8,50 Mio. € deutlich gesunken, was auf die rückläufigen Kraftstoffkosten im Jahr 2023 zurückzuführen ist, und ist im Materialaufwand enthalten. Aufgrund der geringeren Auftragslage wurde weniger Frachtraum am Markt zugekauft. Deshalb gingen die Aufwendungen für bezogene Leistungen zurück. Der Rohertrag beträgt 12.049 TEUR gegenüber 11.286 TEUR im Vorjahr und hat sich in Relation zu den Umsatzerlösen von 25,2 % auf 30,4 % erhöht. Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um 4,9 % auf 7.978 T€ gefallen. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 737 T€ erzielt. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 8,6% gesunken. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss abzüglich der Ausschüttung um 587 T€ auf 7.140 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahresniveau von 48,5% auf 57,4% in 2023 gestiegen.

Die liquiden Mittel sind von 2.456 T€ um 210 T€ auf 2.246 T€ gesunken und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 3.425 T€ auf 2.550 T€ gefallen (- 875 T€ gegenüber dem Vorjahr). Die Gesellschaft ist im Jahr 2023 zu jeder Zeit in der Lage gewesen, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatzerlöse und EBIT sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Spedition Schwarz GmbH. In 2023 musste ein Umsatzrückgang von 11,3% hingenommen werden, der somit doch deutlich stärker ausfiel als für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert. Diese Abweichung begründet sich in dem doch deutlichen Umsatzrückgang, auch ausgelöst durch die automatisierte Preisanpassungen aufgrund der vertraglich vereinbarten Dieselpreis-Klauseln mit den meisten Kunden. Für das EBIT wurde aufgrund der prognostizierten überproportionalen Lohnkostensteigerung und der befürchteten LKW-Maut Erhöhung mit einer starken Reduzierung des EBIT gerechnet. Tatsächlich hat sich das EBIT (definiert als Umsatzerlöse zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge, abzüglich der Material-, Personal- und sonstiger betrieblicher Aufwendungen, abzüglich sonstiger Steuern und Abschreibungen) gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.267 auf TEUR 1.095 (-13,6%) reduziert.

B. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

B1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Nach der wirtschaftlichen Belebung zu Jahresbeginn, die mithin auf witterungs- und nachholbedingte Sondereffekte zurückzuführen gewesen sein dürfte, geben die ersten Indikatoren für das zweite Quartal derzeit noch ein uneinheitliches Bild für die weitere konjunkturelle Entwicklung. Die spürbare Aufhellung der Stimmungsindikatoren seit Jahresanfang in der Industrie, im Bau und auch bei den Dienstleistern und die verbesserten Rahmenbedingungen spiegeln sich erst schrittweise in den "realen" Wirtschaftsdaten wider.

Im Verarbeitenden Gewerbe tendierten die Auftragseingänge (einschließlich Großaufträge) bis zuletzt abwärts - wenn auch mit abnehmender Dynamik -, und die Zuwächse in der Produktion, die zu Jahresbeginn zu beobachten waren, setzten sich im März und April nicht weiter fort. Während die Bauproduktion, deren saisonale Entwicklung von der günstigen Witterung zu Jahresanfang geprägt war, im April erneut deutlich um 2,1 % zurückging, setzte die Industrie mit einem Plus von 0,2 % ihren Aufwärtstrend jedoch fort.

Die dramatische Lage in den vom Hochwasser betroffenen Regionen in Bayern und Baden-Württemberg führt wohl auch in einigen dort ansässigen Unternehmen zu temporären Produktionsstörungen und Kurzarbeit. Diese regionalen Einschränkungen dürften sich aber, wie ähnliche Ereignisse in der Vergangenheit zeigen, gesamtwirtschaftlich nicht in einer nachhaltigen Belastung niederschlagen. In der Regel können temporäre Produktionsausfälle relativ kurzfristig wieder aufgeholt werden, zumal wenn die Auftragslage tendenziell rückläufig ist und die Kapazitäten nicht voll ausgelastet sind. Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex als Frühindikator für die Produktion gab im Mai wieder etwas nach, weshalb von dem Verarbeitenden Gewerbe kurzfristig noch keine spürbaren Wachstumsimpulse zu erwarten sein dürften.

Die erwartete wirtschaftliche Erholung dürfte demnach vor allem von den konsumnahen Dienstleistungsbereichen ausgehen: Die Stimmung beim privaten Verbrauch, gemessen an dem ifo-Geschäftsklima im Handel, dem GfK-Konsumklima sowie dem HDE-Konsumbarometer, hellte sich bis zuletzt stetig auf. Die Reallöhne wiesen im ersten Quartal 2024 mit einem Zuwachs von 3,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal den vierten Anstieg in Folge und das stärkste Reallohnwachstum im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe 2008 auf. Vor allem für Geringverdiener war der Lohnanstieg deutlich überproportional, was neben den tariflichen Lohnsteigerungen auch auf die Auszahlungen der steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsprämien, die dort ein relativ großes Gewicht ausmachen, zurückführen ist.

Dennoch entwickelten sich die Umsätze im Einzelhandel angesichts dieser günstigen Rahmenbedingungen zuletzt noch sehr verhalten. In den kommenden Monaten ist allerdings im Zuge der Fußball-Europameisterschaft mit einer temporären Belebung in den konsumnahen Wirtschaftsbereichen wie Einzelhandel, Gastronomie und Beherbergungsgewerbe zu rechnen - wenn auch nicht im vergleichbaren Ausmaß wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Damit es zu einer nachhaltigen gesamtwirtschaftlichen Belebung kommt, braucht es jedoch neben einer breiten Erholung der binnenwirtschaftlichen Nachfrage auch weitere, spürbare Impulse seitens der Außenwirtschaft.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juni 2024 und somit der wesentliche Rahmen für die Transport- und Logistikbranche wird durch folgende Punkte charakterisiert:

• Aktuelle Indikatoren zeichnen noch ein verhaltenes Bild der deutschen Wirtschaft zu Beginn des Sommers: Die spürbare Aufhellung der Stimmungsindikatoren in der Industrie, im Bau und auch bei den Dienstleistern und die verbesserten Rahmenbedingungen spiegeln sich erst schrittweise in den realen Daten wider. Kurzfristig dämpfenden Faktoren in der Industrie infolge der schwachen Auslandsnachfrage und Produktionsstörungen aufgrund des Hochwassers in Bayern und Baden-Württemberg stehen temporär stützende Impulse bei konsumnahen Dienstleistungen im Zuge der Fußball-Europameisterschaft gegenüber.

• Die Produktion im Produzierenden Gewerbe zeigt noch keine nachhaltige Belebung. Im April stagnierte sie gegenüber dem Vormonat mit einem Rückgang um 0,1 % nahezu. Während die Bauproduktion im April erneut deutlich um 2,1 % zurückging, lag die Ausbringung in der Industrie mit +0,2 % leicht im Plus. Die Energieproduktion wurde nach den vorherigen Rückgängen sogar um 1,6 % ausgeweitet. In den besonders energieintensiven Industriezweigen lag die Herstellung im April mit 0,9 % im Minus. Im Zweimonatsvergleich ergaben sich in der Industrie (+0,6 %), bei den Investitionsgüterproduzenten (+1,2 %) und besonders in den energieintensiven Wirtschaftszweigen (+1,5 %) aber weiterhin Produktionsausweitungen.

• Der Einzelhandel tendierte im April etwas schwächer. Die preisbereinigten Umsätze im Einzelhandel (ohne Kfz) sind ggü. dem Vormonat geringfügig um 0,2 % gesunken. Gegenüber April 2023 meldete der Einzelhandel ein leichtes reales Umsatzplus von 0,3 % (März: +1,1 %). Insgesamt mehren sich bei den Frühindikatoren die Anzeichen für eine Erholung, wenn auch ausgehend von niedrigem Niveau.

• Die Inflationsrate stieg im Mai leicht auf 2,4 %. Ursächlich für den Anstieg ist vor allem ein Basiseffekt aus der Einführung des 49-Euro- Ticket im Mai 2023. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrung) verharrte bei 3,0 %. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 %. Die Energiepreise waren gegenüber dem Vorjahresmonat mit -1,1 % weiter rückläufig, sie sinken allerdings langsamer. Die fundamentalen Faktoren sprechen für ein insgesamt moderates Preisumfeld im weiteren Jahresverlauf.

• Der Arbeitsmarkt ist im Mai weiterhin von der schwachen konjunkturellen Dynamik geprägt: Die Arbeitslosigkeit nahm saisonbereinigt um 25.000 Personen zu, die Erwerbstätigkeit stieg im April um 25.000 Personen. Wie schon zuletzt geht der Beschäftigungszuwachs vor allem auf die Dienstleistungsbereiche zurück, die den Stellenabbau bei konjunktursensiblen Industrien überkompensieren. Aktuelle Frühindikatoren geben gemischte Signale, die aber in der Summe auf eine Fortsetzung des bisherigen Trends hindeuten.

• Gemäß IWH-Insolvenztrend sind die Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften im Mai um 7 % gegenüber dem Vormonat gefallen.

(Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240613-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juni-2024.html

Pressemitteilung "Wirtschaftliche Entwicklung", Zugriff: 26.06.2024).

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgeblichen Einfluss auf Risiken für unser Unternehmen. Ein deutlicher Konjunkturrückgang oder gar eine Rezession hat unmittelbar auf die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern Einfluss und wird somit letztlich die Nachfrage nach Transport- und Logistikdienstleistungen deutlich schwächen. Hieraus könnten für unser Unternehmen Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Immer noch tobt der Krieg in der Ukraine. Hinzu kommt seit 2023 die zurückgehende Kauflaune der Konsumenten die sich besonders stark auf unsere Kunden im Konsumbereich auswirken wird. Auch die politischen Spannungen mit China bleiben bestehen und scheinen sich nicht zu reduzieren. Auch für 2024 und die folgenden Jahre schaffen diese multiplen Krisen ein extrem schwieriges Umfeld, die sich sowohl auf die europäischen Volkswirtschaften, als auch auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung negativ auswirken dürfte. Dies macht eine seriöse Prognose im ersten Halbjahr 2024 extrem schwierig. Das Jahr 2024 bringt für die deutsche Wirtschaft und die Logistikbranche moderate Verbesserungen. Nachdem die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 eine technische Rezession durchlaufen hat, wird für 2024 ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands soll im Jahr 2024 um etwa 0,5 % wachsen, was auf eine leichte Erholung der Konjunktur hinweist. Diese Erholung spiegelt sich auch in einer erwarteten Stabilisierung der Nachfrage nach Transport- und Logistikdienstleistungen wider.

Trotz der wirtschaftlichen Erholung stehen der Logistikbranche weiterhin erhebliche Belastungen bevor. Ab Dezember 2023 wurden die Mautsätze deutlich erhöht, nahezu verdoppelt, und ab 2024 werden diese auch auf kleine Auslieferfahrzeuge ab 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ausgeweitet. Diese Maßnahmen sollen zusätzliche Einnahmen von 7 bis 8 Milliarden Euro für den Staat generieren. Diese zusätzlichen Kosten werden voraussichtlich zu höheren Verbraucherpreisen führen und könnten somit die Inflation weiter antreiben.

Der Fachkräftemangel bleibt ein drängendes Problem. Insbesondere der Beruf des "Berufskraftfahrers" und der "Fachkraft für Lagerwirtschaft" ist weiterhin stark unterbesetzt. Diese Personalengpässe stellen eine ernsthafte Herausforderung für die Aufrechterhaltung effizienter Betriebsabläufe dar und erfordern kontinuierliche Anstrengungen in der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung.

Wettbewerbsrisiken / Kundenrisiken

Im Jahr 2024 sieht sich die Logistik- und Transportbranche mit erheblichen Wettbewerbsrisiken konfrontiert. Die deutlich zurückgegangene Konsumnachfrage und die sinkende Wirtschaftsleistung haben zu einer Abnahme der Nachfrage nach Logistik- und Transportdienstleistungen geführt. Dies hat wiederum zu Überkapazitäten im Markt beigetragen, die einen erheblichen Preisdruck erzeugen.

Die erhöhten Kapazitäten, kombiniert mit einer geringeren Nachfrage, führen zu sinkenden Preisen, während die Kosten weiter steigen. Die drastische Erhöhung der LKW-Maut ab Dezember 2023 und die Ausweitung der Mautpflicht auf kleinere Auslieferfahrzeuge ab 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ab 2024 erhöhen die Betriebskosten erheblich. Zusätzlich steigen die Personalkosten, insbesondere durch den anhaltenden Fachkräftemangel, der zu höheren Löhnen und zusätzlichen Rekrutierungsaufwendungen führt. Diese Entwicklungen verschärfen den Wettbewerb in der Branche und setzen die Gewinnmargen unter Druck.

Unsere Kundenrisiken sind eng mit den Entwicklungen im Konsumbereich verknüpft, da ein Großteil unserer Kunden in dieser Branche tätig ist. Die rückläufige Konsumnachfrage trifft diese Kunden besonders hart, was sich direkt auf ihre Transport- und Logistikbedarfe auswirkt. Viele unserer Kunden haben mit sinkenden Umsätzen und Margen zu kämpfen, was dazu führen kann, dass sie ihre Logistik- und Transportvolumen reduzieren und über Ausschreibungen versuchen werden die Konditionen zu senken.

Darüber hinaus sind einige unserer Kunden selbst von den gestiegenen Betriebskosten betroffen, sei es durch höhere Mautkosten oder gestiegene Personalkosten, und versuchen diese Kosten teilweise auf ihre Logistikpartner zu überwälzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation der Spedition Schwarz GmbH sind finanzielle Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend. Es sind trotz des Konsumrückgangs aktuell keine Engpässe zu erwarten. Währungsrisiken sind aufgrund der ausschließlichen Fakturierung in EURO nicht vorhanden. Zinsrisiken werden durch feste Zinsvereinbarungen vermieden.

B2. Chancenbericht

Im Jahr 2024 eröffnen sich für die Spedition Schwarz GmbH zahlreiche Chancen, die auf unseren strategischen Stärken und kontinuierlichen Investitionen in moderne Technologien und Nachhaltigkeit basieren. Unsere zentrale Ausrichtung auf Innovation, Qualität und Umweltbewusstsein bildet die Grundlage für zukünftiges Wachstum und die Stärkung unserer Marktposition.

Unsere eigene, hochmoderne Fahrzeugflotte, die eine große Anzahl an Lang-LKWs umfasst, stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar. Lang-LKWs bieten nicht nur erhebliche Effizienzvorteile durch größere Ladevolumen und niedrigere Transportkosten pro Einheit, sondern tragen auch zur Reduktion von CO 2 -Emissionen bei. Diese Effizienzsteigerungen ermöglichen es uns, sowohl wirtschaftlicher als auch umweltfreundlicher zu arbeiten.

Ein weiterer entscheidender Treiber für unsere Chancen sind unsere umfangreichen Transportlösungen mit reduzierter CO 2 -Belastung. Wir bieten unseren Kunden fortschrittliche Optionen wie HVO-Kraftstoffe (Hydrotreated Vegetable Oil), die die CO 2 -Emissionen um bis zu 90 % reduzieren, sowie Zero-Emission-Lösungen mit batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen schweren LKWs. Die kontinuierliche Erweiterung dieser umweltfreundlichen Flotte positioniert uns als führenden Anbieter nachhaltiger Logistiklösungen und verschafft uns einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb.

Unser IT-System SAP S/4 HANA unterstützt uns massiv bei der Digitalisierung unserer Prozesse. Durch die fortschreitende Automatisierung von Standardtätigkeiten steigern wir kontinuierlich die Qualität und Effizienz unserer Dienstleistungen. Die Integration mit der digitalen Plattform Neocargo ermöglicht eine nahtlose Transportabwicklung und eine verbesserte Bereitstellung von Informationen entlang der gesamten Logistikkette. Diese digitale Vernetzung steigert unsere Reaktionsfähigkeit und verbessert die Kundenzufriedenheit.

Unsere Zusammenarbeit mit potenten Kunden und der planbare Auftragsbestand ermöglichen es uns, sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze anzubieten. Dies hilft uns, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Durch eine stetige Ausbildungsquote sichern wir unseren Bedarf an Fachkräften von morgen. Außerdem setzen wir auf die Anwerbung von Mitarbeitern aus der gesamten Europäischen Union, um ausreichend Fahrpersonal zur Verfügung zu haben.

Unser Know-how, insbesondere im Bereich der digitalen Steuerung von Lager- und Materialnachschubprozessen, kombiniert mit unserer langjährigen Erfahrung und Innovationskraft, stellt eine starke Basis dar, um dem Wettbewerb erfolgreich zu begegnen. Mit unseren digitalen Lösungen und den umfangreichen Möglichkeiten unseres SAP S/4 HANA Systems sehen wir uns gut aufgestellt, um unseren Kunden Mehrwerte zu bieten.

B3. Gesamtaussage

Die Spedition Schwarz GmbH ist durch die vielfältigen Maßnahmen und deren Spezialisierung auf nachhaltige und effiziente Transportlösungen im Markt gut positioniert und kann die Chancen am Transportmarkt selbst in unsicheren Zeiten nutzen. Unsere moderne Fahrzeugflotte mit einer großen Anzahl an Lang-LKWs und fortschrittlichen, emissionsarmen Fahrzeugen ermöglicht es uns, uns von der Konkurrenz abzuheben und umweltfreundliche Transportlösungen anzubieten. Durch unser starkes IT-System SAP S/4 HANA und die Anbindung an die digitale Plattform Neocargo sind wir in der Lage, unsere Prozesse weiter zu digitalisieren und die Qualität unserer Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern.

Wir kennen unsere wesentlichen Risiken und können dadurch auch sehr bewusst kalkulierbare Risiken eingehen. Gegenwärtig ist die kurzfristige Entwicklung sowohl der Transportlogistik als auch der Wirtschaft weiterhin mit gravierenden Unsicherheiten behaftet, vor allem hinsichtlich der (unmittelbaren und mittelbaren) Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Diese Unsicherheiten sind jedoch nicht gestiegen gegenüber dem vergangenen Jahr. Die zurückgehenden Inflationsraten werden sich stabilisierend auf den Konsum auswirken und auf eine Belebung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland führen. Wir erwarten durch unsere nachhaltigen und effizienten Transportlösungen sowie unsere starke Kundenorientierung eine stabile Entwicklung.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch unsere strategischen Maßnahmen und unsere starke Marktposition auch in Zukunft erfolgreich agieren werden.

B4. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bei der Spedition Schwarz GmbH bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei bzw. gegenüber Kreditinstituten. Unser Finanz- und Risikomanagement zielt darauf ab, sich gegen finanzielle Risiken jeder Art abzusichern. Dabei verfolgen wir eine konservative Risikopolitik bei der Verwaltung unserer Finanzdispositionen.

Bei der Bewertung finanzieller Vermögenswerte werden erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Unsere Gesellschaft kann auf einen solventen Kundenstamm vertrauen. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme, was auch auf die langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil unserer Kunden zurückzuführen ist. Vor der Belieferung neuer Kunden holen wir Bonitätsauskünfte ein, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren. Darüber hinaus schützt uns eine Waren-Kreditversicherung für den Großteil unserer Kunden vor finanziellen Verlusten.

Mit diesen Maßnahmen gewährleisten wir ein effektives Finanz- und Risikomanagement, das uns ermöglicht, finanzielle Risiken zu kontrollieren und unseren Geschäftsbetrieb stabil zu halten.

C. Prognosebericht

Nach wie vor ist die Prognoseunsicherheit deutlich höher als bis zum Jahr 2020.

In unserem wahrscheinlichsten Szenario gehen wir davon aus, dass der Krieg in der Ukraine zwar noch lange anhalten wird, die Inflation wieder deutlich zurückgehen wird und der Fachkräftemangel bestehen bleibt, aber die Inlandsnachfrage und der Konsum werden langsam wieder steigen. Die Geschäftsbeziehungen zu unseren Bestandskunden sehen wir weiterhin als gefestigt an.

Durch die Gewinnung eines großen Auftrags gehen wir von einer besseren Auslastung unserer Kapazitäten aus, was zu einer Umsatzsteigerung in den Folgejahren führen wird. Das geplante EBIT wird sich jedoch aufgrund der zu erwartenden Lohn- und Personalkostensteigerung auf gleichem Niveau befinden.

Zusätzlich rechnen wir mit deutlichen Kostenbelastungen im administrativen Bereich durch die gesetzlichen Vorgaben aus der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und den Energieeffizienzgesetzen. Diese neuen Anforderungen werden zu zusätzlichen administrativen Aufwendungen führen, die wir in unserer Planung berücksichtigen müssen.

Durch die weitere Entwicklung unseres SAP S/4 HANA Systems sehen wir uns auch IT-technisch sehr gut für die Zukunft gerüstet, um Prozessoptimierungen durchführen zu können und die Transparenz und Effizienz im Unternehmen weiter zu steigern. Trotz dieser positiven Entwicklungen werden die gebremste Konsumnachfrage und die steigenden Kosten unsere Entwicklung weiterhin hemmen.

Unter all diesen Planungsunsicherheiten und ungünstigen Entwicklungen in der Nachfrage und der Kostenentwicklung rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einer Umsatzsteigerung, bedingt durch die bessere Auslastung unserer Kapazitäten. Das EBIT wird sich voraussichtlich aufgrund der inflationsgetriebenen Arbeitskosten und administrativen Belastungen auf dem aktuellen Niveau stabilisieren. Investitionen ins Anlagevermögen, insbesondere in LKWs und Trailer, werden weiterhin sorgfältig geplant und den aktuellen Marktentwicklungen angepasst. In Bezug auf die Finanzlage der Gesellschaft erwarten wir keine nennenswerten Veränderungen.

 

Herbrechtingen, 26. Juni 2024

gez. Thomas Schwarz, Geschäftsführer

gez. Hans-Günther Schwarz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.710.401,34 6.247.793,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 87.143,65 84.296,86
II. Sachanlagen 5.623.257,69 6.163.496,75
B. Umlaufvermögen 6.490.343,78 7.054.046,54
I. Vorräte 231.570,54 211.278,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.013.256,17 4.386.603,10
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.245.517,07 2.456.165,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 89.377,66 108.599,27
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 140.937,22 89.009,66
Summe Aktiva 12.431.060,00 13.499.449,08

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.140.172,96 6.553.088,95
I. Gezeichnetes Kapital 1.020.000,00 1.020.000,00
II. Bilanzgewinn 6.120.172,96 5.533.088,95
davon Gewinnvortrag 5.433.088,95 4.732.102,81
B. Rückstellungen 425.310,05 426.777,47
C. Verbindlichkeiten 4.804.423,74 6.311.661,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 61.153,25 207.921,29
Summe Passiva 12.431.060,00 13.499.449,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.114.963,02 13.706.168,87
2. Personalaufwand 7.977.733,04 8.389.192,60
a) Löhne und Gehälter 6.552.111,85 6.836.491,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.425.621,19 1.552.701,49
davon für Altersversorgung -2.595,50 81.144,20
3. Abschreibungen 2.095.463,76 1.961.143,38
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.095.463,76 1.961.143,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.946.949,30 2.088.730,46
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 990,52 883,12
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 37.527,97 33.141,48
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 17.382,00 17.149,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 321.195,46 383.857,93
8. Ergebnis nach Steuern 737.084,01 850.986,14
9. Jahresüberschuss 737.084,01 850.986,14
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.433.088,95 4.732.102,81
11. Ausschüttung 50.000,00 50.000,00
12. Bilanzgewinn 6.120.172,96 5.533.088,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

• Firma: Spedition Schwarz GmbH

• Sitz: Herbrechtingen

• Registergericht: Amtsgericht Ulm, 660845

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt grundsätzlich unter der Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz wurden die Vermerke zu den Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Vermerke zu den Verbindlichkeiten anstatt in die Bilanz in den Anhang aufgenommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (Orientierung an die steuerlichen Abschreibungstabellen) um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit absetzbar, um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (Orientierung an die steuerlichen Abschreibungstabellen) und der lineraren Methode. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Soweit ein niedrigerer Wert vorlag, der diesen Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, sind Abschreibungen gem. § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem Niederstwertprinzip wird bei allen Posten, soweit erforderlich, durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % ausreichend Rechnung getragen.

Liquide Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Anwartschaftsbarwertverfahren Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetz. Die Höhe der Rückstellungen orientiert sich am Erfüllungsbetrag. Für die bestehenden Zusagen war es nicht erforderlich, Gehalts-, Karriere-, Fluktuations- oder Rententrends zu berücksichtigen. Für die Pensionsverpflichtungen, die durch die Württembergische Lebensversicherungs AG rückgedeckt sind, wurden gem. Verpfändungsvereinbarung die Versorgungsansprüche aus der Rückdeckungsversicherung an die Versorgungsberechtigten abgetreten. Der Ansatz des Deckungsvermögens aus der Rückdeckungsversicherung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Aufgrund der Saldierung gem. § 246 Abs. 2 HGB mit dem Aktivwert des Deckungsvermögens wird ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023
Euro
Zugang
Euro
Abgang
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entg. erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.097.124,59 65.761,03 12.469,43 1.150.416,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.920,37 0,00 0,00 71.920,37
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.913.716,26 1.506.117,48 1.871.192,54 16.548.641,20
Summe Sachanlagen 16.985.636,63 1.506.117,48 1.871.192,54 16.620.561,57
Insgesamt 18.082.761,22 1.571.878,51 1.883.661,97 17.770.977,76
Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugang
Euro
Zuschreibung
Euro
Abgang
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entg. erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.012.827,73 62.914,23 0,00 12.469,42 1.063.272,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.460,63 230,60 0,00 0,00 69.691,23
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.752.679,25 2.032.318,93 0,00 1.857.385,53 10.927.612,65
Summe Sachanlagen 10.822.139,88 2.032.549,53 0,00 1.857.385,53 10.997.303,88
Insgesamt 11.834.967,61 2.095.463,76 0,00 1.869.854,95 12.060.576,42
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entg. erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.143,65 84.296,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.229,14 2.459,74
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.621.028,55 6.161.037,01
Summe Sachanlagen 5.623.257,69 6.163.496,75
Insgesamt 5.710.401,34 6.247.793,61

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 155.832,61 (Vj. EUR 206.260,54) resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung/Pensionsrückstellung

In der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" wurde das Deckungsvermögen und die dazugehörige Pensionsrückstellung saldiert. Zur Abdeckung des Risikos wurden u.a. Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz:

Aktivwert Rückdeckungsversicherungen 1.158.601,22 Euro
Pensionsverpflichtung 1.017.664,00 Euro
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 140.937,22 Euro

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung beträgt Euro 17.382,00 und wurde unter Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 12.717,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht den Anschaffungskosten.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 5.433.088,95 (Vj. Euro 4.732.102,81) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für Personalverpflichtungen (Euro 288.000,00, Vj. Euro 266.000,00) gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitspiegel in TEUR:

davon mit einer Restlaufzeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
TEUR
davon kleiner 1 J.
TEUR
davon 1 bis 5 J.
TEUR
davon größer 5 J.
TEUR
ggü. Kreditinstituten 2.550 754 1.796 0
(Vorjahr) (3.425) (875) (2.550) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 1.461 1.461 0 0
(Vorjahr) (1.755) (1.755) (0) (0)
Verbindlichkeiten ggü. verbu. Uen. 530 530 0 0
(Vorjahr) (780) (780) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 263 263 0 0
(Vorjahr) (352) (352) (0) (0)
davon aus Steuern 208 208 0 0
(Vorjahr) (177) (177) (0) (0)
davon im Rahmen soz. Sicherheit 0 0 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Summe 4.804 3.008 1.796 0
(Vorjahr) (6.312) (3.762) (2.550) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von Euro 2.549.752,51 durch Sicherungsübereignungen besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 530.215,06 (Vj. Euro 780.044,97) resultieren hauptsächlich aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Mietvertrag, der bis zum 30. September 2029 fest abgeschlossen ist, bestehen jährlich Verpflichtungen in Höhe von Euro 324.000,00 gegenüber verbundenen Unternehmen. Außerdem bestehen aus Leasingverträgen insgesamt Verpflichtungen in Höhe von Euro 4.144.990,86 wovon Euro 1.438.505,72 innerhalb eines Jahres fällig sind.

C. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 182 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Davon sind 145 dem gewerblichen und 37 dem kaufmännischen Bereich zuzuordnen.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr durch Herrn Hans-Günther Schwarz (Geschäftsführer) und Herrn Thomas Schwarz (Geschäftsführer) ausgeübt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von Euro 6.120.172,96 auf neue Rechnung vorzutragen.

Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Schwarz Holding GmbH mit Sitz in Herbrechtingen einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB

 

Herbrechtingen, den 26. Juni 2024

gez. Thomas Schwarz, Geschäftsführer

gez. Hans-Günther Schwarz, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Spedition Schwarz GmbH, Herbrechtingen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Spedition Schwarz GmbH, Herbrechtingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Spedition Schwarz GmbH, Herbrechtingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Fürth, den 04.07.2024

Dr. Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfer

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