Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 210552
Eingetragen
17.12.1996
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Polymeren, insbesondere von Wachsen und thermoplastischen Copolymeren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Konrad Dr. Otto
seit 4.5.2023
Prokura
Christian Fuchs
seit 16.11.2022
Prokura
Lester von Bowman
seit 28.2.2008
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Silvio Dr. Kammer
seit 18.10.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Innospec LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Innospec Limited
United Kingdom
256.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Innospec Leuna GmbH

Leuna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Innospec Leuna GmbH (im Folgenden auch kurz Innospec oder Gesellschaft genannt) ist ein Unternehmen der Petrochemie und betreibt am größten zusammenhängenden Chemiestandort Deutschlands in Leuna eine Hochdruckpolymerisationsanlage zur Herstellung von Spezialpolymeren auf Basis des Gases Ethylen. Dabei werden drei Gruppen an Spezialpolymeren, die Dieseladditive, die Polyethylen-Wachse und die Ethylen-Vinylacetat-Kunststoffe (EVAs) produziert und vermarktet. Jede dieser drei Produktgruppen bedient eigene Marktsegmente, die wiederum sehr unterschiedliche geschäftliche Ansätze erfordern. Zu unseren wesentlichen Kunden zählen Kunststoffverarbeiter, Masterbatch- und Compoundeure, Hersteller von Schmelzklebstoffen, Coating-Produzenten sowie Raffinerien. Die Gesellschaft gehört zum weltweit tätigen Konzern der Innospec Inc., Englewood, Colorado, USA, und ist über Liefer- und Leistungsbeziehungen mit den Unternehmen dieses Konzerns verbunden.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt regelmäßig Produktweiterentwicklungen, die sich vor allem an den Anforderungen der bedienten Märkte und Kunden orientieren und sich auf die strategischen Geschäftsfelder beziehen. Solche Leistungen werden auch von verbundenen Unternehmen bezogen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insbesondere die Entwicklungsaktivitäten in den Bereichen Dieseladditive und EAO-Wachse intensiviert, um diese Geschäftsbereiche mittelfristig weiter durch wettbewerbsfähige und innovative Produkte zu stärken. In beiden Geschäftsfeldern konnten im Jahr 2023 erfolgreich neue Produkte kommerzialisiert werden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft verfolgt die Veröffentlichungen einschlägiger Branchendienste und orientiert sich an der Nachfrage des Marktes. Traditionell liegt ein Großteil des Absatzes in Europa, wobei das Wachs- und das Dieseladditivgeschäft auch global betrieben werden.

Nach wie vor bevorzugen die europäischen Verbraucher regional produzierte Spezialitäten. Die insbesondere für Lieferungen aus Asien wieder komplizierter werdenden Transportwege erweisen sich für die Gesellschaft erneut als vorteilhaft, da sie eine Priorisierung regionaler Produzenten im Stammmarkt Europa fördern.

2. Geschäftsentwicklung

Das Geschäft mit Dieseladditiven (CFI) konnte trotz der anhaltenden Diskussion um den Diesel als Teil des Geschäftsfeldes Fuel Specialties der Innospec-Unternehmensgruppe und entgegen ersten Anlagenschließungen eines bedeutenden Wettbewerbers weltweit fortgeführt und ausgebaut werden. Die Innospec-Gruppe ist entschlossen, den Bereich Kraftstoffadditive auch langfristig als geschäftliche Aktivität fortzuführen und weltweit zu vergrößern.

Das Wachsgeschäft des Unternehmens wurde weiter sehr erfolgreich global betrieben, insbesondere wenn man den starken Konkurrenzdruck aus Nordamerika wegen der dort niedrigeren Produktionskosten (Rohstoff- und Energiepreise) bedenkt. Gegen die allgemeine Rezessionsstimmung im Bausektor und Automobilbau war aber schwer entgegenzuwirken. Da alle Märkte regional gesehen im Jahr 2023 überversorgt waren, führte die schwierig vorhersagbare Kostenentwicklung zu einem Rückgang der Nachfrage nach Polyethylen-Wachsen.

Auch das EVA-Kunststoff-Geschäft erlebte im Gegensatz zu den beiden Vorjahren eine lokale Überversorgung. Zusammen mit den allgemeinen Konjunktursorgen der Märkte stagnierte dieses Geschäft und verringerte sich in den Bereichen, in welchen Investitionen verschoben wurden. Nur mit ausgewählten Kunden konnten Geschäfte auf einem guten Niveau weiter betrieben werden.

Der bereits im Jahr 2011 erreichte hohe Standard eines integrierten Qualitäts-, Umwelt-, Energie- und Arbeitsschutzmanagements nach DIN ISO 9001/14001/50001/18001 wurde erhalten. Das Thema CFP (Carbon Footprint) wurde intensiv weiterentwickelt. Innospec setzt damit nach wie vor auf die hohen Standards eines in Deutschland produzierenden Unternehmens.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 109 (i. Vj. 106). Das Durchschnittsalter lag weiterhin bei rund 40 Jahren. Innospec ist damit am Chemiestandort Leuna ein sehr junges Unternehmen. Die langjährige Personalpolitik macht sich zunehmend positiv bemerkbar, da sich weiterhin auch junge Fachkräfte bei Innospec bewerben. Damit profitiert das Unternehmen von einer diversifizierten Altersstruktur.

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden, wie in den Berichtszeiträumen in der Vergangenheit auch, unter anderem die Kenngrößen Umsatz und Ergebnis vor Steuern herangezogen. Für diese Kenngrößen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts der allgemeinen Rezession in den Märkten und den lokal überdurchschnittlich hohen Produktionskosten die Ziele nicht vollständig und in allen Bereichen erreicht.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sieht die Innospec insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Umwelt. Ziel ist es, die Sicherheits- und Umweltrisiken sowie Energieeinsparung nicht nur zu kontrollieren, sondern auch an der permanenten Verbesserung der eigenen Verfahrensweisen zu arbeiten. Dazu werden umfangreiche Kenndaten erhoben, die vorwiegend intern berichtet und ausgewertet, aber auch mit den jeweiligen Auditoren detailliert besprochen werden.

4. Lage

Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 verlief im Ergebnis positiv. Der Umsatz belief sich auf EUR 67,2 Mio (i. Vj. EUR 84,1 Mio). Das Ergebnis vor Steuern betrug EUR 7,0 Mio (i. Vj. EUR 11,3 Mio). Mit diesem Ergebnis ist es Innospec auch unter erschwerten Bedingungen gelungen, die eigene Marktposition und die eigene wirtschaftliche Position international deutlich zu festigen.

Die strategisch angestrebte Veränderung im Produktmix hin zu margenträchtigeren Produkten konnte auch im Jahr 2023 fortgesetzt werden und ermöglicht weiterhin eine angemessene Risikoverteilung regional und über die Abnehmerbranchen. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erzielte Innospec einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5,0 Mio (i. Vj. EUR 8,2 Mio).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 % reduziert. An der längerfristig angelegten guten Kooperation mit Partnern zur Versorgung des Unternehmens wurde festgehalten. Die Materialeinsatzquote lag bei ca. 62 % (i. Vj. ca. 63 %).

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist durch eine verbesserte Eigenkapitalbasis gekennzeichnet. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 49 % (i. Vj. 42,1 %). Eigenkapitalerhöhend wirkte sich der Jahresüberschuss des laufenden Jahres aus. Eine Gewinnausschüttung gab es im Jahr 2023 nicht.

Der Bestand der fertigen Erzeugnisse und Waren zum Bilanzstichtag (EUR 26,9 Mio) hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag (EUR 20,0 Mio) erneut deutlich erhöht. Wir gehen vom vollständigen Absatz der fertigen Erzeugnisse im kommenden Geschäftsjahr aus. Ausgenommen sind Spezialprodukte, für die aufgrund der Kampagnenfahrweise der Innospec längere Lagerzeiten geplant sind.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich unter anderem durch den Rückgang der Cash-Pool-Forderungen um EUR 4,1 Mio auf EUR 0,6 Mio deutlich auf EUR 6,8 Mio reduziert (i. Vj. EUR 13,6 Mio).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2023 EUR 1,2 Mio (i. Vj. EUR 5,5 Mio) und ist wesentlich durch die Zunahme der Vorräte beeinflusst. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 4,0 Mio (i. Vj. EUR 1,6 Mio) resultiert aus Investitionen in Anlagevermögen. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 1,3 Mio (i.Vj. EUR 1,0 Mio) betrifft die Rückführung eines Gesellschafterdarlehens sowie die entsprechenden Zinszahlungen.

Die bilanziellen Deckungsgrade haben sich gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert. Die Innospec weist zum Stichtag eine Liquiditätsüberdeckung (kurzfristig gebundene Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Fremdmittel) von EUR 29,7 Mio nach einer Liquiditätsüberdeckung von EUR 28,2 Mio im Vorjahr aus. Der Geschäftsbetrieb lässt sich weiterhin durch selbst erwirtschaftete Mittel finanzieren.

Die Instandhaltung wurde weiterhin unter Einbezug externer Spezialisten umgesetzt bzw. weiterentwickelt, um eine hohe Anlageneffizienz und vor allem auch eine hohe Anlagenstabilität zu gewährleisten.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Durch die Unsicherheit über weitere Russlandsanktionen und im internationalen Vergleich sehr hohe Rohstoff- und Energiekosten, ist die weitere Entwicklung über 2024 hinaus schwierig einzuschätzen.

Die geopolitischen Verwerfungen im Nahen und Mittleren Osten führen zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lieferketten. Auf jeden Fall wird das zur deutlichen Verteuerung von Frachtraten führen, wodurch das Exportgeschäft der Gesellschaft nicht leichter wird. Andererseits werden sich die niedrigen Lagerbestände bei Kunden und Wettbewerbern zum Ende des Jahres 2023 positiv auf das Geschäft im Laufe des Jahres 2024 auswirken. Abzuwarten bleibt, wie sich die nach wie vor bestehende leichte Rezession auf die Geschäfte auswirkt.

Die Gesellschaft erwartet ein schwieriges Geschäftsjahr 2024, mit zum Teil negativen Auswirkungen auf die Rendite aufgrund der globalen Überversorgung der Märkte und anhaltend sehr hohen Produktionskosten in Leuna im Gegensatz zu Nordamerika und Asien, aber auch innerhalb der EU, wie etwa in Polen.

Dennoch bleibt das Ziel, die eigene Marktposition international weiter zu festigen. Die hohe Internationalisierung wird auch im Jahr 2024 ein wichtiger Baustein der Geschäftsstrategie bleiben und mehr Chancen für Vertriebsaktivitäten bringen.

Unser Ziel bleibt es, die Stellung im Markt konsequent auszubauen. In unserer Planung gehen wir unter Annahme lokal stabiler Rohstoffpreise und sinkender Energiekosten im Jahr 2024 von Umsatzerlösen und einem Ergebnis vor Steuern in der Höhe wie im Jahr 2023 aus. Das Ausscheiden eines bedeutenden Mitbewerbers aus dem Markt der Diesel-Additive und Polymere könnte möglicherweise zu signifikantem, nicht geplanten Zusatzgeschäften führen.

2. Risikobericht

Risikomanagement:

Für die Handhabung der Risiken im Markt verfügt die Gesellschaft über gute und aktualisierte Berichts-, Informations- und Schulungssysteme. Ebenso ist die ständige Überwachung der Finanzströme durch ein effizientes Berichtswesen gewährleistet. Es gibt regelmäßige Zusammenkünfte des Managements, in denen alle Risiken aus dem Markt, den Rechts- und den Finanzbeziehungen sowie seitens Produktion und Technik erörtert und diskutiert werden. Einhergehend mit einer systematischen Analyse dieser Risiken werden auch Maßnahmen vereinbart, um ihnen entgegenzuwirken. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Zusätzlich werden von der Muttergesellschaft in vielen Bereichen Unterstützungsleistungen getätigt. Diese sind gerade im Management der verschiedenen Risiken von Bedeutung.

Darstellung der Einzelrisiken:

Anlagen- und Havarie-Risiko (niedrig)

Mit einem weiterhin sehr hohen Instandhaltungsbudget wurden auch im Jahr 2023 vielfältige Arbeiten zur langfristigen Sicherung der Anlagen geleistet. Aufgrund der spezifischen Prozesscharakteristika (explosives Gas, hoher Druck, hohe Temperaturen) gilt es vor allem, die Anlagensicherheit kontinuierlich zu überwachen und den jeweiligen Erkenntnissen und dem Stand der Technik gemäß weiterzuentwickeln. Es existieren umfangreiche Pläne, um diese permanente Verbesserung zu erreichen, die auch im Jahr 2024 konsequent fortgeführt werden. Die reibungslose Inbetriebnahme eines neuen Hochdruckreaktors im Jahr 2021 und einer neuen Pastillierungsanlage im Jahr 2023 sind Ausdruck des auf Sicherheit und Nachhaltigkeit orientierten Anlagenmanagements.

Sicherheit / Energie / Umwelt (niedrig)

Innospec hat seit Jahren eine umfassende integrierte Zertifizierung und ist darüber hinaus bestrebt, jegliche Sicherheits- und Umweltrisiken nicht nur zu kontrollieren, sondern an der kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Verfahrensweisen zu arbeiten. Dazu werden sehr umfangreiche Kenndaten erhoben, die regelmäßig intern berichtet und ausgewertet aber auch mit den Auditoren detailliert besprochen werden. Basierend auf den Auswertungen werden angepasste lösungsorientierte Maßnahmen erarbeitet, um zeitnah und konsequent Verbesserungen zu erzielen. Das Unternehmen wird daher wesentlich auch anhand dieser Daten und Auswertungen geführt. Im Jahr 2023 wurden erneut mehrere Initiativen ergriffen, um eine verbesserte Energieeffizienz zu erreichen. Die Arbeiten dazu werden im Jahr 2024 und den Folgejahren fortgeführt, da sie nicht alle kurzfristig umgesetzt werden können.

Kreditrisiken (niedrig)

Innospec hat seine konservative Kreditpolitik fortgesetzt. Die Warenkreditversicherung besteht fort. Forderungsausfälle stellen eine absolute Ausnahme dar. Zudem bestehen zu einer Vielzahl von Kunden langjährige stabile Geschäftsbeziehungen.

Marktpreisrisiken Rohstoffe (mittel)

Die Haupteinsatzrohstoffe, wie das Ethylen, unterliegen Marktpreisschwankungen. Die Gesellschaft ist dem Risiko ausgesetzt, dass insbesondere Preissteigerungen nicht vollumfänglich und nur zeitlich verzögert an die Kunden weitergegeben werden können. Die Gesellschaft ist bestrebt, teilweise auch langfristige Lieferverträge abzuschließen, um kurzfristige Preissteigerungen an den Markt weitergeben zu können und dies durch entsprechend gestaltete Beschaffungsverträge zu reflektieren.

Versorgungsrisiken Rohstoffe (mittel)

Die Versorgung mit Ethylen erfolgt vorwiegend aus dem nahegelegenen Cracker in Böhlen sowie über die Pipeline aus Stade, durch die Off-Shore-Ethylen in das Pipeline-Netz gespeist wird. Die Ölversorgung der Raffinerie in Leuna und damit die Versorgung des Crackers mit Naphta erfolgt seit 2023 über das vom Hafen in Danzig kommende deutsche Pipeline-Netzwerk. Für die Innospec gehen wir aufgrund der vergleichsweise geringen Menge an Ethylen von einer robusten Lieferfähigkeit des Crackers in Böhlen aus. Von zentraler Bedeutung ist die Gasversorgung des Chemiestandortes Leuna, auf der der Bezug von Mitteldruckdampf von Innospec basiert. Hierbei ist für das Jahr 2024 wiederum nicht mit einer Mangelsituation zu rechnen.

3. Chancenbericht

Produktmix

Der Produktmix wurde im Jahr 2023 gemäß der Unternehmensstrategie weitergeführt. Damit bleibt der erreichte Grad der Diversifizierung in regional unterschiedlichen Anwendungen gefestigt und bietet somit eine solide Ausgangslage, die eigene Marktposition international langfristig zu behaupten.

Globalen Transportkapazitäten und Risiken

Beschränkte Transportkapazitäten, längere Lieferzeiten und die Verteuerungen von Frachtkapazitäten werden auch im Jahr 2024 eine wirtschaftlich wichtige Rolle spielen, zumindest so lange der Nahost-Konflikt weiterhin die internationalen Schifffahrtsrouten beeinträchtigt.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 40.172,01 57.050,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.617.758,25 1.704.367,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.722.826,50 7.979.798,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.278.419,51 1.195.197,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.744.389,94 1.376.739,38
15.363.394,20 12.256.103,39
15.403.566,21 12.313.154,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.309.773,98 3.920.170,86
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 26.904.224,10 20.046.632,55
29.213.998,08 23.966.803,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.540.749,26 4.691.776,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.782.724,19 13.585.012,71
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.488.517,57 1.700.067,25
13.811.991,02 19.976.856,17
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 538.559,07 599.255,55
43.564.548,17 44.542.915,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 329.689,08 301.943,23
59.297.803,46 57.158.012,37

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 256.000,00 256.000,00
II. Gewinnvortrag 23.823.285,64 15.662.851,48
III. Jahresüberschuss 4.967.456,78 8.160.434,16
29.046.742,42 24.079.285,64
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen 125.965,46 151.350,09
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.905.239,50 1.171.602,50
2. Sonstige Rückstellungen 2.974.822,39 1.832.691,49
4.880.061,89 3.004.293,99
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 178.587,56 345.600,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.383.685,87 6.715.632,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.024.121,13 18.491.841,93
4. Sonstige Verbindlichkeiten 511.639,13 4.308.008,28
(davon aus Steuern € 96.482,41; 31.12.2022 € 3.832.659,69)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 11.717,62; 31.12.2022 € 11.542,20)
25.098.033,69 29.861.082,65
E. Passive latente Steuern 147.000,00 62.000,00
59.297.803,46 57.158.012,37

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 67.169.339,65 84.111.214,88
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 8.761.450,42 4.331.981,91
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 169.752,00 103.639,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.541.776,28 1.270.349,05
77.642.318,35 89.817.184,84
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.905.995,67 51.037.986,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.524.554,45 4.754.308,72
47.430.550,12 55.792.295,28
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.941.619,62 7.707.086,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.774.087,29 1.572.360,36
9.715.706,91 9.279.447,12
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 963.779,57 986.635,85
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.699.096,13 12.059.300,56
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.088,35 5.251,49
(davon aus verbundenen Unternehmen € 34.066,35; Vorjahr € 3.876,49)
(davon aus der Abzinsung € 0,00; Vorjahr € 1.375,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 916.162,80 386.592,51
(davon an verbundene Unternehmen € 916.162,80; Vorjahr € 386.592,51)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.969.712,00 3.146.353,80
(davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € 85.000,00; Vorjahr € 62.000,00)
12. Ergebnis nach Steuern 4.981.399,17 8.171.811,21
13. Sonstige Steuern 13.942,39 11.377,05
14. Jahresüberschuss 4.967.456,78 8.160.434,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Innospec Leuna GmbH (im Folgenden auch kurz Innospec oder Gesellschaft genannt) ist nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Leuna und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal unter HRB 210552 eingetragen.

Die Gesellschaft hat die Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB zu erfüllen.

Im Interesse der besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei Software drei bis fünf Jahre.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, sofern abnutzbar, planmäßig linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei dem zum 31. Dezember 1996 eingebrachten Anlagevermögen werden die Anschaffungskosten in Höhe der vertraglich vereinbarten Einbringungswerte angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden die direkt zurechenbaren Kosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern sind wie folgt:

● Bauten: 10 bis 25 Jahre
● Technische Anlagen und Maschinen: 8 bis 30 Jahre
● Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 20 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen vorgenommen. Zuschreibungen erfolgen, soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen entfallen sind.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 im Einzelfall werden im Jahr ihres Zugangs vollständig abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet.

Fertige Erzeugnisse werden zu durchschnittlichen Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsbedingten Abschreibungen einbezogen werden. Soweit erforderlich, wird der niedrigere beizulegende Wert am Bilanzstichtag angesetzt, wobei sowohl der Beschaffungs- als auch der Absatzmarkt betrachtet wird.

Waren werden chargenweise zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Verkaufspreis bewertet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Die Gesellschaft verfügt über temporäre Differenzen aus dem Unterschied von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Bilanzposten Anlagevermögen, Sonderposten für Zuwendungen sowie sonstige Rückstellungen. Bei der Ermittlung wurde ein Steuersatz von 28,08 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Die saldiert ausgewiesene passive Steuerlatenz beträgt TEUR 147 (31.12.2022 TEUR 62).

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

01.01.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Aktive latente Steuern 82 -25 57
Passive latente Steuern -144 -60 -204
Saldo -62 -85 -147

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wird ein Sonderposten für Investitionszuwendungen ausgewiesen. Er resultiert aus Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz sowie aus Investitionszuschüssen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Die Auflösung erfolgt entsprechend dem Abschreibungsverlauf der geförderten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre entsprechend ihrer Restlaufzeit abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen werden mit Ihrem Nennbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 (Anschaffungskostenprinzip) und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 (Realisationsprinzip) HGB nicht angewendet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind gesondert im Anlagengitter (Seiten 13 ff) dargestellt.

Zum 31. Dezember 2023 sind Handelswaren in Höhe von TEUR 611 im Posten Fertige Erzeugnisse und Waren enthalten (31. Dezember 2022 TEUR 2.514).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 6.134 (31. Dezember 2022 TEUR 8.863) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Von den Forderungen betreffen TEUR 4.780 (31. Dezember 2022 TEUR 7.192) die Gesellschafterin.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Forderung aus Strom- und Energiesteuer von TEUR 431 (31. Dezember 2022 TEUR 461) sowie die noch ausstehende Forderung aus dem EWPBG und StromPBG gegenüber dem örtlichen Energieversorger in Höhe von TEUR 304.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Versicherungsprämien sowie sonstige Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Der Sonderposten enthält passivisch abgegrenzte Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz von TEUR 62 sowie Investitionszuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" von TEUR 64.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem die Verbindlichkeiten aus dem EWPBG und StromPBG (TEUR 1.634), Mitarbeiter- Sonderzahlungen (TEUR 463), ausstehende Rechnungen (TEUR 231), Aktienoptionen und ähnliche Pläne (TEUR 317) sowie Urlaubsrückstände (TEUR 151) und Jubiläumsrückstellungen (TEUR 72).

Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte bzw. verlängerte Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.798 (31. Dezember 2022 TEUR 2.142) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Es bestehen in Höhe von TEUR 16.840 (31. Dezember 2022 TEUR 17.371) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin haben in Höhe von TEUR 14.450 eine Restlaufzeit von einem bis unter fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nach geografisch bestimmten Märkten entfallen von den Umsatzerlösen 47 % auf Inlandsumsätze, 23 % auf Auslandsumsätze in EU-Ländern und 30 % auf Umsätze außerhalb der EU. Nach Tätigkeitsbereichen entfallen 38 % der Umsätze auf Raffinerieprodukte, 23 % auf Kunststoffe, 24 % auf Beschichtungen, Lacke und Farben sowie 15 % auf übrige Produkte.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 111 (2022 TEUR 293), Erträge aus der Auflösung Sonderposten in Höhe von TEUR 25 (2022 TEUR 35) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 321 (2022 TEUR 16) enthalten. Die periodenfremden Erträge entfallen im Wesentlichen auf nachträglich aktiviertes Anlagevermögen von TEUR 143, einem höher ausfallenden Rabatt für Lieferungen im Vorjahr von TEUR 74 sowie einer Stromsteuererstattung für das Vorjahr von TEUR 94.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 64 (2022 TEUR 66) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zum Bilanzstichtag Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 74 (2022 TEUR 193) sowie periodenfremde Aufwendungen von TEUR 78 (2022 TEUR 49) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Körperschaftsteuer (TEUR 996), Solidaritätszuschlag (TEUR 55) sowie Gewerbesteuer (TEUR 834). Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern resultiert ein Steueraufwand von TEUR 85 (Vorjahr TEUR 62).

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Verträgen im Zusammenhang mit geplanten Investitionen ergeben sich Zahlungsverpflichtungen in Höhe von ca. TEUR 425, weitere TEUR 743 resultieren aus Leasingverpflichtungen.

VI. Sonstige Angaben

1. Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bzw. bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses:

Herr Dietrich von der Wense, Weimar, Diplom-Kaufmann und Master of Science, hauptberuflicher Geschäftsführer

Herr Richard Marks, Tarvin, Chester, Großbritannien, Master in Chemical Engineering, European Manufacturing Director

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer verzichtet.

2. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird direkt dem Konzernabschlussprüfer berechnet und in den Konzernabschluss des Unternehmens einbezogen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Für Abschlussprüferleistungen wurden der Innospec konzernintern TEUR 49 weiterbelastet.

3. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) betrug:

2023
Anzahl
2022
Anzahl
Arbeiter 52 54
Angestellte 57 52
109 106

4. Nachtragsbericht

Auch nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 blieben die Auswirkungen der andauernden Kriegshandlungen in der Ukraine und des Nahostkonflikts spürbar. Unverändert bestehen besonders in Deutschland und Europa Rezession und Unsicherheiten. Das hohe Niveau der Energiepreise und Beschaffungskosten einschließlich gestiegener Frachtraten als auch hoher Bürokratieaufwand belasten die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind bislang jedoch nicht abschließend einschätzbar.

5. Konzernabschluss

Die Innospec Inc., Englewood, Colorado, USA, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf. Dieser Konzernabschluss kann im Internet unter der Adresse www.sec.gov eingesehen werden.

 

Leuna, den 4. Juni 2024

Richard Marks, Geschäftsführer

Dietrich von der Wense, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 439.128,05 0,00 0,00 0,00 439.128,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, 4.722.481,19 2.205,44 0,00 0,00 4.724.686,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.194.219,57 411.325,75 0,00 64.425,87 30.541.119,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.522.880,72 273.543,11 0,00 104.789,94 2.691.633,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.376.739,38 3.367.650,56 0,00 0,00 4.744.389,94
38.816.320,86 4.054.724,86 0,00 169.215,81 42.701.829,91
39.255.448,91 4.054.724,86 0,00 169.215,81 43.140.957,96
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 382.077,43 16.878,61 0,00 398.956,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, 3.018.113,92 88.814,46 0,00 3.106.928,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.214.420,80 668.297,51 64.425,36 22.818.292,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.327.682,75 189.788,99 104.257,36 1.413.214,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
26.560.217,47 946.900,96 168.682,72 27.338.435,71
26.942.294,90 963.779,57 168.682,72 27.737.391,75
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 40.172,01 57.050,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, 1.617.758,25 1.704.367,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.722.826,50 7.979.798,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.278.419,51 1.195.197,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.744.389,94 1.376.739,38
15.363.394,20 12.256.103,39
15.403.566,21 12.313.154,01

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Innospec Leuna GmbH, Leuna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Innospec Leuna GmbH, Leuna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Innospec Leuna GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 4. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Clivia Döll, Wirtschaftsprüferin

ppa. Dirk Leja, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsbeschluss:

Der Jahresüberschuss in Höhe von 4.967.456,78 € wird auf das Geschäftsjahr 2024 vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. August 2024 festgestellt.

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