EW Biotech GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ilaria Dr. Leonardi seit 14.11.2025 | Prokura |
Bernhard Richard Ingbert Dr. Müller seit 17.7.2023 | Geschäftsführer |
Lisa Roos seit 9.1.2023 | Prokura |
Thomas Dr. Jende seit 9.1.2023 | Prokura |
Olaf Dr. Poppe seit 28.7.2015 | Geschäftsführer |
Frédéric Gauchet seit 1.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MINAKEM FINANCE S.à.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MinAscent Technologies GmbHLeunaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Leuna und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Stendal (HRB 215049). Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), vermindert um planmäßige Abschreibungen, oder, falls erforderlich, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 betragen, werden sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernder Wertminderung angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalbeträgen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen und fällige Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für das folgende Geschäftsjahr darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit die zu Grunde liegende Verpflichtung eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweist, wurde die Rückstellung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Zinssatz, abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit in den Forderungen und Verbindlichkeiten Fremdwährungsbeträge erfasst sind, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegt, erfolgte die Umrechnung gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Anschaffungskosten bzw. dem Stichtagskurs verlustfrei unter Beachtung des Realisations- und des Imparitätsprinzips bewertet. Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung von latenten Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Erläuterungen und Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus der Anlage zum Anhang. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen von TEUR 80 (Vj. TEUR 91) enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 14.299 (Vj. TEUR 14.027) aus dem konzerninternen Cash Pooling enthalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Boni TEUR 166 (Vj. TEUR 86) sowie ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 272 (Vj. TEUR 41). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten den Anteil der Gesellschaft an einer konzernseitig aufgenommenen Kreditlinie über ein Bankenkonsortium. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 14.000 (Vj. TEUR 14.500) aus einem Gesellschafterdarlehen enthalten. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, davon sind TEUR 2.000 zwischen 1-5 Jahren und TEUR 11.500 in mehr als 5 Jahren fällig. D. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinsaufwendungen In den Zinsaufwendungen sind TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 305) aus einem Gesellschafterdarlehen enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen oder vermerkt sind, stellen sich wie folgt dar:
Die Leasingverträge haben Laufzeiten bis maximal 2027. Weitere Verpflichtungen von Wesentlichkeit bestehen am Bilanzstichtag nicht. E. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Die Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und ohne Langzeiterkrankte) lag in 2023 bei durchschnittlich 11 im Vorjahr bei 8 Mitarbeitern. 2. Konzernzugehörigkeit Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Minakem Finance S.A.R.L., Luxemburg, gehalten. Ein Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Minafin S.R.L., Mont-Saint-Guibert, Belgien, aufgestellt. Dieser wird über das Portal der belgischen Nationalbank veröffentlicht. 3. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:
Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft jeweils einzeln. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angabe der gewährten Gesamtbezüge wird von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Prokuristen waren im Berichtsjahr:
Die Prokuristen haben Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen. 4. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hält 90 % der Anteile an der MinAscent Leuna Production GmbH, Leuna. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 19.117 sowie das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 4.183. 5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 586.463,34 auf neue Rechnung vorzutragen.
Leuna, 27. Mai 2024 Dr. Bernhard Müller, Geschäftsführer Dr. Olaf Poppe, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Vorbemerkung Das Geschäftsjahr 2023 konnte - trotz weiterhin schwierigem Umfeld - mit einem nochmals gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenen Umsatz auf bereits hohem Niveau abgeschlossen werden. Ursache hierfür ist die erstmalige Produktion größerer Mengen eines Pharmavorprodukts nach Marktzulassung des daraus hergestellten Wirkstoffs, die bereits in 2022 gestartet war, aber auch in 2023 wesentlich zum Umsatz beitrug. Dieses Produkt belegte aufgrund seiner Fertigungstiefe große Teile der internen Anlagenkapazität, was - zusammen mit dem bereits etablierten Tierfuttermitteladditiv zu einer hohen Anlagenauslastung beitrug. Die Belegung der Anlagen mit diesen (und weiteren) Bestandsprodukten erlaubte es allerdings nicht, darüber hinaus im ursprünglich geplanten Umfang weitere neue Produkte zu etablieren. Das im Geschäftsjahr 2022 neu eingeführte Qualitätsmanagementsystem ISO 9001:2015 wurde in 2023 konsequent weiterentwickelt und erfolgreich rezertifiziert. Trotz der enormen Preissteigerungen für Energie im Jahr 2023 kam es zu keinen relevanten Auftragsstornierungen und die Steigerungen konnten an die Kunden weitergegeben werden. Zusätzlich haben sich die staatlichen Erstattungen nach den Energiepreisbremsengesetzen positiv auf unseren Nettoenergie- und Wärmeaufwand ausgewirkt. 2. Entwicklung der Chemisch-/Pharmazeutischen Industrie und der Gesamtwirtschaft Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft erneut ein schwieriges Jahr. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde durch massive Energiepreissteigerungen infolge globaler Konflikte beeinflusst. Gemäß Aussagen des VCI ging die Chemieproduktion in Deutschland im Jahr 2023 um nahezu 10% gegenüber dem Vorjahr zurück. Seit dem Winterhalbjahr 2022/23 befand sich die deutsche Wirtschaft im Abschwung. Die hartnäckige Inflation gefolgt von steigenden Zinsen trug maßgeblich dazu bei, dass die eigentlich für Anfang des Jahres erhoffte Erholung ausblieb. Die starke Geldentwertung drückte auf den privaten Konsum; die hohen Zinsen belasteten insbesondere die Bauwirtschaft. Am stärksten traf der Mangel an Nachfrage die energieintensive Industrie, die infolge der in Deutschland besonders hohen Energiepreise teilweise nicht mehr rentabel produzieren konnte. Der Krieg gegen die Ukraine und die Gegenmaßnahmen der Europäischen Union führten zu einer Energiekrise in Europa, die Deutschland durch die besondere Abhängigkeit von russischem Rohöl und Erdgas am härtesten traf. Hierbei bestand über einen langen Zeitraum die Sicherstellung der Versorgungssicherheit mit Energie im Vordergrund. Eng damit verbunden waren aber auch deutliche Energiepreissteigerungen mit nachlaufenden Effekten wie hohe Inflation und steigende Zinsen. Die befürchtete Abschaltung von Teilen der Industrie infolge von Gasmangel im Winter 2022/23 trat durch den relativ milden Winter nicht ein. In der chemischen Industrie betraf dies insbesondere die Grundstoffchemie aber auch Spezial- und Konsumchemikalien. Der Rückgang der Industrieproduktion und in der Bauwirtschaft führte zu einem entsprechenden Rückgang der Nachfrage chemischer Erzeugnisse für diese Industrien. Als einzige der führenden G-7 Industrienationen ist Deutschland im Jahr 2023 nicht gewachsen. Während nach der COVID-19-Krise Großkunden im Pharmaumfeld signifikante Bestände aufbauten, sehen wir nun umgekehrt vermehrtes "Destocking" also Reduktion der Lagerbestände. Aus der Mitgliederumfrage des VCI ging hervor, dass sich die Ertragslage in 2024 noch einmal verschlechtern wird. Die Unternehmen erwarten mehrheitlich erst in 2025 eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. 3. Umsatzentwicklung Die Umsätze im Jahr 2023 gliedern sich nach Absatzmärkten im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt:
4. Auftragsentwicklung Die Auftragslage zu Beginn des Jahres 2024 ist weiterhin gut. Im April 2024 liegen abgeschlossene und noch abzuarbeitende Aufträge in Höhe von 21.659 T€ für 2024 vor. Im Jahr 2023 konnten wir mit unserem Schlüsselkunden aus der Pharmaindustrie unser Geschäft mit einem Mengenwachstum von 79% gegenüber 2022 erheblich ausbauen. Im Jahr 2024 zeichnet sich ein Rückgang des Umsatzes mit diesem Kunden ab. Mit einem Schlüsselkunden in der Tierfutterherstellung konnten wir das Geschäft in 2023 trotz des hohen Preisdruckes mit einem Mengenwachstum von 4,5% gegenüber 2022 weiter ausbauen. Im Jahr 2024 zeichnet sich eine weitere Steigerung des Umsatzes mit diesem Kunden ab. 5. Produktion Die Produktion bei Minascent Leuna findet vollständig in der MinAscent Production GmbH statt. In der MinAscent Technologies GmbH gibt es keine chemische Produktion. 6. Beschaffung Da wie unter 4. angesprochen die Produktion bei MinAscent Leuna vollständig in der MinAscent Production GmbH stattfindet, ist die Beschaffung von chemischen Rohstoffen, Vorprodukten, Maschinen und Logistikdienstleistungen in der MinAscent Technologies GmbH nicht relevant. 7. Investitionen Die Investitionen finden in der MinAscent Leuna Production GmbH statt. 8. Finanzierungsmaßnahmen Es besteht ein Kontokorrentkonto in EUR bei der Commerzbank, Saldo zum Stichtag 31.12.2023 beläuft sich auf 30.897,51 €. Ein weiteres Kontokorrentkonto bei der Commerzbank in USD hatte einen Saldo von $3.796,66. Es bestehen Revolving Credit Facilities in Höhe von 4.000 T€. Es gibt ein Intercompany-Darlehen der Minafin sprl an die MinAscent Technologies GmbH mit einem Saldo von 14.000 T€ per 31.12.2023 (Vorjahresend-Saldo 14.500 T€). Eine Tilgung dieses IC-Darlehens in Höhe von 500 T€ war am 12.10.2023 erfolgt, eine weitere Tilgung in der gleichen Höhe am 25.01.2024. Zur Verfügung stehende flüssige Mittel waren per 31.12.2023 als Forderung an die Minakem Finance S. A. R. L. in Höhe von 14.299,3 T€ über das Cashpooling bei der Societe Generale angelegt. 9. Personal Bis 31. Januar 2023 war Hr. Volker Gillessen Leiter Finanzen. Sein Nachfolger ist Dr. Matthias Hübner, ins Unternehmen eingetreten am 01. März 2023. Hr. Gerald Leuschner war Leiter Sales & Marketing von 15. März bis Dezember 2023. Im Site Leadership Team wurden die meisten Vakanzen im Jahr 2023 gefüllt, die Vervollständigung sowie Stärkung des SLT hat eine große Priorität und wird mit allen Mitteln vorangetrieben. 10. Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit Die Gewährleistung von Sicherheit sowie des Gesundheits- und Umweltschutzes (SGU) stellen einen wesentlichen Bestandteil des unternehmerischen Handelns der MinAscent Leuna Production GmbH (MinAscent) dar, weil damit schädliche Einwirkungen auf die Beschäftigten und die Umwelt sowie Betriebsstörungen verhindert werden. Die MinAscent hält die geltenden gesetzlichen Regelungen ein, lässt regelmäßig ihren Umwelt- und Sicherheitsbeauftragten und die Mitarbeiter schulen, berücksichtigt bei neuen Anlagen den Stand der Technik und führt SGU Gefahren- und Risikoanalysen vor Inbetriebnahme, Instandhaltung und Änderung von Anlagen durch. Abfälle werden entsprechend den Bestimmungen der lokalen Abfallentsorgungsgesetzgebung behandelt. 2023 erfolgte ein Überwachungsaudit des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001: 2018 bei der Minascent Leuna Production GmbH. 11. Wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres Trotz der Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine sowie dadurch ausgelöste Effekte auf Energiepreise, Inflation, Zinsen und Marktnachfrage wurde das Geschäftsjahr 2023 der MinAscent Technologies GmbH nur unwesentlich beeinflusst. Aufgrund der Strompreisfixierung wirkten sich die unterjährigen Energiepreissteigerungen nur unwesentlich (über Sekundärenergien, wie Dampf und Kühlwasser, die nicht dieser Strompreisfixierung unterliegen) auf die MinAscent aus. Verzögerungen in der Belieferung mit Rohstoffen aus Asien konnten durch Umstellung von Seefracht auf Luftfracht oder aber durch flexible Anpassungen im Produktionsplan kompensiert werden, so dass hierdurch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf das Ergebnis resultierten. Neben dem etablierten Hauptprodukt: Tierfuttermitteladditiv, bei dem es erneut zu einem Volumenwachstum in Höhe von 4,5% im Vergleich zum Vorjahr kam, gab es in 2023 ein weiteres Einzelprodukt mit signifikantem Wachstum und Beitrag zum Ergebnis. Hierbei handelt es sich um ein Pharmavorprodukt, welches in zurückliegenden Jahren sporadisch in kleineren Mengen zur Vorbereitung der klinischen Studien zu produzieren war. Aufgrund der nun vorliegenden Marktzulassung des daraus hergestellten Wirkstoffs ergab sich in 2023 weiterhin der Bedarf zur Herstellung größerer Mengen dieser Vorstufe (siehe oben 4. Auftragsentwicklung). Die erfolgreiche Hochskalierung dieses Herstellprozesses trug maßgeblich zum Geschäftsergebnis im Jahr 2023 bei. Die Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Produkte schlugen sich im Geschäftsjahr noch nicht signifikant im Ergebnis nieder. Durch im Jahr 2023 eingeleitete Anpassungen der Organisation der MinAscent Technologies GmbH in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb wird aus dem Bereich Neuproduktentwicklung ein größerer Beitrag für ein weiteres Wachstum erwartet. 12. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Unsere wichtigsten Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis/E- BITDA, und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Betriebsergebnis/EBITDA beträgt -542 T€. (Betriebsergebnis und EBITDA unterscheiden sich nur unwesentlich; in unserer Definition ist E- BITDA -542 T€ + Abschreibungen -6 T€ + Sonstige Steuern -2 T€ = Betriebsergebnis -550 T€.) Der operative Cashflow konnte im Berichtszeitraum 2023 nur deswegen nicht erheblich gesteigert werden, weil eine Kundeneinzahlung in Höhe von brutto 5,712m EUR erst Anfang 2024 auf unserem Bankkonto eintraf, anders als geplant. Unsere wichtigsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind die Kundenklassifizierung, das Beschaffungsmanagement sowie gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Der Indikator Mitarbeiterzufriedenheit liegt durch die angespannte Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt und der leicht gestiegenen Fluktuation unter Plan. Zur Kundenzufriedenheit haben wir den Indikator OTIF (On-Time-In-Full) mit den folgenden Werten für 2023:
B. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage In der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst:
Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2023 um 7.293 T€. 2. Finanzlage Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (kurzfristig verfügbare Mittel) zur Kapitalflussrechnung mit entsprechendem Vorjahresausweis erstellt:
3. Ertragslage Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:
C. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Für das Jahr 2024 gehen wir von einer leichten Minderung des Umsatzes und einem positiven Ergebnis aus. Die Produktionsanlagen werden im Jahr 2024 durch Non-GMP Pharmavorprodukte, die im Konzernverbund weiterverarbeitet oder aber an externe Pharmakunden verkauft werden sowie durch die Mengensteigerungen beim Tierfuttermitteladditiv gut ausgelastet. Auch der Krieg gegen die Ukraine und die damit einhergehenden steigenden Preise für Energie, Probleme in den Transport- und Logistikketten sowie die Verfügbarkeit an benötigten Edelmetallen und Rohstoffen stellen ein Risiko für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 dar. Eine mögliche unzuverlässige oder verspätete Versorgung mit Schlüsselrohstoffen und Edelmetallen aus Asien, der Ukraine und Russland ist ein zu beachtendes Risiko. Während länger andauernde Werksschließungen in Asien nun eher nicht mehr zu erwarten sind, ist hier nach wie vor von einer Verknappung der (Schiffs-)Transportkapazitäten und dadurch bedingten verlängerten Lieferzeiten auszugehen. Werksschließungen in der Ukraine sind zu erwarten und durch die ausgesprochenen Sanktionen gegen Russland wird es insbesondere bei der Versorgung von Edelmetallen unzuverlässiger werden. Dies lässt sich jedoch durch Anpassung der Vorlaufzeiten und Inanspruchnahme von alternativen Lieferanten bei der Rohstoffbestellung weitestgehend kompensieren. Das Risiko von wegbrechenden Aufträgen wird dagegen eher als gering angesehen. Das Produktportfolio mit Fokus auf Gesundheit (indirekt über Pharmavorprodukte) und Ernährung (indirekt über das Tierfuttermitteladditiv) hat sich bereits in den vergangenen Jahren als krisenresistent erwiesen. Dies sollte auch für das Jahr 2024 gelten. Weiterhin ist die Gesellschaft grundsätzlich finanziellen Risiken ausgesetzt. Die Geschäftsführung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus. Die Unternehmensplanungen stützen diese Annahme. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit in 2024 wird durch das andauernde finanzielle Engagement unserer Gesellschafter sichergestellt. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die finanziellen Stützungsmaßnahmen der Minafin-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 und gegebenenfalls darüber hinaus ausbleiben, wäre die Entwicklung der Gesellschaft deutlich beeinträchtigt. Mit der weiteren geplanten Entwicklung sollten sich die Stützungsmaßnahmen der Gruppe jedoch sukzessive reduzieren. Chancen für weiteres Wachstum am Standort ergeben sich mit den weiter intensivierten Anstrengungen der Vertriebsgesellschaft, neue Produkte zu entwickeln und Neugeschäft zu generieren. Die größte, in der Umsetzung befindliche Investition ist die Schaffung weiterer Zusatzkapazitäten in einer der Hauptproduktionslinien. D. Sonstige Angaben 1. Voraussichtliche Entwicklung Für das Jahr 2024 wird von der Erzielung von Gewinnen ausgegangen. Die Gewinnerwartung ergibt sich aus:
Eine verbesserte Anlagenverfügbarkeit und weitere Produktivitätssteigerungen werden ebenfalls dazu beitragen. 2. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung ist eine wesentliche Tätigkeit der MinAscent Technologies GmbH. Die Neu- und Weiterentwicklung von zukunftsträchtigen Produkten, welche größtenteils Auftragsbezogen erfolgt, ist das Hauptaufgabenfeld dieser Abteilung. Von der Gesamtzahl der Mitarbeiter der Vertriebsgesellschaft sind über 25% für diesen Bereich tätig.
Leuna, 27. Mai 2024 Dr. Bernhard Müller, Geschäftsführer Dr. Olaf Poppe, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MinAscent Technologies GmbH, Leuna Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MinAscent Technologies GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MinAscent Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 31. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer gez. Dario Gomoll, Wirtschaftsprüfer |
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