MinAscent Technologies GmbH

Am Haupttor, 06237 Leuna, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 215049
Vorher
Schenectady Germany Holding GmbHMinatec Germany Holding GmbH
Eingetragen
27.10.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, Halten und Verwaltung von Beteiligungen insbesondere Mehrheitsbeteiligungen an anderen Unternehmen, die insbesondere in der chemischen Industrie tätig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ilaria Dr. Leonardi
seit 14.11.2025
Prokura
Geschäftsführer
Lisa Roos
seit 9.1.2023
Prokura
Thomas Dr. Jende
seit 9.1.2023
Prokura
Olaf Dr. Poppe
seit 28.7.2015
Geschäftsführer
Frédéric Gauchet
seit 1.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MINAKEM FINANCE S.à.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MINAKEM FINANCE S.à.r.l.
Luxembourg
26.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MinAscent Technologies GmbH

Leuna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.248,89 10
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.414,58 3
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.681,78 11
10.096,36 14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.216.443,47 5.216
5.262.788,72 5.240
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.902.313,36 7.645
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.676.864,10 14.367
- davon gegen Gesellschafter € 14.299.278,11 (Vorjahr T€ 14.048)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 33.149,93 113
30.612.327,39 22.124
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 34.694,17 1.228
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.785,57 75
35.960.595,85 28.667

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26
II. Kapitalrücklage 7.991.000,00 7.991
III. Verlustvortrag -3.538.156,97 -5.071
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -586.463,34 1.533
3.892.379,69 4.479
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 80.500,00 81
2. Sonstige Rückstellungen 492.451,37 166
572.951,37 247
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.000.000,00 4.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.138,15 148
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.321.353,67 19.378
- davon gegen Gesellschafter € 14.513.228,00 (Vorjahr T€ 14.805)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.087.772,97 415
- davon aus Steuern € 239.613,68 (Vorjahr T€ 13)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.349,01 (Vorjahr T€ 3)
31.495.264,79 23.941
35.960.595,85 28.667

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 38.356.240,26 34.102.249,60
2. Sonstige betriebliche Erträge 489.584,90 333.628,28
- davon aus Währungsumrechnung € 317,83 (Vorjahr: T€ 4)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -36.408.698,12 -30.111.075,81
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.203.553,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -150.385,30 -1.353.938,95 -941.588,54
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.388,70 -8.460,64
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.624.376,26 -1.465.741,63
7. Erträge aus Beteiligungen 49,37 53,95
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 709.437,42 55.199,43
- davon aus verbundenen Unternehmen € 496.845,52 (Vorjahr: T€ 55)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -695.715,69 -345.099,52
- davon aus verbundenen Unternehmen € 513.449,61 (Vorjahr: T€ 306)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -50.655,81 -80.500,00
11. Ergebnis nach Steuern -584.461,58 1.538.665,12
12. Sonstige Steuern 2.001,76 5.517,45
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -586.463,34 1.533.147,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Leuna und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Stendal (HRB 215049).

Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), vermindert um planmäßige Abschreibungen, oder, falls erforderlich, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 betragen, werden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernder Wertminderung angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalbeträgen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen und fällige Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für das folgende Geschäftsjahr darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit die zu Grunde liegende Verpflichtung eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweist, wurde die Rückstellung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Zinssatz, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit in den Forderungen und Verbindlichkeiten Fremdwährungsbeträge erfasst sind, deren Restlaufzeit unter einem Jahr liegt, erfolgte die Umrechnung gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Anschaffungskosten bzw. dem Stichtagskurs verlustfrei unter Beachtung des Realisations- und des Imparitätsprinzips bewertet.

Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung von latenten Steuern wurde kein Gebrauch gemacht.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

C. Erläuterungen und Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus der Anlage zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen von TEUR 80 (Vj. TEUR 91) enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 14.299 (Vj. TEUR 14.027) aus dem konzerninternen Cash Pooling enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Boni TEUR 166 (Vj. TEUR 86) sowie ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 272 (Vj. TEUR 41).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten den Anteil der Gesellschaft an einer konzernseitig aufgenommenen Kreditlinie über ein Bankenkonsortium.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 14.000 (Vj. TEUR 14.500) aus einem Gesellschafterdarlehen enthalten.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, davon sind TEUR 2.000 zwischen 1-5 Jahren und TEUR 11.500 in mehr als 5 Jahren fällig.

D. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsaufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 305) aus einem Gesellschafterdarlehen enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen oder vermerkt sind, stellen sich wie folgt dar:

Leasing-Verpflichtungen: TEUR 78

Die Leasingverträge haben Laufzeiten bis maximal 2027.

Weitere Verpflichtungen von Wesentlichkeit bestehen am Bilanzstichtag nicht.

E. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Die Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung und ohne Langzeiterkrankte) lag in 2023 bei durchschnittlich 11 im Vorjahr bei 8 Mitarbeitern.

2. Konzernzugehörigkeit

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der Minakem Finance S.A.R.L., Luxemburg, gehalten. Ein Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Minafin S.R.L., Mont-Saint-Guibert, Belgien, aufgestellt. Dieser wird über das Portal der belgischen Nationalbank veröffentlicht.

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

Herr Dr. Olaf Poppe, Verfahrenstechniker, Markleeberg;

Herr Frédéric Gauchet, Chemiker, Tournai/Belgien;

Herr Dr. Bernhard Müller, Chemiker, Leipzig, ab 17.7.23.

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft jeweils einzeln. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angabe der gewährten Gesamtbezüge wird von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Prokuristen waren im Berichtsjahr:

Herr Carsten Schauer, Hattersheim am Main, bis 8.1.2023

Herr Volker Gilleßen, Erfurt, bis 8.1.2023

Herr Dr. Thomas Jende, Teutschenthal, ab 9.1.2023

Frau Lisa Roos, Leipzig, ab 9.1.2023

Herr Michael Sebald, Leuna, ab 9.1.2023

Die Prokuristen haben Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen.

4. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält 90 % der Anteile an der MinAscent Leuna Production GmbH, Leuna. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 19.117 sowie das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 4.183.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 586.463,34 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Leuna, 27. Mai 2024

Dr. Bernhard Müller, Geschäftsführer

Dr. Olaf Poppe, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.960,00 28.878,00 0,00 48.838,00
19.960,00 28.878,00 0,00 48.838,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.189,00 0,00 0,00 3.189,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 23.998,00 0,00 0,00 23.998,00
27.187,00 0,00 0,00 27.187,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.216.443,47 0,00 0,00 5.216.443,47
5.216.443,47 0,00 0,00 5.216.443,47
5.263.590,47 28.878,00 0,00 5.292.468,47
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.862,74 2.726,37 0,00 12.589,11
9.862,74 2.726,37 0,00 12.589,11
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 484,51 289,91 0,00 774,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 12.943,80 3.372,42 0,00 16.316,22
13.428,31 3.662,33 0,00 17.090,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
23.291,05 6.388,70 0,00 29.679,75
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.248,89 10.097,26
36.248,89 10.097,26
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.414,58 2.704,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 7.681,78 11.054,20
10.096,36 13.758,69
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.216.443,47 5.216.443,47
5.216.443,47 5.216.443,47
5.262.788,72 5.240.299,42

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Vorbemerkung

Das Geschäftsjahr 2023 konnte - trotz weiterhin schwierigem Umfeld - mit einem nochmals gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenen Umsatz auf bereits hohem Niveau abgeschlossen werden. Ursache hierfür ist die erstmalige Produktion größerer Mengen eines Pharmavorprodukts nach Marktzulassung des daraus hergestellten Wirkstoffs, die bereits in 2022 gestartet war, aber auch in 2023 wesentlich zum Umsatz beitrug.

Dieses Produkt belegte aufgrund seiner Fertigungstiefe große Teile der internen Anlagenkapazität, was - zusammen mit dem bereits etablierten Tierfuttermitteladditiv zu einer hohen Anlagenauslastung beitrug.

Die Belegung der Anlagen mit diesen (und weiteren) Bestandsprodukten erlaubte es allerdings nicht, darüber hinaus im ursprünglich geplanten Umfang weitere neue Produkte zu etablieren.

Das im Geschäftsjahr 2022 neu eingeführte Qualitätsmanagementsystem ISO 9001:2015 wurde in 2023 konsequent weiterentwickelt und erfolgreich rezertifiziert.

Trotz der enormen Preissteigerungen für Energie im Jahr 2023 kam es zu keinen relevanten Auftragsstornierungen und die Steigerungen konnten an die Kunden weitergegeben werden. Zusätzlich haben sich die staatlichen Erstattungen nach den Energiepreisbremsengesetzen positiv auf unseren Nettoenergie- und Wärmeaufwand ausgewirkt.

2. Entwicklung der Chemisch-/Pharmazeutischen Industrie und der Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft erneut ein schwieriges Jahr. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde durch massive Energiepreissteigerungen infolge globaler Konflikte beeinflusst.

Gemäß Aussagen des VCI ging die Chemieproduktion in Deutschland im Jahr 2023 um nahezu 10% gegenüber dem Vorjahr zurück.

Seit dem Winterhalbjahr 2022/23 befand sich die deutsche Wirtschaft im Abschwung. Die hartnäckige Inflation gefolgt von steigenden Zinsen trug maßgeblich dazu bei, dass die eigentlich für Anfang des Jahres erhoffte Erholung ausblieb. Die starke Geldentwertung drückte auf den privaten Konsum; die hohen Zinsen belasteten insbesondere die Bauwirtschaft. Am stärksten traf der Mangel an Nachfrage die energieintensive Industrie, die infolge der in Deutschland besonders hohen Energiepreise teilweise nicht mehr rentabel produzieren konnte.

Der Krieg gegen die Ukraine und die Gegenmaßnahmen der Europäischen Union führten zu einer Energiekrise in Europa, die Deutschland durch die besondere Abhängigkeit von russischem Rohöl und Erdgas am härtesten traf. Hierbei bestand über einen langen Zeitraum die Sicherstellung der Versorgungssicherheit mit Energie im Vordergrund. Eng damit verbunden waren aber auch deutliche Energiepreissteigerungen mit nachlaufenden Effekten wie hohe Inflation und steigende Zinsen. Die befürchtete Abschaltung von Teilen der Industrie infolge von Gasmangel im Winter 2022/23 trat durch den relativ milden Winter nicht ein.

In der chemischen Industrie betraf dies insbesondere die Grundstoffchemie aber auch Spezial- und Konsumchemikalien. Der Rückgang der Industrieproduktion und in der Bauwirtschaft führte zu einem entsprechenden Rückgang der Nachfrage chemischer Erzeugnisse für diese Industrien.

Als einzige der führenden G-7 Industrienationen ist Deutschland im Jahr 2023 nicht gewachsen.

Während nach der COVID-19-Krise Großkunden im Pharmaumfeld signifikante Bestände aufbauten, sehen wir nun umgekehrt vermehrtes "Destocking" also Reduktion der Lagerbestände.

Aus der Mitgliederumfrage des VCI ging hervor, dass sich die Ertragslage in 2024 noch einmal verschlechtern wird. Die Unternehmen erwarten mehrheitlich erst in 2025 eine Verbesserung ihrer Geschäftslage.

3. Umsatzentwicklung

Die Umsätze im Jahr 2023 gliedern sich nach Absatzmärkten im Vergleich zu den Vorjahren wie folgt:

2023 2022 2021
T€ T€ T€
Inland 20.087 12.061 31
Ausland 18.269 22.041 15.661
38.356 34.102 15.692

4. Auftragsentwicklung

Die Auftragslage zu Beginn des Jahres 2024 ist weiterhin gut. Im April 2024 liegen abgeschlossene und noch abzuarbeitende Aufträge in Höhe von 21.659 T€ für 2024 vor.

Im Jahr 2023 konnten wir mit unserem Schlüsselkunden aus der Pharmaindustrie unser Geschäft mit einem Mengenwachstum von 79% gegenüber 2022 erheblich ausbauen. Im Jahr 2024 zeichnet sich ein Rückgang des Umsatzes mit diesem Kunden ab.

Mit einem Schlüsselkunden in der Tierfutterherstellung konnten wir das Geschäft in 2023 trotz des hohen Preisdruckes mit einem Mengenwachstum von 4,5% gegenüber 2022 weiter ausbauen. Im Jahr 2024 zeichnet sich eine weitere Steigerung des Umsatzes mit diesem Kunden ab.

5. Produktion

Die Produktion bei Minascent Leuna findet vollständig in der MinAscent Production GmbH statt. In der MinAscent Technologies GmbH gibt es keine chemische Produktion.

6. Beschaffung

Da wie unter 4. angesprochen die Produktion bei MinAscent Leuna vollständig in der MinAscent Production GmbH stattfindet, ist die Beschaffung von chemischen Rohstoffen, Vorprodukten, Maschinen und Logistikdienstleistungen in der MinAscent Technologies GmbH nicht relevant.

7. Investitionen

Die Investitionen finden in der MinAscent Leuna Production GmbH statt.

8. Finanzierungsmaßnahmen

Es besteht ein Kontokorrentkonto in EUR bei der Commerzbank, Saldo zum Stichtag 31.12.2023 beläuft sich auf 30.897,51 €.

Ein weiteres Kontokorrentkonto bei der Commerzbank in USD hatte einen Saldo von $3.796,66.

Es bestehen Revolving Credit Facilities in Höhe von 4.000 T€.

Es gibt ein Intercompany-Darlehen der Minafin sprl an die MinAscent Technologies GmbH mit einem Saldo von 14.000 T€ per 31.12.2023 (Vorjahresend-Saldo 14.500 T€). Eine Tilgung dieses IC-Darlehens in Höhe von 500 T€ war am 12.10.2023 erfolgt, eine weitere Tilgung in der gleichen Höhe am 25.01.2024.

Zur Verfügung stehende flüssige Mittel waren per 31.12.2023 als Forderung an die Minakem Finance S. A. R. L. in Höhe von 14.299,3 T€ über das Cashpooling bei der Societe Generale angelegt.

9. Personal

Bis 31. Januar 2023 war Hr. Volker Gillessen Leiter Finanzen. Sein Nachfolger ist Dr. Matthias Hübner, ins Unternehmen eingetreten am 01. März 2023.

Hr. Gerald Leuschner war Leiter Sales & Marketing von 15. März bis Dezember 2023.

Im Site Leadership Team wurden die meisten Vakanzen im Jahr 2023 gefüllt, die Vervollständigung sowie Stärkung des SLT hat eine große Priorität und wird mit allen Mitteln vorangetrieben.

10. Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit

Die Gewährleistung von Sicherheit sowie des Gesundheits- und Umweltschutzes (SGU) stellen einen wesentlichen Bestandteil des unternehmerischen Handelns der MinAscent Leuna Production GmbH (MinAscent) dar, weil damit schädliche Einwirkungen auf die Beschäftigten und die Umwelt sowie Betriebsstörungen verhindert werden.

Die MinAscent hält die geltenden gesetzlichen Regelungen ein, lässt regelmäßig ihren Umwelt- und Sicherheitsbeauftragten und die Mitarbeiter schulen, berücksichtigt bei neuen Anlagen den Stand der Technik und führt SGU Gefahren- und Risikoanalysen vor Inbetriebnahme, Instandhaltung und Änderung von Anlagen durch. Abfälle werden entsprechend den Bestimmungen der lokalen Abfallentsorgungsgesetzgebung behandelt.

2023 erfolgte ein Überwachungsaudit des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001: 2018 bei der Minascent Leuna Production GmbH.

11. Wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres

Trotz der Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine sowie dadurch ausgelöste Effekte auf Energiepreise, Inflation, Zinsen und Marktnachfrage wurde das Geschäftsjahr 2023 der MinAscent Technologies GmbH nur unwesentlich beeinflusst.

Aufgrund der Strompreisfixierung wirkten sich die unterjährigen Energiepreissteigerungen nur unwesentlich (über Sekundärenergien, wie Dampf und Kühlwasser, die nicht dieser Strompreisfixierung unterliegen) auf die MinAscent aus. Verzögerungen in der Belieferung mit Rohstoffen aus Asien konnten durch Umstellung von Seefracht auf Luftfracht oder aber durch flexible Anpassungen im Produktionsplan kompensiert werden, so dass hierdurch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf das Ergebnis resultierten.

Neben dem etablierten Hauptprodukt: Tierfuttermitteladditiv, bei dem es erneut zu einem Volumenwachstum in Höhe von 4,5% im Vergleich zum Vorjahr kam, gab es in 2023 ein weiteres Einzelprodukt mit signifikantem Wachstum und Beitrag zum Ergebnis. Hierbei handelt es sich um ein Pharmavorprodukt, welches in zurückliegenden Jahren sporadisch in kleineren Mengen zur Vorbereitung der klinischen Studien zu produzieren war. Aufgrund der nun vorliegenden Marktzulassung des daraus hergestellten Wirkstoffs ergab sich in 2023 weiterhin der Bedarf zur Herstellung größerer Mengen dieser Vorstufe (siehe oben 4. Auftragsentwicklung). Die erfolgreiche Hochskalierung dieses Herstellprozesses trug maßgeblich zum Geschäftsergebnis im Jahr 2023 bei.

Die Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Produkte schlugen sich im Geschäftsjahr noch nicht signifikant im Ergebnis nieder. Durch im Jahr 2023 eingeleitete Anpassungen der Organisation der MinAscent Technologies GmbH in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb wird aus dem Bereich Neuproduktentwicklung ein größerer Beitrag für ein weiteres Wachstum erwartet.

12. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere wichtigsten Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis/E- BITDA, und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Betriebsergebnis/EBITDA beträgt -542 T€. (Betriebsergebnis und EBITDA unterscheiden sich nur unwesentlich; in unserer Definition ist E- BITDA -542 T€ + Abschreibungen -6 T€ + Sonstige Steuern -2 T€ = Betriebsergebnis -550 T€.)

Der operative Cashflow konnte im Berichtszeitraum 2023 nur deswegen nicht erheblich gesteigert werden, weil eine Kundeneinzahlung in Höhe von brutto 5,712m EUR erst Anfang 2024 auf unserem Bankkonto eintraf, anders als geplant.

Unsere wichtigsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind die Kundenklassifizierung, das Beschaffungsmanagement sowie gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Der Indikator Mitarbeiterzufriedenheit liegt durch die angespannte Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt und der leicht gestiegenen Fluktuation unter Plan.

Zur Kundenzufriedenheit haben wir den Indikator OTIF (On-Time-In-Full) mit den folgenden Werten für 2023:

Quote # Shipments # On time # Full # Fulfilled
94% 154 148 150 145

Shipments: die Gesamtzahl der Lieferungen in 2023 - hier 154

Fulfilled: sowohl pünktlich als auch in der erwarteten Menge zugestellt - hier 145

Quote: #Fulfilled / #Shipments hier 145/154 = 94%

On Time: die Anzahl der pünktlichen Lieferungen - hier 148 Lieferungen

Full: die Anzahl der Lieferungen in der im Kundenauftrag vereinbarten und damit vom Kunden erwarteten Menge - hier 150 Lieferungen

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

In der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst:

31.12.2023 31.12.2022
AKTIVA T€ % T€ %
Anlagevermögen 5.263 15% 5.240 18%
Umlaufvermögen 30.647 85% 23.352 81%
Rechnungsabgrenzungsposten 51 0% 75
Gesamtvermögen 35.961 100% 28.667 100%
PASSIVA
Eigenkapital 3.892 11% 4.479 16%
Rückstellungen 573 2% 247 1%
Fremdkapital
langfristig 4.000 11% 4.000 14%
kurzfristig 27.495 76% 19.942 70%
31.495 88% 23.942 84%
Gesamtkapital 35.961 100% 28.667 100%

Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2023 um 7.293 T€.

2. Finanzlage

Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (kurzfristig verfügbare Mittel) zur Kapitalflussrechnung mit entsprechendem Vorjahresausweis erstellt:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Periodenergebnis -586 1.533 -2.120
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6 8 -2
Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen 0 0 0
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 0 0
Cashflow nach DVFA/SG -580 1541 -2.122
Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen 326 56 270
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -8.192 -4.230 -3.962
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.055 4.178 3.877
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0
Zinsaufwendungen/Zinserträge -14 290 -304
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -405 1.835 -2.240
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -29 0 -29
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0 -10 10
Erhaltene Zinsen 709 55 654
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 680 45 635
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 2.000 -2.000
Veränderung Cash Pool -273 -1.994 1.721
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen von verbundenen Unternehmen -500 -500 0
Gezahlte Zinsen -696 -345 -351
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.468 -839 -629
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.193 1.041 -2.234
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.228 187 1.041
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 35 1.228 -1.193

3. Ertragslage

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:

2023 2022
T€ % T€ %
Umsatzerlöse 38.356 34.102
Bestandsveränderung 0 0
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0
Gesamtleistung 38.356 100% 34.102 100%
Materialaufwand -36.409 -95% -30.111 -88%
Sonstige betriebliche Erträge 490 1% 334 1%
Rohertrag 2.437 6% 4.325 13%
Personalaufwand -1.354 -4% -942 -3%
Abschreibungen -6 0% -8 0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.624 -4% -1.466 -4%
Sonstige Steuern -2 0% -6 0%
Betriebsergebnis -550 -1% 1.903 6%
Finanz- und Beteiligungsergebnis 14 -290
Ergebnis vor Steuern -536 1.614
Ertragssteuern -51 -81
Jahresergebnis -586 1.533

C. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Für das Jahr 2024 gehen wir von einer leichten Minderung des Umsatzes und einem positiven Ergebnis aus.

Die Produktionsanlagen werden im Jahr 2024 durch Non-GMP Pharmavorprodukte, die im Konzernverbund weiterverarbeitet oder aber an externe Pharmakunden verkauft werden sowie durch die Mengensteigerungen beim Tierfuttermitteladditiv gut ausgelastet.

Auch der Krieg gegen die Ukraine und die damit einhergehenden steigenden Preise für Energie, Probleme in den Transport- und Logistikketten sowie die Verfügbarkeit an benötigten Edelmetallen und Rohstoffen stellen ein Risiko für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 dar.

Eine mögliche unzuverlässige oder verspätete Versorgung mit Schlüsselrohstoffen und Edelmetallen aus Asien, der Ukraine und Russland ist ein zu beachtendes Risiko. Während länger andauernde Werksschließungen in Asien nun eher nicht mehr zu erwarten sind, ist hier nach wie vor von einer Verknappung der (Schiffs-)Transportkapazitäten und dadurch bedingten verlängerten Lieferzeiten auszugehen. Werksschließungen in der Ukraine sind zu erwarten und durch die ausgesprochenen Sanktionen gegen Russland wird es insbesondere bei der Versorgung von Edelmetallen unzuverlässiger werden.

Dies lässt sich jedoch durch Anpassung der Vorlaufzeiten und Inanspruchnahme von alternativen Lieferanten bei der Rohstoffbestellung weitestgehend kompensieren.

Das Risiko von wegbrechenden Aufträgen wird dagegen eher als gering angesehen. Das Produktportfolio mit Fokus auf Gesundheit (indirekt über Pharmavorprodukte) und Ernährung (indirekt über das Tierfuttermitteladditiv) hat sich bereits in den vergangenen Jahren als krisenresistent erwiesen. Dies sollte auch für das Jahr 2024 gelten.

Weiterhin ist die Gesellschaft grundsätzlich finanziellen Risiken ausgesetzt. Die Geschäftsführung geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus. Die Unternehmensplanungen stützen diese Annahme. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit in 2024 wird durch das andauernde finanzielle Engagement unserer Gesellschafter sichergestellt. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die finanziellen Stützungsmaßnahmen der Minafin-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 und gegebenenfalls darüber hinaus ausbleiben, wäre die Entwicklung der Gesellschaft deutlich beeinträchtigt. Mit der weiteren geplanten Entwicklung sollten sich die Stützungsmaßnahmen der Gruppe jedoch sukzessive reduzieren.

Chancen für weiteres Wachstum am Standort ergeben sich mit den weiter intensivierten Anstrengungen der Vertriebsgesellschaft, neue Produkte zu entwickeln und Neugeschäft zu generieren.

Die größte, in der Umsetzung befindliche Investition ist die Schaffung weiterer Zusatzkapazitäten in einer der Hauptproduktionslinien.

D. Sonstige Angaben

1. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Jahr 2024 wird von der Erzielung von Gewinnen ausgegangen. Die Gewinnerwartung ergibt sich aus:

dem stabilen Geschäft mit Tierfuttermitteladditiven

einem erneut starken Geschäft mit Pharmavorprodukten, und

der Intensivierung des Neuproduktgeschäfts

Eine verbesserte Anlagenverfügbarkeit und weitere Produktivitätssteigerungen werden ebenfalls dazu beitragen.

2. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist eine wesentliche Tätigkeit der MinAscent Technologies GmbH. Die Neu- und Weiterentwicklung von zukunftsträchtigen Produkten, welche größtenteils Auftragsbezogen erfolgt, ist das Hauptaufgabenfeld dieser Abteilung. Von der Gesamtzahl der Mitarbeiter der Vertriebsgesellschaft sind über 25% für diesen Bereich tätig.

 

Leuna, 27. Mai 2024

Dr. Bernhard Müller, Geschäftsführer

Dr. Olaf Poppe, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MinAscent Technologies GmbH, Leuna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MinAscent Technologies GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MinAscent Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer

gez. Dario Gomoll, Wirtschaftsprüfer

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