Thung Thong GmbH
Selbe AdresseVermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joseph Gregory Ayers seit 6.5.2026 | Prokura |
Joshua Samuel Geller seit 6.5.2026 | Prokura |
Stefan Nandor Zorn seit 25.4.2024 | Geschäftsführer |
Christian Voelpel seit 5.9.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Maroon Germany Parent GmbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Boeing Deutschland GmbHBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Der Konzernabschluss umfasst die Boeing Deutschland GmbH (MU), sowie die folgenden Tochterunternehmen:
Der Konzern ist maßgeblich geprägt durch die Jeppesen GmbH (Jeppesen), auf welche der überwiegende Teil der Umsatzerlöse und des Ergebnisses entfällt. Seit über 75 Jahren unterstützt Jeppesen Experten der Luftfahrt weltweit dabei, ihre Ziele sicher und effizient zu erreichen. Auf Grundlage dieser Erfahrung bietet Jeppesen heute ein stetig wachsendes Angebot innovativer Informationsprodukte, Dienstleistungen und Software. Zwischen der Jeppesen GmbH und der Boeing CAS Holding GmbH, sowie zwischen Boeing CAS Holding GmbH und Jeppesen Deutschland GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge. Ebenfalls besteht zwischen der Boeing Services Deutschland GmbH und der Boeing Deutschland GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Unternehmensentwicklung Wirtschaftliche Rahmendaten Ein Jahr des Aufschwungs nach der Krise Im Geschäftsjahr 2021 setzte eine solide Erholung von der Pandemie ein. Die wirtschaftliche Lage verbesserte sich deutlich:
[Quelle: European Central Bank, Annual Report 2021, April 2022] Entwicklungen im Flugverkehr Entwicklung des Passagierverkehrs im Jahr 2021 Die International Air Transport Association (IATA) gab die Ergebnisse des weltweiten Passagierverkehrs für das Gesamtjahr 2021 bekannt. Diese zeigen, dass die Nachfrage (Passagierkilometer oder RPK) im Vergleich zum Gesamtjahr 2019 um 58,4% zurückging, was eine leichte Erholung im Vergleich zum Gesamtjahr 2020 bedeutet, als die RPK im Hinblick auf das Vorjahr um 65,9 % sanken.
[Quelle: IATA - Air Passenger Market Analysis - December 2021 and IATA Press Release no. 5, dated 25 January 2022] Geschäftsverlauf des Konzerns Das Ergebnis des Konzerns wird im Wesentlichen von der Jeppesen GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg getragen. Daher spiegeln die nachfolgenden Erläuterungen überwiegend den Geschäftsverlauf dieser Gesellschaft wider. Jeppesen Die rasant schwindende Nachfrage nach dem Medium Papier setzte sich auch im Berichtsjahr 2021 fort. Der Rückgang an Druckvolumina hat sich im Jahr 2021 weiter fortgesetzt. Der Druck fand ab 2016 hauptsächlich am Standort in Englewood, Colorado/USA, statt. Da die globale Nachfrage nach Papierkarten weiter gesunken ist, wurde im Jahr 2019 der Druckstandort Denver geschlossen und die verbleibenden Druck- und Versandmengen an einen externen Dienstleister in den USA übertragen. Die nachlassende Nachfrage an Papier basierten Produkten konnte auch weiterhin durch das erweiterte Portfolio an digitalen Lösungen mehr als ausgeglichen werden. Research & Product Incubation hat in diesem Jahr die Entwicklung der Produkte "Fleet Insight" weiter fortgeführt und es wird seit 2022 auf dem Markt angeboten. Der Jahresumsatz 2021 der Jeppesen GmbH erhöhte sich um 3,2% auf 208,0 Millionen Euro (Vorjahr: 201,6 Millionen Euro). Diese Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die einzelnen Marktsegmente auf:
Die einzelnen Bereiche der Jeppesen entwickelten sich wie folgt: Commercial Aviation Insbesondere im Bereich "Commercial Aviation" blieben die Einnahmen weitgehend stabil und stiegen 2021 nur leicht um 1,5% auf 117,0 Millionen Euro, da aufgrund der Abrechnungsmodelle als Parameter nur aktiv fliegende Flugzeuge in die Berechnungen an unsere Airline Kunden einfließen, steht dies im Einklang mit einer leichten Erholung der kommerziellen Luftfahrt. Business Aviation Im Bereich "Business Aviation" verzeichneten wir einen leichten Rückgang von 3,4%, der hauptsächlich auf die anhaltenden Auswirkungen von COVID-19 auf Geschäftsluftfahrtkunden zurückzuführen ist. Der Gesamtumsatz im Jahr 2021 erreichte 28,0 Millionen Euro. General Aviation Einen deutlichen Aufschwung gab es bei den Kunden im Bereich "General Aviation". Die Umsätze stiegen um 23,3% und erreichten 25,3 Millionen Euro im Jahr 2021. Dieser Umsatzanstieg ist vor allem in Europa zu beobachten und ist hauptsächlich auf neue Kunden und Verträge zurückzuführen. Government & Military Der Bereich "Government & Military" hat sich unabhängig von COVID-19 positiv entwickelt und ist in 2021 um 2,2% gegenüber dem Vorjahr gestiegen und hat einen Wert von 37,6 Millionen Euro erreicht. Der positive Anstieg steht im Zusammenhang mit zusätzlichen Vertragsabschlüssen mit Neukunden und dem Verkauf zusätzlicher Serviceleistungen an unsere Bestandskunden. Boeing Services Deutschland GmbH Der Umsatz der Boeing Services Deutschland GmbH stieg im Geschäftsjahr 2021 um 8% gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg ist primär auf vermehrte Abrechnungen an verbundene Unternehmen, hauptsächlich an The Boeing Company, für Entwicklungsaktivitäten einer großen kommerziellen Flugschule zurückzuführen. Sonstige Transaktionen mit Drittkunden waren sehr begrenzt. Boeing Deutschland GmbH Die Umsätze der Boeing Deutschland GmbH des Jahres 2021 haben sich gegenüber dem Vorjahr um 17% vermindert. Die Minderung der Umsatzerlöse ist auf die Reduzierung der in Deutschland durch die Boeing Deutschland GmbH betreuten Mitarbeitern von verbundenen Unternehmen ("Expats") um durchschnittlich 13 auf 11 Personen zurückzuführen. Ferner auf die Reduzierung des Gewinnaufschlags von 10% auf 7,5% auf im Rahmen des Service-Agreements mit The Boeing Company erstattungsfähige Aufwendungen. 2.2. Ertragslage Umsatzsituation Die Umsatzerlöse betragen T€ 229.606 (Vorjahr: T€ 226.329) und sind im Wesentlichen durch die Umsätze der Jeppesen geprägt. Der Anteil der Jeppesen beträgt 90,6% (Vorjahr: 89,1%). Die Boeing Deutschland GmbH repräsentiert mit ihren Dienstleistungen an verbundene Unternehmen auf "Cost- Plus"-Basis 7,5% (Vorjahr: 10,0%) der Umsatzerlöse. Bezogen auf die Umsatzsegmentierung trägt das Abonnementgeschäft der Jeppesen GmbH 68,8% (Vorjahr: 66,1%) zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich im Berichtszeitraum auf T€ 18.426 (Vorjahr: T€ 23.156) und stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit von der Boeing Deutschland GmbH von verbundenen Unternehmen ausgeliehenen Mitarbeitern, sowie mit outside Printing, welches im Rahmen der Print Consolidation seit 2017 von Jeppesen Sanderson Inc., Denver/USA, vorgenommen in Rechnung gestellt wird. Die Aufwendungen werden durch Kursschwankungen beeinflusst, weil die Abrechnung in USD erfolgt. Im Geschäftsjahr 2019 waren die Aufwendungen aufgrund der Anpassung der Kosten für Outside Printing höher. Personalaufwendungen Der Personalaufwand des Konzerns beläuft sich auf T€ 52.666 (Vorjahr: T€ 52.137), wovon T€ 44.628 (Vorjahr: T€ 43.705) auf Gehälter sowie T€ 8.038 (Vorjahr: T€ 8.432) auf Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen. Abschreibungen Der sich aus der Kapitalkonsolidierung im Rahmen der Erstkonsolidierung ergebende aktivische Unterschiedsbetrag wurde als Geschäftswert in Höhe von T€ 704.496 aktiviert. Der Geschäftswert wird gemäß § 309 Abs. 1 HGB planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Der Bestimmung der Abschreibungsdauer liegt das äußerst stabile Geschäft der Jeppesen zugrunde, welches sich durch langjährige Kundenverträge in den Bereichen Commercial und Business Aviation auszeichnet und darüber hinaus ein robustes Abonnementsystem im Bereich General Aviation beinhaltet. Die Abschreibungen in Höhe von T€ 48.774 (Vorjahr: T€ 48.811) beinhalten im Wesentlichen die planmäßige Abschreibung des Geschäftswertes, welche für das Geschäftsjahr 2020 mit T€ 47.413 (Vorjahr: T€ 47.413) zu Buche schlägt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtszeitraum T€ 53.028 (Vorjahr: T€ 54.351) und beinhalten Lizenzgebühren in Höhe von T€ 17.264 (Vorjahr: T€ 15.720), Kostenerstattungen und Lizenzgebühren an konzernfremde verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 22.877 (Vorjahr: T€ 23.845), Mieten und Mietnebenkosten T€ 2.357 (Vorjahr: T€ 2.233), Beratungskosten T€ 2.085 (Vorjahr: T€ 2.292), Ausgangsfrachten T€ 245 (Vorjahr: T€ 254) sowie Reisekosten T€ 526 (Vorjahr: T€ 1.108) erfasst. Ferner sind hier T€ 2.576 (Vorjahr: T€ 3.435) für Aufwendungen aus der Abschreibung von Forderungen enthalten. Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 25.248 (Vorjahr: T€ 20.626) ab. Somit ist neben der im Vorjahreslagebericht prognostizierten Umsatz- auch das prognostizierte Ergebnis erreicht worden. 2.3. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 auf T€ 736.719 (Vorjahr: T€ 846.002) und ist auf der Aktivseite im Wesentlichen von dem Geschäftswert in Höhe von T€ 469.681 geprägt, welcher sich aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um T€ 47.413 vermindert hat. Die liquiden Mittel verringerten sich von T€ 232.570 um T€ 64.406 auf T€ 168.164. Dies ist hauptsächlich auf die Kapitalrückzahlung an die Muttergesellschaft Boeing Netherlands B.V. im Geschäftsjahr 2021 zurückzuführen. Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 650.122 (Vorjahr: T€ 767.874) und minderte sich trotz des Konzernjahresüberschusses in Höhe von T€ 25.248 aufgrund der Entnahme aus der Kapitalrücklage durch die Alleingesellschafterin der Boeing Deutschland GmbH in Höhe von T€ 143.000 (siehe auch die Erläuterung im Absatz vorher). Die zum Bilanzstichtag bestehenden Rückstellungen in Höhe von T€ 33.424 (Vorjahr: T€ 27.414) setzen sich aus der Rückstellung für Pensionen in Höhe von T€ 20.531 (Vorjahr: T€ 18.692), personalbezogenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 8.496 (Vorjahr: T€ 5.970) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 3.167 (Vorjahr: T€ 2.752), sowie Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 812 (Vorjahr: T€ 0) zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um T€ 2.247 auf T€ 20.699. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten, der im Zusammenhang mit Kundenabonnements steht, beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 25.795 (Vorjahr: T€ 24.322). 2.4. Finanzlage Die Gesellschaft hat einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 81.179 (Vorjahr: T€ 51.896) erzielt. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem höheren Konzernjahresüberschuss sowie geringeren Ertragssteuerzahlungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ - 1.716 (Vorjahr: T€ 696) und resultiert aus den Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -143.875 (Vorjahr: T€ - 2.281) und ist durch die Rückzahlung aus der Kapitalrücklage an den Gesellschafter Boeing Netherlands BV in Höhe von T€ 143.000 (Vorjahr: Ausschüttung T€ 1.465) verursacht. Das Anlagevermögen und große Teile des Umlaufvermögens sind durch Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um ein Vielfaches. 2.5. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sowie andere nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nachfolgend werden die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt:
Die Konzerngesellschaften holen sich regelmäßig Feedback der Kunden hinsichtlich Verbesserungen und Weiterentwicklung der angebotenen Produkte und Services ein. Hierzu dienen bei der Jeppesen GmbH insbesondere die jährlichen regionalen "Connect" Events, zu denen die großen Airline-Kunden eingeladen werden, und die sich großer Resonanz erfreuen. In diesen Veranstaltungen werden direkte Kundengespräche und Panel-Diskussionen geführt, sowie neue Produktankündigungen und Produktreleases bestehender Services kommuniziert. In den Bereichen Business und General Aviation trägt die Teilnahme an verschiedenen Messen zum Austausch mit unseren Kunden bei. Im Rahmen der Neuentwicklung werden regelmäßig Bestandskunden in die Projektarbeit eingebunden, um im Vorfeld die Bedürfnisse und den Nutzen einschätzen zu können. Alle diese Maßnahmen unterstützen das Bestreben, das Portfolio auszubauen bzw. das bestehende Portfolio zu verbessern. 2.6. Forschung und Entwicklung Jeppesen/Boeing Digital Aviation & Analytics arbeitet in der Entwicklung der Verbesserung elektronischer Airline Produkte für Airlines zur Gewinnung von operationeller Effizienz für Flug- und Crew-Planung, Flugführung und Fluganalysen. Unsere Produktionsprozesse erfüllen die Anforderungen verschiedener Qualitätsnormen und sind zertifiziert nach der ISO Norm 9001:2015. Research & Product Incubation hat in diesem Jahr die Entwicklung der Produkte "Fleet Insight" weiter fortgeführt und es 2022 auf dem Markt anzubieten. Jeppesen hat eine neue Strategie zu Ausbildung einer API-Economy aufgesetzt. Im Rahmen der SaaS und DaaS Strategie wurden weitere Module hinzugefügt. Das Alerts (API) Application Programmer Interface wurde mit mehr Funktion ausgestattet. Gleichezeitig wurde mit TAPE ein Boeing Zertifizierungstool zugelassen, daß auf allen großen Boeing Programmen eingesetzt wird. Jeppsen/Boeing hat auch in 2021 mit OPSTIMAL und iCabin signifikante Forschungsvorhaben mit der deutschen Industrie, dem Bundeswirtschaftsministerium sowie in enger Partnerschaft mit TU Darmstadt, TU Braunschweig und anderen deutschen Hochschulen weiterbearbeitet. 2.7. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beläuft sich im Berichtszeitraum auf 481 (Vorjahr: 508). 3. Chancen- und Risikenbericht 3.1. Risiken der Finanzinstrumente Der Konzern ist bezüglich seiner Finanzinstrumente insbesondere den folgenden Risiken ausgesetzt: Das Ausfallrisiko bei finanziellen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der offenen Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Wir gehen auf Basis unserer Analysen und Kenntnisse davon aus, dass durch die gebildeten Wertberichtigungen für Forderungsausfälle dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten angemessen Rechnung getragen wird bzw. Forderungen gegen verbundene Unternehmen nicht ausfallgefährdet sind. Wesentliche Zinsänderungsrisiken liegen aufgrund der kurzen Laufzeit der Darlehensforderungen nicht vor. Durch die Geschäftsbeziehungen mit ausländischen Kunden und konzernfremden verbundenen Unternehmen sehen wir uns im gewissen Maße Währungsrisiken ausgesetzt. Derzeit schätzen wir deren Bedeutung jedoch als eher nachrangig ein, sodass wir keine Kurssicherungsmaßnahmen vorgenommen haben. Sollten zukünftig wieder höhere Darlehen in fremder Währung ausgereicht werden, werden wir Kurssicherungsmaßnahmen in Erwägung ziehen. Die eingerichteten internen Kontrollen unterstützen dabei, dass wesentliche Fehler in der Buchhaltung und im Jahresabschluss möglichst vermieden oder zumindest frühzeitig erkannt werden. 3.2. Konjunkturelle und branchenspezifische Risiken Die Wirtschaft erholte sich Anfang 2022 weiter, wurde aber durch den russischen Einmarsch in der Ukraine stark beeinträchtigt. Die hohe Inflation, die angespannten finanziellen Bedingungen und der anhaltende angebotsbedingte Gegenwind beeinflussen die weltweite Wirtschaftstätigkeit negativ. Nach den makroökonomischen Projektionen der Europäischen Zentralbank vom September 2022 sind die globalen Wachstumsaussichten gedämpft: Das reale BIP (ohne Eurogebiet) soll 2022 weltweit um 2,9%, 2023 um 3,0% und 2024 um 3,4% steigen. Die Aussichten für den Euroraum zeigen ein BIP-Wachstum von 3,1% im Jahr 2022, einen deutlichen Rückgang des Wachstums im Jahr 2023 auf 0,9% und eine Erholung des Wachstums im Jahr 2024 auf 1,9%. Die für das Jahr 2022 erwartete durchschnittliche Inflation beträgt 8,1% und wird voraussichtlich auf 5,5% im Jahr 2023 und auf 2,3% im Jahr 2024 sinken. [Quelle: European Central Bank - Economic Bulletin, issue 6/2022]10 Regionale Zusammenfassung Die Finanzen der Fluggesellschaften haben sich im Jahr 2021 in allen Regionen verbessert und haben sich im Jahr 2022 weiter verbessert, wobei Nordamerika mit starken Verkehrsströmen von und nach Lateinamerika, Europa und anderen widerstandsfähigen Volkswirtschaften den Weg bereitet. Auch die Finanzen des internationalen Luftverkehrs in Europa haben sich geringfügig verbessert. Im asiatisch- pazifischen Raum gab es 2021 jedoch so gut wie keine Erholung im internationalen Luftverkehr, und selbst die größten Binnenmärkte der Region werden weiterhin durch erneute COVID-19-Ausbrüche und neue staatliche Beschränkungen belastet. Eine langsame Erholung wird auch für Afrika erwartet, insbesondere für Länder mit niedrigem Einkommen. Die lateinamerikanischen Fluggesellschaften wurden durch mehrere Insolvenzverfahren nach Chapter 11 in den USA stark in Mitleidenschaft gezogen und meldeten so niedrige Betriebsmargen wie nie zuvor. Es gibt dennoch eine robuste Nachfrage nach Freizeitreisen, die dazu beiträgt, die Finanzen der regionalen Fluggesellschaften zu verbessern. Eine langsame Erholung ist auch im Nahen Osten zu beobachten, da die Region von internationalen Langstreckenflügen abhängig ist. [Quelle: IATA -Annual Review 2022] Das für das Konzernergebnis maßgebliche Tochterunternehmen Jeppesen GmbH bedient vom Standort Neu-Isenburg aus Kunden in den Regionen Europa, Afrika, Mittlerer und Naher Osten, sowie Teile von Asien. Das Kundenportfolio teilt sich in die wesentlichen Kategorien, Commercial Aviation, Business Aviation, General Aviation und Military Aviation auf. Durch diese Diversifikation werden eventuelle konjunkturelle oder branchenspezifische Risiken gemindert. Die unmittelbaren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie fallen für die Jeppesen GmbH aufgrund des Produktportfolios, der Kundendiversifikation sowie der Marktstellung vergleichsweise gering aus. Allerdings könnte der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland aufgrund der verhängten Sanktionen gegen Russland negative Auswirkungen auf den Umsatz mit russischen und ukrainischen Kunden auf Ebene der Tochtergesellschaft Jeppesen GmbH haben. Der Anteil der russischen und ukrainischen Kunden der Jeppesen GmbH machte in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 jeweils ca. 7% des Gesamtumsatzes aus. Ab dem 3. März 2022 hat Boeing (inklusive Jeppesen GmbH) alle Aktivitäten einschließlich Rechnungstellung an Russland und russische Kunden eingestellt. 3.3. Technische Risiken Bei der bedeutsamsten Konzerngesellschaft Jeppesen GmbH ist es aufgrund der geänderten Anforderungen hinsichtlich der Transformation von Papierkarten zu elektronischen Navigationslösungen, die zum Teil mit einer kontinuierlichen täglichen Verfügbarkeit der Daten einhergeht, immer wichtiger, die Redundanz der IT Systeme sicher zu stellen, da unsere Kunden auf die zeitnahe Aktualisierung und stetige Verfügbarkeit angewiesen sind. Diesem Risiko wird durch geeignete Maßnahmen begegnet. Hierzu gehören bei der Jeppesen GmbH, aber auch bei den übrigen Konzerngesellschaften, technische und organisatorische Maßnahmen, insbesondere "Disaster Recovery" Pläne, die eine Weiterführung des Geschäftsbetriebes auch in ungünstigen Szenarien gewährleisten. So werden von allen Systemen Back-ups und Datenkopien der wesentlichen Systeme gefahren, welche an unterschiedlichen Standorten aufbewahrt werden. 3.4. CHANCEN Die Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios und die damit verbundene Forschungstätigkeit für Produkte und Service der Zukunft bilden das Fundament für eine sich immer mehr in Richtung elektronische Optimierungslösungen getriebene Industrie innerhalb der kommerziellen Luftfahrt. Da die Jeppesen GmbH auch in der COVID-19 weiter in neue und verbesserte Produkte investiert hat bildet sich eine deutlich verbesserte Marktposition aus. Mit intelligenter Verknüpfung von Informationen und darauf zugreifenden integrierten, mobilen Anwendungen bietet Jeppesen hier Lösungen für alle Märkte an, die Nachfrage nach diesen innovativen Lösungen steigt ungebrochen. Mit FleetInsight, Wetter API, NOTAM API, TaxiTime API, Alerts API wird eine Reduktion der eigenen Entwicklungskosten, eine Markterweiterung für den Kunden und das Erreichen neuer Märkte ermöglicht. The Boeing Company, Chicago, hat einen Vertrag mit der US Navy über den Bau von fünf P-8A Poseidon Seeüberwachungs- und U-Boot-Abwehrflugzeugen für die deutschen Seestreitkräfte abgeschlossen. Die P-8A werden die in die Jahre gekommenen P-3C Orion-Flugzeuge ersetzen. Deutschland soll die neuen Flugzeuge ab 2024 erhalten. Boeing wird Support-, Schulungs- und Wartungslösungen bereitstellen, die die größtmögliche Einsatzbereitschaft zur Erfüllung der Aufgaben der Deutschen Marine bieten. Daher erwarten wir in den kommenden Jahren einen Anstieg der Kosten zur Unterstützung der verstärkten Aktivitäten in der Defense Sparte und damit einhergehend - aufgrund des Kostenerstattungsmodells - auch einen Anstieg des Umsatzes bei der Boeing Deutschland GmbH. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen zu "Forschung und Entwicklung" in Abschnitt 2.6. 3.5. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Wir bleiben zuversichtlich, dass die Ertragskraft unseres Konzerns eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die notwendigen Ressourcen sorgt, um die den Konzernunternehmen zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Angesichts unserer Marktstellung, unserer engagierten Mitarbeiter sowie unserer strukturierten Prozesse und internen Kontrollen sind wir zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch zukünftig erfolgreich begegnen zu können. 4. Prognosebericht Die International Air Transport Association (IATA) gab bekannt, dass sich der Aufschwung im Luftverkehr im Dezember 2022 und im gesamten Jahr fortgesetzt hat. Der Gesamtverkehr im Jahr 2022 (gemessen in umsatzwirksamen Passagierkilometern oder RPKs) stieg im Vergleich zu 2021 um 64,4%. Weltweit lag der Verkehr im Gesamtjahr 2022 bei 68,5% des Niveaus vor der Pandemie (2019). Der Gesamtverkehr im Dezember 2022 stieg im Vergleich zum Dezember 2021 um 39,7% und erreichte 76,9% des Niveaus vom Dezember 2019. Der internationale Verkehr im Jahr 2022 stieg um 152,7% gegenüber 2021 und erreichte 62,2% des Niveaus von 2019. Der internationale Verkehr im Dezember 2022 stieg um 80,2% gegenüber Dezember 2021 und erreichte 75,1% des Niveaus im Dezember 2019. Der Inlandsverkehr stieg 2022 gegenüber dem Vorjahr um 10,9%. Der Inlandsverkehr 2022 lag bei 79,6% des Niveaus des Gesamtjahres 2019. Der Inlandsverkehr im Dezember 2022 stieg um 2,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und lag bei 79,9% des Verkehrs im Dezember 2019. Die IATA prognostiziert, dass die meisten Regionen bis Ende 2023 das Niveau der Flugreisenachfrage vor der Pandemie erreichen oder übertreffen werden. [Quelle: IATA - Air Passenger Market Analysis - August 2022, IATA Press Release No. 4, 6 February 2023] Entwicklung des Konzerns Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche können folgende Aussagen getroffen werden: Jeppesen GmbH Aufgrund vorläufiger - zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung noch ungeprüfter - Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 wird erwartet, dass die Umsatzerlöse auf insgesamt 197,2 Millionen Euro sinken. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Boeing (einschließlich der Jeppesen GmbH) zum 3. März 2022 alle Aktivitäten einschließlich der Fakturierung an Russland und russische Kunden eingestellt hat. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 hatte dieses Geschäft einen Umsatzanteil von ca. 7%. Commercial Aviation Im Bereich "Commercial Aviation" konnten wir im Geschäftsjahr 2022 einen leichten Umsatzanstieg von 1,7% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Der Anstieg ist auf die anhaltende Erholung nach COVID-19 im kommerziellen Luftverkehr zurückzuführen. Auf der Grundlage der vorläufigen Zahlen wird für dieses Segment ein Gesamtumsatz von 119,0 Millionen Euro erwartet. Business Aviation Im Bereich "Business Aviation" wird der Umsatz voraussichtlich stabil bleiben. Auf der Grundlage der vorläufigen Zahlen erwarten wir einen Anstieg von etwa 0,6%. Der Umsatz wird voraussichtlich 28,2 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2022 erreichen. General Aviation Im Bereich "General Aviation" ist ein Umsatzrückgang von ca. 19,1% zu verzeichnen, wobei der Gesamtumsatz auf der Grundlage der vorläufigen Zahlen für 2022 20,5 Millionen Euro beträgt. Insbesondere in den Regionen Europa und Asien gab es geringere Abrechnungen an mehrere Kunden im Segment "General Aviation". Die Einstellung der Fakturierung an Russland und russische Kunden wirkte sich ebenfalls negativ auf den Umsatz im Jahr 2022 aus. Government & Military Der Bereich "Government & Military" ist am stärksten betroffen. Auf Basis der vorläufigen Zahlen erwarten wir einen Rückgang von ca. 21,4%. Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2022 wird 29,5 Millionen Euro erreichen. Der Rückgang wird hauptsächlich durch Kunden im Nahen Osten verursacht. Die Einstellung der Fakturierung an Russland und russische Kunden wirkt sich ebenfalls negativ auf den Umsatz im Jahr 2022 aus. Boeing Services Deutschland GmbH Die Umsätze der Boeing Services Deutschland GmbH werden sich zukünftig vollständig auf den aus Tätigkeiten für verbundene Unternehmen ergeben. Rechnungen an Dritte wird die Gesellschaft nur noch in einem sehr geringen Umfang ausstellen. Der Umsatz mit Dritten und verbundenen Unternehmen außerhalb des deutschen Konsolidierungskreises ist im Geschäftsjahr 2022 um rund 12% auf 4,2 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €) zurückgegangen. Es wird jedoch erwartet, dass der Umsatz und die Rentabilität in den kommenden Jahren - hauptsächlich verursacht durch Dienstleistungen für konzernfremde verbundene Unternehmen - steigen. Boeing Deutschland GmbH Die Umsätze der Boeing Deutschland GmbH sind stark abhängig von den Bedarfen und Projekten der verschiedenen Business Units von Boeing (Commercial & Defense), die je nach Kundenanforderungen steigen oder sinken können. Die Boeing Deutschland GmbH hat auf der Basis der vorläufigen, ungeprüften Zahlen für 2022 stabile Umsatzerlöse aus der Erbringung von Serviceleistungen für verbundene Unternehmen außerhalb des deutschen Teilkonzerns erzielt. Die vorläufigen Finanzzahlen zeigen, dass der Umsatz nur 3% niedriger ausfallen wird als im Jahr 2021. Aufgrund der vorläufigen, zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung noch von dem Konzernabschlussprüfer ungeprüften Zahlen wird erwartet, dass sich der Umsatz sowie der Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um ca. 8-10% vermindert. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 hängt insbesondere auch von dem Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt, ab. 5. Danksagung Voraussetzung für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 und den Ausbau unserer Leistungsfähigkeit war, wie in den Vorjahren, der kontinuierlich engagierte Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen wir an dieser Stelle unseren besonderen Dank und Anerkennung aussprechen. Ein weiterer Dank gilt der Arbeitnehmervertretung für ihre offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Konzernbilanz zum 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin in der Lennéstraße 9 und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 173838 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Auf eine vollumfängliche Anwendung der Standards des Deutschen Rechnungslegungskomitees (DRSC) wurde verzichtet. In zulässiger Abweichung von DRS 18 "Latente Steuern" enthält der Konzernanhang keine Darstellung des Zusammenhangs zwischen erwartetem und ausgewiesenem Steueraufwand in Form einer Überleitungsrechnung. Ebenso wurde auf eine detaillierte Erläuterung des nicht aktivierten Überhangs aktiver latenter Steuern verzichtet. Ferner wurde nicht allen Empfehlungen von DRS 22 "Konzerneigenkapital" (Angabe des Betrages, der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht) gefolgt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis / Anteilsbesitzliste Der Konzernabschluss umfasst die Boeing Deutschland GmbH (MU) sowie die folgenden inländischen Tochterunternehmen:
Zwischen der Jeppesen GmbH und der Boeing CAS Holding GmbH sowie zwischen Boeing CAS Holding GmbH und Jeppesen Deutschland GmbH, bestehen Ergebnisabführungsverträge. Mit den beiden Tochtergesellschaften Boeing Services Deutschland GmbH, Köln, und Jeppesen Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, bestehen seit 1. Januar 2017 jeweils ertragssteuerliche Organschaften mit der Boeing Deutschland GmbH, Berlin. Stichtag Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Erläuterung der Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung aller Tochterunternehmen erfolgte unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem Zeitwert des Eigenkapitals der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Übernahme der Anteile durch die Gesellschaft. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile an der (mittlerweile auf die Jeppesen Deutschland GmbH verschmolzene) Boeing International B.V. (inkl. deren Tochtergesellschaften Boeing CAS Holding GmbH und Jeppesen GmbH) sowie der Boeing Services Deutschland GmbH zum 1. Dezember 2016. Die Anteile an der Jeppesen Deutschland GmbH wurden am 19. Dezember 2016 erworben. Die sich aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der Boeing Services Deutschland GmbH, Jeppesen Deutschland GmbH, Boeing International B.V. (am 1. Januar 2017 auf die Jeppesen Deutschland GmbH verschmolzen), Boeing CAS Holding GmbH und der Jeppesen GmbH jeweils ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäftswert in Höhe von insgesamt TEUR 708.431 aktiviert. Dieser Geschäftswert wird gemäß § 309 Abs. 1 HGB planmäßig über die voraussichtliche, betriebsindividuell auf Grundlage der Dauer der produktbedingt langjährigen Kundenbeziehungen zu den Airlines geschätzten Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Schuldenkonsolidierung Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Behandlung der Zwischenergebnisse Zwischen den einbezogenen Unternehmen bestehen nur geringfügige Liefer- und Leistungsbeziehungen. Eine Zwischengewinneliminierung gemäß § 304 Abs. 2 HGB war nicht vorzunehmen. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Aufwendungen, Erträge und Umsatzerlöse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Boeing Deutschland GmbH einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, die auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anzuwenden sind, erstellt (§ 308 HGB). Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer betriebsindividuell geschätzten Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig. Der Abschreibungszeitraum für die einzelnen immateriellen Vermögensgegenstände richtet sich nach der Schätzung der betriebsindividuellen Nutzung und beträgt für Software 3 und für die Geschäftswerte 15 Jahre. Dieser Zeitraum entspricht der erwarteten langen Kundenbindung. Die beiden Geschäftswerte stammen aus der Kapitalkonsolidierung zum 1. Dezember 2016 sowie aus dem Erwerb eines Geschäftsbetriebs mit den dazugehörigen Vermögensgegenständen und Schulden zum 1. Januar 2017. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen, betriebsindividuell geschätzten Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Nutzungsdauern sind wie folgt:
Geringwertige Anlagegüter der inländischen Tochterunternehmen mit einem Wert zwischen EUR 150 bis EUR 1.000 werden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten erfasst und mit 20% pro Jahr planmäßig abgeschrieben. Die Bestände an Waren werden einzeln zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Wartungskosten für das Folgejahr. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte unter Zugrundelegung des versicherungsmathematischen Projected Unit Credit-Verfahrens, einem Rechnungszinsfuß von 1,87% (VJ: 2,31%) p.a., einem Gehaltstrend 3,00% (VJ: 3,00%) p.a. und einem Rententrend von 1,75% (VJ: 1,75%) p.a. Der Rechnungszinsfuß entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichtem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als biometrische Grundlagen dienten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die sonstigen Rückstellungen sind nach § 249 HGB für noch ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften liegen nur bei den Restrukturierungsrückstellungen vor (Freistellungsgehälter). Diese sind gemäß den jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen mit den betroffenen Arbeitnehmern angesetzt. Langfristige Rückstellungen aus Jubiläumsverpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB (7-Jahresdurchschnitt) abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten überwiegend die von Kunden geleisteten Vorauszahlungen für Abonnements, die über die Vertragslaufzeit abgewickelt werden. Der Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern, der aus Unterschieden aus der Bewertung der Pensions-, Personalrückstellungen sowie Mietereinbauten resultiert, wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 2 HGB in der Handelsbilanz II des Mutterunternehmens und der einbezogenen Tochterunternehmen nicht aktiviert. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen haben sich nicht ergeben. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz in Höhe von 28,53% zugrunde (15,83% für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,70% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Kursgesicherte Fremdwährungsdarlehen lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 29.272 (Vj: TEUR 27.598) resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 13.105 (Vj: TEUR 13.965) Forderungen gegen die Alleingesellschafterin Boeing Netherlands B.V., Amsterdam/Niederlande, enthalten. Eigenkapital Grundkapital Das gezeichnete Kapital der Boeing Deutschland GmbH beträgt TEUR 25. Rücklagen Kapitalrücklage In der außerordentlichen Gesellschafterversammlung vom 4. April 2021 wurde eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 143.000 beschlossen. Nach Auskehrung des Betrages beläuft sich die Kapitalrücklage auf TEUR 620.230. Nachfolgend wird die Entwicklung seit der Erstkonsolidierung dargestellt:
Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen den Pensionsverpflichtungen auf Basis von zehn- und siebenjährigem Durchschnittszinssatz nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 2.091 (Vj: TEUR 2.607). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 3.167 (Vj: TEUR 2.292), personalbezogene Rückstellungen TEUR 8.496 (Vj: TEUR 5.970), Rückstellungen für Prüfungs- und Beratungskosten TEUR 328 (Vj: TEUR 373) und Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen TEUR 90 (Vj: TEUR 352). Zu den wesentlichen personalbezogenen Rückstellungen gehören Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen (TEUR 6.103; Vj: TEUR 1.470), Jubiläumsrückstellungen (TEUR 569; Vj: TEUR 583) sowie sonstige Rückstellungen (TEUR 1.824; Vj: TEUR 3.917), die im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen (TEUR 280; Vj: TEUR 308) und Rückstellungen für Sonstiges (TEUR 1.544; Vj: TEUR 3.150) enthalten. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind ungesichert. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 4.838 (Vj: TEUR 4.779) aufgrund diverser Wartungs-, Leasing- und Mietverträge für Verwaltungs-, Lager- und Produktionsgebäude sowie EDV-Anlagen. Diese Miet- und Leasingverträge werden geschlossen, um Liquiditätsabflüsse zu verteilen. Risiken aus diesen Verträgen bestehen aus heutiger Sicht nicht. Diese Verträge enden zwischen 2022 und 2025; teilweise bestehen Verlängerungsoptionen. Von dem Gesamtbetrag entfallen TEUR 1.728 auf das Jahr 2022. Darüber hinaus sind keine weiteren, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen sowie nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte zu vermerken. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen auf die Boeing Deutschland GmbH (7,5%), die Jeppesen GmbH (90,6%) und die Boeing Services Deutschland GmbH (1,9%). Die Umsatzerlöse der Jeppesen GmbH sind vom Verkauf von Flugnavigationsdaten in Form von elektronischen Daten und Papier, sowie sonstiger Publikationen im Bereich der Luftfahrt und des Pilotenbedarfs geprägt. Bei den Umsatzerlösen der Boeing Services Deutschland GmbH handelt es sich um Umsätze aus dem Verkauf von Trainingshandbüchern und elektronischen Trainingskursen. Bei den Umsatzerlösen der Boeing Deutschland GmbH handelt es sich um Support im Rahmen der Verkaufsförderung für die beiden Hauptbusiness Units (Commercial und Defense) der The Boeing Company, Chicago/USA. Umsatzerlöse nach Sparten:
Von den Gesamtumsätzen in Höhe von EUR 229,6 Millionen (Vj: EUR 226,3 Millionen) betreffen EUR 28,0 Millionen (Vj: EUR 30,2 Millionen) Umsätze mit verbundenen Unternehmen. Die restlichen Umsatzerlöse in Höhe von EUR 201,6 Millionen (Vj: EUR 196,1 Millionen) wurden mit Drittkunden erzielt und teilen sich prozentual wie folgt auf die einzelnen Marktsegmente auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 605 (Vj: TEUR 727). Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten periodenfremde Aufwendungen im Zusammenhang mit von verbundenen Unternehmen ausgeliehenen Mitarbeitern in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 1.053). Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Wesentlichen Lizenzgebühren an Dritte (TEUR 17.264; Vj: TEUR 15.720), Kostenerstattungen und Lizenzgebühren an verbundene Unternehmen außerhalb der deutschen Konzernstruktur (TEUR 22.877; Vj: TEUR 23.845), Mieten und Mietnebenkosten (TEUR 2.357; Vj: TEUR 2.233), Beratungskosten (TEUR 2.085; Vj: TEUR 2.292), Ausgangsfrachten (TEUR 245; Vj: TEUR 254) sowie Reisekosten (TEUR 526; Vj: TEUR 1.108) erfasst. Ferner sind hier (TEUR 2.576; Vj: TEUR 3.435) für Aufwendungen aus der Abschreibung von Forderungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 890 (Vj: TEUR 141). Sie betreffen im Wesentlichen Lizenzzahlungen sowie Beratungskosten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 30.366 (Vj: TEUR 28.504) und beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 402 und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 201. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt 481 Personen (Vj: 508 Personen). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter verteilt sich auf die Konzernunternehmen wie folgt:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 206 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Gesellschafter Gesellschafterin ist:
Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr und bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da im Geschäftsjahr 2021 nur zwei Geschäftsführer Bezüge erhalten haben. Nachtragsbericht Die weiteren Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf Risiken und das Geschäft der Jeppesen GmbH für die Jahre 2022 und 2023 werden als vergleichsweise gering eingestuft und sind im Lagebericht dargestellt. Für die Gesellschaften Boeing Services Deutschland GmbH, Boeing CAS Holding GmbH und Boeing Deutschland GmbH werden die Auswirkungen als gering eingestuft, da es sich hier im Wesentlichen um Weiterbelastungen an Verbundene Unternehmen im Rahmen bestehender "Cost Plus" Verträge handelt. Die Jeppesen Deutschland GmbH ist als Zwischenholding nicht operativ tätig. Auch die Auswirkungen auf die direkten und indirekten Tochtergesellschaften schätzen wir als gering ein. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 und der derzeitige Krieg werden sich aufgrund der Sanktionen der EU und der USA gegen Russland weltweit negativ auf die Geschäftsjahre 2022 und 2023 auswirken. Der Umsatzrückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Boeing (einschließlich der Jeppesen GmbH) zum 3. März 2022 alle Aktivitäten einschließlich der Fakturierung an Russland und russische Kunden eingestellt hat. In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 hatte dieses Geschäft einen Umsatzanteil von ca. 7%. Es gibt ansonsten keine wesentlichen direkten Auswirkungen für die Boeing Deutschland GmbH. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. Konzernverhältnisse Alleinige Gesellschafterin der Boeing Deutschland GmbH, Berlin, ist die Boeing Netherlands B.V., Amsterdam, Niederlande. Die Hinterlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim elektronischen Bundesanzeiger. Obergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist The Boeing Company, Chicago, Illinois, USA. Der Konzernabschluss ist erhältlich unter: http://investors.boeing.com/investors/financial-reports/default.aspx bzw. www.sec.gov. Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften sind in den Konzernabschluss der Boeing Deutschland GmbH, Berlin, einbezogen und nehmen die Befreiung der Offenlegung der Einzelabschlüsse gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens Boeing Deutschland GmbH des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von € 72.476.727,07 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 12. Mai 2023 Boeing Deutschland GmbH Jürgen Otte Dr. Michael Haidinger Natalie Rorem Der Konzernabschluss 2021 wurde am 17.5.2023 gebilligt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Boeing Deutschland GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Boeing Deutschland GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Boeing Deutschland GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2023 Deloitte
GmbH
Thomas Ludwig, Wirtschaftsprüfer Thomas Krenzer, Wirtschaftsprüfer |
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