Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 8075
Vorher
Arques Capital GmbHActebis Peacock GmbHALSO Actebis GmbH
Eingetragen
13.10.2005
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Im- und Export sowie Groß- und Einzelhandel mit elektronischen Geräten, Computern und Computerzubehör und Herstellung sowie Vertrieb von Computern sowie Herstellung und Handel von und mit verwandten Artikeln, zudem Beratung sowie Durchführung von Seminaren und Workshops aller Art im IT-Bereich.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Gunnar Amedick
seit 13.11.2025
Prokura
Stefan Blome
seit 7.10.2024
Geschäftsführer
Markus Dr. Werner
seit 7.10.2024
Geschäftsführer
Thorsten Sauerland
seit 7.10.2024
Geschäftsführer
Roman Borutzki
seit 18.7.2018
Prokura
Dirk Israel
seit 9.3.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
ALSO Holding AGCHE
50.00%
ALSO Holding AGCHE
49.88%
ALSO Holding AGCHE
0.12%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALSO Deutschland GmbH

Soest

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ALSO Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ALSO Deutschland GmbH, Soest - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALSO Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 2.5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 25. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Galden, Wirtschaftsprüfer

Baum, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR EUR 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 68.891,44 117.711,84
2. Geleistete Anzahlungen 32.150,00 32.150,00
101.041,44 149.861,84
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.227.603,69 1.047.410,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 104.808.468,81 104.808.468,81
106.137.113,94 106.005.741,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 239.065.237,87 291.511.334,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 159.219.326,00 186.404.430,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 105.949.231,34 41.647.992,06
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.620,10 130.654,43
4. Sonstige Vermögensgegenstände 51.315.946,86 70.265.676,74
316.500.124,30 298.448.753,73
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 103.736.339,64 141.634.401,91
659.301.701,81 731.594.490,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 749.754,75 656.968,23
766.188.570,50 838.257.199,99

Passiva

EUR EUR 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
II. Kapitalrücklagen 78.857.956,38 78.857.956,38
III. Andere Gewinnrücklagen 155.549,00 155.549,00
IV. Bilanzgewinn 2.685.573,40 2.685.573,40
101.699.078,78 101.699.078,78
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 55.666.047,54 61.913.766,35
55.666.047,54 61.913.766,35
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.387,23 10,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 523.993.974,69 564.192.287,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.462.922,62 54.991.434,28
4. Sonstige Verbindlichkeiten 41.360.159,64 55.460.623,19
608.823.444,18 674.644.354,86
766.188.570,50 838.257.199,99

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

EUR EUR 2022
EUR
1. Umsatzerlöse 3.549.824.218,78 4.193.759.436,02
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.183.807,39 24.252.012,56
3.554.008.026,17 4.218.011.448,58
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 3.303.949.656,67 3.948.481.082,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 39.346.856,41 36.349.345,67
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 43.928.479,90 43.187.978,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.979.790,31 8.472.951,40
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 653.939,25 683.601,57
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 94.201.482,59 95.686.956,63
3.490.060.205,13 4.132.861.916,50
7. Erträge aus Beteiligungen 12.570.459,91 3.688.122,92
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.331.538,40 1.279.532,08
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.919.797,07 9.072.085,91
davon aus Abzinsung EUR 2.086,00 (Vj. EUR 9.488,00)
982.201,24 -4.104.430,91
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.621,59 5.705,02
11. Ergebnis nach Steuern 64.912.400,69 81.039.396,15
12. Sonstige Steuern 23.644,43 90.748,39
13. Aufwendungen aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages -64.888.756,26 -80.948.647,76
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00
15. Gewinnvortrag 2.685.573,40 2.685.573,40
16. Bilanzgewinn 2.685.573,40 2.685.573,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Vorbemerkung gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Die ALSO Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Soest und ist beim Amtsgericht Arnsberg unter HRB 8075 registriert.

1. Angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Bilanzierung erfolgt unter der Going-Concern-Prämisse gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren abgeschrieben.

Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen zwei und zehn Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen (Zugänge ab dem 1. Januar 2011) sowie die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear abgeschrieben. Vorherige Zugänge zum Sachanlagevermögen wurden im Rahmen der ertragsteuerlichen Möglichkeiten zum Teil auch degressiv abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bewertung von Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen, der Ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit der Grund für außerplanmäßige Abschreibungen entfallen ist.

Bewertung von Vorräten

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Allen erkennbaren Risiken sowie der Altersstruktur und den Verwertungsmöglichkeiten der Vorräte wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert.

Bewertung von Pensionsrückstellungen

Unter Inanspruchnahme von Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 767 (i. Vj. TEUR 760) und ein Deckungsvermögen, bewertet zum Marktwert, in Höhe von TEUR 374 (i. Vj. TEUR 351), mithin ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 393 (i. Vj. TEUR 409) nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Bewertung von Steuer- und sonstigen Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Für langfristige Rückstellungen erfolgt eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Für die Bewertung der Rückstellungen für drohende Verluste werden Vollkosten zugrunde gelegt.

Bewertung von Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktivischen und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Währungsumrechnung

Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Zugangs zum Entstehungskurs umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs gem. § 256a HGB, sofern die Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Ansonsten erfolgt die Umrechnung unter Beachtung des Imparitätsprinzips.

Der Ausweis der Umrechnungsdifferenzen erfolgt saldiert unter der Position Materialaufwand (siehe dortige Erläuterung).

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage I zum Anhang).

Finanzanlagen

Zu den Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB verweisen wir auf die beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage II zum Anhang).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die ALSO Deutschland GmbH nutzt zum Zwecke der Finanzierung Factoring- und Forfaitierungsmodelle mit verschiedenen Anbietern. Dabei werden die Risiken aus den verkauften Forderungen vollständig oder zu wesentlichen Teilen auf den Forderungskäufer übertragen, so dass eine Ausbuchung der zugrundeliegenden Forderungen erfolgt.

Durch das Factoring und die Forfaitierung wird zusätzlicher Finanzierungsspielraum und weitere Unabhängigkeit von Kreditinstituten gewonnen.

Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kleiner als ein Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 105.949 TEUR (i. Vj. TEUR 41.648) resultieren 100.442 TEUR (i. Vj. 39.007 TEUR) aus Finanzbeziehungen zur Alleingesellschafterin und 5.523 TEUR (i. Vj. 2.772 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen, darin enthalten sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 16 TEUR (i. Vj 131 TEUR).

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen insbesondere Sicherheitseinbehalte (27.048 TEUR; i. Vj. 45.583 TEUR) aus dem Factoring sowie debitorische Kreditoren (17.686 TEUR; Vj 21.384TEUR).

Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten wurde hauptsächlich für im Voraus entrichtete Zinsen sowie für vorausbezahlte Mieten gebildet.

Eigenkapital

Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Eigenkapital auf 101.699 TEUR. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 2.686 enthalten, dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten wurden überwiegend für Bonus- und Werbegeldverpflichtungen (32.537 TEUR; i. Vj. 43.441 TEUR), Urheberrechtsabgaben (3.352 TEUR; i. Vj. 4.136 TEUR), Verpflichtungen im Personalbereich (9.227 TEUR; i. Vj. 5.537 TEUR), ausstehende Rechnungen (3.787 TEUR; i. Vj. 3.468 TEUR), Gewährleistungsverpflichtungen (3.078 TEUR; i. Vj. 3.073 TEUR) sowie für Prozessrisiken (100 TEUR; i. Vj. 128 TEUR) gebildet. Für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden Rückstellungen in Höhe von 985 TEUR (i. Vj. 0 TEUR) gebildet.

Verbindlichkeiten

Zu den Verbindlichkeiten wird auf den beigefügten Verbindlichkeitenspiegel (Anlage III zum Anhang) verwiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 40.650 TEUR ein im Jahr 2022 zur Finanzierung eines Anteilserwerbs aufgenommenes Darlehen mit einer Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen 18.458 TEUR aus Steuern, 20.147 TEUR aus dem Factoring sowie 3.053 TEUR kreditorische Debitoren.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Nach geographischen Kriterien teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

Bundesrepublik Deutschland 3.240.952 TEUR
Europäische Union 280.926 TEUR
Europa - sonstige Länder 23.940 TEUR
Übrige Länder 4.007 TEUR
3.549.824 TEUR

Von den Umsätzen innerhalb Deutschlands betreffen 1.039.100 TEUR den Tätigkeitsbereich "Solutions" und 220.600 TEUR den Tätigkeitsbereich "Services". Alle anderen Umsätze betreffen den Tätigkeitsbereich "Supply".

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung (701 TEUR; i. Vj. 1.146 TEUR), periodenfremde Erträge für im Wesentlichen Ausbuchung verjährter Kundenguthaben (1.454 TEUR; i. Vj. 1.676 TEUR) und weiterberechnete Fremdleistungen (753 TEUR; i. Vj. 642 TEUR).

Materialaufwand

(Netto-) Erträge aus der Währungsumrechnung haben den Materialaufwand des Berichtsjahres um 958 TEUR gemindert (i. Vj. 2.056 TEUR erhöht). Dabei ergaben sich 6.602 TEUR (i. Vj. 9.594 TEUR) Kursaufwendungen und 7.560 TEUR (i. Vj. 7.538 TEUR) Kurserträge.

Aufwendungen und Erträge aus Kursumrechnungen werden saldiert, weil es sich um Korrekturpositionen zu den Einkäufen in Fremdwährung (im Wesentlichen USD) handelt. Sie entstehen als Unterschied der Umrechnungskurse zwischen dem Zeitpunkt der Verbuchung und der Bezahlung der entsprechenden Einkaufsrechnungen. Im Ergebnis sind die Rechnungen mit dem Kurs der Devisensicherung gebucht. Der Umfang der Verkäufe in Fremdwährung ist hingegen unwesentlich.

Personalaufwand

Von den sozialen Abgaben betreffen 16 TEUR (i. Vj. 221 TEUR) Aufwendungen für Altersversorgung (Direktversicherungsbeiträge).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren überwiegend aus Aufwendungen für Versand und Vertrieb (23.949 TEUR; i. Vj. 30.111 TEUR), Dienstleistungen von Konzernunternehmen (22.235 TEUR; i. Vj. 18.960 TEUR), für Miete, Energie und sonstige Raumkosten (14.294 TEUR; i. Vj. 10.448 TEUR), Kosten für IT und Telekommunikation 8.877 TEUR (i. Vj. 9.526 TEUR), sowie dem Kommissionsaufwand an ein verbundenes Unternehmen TEUR 8.779 (i. Vj. 8.283 TEUR).

Zinserträge und Zinsaufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.230 TEUR (i. Vj. 313 TEUR) ausgewiesen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen in Höhe von 4.370 TEUR (i. Vj. 2.308 TEUR) an verbundene Unternehmen enthalten. Gegenüber der Alleingesellschafterin entstanden Zinserträge in Höhe von 1.058 TEUR und Zinsaufwendungen von 1.002 TEUR.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen.

4. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Wartungs-, Miet- und Leasingverträgen beträgt 632 TEUR (i. Vj. 12.044 TEUR). Davon haben 319 TEUR (i. Vj. 7.841 TEUR) eine Laufzeit bis zu einem Jahr, 313 TEUR (i. Vj. 4.203 TEUR) eine Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren. Es bestehen keine Verpflichtungen mit einer Laufzeit von größer als fünf Jahren.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Rahmen der unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erläuterten Factoring-Transaktionen waren zum Stichtag Forderungen in Höhe von 322.752 TEUR (i. Vj. 514.019 TEUR) veräußert.

Zweck der Factoring Verträge ist die Beschaffung kurzfristiger Liquidität. Bis zum Zeitpunkt des Inkassos der veräußerten Forderungen entstehen der Gesellschaft nach dem Stichtag noch Zinskosten, denen der Vorteil eines weitgehend reduzierten Ausfallrisikos gegenübersteht.

Zur teilweisen Absicherung bestehender Zinsänderungsrisiken aus Factoringvereinbarungen werden Zinsderivate eingesetzt. Variablen Zinszahlungen stehen dabei Zinsswaps gegenüber, die an den jeweiligen Zinsindex gekoppelt sind. Die Gesellschaft bildet hierfür Bewertungseinheiten mit den zum Abschlussstichtag bestehenden sowie gegenwärtig und künftig genutzten Linien. Das Nominalvolumen der Zinsderivate beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 118.000 TEUR (Laufzeiten je nach Zinsswap 2024-2032) bei einem beizulegenden positiven Zeitwert von 4.466 TEUR. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheiten ist die Übereinstimmung der wesentlichen bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäften. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Die Ermittlung der Effektivität erfolgte mittels der hypothetischen-Derivate-Methode. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Unternehmensverträge

Mit der Muttergesellschaft ALSO IH GmbH, Soest, besteht seit dem Geschäftsjahr 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar einschließlich Auslagen des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 260 TEUR. Davon entfallen 223 TEUR auf Abschlussprüfungsleistungen und 37 TEUR auf andere Bestätigungsleistungen.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Kaufmännische Angestellte 612 643
Gewerbliche Angestellte 200 222
Auszubildende 47 38
Gesamt 859 903

Geschäftsführer

Rakowski, Mike, Borchen (Chief Customer Officer Management and Administration)

Brunner, Thomas, Büttikon, Schweiz (Chief Customer Officer, ALSO Schweiz AG, Emmen, Schweiz) bis zum 13. Mai 2024

Krainz, Wolfgang, Wien, Österreich (Chief Executing Officer, ALSO Holding AG, Emmen, Schweiz) seit dem 13. Mai 2024

Bezüge der Geschäftsführer

Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch und verzichtet auf die Angabe der Organbezüge gemäß § 285 Nr. 9 a) und b) HGB.

Angabe zum Mutterunternehmen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 14 HGB

Die Droege Group AG, Düsseldorf, eingetragen beim Amtsgericht Düsseldorf unter Nummer HRB 41756, ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die ALSO Deutschland GmbH einbezogen wird.

Darüber hinaus wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der ALSO Holding AG, Emmen, Schweiz, einbezogen. Sie ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Aufgrund des Einbezugs in den Konzernabschluss (International Financial Reporting Standards) der ALSO Holding AG, der von der ALSO IH GmbH im Bundesanzeiger offengelegt wird, nimmt die Gesellschaft die Befreiung gemäß § 292 HGB in Anspruch und stellt keinen eigenen (Teil-) Konzernabschluss auf.

Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschluss vom und Wirkung zum 13. Mai 2024 wurde Wolfgang Krainz als Geschäftsführer der ALSO Deutschland GmbH bestellt und Thomas Brunner abberufen. Darüber hinaus sind uns keine weiteren Ereignisse bekannt.

 

Soest, den 23. Juli 2024

ALSO Deutschland GmbH

Wolfgang Krainz

Mike Rakowski

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.886.162,72 13.821,87 0,00 4.899.984,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.036.838,93 0,00 0,00 3.036.838,93
3. Geleistete Anzahlungen 32.150,00 0,00 0,00 32.150,00
7.955.151,65 13.821,87 0,00 7.968.973,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.756.916,64 0,00 0,00 4.756.916,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.763.635,03 771.489,79 0,00 34.535.124,82
38.520.551,67 771.489,79 0,00 39.292.041,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 105.474.829,93 0,00 0,00 105.474.829,93
151.950.533,25 785.311,66 0,00 152.735.844,91
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Abschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.768.450,88 62.642,27 0,00 4.831.093,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.036.838,93 0,00 0,00 3.036.838,93
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.805.289,81 62.642,27 0,00 7.867.932,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.756.916,64 0,00 0,00 4.756.916,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.716.224,15 591.296,98 0,00 33.307.521,13
37.473.140,79 591.296,98 0,00 38.064.437,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 666.361,12 0,00 0,00 666.361,12
45.944.791,72 653.939,25 0,00 46.598.730,97
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 68.891,44 117.711,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 32.150,00 32.150,00
101.041,44 149.861,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.227.603,69 1.047.410,88
1.227.603,69 1.047.410,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 104.808.468,81 104.808.468,81
106.137.113,94 106.005.741,53

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023

Firma / Sitz der Gesellschaft direkte Anteile am Kapital
%
indirekte Anteile am Kapital
%
Eigenkapital am 31.12.2023 Ergebnis des Geschäftsjahres
ALSO MPS GmbH, Straubing 100,00 EUR 1.091.065,45 -220.119,12
druckerfachmann.de GmbH & Co. KG, Berlin 99,90 EUR 2.827.573,95 120.996,30
druckerfachmann Verwaltungs GmbH, Berlin 100,00 EUR 29.682,54 5.256,08
1,3,4
Seamcom GmbH & Co. KG, Osnabrück 99,90 EUR 278.735,25 120.459,91
Seamcom Verwaltungs GmbH, Osnabrück 100,00 EUR 566.089,25 15.948,12 3,4
Pestinger GmbH, Frankfurt am Main 74,80 EUR -46.466,22 -72.553,50 3,5
Beamer & more GmbH, Stuttgart 51,00 EUR 586.119,81 120.700,43 3,5
ALSO France S.A.S., Gennevilliers (Frankreich) 100,00 EUR 45.166.098,00 788.569,00 2,4
LAFI Logiciels Application Formation Information
S.A.S., Gennevilliers (Frankreich) 100,00 EUR 15.829.990,00 2.917.009,00 3,4
ALSO Austria GmbH, Groß-Enzersdorf (Österreich) 100,00 EUR 5.047.519,39 1.868.682,78 3,4
Target Holding GmbH, Koblach (Österreich) 100,00 EUR 11.065.642,00 63.692,00 3,4
Target Distribution GmbH, Koblach (Österreich) 100,00 EUR 6.432.913,86 159.542,97 3,4
ALSO Nederland B.V., Nijmegen (Niederlande) 100,00 EUR 81.446.000,00 5.434.000,00 2,4
ALSO Belgium, Mechelen (Belgien) 100,00 EUR 12.388.516,81 961.384,88 3,4

1 vor Ergebniszuweisung an Kommanditisten

2 geprüft / testat

3 ungeprüft / kein Testat

4 nach Local GAAP

5 nach IFRS

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

31.12.2023
Restlaufzeit gesamt
bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.387,23 0,00 6.387,23
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 523.993.974,69 0,00 523.993.974,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.812.922,62 40.650.000,00 43.462.922,62
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 41.360.159,64 0,00 41.360.159,64
- davon aus Steuern EUR 18.458.269,05 (Vj. EUR 39.549.263,01)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 14.147,24 (Vj. EUR 0,00)
568.173.444,18 40.650.000,00 608.823.444,18
31.12.2022
Restlaufzeit gesamt
bis 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10,00 0,00 10,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 564.192.287,39 0,00 564.192.287,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 791.434,28 54.200.000,00 54.991.434,28
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 55.460.623,19 0,00 55.460.623,19
- davon aus Steuern EUR 18.458.269,05 (Vj. EUR 39.549.263,01)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 14.147,24 (Vj. EUR 0,00)
620.444.354,86 54.200.000,00 674.644.354,86

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

1. Geschäftsmodell und Strategie

1.1. Marktumfeld und Geschäftstätigkeit

Die ITK-Industrie ist eine wachstumsstarke Branche in Deutschland, Europa und weltweit. Für Unternehmen sind heute digitale Infrastruktur und Arbeitsplätze unverzichtbar. Auch Endverbraucher nutzen täglich IT, egal ob es um Lernen, Gaming oder Arbeit geht. Die hieraus resultierende Nachfrage nach ständiger Erneuerung, Erweiterung oder Ersatz von Elementen bietet Anreize für technische Innovationen. Die Technologiebranche ist aufgrund dessen ein ökonomischer Treiber der Wirtschaftsleistung.

Als Technologie-Anbieter ist die ALSO Deutschland GmbH (im Folgenden auch "ALSO" bzw. "Gesellschaft") Bindeglied zwischen Herstellern und Resellern auf dem ITK-Markt.

Die Gesellschaft gehört zur ALSO-Gruppe mit der Muttergesellschaft ALSO Holding AG, Emmen, Schweiz, deren Aktien an der SIX Swiss Exchange notiert sind. Die Unternehmensgruppe ist derzeit in 30 europäischen Ländern präsent.

Die Gesellschaft betreibt außer dem Hauptquartier in Soest zwei weitere Verwaltungsstandorte in Straubing und Osnabrück, sowie zwei Logistikstandorte in Braunschweig und Soest, jeweils in gemieteten Büro- und Lagerräumen.

1.2. Geschäftsmodelle: Die 3S (Supply, Solutions, Service)

Mit den drei Geschäftsmodellen Supply, Solutions und Service bedient ALSO die ITK-Branche in zwei Vermarktungswegen: transaktional, über den Verkauf von IT-Komponenten, und subskriptionsbasiert (consumptional) mit cloudbasierten as-a-Service-Angeboten, einschließlich möglicher Hybrid-Lösungen.

Supply: Die Umsätze in diesem Geschäftsmodell beinhalten den Großhandel mit Geräten und Applikationen für IT, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.

Solutions: ALSO unterstützt vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen bei der IT-Architektur- und IT-Planungs-Fragen, übersetzt Anforderungen in konkrete Konfigurationen und überwacht den Status von Projekten. Zweites großes Tätigkeitsfeld ist die Vermarktung von konkreten Lösungen aus den Bereichen IoT, Künstliche Intelligenz, Virtualisierung sowie Cybersecurity.

Service/Cloud und digitale Plattformen: Dieses Geschäftsmodell umfasst den "as-a-Service" Vertrieb aller technologischen Bestandteile, die für einen digitalen Arbeitsplatz ("Unique User") notwendig sind, sowie aller digitalen Plattformen, also Künstliche Intelligenz, IoT, Cybersecurity und Virtualisierung/Gaming. Außerdem werden Dienstleistungen wie Finanzierung, Instandhaltung, Dimensionierung oder Beschaffung und Ersatz von Geräten bereitgestellt.

Darüber hinaus bietet ALSO Dienstleistungen für Logistik und Marketing an.

Die drei Geschäftsmodelle sind eng miteinander verbunden und bieten Stabilität: mögliche kritische Entwicklungen in einem Einzelsegment können durch Neu- und Weiterentwicklungen in anderen Bereichen sowie ihre Skalierung kompensiert werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft legte im Schlussquartal 2023 moderat zu. Die globale Konjunktur blieb dabei regional gespalten. Im Euroraum stagnierte die Wirtschaftsleistung. Die europäischen Gaspreise sanken vor dem Hintergrund der anhaltenden Schwäche der Industrie im Euroraum, der zeitweise milden Wintertemperaturen sowie der stabilen Gasimporte deutlich. Die Rohölnotierungen zogen im gleichen Zeitraum geringfügig an. Sorgen vor einer weiteren Eskalation der Konflikte im Nahen Osten stützten die Preise. Die Inflation ließ zuletzt etwas langsamer nach. In der Gruppe der Industrieländer fiel die Vorjahresrate der Verbraucherpreise auf 3,1 % im Januar und die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel auf 3,8 %. 1

Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte im vierten Quartal 2023. Der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zufolge ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurück, nachdem es in den ersten drei Quartalen nahezu stagniert hatte. Die Industrie litt weiter unter der schwachen Auslandsnachfrage. Die gestiegenen Finanzierungskosten bremsten nach wie vor die Investitionen und dadurch die inländische Nachfrage nach Industriegütern und Bauleistungen. Zudem dürfte die Unsicherheit hinsichtlich der Transformations- und Klimapolitik die Investitionen gedämpft haben. Zusätzlich lastete der relativ hohe Krankenstand auf der Wirtschaftsaktivität. Dagegen stützten die niedrigere Inflation, der robuste Arbeitsmarkt und das kräftige Lohnwachstum den realen privaten Konsum. Die Verbraucherinnen und Verbraucher blieben mit ihren Ausgaben aber wohl noch vorsichtig. 1

(Quellen: www.bundesbank.de - 2024-02-monatsbericht-data / https;//de.statista.com) 1

2.1.2. Marktentwicklung

Der Markt für Informations- und Telekommunikationstechnologien (ITK) in Deutschland belief sich in 2023 laut dem Marktforschungsinstitut CONTEXT auf 17.372 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr war die Entwicklung um 5,1 % rückläufig. Der Inflationsdruck, eine erwartete Rezession und der Ukraine-Krieg dämpften die Nachfrage insbesondere nach Geräten im Consumer-Bereich. Besonders betroffen waren die Produktkategorien Mobile Computing (-17,6 %) und Computing Components (-12,9 %), deren deutlicher Rückgang die in den Produktlinien Software and Licences (+8,5 %) und Network Systems (+23,3 %) zu verzeichnenden Zuwächse kompensierte.

Auch wenn das im Vorjahr prognostizierte Wachstum des ITK-Gesamtmarktes im Berichtsjahr nicht eingetreten ist, investierten auch künftig Unternehmen vor allem in Automatisierungs-Projekte, um Prozesse zu optimieren und Unterbrechungen in der Produktion zu minimieren. Die anhaltende digitale Transformation, der notwendige Schutz vor Cyber-Attacken und Investitionen in Cloud-first-Lösungen haben sich ebenfalls positiv auf die Umsätze ausgewirkt.

Von den Produktlinien mit mehr als 1 Mrd. EUR Jahresumsatz entwickelten sich alle Bereiche rückläufig. Mobile Computing (-17,6 %), Displays (-11,0 %) und Warranties and Services (-10,5 %)

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Geschäftsentwicklung im Überblick

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren bei der ALSO sind der Umsatz sowie der Rohgewinn, definiert als Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand.

Beim ausgewiesenen Gesamtumsatz hat die ALSO Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2023 mit -15,4 % (-16,6 % beim Außenumsatz) deutlichere Einbußen zu verzeichnen als der Gesamtmarkt.

Laut dem CONTEXT-Panel hatte die Gesellschaft 2023 einen Marktanteil von 17,4 % (-3,1 %) zum Vorjahr 2022 (20,5 %).

Auch bei weiteren nicht-finanziellen Leistungsindikatoren war im Berichtsjahr ein Rückgang zu verzeichnen. Die Zahl der kaufenden Kunden verminderte sich um 6,5 % auf 15.245, die Zahl der Auftragspositionen war um 2 % geringer zum Vorjahr 2022.

Der ITK-Markt, ist grundsätzlich durch hohe Innovationsraten, kurze Produktlebenszyklen, fallende Preise und zunehmende Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. ALSO konnte bezogene Produkte tendenziell auf margenträchtigere Kundenaufträge allokieren bzw. die Abgabepreise über längere Zeiträume stabil halten.

Die in 2023 erzielte Rohmarge der ALSO entwickelte sich trotz des Umsatzrückgangs deutlich positiv mit 5,8 % vom Nettoumsatz und lag damit um 0,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Branchenkonjunktur, betrachtet die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr trotz der Umsatzeinbußen als zufriedenstellend.

2.2.2. Entwicklung der Kundenkanäle (Channels)

Die Umsatzeinbußen der ALSO betrafen überwiegend das typischerweise durch Volumen-Geschäft gekennzeichnete Business mit "Retail/Etail"-Kunden, welches um 22,8 % rückläufig war. Wesentliche Ursache hierfür war die Fortsetzung der bereits im 2. Halbjahr 2022 zu beobachtenden Consumer-Schwäche im kompletten Berichtsjahr.

Auch in den anderen Kundenkanälen hatte ALSO Einbußen zu verzeichnen: Diese beliefen sich im Bereich Corporate/Value Add Resellern ("Corp/VAR") auf -10,2 % und im Bereich Small and Medium Business ("SMB") auf 3,2 %.

Die Rohmargen verbesserten sich trotz der Umsatzeinbußen jeweils um 0,6 Prozentpunkte im Bereich Retail/Etail und um 0,2 % in den übrigen Kundenkanälen.

Der erzielte Rohertrag verschlechterte sich im größten Kundenkanal "Retail/Etail" um 6,4 Mio. EUR und im Bereich Corp/VAR um 1,8 Mio. EUR. Im Bereich SMB wurde ein leichter Zuwachs von 0,1 Mio. EUR erzielt.

Der Umsatzrückgang konnte insbesondere im "Retail/Etail"-Channel durch die deutlich gesteigerte Rohmarge abgefedert werden. Aufgrund dessen konnte die absolute Verminderung des Rohertrags über alle Kanäle auf 2,4 Mio. EUR begrenzt werden.

2.2.3. Entwicklung der Geschäftsmodelle (Pillars)

Im Wesentlichen bedingt durch den beschriebenen Rückgang im Retail/Etail-Volumen-Geschäft reduzierte sich der Gesamtumsatz im Geschäftsmodell Supply um 19,4 % gegenüber dem Vorjahr (Prognose -8 %).

Die Veränderung der Rohmarge betrug in dieser Betrachtung +0,2 %-Punkte. Die Zielsetzung, die Rohmarge auf gleichem Niveau zu halten wie 2022, konnte somit übertroffen werden. Der Rohgewinn 1 ohne Berücksichtigung von Lieferanten-Boni lag um 9,0 Mio. EUR niedriger als 2022.

Um in diesem Segment erfolgreich zu sein, braucht es nach Auffassung der ALSO einen hohen Grad an Automatisierung. Nur so ist es möglich, profitabel zu wirtschaften. Daher wird ALSO den «Move to Web» zur Abwicklung der Bestellungen insbesondere für die großen SMB-Kundengruppe weiter vorantreiben. Spezielle Kundenentwicklungs-Programme geben Resellern mit Wachstumspotenzial Anreize, ihre Umsätze im Webshop Schritt für Schritt weiter zu steigern.

Das Geschäftsmodell Solutions ist um 6,1 % gesunken, im Vorjahr konnte noch ein Wachstum von 21,5 % erzielt werden.

Der Rohgewinn 1 ist umsatzbedingt um 3,4 Mio. EUR gesunken, was mit einer Verschlechterung der Rohmarge um 0,2 %-Punkte einherging.

Sowohl beim Umsatz als auch beim Rohertrag hatte die Geschäftsführung zu Jahresbeginn leichte Zuwächse gegenüber dem Vorjahr prognostiziert.

Die Geschäftsführung der ALSO hält die genaue Kenntnis der Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Unternehmen für ebenso notwendig, wie die modulare Lösungskompetenz, um diese Unternehmen passgenau dort zu unterstützen, wo sie selbst nicht ausreichend Ressourcen zur Verfügung haben. Dieses Angebot kontinuierlich auf- und auszubauen, ist daher eine der zentralen Zielsetzungen der Gesellschaft.

Der Trend zu kontinuierlichen Umsatzzuwächsen im Geschäftsmodell Services mit +13,5 % (im Vorjahr +49,5 %) setzte sich trotz der Consumer-Schwäche auch im Berichtsjahr fort Prognose + 26%). Der Rohgewinn konnte um 13,7 % (Prognose +17 %) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden (Rohmarge blieb mit 2,8 % unverändert zum Vorjahr).

Cloud-basiertes Arbeiten ist mittlerweile die Basis jedes digitalen Arbeitsplatzes. Für die Reseller und ihre Kunden wurden zahlreiche Vendorenübergreifende Lösungen auf Basis der neuen Plattformen entwickelt.

2.2.4. Intercompany-Geschäft

Beim Intercompany-Geschäft war im Berichtsjahr ein leichter Anstieg des Umsatzvolumens um 3,4 % auf 276,0 Mio. EUR zu verzeichnen.

Die Intercompany-Umsätze mit der ALSO Nederland B.V., Nijmegen, Niederlande, sind um 21,0 Mio. EUR (+50,2 %) und mit der ALSO A/S, Taastrup, Dänemark, um 6,5 Mio. EUR (9,9 %) gestiegen. Dagegen sind die Umsätze mit der ALSO Finnland Oy, Tampere, Finnland, um 7,4 Mio. EUR (56,9 %) und ALSO Polska Sp. Z.o.o, Warszaw, Polen, um 8,6 Mio. EUR (18,1 %) gesunken.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1. Ertragslage

Die ALSO hat im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 3.549,8 Mio. EUR erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr (4.193,8 Mio. EUR) entspricht dies einem Rückgang von 15,4 %. Die Consumerschwäche bleibt die wesentliche Ursache für die Verminderung der Bruttoerlöse um 724,6 Mio. EUR (-15,4 %) gegenüber dem Vorjahresbetrag auf 3.994,0 Mio. EUR. Erlösschmälerungen gegenüber konzernfremden Kunden verringerten sich um -68 Mio. EUR (-8,1 %) gegenüber Vorjahr.

Aufgrund der im Abschnitt 2.2. erläuterten, deutlichen Erhöhung der Rohmarge von 5,0 % auf 5,8 % konnte trotz des rund 15-%-igen Umsatzrückgangs der Rohertrag bei einer leichten Verminderung gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio. EUR (-1,1 %) auf 206,5 Mio. EUR auf Vorjahresniveau gehalten und die 200 Mio. EUR-Grenze im dritten Jahr in Folge übertroffen werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 4,2 Mio. EUR (im Vorjahr 24,3 Mio. EUR). Diese resultieren im Wesentlichen aus konzernintern weiterberechneten Fremdleistungen (0,8 Mio. EUR), der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung (0,7 Mio. EUR), der Auflösung sonstiger Rückstellungen (0,5 Mio. EUR), sowie aus periodenfremden Erträgen, die überwiegend Lieferantenrisiken und Kundenguthaben betreffen (1,6 Mio. EUR gegenüber 1,8 Mio. EUR im Vorjahr). Bereinigt um periodenfremde und Einmalerträge (die im Vorjahr unter anderem den Ertrag aus dem Verkauf eines Logistikstandorts in Höhe von 19,4 Mio. EUR enthielten) ist eine Verminderung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresbetrag um 0,4 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR zu verzeichnen.

Die ausgewiesenen Personalaufwendungen sind um 0,2 Mio. EUR angestiegen. Bei den vergleichbaren Personalkosten bereinigt um die Abfindungen konnte im Berichtsjahr eine Ersparnis von 3,0 Mio. EUR (-5,9 %) auf 47,9 Mio. EUR erzielt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,5 Mio. EUR auf 94,2 Mio. EUR gesunken (im Vorjahr 95,7 Mio. EUR). Insbesondere die Raumkosten: Bei Mietaufwendungen, die mit 8,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau liegen, haben sich die Energiekosten vor den Hintergrund der Inflation und Energieverknappung um 1,1 Mio. EUR erhöht. Hinzu kommt die Dotierung der Rückstellung für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Aufwendungen für Konzerndienstleistungen erhöhten sich mit einem Anstieg um 3,3 Mio. EUR auf 22,2 Mio. EUR ebenfalls spürbar. Unter anderem wurden erstmalig Logistikdienstleistungen zweier ausländischer verbundener Unternehmen in Anspruch genommen. Leichte Anstiege waren bei den Kommissionsaufwendungen (+ 0,5 Mio. EUR) und bei den Abschreibungen auf Forderungen (+0,2 Mio. EUR) zu verzeichnen. Die größten Einsparungen ergaben sich beim Frachtaufwand mit 3,6 Mio. EUR (leicht überproportional zum Umsatzrückgang), bei den an Hersteller weiter belasteten Vertriebsaufwendungen mit 2,6 Mio. EUR und bei den IT-Kosten mit 0,5 Mio. EUR.

Bereinigt um das in Höhe von -3,4 Mio. EUR erzielte neutrale Ergebnis (im Vorjahr +15,6 Mio. EUR), welches im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen enthält, beträgt das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungsergebnis 67,3 Mio. EUR (im Vorjahr 69,5 Mio. EUR). Die Verminderung um 2,1 Mio. EUR resultiert daraus, dass der umsatzbedingt um 2,4 Mio. EUR geschmälerte Rohertrag und die um 0,3 Mio. EUR verminderten sonstigen betrieblichen Erträge durch Kostenoptimierungen bei den Personalaufwendungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR abgefedert werden konnten.

Das Beteiligungsergebnis beläuft sich auf 12,6 Mio. EUR (im Vorjahr 3,7 Mio. EUR). Davon betreffen 10,8 Mio. EUR von einer ertragsstarken ausländischen Tochtergesellschaft vereinnahmte Dividenden, die im Vorjahr aufgrund eines Verschmelzungsverlustes keine Ausschüttung vorgenommen hatte.

Das Zinsergebnis (Zinserträge abzgl. Zinsaufwendungen) der ALSO in Höhe von -11,6 Mio. EUR, verschlechterte sich vor dem Hintergrund des gestiegenen Marktzinsniveaus im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 3,8 Mio. EUR (48,7 %). Vor allem die Zinsaufwendungen für Factoring sind um 5,6 Mio. EUR gestiegen.

Das in 2023 erzielte Jahresergebnis von 64,9 Mio. EUR (im Vorjahr 80,9 Mio. EUR) wurde auf Basis des Gewinnabführungsvertrags an die ALSO IH GmbH, Soest, abgeführt.

2.3.2. Finanzlage

2.3.2.1. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der ALSO am Bilanzstichtag bleibt mit 101,7 Mio. EUR unverändert. Die Eigenkapitalquote ändert sich zum Vorjahr um +1,2 %-Punkte auf 13,3 %, weil das Gesamtkapital sich um -8,6 % (-72 Mio. EUR) verringert hat. Der Fremdkapitalbedarf für die Finanzierung des operativen Geschäfts war im Vorjahresvergleich wesentlich geringer, weil Vorräte (-18 %), Kundenforderungen (-31,2 %) und sonstige Vermögensgegenstände (-27 %) jeweils deutlich überproportional zum Umsatzrückgang reduziert werden konnten. Dies wurde durch die um 61,4 Mio. EUR erhöhte Bereitstellung aufgenommener Finanzmittel an die Muttergesellschaft bei gleichzeitiger Reduzierung der Flüssigen Mittel um 37,9 Mio. EUR teilweise kompensiert, was die Finanzkraft der Gesellschaft unterstreicht und im Ergebnis zur Reduzierung des Fremdkapitals um 9,8 % (72,1 Mio. EUR) geführt hat. (siehe Erläuterungen im Abschnitt 2.3.2.3. und 2.3.3.)

Die sonstigen Rückstellungen machen mit 55,7 Mio. EUR 7,3 % der Bilanzsumme aus. Sie haben sich gegenüber dem Vorjahr um 10,1 % (6,2 Mio. EUR) vermindert. Die betragsmäßig höchsten Kategorien sind Kundenverpflichtungen, die sich im Vorjahresvergleich um 10,9 Mio. EUR auf 32,5 Mio. EUR verringert haben, im Personalbereich sind die Rückstellungen um 3,7 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR für (im Wesentlichen noch an Mitarbeiter des zum Jahresende geschlossenen Logistikstandortes) zu zahlende Abfindungen angestiegen, die übrigen Rückstellungen, wie z. B. Lizenzgebühren, etc. habe sich nur geringfügig verändert.

Die benötigten Finanzmittel werden grundsätzlich in erster Linie durch Lieferantenkredite gedeckt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 523,9 Mio. EUR (im Vorjahr 564,2 Mio. EUR) und machen damit 68,4 % (im Vorjahr 67,3 %) der Bilanzsumme aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen im allgemeinen Lieferantenkredite aus dem konzerninternen Waren- und Dienstleistungsbezug. In 2022 wurde ein Konzerndarlehen in Höhe von 54,2 Mio. EUR für die Finanzierung eines Anteilserwerbes an einer ausländischen ALSO-Gesellschaft aufgenommen. In 2023 wurden 13,5 Mio. EUR davon getilgt, sodass ein Rückgang der Lieferung und Leistung-Verschuldung insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 11,5 Mio. EUR auf 43,5 Mio. EUR verbucht werden konnte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 25,4 % vermindert und betragen am Stichtag 41,4 Mio. EUR.

2.3.2.2. Investitionen

In immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden aus eigenen Mitteln 0,8 Mio. EUR investiert. Davon betrafen 0,8 Mio. EUR EDV-Hardware.

2.3.2.3. Liquidität

Im Berichtsjahr 2023 waren die folgenden wesentlichen Finanzflüsse zu verzeichnen:

Der Cash-Flow aus dem operativen Geschäft verringerte sich im Berichtsjahr leicht um 0,8 Mio. EUR (-1,2 %) auf 65,5 Mio. EUR.

Einschließlich der Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva verbleibt ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 102,8 Mio EUR. Im Vorjahr hatte der Mittelzufluss noch 13,0 Mio EUR betragen.

Die Mittelzu- und -abflüsse aus der Verminderung bzw. Erhöhung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen kurzfristigen Aktiva sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der anderen Verbindlichkeiten, die im Einzelnen in den Abschnitten 2.3.2.1. und 2.3.3. dargestellt bzw. erläutert sind, belaufen sich per Saldo auf einen Mittelzufluss in Höhe von 43,5 Mio. EUR.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags flossen 64,9 Mio. EUR (im Vorjahr 80,9 Mio. EUR) an die Alleingesellschafterin ab.

Durch das transaktionale Geschäft liegt der Hauptteil des Finanzierungsbedarfs im kurzfristigen Bereich. Aufgrund der Saisonalität ist das Working Capital größeren Schwankungen unterworfen. Die von der Gesellschaft aufgenommenen Fremdmittel konnten zum Bilanzstichtag in Höhe von 100,4 Mio. EUR (im Vorjahr 39,0 Mio. EUR) für Zwecke der Konzernfinanzierung bereitgestellt werden. Der Barmittelbestand verringerte sich um 37,9 Mio. EUR auf 103,8 Mio. EUR.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Kontokorrent-Kreditlinien bei Geschäftsbanken im Gesamtvolumen von 115,0 Mio. EUR.

2.3.3. Vermögenslage

Der Buchwert des Anlagevermögens beläuft sich auf 106,1 Mio. EUR (im Vorjahr 106,0 Mio. EUR). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf 0,7 Mio. EUR.

Das Umlaufvermögen einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich im Vorjahresvergleich um 71,8 Mio. EUR (-9,8 %). Dies resultiert aus der Abnahme der flüssigen Mittel um 37,9 Mio. EUR auf 103,7 Mio. EUR (siehe Abschnitt 2.3.2.3.) und den um 33,9 Mio. EUR verminderten Gesamtbetrag der Vorräte, der Forderungen und des Rechnungsabgrenzungsposten.

Der Vorratsbestand zum 31. Dezember 2023 lag mit 239,1 Mio. EUR um -18,0 % bzw. 52,4 Mio. EUR (leicht überproportional zum Umsatzrückgang) niedriger als am vorhergehenden Bilanzstichtag.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am 31. Dezember 2023 beliefen sich auf 159,2 Mio. EUR und waren damit um -27,2 Mio. EUR niedriger als ein Jahr zuvor. Dabei konnten die Forderungen überproportional zum Umsatzrückgang um 31,1 % auf 484,8 Mio. EUR verringert werden. Um die bestehenden Factoringlinien in Anspruch nehmen zu können, waren am Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 322,8 Mio. EUR (im Vorjahr 514,0 Mio. EUR) verkauft. Der Anteil verkaufter Forderungen an den Bruttoforderungen betrug 66,6 % gegenüber 73,14 % im Vorjahr. Bei den Wertberichtigungen auf Forderungen war eine Verringerung um 0,4 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Wertberichtigungsquote auf nicht verkaufte Forderungen betrug am Bilanzstichtag 1,7 %.

Die Erhöhung der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 64,2 Mio. EUR auf 106,0 Mio. EUR resultiert fast ausschließlich aus höheren Finanzforderungen gegenüber der als konzerninterne Bank fungierenden Alleingesellschafterin ALSO IH GmbH, Soest. Diese erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 61,4 Mio. EUR auf 100,4 Mio. EUR. Die Forderungen aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr erhöhten sich ebenfalls und betrugen 5,5 Mio. EUR (im Vorjahr 2,8 Mio. EUR).

Der Buchwert der sonstigen Vermögensgegenstände beläuft sich einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten auf insgesamt 52,1 Mio. EUR. Die wesentliche Position - die Sperreinbehalte aus den Factoring-Transaktionen - mit einem Buchwert in Höhe von 27,0 Mio. EUR verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um -18,5 Mio. EUR. Der Prozentsatz der Sperreinbehalte liegt am Bilanzstichtag bei 8,4 % und hat sich zum Vorjahr um 0,5 %-Punkte verringert.

Zur Entwicklung der flüssigen Mittel siehe Abschnitt 2.3.2.3.

2.4. Zusammenfassende Lagebeurteilung

Bei spürbar rückläufigem Umsatzerlösen ist der Marktanteil deutlich um 3,1 % auf 17,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Verminderung betrifft überwiegend das margenschwache Retail/Etail Business im Supply-Bereich, so dass der Rohertrag auf Vorjahresniveau gehalten werden konnte.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die rückläufigen Roherträge und sonstigen betrieblichen Erträge durch Einsparungen bei den Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-0,6 Mio. EUR) nur teilweise kompensiert werden. Das Beteiligungsergebnis hat sich deutlich um 8,9 Mio. EUR verbessert; das Zinsergebnis verschlechtert sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Mio. EUR, so dass sich unter Berücksichtigung des letztjährigen Buchgewinns aus der Veräußerung eines Logistikzentrums (19,4 Mio. EUR) eine Verminderung des Vorsteuerergebnisses um 16 Mio. EUR auf 64,9 Mio. EUR ergibt.

Einschließlich der Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva verbleibt ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 102,8 Mio. EUR. Im Vorjahr hatte der Mittelzufluss noch 13,0 Mio. EUR betragen.

Die Finanzlage ist gekennzeichnet durch eine um 172,3 Mio. EUR auf 273,4 Mio. EUR verringerte Inanspruchnahme der Factoringlinien.

Der nach Tilgung (i.H. v. 13,55 Mio. EUR) eines im Vorjahr aufgenommenen Darlehens zur Beteiligungsfinanzierung zum 31. Dezember 2023 verbleibende Finanzmittelfonds (Cash) in Höhe von 204,2 Mio. EUR war in Höhe von 103,7 Mio. EUR bei konzernfremden Kreditinstituten und in Höhe von 100,5 Mio. EUR konzernintern verzinslich angelegt.

2.5 Erklärung zur Unternehmensführung *

Derzeit liegt die Frauenquote in der zweiköpfigen Geschäftsführung bei 0 %. Der Gesellschafter ist der festen Überzeugung, dass es im Unternehmensinteresse liegt, die Geschäftsführer langfristig an das Unternehmen zu binden und im Unternehmen zu halten. Eine Änderung in der Besetzung der Geschäftsführung ausschließlich zum Zweck der Erhöhung der Frauenquote hält die Muttergesellschaft nicht für sinnvoll. Auch eine mögliche Aufstockung der Geschäftsführung zur Sicherstellung einer Frauenquote steht nicht zur Diskussion. Daher wurde die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung bis zum 30. Juni 2025 auf 0 % festgelegt.

Die Geschäftsführung der ALSO Deutschland GmbH hat Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung mit einer Frist bis zum 30. Juni 2025 festgelegt. Die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung umfasst die Abteilungsleiter. Für diese Ebene wurde ein Ziel von 12 % definiert. Die Frauenquote in dieser Ebene beträgt aktuell 14 %. Die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung umfasst die Teamleads. Für diese Ebene wurde ein Ziel von 26 % definiert. Die Frauenquote in dieser Ebene beträgt aktuell 19,7 %. An der Zielerreichung wird weiter gearbeitet.

* Die "Erklärung zur Unternehmensführung" wird in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

3.1.1. Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft legte im Schlussquartal 2023 moderat zu. Das Jahr 2024 begann für Industrie und Welthandel laut Unternehmensumfragen verhalten. Hingegen scheint die Dienstleistungskonjunktur Fahrt aufzunehmen.

In China blieb die Konjunktur angesichts des anhaltenden Abschwungs am Immobilienmarkt gedämpft. In den USA expandierte die Wirtschaft dagegen weiterhin lebhaft. Insgesamt hielt sich die Weltwirtschaft solide, trotz Belastungen wie der noch vergleichsweise hohen Energie- und Nahrungsmittelpreise, der geldpolitischen Straffung in vielen Regionen, verstärkter geopolitischer Risiken und vielfältiger struktureller Herausforderungen. 1

Der World Economic Outlook geht in seiner Basisprognose vom Januar 2024 davon aus, dass das globale Wachstum von 2,8 % im Jahr 2023 auf 3,1 % im Jahr 2024 steigen wird, und sich im Jahr 2025 auf 3,2 % einpendelt. In den meisten Regionen sinkt die Inflation vor dem Hintergrund sich abwickelnder Angebotsprobleme und einer restriktiven Geldpolitik schneller als erwartet. Es wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation im Jahr 2024 auf 5,8 % und im Jahr 2025 auf 4,4 % sinken wird, wobei die Prognose für 2025 nach unten korrigiert wurde. 2

Im Euroraum wird sich das Wachstum den Projektionen zufolge von seiner niedrigen Rate des Vorjahres von schätzungsweise 0,5 % auf 0,9 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 erholen. Es wird erwartet, dass der Aufschwung durch einen stärkeren Verbrauch der privaten Haushalte vorangetrieben wird, da die Auswirkungen des Energiepreisschocks nachlassen und die Inflation zurückgeht, was das Wachstum der Realeinkommen unterstützt. 3

Laut den Dezember- Projektionen von Fachleuten des Eurosystems wird die Inflation im Laufe des Jahres 2024 allmählich zurückgehen und sich im Jahr 2025 dem 2 %-Ziel annähern. Insgesamt war der EZB-Rat auf Grundlage seiner Beurteilung im Dezember und Januar weiterhin der Auffassung, dass die Leitzinsen sich auf einem Niveau befinden, das einen erheblichen Beitrag zu einer zeitnahen Rückkehr der Inflation auf den Zielwert leisten wird. 1

Eine Ausweitung der Konflikte im Nahen Osten auf Ölförderländer würde die Energie- und Verbraucherpreise wieder in die Höhe treiben. Zudem könnten die vielerorts hohe Auslastung der Arbeitsmärkte und das immer noch hohe Lohnwachstum den weiteren Disinflationsprozess gefährden. Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte im vierten Quartal 2023. Der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zufolge ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurück, nachdem es in den ersten drei Quartalen nahezu stagniert hatte. Die seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine andauernde Schwächephase der deutschen Wirtschaft würde sich damit zwar fortsetzen. Eine Rezession im Sinne eines deutlichen, breit angelegten und länger anhaltenden Rückgangs der Wirtschaftsleistung kann aber weiterhin nicht festgestellt werden und ist derzeit auch nicht zu erwarten. 1

Umfrageergebnisse lassen erwarten, dass die globale Konjunktur im Frühjahr zunehmend Tritt fasst. Laut Umfragen unter Einkaufsmanagern verbesserte sich weltweit die Geschäftslage in den letzten Monaten spürbar. In den Schwellenländern nahm die Industriekonjunktur weiter Fahrt auf. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb hingegen die industrielle Erzeugung schwach. Dort war es vor allem der Dienstleistungssektor, der zu einem aufgehellten Stimmungsbild beitrug. Im Euroraum nahm die Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr 2024 überraschend stark zu. Der Schnellschätzung zufolge stieg das BIP Vorquartal preis- und saisonbereinigt um 0,3 %, nach einem leichten Rückgang im Schlussquartal 2023. Das spürbare Wachstum dürfte vor allem auf die konjunkturelle Aufhellung in verschiedenen Dienstleistungsbereichen und auf den durch günstige Witterungsverhältnisse bedingten Schub in der Bauwirtschaft zurückzuführen sein Das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Aktivität war zu Jahresbeginn breit über die Mitgliedsländer gestreut. Die wirtschaftliche Lage verbesserte sich vor allem in jenen Ländern, in denen zuvor die negativen Auswirkungen der Energiekrise, der starken Teuerung und von Russlands Krieg gegen die Ukraine besonders stark gewesen waren, so auch in Deutschland. 4

(Quellen: www.bundesbank.de - 2024-02-monatsbericht-data1
www.imf.org - World Economic Outlook, UpdateJanuar 2024)2
ec europa.eu Winterprognose 20243
www.bundesbank.de - Monatsbericht Mai 20244

3.1.2. ITK-Markt

Nach einem schwachen Markt vor allem in den Bereichen Retail und Etail in 2023 prognostizieren alle Marktforschungsunternehmen für 2024 ein Wachstum der ITK-Branche für Europa im hohen einstelligen Bereich. Treiber werden nach wie vor Software und IT-Services mit einem Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich sein. Bei den Rechenzentren wird - in Vorbereitung auf den verstärkten Einsatz von KI - mit höheren Investitionen gerechnet. Das PC-Geschäft soll ebenfalls durch die Entwicklung KI-fähiger Modelle belebt werden.

Diese Prognosen bestätigen die Aussage, dass Investitionen in IT möglicherweise zeitlich verzögert kommen, aber letztlich dennoch durchgeführt werden müssen.

Die ständigen Innovationen der Branche treiben sowohl die Umsätze, die durch Nach- und Aufrüstung vorhandener Geräte entstehen, sie sind aber auch verantwortlich für die Entwicklung neuer, zusätzlicher Wachstumsfelder.

Das Internet of Things, Virtualisierungen und Künstliche Intelligenz stehen erst am Anfang ihrer Anwendungs- und damit ihrer Monetarisierungsmöglichkeiten.

3.1.3. Unternehmenssituation

Die Erwartung der ALSO, dass vor dem Hintergrund gestiegener Unsicherheiten wie politische Krisen, Handelskriege, oder Pandemien künftig virtuelle Kommunikation und Kollaboration und digitale Plattformen für die Kooperation und den Informationsaustausch im Berufsalltag wie auch im privaten Umfeld prägend sein werden, hat sich aus Sicht des Unternehmens bislang bewahrheitet. Die Gesellschaft erwartet, dass sich die Investitionen in hybride Arbeitsumgebungen sowie digitalisierte und automatisierte Prozesse weiterhin positiv auf die Entwicklung der ITK-Branche auswirken.

Für 2024 rechnet ALSO zunächst noch mit einer Fortsetzung der im Berichtsjahr zu verzeichnenden Nachfrageschwäche im Consumer-Bereich, erwartet aber im Jahresverlauf einen deutlichen Aufwärtstrend. Im Geschäftsmodell Supply wird ein leichter Anstieg erwartet. Trotz des Margendrucks ist die Zielsetzung, die im Vorjahr erzielte Rohmarge zu halten. ALSO erwartet eine deutliche Reduzierung der Inflationsrate und rechnet damit, dass die Betriebskosten in diesem Geschäftsmodell auf Vorjahresniveau gehalten werden können. Auch die Finanzierungskosten dürften nicht weiter ansteigen. Die erwartete Entwicklung hätte einen Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern sowie des EBTs um 10 % bis 15 % in diesem Geschäftsmodell zur Folge.

Im Bereich Solutions erwartet ALSO neben einem deutlichen Umsatzzuwachs (24 %) eine spürbare Verbesserung des Rohertrags um 13 %. Da im beratungsintensiven Solutions Business von einer spürbaren Steigerung der Personal- und Verwaltungskosten (um etwa 16 %) auszugehen ist, wird eine leichte Verbesserung der Profitabilität (EBITDA +2 % / EBT+3 %) angestrebt.

Weiterhin erheblich wachsen soll das Geschäftsvolumen mit +28 % im Bereich As-a-Service, sodass trotz Einbußen bei der Rohmarge mit einem verbesserten Rohgewinn (+12 %) gerechnet wird. Bei gleichbleibendem Kostenniveau im Personal- und Sachkostenbereich wird auch in 2024 ein verbessertes EBITDA (+16 %) bzw. EBT (+19 %) prognostiziert.

ALSO erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2024 eine Steigerung des Umsatzes um rund 300 Mio. EUR und geht davon aus, dass der rückläufige Rohgewinn im Supply-Bereich durch Zuwächse aus den Geschäftsmodellen Solutions und Services zum Teil kompensiert werden kann. Bei leicht steigenden Betriebsaufwendungen sowie weiterhin hohen Finanzierungskosten sind Verbesserungen der Profitabilität nicht zu erwarten. ALSO rechnet über alle drei Geschäftsmodelle hinweg mit einem 8 %-igen Rückgang des EBTs.

Die ALSO plant in 2024 Investitionen in Höhe von 3,5 Mio. EUR, die aus dem operativen Cashflow finanziert werden sollen, hauptsächlich für Modernisierungen am Standort Soest.

3.2. Risiko- und Chancenbericht

3.2.1. Risikomanagement

Bei ALSO besteht ein gruppenweit standardisierter Risikomanagementprozess. Dadurch ist sichergestellt, dass etwaige Risiken identifiziert, systematisch analysiert und einheitlich bewertet werden. Die geschaffene Risikotransparenz ermöglicht es der Geschäftsführung, geeignete Kontroll- und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die in der Regel zu einem verringerten Schadenspotenzial führen.

Die Grundsätze des Risikomanagements sind im Risikomanagement-Handbuch der ALSO-Gruppe festgelegt. Einzelrisiken werden auf Basis analytischer Untersuchungen unter Einsatz von technologiegestützten Tools oder durch Meldung identifiziert und bezüglich ihrer möglichen Ergebnis- oder Liquiditätswirkung (gering bis zerstörend) sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (gering bis sehr hoch) bewertet.

3.2.2. Externe Risiken und Chancen

3.2.2.1. Globale Krisen und Konflikte

Der Ausbruch global spürbarer Pandemien, Handelskriege oder bewaffneter Konflikte, wie zum Beispiel der russischen Invasion in der Ukraine, kann ALSO an diversen Stellen entlang der Wertschöpfungskette treffen. Auf der Vendoren-Seite kann die Verfügbarkeit von Hardware vorübergehend beeinträchtigt sein, sollten wesentliche Herstellermanufakturen ihre Produktionskapazitäten reduzieren müssen oder falls der Transport von Waren in die ALSO-Länder verunmöglicht oder verzögert ist. Zudem könnten verstärkte protektionistische und nationalistische Tendenzen zu Spannungen in den Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Vendoren führen. ALSO hat in den letzten Jahren gezielt das Vendoren-Portfolio erweitert und ist in der Lage im Rahmen des Stellhebels «Vendor-Mix» den Resellern alternative Produkte bei Engpässen anzubieten. Zusätzlich kann ALSO auf der Grundlage von responsiven Analytics-Systemen rechtzeitig potentielle Engpässe in den Lagerbeständen erkennen und so durch die frühzeitige Platzierung von Vorbestellungen bei den entsprechenden Herstellern reagieren. Die aus den nationalistischen Entwicklungen resultierenden Zollkonflikte zwischen USA und China können auch eine Chance für europäische IT-Unternehmen bedeuten.

Auf der Reseller-Seite kann es zu einem Rückgang der Nachfrage in einzelnen Kunden- und Produktkategorien kommen. Dieser Rückgang kann nationaler, regionaler oder sogar globaler Ausprägung sein, abhängig von der Tragweite der Krise. Dank seines diversifizierten Ökosystems ist ALSO in der Lage, Verschiebungen in einigen Kunden- und Produktkategorien durch positive Entwicklungen anderer auszugleichen.

Die operativen Prozesse von ALSO können durch den Ausfall einer größeren Anzahl von Mitarbeitenden beeinträchtigt und so die Lieferfähigkeit von ALSO gefährdet sein. Um den operativen Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten zu können, investiert ALSO weiter in ihre Infrastruktur, um den Grad hybrider und mobiler Arbeit laufend auszubauen sowie in die konzernweite Vereinheitlichung von Abläufen. Dies ermöglicht zum einen eine standortunabhängige Arbeitsweise, die das Ausfallrisiko der Mitarbeitenden senkt. Zum anderen kann der Ausfall von Mitarbeitenden durch den Einsatz von Teams an anderen Standorten kompensiert werden. Für den Fall von Pandemien bestehen zudem zentral gesteuerte und lokal umgesetzte Schutzkonzepte. Diese beinhalten Maßnahmen wie zum Beispiel zusätzliche Hygienevorkehrungen, Schichtsysteme in den Lagerhäusern, Home-Office und die Unterstützung durch externe Spezialisten. Der Digitalisierungsschub der letzten Jahre wird anhaltende Auswirkungen auf die IT-Branche und damit auf ALSO als Technologie-Provider haben wird. Die Cloud ist eine Grundlage für hybrides und mobiles Arbeiten. Das eröffnet ALSO anhaltende Chancen sowohl für die Erweiterung der Anzahl an digitalen Arbeitsplätzen, die über den ACMP verwaltet werden, als auch deren vertiefte Monetisierung durch beispielsweise Cybersecurity- oder IT-as-a-Service-Angebote.

3.2.2.2. Cyber-Attacken

Unter Cyberattacks versteht man den Angriff auf Computer, Server, Mobilgeräte, elektronische Systeme, Netzwerke und Daten durch böswillige Angriffe. Die Folgen zielgerichteter Attacken (Spionage, Sabotage, Phishing) sowie von Angriffen auf kritische Infrastruktur könnten für ALSO schwerwiegend sein. Die Abteilung Cybersecurity führt daher regelmäßige IT-Risikoanalysen und Penetrationstests der geschäftskritischen IT-Systeme und -Prozesse durch und berichtet hierzu auch monatlich an den Verwaltungsrat. Die Risiken werden systematisch durch die in den ISO-Normen 27001 und 27002 festgelegten Kontrollen und geeigneten Praktiken begrenzt. Durch den Einsatz neuer Technologien wird der Schutz zusätzlich erhöht. Für geschäftskritische IT-Systeme gibt es Backup- und Recoverypläne mit Zielvorgaben für Wiederherstellungszeiten und Wiederanlaufzeitpunkte (Recovery Time und Recovery Point).

Die zunehmenden Angriffe auf Unternehmen, oft verbunden mit der Verschlüsselung von Daten und teils sehr hohen Lösegeldforderungen, haben zu einem deutlich gestiegenen Bewusstsein der Bedeutung von Cybersecurity geführt. Dadurch ergeben sich für ALSO Opportunitäten in der Vermarktung der Cybersecurity-Plattform und angrenzender Dienstleistungen wie der umfassenden Cyber-Risiko-Analyse und Entwicklung von Migrationsplänen.

3.2.3. Risiken Treasury

3.2.3.1. Risiko für Einlagen

ALSO ist durch Einlagen bei Banken und aus Forderungen gegenüber Factoringgesellschaften einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Dieses Ausfallrisiko ist nicht mittels Kreditversicherungen versichert. Das Risiko wird durch Diversifizierung bei der Auswahl der Finanzinstitute verringert. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Überprüfung der Finanzkraft jeder Gegenpartei anhand öffentlich verfügbarer Ratings und Ad-hoc-Meldungen. Dadurch kann ALSO die Kreditrisiken in der Regel gering halten. Während der langjährigen Geschäftsbeziehungen mit den Banken und Factoringgesellschaften waren keine Forderungsausfälle zu verzeichnen.

3.2.3.2. Zinsrisiken

Die Zinssatzrisiken von ALSO liegen hauptsächlich in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten mit variabler Verzinsung. Zinssatzschwankungen führen zu Veränderungen des Zinsertrags und -aufwands der verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. ALSO unterliegt Zinsrisiken vor allem in Euro, Schweizer Franken, Dänischer Krone und polnischem Złoty. Das Zinsmanagement erfolgt zentral. Zinssatzrisiken aus kurzfristigen Verbindlichkeiten werden teilweise abgesichert, womit ein wesentlicher Anteil der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten Zinssatzschwankungen ausgesetzt bleibt. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur werden, falls notwendig, Zinsderivate eingesetzt, um die vom zentralen Treasury empfohlenen und vom Management freigegebenen Bandbreiten einzuhalten.

Da ALSO sowohl über fix als auch über variabel verzinsliche Finanzinstrumente verfügt, können Zinsrisiken sowohl aus einem Anstieg als auch aus einem Sinken der Zinssätze am Markt resultieren.

3.2.3.3. Wechselkursrisiken

Ein wesentlicher Teil der Geldflüsse der operativen Gesellschaften erfolgt in Währungen, die nicht der Funktionalwährung dieser Tochtergesellschaften entsprechen. ALSO ist deshalb Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Ziel von ALSO ist es, den Einfluss von Währungsschwankungen auf das ALSO-Ergebnis über den Prozess des Ein- und Abverkaufs eines Artikels weitestgehend neutral zu halten. Risiken aus Fremdwährungen werden nur abgesichert soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Wechselkursrisiken, die bei der Umrechnung von Erfolgsrechnungen und Bilanzen von Tochtergesellschaften in die Konzernrechnung entstehen, werden nicht abgesichert. Im Einkaufsbereich bei Tochtergesellschaften im Ausland erfolgt ein gewisser Anteil in Fremdwährung, insbesondere in EUR (sofern nicht Funktionalwährung) und USD. Zur Sicherung dieses Wechselkursrisikos sichert das zentrale Treasury Einkaufsvolumina der operativen Gesellschaften ab. Aus konzerninternen Darlehen zwischen Tochtergesellschaften mit unterschiedlichen Funktionalwährungen ergeben sich Fremdwährungsrisiken. ALSO sichert diese Risiken weitgehend ab. Spekulative Mittelaufnahmen oder Anlagen in Fremdwährungen werden nicht durchgeführt. Transaktionsbezogene Fremdwährungsrisiken werden täglich ermittelt. Die sich ergebenden Nettoexposures je Währung werden auf Konzernebene konsolidiert. Durch den regelmäßigen Einsatz von Termingeschäften reduziert ALSO fortlaufend das Wechselkursrisiko.

3.2.3.4 Umwelt-, Klima und Sicherheitsrisiken

Als internationaler Technologieanbieter unterliegt ALSO Risiken durch mögliche Schäden an Menschen, Gütern und Reputation. Dies umfasst physische Risiken verursacht durch Naturkatastrophen. Die auf der Nachhaltigkeits-Strategie LESS basierenden Ziele sowie Schulungen zu Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz sollen diese Risiken für Mensch und Umwelt minimieren. Das Unternehmen evaluiert sie direkt an den eigenen Standorten sowie indirekt über Abfragen bei Vendoren zur Sicherung der Lieferkette. Alle Verhaltensregeln sowie die rechtlichen Vorgaben in Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz werden eingehalten, regulatorische Risiken, die durch die Vorgaben zur Reduzierung von Emissionen entstehen könnten werden überwacht. Diese entstehen mittel- und langfristig insbesondere durch die Bepreisung von CO 2 durch Emissionshandelssysteme, Steuern oder Änderungen in der Energiegesetzgebung. Diesen Risiken wird durch Maßnahmen im Rahmen des Energie- und CO 2 -Managements aktiv entgegengesteuert.

3.2.4. Interne Risiken

3.2.4.1. Vendoren

ALSO arbeitet insbesondere im Geschäftsfeld Supply mit den wesentlichen Herstellern von Hard- und Software zusammen. Hieraus ergeben sich Klumpenrisiken und Abhängigkeiten. Das Unternehmen begegnet dem mit aktivem Marktanteilsmanagement im Rahmen des Stellhebels «Provider-Mix». Im ITK-Markt werden kontinuierlich Produktinnovationen überwacht, um sich frühzeitig in Bereichen mit hohem Potenzial zu engagieren.

Aufgrund diverser Programme zur Unterstützung des Abverkaufs (wie z. B. Marketingprogramme, Boni, Abverkaufsrabatte, Price Protection) entstehen regelmäßig erhebliche Forderungen gegenüber Vendoren. Zur Durchsetzung dieser Ansprüche ist jederzeit eine vollständige Dokumentation der Anspruchsgrundlagen erforderlich. ALSO begegnet dem Risiko durch eine nachhaltige und effiziente Prozessorganisation der entsprechenden Geschäftsvorfälle.

3.2.4.2. Reseller

Auf der Abnehmerseite können Risiken aus der Abhängigkeit von einigen großen Kunden bestehen. Mit dem Ergreifen kontinuierlicher Maßnahmen im SMB-Kundenbereich werden durch die Diversifikation die Kundenanzahl erhöht und somit die Risiken verringert. ALSO ist aus ihrem operativen Geschäft Ausfallrisiken bei Kundenforderungen ausgesetzt. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu begrenzen, erfolgt bereits in der Angebotsphase eine Bonitätsprüfung der Kunden. Ausfallrisiken werden zudem durch ein aktives Forderungsmanagement begrenzt. Aktives Kundenmonitoring, Bilanzanalysen, Auskünfte, Versicherungsrating sowie Factoring-Programme gehören zu den wichtigsten Maßnahmen. Ein erheblicher Anteil der Forderungen wird durch Warenkreditversicherungen abgesichert.

3.2.4.3. Informationstechnologie

Informationssicherheit, IT-Verfügbarkeit und -Performance sind wesentliche Voraussetzungen für ein erfolgreiches unternehmerisches Handeln. Die IT-Systeme werden konstant überwacht und optimiert. Die hybride Cloud-Architektur ermöglicht eine schnelle Bereitstellung von IT-Kapazitäten, um neuen Anforderungen gerecht zu werden.

3.2.4.4. Logistik und Lager

Das Geschäftsmodell von ALSO ist in hohem Masse abhängig von der Verfügbarkeit effizienter eigener Logistikstrukturen, der Sicherheit der Warenbestände sowie performanten und kostengünstigen externen Logistikpartnern. Die Logistikstrukturen unterliegen klassischen Ausfallrisiken wie Brand, Überschwemmung oder Diebstahl sowie Preisänderungsrisiken für Lagermiete und Transport. Zusätzlich bestehen Risiken in der Wettbewerbsfähigkeit unserer Logistikstrukturen.

Durch die relativ kurzen Produktlebenszyklen von IT-Produkten unterliegt der Lagerbestand von ALSO zudem Abwertungsrisiken. ALSO begegnet diesem Risiko durch dedizierte nachfrageorientierte Disposition der Bestände mit dem Ziel hoher Verfügbarkeit bei angemessener Lagerumschlagzeit sowie durch entsprechende Rechte in den Vereinbarungen mit Vendoren (Price Protection, Stock Protection oder Stock Rotation). Durch Monatsberichte und jederzeit online verfügbare BI-Berichte haben die handelnden Personen im Detail für jede Produktkategorie, jeden Hersteller und jede SKU (Stock Keeping Unit) Transparenz zu Altersstruktur und Wert des Lagers.

3.2.4.5. Personalrisiken

Die weitere Entwicklung von ALSO hängt wesentlich vom Wissen und der Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden ab. ALSO beschäftigt sich mit Personalrisiken und arbeitet mit einer systematischen Personalplanung und -qualifizierung, um die Mitarbeitenden ihren Fähigkeiten entsprechend einzusetzen, zu fördern und an das Unternehmen zu binden. Zudem wird ein aktives Monitoring der Zufriedenheit der Mitarbeitenden durchgeführt. Unsere Personal- und Führungskräfteentwicklung ist eine wichtige Voraussetzung für die vorausschauende und zuverlässige Sicherung unserer Personalkapazitäten.

Trotz aller Anstrengungen wird der Fachkräftemangel eine Herausforderung bleiben. Die internen Entwicklungsmöglichkeiten werden daher weiter verstärkt, um mittel- bis langfristig eigenes Personal bestmöglich zu qualifizieren und so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Insbesondere in den Konzerngesellschaften mit Schwerpunkt im Geschäftsfeld Solutions bestehen Engpässe bei der Rekrutierung entsprechend zertifizierten Mitarbeitender. Um einen breiten Kreis von neuen potenziellen Mitarbeitenden anzusprechen, suchen spezialisierte Rekruter auf dem internationalen Arbeitsmarkt anhand einheitlicher Anforderungskataloge nach geeigneten Talenten für die Wachstumsbereiche von ALSO. Außerdem erfolgt die Rekrutierung mit Hilfe von Social-Media-Instrumenten und dem Einsatz von KI.

3.2.4.6. Recht

Als international agierende Gesellschaft hat ALSO zahlreiche gesetzliche, steuerliche sowie wettbewerbs- und patentrechtliche Regelungen zu beachten. Die Vielzahl und zunehmende Komplexität der relevanten Bestimmungen auf lokaler und internationaler Ebene erhöht das Risiko, dass ALSO bei ihrer Nichteinhaltung erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Risiken entstehen können, wie z. B. Strafzahlungen oder Schadensersatzforderungen. Identifizierte Rechtsrisiken werden im Rahmen des Risikomanagements gemeldet. Bestehende und drohende Rechtsstreitigkeiten werden kontinuierlich erfasst, analysiert und hinsichtlich ihrer juristischen und finanziellen Auswirkungen bewertet und in dem laufenden Risikomanagementprozess entsprechend berücksichtigt.

3.2.4.7. Compliance

Das rechtlich und ethisch einwandfreie Handeln der Mitarbeitenden im geschäftlichen Alltag wird durch ein Compliance-Management-System sichergestellt. Darin werden verbindliche Compliance-Regeln für die gesamte ALSO-Gruppe aufgestellt, Verstößen vorgebeugt, die Einhaltung überprüft und Verstöße sanktioniert.

Zentrales Dokument ist der Verhaltenskodex (Code of Conduct), der auf allen Konzernebenen für alle Mitarbeitenden und Führungskräfte verbindlich ist. Für die risikoträchtigsten Compliance-Themen gelten auf der Basis des Verhaltenskodexes Konzernrichtlinien, die das Thema konkret im Detail und bezogen auf typische Sachverhalte im Geschäft der ALSO-Gruppe als Technologie-Provider regeln. Dies beinhaltet insbesondere Themen wie Kartell- und Wettbewerbsrecht, Umgang mit Geschenken und Einladungen sowie die Vermeidung von Interessenkonflikten.

Die Compliance Organisation wird von dem Chief Compliance Officer geleitet, der direkt an das Audit-Komitee berichtet. Ihm stehen vier regionale Compliance Officer zur Seite, die wiederum die Arbeit der Local Compliance Officer in jeder Landesorganisation koordinieren. Mitarbeitenden und Dritten steht zudem ein Compliance-Ombudsmann als unabhängiger externer Ansprechpartner zur Verfügung für Hinweise auf Verstöße gegen den ALSO Verhaltenskodex, insbesondere auf Straftaten oder wettbewerbsbeschränkende Absprachen. Außerdem nimmt er stichprobenartige Compliance-Prüfungen in den ALSO-Ländergesellschaften vor. Der Ombudsmann ist als Rechtsanwalt berufsrechtlich zur Verschwiegenheit verpflichtet und geht Hinweisen auf Wunsch auch ohne Namensnennung nach. Bei Akquisitionen überprüft er vor der Übernahme das compliance-konforme Verhalten des jeweiligen Unternehmens.

Das Compliance-Management-Programm beinhaltet ein umfassendes Schulungsangebot für alle Mitarbeitenden. Es beginnt mit einer gruppenweit einheitlichen Grundschulung für alle neu bei ALSO eintretenden Mitarbeitenden. Diese Schulung ist auf die geschäftstypischen Bedürfnisse der ALSO ausgerichtet und findet in den Landessprachen aller ALSO-Gesellschaften statt. Sie ist verpflichtend für alle Mitarbeitenden mit Ausnahme der Logistik und Temporär-Mitarbeitenden und ist innerhalb von vier Wochen nach dem Eintritt erfolgreich zu absolvieren. Diese Grundschulung wird durch zwei weitere verpflichtende Schulungen ergänzt, die auffrischenden und vertiefenden Charakter haben. Dabei wird das Erlernte durch den Einsatz einer E-Learning Plattform überprüft. Eine Nachschulung wird ebenfalls in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Führungskräfte des Konzerns werden einmal pro Halbjahr zur Abgabe einer Verpflichtungserklärung aufgefordert, die an die bestehenden Compliance-Verpflichtungen erinnert und eine Stellungnahme zu potentiellen compliance-relevanten Sachverhalten aus dem letzten Halbjahr beinhaltet.

3.2.4.8. Datenschutz

Um die Einhaltung der anwendbaren Datenschutzbestimmungen, insbesondere der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) und der jeweiligen Landesdatenschutzgesetze, sicherzustellen, hat ALSO eine Datenschutz-Organisation geschaffen, die aus einem Chief Data Protection Officer auf Gruppenebene und Local Data Protection Officers in allen Landesgesellschaften besteht. Auf der Grundlage einer Konzerndatenschutzrichtlinie werden die Geschäftsprozesse der ALSO in allen Geschäftsbereichen auf Grundsätze wie Fairness und Rechtmäßigkeit, Zweckbindung, Transparenz und Datensparsamkeit ausgerichtet und durch regelmäßige interne Datenschutz-Audits überprüft. Für alle Mitarbeitenden sind einmal pro Jahr Datenschutz-Trainings mit anschließender Prüfung verpflichtend.

3.2.4.9. Liquiditätsrisiken

Zu den zentralen Aufgaben von ALSO gehören die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns durch die Bereitstellung ausreichender Mittel im Bedarfsfall sowie die Sicherung der Ertragskraft durch Steuerung der finanziellen Risiken. Das zentrale Liquiditätsrisikomanagement stellt sicher, dass der Konzern stets in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen. Weitreichende Planungen stellen dabei sicher, dass auch mittel- und langfristig ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen. Im Finanzierungsbereich diversifiziert ALSO die Finanzinstitute stark, um Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten zu reduzieren. Auch im Geschäftsjahr 2023 war ALSO stets in der Lage, alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

3.2.4.10. Steuerrisiken

ALSO arbeitet stark vernetzt und standortübergreifend. Die damit einhergehenden Leistungsbeziehungen bergen das Risiko, dass die zugrundeliegenden Verrechnungspreise steuerlich nicht anerkannt werden. ALSO hat zur Begrenzung dieses Risikos das Konzept zu Verrechnungspreisen mit spezialisierten Steuerberatern gestaltet und lässt die zugrundeliegende Verrechnungspreisdokumentation regelmäßig prüfen. ALSO weist einige steuerliche Verlustvorträge auf. Es besteht das Risiko, dass diese Verlustvorträge durch zeitliche oder sonstige Restriktionen ungenutzt verfallen.

3.2.5. Marktchancen

Die Geschäftsentwicklung im ALSO-Konzern hängt maßgeblich von der allgemeinen Wirtschaftslage, der konjunkturellen Entwicklung und dem technologischen Fortschritt, insbesondere durch die Digitalisierung ab. Zunehmenden Risiken bedingt durch Kriege, Handelsembargos oder protektionistische Tendenzen sowie durch Pandemien oder auch durch vermehrte Cyberattacken stehen steigende Marktchancen gegenüber. Durch die neuen Technologien ergeben sich aus Sicht der Gesellschaft zunehmende Opportunitäten für das Geschäft der ALSO.

Eine Chance für mehr Unternehmenswachstum sieht die Geschäftsführung im für die ITK-Branche für Europa prognostizierten Zuwachsraten. Treiber dürften nach wie vor Software und IT-Services mit einem Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich sein. Bei den Rechenzentren wird - in Vorbereitung auf den verstärkten Einsatz von KI - mit höheren Investitionen gerechnet. Das PC-Geschäft soll ebenfalls durch die Entwicklung KI-fähiger Modelle belebt werden.

Die Geschäftsführung vertritt die Auffassung, dass Investitionen in IT, selbst wenn sie von den Anwendern in manchen Situationen temporär verschoben werden, letztlich dennoch durchgeführt werden müssen und bewertet dies als Chance für das Unternehmen.

Die ständigen Innovationen der Branche treiben sowohl die Umsätze, die durch Nach- und Aufrüstung vorhandener Geräte entstehen, sie sind aber auch verantwortlich für die Entwicklung neuer, zusätzlicher Wachstumsfelder. Das Internet of Things, Virtualisierungen und Künstliche Intelligenz stehen erst am Anfang ihrer Anwendungs- und damit ihrer Vermarktungsmöglichkeiten und bieten eine Vielzahl von Marktchancen für die Gesellschaft.

Die Cloud ist die Grundlage für hybrides und mobiles Arbeiten. Das eröffnet ALSO anhaltende Chancen sowohl für die Erweiterung der Anzahl an digitalen Arbeitsplätzen.

3.2.6. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation

Die Geschäftsentwicklung im ALSO-Konzern hängt maßgeblich von der allgemeinen Wirtschaftslage, der konjunkturellen Entwicklung und dem technologischen Fortschritt, insbesondere durch die Digitalisierung ab.

Zunehmenden Risiken bedingt durch Kriege, Handelsembargos oder protektionistische Tendenzen sowie durch Pandemien oder auch durch vermehrte Cyberattacken stehen steigende Marktchancen gegenüber.

Ziel des Risikomanagements ist nicht die grundsätzliche Vermeidung von Risiken sondern die systematische Erfassung und Bewertung als Entscheidungsgrundlage, welche Risiken eingegangen werden können bzw. sollen.

Die ständigen Innovationen in der IT-Industrie führen dazu, dass die Funktionalität der Anwendungsbereiche nur durch kontinuierlichen Ersatz oder Erweiterung der verschiedenen Komponenten aufrechterhalten werden können. Investitionen sind unausweichlich, lediglich der Zeitpunkt der Investition ist, innerhalb eines begrenzten Rahmens, variabel. In Verbindung mit der Expertise, Reaktionsfähigkeit und Umsetzungsstärke der Mitarbeitenden sieht das Unternehmen daher nach wie vor ausgezeichnete Wachstumsmöglichkeiten. Chancen und Risiken stehen aus Sicht der Geschäftsführung daher weiterhin in einem ausgewogenen Verhältnis. Ein bestandsgefährdendes Risiko ist aktuell nicht erkennbar.

 

Soest, den 23. Juli 2024

ALSO Deutschland GmbH

Wolfgang Krainz

Mike Rakowski

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.