Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 99135
Vorher
Youco F22-H584 Vorrats-GmbHEFB Immobilienverwaltungs GmbHBätz Real Estate GmbH
Eingetragen
2.11.2022
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
der Handel und der Service sowie der Anund Verkauf von Industrieelektronik (CNCund NC- Anlagen), Automatisierungstechnik und Elektronik für erneuerbare Energien, Computer, Hard- und Software

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Florian Markus Bätz
seit 26.1.2023
Geschäftsführer
Emil Meta Bätz
seit 26.1.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bätz Firmenholding GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BVS Electronics GmbH

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftsmodell

Im Zuge einer Optimierung der Firmenstruktur wurde die 1987 gegründete BVS Industrie-Elektronik GmbH mit Wirkung des 01. Januar 2023 in die BVS Electronics GmbH ausgegliedert. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung des Geschäfts sowie dem Aufbau neuer Geschäftsfelder, wie die Erweiterung um Elektronik für Erneuerbare Energien (Green Energy Electronics), ist die künftige Firmierung als BVS Electronics GmbH mit internationaler Begrifflichkeit. Die Marktbearbeitung mit unseren neuen geschäftsfeldbezogenen Marken, der BVS Industry Electronics für unser bestehendes Geschäftsfeld sowie der BVS Green Energy Electronics für unser neu erschlossenes Geschäftsfeld, wird weiter fortgesetzt. Die neue Struktur ermöglicht eine effizientere Betriebsorganisation, um weiterhin schnelle und passgenaue Lösungen anbieten zu können, als auch Leistungen für neue Märkte gezielt und bedarfsgerecht zugänglich zu machen.

Seit 1987 bietet die BVS Electronics GmbH Reparatur-, Verkaufs- und Servicedienstleistungen für aktuelle, typengestrichene und abgekündigte CNC-, SPS- und Roboter-Automatisierungstechnik und Elektronik für erneuerbare Energien an. Mittlerweile zählen über 10.000 zufriedene Unternehmen aus allen Branchen und jeglichen Größenordnungen zu den Kunden der BVS Electronics GmbH. Darüber hinaus ist die Gesellschaft DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziert. Bei produktüberholenden Reparaturen arbeitet die BVS Electronics GmbH streng nach der aktuell gültigen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und bietet mindestens 24 Monate Gewährleistung auf das komplette Produkt- und Dienstleistungsspektrum an. Verfügbarkeit und Geschwindigkeit sind im Falle eines maschinenausfallbedingten Produktionsstillstandes von essenzieller Bedeutung. Daher bietet die Gesellschaft ihren Kunden im Rahmen ihres kostenlosen 24/7 Notfallservices Austauschteile, Ersatzteile und Neuteile an 365 Tagen im Jahr an. Als einziges Unternehmen weltweit aus der Branche der Instandhaltung von Electronics trägt die BVS Electronics GmbH zudem mit Stolz den Status "Bosch Rexroth Group Service Point". Des Weiteren ist die BVS Electronics GmbH offizieller Servicepartner der SEW-Eurodrive, sowie von Lenze und Schneider Electric. Im August 2024 wurde die Servicepartnerschaft mit Baumüller Services erweitert. Mit dem Ziel alles aus einer Hand anbieten zu können, wird der bedingungslose Ansatz originaler Herstellerqualität zu kompetitiven Drittmarkt-Preisen mit bekannten 24-Monaten Gewährleistung auf die komplette Baugruppe verfolgt.

Die Leistungen der BVS Electronics GmbH gliedern sich wie folgt:

Reparatur Verkauf Service
Produktüberholung Austausch Ankauf & Demontage
Ecofit Ersatzteile Maschinen- & Anlagenanalyse
Reinigung & Überprüfung Neuteile Service vor Ort
Optionale Eilreparatur unipo technische Service-Hotline

1.2 Ziele und Strategien

Die BVS Electronics GmbH strebt eine ständige Portfolio-Verbreiterung und -Vertiefung hinsichtlich Test- und Reparaturfähigkeit an. Die Erschließung neuer ausländischer Märkte mit bestehenden, sowie neuen Produkten stehen im Fokus der Unternehmensziele. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau des bestehenden hohen Qualitätsniveau. Darüber hinaus werden weitere Partnerschaften mit namenhaften Automatisierungsherstellern angestrebt.

1.3 Forschung und Entwicklung

Zu den Aufgabengebieten der Entwicklung der BVS Electronics GmbH gehören unter anderem der Neuaufbau, die Optimierung und Erweiterung von Testanlagen, das Redesign von Leiterplatten sowie Komponenten zur Vermeidung von Obsoleszenz als auch das Reverse-Engineering von neuen Substitutionsprodukten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 hatte die BVS Electronics GmbH erhebliche zusätzliche Herausforderungen zu meistern. Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft in einem weiterhin krisengeprägten Umfeld einen leichten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 %. Während die Inflation im Jahresverlauf nachließ und die Lohneinkommen stiegen, blieb eine Erholung des privaten Konsums aus. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank und die schwache globale Nachfrage belasteten insbesondere den Maschinenbau und das produzierende Gewerbe. Hohe Energiepreise, gestiegene Finanzierungskosten und anhaltende Materialengpässe führten zu Investitionszurückhaltung und erschwerten Exportbedingungen. Trotz dieser Herausforderungen zeigte sich der Arbeitsmarkt robust, und die Erwerbstätigkeit erreichte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Diese Rahmenbedingungen beeinflussten die wirtschaftliche Tätigkeit in unserer Branche maßgeblich und erforderten eine kontinuierliche Anpassung unserer Strategien und Prozesse. Aufgrund dieser schwierigen Umfeldbedingungen hat die BVS Electronics GmbH die Erwartungen leicht verfehlt.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 konnte der positive Trend aus den Vorjahren nicht fortgesetzt werden und mit einem erzielten Umsatz von EUR 34 Mio. Euro unter den Erwartungen abschlossen werden (Vorjahr 35 Mio. Euro). Die selbstgesteckten Umsatzziele sind insofern nicht erfüllt worden.

Im Jahr 2023 war der Geschäftsverlauf stark von der angespannten Liefersituation der Hersteller, darunter Siemens, geprägt. Anfängliche Verzögerungen in der Beschaffung neuer Maschinen und Komponenten führten in der ersten Jahreshälfte zu einer erhöhten Nachfrage nach Ersatzteilen und Instandsetzungsdienstleistungen. In der zweiten Jahreshälfte entspannte sich die Situation der Hersteller wieder, was sich insbesondere auf das Handelsgeschäft konträr auswirkte und in Folge Einfluss auf die Ertragslage der BVS Electronics GmbH nahm. Kunden suchten verstärkt nach kurzfristigen Lösungen zur Instandhaltung und Modernisierung bestehender Anlagen, was unsere Vertriebsaktivitäten in diesem Bereich intensivierte. Gleichzeitig stellten verlängerte Lieferzeiten und steigende Beschaffungskosten eine Herausforderung dar, die ein hohes Maß an Flexibilität und enge Kundenkommunikation erforderlich machte.

Um die Marktpräsenz weiter auszubauen, setzte die BVS Electronics GmbH neben traditionellen Marketing- und Vertriebskanälen wie Online-Werbung, Webshops und E-Mail-Kampagnen auch gezielt auf einen flächendeckenden Außendienst sowie auf Fachmessen im In- und Ausland, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende Netzwerke zu pflegen.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Ertragslage

01.01. bis 01.01. bis Änderung ggü.
31.12.2023 31.12.2022 d. Vorjahr
in
T EUR % T EUR % T EUR %
Umsatzerlöse 34.433,1 100,0 35.114,4 100,0 -681,3 -1,9
+ sonst. betriebl. Erträge 242,4 0,7 418,4 1,2 -176,0 -42,1
- Materialaufwand 16.149,1 46,9 16.901,9 48,1 -752,8 -4,5
- Personalaufwand 9.043,6 26,3 7.968,9 22,7 1.074,7 13,5
- Abschreibungen 978,4 2,8 832,1 2,4 146,3 17,6
- sonst. betriebl. Aufwand 6.931,1 20,1 6.443,2 18,3 487,9 7,6
+ Finanzerträge 72,4 0,2 54,8 0,2 17,6 32,1
- Finanzaufwand 58,5 0,2 67,8 0,2 -10,3 -14,9
- EE-Steuern 498,3 1,4 1.013,9 2,9 -515,6 -50,9
Ergebnis nach Steuern 1.088,9 3,2 2.359,8 6,7 -1.270,9 -53,9
- sonstige Steuern 17,0 0,0 12,9 0,0 4,1 31,8
Jahresergebnis 1.071,9 3,1 2.347,0 6,7 -1.275,1 54,3

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresergebnis von 1.071,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2.2347,0 Mio. Euro) ab. Dies bedeutet eine Verringerung des Jahresüberschusses der BVS Electronics GmbH im Berichtsjahr von 54,3%.

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum 34.433.098,06 Euro. Im Vorjahr 2022 wurde dem gegenüber einem Betrag von 35.114.448,73 Euro ausgewiesen. Das entspricht einer Minderungsrate von 1,94 %.

Die Minderung des Jahresüberschusses ist bedingt durch den, im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, gleich gebliebenem Materialaufwand, bedingt durch höher gestiegene Personalkosten, sowie durch die Abschreibungen und die gestiegenen sonst. betrieblichen Aufwendungen.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren im Jahr 2023 betrugen 7.912.127,16 Euro gegenüber 8.867.600,90 Euro im Vergleichszeitraum 2022. Der relative Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt damit 11,08 %.

An Aufwendungen für bezogene Leistungen fielen im Berichtszeitraum 8.236.979,46 Euro an. Im Vorjahr 2022 belief sich der entsprechende Wert auf 8.004.319,37 Euro. Dies entspricht einer Erhöhungsrate gegenüber dem Vorjahr von 2,91 %.

Die Löhne und Gehälter 2023 betrugen 7.803.013,51 Euro gegenüber 6.906.006,38 Euro im Vergleichszeitraum 2022. Die absolute Veränderung beträgt damit 897.007,13 Euro. Dies ergibt eine Erhöhungsrate von 12,99 %. Im Jahresdurchschnitt wurden 22 Arbeitnehmer mehr eingestellt.

An sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung fielen im Berichtsjahr 2023 1.240.622,99 Euro an. Im Jahr 2022 belief sich der entsprechende Wert auf 1.062.910,63 Euro. Der Betrag der absoluten Veränderung beläuft sich auf 177.712,36 Euro. Dies entspricht einer Erhöhungsrate von 16,72 %.

Die Umsatzrentabilität betrug 3,12 %. Im Vorjahr 2022 lag dieser Wert bei 6,68 %.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Bilanz zum Bilanz zum Änderung ggü.
31.12.2023 31.12.2022 d. Vorjahr
in
T EUR % T EUR % T EUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 64,6 0,6 117,6 1,2 -53,0 -45,1
Sachanlagen 3.765,2 33,7 4.015,1 39,3 -249,9 -6,2
Finanzanlagen 0,1 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0
Vorräte 263,5 2,3 289,7 2,8 -26,2 -9,0
Forderungen 2.199,2 19,7 2.028,7 19,9 170,5 8,4
Sonstige Vermögensgegenstände 3.006,5 26,9 2.502,1 24,5 504,4 20,2
Flüssige Mittel/Wertpapiere 1.761,5 15,8 1.178,8 11,6 582,7 49,4
Rechnungsabgrenzungsposten 111,7 1,0 72,2 0,7 39,5 54,7
Summe Aktiva 11.172,4 100,0 10.204,4 100,0 968,0 9,5

PASSIVA

Bilanz zum Bilanz zum Änderung ggü.
31.12.2023 31.12.2022 d. Vorjahr
in
T EUR % T EUR % T EUR %
Eigenkapital 4.750,1 42,5 3.678,2 36,0 1.071,9 29,1
Rückstellungen 3.084,7 27,6 3.260,5 32,0 -175,8 -5,4
Lieferverbindlichkeiten 2.014,8 18,0 2.219,8 21,8 -205,0 -9,2
Gesellschafterverbindlichkeiten 0,0 0,0 206,5 2,0 -206,5 -100,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.322,9 11,8 839,3 8,2 483,6 57,6
Summe Passiva 11.172,4 100,0 10.204,4 100,0 968,0 9,5

Die Änderungen im Eigenkapital von 3.678,2 Mio. Euro auf 4.750,1 Mio. Euro sind im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss von 1.071,9 Mio. Euro zurückzuführen. Im Bereich der Finanzanlagen kam es aufgrund der Ausgliederung einer Gesellschaft zu einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft in Höhe von EUR 25 TEUR.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind die Steuerforderungen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 170 TEUR (Vorjahr 122 TEUR) und aus der Körperschaftssteuer in Höhe von 265 TEUR (Vorjahr 135 TEUR), Guthaben aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 116 TEUR (Vorjahr 142 TEUR), sowie Darlehen in Höhe von 2.169 TEUR (Vorjahr 1.809 TEUR) berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 49,4 %, was zu einem Teil aus der Liquidation von Sachanlagen und Vorräten kommt, sowie dem hohen Ergebnis zuzuordnen ist.

Der Wert des immateriellen Anlagevermögens verringerte sich um 45,1 % auf nunmehr 64,6 TEUR (Vorjahr 117,6 TEUR). Im Wesentlichen resultierte diese Entwicklung aus der massiven Investition in EDV-Software im Bereich Lager/Logistik im Jahr 2022 und der daraus entstehenden Abschreibung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von 2.219,8 TEUR im Vorjahr auf nunmehr 2.014,8 TEUR zum Bilanzstichtag. Dies entspricht einer Verringerung um 9,3 %.

Innerhalb der Passiva verringerten sich die Rückstellungen um 175,8 TEUR auf 3.084,7 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr (Vorjahr 3.260,5 TEUR). Dies entspricht einer leichten Verringerung von 5,4 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind aufgrund der rückwirkenden Ausgliederung per 01.01.2023 entsprechend umgebucht worden (Vorjahr: 206,5 TEUR).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich zu diesem Bilanzstichtag von 839,3 TEUR auf nunmehr 1.322,9 TEUR.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 36 % im Vorjahr auf 43 % im Berichtsjahr.

2.3.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens werden insbesondere die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen: Umsatz, Eigenkapital sowie Liquiditätslage.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 34.433,1 Mio. EUR (Vorjahr: 35.114,4 Mio. EUR). Dies entspricht einem leichten Rückgang von 1,9% gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzentwicklung blieb im Wesentlichen konstant.

Das Eigenkapital belief sich auf 4.750,1 TEUR (Vorjahr: 3.678,2 TEUR) und konnte somit im Vergleich zum Vorjahr um 29,1% gesteigert werden.

Die Liquiditätslage war im gesamten Geschäftsjahr geordnet. Der Bestand an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 1.761,5 TEUR (Vorjahr: 1.178,8 TEUR). Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens wird insgesamt als stabil bewertet.

3. Zweigniederlassungsbericht

Ende des Jahres 2023 wurde die strategische Entscheidung getroffen, die ausländische Niederlassung in Mautern/Österreich zum 29.02.2024 zu schließen. Vom Hauptsitz in Hanau betreiben wir weiterhin Akquise in Österreich und der in der Zweigniederlassung beschäftigte Mitarbeiter wurde übernommen.

4. Risikobericht und Chancenbericht

4.1 Risikobericht

Unternehmerisches Handeln ist grundsätzlich mit Risiken verbunden. Gerade in dem generell dynamisch geprägten Marktumfeld muss ein besonderes Augenmerk auf einem funktionierenden Risikomanagement-System liegen. Hier nimmt die Geschäftsleitung gegenüber diversen Stakeholdern, beispielsweise Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern, eine besondere Verantwortung wahr. Auch wenn nicht alle Risiken ausgeschlossen werden können, wird sie versuchen, Aktivitäten zu vermeiden, welche die Existenz der Gesellschaft oder einer wichtigen Anspruchsgruppe der Gesellschaft gefährden könnten. Um frühzeitig unangemessene Risiken und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erkennen, sowie geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung bzw. Risikoabwendung einzuleiten und nachzuhalten, bedient sich die Gesellschaft verschiedener Kontrollen und Kontrollsysteme. Besonderes Gewicht haben dabei die unternehmensweiten Prozesse und Kennzahlen des internen Berichtswesens.

Künftige Risiken der Gesellschaft haben wir in zwei Analysebereiche eingeteilt:

Zum einen sieht sich die BVS Electronics GmbH dabei Risiken des unternehmensexternen Umfeldes ausgesetzt, die sich wie folgt nach der PESTEL Analyse klassifizieren: Politische, ökonomische, soziokulturelle, technologische, ökologische und rechtliche Risiken.

Zum anderen wirken Risiken aus dem internen Betriebswesen, wie zum Beispiel von der Beschaffung, Produktion, Absatz, Infrastruktur, Administration, Personalwirtschaft, Investitionen, Finanzierung, sowie Forschung & Entwicklung auf die Gesellschaft ein.

Politische Risiken

Der anhaltende Ukrainekrieg führt weiterhin zu geopolitischen Unsicherheiten und Sanktionen, die insbesondere die Energiepreise sowie die Verfügbarkeit von Rohstoffen beeinflussen. Zusätzlich erhöhen Spannungen zwischen westlichen Staaten und China das Risiko neuer Handelsrestriktionen. Die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung der BRICS-Staaten könnte langfristig zu einer Verschiebung globaler Handelsströme führen, was europäische Unternehmen vor Herausforderungen stellt. Exportzölle auf bestimmte Bauteile und Maschinen in strategisch wichtigen Märkten erschweren zudem den internationalen Handel.

Technologisches Risiko

Das geringe Automatisierungspotenzial in bestimmten Produktionsbereichen erschwert Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen. Während die Digitalisierung voranschreitet, bleibt die Implementierung neuer Technologien in einigen Segmenten herausfordernd, insbesondere wenn hohe Investitionen oder lange Amortisationszeiten erforderlich sind. Gleichzeitig steigt das Risiko von Cyberkriminalität, insbesondere durch gezielte Angriffe auf Produktions- und IT-Infrastrukturen. Unternehmen müssen ihre Cybersecurity-Strategien kontinuierlich anpassen und in Sicherheitsmaßnahmen investieren, um potenzielle Schäden zu minimieren.

Weiterhin ist die Elektrifizierung des Antriebsstranges im Rahmen der Mobilitätswende ein technologisches Risiko, da für die Herstellung rein elektrisch angetriebener Fahrzeuge im Durchschnitt lediglich 67% an metallurgischen Be- & Verarbeitungsschritten benötigt werden im Vergleich zur Herstellung eines Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor. Demnach wird sich voraussichtlich die installierte Basis an Maschinen und Anlagen in der Automotive-Branche künftig nachhaltig reduzieren, was deswegen zunächst als Risiko betrachtet werden darf, da die BVS Electronics GmbH über 30% ihres Umsatzes in dieser Branche generiert.

Ökologische Risiken

Steigende Umweltauflagen und strengere Regulierungen im Bereich CO 2 -Emissionen beeinflussen die Produktionsprozesse. Unternehmen müssen nachhaltigere Produktionsmethoden entwickeln und gleichzeitig die gestiegenen Kosten für erneuerbare Energien sowie Umweltzertifizierungen berücksichtigen. Zusätzlich können klimabedingte Risiken, wie extremere Wetterereignisse, Lieferketten unterbrechen und die Verfügbarkeit von Rohstoffen negativ beeinflussen.

Aufgrund der Tatsache, dass auf globaler Ebene betrachtet der Ausstoß von für den Klimawandel primär verantwortlichen Treibhausgasen wahrscheinlich weiter zunehmen wird, kann aus aktueller Sicht nur festgehalten werden, dass künftig sowohl mit höherem Ausmaß als auch mit höherer Frequenz an durch den Klimawandel hervorgerufenen negativen Implikationen zu rechnen ist.

Soziokulturelle Risiken

Der anhaltende Fachkräftemangel stellt eine der größten Herausforderungen für das produzierende Gewerbe dar. Besonders betroffen sind technische Berufe, in denen der demografische Wandel den Arbeitsmarkt weiter verknappt. Im technischen Sektor tätige Unternehmen, wie die BVS Electronics GmbH, müssen verstärkt in eigene Ausbildungsstrukturen und Automatisierung investieren. Zudem verändert die zunehmende Flexibilisierung von Arbeitsmodellen die Erwartungen an Arbeitgeber, was die Personalgewinnung und -bindung beeinflusst. Weiterhin sind steigende Lohnkosten, Investitionen in Mitarbeiter-Benefits, Kosten für Employer Branding und Qualifizierungsmaßnahmen herausfordernde und belastende Themen.

Forderungsausfälle

Um eventuellen Forderungsausfällen durch Insolvenzen unserer Kunden vorzubeugen, erfolgt sowohl eine Bonitätsprüfung als auch eine strenge Kontrolle des eingeräumten Kreditlimits. Bereits seit Mitte 2018 besteht eine Warenkreditversicherung über den Versicherer Euler Hermes für die Auslandsforderungen, die auf die Inlandskunden erweitert wurde.

Rechtliche Risiken

Neue EU-Regularien zu Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferkettenkontrolle erhöhen den administrativen Aufwand für Unternehmen. Unternehmen müssen verstärkt darauf achten, regulatorische Anforderungen frühzeitig zu erkennen und umzusetzen, um Bußgelder oder Handelsbeschränkungen zu vermeiden. Zudem könnten zukünftige Gesetzgebungen zur Cybersecurity verpflichtende Investitionen in IT-Sicherheitslösungen erfordern.

Bestandsgefährdungen

Über die im Prognosebericht genannten konjunkturellen und politischen Risiken sowie die in diesem Bericht aufgeführten Risiken der Analysebereiche und rechtlichen Risiken hinaus sehen wir derzeit keine Risiken, die 2024 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BVS Electronics GmbH wesentlich beeinflussen könnten. Nach den aktuell vorliegenden Informationen sieht die Geschäftsleitung gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken.

4.2 Chancenbericht

Besondere Chancen ergeben sich durch eine Produkt-/Leistungsportfolio-Erweiterung, sowie Vertiefung als auch durch neue Vertriebs-, Marketing- und Distributionskanäle im In- und Ausland.

Aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Maschinen in der Produktion in den von BVS Electronics GmbH bedienten Märkten eingesetzt werden, das Durchschnittsalter der Maschinen zunehmend steigt und es auf den bis dato bediente Märkte zu einem Anstieg von Maschinenausfällen kommt, geht die BVS Electronics GmbH von einer potenziell steigenden Nachfrage nach ihren Dienstleistungen aus. Die Gesellschaft sieht neben ihrer bisherigen starken Konzentration auf den deutschen Markt ebenfalls gute Chancen auf eine Internationalisierung. Durch den bereits erfolgten Ausbau der Abteilung für die Auslands-Akquise, ist mit einer Umsatzsteigerung durch Neu- und Bestandskunden im europäischen Markt zu rechnen.

Weitere Chancen sieht die Gesellschaft nach wie vor in der präventiven Instandhaltung von Maschinen. Aufgrund der weiterhin voranschreitenden globalen Erderwärmung wurde eine EU-Vorschrift mit der Devise "Reparieren statt wegschmeißen" erlassen. Damit müssen seit dem März 2021 alle Neugeräte leichter reparierbar sein und am Ende einer definierten Lebensdauer Ersatzteile verfügbar sein. Dies stärkt die BVS Electronics GmbH in ihrem Geschäftsmodell und veranschaulicht außerdem die voranschreitende Sensibilisierung der Menschheit zu einem hohen Umweltbewusstsein und einem verantwortungsvollen Ressourcenumgang, sowie das robuste Geschäftsumfeld der Gesellschaft.

Mit der Einführung von Instandhaltungsleistungen im erfolgreichen und schnell wachsenden Bereich der Photovoltaik-/ Windkraft-Wechselrichter wurde eine Diversifikation des Produkt-/ Leistungsportfolios und damit einhergehend ein Umsatzausbau angestrebt und erreicht. Die Gesellschaft rechnet in der Zukunft mit stark wachsenden Marktpotenzialen, die mit dem rapiden politischen Ausbau der erneuerbaren Energien zu begründen sind.

Die Digitalisierung eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Unternehmen, die auf smarte Fertigungstechnologien, datengetriebene Wartungsprozesse und digitale Geschäftsmodelle setzen, können ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken. Insbesondere durch den Einsatz von KI-gestützten Prognosen und Automatisierungslösungen lassen sich Produktions-/ Verwaltungsprozesse optimieren und Ressourcen effizienter nutzen. Zudem bietet die verstärkte Nutzung von digitalen Kommunikations- und Vertriebskanälen neue Potenziale zur Kundenansprache und -bindung.

Als Fazit erfordern die gegenwärtigen Marktbedingungen eine strategische Anpassung und bieten gleichzeitig erhebliche Chancen. Unternehmen, die in die Erweiterung ihres Produkt- und Leistungsportfolios, den Ausbau ihrer Vertriebs- und Distributionskanäle sowie in Digitalisierung und Nachhaltigkeit investieren, können sich langfristig erfolgreich positionieren. Die Anpassung an regulatorische Anforderungen und die Nutzung neuer Marktpotenziale werden entscheidend für den zukünftigen Erfolg sein. Für diese Herausforderungen sieht sich die BVS Electronics GmbH gut gerüstet.

4.3 Prognosebericht

Im Folgenden wird die erwartete Entwicklung der BVS Electronics GmbH dargestellt. Die wesentlichen Chancen und Risiken, denen sich die Gesellschaft ausgesetzt sieht, wurden bereits im Chancen- und Risikobericht erläutert.

Die wirtschaftlichen Risiken für das Jahr 2024 und 2025 bleiben bestehen. Laut dem ifo Institut wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 voraussichtlich stagnieren, mit einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,1 %. Für 2025 prognostiziert das Institut ein Wachstum zwischen 0,4 % und 1,1 %. Global betrachtet, erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2024 und 2025 ein stabiles Wachstum von 3,2 %. Dennoch könnten einige Schwellen- und Entwicklungsländer mit Herausforderungen konfrontiert sein, insbesondere aufgrund intensiver werdender Konflikte. Die Inflation soll laut dem ifo Institut von 5,9 % im Jahr 2023 auf 2,2 % im Jahr 2024 sinken und 2025 bei 1,7 % liegen.

Der Maschinenbau steht vor gemischten Aussichten. In Deutschland leidet die Branche unter einer schwachen Auftragslage und mangelnden Investitionen. Das ifo Institut weist auf eine strukturelle Krise hin, die durch unzureichende Investitionen und eine stagnierende Produktivität gekennzeichnet ist. Global wird im Jahr 2024 ein langsames Wachstum von nur 0,6 % erwartet. Allerdings wird für 2025 eine Erholung prognostiziert, wobei die meisten Regionen, mit Ausnahme Chinas, eine leichte Kontraktion erleben könnten. (interactanalysis.com)

Der Krieg in der Ukraine hat nach wie vor schwerwiegende Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und insbesondere auf die europäische Wirtschaft. Die geopolitische Unsicherheit führt zu stark schwankenden Rohstoffpreisen und beeinträchtigt die globalen Lieferketten, insbesondere im Bereich der Energieversorgung. Dieser Krieg hat auch zu einer angespannten Sicherheitslage in Europa geführt, was langfristige Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen und den Handel hat. Für Deutschland bedeutet der fortgesetzte Krieg eine Belastung für die wirtschaftliche Erholung. Insbesondere die Rüstungsindustrie und die gesamte Sicherheitswirtschaft könnten davon profitieren, aber die allgemeinen wirtschaftlichen Auswirkungen sind negativ, da es zu Engpässen in wichtigen Rohstoffen und hohen Unsicherheiten auf den Märkten kommt. Auch die Sanktionen gegen Russland haben die Energiepreise weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten und die Energieversorgungssicherheit in Europa beeinträchtigt.

Die Energiepreise sind ein zentrales Thema für die europäische und deutsche Wirtschaft. Nach dem Anstieg der Preise 2022 und 2023 aufgrund der geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, wird für 2024 mit einer Stabilisierung auf hohem Niveau gerechnet. Die Preise für Gas und Öl könnten sich stabilisieren, jedoch bleiben sie anfällig für geopolitische Risiken und die Auswirkungen von Klimapolitik. Für die deutsche Industrie, insbesondere den Maschinenbau, stellen die hohen Energiepreise eine Belastung dar. Es wird erwartet, dass Unternehmen verstärkt in Energieeffizienz und alternative Energien investieren, um ihre Produktionskosten zu senken und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Die Energiepreise werden voraussichtlich eine der entscheidenden Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im internationalen Vergleich sein.

Die globale Wirtschaft steht 2024 vor einer gemischten Entwicklung. Auf der einen Seite wird ein moderates Wachstum erwartet, auf der anderen Seite stellen geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise und der Fachkräftemangel bedeutende Risiken dar. Für Deutschland bedeutet dies, dass sich die Wirtschaft voraussichtlich auf einem niedrigen Wachstumspfad bewegen wird. Die Industrie, insbesondere der Maschinenbau, muss sich nicht nur an steigende Kosten und unsichere Marktbedingungen anpassen, sondern auch innovative Lösungen finden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Inflation wird in Deutschland voraussichtlich weiter sinken, was den Konsum stützen könnte, während die Energiepreise und die Arbeitsmarktproblematik nach wie vor zu Belastungen führen.

Aufgrund der teils inflationsbedingten Aussetzung von Investitionen beispielsweise in neue Maschinen und Produktionsstraßen und damit die Nachfrage nach Reparatur und/oder Austausch, sowie durch die weitere Internationalisierung und aufgrund der Diversifikation bei den Produkten verzeichnet die BVS Electronics GmbH im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich einen Umsatz in Höhe von 29 Mio. EUR, welcher rückläufig gegenüber einem Umsatz von 34 Mio. EUR in 2023 ist. Damit bleiben wir beim Umsatz hinter den Erwartungen zurück. Des Weiteren zeichnet sich ein höheres Jahresergebnis, voraussichtlich zwischen 1.8 Mio. EUR und 1.9 Mio. EUR, im Vergleich zu 2023 ab.

Die Prognose des verbesserten Jahresergebnisses trotz rückläufig erwarteter Umsätze kann durch betriebliche Effizienzsteigerungen im Bereich Reparatur und Instandhaltung sowie durch gezielte Preisanpassungen, beispielsweise im Bereich Logistik, verbessert werden.

Basierend auf den derzeitigen Einnahmen und vertraglich vereinbarten Umsätzen erwarten wir für die kommenden 12 Monate eine gesicherte Liquiditätslage. Eventuelle saisonale Schwankungen können durch vorhandene Rücklagen überbrückt werden. Ein Liquiditätsengpass ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Erwarteter Bestand an liquiden Mitteln zwischen 1.8 Mio. EUR und 2.5 Mio. EUR.

Das Eigenkapital der GmbH belief sich zum 31.12.2023 auf 4.750,1 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen um den Jahresüberschuss erhöhtes Eigenkapital. Geplante Investitionen werden aus dem laufenden Cashflow finanziert, sodass keine Eigenkapitalentnahmen vorgesehen sind. Die Eigenkapitalquote wird voraussichtlich zwischen 45% und 50% betragen, was unsere Unabhängigkeit von Fremdkapital stärkt und die Finanzierungsspielräume erweitert.

 

Hanau, den 12.06.2025

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 3.829.930,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64.620,00
II. Sachanlagen 3.765.210,28
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.779,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.238.022,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.362.153,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.256,28
III. Finanzanlagen 100,00
B. Umlaufvermögen 7.230.802,27
I. Vorräte 263.549,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.205.674,10
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.180.674,10
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.171.611,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.761.578,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 111.710,33
Summe Aktiva 11.172.442,88

Passiva

31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 4.750.088,98
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00
II. Kapitalrücklage 3.652.214,63
III. Jahresüberschuss 1.071.874,35
B. Rückstellungen 3.084.695,54
C. Verbindlichkeiten 3.337.658,36
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.337.658,36
Summe Passiva 11.172.442,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 18.526.380,97
2. Personalaufwand 9.043.636,50
a) Löhne und Gehälter 7.803.013,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.240.622,99
davon für Altersversorgung 5.436,71
3. Abschreibungen 978.421,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 978.421,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.931.087,59
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 4.168,94
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 7.835,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.218,41
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 71.195,70
davon Erträge aus Abzinsung 8.213,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 58.506,84
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 41.031,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 498.289,80
9. Ergebnis nach Steuern 1.088.853,00
10. sonstige Steuern 16.978,65
11. Jahresüberschuss 1.071.874,35

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB einzustufen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Regelungen des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: BVS Electronics GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hanau
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hanau
Register-Nr.: HRB 99135

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei der Folgebewertung wurden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des abnutzbaren Sachanlagevermögens vermindert und die planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Bei der Bestimmung der Abschreibungsmethode wurde der tatsächliche Wertverzehr des Anlagevermögens beachtet. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgten grundsätzlich zeitanteilig.

Bewegliche, abnutzbare und selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von 250,01 bis 800,- Euro ohne Umsatzsteuer (GWG) wurden im Berichtsjahr aktiviert und sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Beteiligungen wurden unter den Finanzanlagen zu den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Risiken wurden im Rahmen von Pauschal- und Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital entspricht Satzung und Handelsregistereintrag.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Als Berechnungsgrundlagen wurden die biometrischen Wahrscheinlichkeiten der Klaus Heubeck Richttafeln 2018G verwendet.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,78 %

Auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen war eine Auflösung der Rückstellungen erforderlich. Es wird jedoch vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht, die Überdeckung beträgt zum 31.12.2023 7.836,- Euro.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 16.472,- Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 526.903,61 7.697,91 16.323,20
2. geleistete Anzahlungen 7.307,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 534.211,11 7.697,91 16.323,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.667,95 31.527,89
2. technische Anlagen und Maschinen 3.689.894,80 279.181,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.400.802,48 387.145,15 345.667,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.277,28
Summe Sachanlagen 10.245.642,51 697.854,94 345.667,23
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 100,00
Summe Finanzanlagen 100,00
Summe Anlagevermögen 10.779.953,62 705.552,85 361.990,43
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.307,50 525.585,82
2. geleistete Anzahlungen -7.307,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 525.585,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.195,84
2. technische Anlagen und Maschinen 15.021,00 3.984.097,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.442.280,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -15.021,00 102.256,28
Summe Sachanlagen 10.597.830,22
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 100,00
Summe Finanzanlagen 100,00
Summe Anlagevermögen 0,00 11.123.516,04
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 416.592,61 60.693,41 16.320,20 460.965,82
2. geleistete Anzahlungen 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 416.592,61 60.693,41 16.320,20 460.965,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.764,95 4.651,89 6.416,84
2. technische Anlagen und Maschinen 2.467.801,80 278.273,90 2.746.075,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.760.937,48 634.802,15 315.612,23 4.080.127,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 6.230.504,23 917.727,94 315.612,23 6.832.619,94
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00
Summe Anlagevermögen 6.647.096,84 978.421,35 331.932,43 0,00 7.293.585,76
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.620,00 110.311,00
2. geleistete Anzahlungen 7.307,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 64.620,00 117.618,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.779,00 35.903,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.238.022,00 1.222.093,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.362.153,00 2.639.865,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.256,28 117.277,28
Summe Sachanlagen 3.765.210,28 4.015.138,28
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 100,00 100,00
Summe Finanzanlagen 100,00 100,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.829.930,28 4.132.856,78

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 2.171.611,59 Euro.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Euro
Urlaubsrückstellungen 105.500,00
Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht 82.020,00
Sonstige Rückstellungen 37.482,54
Rückstellungen f. Gewährleistungen 575.070,00
Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 73.768,00
873.840,54

Latente Steuern

Die Befreiungsvorschrift des § 274 a Nr. 5 HGB über die Abgrenzung latenter Steuern wurde in Anspruch genommen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen gem. § 285 Nr. 3 a HGB Mietverträge für Gebäude und Grundstücksflächen mit einem Jahresmietzins von 1.355.242,- Euro. Das Mietverhältnis ist bis zum 30.06.2033 bzw. 31.05.2035 befristet. Für die Nutzung von Parkflächen besteht ein unbefristeter Pachtvertrag mit einem Jahresbetrag von 12.000,- Euro. Für Büro- und Geschäftsräume in Mautern/AT ist das Mietverhältnis mit einer Monatsmiete von 726,- Euro bis zum 29.02.2024 befristet. Des Weiteren liegen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen über 41.418,- Euro aus Leasingverträgen vor.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 43
Angestellte 64
leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 108
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 95
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 13

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Emil Bätz ausgeübter Hauptberuf: Geschäftsführer der BVS Electronics GmbH
Herr Florian Bätz ausgeübter Hauptberuf: Geschäftsführer der BVS Electronics GmbH

Vom Schutzrecht nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Abmeldung Betriebsstätte Österreich

Die Löschung der Betriebsstätte in Österreich wurde am 29. Dezember 2023 beim Landesgericht Loeben beantragt. Die Eintragung der Löschung erfolgte am 04. Januar 2024.

Umwandlung durch Ausgliederung

Zum 1. Januar 2023 wurde der gesamte Geschäftsbetrieb der BVS Industrie-Elektronik GmbH mit Sitz in Hanau, eingetragen beim Amtsgericht Hanau unter HRB 3607, im Wege der Ausgliederung mit Vertrag UKV 114/2023 vom 29. August 2023, zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG auf die Gesellschaft BVS Electronics GmbH übertragen. Die Aufnahme fand unter gleichzeitiger Kapitalerhöhung um TEUR 1 statt. Der übersteigende Betrag der übernommenen Vermögensgegenstände wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 25. September 2023. Die Ausgliederung wurde rückwirkend zum 1. Januar 2023 vollzogen. Die Aufnahme des Geschäftsbetriebs erfolgte gem. § 24 UmwG zu Buchwerten. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen sind aufgrund dieses Umwandlungsvorganges eingeschränkt.

Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen wird nachfolgend eine Überleitungsdarstellung wesentlicher Bilanz- und GuV-Posten vorgenommen.

AKTIVA 31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
31.12.2022 (übertragen)
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände 64.620,00 117.618,50 117.618,50
Sachanlagen 3.765.210,28 4.015.138,28 4.015.138,28
Finanzanlagen 100,00 100,00 100,00
Vorräte 263.549,27 289.742,95 289.742,95
Forderungen und sonst. Vermögensgegenst. 5.205.674,10 4.505.748,76 4.505.748,76
Kassenbestand, Guthaben Kreditinstituten 1.761.578,90 1.178.770,39 1.178.770,39
Rechnungsabgrenzungsposten 111.710,33 72.238,58 72.238,58

PASSIVA

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
31.12.2022 (übertragen)
Euro
Rückstellungen für Pensionen 2.210.855,00 2.305.119,00 2.305.119,00
Steuerrückstellungen 0,00 277.666,84 277.666,84
Sonstige Rückstellungen 873.840,54 677.695,00 677.695,00
Erhaltene Anzahlungen 168.786,49 125.812,00 125.812,00
Verbindlichkeiten aus LuL 1.846.013,04 2.094.036,50 2.094.036,50
Sonstige Verbindlichkeiten 1.322.858,83 1.045.813,49 1.045.813,49
Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Umsatzerlöse 34.433.098,06 35.114.448,73
+ Sonstige betriebliche Erträge 242.389,53 418.438,30
- Materialaufwand -16.149.106,62 -16.901.920,27
- Personalaufwand -9.043.636,50 -7.968.917,01
- Abschreibungen -978.421,35 -832.107,70
- Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.931.087,59 -6.443.243,99
+ Erträge anderen Wertpapieren/Ausleih. 1.218,41 7,60
+ Sonstige Zinsen u. ähnliche Erträge 71.195,70 54.809,68
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen -58.506,84 -67.827,77
- Steuern vom Einkommen u. Ertrag -498.289,80 -1.013.858,72
= Ergebnis nach Steuern 1.088.853,00 2.359.828,85
- Sonstige Steuern -16.978,65 -12.869,79
Jahresüberschuss 1.071.874,35 2.346.959,06

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.071.874,35 Euro.

Auf neue Rechnung einschließlich Gewinnvortrag werden 1.071.874,35 Euro vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hanau, 26.02.2025

gez. Bätz Firmenholding GmbH, vertreten durch: Emil Bätz

gez. Bätz Firmenholding GmbH, vertreten durch: Florian Bätz

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.06.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BVS Electronics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BVS Electronics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BVS Electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kriftel, 12. Juni 2025

Klug & Engelhard GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Andreas Klug, Wirtschaftsprüfer

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