DaraTech GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Dr. Donk seit 20.11.2025 | Geschäftsführer |
Dieter Swatek seit 5.6.2023 | Prokura |
Michael Kowalski seit 10.8.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern | 24.77% |
Industrie- und Handelskammer zu Berlin | 12.44% |
Handelskammer Hamburg | 9.39% |
Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main | 9.35% |
Industrie- und Handelskammer zu Köln | 8.39% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
12 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 12 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IHK DIGITAL GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Allgemeine Hinweise Die IHK DIGITAL GmbH (im Folgenden: IHK DIGITAL) ist mit Eintragung im Handelsregister am 10. August 2020 als 100%ige Tochtergesellschaft des Deutschen Industrie- und Handelskammertags e.V. mit Sitz in Berlin gegründet worden. Dieser besteht mit Wirkung ab dem 1. Januar 2023 in der Rechtsform einer bundesunmittelbaren Körperschaft des öffentlichen Rechts durch einen Formwechsel als Deutsche Industrie- und Handelskammer weiter (im Folgenden: DIHK). Zweck des Unternehmens ist es, die Digitalisierung der IHK-Organisation zu gestalten und gemeinsame digitale Serviceangebote für die IHKs und ihre Mitglieder zu ermöglichen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB, nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG sowie den Vorgaben der GmbH- Satzung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Registerinformation Die Gesellschaft ist unter der Firma "IHK DIGITAL GmbH" mit Registersitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 219919 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen einem und drei Jahren, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert, angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich jeweils zeitanteilig nach der linearen Methode. Die zu Grunde gelegten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 13 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die unfertigen Leistungen werden zu den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB bewertet, sofern nicht Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB vorzunehmen sind. Fremdkapitalzinsen wurden in die Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen worden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzeptes vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände sowie Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Aufgrund des Vorliegens von Wertansatzdifferenzen aus der Handelsbilanz zur Steuerbilanz ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von 7.525 EUR, auf deren Wertansatz nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet wurde. Sie resultieren aus Abweichungen des Wertansatzes der Rückstellung für Rückbauverpflichtungen (HR: 47 TEUR; StR: 25 TEUR). Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 34,20% zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz ergeben wird. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) sowie unter Anwendung von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 130 TEUR. Sämtliche übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 438 TEUR (Vorjahr 303 TEUR) besteht im Wesentlichen aus zeitanteilig abzugrenzenden Nutzungsgebühren für diverse Software (398 TEUR). Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 100.000 EUR ist voll eingezahlt und wird zu 2,805% von der Deutsche Industrie- und Handelskammer, Berlin, gehalten. Die übrigen Gesellschaftsanteile verteilen sich auf insgesamt 77 IHKs, von denen die IHK München mit 8,719%, die IHK Berlin mit 4,379%, die IHK Stuttgart mit 3,760%, die IHK Hamburg mit 3,304% und die IHK Frankfurt am Main mit 3,291% die größten Beteiligungsanteile halten. Auf den Gesellschafterversammlungen am 26. März 2021 (außerordentlich) und 13. Juni 2023 wurde die Bildung von Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von bis zu 5.506.600 EUR (1. Kapitalrücklage 2.007 TEUR; 2. Kapitalrücklage 3.500 TEUR) durch die IHKs beschlossen. Die Einzahlung der Kapitalrücklage ist nicht verbindlich, jedoch hat die Mehrheit der Gesellschafter die Einzahlung schriftlich zugesagt. Alle verbindlich zugesagten Einzahlungen wurden zum Bilanzstichtag im Eigenkapital berücksichtigt (4.974 TEUR). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 3.190 TEUR (Vorjahr 5.124 TEUR) betreffen vornehmlich Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen 2.618 TEUR (Vorjahr 2.041 TEUR) sowie für diverse Personalsachverhalte in Höhe von 407 TEUR (Vorjahr 540 TEUR). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 14.197 TEUR (Vorjahr 21.457 TEUR) betreffen am Bilanzstichtag laufende, noch nicht fertiggestellte Projekte gegenüber den IHKs. Zum 31.12.2024 bestehen, wie auch schon im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse haben sich um 46% gegenüber 2023 auf 46.741 TEUR (Vorjahr 31.997 TEUR) erhöht und gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf.
Bestandsveränderungen Die Bestandsveränderungen der unfertigen Erzeugnisse betragen -1.897 TEUR (Vorjahr: 2.040 TEUR) und setzten sich vor allem aus den Aufwendungen im Zusammenhang mit den Projekten Shared-Data Plattform Phase 2, Kerndaten- Management Phase 4 und Zentrales Plattform Management zusammen. Die 2023 bilanzierten Projekte OZG Phase 4, Shared-Data Plattform Phase 1, Kerndaten- Management Phase 3 und Digitaler Ausbildungsvertrag Phase 1 wurden 2024 fertiggestellt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 109 TEUR (Vorjahr: 572 TEUR) und setzen sich vorwiegend aus Erträgen aus den verrechneten Sachbezügen in Höhe von 63 TEUR und aus den Auflösungen von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus dem Vorjahr in Höhe von 26 TEUR zusammen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Unternehmensberatung und Interimsmanagement (2.000 TEUR), Wartungskosten für Hard- und Software (1.273 TEUR), periodenfremde Aufwendungen (1.020 TEUR), Raumkosten (676 TEUR) sowie Marketing und Werbung (353 TEUR). Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.283.061,85 EUR mit den Verlustvorträgen der Vorjahre in Höhe von 951.039,25 zu verrechnen und 332.022,60 EUR in die Gewinnrücklagen zu überführen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 7.157 TEUR (Vorjahr 4.902 TEUR).
Der Mietvertrag hat aktuell eine feste Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2028. Bei den Dienstleistungsverträgen handelt sich um Wartungs-, Hosting- und Supportdienstleistungen sowie Lizenzen. Sonstige Angaben Geschäftsführung
Prokuristen
Aufsichtsrat Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates ist wie folgt:
Im Jahr 2024 ergaben sich folgende Änderungen:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Im Zusammenhang mit den Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wurde zulässigerweise von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Bezüge. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrats sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrats wurden nicht gewährt. Angaben zu den Mitarbeitern Im Geschäftsjahr 2024 waren durchschnittlich 81 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 78).
Gesamthonorar des Jahresabschlussprüfers Im Jahresabschluss 2024 sind Aufwendungen des Abschlussprüfers - ausschließlich für Abschlussprüferleistungen - in Höhe von 40.500 EUR berücksichtigt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Berlin, den 19.02.2025 Constanze Zarth, Geschäftsführerin ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Die IHK DIGITAL GmbH im Überblick Wirtschaftsbericht Branchenbezogene Entwicklung und Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf und Gesamtaussage 1. Entwicklung des operativen Geschäftes der IHK DIGITAL 2. Wirtschaftlicher Unternehmenserfolg Entwicklung Personalbereich Ertragslage Vermögenslage Finanzlage Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Chancen und Risikobericht Risikomanagementsystem Risiken der Gesellschaft 1. Risiken im Bereich Märkte und Kunden 2. Personelle Risiken 3. Technische Risiken 4. Finanzielle und Investitionsrisiken Gesamtrisikolage Chancenbetrachtung Prognosebericht Die IHK DIGITAL GmbH im Überblick Die IHK DIGITAL GmbH (im Folgenden: IHK DIGITAL) ist eine gemeinsame Gesellschaft der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Die Industrie- und Handelskammern sind dabei gleichzeitig Gesellschafter und Kunden der IHK DIGITAL. Zentrale Aufgabe der IHK DIGITAL ist die Ermittlung, Bündelung und Umsetzung gemeinsamer Interessen der IHKs in Fragen der Digitalisierung, mit dem Ziel, eine zukunftsfähige, moderne und digitale Infrastruktur sowie optimale digitale Angebote für die IHKs und ihre Mitglieder zu realisieren. Die Arbeit der IHK DIGITAL gliedert sich in verschiedene Aufgabenbereiche. Im Bereich Bedarfsermittlung (Demand) werden die digitalen Bedarfe der IHKs ermittelt, fachliche Strategien abgeleitet und strategische Roadmaps erstellt. Daraus entstehen konkrete, auszusteuernde Anforderungen an IT-Systeme und -Anwendungen der IHK- Organisation. In der Agentur liegt der Fokus auf der technischen Umsetzung gemeinsamer Interessen. Hier wird der technologische Bebauungsplan auf Basis der definierten Standards und Prinzipien konzipiert, dessen Umsetzung mit externen Partnern ausgesteuert wird. Die Agentur verantwortet damit als Liefereinheit der IHK DIGITAL die Bereitstellung digitaler Angebote. Ein zentrales Projekt hierfür ist die Entwicklung und Umsetzung einer "Ein-Plattform- Strategie", deren Umsetzung im Jahr 2022 begonnen wurde. Sie bildet die Grundlage für eine moderne, effiziente und nutzerzentrierte Digitalisierung der IHK-Organisation. Ziele der Strategie sind die Standardisierung von Lösungen, die Digitalisierung und Automatisierung administrativer und kundenbezogener Prozesse sowie die Optimierung des Nutzungserlebnisses, der "User Experience (UX)". Hierbei stellen "Nutzen und Nutzung" eine wesentliche Leitplanke dar. Die Ergebnisse dieser Strategie sind effizientere Prozesse durch eine nahtlose Systemintegration, eine flexiblere Umsetzung neuer Anforderungen und der Einsatz innovativer Technologien sowie eine resilientere IT-Landschaft, die sowohl regionale Spezifika als auch strategische, gemeinschaftliche Ziele unterstützt. Den Rahmen bildet unser Digital Advisory, welches die IHKs in dem Prozess der Transformation anhand einer klaren Roadmap begleitet. Damit schafft die IHK DIGITAL die Grundlage für eine resiliente, moderne und zukunftsorientierte Digitalisierung, die sowohl regionale Anforderungen der IHKs berücksichtigt als auch die übergeordnete Vision der IHK-Organisation unterstützt. Wirtschaftsbericht Branchenbezogene Entwicklung und Rahmenbedingungen Die Informationstechnologie-Branche in Deutschland gewinnt aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung weiter an Bedeutung. Der Umsatz in Deutschland im Bereich Informationstechnik belief sich im Jahr 2024 auf rund 150 Milliarden Euro. Mit über 40 Milliarden Euro ist der Software-Markt der umsatzstärkste Markt. Bis 2025 soll der IT- Markt in Deutschland auf über 158 Milliarden Euro wachsen. Davon war das umsatzstärkste Segment die IT-Dienstleistungsbranche mit etwa 46 Milliarden Euro, gefolgt von den Bereichen Hardware und Software. Der Wachstumstrend dürfte sich fortsetzen, denn ein Großteil der befragten Unternehmen im DACH-Raum gaben an, ihr IT-Budget steigern zu wollen. In der deutschen IT-Branche gab es zuletzt mehr als 90.000 Unternehmen mit rund 1,1 Millionen Beschäftigten. Trotz der wachsendenden Zahl an IT-Spezialist:innen, herrscht ein Fachkräftemangel in der Branche. Geschäftsverlauf und Gesamtaussage Die IHK DIGITAL hat ihre Rolle als führender Taktgeber der digitalen Transformation für die IHKs erfolgreich gefestigt. Durch die Transformation der eigenen Organisation, die Optimierung der Shared Services, die Stärkung der Plattform sowie des Leistungsportals und die transparente Steuerung der Investitionsstrategie wurden wichtige Meilensteine erreicht. Mit dem strategischen Digital Advisory werden die IHKs gezielt befähigt, die Herausforderungen ihrer Digitalisierung zu meistern. 1. Entwicklung des operativen Geschäftes der IHK DIGITAL Im Jahr 2024 lag der Fokus der IHK DIGITAL auf der Reduzierung der Wertschöpfungstiefe in der Bereitstellung von digitalen Angeboten und den damit einhergehenden strukturellen Anpassungen. Gleichzeitig wurde die Weiterentwicklung des zentralen Plattform- und Datenmanagements vorangetrieben, wobei der besondere Fokus auf den Daten und Schnittstellen für eine vernetzte, zukunftsfähige Infrastruktur lag. Die Transformation der eigenen Organisation startete schon Anfang 2024. Durch die Einführung eines modernen Zusammenarbeitsmodells, das "Loop-Modell", wurden die internen Arbeitsprozesse für die Belegschaft agiler und transparenter. Der Betriebsrat unterstützte eng abgestimmt die notwendigen strukturellen als auch kulturellen Anpassungen und Veränderungen. Zur Effizienzsteigerung wurden Aufgaben neu strukturiert und organisiert. Ein erster Leitfaden für "Shared Services" ermöglicht die Bündelung von Ressourcen und die Bereitstellung standardisierter Dienstleistungen. Die Stärkung der Verbindlichkeit der "Ein-Plattform-Strategie" durch die Weiterentwicklung des zentralen Datenmanagements ZDM mit Fokus auf das Kerndaten-Managementsystem KMS und des zentralen Plattform-Managements (IHK DIGITAL-Plattform mit dem IHK- Leistungsportal) erhielt eine hohe Zustimmung in der IHK-Organisation - gefördert durch einen intensiven Dialog mit den IHKs. Das "Shareholder Management" schaffte Verständnis für die Investitionsstrategie und sicherte diese in zahlreichen persönlichen Transparenzgesprächen ab, während das "Digital Advisory" die IHKs mit Workshops und Beratungspaketen gezielt bei ihrer eigenen digitalen Transformation begleitete. Mit diesen zusätzlichen Maßnahmen schaffte die IHK DIGITAL weitere wesentliche Grundlagen für die erfolgreiche Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie für das bestmögliche digitale Fundament für die IHKs und der IHK-Organisation. 2. Wirtschaftlicher Unternehmenserfolg Die IHK DIGITAL festigt ihre Position und Rolle im IHK-Ökosystem und konzentriert sich auf Wertbeitrag, Effizienz und Digitalisierung. Die erfolgreiche Transformation der eigenen Organisation wurde durch eine angepasste Kostenstellenstruktur und den Aufbau eines Data-Warehouse für eine verbesserte Transparenz der Zahlen unterstützt. Das umfassende Berichtswesen liefert monatliche Finanz- und Personalberichte, während die wirtschaftlichen Kennzahlen durch einen etablierten Hochrechnungsprozess generiert werden. Der jährliche Planungsprozess für das Haushaltsanschreiben wurde durch optimierte Controlling-Tools effizienter gestaltet. Die Restrukturierung nach dem Cyber-Angriff auf die IHK-Organisation wurde 2024 vollständig abgeschlossen. Bestehende Produkte wurden im Hinblick auf die zukünftige Übergabe an die IHK-Gfl analysiert und ein entsprechendes Konzept zur geordneten Übernahme konzipiert. Nach der Übergabe des "Wissensmanagement" wurde ein weiteres Produkt in 2024 an die IHK-Gfl erfolgreich übergeben: das "Sachverständigenwesen". Im August 2024 wurde die IHK DIGITAL mehrheitlich von den IHKs mit der Weiterentwicklung und Umsetzung des zentralen Plattform-Managements ZPM sowie des zentralen Datenmanagements ZDM beauftragt. Diese Projekte mit einer Laufzeit bis 2025 sind zentrale Säulen der Finanzierung der IHK DIGITAL und sichern somit die Umsetzung der langfristigen Digitalisierungsstrategie. Entwicklung Personalbereich Auch im Jahr 2024 lag der Fokus in der Personalabteilung der IHK DIGITAL weiterhin auf der Personalrekrutierung. Die folgende Anzahl an Mitarbeitern wurden mit Stichtag 31. Dezember 2024 beschäftigt:
Ertragslage
* TEUR = Auf Tausend Euro gerundet.
Die Gesamtleistung liegt um 10,3 Mio. EUR über Vorjahr. Dies ist bedingt durch den Wiederanlauf der Bestandsleistungen in 2023 und den Abschluss von Projekten, die in 2023 begonnen wurden. Die Umsatzerlöse betragen insgesamt 46.741 TEUR (Vorjahr 31.997 TEUR). Diese resultieren vor allem aus den Fertigstellungen der Neuleistungen aus dem Vorjahr mit 22.664 TEUR (SDP Phase 1, KMS Phase 3, OZG Phase 4, Digitaler Ausbildungsvertrag Phase 1), dem Grundbudget mit 6.639 TEUR und den Bestandsprodukten mit 15.681 TEUR. Die Abweichung zum beschlossenen Wirtschaftsplan 2023 (51,2 Mio EUR) in Höhe von 4.439 TEUR, resultieren vor allem aus der Nichtannahme des Angebotes Novellierung IHK Lehrstellenbörse mit -2.622 TEUR, reduzierten Umsätzen bei den Leika Apps der OZG Produktsuite mit -1.637 TEUR, den deutlich niedrigeren Registerleistungen mit -1.392 TEUR und dem späteren Start des Digital Transformation Consultings mit -384 TEUR. Demgegenüber stehen zusätzliche Umsätze in Höhe von 1.631 TEUR mit Kunden, die sich in 2024 nachträglich für die Beauftragung von Projekten und Produkten entschieden haben. Die Bestandsveränderungen der unfertigen Erzeugnisse betragen -1.897 TEUR und ergeben sich mit 8.823 TEUR aus den Herstellungskosten der Projekte Zentrales Plattform Management, KMS Phase 4 sowie Shared-Data Plattform Phase 2 und den in 2023 nicht abgeschlossenen Projekten OZG Phase 4, KMS Phase 3, Shared-Data Plattform Phase 1 und Digitaler Ausbildungsvertrag Phase 1, welche in 2024 fertig gestellt wurden in Höhe von 10.719 TEUR. Die Abweichung zum beschlossenen Wirtschaftsplan 2024 in Höhe von -4.263 TEUR, resultiert vor allem aus Verzögerungen in der Fertigstellung von Neuleistungen (Zentrales Plattform Management, KMS Phase 4 sowie Shared-Data Plattform Phase 2). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen nicht im Wirtschaftsplan enthaltene Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Gesamtleistung beträgt 44.953 TEUR für das Jahr 2024 und weist somit eine nachvollziehbare Abweichung von 8.643 TEUR zum beschlossenen Wirtschaftsplan (53.596 TEUR) auf. Der Materialaufwand beträgt 29.677 TEUR (Vorjahr 23.923 TEUR). Der Anstieg des Materialaufwands ergibt sich durch den umfangreichen Entwicklungsaufwand aus den Projekten. Der Personalaufwand beläuft sich auf 7.625 TEUR (Vorjahr 7.678 TEUR). Die Kosten haben sich entsprechend der Anzahl der Mitarbeiter nicht maßgeblich verändert. Das Gehaltsniveau ist durch eine lineare Gehaltssteigerung gestiegen, jedoch durch Fluktuation und verzögerte Einstellung im Allgemeinen gesunken. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr betrug 81 Mitarbeiter (Vorjahr 78). Aufgrund der angespannten Arbeitsmarktsituation konnten nicht alle Vakanzen besetzt werden. Daraus resultiert eine Unterschreitung des geplanten Aufwands. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 6.414 TEUR (Vorjahr 3.422 TEUR). Der Aufwand beinhaltet im wesentlichen Unternehmensberatung und Interimsmanagement sowie Wartungskosten für Hard- und Software. Die Gesellschaft weist einen Jahresüberschuss von 1.283 TEUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag 401 TEUR) aus. Das Jahresergebnis wird positiv eingeschätzt. Dies bedingt sich vor allem aus der rund 50%igen Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr sowie der Gewinnung neuer IHKs für die strategisch wichtigen Projekte und Produkte der IHK DIGITAL. Vermögenslage Im Anlagevermögen sind immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 151 TEUR) und Sachanlagen in Höhe von 30 TEUR (Vorjahr 35 TEUR) enthalten. Das Umlaufvermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 28.491 TEUR auf 25.996 TEUR. Wesentlich dazu beigetragen haben die unfertigen Leistungen in Höhe von 8.822 TEUR (Vorjahr 10.719 TEUR). Die Projekte Zentrales Plattform Management, KMS Phase 4 sowie Shared-Data Plattform Phase 2 wurden in 2024 nicht abgeschlossen. Die Gesellschafterforderungen sind gesunken, von dem Vorjahreswert 2.658 TEUR auf 2.559 TEUR. Der Bankbestand liegt bei 13.886 TEUR (davon 12.000 TEUR kurzfristige Termingeldanlagen). Das Eigenkapital erhöht sich in 2024 aufgrund der Berücksichtigung der Kapitalrücklage in Höhe von 2.461 TEUR auf 5.406 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen liegen bei 3.190 TEUR (Vorjahr 5.124 TEUR). Sie betreffen erwartete Aufwendungen für diverse Personalsachverhalte in Höhe von 407 TEUR (Vorjahr 540 TEUR) sowie ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von 2.618 TEUR. Die ausstehenden und vorliegenden Lieferantenrechnungen betragen 3.970 TEUR (Vorjahr 4.427 TEUR). Die Verbindlichkeiten in Höhe von 17.845 TEUR (Vorjahr 22.194 TEUR) setzen sich aus erhaltenen Anzahlungen für Projekte in Höhe von 14.197 TEUR (Vorjahr 21.457 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 3.639 TEUR (Vorjahr 737 TEUR) zusammen. Es bestehen zum Jahresabschluss wie im Vorjahr keine weiteren Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 13.886 TEUR (Vorjahr 13.596 TEUR). Der Bestand an liquiden Mitteln und ein aktives Liquiditätsmanagement sorgen dafür, dass die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.
Der Finanzmittelfonds betrifft Kontokorrentguthaben und kurzfristige Termingeldanlagen. Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert maßgeblich aus den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen im Vorjahr. Der positive Cashflow auf der Finanzierungstätigkeit resultiert maßgeblich aus der Zuführung in die Kapitalrücklage. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Die Gesamtleistung liegt hinter der Prognose für 2024. Hauptgrund ist die Nichtannahme des Angebotes Novellierung IHK Lehrstellenbörse, reduzierte Umsätze bei den Leika Apps der OZG Produktsuite und den niedrigeren Registerleistungen. Das für das Geschäftsjahr 2024 prognostizierte leicht positive Jahresergebnis konnte mit 1.282 TEUR übertroffen werden. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentliche Steuerungskennzahlen sind die Gesamtleistung und das Jahresergebnis. Diese werden regelmäßig im Hinblick auf das Jahresende prognostiziert und die Entwicklung der wesentlichen Steuerungskennzahlen analysiert. Das Management wird damit in die Lage versetzt, Abweichungen von den Zielen unterjährig zu erkennen, Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage zu bewerten und entsprechend steuernde Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen und nachzuverfolgen. Chancen und Risikobericht Risikomanagementsystem Im Jahr 2024 wurde das Projekt-Risikomanagement sachgerecht umgesetzt und in die Prozesse der Abteilungen integriert. Die konzeptionelle Weiterentwicklung eines Top-Level-Risikoberichtes, bestehend aus Finanzrisiken, Umfeldrisiken und strategischen Risiken, konnte 2024 weit vorangetrieben und teilweise abgeschlossen werden. Ab 2025 erfolgt:
Risiken der Gesellschaft 1. Risiken im Bereich Märkte und Kunden Das zentrale Risiko der IHK DIGITAL liegt in der Abhängigkeit vom begrenzten Kundenkreis aus 79 IHKs und der DIHK. Rückgänge der Erträge aus Beiträgen bei den IHKs, z. B. in Folge von negativen konjunkturellen Entwicklungen aufgrund von hoher Inflation, Kriege oder Pandemien können sich negativ auf deren Investitionsfähigkeit oder -bereitschaft und damit auf die Umsätze von der IHK DIGITAL auswirken, die nur bedingt kompensiert werden können. Die IHK DIGITAL berücksichtigt dies durch eine enge und kostenoptimierende Steuerung sowie eine flexible Vertragsgestaltung mit Dienstleistern und Lieferanten. Des Weiteren hat die IHK DIGITAL weitere Dienstleistungsaufträge mit eigenem Geschäftsmodell umgesetzt (u. a. Digitalisierungsberatung) und ist eng in der Abstimmung mit der DIHK im Zuge der Registermodernisierung und -führung. 2. Personelle Risiken Durch den weiterhin bestehenden Fachkräftemangel ist die Besetzung von Vakanzen innerhalb der IHK DIGITAL anspruchsvoll und zeitintensiv, zumal sich die IHK DIGITAL in einer Branche mit einer hohen Gehaltsdynamik bewegt. Dadurch wird neben der Rekrutierung auch die Bindung von Mitarbeitenden erschwert. Die IHK DIGITAL reagiert darauf mit verstärkten Maßnahmen im Rekrutierungsprozess, u. a. durch das Einbinden spezieller Headhunter-Dienstleister sowie gezielte Mitarbeiterbindungsmaßnahmen. 3. Technische Risiken Seit dem Cybervorfall im Jahr 2022 arbeitet die IHK DIGITAL zusammen mit ihren Partnern, Providern und der IHK-Gfl als Betreiber der Systeme an der kontinuierlichen Verbesserung der Informations- und Datensicherheit ihrer Systeme und seit 2024 am Aufbau eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS). Dabei orientiert sich die IHK DIGITAL an den Anforderungen des BSI-Grundschutzes und der ISO 27001 und verpflichtet ihre externen Leistungserbringer ebenfalls auf die Informationssicherheitsstandards der IHK- Organisation. 4. Finanzielle und Investitionsrisiken Es bestehen im regulären Geschäftsverlauf nur äußerst geringe bis keine Finanzierungs- oder Investitionsrisiken. Die ausgesprochenen Kündigungen von Bestandsleistungen sind marginal und haben keine Auswirkungen auf die Liquidität der IHK DIGITAL. Es sind keine wesentlichen Investitionen geplant. Gesamtrisikolage Basierend auf der Gesamtrisikolage unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen besteht gegenwärtig keine Fortbestandsgefährdung. Chancenbetrachtung Die IHK DIGITAL bietet durch die konsequente Umsetzung der Digitalisierung mit der "Ein- Plattform-Strategie" vielfältige Möglichkeiten, um die IHK-Organisation zukunftsfähig, effizient und kundenzentriert aufzustellen. Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung ist die Optimierung der Verwaltungsprozesse. Durch die Standardisierung und Automatisierung interner Abläufe können Verwaltungsprozesse vereinheitlicht und Fehlerquellen deutlich reduziert werden. Dies führt zu einer spürbaren Effizienzsteigerung, ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit und schafft Freiraum für Aufgaben und Angebote, die zur Weiterentwicklung der Organisation beitragen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die verbesserte Kommunikation und Interoperabilität innerhalb der Organisation sowie mit externen Partnern. Die Integration von Lösungen durch Anschluss digitaler Plattformen Dritter ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand, den IHKs und den Unternehmen. Die Förderung der Interoperabilität verschiedener Fachverfahren trägt zu besseren Abstimmungsprozessen und einer höheren Servicequalität bei. Dies verbessert nicht nur die internen Abläufe, sondern auch die Außenwirkung der IHK-Organisation gegenüber Mitgliedern und anderen externen Anspruchsgruppen. Der Einsatz von innovativen Technologien und digitalen Self-Service-Portalen spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Diese Technologien sorgen für mehr Benutzerkomfort, indem sie Verwaltungsprozesse beschleunigen und den administrativen Aufwand reduzieren. Kunden und Mitarbeitende profitieren gleichermaßen von schnelleren, einfacheren und komfortableren Dienstleistungen, die den Anforderungen einer modernen digitalen Welt gerecht werden. Ein zentrales Instrument der Digitalisierung ist das IHK-Leistungsportal, das als zentrales Webportal für digitale Verwaltungsleistungen dient. Es bietet OZG-konforme Online-Dienste, die den Zugang zu IHK-Leistungen für Unternehmen bzw. Mitgliedsunternehmen und Bürger:innen erheblich erleichtern. Die dahinterliegende zentrale digitale Infrastruktur ermöglicht es, einheitliche und standardisierte Dienste für alle IHKs bereitzustellen. Ergänzt wird das Leistungsportal durch die zentrale Datenplattform, die zusätzliche Chancen eröffnet. Diese Kombination schließt bestehende Digitalisierungslücken und schafft eine durchgängige, zukunftsfähige IT-Infrastruktur. Mitgliedsunternehmen profitieren von modernen, einheitlichen Services, während die Nutzer in den Mitgliedsunternehmen und Bürgerinnen transparente und benutzerfreundliche Verwaltungsprozesse erleben. Gleichzeitig steigern Verwaltungen ihre Effizienz durch optimierte Zusammenarbeit durch den Einsatz von interoperablen Lösungen. Der Blick auf die strategische Weiterentwicklung zeigt, dass die kommenden Jahre wichtige Zukunftschancen bieten. Die Ausrichtung auf das "Kerndaten-Jahr 2025" und das "Register-Jahr 2026" legt den Fokus auch auf die Integration von Fachverfahren. Die damit verbundene Öffnung der IHK-DIGITAL Plattform ermöglicht die nahtlose Anbindung spezialisierter Anwendungen, wodurch Effizienz und Interoperabilität zwischen verschiedenen Prozessen erheblich gesteigert werden. Gleichzeitig bleibt die Stärkung der Regionalität ein wesentlicher Bestandteil der Strategie. Flexible Anpassungsmöglichkeiten erlauben es den IHKs, regionale Spezifika zu berücksichtigen, während standardisierte, überregionale Lösungen Synergien schaffen und so die gesamte IHK-Organisation stärken. Insgesamt schafft die IHK DIGITAL mit der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen und mit der Umsetzung ihrer "Ein-Plattform-Strategie" die Grundlage für eine moderne, flexible und zukunftsfähige IHK-Organisation mit einem gemeinsamen digitalen Markenkern. Die Chancen liegen vor allem in:
Mit diesen Maßnahmen werden bestehende Potenziale bestmöglich ausgeschöpft und die IHK-Organisation optimal für die Herausforderungen sowie Chancen der digitalen Zukunft aufgestellt. Prognosebericht Die IHK DIGITAL GmbH blickt positiv in die Zukunft. Dies wird gestützt auf die im Jahr 2024 erteilten Aufträge und die klaren Zusagen der Gesellschafter und Leistungsempfänger. Für das Geschäftsjahr 2025 stehen konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Stärkung der digitalen Infrastruktur im Fokus. Ein zentraler Schwerpunkt ist der Ausbau der IHK DIGITAL-Plattform. Durch funktionale Erweiterungen wird die gemeinsame Digitalisierungsinfrastruktur weiter ausgebaut, um den IHKs und ihren Mitgliedern zusätzliche Mehrwerte zu bieten. Als wesentlicher Baustein dafür wird die Umsetzung des zentralen Daten-Managementsystems mit dem KMS weiterhin priorisiert, welches von der Mehrheit der IHKs befürwortet wurde und eine effiziente, zukunftsfähige Datenverwaltung ermöglicht. Darüber hinaus konzentriert sich die IHK DIGITAL auf neue Leistungen, die sowohl funktionale Erweiterungen der bestehenden Digitalisierungsinfrastruktur als auch die Erfüllung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen umfassen. Gleichzeitig wird die Weiterentwicklung der für die IHK DIGITAL strategisch wichtigen Bestandsprodukte vorangetrieben. Weiterhin ist die Übergabe von weiteren Bestandsprodukten an die IHK-Gfl vorgesehen, damit zusätzliche Synergien im Rahmen der IT-Governance gehoben werden. Auch wird im Jahr 2025 die IHK DIGITAL ihr Angebot an strategischer Digitalisierungsberatung ausbauen. Basierend auf den in 2024 etablierten Leistungspaketen des Digital Advisory wird das Angebot sukzessive erweitert und neue Themen rund um die Digitalisierung und die daraus resultierenden digitalen Transformation aufgenommen. Mit diesen Maßnahmen legt die IHK DIGITAL die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige digitale Infrastruktur, die die IHKs stärkt und deren Mitglieder optimal unterstützt. Finanzielle Prognose Die Planungsrechnung für das Geschäftsjahr 2025 weist eine Gesamtleistung in Höhe von 45,4 Mio. EUR sowie ein positives Ergebnis aus. Dieser Wert basiert auf den geplanten Projekten, der fortlaufenden Umsetzung bestehender Programme sowie dem Betrieb der Bestandsprodukte. Ausblick Angesichts der starken Unterstützung durch die Gesellschafter, des geplanten Plattformausbaus und der Umsetzung strategischer Schlüsselprojekte wird die IHK DIGITAL ihre Rolle als zentraler Digitalisierungspartner der IHK-Organisation weiter stärken. Die positiven Rahmenbedingungen und die klare Roadmap für 2025 bieten eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung.
Berlin, den 19.02.2025 Constanze Zarth, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IHK DIGITAL GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IHK DIGITAL GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IHK DIGITAL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 19. Februar 2025 orvis
Mazars GmbH & Co. KG
gez. Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer gez. Dario Gomoll, Wirtschaftsprüfer |
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