S Rating und Risikosysteme GmbH

Leipziger Straße 51, 10117 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 93712
Eingetragen
6.8.2004
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Gesellschaft bietet in enger Abstimmung mit regionalen Sparkassen- und Giroverbänden und Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe Dienstleistungen zum Bankmanagement an. Zu den Leistungen der Gesellschaft gehören insbesondere - die Entwicklung, Pflege und Weiterentwicklung von Verfahren, Konzepten, Dokumentationen und Prüfregeln zur Identifikation, Messung, Bewertung und Steuerung von bankspezifischen Risiken sowie darauf aufbauenden Steuerungsinstrumenten zum Risk-Return-Management einschließlich entsprechender aufsichtlicher und betriebswirtschaftlicher Berichtssysteme, - die Erbringungen von Data-Analytics-Leistungen, - die Unterstützung bei der Implementierung und Anwendung der Verfahren und Modellen in den Kreditinstituten, die zentrale Begleitung des Prozesses der aufsichtilchen Anerkennung der Verfahren und Modelle

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Naumann
seit 25.3.2021
Prokura
Prokura
Özden Uzunoglu
seit 25.3.2021
Prokura
Sebastian Nickisch
seit 20.1.2020
Prokura
Prokura
Regine Heller
seit 20.1.2020
Prokura
Oliver Köpnick
seit 20.1.2020
Prokura
Christian Damaschke
seit 28.3.2018
Geschäftsführer
Michael Tobias
seit 15.8.2017
Prokura
Barbara Witte
seit 15.8.2017
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (12)

NameAnteil
16.55%
Sparkassenverband Baden-Württemberg – Körperschaft des öffentlichen Rechts –
15.03%
Rheinischer Sparkassen- und Giroverband – Körperschaft des öffentlichen Rechts –
12.62%
Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen – Körperschaft des öffentlichen Rechts –
10.19%
Ostdeutscher Sparkassenverband – Körperschaft des öffentlichen Rechts –
10.19%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

S Rating und Risikosysteme GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Organisatorische Struktur

Die S Rating und Risikosysteme GmbH (SR) ist unter der HRB Nr. 93712 B im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befand sich im Berichtsjahr in der Leipziger Straße 51 in 10117 Berlin.

Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der zwölf regionalen Sparkassen- und Giroverbände. Diese bündeln als Dachverbände der Sparkassen und ihrer kommunalen Träger die Interessen der Sparkassen und vertreten sie in den Regionen.

Gemäß § 267 Abs. 3 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft, die nach § 264 Abs. 1 HGB einen Lagebericht aufzustellen hat.

Gegenstand der Gesellschaft

Die Gesellschaft erbringt für Sparkassen, Landesbanken und weitere Institute der Sparkassen-Finanzgruppe sowie für Investitions- und Förderbanken der Bundesländer Dienstleistungen zur Risikosteuerung und zum Bankmanagement. Zu diesen Dienstleistungen gehören insbesondere die Entwicklung, Pflege und Weiterentwicklung von Verfahren, Konzepten, Leitlinien und Prüfregeln zur Identifikation, Messung, Bewertung und Steuerung von bankspezifischen Risiken. Darauf aufbauend werden Steuerungsinstrumente zum Risk-Return-Management einschließlich entsprechender aufsichtlicher und betriebswirtschaftlicher Berichtssysteme entwickelt. Die Gesellschaft begleitet und unterstützt den Prozess der aufsichtlichen Anerkennung sowie die Implementierung der Verfahren im zentralen Rechenzentrum der Sparkassen-Finanzgruppe und bei ihren Kunden. Außerdem bietet die Gesellschaft Data-Analytics-Lösungen für die Vertriebsunterstützung an. Dabei positioniert sie sich als zentrales Kompetenzzentrum für Prognosemodelle, welche im Vertrieb Kosten- und Ertragspotentiale heben. Ziel aller Leistungen der Gesellschaft ist es, durch die zentrale Leistungserstellung Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln, dadurch die Erfüllung hoher Qualitätsstandards sicherzustellen, eine wesentliche Aufwandsentlastung für die Kunden zu bewirken und die Umsetzung aufsichtlicher Anforderungen in den betroffenen Themen den Instituten zu ermöglichen.

Externe Einflussfaktoren

Die Gesellschaft benötigt für ihre Leistungserbringung im Dienste der Institute die enge Zusammenarbeit mit den anderen Dienstleistern der Sparkassen-Finanzgruppe - insbesondere der Finanz Informatik und dem Deutschen Sparkassenverlag - wie auch mit den Regionalverbänden der Sparkassen und dem DSGV sowie den weiteren Verbundpartnern. Die wachsenden Anforderungen an die Steuerungssysteme der Institute bedingt durch die Digitalisierung, die Marktentwicklungen wie auch aus der bankaufsichtlichen Regulatorik werden auch zukünftig zu einer Erweiterung des Leistungsspektrums im Kontext der banksteuerungs- und vertriebsrelevanten Modelle und Methoden führen. Hierbei kann basierend auf der zentralen Expertise der Gesellschaft für datenbasierte Prognose- und Steuerungsmodelle das Wachstum der Gesellschaft weiter vorangetrieben werden und die Rolle der Gesellschaft als zentraler Dienstleister und bankfachlicher Kooperationspartner in der Sparkassen-Finanzgruppe gestärkt werden.

Wesentliche Veränderungen

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen in der Struktur und beim Gegenstand der Gesellschaft ergeben.

2. Forschung und Entwicklung

Die Pflege und Weiterentwicklung der Verfahren zur Risiko- und Gesamtbanksteuerung, zum Meldewesen und Reporting sowie im Themenfeld Data Analytics mit dem Rollout des Integrierten Ansprachemanagements stehen im Fokus der Geschäftstätigkeit der SR. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Standardprodukte sowie deren stetigen Qualitätsverbesserung werden neue Produkte entwickelt und den Instituten bereitgestellt. Im Berichtsjahr arbeitete die SR intensiv mit den Regionalverbänden und der Finanz Informatik an der Bereitstellung der neuen Banksteuerung. Der ambitioniert geplante Rollout aller Funktionalitäten in allen Sparkassen konnte im Geschäftsjahr nicht vollständig abgeschlossen werden, sodass eine Verlängerung des Rollouts der Gesamtbanksteuerung (GBS) bis 2024 erfolgte. Um Nachhaltigkeitsrisiken klassifizieren zu können, wurde der S-ESG Score im Jahr 2022 entwickelt. Das Verfahren wurde mit der Integration ins OSPlus so weiterentwickelt, dass ein kundenindividuelles Ergebnis ermittelt werden kann. Im Bereich Data Analytics lag der Fokus im Jahr 2023 in der Einführung des Integrierten Ansprachemanagements, welches eine automatisierte Ansprache der Kunden über alle Vertriebskanäle ermöglicht. Zusätzlich wurden die Strukturen geschaffen, damit Verbundpartner ihre Weiterentwicklungsanforderungen strukturiert einreichen können. In der Auftragsleistung wurde die Kollektivsimulation der Landesbausparkassen in eine webbasierte Anwendung auf der Basis einer modernen IT-Architektur übernommen. Ein weiteres Projekt war die Unterstützung der IRBA-Einführung von vier Sparkassen mit dem Ziel der IRBA-Zulassung durch die Aufsichtsbehörden. Hierzu wurde ein mehrjähriges gemeinsames Projektprogramm unter Beteiligung der Projektsparkassen, der Finanz Informatik (FI) und der SR aufgesetzt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 in Deutschland wies ab dem zweiten Quartal eine deutliche konjunkturelle Eintrübung auf. War zu Beginn des Jahres noch eine Erleichterung bezüglich der ausgebliebenen Energiekrise zu verzeichnen, trübten sich im weiteren Jahresverlauf die Zukunftsaussichten deutlich ein. Die politische Lage ist weiterhin stark angespannt, insbesondere durch den fortdauernden Krieg in der Ukraine sowie den Spannungen in Israel mit der Gefahr eines sich ausweitenden Konfliktes im Nahen Osten. Die deutsche Wirtschaft ist insbesondere stark von der weltweiten Schwäche der Investitionsgüternachfrage betroffen. Zusätzlich werden von hiesigen Unternehmen die Standortbedingungen kritisch eingeschätzt, die Hauptthemen sind Fachkräftemangel, starke Bürokratisierung und gestiegene Energiekosten.

Die Zinsen blieben im Jahr 2023 weiterhin auf einem höheren Niveau. Dies hatte für die Geldinstitute gestiegene Zinserträge zur Folge, welche die negativen Effekte wie einen Rückgang bei Immobilienkrediten überkompensieren konnten. Die gestiegenen Anforderungen an die Nachhaltigkeit, insbesondere auch auf regulatorischer Seite, erfordern neue Konzepte im Umgang mit ESG-Themen. Die zunehmende Digitalisierung wie auch das dynamische Wachstum von FinTech-Unternehmen fordern das traditionelle Bankengeschäft heraus. Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und die Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle standen klar im Fokus der Weiterentwicklung der geschäftlichen Aktivitäten der Institute. Die verstärkte Nutzung der verfügbaren Daten, Konsolidierungsbestrebungen sowie die Auslagerung und Bündelung von Tätigkeiten auf zentrale Dienstleister stärken das Geschäftsmodell der Gesellschaft und ihre Positionierung als zentraler bankfachlicher Dienstleister in der Sparkassen-Finanzgruppe. Auch die Umsetzung zukünftiger Anforderungen der Bankaufsicht werden zu einer stärkeren Nachfrage der Dienstleistungen der Gesellschaft führen. 1

2. Geschäftsverlauf

Dem Geschäftszweck entsprechend waren die wesentlichen Ertragsquellen unverändert die Pflege- und Weiterentwicklungsleistungen zu Methoden und Verfahren der Bank- und Risikosteuerung sowie von Data Analytics. Durch eine stärkere Nachfrage nach einzelnen Leistungen konnten sich die Erlöse gegenüber dem Vorjahr positiv entwickeln. Darüber hinaus wurden verstärkt Auftragsleistungen nachgefragt, die durch institutsspezifische Erweiterungen auch großen bzw. komplexeren Instituten die Nutzung der Standardlösungen ermöglichen. Diese tragen zu 16,3 % zum Umsatz bei. Aufgrund der guten Ertragslage konnte trotz des Anstiegs der Kosten auch im Jahr 2023 eine Rückvergütung an Kunden vorgesehen werden.

1 https://www.dsgv.de/sparkassen-finanzgruppe/publikationen/20231128_Diagnose_Mittelstand_2023.html

3. Darstellung der Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Die betrieblichen Erträge setzen sich aus Umsatzerlösen auf Basis von Dienstleistungsverträgen mit Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und sonstigen Instituten sowie aus sonstigen betrieblichen Erträgen zusammen. Die Ertragslage basiert auf einem zuletzt zum 1. Januar 2020 angepassten Preismodell, welches die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft sicherstellt. Durch insgesamt stark nachgefragte Standardleistungen sowie institutsindividuelle Leistungen konnte eine Steigerung der Umsatzerlöse vor Rückvergütung um TEUR 4.298 auf insgesamt TEUR 65.460 (Vorjahr: TEUR 61.162) erzielt werden. Dies entspricht einer Steigerung von 7,0 %. Aus diesen Umsatzerlösen erhalten die Institute für das Jahr 2023 eine Umsatzrückvergütung von TEUR 6.300 (Vorjahr: TEUR 9.260), sodass die Umsatzerlöse nach Rückvergütung TEUR 59.166 (Vorjahr: TEUR 51.902) betragen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von TEUR 250 auf TEUR 482 im Wesentlichen aufgrund der Auflösung einer gebildeten Rückstellung wegen Verjährung.

Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen ergibt sich im Wesentlichen aus einer Steigerung der Leistungen für Datenpooling und Dateninfrastruktur sowie zusätzlichen Server- und Speicherplatzkosten infolge des Ausbaus des Geschäftsumfangs und der deutlich gestiegenen Nutzeranzahl der Gesellschaft.

Durchschnittlich waren 368 (Vorjahr: 334) Mitarbeitende im Unternehmen beschäftigt. Dies entspricht einer Steigerung von 9,9 % gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Ausweitung der Mitarbeitendenressourcen sowie der ab dem 1. Juni 2023 erfolgten Inflationsausgleichszahlungen um insgesamt 16,9 % von TEUR 27.544 auf TEUR 32.195 angestiegen. Die Rückstellungen für Personal haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht; die Steigerung ist insbesondere auf die gestiegenen Resturlaubstage sowie Ansparungen für Sabbaticalzeiten zurückzuführen.

Planmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von TEUR 1.232 (Vorjahr: TEUR 1.201) vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich aufgrund des Zuwachses des Geschäftsumfanges gegen- über dem Vorjahr erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf die sonstigen Beratungsaufwendungen, die Revisionsleistungen, die Reparatur- und Instandhaltungskosten sowie die gestiegenen Aufwendungen für EDV-Kosten zurückzuführen. Gegenläufig waren die IT-Fremdleistungen. Die Erhöhung der sonstigen Beratungsaufwendungen von TEUR 9.233 auf TEUR 11.264 resultiert vorrangig aus Unterstützungsleistungen im Rahmen des Rollouts der Banksteuerungsverfahren mit den wesentlichen Schwerpunkten der Weiterentwicklung Gesamtbanksimulation (GBS), Zinsbuchsteuerung und Neue Risikotragfähigkeit. Zusätzlich ergaben sich externe Unterstützungsleistungen an juristischer Beihilfe für die Leistungen aus den Sparten Rating und Data-Analytics. Die Einführung des Kundenportals 'Meine SR' trägt ebenfalls zur Kostensteigerung bei. Der Anstieg der Revisionsleistungen von TEUR 613 auf TEUR 1.198 begründet sich im Wesentlichen in der Notwendigkeit der Bildung einer Rückstellung für die ungeplante Aufsichtsprüfung der Banksteuerungsleistungen. Der Anstieg der Aufwendungen für Reparatur und Instandhaltung von Betriebs- und Geschäftsausstattung von TEUR 18 auf TEUR 363 begründet sich im Wesentlichen durch die Umbau- und Modernisierungsarbeiten der Büroflächen und Küchen. Der Anstieg der EDV-Kosten von TEUR 822 auf TEUR 986 ist verursacht durch den Mitarbeiteraufbau und der damit verbundenen Notwendigkeit der Erweiterung von Lizenzmodellen und Systemen. Dem gegenüber sanken die IT- Fremdleistungen um TEUR 642 gegenüber dem Vorjahr durch geringere Beanspruchung von Unterstützung von IT-Programmierleistungen. Aufgrund der im Jahr 2022 ausgelaufenen Corona-Pandemie sind die Aufwendungen für die Reisekosten um TEUR 119 auf TEUR 225 sowie Tagungs- und Bewirtungskosten um TEUR 48 auf TEUR 283 gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren mit TEUR 57 im Wesentlichen aus Zinserträgen von kurzfristig angelegten Festgeldern.

Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 600 unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.420.

3.2 Vermögenslage

Das Anlagevermögen - im Wesentlichen Lizenzen für IT-Anwendungen sowie Büro- und EDV-Ausstattungen - veränderte sich im Geschäftsjahr von TEUR 2.792 auf TEUR 3.892. Darin enthalten sind vor allem die fortgeführt ten Anschaffungskosten für EDV-Software in Höhe von TEUR 2.198 (Vorjahr: TEUR 1.127). Wesentliche Zugänge für die EDV-Software im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von SQL-Lizenzen sowie das Release 23.1 der IT-Anwendung RatingFrame. Zusätzlich bestehen weiterhin in Höhe von TEUR 51 Anzahlungen für die im Januar 2024 fertiggestellte IT-Anwendung caballito Framework. Die Reduzierung der technischen Anlagen und Maschinen auf TEUR 840 (Vorjahr: TEUR 857) begründet sich im Wesentlichen in den geringeren Anschaffungen von Notebooks und Workstations. Die Reduzierung der Betriebs- und Geschäftsausstattung auf TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 360) resultiert aus der unterjährigen Abschreibung.

Planmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von TEUR 1.232 (Vorjahr: TEUR 1.201) vorgenommen. Darin enthalten sind Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 593), Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 554 (Vorjahr: TEUR 578) sowie die Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 29). Außerplanmäßige Abschreibungen oder ein Wechsel der Abschreibungsmethodik erfolgten nicht.

Des Weiteren sind zwei hinterlegte Kautionen aus den Mietverträgen mit dem Ostdeutschen Sparkassenverband und der LF Offenbach SCI, Paris, für die Büroräume der Leipziger Str. 51 in Berlin von insgesamt TEUR 397 enthalten.

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.358 (Vorjahr: TEUR 1.601) ergeben sich überwiegend aus im 4. Quartal 2023 erbrachten Individualleistungen für einzelne Kunden.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich stichtagsbezogen gegenüber dem Vorjahr von TEUR 16.473 auf TEUR 15.611 reduziert. Die Reduzierung der liquiden Mittel ist im Wesentlichen auf den erhöhten Forderungsbestand sowie die erhöhten Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen.

Die Reduzierung der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten auf TEUR 727 (Vorjahr: TEUR 995) resultieren im Wesentlichen aus den Zugängen für Lizenzleistungen, Versicherungen und Marktdaten im Vorjahr.

Nach Vortrag des Jahresüberschusses 2022 auf neue Rechnung und durch den Jahresüberschuss 2023 erhöht sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.542 (Vorjahr: TEUR 5.943).

Um allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung zu tragen und die ausstehende Zahlung der Umsatzrückvergütung leisten zu können, wurden Rückstellungen im erforderlichen Umfang gebildet. Der Rückstellungsbestand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 11.607 auf TEUR 8.723. Darin sind neben den Steuerrückstellungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Personalvergütungen auch die Rückstellung für die Rückvergütung 2023 an die Kunden der Gesellschaft über TEUR 6.300 (Vorjahr: TEUR 9.260) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 4.546 auf TEUR 5.565 gestiegen. Die Steigerung liegt im Wesentlichen in der Erstellung der Gutschriften für die Gremienvergütung zum Ende des Jahres begründet, deren Ausgleich erst im Jahr 2024 erfolgte.

3.3 Finanzlage

Die Finanzlage ist stabil. Die Gesellschaft finanziert sich selbst; ihr standen im gesamten Geschäftsjahr ausreichende liquide Mittel zur Verfügung.

Gegenüber Kreditinstituten bestehen keine Verbindlichkeiten.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Aufgrund der Zugehörigkeit der Kunden zur Sparkassen-Finanzgruppe bzw. dem öffentlich-rechtlichen Sektor sind Zahlungsausfälle unwahrscheinlich. Bei einer Eigenkapitalquote von 26,4 % (Vorjahr: 24,6 %) ist sichergestellt, dass langfristige Anlagen durch das Eigenkapital gedeckt sind; das Anlagevermögen wird vollständig durch das Eigenkapital gedeckt.

3.4 Gesamtaussage

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft im Berichtsjahr positiv entwickelt. Dies spiegelt sich in der Wirtschaftslage der Gesellschaft wider. Der erzielte Umsatz lag mit TEUR 59.166 im Berichtsjahr um 14,0 % über dem Umsatz des Vorjahres. Trotz gestiegener betrieblicher Aufwendungen konnte den Instituten wieder eine Rückvergütung von TEUR 6.300 (Vorjahr: TEUR 9.260) gewährt werden. Es ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 600 der unterhalb dem des Vorjahres von TEUR 1.420 liegt. Die Eigenkapitalrentabilität liegt bei 9,2 % (Vorjahr: 23,9 %).

Insgesamt wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als ausreichend gesichert eingeschätzt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) beträgt im Berichtsjahr TEUR 878 (Vorjahr: TEUR 1.766); die Gesellschaft strebt keine Gewinnmaximierung an. Der Mittelzufluss (Cashflow) wird im Wesentlichen aus der betrieblichen Tätigkeit gespeist.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentlicher Erfolgsfaktor für die Gesellschaft sind hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeitende. Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr einschließlich Aushilfen 368 Arbeitnehmende beschäftigt. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitenden stieg gegenüber dem Vorjahr damit um 9,9 % an.

Die Gesellschaft ermöglicht allen Mitarbeitenden die Teilnahme an umfassenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Zu den Programmbestandteilen gehören sowohl interne als auch externe Schulungen, bei denen sowohl Fachwissen als auch Soft Skills vermittelt werden. Daneben ist die regelmäßige Hospitation von Fachexperten bei Kunden ein wichtiger Baustein für die kundenorientierte Produktentwicklung.

C. Prognosebericht

Die mittelfristige Planung basiert weiterhin auf dem zum 1. Januar 2020 gültigem Preismodell, welches die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft sicherstellt. Innerhalb der mittelfristigen Planung geht die Gesellschaft von einer Steigerung der Umsatzerlöse vor Rückvergütung um 4,7 % auf TEUR 68.524 für das kommende Geschäftsjahr sowie weiteren moderaten Steigerungen in den darauffolgenden Geschäftsjahren aus. Vor dem Hintergrund der Entwicklung des Finanzmarktes Deutschland, insbesondere des Kostendrucks bei den Instituten und unter Berücksichtigung der hohen Taktung aufsichtlicher Vorgaben und Anforderungen, ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach zentralen Unterstützungsleistungen durch die SR weiter zunimmt. Die Gesellschaft plant ein weiteres Wachstum insbesondere mit ergänzenden Angeboten zur Bank- und Vertriebssteuerung. Hinsichtlich der Anzahl der Mitarbeitenden plant die SR mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Für das Jahr 2024 wird ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von TEUR 391 geplant. Der Cashflow wird im Wesentlichen aus der betrieblichen Tätigkeit gespeist. Aufgrund der Sicherstellung einer adäquaten Liquidität durch vereinbarte Zahlungseingänge für Standardleistungen soll auch zukünftig erreicht werden, dass die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen ausreichend nachkommen kann.

Der fortdauernde Krieg in der Ukraine hat zu gestiegenen Energiepreisen geführt, diesen Effekt hat die Gesellschaft im Jahr 2023 durch gestiegene Umsatzerlöse kompensieren können. Weitere Preissteigerungen werden den Einkauf von Dienstleistungen sowie über die Tarifabschlüsse die Personalkosten erhöhen. Die erhöhten Kostenpositionen können voraussichtlich durch das Preismodell ausgeglichen werden, da es mit seiner Orientierung am Bilanz- bzw. Kundenkreditvolumen der Institute einen gewissen Ausgleich für Inflation bietet.

Die von der Gesellschaft vorgelegte Planungsrechnung für die Geschäftsjahre 2024 ff. berücksichtigt mögliche wirtschaftliche Auswirkungen als direkte oder indirekte Folge des Ukraine Konfliktes nur geringfügig. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich daraus resultierende überproportionale Preiserhöhungen kompensieren lassen und nicht negativ im Ergebnis niederschlagen.

Die Geschäftsführung der SR geht davon aus, dass 2024 die Nachfrage nach den größtenteils regulatorisch geforderten Standardleistungen weiterhin bestehen bleibt und auch bezüglich der Auftragsleistungen aufgrund langfristig vereinbarter Dienstleistungen keine Umsatzeinbußen zu verzeichnen sein werden. Die Liquidität der Gesellschaft sollte durch die Umsätze gewährleistet werden können.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die künftige Entwicklung der Gesellschaft ist vor allem von der weiteren Ausgestaltung ihres Leistungsangebotes, welches weitestgehend aufsichtlichen Änderungen unterworfen ist, aber auch der Nachfrage der Institute nach datenbasierten Modellen und Algorithmen im Banksteuerungs- und Vertriebsbereich abhängig.

Die spezifischen Anforderungen an Institute, die unmittelbar der Beaufsichtigung durch die EZB unterliegen, sind eine große Herausforderung für eine einheitliche methodische Entwicklung der Verfahren in der Gesellschaft und die damit verbundenen Arbeits- und Prüfprozesse. Durch einen stetigen fachlichen Austausch mit der Bankenaufsicht, den Fachgremien der Gesellschaft sowie den weiteren beteiligten Akteuren in der Sparkassen-Finanzgruppe, sollen diesbezügliche Risiken minimiert werden.

Aufgrund der spezifischen Geschäftsausrichtung benötigt die Gesellschaft hochqualifizierte und erfahrene Mitarbeitende. Die Rekrutierung von Mitarbeitenden mit einschlägigen Erfahrungen ist aufgrund des engen Arbeitsmarktes erschwert und bedarf besonderer Anstrengungen. Verzögerte Besetzungen von Stellen oder die Besetzung von Stellen mit nicht ausreichend qualifiziertem Personal oder Berufseinsteigern können im ungünstigen Fall dazu führen, dass nicht alle Aufgaben fristgerecht in der erforderlichen Qualität abgearbeitet werden können. Durch den kompensatorischen Einsatz externer Dienstleister soll die Leistungserstellung im kritischen Fall abgesichert werden.

Die Sicherstellung einer hohen Qualität der Erzeugnisse der SR ist entscheidend für die nachhaltige Position als Anbieter zentraler Methoden. Durch eine aktive Steuerung sollen die mit der Leistungserbringung verbundenen Risiken reduziert, Qualitätsmängel und etwaige Schäden vermieden werden. Die internen Geschäftsprozesse sind vollständig dokumentiert und enthalten an kritischen Prozessschritten Kontrollen und Qualitätssicherungsmaßnahmen, um frühzeitig Schwachstellen und Fehlentwicklungen erkennen zu können. Die im Berichtsjahr vollständig an KPMG ausgelagerte Funktion der Internen Revision unterstützt die Geschäftsführung durch jährliche Prüfungen des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen. Darüber hinaus erfolgt für die von den Instituten an die Gesellschaft ausgelagerten Tätigkeiten jährlich, zuletzt zum Stichtag 31. Oktober 2023, eine Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des dienstleistungsbezogenen internen Kontrollsystems auf Basis des IDW-Prüfungsstandards 951 n.F. Um den hohen Anforderungen an die Daten- und Informationssicherheit beim Verarbeiten von sensiblen Kundendaten zu entsprechen, ist die Gesellschaft nach dem Informationssicherheits-Managementsystem "Sicherer IT-Betrieb" der SIZ-GmbH, Bonn, zertifiziert. ITtechnisch bedingte Risiken bei der Leistungserbringung können durch die eingerichteten und zertifizierten Sicherheitsmaßnahmen wesentlich reduziert werden.

Haftungsansprüche gegen die Gesellschaft aus der Anwendung der Instrumente, Konzepte und Vorgaben könnten für die Gesellschaft Schäden bewirken, die in einem Worst-Case-Szenario zur Insolvenz der Gesellschaft und Ansprüchen gegen die Organmitglieder führen könnten. Zur Begrenzung derartiger Haftungsansprüche hat die Gesellschaft einen entsprechenden Versicherungsschutz geschaffen. Aufgrund einer laufenden Betriebsprüfung und eines in Diskussion stehen Einzelsachverhalts können sich Auswirkungen auf die VFE-Lage ergeben. Die gesetzlichen Vertreter schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Steuernachforderungen als gering ein.

Durch die geordnete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind finanzwirtschaftliche Risiken adäquat abgedeckt. Betriebsrisiken und Vermögensschäden hat die Gesellschaft - soweit möglich und vertretbar - angemessen versichert. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation nicht erkennbar.

Der Krieg in der Ukraine wird voraussichtlich keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, da die Dienstleistungen der Gesellschaft weiterhin nachgefragt sein werden und die entsprechenden Geschäfte für die nächsten Jahre vertraglich abgesichert sind.

2. Chancenbericht

Mit den Geschäftsfeldern Rating-Verfahren, Banksteuerungsleistungen und Data-Analytics-Leistungen sowie dem diese Geschäftsfelder ergänzenden Auftragsleistungsgeschäft hat sich die Gesellschaft für die Zukunft aufgestellt. Die hohen Nutzungsquoten zeigen, dass die von der Gesellschaft angebotenen Leistungen den Bedarf treffen. Gelingt es, auch in neuen Themen durch Hebung von Skaleneffekten den Instituten die Bereitstellung zentral entwickelter und gepflegter Methoden nutzbringend zu gestalten, werden sich weitere Betätigungsfelder ergeben. Sowohl aus aufsichtlichen Aspekten als auch aus Kostenaspekten heraus wird eine optimale Prozessintegration und Informationsverarbeitung auch weiterhin von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der von der Gesellschaft angebotenen Leistungen sein. Gleichzeitig begleitet die Gesellschaft die IT-technische Umsetzung, inkl. Test und Abnahmebegleitung und den Einführungsprozess der Verfahren bei ihren Kunden eng in Abstimmung mit dem Rechenzentrum und den Regionalverbänden in der Sparkassen-Finanzgruppe.

3. Gesamtaussage

Zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht die Geschäftsführung keine Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Auch aus der Gesamtsumme der Risiken lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung eine Gefährdung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichts nicht erkennen. Die derzeit absehbaren Risiken aus dem Ukraine-Krieg werden voraussichtlich die Gesellschaft durch ein maßnahmenorientiertes Krisenmanagement nicht gefährden (siehe Prognosebericht).

E. Kontroll- und Risikomanagement der Gesellschaft

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle und nichtfinanzielle Risiken jeglicher Art. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu managen, setzt die Gesellschaft wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein. Alle Risiken werden systematisch identifiziert, bewertet und kontrolliert. Die Gesellschaft stützt sich hierbei auf eine mindestens jährlich durchzuführende Risikoinventur und Risikobewertung, welche letztmalig zum Stichtag 31. Oktober 2023 durchgeführt wurde.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess hat zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichtserstattung sicherzustellen. Das System beinhaltet Grundsätze, Verfahren sowie vorbeugende und aufdeckende Kontrollen. Unter anderem wird regelmäßig geprüft, ob Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben eingehalten und Transaktionen vollständig erfasst werden, bilanzierungsrelevante Sachverhalte aus getroffenen Vereinbarungen erkannt und entsprechend abgebildet werden, Prozesse existieren, die die Vollständigkeit der Finanzberichterstattung gewährleisten und Zugriffsregelungen bei relevanten IT-Rechnungslegungssystemen vorhanden sind.

Mit Blick auf das bisherige und künftige Wachstum hat die Gesellschaft das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem kontinuierlich weiterentwickelt, um zukünftige Risiken zu minimieren.

Durch eine regelmäßige Überwachung der Forderungen und Ableitung etwaig erforderlicher Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass Forderungen nicht ausfallen. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Gesellschaft eine defensive und konservative Risikopolitik, die die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sicherstellt. Marktpreisrisiken werden nur in Form von Zinsänderungsrisiken im Rahmen der Liquiditätsanlage eingegangen. Liquiditätsüberschüsse wurden ausschließlich kurzfristig angelegt. Gemäß internen Richtlinien erfolgten weder Anlagen in Fremdwährungen noch der Einsatz derivativer Finanzinstrumente.

Die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Rechnungslegung wird im Auftrag der Geschäftsführung regelmäßig durch die Interne Revision und externe Prüfer überprüft.

 

Berlin, den 4. April 2024

Dr. Peter Nettesheim, Geschäftsführer

Christian Damaschke, Vorsitzender der Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.198.067,31 1.127.231,48
2. geleistete Anzahlungen 50.600,00 50.600,00
2.248.667,31 1.177.831,48
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 840.284,26 856.985,11
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 305.951,35 359.711,72
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96.810,04 0,00
1.246.045,65 1.216.696,83
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 397.353,44 397.350,50
3.892.066,40 2.791.878,81
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.357.894,34 1.601.418,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 220.203,55 204.341,89
davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 22.804,76)
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.990.946,83 2.132.374,53
4.569.044,72 3.938.134,99
II. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 15.610.712,36 16.473.202,44
20.179.757,08 20.411.337,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 726.733,48 994.433,82
24.798.556,96 24.197.650,06

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 238.505,54 238.505,54
III. Gewinnvortrag 3.704.044,17 2.284.342,20
IV. Jahresüberschuss 599.681,22 1.419.701,97
6.542.230,93 5.942.549,71
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.500,58 546.117,56
2. sonstige Rückstellungen 8.720.175,32 11.061.364,57
8.722.675,90 11.607.482,13
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.564.548,23 4.545.994,90
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 5.564.548,23 (Vorjahr: EUR 4.545.994,90)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 217.207,53 11.377,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 217.207,53 (Vorjahr: EUR 11.377,70)
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.751.894,37 2.090.245,62
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.751.894,37 (Vorjahr: 2.090.245,62)
davon aus Steuern: EUR 2.068.699,37 (Vorjahr: EUR 1.016.332,77)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 53.525,13 (Vorjahr: EUR 53.525,13)
9.533.650,13 6.647.618,22
24.798.556,96 24.197.650,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.165.529,47 51.902.186,14
2. sonstige betriebliche Erträge 482.341,76 250.217,68
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.850.562,98 3.454.080,44
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 25.393.934,30 22.439.773,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.801.061,81 5.104.585,45
davon für Altersversorgung: EUR 1.329.937,85 (Vorjahr: EUR 1.037.460,21)
32.194.996,11 27.544.359,21
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.231.615,05 1.200.753,15
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 21.492.790,18 18.187.340,31
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60.073,82 34.166,31
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 2.549,00 (Vorjahr: 1.079,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 293,00 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 338.006,51 380.335,05
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 599.681,22 1.419.701,97

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die S Rating und Risikosysteme GmbH (SR) ist unter der HRB Nr. 93712 B im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befand sich im Geschäftsjahr in der Leipziger Straße 51 in 10117 Berlin.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff und der §§ 264 ff HGB, den Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde entsprechend den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden, im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen errechnen sich unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Zugangsjahr in vollem Umfang abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden nur bei dauerhafter Wertminderminderung vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte und uneinbringliche Forderungen bestehen am Bilanzstichtag nicht.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgte mit dem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die latenten Steuern werden nach den Grundsätzen des § 274 HGB ermittelt. Aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Rückstellungen nach Handels- bzw. Steuerrecht ergeben sich Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von 96,6 T€ und damit, bei Anwendung eines Steuersatzes von 30,22 % eine aktive Steuerlatenz in Höhe von 29,2 T€. Dieser Aktivüberhang wird gemäß dem bestehenden Wahlrecht nicht angesetzt.

III. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz:

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Als Finanzanlagen des Anlagevermögens werden hinterlegte Mietkautionen ausgewiesen, da die Mietverträge eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren haben.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten in Höhe von 251,2 T€ enthalten, die auf Forderungen zur Körperschaft- und Gewerbesteuer des Geschäftsjahres entfallen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in vollem Umfang auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (220,2 T€; Vorjahr: 204,3 T€) und betreffen Forderungen gegen den Gesellschafter mit 0,0 T€ (Vorjahr: 22,8 T€) (Angabe gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG) sowie Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht mit 220,2 T€ (Vorjahr: 181,5 T€).

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

1. Umsatzrückvergütungen 6.300.000,00 €
2. ausstehende Abrechnungen 1.033.977,50 €
3. Urlaubsrückstellungen 459.294,00 €
4. Rückstellung für Vergütung Personal 251.803,82 €
5. Rückstellung für Prüfung nach IDW PS 951 n.F. 203.000,00 €
6. Überstundenrückstellung 170.533,00 €
7. Berufsgenossenschaftsbeiträge 97.900,00 €
8. Abschluss- und Prüfungskosten 74.200,00 €
9. Archivierungskosten 67.407,00 €
10. Schwerbehindertenabgabe 56.160,00 €
11. IHK-Beiträge 5.900,00 €
8.720.175,32 €

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (116,4 T€; Vorjahr: 3,9 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten (100,8 T€; Vorjahr: 7,5 T€) gegenüber den Gesellschaftern (Angabe gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG).

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag davon mit einer Laufzeit davon besichert
31.12.2023 bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Art der Si-
T€ T€ T€ Jahre, T€ cherheit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.564,5 5.564,5 - - -
(im Vj. 4.546,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 217,2 217,2 - - -
(im Vj. 11,4)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.751,9 3.751,9 - - -
(im Vj. 2.090,2)
9.533,6 9.533,6 - - -
(im Vj. 6.647,6)

Gewinn- und Verlustrechnung:

Die Gesellschaft erbringt für Sparkassen, Landesbanken und weitere Institute der Sparkassen- Finanzgruppe sowie für Investitions- und Förderbanken der Bundesländer Dienstleistungen zur Risikosteuerung und zum Bankmanagement. Die Umsatzerlöse entfallen daher in vollem Umfang auf das Inland und gliedern sich in folgende Segmente auf:

Umsatzsegment Anteil
Standardleistungen 79,1 %
Auftragsleistungen 18,0 %
Sonderleistungen 2,9 %
Summe 100,0 %

Unter den Umsatzerlösen ist die Erlösschmälerung aus der Rückvergütung i. H. v. 6.300 T€ enthalten; § 285 Nr. 31 HGB.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 290,5 T€ und periodenfremde Erträge in Höhe von 1,3 T€ ausgewiesen.

IV. Ergänzende Angaben

Die S Rating ist mit 50 % an der "Konsortium Risikoklassifizierungsverfahren GbR", Berlin, beteiligt. Die Beteiligung erfolgte ohne Einlage. Die GbR weist am 31.12.2023 ein Eigenkapital sowie ein Jahresergebnis von jeweils 0 € aus (Angabe gemäß § 285 Nr. 11 HGB). Am Bilanzstichtag besteht gegenüber der GbR eine Forderung in Höhe von 181,5 T€, die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen ist.

Im Geschäftsjahr betrug das Honorar für erbrachte Leistungen von dem Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen 45 T€ und für sonstige Leistungen 52 T€.

Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen am Abschlussstichtag in Höhe von 17.420,1 T€ sowie aus Leasingverträgen in Höhe von 34,7 T€; § 285 Nr. 3a HGB.

Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr einschließlich Aushilfen 368 Mitarbeitende (Vollzeit: 262, Teilzeit: 69, Aushilfen: 35) beschäftigt; § 285 Nr. 7 HGB. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stieg gegenüber dem Vorjahr damit um rund 9,9 %.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben insgesamt im Geschäftsjahr eine Aufwandsentschädigung von 17,5 T€ erhalten (§ 285 Nr. 9a HGB).

Angaben gemäß § 285 Nr. 10 HGB:

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Vorname und Name: Ausgeübte Tätigkeit
Herr Roland Schmautz (Vorsitzender und Mitglied, bis 28.04.2023) Vizepräsident Sparkassenverband Bayern
Herr Volker Alt (Vorsitzender seit 01.05.2023) Vorsitzender des Vorstands Sparkasse Hannover
Herr Michael Jänichen (stellvertretender Vorsitzender) Mitglied des Vorstands Berliner Sparkasse
Herr Dr. Andreas Dartsch Mitglied des Vorstands Sparkasse KölnBonn
Herr Karl-Josef Esch Vorsitzender des Vorstands Kreissparkasse Mayen
Herr Norbert Grießhaber Vorsitzender des Vorstands Sparkasse Kraichgau Bruchsal-Bretten-Sinsheim
Herr Oke Heuer Mitglied des Vorstands Sparkasse zu Lübeck AG
Herr Helge Heyd Mitglied des Vorstands Sparkasse Saarbrücken
Herr Stephan Kloock Bereichsleiter Credit Risk Management Landesbank Hessen-Thüringen
Herr Jürgen Marquardt Mitglied des Vorstands Hamburger Sparkasse AG
Herr Stefan Proßer (seit 01.05.2023) Vizepräsident Sparkassenverband Bayern
Herr Dr. Jens-Peter Reinhardt Leiter des Bereichs Risk Control Landesbank Baden-Württemberg
Herr Andreas Schulz Vorsitzender des Vorstands Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam
Herr Manfred Üffing Verbandsgeschäftsführer Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Herr Jürgen Wannhoff Vizepräsident Sparkassenverband Westfalen-Lippe

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 waren:

Name / Vorname: Berufsbezeichnung:
Herr Dr. Peter Nettesheim (Vorsitzender der Geschäftsführung) Dipl.-Physiker
Herr Christian Damaschke Dipl.-Kaufmann

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse aufgetreten oder bekannt geworden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hätten und eine abweichende Darstellung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft nach sich ziehen würden (§ 285 Nr. 33 HGB).

Mögliche Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft aufgrund des Ukraine-Krieges sind bislang nicht eingetreten. Da die Gesellschaft keinerlei vertraglichen Beziehungen in die Ukraine oder Russland unterhält, werden auch keine unmittelbaren Auswirkungen erwartet. Wir verweisen diesbezüglich auch auf die Ausführungen im "Prognosebericht" des Lageberichts.

Aufgrund einer laufenden Betriebsprüfung und eines in Diskussion stehen Einzelsachverhalts können sich Auswirkungen auf die VFE-Lage ergeben. Die gesetzlichen Vertreter schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit einer wesentlichen Steuernachforderung als gering ein.

Die Geschäftsführung unterbreitet den Vorschlag den Jahresüberschuss in Höhe von 599.681,22 € auf neue Rechnung vorzutragen (§ 285 Nr. 34 HGB).

 

Berlin, den 4. April 2024

Dr. Peter Nettesheim, Vorsitzender der Geschäftsführung

Christian Damaschke, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.856.391,96 1.541.668,03 140.713,91 155.648,00 6.412.994,08
2. geleistete Anzahlungen 50.600,00 155.648,00 0,00 -155.648,00 50.600,00
4.906.991,96 1.697.316,03 140.713,91 0,00 6.463.594,08
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.504.312,00 462.660,25 138.056,79 205,00 2.829.120,46
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.214.224,92 75.449,51 28.507,00 -205,00 1.260.962,43
3. geleistete Anzahlungen 0,00 96.810,04 0,00 0,00 96.810,04
3.718.536,92 634.919,80 166.563,79 0,00 4.186.892,93
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 397.350,50 2,94 0,00 0,00 397.353,44
9.022.879,38 2.332.238,77 307.277,70 0,00 11.047.840,45
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.729.160,48 626.468,20 140.701,91 4.214.926,77
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.729.160,48 626.468,20 140.701,91 4.214.926,77
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.647.326,89 479.286,09 137.776,78 1.988.836,20
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 854.513,20 125.860,76 28.362,88 952.011,08
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.501.840,09 605.146,85 166.139,66 2.940.847,28
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.231.000,57 1.231.615,05 306.841,57 7.155.774,05
Nettobuchwert
Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.198.067,31 1.127.231,48
2. geleistete Anzahlungen 50.600,00 50.600,00
2.248.667,31 1.177.831,48
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 840.284,26 856.985,11
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 308.951,35 359.711,72
3. geleistete Anzahlungen 96.810,04 0,00
1.246.045,65 1.216.696,83
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 397.353,44 397.350,50
3.892.066,40 2.791.878,81

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die S Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der S Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der S Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 4. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Björn Grüneberg, Wirtschaftsprüfer

René Borgwardt, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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