Tipico Technology Services GmbH

Amalienbadstraße 41B, 76227 Karlsruhe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 715225
Vorher
Booxware Software Entwicklungs-GmbH
Eingetragen
22.8.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Auftragsentwicklung und der Vertrieb von Software sowie die Erbringung von IT-Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Baumann
seit 11.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tipico B2B LimitedMLT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Tipico Technology Holding GmbH
Germany
49.998 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tipico Technology Services GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Tipico Technology Services GmbH (im Folgenden kurz: "TTS" oder "Gesellschaft" oder "Wir") erbringt IT-Dienstleistungen. Sie ist als Auftragsentwickler von Software für die Tipico Co. Ltd. ("TCL") tätig. Der Hauptsitz liegt in Karlsruhe, die TTS beschäftigte im Jahr 2023 im Jahresdurchschnitt 154 Mitarbeiter. Die Teams in Deutschland arbeiten eng mit den maltesischen Kollegen des Auftraggebers Tipico Co. Ltd. (kurz: "TCL") zusammen, um für Kunden von Wetthaltern die besten mobilen Anwendungen, Web Front-Ends und Terminal-Anwendungen zur Verfügung stellen zu können.

Die Gesellschaft erzielt im Wesentlichen Intercompany-Umsatzerlöse auf Grundlage eines Dienstleistungsvertrages, welcher die Verrechnung von Entwicklerstunden, einer Ticket-Fee sowie die Weiterverrechnung von diversen weiteren Aufwendungen im Rahmen eines Cost Plus-Models an die TCL sowie andere Konzerngesellschaften beinhaltet.

B. ALLGEMEINE RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUF

Allgemeine Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. 1

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Damit bestätigt das Statistische Bundesamt seine erste Schätzung vom 15. Januar 2024 (siehe Pressemitteilung Nr. 19/2024). 2

Wir schätzen, dass bundesweit etwa 5.000 Wettannahmestellen betrieben werden. Hinzu kommen etliche Spielmöglichkeiten, wie zum Beispiel in Sportsbars oder Kneipen.

Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr 2023 wurde weiterhin in die Bereiche Cyber-Security und in den Bereich Cloud-Computing investiert: Um die Daten der Kunden und das geistige Eigentum des Unternehmens verstärkt schützen zu können, wurden die Bereiche Infrastruktur (TTS), Software-Entwicklung (TTS), Compliance (TCL) und Risk Management (TCL) stetig ausgebaut.

Durch die Anwendung einer Cloud Solution (AWS - Amazon Web Services) konnte die TTS in 2023 das eigene Angebot weiterhin stabilisieren. Des Weiteren wurden durch die verbesserten Möglichkeiten in der Cloud die Bereiche Testautomatisierung und Performance Testing weiter optimiert. Hierdurch konnte die Qualität, der durch die TCL in Auftrag gegebenen Produkte stetig verbessert werden.

Die wesentliche Größe, die den Erfolg der Geschäftstätigkeit der TTS abbildet, ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein EBITDA in Höhe von 5.094 TEUR (Vj.: 3.857 TEUR) erwirtschaftet. Die Prognose der internen Vorjahresplanung in Höhe eines leicht erhöhten EBITDA-Niveaus konnte mit einer Steigerung von 32,1 % übertroffen werden.

Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 4.898 TEUR (Vj.: 3.455 TEUR). Nach gebuchter Gewinnabführung aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Tipico Germany Holding GmbH beträgt das Jahresergebnis wie im Vorjahr 0 TEUR.

Darüber hinaus werden die verrechneten Entwicklerstunden, die durch Weiterbelastungen zu Umsatzerlösen führen, als weitere finanzielle Leistungsindikatoren hinzugezogen.

Da die Entwickler das geistige Kapital der Gesellschaft sind, wird daneben auch ein besonderes Augenmerk auf die Personalsituation gelegt. Die Mitarbeiter im Personalbereich der TTS kümmern sich daher zentral um die Personalbeschaffung, den Personaleinsatz sowie die Personalentwicklung.

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz des Unternehmens steigerte sich im Geschäftsjahr um 839 TEUR auf 26.048 TEUR. Somit konnte ein höherer Umsatz zum Vorjahr erwirtschaftet werden. Die Prognose eines gleichbleibenden Umsatzniveaus wurde damit überschritten.

Hauptsitz und Niederlassungen

Der Hauptsitz der Tipico Technology Services GmbH befindet sich in Karlsruhe-Durlach. Durch die örtliche Nähe zu den Schwestergesellschaften ist eine effiziente Zusammenarbeit gewährleistet. Aufgrund des Wachstums wurde bereits in früheren Jahren von der Vermieter-Gesellschaft (Raumfabrik) der Grundstein für ein neues Gebäude gelegt, damit auch in Zukunft die Gesellschaft wachsen und zusätzlichen Service bieten kann. Der Umzug in die neuen Büroräumlichkeiten erfolgte Anfang 2020. Aufgrund von Standortvorteilen bei der Personalsuche von Fachkräften befindet sich zudem in München ein weiterer Standort.

Absatzmarkt

Die TTS generiert ausschließlich Intercompany-Umsätze. Der Großteil der Umsätze entsteht durch die Erbringung von Software-Dienstleistungen. Diese hier entstandenen Entwicklungsstunden für Auftragsentwicklung werden monatlich an die TCL fremdüblich weiterberechnet. Zudem wurde im Jahre 2017 ein Verrechnungsmodell implementiert, welches die Verrechnung einer Ticket-Fee sowie die Weiterverrechnung von spezifischen Aufwendungen im Rahmen eines Cost Plus-Models vorsieht. Ein weiterer Teil der Erlöse wird mit der Schwestergesellschaft Tipico Retail Services GmbH in Abhängigkeit von den aktiven Clients auf den Terminalgeräten für die Wettabgabe erzielt. Es wird hier eine pauschale Vergütung für die Wartung und Weiterentwicklung der Clients verrechnet.

Personal und Ressourcen

Ein wesentlicher Faktor für die Unternehmensentwicklung und ein nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Verfügbarkeit von Mitarbeitern und weiteren Ressourcen für die Sicherstellung der Wartung und Weiterentwicklung der Software. Derzeit sind ca. 147 Mitarbeiter aus den verschiedensten Nationen für die TTS beschäftigt. Der Akquisition von neuen Mitarbeitern, der Bindung, der Entwicklung und der Ausbildung bestehender Mitarbeiter sowie der Steuerung des Mitarbeitereinsatzes kommt für den Erfolg der Gesellschaft eine zentrale Bedeutung zu.

Die Vergütung der Mitarbeiter orientiert sich an den in der IT-Branche gezahlten Gehältern. Zusätzlich zum Grundgehalt werden den Mitarbeitern diverse Sozialleistungen gewährt. Zudem erhält jeder Mitarbeiter ein bestimmtes Budget für Fort- und Weiterbildungen.

Die Mitarbeiter sollen zum einen von dem Unternehmenserfolg profitieren und zum anderen auch weiterhin an das Unternehmen gebunden werden.

Dem Thema Personalgewinnung wurde verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet. Aufgrund der sehr IT-lastigen Auslegung der Gesellschaft und der in diesen Berufsbildern am Arbeitsmarkt chronisch fehlenden Fachkräften ist die Personalbeschaffung ein sehr wichtiges Thema und muss permanent betrieben werden, da in diesem schnelllebigen IT-Zyklus jederzeit reagiert werden muss, um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Für das kommende Jahr werden weiterhin neue Mitarbeiter rekrutiert, auch um die Fluktuation problemlos auszugleichen.

Forschung und Entwicklung

Im Auftrag der TCL werden Entwicklungsaufträge für den Bereich Software ausgeführt. Die Software wird im Auftrag des Wetthalters TCL entwickelt. Diese kommt bei TCL im Zusammenhang mit der Wettabwicklung zur Anwendung und wird auch von den Franchisepartnern im Rahmen der Wettvermittlung genutzt.

Die Entwickler der TTS arbeiten unter den maßgeblichen Vorgaben der TCL stetig an der Weiterentwicklung der Softwarelösung. Von den 151 Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt sind 80 Mitarbeiter im Bereich der Entwicklung tätig gewesen. Entwicklerstunden, welche im Personalaufwand enthalten sind, können entweder weiterbelastet werden oder betreffen eigenen Personalaufwand, der in Zukunft zu Einsparungen führen wird.

Die Aufwendungen für AWS (Amazon Web Services) sind durch weitere Investitionen im Bereich Testautomatisierung und Performance Testing sowie durch Preiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

C. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Vermögenslage

Die Vermögensstruktur, abgeleitet aus der Bilanz, stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

AKTIVA (Werte
in TEUR)
31.12.2023 % 31.12.2022 % Veränderung %
Immaterielle Vermögensgegenstände 37 0,3 58 0,6 -21 -36,2
Sachanlagen 1.572 14,9 1.765 19,7 -193 -10,9
Anlagevermögen gesamt 1.609 15,2 1.823 20,3 -214 -11,7
Vorräte 13 0,1 0 0,0 13
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.848 64,8 4.225 47,2 2.623 62,1
Sonstige Vermögensgegenstände 356 3,4 398 4,4 -42 -10,6
Liquide Mittel 1.722 16,3 2.454 27,4 -732 -29,8
Umlaufvermögen gesamt 8.939 84,6 7.077 79,0 1.862 26,3
Rechnungsabgrenzungsposten 27 0,2 60 0,7 -33 -55,0
Bilanzsumme 10.575 100,0 8.960 100,0 1.615 18,0

PASSIVA

(Werte
in TEUR)
31.12.2023 % 31.12.2022 % Veränderung %
Gezeichnetes Kapital 50 0,5 50 0,6 0 0,0
Kapitalrücklage 2.000 18,9 2.000 22,3 0 0,0
Eigenkapital gesamt 2.050 19,4 2.050 22,9 0 0,0
Sonstige Rückstellungen 3.060 28,9 2.906 32,4 154 5,3
Rückstellungen gesamt 3.060 28,9 2.906 32,4 154 5,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 290 2,8 251 2,8 39 15,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.898 46,3 3.456 38,6 1.442 41,7
Sonstige Verbindlichkeiten 277 2,6 297 3,3 -20 -6,7
Verbindlichkeiten gesamt 5.465 51,7 4.004 44,7 1.461 36,5
Bilanzsumme 10.575 100,0 8.960 100,0 1.615 18,0

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.615 TEUR (18,0 %) erhöht. Hauptgrund für die Steigerung der Bilanzsumme sind die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 2.623 TEUR (62,1 %) und die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.442 TEUR (41,7 %). Insbesondere durch die Gewährung eines Darlehens an die Gesellschafterin von 3.700 TEUR bedingt sind die liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr um 732 TEUR gesunken und betragen nunmehr 1.722 TEUR (Vj.: 2.454 TEUR). Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen steht ebenfalls hauptsächlich im Zusammenhang mit der o.g. Darlehensgewährung. Gegenläufig sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr um 1.077 TEUR gesunken. Die sonstigen Rückstellungen sind leicht um 154 TEUR auf 3.060 TEUR gestiegen und somit ebenso auf einem ähnlichen Niveau geblieben wie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt nur unwesentlich um 39 TEUR erhöht haben.

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden Gesamtinvestitionen in Sachanlagen in Höhe von 200 TEUR getätigt. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch das operative Geschäft (Innenfinanzierung). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages spiegelt sich dieses in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Zudem finanziert sich die Gesellschaft bei Bedarf durch Kapitalzuführungen der Gesellschafterin. Externe Finanzierungen über Kreditinstitute werden nicht wahrgenommen.

Im Berichtsjahr ist die Eigenkapitalquote durch die gestiegene Bilanzsumme leicht von 22,9 % auf 19,4 % gesunken. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin und sonstige Verbindlichkeiten aus der Lohnsteueranmeldung aus dem Dezember.

Die folgende vereinfachte Kapitalflussrechnung für 2023 in TEUR zeigt folgendes Bild:

Kapitalflussrechnung 2023
I. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor Ergebnisabführung 4.898
Abschreibungen 414
Abnahme Forderungen und übrige Aktiva 1.139
Zunahme Rückstellungen 154
Zunahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39
Abnahme übrige Verbindlichkeiten -21
Summe I 6.623
II. Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen Sachanlagen -200
Summe II -200
III. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aufgrund Ergebnisabführung des Vorjahres -3.455
Auszahlungen für Darlehensgewährung an Gesellschafterin -3.700
Summe III - 7.155
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
(Summe I - III) - 732
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.454
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.722

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 6.623 TEUR erwirtschaftet. Dieser reichte nicht aus, um die Auszahlungen an die Gesellschafterin im Rahmen des negativen Cashflows aus Finanzierungstätigkeit für die Gewinnabführung des Vorjahres und für eine Darlehensgewährung zu decken.

Dennoch kann die Finanzlage der TTS weiterhin als solide bezeichnet werden. Die flüssigen Mittel lagen zum Bilanzstichtag bei 1.722 TEUR (Vj.: 2.454 TEUR). Wir waren im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, unsere Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Ertragslage

Die Ertragslage, abgeleitet aus der Gewinn- und Verlustrechnung, stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Werte
in TEUR
2023 % 2022 % Veränderung %
Umsatzerlöse 26.048 100,0 25.209 100,0 839 3,3
Sonstige betriebliche Erträge 593 2,3 488 1,9 105 21,5
Gesamtleistung 26.641 102,3 25.697 101,9 944 3,7
Materialaufwand -320 -1,3 -301 -1,2 -19 6,3
Rohertrag 26.321 101,0 25.396 100,7 925 3,6
Personalaufwand -16.657 -63,9 -16.321 -64,7 -336 2,1
Abschreibungen -414 -1,6 -436 -1,7 22 -5,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.570 -17,5 -5.218 -20,7 648 -12,4
Betriebsergebnis * 4.680 18,0 3.421 13,6 1.259 36,8
Finanzergebnis 218 0,8 34 0,1 184 >100,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit * 4.898 18,8 3.455 13,7 1.443 41,8
Ergebnis nach Steuern 4.898 18,8 3.455 13,7 1.443 41,8
Gewinnabführung gemäß EAV -4.898 -18,8 -3.455 -13,7 -1.443 41,8
Jahresergebnis 0 0,0 0 0,0 0 0,0
EBITDA 5.094 19,6 3.857 15,3 1.237 32,1

* Für Informationszwecke werden das Betriebsergebnis sowie das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weiterhin dargestellt.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 4.898 TEUR (Vj.: 3.455 TEUR). Den um 839 TEUR (3,3 %) gestiegenen Umsatzerlösen stehen ein um 336 TEUR (2,1 %) gestiegener Personalaufwand sowie um 648 TEUR (-12,4 %) niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Deren Reduzierung hängt hauptsächlich mit einer geringeren Nutzung zeitlich befristeter Rechte und Lizenzen sowie einer geringeren Inanspruchnahme von externen Servern zusammen.

Gesamtbeurteilung der Lage des Unternehmens

Zusammenfassend kann der Geschäftsverlauf und die Lage der TTS für das Geschäftsjahr 2023 als sehr positiv und äußerst zufriedenstellend bezeichnet werden. Trotz Preissteigerungen der notwendigen Lieferanten und Dienstleister konnte das Ergebnis aus dem Vorjahr erheblich verbessert werden.

Hinsichtlich der Ertragskraft hat die Gesellschaft die selbstgesteckten Ziele deutlich überschritten.

Die Umsatzentwicklung konnte den geplanten Wert übersteigen, und trotz Preiserhöhungen konnte dennoch das Ergebnis mit einem guten Kostenmanagement ebenfalls deutlich erhöht werden.

Die Gesellschaft ist für das kommende Geschäftsjahr auf einem soliden Fundament aufgestellt, so dass wir der Meinung sind, die selbstgesteckten Ziele erfolgreich erfüllen zu können.

Aus gegenwärtiger Sicht sind die zukünftige Geschäftsentwicklung und die damit verbundene Unternehmensentwicklung als sehr gut zu betrachten.

D. CHANCEN- und RISIKOBERICHT

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses verfolgt die TTS externe Entwicklungen auf den Absatz- und Mitarbeiterbeschaffungsmärkten sowie die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage und des regulatorischen Umfelds. Zentrale Instrumente zur Steuerung von Risiken stellen die Unternehmensplanung, regelmäßige Forecasts und das monatliche Reporting dar. Die Berichtsempfänger sind die Geschäftsführung sowie die Gesellschafterin bzw. das Controlling der zuständigen Konzernobergesellschaft.

Cyber-Security

Wie in vielen Unternehmen stellt Cyberkriminalität ein Risiko dar. Deshalb wurde in diesem Geschäftsjahr stark in den Bereich Cyber-Security investiert, um die Daten der Kunden sowie das geistige Eigentum des Unternehmens zu schützen. Dabei handelt es sich im Bereich Integrität und Vertraulichkeit um die Umstellung auf starke Transportverschlüsselungsverfahren (TLSv1.2) sowie Verschlüsselungsverfahren für Zugangsdaten nach Stand der Technik (BCrypt). Darüber hinaus wurden im Bereich Verfügbarkeit Maßnahmen gegen sog. Distributed Denial-of-Service Angriffe (DDoS) sowie ein erweiterter Schutz auf Applikationsebene durch Web Application Firewall (WAF) Funktionalität und Schutz vor automatisierten Angriffen (Bots) implementiert. Durch die Umstellung auf die Cloud haben wir neben der erhöhten Verfügbarkeit eine hohe Skalierbarkeit sowie große Expansionsmöglichkeiten geschaffen. Das Risiko schätzen wir damit als gering ein.

Technologien

TTS ist in einem hochtechnologischen Geschäftsfeld tätig, in welchem in kurzen Innovationszyklen neue Technologien entwickelt oder genutzt werden. IT-Systeme können aufgrund höherer Belastung, menschlichen Versagens oder Naturkatastrophen beschädigt und/oder unterbrochen werden. Eine Beeinträchtigung der IT-Systeme könnte zu weitläufigen Geschäftsproblemen führen und hätte auch für unsere Gesellschaft negative wirtschaftliche Konsequenzen. Durch die Integrität, Verlässlichkeit und operative Leistung der IT-Systeme der Tipico-Gruppe, die von uns verwendet werden, sehen wir uns diesem Risiko gegenüber gut aufgestellt.

Personal und Ressourcen

Die Mitarbeiter sind für das Unternehmen ein wesentlicher Faktor. Es muss sichergestellt werden, dass geeignetes Personal gefunden werden kann und das Abwandern von Knowhow weitgehend unterbunden wird. Ansonsten bestünde das Risiko, dass in Auftrag genommene Projekte nicht zeitnah realisiert werden könnten und entsprechend Umsatzerlöse fehlen würden.

Diesem Risiko wirken wir mit einem weiteren Ausbau des HR-Departments entgegen, welches mit speziell geschultem Personal auf Suche nach IT-Fachkräften geht. Ebenso werden weitere Kanäle zur Rekrutierung erörtert. Somit ist weitestgehend sichergestellt, dass geeignetes Personal für den Fall von Neubesetzungen schneller gefunden werden kann. Ebenso wird mit zielgerichteten Marketingkampagnen in Social Media-Plattformen um Mitarbeiter geworben. Weiterhin wird über zusätzliche Ausbildungsmaßnahmen gesprochen und eine Weiterführung erörtert. Wir schätzen das Risiko daher als niedrig ein.

Des Weiteren besteht das Risiko von steigenden Gehältern und damit einer Verringerung der Marge, wenn der Anstieg der Aufwendungen nicht weiterbelastet werden kann. Diesem Risiko begegnen wir durch die laufende Überprüfung der Serviceverträge mit der TCL. Wir schätzen daher das Risiko als gering ein.

Regulatorisches Umfeld

Der Hauptmarkt, auf dem Tipico derzeit den überwiegenden Teil seiner Einnahmen aus seinen Retail- und Online-Sportwetten generiert, ist Deutschland. Nach mehr als einem Jahrzehnt rechtlicher Unsicherheiten in Bezug auf die Regulierung von Glücksspielprodukten und einer zweijährigen Übergangsphase, um eine Neuregulierung seines Glücksspielmarktes weg von einer grauen Marktgerichtsbarkeit abzuschließen, ist Deutschland jetzt ein vollständig regulierter Markt, und Tipico betreibt sein Geschäft auf dem deutschen Markt als vollständig in Deutschland lizenzierter Betreiber.

Sportwetten

Die ersten Konzessionen für deutschlandweite Sportwetten wurden am 9. Oktober 2020 an Tipico und weitere Betreiber vergeben. Damit gehörte Tipico zu den ersten Unternehmen überhaupt, die in Deutschland konzessioniert wurden, und sicherte sich die Konzession, Sportwetten auch über seine Filialen hinaus über das Internet an Kunden mit Sitz in Deutschland anzubieten. Auf die Erteilung der Sportwetten-Konzessionen folgte eine sogenannte Übergangsregelung für den Betrieb von virtuellen Automatenspielen, die Mitte Oktober 2020 in Kraft trat. Schließlich ist der neue Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspiels (GlüStV) in Deutschland am 1. Juli 2021 in Kraft getreten und hat die neue Verordnung kodifiziert.

Die Sportwettenkonzessionen 2020 waren bis zum 31. Dezember 2022 gültig und wurden durch neu ausgestellte Konzessionen ersetzt, die am 9. Dezember 2022 erteilt wurden. Die aktuellen Sportwettenkonzessionen sind bis zum 31. Dezember 2027 gültig.

Zum 1. Januar 2023 hat die neue Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) als zentrale Regulierungsbehörde die Zulassungs- und Aufsichtskompetenz für Sportwetten sowie für virtuelle Automatenspiele übernommen. Wir erwarten, dass die Behörde ihre Durchsetzungsmaßnahmen gegen nicht lizenzierte und nicht konforme Betreiber verstärken wird, was sich unserer Meinung nach insgesamt positiv auf die Position von Tipico auf dem regulierten deutschen Glücksspielmarkt auswirken wird.

Tipico ist gut gerüstet, sein Wachstum unter der zum 1. Juli 2021 eingeführten neuen Regulierung erfolgreich fortzusetzen. Tipico hat die durch die neue Gesetzgebung eingeführten regulatorischen Anforderungen und Beschränkungen so weit umgesetzt, dass diese nicht verwaltungsrechtlich vor Gerichten anfechtbar sind. Dies umfasst die Einzahlungslimits und -beschränkungen für das Sportwettenprogramm, die aufgrund einer definierten Anfrage der ehemaligen Behörde bzw. eines im November 2022 mit der Behörde erzielten allgemeinen Vergleichs zur Beendigung bestimmter behördlicher Rechtsstreitigkeiten eingeführt wurden.

Restriktive Auslegungen von Bonus- und Werberegeln können einige Einschränkungen haben, wir erachten die Auswirkungen auf das Geschäft von Tipico jedoch aufgrund seiner starken Marktposition in Deutschland und seiner hohen Präsenz aufgrund seines Retail-Geschäftes als vergleichsweise gering.

Tipico hat sich mit der Behörde darauf geeinigt, die Zulässigkeit bestimmter Wettarten, wie Live-Wetten auf Halbzeitergebnis und Restspielzeit, im Rahmen von Musterverfahren zu klären, und ist berechtigt, diese Wettarten für die Dauer des Verfahrens anzubieten. Ein möglicher negativer Ausgang dieser Verfahren und damit eine weitere Einschränkung des zulässigen Wettangebots kann die Attraktivität des Wettangebots von Tipico beeinträchtigen, wir erwarten aber, dass solche negativen Auswirkungen durch eine verstärkte Durchsetzung von Maßnahmen gegen Betreiber, die sich nicht an den Anwendungsbereich halten, kompensiert werden. Bestimmte andere Nebenbedingungen der neuen Lizenzen für Sportwetten und virtuelle Automatenspiele wurden von Tipico angefochten und sind Gegenstand eines Verwaltungsverfahrens.

Nach Erteilung der ersten Sportwettenkonzessionen im Oktober 2020 haben die Bundesländer auch die Konzessionsverfahren für Retail-Standorte eingeleitet. Solche Standorterlaubnisse werden von den Kommunen der jeweiligen Bundesländer auf der Grundlage des Sekundärrechts, nämlich der Glücksspielgesetze der einzelnen Bundesländer zur Umsetzung des Staatsvertrags 2021 (Landesausführungsgesetze), erteilt. Tipico hat die erforderlichen Genehmigungen für eigene und von Franchisepartnern betriebene Räumlichkeiten beantragt und bisher 946 Lizenzen erteilt bekommen, während sich 107 Wettvermittlungsstellen noch im Lizenzierungsverfahren befinden. Die Durchsetzung restriktiver Gesetze im Retail-Geschäft in einzelnen Bundesstaaten, wie z.B. quantitative Beschränkungen (zu Abstandsvorschriften, Baugenehmigungen), hat dazu geführt, dass bestimmte Räumlichkeiten innerhalb des Tipico-Wettvermittlungsstellennetzes für das Angebot von Sportwetten im Retail-Geschäft ungeeignet sind. Der geschäftliche Einfluss solcher Schließungen war insgesamt gering. Im Allgemeinen ist das Unternehmen in der Lage, seine Marktführerschaft auch im Retail-Geschäft weiter auszubauen.

Krieg in der Ukraine

Die Sanktionen gegen Russland haben keinerlei Auswirkung, da wir keine Geschäftsbeziehungen zu Partnern in diesem Land unterhalten. Selbstverständlich werden keine Wetten auf russische Sportveranstaltungen mehr angeboten, da sich das Sportwetten-Geschäft aber zu weit mehr als 90 % auf den europäischen Fußball konzentriert, wirkt sich dieser Schritt nicht auf die Ertragssituation des Unternehmens aus. Das Management behält die geopolitische Lage weiterhin im Blick, um reagieren zu können, falls sich an dieser Beurteilung etwas ändert.

Chancenbericht

Durch unsere gute Aufstellung und durch das prognostizierte Wachstum im Bereich Sportwetten sehen wir hier große Chancen, die Marktposition von Tipico weiter ausbauen zu können.

Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität, unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Sportwetten und den von uns implementierten Risikostrategien sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Auch im Hinblick auf die Entwicklungen im regulatorischen Umfeld sehen wir uns in der Lage, auf verschiedene Szenarien zeitnah reagieren zu können.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

E. PROGNOSEBERICHT

Der deutsche Markt für Sportwetten wird aus Sicht der Geschäftsleitung weiterwachsen. In den kommenden Jahren rechnen wir mit einem jährlichen Wachstum von 5 % bis 10 %. Der deutsche Sportwettenmarkt ist nach Großbritannien schon jetzt der zweitgrößte Markt in Europa und hat unseres Erachtens im Vergleich zu anderen Märkten deutlich mehr Wachstumspotential.

Mobile- und Multichannel-Angebote werden das Wachstum besonders fördern. Doch auch die stationäre Sportwette, die für die Vertragspartner der Gesellschaft von Bedeutung ist, wird ihren Anteil am Gesamtmarkt weiter steigern.

Tipico wird dementsprechend an der Wachstumsstrategie festhalten und mit dem Gesamtmarkt als Marktführer mitwachsen.

Die Partnerschaften der Tipico-Gruppe mit dem FC Bayern München und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gewährleisten eine außerordentliche öffentliche Präsenz und Markenbekanntheit, die sich ebenfalls wachstumsfördernd für Tipico und die dazugehörigen Vermittlungspartner und damit auch auf unsere Gesellschaft auswirken wird.

Für das Jahr 2024 erwarten wir im Umsatzbereich insgesamt ein annähernd gleichbleibendes Niveau. Da wir die Produktanforderungen der TCL in der TTS vollumfänglich umsetzen und damit der TCL helfen können, ihre Marktführerschaft weiter auszubauen, planen wir weitere neue Projekte, für die wir die Mitarbeiteranzahl deutlich erhöhen wollen, um sie schrittweise in die neuen Projekte einarbeiten zu können. Positive Effekte im Hinblick auf die Umsätze werden daher erst nach der Einarbeitungsphase der neuen Mitarbeiter mit einer Verschiebung von circa vier Monaten erwartet. Aus diesem Grund rechnen wir im Bereich des EBITDA mit einem starken Rückgang von 70 % bis 75 %.

Durch weitere Fokussierung auf die zentralen Bereiche der Software-Entwicklung, Cyber Security und Cloud-Computing, weitere Professionalisierung und intensive Schulung der Mitarbeiter und einen höheren Grad an Automatisierung sehen wir dem kommenden Jahr mit positiven Erwartungen entgegen.

Durch die erwartete positive Marktentwicklung, unsere sehr gute finanzielle Grundlage, die eingeführten Strukturen, Prozesse und Kontrollmechanismen im Rahmen der Integration, die Marketingmaßnahmen seitens Tipico und die von uns implementierten Risikostrategien sehen wir uns für das kommende Geschäftsjahr bestens aufgestellt.

Der Ukrainekrieg und die veränderte weltpolitische Lage haben derzeit nur sehr geringe Auswirkungen auf unsere Unternehmung.

 

Karlsruhe, den 19. April 2024

Der Geschäftsführer

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_038_811.html

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.049,85 58.220,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 152.534,45 171.406,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.417.838,43 1.593.850,22
3. Geleistete Anzahlungen 1.800,23 0,00
1.572.173,11 1.765.257,00
1.609.222,96 1.823.477,61
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 12.988,55 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.848.113,36 4.224.862,44
2. Sonstige Vermögensgegenstände 355.906,04 398.026,54
7.204.019,40 4.622.888,98
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.721.447,70 2.453.824,41
8.938.455,65 7.076.713,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.210,98 60.263,17
10.574.889,59 8.960.454,17

Passiva

31.12.20223
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 49.998,00 49.998,00
II. Kapitalrücklage 2.000.001,00 2.000.001,00
2.049.999,00 2.049.999,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.060.438,86 2.906.431,01
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 289.923,87 251.169,83
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.898.243,86 3.455.514,03
3. Sonstige Verbindlichkeiten 276.284,00 297.340,30
5.464.451,73 4.004.024,16
10.574.889,59 8.960.454,17

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 26.048.008,27 25.209.062,14
2. Sonstige betriebliche Erträge 592.784,16 488.041,41
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -497,64 -9.562,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -319.417,07 -291.750,19
-319.914,71 -301.312,26
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.381.987,92 -14.183.722,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.274.942,49 -2.137.772,46
-16.656.930,41 -16.321.495,05
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -414.140,83 -435.668,89
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.569.596,05 -5.217.992,20
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 218.033,43 42.540,94
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -7.892,09
9. Ergebnis nach Steuern 4.898.243,86 3.455.284,00
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -4.898.243,86 -3.455.284,00
11. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Aufstellungserleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten von Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Registerangaben

Die Tipico Technology Services GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim unter der Nr. HRB 715225 eingetragen.

Ergebnisverwendung

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Tipico Germany Holding GmbH.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 1 und 3 Jahren) bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 12 Jahren) vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Diejenigen Vermögensgegenstände des abnutzbaren Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Nettoanschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Insofern erforderlich, erfolgt die Bilanzierung zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben gebildet, die erst im Folgejahr aufwandswirksam werden.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 6.848.113,36 (Vj.: € 4.224.862,44) enthalten wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.148.113,36 (Vj.: € 3.224.862,44), davon € 47.766,27 (Vj.: € 6.633,47) gegen die Gesellschafterin, sowie eine Darlehensforderung gegen die Gesellschafterin in Höhe von € 4.700.000,00 (Vj.: € 1.000.000,00).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Kapitalrücklage enthält unverändert zum Vorjahr Zuzahlungen der Gesellschafterin Tipico Germany Holding GmbH nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von € 2.000.001,00.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Mitarbeiterboni (€ 2.316.775,49; Vj.: € 2.245.561,02), für ausstehende Rechnungen (€ 272.591,52 ; Vj.: € 125.531,72), für Archivierung (€ 0,00; Vj.: € 50.000,00), für Jahresabschlusskosten (€ 37.100,05; Vj.: € 48.701,75), für ausstehenden Urlaub (€ 349.683,66; Vj.: € 335.636,42) sowie für übrige Personalsachverhalte (€ 74.500,00 ; Vj.: € 89.251,24) gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 4.898.243,86 (Vj.: € 3.455.514,03) enthalten ausschließlich (im Vj. im Wesentlichen) Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 4.898.243,86 (Vj.: € 3.455.284,00). Im Berichtsjahr sind keine Verbindlichkeiten gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen enthalten (Vj.: € 230,03).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 276.284,00 (Vj.: € 297.340,30) enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 191.902,41 (Vj.: € 222.737,79) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 81.701,82 (Vj.: € 69.459,64).

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 0,00 (Vj.: € 27.365,29) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von € 524.433,10 (Vj.: € 389.772,58), die ausschließlich (im Vj. mit € 388.919,64 hauptsächlich) aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 18.513,84 (Vj.: € 14.728,40).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten € 6.079,26 (Vj.: € 37.499,54) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 28.477,82 (Vj.: € 0,00).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten in Höhe von € 218.033,43 (Vj.: € 42.540,94) Erträge aus verbundenen Unternehmen.

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2024 > 2024
Bewegliches Anlagevermögen € 1.681.648,34 € 2.802.381,60
Unbewegliches Anlagevermögen € 1.252.718,08 € 5.612.609,15
Gesamt € 2.934.366,42 € 8.414.990,75

Davon entfallen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf verbundene Unternehmen.

In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil der Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 154 (Vj.: 151) Angestellte, wovon 150 (Vj.: 147) in Vollzeit und 4 (Vj.: 4) in Teilzeit beschäftigt sind.

Angabe des Abschlussprüferhonorars

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die Tipico Technology Services GmbH ist ein Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB der Tipico Germany Holding GmbH, Karlsruhe.

Die Tipico Germany Holding GmbH ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 291 HGB befreit, da sie in den übergeordneten, befreienden Konzernabschluss der Tipico Group Limited (kleinster und größter Konsolidierungskreis) mit Sitz in Saint Julian's auf Malta, einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union einbezogen wird.

Der Konzernabschluss der Tipico Group Limited zum 31. Dezember 2023 wird nach den Regelungen der IFRS in der Fassung der Europäischen Union erstellt und geprüft.

Der Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im Unternehmensregister von der Tipico Germany Holding GmbH offengelegt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB eingetreten.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr wurden die Geschäfte durch Herrn Freiherr Albrecht von Senden, kaufmännischer Geschäftsführer, Ettlingen, geführt.

Angabe der Organbezüge

Auf die Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 9a HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Karlsruhe, den 19. April 2024

Albrecht von Senden, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 319.875,86 0,00 319.875,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 729.846,76 11.797,27 741.644,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.223.230,80 186.288,68 5.409.519,48
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.800,23 1.800,23
5.953.077,56 199.886,18 6.152.963,74
6.272.953,42 199.886,18 6.472.839,60
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 261.655,25 21.170,76 282.826,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 558.439,98 30.669,60 589.109,58
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.629.380,58 362.300,47 3.991.681,05
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
4.187.820,56 392.970,07 4.580.790,63
4.449.475,81 414.140,83 4.863.616,64
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.049,85 58.220,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 152.534,45 171.406,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.417.838,43 1.593.850,22
3. Geleistete Anzahlungen 1.800,23 0,00
1.572.173,11 1.765.257,00
1.609.222,96 1.823.477,61

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tipico Technology Services GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tipico Technology Services GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tipico Technology Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 22. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Both, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 03.07.2024 festgestellt.

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