BHW Gastro GmbH
Selbe AdresseMobile Gastronomie auf Jahrmärkten u. Ä.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elen Maluche seit 28.6.2019 | Prokura |
Amely Hansen seit 3.4.2018 | Prokura |
Wybcke Meier seit 15.1.2015 | Geschäftsführer |
Frank Georg Karl Kuhlmann seit 4.9.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
TUI AG | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TUI Cruises GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Lagebericht Geschäftsjahr 2023[Anmerkung: " * " Kennzeichnet prüfbare und nicht prüfbare lageberichtsfremde Angaben sowie lageberichtstypische Angaben, deren gesetzliche Einbeziehung in die inhaltliche Prüfung des Lageberichtes im Rahmen der Jahresabschlussprüfung nicht gefordert ist und die daher im Rahmen der Jahresabschlussprüfung ungeprüft bleiben.] Der vorliegende Lagebericht umfasst die Gesellschaft TUI Cruises GmbH und wurde gemäß § 289 Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. 1) Grundlagen der GesellschaftGeschäftsmodell der Gesellschaft Die TUI Cruises GmbH (nachfolgend "TUI Cruises", "TUIC" oder "Gesellschaft") sowie die dazugehörigen Tochtergesellschaften (nachfolgend "TUI Cruises Gruppe" oder "Gruppe") bieten seit Mai 2009 Kreuzfahrten mit Fokus auf den deutschsprachigen Markt an. Die von TUI Cruises betriebene Mein Schiff-Flotte verfügt über ca. 15.900 Betten auf derzeit sechs Schiffen. Mit dem Konzept der Premium-Inklusivleistungen richtet sich die Mein Schiff-Flotte vor allem an Paare und Familien, die Wert auf Umfang, Großzügigkeit, Qualität und individuellen Service legen. Die Hapag-Lloyd Cruises-Flotte wird ebenfalls von TUI Cruises betrieben und verfügt gegenwärtig über fünf Schiffe mit ca. 1.600 Betten. Diese Schiffe bedienen den Nischenmarkt der Luxus- und Expeditionskreuzfahrten mit Service und Routenerlebnissen auf kleinen Schiffen. Die TUI Cruises ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Hamburg, Heidenkampsweg 58. Sie ist die Muttergesellschaft der TUI Cruises Gruppe. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg (HRB 105222) eingetragen. TUI Cruises ist ein Joint Venture. Mutterunternehmen sind die TUI AG, Hannover (ab 30. September 2021 die Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX), und die RCL TUI Cruises German Holding GmbH & Co. KG, Hamburg zu gleichen Anteilen. Der Konzernabschluss der TUI AG ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 321 sowie beim Amtsgericht Hannover unter HRB 6580 erhältlich. Der Jahresabschluss der RCL TUI Cruises German Holding GmbH & Co. KG ist beim Amtsgericht München unter HRA 109575 erhältlich. Zum 30. September 2021 wurden die Anteile der TUI AG an die Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX (Amtsgericht Hannover HRB 58050) übertragen, einer 100% Tochtergesellschaft der TUI Group Services GmbH (Amtsgericht Hannover HRB 62564), die wiederum eine 100% Tochtergesellschaft der TUI AG ist. Steuerungssystem Die finanziellen steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren sind der Umsatz, dem Schiffsbetrieb direkt zurechenbare Betriebskosten (Material- und Transportaufwand sowie Vermittlungsprovisionen) sowie der Jahresüberschuss. Sonstige Kennzahlen neben den steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren sind die Liquidität, die Buchungslage, speziell die Auslastung und Tagesraten, On-Board Umsätze pro Gast, aber auch die Kundenzufriedenheit, die Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Entwicklung der CO 2 -Emissionen (wobei das Messinstrument "unternehmensweite Mitarbeiterbefragung" pandemiebedingt in den letzten Jahren noch nicht wieder durchgeführt wurde (geplant in 2024)). * Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f Abs. 4 HGB) Festlegung von Zielgrößen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verpflichtet Unternehmen, die - wie die TUI Cruises - aufgrund der Anzahl von Arbeitnehmern der Mitbestimmung unterliegen, Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sowie Fristen für die Erreichung dieser Zielgrößen festzulegen (§ 36 GmbHG). Die Geschäftsführung hat bereits im Jahr 2020 beschlossen, dass sowohl in der Geschäftsführung als auch der ersten und zweiten Führungsebene die Frauenquote mindestens 50% betragen soll. Dieses Ziel ist zum 31.12.2023, wie auch schon zum 31.12.2022, erreicht bzw. übererfüllt worden (Geschäftsführung und erste Führungsebene 50%, zweite Führungsebene 55% Frauenanteil). 2) WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Internationale Währungsfonds erwartet ein moderates globales Wirtschaftswachstum von 3,0% im Jahr 2023 und 2,9% im Jahr 2024 (IWF, World Economic Outlook, Oktober 2023). Die Europäische Kommission erwartet in ihrem aktuellen European Economic Outlook vom Herbst 2023 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung (BIP) in der EU von 1,3% im Jahr 2024 (Vorjahr 0,6%). Für Deutschland wird ein BIP-Wachstum von 0,8% im Jahr 2024 prognostiziert, gegenüber einem Rückgang von -0,3% im Jahr 2023. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Neben TUI Cruises sind AIDA, Costa und MSC relevante Anbieter von Kreuzfahrten im deutschsprachigen Markt. TUI Cruises besetzt zusammen mit beiden Brands das deutschsprachige Luxus-, Expeditions- und Mainstream-Segment. Die internationalen Kreuzfahrtangebote stellen für das deutschsprachige Publikum aufgrund des Leistungsspektrums nur in begrenztem Umfang eine Alternative dar. Von 2020 bis 2022 war die Kreuzfahrtbranche weltweit von der COVID-19-Pandemie betroffen, im Laufe des Jahres 2022 hat sich der weltweite Betrieb jedoch wieder normalisiert und bis Ende des Jahres 2023 wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Seit April 2022 sind alle Schiffe der Mein Schiff und von Hapag-Lloyd Cruises wieder voll im Einsatz, und verzeichnen steigende Auslastungs- und Ticketraten. Nach Prognosen der CLIA (Cruise Lines International Association) wird das weltweite Kreuzfahrtpassagieraufkommen in den kommenden Jahren weiter ansteigen: 2023 wurden rund 31,5 Millionen Passagiere erwartet, was einem Anstieg von 6% gegenüber 2019 (dem letzten vollen Jahr, das nicht von der COVID-19-Pandemie betroffen war) entspricht, und bis 2027 mit einer CAGR von 5,8% auf rund 39,5 Millionen Passagiere ansteigen soll (Quelle: CLIA, State of the Cruise Industry 2023). Der deutsche Kreuzfahrtmarkt ist im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 weitergewachsen. Laut einer Veröffentlichung von CLIA Deutschland wird für die nächsten fünf Jahre ein weiteres Wachstum erwartet. Das Marktvolumen hat bereits im Jahr 2023 das Niveau von vor COVID-19 erreicht. Darüber hinaus haben sich die Umsätze der Reisebüros in Deutschland im Vergleich zum Niveau vor COVID-19 deutlich verbessert, wobei die Umsätze im Bereich Kreuzfahrten besonders stark gestiegen sind. Laut eines Drittberichts (Quelle: Tats-Reisebürospiegel) stieg der gesamte fakturierte Reisebüroumsatz von September 2022 bis September 2023 um 7,1% und von September 2019 bis September 2023 um 15,0%, wobei der Umsatz mit Kreuzfahrten von September 2022 bis September 2023 sogar um 25,9% und von September 2019 bis September 2023 um 15,7% überproportional anstieg. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 hat TUI Cruises beschlossen, keine russischen Häfen mehr anzulaufen und diese (insbesondere St. Petersburg) durch andere Häfen zu ersetzen. Dies steht im Einklang mit dem Vorgehen aller anderen großen Kreuzfahrtunternehmen. Ende 2022 begann die Buchungsperiode für den Neubau Mein Schiff 7. Die Buchungen für den ersten italienischen Neubau (Mein Schiff Relax) begannen im Oktober 2023. Die Schiffe werden Mitte 2024 (Mein Schiff 7) bzw. Ende 2024 oder Anfang 2025 (Mein Schiff Relax) ausgeliefert. Nach dem Angriff auf Israel im Oktober 2023 bzw. dem anhaltenden Gaza-Konflikt musste TUI Cruises im Herbst 2023 einige Anläufe von israelischen Häfen absagen. Die aktuellen Huthi-Angriffe im Roten Meer stellen für die Schiffe, die den Suezkanal durchqueren, ein Risiko dar. TUI Cruises beobachtet die Situation genau, da drei Schiffe im Frühjahr 2024 aus ihrer Asien-Saison zurückkehren werden. Die Alternative, den Kanal zu meiden und den Umweg ohne Gäste um das afrikanische Kap der guten Hoffnung zu nehmen, wird für die beiden ersten Schiffe der Flotte umgesetzt. Damit verbunden ist für jedes der beiden Schiffe die Absage von zwei ursprünglich geplanten Reisen. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat die bestehenden Darlehen für die Neubaufazilitäten so angepasst, dass sie bereits während der Bauzeit genutzt werden können, wobei die Gesamtbeträge unverändert bleiben. Gemäß der Export Credit Agency (ECA)-Fazilitätsvereinbarung für die Mein Schiff 7 führt dies zu einer 100-prozentigen Finanzierung der Anzahlungen unter dem Schiffbauvertrag der Mein Schiff 7. Für die beiden italienischen Schiffsneubauten (Mein Schiff Relax und InTUItion 2) werden 80 Prozent der Raten finanziert. In 2023 wurden zwei Raten für die Mein Schiff Relax in Höhe von 83,2 Mio. (80%) + 5,3 Mio. Euro, für die InTUItion2 in Höhe von 25,0 Mio. Euro (80%) + 1,7 Mio. Euro und für die Mein Schiff 7 30,7 Mio. Euro (100%) zzgl. Prämie (1,1 Mio. Euro) finanziert. Die Zinsen betragen 2,3% (Mein Schiff 7) bzw. 1,2% + Euribor (Mein Schiff Relax und InTUItion 2) während der Anzahlungsphase und 2,15% (Mein Schiff 7) bzw. 1,53% (Mein Schiff Relax und InTUItion 2) während der Rückzahlungsphase. Der Finanzierungzeitraum läuft vom 23.02.2022-06.06.2036 (Mein Schiff 7) bzw. 30.09.2021-30.11.2036 (Mein Schiff Relax), sowie 30.07.2021-30.04.2038 (InTUItion 2). Mit diesen Maßnahmen und unter den aktuellen Planungsprämissen geht das Management derzeit davon aus, dass die Finanzierung des Unternehmens mindestens bis Dezember 2025 gesichert ist. Die Mein Schiff Flotte von TUI Cruises ist seit Oktober 2016 nach den internationalen Standards für Qualität (ISO 9001) und Umwelt (ISO 14001) sowie seit 2017 für Energie (ISO 50001) zertifiziert. Zuletzt wurde bei der TUI Cruises GmbH Hamburg gemäß DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 im Jahr 2022 ein erfolgreiches Rezertifizierungsaudit durch die Zertifizierungsgesellschaft DNV ohne Abweichungen durchgeführt. Die Mein Schiff Herz hat die Flotte wie geplant im April 2023 verlassen. Das Schiff wurde im Rahmen eines Ratenkaufs am 18. April 2023 an Marella Cruises mit einem Betrag von 142,0 Mio. Euro über eine Laufzeit von zehn Jahren mit vierteljährlichen Tilgungen in Höhe von 6,1 Mio. Euro verkauft. Im Jahr 2023 wurde die Nachrüstung und Nutzung von Landstrom über beide Flotten hinweg weiter ausgeweitet, mit dem Ziel die CO 2-Emissionen zu reduzieren. So wurden die Mein Schiff 1 und die Mein Schiff 5 während ihrer Werftaufenthalte im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich mit Landstromanschlüssen ausgerüstet, die Mein Schiff 2 folgt im Januar 2024 und die Mein Schiff 3 im Jahr 2025. Zudem konnten Schiffe beider Flotten im Sommer 2023 über 50mal in Nordeuropa erfolgreich Landstrom beziehen. TUI Cruises ist weiterhin Mitglied bei der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V. im DRV-Nachhaltigkeitsausschuss sowie beim Branchendialog Tourismus für nachhaltige Entwicklung. Neben den regulären Kreuzfahrten haben beide Marken in 2023 wieder Events auf den Schiffen durchgeführt. So waren es bei der Mein Schiff-Flotte der "Jeckliner 3" (Mein Schiff 4) und zwei "Jubiläums-Full Metal Cruise"-Reisen, die "Full Metal Cruise X" und "Full Metal Cruise X - Part II" (Mein Schiff 4), der 2024 erneut zwei bereits ausverkaufte "Full Metal Cruise"-Reisen folgen werden. Weitere Veranstaltungen waren der "Schlagerliner 2" und die "Kelly Family Cruise", beide auf der Mein Schiff 6. Das Gourmet Event "EUROPA's Beste" fand auf der MS EUROPA zum zweiten Mal seit der Pandemie wieder in Hamburg statt. Die HANSEATIC spirit ist erstmalig "Polarlichter Reisen" im Bottnischen Meerbusen im Winter gefahren. Bereits zum fünften Mal in Folge ist TUI Cruises von der World Media and Events Limited mit dem "World's Best Cruise Spa"-Award ausgezeichnet. Die MS EUROPA und die MS EUROPA 2 wurden in der letzten Ausgabe vom Insight Cruise Guide (früher Berlitz Cruise Guide) erneut als einzige Schiffe mit der Bestnote 5-Sterne bewertet. Ebenfalls wurden die drei Expeditionsschiffe von Hapag-Lloyd Cruises mit der Bestnote 5-Sterne ausgezeichnet. Die TUI Cruises beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 646 Mitarbeiter an den Standorten Hamburg und Berlin sowie 172 aktive Mitarbeiter an Bord (Vorjahr: 608 Mitarbeiter an Land und 192 Mitarbeiter an Bord). Der Anstieg der Mitarbeiter an Land resultiert aus der Neubesetzung von offenen Stellen. An Bord waren zum Stichtag weniger Mitarbeiter beschäftigt, da die Mein Schiff Herz die Flotte in 2023 verlassen hat. Geschäftslage Ertragslage TUI Cruises erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von 1.855,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1.348,9 Mio. Euro (+37,6%) und setzen sich aus dem Kreuzfahrtumsatz in Höhe von 1.395,8 Mio. Euro (Vorjahr 1.336,0 Mio. Euro), davon 1.034,9 Mio. Euro für die Marke Mein Schiff (Vorjahr 1.053,8 Mio. Euro) und 360,9 Mio. Euro für Hapag-Lloyd Cruises (Vorjahr 282,2 Mio. Euro), sowie dem sonstigen Umsatz in Höhe von 459,6 Mio. Euro (Vorjahr 12,8 Mio. Euro) zusammen, davon 383,9 Mio. Euro für die Marke Mein Schiff und 75,7 Mio. Euro für Hapag-Lloyd Cruises. Die Auslastung erhöhte sich auf 98% für die Mein Schiff (Vorjahr 77%) und 74% für die Hapag-Lloyd Cruises Flotte (Vorjahr 62%). Die Tagesraten erhöhten sich auf 179 Euro für die Mein Schiff (Vorjahr 170 Euro) und 737 Euro für die Hapag-Lloyd Cruises Flotte (Vorjahr 663 Euro).
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 45,9 Mio. Euro haben sich gegenüber dem Vorjahr mit 43,7 Mio. Euro im Wesentlichen aufgrund der Versicherungserstattungen und höherer Rückstellungsauflösungen erhöht. Auf der Aufwandsseite stehen den Umsätzen des Jahres 2023 direkt den Schiffen zuordenbare Betriebskosten (Material- und Transportkosten sowie Vermittlungsprovisionen) in Höhe von 1.117,6 Mio. Euro entgegen (Vorjahr 939,1 Mio. Euro). Die Summe setzt sich wie folgt zusammen:
Der Anstieg resultiert gegenüber dem Vorjahr aus der weiter gestiegenen Auslastung der Schiffe. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 300,5 Mio. Euro (Vorjahr 214,5 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen landseitige Aufwendungen für Marketing, Vertrieb, Kommunikation, Personal sowie allgemeine Verwaltungskosten. Der Anstieg resultiert aus dem in 2023 wieder deutlich gewachsenen Geschäft. Neben den gestiegenen Provisionen der Verkaufspartner aufgrund der höheren Auslastung stiegen auch die Marketing- und Vertriebskosten infolge der erfolgreichen Maßnahmen des Jahres 2023. Folglich erzielte TUI Cruises 2023 einen Jahresüberschuss von 349,9 Mio. Euro (Vorjahr Jahresüberschuss von 65,8 Mio. Euro).
Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist von 4.152,8 Mio. Euro auf 4.256,1 Mio. Euro gestiegen. Auf der Aktivseite stellt das Sachanlagevermögen, wesentlich beeinflusst durch die Schiffswerte der beiden Marken Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises sowie der Anlagen im Bau für die drei Schiffsneubauten in 2024 und 2026, mit 3.844,0 Mio. Euro den höchsten Posten dar (Vorjahr 3.889,9 Mio. Euro). Die Vorräte (ohne geleistete Anzahlungen) haben sich aufgrund des gestiegenen Leistungsvolumens im Jahr 2023 auf 57,8 Mio. Euro erhöht (Vorjahr 52,0 Mio. Euro). Die geleisteten Anzahlungen sind geringfügig auf 21,0 Mio. Euro (Vorjahr 21,7 Mio. Euro) gesunken. Die Forderungen reduzierten sich geringfügig auf 9,4 Mio. Euro (Vorjahr 10,2 Mio. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen auf 179,6 Mio. Euro (Vorjahr 43,5 Mio. Euro), welches auf den Verkauf der Mein Schiff Herz zurückzuführen ist. Die Bank- und Kassenbestände verringerten sich auf 119,8 Mio. Euro (Vorjahr 123,7 Mio. Euro). Die Hauptursache für den Rückgang sind die hohen Rückzahlungen von Krediten über insgesamt 627,8 Mio. Euro in 2023, die während der COVID-19-Pandemie, teils bis März 2022, ausgesetzt waren. Positiv haben sich dagegen aufgrund der gestiegenen Auslastung das operative Geschäft und damit auch die Kundenanzahlungen entwickelt (+119 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr). Ziele des Kapitalmanagements der TUI Cruises sind die Sicherung des Geschäftsbetriebes sowie eine kurzfristige, risikolose Anlage der im Unternehmen gehaltenen finanziellen Mittel. Im Vordergrund steht hierbei die Vorgabe, sämtliche künftige Zahlungsverpflichtungen fristgerecht bedienen zu können, sowie die durch den Markt vorgegebene Zinsstrukturkurve bestmöglich auszunutzen, um ein optimales Zinsergebnis zu erzielen. Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 17,7 Mio. Euro hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 11,4 Mio. Euro im Wesentlichen durch den Absicherungsvertrag des Deutschen Reisesicherungsfonds erhöht. Auf der Passivseite der TUI Cruises GmbH weist das Stammkapital, das aus der Summe aller Anteile der Gesellschafter gebildet wird, einen Wert von 25.000 Euro auf, die den Gläubigern der Gesellschaft als Haftungssumme zur Verfügung stehen. Die Kapitalrücklage in Höhe von 642,4 Mio. Euro (Vorjahr 642,4 Mio. Euro) enthält Einlagen der Gesellschafter. Der Verlustvortrag verringerte sich von 636,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 auf 571,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023. Es zeigt sich ein Bilanzverlust von 221,1 Mio. Euro. Als Folge ist die Eigenkapitalquote von 1,7% auf 9,9% gestiegen. Im Ergebnis erhöhte sich das Eigenkapital um 349,9 Mio. Euro auf 421,3 Mio. Euro (Vorjahr 71,4 Mio. Euro). Dies ist auf die Erhöhung des Jahresüberschusses in Höhe von 284,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr sowie auf den Gewinnvortrag in Höhe von 65,8 Mio. Euro zurückzuführen. Die Rückstellungen sind insbesondere aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit auf 199,3 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr 164,9 Mio. Euro). In diesem Betrag enthalten sind die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 20,0 Mio. Euro (Vorjahr 19,5 Mio. Euro), die im Zuge der Hapag-Lloyd Cruises-Akquisition im Jahr 2020 übernommen wurden, sowie 22,5 Mio. Euro für die mögliche Rückzahlung aus der November-/Dezemberhilfe (Wirtschaftshilfe des Bundes zur Unterstützung der Unternehmen, die von den Schließungen ab 2. November 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen waren). Der Anstieg der Rückstellungen ist zurückzuführen auf die höheren Provisionsrückstellungen für Agenturen mit 29,0 Mio. Euro (Vorjahr 20,1 Mio. Euro), Reparaturrückstellungen für die Schiffe mit 15,4 Mio. Euro (Vorjahr 10,5 Mio. Euro), Hafenkosten mit 23,2 Mio. Euro (Vorjahr 18,5 Mio. Euro) und Marketingmaßnahmen mit 7,2 Mio. Euro (Vorjahr 3,6 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten und der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt 3.635,5 Mio. Euro sind gesunken (Vorjahr 3.916,5 Mio. Euro). Hauptursache hierfür sind die Rückzahlungen der Kredite über insgesamt 637,8 Mio. Euro, insbesondere seit April 2022 nach Ablauf der Stundung von Neubaukrediten. Positiv haben sich dagegen aufgrund des angestiegenen operativen Geschäftes die Kundenanzahlungen entwickelt, und sich um 119,0 Mio. Euro auf 570,6 Mio. Euro erhöht (Vorjahr 451,6 Mio. Euro). Details zu den Finanzierungsmaßnahmen und Sicherung der Liquidität können den Erläuterungen zum Geschäftsverlauf entnommen werden. Gesamtwürdigung der Geschäftsführung Die Geschäftsleitung beurteilt das Geschäftsjahr insgesamt als sehr positiv. Das Jahr 2023 war nicht mehr durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Bis April 2023 haben alle zwölf Schiffe der Flotte Kreuzfahrtreisen angeboten. Im April 2023 wurde dann die Mein Schiff Herz planmäßig verkauft. Die Auslastungen und Tagesraten haben sich in 2023 wieder sehr positiv entwickelt und liegen nun wieder auf dem Niveau von 2019 (vor der COVID-19-Pandemie). In der Spitze lag die Auslastung bei der Mein Schiff Flotte im Geschäftsjahr 2023 bei über 100% und bei der Hapag-Lloyd Cruises Flotte bei über 80%. Die Tagesraten erreichten erneut Höchstwerte von über 200 Euro bei der Mein Schiff Flotte und über 700 Euro für die Hapag-Lloyd Cruises-Flotte, insbesondere in den Sommermonaten. Die Buchungseingänge entwickeln sich sehr positiv und erreichen für die Marke Mein Schiff historische Werte. Die Vorjahresprognosen zu den finanziellen Leistungsindikatoren sieht die Geschäftsführung damit als erfüllt bzw. aufgrund des erfolgreichen Geschäfts als überfüllt an. TUI Cruises ist seit dem Kauf von Hapag-Lloyd Cruises in 2020, aufgrund des breiteren Angebotes sowie durch die Erfahrungen in den schwierigen Jahren 2020 bis 2022 noch besser im Markt positioniert, und mit den verschiedenen Finanzierungsinstrumenten auf die weiteren Herausforderungen in 2024 und den Folgejahren gut vorbereitet. Aufgrund der Erfahrungen in der Pandemie ist das Unternehmen in der Lage, auf mögliche Reise- & Quarantänebeschränkungen aber auch deren Lockerungen schnell zu reagieren. 3) Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognosebericht Der Internationale Währungsfonds berichtet in seinem "World Economic Outlook / Oktober 2023", dass ein weltweites Wirtschaftswachstum im Kalenderjahr 2023 von 3,0% erwartet wird und die Steigerung in 2024 bei 2,9% liegen soll. Die Aussichten von TUI Cruises für die kommenden Jahre werden weiterhin als positiv eingeschätzt. 2022 stellte ein Übergangsjahr dar und seit Sommer 2022 erzielte TUI Cruises stetig steigende Umsätze und Ergebnisse, die sich im Geschäftsjahr 2023 auf das Niveau des Jahres 2019 bewegt haben. Eine weitere positive Entwicklung wird auch in den Folgejahren erwartet. Die Gesellschaft arbeitet fortwährend daran, sowohl die Kosten als auch die Raten und die Auslastung zu optimieren. Insbesondere bei der Kostenreduzierung werden Synergieeffekte aus der Fusion mit Hapag-Lloyd Cruises dieses Ziel unterstützen. Die Buchungszahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 entwickeln sich weiterhin positiv. So erreichten die Buchungszahlen der Mein Schiff Flotte in den ersten Wochen des Jahres 2024 ein historisch gutes Niveau. Die Buchungseingänge sind mittlerweile nicht mehr überwiegend kurzfristig, sondern liegen mit einem steigenden Anteil im Mittelfristbereich (Reisebeginn 6 Monate nach Buchung oder später). Die Buchungslage für den Sommer 2024 ist gut. Die Gesellschaft rechnet weiterhin mit einem deutlichen Anstieg des Geschäftes, sowie im Geschäftsjahr 2024 wieder mit Auslastungen auf dem Niveau des Jahres 2019, bei höheren Raten (Auslastung 2023 Mein Schiff 98% und Hapag-Lloyd Cruises 74% gegenüber 2019: 100% Mein Schiff Flotte, 79% Hapag-Lloyd Cruises Flotte / Rate 2023 Mein Schiff Flotte: 179 Euro und Hapag-Lloyd Cruises Flotte: 737 Euro gegenüber 2019: 172 Euro Mein Schiff Flotte, 636 Euro Hapag-Lloyd Cruises Flotte). Nach der Markteinführung der sechs Neubauten der Mein Schiff Flotte zwischen 2014 und 2019, plant TUI Cruises die Erweiterung der Mein Schiff Flotte. Die Auslieferung eines weiteren Schwesterschiffes von der Meyer Werft in Turku ist für das Jahr 2024 geplant. Zwei weitere Schiffe aus einer neuen Baureihe werden voraussichtlich Ende 2024 und 2026 von den Fincantieri Shipyards ausgeliefert. Ende 2022 begann die Buchungsperiode für den Neubau Mein Schiff 7. Die Buchungen für den ersten italienischen Neubau (Mein Schiff Relax) begannen im Oktober 2023. Die Schiffe werden Mitte 2024 (Mein Schiff 7) bzw. Ende 2024 oder Anfang 2025 (Mein Schiff Relax) ausgeliefert. Die Mein Schiff 7 wird ausschließlich als MGO (Marine Gasöl)-Schiff konzipiert sowie vorbereitet, um perspektivisch emissionsarmes und klimafreundliches Methanol (sog. grünes Methanol) bunkern und nutzen zu können. Darüber hinaus wird die Mein Schiff 7 in den Bereichen Abwasserbehandlung und Abfallmanagement weitere umwelttechnologische Innovationen aufweisen. Als leitendes Prinzip für das Design, die Konstruktion und den Bau der Mein Schiff Relax und InTUItion 2 gilt, wie auch bei den vorherigen Neubauten der Flotte, maximale Energieeffizienz sowie Nachhaltigkeit. Die beiden neuen Flottenmitglieder aus Italien werden die ersten LNG-Schiffe der TUI Cruises Flotte sein, welche auch mit umweltfreundlichem Bio/E-LNG-Treibstoff betrieben werden können. Der aktuelle Planumsatz in 2024 liegt erstmals in der Unternehmenshistorie über 2 Mrd. Euro. Es wird damit gerechnet, dass die Steigerung der den Umsätzen der Schiffe direkt zurechenbare Betriebskosten etwas geringer ausfällt. Die Steigerung der Kosten für Vertrieb, Marketing und Verwaltung wird deutlich geringer ausfallen. Auf Basis der geplanten Entwicklungen wird für 2024 ein Jahresüberschuss von ca. 450 Mio. Euro erwartet. Risiko- und Chancenbericht Grundsätze des Risikomanagements Risiken resultieren ursachenbezogen aus der Unsicherheit zukünftiger Ereignisse und schlagen sich wirkungsbezogen in der Möglichkeit negativer Abweichungen von einer festgelegten Zielgröße nieder. Gemäß dem finanzwirtschaftlichen Unternehmensziel sind finanzielle Risiken zu begrenzen. Risiken werden dabei mit Eintrittswahrscheinlichkeiten und Netto-Risiken bewertet, und ergeben daraus dann die Risikohöhe und somit eine Gewichtung der Risiken für das Unternehmen. Die Berichterstattung erfolgt an die Gesellschafter von TUI Cruises, sofern wesentliche Risiken bestehen. Allen Sicherungsgeschäften (Treibstoff, Fremdwährung, Zins) liegen grundsätzlich entsprechend bilanzierte oder zukünftige Grundgeschäfte zugrunde. Die Erfassung, Bewertung und Berichterstattung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte erfolgten durch die TUI AG im Auftrag und auf Rechnung von TUI Cruises. Marktrisiken Zur Vermeidung des Risikos einer ausbleibenden Kundennachfrage werden entsprechende Verkaufs- und Marketingstrategien entwickelt, sowie Meetings der Geschäftsführung mit den beteiligten Fachbereichen zur Auslastungssteuerung durchgeführt (mittleres Risiko). Bei TUI Cruises entstehen finanzwirtschaftliche Risiken hauptsächlich durch Zahlungsströme in Fremdwährungen, Treibstoffbedarf (Treibstoff und Bunkeröl) und Zinsen. Zur Begrenzung der Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen sowie von Marktpreisen für die Grundgeschäfte setzt TUI Cruises außerbörslich gehandelte derivative Finanzinstrumente ein, vor allem Festpreisgeschäfte (z. B. Termingeschäfte und Swaps) (mittleres Risiko). Das Restrisiko beschränkt sich auf den ungesicherten Anteil, steigende Marktpreise führen zu höheren Kosten, einer geringeren Marge sowie einem niedrigeren Net Cash Flow. Diese Transaktionen werden zu marktüblichen Bedingungen mit erstklassigen Kontrahenten mit hoher Bonität abgeschlossen, die im Finanzsektor tätig sind und deren Kontrahentenrisiko regelmäßig überwacht wird (geringes Risiko). Der Einsatz von Derivaten ist bei TUI Cruises erlaubt, wenn ihnen bilanzierte Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, vertragliche Ansprüche oder Verpflichtungen bzw. geplante Transaktionen zugrunde liegen. Hierzu zählt insbesondere die Reduzierung des Fremdwährungsrisikos geplanter Transaktionen. Die Absicherung von erwarteten Transaktionen in Fremdwährung erfolgt durch Devisentermingeschäfte. Zur Absicherung externer Preisrisiken bei Rohstoffen werden Preissicherungsinstrumente in Form von Festpreisswaps eingesetzt. Die bestehenden Kredite sind überwiegend mit Zinsswaps oder fixen Zinssätzen abgesichert, um das Risiko variabler Zinssätze zu minimieren (hohes Risiko). Das Zinsänderungsrisiko der TUI Cruises resultiert aus mittel- und langfristigen Finanzschulden, die sowohl fest als auch variabel verzinst sind. Die Gesellschaft steuert das Risiko durch einen Mix aus festverzinslichen und variabel verzinslichen Krediten sowie durch den Einsatz von Forward-Zinsswaps. Zum 31.12.2023 bestanden Grundgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung mit Laufzeiten von bis zu zwei Jahren (Vorjahr: bis zu zwei Jahre). Die Laufzeiten der geplanten Grundgeschäfte zur Absicherung von Preisrisiken bei Rohstoffen betragen zwei Jahre (Vorjahr: zwei Jahre). Die Laufzeiten der Zinsswaps betragen bis zu zwölf Jahre (geringes Risiko). Aufgrund der besonderen Situation in den letzten Jahren hat TUI Cruises seinen Bedarf an Bunker für das kommende Geschäftsjahr mit 67% (normalerweise 80%) durch Commodity-Swap-Geschäfte gesichert. Der Bedarf an US-Dollar ist für das kommende Geschäftsjahr mit 60% (normalerweise 60%) durch Devisentermingeschäfte gesichert. Hiermit wird neben Bunkerkosten üblicherweise ein signifikanter Teil der operativen Kosten in US-Dollar gedeckt (hohes Risiko). TUI Cruises berichtet monatlich an die TUI AG über den aktuellen und geplanten Fremdwährungs- und Treibstoffbedarf (Treibstoff und Marinegasöl). Basierend auf dem Risikoprofil, dem Sicherungsplan und den Monatsberichten von TUI Cruises wird in Abstimmung mit den beiden Gesellschaftern die Sicherungsstrategie festgelegt, die die Grundlage für das Sicherungsportfolio aus derivativen Finanzinstrumenten bildet. Die Planung sieht vor, im Laufe des Jahres 2024 wieder die üblichen Sicherungsquoten zu erreichen (mittleres Risiko). Bedingt durch den Krieg Russlands in der Ukraine werden auch in 2024 Anläufe in St. Petersburg durch andere Häfen ersetzt. Infolge der Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer werden zudem zwei Schiffe im Frühjahr den Umweg um Afrika nehmen. Aufgrund der mobilen Assets kann flexibel umgeroutet werden, gegebenenfalls auch in ganz andere Zielgebiete. Ein Verfügbarkeitsrisiko des Kraftstoffs sieht die Gesellschaft nicht, da in großen Häfen gebunkert wird. Das erhöhte Preisrisiko soll durch Hedging-Maßnahmen, einen noch deutlicheren Fokus auf Reduktion des Treibstoffverbrauches (z.B. mit schonender Geschwindigkeit) und Kosteneinsparungen an anderer Stelle weitestgehend kompensiert werden. Wegbrechende russische Kunden sind kein Problem, da der Quellmarkt in DACH ist. Mögliche zukünftige Anforderungen an Treibstoffe, etc. sind aufgrund des relativen jungen Alters der Schiffe aus Sicht der Gesellschaft ein geringes Risiko. Risiken bei der Finanzierung schätzt die Gesellschaft ebenfalls als ein gering ein, da die kommenden Neubauten bereits bei Bestellung finanziert wurden und sich TUI Cruises Bonität nach der Pandemie wieder deutlich erholt hat. Kreditrisiken Das Kreditrisiko bei nicht-derivativen Finanzinstrumenten resultiert aus dem Risiko, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Das Kreditrisiko wird durch die strengen Anforderungen an die Bonität der Kontrahenten minimiert. Die Kreditrisiken werden bei Vertragsabschluss genau geprüft und danach kontinuierlich überwacht, um auf eine Herabstufung der Bonität des Kontrahenten schnell reagieren zu können. Soweit möglich, werden im Rahmen des Kreditrisikomanagements mit den Geschäftspartnern Sicherheiten vereinbart, um das Kreditrisiko zu reduzieren. Bankgarantien werden als Sicherheiten akzeptiert (geringes Risiko). Es bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken durch Engagements gegenüber Geschäftspartnern (geringes Risiko). Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und daraus resultierenden Erhöhungen der Refinanzierungskosten. Wesentliche Ziele des internen Liquiditätsmanagements von TUI Cruises sind daher die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft, die konsequente Einhaltung der vertraglichen Zahlungsverpflichtungen sowie die Optimierung der Kostensituation. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wird über eine Liquiditätsplanung ermittelt und durch liquide Mittel gedeckt, so dass die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gewährleistet ist (mittleres Risiko). Bei Abweichungen von dieser Planung besteht die Möglichkeit, die nicht gezogenen Kreditlinien in Anspruch zu nehmen. Kurzfristig werden auch veränderte Zahlungsziele vereinbart. Weitere Risiken Im Rahmen der Nachhaltigkeit sowie der Umwelt- und Klimadiskussionen investiert TUI Cruises im Schiffsbetrieb permanent in die Verringerung von Emissionen und Optimierungen von Treibstoffverbräuchen (geringes Risiko). Aufgrund weltweit zunehmender Cyber-Kriminalität und Regelungen (z.B. EU-DSGVO) handelt es sich hier um ein dynamisches Risiko. Die Gesellschaft achtet darauf, dass alle bestehenden und künftigen IT-Systeme nach dem Prinzip "Secure by Design" ausgestaltet werden, so dass das Risiko einer Schadensanfälligkeit effektiv gesteuert wird, der Benutzerzugang ausreichend kontrolliert wird und Mitarbeiter geeignete Schulungsmaßnahmen durchlaufen, um ihr Bewusstsein für IT-Sicherheitsrisiken zu schärfen. Alle externen Geräte werden fortlaufend überprüft, getestet und Protokollaufzeichnungen werden ständig überwacht, um potenzielle Gefahren umgehend zu identifizieren. Kontinuierliche Verbesserungen werden dank gewonnener Erkenntnisse aus realen oder simulierten Cyber-Angriffen realisiert (hohes Risiko). Chancen Ergebnischancen für das neue Geschäftsjahr 2024 liegen vor allem bei den Reisen mit einer bereits guten Auslastung der beiden Marken Mein Schiff sowie Hapag-Lloyd Cruises im Sommer 2024. Alle Schiffe weisen in Umfragen eine hohe Kundenzufriedenheit und Weiterempfehlungsrate aus, speziell die Hapag-Lloyd Cruises-Flotte lag hier auf historischem Niveau. Mit der Übernahme des Luxus- und Expeditionssegments von Hapag-Lloyd Cruises bedient TUIC Cruises neue Zielgruppen, und ist damit variabler sowie flexibler in seinem Angebot von Hochseekreuzfahrten. Damit ergeben sich für die Zukunft entsprechende Marktchancen, um in weiteren Märkten in Europa zu wachsen (hohe Chance). Die Expeditionsflotte besteht aus drei neuen Schiffen und bietet, für den auf dem Markt ohnehin schon hohen Stellenwert der alten Expeditionsschiffe von Hapag-Lloyd Cruises, weitere Chancen für verbesserte Raten und Auslastungen (hohe Chance). Eine schnellere oder die Erwartungen übertreffende Erhöhung der Nachfrage nach Reisen würde sich positiv auf die Umsatz- und Ergebnisprognose von TUI Cruises auswirken (hohe Chance). Gesamtwürdigung der Geschäftsführung Die Geschäftsführung sieht die Prognose für das kommende Geschäftsjahr zuversichtlich. Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund der Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von der Prognose abweichen. In der Gesamtschau beurteilt die Geschäftsführung die Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr sowie für das kommende Geschäftsjahr als händelbar. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Risiken keine Auswirkungen auf den Fortbestand der TUI Cruises haben.
Hamburg, 11. März 2024 Wybcke Meier, Vorsitzende der Geschäftsführung, Chief Executive Officer Frank Kuhlmann, Kaufmännischer Geschäftsführer, Chief Financial Officer Bilanz zum 31. Dezember 2023TUI Cruises GmbH, HamburgAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenDie TUI Cruises GmbH (TUI Cruises, TUIC) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB mit Sitz in Hamburg, Heidenkampsweg 58. Die Gesellschaft ist registriert beim Handelsregister, Amtsgericht Hamburg (HRB 105222). Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Alle notwendigen Davon-Vermerke werden im Anhang angegeben. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Eine Pflicht zur Erstellung eines HGB-Konzernabschlusses besteht nach § 296 Abs. 2 HGB nicht, da das Tochterunternehmen von TUI Cruises von untergeordneter Bedeutung ist. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert, denen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde liegen. Daneben werden gemäß § 255 Abs. 1 Satz 1 und 2 HGB Anschaffungsnebenkosten aktiviert, die dazu bestimmt sind, den Vermögensgegenstand zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Zugänge zum Anlagevermögen wurden pro rata temporis linear abgeschrieben. Software und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der einzelnen Flottenmitglieder sowie deren Schrottwert, welcher 15% der Anschaffungskosten beträgt, zeigt die folgende Abbildung auf:
Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 Euro und bis zu 1.000 Euro betragen, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG in einem jährlichen Sammelposten erfasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. In Ausübung des Wahlrechts nach § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden alle Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes verwendet wird, in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Anlagen im Bau beinhalten geleistete Anzahlungen für die in Auftrag gegebenen Schiffsneubauten. Die Anzahlungen werden nach Baufortschritt geleistet. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Das Wahlrecht der Abschreibung auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung findet keine Anwendung. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Marktwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Unter den Aufwendungen für noch nicht beendete Reisen wurden die bis zum Bilanzstichtag entstandenen direkten Kosten für Kreuzfahrten, die erst nach dem Bilanzstichtag enden werden, aktiviert und gegebenenfalls Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden nicht von den Aufwendungen für noch nicht beendete Reisen abgesetzt. Die geleisteten Anzahlungen für zukünftige Reisen wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände, geleistete Anzahlungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu den Nennwerten angesetzt und Ausfallrisiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet und mit einem Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) abgezinst. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB wird für Altersversorgungsverpflichtungen der Rückstellungsbetrag ermittelt, der sich bei Diskontierung der künftigen Leistungen mit dem durchschnittlichen restlaufzeitadäquaten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt. In Höhe des Unterschiedsbetrages (0,3 Mio. Euro) zu der Rückstellung mit dem Marktzins bei zehnjähriger Durchschnittsbildung besteht eine Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 HGB), sofern keine freien Rücklagen zur Verfügung stehen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % (Vorjahr 1,0 %) zugrunde gelegt, sowie eine altersspezifische Fluktuation in Höhe von 0,0 % - 8,0 % (Vorjahr 0,0 % - 8,0 %) unterstellt. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Zur Abmilderung des Risikos aus Wechselkursänderungen wurde der zukünftige Bedarf an US-Dollar durch Devisentermingeschäfte gesichert, deren Bewertung zum Stichtagskurs einen negativen Zeitwert von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr positiv 3,0 Mio. Euro) aufweist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen (eingekaufte Lieferungen und Leistungen in US-Dollar) wurden in einem Umfang von 357,0 Mio. US-Dollar (Vorjahr 191,1 Mio. US-Dollar) in eine Bewertungseinheit einbezogen. Unterjährig führten die Sicherungsgeschäfte zu einem positiven Ergebnis in Höhe von 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 8,5 Mio. Euro). Die Laufzeit der in der Bewertungseinheit zusammengefassten Grund- und Sicherungsgeschäfte beträgt bis zu zwei Jahre. Um das Risiko aus Preisschwankungen der Treibstoffe zu minimieren, wurden Commodity-Swapgeschäfte abgeschlossen, die zum Bilanzstichtag einen negativen Zeitwert von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr positiv 0,7 Mio. Euro) aufweisen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen (Betankungen der Schiffsflotte mit Treibstoff) wurden mit einem Volumen von 223,5 Kilotonnen (Vorjahr 97,1 Kilotonnen) abgesichert. Die Höhe der abgesicherten Risiken beträgt 101,6 Mio. Euro (Vorjahr 48,7 Mio. Euro). Unterjährig führten die Sicherungsgeschäfte zu einem positiven Ergebnis in Höhe von 4,8 Mio. Euro (Vorjahr 15,3 Mio. Euro). Die Laufzeit der in der Bewertungseinheit zusammengefassten Grund- und Sicherungsgeschäfte beträgt bis zu zwei Jahre. Bei den Devisentermingeschäften und Commodity-Swapgeschäften handelt es sich um Portfolio Hedges, da homogene Risiken zusammengefasst und durch Abschluss eines oder mehrerer Sicherungsgeschäfte gegen das zugrundeliegende Risiko abgesichert werden. Weitere Ausführungen zu Sicherungsquoten im Berichtsjahr finden sich im Lagebericht unter dem Abschnitt "Risiko und Chancenbericht". Des Weiteren wurden Zinsswaps und Zinsfloors abgeschlossen, um das Risiko variabler Zinssätze von Schiffdarlehen zu reduzieren. Die abgesicherte Verbindlichkeit wurde mit insgesamt 316,3 Mio. Euro (Vorjahr 395,2 Mio. Euro) in die Bewertungseinheiten einbezogen. Zum Stichtag weisen die Sicherungsgeschäfte in Summe einen positiven Zeitwert von 11,8 Mio. Euro (Vorjahr 22,0 Mio. Euro) auf. Bei den Zinsswaps liegen Micro Hedges vor, da das aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierende Risiko durch ein einzelnes Sicherungsgeschäft abgesichert wird (1:1-Sicherungsbeziehung). Die Restlaufzeiten der Zinsswaps liegen zwischen drei und zehn Jahre. Für die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wurde die Einfrierungsmethode angewandt. Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko werden daher in der Höhe und für den Zeitraum der Risikokompensation bilanziell nicht berücksichtigt. Ein per Saldo aus einer Bewertungseinheit verbleibender Verlust wird imparitätisch in einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird mittels der Dollar-Offset-Methode ermittelt. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designierungszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Zur rechnerischen Ermittlung des Betrags der bisherigen Unwirksamkeit wird ebenfalls die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Ineffektivitäten werden erfasst, wenn sich aus den kumulierten Wertänderungen der Grundgeschäfte und den kumulierten Wertänderungen der Sicherungsinstrumente per Saldo ein Nettoverlust ergibt. In diesem Fall wird in Höhe des Nettoverlusts eine Drohverlustrückstellung gebildet. Eine Gewinnspitze bleibt unberücksichtigt. Ebenfalls werden Sicherungsgeschäfte, welche sich aufgrund von hohen erwarteten Ineffektivitäten in keiner Bewertungseinheit befinden und einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, in einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Die beizulegenden Zeitwerte werden mithilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt. Hierzu zählt z.B. die Discounted-Cash-Flow-Methode (Barwertverfahren). Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven, Wechselkurse und Commodity-Preise die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar. Zum Bilanzstichtag belief sich die Rückstellung für drohende Verluste insgesamt auf 4.705.280 Euro (Vorjahr: 4.342.751 Euro). Langfristige Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den getätigten Abschreibungen. Dem gegenüberstehen die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau für die anstehenden Neubauten in Höhe von 193,4 Mio. Euro. Die Mein Schiff Herz wurde im April 2023 an Marella Cruises in Höhe von 142,0 Mio. Euro verkauft. In 2023 wurden Fremdkapitalzinsen auf Anlagen im Bau in Höhe von 10,8 Mio. Euro aktiviert. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet eine 100-prozentige Beteiligung an der TUI Cruises MS Mein Schiff Ltd., Valletta, Malta, mit einem Buchwert von 1.165 Euro. Für das Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 36.730 Euro aus. Das Eigenkapital betrug 386.232 Euro. Weiterhin beinhaltet das Finanzanlagevermögen eine 100-prozentige Beteiligung an der UK Cruise Charter 1 Ltd., Monrovia, Liberia, mit einem Buchwert von 438 Euro. Für das Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 162.845 Euro aus. Aufgrund möglicher Nachwirkungen der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation und dem damit verbundenen Zinsanstieg wurde für jedes der Schiffe ein Wertminderungstest durchgeführt. Es ergab sich keine Notwendigkeit einer Wertminderung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Verkauf der Mein Schiff Herz an Marella Cruises in Höhe von 139,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,0 Mio Euro), davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 11,4 Mio. Euro, mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren in Höhe von 45,7 Mio. Euro und mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 81,9 Mio. Euro. Des Weiteren sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Beträge in Höhe von 4,0 Mio. Euro (Vorjahr 2,3 Mio. Euro) ausgewiesen, die Steuersachverhalte betreffen. Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Flüssige Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) Von den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen flüssigen Mitteln in Höhe 119,8 Mio. Euro (Vorjahr: 123,7 Mio. Euro) unterliegen 18,9 Mio. Euro einer Verfügungsbeschränkung (zum 31. Dezember 2022: 70,1 Mio. Euro). TUI Cruises hat seit November 2022 mittelbar über eine Hausbank eine Bürgschaft zur Pauschalreiseinsolvenzabsicherung in Höhe von 75,7 Mio. Euro (Vorjahr: 70,1 Mio. Euro) an den DRSF (Deutschen Reisesicherungsfonds) gestellt (bis Oktober 2022 in Höhe von 38,5 Mio. Euro). Der hierfür gewährte Avalkredit in Höhe von 75,7 Mio. Euro kann von TUI Cruises jederzeit mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Eigenkapital Der Bilanzverlust von 221,1 Mio. Euro (Vorjahr: Bilanzverlust 571,1 Mio. Euro) beinhaltet den Jahresüberschuss von 349,9 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss 65,8 Mio. Euro) und den Verlustvortrag von 571,1 Mio. Euro. Sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr erfolgten keine Ausschüttungen an die Gesellschafter. Die Hanseatic Tours wurde in 2022 im Rahmen einer Verschmelzung durch Aufnahme gemäß § 2 Nr. UmwG in Verbindung mit §§ 46 ff. UmwG zu Buchwerten gemäß §24 UmwG auf die TUI Cruises GmbH verschmolzen. Die Gewinnrücklage in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr 0,1 Mio. Euro) enthält die Gewinnrücklagen aus der Verschmelzung. Die Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 642,4 Mio. Euro (Vorjahr 642,4 Mio. Euro) enthält die Einlagen der Gesellschafter. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von 176,6 Mio. Euro (Vorjahr 145,4 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr 4,3 Mio. Euro), für Provisionsrückstellungen in Höhe von 29,0 Mio. Euro (Vorjahr 20,1 Mio. Euro), Rückstellungen für fehlende Flugrechnungen und Leerplatzrisiken in den ersten Monaten des Jahres 2024 in Höhe von 6,7 Mio. Euro (Vorjahr 9,5 Mio. Euro), Schiffsinstandhaltungsrückstellungen in Höhe von 15,5 Mio. Euro (Vorjahr 10,5 Mio. Euro), Rückstellungen für Hafenanläufe in Höhe von 23,2 Mio. Euro (Vorjahr 18,5 Mio. Euro) sowie Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Bezug auf die Huthi-Angriffe im Roten Meer und der Umfahrt des afrikanischen Kap der guten Hoffnung in Höhe von 6,4 Mio. Euro. Des Weiteren sind Rückstellungen für die erwartete Rückzahlung der im August 2021 erhaltenen November-/ Dezemberhilfe in Höhe von 22,5 Mio. Euro (Vorjahr 22,5 Mio. Euro) enthalten. Anleihe TUI Cruises hat im Mai 2021 eine Anleihe mit einem Nominalwert von 300 Mio. Euro begeben, gefolgt von einem Nachtrags-Angebot im Oktober 2021 in Höhe von 223,5 Mio. Euro. Sowohl die Anleihe als auch das Nachtrags-Angebot werden mit 6,5% verzinst und haben eine Laufzeit von 5 Jahren. Das Nachtrags-Angebot wurde mit einer Prämie in Höhe von 2,25% (5,0 Mio. Euro) ausgegeben, für welche ein passiver Abrechnungsposten gebildet wurde. Dieser Betrag wird über die Laufzeit abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 besteht ein Betrag von 2,6 Mio. Euro. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich im Geschäftsjahr um 409,4 Mio. Euro. Dies ist begründet in der planmäßigen Rückzahlung der Schiffskredite, des KfW-Kredits sowie des Term Loans in einer Gesamthöhe von 489,2 Mio. EUR sowie den vertraglichen vereinbarten Cash Sweep Zahlungen von 31,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr. Dem entgegen steht das "Pre-Delivery-Financing" der bei Meyer Turku und Fincantieri in Auftrag gegebenen Neubauten in Höhe von 146,9 Mio. EUR sowie die Inanspruchnahmen der Revolving Credit Facility in Höhe von 60,0 Mio EUR. Letztere wurden jedoch durch spätere Rückzahlung von insgesamt 97,0 Mio. EUR wieder ausgeglichen. Für die Verbindlichkeiten der TUI Cruises GmbH liegen Kreditsicherungsgarantien von einer dritten Partei in Höhe von 1,8 Mio. Euro vor. Des Weiteren liegen Hypotheken für die Schiffe vor, die die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besichern. Im Zuge der Finanzierung der HANSEATIC nature und HANSEATIC inspiration wurde die MS EUROPA als zusätzliche Sicherheit verwendet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 zeigt der folgende Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten davon gegenüber Gesellschafter 5,1 Mio. Euro (10,2 Mio. Euro). Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen handelt es sich um Kundenanzahlungen für zukünftige Reisen. 466,5 Mio. Euro (Vorjahr 348,7 Mio. Euro) betreffen das folgende Kalenderjahr, weitere 104,1 Mio. Euro (Vorjahr 102,9 Mio. Euro) betreffen die darauffolgenden Kalenderjahre. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Konzessinären in Höhe von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr 6,1 Mio. Euro). Des Weiteren sind hier Beträge in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,8 Mio. Euro), die auf Lohnsteuern entfallen, enthalten.
* Ausgewiesen als Buchwerte IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden mit der Veranstaltung von Hochseekreuzfahrten erzielt und nahezu ausschließlich über den deutschsprachigen Markt generiert. Die Umsatzerlöse in Höhe von 1.855,3 Mio. Euro (Vorjahr 1.348,8 Mio. Euro) setzen sich aus dem Kreuzfahrtumsatz in Höhe von 1.395,8 Mio. Euro (Vorjahr 1.336,0 Mio. Euro), davon 1.034,9 Mio. Euro für die Marke Mein Schiff (Vorjahr 1.053,8 Mio. Euro) und 360,9 Mio. Euro für Hapag-Lloyd Cruises (Vorjahr 282,2 Mio. Euro), sowie dem sonstigen Umsatz in Höhe von 459,6 Mio. Euro (Vorjahr 12,8 Mio. Euro) zusammen, davon 383,9 Mio. Euro für die Marke Mein Schiff und 75,7 Mio. Euro für Hapag-Lloyd Cruises. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 45,9 Mio. Euro (Vorjahr 43,6 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von 6,0 Mio. Euro (Vorjahr 3,4 Mio. Euro) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 25,2 Mio. Euro (Vorjahr 17,4 Mio. Euro). Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,3 Mio. Euro enthalten (Vorjahr 0,3 Mio. Euro). Des Weiteren sind hier Erträge aus dem Verkauf der Mein Schiff Herz in der Höhe von 5,3 Mio. Euro enthalten. Erträge/Verluste aus Kursveränderungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr 14,9 Mio. Euro). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro) enthalten. Materialaufwand In den Material- & Transportaufwendungen in Höhe von 964,6 Mio. Euro (Vorjahr 829,1 Mio. Euro) sind Aufwendungen für Crewing, Flugkosten, Treibstoff, Verpflegung und diverse weitere operative Kosten für den Schiffsbetrieb enthalten. Weiterhin sind Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 43,7 Mio. Euro enthalten (Vorjahr 41,4 Mio. Euro). Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung in Höhe von 9,1 Mio. Euro (Vorjahr 8,9 Mio. Euro) sind Zahlungen im Rahmen der Altersversorgung sowie Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der ehemaligen Hapag-Lloyd Cruises-Mitarbeiter in Höhe von 0,5 Mio. Euro enthalten (Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich auf einen Betrag von 104,8 Mio. Euro (Vorjahr 104,4 Mio. Euro). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 300,5 Mio. Euro (Vorjahr 214,5 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen landseitige Aufwendungen für Marketing, Vertrieb, Kommunikation, Personal sowie allgemeine Verwaltungskosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,1 Mio. Euro enthalten (Vorjahr 0,1 Mio. Euro). Periodenfremde Aufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,3 Mio. Euro) angefallen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge belaufen sich auf 12,6 Mio. Euro (Vorjahr 0,3 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Zinsen für Guthaben auf den Girokonten zurückzuführen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen 120,5 Mio. Euro (Vorjahr 115,0 Mio. Euro). Der Anstieg im Geschäftsjahr ist im Wesentlichen auf aktivierte Fremdkapitalkosten für die Schiffe Mein Schiff 7, InTUItion 1 und InTUItion 2 sowie erhöhte Zinszahlungen für die Kredite zurückzuführen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten auch die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen der ehemaligen Hapag-Lloyd Cruises-Mitarbeiter in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,3 Mio. Euro). Steueraufwendungen und -erträge Das Ergebnis der Gesellschaft unterliegt fast ausschließlich der deutschen Ertragsbesteuerung unter Anwendung der pauschalen Gewinnermittlung nach der Tonnage gem. § 5a EStG. Der kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 32,1%. Er setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15%, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,5% sowie Gewerbesteuersätzen von 16,45% bzw. 14,35% in Abhängigkeit von den Hebesätzen der Gemeinden, in denen die Gesellschaft Betriebsstätten unterhält. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern richtet sich nach den in den jeweiligen Jurisdiktionen anwendbaren Gesetzen und sonstigen Vorschriften. Für die Teile des Ergebnisses der Gesellschaft, die nicht von der pauschalen Gewinnermittlung umfasst sind, sind in den Jahren seit 2020 steuerliche Verlust- und Zinsvorträge entstanden. Die Verlustvorträge belaufen sich per 31.12.2023 auf 13,0 Mio. Euro (Körperschaftsteuer) bzw. 14,1 Mio. Euro (Gewerbesteuer). Der Zinsvortrag zum 31.12.2023 beträgt 20,0 Mio. Euro. Aus diesen Verlust- und Zinsvorträgen sowie aus verschiedenen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ergeben sich insgesamt erhebliche zukünftige Steuerentlastungen. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, diese als aktive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen, keinen Gebrauch. Unter Berücksichtigung der bestehenden steuerlichen Verlust- und Zinsvorträge, die nicht vollständig gegen das positive Einkommen verrechnet werden können, erwartet die Gesellschaft für 2023 eine Ertragsteuerbelastung von EUR 2,7 Mio. Euro. Zukünftige Mindestbesteuerung (OECD Modell Pillar 2) Auf der Grundlage des sogenannten OECD-Modells zu einer weltweiten Mindestbesteuerung (Pillar 2) hat die EU die RICHTLINIE (EU) 2022/2523 DES RATES vom 14. Dezember 2022 zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische Gruppen in der Union erlassen. Diese Richtlinie wurde vom deutschen Gesetzgeber im Dezember 2023 durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen (Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz - MinBestRL-UmsG) in national geltendes Recht überführt. Dieses Gesetz gilt ab dem 01.01.2024. Da die Gesellschaft jedoch gem. § 83 MinBestRL-UmsG eine Unternehmensgruppe mit nur untergeordneter internationaler Tätigkeit ist, ist sie in den ersten fünf Jahren von der Mindeststeuer befreit. Die Gesellschaft erwartet auch in der Zukunft keinen wesentlichen negativen Einfluss durch dieses Gesetz, da Gewinne oder Verluste aus dem internationalen Seeverkehr, einschließlich anerkannter Neben- und Hilfsgeschäfte, bei der Ermittlung des Mindeststeuer-Gewinns oder Mindeststeuer-Verlusts nicht berücksichtigt werden. Da die Gesellschaft die ersten fünf Jahre von der Anwendung der Mindestbesteuerung nach Pillar 2 befreit ist, ergeben sich auch keine Auswirkungen auf den Ansatz latenter Steuern aufgrund der Mindestbesteuerung. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Finanzielle Verpflichtungen ergeben sich für die Gesellschaft aus der monatlichen Büromiete sowie aus Leasingaufwendungen für den Fuhrpark, Dienstleistungsverträgen für IT-Support und Bestellobligos. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag beläuft sich auf ca. 2.965 Mio. Euro, wovon 1.952 Mio. Euro eine Restlaufzeit von weniger als ein Jahr haben (Vorjahr 3.483 Mio. Euro, wovon 811 Mio. Euro eine Restlaufzeit von weniger als ein Jahr hatten). Davon resultieren 2.310 Mio. Euro (Vorjahr 2.476 Mio. Euro) aus den Werftverträgen für die Mein Schiff 7 und den beiden InTUItion Neubauten in 2024 und 2026 sowie 803 Mio. Euro (Vorjahr 726 Mio. Euro) aus Dienstleistungsverträgen für den Hotelbetrieb an Bord der Schiffe. Die Gesellschaft verfügt über einen Avalkreditrahmen in Höhe von 75,7 Mio. Euro (Vorjahr 71,1 Mio. Euro). Prüfungshonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, und PwC Netzwerkgesellschaften beträgt 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) und setzt sich wie folgt zusammen:
Die anderen Bestätigungsleistungen des Abschlussprüfers steigen um 0,8 Mio. EUR von 0,0 Mio. Euro in 2022 auf 0,8 Mio. EUR in 2023. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die geplante Begebung einer neuen Anleihen und die damit im Zusammenhang stehenden Comfort Letter im Q3 2023 zurückzuführen. Die Begebung wurde verschoben. Sonstige Leistungen umfassen die Beratung für die Lohnnebenkostenförderung und die Überbrückungshilfe. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 817 Arbeitnehmer (Vorjahr 785). Davon waren 632 (Vorjahr 593) an Land und 185 (Vorjahr 192) auf See tätig. Mitglieder der Geschäftsführung
Unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB wurden keine Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gemacht. Mitglieder des Aufsichtsrats Anteilseignervertreter:
Arbeitnehmervertreter:
Da nur die Arbeitnehmervertreter eine Vergütung erhalten, werden unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben zu den Bezügen des Aufsichtsrat gemacht. Nahestehende Unternehmen Mein Schiff Herz wurde an Marella Cruises Ltd., Luton/Großbritannien, verkauft. Die Gesellschaft gehört dem TUI AG Konzern an. Es wurden keine Wertberichtigungen auf Forderungen gebildet. Der Vertrag "Hapag-Lloyd Cruises Favourable Contract License Agreement" zwischen TUI Cruises und der TUI AG umfasst die Lizenzennutzung der Marke "Hapag-Lloyd" und ist nicht marktüblich, da der Vertrag kein Laufzeitende vorsieht und reguläre Kündigungsmöglichkeiten nicht bestehen. Konzernverhältnisse Die TUI Cruises hat für das abgelaufene Geschäftsjahr freiwillig einen Konzernabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) aufgestellt. Mutterunternehmen sind die die Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX, eine 100%ige Tochtergesellschaft der TUI AG, und die RCL TUI Cruises German Holding GmbH & Co. KG, Hamburg zu gleichen Anteilen. Der Konzernabschluss der TUI AG ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 321 sowie beim Amtsgericht Hannover unter HRB 6580 erhältlich. Der Jahresabschluss der RCL TUI Cruises German Holding GmbH & Co. KG ist beim Amtsgericht München unter HRA 109575 erhältlich. Zum 30. September 2021 wurden die Anteile der TUI AG an die Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX (Amtsgericht Hannover HRB 58050) übertragen, einer 100% Tochtergesellschaft der TUI Group Services GmbH (Amtsgericht Hannover HRB 62564), die wiederum eine 100% Tochtergesellschaft der TUI AG ist. Somit bleibt die TUI AG der ultimative 50% Gesellschafter. Ergebnisverwendungsvorschlag/-beschlussGemäß § 29 GmbHG schlägt die Geschäftsführung vor, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Hamburg, 11. März 2024 Wybcke Meier, Vorsitzende der Geschäftsführung, Chief Executive Officer Frank Kuhlmann, Kaufmännischer Geschäftsführer, Chief Financial Officer
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TUI Cruises GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TUI Cruises GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TUI Cruises GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 13. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fernis, Wirtschaftsprüfer ppa. Dr. Cristina Müller-Burmeister, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. April 2024 festgestellt. |
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