DNS Bidco GmbH
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Basic information of the organization
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Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Stephanie, geb. Radtke Thorwirth since 9/5/2008 | Procura |
Alexander Lucke since 2/18/2008 | Managing Director |
Official financial statements and annual reports
DNS: NET Internet Service GmbHBernau bei BerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei BerlinI. Grundlagen der DNS:NET 1. Geschäftsmodell Der Geschäftszweck der DNS:NET umfasst den Betrieb von Rechenzentren, die Errichtung und den Betrieb von Telekommunikationsnetzen und die Erbringung sonstiger Dienstleistungen im Bereich des Internets. Ursprünglich lag der Fokus der DNS:NET im Betrieb von Rechenzentren, von denen heute drei Standorte (davon zwei im selben Gebäude) existieren. In den letzten Jahren hat die DNS:NET sich zudem intensiv mit dem Ausbau von Telekommunikationsinfrastruktur in unterversorgten Orten beschäftigt, auf deren Basis sie heute in großem Umfang auch Privatkunden adressiert. Die DNS:NET plant moderne Glasfasernetze, errichtet diese (bzw. lässt sie errichten), betreibt die Netze und realisiert Endkundenprodukte (Telefon, Internet und Fernsehen). Zur Realisierung der Dienste hat die DNS:NET in den vergangenen Jahren ein eigenes Telefonnetz mit der Portierungskennung D167 aufgebaut. Weiterhin betreibt die DNS:NET als Kabelnetzbetreiber eine eigene Kabelkopfstelle, um Fernsehsignale in die Netze einzuspeisen. Um Orte mit möglichst geringen Investitionen zu erschließen, nutzt die DNS:NET vorhandene Glasfasernetze, die z.B. Gasversorgern gehören und durch die DNS:NET langfristig angemietet werden. Ausgehend von diesen Netzen baut die DNS:NET eigene Glasfaserleitungen. Hierzu verfügt die DNS:NET über Wegerechte nach § 68 Abs. 1 TKG in den Bundesländern Berlin und Brandenburg. Die Netze werden in der Regel durchgängig mit Bandbreiten von 10 GBit/s beschaltet. Die DNS:NET ist regional vor allem in Berlin und Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt tätig. In Berlin und Brandenburg verfügt die DNS:NET über eigene Glasfasernetze. Die DNS:NET erschloss dabei in der Vergangenheit Bestandsimmobilien im Rahmen ganzer Ortsnetze in der Regel per FTTC (Glasfaser bis zum Straßenverteiler). Zukünftig werden Bestandsimmobilien im Rahmen ganzer Ortsnetze sowie heute bereits Neuimmobilien via FTTB (Glasfaser bis in das Gebäude) oder FTTH (Glasfaser bis in die Wohnung) erschlossen. In Sachsen-Anhalt betreibt die DNS:NET gepachtete Netze, welche von Zweckverbänden der öffentlichen Hand errichtet werden. Ddie DNS:NET bietet den Endkunden auf den eigenen sowie auf den gepachteten umfangreiche Telefon-, Internet- und TV-Dienste an. Das Geschäftsmodell der DNS:NET, welches die Versorgung von Endkunden mit Telefon-, Internet- und TV-Diensten zum Zwecke hat, basiert u. a. auf der Errichtung langfristig nutzbarer Infrastruktur, welche mit einem hohen Finanzierungsbedarf verbunden ist. 2. Rechtliche Struktur, einschließlich Zweigniederlassungen und Beteiligungen Die DNS:NET Internet Service GmbH (DNS:NET) hat ihren Sitz in Bernau bei Berlin. Der Sitz der Geschäftsleitung und die Verwaltung der DNS:NET befinden sich in Berlin. Die DNS:NET ist im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt/O. mit der Registernummer HRB 11714 FF eingetragen. Die DNS:NET verfügt mit Alexander Lucke, dem Gründer des Unternehmens, über einen Geschäftsführer sowie mit Stephanie Thorwirth über eine Prokuristin. Die einzelnen Organisationseinheiten Netzausbau, TV, technischer Betrieb, Vertrieb, Auftragsmanagement, Kundenbetreuung, Immobilienwirtschaft und Finanzen werden jeweils von einem erfahrenen Bereichsleiter verantwortet. Die DNS:NET verfügt über einen Beirat, der sowohl die Geschäftsleitung berät als auch auch nach dem Vorbild eines Aufsichtsrates die Interessen der Gesellschafter vertritt. Der Beirat ist mit Herrn Werner Hanf (Vorsitzender), Herrn Gustav Egger und Herrn Peter-Paul Poch besetzt. Die DNS:NET ist zu 50 % an der DNS:NET Fiber Networks GmbH beteiligt, die Besitzer eines 85 km langen Glasfasernetzes in der Berliner Innenstadt ist. Die DNS:NET Fiber Networks stellt der DNS:NET Internet Service GmbH langfristig Glasfaserleitungen auf dem Netz zur Verfügung, die diese zur Anbindung hochwertiger Wohnimmobilien nutzt. Die DNS:NET ist zu 100 % an der DNS:NET Breitband Internet GmbH beteiligt, die als reine Vermarktungsgesellschaft dient und die Kundenverträge mit den privaten Endkunden in den Brandenburger VDSL-Netzen hält. Die DNS:NET Breitband Internet GmbH kauft derzeit sämtliche Vorleistungen bei der DNS:NET Internet Service GmbH ein. Die DNS:NET hält zu 100 % das wirtschaftliche Eigentum an der DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG, die als Netzbesitzgesellschaft die passiven Glasfasernetze im ländlichen Raum Brandenburgs hält. Die DNS:NET ist über einen Treuhänder (Peter-Paul Poch) seit dem 1. Juli 2019 zu 100 % an der Antennen-Schulze GmbH beteiligt. Die Antennen-Schulze GmbH mit Sitz in Dahme ist ein Spezialtiefbauunternehmen mit dem Schwerpunkt Glasfaserausbau. Bis zum September 2013 war der Gründer Alexander Lucke alleiniger Gesellschafter der DNS:NET (zuletzt indirekt über die Holdinggesellschaft DNS:NET Verwaltungs GmbH). Seit dem 30. Januar 2014 (Tag der Eintragung) sind von der Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) verwaltete Fondsgesellschaften über die Holdinggesellschaft ECF Breitband Holding GmbH an der DNS:NET beteiligt. 3. Strategie Die DNS:NET betreibt neben den drei Rechenzentren in Berlin und dem Glasfasernetz in der Berliner Innenstadt viele Glasfasernetze in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die DNS:NET erschloss hierbei in Brandenburg insbesondere Orte, in denen zuvor kein DSL oder nur DSL mit geringen Bandbreiten verfügbar waren. Daher ist die DNS:NET in der Regel der einzige Anbieter, der VDSL-Anschlüsse mit Bandbreiten von 50 MBit/s und höher in diesen Orten realisieren kann. Zusätzlich realisiert DNS:NET anspruchsvolle Produkte für Geschäftskunden mit besonderem Telekommunikationsbedarf. 4. Unternehmenssteuerung Die DNS:NET nutzt zur Steuerung der unternehmensinternen Prozesse (Netzausbau, Produktrealisierung, Service & Support, Abrechnung inkl. Telefonabrechnung usw.) eine selbst entwickelte Softwarelösung. In anderen Bereichen der Finanzbuchhaltung und Netzdokumentation nutzt DNS:NET standardisierte Softwarelösungen, die eng mit den eigenen Systemen verzahnt sind. Zur Steuerung des Unternehmens erstellt die DNS:NET jährlich einen Budgetplan sowie eine Mehrjahres-Planung. Diese Planung wird durch die Geschäftsleitung aufgestellt und vom Beirat verabschiedet. Die Planung ist im Wesentlich von den Kundenzahlen sowie dem mit jedem Kunden durchschnittlich erzielten Umsatz (ARPU) abhängig. Diese Zahlen basieren auf Erfahrungswerten. Basis für die geplanten Umsätze bilden somit die Reichweite in Form von errichteten Ortsnetzen und eine entsprechende Kundenzuwachsprognose. Die Ziele werden in Form gewonnener Neukunden regelmäßig (täglich und monatlich) kontrolliert. Die wesentlichen Finanzkennzahlen für die DNS:NET-Gruppe in Form von Umsatz, EBITDA, Ergebnis und Cashflow werden monatlich mit dem Plan abgeglichen. Quartalsweise erstellt die DNS:NET aussagekräftige betriebswirtschaftliche Auswertungen in Form von Quartalsberichten mit Budget-Ist-Vergleich, die dem Beirat sowie den Banken vorgelegt werden. Die Berichte enthalten neben den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen auch quantitative Aussagen wie die Anzahl der Kunden oder der geschaffenen Reichweite inkl. Hochrechnung der daraus resultierenden prognostizierten Kundenzahlen für die folgenden Jahre. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für die zukünftige Entwicklung des Telekommunikationsmarktes spielt die zunehmende Digitalisierung in allen Bereichen und Branchen eine große Rolle. Durch die zunehmende Nutzung von Online-Diensten, gleich ob im Privat- oder Unternehmenseinsatz, immer hochauflösenderen Content sowie die Verlagerung von Daten in die Cloud steigt der Bandbreitenbedarf erheblich. Klassische Telefonie verliert an Bedeutung, ein schneller und zuverlässiger Internetanschluss wird für die Nutzung vorgenannter Dienste jedoch immer wichtiger. DNS:NET adressiert diesen Bedarf durch die Errichtung und Vermarktung moderner Glasfaserinfrastrukturen und VDSL-Breitbandnetze. Politisch ist die Versorgung der Bürger mit Breitbandanschlüssen mittlerweile ein wichtiges Ziel. Daher wurden in der Vergangenheit die Rahmenbedingungen angepasst, um den Breitbandausbau zu unterstützen. So wurden nicht nur Förderprogramme aufgesetzt, die die Wirtschaftlichkeit von Infrastrukturinvestitionen im ländlichen Raum erhöhen, sondern auch Anpassungen im TKG vorgenommen. Dadurch haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen deutlich verbessert. Durch die Novellierung des TKG soll der Zugang zu bestehenden Infrastrukturen, insbesondere denen der öffentlichen Hand, vereinfacht werden. Inwieweit diese Vorgaben effizient umgesetzt werden können, werden erst die kommenden Jahre zeigen. Der Telekommunikationsmarkt ist weiterhin ein Verdrängungsmarkt, der unter erheblichem Preisdruck steht. DNS:NET investiert hauptsächlich in wettbewerbsarmen Gebieten oder in Nischen und ist somit von diesem Markttrend nur in geringem Umfang betroffen. 2. Geschäftsverlauf Die DNS:NET verfügt mit ihren VDSL-Netzen über eine Reichweiiete von ca. 135.000 Haushalten. In der Sparte der Immobilienwirtschaft konnte die Zahl der abgeschlossenen Gestattungsverträge deutlich auf mehr als 15.000 Wohneinheiten gesteigert werden. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit ist wesentlich für den Erfolg der DNS:NET. Zur Stärkung des Eigenkapitals hat die DNS:NET im Geschäftsjahr 2013 mit der ECF Breitband Holding GmbH einen weiteren Gesellschafter aufgenommen, der der DNS:NET auf Basis des im September 2013 abgeschlossenen Investment- und Beteiligungsvertrages meilensteinabhängig Eigenkapital von bis zu EUR 15 Mio. (in Form offener und stiller Beteiligungen) zur Verfügung stellt. Bis zum 31. Dezember 2019 hat die ECF der DNS:NET Kapital in Höhe von EUR 25 Mio. in Form von vier stillen Beteiligungen, fünf Kapitalerhöhungen sowie einem Gesellschafterdarlehen und einem Genussrechtskapital zugeführt. Die stillen Beteiligungen weisen einen Rangrücktritt auf und werden bilanziell als Eigenkapital erfasst, wenn zusätzlich eine Verlustteilnahme besteht.. Zum 31. Dezember 2019 teilte sich das bis dahin seitens der ECF gewährten Kapitals in EUR 9 Mio. Kapitalerhöhung (gezeichnetes Kapital und Einlagen in die Kapitalrücklage), EUR 6 Mio. stille Beteiligungen, EUR 7,5 Mio. Gesellschafterdarlehen und EUR 2,5 Mio. Genussrechtskapital auf. Weiterhin finanziert sich DNS:NET über mittel- und langfristige Bankdarlehen sowie Mietkaufverträge. Zum 31. Dezember 2019 lagen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Bankdarlehen, Kontokorrent und Mietkaufverträgen bei TEUR 10.543, die Verbindlichkeiten aus stillen Beteiligungen und Genussrechten bei TEUR 9.916 (davon TEUR 8.500 gegenüber der ECF Breitband Holding GmbH). 3. Lage a) Ertragslage *
* Rundungsdifferenzen möglich Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die DNS:NET den Rohertrag um TEUR 1.6689 auf TEUR 12.6513 steigern. Wesentliche Umsatzsteigerungen konnten hierbei im Bereich der VDSL-Netze sowie im Bereich der Immobilienwirtschaft erzielt werden. Der ie Summe des Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um TEUR 876 auf TEUR 7.116.s und Zudem sind im Rahmen des Netzausbaus und des forcierten Wachstums die der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg um TEUR 2.5521.676 im Rahmen des weiteren Netzausbaus und des forcierten Wachstums auf TEUR 9.022 angestiegen. b) Vermögens-, Finanzlage und Investitionen Im Berichtsjahr investierte die DNS:NET TEUR 9.031 in Sachanlagevermögen. Der Schwerpunkt der Investitionen lag dabei in der Errichtung neuer Glasfasernetze, also der Erschließung weiterer Orte und somit der Vergrößerung der Reichweite. Die Anlagenintensität betrug 80,02 % (Vorjahr 82,7 %). Die Eigenkapitalquote, basierend auf dem wirtschaftlichen Eigenkapital, d. h. einschließlich von stillen Beteiligungen und Genussrechtskapital betrug 27,2 % (Vorjahr 36,6 %). Die Vorräte blieben mit TEUR 6 weitgehend unverändert, sind jedoch in Relation zur Bilanzsumme nicht wesentlich. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 1.521 auf TEUR 2.11.293 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 7.650, gegenüber Mietkaufgebern TEUR 2.892. Die Finanzierung der negativen operativen und investiven Cashflows erfolgte im Wesentlichen durch Aufnahme von Gesellschafterdarlehen und Genussrechtskapital sowie durch die Vereinnahmung von Ausschüttungen von Tochtergesellschaften. c) Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich auf Ebene der DNS:NET Internet Service GmbH wie folgt dar:
* Rundungsdifferenzen möglich Aufgrund der rechtlichen Struktur der DNS:NET-Gruppe sind Rohertrag und EBITDA v.a. durch die konzerninternen Leistungsbeziehungen geprägt, während das operative Ergebnis sich teilweise im Finanzergebnis (Gewinne anderer Gruppen Gesellschaften) widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund erfolgt das interne Berichtswesen und damit auch die Prognoseberichterstattung im Lagebericht auf Konzernebene. Auf dieser Ebene stellen sich die finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt dar:
* Rundungsdifferenzen möglich Abweichend zur Prognose …In 2019 konnte im Vergleich zum Plan ein um EUR 2,9 Mio. besserer Rohertrag erzielt werden. Wesentlicher Grund für die Planübererfüllung war der Rohertragsbeitrag der Antennen-Schulze GmbH in Höhe von EUR 1,6 Mio. Die Antennen-Schulze GmbH wurde Mitte 2019 erworben und war nicht im Plan enthalten. Des Weiteren lagen die aktivierten Eigenleitungen mit EUR 1,4 Mio. über Plan. Das EBITDA lag in 2019 EUR 0,2 Mio. über Plan. Aufgrund von Transaktionskosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Antennen-Schulze GmbH angefallen sind, sowie höheren Vertriebskosten als geplant, fiel die Planübererfüllung beim EBITDA geringer aus als beim Rohertrag. Das Finanzergebnis lag in 2019 EUR 0,3 Mio. EUR unter Plan. Grund für die Planabweichung war vor allem die Aufnahme von Finanzmitteln, welche u.a. der Finanzierung des Erwerbs der Antennen-Schulze GmbH dienen. Die höher als geplanten Finanzierungskosten führten dazu, dass das Ergebnis vor Steuern um EUR - 0,2 Mio. vom Plan abweicht. III. Risiken und Chancen 1. Risikomanagement Die Geschäftsleitung bewertet im Rahmen eines Risikomanagements regelmäßig mögliche Risiken, die negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Durch eine permanente Beobachtung der Märkte sowie der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen kann frühzeitig auf relevante Veränderungen reagiert werden. 2. Regulatorische Risiken Der Deutsche Telekommunikationsmarkt unterliegt einer Regulierung durch die Bundesnetzagentur sowie dem Telekommunikationsgesetz (TKG). Diese Regulierung betrifft auch die DNS:NET, die zur Realisierung ihrer Produkte - insbesondere der VDSL-Anschlüsse - auf Vorleistungen der Telekom Deutschland angewiesen ist. Von Bedeutung ist hier insbesondere der Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), also der Kupferleitung zwischen den durch die DNS:NET erschlossenen Kabelverzweiger-Standorten (KVz) und den Häusern der anschlusswilligen Endkunden. Die hierfür maßgeblichen Bedingungen könnten sich auf deutscher Ebene zum Nachteil für die DNS:NET ändern, werden aber auch durch europäische Vorgaben beeinflusst. Die DNS:NET setzt hier auf eine funktionierende Aufsicht durch die Bundesnetzagentur. Die DNS:NET begrenzt die Risiken dadurch, dass sie die Regulierungsvorgänge zum einen intensiv beobachtet und zum anderen diese mit eigenen Stellungnahmen und Anträgen intensiv mitgestaltet. Auch eine intensive Zusammenarbeit mit den Branchen- und Interessensverbänden, hier vor allem dem VATM, führen zu einer guten Informationsbasis. Insbesondere die getroffene Entscheidung zur Vectoring-Technologie, die besagt, dass alternative Anbieter ebenso wie die Deutsche Telekom Vectoring einführen können, zeigt nach Einschätzung der DNS:NET, dass die Regulierung in Deutschland den Wettbewerb fördert. Die DNS:NET schätzt das Risiko aus der Regulierung daher als eher moderat ein. 3. Wettbewerbsrisiken Der Telekommunikationsmarkt befindet sich in einer Phase der Konsolidierung und Verdrängung. Mit dem Geschäftsbereich des Ausbaus Glasfasernetzen in unterversorgten Regionen ist Die DNS:NET jedoch dort tätig, wo wenig Wettbewerb herrscht. Die DNS:NET bewegt sich daher in einem Nischenmarkt. Die DNS:NET gewinnt vor Ort als erster Anbieter Kunden mit hohem Bandbreitenbedarf. Würde ein zweiter Anbieter im selben Ort ein eigenes Netz errichten, wäre es für ihn schwieriger, eine entsprechende Auslastung zu erreichen. Aus diesem Grund fand ein "Überbau" eines VDSL-Netzes durch ein zweites VDSL-Netz bisher kaum statt. Die DNS:NET setzt bei den meisten der ausgebauten KVZs zudem die Vectoring-Technologie ein. Dadurch wird der Aufbau eines zweiten VDSL-Netzes wirksam verhindert. Ein Wettbewerber müsste ein Wettbewerbsnetz ohne Verwendung der Kupfer-TAL bauen, also z. B. als FTTH (fiber-to-the-home). Es besteht die Gefahr, dass durch immer stärkeren Einfluss der Politik auf den Breitbandausbau in Deutschland, insbesondere auch die Bereitstellung von Fördermitteln, die Telekommunikationsunternehmen stark motiviert werden, Glasfasernetze direkt bis in die Häuser (FTTH) zu bauen. Aktuell wird hier eine sog. "Graue-Flecken-Förderung" diskutiert mit dem Ziel, Gigabit-Netze in Deutschland zu errichten. Dies könnte auch Wettbewerber motivieren, im VDSL-Netzgebiet der DNS:NET zu bauen. Andererseits hätte gerade die DNS:NET mit den bereits vorhandenen Glasfasernetzen in diesen Gebieten und den somit geringeren Investitionen beste Chancen, entsprechende Ausschreibungen zu gewinnen und somit übermäßig von etwaigen Fördermitteln zu profitieren. Die DNS:NET plant, in Zukunft verstärkt FTTH-Netze zu bauen. Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Kabelnetzbetreiber ihre Kabel-TV-Netze rückkanalfähig ausbauen und somit eine Wettbewerbsinfrastruktur zum VDSL-Netz entsteht. Die DNS:NET minimiert dieses Risiko, indem es Ortsnetze vor einer Ausbauentscheidung auf das Vorhandensein rückkanalfähiger Kabel-TV-Netze untersucht. Zudem ist die DNS:NET selbst als Kabelnetzbetreiber tätig und bietet den Wohnungsbaugesellschaften entsprechende Dienste an. Ein Wettbewerb durch Mobilfunktechnologie (EDGE, UMTS und LTE) sowie Satelliteninternet ist in der Regel auch in den durch die DNS:NET erschlossenen Ortsnetzen vorhanden, hat jedoch technologische Nachteile wie zu geringe Kapazitäten und schwankende Verfügbarkeit von Bandbreiten. Auch der zu erwartende Einsatz von 5G wird daran voraussichtlich nicht viel ändern. Die DNS:NET sieht aufgrund der steigenden Bandbreitenanforderungen langfristig nur ein begrenztes Wettbewerbsrisiko durch Mobilfunkanbieter. Im Bereich der Glasfaseranbindung von Gebäuden und der Tätigkeit als Kabelnetzbetreiber mit durchgängiger Glasfaserinfrastruktur - im Idealfall bis in die Wohnung - stellt sich die DNS:NET dem Wettbewerb und verfolgt mit seinen Gigabit-Netzen eine Strategie der Technologieführerschaft. Die DNS:NET schätzt das Wettbewerbsrisiko daher als eher moderat ein. 4. Finanzielle Risiken Die DNS:NET betreibt ein kapitalintensives Geschäft, welches erhebliche Investitionen in Glasfasernetze nötig macht. Es ist für die DNS:NET wichtig, Märkte als erster zu besetzen, also mit einem hohen Tempo neue Ortsnetze zu erschließen. Für eine erfolgreiche Expansion und Besetzung von Märkten ist es nötig, dass die DNS:NET die geplanten Investitionen finanzieren kann. Aufgrund der Zusage der von der Deutschen Beteiligungs AG verwalteten Fondsgesellschaften, der DNS:NET neben dem bereits geflossenen Kapital in Höhe von EUR 25 Mio. weiteres Kapital in Höhe von zunächst EUR 10 Mio. EUR zuzuführen und der grundsätzlichen Bereitschaft der Hausbanken und anderer Finanzinvestoren und Fonds, weitere Finanzierungen bereitzustellen, sieht die DNS:NET das Risiko einer fehlenden Finanzierung derzeit als gering an. Die DNS:NET bereitet derzeit zur Fortsetzung ihrer Expansionsstrategie eine Kapitalerhöhung mit renommierten Partnern (Rothschild. & Co., KPMG, Bird & Bird, Baker & McKenzie sowie Arthur D. Little) vor, in deren Rahmen ein weiterer Gesellschafter aufgenommen werden soll. Die einzuwerbenden Finanzmittel werden vor allem für den geplanten FTTH-Ausbau eingesetzt. Die Umsetzung der Kapitalerhöhung ist für das 1. Halbjahr 2021 geplant. Die Fähigkeit zur Aufnahme zusätzlichen Kapitals zur Finanzierung könnte von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, beispielsweise von Marktzinsänderungen, restriktiveren Kreditvergaben sowie einer Herabstufung des Kredit-Ratings der DNS:NET. Sollte der DNS:NET der Zugang zu Finanzmitteln, wie Bankdarlehen, erschwert werden, könnte dies einen großen Einfluss auf die Finanzlage der DNS:NET haben. Die DNS:NET beobachtet regelmäßig die Entwicklung des eigenen Cashflows, der insbesondere durch den Vertriebserfolg - also die Kundengewinnung - beeinflusst wird. Außerdem führt die DNS:NET Investitionen erst durch, wenn deren Finanzierung gesichert ist. DNS:NET sieht das finanzielle Risiko daher als überschaubar an. 5. Technische Risiken Käme es zu anhaltenden und wiederholten Störungen in den Netzen und technischen Einrichtungen der DNS:NET, könnte dies zu einer Unzufriedenheit der Kunden führen und somit einen Kunden- und Umsatzverlust zur Folge haben. Die DNS:NET minimiert dieses Risiko dadurch, dass Backbone-Netzstrukturen möglichst redundant (in Zweiwegeführung) ausgelegt sind. Netzbeschädigungen führen bei redundanter Auslegung nur zu punktuellem Ausfall von Diensten. Zusätzlich werden die Geräte rund um die Uhr automatisiert überwacht. Ein Qualitätsmanagement inm Bezug auf einzelne Kundenanschlüsse (also die aktive Erkennung von Störungen und Leitungsproblemen) ist vorhanden. Grundsätzlich wäre ein technisches Risiko auch gegeben, wenn die verlegte Infrastruktur einmal nicht mehr nutzbar oder nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Der Großteil der Investitionen erfolgt jedoch in den Tiefbau, nicht in das Material. Heute ist nicht davon auszugehen, dass die Kapazität von Glasfaserleitungen einmal erschöpft sein könnte. Die DNS:NET verlegt jedoch grundsätzlich Leerrohre, so dass im Fall der Fälle mit sehr geringen Investitionen ein Kabel gegen ein anderes (moderneres) Kabel ausgetauscht werden könnte. Die DNS:NET schätzt die technischen Risiken daher als gering ein. 6. Lieferantenausfälle Die DNS:NET ist zur Erbringung ihrer Dienstleistungen von Lieferanten abhängig. Hierzu zählen die Telekom Deutschland als wichtiger Vorlieferant sowie auch andere Telekommunikationsgesellschaften, Tiefbauunternehmen und Technologiehersteller. Die DNS:NET setzt jedoch nur standardisierte Technik ein und bezieht seine Vorleistungen von mehreren Lieferanten, so dass der Ausfall eines Lieferanten kein größeres Risiko darstellt. 7. Sonstige Risiken Der Erfolg der DNS:NET ist u. a. von ihren Mitarbeitern und Leistungsträgern abhängig. Dies gilt neben der Geschäftsleitung insbesondere für die Bereiche des Vertriebs, jedoch auch für die anderen Abteilungen im Unternehmen. Der Verlust einzelner Leistungsträger kann negative Auswirkungen auf die Lage der DNS:NET haben. Die Kompetenzen des jeweiligen Leistungsträgers müssten durch Neubesetzung wiederhergestellt werden, was entsprechende Zeit in Anspruch nehmen kann. Im Falle des Verlustes mehrerer Leistungsträger besteht das Risiko, dass die Planungsziele der DNS:NET nicht erreicht werden. Die DNS:NET ist bestrebt, Ihren Mitarbeitern ein attraktives und modernes Arbeitsumfeld zu bieten. Die Unternehmenskultur ist von einer flachen Hierarchie und den Möglichkeiten, sich einzubringen sowie Verantwortung zu übernehmen, geprägt. Ziel ist es, die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Die DNS:NET schätzt daher die genannten sonstigen Risiken, welche überwiegend aus dem Personalbereich resultieren, als überschaubar ein. 8. Chancen Das Entwicklungspotential der DNS:NET Internet Service GmbH ist als positiv zu bewerten. Die geplante Wachstumsstrategie basiert vorrangig auf einem erprobten Geschäftsmodell, dessen Erfolg im Rahmen einer Vielzahl von Ortsnetzen nachgewiesen wurde. Auch im Bereich der Erschließung von Wohnimmobilien mit Glasfaser (FTTB und FTTH) sowie beim Betreiben gepachteter Netze konnten in der Vergangenheit erfolgreiche Projekte umgesetzt werden. In den genannten Bereichen will die DNS:NET intensiv weiterwachsen. Auch der Bereich der Geschäftskunden mit den Unternehmensanbindungen und Rechenzentrumsdiensten wächst seit Jahren kontinuierlich. Die zuletzt durch Übernahme eines dritten Standortes geschaffenen Kapazitäten sollen sukzessive gefüllt werden. Die Lage der DNS:NET wird insgesamt als positiv beurteilt. IV. Ereignisse nach dem 31.12.2019 Das erste Halbjahr 2020 war vor allem durch die Corona-Pandemie geprägt. Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur, welche u. a. Krankenhäuser und Behörden mit breitbandigen Internet- und Telefonanschlüssen versorgt, hat die DNS:NET unmittelbar nach Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland alle Mitarbeiter ins Home oOffice versetzt. Darüber hinaus wurde eine Task Force eingesetzt, welche die aktuelle Lage beobachtet und bewertet. Mögliche sich daraus ergebende Maßnahmen werden von der Task Force koordiniert und umgesetzt. Aufgrund der vorübergehend geltenden Auflagen (u. a. Kontaktverbot) wurde der erfolgreiche Direktvertrieb zwischenzeitlich komplett eingestellt. Die Lagerbestände kritischer Hardware (für den Betrieb und den Ausbau) wurden erhöht, um von möglichen Lieferengpässen aufgrund von Fabrik- und/oder Grenzschließungen unabhängig zu sein. Aufgrund des Geschäftsmodells der DNS:NET - Abschluss langlaufender Leistungsverträge mit einer hohen Anzahl von Kunden - sind bisher keine Umsatzrückgänge in Folge der Corona-Pandemie zu verzeichnen. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass sich das zukünftige Wachstum aufgrund dessen, dass der Direktvertrieb vorübergehend eingestellt werden musste, kurzzeitig abflauen wird. Die Bedeutung der Digitalisierung (Homeo Office, Cloud-Dienste, E-Learning, Telemedizin, Digitalisierung von Behörden und Schulen etc.) wird in Folge der Corona-Pandemie steigen. Von dieser Entwicklung kann die DNS:NET mittelfristig profitieren. V. Prognosebericht Die DNS:NET hat in den vergangenen Jahren erheblich investiert. Diese Investitionen führen erfahrungsgemäß in den folgenden Jahren zu einem Wachstum an Kunden und somit Umsätzen und Cashflows. Zum 31. Dezember 2019 konnte die DNS:NET mit ihren VDSL-Netzen ca. 135.000 Haushalte mit schnellem leitungsgebundenem Internet beliefern, meist als einziger VDSL-Anbieter im Ort. Zum 31. Dezember 2019 waren 31.131 Anschlüsse in den VDSL-Netzen geschaltet. Weitere Kunden wurden mit den von der DNS:NET betriebenen ADSL-, FTTB- und FTTH-Netzen versorgt. DNS:NET plant eine Erweiterung der Reichweite in den kommenden Jahren. Die Geschäftsleitung prognostiziert die wesentlichen Leistungsindikatoren der DNS:NET-Gruppe für das Geschäftsjahr 2020 wie folgt:
* Rundungsdifferenzen möglich VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die wesentlichen Finanzinstrumente der DNS:NET sind Forderungen, Verbindlichkeiten und die laufenden Konten der DNS:NET. Die DNS:NET verfügt über ein effizientes Mahnwesen, weshalb wesentliche Forderungsausfälle die Ausnahme darstellen. Darüber hinaus arbeitet die DNS:NET mit Inkassounternehmen und Rechtsanwälten zusammen. Die DNS:NET verfügt über langfristige Kundenbeziehungen und einen solventen Kundenstamm. Soweit bei Forderungen Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor der Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informiert sich die DNS:NET stets über die Bonität der Kunden. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die DNS:NET im Wesentlichen über Kontokorrentkredite sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der DNS:NET ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird im Rahmen der Unternehmensplanung ein Liquiditätsplan aufgestellt, der im Rahmen des regelmäßigen Controllings mit den Ist-Zahlen abgeglichen wird. So kann die Geschäftsleitung kurzfristig auf Abweichungen reagieren. Zur Absicherung eines Zinsrisikos hat die DNS:NET im Jahr 2014 zwei CAPs über einen Betrag von jeweils EUR 3,75 Mio. und eine CAP-Rate von je 1 % bezogen auf den 3-Monats-EURIBOR mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen.
Berlin, 20. August 2020 DNS:NET Internet Service GmbH Alexander Lucke, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2019DNS:NET Internet Service GmbH, Zimmerstraße 23, 10969 BerlinAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin (Amtsgericht Frankfurt (Oder), HRB 11714 FF), ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des Gesellschaftsvertrages und des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf. Die Darstellung der Bilanz erfolgt in Kontoform nach § 266 HGB. Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB dargestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 20 Jahren. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 (bis 2017: EUR 410,00) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt im Wege der Zuschlagskalkulation auf Vollkostenbasis unter Berücksichtigung der Einzelkosten, des angemessenen Teils der Gemeinkosten und von Bauzeitzinsen gem. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte nach den Vorschriften des § 250 HGB. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Im Geschäftsjahr wurde die 100%-ige Beteiligung an der Antennen Schulze GmbH erworben. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen resultieren aus einem im Geschäftsjahr vereinbarten Darlehen mit der Antennen Schulze GmbH. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 57) enthalten. Ein erheblicher Anteil der sonstigen Vermögensgegenstände sind Rückforderungen von bauleistenden Unternehmen aufgrund von Rechnungskorrekturen. Die Rückforderung beläuft sich auf TEUR 1.641. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 154) Vorsteuererstattungsansprüche enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Außerdem bestehen Forderungen gegen den Geschäftsführer Alexander Lucke in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 62). Ferner enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 32) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Einlagen stiller Gesellschafter/Genussrechtskapital Die Einlagen stiller Gesellschafter betragen TEUR 1.416 (Vorjahr: TEUR 1.613). Die Veränderung resultiert aus Rückzahlungen in Höhe von TEUR 197. Das Genussrechtskapital ist im Berichtsjahr durch das Darlehen der Deutschen Beteiligungs AG um TEUR 2.500 angestiegen. Die Einlagen stiller Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.000, die als Eigenkapital qualifiziert sind, beinhalten Vereinbarungen zu Gewinnbeteiligung, Nachrangigkeit sowie Verlustteilnahme und haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 387; Vorjahr: TEUR 359) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 69; Vorjahr: TEUR 63). Die Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurde aufgelöst, da die Grundlage dafür weggefallen ist. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten sind folgendem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Darlehen gegenüber Kreditinstituten, aus Mietkaufdarlehen und Leasingfinanzierungen sind durch Bürgschaften, Forderungsabtretungen und Sicherungsübereignungen abgesichert, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten enthalten branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Ein Darlehen der DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co.KG valutierte zum Stichtag mit TEUR 4.312 (Vorjahr: TEUR 4.694) und wurde als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Hier sind ferner Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der DNS:NET Breitband Internet und der Antennen-Schulze GmbH in Höhe von TEUR 580 (Vorjahr: TEUR 210) eingeflossen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 16) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Latente Steuern Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen durch Sonderabschreibungen in Vorjahren, Ausweis der Investitionszuschüsse und Drohverlustrückstellungen ermittelt. Zusätzlich werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von 30,18 % und umfasst die voraussichtliche Belastung mit Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Zum Ende des Geschäftsjahres besteht eine aktive Steuerlatenz. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Aktivierte Eigenleistungen In die Herstellungskosten des Sachanlagevermögens sind unternehmensintern entstandene Einzel- und Gemeinkosten sowie Bauzeitzinsen (TEUR 142) eingeflossen. Der Vorjahreswert der Bauzeitzinsen beläuft sich auf TEUR 74. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr: TEUR 0,5) ausgewiesen. Periodenfremde Erträge haben sich im Berichtsjahr aus der Auflösung der Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 428 (Vorjahr: TEUR 0) ergeben. Aufwendungen für Altersversorgung In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 9) enthalten. Sonstige betrieblichen Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0,6 (Vorjahr: TEUR 0,3) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 39) ausgewiesen. Im Vorjahr wurden außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 596 (Transaktionskosten) ausgewiesen. Diese entstanden im Zusammenhang mit der Übertragung von Anlagevermögen auf die DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG. Finanzergebnis Die Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 3.179 (Vorjahr: TEUR 1.099) resultieren ausschließlich aus verbundenen Unternehmen. Die auf Grund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführten Gewinne betreffen die Vergütungen der stillen Gesellschafter. Diese umfassen sowohl feste als auch gewinnabhängige Vergütungen und werden insgesamt unter diesem Posten ausgewiesen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr durchschnittlich 130 (Vorjahr: 122) Arbeitnehmer beschäftigt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
Unbeschränkte Haftung an Unternehmen Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:
Nachtragsbericht Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Corona Pandemie hatte zum Stichtag 31.12.2019 und darüber hinaus keine finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "IV. Ereignisse nach dem 31.12.2019". Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Folgende Haftungsverhältnisse sind gemäß § 251 HGB zum 31. Dezember 2019 zu verzeichnen: Mit Datum vom 22. Juli 2016 hat die Gesellschaft ihre Anteile an der DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG, Berlin, in Höhe von TEUR 5.611 an die Hamburg Commercial Bank AG (bis Februar 2019 HSH Nordbank AG), Hamburg, verpfändet. Des Weiteren wurde mit Datum vom 27. Juli 2016 ein Garantievertrag ("Mindestpachtzins-Versprechen") zwischen der Gesellschaft und der Hamburg Commercial Bank AG, Hamburg, zugunsten der DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG, Berlin, geschlossen. Aufgrund des ebenfalls am 27. Juli 2016 geschlossenen Pachtvertrages verpflichtet sich die DNS:NET Breitband Internet GmbH, Bernau bei Berlin, einen sog. Mindestpachtzins an die DNS:NET Netzgesellschaft I GmbH & Co. KG, Berlin, bis zum 30. Juni 2026 in Höhe von insgesamt TEUR 61.253 zu zahlen. Aus diesen Verträgen wird die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in Anspruch genommen, da es keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass die verbundenen Unternehmen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 24.679.. Diese beinhalten die Rückkaufverpflichtung der in 2011 und 2012 verkauften Netze bzw. Teile der Netze nach einer Laufzeit von 10 Jahren zu einem fest vereinbarten Preis von TEUR 1.200. Aus stillen Gesellschaftsverträgen bestehen zum Bilanzstichtag bedingt entstehende sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.095 (Vorjahr: TEUR 1.607), die aus zukünftigen Jahresüberschüssen zu bedienen sind. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung eines Zinsrisikos wurden im Jahr 2014 zwei CAPs über einen Betrag von jeweils EUR 3,75 Mio. und einer CAP-Rate von 1 % bezogen auf den 3-Monats-EURIBOR mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2021 abgeschlossen. Organmitglieder Geschäftsführer: Herr Alexander Lucke, Bernau bei Berlin Die Angabe des Geschäftsführergehalts ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Herr Werner Hanf (Geschäftsführer), Köln (Vorsitzender) Herr Gustav Egger (Kaufmann), Niedernhausen/Taunus Herr Peter-Paul Poch (Elektrotechniker), Löhne Der Beirat erhielt für seine Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20). Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.424.807,40 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 20. August 2020 Alexander Lucke, Geschäftsführer Anlagespiegel
Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.1.2019 - 31.12.2019Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 7.747.673,09 EUR. 1.1.2018 - 31.12.2018Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 15.514,20 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.12.2020 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DNS:NET Internet Service GmbH, Bernau bei Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 14. Dezember 2020 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Karina Frille, Wirtschaftsprüferin Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer |
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