Terra Management GmbH
Same addressManagement activities of other holding companies
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Michael Knaup since 1/29/2026 | Board Chair |
Manuela Moog since 11/18/2025 | Board Member |
Sebastian Baumgart since 7/22/2024 | Procura |
André Michael Gassen since 6/28/2023 | Procura |
Sebastian Schwartz since 1/30/2023 | Procura |
Michael Dr. Zons since 7/4/2022 | Board Member |
Annette Hetzenegger since 7/4/2022 | Board Member |
Matthias Kroppen since 6/2/2021 | Procura |
Alexander Stabenow since 6/2/2021 | Procura |
Markus Kalkowski since 4/22/2021 | Procura |
Alexander Erpenbach since 7/2/2020 | Procura |
Marco Becker since 3/16/2020 | Procura |
Rainer Dornseifer since 3/16/2020 | Procura |
Ulrich Prang since 11/8/2017 | Procura |
Thomas Funken since 4/18/2017 | Procura |
Jean-Marc Minary since 11/9/2015 | Procura |
Dietmar Scheel since 2/10/2015 | Board Member |
Jürgen Weiler since 11/7/2013 | Procura |
Joachim Matthias Gallus since 8/4/2006 | Procura |
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% | |
chancemarket UG (haftungsbeschränkt)Dissolved | 25.00% |
| 20.00% | |
| 17.50% | |
| 15.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
DEVK Allgemeine Versicherungs-AktiengesellschaftKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Organe (Angabe nach § 285 Nr. 10 HGB)
* Keine Angabe nach 285 Nr. 10 HGB LageberichtGrundlagen des UnternehmensGeschäftsmodellDie Gesellschaft betreibt das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Schaden-/Unfallversicherungsgeschäft im Inland und Ausland, die selbst abgeschlossene Auslandsreisekrankenversicherung und seit 2018 die nichtsubstitutive Krankenversicherung im Inland. Einzelheiten hierzu können der Anlage zum Lagebericht entnommen werden. Die DEVK-Gruppe ist im gesamten Bundesgebiet mit 19 Regionaldirektionen und rund 1.150 Geschäftsstellen (Stand Ende 2024) vertreten. Verbundene Unternehmen, BeteiligungenVerbundene Unternehmen der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG sind der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn, Köln, und dessen unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen. Das Grundkapital der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG in Höhe von 195,0 Mio. € ist vollständig eingezahlt. Es wird zu 100 % gehalten durch die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Angabe unmittelbarer Anteile unserer Gesellschaft an den wesentlichen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen befindet sich im Anhang. Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Funktionsausgliederung, organisatorische ZusammenarbeitAufgrund eines Generalagenturvertrags übernimmt der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. die Funktion der Versicherungsvermittlung sowie die damit zusammenhängenden Aufgaben. Allgemeine Betriebsbereiche, wie z. B. Rechnungswesen, Inkasso, IT, Kapitalanlage und -verwaltung, Personal, Revision sowie Allgemeine Verwaltung, sind für alle DEVK-Unternehmen organisatorisch zusammengefasst. Darüber hinaus wird auch die Bestandsverwaltung und Leistungsbearbeitung gemeinsam mit dem DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. durchgeführt. Gemäß dem Gemeinschaftsvertrag stellt uns der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. das erforderliche Innendienstpersonal zur Verfügung. Unser Unternehmen hat separate Mietverträge und verfügt gemäß seiner Nutzung über eigenes Inventar und eigene Arbeitsmittel. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland 2024 bewegte sich in einem Spannungsfeld aus Konjunkturschwäche bei gleichzeitigen Rekordständen am deutschen Leitindex DAX 40. Ferner spielten die Nachhaltigkeit des Rückgangs der Inflation und die damit verbundene Notenbankpolitik eine zentrale Rolle an den Kapitalmärkten. Große Auswirkungen, insbesondere auf die globalen Aktienmärkte, hatte zudem die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, während das Scheitern der Ampel-Koalition kaum Einfluss auf das Marktgeschehen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss - ausgehend von einem Einlagenzins in Höhe von 4,00 % - beginnend mit der Juni-Sitzung 2024 vier Zinssenkungsschritte von jeweils 0,25 %, sodass der Einlagenzins zum Jahresende 2024 3,00 % betrug. Die amerikanische Notenbank Fed folgte in der September-Sitzung und senkte die Zinsen in einem ersten Schritt um 0,50 % und Anfang November sowie Mitte Dezember um jeweils weitere 0,25 % auf die aktuellen Zielraten zwischen 4,25 % und 4,50 %. Gleichzeitig fiel die Inflationsrate in Europa von 2,9 % zu Jahresanfang auf 1,7 % per Ende September und somit zunächst unter das vorgegebene Ziel der EZB. Im vierten Quartal 2024 folgte ein erneuter Anstieg der Inflationsrate auf 2,4 %. Risikofreie Zinssätze (zum Beispiel der 10-jährige Euro-Swapsatz) stiegen seit Jahresanfang unter teilweise starken Schwankungen von 2,5 % bis Anfang Juli um ca. 40 Basispunkte auf ein Niveau von ca. 2,9 % an und fielen als Reaktion auf die Zinssenkungsentscheidungen der Notenbanken wieder um knapp 80 Basispunkte bis Anfang Dezember. Zum Jahresende 2024 notierte der Wert mit 2,4 % rund 10 Basispunkte niedriger als zu Jahresbeginn. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe zeigte 2024 zunächst eine ähnliche Entwicklung bis September, stieg zum Jahresende jedoch stärker an und wies mit 2,4 % einen um 30 Basispunkte höheren Wert auf als zu Jahresbeginn. Die Inversion der Zinsstrukturkurve nahm am vorderen Ende im Jahresverlauf stark ab, sodass die Kurve ab einer Laufzeit von drei Jahren wieder eine normale Form aufweist. Für Langfristanleger (wie beispielsweise Lebensversicherungsunternehmen) ist insbesondere die Entwicklung am langen Ende der Zinsstrukturkurve wichtig, um mit Zinspapieren die langfristigen versicherungstechnischen Verpflichtungen adäquat erfüllen zu können. Die Risikoaufschläge auf europäische Investmentgrade-Unternehmensanleihen bewegten sich in der Jahresbetrachtung trotz der schwachen konjunkturellen Entwicklung in Europa weitestgehend seitwärts auf geringem Niveau. Konträr dazu ist die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland im Vorjahresvergleich um 16,8 % gestiegen. Im besonderen Maße waren die Bereiche "Verkehr und Lagerei" betroffen. Aktienmärkte zeigten 2024 eine überwiegend positive Entwicklung. Kurzfristige Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten gab es Anfang August im Zuge des Nikkei-Crashs. Das von den Marktteilnehmern unerwartet eingeläutete Ende der Nullzinspolitik der japanischen Notenbank führte am 5. August mit 12,4 % zum heftigsten Kurseinbruch des japanischen Leitindex Nikkei 225 seit 1987 und löste eine globale Kettenreaktion aus. Einen Tag später verzeichnete der Index mit 9,4 % den höchsten Tagesgewinn seiner Geschichte. Im Zuge der Erholung und beflügelt durch die Notenbankpolitik sowie die amerikanische Präsidentschaftswahl erreichte der deutsche Leitindex DAX 40 Mitte Dezember mit 20.426,27 Punkten ein neues Allzeithoch bezogen auf den Tagesschlusskurs. Die Jahresperformance lag bei 18,8 %. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde durch eine mangelnde Investitionsbereitschaft bei einem gleichzeitig dringend benötigten Strukturwandel belastet. Insbesondere energieintensive Industriezweige litten an den im internationalen Vergleich hohen Energiekosten und der damit verbundenen sinkenden globalen Wettbewerbsfähigkeit. Zudem kamen bedingt durch die restriktive Haushaltspolitik der Ampel-Koalition vor deren Scheitern im Herbst nur wenig fiskale Investitionsimpulse. Auch wenn der Rückgang der Inflation die Kaufkraft der privaten Haushalte stärkte, zeigte sich kein nennenswerter Anstieg beim privaten Konsum, während die Sparquote in allen Quartalen anstieg. Diese Tendenzen spiegelten sich im Verlauf des Bruttoinlandsprodukts 2024 wider. Preisbereinigt sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Nach minimalen Wachstumsraten von 0,1 % im zweiten und dritten Quartal sank das BIP im letzten Quartal 2024 preisbereinigt um 0,4 %, sodass nach Angaben des statistischen Bundesamts insgesamt ein Rückgang von 0,2 % für 2024 zu Buche stand. Für das Folgejahr prognostiziert die Bundesregierung eine leichte Erholung des Wachstums in Höhe von 0,3 %, der Sachverständigenrat prognostiziert ein Wachstum von 0,4 %. Weitere Volkswirte gehen mitunter bestenfalls von einem Null-Wachstum bis hin zu einem weiteren leichten Rückgang aus. Zurückhaltend wird die wirtschaftliche Lage ebenfalls von Unternehmensseite beurteilt. So stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex zwar zunächst bis April auf sein Jahreshoch von 89,0 Punkten, fiel jedoch in den folgenden Monaten bis auf sein Jahrestief im Dezember von 84,7 Punkten. Im Vergleich zum Euro-Raum schneidet Deutschland beim geschätzten BIP-Wachstum in beiden Jahren schlechter ab (Euro Raum 2024: 0,7 %, 2025: 1,3 %). Im globalen Vergleich wird für die US-amerikanische Volkswirtschaft nach einem starken Wachstum von 2,8 % im Jahr 2024 von einigen Volkswirten ein Rückgang auf 2,0 % für 2025 erwartet. Nach Hochrechnung des GDV auf Basis der Monats-/Quartalsmeldungen September 2024 liegt die kombinierte Schaden- und Kostenquote nach Abwicklungsergebnis (Combined Ratio) bei rund 98 % (Vorjahr 98,8 %). Brutto betrachtet, hat sich die Ertragssituation der Schaden- und Unfallversicherungsbranche damit gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Den Anstieg der Bruttobeitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung beziffert der GDV für 2024 mit 7,8 %. Auf Grundlage der GDV Hochrechnung Monats-/Quartalsmeldungen September 2024 in der Kraftfahrtversicherung liegt die hochgerechnete Steigerung der Beitragseinnahmen im Jahr 2024 mit +10,9 % deutlich über Vorjahr (+5,1 %). Die Combined Ratio sinkt nach Einschätzung des GDV deshalb auf rund 106 % (Vorjahr 111,3 %). Auf der Schadenseite haben sich 2024 steigende Kosten für Ersatzteile und Werkstattleistungen niedergeschlagen. GeschäftsverlaufIm Kfz-Neugeschäft führten das sehr gute Wechselgeschäft 2023/2024 sowie die erfolgreich eingeführten unterjährigen Neugeschäftstarife zu hohen Zuwachsraten auf der Vertragsseite (+58,8 %). Auch im Neugeschäft der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen war mit +13,5 % ein Zuwachs zu verzeichnen. Der Gesamtbestand ist im Geschäftsjahr um 4,0 % auf 9.028.242 Verträge (Vorjahr 8.682.771) gestiegen. Hierbei wurden die Risiken der Kraftfahrthaftpflicht-, der Fahrzeugvoll- und der Fahrzeugteilversicherung einzeln gezählt. Die Mopedversicherungen blieben unberücksichtigt. Die gebuchten Bruttobeiträge sind um 16,4 % auf 1.900,9 Mio. € gestiegen. Die Prognose von rund 6 % wurde damit weit übertroffen. Hauptgründe für das starke Beitragswachstum sind der gestiegene Bestand in der Kraftfahrtversicherung sowie durchgeführte Beitragsanpassungen in dieser Sparte und der Verbundenen Gebäudeversicherung. Die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen sind mit +18,8 % weniger stark gestiegen als die versicherungstechnischen Nettoerträge (+20,4 %). Die daraus resultierende Ergebnisverbesserung fiel geringer aus als erwartet. Vor Veränderung der Schwankungsrückstellung betrug das versicherungstechnische Ergebnis -76,4 Mio. € (Vorjahr -82,8 Mio. €). Wegen einer geringeren Entnahme aus der Schwankungsrückstellung (16,7 Mio. €, Vorjahr 48,1 Mio. €) lag das versicherungstechnische Ergebnis f. e. R. mit -59,7 Mio. € weit unter Vorjahr (-34,7 Mio. €) und damit auch unter unserer letztjährigen Erwartung (Verlust in etwa auf Vorjahresniveau). Die Bruttoerträge der Kapitalanlagen stiegen 2024 von 75,7 Mio. € auf 80,7 Mio. €. Der Anstieg resultiert maßgeblich aus höheren ordentlichen Erträgen aus Termingeldern (12,9 Mio. € nach 3,1 Mio. € im Vorjahr), welche reduzierte Zuschreibungen im Vergleich zum Vorjahr überkompensierten (3,3 Mio. € nach 9,0 Mio. € im Vorjahr). Zudem stiegen Abgangsgewinne auf Kapitalanlagen von 4,0 Mio. € auf 5,6 Mio. €. Die gesamten Aufwendungen für Kapitalanlagen sind 2024 deutlich von 12,5 Mio. € auf 19,2 Mio. € gestiegen. Dieser deutliche Anstieg liegt in erster Linie in gestiegenen Abschreibungen im Fondsbereich sowie einer Beteiligung begründet. Negativ wirkte sich zudem der Anstieg der Abgangsverluste von 0,2 Mio. € auf 3,2 Mio. € auf die Aufwendungen aus. Verwaltungskosten sanken von 4,8 Mio. € auf 4,1 Mio. € und wirkten somit positiv auf die gesamte Aufwandsposition. Das Netto-Kapitalanlageergebnis sank 2024 aufgrund der beschriebenen Wechselwirklungen der Aufwands- und Ertragspositionen leicht und somit weniger stark als erwartet von 63,2 Mio. € auf 61,5 Mio. €. Die Nettoverzinsung lag mit 2,4 % ebenfalls weniger stark als erwartet moderat unterhalb des Vorjahresniveaus (2,6 %). Der Kapitalanlagebestand ist im Jahr 2024 leicht und damit im Rahmen der Erwartungshaltung gewachsen. (Vorjahres-Prognose: Wir erwarten bei einem leichten Anstieg des Kapitalanlagebestands ein absolutes Ergebnis deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus. Insgesamt erwartet die Gesellschaft einen deutlichen Rückgang der Nettoverzinsung.) Die Strategische Asset Allokation, also die Zielaufteilung der Kapitalanlagen, wurde Ende 2019 DEVK-weit angepasst. Die Zielquoten für Realwerte (insbesondere Immobilien und Alternative Investments) wurden dabei erhöht, um einerseits dem seinerzeit vorherrschenden Niedrigzinsniveau zu begegnen und andererseits den realen Werterhalt und somit insgesamt die langfristige Ertragssituation zu verbessern. Im Herbst 2023 wurde bei der Gesellschaft die strategische Zielquote für Aktien um weitere 2,5 % erhöht, während gleichzeitig die Immobilien-Zielquote um denselben Wert reduziert wurde. Im Jahresverlauf wurde die effektive Aktienquote zu Buchwerten insgesamt deutlich reduziert. Mittelfristig ist ein weiterer Aufbau der Aktienpositionen geplant. Der Aufbau anderer langfristig orientierter Realwerte fokussierte sich im Jahr 2024 auf Alternative Investments. Insgesamt wurde die Prognose für das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (5 Mio. € bis 15 Mio. €) mit -7,2 Mio. € deutlich unterschritten. Ursächlich hierfür war das niedrigere versicherungstechnische Ergebnis f. e. R. Nach Steuern ergab sich ein Verlust in Höhe von -9,3 Mio. € der von der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE übernommen wurde (Vorjahr Gewinnabführung 23,2 Mio. €). Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage des Unternehmens
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung Die gebuchten Bruttobeiträge der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG sind um 16,4 % auf 1.900,9 Mio. € gestiegen. Aufgrund geringerer Abgaben an die Rückversicherer stiegen die verdienten Beiträge f. e. R. deutlich um 20,4 %. Die Bruttoaufwendungen für Geschäftsjahresschäden nahmen um 10,5 % gegenüber dem Vorjahr zu. Die Gewinne aus der Abwicklung von Vorjahresschäden fielen mit 101,3 Mio. € höher aus als im Vorjahr (94,2 Mio. €). Insgesamt verbesserte sich die bilanzielle Schadenquote brutto auf 75,4 % (Vorjahr 76,8 %). Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind gegenüber dem Vorjahr (392,0 Mio. €) um 14,7 % auf 449,6 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultierte sowohl aus den Abschlusskosten als auch aus den Verwaltungskosten. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. erhöhten sich mit 17,7 % im Vergleich zur Bruttobetrachtung deutlich stärker. Der Anteil an den verdienten Nettobeiträgen reduzierte sich auf 78,9 % (Vorjahr 80,7 %). Das Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. zu den verdienten Beiträgen verschlechterte sich auf 25,6 % (Vorjahr 25,0 %). Vor Veränderung der Schwankungsrückstellung verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis auf -76,4 Mio. € (Vorjahr -82,8 Mio. €). Nach einer gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 16,7 Mio. € (Vorjahr 48,1 Mio. €) betrug das versicherungstechnische Ergebnis f. e. R. -59,7 Mio. € (Vorjahr -34,7 Mio. €). Die Entwicklung in den einzelnen Versicherungszweigen stellt sich wie folgt dar:
Die Kraftfahrtversicherung wurde auch 2024 inflationsbedingt mit steigenden Schadenaufwendungen und überdurchschnittlich steigenden Kosten im Bereich der Reparaturen sowie für Gutachter und Rechtsanwälte belastet. Versicherungstechnische Verluste in der Kraftfahrtversicherung wurden durch andere Sparten nur zum Teil kompensiert. Kapitalanlageergebnis Das Netto-Kapitalanlageergebnis ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Zurückzuführen ist dies auf höhere Abschreibungen im Fonds- und Beteiligungsbereich sowie einem Anstieg der Abgangsverluste. Die Bruttoerträge beliefen sich auf 80,7 Mio. € (Vorjahr 75,7 Mio. €). Positiv wirkten in erster Linie deutlich gestiegene laufende Erträge sowie höhere Abgangsgewinne (5,6 Mio. € nach 4,0 Mio. € im Vorjahr), die einen Rückgang der Zuschreibungen von 9,0 Mio. € auf 3,3 Mio. € überkompensierten. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen fielen primär wegen des beschriebenen Anstiegs der Abschreibungen mit 19,2 Mio. € deutlich höher aus als im Vorjahr (12,5 Mio. €). Per Saldo ergab sich ein Netto-Kapitalanlageergebnis in Höhe von 61,5 Mio. € nach 63,2 Mio. € im Vorjahr. Das Kapitalanlageergebnis sank somit aufgrund der beschriebenen Effekte gegenüber dem Vorjahreswert weniger stark als erwartet. Sonstiges Ergebnis Das sonstige Ergebnis inklusive des technischen Zinsertrags verschlechterte sich auf -8,9 Mio. € (Vorjahr -4,4 Mio. €). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis aus DEVK-Verrechnungskonten. Steuern Aufgrund des im Jahr 2002 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE wurde eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft hergestellt. Die Aufwendungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer werden daher von der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE übernommen. Der bei unserem Unternehmen 2024 angefallene Steueraufwand betrug 2,1 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €). Geschäftsergebnis Der sich nach Steuern ergebende Verlust in Höhe von -9,3 Mio. € (Vorjahr Gewinnabführung 23,2 Mio. €) wurde aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE übernommen. Umsatzrendite Als wesentliche Kennziffer zur Steuerung des Unternehmens wird die "bereinigte Umsatzrendite" des selbst abgeschlossenen Geschäfts verwendet. Diese ist definiert als Jahresüberschuss vor Steuern und Gewinnabführung, bereinigt um die Aufwendungen für Beitragsrückerstattung und den Rückversicherungssaldo sowie die Veränderung der Schwankungsrückstellung, im Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen. Das in Rückdeckung übernommene Geschäft bleibt hierbei unberücksichtigt. Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 3,6 % (Vorjahr 1,8 %). Die Vorjahresprognose von rund 3 % wurde damit übertroffen. Finanzlage des Unternehmens Cashflow Die zur Bedienung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erforderliche Liquidität ist durch eine laufende Liquiditätsplanung, die die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der folgenden zwölf Monate berücksichtigt, gewährleistet. Der Gesellschaft fließen durch Beitragseinnahmen, Kapitalanlageerträge und den Rückfluss von Kapitalanlagen laufend liquide Mittel zu. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, das heißt der Mittelbedarf für das Nettoinvestitionsvolumen, betrug im Geschäftsjahr 30,6 Mio. €. Die hierfür erforderlichen Mittel wurden ausschließlich durch die laufende Geschäftstätigkeit erwirtschaftet. Ratings Die international renommierten Ratingagenturen S&P Global Ratings und Fitch beurteilen jährlich die finanzielle Leistungsfähigkeit und Sicherheit der DEVK. S&P Global Ratings hat zuletzt im Juni 2024 das Rating erneuert. Der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G., die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, die DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-AG sowie die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE erhielten, wie in den Jahren 2008 bis 2023, ein "A+" (sehr gut). Die künftige Entwicklung schätzt S&P Global Ratings als "stabil" ein. Im Ergebnis wird damit die sehr gute finanzielle Ausstattung der DEVK-Unternehmen bestätigt. Zu der gleichen Einschätzung ist die Rating-Agentur Fitch gekommen, die im Juli 2024 die Finanzstärke der Kerngesellschaften der DEVK unverändert mit "A+" einstufte. Beurteilt wurden der DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G., die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, die DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG, die DEVK Krankenversicherungs-AG sowie die beiden Lebensversicherer DEVK Lebensversicherungsverein a.G. und DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-AG. Der Ausblick für alle Unternehmen ist weiterhin "stabil". Vermögenslage des Unternehmens
Insgesamt ergaben sich in der Zusammensetzung des Kapitalanlagebestands 2024 zu Buchwerten keine wesentlichen materiellen Veränderungen. Der Anteil der Realwerte ist strategiegemäß insbesondere im Alternative Investment Bereich angewachsen. Die Anpassung der Asset Allokation stellt dabei einen mittelfristigen Prozess dar. Temporär kann die taktische Steuerung der Kapitalanlagen zu einer Anpassung der Asset Allokation führen, um z. B. Risikopositionen kurzfristig zu reduzieren. Den weitaus größten Anteil an den versicherungstechnischen Rückstellungen (2.177,2 Mio. €) haben Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle f. e. R. (2.002,1 Mio. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken auf 30,2 Mio. € (Vorjahr 80,6 Mio. €). Hier handelt es sich zum überwiegenden Teil um Steuerverbindlichkeiten (17,0 Mio. €). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Kundenzufriedenheit Die Kundenzufriedenheit ist für die DEVK das oberste strategische Ziel. Deshalb analysiert die DEVK jährlich die Zufriedenheit ihrer Kundinnen und Kunden. Hierfür wird eine Versicherungsmarktstudie zugrunde gelegt, die die Kundenzufriedenheit von 21 Top-Serviceversicherern in Deutschland anhand einer Punkteskala abbildet. Entwicklungen im Zeitablauf und im Mitbewerbervergleich werden hierdurch anschaulich messbar. Im Hinblick auf die Gesamtzufriedenheit belegt die DEVK aktuell Platz 7. Als Ziel für die Kundenzufriedenheit hat sich die DEVK für die kommenden Jahre die Erreichung des ersten Platzes gesetzt.
Für 2025 wurden 790 Punkte als Zielwert festgelegt. Mitarbeitendenzufriedenheit Der DEVK ist die Meinung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig. Die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeitenden mit ihrem Arbeitskontext sowie mit ihren Führungskräften, Kolleginnen und Kollegen, Aufgaben sowie der Unternehmenskultur sind das Herzstück der Arbeitgeberattraktivität. Mitarbeitendenbefragungen sind ein fester Bestanteil der DEVK-Kultur. Ein gutes Betriebsklima ist der DEVK wichtig. Sie fragt die Belegschaft regelmäßig nach ihrer Meinung. In anonymen Onlineumfragen geht es um Einschätzungen und Wünsche. Das Unternehmen veröffentlicht die Ergebnisse intern und bezieht sie in zukünftige Entscheidungen mit ein. Mit der Befragungslandschaft "DEVK VOICE" werden regelmäßig Befragungen zu aktuellen Themen im Innen- und Außendienst durchgeführt. Außerdem hat die DEVK die Umfrage zur Erfassung psychischer Gefährdung am Arbeitsplatz, zu der die DEVK gesetzlich verpflichtet ist, extrahiert. Die Befragung "VOICE Mental Health" wurde im Mai 2024 erstmals auf neuem Wege unternehmensweit durchgeführt. Hierdurch wurden wichtige Erkenntnisse über Ressourcen und Belastungen in der DEVK gewonnen.
Für 2025 wurden 720 Punkte als Zielwert festgelegt. Gesamtaussage zum WirtschaftsberichtVor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2024 insgesamt zufriedenstellend entwickelt. Die Ertragslage des Unternehmens stellt sich differenzierter dar, ist aber mit Ausnahme des defizitären Kfz-Geschäfts zufriedenstellend. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtFür 2025 rechnen wir mit einem Beitragszuwachs von rund 6 %. Die versicherungstechnischen Nettoerträge werden nach derzeitiger Einschätzung stärker steigen als die versicherungstechnischen Nettoaufwendungen. Vor Veränderung der Schwankungsrückstellung erwarten wir deshalb ein deutlich verbessertes positives versicherungstechnisches Ergebnis. Nach einer hohen Zuführung zur Schwankungsrückstellung gehen wir von einem gegenüber dem Vorjahr stark verbesserten, aber negativen versicherungstechnischen Ergebnis aus. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahre wird nicht unwesentlich durch die zweite Amtszeit Donald Trumps und die damit verbundenen Folgen geprägt werden. Insbesondere der verfolgte "America-First-Ansatz" führt zu konträren Rahmenbedingungen zwischen den USA und dem Rest der Welt (insbesondere Europa und China), was sich auch in der Entwicklung der Inflationsraten und der damit verbundenen Notenbankpolitik widerspiegeln wird. Die geforderte Einführung von Einfuhrzöllen der Trump-Administration könnte in Kombination mit Gegenzöllen in Europa zu einem Wiederaufkeimen der Inflation, sowohl in den USA, als auch in Europa, führen. Andererseits dominiert die konjunkturelle Schwäche in Europa, sodass wir davon ausgehen, dass die EZB in der Tendenz weiter eine expansive Geldpolitik betreiben kann, um Investitionsanreize zu schaffen. In den USA hingegen erwarten wir, dass die Fed bedingt durch den Preisdruck kurz- bis mittelfristig zu einer restriktiveren Notenbankpolitik zurückkehrt, die Zinsen also erhöht. In Deutschland wird die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung maßgeblich vom Ausgang der Koalitionsverhandlungen der vorgezogenen Bundestagswahl nach dem Scheitern der Ampel-Koalition abhängen. Nötig sind insbesondere wirtschaftspolitische Maßnahmen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industriezweige wiederherzustellen und die deutsche Exportwirtschaft zu stärken. Eine signifikante Trendwende nehmen wir aufgrund der möglichen Regierungskonstellationen jedoch nicht an. Diese Einschätzung spiegelt auch der Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland wider, welcher sich zum Jahresende hin weiter verschlechtert hat. Insbesondere die Erwartungshaltung der befragten Unternehmen trübt sich weiter ein. Zudem sind wichtige wirtschaftliche Frühindikatoren, wie Einkaufsmanagerindizes, im Jahresverlauf kontinuierlich gesunken. So notierte der Einkaufsmanagerindex der Industrie in Deutschland zum Jahresende 2024 mit 42,5 Punkten deutlich unter der neutralen 50-Punkte-Marke. Bestehende und drohende militärische Konflikte verstärken unserer Einschätzung nach zudem bereits bestehende deglobalisierende Tendenzen, was wiederum inflationär wirkt. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten und eine politische/militärische Neuordnung der Region nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes in Syrien könnte zudem Auswirkungen auf die Energiepreise und somit auch auf die globalen Kapitalmärkte haben, was wiederum inflationstreibend wirken könnte. Daneben herrscht eine große Diskrepanz zwischen den negativen Fundamentaldaten und der durchaus positiven Gewinnerwartung vieler Aktienunternehmen der großen Indizes, sodass wir insgesamt für den Aktienmarkt 2025 ein volatiles Umfeld prognostizieren. Die globale Konjunktur steuert nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds auf ein im historischen Kontext schwaches Wirtschaftswachstum von 3,2 % für 2025 zu und bewegt sich damit auf dem Niveau von 2024. In China ist laut IWF zudem kein Ende der Krise am Immobilienmarkt, der einen großen Anteil am BIP hat, in Sicht. Für 2024 geht der IWF für China von einem Wachstum von 4,8 % und 4,5 % in 2025 aus. Gerade für exportgetriebene Länder wie Deutschland würde diese Tendenz einen weiteren Wachstumsdämpfer darstellen. Insgesamt sehen wir aufgrund der beschriebenen Unsicherheiten einen anhaltend volatilen Kapitalmarkt im Jahr 2025. Im Rahmen der gesunkenen Inflation und der zuletzt expansiven Notenbankpolitik sind in Europa insbesondere aufgrund der konjunkturellen Schwäche mittelfristig sinkende Renditen im kurz- und mittelfristigen Laufzeitenbereich wahrscheinlich. Dies führt zu einer weiteren Normalisierung der Zinsstrukturkurve, sodass die kurzfristigen Renditen wieder tiefer liegen als die langfristigen. Sollte das Renditeniveau bei längeren Laufzeiten - wie von uns erwartet - nicht so stark sinken, wäre dies für Langfristanleger wie Lebensversicherungen zur Abbildung versicherungstechnischen Verpflichtungen in der Kapitalanlage von Vorteil. Für die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG prognostizieren wir im Bereich der Kapitalanlagen im Jahr 2025 bei einem deutlichen Anstieg des Kapitalanlagebestands ein absolutes Ergebnis leicht oberhalb des Vorjahresniveaus. Dies begründet sich unter anderem durch die Erwartung geringerer Abschreibung. Erträge aus Aktien sollten aufgrund bestehender Unsicherheiten am Kapitalmarkt tendenziell gleich bleiben. Andererseits gehen wir von einer leichten Erholung im Immobilienbereich aus, was sich in einer positiven Wertentwicklung ausdrücken sollte. Die angenommene Normalisierung der Zinsstrukturkurve und die damit verbundene höhere Verzinsung in der Neu- und Wiederanlage am mittleren und hinteren Ende der Kurve wird unserer Einschätzung nach noch keine positive Auswirkung auf die absolute laufende Verzinsung in Prozent der Kapitalanlagen zur Folge haben, was sich in einem deutlichen Rückgang der Kennzahl niederschlägt. Insgesamt erwartet die Gesellschaft einen leichten Rückgang der Nettoverzinsung. Die prognostizierte Entwicklung kann bei einem Wiederanstieg der Inflation, der Einführung und Ausgestaltung von Handelszöllen seitens der USA, einer tieferen und länger anhaltenden Rezession oder der zunehmenden Eskalation globaler militärischer Konflikte negativ abweichen. Eine weniger protektionistische Handelspolitik der USA in Kombination mit einer weniger restriktiven Notenbankpolitik der Fed sowie eine expansivere Geldpolitik der EZB zur Stärkung des Investitionsklimas in Europa hingegen könnten das Ergebnis, insbesondere an den Aktienmärkten, positiv beeinflussen. Insgesamt rechnen wir für 2025 mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in einer Größenordnung von 15 Mio. € bis 25 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2025 strebt die DEVK eine weitere Verbesserung der Kundenzufriedenheit an. Der zur Messung verwendete Index soll von 777 Punkten (Istwert 2024) auf 790 Punkte gesteigert werden. Bezüglich der Mitarbeitendenzufriedenheit hat sich die DEVK einen Indexwert von 720 Punkten als Ziel gesetzt. Das Ziel für 2025 liegt damit 6 Punkte über dem Istwert 2024. ChancenberichtWir sind für unsere Kunden flächendeckend über unser Vertriebsnetz, unsere Regionaldirektionen und unsere Zentrale persönlich, telefonisch sowie digital erreichbar. Dabei erfolgt die Kommunikation über alle Medien. Insbesondere in der Kfz-Versicherung zeigt sich, welche Bedeutung dem digitalen Vertrieb zukommt. Die über den Direktvertrieb erzielten Abschlüsse bei Neukunden bieten bei einer marktüblichen Cross-Selling-Quote von drei Verträgen weiterhin ein großes Potenzial. Dieses Potenzial wollen wir auch 2025 für die DEVK nutzen. Wir sehen dazu noch positive Entwicklungen bei der Durchsetzung der unterjährigen Fälligkeit im Kfz-Bestand. Unsere dreiteilige Produktlinie (Basis-, Komfort- und Premium-Schutz) bietet unseren Mitgliedern einen umfassenden maßgeschneiderten und preiswerten Versicherungsschutz. Hierbei ist besonders der beständig hohe Anteil an Premium-Schutz im Bestand hervorzuheben. Durch unsere stetigen Prozessoptimierungen sorgen wir dafür, dass unser Geschäft effektiv und effizient verarbeitet wird. Unterstützend wirkt hierbei die Einführung eines neuen einheitlichen Bestandsführungssystems für den Innendienst. Wir sehen dazu positive Entwicklungen bei der Durchsetzung der unterjährigen Fälligkeit im Kfz-Bestand. Mit der Einführung unserer neuen Privathaftpflichtversicherung sehen wir ein großes Wachstumspotenzial, da rund 20 % (Quelle: Statista) der Haushalte in Deutschland immer noch nicht über eine Privathaftpflichtversicherung verfügen. Zeitgleich mit der Einführung der neuen Privathaftpflichtversicherung wird unsere neue Tierhalterhaftpflichtversicherung eingeführt. Auch hier sehen wir Absatzpotenzial, da in 46 % (Quelle: Statista) der Haushalte in Deutschland Hunde oder Katzen leben. Im Zusammenspiel von konkurrenzfähigen Produkten, einem sehr guten Service sowie unserem leistungsstarken Vertrieb sehen wir uns daher sehr gut aufgestellt. In der Kapitalanlage sehen wir im Jahr 2025 neben den Risiken und trotz des volatilen Marktumfeldes auch attraktive Investitionsmöglichkeiten. In der Regel steigen in einem Rezessionsumfeld die Risikoaufschläge auf Anleihen im Gesamtmarkt an, sodass auch Unternehmen mit guter Bonität höhere Renditen zahlen müssen. Hier bietet sich die Möglichkeit unter Chance-Risiko Gesichtspunkten Anleihen mit attraktiven Renditen zu erwerben. Eine zunehmende Normalisierung der risikolosen Zinsstrukturkurve würde zudem positiv auf Kapitalanlagen wirken, die, wie beispielsweise Immobilieninvestitionen, teilweise variabel fremdfinanziert sind. Durch die erwartete Volatilität an den Aktienmärkten sehen wir 2025 Chancen insbesondere auf Einzeltitelebene. Nach dem schwachen Immobilienergebnis 2024 infolge niedriger Bewertungen gehen wir 2025 von einer Erholung am Immobilienmarkt aus. Dafür spricht das grundsätzlich niedrigere Zinsniveau und die damit verbesserten Kreditkonditionen. Zusätzlich hält sich die Nachfrage nach Immobilien durch den Einbruch bei Neubauten in der jüngeren Vergangenheit auf einem guten Niveau. Gegebenenfalls bietet sich die Opportunität, derzeit niedrig bewertete Immobilien in sehr guten Lagen mit langfristigen bonitätsstarken Mietern günstiger zu erwerben und hiermit die Chance auf langfristig höhere Renditen. Der geplante Ausbau von Realwerten im Portfolio erhöht mittelfristig die Ertragschancen der Kapitalanlage. RisikoberichtGemäß § 289 Abs. 1 HGB und den Anforderungen des § 26 VAG in Verbindung mit den Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) wird an dieser Stelle über die Risiken der künftigen Entwicklung berichtet. Risikomanagementsystem Der Vorstand eines Versicherungsunternehmens ist nach § 26 Abs. 1 VAG für die Einrichtung eines angemessenen Risikomanagements verantwortlich. Die Grundlagen des Risikomanagements sowie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind innerhalb der DEVK in der Risikostrategie sowie den Solvency II-Leitlinien zum Risikomanagement geregelt. Die Risikomanagementfunktion und das zugehörige Risikomanagementsystem wurden gemäß den Solvency II-Anforderungen ausgerichtet. Die Risikomanagementfunktion wurde als Schlüsselfunktion in einer zentralen Einheit etabliert. Unterstützt wird die Risikomanagementfunktion durch dezentrale Risikomanagementeinheiten, wie z. B. Rückversicherung und Kapitalanlagen. Hierzu findet ein regelmäßiger Austausch, nicht zuletzt durch die dezentrale Risikorunde bzw. das Risikokomitee, statt. Das Risikomanagementsystem verfügt somit sowohl über eine zentral organisierte Einheit, deren Aufgabe es ist, das Risikomanagement übergreifend über alle Risikokategorien sicherzustellen, als auch über dezentrale Risikomanagementeinheiten, die mit ihrem Spezialwissen die Risikosituation betrachten. Die operative Risikoverantwortung der Fachbereiche sowie die Verantwortung des Vorstands bleiben hiervon unberührt. Die Risikomanagementfunktion verantwortet die Methoden und Verfahren des Risikomanagements und ist für die konzeptionelle Entwicklung und Pflege des unternehmensweiten Risikomanagementsystems zuständig. Sie übernimmt die Koordinationsfunktion und unterstützt die Risikoverantwortlichen in den Fachbereichen. Kernelemente zur Steuerung der Risiken der DEVK sind das Risikotragfähigkeitskonzept und das Limitsystem. Das Risikotragfähigkeitskonzept stellt eine ausreichende Hinterlegung von Eigenmitteln für alle wesentlichen Risiken sicher. Es dient dazu, den Risikoappetit des Unternehmens abzubilden und zu operationalisieren. Dafür werden für die wesentlichen Risiken ("Marktrisiko", "versicherungstechnisches Risiko" und "Ausfallrisiko") Grenzwerte bestimmt, um die Zielbedeckungsquote der Unternehmen für ein vordefiniertes Sicherheitsniveau sicherzustellen. Dadurch werden den genannten Risiken jährlich neue Maximalgrenzen für das jeweilige Risikokapital zugeordnet. Zur Operationalisierung der Risikosteuerung wird innerhalb der DEVK ein Limitsystem als Überwachungssystem zur frühzeitigen Risikoidentifikation und -bewertung eingesetzt. Die Limitauslastung wird in Form von Risikokennzahlen dargestellt. Zusätzlich wird halbjährlich eine umfassende Risikoinventur durchgeführt. Die Risiken werden strukturiert mit Hilfe einer Softwarelösung erhoben und nach Risikokategorien unterteilt. Die Risiken werden soweit möglich quantifiziert. Die zur Risikosteuerung notwendigen Maßnahmen werden erfasst. Zudem werden Risiken ad hoc betrachtet, sofern sie wesentlich sind. Mit Hilfe von Risikotragfähigkeitskonzept, Limitsystem und Risikoinventur kann unmittelbar und angemessen auf Entwicklungen reagiert werden, die für die DEVK ein Risiko darstellen. Wirksamkeit und Angemessenheit werden durch die Interne Revision überwacht. Die Risikolage der Einzelunternehmen und des Konzerns wird quartalsweise anhand des Risikoberichts in der dezentralen Risikorunde sowie im Risikokomitee erörtert. Hierbei werden die als wesentlich identifizierten Risiken, die Limitauslastungen und die aktuellen Risikotreiber berücksichtigt. Anschließend wird der Risikobericht den jeweils verantwortlichen Vorständen im Rahmen einer Vorstandsvorlage vorgelegt. Versicherungstechnische Risiken Die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG bietet auf dem deutschen Markt Versicherungsprodukte in den Bereichen Kfz, Reise, Haftpflicht, Haus und Wohnen und Unfallversicherung an. Das Angebot richtet sich überwiegend an Privatpersonen und Privathaushalte. Daneben werden kleinere gewerbliche Risiken in den Bereichen Dienstleistung, Handel und Handwerk gezeichnet. Unerwünschte Risiken sind in den Annahmerichtlinien und im gewerblichen Bereich in einem Betriebsartenverzeichnis spezifiziert. Die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG nutzt zur Berechnung des Risikokapitalbedarfs die Standardformel. Die Solvenzkapitalanforderungen werden dabei unter Verwendung des Value at Risk der Basiseigenmittel zu einem Konfidenzniveau von 99,5 % über ein Jahr kalibriert. Aufgrund des gezeichneten Geschäfts setzt sich das versicherungstechnische Risiko der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG aus dem Prämien-, Reserve-, Stornorisiko sowie dem Katastrophenrisiko zusammen. Hierbei sind das versicherungstechnische Risiko Sach und in geringem Umfang das versicherungstechnische Risiko Kranken und Leben betroffen. Bei der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG stellt das Prämien- und Reserverisiko das größte versicherungstechnische Risiko dar. Dadurch, dass der Eintrittszeitpunkt, die Häufigkeit und die Höhe zukünftiger Schäden unbekannt sind, ist das Unternehmen dem Risiko von Schwankungen des jährlichen Schadenaufwands ausgesetzt. Dieses Risiko wird als Prämienrisiko bezeichnet. Das Versicherungsunternehmen bildet Rückstellungen für die in der Vergangenheit eingetretenen Schäden. Da die Auszahlungszeitpunkte und die endgültige Höhe dieser Schäden in der Regel unbekannt sind, besteht für das Versicherungsunternehmen das Risiko, dass die gebildeten Rückstellungen nicht ausreichen. Dieses Risiko wird Reserverisiko genannt. Das Stornorisiko besteht darin, dass ein unerwartet hoher Anteil an Verträgen, die mit einem Gewinn in der Prognose enthalten sind, von Versicherten gekündigt werden. Das sogenannte Katastrophenrisiko bezeichnet das Risiko, das aus dem Eintritt extrem hoher Schadenereignisse resultiert. Hierbei wird zwischen Naturgefahren (Naturkatastrophen) und von Menschen verursachten Katastrophen (Man Made-Katastrophen) unterschieden. Bezüglich des Prämienrisikos begrenzen Zeichnungsrichtlinien das Risiko in allen Geschäftsbereichen auf marktübliche Deckungshöchstgrenzen. Dies geschieht in Abstimmung mit der Rückversicherung. Außerdem wird das Risiko durch Ausschlüsse, Selbstbehalte oder Beitragszuschläge begrenzt. Sanierungsmaßnahmen dienen der Erhaltung eines homogenen Bestands. Zudem werden regelmäßig Schadenbedarfs-Analysen durchgeführt. Diese fließen in die Kalkulation neuer Tarife und in die Gestaltung von Annahmerichtlinien ein. Beim Reserverisiko wird das Risiko durch eine vorsichtige Bewertung der bereits gemeldeten Schäden, durch zusätzliche Rückstellungen für statistisch zu erwartende, aber am Bilanzstichtag noch unbekannte Schäden und für Schäden, die nach dem Bilanzstichtag wiedereröffnet werden, minimiert. Die Angemessenheit der Rückstellungen für bestehende Verpflichtungen wird durch regelmäßige aktuarielle Analysen sichergestellt. Die passive Rückversicherung dient der Großschadenkappung und der Verringerung des Kapitalbedarfs. Es wurden verschiedene Rückversicherungsprogramme (Bouquet, Kat, Sonderverträge und fakultativ) aufgelegt, um das versicherungstechnische Risiko zu reduzieren und das versicherungstechnische Ergebnis zu glätten. Die Absicherung erfolgt auf Basis des 200-Jahres-Ereignisses. Die Selbstbehalte und die Rückversicherungsprogramme werden jährlich im Rahmen eines Erneuerungsprozesses überprüft. Das Naturkatastrophen-Programm wird über erfahrene Makler platziert und senkt das Elementar-Exposure des Unternehmens. Zunächst betrachten wir die Entwicklung der bilanziellen Schadenquote f. e. R. in den letzten zehn Jahren.
2024 ist die bilanzielle Schadenquote f. e. R. gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Elementarschäden hatten nur einen geringen Einfluss auf die Schadenquote. Insgesamt ist im betrachteten 10-Jahres-Zeitraum nur eine geringe Schwankungsbreite festzustellen. Nach Herausrechnen der Aufwendungen für Elementarschäden ergibt sich für 2024 eine bilanzielle Schadenquote f. e. R.in Höhe von 77,2 % (Vorjahr 79,8 %). Das ist u. a. darauf zurückzuführen, dass wir im Rahmen geeigneter Annahmerichtlinien regelmäßig nur einfaches, standardisiertes Geschäft zeichnen und für Verträge mit einem besonderen Versicherungsumfang unser Risiko durch Mit- bzw. Rückversicherungsverträge begrenzen. Die Rückdeckung unseres Geschäfts war auf mehrere externe Rückversicherer und unseren konzerneigenen Rückversicherer, die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, verteilt. Bei der Auswahl der externen Rückversicherer wurde deren Rating berücksichtigt. Unsere Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bemessen wir durch vorsichtige Bewertung der bereits gemeldeten Schäden, durch zusätzliche Rückstellungen für statistisch zu erwartende, aber am Bilanzstichtag noch unbekannte Schäden und für solche, die nach dem Bilanzstichtag wiedereröffnet werden müssen. Dem Reserverisiko wird damit angemessen Rechnung getragen. Das belegen auch die Abwicklungsergebnisse der letzten zehn Jahre. Wie im Vorjahr haben sich auch 2024 Preissteigerungen belastend ausgewirkt.
Als weiteres Sicherheitspolster sind unsere Schwankungsrückstellungen zu nennen, die zu einer Glättung der versicherungstechnischen Ergebnisse beitragen. Zum 31. Dezember 2024 betrug ihr Volumen 50,9 Mio. € (Vorjahr 67,6 Mio. €). Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft ergeben sich in der Erstversicherung aus Forderungen gegenüber Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmern, Versicherungsvermittlerinnen und Versicherungsvermittlern sowie Rückversicherern. Unsere fälligen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft betrugen im Beobachtungszeitraum der letzten drei Jahre durchschnittlich 49,06 Mio. €. Von diesen Forderungen sind im Mittel 4,1 % ausgefallen. Bezogen auf die durchschnittlich gebuchten Bruttobeiträge (1.544,7 Mio. €) belief sich die Ausfallquote der letzten drei Jahre auf 0,13 %. Das Ausfallrisiko ist daher für unser Unternehmen von untergeordneter Bedeutung. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft mit einem Fälligkeitszeitpunkt älter als 90 Tagen in Höhe von 8,6 Mio. €. Die zum Jahresende bestehenden Abrechnungsforderungen gegenüber Rückversicherern beliefen sich auf 17,0 Mio. €. Darin enthalten sind Forderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft in Höhe von 15,0 Mio. €. Eine Übersicht über die Abrechnungsforderungen sowie das Rating unserer Rückversicherungspartner gibt die folgende Tabelle:
Kapitalanlagerisiken Die Risiken aus Kapitalanlagen umfassen:
Seit 1. Januar 2017 gibt der interne Anlagekatalog die maßgeblichen Rahmenbedingungen für unsere Anlagepolitik vor. Die Strategische Asset Allokation konkretisiert die Anlagepolitik der DEVK. Seit 2020 beinhaltet die Strategische Asset Allokation eine eigene Assetklasse für Alternative Investments (Infrastruktur und Sonstiges). Durch den geplanten weiteren Ausbau von nicht-zinsabhängigen Kapitalanlagen infolge der Anpassung der Strategischen Asset Allokation steigen mittelfristig die potenziellen Wertschwankungen und sinkt teilweise die kurzfristige Handelbarkeit der Kapitalanlagen. Der geplante Ausbau von Realwerten im Portfolio erhöht mittelfristig somit das Risikoniveau der Kapitalanlagen. Kurs- und Zinsrisiken wird weiterhin durch eine ausgewogene Mischung der Anlagearten begegnet. Darüber hinaus beschränken wir das Bonitätsrisiko bzw. das Konzentrationsrisiko durch sehr strenge Rating-Anforderungen und ständige Überprüfung der von uns gewählten Emittenten, sodass keine existenzgefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern bestehen. Durch einen fortlaufenden ALM-Prozess (Asset-Liability-Management) wird die jederzeitige Erfüllung der bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen sichergestellt. Dem Liquiditätsrisiko wird durch die regelmäßige Ermittlung der Auslastung der Liquiditätsklassen im Rahmen des Risikomanagementprozesses begegnet. Diese Kennzahl fließt ins Limitsystem ein. Zusätzlich werden Liquiditätsstresse auf die Liquiditätsplanung des Unternehmens gerechnet, um adversen Ereignissen am Kapitalmarkt oder der Passivseite Rechnung zu tragen. Zudem werden anlassbezogene Sensitivitätsberechnungen durchgeführt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 haben wir einen eigenen Kapitalanlagestresstest durchgeführt. Dieser überprüft, ob das Versicherungsunternehmen trotz einer eintretenden, anhaltenden Krisensituation auf den Kapitalmärkten in der Lage ist, die gegenüber den Kunden eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Der Kapitalanlagestresstest simuliert eine kurzfristige, adverse Kapitalmarktveränderung und betrachtet die bilanziellen Auswirkungen für das Versicherungsunternehmen. Zielhorizont ist der nächste Bilanzstichtag. Es wird insbesondere eine negative Entwicklung auf dem Aktienmarkt bei gleichbleibendem Rentenmarkt, ein gleichzeitiger "Crash" auf dem Aktien- und Rentenmarkt sowie auf dem Aktien- und Immobilienmarkt unterstellt. Liquiditätsrisiken werden anhand einer detaillierten mehrjährigen Kapitalanlageplanung gesteuert. Sollte sich zukünftig eine Liquiditätsunterdeckung ergeben, kann frühzeitig gegengesteuert werden. Zur besseren Einschätzung der Liquiditätsrisiken werden auch Liquiditätsstressszenarien abgeleitet aus den Solvency II-Stressen durchgeführt und bewertet. Darüber hinaus werden die Kapitalanlagen in verschiedene Liquiditätsklassen eingeteilt. Vorgegebene Grenzwerte in Relation zum Kapitalanlagebestand dürfen dabei nicht unterschritten werden. Die Einhaltung der Grenzen wird regelmäßig überprüft. Zur Absicherung von Kapitalanlagerisiken bestehen Ende 2024 die folgenden Maßnahmen:
Zinsblock Per 31. Dezember 2024 beträgt der Zinsblock der Gesellschaft 1,831 Mrd. €. Dieser weist zum Stichtag eine negative Bewertungsreserve in Höhe von 114,7 Mio. € auf (im Vorjahr minus 137,1 Mio. €). Davon sind insgesamt 815,9 Mio. € als Inhaberpapiere (inkl. der reinen Rentenfonds) bei Zinsanstiegen abschreibungsgefährdet. Von diesen Inhaberpapieren haben wir gemäß § 341 Abs. 2 HGB ein Volumen von 808,1 Mio. € dem Anlagevermögen gewidmet, da die Absicht besteht, diese Papiere bis zur Endfälligkeit zu halten und etwaige Kursschwankungen als vorübergehend eingeschätzt werden. Sollte sich insbesondere die zweite Einschätzung als nicht zutreffend erweisen, werden die notwendigen Abschreibungen zeitnah vorgenommen. Diese Kapitalanlagen weisen eine negative Bewertungsreserve in Höhe von 29,6 Mio. € aus. Darin enthalten sind stille Lasten in Höhe von 34,5 Mio. € (Vorjahr 42,5 Mio. €) sowie stille Reserven in Höhe von 4,9 Mio. € (Vorjahr 5,2 Mio. €). Da die Entwicklung der stillen Lasten primär auf die Marktzinsbewegung zurückzuführen ist und keine Anhaltspunkte für eine Bonitätsverschlechterung vorliegen, besteht aufgrund der Halteabsicht bis zur Endfälligkeit keine dauerhafte Wertminderung. Die Auswirkung einer Renditeverschiebung um +/- 1 %-Punkt bedeutet eine Wertveränderung von -96,1 Mio. € bzw. 99,5 Mio. €. Die Angabe der Auswirkung eines Zinsanstiegs um einen Prozentpunkt gibt nur ansatzweise einen Hinweis auf den Einfluss auf unsere Ertragssituation. Grund dafür ist, dass sich innerhalb eines Jahres durch Restlaufzeitverkürzung der einzelnen Wertpapiere Marktwertveränderungen und Veränderungen der Zinssensitivität ergeben. Weiterhin ist der überwiegende Teil unserer Zinsanlagen in - dem Anlagevermögen gewidmeten - Inhaberschuldverschreibungen oder zum Nennwert bilanzierten Anleihen investiert. Hier führt ein Anstieg des Marktzinses aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht zu Abschreibungen. Weisen die Wertpapiere noch stille Reserven aus, würden diese zunächst abgebaut. Ausnahme hiervon sind Wertverluste aufgrund von Bonitätsverschlechterungen, die sich bei den jeweiligen Emittenten ergeben könnten. Diese würden sich unter anderem in einer kurzfristigen Ausweitung der Risikozuschläge verdeutlichen. Sie bewegten sich im Jahr 2024 jedoch weitestgehend seitlich. Ansteigende Risikozuschläge infolge von Bonitätsverschlechterungen in einer wirtschaftlichen Abschwächung, Erwartung einer länger anhaltenden Rezession und einer wieder ansteigenden Inflation oder einer Aktienmarktkorrektur halten wir 2025 für möglich. Neben den Immobilienfinanzierungen in Höhe von 13,1 % im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen, erfolgen unsere Zinsanlagen überwiegend in Pfandbriefen und Bankschuldverschreibungen. Darüber hinaus wurde auch in Unternehmensanleihen investiert. Die direkte Rentenneuanlage erstreckte sich im Jahr 2024 auf Inhaber- und Namenstitel nationaler und internationaler Unternehmen sowie Kreditinstitute. Bei den Rentenanlagen insgesamt handelt es sich um Inhaberpapiere, die größtenteils dem Anlagevermögen gewidmet sind, sowie Namenspapiere. In einem niedrigen Umfang werden Anleihen von den europäischen Peripherieländern Italien und Spanien gehalten. Anleihen von Emittenten aus Russland und der Ukraine sind weder im Direktbestand noch in durchgeschauten Spezialfonds vorhanden. Hinsichtlich der Emittentenrisiken ist die Gesellschaft zu 30,3 % in Wertpapieren und Anlagen von Kreditinstituten und anderen Finanzdienstleistern, 19,5 % in Unternehmensanleihen und 5,1 % in Staatspapieren im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen investiert. Investitionen bei Kreditinstituten unterliegen größtenteils den verschiedenen gesetzlichen und privaten Einlagensicherungssystemen oder es handelt sich um Zinspapiere mit besonderen Deckungsmitteln kraft Gesetzes. Unsere Zinsanlagen weisen folgende Ratingverteilung auf:
Die Ratingverteilung der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr von "AA- und besser" und "A- bis A+" in Richtung der anderen Ratingklassen verschoben. Insgesamt hat sich dadurch die Risikolage leicht verschlechtert. Wir werden bei Neu- und Wiederanlagen weiterhin nahezu ausschließlich in Zinspapiere hoher Bonität investieren. Aktienanlagen/Beteiligungen Unsere Aktienanlagen sind schwerpunktmäßig am DAX und EuroStoxx50 ausgerichtet, so dass die Veränderung dieser Indizes auch die Wertänderung unseres Portfolios relativ exakt abbildet. Bei einer Marktveränderung von 20 % verändert sich der Wert unseres Aktienportfolios um etwa 35,0 Mio. €. Der deutsche Aktienindex hat sich inklusive Dividenden im Jahr 2024 positiv entwickelt, während die Wertentwicklung des europäischen Aktienindex zwar insgesamt positiv in relativer Betrachtung jedoch deutlich schwächer ausfiel. Die Schwankungen innerhalb des Jahres waren z. T. hoch. Mittelfristig erwarten wir eine positive Entwicklung, allerdings unter zum Teil hohen Volatilitäten. Dem Anlagevermögen gewidmete Aktien bzw. Aktienfonds im Wert von 117,5 Mio. € weisen eine positive Bewertungsreserve in Höhe von 1,9 Mio. € aus. Darin sind keine stillen Lasten enthalten. Vor dem Hintergrund unserer Markteinschätzung haben wir die effektive Aktienquote im Spezialfonds im Jahr 2024 aktiv mitunter deutlich angehoben, Richtung Jahresende allerdings wieder stark reduziert. Insgesamt liegt die effektive Aktienquote zum Jahresende deutlich unterhalb des Niveaus vom Jahresanfang. Sollten sich zukünftig, z. B. infolge der Eskalation militärischer Auseinandersetzungen oder einer tieferen Rezession wirtschaftliche Probleme ergeben, kann die Aktienquote aktiv angepasst werden. Immobilien Am Bilanzstichtag waren 340,1 Mio. € in Liegenschaften investiert. Davon sind 300,7 Mio. € in indirekten Mandaten investiert, unter anderem über Spezialfonds in Büro- und anderen gewerblichen Immobilien. Auf den Direktbestand in Höhe von 39,4 Mio. € erfolgen pro Jahr planmäßige Abschreibungen in einem Volumen von 0,8 Mio. €. Immobilienvermögen im Wert von 65,5 Mio. € sind dem Anlagevermögen gewidmet. Die Bewertungsreserven im Anlagevermögen liegen bei 7,8 Mio. €, stille Lasten liegen keine vor. Abgesehen vom Inflationsrisiko, das über eine Indexierung der Mietverträge begrenzt wird, liegen im direkten Immobilienbestand keine besonderen Risiken vor. Auf Immobilienfondsebene sehen wir keine außergewöhnlichen Risiken bezüglich Vermietung und Qualität der Immobilien. Wir erwarten nach den Bewertungskorrekturen der Gutachter 2024 erste Werterholungen in 2025. Neben dem allgemeinen Immobilienrisiko kommt teilweise noch ein Währungsrisiko hinzu, welches zum Teil über währungskongruente Finanzierung und Devisentermingeschäfte abgesichert wird. Auswirkungen aus einem möglichen Abschwung am Immobilienmarkt werden durch vorhandene stille Reserven, Diversifizierung und möglichst langfristige, indexierte Mietverträge begrenzt. Alternative Investments Im Rahmen der Ende 2019 angepassten und 2023 überarbeiteten Strategischen Asset Allokation wurde beschlossen, diese Assetklasse weiter auszubauen. Der Bestand an Alternativen Investments (ohne Private Equity) verteilt sich auf Investitionen in Infrastruktur und Sonstiges. Das Volumen liegt zum 31. Dezember 2024 bei 136,2 Mio. € (Vorjahr 123,9 Mio. €). Dies entspricht 5,2 % (Vorjahr 5,0 %) der gesamten Kapitalanlagen zu Buchwerten. Der Bestand teilt sich zu 76:24 auf Infrastruktur und Sonstige Alternative Investments auf. Im Geschäftsjahr 2024 sind Abschreibungen in Höhe von 1,6 Mio. € entstanden (Vorjahr 0,5 Mio. €), Zuschreibungen betragen 2024 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €). Der ordentliche Ertrag 2024 sinkt von 5,4 Mio. € im Vorjahr auf 2,5 Mio. €. Konstruktionsbedingt entsteht bei Alternativen Investments der größte Teil der Kosten zu Beginn der Investitionsphase. Operationelle Risiken Operationelle Risiken entstehen aus unzulänglichen oder fehlgeschlagenen betrieblichen Abläufen, Versagen technischer Systeme, menschlichem Fehlverhalten oder externen Ereignissen. Rechtsrisiken sind Bestandteil der operationellen Risiken. Hierunter zählen auch Compliance-Risiken. Das Management der operationellen Risiken erfolgt durch eine sorgfältige Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der betrieblichen Abläufe sind zu den Risiken entsprechende Kontrollen eingerichtet. Deren Funktionsfähigkeit wird laufend überwacht, etwaige Kontrollschwächen werden beurteilt und gegebenenfalls beseitigt. Im Rahmen des Internen Kontrollsystem-Prozesses erfolgt eine Zuweisung klarer Zuständigkeiten für die regelmäßige Ermittlung, Dokumentation und Überwachung relevanter Exponierungen gegenüber dem Risiko. Operationelle Risiken werden schwerpunktmäßig in der halbjährlichen Risikoinventur und fortlaufend in der Prozessdokumentation erfasst und beschrieben. Die Unterstützung der Geschäftsprozesse durch den IT-Betrieb bringt eine Vielzahl operationeller Risiken mit sich. Die Sicherheit der Programme und der Datenhaltung sowie des laufenden Betriebs werden durch umfassende Zugangskontrollen und Schutzvorkehrungen sowohl in den internen Rechenzentren als auch in Rechenzentren der Drittanbieter (Cloud) gewährleistet. Die IT-Infrastruktur der DEVK ist redundant ausgelegt. Die beiden Rechenzentren sind über zwei getrennte Glasfaserleitungen miteinander verbunden. Es werden im Rahmen der Cloud-Strategie zunehmend Systeme in der Cloud betrieben. Seit 17. Januar 2025 gilt die DORA-Verordnung, die der Sicherstellung der digitalen operationalen Resilienz im Finanzsektor dient. Die DEVK hat Anforderungen und Vorgaben an ihre Governance und Prozesse in einer DOR-Strategie verankert. Die DORA hat maßgeblichen Einfluss auf die Betrachtung von IKT-Risiken im Risikomanagementrahmen des Unternehmens. Hierzu werden bestehende Prozesse und Methoden (z. B. Risikoinventur oder Limitsystem) genutzt, um eine effiziente Steuerung der Risiken sicherzustellen. Dies schließt auch die IKT-Drittparteienrisiken ein. Künstliche Intelligenz (KI) bietet der DEVK Chancen, innovative Lösungen zu entwickeln und effizientere Prozesse zu gestalten, um Bedürfnissen ihrer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden. Das Risikomanagement stellt im Einklang mit dem "EU AI Act" sicher, dass potenzielle Gefahren und Schwachstellen in allen Phasen des Lebenszyklus eines KI-Systems systematisch identifiziert, bewertet und beherrscht werden. Die mit dem Einsatz von KI-System verbundenen Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses gesteuert. Dies gewährleistet, dass KI-spezifische Risiken im Kontext der gesamten Unternehmensrisiken angemessen adressiert werden. Die Informationssicherheits-Strategie der DEVK nennt als Sicherheitsziele die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten, Anwendungen und der IT-Infrastruktur. Zentrale Elemente des Informationssicherheits-Managements der DEVK sind das Informationssicherheits-Board und der Informationssicherheits-Beauftragte. Das Informationssicherheits-Board dient der strategischen Steuerung der Informationssicherheit der DEVK-Gruppe und der Vorbereitung sicherheitsrelevanter Entscheidungsvorlagen für den Vorstand. Der Informationssicherheits-Beauftragte steuert den Informationssicherheits-Prozess. Um ein gleichmäßiges und angemessenes Sicherheitsniveau zu erreichen, werden die Sicherheitsmaßnahmen am Schutzbedarf und den Bedrohungen ausgerichtet. Die DEVK strebt den Erhalt, im Hinblick auf das Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz) für den IT-Betrieb die Zertifizierungsreife nach ISO27001 auf Basis des IT-Grundschutzes nach Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik an. Ein weiterer Baustein der Informationssicherheit ist auch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für die Gefahren aus Social Engineering, Datenschutz und Cyberkriminalität. Hierzu werden über unser Weiterbildungsportal entsprechende Schulungen angeboten bzw. verpflichtend absolviert. Außerdem werden regelmäßig Phishing-Kampagnen zur Risikosensibilisierung durchgeführt. Die DEVK hat zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Resilienz gegen Cyberangriffe weiter zu verbessern. Hervorzuheben sind die Einführung eines Werkzeugs zur Erkennung von Anomalien im internen Netz (NDR) und die Verbesserung des Schutzniveaus der Clients durch die Einführung eines Endpoint Detection and Response Systems (EDR). Das Notfallmanagement (Business Continuity Management) ist Bestandteil des Internen Kontrollsystems. Es gewährleistet, dass die DEVK bei Unterbrechungen zeitkritischer Aktivitäten ihren Geschäftsbetrieb auf einem festgelegten Mindestniveau (Notbetrieb) fortsetzen und schnellstmöglich eine Wiederherstellung des Normalbetriebs erreichen kann. Zentraler Bestandteil des Notfallmanagements ist die Identifizierung der zeit- und geschäftskritischen Aktivitäten einschließlich der erforderlichen Ressourcen. Als kritische Aktivitäten werden all jene bezeichnet, durch deren Ausfall eine Bestandsgefährdung der DEVK-Gruppe erfolgen kann. Szenariospezifisch bestehen Notfallpläne, die einen definierten Notbetrieb gewährleisten und eine schnelle Rückkehr zum Normalbetrieb ermöglichen. Notfallübungen dienen der Überprüfung der getroffenen Maßnahmen. Auf der Grundlage der Anforderungen wurde ein IT-Service Continuity Plan mit folgenden Bestandteilen entwickelt:
Der IT-Service Continuity Plan wird regelmäßig getestet, um sicherzustellen, dass die IT-Systeme effektiv wiederhergestellt werden können. Das Management von Kopfmonopolen und Schlüsselpositionen ist grundsätzlich Bestandteil der Personalstrategie der DEVK-Gruppe. Im Rahmen der Personalplanung werden Kopfmonopole und Schlüsselpositionen regelmäßig erhoben. Zur Vermeidung von Kopfmonopolen wird Wissen auf mehrere Mitarbeitende verteilt. Dokumentationen unterstützen die Einarbeitung und Verteilung von Wissen. Dem demografischen Risiko begegnet die DEVK-Gruppe mit Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität. Hierzu zählen verstärktes Personalmarketing und flexible Arbeitszeitmodelle zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ein aktives Gesundheitsmanagement wirkt dem Krankheitsrisiko der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegen. Rechtliche Risiken sind Bestandteil der operationellen Risiken. Rechtsänderungsrisiken bezeichnen Risiken, die sich aufgrund einer Änderung des Rechtsumfelds einschließlich der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ergeben. Zu den Folgen aus Compliance-Risiken gehören rechtliche oder aufsichtsrechtliche Sanktionen und wesentliche finanzielle Verluste, die aus der Nichteinhaltung externer Anforderungen oder interner Vorgaben resultieren. Die DEVK hat ein Compliance-Management-System etabliert, das die Einhaltung externer Anforderungen und interner Vorgaben gewährleistet. Solvency II Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen von Solvency II wurden umgesetzt. Die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG hat im Jahr 2024 sämtliche Berichtspflichten, wie den Geschäftsbericht, den Bericht über die Solvabilität und Finanzlage, den Regular Supervisory Report und den Bericht zur unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung gegenüber der Aufsicht bzw. gegenüber der Öffentlichkeit erfüllt. Bei der aufsichtsrechtlichen Solvenzberechnung auf Basis der Standardformel zeigte sich für die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG eine deutliche Überdeckung. Die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG berechnet die Solvenzkapitalanforderung (SCR) anhand der Standardformel. Das SCR wiederum setzt sich aus verschiedenen Risikokategorien zusammen (versicherungstechnisches Risiko, Markt-, Ausfall- und operationelles Risiko). Die Summe aller Risiken stellt das Gesamtrisiko und somit das Risikoprofil dar. Die etwaigen Risikominderungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Rückversicherung oder Hedgingmaßnahmen, sind im Gesamtrisiko verrechnet. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach Solvency II werden erfüllt. Projektionsrechnungen im Rahmen des ORSA-Prozesses per 31. Dezember 2023 zeigen, dass eine ausreichende Bedeckung des Risikokapitals auch in Zukunft sichergestellt werden kann. Insgesamt ist zurzeit keine Entwicklung erkennbar, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führt und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte.
Köln, 6. März 2025 Der Vorstand Gottfried Rüßmann Annette Hetzenegger Michael Knaup Dietmar Scheel Bernd Zens Dr. Michael Zons Anlage zum LageberichtVerzeichnis der im Geschäftsjahr betriebenen Versicherungszweige
Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktivseite
Ich bescheinige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Sicherungsvermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.
Köln, 5. März 2025 Der Treuhänder Norbert Sulitzky Passivseite
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B. II. bzw. B. III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung in Höhe von 44.616.059,22 € unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Köln, 5. März 2025 Der Verantwortliche Aktuar Jürgen Weiler Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
AnhangAngaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGBDie DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, Köln, ist beim Amtsgericht Köln unter der Handelsregisternummer HRB 7935 eingetragen. Bilanzierungs-, Ermittlungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände (EDV-Software) wurden zu Anschaffungskosten bewertet und werden mit Ausnahme der geleisteten Anzahlungen planmäßig zwischen drei und zehn Jahren abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen wurden zu Nennwerten bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Bei geringwertigen Anlagegütern von untergeordneter Bedeutung, die dem Sammelposten zugeführt wurden, erfolgen Abschreibungen über fünf Jahre verteilt, jeweils beginnend mit dem Anschaffungsjahr. Andernfalls wurden diese im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe erfasst. Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Gebäude werden planmäßig zwischen 50 und 53 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Ein Gebäude wurde außerplanmäßig abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Der Ansatz der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere, der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erfolgte zu Anschaffungskosten, niedrigeren Börsenkursen oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Der beizulegende Wert eines Fondsanteils wird auf Basis der Ermittlung der entsprechenden Werte der Einzelanlagen errechnet (Fondsdurchschau). Bei einem gemischten Fonds wird für Aktienpositionen und festverzinsliche Wertpapiere eine gesonderte Betrachtung durchgeführt und die weiteren Positionen (Zielfonds, Derivate, Bankguthaben, Forderungen etc.) werden unverändert zum Marktwert angesetzt. Im Rahmen der Durchschau in Fonds mit stiller Last auf den Anteilsschein werden die Schuldtitel im Fonds anhand einer bonitätsinduzierten Vorgehensweise auf stille Lasten analysiert. Nicht als voraussichtlich dauernd wertgemindert eingestufte Schuldtitel werden einheitlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Hierbei wird beachtet, dass die (fortgeführten) Anschaffungskosten dieser Schuldtitel im Fonds im Durchschnitt nicht wesentlich vom Nennwert abweichen. Die Non-Investment Grade-Titel und andere als voraussichtlich dauernd wertgemindert eingestufte Schuldtitel, werden mit ihrem Börsen- oder Marktpreis berücksichtigt. Derivate wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden Marktwerte herangezogen. Für Aktienoptionen, deren Wert zum Stichtag die passivierte Verbindlichkeit überstieg, wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Berechnung erfolgte nach der Glattstellungsmethode. Die Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich einer Einzelwertberichtigung für das latente Ausfallrisiko bilanziert worden. Die Bilanzwerte der Namensschuldverschreibungen entsprechen den Nennwerten. Agio und Disagio wurden durch Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeit verteilt. Zero-Namensschuldverschreibungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich des in Abhängigkeit vom Kapitalvolumen und der Verzinsungsvereinbarung ermittelten Zinsanspruchs aktiviert. Die Bilanzwerte der Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation, einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und den Rückzahlungsbeträgen, unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert bilanziert. Die anderen Kapitalanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Kapitalanlagen, die nach § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet wurden, wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Kapitalanlagen, die dem Umlaufvermögen zugeordnet worden sind, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Sofern in früheren Jahren eine Abschreibung auf einen niedrigeren Wert erfolgte, wurde eine Zuschreibung vorgenommen, wenn diesen Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag wieder ein höherer Wert beigemessen werden konnte. Die Zuschreibungen erfolgten bis zur Höhe der Anschaffungskosten oder auf den niedrigeren Börsenwert. Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind zu Nennwerten abzüglich Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalabwertung für das latente Ausfallrisiko bilanziert worden. Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ergaben sich auf Grundlage der Rückversicherungsverträge und wurden zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden, soweit sie nicht die Sachanlagen betrafen, zu Nennwerten bewertet. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen zwischen drei und zwanzig Jahren, bilanziert. Geleistete Anzahlungen wurden zu Nennwerten bilanziert. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt. Bei geringwertigen Anlagegütern, die dem Sammelposten zugeführt wurden, erfolgen Abschreibungen über fünf Jahre verteilt, jeweils beginnend mit dem Anschaffungsjahr. Andernfalls wurden diese im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe erfasst. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden neben Vorauszahlungen von Kosten für künftige Zeiträume die noch nicht fälligen Zinsansprüche und das Agio für Namensschuldverschreibungen zu Nennwerten angesetzt. Die Bemessung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfolgte nach den folgenden Grundsätzen: Die Beitragsüberträge für das selbstabgeschlossene Versicherungsgeschäft wurden für jede Versicherung unter Berücksichtigung des individuellen technischen Versicherungsbeginns einzeln berechnet, wobei die steuerlichen Bestimmungen gemäß dem Erlass des Finanzministers NRW vom 30. April 1974 beachtet wurden. Die Beitragsüberträge für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben des Vorversicherers gebildet. Der Anteil des in Rückversicherung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet. Die in der Kinder-Unfallversicherung im Leistungsfall zu bildende Deckungsrückstellung wurde individuell unter Berücksichtigung implizit angesetzter Kosten nach der prospektiven Methode ermittelt. Es wurde die Sterbetafel DAV 2006 HUR zu Grunde gelegt. Der Rechnungszins liegt zwischen 0,25 % und 4,0 % und ist abhängig von dem Zeitpunkt der erstmaligen Bildung der Rückstellung. Gemäß § 5 Abs. 4 DeckRV wurde für Verträge mit einem Garantiezins von mindestens 1,75 % eine Zinszusatzreserve mit einem Referenzzins von 1,57 % gebildet. Die Bruttobeträge für die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden je Schadenfall einzeln ermittelt. Für unbekannte Spätschäden erfolgte die Bildung einer Rückstellung nach pauschalen Kriterien. In der Rückstellung wurden Beträge für die Schadenregulierung berücksichtigt. Die Brutto-Rückstellungen für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden entsprechend den Aufgaben des Vorversicherers gebildet. Der Anteil des in Rückversicherung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet. Die Renten-Deckungsrückstellung wurde unter Beachtung von § 341g HGB berechnet. Es wurde die Sterbetafel DAV 2006 HUR zu Grunde gelegt. Der Rechnungszins liegt zwischen 0,25 % und 4,0 % und ist abhängig von dem Zeitpunkt der erstmaligen Bildung der Rückstellung. Der Anteil des Rückversicherers wurde entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt. Die Rückstellungen aus HUK-Renten sind keine Deckungsrückstellungen im Sinne von § 341f HGB. Damit sind § 5 Abs. 3 und 4 DeckRV hier nicht einschlägig. Der Referenzzins wurde auf dem Vorjahresniveau von 1,73 % gehalten und für Verträge mit einem Garantiezins von mindestens 1,75 % eine Zinsverstärkung gebildet. Die Dotierung der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurde aufgrund der Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat unter Berücksichtigung steuerlicher Vorschriften vorgenommen. Die Bildung der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung erfolgte aufgrund vertraglicher Vereinbarungen mit den Versicherungsnehmern. Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen wurden nach der Anlage zu § 29 RechVersV berechnet. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen, die von der Verkehrsopferhilfe e. V. aufgegebene Rückstellung für Verkehrsopferhilfe, eine Stornorückstellung für Beitragsforderungen und eine Rückstellung für bereits vereinnahmte Beiträge sowie für Beitragsverpflichtungen und Stornorückstellungen im Rahmen der abgegebenen Rückversicherungsverträgen. Diese Rückstellungen wurden geschätzt oder soweit möglich auf der Grundlage entsprechender mathematischer Modelle ggf. auf der Basis von Vergangenheitswerten berechnet. Der Anteil des in Rückversicherung gegebenen Versicherungsgeschäfts wurde den vertraglichen Regelungen entsprechend bewertet. Die anderen Rückstellungen wurden nach folgenden Grundlagen gebildet: Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der sogenannten Projected Unit Credit-Methode auf der Basis der HEUBECK-Richttafeln 2018 G. Der Diskontierungszinssatz wurde mit 1,90 % (Vorjahr 1,83 %) angesetzt und auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als Finanzierungsendalter wurde die vertragliche Altersgrenze verwendet. Die Gehaltsdynamik wurde mit 2,0 % p. a., der Trend zur Beitragsbemessungsgrenze wurde mit 3,0 % p. a. und die Rentendynamik wurde je nach Zusage mit 1,0 % bzw. 2,0 % p. a. angesetzt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Stichtag -93.617 € (Vorjahr 115.456 €). Die sonstigen Rückstellungen sind für das laufende Geschäftsjahr gebildet und bemessen sich nach dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft resultieren aus einer Rückversicherungsvereinbarung zur Bedeckung von Schaden- und Rentendeckungsrückstellungen, bewertet mit dem Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft ergaben sich auf Grundlage der Rückversicherungsverträge und wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde das Disagio aus Namensschuldverschreibungen sowie im Voraus empfangenen Mieten angesetzt. Die Währungsumrechnung von Posten in fremder Währung erfolgte zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs. Der technische Zinsertrag f. e. R. wurde mit 4,0 %, 3,25 %, 2,75 %, 2,25 %, 1,75 %, 1,25 %, 0,9 % bzw. 0,25 % aus dem jeweiligen arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestands der Brutto-Rentendeckungsrückstellungen für Unfall-, Haftpflicht-, Kraftfahrt-Haftpflicht- und Kraftfahrtunfallversicherungen ermittelt. Angaben zu latenten Steuern erfolgen aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene der Organträgerin DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln. Entwicklung der Aktivposten A., B. I. bis III. im Geschäftsjahr 2024
Aufgrund von voraussichtlich dauernden Wertminderungen wurden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 6,2 Mio. € vorgenommen. Erläuterungen zur BilanzZu Aktiva B. Kapitalanlagen Wir haben Kapitalanlagen, die dauerhaft im Kapitalanlagebestand gehalten werden sollen, gemäß § 341b Abs. 2 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Kapitalanlagen weisen zum 31. Dezember 2024 folgende Buch- und Zeitwerte aus:
In den Bewertungsreserven sind insgesamt stille Lasten in Höhe von 129,5 Mio. € enthalten. Diese entfallen auf Grundstücke und auf die Sonstigen Kapitalanlagen. Bei der Ermittlung der Zeitwerte wurden in Abhängigkeit von der jeweiligen Anlageart verschiedene Bewertungsmethoden angewandt. Die Bewertung des Grundbesitzes erfolgte grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren. Alle am 31. Dezember 2024 vorhandenen Grundstücksobjekte wurden im Geschäftsjahr anhand von externen Gutachten neu bewertet. Die Zeitwertermittlung für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgte zum Teil auf der Basis von Ertragswerten, durch Net Asset Value oder Buchwert gleich Marktwert. Sowohl Aktien, Anteile an Investmentvermögen und andere nicht festverzinslichen Wertpapieren als auch Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den Börsenjahresabschlusskursen bzw. Rücknahmepreisen bewertet. Die Bewertung der durch Hypotheken, Grundpfandrechte und Rentenschuld abgesicherten Darlehen erfolgte auf Grundlage der tagesaktuellen Zinsstrukturkurve, wobei sowohl das Bonitäts- als auch das Objektrisiko berücksichtigt wurden. Die Zeitwerte der sonstigen Ausleihungen wurden auf der Grundlage der Renditestrukturkurve zu marktüblichen Konditionen ermittelt. Die Zeitwertermittlung anderer Kapitalanlagen erfolgte durch Net Asset Value. Bei auf fremde Währung lautenden Kapitalanlagen wurde der entsprechende Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in die Zeitwertermittlung einbezogen.
Abschreibungen wurden unterlassen, da es sich nicht um voraussichtlich dauernde Wertminderungen handelt. Es ist beabsichtigt, die Wertpapiere bis zu ihrer Fälligkeit zu halten bzw. nach unserem Bewertungstool oder unseren Analysen nur von einer vorübergehenden Wertminderung auszugehen ist.
Zu Aktiva B. II.
1 Basis Teilkonzernabschluss Zu Aktiva B. III. Sonstige Kapitalanlagen Die anderen Kapitalanlagen setzen sich aus Fondsanteilen zusammen. Zu Aktiva E. II.
Zu Passiva A. I. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von 195,0 Mio. € ist in 195,0 Mio. auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Zu Passiva B.
Das Abwicklungsergebnis f. e. R. des Geschäftsjahres beträgt 83.441 Tsd. € (Vorjahr 77.856 Tsd. €) und resultiert im Wesentlichen aus der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung. Zu Passiva B. IV.
Zu Passiva F.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Im gesamten Versicherungsgeschäft entfielen von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb auf:
Zu Posten II. 1. und II. 2. Erträge aus Kapitalanlagen und Aufwendungen für Kapitalanlagen Von den Erträgen aus Kapitalanlagen entfallen 67.365 € (Vorjahr 10.532 €) auf die Währungsumrechnung. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen enthalten 760.043 € (Vorjahr 981.122 €) aus der Währungsumrechnung. Sonstige Angaben
Die Pensionsrückstellung für die im Wege des Gemeinschaftsvertrags zur Verfügung gestellten Mitarbeiter wird bei der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE bilanziert. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung, mit Ausnahme der Zinszuführung, wird der DEVK Allgemeine Versicherungs-AG belastet. Unser Unternehmen verfügt nicht über eigenes Personal. Gesamtbezüge der Gremien Im Berichtsjahr betrugen die Bezüge des Vorstands 780.304 €. Die Ruhegehälter früherer Vorstandsmitglieder bzw. Hinterbliebener beliefen sich auf 549.614 €. Für diesen Personenkreis war am 31. Dezember 2024 eine Pensionsrückstellung von 7.445.750 € zu bilanzieren. Die Vergütungen des Aufsichtsrats beliefen sich auf 201.170 €. Die Beiratsbezüge betrugen 62.799 €. Die Anhangangaben § 285 Nr. 10 HGB zur Aufstellung der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats befinden sich vor dem Lagebericht. Abschlussprüferhonorare Für Leistungen, die der Abschlussprüfer (PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) für das Unternehmen erbracht hat, wurden im Geschäftsjahr 256.185 € aufgewendet. Diese entfielen im vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden am Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 157,3 Mio. €. Diese setzten sich zusammen aus den offenen Short-Optionen (2,7 Mio. €), Auszahlungsverpflichtungen aus genehmigten, aber noch nicht ausgezahlten Hypothekendarlehen (5,0 Mio. €) sowie den Resteinzahlungsverpflichtungen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (149,6 Mio. €). Hierauf entfallen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 127,9 Mio. €. Aufgrund unserer Mitgliedschaft bei der Verkehrsopferhilfe e.V., Berlin, sind wir verpflichtet, diesem Verein die Mittel zur Wahrnehmung der Aufgaben, entsprechend unserem Anteil an den Beitragseinnahmen, die die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft jeweils im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben, zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen einer Kautionsversicherung stellt die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG eine Ausfallbürgschaft für den Fall der Insolvenz des Versicherungsnehmers zur Verfügung. Die Höhe dieser Bürgschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 58,3 Mio. €. Zurzeit wird nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen, da das Insolvenzrisiko des Versicherungsnehmers als äußerst gering einzustufen ist. Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz (MinStG) Das MinStG, das am 15. Dezember 2023 vom Bundesrat final beschlossen wurde und am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten ist, ist Teil des Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (MinBestRL-UmsG), welches der nationalen Umsetzung der europäischen Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates vom 14. Dezember 2022 zur Gewährleistung einer globalen effektiven Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische Gruppen in der Europäischen Union dient. Das MinStG ist grundsätzlich auf Geschäftsjahre anwendbar, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die Gruppenträgerin der deutschen Mindeststeuergruppe sowie gleichzeitig die oberste Muttergesellschaft i. S. d. § 4 Abs. 3 MinStG ist der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn. Auswirkungen aus der Anwendbarkeit des MinStG resultieren daher auf Ebene der Berichtsgesellschaft nicht. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres waren keine Vorgänge oder Ereignisse zu verzeichnen, die die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen. Allgemeine Angaben
An unserer Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG - DEVK RE, Köln, mit 100 % beteiligt. Diese hat gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr die Mehrheit der Stimmrechte zustehen. Der Jahresabschluss wird gemäß den rechtlichen Vorschriften im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Unsere Gesellschaft ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den befreienden Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis des Unternehmens aufstellt, in den das Unternehmen einbezogen wurde: DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn Zentrale, Riehler Straße 190, 50735 Köln Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der DEVK unter www.devk.de eingestellt und wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.
Köln, 6. März 2025 Der Vorstand Gottfried Rüßmann Annette Hetzenegger Michael Knaup Dietmar Scheel Bernd Zens Dr. Michael Zons Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1. Bewertung der Kapitalanlagen 2. Bewertung der Schadenrückstellungen Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: 1. Sachverhalt und Problemstellung 2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3. Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung der Kapitalanlagen 1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von € 2.602.569.997 (94,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie z.B. bei nicht börsennotierten Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, bei Derivaten, bei sonstigen strukturierten und illiquiden Anleihen sowie Immobilien), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Kapitalanlagen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Darüber hinaus haben wir die von der Gesellschaft eingeholten Bewertungsgutachten (einschließlich der angewendeten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen) für die wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und Immobilien der Gesellschaft gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind. 3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Kapitalanlagen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs-, Ermittlungs- und Bewertungsmethoden" und "Erläuterungen zur Bilanz" des Anhangs enthalten. 2. Bewertung der Schadenrückstellungen 1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen (sog. "Schadenrückstellungen") in Höhe von € 2.416.762.867 (87,6 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind. 3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Schadenrückstellungen sind in den Abschnitten "Bilanzierungs-, Ermittlungs- und Bewertungsmethoden" und "Erläuterungen zur Bilanz" des Anhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Oktober 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2024 als Abschlussprüfer der DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Ludger Koslowski.
Köln, den 03. April 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Ludger Koslowski, Wirtschaftsprüfer Maximilian Roestel, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2024 die Geschäftsführung des Vorstands aufgrund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung laufend überprüft und sich in mehreren Sitzungen über die geschäftliche Entwicklung, die Geschäftspolitik und die Ertragslage des Unternehmens unterrichten lassen. Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die gemäß den gesetzlichen Vorschriften zum Abschlussprüfer bestellt wurde, hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und Lagebericht 2024 geprüft. Diese Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkung erteilt. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsergebnisse zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat nach Vorbereitung durch den Prüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss 2024 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.
Köln, 8. Mai 2025 Der Aufsichtsrat Dr. Kristian Loroch, Vorsitzender Der Jahresabschluss 2024 der DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft wurde am 8. Mai 2025 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Latest news articles and media mentions
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company
Real-time document download from the commercial register
Other companies registered at or near this business location
28 nearby organizations
Management activities of other holding companies
Activities of holding companies
Activities of holding companies
Management activities of other holding companies
Management activities of other holding companies
Reinsurance
Provision of cash and valuables services
Activities of insurance brokers
Fund management activities
Management activities of other holding companies
Management activities of other holding companies
Activities of holding companies
Activities of holding companies
Management activities of other holding companies
Activities of holding companies
Management activities of other holding companies
Pension funding
Management activities of other holding companies
Computer consultancy activities
Management activities of other holding companies
Management activities of other holding companies
Activities of savings banks
Activities of insurance brokers
Management activities of holding companies with active insurance business
Life insurance
Activities of savings banks
Indicators extracted from public financial statements
Real-time document download from the commercial register
Real-time check for insolvency notices from register courts
Check if there are any insolvency proceedings for this company