EUREST DEUTSCHLAND GmbH
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visionapp AGEschbornJahresabschluss zum 31.12.2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 20091 Gesamtwirtschaftliche- und BranchenentwicklungDas Jahr 2009 war weltweit durch eine allgemeine Wirtschaftskrise geprägt, die ausgehend von einer Finanzkrise in der zweiten Jahreshälfte 2008, weite Teile der Weltwirtschaft zum Teil deutlich schrumpfen ließ. Zum Jahresende 2009 hin stabilisierte sich die Lage, unterstützt auch von diversen Maßnahmen der Regierungen, die Wirtschaft anzukurbeln. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2009 gegenüber der starken Abwärtsbewegung in 2008 wieder deutlich erholt, der IFO-Geschäftsklimaindex könnte, sollte sich diese Tendenz in 2010 so weiter fortsetzen, gegen Jahresende wieder das Niveau von vor der Krise (2007) erreichen. Auch für das Bruttoinlandsprodukt wird für 2010 wieder ein Wachstum vorhergesagt. Nachdem 2009 mit -5,0% den stärksten Rückgang in der Geschichte der Bundesrepublik markiert, erwarten Regierung und IWF ein Wachstum von ca. 1,5% in 2010. Auch in der IT-Branche erwartet die Mehrheit der Unternehmen für das Jahr 2010 steigende Umsätze. Besonders profitieren könnte hier der für die visionapp AG (nachfolgend auch "visionapp") wichtige Software as a Service-Markt ("SaaS"), der nach Informationen des Marktforschungsunternehmens Gartner weltweit in 2008 um 12,5% gewachsen war, im Krisenjahr 2009 weltweit sogar um 21,9%. Maßgebend ist hier der Wunsch von Unternehmen, IT flexibler zu nutzen, insbesondere Software nicht mehr zu erwerben, sondern im Bedarfsfalle zu mieten, mit der Möglichkeit, sie auch schnell wieder abzumieten. Das Marktforschungsunternehmen IDC bestätigt diesen Trend und erwartet im Bereich "Cloud Computing", also der Nutzung von IT-Diensten über das Internet, bis 2012 jährliche Wachstumsraten von ca. 25% mit einem Gesamtmarktvolumen von dann ca. 17 Mrd. US-Dollar. Im Bereich SaaS/Cloud Computing sieht visionapp seinen wichtigsten Zukunftsmarkt und richtet seine gesamte Angebotspalette für Groß-, Mittelstands und Kleingewerbekunden danach aus. Von diesen Trends versuchen auch diverse kleinere und größere IT-Dienstleistern zu profitieren, die ebenfalls IT-Dienstleistungen über das Internet anbieten. Zumeist treten diese aber mit einem spezialisierten Portfolio an oder versuchen ihre bisherigen Outsourcing-Dienstleistungen mit den aktuellen Trends zu verbinden. Anbieter, die wie visionapp ein sehr breites Angebotsportfolio offerieren, sind bisher nur sehr wenige zu verzeichnen. 2 Geschäftsentwicklung2.1 Allgemein Das Geschäftsjahr 2009 der visionapp war neben der erfreulichen Entwicklung im Bereich SaaS und der stabilen Entwicklung im deutschen Geschäft insbesondere international von der allgemeinen Wirtschaftskrise beeinflusst. So konnten die Ziele insbesondere im Geschäft mit den Auslandstöchtern nicht erreicht werden. Die visionapp AG unterhält neben ihrem Hauptsitz in Eschborn Zweigniederlassungen in Ettlingen, Burgdorf und München. Daneben hält sie jeweils 100% der Anteile an der visionapp Solutions GmbH (ehemals Master Bit EDV-Technologie GmbH), Lich (zukünftig Eschborn) und der visionapp Ltd., London/Großbritannien. Die zum Bilanzstichtag 2009 gehaltene 100%-Beteiligung an der visionapp NA Inc., Auburn, CA/ USA, wurde mit Vertrag vom 24. Juni 2010 veräußert. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter "3 Nachtragsbericht". Insbesondere bei den Gesellschaften in den USA und in UK kam es im Zuge der Weltwirtschaftskrise im Geschäftsjahr zu Verlusten. visionapp teilt sein Geschäft in die Geschäftsbereiche "Software + Service" sowie "Solutions". Hierbei gliedert sich "Software + Service" in folgende Aktivitäten auf: - "Software Products", d.h. Entwicklung und Vertrieb der eigenen Standard-Software-Lösungen, - "Hosting Services", d.h. der Betrieb der visionapp Service Delivery Platform (siehe unten) mit Leistungen für viele verschiedene Kunden aus einer Plattform ("Software as a Service" oder "SaaS"), sowie dedizierter Kunden-Infrastrukturen (beides zusammen auch "Cloud Computing") und - "Managed Services", d.h. die langfristigen Dienstleistungsaktivitäten bei Kunden (z.B. Betrieb von Terminal Server-Infrastrukturen beim Kunden) des ehemaligen Bereichs "Enterprise Services" Der Bereich "Solutions" umfasst die gesamten Projektgeschäftsaktivitäten der visionapp-Gruppe. In Deutschland werden diese Lösungen durch die visionapp Solutions GmbH vermarktet. Im Geschäftsjahr wurden daher die noch in der visionapp AG beschäftigten Mitarbeiter des Geschäftsbereichs, vorwiegend Vertrieb und Consulting/Systemintegration, an die visionapp Solutions GmbH weiterverrechnet. Dort erfolgte dann die Umsetzung von Kundenprojekten. Im vierten Quartal 2009 konnte Jürgen Gallmann, zuvor u.a. General Manager Deutschland von Microsoft und Geschäftsführer beim Telekommunikationsdienstleister Avaya, als dritter Vorstand für das Unternehmen im Rahmen der Vertriebs- und Marketinginitiative gewonnen werden. Hr. Gallmann leitet das Unternehmen nun als CEO verantwortlich für Vertrieb und Marketing zusammen mit den Gründern J. Krick (COO, verantwortlich für die technischen Bereiche) und J. Zirn (CFO, verantwortlich für Finanzen, Rechnungswesen, Personal und Recht). Auf Grund einer Anpassung der Go-To-Market-Strategie, die vorsieht, zukünftig grundsätzlich mit Partnern am Markt aufzutreten, wurde Ende 2009 beschlossen, die visionapp Solutions GmbH in 2010 auf die visionapp AG zu verschmelzen. Neben dem einheitlichen Marktauftritt wird hierdurch auch die komplexe Verrechnung konzerninterner Leistungen erheblich reduziert. Eine Umsetzung der Verschmelzung ist für das Ende des ersten Quartals 2010 geplant. In UK tritt visionapp über seine Landesgesellschaft zum Kunden hin auf. Neben dem "Software + Service"-Geschäft werden dort auch Projekte mit eigenen Mitarbeitern, mit Mitarbeitern des Konzerns sowie mit externen Mitarbeiter umgesetzt. Die Client-Server Informationssysteme GmbH, Eschborn, hielt während des gesamten Geschäftsjahrs 2009 eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 16 Abs. 1 AktG an der visionapp AG, Eschborn. Damit ist die visionapp AG ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 2 AktG. 2.2 Darstellung Ertragslage 2.2.1 UmsatzDer Gesamtumsatz der visionapp AG betrug im Geschäftsjahr 2009 EUR 15,9 Mio. und stieg damit gegenüber den Vergleichszahlen 2008 um 1,0 Mio. EUR (7%). Positiv entwickelten sich die Hosting-Services mit den SaaS-Angeboten, die, allerdings von noch niedrigem Niveau (1,3 Mio. EUR in 2008), auf 2,2 Mio. EUR (+73%) wuchsen. Positiv entwickelten sich ebenfalls die Managed Service-Aktivitäten (plus 240 TEUR auf 4,9 Mio. EUR, entsprechend +5%). Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise war das Wachstum im Verkauf der eigenen Software Produkte (plus 1,1 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR, entsprechend +32%) besonders erfreulich. Der Rückgang beim Verkauf von Drittprodukten (Handelsware) auf 0,2 Mio. EUR nach 1,4 Mio. EUR in 2008 (-87%) war hingegen geplant, da das Geschäft im Geschäftsjahr von der Tochtergesellschaft visionapp Solutions GmbH ausgeführt wurde. Das Volumen der Beratungsleistungen blieb weitgehend stabil (plus 85 TEUR auf 4,2 Mio. EUR, entsprechend +2%) und umfasste im Wesentlichen die Weiterverrechnung der eigenen Mitarbeiter an die Tochtergesellschaft visionapp Solutions GmbH, die das Lösungsgeschäft im deutschsprachigen Raum betreut. Der weitere Aufbau der ausländischen Tochtergesellschaften nach deren Gründung in 2008 verlief in 2009 im Zuge der Wirtschaftskrise schlechter als erwartet und endete sowohl bei der visionapp NA Inc. als auch bei der visionapp Ltd. mit Verlusten. Besser als erwartet hat sich hingegen der Verkauf der "kleinen" Software-Produkte (visionapp Remote Desktop und OpsQuick) entwickelt, die nicht im Rahmen von Projekten verkauft werden, sondern so einfach aufgebaut sind, dass sie vom Kunden eigenständig eingeführt werden können und die daher auch online z.B. über einen Web-Shop verkauft werden können. Nach ca. 0,4 Mio. EUR Umsatz in 2008 konnten hier in 2009 ca. 0,75 Mio. EUR umgesetzt werden. Ergebniserhöhend wirkte sich der nach den bei der visionapp AG erstmals bereits für 2009 angewendeten Regeln des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgte Ansatz der selbsterstellten Rechte (hier: selbstentwickelte Software) aus. Es wurden 1,9 Mio. EUR aktiviert. Gleichzeitig wurden hierfür passive latente Steuern in Höhe von 30%, d.h. ca. 600 TEUR in Anrechnung gebracht. 2.2.2 AufwandDie gesamten Aufwendungen (inkl. außerordentlichem Aufwand, vor Zinsen und Steuern) stiegen in 2009 gegenüber 2008 um EUR 2,7 Mio. auf EUR 20,3 Mio. (+15%). Die größten Posten waren, wie im Vorjahr, der Personalaufwand (EUR 8,4 Mio., +6%) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die mit EUR 9,2 Mio. um 2,1 Mio. EUR (+30%) höher ausfielen als in 2008. Hauptursachen waren deutlich gestiegene Verrechnungen mit Konzerngesellschaften (2,2 Mio. EUR, +96%) und Provisionen für Geschäftsvermittlung, insbesondere auch konzernintern (zusammen 2,0 Mio. EUR, +325%). Die Inanspruchnahme externer Dienstleistungen fiel dem gegenüber von 1,9 auf 1,7 Mio. EUR (-12%). Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber 2008 um EUR 1,4 Mio. (+33%) auf 2,4 Mio. EUR, weil zu den bisherigen Abschreibungen nun auch Abschreibungen für die in 2008 gebildete Position "Erweiterung des Geschäftsbetriebs" kam und zusätzlich die Forderungen gegen die visionapp NA Inc., Auburn, CA, USA, um EUR 0,8 Mio. vollständig wertberichtigt wurden. Aufgrund der nicht befriedigenden Performance der Auslandstochter in UK wurde zudem eine Abschreibung auf das ausgereichte Gesellschafterdarlehen in Höhe von 0,2 Mio. EUR vorgenommen. Der Beteiligungsbuchwert der visionapp NA Inc., Auburn, CA, USA, wurde um EUR 0,3 Mio. vollständig wertberichtigt. 2.2.3 ErgebnisDer Jahresfehlbetrag 2009 steigt nach einem Fehlbetrag von 1,0 Mio. EUR in 2008 auf EUR 1,7 Mio. In 2009 konnten nicht in allen Geschäftsbereichen die Umsatzziele vollständig erreicht werden. Dies ist einerseits vor dem Hintergrund der durch die Wirtschaftskrise besonders stark getroffenen Märkte USA und Großbritannien und den damit verbundenen starken Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Kundschaft erklärbar. Wenn man einbezieht, dass sich der Umsatz im Hosting-Geschäft in einem Markt, der die Vorteile dieses neuen Weges, IT-Services zu nutzen, erst jetzt in den Folgen der Krise zu goutieren lernt und sich darauf einstellt, nahezu verdoppelt hat, ist das erwirtschaftete Ergebnis dennoch zufriedenstellend. Es zeigt insbesondere, dass in den entscheidenden Wachstumsbereichen des Unternehmens (Software und Services) ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr realisiert werden konnte. 2.3 Darstellung Vermögens- und Finanzlage Trotz der weltweit angespannten Wirtschaftslage investierte visionapp auch in 2009 weiter in sein eigenes Produkt- und Serviceportfolio. Erstmalig konnten hierbei, wie oben erwähnt, die selbsterstellten Rechte gemäß BilMoG entsprechend in der Bilanz ausgewiesen werden. Hervorzuheben ist hierbei insbesondere die Erweiterung der Service Delivery Platform, die die technische Basis der eigenen SaaS-Aktivitäten ist und die um wesentliche Funktionalitäten für Partner und Distributoren ergänzt wurde. Zusammen mit den Investitionen in die anderen Softwareprodukte wurden so Vermögensgegenstände im Wert von 1,9 Mio. EUR aktiviert. Hinzu kamen 0,1 Mio. EUR für andere betriebsnotwendige Vermögensgegenstände. Der Beteiligungsbuchwert der visionapp NA Inc., Auburn, CA, USA, wurde aufgrund des im Geschäftsjahr 2010 erfolgten Verkaufs der Anteile an die Geschäftsführung der Gesellschaft um 0,3 EUR Mio. vollständig abgewertet. Im Geschäftsjahr stand visionapp seinen Tochtergesellschaften visionapp Solutions GmbH, visionapp NA Inc. und visionapp Ltd. mit 0,7 Mio. EUR in Form von Darlehen zur Verfügung. Zusätzlich bestanden zum Jahresende kurzfristige Forderungen gegen Tochterunternehmen in Höhe von weiteren 1,4 EUR Mio. Die Darlehen an die Auslandstöchter wurden in Höhe von 0,8 EUR Mio. wertberichtigt, Forderungen gegen Tochterunternehmen wurden um 0,1 Mio. EUR abgewertet. Der aus der Verschmelzung der visionapp GmbH auf die visionapp AG entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von ursprünglich EUR 5,6 Mio. wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren handelsrechtlich abgeschrieben. Zum Jahresende hatte dieser einen Buchwert von 4,5 EUR Mio. Die Finanzierung erfolgte im Geschäftsjahr neben einem Gesellschafterdarlehen über 0,9 Mio. EUR auch über von der Landesbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellte Kreditlinien und durch ein Darlehen über ursprünglich 4,9 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 2015, das zum Abschlussstichtag nach planmäßiger Tilgung noch mit EUR 3,7 Mio. valutierte. Unverändert bestand die 2007 ausgegebene Mitarbeiterwandelanleihe über ursprünglich insgesamt EUR 0,6 Mio. und einer Laufzeit bis 2012, die bei einem Börsengang oder der mehrheitlichen Übernahme des Unternehmens in Aktien wandelbar ist. Wegen vorzeitiger Rückzahlungen zum Stichtag stand die Wandelanleihe mit 0,4 Mio. EUR zu Buche. Insgesamt ergab sich für 2009 ohne Berücksichtigung des Gesellschafterdarlehens und der Wandelanleihe eine Eigenkapitalquote von 26% nach 38% in 2008.2.4 Leistungen visionapp stellt seinen Kunden EDV-Anwendungen aus dem Internet zur Verfügung ("Cloud Computing") oder unterstützt sie dabei, EDV-Infrastrukturen aufzubauen, mit deren Hilfe sie für ihre eigenen Mitarbeiter effizient mit EDV-Anwendungen versorgen können ("Inhouse Cloud"). Hierbei hat visionapp seine Aktivitäten in 2009 als "Software + Service" zusammengefasst. Der bisherige Bereich "Solutions" (früher "Professional Services"), also Beratungs- und Implementierungsleistungen im genannten Bereich, wurde an die Tochtergesellschaft visionapp Solutions GmbH, Lich, übertragen. Software Der Bereich "Software" umfasst die Entwicklung und den Vertrieb eigener Softwarelösungen, die auf Microsoft- und Citrix-Technologien aufbauen und unter Zuhilfenahme weiterer kommerzieller Softwareprodukte einen vollautomatischen Betrieb von zentralisierten IT-Infrastrukturen und einen nutzerfreundlichen und einfachen Zugang zu den Anwendungen ermöglichen. Der Vertrieb erfolgt über Partner, wie auch über die eigenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Zielmärkte des Bereichs "Software" sind neben dem Heimatmarkt Deutschland vor allem das umliegende europäische Ausland, speziell Großbritannien, BeNeLux, Frankreich sowie Österreich und die Schweiz, sowie die USA und dort angrenzenden Staaten wie Kanada und Mittelamerika. Services Die Nutzung von EDV-Software zur Miete gewinnt insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer mehr an Bedeutung, da hierdurch kundenseitig der Einsatz von Kapital reduziert wird. Insbesondere, wenn es einem Anbieter gelingt, ein Portfolio aufzubauen, dass nicht nur Nutzungsrechte auf Zeit zur Verfügung stellt, sondern die Software auch selbst auf seinen Rechnern betreibt und so seinen Kunden größtmögliche Nutzungsflexibilität bei kleinstmöglichem Anfangs-Investment ermöglicht. Im Markt hat sich hierfür der Begriff "Software as a Service" ("SaaS") oder auch "Cloud Computing" (nach "Cloud" - "Wolke" als Synonym für das Internet) durchgesetzt. visionapp konnte mit seiner technologisch führenden visionapp Service Delivery Platform wichtige Partner aus der Telekommunikationsbranche und der EDV-Distribution gewinnen, die die Lösungen von visionapp zum Teil im eigenen Namen ("White Labeled") und zum Teil unter dem Namen von visionapp ("vivio - visionapp virtual office") verkaufen. Zielkunden für die Plattform sind kleinere und mittlere Unternehmen, für die ein eigenständiger Betrieb komplexer EDV nicht kosteneffizient darstellbar ist. Das Angebot von visionapp richtet sich an verschiedene Vertriebskanäle, die ihr klassisches Handels- und Integrationsgeschäft um zentral betriebene Online-Lösungen erweitern wollen, ohne selbst technische Infrastrukturen etwa für die monatliche Abrechnung aufbauen zu müssen. 2.5 Investitionen und Finanzierung visionapp plant für das neue Geschäftsjahr 2010 die Weiterführung der in 2008 begonnenen Investitionsinitiative, nachdem in 2009, begründet durch die Wirtschaftskrise, einige Themen nicht abgeschlossen werden konnten. Insbesondere Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Vertriebskraft sind geplant. Hierunter sind neben der Verstärkung der eigenen Marketing- und Vertriebsmannschaft auch die vermehrte Gewinnung von Vertriebspartnern zu verstehen. Eine weitere Kapitalaufnahme in Form von Eigenkapital wird hierbei nicht ausgeschlossen, um die Zielerreichung zu beschleunigen. 2.6 Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) der visionapp AG betrug zum Jahresende 2009 113 Mitarbeiter (im Vorjahr 115), die sich auf die Standorte wie folgt aufteilten: 69 Mitarbeiter am Hauptsitz Eschborn, 32 in Ettlingen, 8 Mitarbeiter in Burgdorf bei Hannover, 4 Mitarbeiter in München. 2.7 Erklärung zu Beziehungen mit verbundenen Unternehmen Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen lagen im Geschäftsjahr 2009 nicht vor. 3 NachtragsberichtDie Rahmenbedingungen der für die visionapp AG relevanten Zielmärkte bleiben nach Schluss des Berichtsjahres unverändert. Zum Ende des ersten Quartals 2010 konnte ein Großauftrag bei einem großen Telekommunikationsanbieter gewonnen werden, der visionapp neben kurzfristigen signifikanten Software-Produktumsätzen auch ein längerfristiges Consulting-Engagement in großem Umfang sichert und die Jahresplanung deutlich untermauert. Mit der Landesbank Baden-Württemberg wurde ein Rahmenkreditvertrag über 0,9 EUR Mio. mit einer Laufzeit bis 31. Mai 2011 abgeschlossen. Mit Vertrag vom 24. Juni 2010 wurden sämtliche Anteile an der visionapp NA Inc., Auburn, CA, USA, an die Geschäftsführung der Gesellschaft übertragen. Gleichzeitig wurden ausstehende Forderungen gegenüber der Gesellschaft in Eigenkapital umgewandelt. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter "2.2 Darstellung Ertragslage" und "2.3 Darstellung Vermögens- und Finanzlage". Darüber hinaus fanden keine Ereignisse nach Schluss des Berichtsjahres statt, die die Unternehmenssituation der visionapp AG wesentlich verändert haben. 4 Forschungs- und EntwicklungsberichtDie Weiterentwicklung und Erweiterung der bestehenden Produktpalette standen im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeiten des Jahres 2009. Unverändert sieht visionapp es als den Kern seiner Geschäftstätigkeit an, den Nutzern von IT-Anwendungen, also dem klassischen Mitarbeiter mit Bildschirmarbeitsplatz ("Office Worker"), die von ihm benötigten Office- und Business-Applikationen so zur Verfügung zu stellen, dass er damit auf bequeme und zuverlässige Weise seine tägliche Arbeit erledigen kann. Gleichzeitig soll die Basis dieser Dienste, also die IT-Infrastruktur, möglichst kosteneffizient bei gleichzeitig größtmöglicher Flexibilität und Betriebssicherheit arbeiten. Basis für alle von uns angebotenen Produkte und Leistungen sind hierbei Zentralisierungs- und Virtualisierungstechnologien wie sie von Herstellern wie zum Beispiel Microsoft, Citrix oder VMWare angeboten werden. Der größte Nutzen für Unternehmenskunden entsteht, wenn es gelingt, möglichst alle IT-Prozesse von der Installation eines Servers bis zum Zugriff darauf durch die Nutzer weitestgehend zu standardisieren und zu automatisieren, bei gleichzeitig größtmöglicher Zugriffsflexibilität bezogen auf den Ort an dem der Nutzer ist (Büro, Internet-Café, unterwegs/mobil), die Zeit (24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr) und das genutzte Endgerät (PC, Notebook, ThinClient, fremder PC im Internet-Café). Services Die visionapp Service Delivery Platform (vSDP) ist der Kern des Geschäftsmodells der visionapp AG im Bereich "Services". In ihr vereinigen sich die visionapp Software Produkte (siehe unten), Microsoft Hosting Technologien ("Microsoft Hosted Messaging and Collaboration Solution" HMC) und weitere visionapp Speziallösungen für den Hosting-Betrieb zu einer komplexen EDV-Infrastruktur, die einen hochautomatisierten Betrieb verschiedener zentralisierter Software-Anwendungen zum Beispiel für Email oder die Zusammenarbeit ermöglicht. Im Vordergrund der Entwicklungsarbeiten im Geschäftsjahr standen die Anpassung der Plattform an neue, auch mehrstufige, Partnermodelle. Ziel war es, die Umgebung so zu erweitern, dass sie von verschiedenen Partnern und Resellern so genutzt werden kann, dass der Außenauftritt zu den Endkunden zu 100% im Layout des Partners/Resellers stattfindet, neue Layouts auf einfache Weise eingespielt und ohne größere manuelle Konfiguration genutzt werden können und gleichzeitig auch mehrstufige Partnerkonzepte umgesetzt werden können. Daneben wurden Schnittstellen, die einen automatischen Datenabgleich zwischen den zentralen visionapp Kundendatenbanken und den (Partner-)Datenbanken ermöglicht, im Funktionsumfang deutlich erweitert. Software Products Die Software-Produkte der visionapp AG, die im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Bereichs "Software" stehen, zielen darauf ab, eine ganzheitliche Management-Plattform für die IT des Kunden zu sein, mit deren Hilfe er seine Server über den gesamten Lebenszyklus verwalten kann und für dessen Nutzer die ansonsten zu oft zu erlebenden Probleme rund um die IT möglichst völlig in den Hintergrund treten sollen. Die visionapp Application Delivery Management Suite (vADM) besteht aus zwei Komponenten, dem visionapp Workspace Management (vWM) für den flexiblen Zugriff der Nutzer über das Internet oder das firmeninterne Netzwerk und dem visionapp Server Management (vSM), der Server aller Art installiert und steuert. Die vADM bietet eine effiziente Verwaltung von Windows-basierten Serverinfrastrukturen aller Art über eine zentrale Oberfläche und im Besonderen von Servern zur Anwendungsvirtualisierung, der weiteren Standardisierung von Betriebsprozessen unter Nutzung eines ITIL-basierten Regelwerks Installationen bleiben nachvollzieh- und replizierbar. Die Automatisierung der Betriebsaufgaben erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit bei Erweiterungen oder Veränderungen und reduziert den Zeitbedarf für Notfallwiederherstellungen auf ein Minimum. Der "visionapp Remote Desktop" (vRD), der IT-Administratoren bei der Verwaltung "ihrer" Systeme unterstützt erfuhr im Geschäftsjahr eine deutliche Erweiterung der Funktionalität in der Version 2010, die in 2009 sehr erfolgreich in den Markt eingeführt wurde. Neu zum Portfolio hinzugekommen ist mit "OpsQuick" eine Server Management-Lösung speziell für kleinere Umgebungen, die das "Know How" der großen vADM-Suite mitbringt und auch für kleinere Unternehmen zugänglich macht. Sonstiges Die in 2008 begonnene Teilnahme an einem öffentlich geförderten Forschungsprogramm zur zukünftigen Nutzung von IT-Anwendungen wurde auch in 2009 weitergeführt. Im Rahmen des Konsortiums wurden die Voraussetzungen geschaffen, eine erste Plattform in 2010 zu realisieren. Daneben forscht visionapp auch eigenständig im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten an neuen Technologien und neuen Wegen, um Nutzern im Büro- aber auch im Privatumfeld IT-Anwendungen zur Verfügung stellen zu können. Hierbei versucht visionapp die sich neu ergebenden Möglichkeiten (Stichwort "Web 2.0") zu integrieren bzw. sich als Vorbild zu nehmen. 5 PrognoseberichtGegenüber den Aussichten aus 2008 für 2009 haben sich die aktuellen Prognosen für 2010 merklich verbessert. Nach einem Rückgang um ca. 5,0% in 2009 erwarten Wirtschaftsexperten für das laufende Jahr ein Wachstum für Deutschland von ca. 1,5%. Auch der IFO-Geschäftsklimaindex hat sich im Jahr 2009 deutlich positiv entwickelt und allgemein herrscht der Eindruck vor, dass der Tiefpunkt der Krise überschritten sei und es nun, wenn auch langsam, wieder bergauf ginge. Passend hierzu meldet auch der Branchenverband BITKOM positive Aussichten für 2010. Danach stieg die Zahl der IT-Service-Unternehmen, die 2010 mit steigenden Umsätzen rechnen von 56% auf 71%. Im Bereich "Software" konnte der Wert aus 2009 (64%) mit 59% allerdings nicht ganz gehalten werden. Letzteres drückt auch die insgesamt noch angespannte Investitionsneigung der Unternehmen aus, sowie den Wunsch, von Investitionsausgaben mehr hin zu laufenden operatiblen Ausgaben zu kommen. Hier bestehen große Chancen für SaaS-Angebote, wie dem von visionapp, die diesen Fakten Rechnung tragen. Ganz ähnlich sehen es die Marktforschungsexperten von IDC, die für "Cloud Services" ein weltweites Wachstum von 16 (2008) auf 42 Mrd. US-Dollar (2012) mit einem jährlichen Wachstum von über 25% vorhersagen, wohingegen sie im "klassischen" IT-Service-Bereich "nur" mit einem jährlichen Wachstum von ca. 5% rechnen. Für die visionapp AG erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr 2010 insbesondere im Bereich "Software + Service" mit den SaaS-Aktivitäten und dem international agierenden Software Produktgeschäft weiterhin steigende Umsätze gegenüber 2009. Beides ist jedoch auf Grund der Go-to-Market-Strategie in starkem Maße abhängig von den Aktivitäten der Vertriebspartner. Insbesondere dem Thema "SaaS"/"Cloud Computing" wird von vielen Marktforschern, zum Beispiel der IDC, eine sehr wichtige Rolle in der IT vorhergesagt, wobei aus Umfragen zu erkennen ist, dass der europäische Markt in der Akzeptanz dieser neuen Form des IT-Konsums dem amerikanischen Markt zwei bis drei Jahre hinterher läuft. visionapp ist hier als technologischer "Frontrunner" mit dem Potential, ein großer Marktteilnehmer zu werden, anzusehen und bietet ein Portfolio, das nur mit wenigen Wettbewerbern vergleichbar ist. Nach einer Verdoppelung des Umsatzniveaus in 2009 erwarten wir eine weitere sehr starke Steigerung auch in 2010. Auch beim Thema Software-Produkte sehen wir uns auf dem richtigen Weg, nachdem im zweiten Halbjahr 2009 wichtige Projekte abgeschlossen bzw. vorbereitet werden konnten und ein großer Markterfolg mit den "kleinen" Software-Produkten erzielt werden konnte. Für 2010 rechnen wir hier nach einer leichten Steigerung in 2009 mit einer signifikanten Umsatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich. Basierend auf den Erfahrungen der letzten Jahre rechnen wir in 2010 mit einem leichten Wachstum des "Solutions"-Bereichs. Insgesamt rechnen wir mit Umsätzen im Jahr 2010 von über 18 Mio. EUR, wobei ein Teil des Wachstums aus der oben beschriebenen Verschmelzung der visionapp Solutions GmbH auf die visionapp AG entfällt. Wir rechnen nach dem durch die weltweite Krise negativ beeinflussten Jahr 2009 in 2010 mit einem leicht positiven Ergebnis und in 2011 mit einem Vorsteuerergebnis von ca. 1 Mio. EUR. Positiv wirkt sich hierbei aus, dass insbesondere im Wachstumsbereich Hosting/SaaS mit hohen Skaleneffekten zu rechnen ist, da der Aufwand zum Betrieb der zentralisierten EDV-Plattform von der heutigen Basis aus nur unterproportional steigen wird. 6 Risikobericht6.1 Geschäftsbereiche Zwar hat die weltweite Wirtschaftskrise nach Aussagen der Wirtschaftsforscher vorerst ihren Zenit überschritten, trotzdem kann im Geschäftsjahr 2010 nur mit einer leichten Verbesserung der makroökonomischen Lage gerechnet werden. Daher stehen Absatzrisiken weiter an erster Stelle, auch wenn im abgelaufenen vierten Quartal eine deutliche Verbesserung der Investitionsneigung bei den großen Enterprise-Kunden zu erkennen war. Insbesondere beim Absatz der eigenen Software Produkte und im Projektgeschäft besteht weiter das Risiko, dass sich EDV-Projekte verschieben oder ganz aufgegeben werden, was zu entsprechenden Umsatzausfällen bei weiterlaufenden (Personal-)Kosten führen kann. Auf der anderen Seite beginnen Unternehmen nun, ihre IT-Prozesse für die nächste Aufschwungphase vorzubereiten, die dann mit einer möglichst effizienten IT abgewickelt werden soll. Im Bereich "Solutions" liegt das Hauptrisiko einerseits in der zeitlichen Befristung der einzelnen Aufträge, die zumeist nur quartalsweise vergeben werden. Dazu kommt, dass immer mehr Auftraggeber Festpreisangebote verlangen, bei denen visionapp das Lieferrisiko trägt und bei negativer Projektentwicklung zusätzlich notwendige Aufwände nicht an den Kunden weiterverrechnen kann. Dem kann nur durch eine genaue Projektkalkulation und -definition, sowie eine umfassende Projektsteuerung entgegengewirkt werden. Da die allgemeine Auslastung im Bereich "Solutions" auch im Jahr 2009 durchweg sehr gut war, besteht in der Phase vermehrter Nachfrage schnell wieder eher ein Mangel an qualifizierten Consultants. Dem wird durch Gewinnung und Schulung externer Partner begegnet, um auch Großprojekte nur noch mit einer geringen Anzahl eigener Spezialisten abwickeln zu können. Gleichzeitig wird der Bereich mit länger laufenden "Managed Service"-Verträgen weiter ausgebaut. Sie ermöglichen eine zeitlich längerfristige Personaldisposition, bei gleichzeitig besserer Planungsbasis für den Kunden. Den Verträgen ist jedoch als zusätzliches Risiko inhärent, dass gegebenenfalls Kompensationszahlungen anfallen, wenn zuvor definierte Service Levels nicht eingehalten werden. Allerdings sind diese in der Regel dem Volumen nach begrenzt. Grundsätzlich bestehen im Bereich "Services" immer technische Risiken, die sich aus der Komplexität der Infrastrukturen ergeben. Ein weitreichender Ausfall der Betriebsinfrastruktur kann hier dazu führen, dass im schlimmsten Falle alle Nutzer die Services nicht mehr nutzen können. Dies kann, bei größerer Häufigkeit oder längerer Störungsdauer, dazu führen, dass die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und das Vertrauen der Kunden in unsere technischen Lösungen erschüttert wird, und die bestehenden Verträge gekündigt oder zumindest nicht verlängert werden. visionapp setzt zur Verhinderung solcher Ausfälle modernste elektronische Mittel ein, die die Infrastrukturen laufend überwachen und frühzeitig Fehlermeldungen auf verschiedenen Wegen an die Administratoren und das Management geben. Zusätzlich sind wesentliche Teile der Infrastruktur redundant ausgelegt. Wir erachten es darüber hinaus als äußerst wichtig, bei den Mitarbeitern ein "Risikobewusstsein" zu schaffen und über systematische Schulungen sowie interne Prozesse den Risiken möglichst vorzubeugen. Der Absatz der eigenen Produkte ("Software") weist grundsätzlich eine starke Abhängigkeit von den Lösungen der Marktwettbewerber in diesem Nischenmarkt für serverbasierte Infrastrukturen auf. Insbesondere besteht das Risiko, dass Kunden nicht bereit sind, Angebote, die zu einer vollständigen Automatisierung wesentlicher IT-Prozesse beitragen, wie das von visionapp, anzunehmen, wenn die Produkte der Hersteller von Basis-Technologien (z.B. Microsoft) auch bereits Automatisierungselemente enthalten. In einem scharfen Wettbewerbsumfeld gilt es hier, dem Kunden die Mehrwerte genau aufzuzeigen. Nachdem der Markteintritt in den USA und in Großbritannien bisher unter den Erwartungen zurück blieb, besteht weiterhin das Risiko, dass ein positiver Ergebnisbeitrag in beiden Märkten nicht erreicht werden kann. Dies kann zu einer Anpassung der Go-To-Market-Strategie führen, die dann eventuell auf Ebene der visionapp AG zu Abschreibungsbedarf führen kann. Wir verweisen dazu auf die Erläuterungen unter "3 Nachtragsbericht". 6.2 Finanzielle Risiken Die Finanzierung des Unternehmens speiste sich im Geschäftsjahr, neben dem Eigenkapital, aus einem langfristigen Darlehen und einer Kreditlinie bei der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, sowie einem Gesellschafterdarlehen seitens der Eigentümer. Die der visionapp damit zur Finanzierung zur Verfügung stehenden Mittel sind ausreichend. Risiken bestehen hier grundsätzlich bezüglich der Verlängerung und der Höhe der Kreditlinie und der Zinsentwicklung. Wir gehen auf Grund der verbesserten Entwicklung in Q4 2009 und Q1 2010 sowie des mit der Landesbank Baden-Württemberg getroffenen Rahmenkreditvertrages nicht davon aus, dass die bestehenden Kreditlinien gekündigt werden. Liquiditätsengpässe könnten sich allerdings weiterhin insbesondere durch steigende überfällige Forderungen ergeben. Das Geschäft in fremden Währungen hat im abgelaufenen Jahr 2009 das Niveau von 2008 nicht erreicht. In 2010 erwarten wir uns nun wieder eine Ausweitung sowohl in Großbritannien als auch im US-amerikanischen Raum. Vor dem Hintergrund der aktuell nicht mehr starken Kursschwankungen halten wir das offene Währungsrisiko, das nicht gleichzeitig durch Einkäufe in gleicher Höhe ausgeglichen werden kann, für überschaubar, da durch die Tochtergesellschaft in Großbritannien, die mit lokalem Personal die dortigen Projekte bzw. den Vertrieb umsetzen, das "Exposure" gegenüber dem britischen Pfund reduziert wurde. 6.3 Qualitative Angaben zum Gesamtrisiko Von den erwähnten Einzelrisiken haben unserer Einschätzung nach die Risiken in Bezug auf den Absatz in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die technische Infrastruktur und den Wettbewerb derzeit weiterhin die höchste Relevanz. Sie werden durch die verantwortlichen Führungskräfte sorgfältig überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden von uns als gering bis mittel eingestuft. Die Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Situation schätzen wir für die Gesamtfirma als relevant ein. Auf der Analyse der einzelnen Risikopositionen beruht unsere Aussage, dass das Geschäft der visionapp AG derzeit zwar durch das oben beschriebene Finanzierungsrisiko entwicklungsbeeinträchtigenden Einflüssen unterliegt. Wir schätzen jedoch aufgrund unserer Unternehmensplanung und den Entwicklungen im 1. Quartal 2010 das Fortbestandsrisiko für die visionapp AG als eher gering ein.
Eschborn, den 12. Juli 2010 visionapp AG Vorstand Jürgen Gallmann Jörg Krick Jan Zirn Bilanz zum 31.12.2009Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2009 bis 31.12.2009
Anhang für das Geschäftsjahr 2009Vorbemerkung Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB sowie unter Beachtung des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Hierbei wurden die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz vom 25. Mai 2009 geänderten Vorschriften vollumfänglich angewandt. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft hat ihren Firmensitz in Eschborn. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die im Geschäftsjahr 2008 nach Aufnahme eines Investors gestarteten Investitionen in neue Software-Produkte und Hosting-Lösungen wurden im Geschäftsjahr 2009 fortgesetzt. Der hierfür angefallene Aufwand wurde in 2008 als Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs aktiviert, da es sich um eine wesentliche Erweiterung des angebotenen Portfolios und eine wesentliche Erweiterung der Kundenbasis der visionapp AG handelt. Die Abschreibung hierfür erfolgt über die Nutzungsdauer von vier Jahren. In 2009 wurden Entwicklungskosten für neue Software-Produkte und Hosting-Lösungen als Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über die Nutzungsdauer von vier Jahren. Insgesamt investierte visionapp in 2009 ca. 2,3 Mio. EUR in seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Hiervon entfielen ca. 0,4 Mio. EUR auf nicht aktivierbare reine Forschung, die unter anderem im Rahmen eines Projektes mit TEUR 55 vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten, Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen sind abgesetzt. In 2008 wurde im Zuge der Verschmelzung mit der visionapp GmbH, Eschborn ein Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Dieser wird planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen war im Berichtsjahr eine vollständige Abschreibung der Anteile an der visionapp NA Inc., Auburn, CA, USA, erforderlich. Bei den entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie den Gegenständen des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Anschaffungskosten um die planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden jeweils zum Nennbetrag bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die Rückdeckungsversicherung wird mit dem Deckungskapital bewertet. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für bereits erfolgte Zahlungen, die aufwands- bzw. ertragsmäßig die folgenden Geschäftsjahre betreffen, gebildet. Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch mit ihrem nach dem Projected Credit Unit-Verfahren ermittelten Wert angesetzt. Die Berechnung der Heubeck AG auf Basis der Richttafeln 2005 legt einen Rechnungszins von 5,25% sowie einen für die Zukunft erwarteten Gehaltstrend von 2,5% zugrunde. Vom Wahlrecht, den auf den 31. Dezember 2009 ermittelten Differenzbetrag zwischen der Pensionsrückstellung nach altem und nach neuem ab 1. Januar 2009 anwendbarem Recht nicht in voller Höhe zuzuführen, wurde Gebrauch gemacht. Zum 31. Dezember 2009 ist ein Betrag von TEUR 64 noch nicht zugeführt. Seit 2004 wird bei der Allianz Lebensversicherungs-AG eine Rückdeckungsversicherung für die bestehenden Pensionszusagen unterhalten. Der hierfür zu bildende und unter "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesene bilanzielle Aktivwert wurde gemäß den Berechnungen des Versicherungsgebers ertragserhöhend gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Die passiven latenten Steuern, die sich aus den Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs sowie den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten ergeben, wurden unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30 % gebildet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet. Bei Kursschwankungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtages unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktivseite und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Die Grundsätze der Darstellungs- und Bewertungsstetigkeit wurden beachtet. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMog wurden die Vorjahreszahlen gemäß Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht angepasst. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Aufwendungen die Erweiterung des Geschäftsbetriebs ist im Anlagespiegel, einem Bestandteil des Anhangs dargestellt. Als Bruttoanschaffungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine geplante Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ergibt sich aus dem zum Zeitpunkt der Aktivierung absehbaren Zeitraum, in dem die vorhandenen EDV-Basis-Technologien und das zugehörige Know How in den operativen Geschäftsbereichen in Projekten und in der eigenen Infrastruktur nutzbar sind. Über diesen Zeitraum hinaus werden grundlegend neue Technologien in den Marktfokus kommen und das aktuelle Know How Stück für Stück ablösen. Andererseits ist nicht von einem kürzeren Zeitraum auszugehen, da sich insbesondere im Großkundenbereich neue Technologien nur langsam durchsetzen und flächendeckend eingeführt werden. Finanzanlagen sind jeweils 100% der Anteile an der a) visionapp Solutions GmbH (ehemals "Master Bit EDV-Technologie GmbH"), Lich. Für das am 31.12.2009 beendete Geschäftsjahr wies die visionapp Solutions GmbH ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 656 und darin enthalten einen Jahresfehlbetrag für 2009 von TEUR 30 aus. b) visionapp Ltd., London, Vereinigtes Königreich. Für das am 31.12.2009 beendete Geschäftsjahr wies die visionapp Ltd. einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TGBP 643 aus. Der Jahresfehlbetrag für 2009 beträgt TGBP 496 (i.Vj. TGBP 172). c) visionapp NA Inc., Auburn, Kalifornien, USA. Für das am 31.12.2009 beendete Geschäftsjahr wies die visionapp NA Inc. einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TUSD 461 aus. Der Jahresfehlbetrag für 2009 beträgt TUSD 581 (i.Vj. TUSD 360). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind verzinsliche Darlehen und kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Tochtergesellschaften enthalten. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von TEUR 403 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Die Position Flüssige Mittel enthält den Kassenbestand sowie das Guthaben beider Dresdner Bank, Frankfurt am Main sowie der Rheinland-Pfalz Bank (unselbstständige Anstalt in der Landesbank Baden-Württemberg), Mainz. Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Umsatzprovisionen für Partner und Mitarbeiter (TEUR 327), Urlaubsansprüche (TEUR 233) und Prüfungskosten (TEUR 40) ausgewiesen. Bei der in der Bilanz ausgewiesenen Anleihe handelt es sich um eine im Dezember 2007 begebene mit 5% p.a. verzinste Wandelschuldverschreibung mit einem ursprünglichen Gesamtvolumen von TEUR 600, die im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms durch die Mitarbeiter gezeichnet wurde. Die Laufzeit beträgt 5 Jahre. Die Anleihe ist nach einem Börsengang oder bei Verkauf der Mehrheit der Anteile an einen Investor in Aktien des Unternehmens wandelbar. Zum Abschlussstichtag valutierte die Anleihe wegen Veränderungen in der Mitarbeiterschaft noch mit TEUR 412. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Darlehen in Höhe von TEUR 3.713 sowie ein Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 617 der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, enthalten. Davon haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 1.236 und eine Restlaufzeit von über fünf Jahren TEUR 619. Das Darlehen ist mittels Forderungsabtretungen der Gesellschaft, den registrierten Marken der Gesellschaft sowie persönlichen Bürgschaften von Mitgliedern des Vorstands besichert. Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr und enthalten neben einem Darlehen über TEUR 900 seitens der Gesellschafterin Client-Server Informationssysteme GmbH, Eschborn, folgende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 167 (i. Vj. TEUR 476):
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aktivierung von Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs sowie den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten. Der Ausweis erfolgt entsprechend den Änderungen durch das BilMoG erstmals in einem gesonderten Posten. Im Vorjahr waren passive latente Steuern unter den "Steuerrückstellungen" ausgewiesen. Die Vorjahreszahl wurde angepasst. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Hiervon entfielen TEUR 4.240 (Vj. TEUR 1.039) auf Umsätze innerhalb der Gruppe. Durch die Aktivierung der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte wirken sich sonstige aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1.893 (Vj. TEUR 1.598 aus der Aktivierung der Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs) ergebniserhöhend aus. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 23 ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. Im Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung des Personalaufwands sind TEUR 154 (Vj. TEUR 99) für die Altersversorgung enthalten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Entsprechend der steuerlichen Regelung wurden die geringwertigen Wirtschaftsgüter eines Jahres seit 2008 in einem Sammelposten zusammengefasst, aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthält folgende Aufwendungen:
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 92 (Vj. TEUR 15,0) Zinsen aus verbundenen Unternehmen für an diese gewährte Darlehen enthalten. In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind TEUR 19 (Vj. TEUR 0) Zinsen für Darlehen von Gesellschaftern bzw. verbundenen Unternehmen enthalten. Die außerordentlichen Aufwendungen von TEUR 18 entstanden aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen gemäß BilMoG. Im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist die Bildung und Auflösung von passiven latenten Steuern aus der Aktivierung der Erweiterung des Geschäftsbetriebs und den Selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten in Höhe von TEUR 424 enthalten. Daneben sind auch Steuererstattungen für vorangegangene Geschäftsjahre in Höhe von TEUR 24 enthalten (periodenfremde Aufwendungen). Erläuterungen zum Vorstand Der Vorstand setzt sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Jürgen Franz Gallmann (Chief Executive Officer), Feldafing, ab 01.12.2009 Jörg Klaus Krick (Chief Operating Officer), Bingen am Rhein Jan Peter Zirn (Chief Financial Officer), Bad Nauheim Für den Vorstand gilt der Geschäftsverteilungsplan der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 26.09.2008, zuletzt geändert mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 11.11.2009 Das Unternehmen macht Gebrauch vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Erläuterungen zum Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Prof. Andreas Creutzmann (Wirtschaftsprüfer), Römerberg (Vorsitzender) Norbert Thurner (Vertriebsgebietsleiter Deutsche Telekom), Sexau (stellvertretender Vorsitzender), bis 04.03.2009 Prof. Dr. Matthias Hartmann (Geschäftsführer), Berlin, bis 19.02.2009 Rolf Brodbeck (Geschäftsführer), Berlin, ab 19.02.2009 bis 31.12.2009 Christian Schaumkell (Geschäftsführer), Düsseldorf, (stellvertretender Vorsitzender), ab 05.05.2009 Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 25. Angaben zu den Mitarbeitern Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich von 115 Mitarbeitern zu Jahresanfang auf 113 Mitarbeiter zum Jahresende 2009 (ohne Vorstand und externe, freie Mitarbeiter). Die 113 Mitarbeiter zum Jahresende 2009 teilten sich auf die Standorte wie folgt auf: 69 Mitarbeiter am Hauptsitz Eschborn, 32 in Ettlingen, 8 Mitarbeiter in Burgdorf bei Hannover, 4 Mitarbeiter in München. Die Mitarbeiterschaft setzte sich am 31.12.2009 aus 96 männlichen und 17 weiblichen Mitarbeitern zusammen. Im Jahresdurchschnitt hatte das Unternehmen 116 Mitarbeiter (ohne Vorstand; Vj. 108). Hinzu kommen 3 studentische Hilfskräfte am Standort Eschborn. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie Angaben zu Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 23 HGB Für das zum Stichtag mit EUR 3,71 Mio valutierende Darlehen (ursprünglich EUR 4,95 Mio.) der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, mit einer Laufzeit von ursprünglich 8 Jahren wurde ein Zinssatz-Swap bei der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, mit korrespondierenden Bedingungen abgeschlossen. Dieser dient der Zinssicherung des variablen Darlehens und wurde mit diesem als Bewertungseinheit behandelt. Der beizulegende Zeitwert des Zinssatz-Swaps beläuft sich auf - TEUR 283. Die Bewertung von Zinssicherungskontrakten wird von externen Finanzpartnern durchgeführt und erfolgt auf der Basis aktueller Marktdaten und der Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden wie etwa der Diskontierungsmethode und marktgerechter Zinsstrukturkurven. Zum Jahresende beträgt die gesamte Restschuld aus festen Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von überwiegend mehr als einem Jahr TEUR 553 und die Restschuld aus Mietverträgen für Büro- und Rechenzentrumsflächen sowie IT-Leistungen, ebenfalls mit einer Restlaufzeit von überwiegend mehr als einem Jahr, 2,48 Mio. EUR Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresfehlbetrag Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 2.903.678 Stückaktien zu je 1 EUR. Des Weiteren besteht ein bedingtes Kapital gemäß § 192 Abs. 1 AktG in Höhe von EUR 100.000 zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen unter dem die oben beschriebene Anleihe des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegeben wurde. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahrs in Höhe von EUR 1.717.046,24 wird zum Verlustvortrag aus Vorjahren hinzuaddiert und in kumulierter Höhe von EUR 2.961.740,37 auf neue Rechnung vorgetragen. Ausschüttungsgesperrte Beträge Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Betrag der aktivierten Selbstgeschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechten sowie den aktivierten Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs entsprechen.
Konzernabschluss Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen freiwillig den Konzernabschluss der visionapp-Gruppe auf.
Eschborn, 12. Juli 2010 visionapp AG Vorstand Jürgen Gallmann Jörg Krick Jan Zirn Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers für das Geschäftsjahr 2009Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Zu dem als Anlagen 1 bis 4 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 (Anlage 5) haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der visionapp AG, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 13. Juli 2010 Ebner
Stolz Mönning Bachem GmbH & Co KG
Christian Fuchs, Wirtschaftsprüfer Brent Schanbacher, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2009der visionapp AG, EschbornDer Aufsichtsrat der visionapp Group AG setzte sich in 2009 wie folgt zusammen: Prof. Andreas Creutzmann (Wirtschaftsprüfer), Römerberg (Vorsitzender) Norbert Thurner (Vertriebsgebietsleiter Deutsche Telekom), Sexau (stellvertretender Vorsitzender), bis 04.03.2009 Prof. Dr. Matthias Hartmann (Geschäftsführer), Berlin, bis 19.02.2009 Rolf Brodbeck (Geschäftsführer), Berlin, ab 19.02.2009 bis 31.12.2009 Christian Schaumkell (Geschäftsführer), Düsseldorf, ab 05.05.2009 Der Aufsichtsrat dankt den Herren Thurner, Hartmann und Brodbeck für ihre Tätigkeit. Das Geschäftsjahr 2009 war für die visionapp geprägt durch Restrukturierungen und einem Sparprogramm als Reaktion auf die Wirtschaftskrise. Der Aufsichtsrat hat sich während des Berichtsjahrs durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte berichten lassen sowie dessen Geschäftsführung überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgabe waren die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands. Dem Aufsichtsrat ist vom Vorstand insbesondere regelmäßig über die Geschäftsentwicklung sowie wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und wesentlicher Beteiligungsgesellschaften berichtet worden. Gegenstand der Berichterstattung waren dabei insbesondere Informationen über die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, die Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder und Beteiligungen sowie die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Liquiditätslage. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet. Die aktuelle Situation des Unternehmens ist vom Aufsichtsrat regelmäßig in den Sitzungen des Aufsichtsrats auf Basis der schriftlichen und mündlichen Berichterstattung des Vorstands überprüft worden. Eine Erörterung der Unternehmensstrategie, der Unternehmensplanung und insbesondere der Geschäftsentwicklung wurde in jeder Sitzung des Aufsichtsrats vorgenommen. Gegenstand der Sitzungen waren dabei u.a. die aktuelle Geschäftslage der visionapp Gruppe, im Geschäftsjahr mit besonderem Augenmerk auf die Liquidität, der Stand der Investitionsmaßnahmen im Geschäftsbereich "SaaS/Hosting" und die Entwicklung der Tochtergesellschaften in England und in den USA. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in jeder seiner Sitzung nach dem Stand des Aufbaus des Controllings und des Risikomanagement-Systems erkundigt. Bis auf die Sitzung am 21.07.2009, auf der Hr. Brodbeck nicht anwesend war, waren an allen Sitzungen und in allen Telefonkonferenzen alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat vollständig nachgekommen. Zusätzlich zu den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen und Auskünfte erteilen. Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen hat der Aufsichtsrat auf ihre Plausibilität hin überprüft sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt. Zwischen den Sitzungsterminen hat der Aufsichtsratsvorsitzende im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens erörtert und sich über den Gang der Geschäfte sowie wichtige Ereignisse informiert. Ein vom Aufsichtsrat erstellter -in der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 26.09.2008 verankerter- Katalog listet die Arten von Geschäften und Maßnahmen auf, die von grundlegender Bedeutung sind und zu deren Vornahme der Vorstand deshalb der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die danach vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorzulegenden Geschäfte und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. In der Sitzung am 28. April 2010 war der Entwurf des Jahresabschlusses sowie der Lagebericht der visionapp AG und der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht zum 31.12.2009 Gegenstand der Aufsichtsratssitzung. Der Aufsichtsrat hat hierzu den Abschlussprüfer zu der Sitzung eingeladen. Der an der Sitzung teilnehmende Abschlussprüfer hat darüber hinaus über ihre Prüfungen, insbesondere ihre Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen, berichtet sowie ihre Prüfungsberichte erläutert. Der endgültige Jahresabschluss war Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 4. August 2010. Der Aufsichtsrat hat die Jahresabschlussunterlagen geprüft und billigt den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Auch der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG wurde vom Aufsichtsrat geprüft, der nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen diesen Bericht und die vom Vorstand in seiner Schlusserklärung getroffene Aussage übt.
Eschborn, den 4. August 2010 visionapp AG Der Aufsichtsrat Prof. Andreas Creutzmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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