Businesspark Heilbronn Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thilo Maximilian Eickhoff seit 30.4.2026 | Geschäftsführer |
Krishan Kumar seit 7.7.2023 | Prokura |
Susanne Finkbeiner seit 26.9.2014 | Geschäftsführer |
Petra Susanne Jensen seit 26.9.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Astemo Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hitachi Astemo Heilbronn GmbHHeilbronnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die Gesellschaft Hitachi Astemo Heilbronn GmbH wurde unter der Firma Chassis Brakes International Germany GmbH am 16. September 2011 gegründet und hatte bis Juni 2018 ihren eingetragenen Geschäftssitz in Abstatt, Robert-Bosch-Allee 1. Mit Wirkung ab 15. Juli 2018 ist der Sitz nach Heilbronn, Theresienstraße 2, verlegt worden. Mit Eintragung im Handelsregister vom 17. März 2021 wurde die Firma geändert in Hitachi Astemo Heilbronn GmbH. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft von Hitachi Astemo Netherlands B.V. Die Muttergesellschaft hat ihren Sitz seit dem 2. Februar 2017 am High Tech Campus 84 in Eindhoven, Niederlande. Die KPS Capital Partners ("KPS"), New York, USA, hat am 11. Oktober 2019 sämtliche Anteile an der Chassis Brakes International BV, Eindhoven, Niederlande, jetzt: Hitachi Astemo Netherlands B.V an die Hitachi Automotive Systems, Ltd., Tokio, Japan, verkauft. Die Hitachi Astemo Netherlands B.V., Eindhoven, Niederlande, ist ein Tochterunternehmen der Hitachi Astemo Ltd., Tokio, Japan, welches wiederum ein Joint-Venture-Unternehmen der Hitachi Ltd., Tokio, Japan, (Beteiligungsquote 66,6 %) und Honda Motor Co. Ltd., Tokio, Japan, (Beteiligungsquote 33,4 %) ist. Am 30. März 2023 haben die Aktionäre von Hitachi Astemo einen neuen gemeinsamen Partner mit JIC Capital, Ltd. und eine Änderung der Kapitalstruktur vorgestellt. Mit der neuen Kapitalstruktur ab September 2023 hält Hitachi, Ltd. einen Anteil von 40 %, Honda Motor Co., Ltd. einen Anteil von 40 % und JICC einen Anteil von 20 % besitzen. Die Gesellschaft ist ein Entwicklungszentrum für Bremsen und Bremsenteile für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge. Die Geschäftstätigkeit umfasst die kommerzielle und technische Entwicklung von Scheibenbremsen, Trommelbremsen und automatischen Parkbremsen. Die Gesellschaft bietet Dienstleistungen wie die Konzeption, Erprobung und Entwicklung neuer Bremsen ebenso wie Projektmanagement an. Die Dienstleistungen werden hauptsächlich für die Unternehmen der Hitachi Astemo Brake Business Unit erbracht, da die entwickelten Bremsen später in verschiedenen Werken innerhalb der Hitachi Astemo Brake Business Unit produziert werden. Aufgrund bestehender Verrechnungspreisvereinbarungen im Konzernverbund werden die Leistungen des Unternehmens mittels Kostenaufschlagsmethode (cost plus method) weiterberechnet. Die Gesellschaft hat Konzernvereinbarungen zur Weiterbelastung von Entwicklungskosten mit der Hitachi Astemo Netherlands B.V., Niederlande, geschlossen. Die Hauptgeschäftstätigkeit der Gesellschaft ist die Konstruktion von Bremsen, die in erster Linie im Auftrag von deutschen Automobilherstellern in Auftrag gegeben werden und die daraufhin in der Hitachi Astemo Brake Business Unit produziert und vertrieben werden. Für die Erbringung dieser beauftragten Forschung- und Entwicklungsleistungen werden auch Dienstleistungen und Leistungen Dritter in Form von Fremdleistungen in Anspruch genommen. Diese betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 4.047.940,85 EUR (Vj. 4.927.554,96 EUR). Darüber hinaus werden keine Forschungs- und Entwicklungsleistungen für eigene Zwecke erbracht. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung basiert auf dem Branchen Rating Herstellung von Kraftwagen und -teilen, DOS 29, Quartal 3/ 2024 der FERI Trust GmbH, Bad Homburg. Nach dem moderaten Zuwachs der Wirtschaftsleistung Deutschlands im ersten Quartal rechnen wir in den kommenden Quartalen mit einer Fortsetzung, deren wesentliche Triebkraft ein Anstieg des privaten Verbrauchs auf Grundlage verbesserter Realeinkommen ist. Die Investitionen leiden vorerst weiter unter einer restriktiven Geldpolitik (ungeachtet einer ersten Zinssenkung der EZB) und erheblichen Unsicherheiten. Gegen Jahresende könnte eine von uns erwartete Rezession in den USA die Perspektiven erneut belasten. Auch im Jahr 2025 bleibt der Zuwachs der Wirtschaftsleistung begrenzt - die deutsche Wirtschaft wäre dann per Saldo in sechs Jahren kaum gewachsen. Insgesamt werden in diesem Umfeld die Kreditausfälle weiter steigen. Die exportorientierte und stark von der Industrie geprägte deutsche Wirtschaft befindet sich in einer veritablen Strukturkrise, auf die bislang keine adäquate wirtschaftspolitische Antwort gefunden wurde. Hinzu kommt, dass auch hinsichtlich der künftigen Energieversorgung und vor allem der Preise für Energie erhebliche Unsicherheiten herrschen, die sich lähmend auswirken. Die demographische Entwicklung begrenzt das Arbeitskräftepotenzial. Da dies nur zum Teil durch eine verstärkte Zuwanderung ausländischer Fachkräfte ausgeglichen werden kann, sinkt das Potenzialwachstum mittelfristig auf weniger als 1% pro Jahr. Der weitere Rückgang der deutlich gesunkenen Inflation auf 2% ist möglich, dürfte aber schwierig werden. Mittelfristig wird die Inflation infolge struktureller Faktoren (u.a. höhere Lohnzuwächse infolge einer zunehmenden Arbeitskräfteknappheit und enorme Investitionen in den Klimaschutz) höher sein als in den ersten 20 Jahren des Jahrhunderts. Die Ausrüstungsinvestitionen könnten bei angemessenen Rahmenbedingungen vom Strukturwandel profitieren, Bauinvestitionen leiden vorerst unter hohen Preissteigerungen und gestiegenen Zinsen. Der Handelsüberschuss Deutschlands wird im Zeitablauf spürbar sinken. Branchenentwicklung Die Darstellung der Branchenentwicklung basiert auf dem Branchen Rating Herstellung von Kraftwagen und -teilen, DOS 29, Quartal 3/ 2024 der FERI Trust GmbH, Bad Homburg. In den beiden vergangenen Jahren profitierten die Hersteller von der Auflösung der zuvor gravierenden Lieferengpässe und konnten Produktion und Absatz deutlich steigern, womit die hohen Auftragsbestände abgebaut wurden. Damit werden alte Produktionsniveaus aber noch erheblich verfehlt und die Lage trübte sich bereits zum Jahresende 2023 wieder ein. Angesichts der nach wie vor schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die Zurückhaltung sowohl der gewerblichen als auch der privaten Abnehmer groß. Der für die Einhaltung der ab 2025 nochmals verschärften EU-weiten CO 2 -Ziele erforderliche Absatz von E-Autos leidet zudem unter dem abrupten Aus für die Förderung im Zuge der Haushaltskrise. Aber auch weltweit kann der Absatz von Elektrofahrzeugen aktuell nicht expandieren. Das dringende Problem ist die zunehmende Konkurrenz durch chinesische Hersteller, die nicht nur die Exporte nach China belastet. Die Branche ist ein Kernbereich der deutschen Industrie und erwirtschaftet gut 21% (Stand 2022) des industriellen Umsatzes (ohne die in anderen Wirtschaftszweigen erfassten Vorleistungen wie z.B. Reifen, Batterien). Zumindest die europäischen Überkapazitäten wurden zuletzt etwas abgebaut. Die Transformation hin zur Elektromobilität, die erheblich steigenden Anforderungen an die Digitalisierung und das (teil-)autonome Fahren stellen die Marktteilnehmer vor große Herausforderungen und rufen neue (branchenfremde) Marktteilnehmer auf den Plan. Ein weit überdurchschnittlicher Anteil des Umsatzes wird im Ausland erzielt. Während bei der eigentlichen Herstellung von Kfz die Großunternehmen dominieren, ist insbesondere die Herstellung von Aufbauten und Anhängern mittelständisch geprägt. Auch wenn die Autoindustrie die Schlüsselbranche in Deutschland ist, verlagern die Unternehmen insbesondere im Bereich der OEM's bereits seit Jahren die Produktion ins Ausland zulasten des deutschen Standortes. Bei den Zulieferern war dieses noch nicht so ausgeprägt, wird sich aber weiter verstärken, um mehr in der Nähe der Abnehmer zu produzieren. Während diese Problematik speziell den deutschen Standort belastet, ist die Transformation hin zur Elektromobilität und die damit verbundene zunehmende Bedeutung von Software in Autos ein generelles Problem. Die deutschen Hersteller haben sich dem Thema verspätet gewidmet, zudem gehören Elektromotoren und Software nicht zu den Kernkompetenzen. Der Rückstand konnte zwar partiell aufgeholt werden, es zeichnet sich jedoch eine internationale Marktführerschaft der chinesischen Hersteller (und Tesla) auf diesem Gebiet ab, was für das Selbstverständnis der deutschen Unternehmen einem Schock gleichkommt und gleichzeitig die langfristigen Perspektiven erheblich schmälert. Zusätzliche Wertschöpfung geht an US-Softwarekonzernen verloren, mit denen deutsche Unternehmen bereits Kooperationen abschlossen. Das verkündete Aus eines Apple-Elektroautos ist in nur eine geringe Entlastung. Der Anteil des im Ausland erzielten Umsatzes ist weit überdurchschnittlich. Europa ist die wichtigste Absatzregion für Pkw und Nutzfahrzeuge, die größte Dynamik wies aber in den vergangenen Jahren China auf, wobei die Nachfrage mittlerweile zurückgeht. Darin spiegeln sich nicht nur die sehr hohen Kapazitäten in China wider, sondern auch die abnehmende Bedeutung der deutschen Hersteller in diesem Land. So strebt VW nicht mehr die Marktführerschaft an, sondern will nur noch der wichtigste ausländische Anbieter sein. Gleichzeitig steigt von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend der Importanteil chinesischer Autos und Teile bereits deutlich an und wird in den kommenden Jahren das Bild auf deutschen Straßen ändern. Die Rendite ist in den verschiedenen Sparten sehr unterschiedlich. Schlusslicht sind die mittelständisch geprägten Zulieferer, die traditionell gegenüber den Herstellern von Kraftwagen eine schlechte Verhandlungsposition bei Preisfestsetzungen haben. Zwar konnten 2022/23 höhere Teuerungen ausgehandelt werden, auf Branchenebene können und konnten Verluste nur knapp vermieden werden. Auch innerhalb der Zulieferer sind die Unterschiede groß. Besonders gefährdet sind Unternehmen, deren Produktpalette auf Komponenten im Zusammenhang mit Verbrennungsmotoren ausgerichtet ist. Besser ist die Position der sehr großen Zulieferer mit Weltmarktstellung, auch wenn diese mittlerweile mit sinkenden Erträgen kämpfen und deutliche Sparprogramme zulasten der Beschäftigten ankündigten. Unternehmensentwicklung Die Wachstumsprognosen spiegeln weiterhin hohe Unsicherheiten im Marktumfeld sowie die daraus rückläufige Branchenentwicklung wider. Die Tätigkeit der Gesellschaft besteht in der Erbringung kommerzieller und technischer Dienstleistungen für die Konzerngesellschaften der Hitachi Astemo Brake Business Unit, die Bremsen für Automobilhersteller fertigt. In diesem Zusammenhang unterstützt die Gesellschaft aktiv die Hitachi Astemo Brake Business Unit bei der Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Bremsen in ihrem Entwicklungszentrum. Bei der Erbringung von Entwicklungsleistungen an deutsche Automobilunternehmen bezieht die Gesellschaft auch Leistungen aus dem Konzernverbund. Insgesamt beliefen sich die laufenden Entwicklungskosten auf 15,8 Mio. EUR (Vj. 16,7 Mio. EUR), die sowohl an den Konzernverbund als auch an Dritte weiterberechnet wurden. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden ausschließlich Bremsen für konkrete Fahrzeugtypen für Automobilhersteller entwickelt. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 haben sich gegenüber dem Vorjahr 2022/2023 von 17.397.702,18 EUR um -1.535.230,84 EUR (-8,8 %) auf 15.862.471,34 EUR reduziert. Der Rückgang resultiert aus einer Verminderung der Weiterberechnungen innerhalb der Gruppe, welche durch die Erhöhung der Umsätze mit Dritten nicht vollständig kompensiert wurden. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind 10.620.072,74 EUR bzw. 67,0 % der Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen entstanden. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Umsatzerlöse mit externen Kunden in Höhe von 5.242.398,60 EUR (Vj. 2.843.342,65 EUR) erzielt. Die Erhöhung des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge in Höhe von 1.519.204,42 EUR (Vj. 0,00 EUR) spiegeln den Ausweis der teilfertigen Leistungen im Vorratsvermögen wider. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um 723.319,90 EUR auf 740.105,25 EUR (Vj. 16.785,35 EUR) resultiert im Wesentlichen aus Erträgen mit Servicevereinbarungen innerhalb der Gruppe. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen betragen 4.050.371,44 EUR. Gegenüber dem Vorjahreswert von 4.930.340,53 EUR haben sich diese um -879.969,09 EUR vermindert. Der Rückgang resultiert überwiegend aus der verminderten Inanspruchnahme von Leiharbeitnehmern. Diese Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 1.812.091,46 EUR um -645.696,85 EUR auf 1.166.394,61 EUR verringert. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Personalaufwendungen in Höhe von 8.501.181,49 EUR (Vj. 7.791.550,94 EUR) verausgabt. Dies ergibt eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von 709.630,55 EUR. Die personalaufwandsbasierten Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen betragen entsprechend dem Bewertungsgutachten von Willis Towers Watson im laufenden Geschäftsjahr 606.939,00 EUR (Vj. 416.332,00 EUR). Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind Abschreibungen in Höhe von 570.445,97 EUR entstanden. Hiergegen betrugen die Abschreibungen im Vorjahr 2022/2023 insgesamt 592.074,78 EUR. Der Rückgang in Höhe von -21.628,81 EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 4.185.988,95 EUR (Vj. 3.357.686,35 EUR). Die gegenüber dem Vorjahr erfolgte Erhöhung der Aufwendungen resultiert aus dem Anstieg der Kosten für Versicherungen, Beiträge und Abgaben um 26.265,48 EUR (71,6 %) auf 62.943,55 EUR, der Werbe- und Reisekosten um 46.216,88 EUR (14,3 %) auf 368.910,96 EUR sowie der übrigen betrieblichen Aufwendungen um 1.092.188,39 EUR (79,2 %) auf 2.471.459,68 EUR. Im gleichen Zeitraum haben sich die Raumkosten (Energieversorgung, laufender Unterhalt sowie Miete und Nebenkosten) um -296.332,77 EUR (-19,8 %) auf 1.199.114,91 EUR, die Kosten der Warenabgabe um -39.750,64 EUR (-64,3 %) auf 22.104,02 EUR sowie die Fahrzeugkosten um -284,74 EUR (-0,5 %) auf 61.455,83 EUR reduziert. Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator für das Unternehmen sind die laufenden, weiterberechenbaren Entwicklungskosten. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Entwicklungskosten in Höhe von 15,8 Mio. EUR verausgabt. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Entwicklungskosten in Höhe von 16,7 Mio. EUR verausgabt, was einem Rückgang von 5,3 % entspricht. Der Jahresüberschuss vor Steuern im Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt 817.526,89 EUR. Finanzlage Die Liquiditätslage stellt sich nach einer vereinfachten Cashflow-Ermittlung wie folgt dar:
Der Brutto-Cash-Flow hat sich von 1.689.466,34 EUR im Geschäftsjahr 2022/2023 um 367.976,52 EUR bzw. 21,8 % auf 2.057.442,86 EUR im Geschäftsjahr 2023/2024 erhöht. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Investitionen für technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Hierbei waren insgesamt Zugänge in Höhe von 210.099,44 EUR (Vj. 12.038,36 EUR) zu verzeichnen. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/ Gesamtkapital) zum 31. März 2024 beträgt 24,0 % (Vj. 30,4 %). Korrespondierend hierzu hat sich der Verschuldungskoeffizient (Fremdkapital/ Eigenkapital) auf 316,8 % erhöht (Vj. 229,2 %). Dies resultiert aus der Erhöhung des Fremdkapitals auf 13.467.135,69 EUR (Vj. 8.873.128,89 EUR), welche durch den Anstieg des Eigenkapitals auf 4.251.454,30 EUR (Vj. 3.871.000,70 EUR) nicht vollumfänglich kompensiert wurde. Die Gesellschaft hat im Februar 2024 eine neue Cash-Pool-Vereinbarung mit der Hitachi Astemo Europe GmbH, Schwaig-Oberding, Deutschland sowie der Hitachi Astemo, Ltd., Ibaraki, Japan abgeschlossen. Hierbei agiert die Hitachi Astemo Europe GmbH, Schwaig-Oberding, Deutschland als Leiter des Cash-Pools für Europa. Zum 31. März 2024 ist die Cash-Pooling-Position eine Forderung in Höhe von 5.857.318,62 EUR gegenüber der Hitachi Astemo Europe GmbH, Schwaig-Oberding, Deutschland. Im Vorjahr wurde eine Forderung in Höhe von 1.050.517,40 EUR gegenüber der Hitachi Astemo Netherlands B.V. ausgewiesen. Die Veränderung des Cash-Pooling-Saldos resultiert aus dem Ausgleich von Rechnungsposten im Rahmen der Verrechnungspreisvereinbarungen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben. Der überwiegende Teil der sonstigen finanziellen Verpflichtungen umfasst die Anmietung der Büro- und Werkstattgebäuden am Unternehmenssitz im Businesspark Heilbronn. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich in der Hauptsache aufgrund von laufender Abschreibungen sowie Abgängen gegenüber dem Vorjahr um -376.108,94 EUR auf 4.244.344,78 EUR vermindert. In Verbindung mit der Erhöhung der Bilanzsumme hat sich der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme auf 24,0 % vermindert (Vorjahr 36,3 %). Die Vorräte enthalten unfertige Leistungen in Höhe von 1.519.204,42 EUR (Vj. 0,00 EUR). Diese betreffen sämtliche begonnene, aber noch nicht fertiggestellte Projekte. Die Bilanzsumme belief sich zum 31. März 2024 auf 17.718.589,99 EUR. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2021/2023 (12.744.129,59 EUR) um 39,0 % erhöht. Die Erhöhung resultiert vorwiegend aus dem Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 3.826.035,92 EUR auf 11.196.623,10 EUR. Der primäre Treiber ist der Anstieg der Forderungen aus dem Cash-Pooling um 4.806.801,22 EUR auf 5.857.318,62 EUR, während sich die Forderungen aus Weiterberechnungen innerhalb der Gruppe um -980.765,30 EUR auf 5.339.304,48 EUR reduziert haben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Abschlussstichtag 0,00 EUR (Vj. 255.326,40 EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Umsatzsteuern und Ertragsteuern in Höhe von 57.967,80 EUR (Vj. 210.164,42 EUR) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von 124.769,95 EUR (Vj. 57.372,96 EUR). Wesentliche Fremdwährungsforderungen bestehen nicht. Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 3.577.491,00 EUR um 669.470,00 EUR auf 4.246.961,00 EUR erhöht. Die Zuführung der Pensionsverpflichtung resultiert aus laufend verdienten Anwartschaften und üblichen Lohnsteigerungen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 579.679,26 EUR bzw. 28,4 % auf 2.618.258,37 EUR erhöht, was sich aus der Erhöhung der Rückstellungen für nachlaufende Rechnungen (+104.522,00 EUR auf 818.044,03 EUR), für Mitarbeiterboni (+203.546,85 EUR auf 872.859,12 EUR) und übrigen Aufwendungen für das Personal (+271.610,41 EUR auf 847.113,39 EUR) zusammensetzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um -2.567.652,89 EUR auf 381.357,10 EUR aufgrund vermindertem Bezug von Eingangsleistungen sowie schnellerem Zahlungsausgleich reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1.477.503,18 EUR auf 1.482.409,28 EUR erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4.441.731,74 EUR auf 4.539.268,81 EUR erhöht. Diese enthalten einen Betrag in Höhe von 4.433.480,00 EUR aus im Voraus erfolgten Kundenzahlungen für künftige Produktlieferung aus dem Konzernverbund. Die Kundenzahlungen werden an die jeweilige Produktionsgesellschaft im Konzernverbund weitergeleitet. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten ferner Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern in Höhe von 105.788,81 EUR (Vj. 96.534,82 EUR). Wesentliche Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen nicht. Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023/2024 war zufriedenstellend. C. Prognosebericht und Leistungsindikatoren Der bedeutsamste Leistungsindikator für das Unternehmen sind die laufenden, weiterberechenbaren Entwicklungskosten (finanziell) sowie die Anzahl beschäftigter Ingenieure und Techniker (nicht finanziell). Im Jahresabschluss zum 31.03.2023 wurden Entwicklungskosten in Höhe von 19,8 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2023/2024 prognostiziert. Aufgrund erforderlicher Anpassungen innerhalb der Weiterberechnung in der Gruppen wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 Entwicklungskosten in Höhe von 17,3 Mio. EUR (Vj. 16,7 Mio. EUR) verausgabt. Die Anstellung der im Unternehmen beschäftigten Ingenieuren und Techniker erfolgt überwiegend über Festanstellung und im geringeren Umfang als Leiharbeitnehmer. Die gesamte Anzahl der beschäftigten Ingenieure und Techniker beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt 48 Personen (Vj. 45 Personen) und entspricht somit dem prognostizierten Wert. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 werden Entwicklungskosten in Höhe von 14,0 Mio. EUR prognostiziert. Die Anzahl beschäftigter Ingenieure und Techniker (Angestellte und Leiharbeitnehmer) soll für das Geschäftsjahr 2024/2025 auf 53 Personen ansteigen. Daneben werden für das Geschäftsjahr 2024/2025 Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen von 12,6 Mio. EUR und Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 2,0 Mio. EUR geplant. Der Prognose für das Geschäftsjahr 2024/2025 legt die Geschäftsführung eine Erhöhung (Bandbreite 2 %-10 %) der Nachfrage für Entwicklungsleistungen innerhalb der Hitachi Gruppe bei der grundsätzlichen Erwartung einer positiven Entwicklung des Gesamtmarktes zugrunde. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 werden Entwicklungskosten in Höhe von 12,9 Mio. EUR prognostiziert. Die Anzahl beschäftigter Ingenieure und Techniker (Angestellte und Leiharbeitnehmer) soll für das Geschäftsjahr 2025/2026 bei 53 Personen konstant bleiben. Daneben werden für das Geschäftsjahr 2025/2026 Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen von 11,3 Mio. EUR und Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 0,9 Mio. EUR geplant. Der Prognose für das Geschäftsjahr 2025/2026 legt die Geschäftsführung einen Rückgang (Bandbreite 2 %-10 %) der Nachfrage für Entwicklungsleistungen innerhalb der Hitachi Gruppe bei der grundsätzlichen Erwartung einer positiven Entwicklung des Gesamtmarktes zugrunde. Stark steigende Zinssätze und hohe Inflationsraten werden in den kommenden Jahren das Umfeld für die Verbraucher verschlechtern und sich entsprechend auf das Konsumverhalten auswirken. Infolgedessen wird von einer Normalisierung des derzeit noch überdurchschnittlichen hohen Auftragsbestandes der Fahrzeughersteller ausgegangen. Nicht in dieser Prognose enthalten sind mögliche weitere Verschärfungen der Sanktionen gegen Russland aufgrund des bestehenden Ukrainekrieges sowie mögliche Ausweitungen der Konfliktsituation außerhalb der Ukraine. D. Chancen- und Risikobericht Die Tätigkeit der Gesellschaft besteht in der Erbringung kommerzieller und technischer Dienstleistungen für die Konzerngesellschaften der Hitachi Astemo Brake Business Unit, die Bremsen für Automobilhersteller fertigt. Die Gesellschaft sieht weiteres Wachstumspotential im Bereich der Herstellung von Bremsen durch die deutschen Automobilhersteller, die zusätzliche technische Dienstleistungen insbesondere bei der Herstellung von Elektrofahrzeugen benötigen werden. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft hängt jedoch im Wesentlichen von der Strategie der Hitachi Astemo Brake Business Unit ab. Der überwiegende Anteil der Geschäftstätigkeit besteht in der Weiterberechnung der Aufwendungen von Entwicklungsdienstleistungen im Rahmen bestehender Verrechnungspreisvereinbarungen mit fest vereinbarten Margen gegen verbundene Unternehmen, was insoweit die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken entsprechend minimiert. Zugleich stellt die Tätigkeit in einem Konzernverbund unter Abhängigkeitsgesichtspunkten ein grundsätzliches Risiko dar. Das Unternehmen ist im Risikomanagementsystem des jeweiligen Konzernverbunds eingebunden. Hierbei wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Hierbei wurden die folgenden Risiken identifiziert: • Liquiditätsrisiko: Dieses Risiko wird als niedrig angesehen. Die Geschäftsführung geht weiterhin davon aus, dass bei Bedarf liquide Mittel durch den Konzernverbund - v.a. im Rahmen der Cash-Pooling-Vereinbarung - bereitgestellt werden. • Kreditrisiko: Das Kreditrisiko der Gesellschaft ist hauptsächlich mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verbunden und wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale jedes Kunden beeinflusst. Das Management berücksichtigt jedoch auch die Merkmale der Kundenbasis der verbundenen Unternehmen, einschließlich der Höhe des Ausfallrisikos in der Branche und in Ländern, in denen Kunden tätig sind, da diese Faktoren das Kreditrisiko beeinflussen können. Dieses Risiko wird durch bestehende interne Kontrollen gemildert. Das Unternehmen geht hier von einem mittleren Risiko aus. • Marktrisiko: Die Gesellschaft - wie auch der Konzernverbund - sichert derzeit ihr Währungsrisiko nicht ab, da die meisten Produkte in dem Land verkauft werden, in dem sie hergestellt wurden. Das Unternehmen geht hier von einem niedrigen Risiko aus. Hinsichtlich der strategischen Umsetzung ihrer Ziele ist die Gesellschaft auf qualifizierte Arbeits- und Führungskräfte angewiesen. Dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt werden attraktive Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten entgegengesetzt. Die permanente Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Vertreter und Nachfolgeregelungen stehen für die jeweiligen Positionen zur Verfügung. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine führten zu einem starken Anstieg der Energiepreise und zu hohen Inflationswerten. Die Zentralbanken beginnen mit spürbaren Leitzinserhöhungen die Geldpolitik zu straffen. Europa befindet sich inmitten einer Energiekrise mit ungewissem Ausgang. Die Risiken für eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft und damit einhergehende Rezessionsrisiken sind relativ hoch. Aufgrund der bestehenden Konzernvereinbarungen ist die Hitachi Astemo Heilbronn GmbH lediglich mittelbar von Rezessionsrisiken betroffen. Die Mobilität von morgen erwächst aus Innovationen. Die Weiterentwicklung der klassischen Antriebe und alternativer Kraftstoffe, der Ausbau der Elektromobilität und die digitale Revolution im Auto bis hin zum automatisierten Fahren sind die großen Themen der Zukunft. Die OEM bauen zunehmend eigene Kompetenzen ab und geben die Entwicklungsaufträge an Dienstleister ab. Die Entwicklung hin zur Elektromobilität erfordert weniger Bauteile, wobei Bremssysteme hingegen weiter benötigt werden. Gemeinsam mit den Kunden entwickeln wir innovative Bremssysteme auch im Hinblick auf die neue Euro 7 Norm, welche 2025 in Kraft treten wird. Die Kundenlinien VW Group und Daimler AG sind in Heilbronn angesiedelt. Wir betreuen diese im Vertrieb und in der Entwicklung weltweit. Bereits heute sind wir auf allen zukunftsweisenden Plattformen vertreten und planen weiteres Wachstum in den kommenden Jahren. Die Hitachi Astemo Heilbronn GmbH erwartet eine Stärkung des Standort Heilbronn und eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung in der Gesamtbetrachtung der identifizierten und aufgeführten Risiken keine bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen.
Heilbronn, 30.10.2024 Susanne Finkbeiner, Geschäftsführerin Bernd Schemer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gemessen an den für Kapitalgesellschaften geltenden Größenklassen des § 267 HGB handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktiva Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Hier wird eine Nutzungsdauer von 4 Jahren zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für technische Anlagen und Maschinen wird eine Nutzungsdauer zwischen 1 bis 14 Jahren zugrunde gelegt. Für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Nutzungsdauer zwischen 1 und 12 Jahren zugrunde gelegt. Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter 250,00 EUR werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die Vorräte enthalten unfertige Leistungen, deren Bewertung zu Herstellungskosten erfolgt. In diese werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung einbezogen. Daneben werden angemessene und notwendige Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung, für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung werden nicht angesetzt. Soweit niedrigere beizulegende Werte zu ermitteln sind, werden diese retrograd ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Passiva Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren erfasst. Bei der Festlegung des Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren erfasst. Die Rückstellungen für Langzeitverpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gesellschaft hat das nach § 274 HGB verpflichtende Temporary-Konzept bei der Berechnung der latenten Steuern angewendet. Aus der Berechnung ergibt sich insbesondere aufgrund von Abweichungen zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei den sonstigen Rückstellungen sowie bei den Pensionsrückstellungen insgesamt ein aktiver Überhang latenter Steuern, für den ein Ansatz in der Bilanz aufgrund des handelsrechtlich bestehenden Aktivierungswahlrechts unverändert unterbleibt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die in Euro umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Sachanlagen enthalten im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die Zugänge im Geschäftsjahr betreffen ausschließlich Mobilien. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen betragen 570.445,97 EUR (Vj. 592.074,78 EUR). Außerplanmäßige Abschreibungen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte Die Vorräte enthalten unfertige Leistungen in Höhe von 1.519.204,42 EUR (Vj. 0,00 EUR). Die hier ausgewiesenen unfertigen Leistungen betreffen sämtliche begonnene, aber noch nicht fertiggestellte Projekte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 11.196.623,10 EUR (Vj. 7.370.587,18 EUR) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus dem Cash-Pooling in Höhe von 5.857.318,62 EUR (Vj. 1.050.517,40 EUR). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 11.196.623,10 EUR (Vj. 7.370.587,18 EUR) enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0,00 EUR (Vj. 7.370.587,18 EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Forderungen aus Umsatzsteuern und Ertragsteuern in Höhe von 57.967,80 EUR (Vj. 210.164,42 EUR). Darüber hinaus sind in den sonstigen Vermögensgegenständen debitorische Kreditoren in Höhe von 124.769,95 EUR (Vj. 57.372,96 EUR) enthalten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 374.559,23 EUR (Vj. 698,70 EUR). Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 122.080,80 EUR (Vj. 163.401,83 EUR) enthält geleistete Vorauszahlungen für Lizenzgebühren, welche Zeiträume nach dem Bilanzstichtag betreffen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 25.000,00 EUR. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 200.000,00 EUR. Der Gewinnvortrag hat sich im laufenden Geschäftsjahr in Höhe des Vorjahresergebnis um 300.864,68 EUR auf 3.646.000,70 EUR erhöht. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 1.131,00 EUR (Vj. 9.982,00 EUR). Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Es bestehen Rückstellungen für Pensionen für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans. Die betragsmäßige Angabe unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Langzeitkonten (Lebensarbeitszeitkonten) dienen (Deckungsvermögen) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherung) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Für die Saldierung von Schulden aus Lebensarbeitszeitkonten mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von 198.801,87 EUR (Vj. 205.605,62 EUR). Sonstige Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten (in EUR):
Die Personalrückstellungen beinhalten die Verpflichtungen aus den Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 175.421,08 EUR (Vj. 205.831,12 EUR) sowie Rückstellungen für Urlaub und künftige Jubiläen in Höhe von 671.692,31 EUR (Vj. 369.671,86 EUR). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen in Höhe von 1.482.409,28 EUR (Vj. 4.906,10 EUR) enthalten keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.482.409,28 EUR (Vj. 4.906,10 EUR) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4.441.731,74 EUR auf 4.539.268,81 EUR erhöht. Diese enthalten einen Betrag in Höhe von 4.433.480,00 EUR aus im Voraus erfolgten Kundenzahlungen für künftige Produktlieferung aus dem Konzernverbund. Die Kundenzahlungen werden an die jeweilige Produktionsgesellschaft im Konzernverbund weitergeleitet. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten ferner Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern in Höhe von 105.788,81 EUR (Vj. 96.534,82 EUR). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Es bestehen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelsübliche Eigentumsvorbehalte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden nicht in der Bilanz enthaltenen Miet- und Leasinggeschäfte, die zum Zweck der Verbesserung der Liquidität der direkten Anschaffung vorgezogen wurden.
Zum Bilanzstichtag bestanden darüber hinaus weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Lizenzgebühren (217.346,34 EUR, Vj. 207.013,09 EUR) mit Bedeutung für die Finanzlage. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 15.862.471,34 EUR (Vj. 17.397.702,18 EUR) erzielt. Hiervon wurden 67,0 (Vj. 82,6 %) innerhalb der Hitachi Gruppe und 33,0 (Vj. 17,4 %) mit fremden Dritten realisiert. Die Erhöhung des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge in Höhe von 1.519.204,42 EUR (Vj. 0,00 EUR) spiegeln den Ausweis der teilfertigen Leistungen im Vorratsvermögen wider. Aufwendungen oder Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um 723.319,90 EUR auf 740.105,25 EUR erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Erträgen mit Servicevereinbarungen innerhalb der Gruppe. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betragen 2.430,59 EUR (Vj. 2.785,57 EUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich um 879.614,11 EUR auf 4.047.940,85 EUR verringert. Die Personalaufwendungen betragen 8.501.181,49 EUR (Vj. 7.791.550,94 EUR). Die Verringerung der Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um -21.628,81 EUR auf 570.445,97 EUR (Vj. 592.074,78 EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 4.185.988,95 EUR (Vj. 3.357.686,35 EUR). Die gegenüber dem Vorjahr erfolgte Erhöhung der Aufwendungen resultiert aus dem Anstieg der Kosten für Versicherungen, Beiträge und Abgaben um 26.265,48 EUR (71,6 %) auf 62.943,55 EUR, der Werbe- und Reisekosten um 46.216,88 EUR (14,3 %) auf 368.910,96 EUR sowie der übrigen betrieblichen Aufwendungen um 1.092.188,39 EUR (79,2 %) auf 2.471.459,68 EUR. Im gleichen Zeitraum haben sich die Raumkosten (Energieversorgung, laufender Unterhalt sowie Miete und Nebenkosten) um -296.332,77 EUR (-19,8 %) auf 1.199.114,91 EUR, die Kosten der Warenabgabe um -39.750,64 EUR (-64,3 %) auf 22.104,02 EUR sowie die Fahrzeugkosten um -284,74 EUR (-0,5 %) auf 61.455,83 EUR reduziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 373,48 EUR (Vj. 82,50 EUR). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden darüber hinaus 9 Ingenieure und Techniker als Leiharbeitnehmer (Vj. 10) beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer im Vorjahr 2022/ 2023 wurde angepasst. Namen der Geschäftsführer Frau Susanne Finkbeiner, D-Abstatt Kauffrau (Geschäftsführerin Verwaltung und Vertrieb) Herr Bernd Schemer, D-Saarlouis Dipl.-Ing. Maschinenbau (Geschäftsführer Technik) Vergütungen der Geschäftsführer Bezüglich der Angaben gem. § 285 Nr. 9 HGB wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hitachi Astemo Ltd., Tokio, Japan, einbezogen, welcher unter www.hitachi.com/IR-e/library/integrated/ bekannt gemacht wird (Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen). Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hitachi Astemo Netherlands B.V., Eindhoven, Niederlande einbezogen, welcher unter www.kvk.nl (Kamer van Koophandel) bekannt gemacht wird (Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen). Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzgewinn in Höhe von 4.026.454,30 EUR, bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von 3.646.000,70 EUR und dem Jahresüberschuss in Höhe von 380.453,60 EUR, wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Heilbronn, den 30.10.2024 Susanne Finkbeiner, Geschäftsführerin Bernd Schemer, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Susanne Finkbeiner, Geschäftsführerin Bernd Schemer, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 05.12.2024 entsprechend des Ergebnisverwendungsvorschlages festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hitachi Astemo Heilbronn GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hitachi Astemo Heilbronn GmbH, Heilbronn - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hitachi Astemo Heilbronn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. Oktober 2024 EY
GmbH & Co. KG
Kohler, Wirtschaftsprüferin |
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