Natürlich Südpfalz Geschäftsführungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Fehrenbach seit 3.5.2023 | Prokura |
Thomas Anton Dieter Wolter seit 23.1.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Tipico Group Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tipico Retail Services GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für den 31. Dezember 2023A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENSDie Tipico Retail Services GmbH (im Folgenden kurz: "TRServ" oder "Gesellschaft" oder "Wir") ist ein Konzernunternehmen der Tipico Group Ltd. mit Sitz auf Malta (100 %) und bietet Marketing- und Service-Dienstleistungen für die Tipico-Unternehmensgruppe ("Tipico") in Deutschland und Österreich an und vertreibt innovative Soft- und Hardwarelösungen für die Franchisepartner der Tipico-Gruppe. Seit der Verschmelzung der ehemaligen Schwestergesellschaft Tipico Retail Systems GmbH auf die Tipico Retail Services GmbH im Juni 2019 rückwirkend zum 1. Januar 2019 ist auch die Versorgung der Franchisepartner mit Hardware, wie Wettterminals und Kassensystemen, sowie der entsprechenden Software Aufgabe der Gesellschaft. Zum Tätigkeitsbereich unserer Gesellschaft gehören:
Vor dem Hintergrund der strategischen Ausrichtung von Tipico ist der Geschäftserfolg stark von der Branchen- und Konjunkturentwicklung im Bereich Sportwetten und der Rechtslage in Bezug auf das Anbieten und Vermitteln von Sportwetten abhängig. Daneben spielen Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und die vollumfängliche technische Betreuung der Franchisepartner von Tipico eine zentrale Rolle für die Unternehmenssteuerung. Die beschriebenen Tätigkeiten gliedern sich in Eigengeschäft (Organisation und Vertrieb der Werbeartikel, Franchise & Ladenbau für die Franchisepartner von Tipico sowie Organisation, Produktion und Vertrieb von Terminal- und Kassensystemen) und Servicedienstleistungen innerhalb des Tipico-Konzerns, welche im Rahmen von fremdüblich ausgestalteten Dienstleistungsverträgen abgewickelt werden. Hauptsitz und Niederlassungen Der Firmensitz befindet sich in Karlsruhe-Durlach und beherbergt dort sämtliche funktionalen Abteilungen der Gesellschaft. Aufgrund des Wachstums wurde bereits im Jahr 2018 der Grundstein für die Anmietung eines neuen Gebäudes gelegt, damit das personelle Wachstum die Gesellschaft auch in Zukunft bewältigt und zusätzliche Services angeboten werden können. Dieser Ausbau und der damit verbundene Umzug wurden im Jahr 2020 vollendet. Um eine intensivere Betreuung der Partner vor Ort zu gewährleisten, wurde eine Betriebsstätte in Österreich gegründet, welche seit dem 1. Januar 2013 besteht und im österreichischen Firmenbuch als Zweigniederlassung eingetragen wurde. Die Betriebsstätte ist in Wien für Zwecke der Körperschaft- und Umsatzsteuer steuerlich registriert. B. ALLGEMEINE RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUFAllgemeine Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. 1 Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Damit bestätigt das Statistische Bundesamt seine erste Schätzung vom 15. Januar 2024 (siehe Pressemitteilung Nr. 19/2024). 2 Wir schätzen, dass bundesweit etwa 5.000 Wettannahmestellen betrieben werden. Hinzu kommen etliche Spielmöglichkeiten, wie zum Beispiel in Sportsbars oder Kneipen. Geschäftsverlauf Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um 222 TEUR (-2,9 %), die Gesamtleistung ist leicht um 462 TEUR (-0,8 %) gesunken. Die Gesellschaft konnte dennoch ihre Position als Marketing-, Service- und Technologiedienstleister von Tipico in Deutschland bestätigen und ausbauen. Das ursprünglich prognostizierte gleichbleibende Niveau im Umsatzbereich konnte annähernd erreicht werden. Unser Wachstum ist abhängig vom Wachstum von Tipico und dem Wachstum der Wettbranche. Der Sportwettenmarkt war im Jahr 2023 auch im Hinblick auf die immer noch laufende Lizenzvergabe sehr stark umkämpft, woraus ebenfalls große Auswirkungen auf die Gesamtleistung entstanden sind. Die Gesellschaft steuert das Geschäft kostenstellenorientiert, wobei die wesentliche Größe hierbei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bildet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein EBITDA in Höhe von 7.632 TEUR erwirtschaftet. Im Vorjahr lag das EBITDA kumuliert bei 7.981 TEUR. Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 7.522 TEUR (Vj.: 7.738 TEUR). Nach gebuchter Gewinnabführung beträgt das Jahresergebnis wie im Vorjahr 0 TEUR. In Österreich wird eine Zweigniederlassung am Standort Wien betrieben. Dieser werden entsprechende Umsatzerlöse, welche sich auf die Zweigniederlassung beziehen, mittels interner Verrechnung mit dem Stammhaus zugerechnet. Umsatzentwicklung Eine weitere Steuerungskennzahl der Gesellschaft stellt die Gesamtleistung, d.h. die Summe aus Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen, dar. Der Gesamtumsatz des Unternehmens im Geschäftsjahr ist um 938 TEUR auf 54.130 TEUR (Vj.: 55.068 TEUR) gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von rund 1,7 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 2.438 TEUR um 19,5 % auf 2.914 TEUR gestiegen, da sich die weiterbelasteten Kosten im Bereich Sponsoring erhöht haben sowie eine Auflösung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 219 TEUR vorgenommen wurde. Die Gesamtleistung ist durch den geringfügigen Rückgang der Umsatzerlöse und den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 57.506 TEUR leicht um 0,8 % auf 57.044 TEUR gesunken. Absatzmarkt Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung hängt damit maßgeblich von der Expansionsentwicklung von Tipico und den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Trotz der noch weiter gestiegenen Qualitätsanforderungen seit dem Jahr 2022 ist es mit Unterstützung der Gesellschaft gelungen, dass die Franchisepartner ihre Wettbüro-Netzwerke weiter ausbauten. Die Franchise-Wettbüros entsprechen höchsten Qualitätsansprüchen hinsichtlich rechtlicher, visueller und personeller Gesichtspunkte. Tipico legt besonderen Wert auf die Einhaltung gehobener Compliance-Vorgaben. So fordert Tipico umfassende Schulungen in den Bereichen Spielerschutz, Jugendschutz und Geldwäscheprävention von allen Franchisepartnern ein. Ebenso wird ein hohes Maß an technologischem Knowhow und die Ausweitung der technologischen Marktführerschaft gefordert. Um das Wachstum zu unterstützen, müssen wir besonders die konsistente Umsetzung der Qualitätsregeln, der Regulierungsvorgaben und die Verankerung des Franchise-Netzwerks permanent kontrollieren und zielgerichtet zusteuern. Hierbei wird auf neueste technische Soft- und Hardwarelösungen sowohl intern als auch im B2B-Bereich gesetzt. Personal und Ressourcen Ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung ist die Entwicklung des Knowhows sowie der Transfer innerhalb der Gesellschaft. Dennoch ist dem Recruiting, der Bindung, der Entwicklung und der Ausbildung der Mitarbeiter sowie der Steuerung des Mitarbeitereinsatzes für den Erfolg der Gesellschaft eine zentrale Bedeutung zuzuweisen. Im Geschäftsjahr 2023 sank die Belegschaft im Jahresdurchschnitt leicht um zwei auf 145 Mitarbeiter. Die Vorjahresprognose einer weitestgehend gleichbleibenden Mitarbeiterzahl wurde damit erreicht. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir wiederum eine Entwicklung auf konstantem Niveau. Maßgebend für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung ist die Verfügbarkeit von Mitarbeitern und weiteren Ressourcen für die Erbringung der konzernintern nachgefragten Dienstleistungen. Daneben ist die Verfügbarkeit von externen Ressourcen über freie Mitarbeiter bzw. Berater als wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung wichtig. Das Angebot an qualifizierten Mitarbeitern ist für die einzelnen Bereiche unserer Geschäftsfelder jedoch begrenzt. Dies wurde durch die Einbindung von Agenturen oder die Fremdvergabe diverser Aufträge sowie hausinterne Fortbildungen ausgeglichen. Die derzeitige Arbeitnehmermarkt in Deutschland führt grundsätzlich zu stabilen bzw. steigenden Gehältern. Steigende Gehaltskosten sind auch durch erhöhte Seniorität der Mitarbeiter u.a. als Resultat des Aufbaus des Bereichs Beratung, Technik und Franchise zu erwarten. Die Entwicklungen unserer Personalstruktur steuern wir über ein Zielabstimmungs- und Erfassungssystem sowie konkrete Mitarbeiter-Workshops. Die durch Mitarbeiter initiierte Fluktuation ist gegenüber dem Vorjahr in etwa stabil und liegt weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Mit zielgruppenadäquaten Karrieremodellen bieten wir hervorragende Weiterentwicklungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen. Die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden von den Mitarbeitern außerordentlich gut angenommen. C. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEVermögenslage Die Vermögensstruktur, abgeleitet aus der Bilanz, stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 795 TEUR (-3,9 %) gesunken. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein Anstieg von 756 TEUR zu verzeichnen. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen hingegen ist ein Rückgang von 4.568 TEUR festzustellen. Dies hängt hauptsächlich mit der erhaltenen Rückzahlung eines Darlehens von 2.300 TEUR der Gesellschafterin zusammen. Auch bedingt durch die Darlehenstilgung ergibt sich ein Anstieg der liquiden Mittel um 3.622 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 697 TEUR, was hauptsächlich auf höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 434 TEUR gesunken, sie machen zum Stichtag 3,8 % der Bilanzsumme aus (Vj.: 5,8 %). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 249 TEUR steht vor allem im Zusammenhang mit der um 222 TEUR geringeren Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin aus der Gewinnabführung. Im Geschäftsjahr wurden Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von 91 TEUR getätigt. Finanzlage Kapitalstruktur Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch das operative Geschäft (Innenfinanzierung). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages spiegelt sich dieses in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Zudem finanziert sich die Gesellschaft bei Bedarf durch Kapitalzuführungen der Gesellschafterin. Externe Finanzierungen über Kreditinstitute werden nicht wahrgenommen. Bedingt durch die niedrigere Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote leicht gestiegen und beträgt nunmehr 18,2 % (Vj.: 17,5 %). Die weiteren kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus der Lohnsteueranmeldung Dezember und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer. Die folgende vereinfachte Kapitalflussrechnung für 2023 zeigt folgendes Bild (in TEUR):
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 9.149 TEUR erwirtschaftet. Dieser reichte aus, um die Auszahlung an die Gesellschafterin im Rahmen des negativen Cashflows aus Finanzierungstätigkeit für die Gewinnabführung des Vorjahres zu decken. Positiv in letzterem wirkte sich zudem eine anteilige Darlehensrückzahlung der Gesellschafterin aus. Die Finanzlage der TRServ kann weiterhin als solide bezeichnet werden. Die flüssigen Mittel lagen zum Bilanzstichtag bei 6.193 TEUR (Vj.: 2.571 TEUR). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Ertragslage Die Ertragslage, abgeleitet aus der Gewinn- und Verlustrechnung, stellt sich im Überblick im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
* Für Informationszwecke werden das Betriebsergebnis sowie das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weiterhin dargestellt. Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 7.522 TEUR (Vj.: 7.738 TEUR). Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.612 TEUR bzw. -5,0 % zurückgegangen und ist damit leicht überproportional zum Rückgang der Umsatzerlöse gefallen, die um 938 TEUR bzw. -1,7 % gesunken sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind u.a. aufgrund höherer Weiterberechnungen für Sponsoringleistungen sowie einer Auflösung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 219 TEUR um insgesamt 476 TEUR bzw. 19,5 % gestiegen. Der Personalaufwand stieg durch allgemeine Gehaltsanpassungen um 6,3 % auf 12.212 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. aufgrund gestiegener Hospitality-Leistungen im Rahmen von Sportveranstaltungen und allgemeiner Preiserhöhungen um 771 TEUR bzw. 12,9 % gestiegen. Das Finanzergebnis ist um 170 TEUR gestiegen, was auf das im Vergleich zum Vorjahr höhere Zinsniveau zurückzuführen ist. Gesamtbeurteilung der Lage des Unternehmens Zusammenfassend kann der Geschäftsverlauf und die Lage der TRServ für das Geschäftsjahr 2023 als weiterhin sehr positiv und äußerst zufriedenstellend bezeichnet werden. Wir haben die für dieses Geschäftsjahr gesteckten Ziele hinsichtlich Umsatzentwicklung und Ertragskraft zwar nicht vollständig erreichen können, können aber vor dem Hintergrund des weiterhin laufenden Lizenzierungsverfahrens das Ergebnis dennoch als durchweg positiv bewerten. Aus gegenwärtiger Sicht sind die zukünftige Geschäftsentwicklung und die damit verbundene Unternehmensentwicklung als gut zu betrachten. D. CHANCEN- und RISIKOBERICHTIm Rahmen des Risikomanagementprozesses verfolgt die TRServ externe Entwicklungen auf den Absatz- und Mitarbeiterbeschaffungsmärkten sowie die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage und des regulatorischen Umfelds. Zentrale Instrumente zur Steuerung von Risiken stellen die Unternehmensplanung, regelmäßige Forecasts und das monatliche Reporting dar. Die Berichtsempfänger sind die Geschäftsführung sowie die Gesellschafterin bzw. das Controlling der zuständigen Konzernobergesellschaft. Wöchentlich finden Geschäftsleitungsmeetings statt, in denen die Risiken, denen sich die Gesellschaft ausgesetzt sieht, diskutiert und Maßnahmen zu deren Minimierung eingeleitet werden. Chancen und Risiken für Schwestergesellschaften werden in Turnusterminen durch den Marktverantwortlichen und die Geschäftsführung verfolgt. Für die Gesellschaft bestehen unseres Erachtens nachfolgende Risiken, denen wir wie folgt begegnen: Absatzmarkt Wir haben 2023 erneut von der guten Marktentwicklung im Bereich der Sportwetten profitiert. Bei einer negativen Entwicklung der Wettbranche sind aufgrund der Branchenfokussierung deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge zu erwarten. Aktuell gibt es jedoch keine konkreten Anhaltspunkte für einen Einbruch des Wettumsatzes, daher sehen wir das Risiko als gering an. Die Branchenabhängigkeit bleibt gegenüber dem Vorjahr allerdings weiter immanent. Personal und Ressourcen Die Mitarbeiter sind für das Unternehmen ein wesentlicher Faktor. Es muss sichergestellt werden, dass geeignetes Personal gefunden werden kann und das Abwandern von Knowhow weitgehend unterbunden wird. Dies wird aufgrund eines weiteren Ausbaus des HR-Departments gewährleistet, welches mit speziell geschultem Personal auf Suche nach Fachkräften geht. Ebenso werden weitere Channels zur Rekrutierung erörtert. Somit ist weitestgehend sichergestellt, dass geeignetes Personal für den Fall von Neubesetzungen schneller gefunden werden kann. Ebenso wird mit zielgerichteten Marketingkampagnen in Social Media-Plattformen um Mitarbeiter geworben. Weiterhin wird über zusätzliche Ausbildungsmaßnahmen gesprochen und eine Weiterführung erörtert. Wir schätzen das Risiko daher als gering ein. Regulatorisches Umfeld Der Hauptmarkt, auf dem Tipico derzeit den überwiegenden Teil seiner Einnahmen aus seinen Retail- und Online-Sportwetten generiert, ist Deutschland. Nach mehr als einem Jahrzehnt rechtlicher Unsicherheiten in Bezug auf die Regulierung von Glücksspielprodukten und einer zweijährigen Übergangsphase, um eine Neuregulierung seines Glücksspielmarktes weg von einer grauen Marktgerichtsbarkeit abzuschließen, ist Deutschland jetzt ein vollständig regulierter Markt, und Tipico betreibt sein Geschäft auf dem deutschen Markt als vollständig in Deutschland lizenzierter Betreiber. Sportwetten Die ersten Konzessionen für deutschlandweite Sportwetten wurden am 9. Oktober 2020 an Tipico und weitere Betreiber vergeben. Damit gehörte Tipico zu den ersten Unternehmen überhaupt, die in Deutschland konzessioniert wurden, und sicherte sich die Konzession, Sportwetten auch über seine Filialen hinaus über das Internet an Kunden mit Sitz in Deutschland anzubieten. Auf die Erteilung der Sportwetten-Konzessionen folgte eine sogenannte Übergangsregelung für den Betrieb von virtuellen Automatenspielen, die Mitte Oktober 2020 in Kraft trat. Schließlich ist der neue Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspiels (GlüStV) in Deutschland am 1. Juli 2021 in Kraft getreten und hat die neue Verordnung kodifiziert. Die Sportwettenkonzessionen 2020 waren bis zum 31. Dezember 2022 gültig und wurden durch neu ausgestellte Konzessionen ersetzt, die am 9. Dezember 2022 erteilt wurden. Die aktuellen Sportwettenkonzessionen sind bis zum 31. Dezember 2027 gültig. Zum 1. Januar 2023 hat die neue Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) als zentrale Regulierungsbehörde die Zulassungs- und Aufsichtskompetenz für Sportwetten sowie für virtuelle Automatenspiele übernommen. Wir erwarten, dass die Behörde ihre Durchsetzungsmaßnahmen gegen nicht lizenzierte und nicht konforme Betreiber verstärken wird, was sich unserer Meinung nach insgesamt positiv auf die Position von Tipico auf dem regulierten deutschen Glücksspielmarkt auswirken wird. Tipico ist gut gerüstet, sein Wachstum unter der zum 1. Juli 2021 eingeführten neuen Regulierung erfolgreich fortzusetzen. Tipico hat die durch die neue Gesetzgebung eingeführten regulatorischen Anforderungen und Beschränkungen so weit umgesetzt, dass diese nicht verwaltungsrechtlich vor Gerichten anfechtbar sind. Dies umfasst die Einzahlungslimits und -beschränkungen für das Sportwettenprogramm, die aufgrund einer definierten Anfrage der ehemaligen Behörde bzw. eines im November 2022 mit der Behörde erzielten allgemeinen Vergleichs zur Beendigung bestimmter behördlicher Rechtsstreitigkeiten eingeführt wurden. Restriktive Auslegungen von Bonus- und Werberegeln können einige Einschränkungen haben, wir erachten die Auswirkungen auf das Geschäft von Tipico jedoch aufgrund seiner starken Marktposition in Deutschland und seiner hohen Präsenz aufgrund seines Retail-Geschäftes als vergleichsweise gering. Tipico hat sich mit der Behörde darauf geeinigt, die Zulässigkeit bestimmter Wettarten, wie Live-Wetten auf Halbzeitergebnis und Restspielzeit, im Rahmen von Musterverfahren zu klären, und ist berechtigt, diese Wettarten für die Dauer des Verfahrens anzubieten. Ein möglicher negativer Ausgang dieser Verfahren und damit eine weitere Einschränkung des zulässigen Wettangebots kann die Attraktivität des Wettangebots von Tipico beeinträchtigen, wir erwarten aber, dass solche negativen Auswirkungen durch eine verstärkte Durchsetzung von Maßnahmen gegen Betreiber, die sich nicht an den Anwendungsbereich halten, kompensiert werden. Bestimmte andere Nebenbedingungen der neuen Lizenzen für Sportwetten und virtuelle Automatenspiele wurden von Tipico angefochten und sind Gegenstand eines Verwaltungsverfahrens. Nach Erteilung der ersten Sportwettenkonzessionen im Oktober 2020 haben die Bundesländer auch die Konzessionsverfahren für Retail-Standorte eingeleitet. Solche Standorterlaubnisse werden von den Kommunen der jeweiligen Bundesländer auf der Grundlage des Sekundärrechts, nämlich der Glücksspielgesetze der einzelnen Bundesländer zur Umsetzung des Staatsvertrags 2021 (Landesausführungsgesetze), erteilt. Tipico hat die erforderlichen Genehmigungen für eigene und von Franchisepartnern betriebene Räumlichkeiten beantragt und bisher 946 Lizenzen erteilt bekommen, während sich 107 Wettvermittlungsstellen noch im Lizenzierungsverfahren befinden. Die Durchsetzung restriktiver Gesetze im Retail-Geschäft in einzelnen Bundesstaaten, wie z.B. quantitative Beschränkungen (zu Abstandsvorschriften, Baugenehmigungen), hat dazu geführt, dass bestimmte Räumlichkeiten innerhalb des Tipico-Wettvermittlungsstellennetzes für das Angebot von Sportwetten im Retail-Geschäft ungeeignet sind. Der geschäftliche Einfluss solcher Schließungen war insgesamt gering. Im Allgemeinen ist das Unternehmen in der Lage, seine Marktführerschaft auch im Retail-Geschäft weiter auszubauen. Krieg in der Ukraine Die Sanktionen gegen Russland haben keinerlei Auswirkung, da wir keine Geschäftsbeziehungen zu Partnern in diesem Land unterhalten. Selbstverständlich werden keine Wetten auf russische Sportveranstaltungen mehr angeboten, da sich das Sportwetten-Geschäft aber zu weit mehr als 90 % auf den europäischen Fußball konzentriert, wirkt sich dieser Schritt nicht auf die Ertragssituation des Unternehmens aus. Das Management behält die geopolitische Lage weiterhin im Blick, um reagieren zu können, falls sich an dieser Beurteilung etwas ändert. Risiko aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Im Bereich Forderungen besteht ein grundsätzliches Risiko des Ausfalls. Dies könnte die Ergebnissituation verschlechtern. Diesem Risiko begegnen wir durch ein aktives Forderungsmanagement. Wir schätzen daher das Risiko als gering ein. Chancenbericht Durch unsere gute Aufstellung und durch das prognostizierte Wachstum im Bereich Sportwetten sehen wir hier große Chancen, die Marktposition von Tipico weiter ausbauen zu können und so unsere Umsatzerlöse weiter zu steigern. Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität, unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Sportwetten und den von uns implementierten Risikostrategien sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken weiterhin gut gerüstet. Auch im Hinblick auf die Entwicklungen im regulatorischen Umfeld sehen wir uns unverändert zum Vorjahr in der Lage, auf verschiedene Szenarien zeitnah reagieren zu können. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. E. PROGNOSEBERICHTDer deutsche Markt für Sportwetten wird aus Sicht der Geschäftsleitung weiterwachsen. In den kommenden Jahren rechnen wir mit einem jährlichen Wachstum von 5 % bis 10 %. Der deutsche Sportwettenmarkt ist aktuell nach Großbritannien schon jetzt der zweitgrößte Markt in Europa und hat unseres Erachtens im Vergleich zu anderen Märkten deutlich mehr Wachstumspotential. Mobile- und Multichannel-Angebote werden das Wachstum besonders fördern. Doch auch die stationäre Sportwette wird ihren Anteil am Gesamtmarkt weiter steigern. Tipico wird dementsprechend an der Wachstumsstrategie festhalten und mit dem Gesamtmarkt als Marktführer mitwachsen. Ein wichtiges Event im Jahr 2024 ist die in Deutschland stattfindende Europameisterschaft. Diese bietet eine große Chance, Neukunden durch Platzierung verschiedener Marketingaktionen hinzuzugewinnen. Die Partnerschaften der Tipico-Gruppe mit dem FC Bayern München und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gewährleisten eine außerordentliche öffentliche Präsenz und Markenbekanntheit, die sich ebenfalls wachstumsfördernd für Tipico und die dazugehörigen Vermittlungspartner und damit auch auf unsere Gesellschaft auswirken wird. Der Ukrainekrieg und die veränderte weltpolitische Lage haben derzeit nur sehr geringe Auswirkungen auf unsere Unternehmung. Wir gehen davon aus, in 2024 ein moderates Wachstum zu realisieren. Fokus dabei liegt darauf, das Netzwerk strategisch zu sichern und weitere Wettbüros erfolgreich zu lizenzieren. Auf der Grundlage der oben beschriebenen erwarteten Markt- und Unternehmensentwicklung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Anstieg der Gesamtleistung zwischen 3 % und 8 %. Das EBITDA wird in diesem Zusammenhang um ca. 10 % bis 15 % ansteigen. Die Mitarbeiteranzahl wird weitestgehend gleichbleibend prognostiziert. Das Jahr 2024 wird somit voraussichtlich leicht über dem Vorjahresniveau liegen. Wir sehen daher dem neuen Jahr positiv und zuversichtlich entgegen.
Karlsruhe, den 19. April 2024 Der Geschäftsführer
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023AllgemeinesDer vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Aufstellungserleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten von Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Registerangaben Die Tipico Retail Services GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim unter der Nr. HRB 729536 eingetragen. Ergebnisverwendung Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Tipico Germany Holding GmbH. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 4 Jahren), bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren) vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Diejenigen Vermögensgegenstände des abnutzbaren Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Nettoanschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen. Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit der gewogenen Durchschnittsmethode unter Berücksichtigung eines niedrigeren beizulegenden Wertes zum 31. Dezember 2023. Die Ermittlung des Warenbestands zum 31. Dezember 2023 erfolgte durch eine Inventur. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Vom verbleibenden Forderungsbestand wurde zur Absicherung des allgemeinen Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben gebildet, die erst im Folgejahr aufwandswirksam werden. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur BilanzForderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 3.185.140,56 (Vj.: € 7.753.316,05)
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die Kapitalrücklage enthält unverändert zum Vorjahr Zuzahlungen der Gesellschafterin Tipico Germany Holding GmbH nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von € 3.525.000,00. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jahresabschluss-/Prüfungskosten (T€ 77; Vj.: T€ 103), für ausstehende Rechnungen (T€ 4.057; Vj.: T€ 3.264), für ausstehenden Urlaub (T€ 201; Vj.: T€ 197), für weitere Personalsachverhalte (T€ 45; Vj.: T€ 47), für Archivierung (T€ 37; Vj.: T€ 60) sowie für Mitarbeiterboni (T€ 1.426; Vj.: T€ 1.499) gebildet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 7.853.291,38 (Vj.: € 8.102.079,88)
Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.360.934,46 (Vj.: € 1.583.008,50)
Sämtliche Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind € 92.272,45 € (Vj.: € 535.984,80) periodenfremde Erträge enthalten, die mit € 92.272,45 ausschließlich (im Vj. mit € 451.862,05 hauptsächlich) aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Im Vorjahr waren ferner Erträge in Höhe von € 82.780,60 enthalten, die aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen resultierten. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 12.787,52 (Vj.: € 15.497,53). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Forderungsverluste von € 18.110,83 (Vj.: € 0,00) und übrige periodenfremde Aufwendungen von € 12.792,10 (Vj.: € 0,00) enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten mit € 208.214,76 (Vj.: € 48.118,41) ausschließlich Erträge aus verbundenen Unternehmen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Steuern von € 3.736,67 (Vj.: € 2.329,81). Die sonstigen Steuern enthalten periodenfremde Steuern von € 4.074,30 (Vj.: € 0,00). Sonstige PflichtangabenSonstige finanzielle Verpflichtungen
Davon bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 1.380.425,04. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil der Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 145 (Vj.: 147) Angestellte, davon 138 (Vj.: 141) Mitarbeiter in Vollzeit und 7 (Vj.: 6) Mitarbeiter in Teilzeit. Konzernverhältnisse Die Tipico Retail Services GmbH ist ein Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB der Tipico Germany Holding GmbH, Karlsruhe. Die Tipico Germany Holding GmbH ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 291 HGB befreit, da sie in den übergeordneten, befreienden Konzernabschluss der Tipico Group Limited (kleinster und größter Konsolidierungskreis), mit Sitz in Saint Julian's auf Malta, einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union, einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Tipico Group Limited zum 31. Dezember 2023 wird nach den Regelungen der IFRS in der Fassung der Europäischen Union erstellt und geprüft. Der Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im Unternehmensregister von der Tipico Germany Holding GmbH offengelegt. Angabe des Abschlussprüferhonorars Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB eingetreten. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr wurden die Geschäfte durch Herrn Mate Bacic (bis 30. April 2023), kaufmännischer Geschäftsführer, München, sowie Herrn Thomas Wolter, kaufmännischer Geschäftsführer, Karlsruhe, geführt. Angabe der Organbezüge Auf die Anhangsangabe nach § 285 Nr. 9a HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Karlsruhe, den 19. April 2024 Thomas Wolter, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Tipico Retail Services GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tipico Retail Services GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tipico Retail Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 22. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Both, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 03.07.2024 festgestellt. |
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