Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 52409
Vorher
Covidence GmbH
Eingetragen
7.6.2001
Branche
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Arzneimittelentwicklung, insbesondere Planung und Durchführung klinischer Arzneimittelprüfungen, Erfassung und Verarbeitung von Daten im Rahmen solcher Prüfungen, die statistische Planung, Analyse sowie Erstellung statistischer und klinischer Berichte, die biometrische Planung, Auswertung und Berichterstattung, die Erstellung von medizinischen Fachtexten und Zulassungsunterlagen, die Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung bei diesen Prozessen, Erfassung und Beurteilung medizinischer Risiken, pharmako-ökonomische Untersuchungen, die technische Beratung sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Beratungsleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simone Brown
seit 5.9.2024
Geschäftsführer
David Rifkind
seit 12.10.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Clinipace AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Clinipace GmbH
Germany
83.400 €
100.00%

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Accovion GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Accovion GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Accovion GmbH, Eschborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Accovion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 16. Januar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kemmerich, Wirtschaftsprüfer

Mühleck, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.414,27 14.244,88
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.703,02 275.373,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 141.551,20 141.551,61
333.668,49 431.170,35
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 75.951,92 327.872,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.757.401,61 3.973.979,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.552.360,99 5.853.562,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 186.495,62 37.504,50
9.496.258,22 9.865.045,72
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 754.016,17 872.252,14
10.326.226,31 11.065.170,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 221.495,91 319.218,53
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.924.934,18 6.213.455,21
16.806.324,89 18.029.014,12

Passiva

31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 83.400,00 83.400,00
II. Kapitalrücklage 3.956.600,00 3.956.600,00
III. Verlustvortrag -10.253.455,21 -10.793.217,72
IV. Jahresüberschuss 288.521,03 539.762,51
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.924.934,18 6.213.455,21
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.908.900,00 8.424.377,75
2. Steuerrückstellungen 37.657,90 37.657,90
3. Sonstige Rückstellungen 1.355.768,81 1.073.431,69
10.302.326,71 9.535.467,34
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sämtliche mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 3.249.420,01 3.818.000,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sämtliche mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 64.535,31 687.565,93
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sämtliche mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 2.290.074,03 3.010.570,75
4. Sonstige Verbindlichkeiten 398.682,30 459.014,78
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 359.479,12 (Vj. EUR 369.751,18)
davon mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren EUR 39.203,18 (Vj. EUR 89.263,60)
davon aus Steuern EUR 152.951,01 (Vj. EUR 150.867,13)
6.002.711,65 7.975.151,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 501.286,53 518.394,96
16.806.324,89 18.029.014,12

Gewinn- und Verlustrechnung für 2020

2019
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.885.022,15 19.829.670,68
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -251.920,25 -288.583,80
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.529.979,85 3.549.868,01
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 70.736,13 (Vj. EUR 0,00)
20.163.081,75 23.090.954,89
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.761.393,89 4.885.699,95
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.212.546,39 9.055.685,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.449.941,98 2.660.300,82
davon für Altersversorgung EUR 480.614,94 (Vj. EUR 657.238,61)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 135.300,04 108.471,72
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.133.690,88 5.538.670,35
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 27.558,67)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 100.223,25 (Vj. EUR 100.223,25)
19.692.873,18 22.248.828,57
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.893,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 242.551,56 265.795,23
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 236.810,00 (Vj. EUR 261.628,00)
-239.658,56 -265.795,23
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -57.971,02 36.568,58
11. Ergebnis nach Steuern 288.521,03 539.762,51
12. Jahresüberschuss 288.521,03 539.762,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Erläuterungen

Die Accovion GmbH mit Sitz in Eschborn ist unter der Registernummer HRB 52409 im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Der Jahresabschluss 2020 der Accovion GmbH, Eschborn, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB gewählt.

Die Berichtswährung ist Euro (€).

Gemäß § 267 (2) HGB handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Im Interesse der Klarheit der Darstellung sind einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gesondert erläutert.

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Gegenstand des Unternehmens:

Die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Arzneimittelentwicklung, insbesondere Planung und Durchführung klinischer Arzneimittelprüfungen, Erfassung und Verarbeitung von Daten im Rahmen solcher Prüfungen, die statistische Planung, Analyse sowie Erstellung statistischer und klinischer Berichte, die biometrische Planung, Auswertung und Berichterstattung, die Erstellung von medizinischen Fachtexten und Zulassungsunterlagen, die Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung bei diesen Prozessen, Erfassung und Beurteilung medizinischer Risiken, pharma-ökonomische Untersuchungen, die technische Beratung sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Beratungsleistungen.

Im Rahmen der oben genannten Dienstleistungen werden Arbeitnehmerüberlassungen angeboten.

Daneben kann die Gesellschaft alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen oder zu fördern geeignet sind. Die Gesellschaft darf sich an anderen Gesellschaften beteiligen, die den gleichen oder einen ähnlichen Geschäftszweck verfolgen. Sie kann im Inland und Ausland Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften errichten.

Bilanzielle Überschuldung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 5.925 (VJ: T€ 6.213) aus. Die Geschäftsführung hält die Unternehmensfortführung für überwiegend wahrscheinlich. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Posten der Aktivseite sind mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen sind mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies durch die Vorschriften des § 246 HGB ausdrücklich vorgeschrieben wird.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Selbständig nutzbare Anlagegegenstände, deren Anschaffungskosten 250 €, jedoch nicht 1.000 € übersteigen, werden aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz in einen steuerlichen Sammelposten eingestellt, der linear über die pauschale Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250 € wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Anteilsrechte des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen der Posten des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sind die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens in den Folgejahren entfallen, so wurde dem Wertaufholungsgebot entsprochen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Umlaufvermögen

Unfertige Leistungen sind zu aufgelaufenen Herstellungskosten bilanziert, wobei neben den direkt zurechenbaren, Personalkosten auch Personalgemeinkosten berücksichtigt werden.

Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sind in die Berechnung der Herstellungskosten einbezogen worden. Gemeinkosten, soweit sie nicht durch die Fertigung veranlasst sind, und Vertriebskosten sind in die Berechnung der Herstellungskosten nicht eingerechnet worden. Soweit erforderlich, wurden die Herstellungskosten der Projekte auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemindert. Für darüber hinaus zu erwartende Verluste wurden entsprechende Drohverlustrückstellungen eingestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden Abschreibungen vorgenommen, falls dies nötig war, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.

Eine Wertaufholung des Umlaufvermögens wird durchgeführt, falls die Gründe für die Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in den Folgejahren weggefallen sind.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Aktive latente Steuern

Es wurden keine aktiven latenten Steuern aktiviert in Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung der latenten Steuern für den sich insgesamt ergebenden aktiven Steuerüberhang.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf Grund versicherungsmathematischer Grundlagen bilanziert. Erfolgsauswirkungen, die sich aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes ergeben, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen im nächsten Abschnitt (Erläuterungen zur Bilanz) verwiesen.

Steuerrückstellungen wurden auf Basis der erwarteten Bemessungsgrundlagen berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Währungsumrechnung

Nicht kursgesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Der Kurs am Tag des Zugangs bestimmt bei Anschaffungsgeschäften in Fremdwährung die Anschaffungskosten des Vermögensgegenstandes.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die in der Bilanz zum 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in ihrer Entwicklung im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt.

Anteilbesitz:

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2020 Anteile von mindestens 20 % an den folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2020 Ergebnis des Geschäftsjahres 2020
Accovion s.r.o. Prag, Tschechien 100 % 1.171 TCZK 35 TCZK
Accovion LLC Moskau, Russland 100 % 2.162 TRUB 251 TRUB
Accovion S.L. Madrid, Spanien 100 % 183 TEUR 39 TEUR
Accovion S.R.L. Timisoara, Rumänien 100 % 250 TRON 61 TRON
Accovion Sp.z o.o. Krakau, Polen 100 % 422 TPLN 66 TPLN
Accovion SARL Lyon, Frankreich 100 % 138 TEUR 45 TEUR
Accovion S.r.l. Mailand, Italien 100 % 35 TEUR 3 TEUR
Accovion LLC Kiew, Ukraine 100 % 1.247 TUAH 465 TUAH

Die Wechselkurse zum 31. Dezember 2020 betragen bezogen auf 1 EUR für CZK 26,242, für RUB 91,4671, für RON 4,8683, für PLN 4,5597 und für UAH 34,7396.

2. Vorräte

Die unfertigen Leistungen betreffen noch nicht abgerechnete Projekte T€ 76 (VJ: T€ 328).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 7.552 (VJ: T€ 5.854) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 911 (VJ: T€ 145).

4. Flüssige Mittel

Die liquiden Mittel in Höhe von T€ 754 (VJ: T€ 872) bestehen vollständig aus Bankguthaben. Darin sind zum Stichtag umgerechnete USD-Konten mit einem Gesamtbestand von T$ 106 (VJ: T$ 13) enthalten.

5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 221 (VJ: T€ 319) beinhalten im Wesentlichen T€ 183 (VJ: T€ 200) für Softwaremiete/Softwarelizenzen, T€ 2 (VJ: T€ 43) Abgrenzungen für Softwarewartungs- und Supportverträge sowie T€ 31(VJ: T€ 1) für Versicherungen.

6. Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital wird zu 100 % von der Muttergesellschaft Clinipace GmbH mit Sitz in München gehalten. Die Clinipace GmbH ist eine 100 %-ige Tochter der Clinipace AG, Volketsvil, Schweiz, die wiederum zu 100 % von Clinipace Inc. mit Sitz in Morrisville, USA, gehalten wird.

7. Kapitalrücklage

Das in die Kapitalrücklage eingestellte Agio aus der Ausgabe der Geschäftsanteile beträgt T€ 3.957 (VJ: T€ 3.957).

8. Verlustvortrag

Der verbleibende Verlustvortrag beträgt T€ 10.253 (VJ: T€ 10.793).

9. Jahresergebnis

Der Jahresüberschuss 2020 beläuft sich auf T€ 289 (VJ T€ 540).

10. Pensionsrückstellungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde die Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren) angewandt. Grundlegende Annahmen der Berechnung sind der von der Deutschen Bundesbank für Pensionsverpflichtungen veröffentlichte Rechnungszins von 2,31 % p.a. (VJ: 2,71 %), eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,50 % p.a. (VJ: 2,50 %) sowie eine erwartete Rentenanpassung von 1,75 % p.a. (VJ: 1,75 %). Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018G.

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EG-HGB beträgt T€ 401 (VJ: T€ 501).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Altersvorsorgeverpflichtungen) wurden in Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit einem Rechnungszinsfuß abgezinst, der sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt (10-Jahres-Durchschnittszinssatz). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 977 (VJ: T€ 987). Gemäß § 253 Abs. 6 HGB unterliegt dieser Unterschiedsbetrag einer Ausschüttungssperre.

11. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.356 (VJ: T€ 1.073) enthalten T€ 486 (VJ: T€ 438) Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen sowie Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 870 (VJ: T € 635)

Hierin sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Jahresabschlusskosten und weitere erkennbare Verpflichtungen berücksichtigt.

12. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegen- über Gesellschaftern in Höhe von T€ 22 (VJ: T€ 346). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 2.290 (Vorjahr T€ 3.010) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.003 (VJ: T€ 7.975) sind vor Ablauf eines Jahres fällig.

13. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten enthält einen Mietanreiz in Höhe von T€ 33 (VJ: T€ 162) welcher über die verbleibende Mietvertragslaufzeit abgegrenzt wird.

14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen, die nicht in den Rückstellungen, Verbindlichkeiten oder Haftungsverhältnissen enthalten sind, bestehen für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Die nicht abgezinsten künftigen Zahlungen in Höhe von T€ 294 teilen sich wie folgt auf:

Mietverträge T€
Bis zu 1 Jahr 238
1 bis 5 Jahre 56
Mehr als 5 Jahre 0

Die Vorteile aus abgeschlossenen Leasingverträgen gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und die gewonnene Flexibilität. Risiken bestehen in der Laufzeitbindung.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die im Geschäftsjahr erzielten Umsätze in Höhe von T€ 16.885 (VJ: T€ 19.830) bestehen ausschließlich aus Projektumsätzen des Kerngeschäfts.

2. Bestandsveränderungen

Die unfertigen Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 252 gesunken (VJ: T€ 289).

3. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 3.530 (VJ: T€ 3.550) sind Erträge aus den weiterberechneten Aufwendungen an Kunden in Höhe von T€ 3.282 (VJ: T€ 3.426) ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen betragen T€ 35 (VJ: T€ 0). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 71 (VJ: T € 0).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 5.134 (VJ: T€ 5.538) beinhalten im Wesentlichen Gebäudeaufwand T€ 938 (VJ: T€ 1.020), Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten T€ 327 (VJ: T€ 278), für an Kunden weiter zu berechnende Aufwendungen T€ 3.282 (VJ: T€ 3.524) sowie weitere sonstige Aufwendungen in Höhe von T€ 587 (VJ: T€ 688). Es ergaben sich wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen (VJ: T€ 0). Die auf die Währungsumrechnung entfallenden Aufwendungen betragen T€ 0 (VJ: T€ 28).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen enthalten. T€ 101 (VJ: T€ 101) entfallen auf Aufwendungen aus der Anwendung der Übergangsvorschriften zum BilMOG nach Art. 67 Abs.1 EG-HGB.

5. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ -240 (VJ: T€ -266) enthält in Höhe von T€ -237 (VJ: T€ -262) Zinsaufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Änderung des Diskontierungszinssatzes.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2020 2019
Angestellte 107 119
Leitende Angestellte 4 4
Mitarbeiter in Elternzeit 3 5
Gesamt 114 128

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 eingetreten.

Die Auswirkungen der Corona Pandemie auf das Geschäft der Accovion GmbH sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Es ist jedoch zu beachten, dass Clinipace Inc. im April 2021 im Rahmen einer Fusion von dMed Clinical Company Ltd., einem CRO mit Sitz in den Kaimaninseln, übernommen wurde.

Die Accovion GmbH hat zwar von der dMed Clinical Company Ltd. mit Datum vom 20. August 2021 eine harte Patronatserklärung erhalten, in der sie und ihre Tochtergesellschaften, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Clinipace Inc., neben der Zusage der finanziellen Unterstützung mit ihren Forderungen im Rang zugunsten gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger der Accovion GmbH zurücktreten. Diese Patronatserklärung musste bislang nicht in Anspruch genommen werden und im Prognosezeitraum wird keine Notwendigkeit der Inanspruchnahme gesehen.

Die Krise 2022 zwischen Ukraine und Russland ist aufgrund fehlender Studien 2022 für Accovion GmbH von untergeordneter Bedeutung.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Jason Monteleone - CEO

Downingtown, Pennsylvania, USA

(bis 12. Oktober 2022)

Simon John Britton - CEO

Raleigh, North Carolina, USA

(seit 12. Oktober 2022 bis 5. September 2024)

Simone Brown - CEO

Henfield, Vereinigtes Königreich

(seit 5. September 2024)

Geschäftsführerbezüge

Die Geschäftsführer haben keine Vergütung von der Gesellschaft bezogen.

Konzernverhältnisse

Die Anteile an der Accovion GmbH befinden sich zum 31. Dezember 2020 zu 100 % im Besitz der Clinipace GmbH, München. Die Clinipace GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Clinipace AG, Volketswil, Schweiz, und deren Muttergesellschaft Clinipace Inc., Morrisville, USA. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Clinipace Inc., Morrisville, USA (kleinster und größter Konsoliderungskreis) einbezogen.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der Clinipace Inc., Morrisville, USA erhältlich.

 

Eschborn, 16. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Simone Brown

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.218.640,10 21.092,59 0,00 1.239.732,69
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134.720,06 16.706,00 0,00 1.151.426,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 557.842,84 0,00 0,41 557.842,43
2.911.203,00 37.798,59 0,41 2.949.001,18
Kumulierte Abschreibungen
1.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.204.395,22 8.923,20 0,00 1.213.318,42
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 859.346,20 126.376,84 0,00 985.723,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 416.291,23 0,00 0,00 416.291,23
2.480.032,65 135.300,04 0,00 2.615.332,69
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.414,27 14.244,88
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.703,02 275.373,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 141.551,20 141.551,61
333.668,49 431.170,35

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Accovion GmbH, Eschborn

Grundlegende Informationen über das Unternehmen

Allgemeines und Geschäftsmodell

Die Accovion GmbH ("die Gesellschaft") ist ein Auftragsforschungsinstitut (Contract Research Organization, CRO), das klinische, Datenmanagement- und strategische Beratungsdienstleistungen für biopharmazeutische und medizintechnische Unternehmen sowie akademische medizinische Zentren anbietet. Diese Dienstleistungen werden für Kunden erbracht, die nationale und internationale klinische Studien zur Bestimmung der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Arzneimitteln und Medizinprodukten durchführen. Die Dienstleistungen umfassen die Konzeption und Umsetzung kompletter klinischer Entwicklungsprojekte und decken alle Stadien und Phasen der Entwicklung ab - von der ersten klinischen Testreihe bis zur weltweiten Zulassung eines Arzneimittels oder Medizinprodukts durch die staatlichen Gesundheitsbehörden.

Tochtergesellschaften

Die Accovion GmbH hat zum Jahresende 8 Tochtergesellschaften: Russland (Moskau), Tschechien (Prag), Spanien (Madrid), Rumänien (Timisoara), Polen (Krakau), Frankreich (Lyon), Italien (Mailand) und Ukraine (Kiew). Alle Tochtergesellschaften der Accovion GmbH sind aktiv an der Erbringung klinischer Dienstleistungen beteiligt.

Eigentumsverhältnisse

100% der Anteile der Accovion GmbH befinden sich im Besitz der Clinipace, GmbH, München (erworben am 31. März 2015). Clinipace GmbH, eine Tochtergesellschaft der Clinipace AG, Volketswil, Schweiz und deren Muttergesellschaft Clinipace, Inc. Clinipace, Inc., Morrisville, USA.

Am 28. April 2021 fusionierte Clinipace Inc. mit dem chinesischen CRO dMedClinical Company Limited. Die oberste Muttergesellschaft dMedClinical Research Limited hat ihren Sitz auf den Cayman Inseln. Das vereinte globale CRO mit über 30 Niederlassungen auf 4 Kontinenten tritt weltweit unter dem Namen Caidya auf. Caidya bietet eine breite Auswahl an Dienstleistungen, um die Bedürfnisse von Pharma-, Biotech- und Medizintechnikunternehmen zu erfüllen.

Forschung und Entwicklung (F&E)

Die Gesellschaft führt keine Forschung und Entwicklung für eigene Zwecke durch.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenumfeld

Der globale Ausbruch der Covid 19 Pandemie hatte einen signifikanten Einbruch der Weltwirtschaft zur Folge. Das Bruttoinlandsprodukt lag um 3,4% unter dem Vorkrisenniveau (Quelle: Statista).

Dennoch erhöhte sich im Jahr 2020 die Zahl der klinischen Versuche um mehr als 8%. Dem bemerkenswerten Rückgang im ersten Quartal 2020 setzte ungeachtet der durch Covid 19 beeinträchtigten Versuche eine Erholung mit das Jahr 2019 übersteigenden Versuchszahlen ein. (Quelle: IQVIA Institute, April 21).

Die weltweiten F&E-Ausgaben für Pharmazeutika stiegen im Jahr 2020 um 7,8% im Vergleich zu Jahr 2019 an (Anstieg von 2,8% von 2018 auf 2019). (Quelle: Statista). Steigende Markteinführungskosten kombiniert mit sinkenden Umsätzen, unterstreichen die Notwendigkeit von Kosteneffizienz und Innovation. Es wird ein fortgesetzter Trend einer Zunahme der Auslagerung großer Teile der Forschung und Entwicklung an Auftragsforschungsinstitute erwartet (Quelle: Statista).

Die Accovion GmbH mit ihrer Muttergesellschaft Clinipace, Inc. bietet im Berichtsjahr eine umfassende geografische Reichweite und therapeutische Fähigkeiten sowie einen Fokus auf adaptives Studiendesign, Serviceeffizienz und Bereitstellungsmodelle.

Geschäftsverlauf

Neue Aufträge und Änderungsaufträge trugen im Jahr 2020 rund € 10,7 Mio. zum lokal vereinbarten Auftragsbestand bei, was einem Rückgang von ungefähr € 9,8 Mio. gegenüber 2019 entspricht.

2019 beinhaltete zwei für die Gruppe wichtige Aufträge mit einem Volumen von € 8,3 Mio. Mit Bial SA, Trofu, Portugal, (Bial) einem wichtigen strategischen Partner konnte keine alljährliche Vertragsverlängerung bis zum ersten Quartal 2021 vereinbart werden, die das jährliche Auftragsvolumen 2020 auf € 12,3 Mio. erhöht hätte.

34% der Aufträge wurden darüber hinaus für klinische Full-Service-Studien gewonnen, die die strategische Hinwendung zu nützlichen Partnerschaftsmodellen hervorheben, bei denen Accovion GmbH einen bedeutenden Teil der Aufträge vertraglich sowohl mit Bial als auch jetzt in 2020 mit Leo Pharma AG, Ballerup, Dänemark (Leo Pharma) vereinbaren konnte. Accovion GmbH erbringt fortlaufend Dienstleistungen für globale klinische Full-Service-Studien, bei denen die Kundenvereinbarungen rechtswirksam mit weiteren Gruppengesellschaften geschlossen wurden.

Der Ausbau von Dienstleistungen für globale klinische Full-Service-Studien bildete weiterhin den Fokus der Accovion GmbH in 2020, unterstützt durch die Stärke der monofunktionalen Servicelinie.

Die unter der Clinipace Gruppe weiterhin umgesetzten Restrukturierungspläne, um Ressourcen und Serviceangebote an der diversifizierten Kundennachfrage globaler klinischer Studien auszurichten, haben zu einer verbesserten kundenorientierten Ressourcenausstattung und wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen geführt.

Als wesentliche Leistungsindikatoren nutzen wir die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres blieben hinter den Erwartungen zurück. Das erzielte Ergebnis resultiert aus einer verbesserten Kostenstruktur im Rahmen der Erwartungen.

Ertragslage

Accovion GmbH erzielte im Berichtsjahr 2020 Umsatzerlöse von T€ 16.885 (2019: T € 19.830), die um T€ 2.945 (14,8%) hinter dem Vorjahresumsatz zurückblieben. Umsatzerlöse der Tochtergesellschaften werden seit August 2019 nicht mehr der Accovion GmbH, sondern den jeweiligen Tochterunternehmen zugeordnet.

Der außerhalb Deutschlands erzielte Umsatz stieg um 1,1% auf T€ 13.995, während der Umsatz innerhalb Deutschlands auf T€ 2.890 zurückging. Der Umsatzanstieg außerhalb Deutschlands unterstreicht den Erfolg der Gesellschaft durch die Anzahl der weltweiten Dienstleistungen für klinische Studien, die über die Clinipace-Gruppe vertraglich vereinbart wurden.

Das Betriebsergebnis belief sich auf T€ 470 (2019: T€ 842). Das Betriebsergebnis reflektiert die Minderung der Umsatzerlöse.

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres beträgt T€ -240 (2019: T€ -266). Darin enthalten sind Zinsaufwendungen für die Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 237 (2019: T€ 262).

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020 betrug T€ 289 (2019: T€ 540). Der Gewinn im Jahr 2020 resultiert aus einer verbesserten Kostenstruktur im Rahmen der Erwartungen.

Finanzlage

Der Jahresüberschuss des laufenden Geschäftsjahres reduzierte den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf T€ 5.925. Der Cashflow setzt sich zusammen aus dem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ -81 und dem negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -37. Aus Finanzierungstätigkeit ergaben sich keine Cashflows. Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel um T€ 118 von T€ 872 auf T€ 754.

In Bezug auf den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag ist es das Ziel der Geschäftsführung, einen Insolvenzantrag zu vermeiden, indem wir dafür Sorge tragen, dass die Gesellschaft in der Lage ist, die laufenden Zahlungsverpflichtungen und langfristigen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Gesellschaft erwirtschaftet trotz aufgelaufener Verluste und anhaltender Kosten der Restrukturierung durch das stark integrierte Geschäftsmodell der flexiblen Bereitstellung von Dienstleistungen der Gruppenunternehmen voraussichtlich ausreichende finanzielle Mittel und bilanziert unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Obwohl sie voraussichtlich nicht auf finanzielle Unterstützung angewiesen sein wird, hat die Gesellschaft mit Datum vom 20. August 2021 eine schriftliche Zusage ihrer obersten Muttergesellschaft dMed Clinical Company Ltd. erhalten (harte Patronatserklärung), die bei Bedarf finanzielle Unterstützung garantiert. Neben der Zusage der finanziellen Unterstützung durch die dMed Clinical Company Ltd. und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Clinipace Inc., treten alle Konzerngesellschaften mit ihren Forderungen im Rang zugunsten gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger der Accovion GmbH zurück. Die Muttergesellschaft Clinipace Inc. wurde 2019 reorganisiert, um den Herausforderungen durch die Internationalisierung klinischer Projekte besser gewachsen zu sein. In diesem Zusammenhang sind auch bei dieser Gesellschaft Verluste aufgelaufen. Die Reorganisation hin zu globalen Full-Service-Projekten, die auch unter Einbeziehung der Accovion GmbH abgewickelt werden, trägt erste Früchte. Für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 konnten erste Gewinne erzielt werden, die sich in den Folgejahren fortsetzen. Darüber hinaus hat die Clinipace Inc. zum 1. März 2019 und zum 23. Juli 2019 neues Eigenkapital in Höhe von USD 4 Mio und USD 3,8 Mio. erhalten, die für den nachhaltigen Ausbau des Full-Service Projektgeschäfts sowie gegebenenfalls als Sicherheit für die Finanzierung der Accovion GmbH zur Verfügung stehen. Clinipace Inc. erhielt im November 2019 ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von insgesamt USD 8,3 Mio, das in Eigenkapital umgewandelt werden kann. Anschließend erhielt die Clinipace Inc. zusätzlich zur Novembervereinbarung im Rahmen einer Wandelanleihe im Januar 2020 weitere USD 6,4 Mio.

Vermögenslage

Im Berichtszeitraum verminderte sich das Anlagevermögen um T€ 98 und das Umlaufvermögen um T€ 739. Die Veränderung des Anlagevermögens resultiert aus dem Saldo der Zugänge (T€ 38) abzüglich Abschreibungen (T€ 135). Die Veränderung des Umlaufvermögens setzt sich zusammen aus Rückgängen unfertiger Leistungen in Höhe von T€ 252, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 2.217 und liquider Mittel T€ 118, denen Erhöhungen der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 1.698 und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 149 gegenüberstehen.

Auf der Passivseite erhöhten sich dien Pensionsverpflichtungen um T€ 485 und die sonstigen Rückstellungen um T€ 282.

Die Verbindlichkeiten sind um T€ 1.972 von T€ 7.975 auf T€ 6.003 gesunken. Ursächlich für den Rückgang sind Minderungen der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen T€ -569, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ -623, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€ -720 sowie sonstige Verbindlichkeiten T€ -60.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten minderte sich um T€ 17 von T€ 518 auf T€ 501.

Der Jahresüberschuss von T€ 288 reduzierte den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf T€ 5.925. Trotz des negativen Eigenkapitals schätzt die Geschäftsführung die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als überwiegend wahrscheinlich ein. Grundlage für diese Annahme ist die ausreichende Liquiditätsausstattung der Gesellschaft.

Zusammenfassende Gesamtaussage

Obwohl der Umsatz des Unternehmens in 2020 um 14,8% zurückging, nutzen wir die Stärke der Neugeschäfts und die globalen Möglichkeiten für klinische Studien, die von der Clinipace- Gruppe angeboten werden. Das Unternehmen wächst weiter und stärkt die Dienstleistungen für globale klinische Studien, während es gleichzeitig die Möglichkeiten des monofunktionalen Geschäftsbereichs aufrechterhält und nutzt. Die Restrukturierung und Kostensenkungen in Vorjahren haben zu einer schlanken und wettbewerbsfähigen Kostenstruktur geführt, die auf die Bedürfnisse der verschiedenen Kunden der Clinipace-Gruppe abgestimmt ist. Das Unternehmen geht davon aus, auch in Zukunft profitabel zu bleiben und alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

In 2021 betrug die globale CRO-Marktgröße, mit einem Anstieg gegenüber 2020 von 15%, 238 Mio. USD. Ein vergleichbarer Anstieg wird für 2022 und voraussichtlich auch für die Folgejahre erwartet. (Quelle: Statista 2022, Total global pharmaceutical R&D spending 2014- 2028).

Die wachsende Nachfrage nach wirksamen Medikamenten, die zunehmende Komplexität der Anforderungen an die klinische Entwicklung und die hohen Kosten für die Produktentwicklung machen das Outsourcing an CROs zu einer attraktiven Option für Pharma-, Biotech- und Medizinprodukteunternehmen.

Die Gesellschaft hat bei Umsatzerlösen von vorläufig rund € 19 Mio. in 2021, € 23 Mio. in 2022 sowie EUR 21 Mio. in 2023 (jeweils nach IFRS) weitere solide positive Jahresergebnisse erzielt. Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 erwartet die Gesellschaft im Vorjahresvergleich stabile bis leicht ansteigende Umsätze sowie weiterhin leicht positive Jahresergebnisse.

Risikobericht

Bilanzielle Überschuldung

Der Jahresüberschuss 2020 vermindert den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag um T€ 289 auf T€ 5.925. Die in den Jahren 2021 bis 2023 erzielten Ergebnisse reduzieren den Fehlbetrag weiter. Die Geschäftsführung schätzt die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als überwiegend wahrscheinlich ein. Ein Insolvenzeröffnungsgrund wegen möglicher Überschuldung nach §19 InsO liegt nicht vor. Trotz des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags ist die Gesellschaft nach Bewertung und Beurteilung durch die Geschäftsführung nicht zahlungsunfähig. Durch die starke organisatorische Einbindung ins operative Geschäft der dMed/Clinipace-Gruppe und der aktuellen Projekt- und Umsatzplanung erwirtschaftet die Gesellschaft nach Einschätzung der Geschäftsleitung ausreichende Liquiditätsüberschüsse. Die Gesellschaft verfügt zum 31. Dezember 2023 über flüssige Mittel in Höhe von € 1,39 Mio. Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 plant die Geschäftsleitung mit Cashflows von T€ -170 und T€ 189 sowie über flüssige Mittel in Höhe von € 1,22 Mio. und € 1,49 Mio. jeweils zum 31. Dezember.

Sonstige Risiken

Die Accovion GmbH ist von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Stabilität der Branchen Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik abhängig. Änderungen der wirtschaftlichen Stabilität oder wesentliche regulatorische Änderungen in den vorgenannten Branchen könnten sich nachteilig auf das Ergebnis der Accovion GmbH auswirken. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt, da Konjunkturindikatoren und branchenspezifische Bestimmungen eng überwacht werden, um schnell und angemessen mit Planungs- und Strategieanpassungen zu reagieren.

Operative Risiken

Ein immanentes Geschäftsrisiko ist die Möglichkeit, dass Kunden laufende Verträge innerhalb der vertraglichen Kündigungsfrist kündigen. Mangelhafte Sicherheitsstandards der getesteten Produkte oder ungünstige Testergebnisse der laufenden Studien sind Beispiele für Gründe, die zu einer Kündigung durch den Kunden führen können. Wenn die auf diesen Projekten beschäftigten Mitarbeiter nicht kurzfristig in anderen Projekten eingesetzt werden können, ist mit ungenutzten Kapazitäten zu rechnen. Dies ist für alle CROs ein potenzielles Risiko, das bei der Accovion GmbH deutlich gesenkt wird, indem Zeitarbeitskräfte eingesetzt werden, um flexibel auf einen höheren oder niedrigeren Personalbedarf reagieren zu können.

Ein weiteres Risiko sind Projektverzögerungen, zum Beispiel aufgrund von Problemen bei der Produktion eines Arzneimittels oder infolge einer unzureichenden Rekrutierung von Patienten. Dies kann Auslastungsprobleme und eine Verschiebung der geplanten Umsätze und Zahlungsflüsse nach sich ziehen. Dieses moderate Risiko wird durch die Nutzung von Zeitarbeitskräften und die Einbeziehung eines potenziellen Schrumpffaktors in den Umsatzprognosen der Gesellschaft minimiert.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen und die damit verbundenen Liquiditätsrisiken aus dem Kundenstamm, der hauptsächlich aus Pharmaunternehmen besteht, werden als gering eingeschätzt. Durch das Einholen von Bonitätsauskünften bei einer namhaften Kreditauskunftei zu voraussichtlichen und bestehenden Kunden wird dieses Risiko für die Gesellschaft weiter reduziert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass bei kleineren Unternehmen, insbesondere in der Biotechnologiebranche, aufgrund von Liquiditäts- oder Finanzierungsproblemen ein höheres Forderungsausfallrisiko besteht.

Rechtliche Risiken

Die klinische Auftragsforschung beinhaltet die Erprobung von Kundenprodukten an Patienten/Probanden. Aus den zugrunde liegenden Verträgen und den erbrachten Dienstleistungen ergeben sich Haftungsrisiken, z. B. aus Personenschäden. Um die finanziellen Auswirkungen dieser Risiken zu begrenzen oder zu eliminieren, hat die Gesellschaft eine Haftpflichtversicherung, die regelmäßig auf angemessene Deckungsgrenzen und inbegriffene Leistungen überprüft wird.

Die durch das Netzwerk an verbundenen Unternehmen wachsende Internationalisierung der Gesellschaft beinhaltet zunehmend Risiken, dass ausländische Niederlassungen oder Unternehmen durch politische, wirtschaftliche oder regulatorische Veränderungen in deren Herkunftsländern beeinträchtigt werden.

Währungs- und Inflationsrisiken

Ferner können auch Inflations- und Währungsrisiken das operative Ergebnis der Gesellschaft beeinträchtigen. Um diese Risiken zu reduzieren, überwacht die Gesellschaft die Inflationsentwicklung und Währungsschwankungen und beurteilt diesbezüglich alle Verträge. Sofern die Geschäftsführung es für notwendig hält, können zur weiteren Reduzierung dieser Risiken Sicherungsgeschäfte, Obergrenzen für Währungsschwankungen und andere Methoden zur Risikominderung eingesetzt werden.

Covid 19

Der Ausbruch der Covid Pandemie führte weltweit zu Verunsicherungen. Die für die CRO- Branche erwarteten negativen Auswirkungen sind im Wesentlichen ausgeblieben. Einige Projekte verzögerten sich, führten aber zu einem erfolgreichen Start in 2021. Die Gesellschaft konnte von den Kostensenkungsmaßnahmen profitieren und beobachtet eng die weitere Entwicklung.

Ukraine Krise 2022

Im Februar 2022 drangen russische Streitkräfte in das Hoheitsgebiet der Ukraine ein. Das Unternehmen hat eine Tochtergesellschaft in Russland und in der Ukraine, führt aber derzeit keine wesentlichen Studien in den Ländern durch. Der Krieg hatte wenig oder gar keine Auswirkungen auf die Gesamtergebnisse der Gruppe. Wir unterstützen weiterhin unsere Kollegen in Russland und in der Ukraine.

Gesamtbewertung der Risikosituation

Derzeit sind keine anderen Risiken mit einem substanziellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt.

Chancenbericht

Im Jahr 2020 setzte die Accovion GmbH ihre Integration in die weltweit agierende Clinipace- Gruppe erfolgreich fort. In Kombination mit dem Fokus auf hohe Qualität und Effizienzoptimierung bietet die weitere Integration in die Clinipace-Gruppe eine solide Basis für zukünftiges Wachstum im In- und Ausland.

Im April 2021 wurde die Clinipace Gruppe von dMed Clinical Company Ltd. übernommen. Die mit dem Zusammenschluss neu gebildete Gruppe plant unter dem Namen Caidya Group eine Börsennotierung im Jahr 2025.

Accovion profitiert von der erweiterten Gruppe. Der daraus resultierende Zugang zu einer größeren geografischen Reichweite und einem internationalen Kundenstamm wird der Accovion GmbH auch in Zukunft Wachstumschancen bieten.

Weitere Chancen könnten sich auch aus der verstärkten gesetzlichen Regulierung in den Bereichen Arzneimittelentwicklung und Medizintechnik ergeben.

Darüber hinaus verfügt Deutschland über eines der weltweit stärksten Biotech-Segmente, das weiterhin große Wachstumschancen für CROs bereithält. Accovion erwartet unter diesen Voraussetzungen weiterhin Jahresüberschüsse zu erzielen und alle zukünftigen finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Zu weiteren Ereignissen nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Nachtragsbericht im Anhang.

 

Eschborn, den 16. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Simone Brown

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