Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 33354
Vorher
Communication Systems Gesellschaft für Netzwerktechnik mit beschränkter HaftungInfoGuard Com-Sys GmbH
Eingetragen
19.12.2002
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieLeitungsgebundene Telekommunikation
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und der Vertrieb von Produkten sowie die Erbringung von Services, Beratung und andere Dienstleistungen im Bereich der Daten- und lnformationssicherheit.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Meier
seit 20.1.2026
Geschäftsführer
Peter Letter
seit 20.1.2026
Geschäftsführer
Ralf Jürgen Haubrich
seit 20.1.2026
Geschäftsführer
Daniel Heinzig
seit 8.1.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert50.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
INFOGUARD AGCHE
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

INFOGUARD AG
Switzerland
103.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Communication Systems Gesellschaft für Netzwerktechnik mit beschränkter Haftung

Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 378.986,50 301.842,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 328.650,50 257.170,00
II. Sachanlagen 50.336,00 44.672,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.888.725,90 8.252.809,95
I. Vorräte 595.756,90 837.854,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.292.024,57 5.657.024,06
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 944,43 1.757.931,52
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 58.544,14 39.241,18
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 65.066,00 0,00
7.391.322,54 8.593.893,13

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 620.060,86 721.617,89
I. Ausgegebenes Kapital 87.550,00 87.550,00
1. Gezeichnetes Kapital 103.000,00 103.000,00
2. Nennbetrag eigener Anteile -15.450,00 -15.450,00
II. Gewinnvortrag 634.067,89 171.939,12
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -101.557,03 462.128,77
B. RÜCKSTELLUNGEN 940.025,99 1.132.771,33
C. VERBINDLICHKEITEN 5.544.780,75 6.533.913,61
- davon aus Steuern: EUR 576.036,45 (Vorjahr: EUR 570.568,20)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 24.048,41 (Vorjahr: EUR 17.965,10)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 286.454,94 205.590,30
7.391.322,54 8.593.893,13

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 13.498.419,60 10.808.994,64
2. Personalaufwand -10.732.680,04 -7.777.474,21
a) Löhne und Gehälter -9.025.104,71 -6.500.010,92
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.707.575,33 -1.277.463,29
- davon für Altersversorgung: EUR 20.821,53 (Vorjahr: EUR 46.103,71)
3. Abschreibungen -156.310,63 -119.055,66
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -156.310,63 -119.055,66
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.691.207,90 -2.264.051,16
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnungen: EUR 8.854,02 (Vorjahr: EUR 5.645,70)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.868,10 7.097,13
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -41.740,79 -28.090,65
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 7.785,00 (Vorjahr: EUR 7.371,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.817,33 -151.380,48
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: EUR 65.066,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
8. Ergebnis nach Steuern -89.834,33 476.039,61
9. Sonstige Steuern -11.722,70 -13.910,84
10. Jahresfehlbetrag/-überschuss -101.557,03 462.128,77

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Communication Systems Gesellschaft für Netzwerktechnik mbH hat ihren Sitz in Neu-Isenburg und ist unter der Nummer HRB 33354 im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Inhalt und zur Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Wir haben die vom Gesetz zugelassenen größenabhängigen Erleichterungen teilweise in Anspruch genommen.

III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Geschäftsführung geht im Rahmen der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Der Fortbestand des Unternehmens ist durch den in 2024 erlittenen erheblichen Verlust gefährdet. Der entstandene Liquiditätsbedarf konnte durch externe Finanzierungen gedeckt werden. Es ist geplant, diese Darlehen in Eigenkapital umzuwandeln. Die Gewährung der Darlehen erfolgte unter der Bedingung, dass der Darlehensgeber die Anteile an der Gesellschaft zu bereits vereinbarten Konditionen erwerben kann. Die Umsetzng des Anteilskaufrechtsvertrags soll kurzfristig umgesetzt werden.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung auf Zugänge beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Für bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert über EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 wird die Sofortabschreibung gewählt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel sind mit den Nennwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält mit dem Nominalwert angesetzte Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die aktiven latenten Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen (Rückstellungen) gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Es wird von dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Steuersatz beträgt 28,86%.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Die erworbenen eigenen Anteile sind offen abgesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält mit dem Nominalwert angesetzte Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

IV. Angaben zu bestimmten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist als Anlage A zum Anhang dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 103.000 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Mit notariellem Vertrag vom 21.12.2021 hat die Com-Sys GmbH einen Geschäftsanteil im Nennbetrag von EUR 15.450,00 (15 %) als eigene Anteile erworben. Der Kaufpreis wurde entsprechend der vertraglichen Verpflichtung am 31.12.2021 gezahlt. Die Übertragung und Abtretung der Anteile erfolgte mit Wirkung zum 01.01.2022.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 435.546
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 93.701
Verrechnete Aufwendungen 14.071
davon Zinsanteil 7.785

Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:

- angewandtes versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren:

modifiziertes Teilwertverfahren

- Rechnungszinssatz gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB: 1,82%

- zugrunde gelegte Sterbetafel: Heubeck "Richttafeln 2018 G"

- Einkommenstrend: 0%

- Fluktuation: 0%

Pensionsrückstellungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 5.039,00. Für diesen Betrag besteht gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen den Personal und Sozialbereich (TEUR 215), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 66), Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 31), Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (TEUR 71) sowie Archivierungskosten (TEUR 44) und sonstiges (TEUR 3).

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahre
EUR
von mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 530.427,07 530.427,07 0,00 0,00
Vorjahreswerte 505.544,00 503.326,40 2.217,60 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 148.246,14 148.246,14 0,00 0,00
Vorjahreswerte 357.418,47 357.418,47 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.633.654,31 3.633.654,31 0,00 0,00
Vorjahreswerte 4.488.526,22 4.488.526,22 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.232.453,23 1.232.453,23 0,00 0,00
Vorjahreswerte 1.182.424,92 1.182.424,92 0,00 0,00
5.544.780,75 5.544.780,75 0,00 0,00
Vorjahreswerte 6.533.913,61 6.531.696,01 2.217,60 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 530.427,07 sind vollständig gesichert. Für EUR 500.000,00, Geldmarktkredit bei der Commerzbank, sowie für EUR 28.209,47 (Kontokorrent) besteht eine Globalzession der Forderungen. Die restlichen EUR 2.217,60 sind durch Sicherungsübereignung der durch das Darlehen finanzierten Lizenz abgesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Höchstbetragsbürgschaft über TEUR 150 gegenüber Herrn Detlef Heinzig für ein Darlehen von Detlef Heinzig an die Com-Sys Service GmbH. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Bonität des Schuldners nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Schluss des Berichtsjahres bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) aus Miet- und Leasingverträgen im Gesamtbetrag von TEUR 1.108.

Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Der Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) 135 Arbeitnehmer. Davon entfallen 35 Mitarbeiter auf die Bereiche Verwaltung/Vertrieb/Marketing und 100 auf die Bereiche Service/Technik/Montage.

Geschäftsführer

Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Daniel Heinzig, IT-Systemelektroniker, Bad Bergzabern.

Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB wird auf die Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neu-Isenburg, den 6. Dezember 2024

COMMUNICATION SYSTEMS GESELLSCHAFT FÜR NETZWERKTECHNIK MBH

Daniel Heinzig, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 472.489,48 38.937,50 0,00 511.426,98
Anlagen im Bau 0,00 170.951,50 0,00 170.951,50
472.489,48 209.889,00 0,00 682.378,48
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320.895,49 23.566,13 0,00 344.461,62
320.895,49 23.566,13 0,00 344.461,62
793.384,97 233.455,13 0,00 1.026.840,10
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 215.319,48 138.408,50 0,00 353.727,98
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
215.319,48 138.408,50 0,00 353.727,98
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 276.223,49 17.902,13 0,00 294.125,62
276.223,49 17.902,13 0,00 294.125,62
491.542,97 156.310,63 0,00 647.853,60
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 157.699,00 257.170,00
Anlagen im Bau 170.951,50 0,00
328.650,50 257.170,00
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.336,00 44.672,00
50.336,00 44.672,00
378.986,50 301.842,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

Die Communication Systems Gesellschaft für Netzwerktechnik mbH ("Com-Sys") ist ein bundesweit agierender IT-Dienstleister und bietet seit der Gründung im Jahr 1990 innovative Lösungen und Serviceleistungen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie.

Bis heute ist die Com-Sys ein unabhängiges Unternehmen. Rund 140 Mitarbeiter erarbeiten täglich funktionelle und zukunftsorientierte IT-Lösungen, die auf die Anforderungen, die Geschäftsprozesse, sowie die Unternehmensziele unserer Kunden abgestimmt sind.

Mit dem Betrieb von Infrastrukturen für Kunden über das firmeneigene Network und Security Operating Center können darüber hinaus weltweit maßgeschneiderte Lösungen für den Betrieb, die Überwachung und das Outtasking in den Bereichen Netzwerk und IT Security bieten. Die Zertifizierung nach ISO 27001 besteht seit Juni 2021. Im November 2023 konnte die Rezertifizierung der ISO 27001 erfolgreich abgeschlossen werden.

Der hohe Ausbildungsstand und die langjährige Erfahrung unserer Mitarbeiter garantieren unseren Kunden eine konstant hohe Qualität. Kontinuität prägt auch unsere Kundenbeziehungen. Wir verstehen uns als Partner und Berater unserer Kunden, wobei die meisten bereits seit vielen Jahren unseren Leistungen vertrauen.

Organisatorische Struktur

Im Berichtsjahr wurde die Organisationsstruktur der Com-Sys grundlegend überarbeitet. Die operativen Geschäftsbereiche wurden in den Bereich CDNT (Cyber Defence & Network Technologies) neu eingegliedert. CDNT umfasst nun die folgenden operativen Geschäftsbereiche:

Connect (vormals Infrastruktur)

Shared Services (vormals Technik)

Solutions (vormals Technik)

Cyber Defence Center (vormals Technik)

Cyber Service Center (vormals Technik)

Die zuvor bestehende Organisationsstruktur der Verwaltungsbereiche, welche die Abteilungen Vertrieb, Marketing, Finanz- und Rechnungswesen, Personal und Fuhrpark, sowie Auftragsabwicklung und Einkauf umfassten, wurde in die folgenden Bereiche gegliedert:

Stabsstellen

HR & Fleet Management

Sales (Direct Sales, Indirect Sales)

Marketing

Finance

Sales Operations & Procurement (Inside Sales, Contract Management, Procurement & Logistics)

Durch diese Reorganisation in erforderliche Bereiche strebt die Gesellschaft an, die Effizienz zu steigern und den reibungslosen Ablauf der Geschäftsprozesse weiter zu optimieren.

Rechtliche Struktur

Hauptsitz der Com-Sys GmbH ist Neulsenburg. Die Com-Sys GmbH unterhält ferner eine unselbständige Niederlassung in Ratingen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedigungen

In Bezug auf unsere Branche ergaben sich folgende gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen:

Im Jahr 2023 waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland von globalen Krisen geprägt. Trotz einiger Rückschritte blieben die Preise auf allen Wirtschaftsebenen hoch, was die Konjunktur dämpfte. Die Finanzierungsbedingungen verschlechterten sich aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage im In- und Ausland nahm ab. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs preisbereinigt um 0,3 %.

Branchenbezogen gab es unterschiedliche Entwicklungen. Der produzierende Sektor (ohne Baugewerbe) verzeichnete einen Rückgang von 2,0 %, hauptsächlich bedingt durch eine geringere Produktion in der Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe zeigte ebenfalls einen negativen Trend, während die Automobilindustrie positive Impulse lieferte. Im Baugewerbe gab es einen leichten Anstieg von 0,2 %, obwohl hohe Baukosten und Fachkräftemangel bestehen blieben. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre Aktivitäten ausweiten, jedoch schwächer als in den Vorjahren.

In Bezug auf unsere Branche ergaben sich folgende Rahmenbedingungen:

In der IT-Branche hingegen zeigte sich ein anderes Bild. Die Informationstechnologie-Branche wuchs weiterhin, getrieben durch die fortschreitende Digitalisierung. Der IT-Sektor erzielte einen Umsatz von rund 119 Milliarden Euro, wobei die IT-Dienstleistungsbranche das umsatzstärkste Segment war.

1.

Digitalisierung und KI-Einsatz: Der Bedarf an digitalen Technologien und künstlicher Intelligenz nahm in fast allen Branchen weiter zu. Unternehmen setzten zunehmend auf automatisierte Prozesse und datengesteuerte Entscheidungen, was die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen und Cloud-Computing stark erhöhte.

2.

Cybersecurity: Mit der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung stieg auch das Risiko von Cyberangriffen. Unternehmen investierten daher stark in Cybersicherheitsmaßnahmen und -lösungen, und die Branche verzeichnete ein starkes Wachstum in diesem Bereich. Zudem entstanden strengere Compliance- und Datenschutzanforderungen, z.B. durch die Umsetzung von Regelungen wie die europäische NIS2-Richtlinie (Netz- und Informationssicherheit).

3.

Fachkräftemangel: Die Nachfrage nach qualifizierten IT-Fachkräften überstieg das Angebot, was den Wettbewerb um Talente verschärfte. Besonders gefragt waren Entwickler, Datenwissenschaftler und Cybersicherheitsexperten. Dieser Mangel führte zu höheren Gehältern und verstärktem Outsourcing in Regionen mit niedrigeren Lohnkosten.

4.

Nachhaltigkeit und Green IT: Mit zunehmendem Bewusstsein für den Klimawandel achteten Unternehmen stärker auf nachhaltige IT-Lösungen und energieeffiziente Rechenzentren. Unternehmen investierten verstärkt in Technologien, die den Energieverbrauch senken und die CO 2-Bilanz reduzieren können.

5.

Remote- und Hybridarbeit: Die Flexibilität in der Arbeitsweise wurde nach der Pandemie zur Norm, was die Nachfrage nach Kollaborationstools und sicherem Zugriff auf Unternehmensnetzwerke weiter steigen ließ.

6.

Regulatorische Herausforderungen: In der EU und weltweit kamen neue Regulierungen hinzu, die Unternehmen in den Bereichen Datenschutz, KI und Datenverarbeitung betrafen. Insbesondere das AI-Act der EU sorgte für Unsicherheiten, da er strenge Vorschriften für den Einsatz von KI vorsieht.

7.

Innovation und Wettbewerb: Die Konkurrenz im Bereich der Cloud-Anbieter und anderer IT-Dienstleister nahm zu. Große Unternehmen wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud bauten ihre Marktanteile aus, und innovative Start-ups brachten neue Technologien und Services auf den Markt.

8.

Wirtschaftliche Unsicherheiten: Die hohe Inflation und die geopolitischen Spannungen (wie der Krieg in der Ukraine) führten dazu, dass Unternehmen Kosten einsparen und IT-Budgets teilweise kürzen mussten. Dennoch wurden Investitionen in strategische IT-Projekte oft als notwendig betrachtet.

Diese Rahmenbedingungen machten 2023 zu einem anspruchsvollen, aber dynamischen Jahr für die IT-Branche, in dem Innovation und Effizienzsteigerung im Fokus standen.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt auf dem Vertrieb der Managed Security Service Verträge. Das neue Produktportfolio wurde zu Jahresbeginn fertiggestellt und in den Verkauf eingeführt. Eine Marketingkampagne wurde in Zusammenarbeit mit einer Agentur gestartet und im Mai 2023 lanciert. Aufgrund der langen Vertriebszyklen im Bereich der Managed Security Services konnte jedoch nur ein kleiner Teil der Potenziale für 2023 realisiert werden.

Der Ausbau der Zusammenarbeit mit einem Internet-Serviceprovider konnten nicht erfüllt werden. Es wurden jedoch große Potenziale für das kommende Geschäftsjahr identifiziert.

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Gesamtleistung der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um 2.008 TEUR erhöht. Die Umsatzerlöse stiegen um 7,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sind die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 16.655 TEUR auf 15.506 TEUR gesunken. Diese Senkung ist auf die Steigerung der Dienstleistungsumsätze zurückzuführen, die größtenteils mit eigenem Personal realisiert wurden.

Allerdings ist der Anteil der bezogenen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 463 TEUR gestiegen. Diese Erhöhung resultiert teilweise aus einer großen Ausschreibung im Bereich Connect, die zur Auslagerung von Dienstleistungen führte (Steigerung um 294 TEUR).

Auf der anderen Seite sind die bezogenen Leistungen in Bezug auf den gestiegenen Dienstleistungsumsatz aus dem Bereich CDNT mit 88 TEUR Steigerung zu beziffern. Das Rohergebnis konnte trotz der hinter den Erwartungen zurückbleibenden Umsätze mit dem Internet-Serviceprovider um 2.689 TEUR gesteigert werden, was einer Steigerung der Rohertragsquote um 25 % entspricht.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 38 % gestiegen (2.955 TEUR), wodurch sich die Gesamtkosten für Personal im Berichtsjahr auf 10.733 TEUR belaufen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 427 TEUR gestiegen, wobei 159 TEUR auf Kosten für Personalakquisition entfallen. Die aktuelle Marktlage und der Fachkräftemangel machen sich hier weiterhin bemerkbar.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird trotz des erzielten Jahresfehlbetrages als stabil und ausreichend erachtet. Durch die Zahlungsmittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit, sowie die Inanspruchnahme der Kreditlinien konnten die erforderlichen Investitionen getätigt und Verpflichtungen gegenüber Kapitalgebern fristgerecht erfüllt werden. Die bestehenden Kontokorrentlinien wurden, wie im Vorjahr, nicht vollständig ausgeschöpft. Alle Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen.

c) Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Anlagevermögen durch aktivierte immaterielle Vermögensgegenstände um 77 TEUR erhöht. Die planmäßige Abschreibung unter Berücksichtigung des es der immateriellen Vermögensgegenstände beläuft sich auf 156 TEUR. Die neu aktivierten Werte des Geschäftsjahres betragen 233 TEUR. Das gesamte Anlagevermögen beläuft sich im Berichtsjahr auf 379 TEUR.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich auf Vorjahresniveau. Dank eines aktiven Debitorenmanagements konnten die Wertberichtigungen auch im aktuellen Geschäftsjahr auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden.

Die liquiden Mittel betragen zum Geschäftsjahresende 1 TEUR (Vj. 1.756 TEUR), somit beträgt die Liquidität 1. Grades 0,0 %. Die Liquidität 2. Grades beläuft sich auf 113 % (Vorjahr: 113 %)

Das Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf 620 TEUR (Vj. 721 TEUR). Die Verringerung resultiert aus dem Jahresfehlbetrag. Die Eigenkapitalquote beträgt 8,4 %, der im Vergleich zum Vorjahr verringerten Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr abrechnungsbedingt um 855 TEUR 3.634 TEUR reduziert (Vj. 4.489 TEUR).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen der finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf folgenden Kennzahlen, welche monatlich erhoben und ausgewertet werden:

Umsatz, Umsatzart, Bereichs- und Kundenauswertung,

Cashflow,

Operative Kosten,

Gross Margin.

4. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird für das Berichtsjahr 2023 als solide bewertet. Das Unternehmen verzeichnete eine leicht negative Ertragslage, was auf Investitionen in den Personalaufbau und die hinter den Erwartungen zurückbleibende Realisierung der Potenziale mit dem Internet-Serviceprovider zurückzuführen ist.

Das Finanzmanagement zielt darauf ab, Verbindlichkeiten stets fristgerecht zu begleichen und Forderungen termingerecht zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristig liquidierbare Vermögenswerte vollständig gedeckt. Insgesamt spiegelt das leicht negative Ergebnis nicht nur den finanziellen Erfolg der Gesellschaft wider, sondern zeigt auch eine nachhaltige und zukunftsorientierte Unternehmensführung.

III. Prognosebericht

Die Gesellschaft prognostiziert für das folgende Berichtsjahr 2024 eine Umsatzsteigerung von 5-10 %, basierend auf dem Absatz der neu entwickelten Managed Security Service Produkte an Neu- und Bestandskunden.

Es wird erwartet, dass die Personalaufstockung zu weiteren Kostensteigerungen von rund 1.000 TEUR führt und zusammen mit der Implementierung neuer Prozesse das Geschäftsergebnis stark negativ beeinflussen wird. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine Effizienzsteigerung durch Automatisierung prognostiziert, die zu einer anschließenden Reduktion der Personalkosten führen soll.

Der Ausbau des Personalbestandes ist zur Umsetzung der Strategie und Erweiterung der Managed Security Services notwendig. Der Fokus liegt auf Kompetenz, Automatisierung und Kundenzufriedenheit.

Die Gesellschaft befindet sich in der Transformation vom Systemhaus mit angeschlossenen Dienstleistungen und Einmalumsätzen zu einem Managed Security Service Provider mit wiederkehrenden Umsätzen. Bedingt durch die Änderung des Geschäftsmodells und Darstellung der Umsätze wird in den Folgejahren eine steigende Profitabilität mit deutlich positiven Ergebnissen bei gleichbleibenden Umsätzen erwartet.

Der Geschäftsverlauf 2024 zeigt Risiken in der Zusammenarbeit mit einem Internet-Serviceprovider. Die Umsatzentwicklung bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück und Umsätze könnten sich aufgrund zurückgehender Investitionsbereitschaft der Unternehmen in das Jahr 2025 verschieben.

Ein positiver Trend ist durch die Zusammenarbeit und den Pipelineaufbau im Bereich Managed Service erkennbar. Für das Berichtsjahr 2024 wird aufgrund der Investitionsstrategie in das Produktportfolio und Personal ein stark negatives EBIT erwartet.

Der Geschäftsverlauf 2024 zeigt aufgrund veränderter Rahmenbedingungen ein negatives EBIT. Die Gesellschaft hat die dadurch entstandenen finanziellen Engpässe durch eine externe Finanzierung ausgeglichen. Es ist geplant, das durch den für 2024 erwarteten erheblichen Verlust entstandene negative Eigenkapital durch eine Umwandlung der externen Finanzierung in Eigenkapital zu kompensieren und das Eigenkapital zu stärken. Das Darlehen wurde unter der Bedingung gewährt, dass der Darlehensgeber die Anteile an der Gesellschaft zu bereits vereinbarten Konditionen erwerben kann. Der Anteilskaufrechtsvertrag soll kurzfristig beurkundet werden.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risiken

Mit der Weiterentwicklung des eigenen Managementsystems setzt sich die Com-Sys kontinuierlich mit potenziellen Risiken auseinander und implementiert proaktive Strategien und Maßnahmen, um diesen entgegenzuwirken:

Datensicherheit und Datenschutz: Com-Sys hat einen externen Datenschutzbeauftragten, der regelmäßig Stichprobe Audits durchführt. Zudem wurden Sicherheitsmaßnahmen implementiert, um Datenverlust und Datenschutzverletzungen zu minimieren. Der Datenschutzbeauftragter führt regelmäßige Datenschutzschulungen, um Mitarbeiter zu sensibilisieren.

IT-Security: Com-Sys setzt State-of-the-Art IT-Security Lösungen ein, um mögliche Angriffe zu erkennen und zu verhindern. Die Systeme der Com-Sys werden 24/7 durch eigene SOC-Mitarbeiter überwacht. Ein Notfallplan ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.

Fachkräftemangel: durch gezielte Initiativen zur Mitarbeitereinbindung und unterschiedlichen Ausbildungsprogramme, begegnet Com-Sys dem Fachkräftemangel.

Projektrisiken: identifizierte Risiken im Projektmanagement werden durch umfassende Planung und transparente interne sowie externe Kommunikation minimiert.

Lieferantenabhängigkeit: Die Identifikation von Schlüssellieferanten und klare Kommunikation ermöglicht es das Unternehmen, Risiken im Zusammenhang mit Lieferantenabhängigkeit zu managen. Lieferanten werden jährlich im Rahmen der ISO 9001 Zertifizierung überprüft und bewertet.

Die erkannten Risiken (und Chancen) werden folgenden Risikokategorien zugeordnet:

Risiko und Chancenbewertung / Gesamtunternehmen (für unternehmerische Risiken, sowie organisatorische Mängel)

Risiko und Chancenbewertung / Finanz- und Rechnungswesen

Risiko und Chancenbewertung / Personal und Fuhrpark

Risiko und Chancenbewertung / Marketing

Risiko und Chancenbewertung / Vertrieb

Risiko und Chancenbewertung / Auftragsabwicklung und Einkauf

Risiko und Chancenbewertung / Interne IT (Risiken verursacht durch technisches Versagen von IT-Systemen und Infrastrukturkomponenten)

Risiko und Chancenbewertung / Technik

Risiko und Chancenbewertung / Infrastruktur

Das Risikomanagement wird einmal jährlich im Rahmen des internen Audits von allen Bereichen der Com-Sys unter Steuerung des Qualitäts- und Informationssicherheitsmanagement aktualisiert. Bei Bedarf finden unterjährig Anpassungen des Risikomanagements statt. Anhand unseres Risikomanagementprozess bestand, neben dem kontinuierlich überwachten Risiko und Chancen, kein weiterer Handlungsbedarf.

Die Mitbewerber und der Markt stehen permanent im Blickfeld. Durch ein agiles Anpassungsvermögen ist ein kurzzeitiges Eingreifen jederzeit möglich, um Risiken abzuwehren oder Chancen zu nutzen. Die Strategie der Com-Sys betont Innovation und Kundenzufriedenheit.

Die Gesellschaft hat zur Überbrückung der durch den operativen Verlust in 2024 entstandenen Liquiditätslücke ein Darlehen erhalten. Der Darlehensgeber hat sich ein sofortiges Kündigungsrecht vorbehalten, sofern ein Anteilskaufrechtsvertrag nicht zu bereits vereinbarten Konditionen notariell beurkundet wird. Der Abschluss des Anteilskaufrechtsvertrags ist kurzfristig geplant. Bei einer Kündigung des Darlehens ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet.

Chancen

Die stetig zunehmende Bedrohungslage in der IT-Sicherheit, beispielsweise im Bereich "Ransomware" oder "Databreaches", wird branchenübergreifend zu einer deutlichen Zunahme an Bedarf für Sicherheitslösungen, sowie deren Bereitstellung und deren Betrieb führen.

Der Fachkräftemangel und steigende Komplexität in der Informationstechnik eröffnet uns als Managed Security Service Provider im Bereich des Outtasking hohes Potential das Auftragsvolumen in den Bereichen der Beratungs- und Betriebsdienstleistung zu erhöhen.

Als weitere Chance prognostiziert die Gesellschaft eine Erhöhung der Zahl von Neukunden, sowie eine intensivere Durchdringung von Bestandskunden in den Bereichen der kritischen Infrastruktur, die von NIS 2 betroffen sind.

 

Neu-Isenburg, den 6. Dezember 2024

COMMUNICATION SYSTEMS GESELLSCHAFT FÜR NETZWERKTECHNIK MBH

Daniel Heinzig, Geschäftsführer

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Communication Systems Gesellschaft für Netzwerktechnik mbH, Neu-Isenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Communication Systems Gesellschaft für Netzwerktechnik mbH, Neu-Isenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Communication Systems Gesellschaft für Netzwerktechnik mbH, Neu-Isenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs sowie in Abschnitten "III. Prognosebericht" und "VI. Chancen und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zur Überbrückung der durch den operativen Verlust in 2024 entstandenen Liquiditätslücke ein Darlehen erhalten hat. Der Darlehensgeber hat sich ein sofortiges Kündigungsrecht vorbehalten, sofern ein Anteilskaufrechtsvertrag nicht zu bereits vereinbarten Konditionen notariell beurkundet wird. Der Abschluss des Anteilskaufrechtsvertrags ist zwar kurzfristig geplant. Bei einer Kündigung des Darlehens ist jedoch der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Diese Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Forführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freudenberg, 9. Dezember 2024

BERGZWEI Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Partmann, Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschafterversammlung hat am 12. Dezember 2024 den Jahresabschluss festgestellt.

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