Bee/Partment Marken GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Erich Michalczyk seit 23.11.2023 | Prokura |
Thorben Wicht seit 23.11.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kartesia Securities V S.à r.l. | 53.70% |
Prinsen Capital S.à r.l. | 34.70% |
CaBo Capital I, LLC | 7.00% |
Kartesia IV Topco S.à r.l. | 3.50% |
KASS Unlevered S.à r.l. | 0.60% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PlanetHome Finanzierung GmbHUnterföhringJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Bilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVA
Anhang für das Geschäftsjahr 20191. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der PlanetHome Finanzierung GmbH - nachfolgend auch Gesellschaft genannt - zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches gem. § 267 Abs. 2 i.V. m. Abs. 4 S. 2 HGB sowie dem Gesetz für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Bilanz und die nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB angewandt. Gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages der PlanetHome Finanzierung GmbH, Unterföhring, ist Gegenstand des Unternehmens die Vermittlung von Finanzierungen aller Art und die Tätigkeit als Versicherungsmakler. Die Gesellschaft betreibt keine Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäfte i. S. d. Kreditwesengesetzes. Die Gesellschaft PlanetHome Finanzierung GmbH hat ihren Sitz in Unterföhring und wird im Handelsregister B des Amtgerichts München unter der Nummer 232315 geführt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Sie werden linear entsprechend der planmäßigen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 250 (i. Vj. EUR 250) werden in voller Höhe direkt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Mögliche Ausfallrisiken bei den übrigen, nicht einzelwertberichtigten Forderungen werden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB bilanziert. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden nach § 253 Abs. 1 S.4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen zu verfahren. Die Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurde auf die Abzinsung der Rückstellung verzichtet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 und S. 2 HGB abgezinst. Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde die Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren), basierend auf den allgemein anerkannten Richttafeln 2018 G Heubeck angewandt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Als Rechnungszinssatz wurde der von der Bundesbank ermittelte Zins von 2,71 % bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die bei der Ermittlung berücksichtigte Rentendynamik beläuft sich auf 1,50 % p.a. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Provisionsaufwendungen für die Vermittlung von Kunden werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur BilanzEntwicklung des Anlagevermögens
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung von Software um TEUR 282 auf TEUR 0,5 gesunken Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 2.117 (Vj. TEUR 410) Forderungen gegen die PlanetHome Group GmbH aus einem Liquiditätsausgleich im Rahmen einer Cashpooling-Vereinbarung und stellen damit gleichzeitig Forderungen gegen die Gesellschafterin dar. Es besteht eine Verpfändung mit einer Maximalhöhe von TEUR 17.488 zugunsten eines Fremdkapitalgebers. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Im Geschäftsjahr 2019 wurden Abgrenzungen i. H. v. TEUR 11 (Vj. TEUR 19) vorgenommen. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen überwiegend Lizenzvereinbarungen. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 236 (Vj. TEUR 236). Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 756 (Vj. TEUR 756). Die Gewinnrücklagen betragen zum Bilanzstichtag ebenso unverändert zum Vorjahr TEUR 488. Aufgrund des auf neue Rechnung vorgetragenen Jahresfehlbetrags im Geschäftsjahr 2018 i. H. v. TEUR 557 besteht in gleicher Höhe ein Verlustvortrag in 2019 (Vj. TEUR 0). Pensionsrückstellungen Als beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens wurden die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie betrugen zum 31. Dezember 2019 TEUR 0 und wurden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 0 verrechnet. Der daraus resultierende aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wurde gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Es wurden Zinsaufwendungen i. H. v. TEUR 2 mit Zinserträgen i. H. v. TEUR 8 verrechnet. Ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB besteht in 2019 nicht. Am 06.12.2019 erfolgte eine Vollauschüttung der Pensionsverpflichtung. Zum 31.12.2019 bestand daher keine Verpflichtung mehr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.019 (Vj. TEUR 1.699) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die variable Vergütung und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind i. H. v. TEUR 615 (i. Vj. TEUR 993) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wovon gegenüber Gesellschafter TEUR 395 (i. Vj. TEUR 489) bestehen. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse In den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 21.792 sind unter anderem TEUR 13.272 (Vj. TEUR 14.763) Umsatzerlöse aus der Vermittlung von Immobiliendarlehen, TEUR 2.444 (Vj. TEUR 2.657) aus der Vermittlung von Ratenkrediten und TEUR 2.207 (Vj. TEUR 2.936) aus der zusätzlichen Provisionierung auf das Umsatzvolumen enthalten. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 31 Vj. TEUR 44). Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten die laufenden Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 6.131 (Vj. TEUR 8.743) sowie Sozialversicherungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.075 (Vj. TEUR 1.226). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Provisionsaufwendungen von TEUR 9.271 (Vj. TEUR 7.999), von der PlanetHome Group GmbH bezogene Dienstleistungen in Höhe von TEUR 1.657 (Vj. TEUR 2.220), Mietkosten in Höhe von TEUR 594 (Vj. TEUR 860), Aufwendungen für IT Dienstleistungen von TEUR 729 (Vj. TEUR 797) sowie Reisekosten von TEUR 126 (Vj. TEUR 189). Sonstige Zinsen und ähnliche Ertäge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge haben im Geschäftsjahr TEUR 160 (Vj. TEUR 0) betragen und resultieren aus einer Cashpooling-Vereinbarung mit der Muttergesellschaft PlanetHome Group GmbH. Im Vorjahr wurden noch Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 46 ausgewiesen. 5. Sonstige AngabenErgebnisverwendungsvorschlagDas Jahresergebnis der Gesellschaft beträgt EUR 1.205.681,02. Es wird vorgeschlagen, dieses auf neue Rechnung vorzutragen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasingverträgen und Verträgen über den Bezug von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 2.119 mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 808 mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Mitarbeiterdurchschnitt gem. § 285 Nr. 7 HGB Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 103 Angestellte beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Am 31. Dezember 2019 waren insgesamt 95 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 79 Mitarbeiter im Bereich Immobilienfinanzierung und 16 Mitarbeiter in vertriebsunterstützenden Bereichen beschäftigt. Zusammensetzung der Organe Als Geschäftsführer waren bestellt:
Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer haben für ihre Tätigkeit als Geschäftsführer der PlanetHome Finanzierung GmbH keine Bezüge erhalten. Mutterunternehmen nach § 285 Nr. 14 HGB Die PlanetHome Finanzierung GmbH ist ein Tochterunternehmen der PlanetHome Group GmbH, Unterföhring. Diese wiederum ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der PLANET GROUP GMBH, Unterföhring. Die PLANET GROUP GMBH stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an verbundenen Unternehmen auf. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der PLANET GROUP GMBH, Unterföhring, werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB Hinsichtlich des § 285 Nr. 17 HGB verweisen wir auf den Konzernabschluss der Gesellschaft PLANET GROUP GMBH. Latente Steuern gem. § 285 Nr. 29 HGB Aufgrund steuerlicher Verlustvorträge und der temporären Differenzen bei den Pensions-, Steuer- und sonstigen Rückstellungen besteht eine aktive Steuerlatenz. Das Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB wurde nicht ausgeübt. Nachtragsbericht Seit Jahresbeginn 2020 verbreitet sich weltweit eine vom Erreger COVID-19 ausgelöste Pandemie. Mit dem Ziel, ihre unkontrollierte Ausbreitung möglichst wirksam zu begrenzen, wurden weltweit nahezu vollständige Beschränkungen der Reisetätigkeit, Kontaktsperren bis hin in den persönlichen Bereich sowie deutliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt. Dies hat weitreichende Folgen, nicht nur für Wirtschaftsunternehmen, deren Geschäftsmodell sich auf Reiseaktivitäten und den persönlichen Kontakt von Menschen richtet oder diese voraussetzt. Die weltweit verbreitete, massive Verunsicherung im Hinblick auf die Folgen und den weiteren Verlauf der Pandemie und deren makroökonomische, aber auch individuelle Auswirkungen führt zu extremer Zurückhaltung im Investitions- und Konsumgüterbereich, sofern sich dieser nicht auf die unmittelbare Sicherstellung der primären Versorgungselemente richtet. Die Gesellschaft hat im Konzernverbund für die Beobachtung der Entwicklungen, mögliche negative Folgen, die Ergreifung erforderlicher Gegenmaßnahmen und den Schutz ihrer Mitarbeiter und Kunden ein engmaschiges Risikomanagement sowie einen eigens hierfür gegründeten Risiko-Ausschuss installiert. Von Anfang März bis Mitte April wurde ein deutlicher Einbruch der Leadzufuhr von Seiten einiger Kooperationspartner beobachtet, der mit der Reduktion der Kundenkontakte und Geschäftsaktivität in Zusammenhang stand. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat sich dies bereits vollständig normalisiert. Die Vertragsabschlüsse wurden nicht oder kaum beeinträchtigt. Unter der Voraussetzung, dass die staatlichen und europäischen Stabilisierungsmaßnahmen erfolgreich verlaufen und die deutsche Wirtschaft keinen nachhaltigen Schaden erleidet, geht die PlanetHome Finanzierung GmbH davon aus, dass sie von den Folgen der Pandemie nicht oder nur unwesentlich nachteilig betroffen sein wird. Wir verweisen hierfür auf den Prognosebericht im Lagebericht der Geschäftsführung.
Unterföhring, den 9. Juni 2020 PlanetHome Finanzierung GmbH Ludwig Wiesbauer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019der PlanetHome Finanzierung GmbH, UnterföhringA. Grundlagen des UnternehmensDie PlanetHome Finanzierung GmbH, Unterföhring, (im Folgenden auch: PlanetHome Finanzierung) ist ein Unternehmen der PlanetHome Gruppe und auf die Vermittlung von Immobilienfinanzierungen und Konsumentenkrediten in Zusammenarbeit mit Banken, Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland spezialisiert. Sie bildet eine wichtige Säule des Leistungsspektrums der PlanetHome Gruppe, das sich auf die Erbringung von Dienstleistungen rund um den Erwerb und Verkauf von Immobilien richtet. Der Einbindung in die Vermittlungsprozesse der starken Regularien unterworfenen Finanz- und Versicherungsdienstleister trägt die Gesellschaft nach Einschätzung der Geschäftsführung mit einem hohen Professionalisierungsgrad und zuverlässigen Leistungsstandards Rechnung. Die Gesellschaft betreibt ihre Aktivitäten zur Generierung von Direktkundengeschäft durch ein Netz von bundesweiten Geschäftsstellen in 13 Städten. Zudem wird durch die enge Zusammenarbeit mit freien Handelsvertretern mittels der Schwestergesellschaft PlanetHome Finanzierung Partner GmbH weiteres Marktpotenzial erschlossen. Die BackOffice-Leistungen bezieht die Gesellschaft wie bisher von ihrer Muttergesellschaft PlanetHome Group GmbH, Unterföhring. B. Wirtschaftsberichti. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das Wirtschaftswachstum in Deutschland verlief 2019 dank verschiedener, stabilisierender Faktoren noch leicht positiv, war jedoch von einer deutlichen Abschwächung geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs um 0,6 % nach 1,5 % im vorangegangenen Jahr 1. Das Bild war hierbei deutlich zweigeteilt: Sehr positive Impulse erfolgten von Seiten des Arbeitsmarktes und der Entwicklung der Einkommen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote ist im Jahr 2019 mit 5,0 % im Vergleich zum Vorjahr (5,2%) nochmals weiter gesunken und liegt damit auf einem historischen Tiefpunkt. 2 Die Bruttolöhne erhöhten sich um 4,2 % (Vorjahr 4,8 %) 3 , die durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen um 3,1 % (Vorjahr 3,2 %). 4 Der Wirtschaftssektor Bauwirtschaft, in dem auch die PlanetHome Group aktiv ist, profitierte nicht nur von diesen positiven Einkommensentwicklungen der privaten Haushalte, sondern auch von den nach wie vor historisch günstigen Finanzierungsbedingungen. Anzeichen für ein Ende des Baubooms gibt es derzeit nicht: Sektortypisch war die Auftragslage im Baugewerbe durch starke saisonale Schwankungen gekennzeichnet und verzeichnete im Monatsschnitt des Jahres 2019 einen Zuwachs in Höhe von von 3,3 % (+7,8 % per Ende November, -5.3 % per Ende Dezember) 5. Im Gegensatz hierzu verzeichneten im Jahr 2019 andere Wirtschaftssektoren einen Abwärtstrend: Der Absatz in der Industrie sank um 3,2 %, 6 die Auftragseingänge bewegten sich 8,3 % 7 unter das Vorjahresniveau. Als exportorientierte Wirtschaft ist Deutschland von der weltweiten Wachstumsverlangsamung betroffen. Zunehmende Unsicherheiten, ausgelöst durch Handelskonflikte und die im Berichtsjahr gegebenen Unsicherheiten rund um die Brexit-Verhandlungen wirkten sich schwächend auf das Investitionswachstum aus. Die Inflationsrate betrug im Jahr 2019 1,4 % und lag damit unter dem Vorjahr (+1,8 %) 8. Sie bewegt sich damit deutlich unterhalb des geldpolitischen Grenzwertes der Europäischen Zentralbank in Höhe von 2,0 %. 9 Diese Entwicklung bewertet die Gesellschaft als positiv, da es nach Einschätzung der Geschäftsführung somit aktuell keine Anzeichen für eine mögliche Straffung der Geldpolitik gibt, welche mit steigenden Zinsen und möglichen weiteren Wachstumseinschränkungen insgesamt, aber auch im Immobilienmarkt, einhergehen könnte. Entwicklung des Immobilienfinanzierungs- und Verbraucherkreditmarktes Nach einem vorübergehenden Rückgang des Volumens neuer Immobilienkredite in den Jahren 2016 und 2017, der unter anderem mit dem Inkrafttreten der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie 10 in Verbindung gebracht wurde, befindet sich der Markt seit 2018 wieder im Wachstum. Das vermittelte Finanzierungsvolumen legte im Jahr 2019 um 9,0 % zu (2018: +4,8 %) und schloss mit einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 262,9 Mrd. 11. Diese Entwicklung wurde von dem außerordentlich niedrigen Zinsniveau, der positiven Entwicklung der Haushaltseinkommen und des Arbeitsmarktes sowie der starken Nachfrage am Immobilienmarkt getragen. Das Volumen der vermittelten Konsumentenkredite stieg um +1,8 % auf insgesamt EUR 238,0 Mrd. 12. ii. Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung Im Jahr 2019 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von EUR 21,8 Mio., was einer Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr von 5 % entspricht. Die rückläufige Entwicklung der Umsätze in der Finanzierungsvermittlung ist darauf zurückzuführen, dass die Zukäufe von Leads, von Leadverkäufern, die zeitweise über die Bearbeitung von Leads aus den bestehenden Kooperationsquellen hinaus vorgenommen wurden und die nicht ausreichend profitabel gewandelt werden konnten, deutlich reduziert wurde. Die Kundenanfragen aus bestehenden Kooperationen sowie selbst generierte Leads haben sich nicht reduziert. Das im vorangegangenen Jahr geplante deutliche Umsatzwachstum konnte somit nicht erreicht werden. Die erwartete Reduktion von Kundenanfragen trat, wie prognostiziert, ein. Mitarbeiter Qualifizierte Finanzierungsberater sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Dienstleistungsunternehmen PlanetHome Finanzierung GmbH. Nach Einschätzung der Geschäftsführung verdankt die PlanetHome Finanzierung der Kompetenz und dem Engagement seiner Mitarbeiter sein Wachstum und seinen wirtschaftlichen Erfolg. Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt in der PlanetHome Finanzierung GmbH 103 Mitarbeiter beschäftigt. Stichtagsbezogen ergab sich ein Rückgang um 31 Beschäftigte (-25 %) auf 95 Beschäftigte. Die deutliche Reduzierung stellt eine Weiterführung der im Geschäftsjahr 2018 begonnenen Optimierung der Beschäftigungszahl dar, welche aufgrund der sehr schnellen und überproportionalen Aufbaumaßnahmen im Investitionsjahr 2017 notwendig wurde. C. Wirtschaftliche Lage der Gesellschafti. Ertragslage Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1,2 Mio. Der Rückgang der Umsatzerlöse um EUR 1,2 Mio. auf EUR 21,8 Mio. wurde durch einen gleichzeitigen Rückgang der Personalaufwendungen um EUR 2,8 Mio. auf EUR 7,2 Mio. überkompensiert, woraus eine insgesamte Ergebnisverbesserung resultiert. Trotz der rückläufigen Effekte auf der Umsatzseite vor allem aufgrund der deutlichen Reduzierung von nicht ausreichend profitabel wandelbaren Leads ist es im Geschäftsjahr 2019 gelungen, den nach dem Investitionsjahr 2017 geplanten und in 2018 aufgrund von zusätzlichen Kosten aus Optimierungsmaßnahmen noch nicht erreichten Turnaround zu erreichen. Der Rückgang der Personalaufwendungen um -28 % ist im Wesentlichen auf die aus einer weitergeführten Optimierung der in 2017 überproportional angestiegenen Personalaufwendungen bedingten Reduzierung des Mitarbeiterbestands zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken ebenfalls leicht um EUR 0,2 Mio. auf EUR 13,3 Mio. (-1 %), was auf eine Reduzierung von diversen Kostenpositionen, u. a. bei Provisionsaufwendungen für Leadeinkäufe und Mietkosten, zurückzuführen ist. ii. Finanzlage Der Bestand an Zahlungsmitteln (TEUR 3; Vj. EUR 0,1 Mio.) ist zusammen mit den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash Pool in Höhe von EUR 2,1 Mio. zu betrachten. Die verbleibenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 0,1 Mio. gegen die Schwestergesellschaft PlanetHome Finanzierung Partner GmbH. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände entfallen mit EUR 2,0 Mio. auf Lieferungen und Leistungen. Mittelzuflüssen aus der Reduzierung des Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR -1,1 Mio.) standen im Geschäftsjahr 2019 Mittelabflüsse aus der Erhöhung des Bestands an Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR +1,3 Mio.) gegenüber. Die Mittelbindung durch Anlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie immaterielle Vermögensgegenstände) liegt bei EUR 0,2 Mio. (Vj. EUR 0,6 Mio.) und ist damit von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen (EUR 0,2 Mio.) sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung von Software deutlich um EUR 0,3 Mio. oder 62 % gesunken und daher auch wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital finanziert. Die Ausstattung der PlanetHome Finanzierung mit Eigenkapital hat sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses im Geschäftsjahr deutlich erhöht und ist mit EUR 2,1 Mio. bzw. 46 % als mehr als ausreichend einzuschätzen. Im Vorjahr lag das Eigenkapital noch bei EUR 0,9 Mio. (19 %). Während des Jahresverlaufs war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Liquiditätsversorgung und -finanzierung ist auf absehbare Zeit auf Grundlage der vorliegenden Geschäftspläne als auch auf Grundlage der Risikoszenarien im Umfeld der zum Berichtszeitpunkt bestehenden Auswirkungen von COVID-19 gesichert iii. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2018 betrug EUR 4,9 Mio. und ist im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 um EUR 0,3 Mio. auf EUR 4,6 Mio. gesunken. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Rückgang des Anlagevermögens um EUR 0,3 Mio. zurückzuführen. Auf der Passivseite resultiert der Rückgang der Bilanzsumme aus einem Anstieg des Eigenkapitals um EUR 1,2 Mio., der einem Rückgang der Rückstellungen um EUR 0,6 Mio. und einem Rückgang der bestehenden Verbindlichkeiten um insgesamt EUR 0,9 Mio. gegenübersteht. Der Bilanzwert der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen beträgt EUR 0,2 Mio. und liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 0,6 Mio.), was im Wesentlichen auf eine außerplanmäßige Abschreibung von Software zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,1 Mio. auf EUR 2,0 Mio. und damit deutlich gesunken (-37 %). Dies resultiert im Wesentlichen aus einer deutlich verbesserten stichtagsbezogenen Zahlungsmoral von Kunden sowie aus dem Umsatzrückgang von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entwickelt: Sie erhöhten sich um EUR 1,3 Mio. auf EUR 2,2 Mio. zum 31.12.2019 (+148 %). Dies liegt im Wesentlichen am Anstieg der Geldausleihungen im Rahmen des Cash-Pooling an die Muttergesellschaft. Die hierin eingebundenen Barmittel haben sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses entsprechend erhöht. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um 40 % oder EUR 0,7 Mio. Dies begründet sich im Wesentlichen mit dem Verbrauch von im Geschäftsjahr 2018 gebildeten Personalrückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 0,6 Mio. und haben sich damit um 38 % gegenüber dem Vorjahr reduziert (Vj. EUR 1,0 Mio.). Im Vorjahr waren höhere von der Muttergesellschaft bezogene Serviceleistungen über den Jahreswechsel ausstehend und erst zum Jahresbeginn 2019 beglichen worden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Ende des Geschäftsjahres EUR 0,5 Mio. und liegen damit deutlich unter dem Vorjahr (EUR 0,8 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund von niedrigeren Steuerverbindlichkeiten zum Stichtag im Vorjahresvergleich um EUR 0,2 Mio. auf EUR 0,2 Mio. gesunken. iv. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Das in der Gesellschaft betriebene Geschäftsfeld der Immobilien- und Konsumentenkreditvermittlung ist unverändert ein wichtiger Bestandteil des Produktportfolios der Konzerngruppe. Das seit zwei Geschäftsjahren erstmals wieder deutlich positive Jahresergebnis in Höhe von EUR 1,2 Mio. bekräftigt dies. Die Geschäftsführung schätzt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft daher insgesamt als stabil und positiv ein und ist zuversichtlich, dass die Ertragskraft nachhaltig ist und die Gesellschaft in dieser Hinsicht auch zukünftig zum Gesamterfolg der Konzerngruppe beitragen wird. v. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanzielle Steuerung der Gesellschaft anhand finanzieller Leistungsindikatoren erfolgt auf Basis der Finanzkennzahlen nach internationalem Rechnungslegungsstandard (IFRS) und in der Gesamtsicht des Konzerns Planet Group. Sie konzentriert sich auf die Geschäftsfelder Immobilienvermittlung, Finanzierungsvermittlung und Zentrale sowie deren regionale und segmentspezifische Struktur. Die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die wichtigsten Finanzkennzahlen werden dem Management- und Gesellschafterkreis in engem, monatlichem Rhythmus berichtet. Abweichungen im Vergleich zur geplanten Entwicklung und dem Vorjahr werden analysiert und, soweit erforderlich steuernde Maßnahmen ergriffen. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind: Umsatzerlöse, EBITDA bereinigt (Ergebnis vor Sonderaufwendungen, Abschreibungen, Zinsen und Steuern) und die damit verbundene Marge. Darüber hinaus wird eine umfassende Anzahl nicht-finanzieller KPIs analysiert und präsentiert, wobei die Anzahl der generierten Leads und Kundenanfragen als am bedeutsamsten zu bewerten ist, da sie die wichtigste Grundlage für die künftigen Umsatzerlöse bildet. Die Umsatzerlöse des in der PlanetHome Finanzierung GmbH angesiedelten Geschäftsfelds Finanzierungsvermittlung beliefen sich auf EUR 21,8 Mio. (2018: EUR 23,0 Mio.) und gingen damit um 5,3 % zurück, was auf eine gezielte Reduzierung unzureichend profitabler Geschäftsabschnitte zurückzuführen ist. Dementsprechend erhöhte sich der Deckungsbeitrag vor Abwicklungs- und Servicekosten der Zentrale auf EUR 4,9 Mio. (2018: EUR 4,3 Mio.) und damit um 14,0 %. Die EBITDA-Marge stieg von 18,8 % im Jahr 2018 auf 22,6 % im Jahr 2019 an. In der Finanzierungsvermittlung gingen die Kundenanfragen (Leads) mit rund 63.100 Stück im Vergleich zum Vorjahr um 10 % zurück (2018: ca. 70.300 Stück). Auch in diesem Geschäftssegment wurden extern zugekaufte Leads reduziert, die nicht auf dem erwarteten Rentabilitätsniveau in Umsatzerlöse gewandelt werden konnten. Im Gegensatz zur Immobilienvermittlung wirkt sich der Leadrückgang aufgrund des vergleichsweise kurzen Konvertierungszyklus unmittelbarer auf die laufende Periode aus, diese Entwicklung wird sich daher im kommenden Jahr 2020 nicht relevant negativ auf die Umsatzerlöse auswirken. vi. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben der Akquisition neuer Kooperationspartner war die Fortsetzung des langjährigen Wachstumskurses aus Sicht der Gesellschaft auch auf das hohe Engagement ihrer Mitarbeiter zurückzuführen. Die Gruppe investiert hierfür in ein zweimonatiges Onboarding-Konzept für neue Vertriebsmitarbeiter. Dieses sowie jährliche Mitarbeiterveranstaltungen sollen für ein hohes Ausbildungsniveau sorgen und das Gemeinschaftsgefühl und den starken Zusammenhalt der Mitarbeiter im Konzern fördern. Die Mitarbeiter in den Support- und Servicefunktionen arbeiteten auch im Geschäftsjahr kontinuierlich daran, die Qualität und Effizienz von Prozessen und Systemen zu optimieren. Darüber hinaus legt die PlanetHome Finanzierung als Teil des Gesamtkonzerns einen wichtigen Fokus auf die kontinuierliche Verbesserung des Leistungsspektrums für ihre Kunden sowie die zunehmende Unterstützung ihrer Dienstleistungen durch digitale Medien und Workflows. 2019 wurde der Ausbau des Kundenportals "myPlanet" mit neuen Funktionen zum Suchen, Finanzieren, Kaufen, Eigentum und Verkauf fortgesetzt. Ziel ist es, alle relevanten Zielgruppen rund um den Kauf und Verkauf von Immobilien und deren Finanzierung auf einer Plattform zusammenzubringen und zu unterstützen. Über die eigene Systemlandschaft hinaus unterstützt die Gruppe auch ihre Kooperationspartner bei der Platzierung neuer Technologien auf deren Websites oder am sogenannten 'Point of Sale', um Kundenkontakte von der Filiale ins Internet zu verlagern und zusätzlichen Bedarf über digitale Kanäle zu wecken. Speziell im Bereich der Finanzierungsvermittlung hat sich PlanetHome Finanzierung GmbH nach Einschätzung der Geschäftsführung mit ihrer hohen Servicequalität und der hervorragenden Auswahl von Konditionen auch im Jahr 2019 auf Spitzenplätzen für seine Kunden und Kooperationspartner platziert. Die Gesellschaft wurde wiederholt mit dem FMH Award 2019 (bester Vermittler für Baufinanzierung) ausgezeichnet. Darüber hinaus errang sie die Prämierung als "Premium-Partner Baufinanzierung Immobilienscout24" und war Testsieger in der Kategorie 'Direkt-Baufinanzierer', einem Preis des Deutschen Instituts für Servicequalität. D. Prognose, Risiko- und Chancenberichti. Prognosebericht Sowohl die Entwicklung des Marktes für Finanzierungsvermittlung als auch das gesamtwirtschaftliche Umfeld sind für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von Bedeutung. Zum Berichtszeitpunkt muss die bestehende Situation rund um die COVID-19-Pandemie bei der Bewertung der Prognosen berücksichtigt werden. Grundsätzlich wirken sich negative Entwicklungen am Markt zumindest teilweise auch auf den Erfolg der Gesellschaft aus. Auf Basis der regulären Unternehmensplanung erwartet die PlanetHome Finanzierung für 2020 einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von rund 1 %. In der Finanzierungsvermittlung wird ein Zuwachs der Kundenanfragen (Leads) um ca. 9.000 Stück auf über 72.000 erwartet. Die zum Berichtszeitpunkt vorherrschende Krisensituation könnte sich schwächend auf diese Erwartung auswirken. Die Anzahl der Leads und somit die Umsatzerlöse, der EBITDA und die EBITDA-Marge könnten unterhalb der Prognose auslaufen. In seiner risikoorientierten Prognose geht das Management jedoch davon aus, dass die Umsatzerlöse mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wesentlich unter das im Jahr 2019 erreichte Niveau fallen werden und Immobilientransaktionen überwiegend ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Im Hinblick auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld geht die Geschäftsführung davon aus, dass die ursprünglichen Wachstumsprognosen für das Jahr 2020 nicht eintreten werden und von einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung auszugehen ist. Das ifo-Institut München geht davon aus, dass sich die Wirtschaft bis zum zweiten Quartal deutlich negativ entwickeln wird und dass sich die Erholungseffekte erst in der zweiten Jahreshälfte bemerkbar machen werden. Für das Gesamtjahr wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,6 % erwartet. Im Jahr 2021 könnte der rezessive Trend umgekehrt und mit einem Wachstum von 10,2 % sogar überkompensiert werden 13. In diesem Fall erwartet die Gesellschaft keine ausgeprägten negativen Auswirkungen auf die Einkommens- und Vermögenssituation potenzieller Akteure auf dem Markt für Immobilientransaktionen und deren Finanzierung. Zudem erwartet die PlanetHome Finanzierung, dass die für die Gesellschaft relevanten Märkte von der nun nochmals expansiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren werden. Im Rahmen des PEPP ("Pandemic Emergency Purchase Program") hat die EZB bereits Anleihen im Wert von mehr als 100 Milliarden Euro erworben. 14 Zu den internen Stützpfeilern der Gesellschaft für die Ergebnisse 2020 gehören in 2019 neu gewonnene Kooperationen mit ihrem nach Einschätzung der Geschäftsführung hohem Wachstumspotenzial. Darüber hinaus wirkt die in Anbetracht der Pandemie restriktiv ausgerichtete Verhalten der PlanetHome Finanzierung im Hinblick auf Investitionen und Kosten den potenziellen Belastungseffekten auf der Umsatzseite entgegen. Im Rahmen der regulären Unternehmensplanung erwartet das Management einen bereinigten EBITDA in Höhe von EUR 4,3 Mio. (2019: EUR 1,9 Mio.), hieraus ergäbe sich eine EBITDA-Marge in Höhe von 20,4 % (2019: 8,5 %). Sollte sich die risikoorientierte Prognose bewahrheiten, könnte der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2020 möglicherweise geringer ausfallen und sich nur knapp im positiven Bereich bewegen. Es gibt jedoch gute Anzeichen, darunter beispielsweise nur ein sehr kurzfristiger Einbruch der Leadzufuhr, der sich in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2020 bereits wieder erholt hat, kaum Beeinträchtigungen der Umsatzerlöse sowie über den Erwartungen liegende Entwicklungen der neuen Kooperationen, sodass die Geschäftsführung davon ausgehet, dass die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie weitgehend kompensiert werden können. ii. Risiko- und Chancenbericht Markt- und Wettbewerbsrisiken / Chancen Die Aussagen im Risiko- und Chancenbericht richten sich auf die folgenden beiden Geschäftsjahre 2020 sowie 2021. Die Einschätzungen basieren auf der Annahme des Managements, dass mit Unterstützung der staatlichen und geldpolitischen Interventionen potenziellen gesamtwirtschaftlichen Belastungen der zum Berichtszeitpunkt bestehenden COVID-19 Pandemie wirksam begegnet werden kann und kein nachhaltiger Einbruch der Wirtschaft stattfindet. Der Immobilienfinanzierungsmarkt profitiert aus Sicht der Gesellschaft von der guten und starken Position der Immobilienwirtschaft als Wirtschaftssektor. Die Eintrittsbarrieren für Finanzierungsvermittler sind aufgrund der hohen Anforderungen an Qualität und Expertise für den Beratungsprozess sowie der komplexen IT- und Prozessabwicklungsstrukturen, die durch die Vermittlerrolle zwischen Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen bestimmt werden, hoch. Dies führt auch zu einer vergleichsweise hohen Abhängigkeit von der jeweiligen Kreditpolitik der Banken. Obwohl sich das Segment Finanzierungsvermittlung des Konzerns in diesem Umfeld generell als relevanter Marktteilnehmer positioniert und durchgesetzt hat, sind potenziell negative Einflüsse aufgrund einer veränderten Ausrichtung eines oder mehrerer kooperierenden Institute möglich. Die Veränderung der Kooperationsbeziehung vereinzelter Institute liegt im mittleren Wahrscheinlichkeitsbereich, potenzielle Belastungen würden und werden jedoch durch die hohe Partnerstreuung zumeist abgefangen. Das Unternehmen unterhält ein professionelles Key Account- und Partnermanagement, um gute Geschäftsbeziehungen zu pflegen, neue Kooperationen zu gewinnen und zeitnah auf Veränderungen zu reagieren. Risiken / Chancen für die Geschäftsdurchführung Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den unternehmerischen Erfolg des Konzerns bleiben seine dauerhaften, strategischen Kooperationen. Die Beendigung eines der laufenden Verträge durch einen Kooperationspartner birgt das Risiko, Geschäftspotenzial und Umsatzerlöse zu verlieren. Ein wichtiger Fokus der Gruppe liegt daher auf der intensiven Pflege ihrer Partnerschaften. Eine beständig intensive Fokussierung auf gegenseitige, vorteilhafte Geschäftsbeziehungen sowie die Tatsache, dass im Jahr 2019 neue Kooperationen mit erheblichem Geschäftspotenzial gewonnen werden konnten, stimmt das Management zuversichtlich, dass die Partnerbeziehungen auf solidem Boden stehen. Die neuen Kooperationen werden dazu beitragen, das Konzentrationsrisiko weiter zu reduzieren. Der Konzern wird sich weiterhin darum bemühen, durch die Fortsetzung der Digitalisierungsinitiativen das Serviceerlebnis für Kunden und Kooperationspartner noch weiter zu verbessern. Eine sichere und stabile IT-Infrastruktur sowie reibungslos funktionierende Anwendungen sind eine wichtige Säule des erfolgreichen Geschäftsbetriebs der Konzerngruppe. Deren Bedeutung nimmt mit dem permanent steigenden Digitalisierungsgrad der Vertriebs- und Abwicklungsprozesse. Der Ausfall eines oder mehrerer IT-Systeme oder Anwendungen ist daher als kritisches Geschäftsrisiko zu bewerten, da dieser die Durchführung der Geschäftstätigkeiten erschweren oder verhindern würde. Die Gruppe arbeitet daher beständig daran, bestehende Sicherheitslösungen zu optimieren. Dies dokumentiert die im Jahr 2019 erworbene Zertifizierung nach ISO27001, deren Erhalt den Nachweis eines hohen und weltweit anerkannten IT-Sicherheitsstandards und Risikomanagements voraussetzt. Darüber hinaus wurden Vorbereitungen getroffen, um die bei einem externen Dienstleister betriebenen Server in die Microsoft-Cloud zu verlagern sowie die Netzwerkinfrastruktur nach aktuellen Sicherheitsstandards zu modernisieren. In der Gesamtsicht sieht die PlanetHome Finanzierung keine Risiken, die den Fortbestand des Geschäfts gefährden. Das Geschäftsjahr 2020 wird nach Ansicht der Geschäftsführung gleichermaßen stark von den intern erzielten Fortschritten als auch von den Einflüssen der COVID-19-Pandemie geprägt sein. Aus der insgesamt guten Positionierung der Gesellschaft im Immobilienmarkt, der nach wie vor grundsätzlich wachstumsorientiert ist, den im Jahr 2019 gewonnenen neuen Kooperationen sowie den konsequenten und maßvollen gesamtwirtschaftlichen sowie intern getroffenen Gegensteuerungsmaßnahmen im Kontext der Pandemie resultiert die Einschätzung, dass nach Meinung des Managements der PlanetHome Finanzierung GmbH bestens gerüstet ist, der Krisensituation wirksam zu begegnen und das Geschäftsjahr 2020 erfolgreich zu beschließen. Das Management ist zuversichtlich, dass die Gesellschaft seine starke Marktposition behaupten und sogar verbessern wird.
Unterföhring, den 9. Juni 2020 PlanetHome Finanzierung GmbH Ludwig Wiesbauer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PlanetHome Finanzierung GmbH, Unterföhring PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der PlanetHome Finanzierung GmbH, Unterföhring - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PlanetHome Finanzierung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 16. Juni 2020 KPMG
AG
Ziegler, Wirtschaftsprüfer Bahadin, Wirtschaftsprüferin |
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